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Die Apokalypse des Johannes - 305. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026
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«Ein interaktiver Vortragszyklus über den Zusammenhang mit dem Wirken Jesu Christi und dem eigenen Ich. Ausgangspunkt sind die Schriften von Rudolf Steiner, z.B. die GA 104, GA 104a und GA 346. Hier fließen sowohl Fragen und Anliegen von Zuschauern als auch eigene geisteswissenschaftliche Erkenntnisse mit ein. Und es gibt immer Bezüge zu aktuellen Themen der Zeit.»

Transkription des 305. Vortrags vom 3. März 2026
+++ dies ist ein Rohtext, der noch überarbeitet werden muss, siehe MitTun +++
Begrüßung und der 48. Wochenspruch: Das Weltendenken 00:00:43
Meine Lieben, es geht zum Vortrag. Es ist der 305. Vortrag mittlerweile, und zu dem begrüße ich sehr herzlich, und diesmal wieder einmal zum Einstieg, nicht erst ganz am Ende, der Wochenspruch. Es ist der 48. Wochenspruch:
Im Lichte, das aus Weltenhöhen / Der Seele machtvoll fließen will, / Erscheine, lösend Seelenrätsel, / Des Weltendenkens Sicherheit. / Versammelnd seiner Strahlen Macht, / Im Menschenherzen Liebe weckend.
Also ganz interessant, das war ja auch vom Denken im letzten Wochenspruch die Rede, aber ganz anders. Ich möchte euch das nur zum Vergleich noch einmal daneben stellen. Das war der 47. Wochenspruch, da hieß es: Es will erstehen aus dem Weltenschosse, den Sinnenschein erquickend, Werdelust. Sie finde meines Denkens Kraft, gerüstet durch die Gotteskräfte, die kräftig mir im Innern leben.
Also wir haben einerseits unser eigenes Denken, wir haben andererseits das Weltendenken, und das ist immer eine gewisse Kommunikation. Also einmal wird mehr die Wahrnehmung des Weltendenkens jetzt in diesem heutigen Spruch, also dem Spruch dieser Woche, da geht es um des Weltendenkens Sicherheit, das Weltendenken, die kosmische Intelligenz, die aber eigentlich auf die Erde gekommen ist. Michael hat sie losgelassen. Michael ist der Verwalter eigentlich der kosmischen Intelligenz, des Weltendenkens, aber sie wird in unsere Hand übergeben, allmählich. Aber sie muss von uns auch ergriffen werden, sonst wird sie nicht aktiv, wird sie nicht tätig. Also das wird immer mehr sein. Das ist ja nicht ein Prozess, der einmal in einem Tag vollendet ist, sondern das ist ein Prozess, der sich über lange Zeiten hinzieht.
Die Entwicklung des Denkens: Von Ägypten zur anschauenden Urteilskraft 00:03:03
Und wir haben als Menschheit ganz lange eben alles, was wir geschaffen haben, zunächst einmal aus dem Weltendenken, aus der Weltenintelligenz, aus den Impulsen der geistigen Wesenheiten, die über uns stehen, noch relativ unbewusst getan. Das ist vor allem, also ja eigentlich erst in der griechisch-lateinischen Zeit, so langsam fängt ein gewisses Eigendenken an. Wir haben gesprochen das letzte Mal davon, in der ägyptischen Zeit gibt es eine Einweihung in das Denken. Also das heißt, der durchschnittliche Ägypter, auch aus höherer Stellung zunächst einmal, verfügt über dieses Denken noch nicht. Aber es gibt eine Einweihung in das Denken, und die ermöglicht es dann, das ganze Reich zu organisieren im Grunde. Das heißt, das ganze Geschehen dort zu organisieren, wie die Vorräte zu halten sind, wie die Felder zu bebauen sind und so weiter, wie das zusammenhängt mit den Konstellationen, mit den Sternenkonstellationen, wie man das erkennen kann. Also diese Zusammenhänge zu sehen, ganz bewusst und wach zu sehen und eben vor allem das irdische Leben aber danach als gewisses Abbild dieses kosmischen Lebens zu organisieren, aber das selber zu tun. Also das ist das Wichtige. Eben auch die geistigen Kräfte zu machen, als die Pyramiden gebaut wurden zum Beispiel, also relativ in der Frühzeit der ägyptischen Kultur. Die sind ja nicht am Ende als eine reife Blüte entstanden, eigentlich interessanterweise ja relativ früh. Später gibt es dann die Felsentempel und dergleichen. Aber die markanten Pyramiden sind relativ am Anfang, und da steckt ein gewaltiger Impuls dahinter, eine starke Weisheit, die die eingeweihten Menschen in der damaligen Zeit, also die Baumeister dieser Pyramiden, aufgenommen haben durch entsprechende geistige Schulung.
Und wir haben ja davon gesprochen das letzte Mal auch, diese Schulung war notwendig. Vorher gab es in Wahrheit diese Schulung nicht. Sie war nicht notwendig, weil die Menschen zumindest hellsichtig waren, alle im Grunde. Es war eine Schulung, aber allerdings dazu notwendig, um mit dieser Hellsichtigkeit auch etwas anfangen zu können. Aber ein Denken, mit dem man bewusst das Erdenleben organisiert, gab es zum Beispiel in der urpersischen Zeit, wo der Ackerbau, wo die Agrikultur entstanden ist auch, und Viehhaltung und so weiter. Aber trotzdem, es gab noch nicht unsere Art des Denkens. Sondern es war noch aus einem instinktiven Hellsehen, aus einem unbewussten Hellsehen hat man gewusst, wie man umgeht mit der Natur irgendwo. Aber damit konnte man zwar im kleinen Kreis irgendwo wirtschaften, aber etwas Größeres konnte man damit nicht gestalten.
Also so etwas wie zum Beispiel das Ägyptische Reich oder die anderen Hochkulturen, die in etwa in dieser Zeit entstanden sind. Also die Mohenjo-Daro-Harappa-Kulturen, auch was sehr Hochstehendes. Also im indischen Bereich, im Industal, die Induskulturen, die sehr früh auch entstanden sind, aber die auch bedurft haben bereits einer stärkeren Kraft, als sie nur durch das Hellsehen kommen kann. Sondern es muss dazu kommen, ein bewusstes Ergreifen dessen, was man schaut. Da hat man einen Übergang, wo altes instinktives Hellsehen, das einfach den Seher überkommt, aber ergriffen werden muss eben mit dem Denken. Es sind im Grunde dieselben Kräfte, um das geht unser Thema jetzt sehr stark, unser Apokalypse-Thema, nämlich Offenbarung des Wesens Jesu Christi, Offenbarung des Wesens der geistigen Welt überhaupt.
Das entsteht, das neue Hellsehen, wenn man so will, die neue geistige Wahrnehmung, ist eine Verwandlung des Denkens in Wahrheit im Grunde. Es ist eine anschauende Urteilskraft, wie sie Goethe bereits gepflegt hat irgendwo. Er war nicht im klassischen Sinn hellsichtig, aber er hatte eine Anlage, ein Talent dazu, eben aus früheren Inkarnationen auch mitgebracht, sein Denken so zu verwandeln, dass es anschauende Urteilskraft wird. Das heißt, seine Naturwissenschaft, und, Nebensatz: Gut, Goethe hat mich zur Naturwissenschaft gebracht, dass ich Naturwissenschaften studiert habe, Chemie studiert habe dann. Aber so wird es ja heute, wie es Goethe gelehrt hat, seine Anschauungen über die Natur, über die lebendige Natur, über die Pflanzenwelt, Metamorphose der Pflanzen, ja, Physik im Sinne seiner Farbenlehre, wo jeder Physiker oder fast jeder Physiker sagt, ja, ist eine nette Spielerei von ihm, aber das hat mit wissenschaftlichem Denken nichts zu tun.
Die Grenzen der physischen Naturwissenschaft und Gehirnforschung 00:09:00
Ja, das wissenschaftliche Denken, wie wir es heute haben, ist sehr präzise, ist sehr exakt, hat uns sehr geholfen bewusst zu werden, wird uns noch weiter helfen und wird uns zeigen, was wir alles nicht sind. Weil im wissenschaftlichen Denken, das kennt heute nur die physisch-physikalische Ebene, auf der alles aufgebaut ist. Und man denkt also, dass was der Mensch an Bewusstsein entwickelt und so weiter, an Lebenskraft entwickelt oder was, das ist auch alles nur im Prinzip physisch-physikalischer Prozesse im Wesentlichen. Ja, sicher, im Bereich des Lebens sagt man, ja, das ist Biologie oder Biochemie, aber im Endeffekt denkt man, es sind die Stoffe, das Tote, das Abgestorbene, das nach Gesetzmäßigkeiten, streng nach Naturgesetzen wirkt und aus dem heraus leben wir. Aus dem heraus können wir Bewusstsein – ja, vielleicht erwerben wir das Bewusstsein, aber das spricht man nicht einmal in den Neurowissenschaften gern, weil es ist nicht wirklich zu fassen. Das ist so, wir denken so, wir haben Bewusstsein, aber viele Neurobiologen und Gehirnforscher blenden das ganz bewusst aus.
Wir können eigentlich nur studieren die Gehirnprozesse, die können wir messen, da können wir zuschauen. Wir können zuschauen, was passiert, wenn das Gehirn denkt, wenn es aktiv ist. Das können wir heute wunderbar zuschauen. Ich habe euch im letzten Vortrag, glaube ich war es, auch erzählt, wie man heute durch Gehirnscans sogar bei Menschen, die im tiefen Koma liegen, die sogenannten Locked-in-Patienten, also es gibt verschiedene Arten des Komas, aber es gibt eine spezielle Art, wo der Mensch, also da liegt er, er atmet zwar, aber er hat die Sinnesorgane scheinbar zumindest nicht offen und man weiß nicht, kriegt er irgendwas mit oder nicht.
Und das kann man aber mit Gehirnscans heute, mit dieser Gehirn-PET, also Positronen-Emissions-Tomographie vor allem, kann man die Aktivität der bestimmten Gehirnzentren darstellen und man kann jetzt langsam Schritt für Schritt mit diesem Patienten in eine Art Gespräch kommen. Also man fragt ihn, hörst du mich? Und dann werden bestimmte Gehirnzentren aktiv und so kann man sich langsam mit Ja-Nein-Fragen weitertasten und ist wirklich in eine Zwiesprache im übertragenen Sinn gekommen, indem man abgelesen hat, seine Antworten, aus denen welche Gehirnzentren aktiv werden. Und man wusste vorher nicht, welche Zentren jetzt für was zuständig sind, aber man hat gemerkt, ja, denk zum Beispiel jetzt an dein Zuhause, dann werden ganz bestimmte Gehirnzentren aktiv. Stell dir immer vor, wenn du Ja sagen willst, denk an dein Zuhause, und wenn du Nein sagen willst, denk an etwas anderes Bedeutsames, an irgendwo, wo du in der Natur warst. Da sind ganz andere Gehirnzellen aktiv. Und so kann man tatsächlich langsam in ein Gespräch mit den Menschen kommen, mit Ja-Nein-Fragen.
Ist sehr mühsam, aber es ist mehrfach gemacht worden und es wird sicher weitergehen in diesem Weg, dass das perfektioniert wird. Ich habe euch das letzte Mal auch gesagt, das Telepathie-Gedankenlesen. Auf technischem Weg wird es auf jeden Fall einmal möglich sein. Keine Frage. Das ist nur eine Verfeinerung dieser Sache, wo man eben einfach an den Gehirnzentren abliest, was dieser Mensch denkt. Deswegen hat man aber sein Bewusstsein überhaupt noch nicht erfasst in Wahrheit. Man versteht nicht, wie Bewusstsein entsteht deswegen. Man sieht nur in den Spiegel hinein, in das Spiegelungsorgan. Das ist notwendig dazu, um uns Gedanken zum Beispiel zum Bewusstsein zu bringen, aber das erklärt das Bewusstsein trotzdem noch nicht. Das ist eine andere Ebene.
Das heißt, mit diesen Dingen bewegen wir uns allein auf der physischen Ebene, auf keiner anderen Ebene. Und physisch sind die Nervenreaktionen, physisch sind die ganzen Gehirnvorgänge, auch unsere Lebensprozesse, so wie sie heute die Wissenschaft in der Biochemie, in der Biologie, in der Neurobiologie und so weiter beschreibt. Es werden nur die toten Prozesse erfasst im Grunde. Und sie werden auch nur so weit erfasst, in dem Maße sie im Wesentlichen vorher berechenbaren Gesetzmäßigkeiten unterliegen. Also das, wo man denkt, wenn du morgen wieder an deine Wohnung denkst, dann wird das wieder an der Stelle aufleuchten. Und das funktioniert bis zu einem gewissen Grad. Es ist die Frage, ob das ewig so ist, weil wenn ein paar Jahre vorüber gehen, dann kann es durchaus sein, dass es sich verlagert, weil das Gehirn sehr viel plastischer ist, auch in seiner ganzen Funktionalität, als man ursprünglich dachte.
Also was heute auch immer wieder erfolgreich bei Schlaganfällen oder so angewendet wird, weil man kann das Gehirn trainieren und das können Zentren, die ausgefallen sind, durch Lernen, entsprechendes Lernen, und da gibt es schon sehr geschickte Techniken dazu, Bewusstseins-Techniken dazu, kann man vieles überwinden, was vor 20, 30 Jahren noch unmöglich schien. Da war das in gewisser Weise Endstation, du wirst nie wieder sprechen können, du wirst nicht mehr gehen können oder was. Mittlerweile gibt es Schulungen dafür, dass man das in nicht allen Fällen, aber in manchen Fällen sehr wohl durch ein starkes Training überwinden kann. Und dann muss man halt sehr bewusst daran arbeiten. Und man kann also die Tätigkeit – weil was ist es? Der Impuls, der Willensimpuls, die Lebenskraft, die notwendig ist, dass das tätig ist, die ist gar nicht das Problem. Das Problem ist nur, wir können uns zum Beispiel nicht bewegen, wir kennen das alle, wenn uns die Hand einschläft. Wir sind drauf gelegen, jetzt ist mir die Hand eingeschlafen und ich kann nicht einmal die Finger bewegen. Warum nicht? Die Nerven sind unterversorgt mit Blut, sie nehmen nichts wahr. Also sie können diesen Wahrnehmungsprozess, der ja eben auch in Wahrheit natürlich kein physikalisch-biologischer Vorgang ist, aber sie können jedenfalls nicht diese Tätigkeit, die wir machen wollen, so spiegeln, dass es uns bewusst wird. Wir müssen unsere Hand spüren können, damit wir sie bewegen können. Wir müssen unsere Beine spüren können, wenn wir sie bewegen sollen. Also Querschnittslähmung zum Beispiel heißt ja nicht, dass die Muskeln kaputt sind, sondern die Nerven, die notwendig sind, um die Muskeln wahrzunehmen, ihre Tätigkeit wahrzunehmen. Dann kann ich sie nicht bewegen. Ich muss sie wahrnehmen können, dann kann ich in Tätigkeit geraten.
Das heißt, was macht diese physikalisch-biochemische Ebene? Sie spiegelt etwas ins Bewusstsein, aber das Bewusstsein ist etwas ganz anderes. Das ist auf diese Art nicht erfassbar, sondern da muss man halt wirklich in die geistige Betrachtung, in die seelische Beobachtung übergehen. Also das, was Rudolf Steiner schon als Untertitel seiner Philosophie der Freiheit genannt hat: Seelische Beobachtungsresultate nach naturwissenschaftlicher Methode. Das heißt, so konsequent, so bewusst zu verfolgen: Was passiert in meinem Seelischen, was passiert, wenn ich einen Wutanfall habe, was passiert in meiner Seele, wenn ich Finger bewege? Da passiert nämlich etwas. Ohne seelische Beteiligung tun sie nichts.
Der Inkarnationsprozess: Wie das Ich den Körper formt und Sinne erlernt 00:18:05
Der Extremfall sind dann diese Locked-in-Patienten, die voll wach sind, voll wach sind. Das ist schon ein eigenartiges Schicksal, also da vielleicht monatelang, oft ein Leben lang bis zum Ende nicht aufwachen zu können, aus dem jedenfalls nicht den Körper ergreifen zu können. Da ist also eine Blockade, dass das Seelisch-Geistige den belebten physischen Leib nicht wirklich ergreifen kann, nicht wirklich eintauchen kann, sodass man willentlich den Körper irgendwie bewegen kann. Gerade ein bisschen da oben, die Spiegelung am Gehirn funktioniert bis zu einem gewissen Grad, weil wenn das hin ist, dann ist es wirklich vorbei. Aber das funktioniert, aber das Weitere funktioniert nicht. Das muss nicht dadurch sein, dass Nerven abgetrennt oder kaputt sind oder was, sondern das kann an vielen Ursachen liegen. Also es kann auch an einem Schockzustand oder was liegen. Also das kann durchaus sein, dass das Ich und der Astralleib – also der ja, wenn wir im Schlaf schon sind, sich zu einem großen Teil heraushebt. Also das heißt, nicht zugewendet ist, ein Bewusstsein zu bekommen für das, was der Körper tut. Das ist ja nur im Wachzustand der Fall.
Und das Interessante ist ja, unser Seelisches, unser Geistiges, also unser Ich und unser Astralleib und im Astralleib, ein Teil dieses Astralleibs ist dann das Seelische im Grunde. Ja, wo ist denn das? Da drin irgendwo? Nein, der Organismus ist nur das Spiegelungsorgan. Das Ich ist draußen und das Seelische ist draußen. Tag und Nacht. Nur bei Tag spiegelt es sich am physischen Leib und in der Nacht nicht. Und daher sind wir bewusstlos dann in der Nacht. Und das, was mit den Locked-in-Patienten passiert, ist, dass das auch untertags so ist sozusagen. Also wenn er eigentlich nicht schläft, aber er schläft eigentlich scheinbar als physischer Leib die ganze Zeit, es kann das Seelische und das Ich nur sehr beschränkt hinein. Es kann nicht den ganzen Körper erfassen, aber es kann in diesen Fällen eben auch das Gehirn noch bis zu einem gewissen Grad ansprechen. Aber nicht die anderen Nervenzentren und so weiter. Also es kann nicht ganz eintauchen in den Organismus, sondern nur sich spiegeln im Grunde am Gehirn. Und das Gehirn ist das Spiegelungsinstrument schlechthin, um uns unser Seelenleben, unser Gedankenleben bewusst zu machen. Dafür ist es da. Aber es produziert weder Gedanken, sondern es ist eher umgekehrt. Es wird durch die Gedanken, die wir denken, durch die Wahrnehmungen, die wir gedanklich ergreifen, wird das Gehirn geformt, plastiziert.
Das fängt an beim Kind ganz früh, schon im Mutterleib fängt das an durch das, was es miterlebt im Mutterleib, ab einem gewissen Zeitpunkt. Das ist also, was sich dann wirklich das Ich beginnt zu verbinden mit dem befruchteten Keim. Es fängt schon relativ früh an und wächst dann weiter. Und dann, wenn es relativ kurz vor der Geburt ist, bekommt das Kind eine ganze Menge schon mit. Also namentlich die Stimme der Mutter zum Beispiel, die Körper, die Wärme, die da drinnen ist. Das wird alles erlebt vom Kind. Allerdings ist das Denken natürlich noch nicht in der Klarheit ausgebildet, wie es dann später ist. Das ist ja eines der letzten Dinge, weil das Kind muss dazu, damit es ein bewusstes Denken entwickeln kann, lernen, sich aufzurichten. Das ist das Erste, das ist das ganz Schwierige, in diese Sinneswahrnehmung hineinzugehen.
Also erstens einmal sehen zu können. Das haben wir öfter besprochen, dass das Sehen nicht einfach garantiert ist, dass das funktioniert. Wir müssen es lernen. Dass wir die Welt sehen können, ja, dazu brauchen wir gesunde Augen, sicher. Aber das allein nützt uns gar nichts, wenn wir nicht gelernt haben, mit diesen Augen umzugehen. Das habe ich oft erzählt, dass daher Menschen, die blind geboren wurden, weil sie so eine Art Starerkrankung hatten von Geburt auf, die man aber schon seit längerer Zeit operieren kann, also diese Verkalkungen, die drinnen sind, kann man herausoperieren. Das konnte man schon zu Zeiten Rudolf Steiners ging das, also das hat angefangen schon Ende des 19. Jahrhunderts, dass man das konnte. Und man hat dann gehofft, hat sich gedacht, ja, jetzt operiere ich diesen Blinden und jetzt wird er sich zurechtfinden in der Welt viel besser. Und nein. Sehen, er war nur geblendet von Licht irgendwo, ohne aber Konturen wirklich erfassen zu können, ohne die Welt wirklich ergreifen zu können mit seinem Sehorgan. Das ist den meisten passiert, weil die Phase, wo das Gehirn so ausgebildet wird, dass es zum Spiegel werden kann für diese sinnliche optische Wahrnehmung, das ist ein relativ kurzes Fenster. In einem späteren Alter kann dieses Sehzentrum sozusagen nicht mehr gesund ausgebildet werden. Im Gegenteil, also wenn man eine Zeit lang blind ist, und die Probleme hatten also vor allem die Blindgeborenen, die in einem späteren Lebensalter dann operiert wurden, also mit 20, 30 oder so, keine Chance sehen zu lernen. Die Augen sind gesund, aber das Spiegelungsapparat, könnte man sogar sagen, sprich das Gehirn, ist diesbezüglich, obwohl es so gut lernen kann... Aber das ist so etwas Zentrales, so etwas Komplexes eigentlich, das Sehenlernen. Das ist das, was das Kind macht. Und sich ja eigentlich, das ist das Allererste draußen, oder eines der wichtigsten Dinge, wenn das Kind geboren ist, dieses Sehenlernen. Das ist eine immense Aufgabe. Etwas, was durch das Ich ausgeführt wird in Wahrheit, nur es ist noch nicht das Bewusstsein dafür da. Also das Kind weiß nicht, "ich mache das". Aber tatsächlich machen wir es selber. Und wenn wir es nicht machen, dann sehen wir beim besten Willen und beim gesündesten Organismus an sich nichts. Weil die Gehirnzentren nicht entsprechend ausgebildet werden. Und diese grundlegenden Gehirnzentren, die sozusagen dann in einem späteren Alter voll auszubilden, das gelingt nicht. Es gibt vieles, die Neuroplastizität nennt man das, geht sehr weit, aber nicht so weit, dass man das Gehirn völlig so prägen kann, wie es das Kind in den ersten Lebensjahren macht. Also so in den ersten drei Lebensjahren wird da sehr viel, ein ganz individueller, aber doch vergleichbar auch mit anderen Menschen, aber trotzdem ganz individuell wird eine Grundstruktur der Gehirntätigkeit, also namentlich der Großhirnrinde, ausgebildet. Das Spiegelungsinstrument ist zunächst einmal für das sinnliche Wahrnehmen. Aber das müssen wir selber ausbilden. Eine ganze Menge. Eben auch das Gehen lernen, also zuerst das Krabbeln, dann das Aufstehen, sich im Gleichgewicht halten, den Gleichgewichtssinn wahrzunehmen, was tut er. Wir denken uns, das ist so selbstverständlich. Jedes Tier kann das sofort, etwa ein Kälberl, das geboren wird, in der Herde irgendwo, es rennt mit der Herde. Gar kein Problem. Vielleicht eine halbe Stunde, Stunde nach der Geburt läuft es schon mit. Kann es. Der Mensch kann fast nix von Haus aus. Er kann fast nix.
Was funktioniert ist, dass er atmen lernt, dass er das kann mit dem ersten Schrei, das ist einfach mit diesem Geburtsschock. Das ist ein gewaltiger Prozess, der passiert. Aus dem Schutz der Mutter, aus dem Mutterleib herauszukommen, ans Licht, erstens einmal das geblendet werden, das ist entsetzlich eigentlich, es ist ein Schock für das Kind, aber es weckt auf. Es ist, wenn man so will, ein heilsamer Schock. Und das, was gleich damit verbunden ist, ist das Atmenlernen. Allein diese zwei Dinge, diesen weckenden Effekt des äußeren sinnlichen Lichtes zu merken, das ist vorher nicht da. Etwas früher schon, vor der Geburt bildet sich aus der Gehörsinn. Nämlich das Gehörorgan ist sowieso dann schon ausgebildet in den späteren Monaten der Schwangerschaft, aber damit etwas anzufangen. Das Problem ist, wenn wir Sinnesorgane haben, wir müssen lernen, mit ihnen etwas anzufangen. Sie funktionieren nicht von selber. Und nur, wir können uns im späteren Leben nicht mehr daran erinnern, weil wir es damals ja auch nicht bewusst gemacht haben, aber da arbeitet das Ich am eigenen physischen, belebten Leib, also das heißt an dem, was Physisches und was Lebenskräfte, also Ätherleib ist, an dem arbeitet das Ich des Kindes ganz, ganz stark, damit es sich formt zu dem eigenen Ätherleib, zum eigenen physischen Leib.
Das ist eben nicht nur durch die Vererbungsströmung bestimmt, sondern ja, da bekomme ich etwas, aber ich muss es ergreifen bei der Geburt. Also in der Entwicklung, wenn ich da als Embryo drinnen bin, es fängt an, also relativ früh schon fängt das Ich an mitzuwirken, mitzugestalten. Und wir sind keineswegs nur ein Ergebnis der Gene, die wir vererbt bekommen haben. Wir haben uns nur lange bevor diese Geburt oder diese Empfängnis zustande gekommen ist, haben wir im Geistigen gesucht, das Elternpaar, mit dem wir uns aus verschiedenen Gründen verbinden wollen. Erstens eben, weil es vielleicht günstige Anlagen hat, die man benutzen kann, wobei der Mensch, der noch in der geistigen Welt ist und sich anschickt zur Inkarnation, natürlich das nicht mit unserem abstrakten Denken ergreift, aber es ergreift es ganz bewusst nach den Aufgaben, die sich der Mensch gesetzt hat für die jetzt anstehende Inkarnation. Und danach ist schon alles im Körper eingerichtet im Wesentlichen. Es kann natürlich auch Pannen geben dabei und Querschläge, es gelingt nicht alles irgendwo. Aber eine riesige Arbeit, da ist das Ich ganz intensiv beteiligt daran.
Und dann erst recht, wenn wirklich die Empfängnis stattfindet, also es fängt eben schon vorher an, dass die Eltern vielleicht zusammenkommen und man sich denkt, na ja, wieso haben sich die gefunden? Ja, weil sie verliebt waren ineinander. Aber sehr oft spielen dabei die Menschen, die hereinkommen wollen durch dieses Elternpaar eine große Rolle. Ich habe euch das eh schon das letzte Mal davor erzählt. So viele Seitensprünge, die passieren und aus denen dann ein Kind hervorgeht, die sind durch das Kind erzeugt, gelenkt. Ganz stark. Ja, sicher kann ich als Elternpaar auch sagen, nein, ich will nicht, oder sonst was. Aber das kann ganz, ganz stark sein. Dort, wo Eltern oder dann insbesondere die Frau ein Kind bekommen will, das hat gar nichts mit ihr zu tun. Nicht direkt, sondern es hat was mit dem Kind zu tun. Und das klopft ganz, ganz heftig an. Das ist sehr, sehr intensiv. Also das zum Beispiel ist schon, und manche Mütter kriegen das auch ganz deutlich mit. Also, dass da jemand herein will. Dass da ein Kind in der Umgebung, sozusagen in der geistigen Umgebung da ist, das geboren werden will. Und dem ich helfen soll, auf die Erde zu kommen.
Das Bewusstseinsseelenzeitalter und die Arbeit an den Temperamenten 00:32:23
Und warum erzähle ich das alles? Ich erzähle es deswegen, weil es darum geht, für die geistige Wahrnehmung wach zu werden langsam. Die Zeit ist nicht nur reif, sondern überreif dazu. Und vieles, was heute nicht funktioniert und schief geht, ist deswegen, weil wir nur gebannt sind auf die sinnliche Wahrnehmung. Und vergessen haben, aber dass wir die auch lernen mussten als Kind. Beziehungsweise, wir haben es als Kind eben gar nicht so, obwohl das Ich ganz bewusst tätig war dabei, aber in das Alltagsbewusstsein ist dann nichts hineingekommen einfach. Das ist erst sehr viel später, dass wir ein bisschen merken, das hast du jetzt aber ungeschickt gemacht, also mach es das nächste Mal besser. Das ist aber unser kleiner Verstand. Aber viel mehr arbeitet unser Ich ununterbrochen daran, an unserem Körper weiterzubauen, ihn zu verändern, die Gehirnstruktur in Feinheiten zu verändern. Daher eigentlich eine spannende Sache, wenn ein Mensch, sagen wir zum Beispiel, durch einen Schlaganfall Probleme bekommt und das Gehirn umbauen muss dann, wo es heute schon ganz gute Hilfen dafür gibt. Aber dann muss man das ganz bewusst machen. Dann machen wir etwas ansatzweise lange nicht so gut, aber doch bis zu einem gewissen Grad werden geistige Kräfte geweckt, die hier heilend wirken drauf und gewisse Beschädigungen dieses Spiegelungsapparates aktiv selber durch die eigene geistige Tätigkeit wieder in den Griff bekommen. Aber im Grunde eben immer noch unbewusst arbeiten wir das ganze Leben lang daran. Also wie sich unser Körper verändert, der verändert sich ja trotzdem auch. Wir haben natürlich eine gewisse Grundform, die wir uns gewählt haben, aber im Laufe der Jahre und Jahrzehnte, die wir leben, verändert sich der Körper. Und ja, wir sagen ja, irgendwann ab einem gewissen Höhepunkt, den man erreicht hat, so in der Mitte des Lebens, da kommt alles heraus, was an Potenzial drinnen ist, bis zu einem gewissen Grad. Aber die bewusstere geistige Arbeit bis in den Körper hinein setzt eigentlich erst an so richtig, wenn es schon wieder in den Abbau hineingeht. Aufbaukräfte. Aufbau hat immer was zu tun mit Bewusstseinsdämpfung, wo der Ätherleib zum Beispiel ganz stark aktiv wird, um aufzubauen, da kriegen wir bewusst wenig mit. Wo wir ringen mit, ja vielleicht sogar mit einer Krankheit, ich meine, jeder kleine Schnupfen oder was ist eine Gelegenheit, ein bisschen bewusster zu werden. Merkt man auch nicht, aber es ist eine Gelegenheit. Es ist eine Gelegenheit aufzuwachen, wo das nicht alles von selber passiert.
Und wir stehen eben im Bewusstseinsseelenzeitalter jetzt drinnen, und was wir jetzt lernen können, lernen sollen, und wo wir eben dem Christus nacheifern sollen, wenn wir es wollen, es zwingt uns niemand dazu, das ist immer wichtig. Also wir sind jetzt in unserem Bewusstseinsseelenzeitalter und namentlich jetzt ganz stark seit dem 21. Jahrhundert, das 20. Jahrhundert hat uns so viel Ohrfeigen gegeben, der ganzen Menschheit. Ja warum? Um die Menschheit aufzurütteln. Also die Fehler, die passiert sind, das ganze 20. Jahrhundert war ja einerseits eine riesige Katastrophe im Grunde, andererseits konnte in dem Anfang des 20. Jahrhunderts, und zwar wirklich Schlag Mitte im Anfang praktisch fast, Rudolf Steiner die Geisteswissenschaft bringen. Das heißt, einen Weg zu zeigen, wie man das Geistige ganz bewusst ergreifen kann, wenn man halt den Weg auch bewusst geht, und zwar so ergreifen kann, dass man keinen, wie soll ich sagen, nicht diesen Glauben braucht: Naja, wenn es er gesagt hat, dann wird es vielleicht stimmen, ich glaube es halt, ich probiere es halt, sondern wo man selber sich bewusst werden kann, dass das stimmt, dass das funktioniert, und dass man auch dann vielleicht seine eigene Variante davon finden muss. In Wahrheit auch der geistige Schulungsweg oder was dazu hat Rudolf Steiner unzählige verschiedenste Angaben gegeben, eigentlich immer Hilfeleistung bestimmten einzelnen Menschen gegeben, aber nichts lässt sich verallgemeinern in Wahrheit. Nichts. Auch das, was in den sogenannten Klassenstunden drinsteht, ist ein Weg für viele Menschen vielleicht, aber man muss den individuellen Weg finden. Das ist ganz wichtig. Also einfach nur indem ich es mir halt anhöre und in mir wirken lasse, alleine genügt nicht. Es genügt nicht. Es muss heute alles bewusst ergriffen werden. Was bewusst ergriffen wird, mit dem kann ich auch bewusst umgehen. Und dann kann ich auch eben so weit kommen, dass ich merke, dass ich eigentlich eh die geistige Welt die ganze Zeit erlebe, nur sie verschlafen habe im Moment. Weil wir sind selber ein seelisches und geistiges Wesen.
Die Naturwissenschaft, die meisten wollen das nicht hören und sozusagen haben Seele und Geist abgeschafft. Aber in Wahrheit jeder Mensch erlebt etwas und er hat schöpferische Gedanken. Ich rede jetzt ganz bewusst von den schöpferischen Gedanken. Die reine Logik, das ableitende Denken, das Berechnen können von etwas, ist nämlich nur der Schritt davor. Da werde ich mir der Geistigkeit des eigenen Denkens noch nicht bewusst. Aber dort zum Beispiel, wo ich bewusst mitbekomme, wie ich an meinem eigenen Seelischen zum Beispiel arbeite, das ist die allererste Stufe, wo wir aufwachen können. Das heißt, ich habe eine bestimmte Seelenkonfiguration. Vielleicht merkt man sogar etwas vom Ätherleib drin, weil im Ätherleib liegen zum Beispiel die Temperamente drinnen.
Also das heißt, wenn ein Mensch von Natur aus aufbrausend ist, sich sofort ärgert und sofort sagt, nein, nein, bitte lasst mich in Ruhe damit, das geht nicht. Der andere ist ein Phlegmatiker, sagt mir, ja, das gefällt mir jetzt eigentlich nicht so, aber ist halt so, nehmen wir es zur Kenntnis, wir werden uns schon arrangieren damit. Dann gehe ich halt phlegmatisch damit um. Oder ich kann als Melancholiker umgehen: Nein, das hatte ich nicht erwartet, dass so etwas mir noch im Leben passiert. Nein, es tut so weh, das zu erleben. Also Melancholiker. Auch was Interessantes. Oder Sanguiniker. Ja, das gefällt mir gar nicht, was ihr macht, aber ist mir eigentlich völlig wurscht, ich mache etwas anderes. Also nur die Temperamente sitzen vor allem in den Lebenskräften drinnen. Jedes hat seine Aufgabe. Es ist sehr heilsam, sehr wichtig eigentlich zum Beispiel auch das melancholische Element. Schweres Tragenkönnen. Wirklich schweres Tragenkönnen. Sanguiniker, der geht mal woanders hin, da ist es lustig und aus, der tut sich schwer, Schweres zu tragen. Er schaut, dass er immer dem auskommt. Und der kann anderen auch nicht so gute Impulse geben, wenn das zu stark ist, die heilsam fühlen. Man geht einen Kranken besuchen als Sanguiniker. Schau, Frühling ist, es ist so schön draußen. Genieß doch das Sonnenlicht. Und der liegt halb in Agonie im Bett drinnen. Dem geht es immer schlechter. Ein Melancholiker, der sitzt, der mitempfinden kann den Schmerz und die Anstrengung, die der kranke Mensch hat. Der kann heilsam wirken auf dem. Da kann man echt spüren, der trägt das mit. Der Sanguiniker kann das nicht tragen. Der kann nicht einmal sein eigenes Schweres tragen, das vielleicht auch da wäre, aber wo er eigentlich immer wieder es aus dem Bewusstsein wegschiebt und umschifft irgendwo. Oder versucht zu umschiffen, dass es ja nicht zu sehr ins Bewusstsein kommt.
Ja, wir brauchen alles. Also die vier Temperamente sind ja nur die Haupt-Eckpfeiler von dem, wie die Lebenskräfte, die unterschiedlichen Lebenskräfte der Menschen, ins Seelische hineinspielen auch. Und so eine gewisse Grundtönung dann geben drinnen. Aber jetzt stellt euch vor, wenn ich anfange bewusst an meinem Seelenleben zu arbeiten, also das heißt, wenn ich merke, ich bin ein Choleriker, der Zorn steigt hoch. Da hat schon wieder einer blöd geschaut. Bewusst mir werde, aha, es fängt schon wieder an zum Kochen. Also erstens einmal bewusst werden: da war etwas, da ist etwas, was mir nicht passt und ich beobachte zugleich: da kocht es in mir. Da dampft etwas herauf, aus meiner Cholerik heraus. Das mitzubekommen und das wiederholt mitzubekommen, das schult einmal Bewusstsein fürs Seelische. Also das ist einmal der erste Schritt einer zeitgemäßen geistigen Entwicklung, seelischen Entwicklung, einer menschlichen Entwicklung, sich selber beobachten zu lernen. Sich selber beobachten zu lernen. Zumindest einmal dann im Nachhinein sich beobachten zu können, weil wenn man in einer dramatischen Situation drinnen steckt, reagiert man oft, wie sagt man, aus dem Bauch heraus oder sonst irgendwie. Man reagiert irgendwie darauf und kriegt es nicht mit, dass man schon wieder im selben Muster drinnen ist. Aber mit der Zeit, wenn man dann abendlich zurückschaut oder sowas macht oder aufs eigene Leben bisher zurückschaut, dann kriegt man vielleicht durch diese Beobachtung mit: Ja, da ist immer wieder dasselbe Muster bei mir. Aha, ich bin immer sehr leicht erregbar, wenn was nicht so läuft, wie ich mir es denke. Da kommt die Emotion in mir hoch, da schießt mir das Blut in den Kopf oder sonst wohin und der Herzschlag wird stärker. Muss das immer so sein? Weil eigentlich geht es mir gut dann wirklich dabei und geht es den anderen gut dabei? Einfach nur beobachten können. Schon alleine, wenn ich das beobachte, ändert sich etwas. Man kann dann sicher den Vorsatz nehmen: Gut, ich muss nicht immer gleich sofort in die Höhe gehen und mich ärgern und zornig werden. Ich kann mal dämpfen, sachlicher damit umgehen. Aber das Entscheidende ist, dass ich mit der Zeit merken kann, beobachten kann, wenn ich das einfach im Zaum halte, dass ich sehr wohl auch, wenn ich lange genug dranbleibe, mein Temperament – ich will nicht sagen ändern kann – ausgeglichener wird. Weil Temperament, das Wort Temperamente heißt ja eigentlich Mischung. Tempera hat was mit Mischung zu tun. Wir haben alle, alle vier Temperamente. Wir sind alle Choleriker, wir sind Sanguiniker, wir sind Phlegmatiker und wir sind Melancholiker. Alles haben wir. Wir haben alle Facetten in uns und das ist auch gut. Das sind die vier Grundpfeiler, dazwischen gibt es natürlich alle möglichen Mischungen, sodass es ganz individuell werden kann. Aber das ist eine Konfiguration unserer Lebenskräfte, interessanterweise. Das ist nämlich spannend. Was wir erleben davon ist der seelische Spiegel zunächst einmal. An den Lebenskräften kann man vielleicht merken, ich kriege einen rasenden Herzschlag, wenn ich mich zu viel aufrege und der Blutdruck steigt oder sonst was, ohne dass ich messen muss. Das merke ich schon, dass das hochschießt. Es hat einen Einfluss auf unsere Lebenstätigkeit, wenn ich das beobachten lerne.
Wenn ich das beobachten lerne, dann kann ich aufmerksam werden auf das und wenn ich im nächsten Schritt anfange, bewusster zu arbeiten dran und vielleicht einmal zu sagen, bevor du jetzt hochfährst, schau bewusst einmal drauf. Reagiere instinktiv, so wie du einfach bist. Wie oft hört man das? "Na ich bin halt so, so bin ich halt." Ja, wieso, warum? Das wäre schon die nächste Frage. Sich zu beobachten, wo kommt das eigentlich her? Ja, da wird man drauf kommen, was Temperament oder so betrifft. Kann auch in der Familie drinnen liegen, wobei es oft gar nicht die Vererbung ist, sondern einfach das Vorbild. Also wenn der Vater immer cholerisch ist, ja, dann kann es sein, dass ich zurückgezogen reagiere und vielleicht ganz melancholisch werde, kann ohne weiteres sein, oder ich werde vielleicht auch ein Choleriker. Und sozusagen, ja, was der Vater vormacht, aber ich kann es irgendwann einmal noch besser, noch zorniger werden als er. Also man kann es nicht ausrechnen, man kann darauf reagieren, irgendwo darauf, auf diese Dinge. Damit arbeiten wir aber schon sehr, sehr tief an unserem Wesen eigentlich, weil wir arbeiten an unserem Seelischen, indem wir Dinge einmal wirklich bewusst mitbekommen und es hat seine Wirkungen, wenn wir das öfter machen, bis in unseren Ätherleib hinein. Und da wirken seelisch-geistige Kräfte, nämlich unsere eigenen vor allem einmal mit. Und natürlich auch als Reaktion auf andere geistige Wesen, nämlich andere Menschen, die uns umgeben. Also wir stehen mittendrin und es geht jetzt nur darum, noch das Geistige, das Seelische daran bewusst zu ergreifen, sich dessen wirklich ganz bewusst zu werden, was dort los ist.
Geistige Wahrnehmung und das Schicksal in der menschlichen Gestik 00:48:14
Also mit der Zeit kommt es. Was heißt es dann geistig wahrnehmend zu werden, Geistesschau zu haben? Wenn man sich Geistesschau vorstellt als Vision, also ich sehe jetzt einen Dämon aufsteigen oder ich sehe einen Engel aufsteigen oder sonst etwas, dann kann das ein Zeichen sein, dass wir tatsächlich auch in solchen Situationen von allen möglichen Widersacherkräften oder Engeln umgeben sind. Aber wie ich euch oft schon gesagt habe oder euch die Frage gestellt habe, wie sieht ein Engel aus, dann ist die Antwort: gar nicht. Ein Engel ist ein übersinnliches Wesen. Wenn wir ein Bild, ein sinnesartiges Bild uns davon entwerfen, wie wir es erleben, wie es viele Maler dann auf die Leinwand gebracht haben, dann ist das ihre Schöpfung. Der Engel ist ganz real da, die Berührung mit dem Engel kann ich spüren, aber zu glauben, dass der Engel jetzt so als Gestalt da steht, dann muss ich mir bewusst sein: Ja, vielleicht der Engel ist sehr stark anwesend oder Erscheinung, noch etwas Höheres, Erscheinung des ätherischen Christus zum Beispiel. Also das heißt wirklich, ihn zu erleben wie eine physisch-sinnliche Person sogar. Gibt verschiedenste Variationen, aber es geht bis zu dem hin, also Rudolf Steiner schildert das ja öfter, es kann dann die Zeit kommen, da ist eine Menschengemeinschaft versammelt und auf einmal steht der Christus da im Erlebnis dieser Gemeinschaft drinnen. Sie erleben ihn. Man kann ihn erleben bildlos, man kann es in der Empfindung erleben, es kann sich aber bis zu einem Bild verdichten, sodass man wirklich das Gefühl hat, er ist physisch-körperlich anwesend. Bis dorthin kann es gehen. Das schildert Rudolf Steiner an mehreren Stellen. Dann ist das, wenn man so will, eine Vision, aber diese Erscheinung, dass sie zustande kommt, müssen wir selber mitarbeiten. Also wir brauchen nicht glauben, dass er in irgendeinem Gespensterleib da vor uns steht. Ja, er ist in seinem Auferstehungsleib sehr wohl, aber der ist übersinnlich. Er ist übersinnlich. Das sinnliche Bild, wo immer ein sinnliches Bild in der Wahrnehmung kommt, auch in der visionären geistigen Wahrnehmung, dort ist es ein Bild, das wir machen. Das Bild. Das Wesen, dem begegnen wir. Aber ein Bild uns davon zu machen, ein eben sinnesartiges Bild uns davon zu machen, liegt an uns. Das ist ganz deutlich.
Und das hat eine gewisse Gesetzmäßigkeit darin. Und das ist nicht willkürlich, dass der Engel mit den Flügeln gemacht wird, ist ja nicht willkürlich. Das ist ganz und gar nicht willkürlich. Weil in dieser Bewegung der Arme, wir selber, nämlich als Menschen, wir denken zum Beispiel mit unseren Armen, mit unseren Armbewegungen, mit unserer Gestik, denken wir unser eigenes Schicksal. Namentlich in der Bewegung der Hände. Daher schildert es Rudolf Steiner so oft, dass er auf die frühere Inkarnation eines Menschen gekommen ist, weil er seine Hände beobachtet hat. An der Bewegung seiner Hände, dort geht das Licht auf. Weil in der Bewegung der Hände, in der Gestik, liegt das Denken der früheren Inkarnationen drinnen. Aller Inkarnationen eigentlich. Also das heißt, die Art, wie sich jemand bewegt, auch der Schritt, auch das haben wir ja oft schon besprochen, ich sage das immer wieder, wenn im Haus jemand hinauf geht, die Stiegen, ich meine, bei uns ist es ein kleines Haus, da ist keine Kunst zu wissen, wer geht. Aber auch in einem großen Haus, man kennt die Menschen am Schritt. Man erkennt sie. Man weiß, aha, das ist der. Nein, das ist der von drei Stocken drüber. Am Schritt erkennt man es, wenn man eine Zeit lang darauf geachtet hat. Und dann erkennt man es ganz automatisch. Da muss ich dann nicht mehr nachdenken oder sonst was, sondern ich weiß es sofort. Da liegt auch das Ich drinnen, also auch im Schritt, auch im Karma. Das Karma liegt auch im Schritt drinnen. Besonders deutlich, bildhaft fast deutlich, wird es durch die Bewegung der Hände. Aber es liegt natürlich auch im Schritt drinnen. Also auch zum Beispiel, wenn man sich vertieft, mit welchem Rhythmus geht der Mensch. Auch das kann einem hinführen.
Wir gehen ja tatsächlich unserem Schicksal entgegen in unserem Leben, immer wieder. Wir gehen genau dorthin, wo wir auf der Bananenschale ausrutschen oder sonst was. Oder wir gehen dorthin, wo wir den Lotto-Zwölfer treffen oder was. Wenn es dann wirklich funktioniert. Das ist alles auch nicht nur Zufall. Sondern es ist eine Schicksalsprüfung. Gerade wenn man einen Lotto-Zwölfer oder was macht, was tue ich denn dann mit dem Geld? Das ist eine Prüfung, mir zu überlegen, was tue ich denn damit? Was tue ich, damit ich für die Welt auch etwas tun kann? Das heißt nicht, dass ich es jetzt einfach verstreue überall in der Welt. Sondern, dass ich vielleicht jetzt eine gute Idee habe, was ich mit dem Geld tun könnte. Was auch anderen Menschen zugute kommt und nicht nur mir. Dann ist der Versuch der geistigen Welt, das heißt eigentlich von uns selber schiefgegangen. Weil es kann durchaus sein, dass wir irgendwie für eine Aufgabe da sind. Wir haben eigentlich hin und vor nichts. Und auf einmal kommt, ich würde jetzt nicht sagen unbedingt durch das Lotto, aber vielleicht durch anderes kommt uns Geld zu und was mache ich jetzt damit? Vielleicht brauche ich das, um eine Aufgabe zu erfüllen. Für andere Menschen. Für die Welt. Jetzt sehr unscharf gesprochen. Um etwas in die Welt hineinzustellen, was wichtig ist vielleicht. Um eine neue Erfindung zu machen. Um ein, weiß ich nicht, irgendetwas zu erschaffen einfach.
Geld, künstliche Intelligenz und die moralische Technik der Zukunft 00:54:48
Und Geld ist ja wichtig in der Welt. Geld ist, so sagt Rudolf Steiner öfters, der im sozialen Leben zirkulierende Geist. Weil das ist das Mittel, mit dem ich die individuellen Fähigkeiten, die ich habe, auf Erden umsetzen kann. Ohne Geld läuft fast gar nichts. Ja, ich kann vielleicht mich irgendwo hinstellen und unter Reden halten, aber selbst dann muss ich von irgendwas leben. Also Geld muss fließen. Und man kann es einsetzen. Oder ich kann, weiß ich nicht, ein ganzes Goetheanum bauen oder was.
Ich kann versuchen, wie es jetzt der Michael Birnthaler versucht, wirklich einen Doppelkuppelbau im Stile und in der Größe des ersten Goetheanums aufzustellen. Als eine Kulturoase das in die Welt zu stellen. Muss jeder wissen, ob er das für sinnvoll hält oder nicht. Um das geht es jetzt gar nicht. Aber einen Impuls umzusetzen, die Welt zu verändern, die äußere Welt zu verändern. Also der geistige Impuls liegt natürlich im individuellen Menschen drinnen, aber das Geld ist das Mittel, das umzusetzen. Ich meine, ein anderes Beispiel im Großen, was heute die großen IT-Konzerne leisten, durch einen eigentlich, der die Idee hat. Natürlich, er hat dann hunderte andere Leute, die vieles umsetzen. Aber er sagt: Das brauchen wir, dieses brauchen wir. Ob wir es wirklich brauchen, ist eine andere Frage. Aber es ist ein Impuls drinnen. Ob jetzt ein geistiger oder ungeistiger, das ist wieder eine andere Frage. Es kann was fürs Richtige eingesetzt werden oder fürs Falsche.
Also zum Beispiel der Impuls, wie auch immer, mit der künstlichen Intelligenz, die jetzt da ist, ist eine riesige Herausforderung für uns, aber eine geradezu notwendige. Also es ist keineswegs etwas, was strikt abzulehnen ist. Ganz im Gegenteil. Also wir sollten uns damit vertraut machen und wir sollten es handhaben lernen. Wir haben damit in Wahrheit das Wissen der Menschheit in der Hand und können damit etwas tun. Und wir müssen aber zugleich wachsam sein gegenüber den Fehlern, gegenüber den Manipulationen, denen auch die künstliche Intelligenz unterliegt, indem sie von den Menschen benutzt wird. Wie wir damit umgehen und ob wir damit umgehen und welche Gedanken wir einspeisen in das Ganze, indem wir unsere Fragen zum Beispiel stellen, hat einen Einfluss darauf, wie sich das weiterentwickelt dort. Also das ist auch ein Mitgestalten der Welt. Und das Ganze wird einmal in eine Veränderung der Technik gehen, die natürlich dann noch auf ganz anderen Wegen passieren wird.
Das ist ja interessant, also wenn wir von der Technik reden in den Mysteriendramen, ist bei Rudolf Steiner die Rede von dem sogenannten Strader-Apparat. Ein Apparat, der ganz anders irgendwo ist, der nicht nach den üblichen Kriterien funktioniert, der tatsächlich auch mit Ätherkräften und so weiter arbeitet, aber das Wesentliche ist, er funktioniert in Wahrheit nur – und das wird überhaupt eine Technik der Zukunft sein –, wenn der Mensch die entsprechende geistige Gesinnung hat. Das heißt, wenn der Mensch es schafft, geistig sozusagen mit diesem Apparat in eine wirkliche Beziehung zu kommen. Und ein anderer, der sich da ansetzt, bringt ihn nicht zum Laufen. Ende.
Es gab ja im 19. Jahrhundert diesen sogenannten Keely-Motor, ich weiß nicht, ob ihr von dem schon etwas gehört habt. Da war das der Anstoß für die Idee dieses Strader-Apparates bei Rudolf Steiner. Dieser Keely-Motor hat funktioniert und hat kein Antriebsmittel gebraucht eigentlich, also kein herkömmliches Antriebsmittel. Er hat eben andere Kräfte verwendet, aber er hat nur funktioniert – das war der Haken an der Geschichte, und dann ist letztlich der Keely auch pleite gegangen mit dem Ganzen –, nur wenn er dabei ist. Das heißt, seine Seelenkonfiguration war notwendig, um das in Betrieb zu setzen. Jetzt haben das natürlich viele für Scharlatanerie und alles Mögliche gehalten, ich meine, er hat sehr spektakuläre Vorführungen gemacht damit, und dann haben sie das Haus zerlegt, und ob es da irgendwelche Geheimanleitungen gibt, und die meisten haben dann gesagt, na ja, das war ein Scharlatan, da gibt es alle möglichen Röhren drin. Aber in Wahrheit war es so, dass es wirklich durch seine geistig-seelische Kraft nur den Anstoß geben konnte, dass die Maschine in Tätigkeit kommt. Und das wird, wenn alles richtig läuft in der nächsten Kulturepoche, oder vielleicht schon früher, deutlich früher, weil die Hochblüte des technischen Zeitalters ist jetzt unsere Bewusstseinsseelenkultur, das heißt, wir werden mit dem umgehen müssen. Das ist wichtig, aber es ist eben wichtig zu wissen, wie wir damit umgehen.
Und wenn wir umgehen lernen mit der künstlichen Intelligenz, mit dem eigentlich toten Denken, mit den toten Gedanken, die gespeichert sind da drinnen, dann wird es wichtig sein, dass wir zugleich damit – wir können das benutzen, durchaus, aber wir müssen uns bewusst sein, dass es nur tote Gedanken sind, es ist nichts Neugedachtes, die künstliche Intelligenz kann alles Mögliche kombinieren, aber sie denkt nichts Neues. Sie denkt überhaupt nicht eigentlich. Aber sie kann so tun, als ob sie die Gedanken der Menschen, die eingespeist sind, verwenden kann und in sinnvolle Kombinationen bringen kann. Sinnvolle Kombinationen, die durchaus logischen Regeln folgen, die aber für den Anwender nicht mehr durchschaubar sind. Das heißt, das ist für uns eine völlige Blackbox, wir wissen im Grunde kaum, was tut. Es gibt jetzt schon, natürlich zeigt sie ein bisschen jetzt, was sie tut, das war so eine Forderung drinnen, also die meisten ChatGPT oder so: "Ich denke nach", das Denken kann sie nicht, aber trotzdem, sie schildert dann, listet auf, wo sie nachschaut, wo sie was herholt und so weiter, dass es ein bisschen nachvollziehbar ist, aber trotzdem was softwaremäßig dort passiert drinnen, kann kein Programmierer mehr nachvollziehen. Das tut sie und es ist nicht überschaubar. Wir müssen uns immer daher halten, im Hintergrund halten, das beurteilen zu können. Weil es kann auch ein völliger Blödsinn sein, durchaus. Sie lernt natürlich mit der Zeit vernünftigere Sachen herauszubringen, aber es kann auch in eine falsche Richtung gehen und vor allem, es wird sehr beeinflusst durch die Daten, die wir als Menschen ins Netz hineinbringen. Also welche Gedanken wir einspeisen in das Ganze. Das tut fast jeder heute. Indem wir einfach das Internet benutzen, ist es schon drinnen. Und das ist die Frage, welche Gedanken wir da hineinbringen. Das erzeugt, wie soll ich sagen, die notwendigen Vorurteile der künstlichen Intelligenz. Wenn eine große Menge von Menschen in eine ganz bestimmte Richtung denkt, dann wird das entschieden prägen, wie die Antworten dort sind. Wenn wir anders denken, dann wird auch die künstliche Intelligenz was anderes präsentieren und uns Zugriff auf andere Daten geben. Also das heißt, da fängt es an. Das ist auch so ein Weg, wo wir wirklich im Grunde durch unsere bewusste Geistestätigkeit bereits einen gewissen lenkenden Einfluss auf die Maschinen auf diese Dinge nehmen. Und zwar nicht so, dass sie stehen bleibt, wenn wir nicht denken, aber wo wir doch sie lenken, durch unsere Fragestellungen. Alleine das. Das sind alles so Vorübungen. Das ist alles noch Kleingeld. Wir werden noch staunen, was alles kommt. Meine Robotik, das Nächste. Das Ganze auch als Maschinen, die in irgendeiner Weise herumlaufen in der Welt und selbstständig etwas tun. Die Chinesen machen einen Rekord nach dem anderen mittlerweile, was die tun. Also die können Purzelbäume machen, alles Mögliche. Also geschickte Bewegungen, gelernt von Menschen. Es sind menschliche Bewegungen eigentlich in Wahrheit. Weil die ersten Roboter, die gehen konnten, waren Vierfüßer, also tierischer Natur. Das gibt es schon länger. Und natürlich wird es eingesetzt in der Kriegstechnik, ganz klar. Also das heißt, so hundeartige Roboter, die auf allen Vieren rennen und die dann halt die Bombe oder irgendwas zum Feind hinübertragen. Im Grunde. Und sprich, gleich mit dem in die Luft gehen. Wir sind ja immer sehr erfindungsreich bei alledem, was zerstören kann.
Spirituelle Sehnsucht, Fanatismus und schwarzmagische Kräfte 01:05:12
Es ist interessant, dass ein Zerstörungstrieb überhaupt ja verschiedenste Ursachen hat. Und eine Ursache liegt darin, dass eigentlich eine Sehnsucht nach dem Geistigen besteht. Das ist ganz interessant. Also vor allem bei Jugendlichen oder so. Also die jetzt ihr Spielzeug zertrümmern oder immer einen Zerstörungsdrang haben. Dann entsteht das großteils aus der Ungeistigkeit unserer Welt. Sie wollen nicht da in dem Materiellen ersticken drinnen. Also zertrümmern, es zerschlagen, es kaputt machen. Das ist natürlich den Kindern oder den Jugendlichen oder was nicht bewusst. Aber eigentlich steckt es dahinter. Diese Welt, so wie sie jetzt läuft, da läuft was falsch. Nämlich die Denkweise, die dahinter steckt, ist falsch in Wahrheit.
Auch was religiösen Fanatismus und dergleichen betrifft. Da ist eigentlich eine tiefe Sehnsucht nach etwas Geistigem drinnen. Und man hat das Gefühl, die Welt bietet mir das nicht. Und ihr seid's alle, seid's schuld daran, dass sie uns das nicht bietet. Also dreinschlagen. Und das sind große Fragen, mit denen wir uns auseinandersetzen müssen. Und das heißt, das ist die Frage, wie gehen wir mit dem um. Es ist wichtig, solche Dinge zu wissen. Ja, der ist fanatisiert und alles Mögliche und Ding. Aber das allein ist es nicht. Da steckt etwas drinnen, was mit der materialistischen Welt, wie sie heute ist, mit der materialistischen Anschauung nicht mit will. Nicht mit kann. Sich wehrt dagegen. Was anderes sucht, und wir geben es den Menschen nicht. Oder in einer einseitigen Weise drinnen. Es kann natürlich auch sehr leicht von Menschen, die sehr durch die Widersacher inspiriert sind, in eine falsche Richtung gelenkt werden. Klar, das sind dann wunderbar Leute, die man einsetzen kann, als dass sie beim sogenannten Gegner oder was irgendwas zerstören. Dann kann man das dort umlenken. Das geschieht ganz bewusst. Die ganzen Terroristengeschichten und diese Sachen. Da passiert vieles einfach deswegen, weil bewusst die Menschen gesucht werden. Oder man sendet einem einfach etwas aus, was auf diese Menschen wirkt. Das ist denen, die dahinterstehen, schon bewusst, um was das geht. Diese eigentliche spirituelle Sehnsucht, die viele dieser Menschen haben, wenn sie sich in die falsche Richtung lenken, zu einem Fanatismus wird, der zur äußeren Zerstörung führt. Das ist eine Problematik. Und da geht es um die Zerstörung an der Zerstörung. Wenn das Materielle zertrümmern, zerstören wollen. Also das, von dem sie meinen, es ist ungeistig, nur sie kriegen es ja gar nicht bewusst mit. Das ist die Problematik. Wenn sie es bewusst mitbekommen würden, dann würde das Schicksal dieser Menschen und auch der potenziellen Opfer, die da sind, ganz anders verlaufen.
Aber da kommen dann die Leute hinein, die das sehr wohl vielfach durchschauen und nützen für ihre Zwecke. Wo es ja wirklich fast so was Richtung schwarze Magie drinnen ist. Also schwarze Magie heißt, geistige Kräfte erkennen und sie zum Schaden von anderen Menschen einzusetzen, zum Schaden der Welt einzusetzen. Und da gibt es genug. Und aus der schwarzmagischen Richtung geht also das andere Denken, sozusagen das lichte Denken, auszuagieren auf der Welt. Das sind die Völkerschaften letztlich der Widersacherkräfte bis hinab zu den soratischen Kräften, die ja so deutlich in der Apokalypse des Johannes auch geschildert werden. Geschildert werden deswegen, um aufzuwachen dafür, zu sehen: Diese Kräfte sind da, die wollen die Menschheit in eine ganz andere Richtung lenken. Und wir müssen ein Bewusstsein dafür entwickeln, wenn wir nicht Schaden nehmen wollen als ganze Menschheit irgendwo. Also das heißt, es geht darum, diese Sachen zur Kenntnis zu nehmen. Ganz bewusst zur Kenntnis zu nehmen. Weil die Schwarzmagier sind nicht so einfach nur böse Menschen, aber sie verstehen nichts vom Geistigen – nein, die verstehen sehr viel davon. Aber sie verwenden es, um ganz bestimmte egoistische Zwecke zu verfolgen, und hinter diesen egoistischen Zwecken stehen aber eben die großen Widersachermächte. Und die sind aktiv, sie wirken durch andere Menschen, durch Menschen. Durch ihre Eingeweihten, wenn man so will, durch ihre schwarzmagisch eingeweihten Menschen. Das wird noch große Auseinandersetzungen geben. Die werden auch in der nächsten Kulturepoche durchaus da sein. Und sie werden dann besonders stark da sein in der letzten Kulturepoche, bevor ein größerer Teil der Menschheit dann nicht mehr sich inkarnieren wird auf Erden, sondern auf einer höheren Ebene arbeitet. Aber eben gerade die schwarzmagischen Kräfte, die Menschen, die da sehr bewusst mitgehen mit dem, obwohl sie halt für manches auch einen total blinden Fleck haben natürlich, aber die ziehen Fäden und sie wissen, was sie damit ganz gezielt anrichten. Weil natürlich dort, wo sie zum Beispiel Menschen dazu bringen, jetzt ihren Hass auf den Materialismus, den sie haben, wo sie sagen: "Ich bin verzweifelt in diese Welt gekommen, ich wollte da etwas Geistiges hinstellen, und alles, was mir entgegenkommt, ist Materialismus...".
Zerstörungstrieb und die Ziele der Widersachermächte 01:11:48
Und meine Aufgabe ist letztlich, den Weg zu schaffen. Also sprich, alles zu zertrümmern. Das sind die Menschen, die man dann sehr leicht dazu bekommen kann, Attentate zu begehen. Auf technische Einrichtungen, aber auch auf Menschen natürlich. Also auf alles dort hinein. Das sind starke geistige Kräfte und viele dieser Leute, die sich auf diesen Weg bringen lassen, haben eine tiefe Sehnsucht, noch einmal, ich sage das ganz deutlich, nach dem Geistigen. Also die kriegen nicht mit, dass sie voll unter der Führung der Widersachermächte sind. Sie bekommen es nicht mit.
Weil eben diese Schwarzmagier auch diesen Menschen, wie soll ich sagen, eine ganz andere ethisch-moralische Haltung beibringen. Die eben genau sagt, das musst du ausmerzen. Wenn das bestehen bleibt, geht die Welt unter. Dass es halt eigentlich gerade umgekehrt ist, ist halt unsere Ansicht, aber nicht die Ansicht dieser schwarzmagischen Menschen, die aber durch namentlich die soratischen Kräfte, aber natürlich auch durch die Asuras und durch die ahrimanischen Kräfte namentlich impulsiert werden. Die haben einfach bewusst ein ganz anderes Ziel. Und diese Ziele werden ja auch immer wieder formuliert irgendwo. Es kommt ja wieder durch.
Das ist nämlich das Paradoxe, dass gerade diese Leute, die jetzt im Grunde sehr spirituell gesinnte junge Menschen anziehen, dass die aber eigentlich in Wahrheit auf die Materialisierung der Welt hinsteuern. Nur das sagst du ihnen natürlich nicht. Weil was die soratischen Kräfte letztlich wollen, ist die perfekte, in ihrem Sinne paradiesische, aber eigentlich absolut vorherberechenbare materielle Welt. Die soll nicht untergehen. Während die geistige Entwicklung eigentlich immer wieder fordert, dass jede Weltentwicklung sogar sich einmal auflöst, ganz ins Geistige geht und dann auf neue Art herauskommt. Und was sie vor allem nicht wollen, ist, dass irgendjemand, nämlich auch nicht ihre braven Anhänger, nämlich die Schwarzmagier, dass die die Freiheit entwickeln. Es soll eine Welt sein, die wie ein Uhrwerk läuft, die perfekte Welt. Der Mythos der perfekten Welt ist ein Bild, das die Widersacher geben.
Die Entwicklung der Freiheit und die göttliche Welt 01:14:52
Die Welt in einer ständigen Entwicklung, an der Menschen in Freiheit mitarbeiten können, das ist die eigentliche göttliche Welt. Die steht dahinter. Weil die Gottheit, wir haben darüber gesprochen, also namentlich die Vatergottheit, sich Schritt für Schritt zurückgezogen hat, um letztlich den Menschen die Freiheit zu ermöglichen. Es waren die ganzen Vorstufen, alter Saturn, alte Sonne, alter Mond notwendig. Dort konnte es noch keine geistigen Wesen geben, die die Freiheit erreichen konnten. Wir sind die Ersten. Und darum sind wir aber auch so gefährdet, weil es liegt an uns. Wir müssen uns entscheiden, welchen Weg wir gehen. Es führt uns niemand mehr.
Ja, sicher, von außen, gerade in Diktaturen oder so, versucht man die Menschen von außen zu führen, und irgendwann endet es halt immer in einer großen Katastrophe. Aber der Mensch lässt sich seine Freiheit nicht nehmen, wenn er sie nicht freiwillig letztlich aufgibt. Und gerade die Widersacherkräfte, die soratischen Kräfte namentlich, die ihrerseits wieder die Asuras und die ahrimanischen Kräfte impulsieren, und denen aber auch nicht alles verraten, was sie anstellen wollen. Nämlich, was streben die soratischen Kräfte letztlich an? Sie streben an eine Welt, wo sie sich zum großen Weltenschöpfer, ja, als großer Weltenschöpfer aufspielen wollen, sagen wir mal so. Aber jedenfalls einen ganzen Kosmos wollen sie erzeugen, der ganz anders ist, und wo die geistigen Kräfte, die mit unserer regulären Entwicklung sind, wo die alle ausgeschlossen sind. Sie werden sich absondern. Das wird auf jeden Fall geschehen. Also da entsteht eine Entwicklung, die ganz anders läuft, als die Entwicklung durchaus auch aus dem Willen der Vatergottheit zunächst, auch wenn sie sich zurückgezogen hat, aber dann aus dem Willen des Christus. Das ist die Welt, die zur Freiheit und damit zur Liebe hinführt.
Weil ohne Freiheit gibt es keine Liebe. Das ist das Interessante auch daran. Ohne Freiheit gibt es keine Liebe. Liebe ist also noch nicht dort, wo uns die Instinkte zusammenführen und wo wir nicht wissen, warum wir eigentlich den anderen lieben, sondern die wirkliche Liebe wird dort entstehen, wo wir bewusst dem anderen als geistiges Wesen begegnen und ihm etwas schenken und er wird uns etwas schenken an geistiger Kraft. Das ist wirkliche Liebe, wo wir Lebenskraft auch schenken. Das haben wir ja auch schon öfters besprochen, dass Liebe ja nicht nur ein Gefühl oder eine Emotion oder sowas ist oder schon gar nicht etwas Triebhaftes nur. Also womit ich jetzt nichts gegen die Sexualität sage, gar nicht. Das gehört dazu, wenn eben Liebe dahinter steckt, idealerweise. Heute ist es oft ganz abgekoppelt davon. Ich meine, war es in der Vergangenheit auch oft genug, muss man auch dazu sagen, weil es da viele Wege gibt.
Krieg, Manipulation und das Prinzip der Macht 01:18:20
Also namentlich ist es ja in Kriegen oder so, also die Vergewaltigungen in den Kriegen, wo die Soldaten angehalten werden dazu, das zu machen, um wirklich die Volkssubstanz, die Volksseele zu schädigen. Das ist ganz gezielt und ganz bewusst. Das ist nicht nur, weil die halt unter dem ganzen Stress und Anspannung der Kriegshandlung und dann halt noch sich austoben wollen. Das ist ganz gezielt, das ist ganz von oben verordnet. Und wer sozusagen da nicht mitmacht, ist unterminiert sozusagen, dass vielleicht das Kriegsziel nicht erreicht ist. Weil das Kriegsziel ist eben, das andere Volk mürbe zu machen, sodass es selber nicht mehr die Kraft hat, Widerstand zu leisten letztlich. Und irgendwann halt aufgibt im Grunde.
Und das wird in der Zukunft viel stärker noch werden, diese seelisch die Menschen des anderen Volkes zu zermürben, bis sie aufgeben letztlich. Und viele der Phänomene, die wir jetzt in der Welt sehen, auch mit gewissen Diktaturen oder manche, die sich auch als Demokratie ausgeben, wie auch immer, aber wo einfach da ist, einerseits, das hat zwei Seiten, einerseits über alle Regeln hinwegzusetzen, das heißt, sich nicht zu halten an irgendwelche Vereinbarungen, die es gibt, sondern einfach das Machtinstrument auszuspielen. Das heißt, den eigenen Willen auszuspielen und zu sagen, ich tue das. Und damit aber die Freiheit der anderen Menschen nicht berücksichtigt. Also namentlich des anderen Volkes oder so. Ich setze mich halt einfach rein und sage, ich weiß, was für alle gut ist.
Auf der anderen Seite, wo aber auch wieder die Gestaltungskraft fehlt, weil es hat auch eine Seite drinnen, Menschen, die im Politischen tätig sind, wo auch ein gewisser Wille da sein muss, gestaltend zu wirken in dem Gebiet, in dem ich etwas zu sagen habe als Politiker, als Kanzler, als Präsident oder sonst wo. Also ein Gestaltungswille da ist. Die Frage ist, aus welcher moralischen Gesinnung, aus welcher geistigen Gesinnung heraus, geht es mir darum, um für die Entwicklung der Menschen etwas zu tun, sie zu fördern, im äußeren Sinn, im wirtschaftlichen Sinn, aber vor allem auch im geistig-seelischen Sinn sie zu fördern. Ist mir das ein Anliegen oder geht es einfach um ein Machtprinzip, wo ich meine Ideen auf der ganzen Welt möglichst durchsetzen will. Oder auf einem bestimmten Territorium zunächst, aber das immer weiter auszuweiten. Und nicht zu beachten, was wollen diese Menschen aus ihrer Freiheit heraus. Das ist das große Problem.
Die Dreigliederung des sozialen Lebens und Brüderlichkeit in der Wirtschaft 01:22:15
Und der Weg der Freiheit ist eben das geistige Land. Wenn ich das hineintrage in die falsche Dimension, in den falschen Bereich, dann kann das sehr gefährlich werden. Ihr wisst wahrscheinlich, Rudolf Steiner hat diese Idee der Dreigliederung des sozialen Lebens entworfen. Also wo es drei Glieder gibt: es gibt das Wirtschaftsleben, es gibt das Rechtsleben und es gibt das geistige Leben.
Und für jedes gelten andere Regeln. Also es hängt zusammen mit den Schlagwörtern aus der französischen Revolution, die an sich ja sehr wichtig waren, nur man hat schon dort gesehen, wenn man sie falsch anwendet, dann führt es zur Katastrophe. Also viel blutiger als damals ist es ja kaum gegangen. Also das heißt, es ist nicht verwirklicht worden, das Ideal des eigentlich dahintersteckenden Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Aber was, wo? Brüderlichkeit, interessanterweise gerade im Wirtschaftsleben. Da sind wir weit weg davon.
Das Brüderlichkeitswort heißt, dass ich als Unternehmer alles dazu tue, Ideen entwickle, um den Menschen das zu geben, was sie wirklich wollen, was sie wirklich brauchen. Aus dem Verständnis dieser Menschen, das zu machen. Das heißt nicht, dass er es verschenken muss, das sage ich nicht. Nein, natürlich darf er auch Geld damit verdienen und soll sogar viel Geld damit verdienen, um wieder noch anderen Menschen etwas schenken zu können, geben zu können. Nämlich schenken tut man nicht die Ware, das Äußere, aber was man schenkt, ist die geistige Kraft, ihnen das zu geben, was sie eigentlich wirklich brauchen, was sie wollen, mit dem sie etwas anfangen können. Das ist das Interessante.
Das Wirtschaftsleben ist eine höchst spannende, interessante Sache. Die nächste Kulturepoche, die sogenannte Kulturepoche der Brüderlichkeit, die slawische Kulturepoche, wie es Rudolf Steiner auch nennt, da geht es genau darum, dass namentlich auch das Wirtschaftsleben diesen Charakter bekommt. Man arbeitet, jeder Mensch, um dem anderen etwas zu geben. Aus meinen Fähigkeiten, weil jeder Mensch bringt sich individuelle Fähigkeiten mit. Ganz individuelle. Niemand kann in dem Sinn ersetzt werden und sagen, das machst du. Ja, dann wirst du es anders machen und ich werde eine andere Nuance hineinbringen. Also jeder hat etwas einzubringen.
Und dieses individuelle Prinzip einzubringen in die Menschheit, das ist eigentlich dieses Moment der Brüderlichkeit. Ich sehe, was du brauchst, und ich sehe meine Kräfte, bin mir meiner Kräfte bewusst und ich sehe, ich kann dir das geben. In einem sehr weiten Ding, das kann Dienstleistung sein, alles mögliche. Aber damit verbunden ist dann auch ein Geldfluss, der Ausdruck eigentlich in Wahrheit, eine Maßzahl ist für die geistige Kraft, für die geistige Potenz, die dahintersteckt. Für das, wie förderlich das wirklich dem Leben der Menschen ist. Das steckt eigentlich dahinter. Das ist heute im Wirtschaftsleben natürlich noch gar nicht drin. Wenn man schaut, dass man möglichst viel nach Angebot und Nachfrage und so weiter, wird der Preis festgesetzt und dann schaut man, dass man möglichst viel Geld ansammeln kann. Dass viel Geld dorthin fließt, wo gute Dinge passieren, wäre ja gar nicht schlecht. Das ist es ja nicht. Aber wenn die Ideen eigentlich nicht zu dem stimmen, was gebraucht wird in der Welt, was die Menschen ganz konkret brauchen, dann läuft es schief. Dann ist dieser Kreislauf irgendwo nicht gesund.
Das heißt, das ist ein ganz wichtiger Punkt. Der andere Gegenpol ist jetzt, was macht das Geistesleben? Ja, das Geistesleben, jeder Mensch, der wirtschaftlich tätig ist, muss Fähigkeiten haben. Da steckt eben auch Geistesleben drinnen. Das ist nicht nur Gescheitheit. Wir verstehen halt so gern oder missverstehen unter Geistesleben Gescheitheit. Ach, ich habe studiert dieses und jenes, aber das alleine macht es noch nicht aus. Das kann schon natürlich notwendig sein, ist ja nichts Schlechtes, aber es ist was Schlechtes, wenn ich nicht darüber hinaus eine eigene schöpferische Kraft entwickle. Die ist das Eigentliche. Die ist das, was man verschenken kann. Die Ideen, was brauchen die Menschen? Ich lasse mir was einfallen, was brauchen die Menschen? Und daher sind die im Wirtschaftsleben, wie soll ich sagen, die Firmenchefs oder was, die Konzernleiter im Großen, kann ja durchaus ein Konzern sein, ist nichts dagegen grundsätzlich einzuwenden, nur so wie es heute läuft, ist es schwierig. Aber grundsätzlich ist Wirtschaft was Weltweites, schon längst. Und das heißt, man muss global denken können dabei. Aber die wirklichen Konzernleiter, die Guten, zeichnen sich dadurch aus, dass sie Ideen haben und die in die Welt bringen. Von mir aus sind es hauptsächlich technische Ideen. Das ist schon klar. Aber, weiß ich nicht, der Erfinder des iPhones oder sonst was, das ist genial im Grunde. Das macht ein Mensch, hat die Idee gehabt, und dann sucht er sich die Leute, die die Fähigkeit haben, das umzusetzen. Er hat die Idee. Er sagt, ich will ein Telefon haben, mit dem ich nicht nur telefonieren kann, sondern alles mögliche andere machen kann. Und so ist es mit der künstlichen Intelligenz, so ist es mit der Robotik. Das wird eine Rolle spielen.
Die Zukunft der Technik und der mechanische Okkultismus 01:28:44
Das heißt, was Rudolf Steiner sagt, ist nicht, die Technik wird überwunden werden, sie wird so schnell nicht überwunden werden. Was er ja eh öfters zitiert. Er sagt, die Erde wird werden ein selbsttätiger elektrischer Apparat. Die ganze Erde. Das ist eine Perspektive. Auf der anderen Seite gibt es die biologisch-dynamische Landwirtschaft. Auch das wird kommen. Das eine wird kein Widerspruch zum anderen werden, wenn es gut läuft. Da werden sich entscheidende Dinge abspielen in der nächsten Kulturepoche. Dass die funktioniert einigermaßen, da müssen wir jetzt in unserer Kulturepoche noch sehr viel tun. Und eben vor allem eines tun, aufwachen, wirklich aufwachen für das Geistige.
Wir brauchen natürlich, um jetzt tote Maschinen zu machen, die wir auch brauchen werden, eben wenn schon die Rede war vom selbsttätig funktionierenden elektrischen Apparat, so ist das ein toter Einschuss natürlich dann in die Welt, der immer mehr kommen wird auch. Und wo man gerade dann so etwas wie biologisch-dynamische Landwirtschaft und etwas, was aus der Gesinnung kommt, als Gegensatz braucht, um die Erde zu heilen, es wird beides notwendig sein. Wenn man jetzt denkt, wir müssen den Fanatismus machen, es soll alles eigentlich Landwirtschaft werden wie früher, ja, ja, das ist gut, aber alle Technik weg, dann verstehen wir die Menschheitsentwicklung nicht. Ich habe das oft gesagt, die Menschheitsentwicklung beginnt natürlich mit der Inkarnation des ersten Menschen auf Erden, aber sie beginnt vor allem dort mit dem Bau des Werkzeuges. Der erste Faustkeil, der zugespitzt wird, ist ein Impuls, den der Mensch hineinbringt, der in der Natur von selber nicht entsteht. Da bringen wir schöpferisch aus unserer Geistigkeit etwas hinein. Das ist das, mit dem wir die Erde ganz stark prägen. Und was wir heute an Maschinenwelt erleben, an Werkzeugwelt und dergleichen, das ist nur die konsequente Fortsetzung von dem. Das ist nicht grundsätzlich eine Verfehlung, wo wir uns denken.
Wenn wir Rudolf Steiners Intentionen, die ich durchaus für sehr beachtenswert halte, wenn wir denen folgen wollen, dann heißt es nicht, wir schaffen ein Paradies in dem Sinn, dass alle Technik verbannt wird. Das wird eigentlich wie eine Urwelt, wo man dann von den Bäumen was pflückt oder sowas. Das ist ganz und gar nicht das Bild, das Rudolf Steiner zeichnet. Das ist nicht die Zukunft, wo wir hinwollen. Wir bauen eine ganz andere Welt und wir bauen sie. Wir werden sogar an der Erde und an der Erdentwicklung noch ganz, ganz massiv bauen, wenn wir gar nicht mehr inkarniert sind auf der Erde. Dann wirklich aus den geistigen Kräften heraus, wo wir uns halt bewegen in der ätherischen, astralischen Atmosphäre der Erde, wenn man so will, wo wir sehr, sehr wesentlichen Einfluss noch darauf nehmen. Ja, gerade dann nicht aufs Maschinenbauen so sehr, aber bis zu einem gewissen Grad auf die Funktion der Maschinen durchaus. Auch weil wir ja vorher gelernt haben, eine neue Technik zu entwickeln, eine neue Technik, die auf die geistige Gesinnung des Menschen reagiert. Das ist das, was Rudolf Steiner nennt: mechanischer Okkultismus.
Das sind Maschinen, die nur laufen, wenn sie ein Mensch in Betrieb setzt, der eine entsprechende Gesinnung hat. Und wo die Maschinen darauf reagieren werden, weil es eine ganz starke Verbindung ist zwischen Mensch und Maschine. Wie immer man das baut, im Primitiven kann man es im Prinzip heute, es gibt ja schon Ansätze dazu. Also zum Beispiel Computersteuerung, hat man halt irgendeine Haube auf oder was, die die Gehirnströme abnimmt. Und so können selbst Menschen, die vollkommen gelähmt sind, einen Computer bedienen damit. Das ist jetzt ein primitives Beispiel natürlich. Das ist Steinzeit, diese ganze Entwicklung. Aber das wird sehr viel mehr werden. Und das wird so sein, dass die Maschinen überhaupt grundsätzlich nur so in Bewegung gesetzt werden können. Wo dann aber auch noch die moralische Gesinnung eine Rolle spielt. Weil jetzt bei dem, was es gibt, dass man einen Computer bedienen kann, das kann ein Mensch sein, der sich zu sehr egoistischen Zwecken diese Technik einsetzt, sehr wohl auch heute. Also das wird noch auf einer ganz anderen Ebene sein.
Und das ist etwas, was in Verbindung steht mit diesem Strader-Apparat. Und wo dann eben auch natürlich nicht nur elektrische Kräfte und dergleichen kommen, sondern wo auch Lebenskräfte tätig sind, die ja eigentlich noch sehr viel stärkere Antriebskräfte in der Natur sind. Das Leben in der Natur entsteht primär einmal durch die Ätherkräfte, die drinnen sind. Natürlich steht immer ein seelisches und geistiges dahinter, das im Naturgeschehen jetzt noch durch viel höhere geistige Wesenheiten gelenkt wird. Aber wir sollen lernen, diese Aufgabe immer mehr zu übernehmen. Und wir werden sie im großen Stil dann eben übernehmen, gerade wenn wir nicht mehr inkarniert sind auf Erden. Weil dann deswegen sind wir ja nicht weg und wir sind nicht in irgendwelche Sphären verschwunden, sondern wir leben im Umkreis der geistigen Wesenheiten, die für die Entwicklung der Erde zuständig sind. Und wir werden eine sehr wesentliche Rolle übernehmen dabei. Dann werden wir natürlich nicht selber auf Erden, wenn wir nicht mehr inkarniert sind, Maschinen bauen, obwohl es sie geben wird. Nur dann werden es Maschinen sein, die selber Maschinen bauen. Das wird auch kommen. Ist alles nicht so weit weg in Wahrheit. Und diese Dinge auf den Weg zu bringen, das müssen wir schaffen, solange die Kulturepochen noch dauern, also bis in die siebte Kulturepoche, bis wir halt nicht mehr inkarniert sind auf Erden.
Das physische Aussterben der Menschheit und künftige Weltzustände 01:36:04
Ja, immer wieder, ich habe es jetzt schon lange nicht erwähnt, aber die Perspektive ist die, dass wir etwa im 7., 8., 9. Jahrtausend, das ist von der Erdentwicklung her gesehen in kürzester Zeit, nicht mehr inkarniert sind. Wir werden also eine, wenn wir es jetzt so wie die Darwinisten nehmen, wir sind eine Spezies mit Sicherheit, die sehr früh aussterben wird auf Erden, physisch nämlich. Aber nicht an unserer Schwäche, sondern gerade an unserer geistigen Stärke.
Es ist auch interessant, das in der Biologie wieder zu verfolgen, in der Zoologie zu verfolgen. Die Lebewesen, die die einfachsten, die primitivsten sozusagen sind, die haben die absolut längste Lebensspanne, also im Sinne von als Spezies. Je höher spezialisiert eine Spezies ist, das heißt je reifere Kräfte sie entwickelt hat, umso schneller stirbt sie aus im Grunde. Und da werden wir die absoluten Meister sein. Also ein paar Jahrtausende noch und in der Form, wie wir jetzt da sind, gibt es uns nicht mehr. Und es wird sehr wohl noch Tiere geben, es wird Pflanzen geben auf Erden, und es wird jemand brauchen, der sie betreut, in gewisser Weise, weil die höheren geistigen Kräfte sich immer mehr zurückziehen. Also dass die Natur nicht mehr ganz so funktioniert, wobei da vieles natürlich auch fraglich ist, aber die Erde hat jedenfalls ihren Höhepunkt überschritten. Also sie ist schon über den Gipfel ihrer Entwicklung hinaus, sie ist eine Absterbende. Eigentlich ist der Mensch, wo er wirklich die Erde betreten hat, ist er eigentlich schon in eine absterbende Entwicklung hineingekommen, der Erde als solches. Nur dauert das sehr, sehr viel länger. Also der Zeitmaßstab ist ein ganz anderer. Das ist durchaus weisheitsvoll, diese Entwicklung, dass es so ist.
Aber es wird also noch lange Tiere, Pflanzen usw. geben, und es wird sehr wesentlich dann abhängen davon, was wir tun, wenn wir aus der geistigen Welt heraus wirken. Je nachdem, wird es eine reiche Entwicklung sein, noch auf der Erde im Tier- und Pflanzenreich, oder eine ärmere. Und das wird wieder natürlich Folgen haben für die nächste kosmische Entwicklungsstufe, bei der wir irgendwann dabei sein werden, nachdem längst die Erde, die Sonne, unser ganzes Planetensystem zugrunde gegangen ist, und eben dann schon die nächste Entwicklungsstufe da ist, die von Rudolf Steiner als der neue Jupiter bezeichnet wird, eine neue Welt, die ganz anders sein wird, mit ganz anderen Naturgesetzen. Mit ganz anderen Naturgesetzen.
Das muss man sich vorstellen. Die jetzigen Naturgesetze, wie sie jetzt sind, und da hat natürlich bis zu einem gewissen Grad die heutige Naturwissenschaft ganz recht mit den strengen Gesetzmäßigkeiten, die sie darin findet, und die wirklich ja auch drinnen liegen bis zu einem gewissen Grad. Manches ist noch sehr spekulativ in den Naturwissenschaften, aber es liegen strenge Gesetzmäßigkeiten drinnen, es liegt ein starkes Element drinnen, der Beharrung, sage ich mal, der Beharrung an festen Gesetzmäßigkeiten, weil, warum ist das drinnen? Die Naturgesetze könnten ganz anders sein und werden auch einmal anders werden, nämlich schon auf dem neuen Jupiter werden sie anders sein, aber dass sie jetzt so berechenbar sind, dass man nicht alles, aber vieles vorher berechnen kann, was für unsere Maschinen gut ist, weil wenn ich nicht vorher berechnen kann, wie die funktioniert, dann wird das blöd sein, wenn ich nicht weiß, ob mein Auto irgendwas jetzt plötzlich einfällt, anders zu machen, weil plötzlich die Gesetzmäßigkeiten anders sind und die Räder sich dann nicht mehr drehen oder was weiß ich. Das wäre blöd irgendwie für uns.
Alter Saturn, die Opferung der Throne und die Entstehung der Wärme 01:44:04
Aber warum hat unsere Welt, unsere Erdenwelt, diese sehr starren Naturgesetze drinnen, nicht dass sie immer so gewesen wären, sie sind immer starrer geworden, das war zum Beispiel in der Entwicklung, die vorangegangen ist, in der Entwicklung des alten Mondes durchaus nicht der Fall. Also noch der alte Mond war eine sehr lebendige Welt. Erstens einmal keine feste Welt, also Feststoffe gab es nicht, es war alles flüssig im weitesten Sinn, bis zähflüssig, manchmal schildert das Rudolf Steiner um ein bisschen ein anschauliches Beispiel zu geben, wie Kochsalat, so fließend irgendwie und so lebendig, aber auch war die Welt damals, es gab nichts Festes, keine Mineralien in unserem Sinn, obwohl die mineralbildende Kraft, ihren Ursprung schon genommen hat auf dem alten Saturn, der war aber nur eine reine Feuerwelt. Wärme, Wärme, Feuer im Sinne von Wärme gemeint. Sonst nichts, keine Luft, keine Gase, nichts gab es nicht, was Wässriges gab es nicht und was Festes schon gar nicht. Licht gab es noch nicht auf dem alten Saturn. Eine finstere, aber warme Welt. Vielleicht wäre es für uns viel zu heiß, sicher sogar für uns heute viel zu heiß, aber da gab es im Grunde nichts Vorherberechenbares. Also im alten Saturn ist nichts Vorherberechenbares.
Wir, jetzt gerade während der Erdentwicklung, sind eigentlich die erste Entwicklungsstufe, die wirklich, sagen wir mal, gewisse Gesetzmäßigkeiten, Naturgesetzmäßigkeiten entwickelt hat, die man vorher berechnen kann, wenn man was vorher berechnen kann. Darum können wir zum Beispiel Maschinen bauen, weil Maschine, die nicht berechenbar ist, die wird nicht funktionieren. Also zumindest so, wie wir sie jetzt haben, diese Maschinen. Die müssen sich an feste Gesetzmäßigkeiten verlassen können, an feste Naturgesetzmäßigkeiten verlassen können. Und auch für uns ist es ganz wichtig, gerade für die Entwicklung der Freiheit, als Gegensatz diese beinharten Naturgesetze zu haben. Sie sind nicht ganz so beinhart, das sagen durchaus manche Physiker, dass die Naturgesetze eine Entwicklung durchmachen, dass das durchaus nicht auszuschließen ist, dass sie sich verändert haben im Laufe der Jahrmilliarden, in denen sich unser Kosmos entwickelt hat. Und da ist durchaus was dran, aber im Vergleich zu dem, was vorher war, eben vorher war auf dem alten Mond, auf der alten Sonne, auf dem alten Saturn, dagegen war das schon eine ziemliche Erstarrung.
Auf dem alten Saturn gab es keine festen Gesetzmäßigkeiten. Gab es keine Möglichkeit, nicht annähernd irgendeine Möglichkeit, dass dort eine Wesenheit entstehen konnte, die die Freiheit entwickelt. Die sagt, ich stehe da, schaue mir das Ganze an und mache mein eigenes Ding. Keine Chance. Dazu wäre diese Art von Ich-Bewusstsein, wie wir sie entwickeln können mit der Zeit, war die Möglichkeit noch nicht gegeben. Also die Urengel, die damals als geistige Wesenheiten neu geboren werden, auf dem alten Saturn, die dann auch wesentlich daran mitarbeiten, in dieser Wärmewelt die erste Grundidee, nenne ich es einmal, für unsere Sinnesorgane zum Beispiel, für unseren physischen Leib zu entwerfen, das machen die auf der Wärmewelt. Aber der ganze Entwurf, wenn man es jetzt so menschlich ausdrücken will, beruht aber dort auf einer fließenden Wärmewelt. Und dort werden Sinnesfunktionen, aber bereits dieser Wärme, dieser in sich zirkulierenden Wärme, werden bereits Impulse eingearbeitet, bestimmte gesetzmäßige Bewegungen, die in dieser Wärmeströmung, in dieser größeren Wärmeströmung drinnen sind, aus denen später, jetzt während der Erdentwicklung, unsere Sinnesorgane entstehen. Dort ist es bereits veranlagt. Dort zumindest die Wärmewahrnehmung und eine gewisse Außenwahrnehmung, in welches Wärmegebiet begebe ich mich.
Das haben aber nicht die Menschenleiber dort empfunden, die dort entstanden sind. Nämlich das Interessante, es war von Menschen eigentlich noch gar keine Rede. Vom Ich des Menschen überhaupt nicht, weil das Ich des Menschen entsteht, oder nein, es ist falsch, wenn ich das sage, es entsteht während der Erdentwicklung, aber es wird tätig in dem Menschenwesen, während der Erdentwicklung. Es wird vom Menschen in die Hand genommen. Wir haben das gesagt, eigentlich die Ich-Kraft ist etwas, was aus der unendlichen Vergangenheit kommt und in die unendliche Zukunft geht. Daher ist das Ich wirklich unsterblich. Es war immer und wird immer sein, was immer mit der Welt auch passiert. Das Ich, das heißt dieser schöpferisch-geistige Kern, in dem wir wirklich die höchste Form der Gottähnlichkeit haben, nämlich schöpferisch frei zu werden, hier während der Erdentwicklung, das steckt da drinnen. Aber für diesen Keim, der immer schon da war oder was, damit er überhaupt in Tätigkeit kommen kann, und eben hier während der Erdentwicklung die Freiheit selbstständig, selbsttätig entwickeln kann, dazu war der ganze weite Weg durch diese kosmischen Vorstufen notwendig. Also alter Saturn, diese Wärmewelt. Und dort ist alles bereits vorgebildet, was jetzt während der Erdentwicklung als unsere Sinnesorgane herauskommt. Jedenfalls die Vorstufe dazu. Aber am alten Saturn halt zunächst nur für die Wärme. Für die Wärme und für ein Wahrnehmen. Da ist eine Grenze, eine andere Wärme, eine andere Temperatur, würden wir heute sagen.
Aber auch diese Wärme darf man sich nicht so vorstellen wie unsere Wärme, jetzt heute, so eins zu eins. Es ist was anderes. Die Wärme entsteht aus Willenskraft. Der ganze alte Saturn ist entstanden, indem die Geister des Willens, die Throne, etwas von ihrer Kraft hingeopfert haben.
Von ihrer Willenskraft. Sie sind die Geister des Willens. Und sie haben etwas von ihrer Willenskraft hingeopfert, das sozusagen die Grundsubstanz dieses alten Saturn geworden ist. Das ist der Wille dieser Throne, dieser hohen geistigen Wesenheiten, die damals auf dieser Stufe standen. Allerdings damals noch ganz andere Fähigkeiten, viel schwächere Fähigkeiten hatten in Wahrheit, als sie jetzt während der Erdentwicklung haben. Sie sind aufgestiegen, beziehungsweise es sind unter ihnen immer mehr andere geistige Wesenheiten gekommen. Wenn man noch weiter zurückgehen würde, aber dann haben wir keinen Einblick in eine Welt vor dem alten Saturn, vor diese Wärmewelt. Aber darum sage ich gerne, abseits von unserer Entwicklung, weil wir können nicht hineinschauen und wir hängen karmisch überhaupt nicht damit zusammen. Also es ist nichts, was von dort herübergekommen ist, was uns irgendwo beschränken könnte, uns eine bestimmte Aufgabe aufzwängt. Das ist einfach ein gewisser Schnitt drinnen. Aber es sind auf jeden Fall vorher geistige, vorher abseits davon geistige Wesenheiten vorhanden gewesen und da waren die Throne eben die, die diese Wärmewelt, diesen alten Saturn hervorgebracht haben. Aber sie waren damals trotzdem sie Geister des Willens waren, noch vergleichsweise junge geistige Wesenheiten, also die im Grunde nicht wirklich über der heutigen Engelstufe oder so standen damals, aber eine ganz andere Aufgabe haben.
Also das ist ja auch so ein schwieriges Bild zu verstehen, die geistigen Hierarchien und wie entwickelt sich das? Wie tut sich das? Da gibt es also hohe geistige Wesenheiten, über den Geistern des Willens, über den Thronen, haben wir noch die Tierkreiswesenheiten und dann die Seraphim, also die Cherubim und die Seraphim, die noch darüberstehen. Aber die waren damals, die waren alle schon, alle sind Ich-Wesenheiten, sonst wären sie keine geistigen Wesenheiten. Das heißt, ihr Kern hat immer schon existiert und wird immer existieren, aber sie haben im Laufe der Entwicklungen bestimmte Aufgaben übernommen und dadurch haben sie sich aber auch weiterentwickelt. Sie sind aber nie so weit gekommen, die Freiheit sich zu erwerben. Wir sind die Ersten. Und die haben alle auf einer Stufe begonnen, wo sich ihr Ich begonnen hat in der Welt, wie sie damals vor dem alten Saturn oder abseits vom alten Saturn, wie sie war, sich inkarniert in irgendeiner Weise haben. Inkarniert. Nicht in solchen Leibern, wie wir sie jetzt haben. Aber die halt nicht nur als geistiger Funke da waren, von Ewigkeit zu Ewigkeit, sondern die sich manifestiert haben in dem Schöpfungsgeschehen, als geistige Wesenheiten. Aber sie waren irgendwann einmal auf einer Stufe, die vergleichbar ist der des Menschen. Also wo sie ganz am Anfang waren, wo sie sozusagen das erste Mal ihre Manifestation im Kosmos hatten, sagen wir. Ich habe jetzt bewusst vermieden das Wort Inkarnation, weil dann denkt man an unsere Leiblichkeit.
Und diese Throne sind so weit jedenfalls, dass sie den alten Saturn schaffen können, indem sie ihre äußerste Leibeshülle, wenn man so will, ihre Willenskraft opfern können. Und daraus entsteht die Wärme des alten Saturn. Das heißt, die Wärme des alten Saturn ist hingeopferte Willenskraft dieser Throne. Das konnten sie. Aber sie waren auf einer Entwicklungsstufe, die ja relativ weit unten ist, damals noch. Sie sind aufgestiegen mittlerweile, weil schon dadurch, dass sie den alten Saturn gestaltet haben, haben sie sich stark weiterentwickelt und sie haben eine ganz andere Kraft bereits während der Entwicklung der alten Sonne. Wir bezeichnen sie immer noch als Throne. Sie sind weiter aufgestiegen, aber sie sind auch lange noch nicht gewesen auf dem Niveau, wo sie jetzt heute sind, während der Erdentwicklung. Sie entwickeln sich weiter. Und wir stehen jetzt auf einer Stufe, wo wir auch anfangen uns vorzubereiten darauf, etwas von unseren Kräften hinopfern zu können und daraus mitzuarbeiten, irgendwann einmal an einem neuen Kosmos oder zumindest einem Teil.
Weltenkarma und der Übergang in neue kosmische Zyklen 01:56:08
Wir haben auch schon davon gesprochen, wie wird es denn weitergehen, wenn die Menschheit auch die zukünftigen Entwicklungsstufen durchgemacht hat. Wir haben noch drei große kosmische Entwicklungsstufen vor uns, auf die wir hinblicken können. Dass die uns bevorstehen sozusagen. Soweit man in die Vergangenheit blicken kann, soweit kann man in die Zukunft blicken. Das ist ein bisschen ähnlich wie im äußeren Sehen auch. Irgendwo gibt es einen Horizont, weiter kann ich nicht sehen und wenn ich mich umdrehe nach der anderen Richtung, schaue ich genauso weit in die andere Richtung zurück. Das ist das Bild, das Rudolf Steiner auch öfters gebraucht hat. Aber das ist nicht der Anfang der Welt gewesen, der alte Saturn und der Vulkanzustand, der siebte, letzte Zustand, der in gewisser Weise sowas wie eine vollkommene Erneuerung dessen war, was mit dem alten Saturn begonnen hat, was wieder eine reine Wärmewelt sein wird, die aber ganz anders sein wird als der alte Saturn und wo unsere Gestaltungskraft bereits mit eingegangen ist und wo wir auf einer viel höheren Stufe dann stehen. Weil in Wahrheit haben wir dann ein Niveau erreicht, das die Urengel bereits am alten Saturn hatten.
Und wenn es dann noch einmal weitergeht in eine Zukunft, in der wir überhaupt nichts sagen können, weil einfach dort noch nichts festgelegt ist. Es wird weitergehen, aber wie, wo, ist völlig unklar, weil es keine Folge dessen ist, was vorher war, sondern es ist eine ganz neue, freie Neuschöpfung, die entsteht. Also sowieso andere Naturgesetze und insofern ein völliger Neuanfang als keine karmische Verbindung mit dem, was seit dem alten Saturn in der Weltentwicklung da gegangen ist. Da kommt etwas Neues. Also da ist auf einer großen Stufe das, dass sogar das ganze Weltenkarma unserer siebengliedrigen Entwicklungskette, die wir haben vom alten Saturn über die alte Sonne, den alten Mond, die Erde, dann weiter auf den neuen Jupiter, auf die neue Venus und dann den Vulkanzustand, dann ist das abgeschlossen, dann fängt etwas völlig Neues an, was nicht karmisch irgendwie verbunden ist mit dem, was war. Also bis zum Ende dieser Entwicklung über diese sieben Stufen muss das Karma dieser Weltentwicklung, die sozusagen begonnen hat mit dem alten Saturn, ist es aufgelöst. Dann fängt eine völlig neue Entwicklung an, dann wird wieder ein Kosmos oder wie immer man das nennen will, entstehen, aber da gibt es keine kausalen Wirkungen von dem, was vorher war durch diese sieben kosmischen Entwicklungsstufen. Es ist ein völliger Neuanfang.
Während ein großer Unterschied ist zu dem, die Schritte vom alten Saturn zur alten Sonne, da geht karmisch eine ganze Menge hinüber und das prägt die nächste Entwicklungsstufe. Also die alte Sonne hängt ganz stark in seiner Entwicklung davon ab, was auf dem alten Saturn passiert ist. Was dann entsteht im Übergang von der alten Sonne zum alten Mond, hängt karmisch zusammen mit dem, was am alten Saturn war und auf der alten Sonne war, ganz stark. Und was jetzt in der Zukunft, in der nächsten Zukunft entstehen wird, wenn die Erdentwicklung abgeschlossen ist und der neue Jupiter kommt, also die volle Ausbaustufe des neuen Jerusalems, von dem in der Apokalypse die Rede ist, das ist also dann die kosmische Ausformung davon, die hängt extrem sogar karmisch ab von dem, was vorher war und insbesondere natürlich sehr stark von der Erdentwicklung. Weil wir nämlich gerade, und das ist ein großer Sprung jetzt in dem Ganzen drinnen, weil wenn wir denken, der Übergang vom alten Saturn zur alten Sonne, da wirken bereits mit die geistigen Wesen, die auf dem alten Saturn, wenn man so will, geboren wurden, geschaffen wurden, deren Ich zwar aus der Unendlichkeit kommt und wie alle Iche in die Unendlichkeit geht, aber die dort das erste Mal eine Verantwortung übernommen haben, sagen wir es einmal so, also in das Geschehen als individuelles Geistwesen eingebunden waren, weil sie ihr Ich bekommen haben. Das sind die Urengel, von denen ein Teil aber auch zu Widersacherkräften geworden ist, nämlich zu den Asuras, die aber auch für die Entwicklung durchaus notwendig sind, nämlich für die Entwicklung, dass dann hier der Mensch auf Erden beginnen kann, die Freiheit zu entwickeln. Und das heißt natürlich wird er im Karmischen mitgehen in die Zukunft, jetzt auch während der Erdentwicklung, wie wir umgehen mit dieser Entwicklung, weil wir sind bereits aufgerufen mitgestaltend zu sein, dieser Entwicklung.
Die Scheidung der Geister und der bewusste Umgang mit dem Karma 02:02:44
Wir haben gerade welche Aufgabe? Die Erdentwicklung mit den festen mineralischen Toten auch umzugehen. Das konnten die Engelwesenheiten am alten Mond nicht, in dieser Kochsalatwelt, in dieser flüssigen Welt. Die konnten die Freiheit nicht entwickeln und sie konnten auch nicht die Verantwortung übernehmen, wie sie der Mensch übernimmt, dadurch, dass ihm die Freiheit ermöglicht wurde. Das heißt aber, dass jetzt für die Zukunft die ganze Geschichte noch etwas ganz anderes wird. Wir haben unser Karma, das wir weitertragen, das wird mit der Erdentwicklung nicht aussehen, wir tragen es hinüber in gewisser Weise, was wir nicht aufgelöst haben während der Erdentwicklung, tragen wir hinüber in die nächste Welt. Aber wir sind voll aus der Freiheit verantwortlich. Was wir an negativen Kräften hinübertragen, wird niemand wegschaffen können außer wir. Niemand kann es wegschaffen. Es können Wirkungen, die aus unserem Karma kommen in der Welt, die kann der Christus auf sich nehmen. Das ist das, was sagt, ich habe die Sünden der Welt auf mich genommen. Aber unsere eigenen karmischen Verfehlungen tragen wir weiter, wenn wir sie nicht ausgleichen. Das wird ein wesentlicher Punkt sein.
Das ist mit auch ein Punkt, warum die Scheidung der Geister halt dann während der Erdentwicklung auch stattfinden wird. Es wird ein Teil der Menschen tatsächlich auch aus diesem Grund mitgehen, mit den letztlich asurischen Kräften, mit den soratischen Kräften, was darin bestehen wird, dass sie tatsächlich in einer materiellen Welt bleiben, die erhalten bleibt, während das andere sich alles auflöst irgendwo. Und die in dieser materiellen, von strengen Gesetzmäßigkeiten durchzogenen Welt weitergehen werden dort. Und dort aber ihre Freiheit Schritt für Schritt verlieren, die sie sich als Mensch eigentlich hier auf Erden erworben haben. Es ist halt die Frage, wie weit sie es ergriffen haben, wo ihnen die Möglichkeit gegeben wurde. Und selbst der am stärksten von schwarzmagischen Kräften beeinflusste Mensch kann trotzdem die Freiheit entwickeln. Es bleibt, wie soll ich sagen, wenn er dann die bewusste Entscheidung trifft mit den Widersacherkräften, mit den soratischen Wesen mitzugehen, dann gibt er aus Freiheit seine Freiheit auf. Das ist die Ultima Ratio des Freiheitsbegriffes, dass ich auf die Freiheit, wenn ich sogar verzichten kann aus Freiheit heraus, dann klingt das so leicht irgendwie. Das ist eine ganz schwerwiegende Sache. Aber selbst die Menschen, die jetzt mitgehen, die sich mit hineinziehen lassen und in dieses soratische Reich letztlich, also in diese ahrimanisch-asurisch-soratische Welt hinübergehen und eigentlich damit die Tendenz haben, in eine ganz andere Entwicklungsrichtung zu gehen. Also das hat dann eigentlich, wenn man dort bleibt mit dieser Welt, wirklich endgültig mitgeht. Und wir wissen, dass das erst in der übernächsten kosmischen Verkörperung unserer Erde die Entscheidung fällt. Sechs, sechs, sechs (666), also sechster kosmischer Entwicklungszustand, das ist die neue Venus. Dort im sechsten Unterzustand und von dem wieder im sechsten Unterzustand. Weil es ja alles so gewisse Zyklen hat und innerhalb dieser Zyklen gibt es wieder Zyklen. Es gibt den großen Sechserzyklus oder den großen Siebenerzyklus eigentlich mit den planetarischen kosmischen Entwicklungsstufen. Da ist eben die neue Venus der sechste Zustand. Aber innerhalb dieser neuen Venus gibt es Unterzyklen wieder. Also das ist ja sehr kompliziert, das ganze Weltgeschehen.
Und das ist ein Bild für diese Entwicklungszyklen. Aber dort kann man noch aus eigener Kraft im Prinzip bis dorthin, in den sechsten Unterzustand des sechsten Unterzustandes, bis dorthin kann man noch aus der eigenen Freiheit heraus, aber wahrscheinlich nur mit der Hilfe anderer Menschen, die nicht in dieses soratische Reich hinüber gewechselt sind, können die befreit werden und können sich selbst befreien bis zu einem gewissen Grad. Also aber nur mit Hilfe anderer Menschen. Aber wenn sie das dort nicht tun, dann verlieren sie ihre Freiheit. Und dazu müssen sie aus Freiheit verzichten auf ihre Freiheit. Und ja, sie denken ja, wer ist denn so verrückt, dass er das macht. Aber die Widersacherkräfte sind halt natürlich schon ganz andere Kaliber noch als wir Menschen. Sie haben zwar die Freiheit nicht, auch sie haben die Freiheit nicht in Wahrheit. Sie haben nur eine relative Freiheit, denen zugestanden wurde, nämlich die große Freiheit, die göttliche Aufgabe zu erfüllen, den Menschen immer zu verführen. Das ist es eigentlich in Wahrheit. Also die Geschichte ist ja eigentlich die, wo Rudolf Steiner das öfter dann so, ich möchte es fast ein bisschen parodistisch sagen, sie wurden abkommandiert zu ihrer Aufgabe als Widersacher. Sie wurden abkommandiert. Also es liegt im göttlichen Willen drinnen, dass sie abweichen vom göttlichen Willen, beziehungsweise vom göttlichen Willen, sie haben trotzdem die Freiheit nicht, aber sie arbeiten jedenfalls nicht im positiven Entwicklungssinn mit, sondern sie sind abgestellt, um gegen alles, was passiert wäre, namentlich jetzt der Erdentwicklung, aber es hat ja schon früher begonnen, fängt schon am alten Saturn an im Grunde, eben gegen die göttliche Entwicklung einen Gegenpol zu setzen. Und namentlich, was betrifft also die Entwicklung dieser geistigen Wesenheiten, die dort sind. Aber sie haben keine Freiheit, das ist der Unterschied.
Dieses Wagnis wurde erst mit den Menschen unternommen, also das ist lange vorbereitet, schon im Grunde auf dem alten Saturn, ein Teil dieser dort neugeborenen geistigen Wesenheiten, der Urengel, nämlich im Grunde dort schon abkommandiert werden, dagegen zu arbeiten. Also die nächste Entwicklungsstufe ist die alte Sonne, Licht soll entstehen. Was machen die zurückgebliebenen Urengel? Finsternis. Schon im wesentlichen Herr dieser Entwicklung, damals der alten Sonne, ist der Christus, der dieses Lichtleben, lichtes Leben in die Welt bringt, weil es eben auch mit den Lebenskräften was zu tun hat, aber dagegen wirken Finsterniskräfte. Das sind die Urengel vom alten Saturn, ein Teil davon. Und die sind aber abgestellt worden zu dieser Entwicklung, und dadurch war die alte Sonne ganz anders als unsere Sonne. Sie hat helle Perioden gehabt und dunkle Perioden gehabt. Sie hat geleuchtet und ist wieder dunkel geworden, beleuchtet und dunkel geworden. Und so weiter. Und diese Aufgabe haben sie dadurch oder können sie dadurch erfüllen, dass sie in gewisser Weise eben zurückgehalten wurden, aber auf der Stufe des alten Saturn. Sie haben sich eben in gewisser Weise nicht weiterentwickelt, dass sie mit dem Lichtleben mitgehen können. Sie können mit der Finsternis mitgehen. Das heißt, der Widerstand entsteht eigentlich dadurch, dass sie Vergangenes zur Unzeit, also jedenfalls dort, wo es nicht mehr um die Entwicklung nur der Wärme geht, sondern wo es eben darum geht, besonders das Licht zu entwickeln, wo sie dort dagegen arbeiten, wo sie dort die Finsternis hineintragen. Dass sie also in gewisser Weise mit ihren Fähigkeiten in der Vergangenheit stehen bleiben. Und das zieht sich halt durch. Ich sehe, die Zeit ist schon sehr fortgeschritten wieder. Wir könnten jetzt stundenlang noch reden. Ich kann es zumindest, aber ich glaube, das hält niemand aus beim Zuhören. Also werden wir heute, glaube ich, mal Schluss machen. Versucht es vielleicht einmal einfach selber zu überdenken, nachzuempfinden irgendwo. Es geht bei diesen Dingen ja immer darum, sich selber zu ergreifen. Ob das wahr ist oder falsch ist oder ob das ein völliger Blödsinn ist, kann einem niemand sagen als man selbst. Und bitte, wir leben im 21. Jahrhundert und niemand soll sich auf Rudolf Steiner ausreden und sagen, der hat es gesagt, das muss stimmen. Wenn wir uns nicht selber davon überzeugen, werden wir es nie wissen. Dann sind wir Gläubige im alten Sinne. Und das ist das, wo Rudolf Steiner immer gesagt hat, ich will nicht angebetet werden als der große Meister, der alles weiß und alles sagt. Ich will verstanden werden. Und verstanden werden heißt, dass ich aus eigener, bewusster, geistiger Tätigkeit, das heißt in Wahrheit mit einem weiterentwickelten, gestaltenden, schauenden Denken, mich selber davon überzeuge. Überzeugen kann, dass das Tatsache ist oder nicht Tatsache ist. Niemand anderer kann das. Und das kann auch nicht durch ein äußeres Experiment bewiesen werden, sondern es muss durch die eigene innere Arbeit bewiesen werden. Ich kann es nicht bestätigen durch irgendwelche Messungen draußen oder sonst was, sondern ich muss es in mir, die Wahrheit erleben können. Ein erlebtes Denken. Da geht es nicht nur darum, dass die logische Schlussfolgerung richtig ist, die soll auch durchaus richtig sein, sofern eine solche vorkommt. Aber die kommt nicht, um dorthin zu kommen, sondern reicht das ganze Schaue in seinem Zusammenhang. Und zwar ganz bewusst. Das ist das, was Goethe begonnen hat mit seiner anschauenden Urteilskraft. Und wo er sich durchaus auch bewusst war, ich bin tätig dabei. Und es gibt viele Perspektiven auf die Wahrheit. Goethe selber hat das gesagt, kenne ich mein Verhältnis zur Außenwelt und zu mir selbst, so heiße ich es, Wahrheit. Und so kann jeder seine eigene Wahrheit haben, und es ist doch immer dieselbige. Es ist eben eine, zwei, vielleicht kann ich selber 10, 20, 100 Perspektiven einnehmen, kann sagen, ja, das ist richtig, was ich gestern gesagt habe, aber jetzt gehe ich morgen hin und schaue es mir von einer anderen Seite an. Und das ist auch richtig. Dadurch bekomme ich erst einen volleren Überblick über das Ganze. Aber ich muss tätig sein dabei, sonst wird sich die Wahrheit nicht eröffnen. Dort. Dort sind wir.
Ja, wie es der Christus beim Pilatus, wie er vor dem Pilatus steht, da geht es auch um die Frage der Wahrheit. Was ist Wahrheit? Und wo er dem Pilatus deutlich sagt, du musst es sagen. Du. Ich kann das nicht sagen, ich kann dir nicht sagen, ich bin der Christus, der Sohn Gottes. Ja, ich kann das schon sagen, aber das nützt dir nichts in Wahrheit. Du musst es erkennen. Du. Das steckt eigentlich dahinter. Er ist ein Vorreiter auf dem Weg, was uns alle betrifft. Wir sind alle auch so ein bisschen ein Pilatus. Wir verstehen den Christus nicht, also das heißt, zu dieser freien geistigen Kraft, diesen Christus in uns, das ist nämlich die freie Kraft in uns. Das ist das im Prinzip unbegrenzte schöpferische Fähigkeit. Wir müssen es halt nur selber immer weiterentwickeln, aber es gibt keine Grenze dafür. Bis hin zu dem, dass wir im großen Stil irgendwann weltschöpferisch werden. Weil das Ich kommt noch einmal zur Erinnerung aus der unendlichen Vergangenheit und geht in die unendliche Zukunft. Es gab es immer und es wird es immer geben. Wir sind also so gesehen ein eigenständiger Teil des göttlichen Lebens überhaupt. Mit eben der Möglichkeit, selber Entscheidungen, freie Entscheidungen zu treffen. Und um das geht es einfach, dass wir da mitgestaltend wirken an dem Ganzen. Ja, aber ich würde sagen, auch wenn es jetzt ein bisschen offen ist, vielleicht das Ende. Das macht ja nichts. Die ganze Entwicklung ist offen. Das ist vielleicht das Wichtigste.
Bewusste karmische Erkenntnis und der Weg in die Zukunft 02:16:01
Ich lese euch noch den Wochenspruch vor. Und da kommt ja auch die Liebe drinnen vor. Die hat etwas mit der Christuskraft zu tun. Sie hat etwas mit der Freiheit zu tun. Nur freie Menschen können wirkliche Liebe empfinden. Wenn sie durch irgendeinen Zwang entsteht, wenn mich die Triebe hinziehen, dann ist es noch nicht Liebe. Nicht wirklich. Sondern da muss mehr dazu sein. Das ist ein Wollen dahinter. Ein freies Wollen dahinter. Und damit auch ein bewusstes freies Wollen. Ja, ich weiß, das funktioniert noch gar nicht. Eigentlich im Idealfall müsste man erkennen, wie wir karmisch miteinander verbunden sind aus der Vergangenheit usw. Erkenntnis der früheren Erdenleben. Das wird früher oder später, jedenfalls noch während der Kulturepoche, in der wir leben, kommen müssen, dass das selbstverständlich ist. So wie ich sage, ich bin in dem Leben geboren worden, in Neuseeland oder in Afrika oder sonst wo. So wie ich sagen kann, da gab es die Inkarnation, die Inkarnation, die Inkarnation. Die habe ich präsent bei mir. Ich weiß, welche Aufgaben ich mir damit gestellt habe, welche karmischen Aufgaben. Und ich gehe sie bewusst an.
Das sollte noch eigentlich während dieser Kulturepoche kommen. Die Engelwesenheiten, die uns begleiten, die uns bis jetzt immer wieder geführt haben, dass man, wenn es irgendwie geht, die karmische Aufgabe, die jetzt eh schon vor der Nase steht, auch wahrzunehmen und uns dorthin zu führen, na, wir werden lernen müssen, wenn wir nicht ins Widersacherfahrwasser kommen wollen, das bewusst zu erkennen. Das heißt, bewusste Erkenntnis unserer früheren Erdenleben, bewusste Erkenntnis vor allem, aber auch unserer Aufgabe hier und jetzt. Es geht ja jetzt gar nicht darum, dass ich eine detaillierte Schilderung aller vergangenen Erdenleben geben kann. Das ist schon eine hohe Kunst. Wichtig ist, dass ich weiß, ich begegnete einem Menschen und mit dem habe ich karmisch etwas getan in der vergangenen Zeit. Das hat eine Wirkung. Ich muss ihm jetzt etwas geben, um das auszugleichen. Und noch einmal, die Sünden der Welt hat ohnehin der Christus auf sich genommen. Dadurch, dass ich dem anderen etwas gebe, was ich aus meinen Fähigkeiten ihm geben kann und was er braucht und was jetzt dazu führt, dass mein Karma in dem Punkt ausgelöscht wird, mein Karma wird ausgelöscht. Das ist es. Dass der andere Mensch trotzdem überleben kann und der Schaden, der an ihm angerichtet wurde, den nimmt der Christus von sich.
Eigentlich, dass wir unser Karma tragen müssen, das betrifft uns selbst. Wir selber können nicht sagen, interessiert mich nicht das Karma. Mit dem müssen wir uns herumschlagen, solange bis wir es auflösen. Unser Karma, das wir verursacht haben, können wir nur selber auflösen. Aber dass der Schaden, den wir vielleicht angerichtet haben für andere Menschen, nicht zur Katastrophe führt, dafür sorgt der Christus. Aber wir können etwas Wesentliches dazu beitragen und ihm viel Arbeit auch abnehmen, indem wir erstens einmal unsere karmische Aufgabe erkennen und natürlich damit schon dem anderen helfen, das zu überwinden. Wir helfen uns aber zugleich auch selber in Wahrheit, weil wir unsere Hemmnisse, unsere Dinge, die wir falsch gemacht haben, in eine gute Richtung wenden und im Idealsinn daraus eine neue Fähigkeit machen. Das heißt, keine karmische Verfehlung, die wir gemacht haben und sei sie noch so schlimm, kann nicht in eine positive Fähigkeit umgewandelt werden. Es liegt nur an uns. Und das macht niemand anderer für uns. Also die begleitende Engelwesenheit, obwohl sie sich auch mehr und mehr zurückziehen muss um unserer Freiheit willen, aber sie unterstützt uns noch hier und da, dass wir aufmerksam werden, aber den Entschluss wirklich unser Karma aufzulösen, gerade da müssen wir immer freier werden. Das ist wichtig.
Die Widersachermächte wirken heute gerade stark darin, dass sie uns unser Karma ersparen können, dass sie uns nicht wirklich, aber dass sie uns möglichst lang darum herumleiten. Und dass etwas, was fällig wäre in der Inkarnation, dass wir, "ich habe nichts gesehen, ich weiß von nichts", vorbeigehen. Und damit sie es uns noch wieder schwerer machen mit jedem Mal, wo wir eine Gelegenheit versäumen, wird die Aufgabe immer schwerer. Aber es liegt immer mehr an unserer Freiheit, das zu machen. Wir werden nicht mehr mit der Nase darauf gestoßen. Also das heißt, die Engelwesenheit, die uns begleitet, die unsere ganzen Inkarnationen überschaut, wartet dringlich darauf, dass wir lernen, selber das zu überschauen. Und zwar nicht mit der rosa-roten Brille, sondern vor allem darauf hin anzuschauen, welche Aufgabe habe ich damit? Und wie kann ich sie durch meine Fähigkeiten, die ich mir erworben habe, auch im Laufe dieser Zeit, wie kann ich das Karma auflösen? Das sind alles Punkte, die in unserer Kulturepoche, ich meine, sie geht schon eine ganz schöne Weile, aber wo die alle selbstverständlich werden sollten, bei mehr und mehr Menschen. Es wird sicher nicht bei der gesamten Menschheit der Fall sein, aber hoffentlich bei vielen. Weil sonst wird die nächste Kulturepoche extrem in Schaden leiden und es wird keine Kultur der Brüderlichkeit werden. Ihr wisst, man kann Geschwisterlichkeit oder sonst was auch sagen, aber ich sage jetzt bewusst Brüderlichkeit. Aber dann wird es in der nächsten Kulturepoche, wenn wir nicht genügend jetzt schon arbeiten, so sein: Und willst du nicht mein Bruder sein, so schlage ich dir den Schädel ein, der berühmte Spruch. Den zwingen wir, den anderen, mein Bruder zu sein. Man erwartet, dass er die Dinge genauso sieht wie ich und genauso macht, was ich will und wo ich zufrieden bin damit. Also wo er auf seine Freiheit eigentlich in Wahrheit verzichtet. Das kann nicht sein. Da müssen wir noch sehr, sehr viel lernen. Das wird die Freiheit jedes Menschen, selbst eines Verbrechers, denn er hat vielleicht bei seinem Verbrechen natürlich nicht gehabt, und sie wird bei ihm sehr wenig ausgeprägt sein, aber trotzdem, die Möglichkeit zur Freiheit hat er trotzdem. Und die muss sich jedem Menschen in gewisser Weise zugestehen. Das beziehe ich jetzt nicht darauf, ob es Gefängnisse geben soll oder nicht, das wird in der Zukunft sowieso anders werden, aber jeder Mensch ist ein geistiges Wesen, und jeder Mensch muss letztlich sein Leben selber in die Hand nehmen, bewusst in die Hand nehmen.
Also das, was in der Vergangenheit uns als Schicksal zugefallen ist, wird immer mehr so sein, dass es bewusste Tat ist von uns, wenn wir die Gelegenheit wahrnehmen: Aha, da kommt jemand mir entgegen, mit dem habe ich eine karmische Schuld auszugleichen. Und ich kann es tun dadurch, dass ich eine Fähigkeit habe, die vielleicht dem anderen oft sehr hilfreich ist. Aber dessen muss man sich erst bewusst werden. Ich weiß, das schaut heute noch so "wie, was, wo", das ist alles so weit weg, aber es ist eigentlich ganz nah. Der Schleier zur geistigen Welt ist eigentlich weggeweht, wir haben noch nicht gelernt, sie zu sehen. Und da komme ich jetzt auf den Anfang zurück, wo ich gesagt habe, das Kind muss die äußere Welt sehen lernen, und wir müssen ihn lieben, müssen. Wir sollten, wenn wir unsere Freiheit weiterentwickeln wollen, sehend werden für die geistige Welt. Das hat nichts mit Visionen zu tun, sondern das hat etwas zu tun mit dem bewussten Verstehen unserer geistigen Aufgaben. Und dem bewussten Erkennen, wo sind die geistigen Wesen, das heißt die anderen Menschen zum Beispiel, mit denen ich karmisch etwas auszugleichen habe, was kann ich tun für die Gruppenseele der Tiere, oder sonstiges irgendeiner Tierart, oder was auch immer. Da gibt es viele Möglichkeiten, aber das ganz bewusst. Und nicht nur aus einer unbewussten Sentimentalität, ich möchte einfach irgendwie etwas Gutes tun, das ist ja auch schon etwas Natürliches, aber es kann sehr leicht missbraucht werden, wenn es unbewusst ist, wenn ich nicht weiß, was ich eigentlich wirklich tue. In dem Zeitalter stehen wir drin, aber jetzt habe ich noch etwas zu sagen.
Verabschiedung 02:26:15
Ich lese jetzt nicht noch einmal den Wochenspruch. Ich danke euch für eure Geduld. Bis zum nächsten Mal, meine Lieben. Ich danke euch allen, die ihr beim Livestream auch diese Geduld aufgebracht habt. Wir haben noch viel zu besprechen in den nächsten Malen. Ich weiß nicht, wie viele es werden, aber wahrscheinlich noch einige. Schönen Abend und gute Nacht.
Zuschauer: Gute Nacht.
Zuschauer: Danke, gute Nacht an alle.
Dr. Wolfgang Peter: Gerne. Gute Nacht, meine Lieben.
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Literaturangaben
Rudolf Steiner, Alexandra Riggins: Die sieben apokalyptischen Siegel, Triskel Verlag 2005, ISBN 978-3-905893-02-1;
Rudolf Steiner: Das Christentum als mystische Tatsache und die Mysterien des Altertums, GA 8 (1989), ISBN 3-7274-0080-3;
Rudolf Steiner: Die Apokalypse des Johannes, GA 104 (1985), ISBN 3-7274-1040-X;
Rudolf Steiner: Aus der Bilderschrift der Apokalypse des Johannes, GA 104a (1991), ISBN 3-7274-1045-0;
Rudolf Steiner: Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, V: Apokalypse und Priesterwirken, GA 346 (2001), ISBN 3-7274-3460-0;
Emil Bock, Das Neue Testament, Übersetzung in der Originalfassung, Urachhaus, Stuttgart 1998, ISBN 3-8251-7221-X





