Die Apokalypse des Johannes - 212. Vortrag von Wolfgang Peter, 2024

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«Ein interaktiver Vortragszyklus über den Zusammenhang mit dem Wirken Jesu Christi und dem eigenen Ich. Ausgangspunkt sind die Schriften von Rudolf Steiner, z.B. die GA 104, GA 104a und GA 346. Hier fließen sowohl Fragen und Anliegen von Zuschauern als auch eigene geisteswissenschaftliche Erkenntnisse mit ein. Und es gibt immer Bezüge zu aktuellen Themen der Zeit.»

212. Vortrag "Die Apokalypse des Johannes" vom 7. Mai 2024 von Dr. Wolfgang Peter. Link zum Video oder Audio

Transkription des 212. Vortrags vom 7. Mai 2024

(Trankskripton von Tobias S. )

Apokalyptische Gegenwartszeit als Chance. Gefahr der Ich-Verdrängung durch Widersacher. Freiheit als schöpferischer Weltauftrag 00:02:09

[…]

Meine Lieben, ich begrüße euch ganz herzlich zum 212. Vortrag zur Apokalypse. Und es geht eben wirklich jetzt wieder mehr direkt auch um den Text, um den eigentlichen Inhalt der Apokalypse, weil wir haben jetzt viele, wie soll ich sagen, Extempori gehabt, also Ausführungen am Rande. Aber auch mit dem Hintergrund der Apokalypse, weil sie einfach das Dinge sind, die für unsere Zeit wichtig sind. Wir leben in einer apokalyptischen Zeit und das ist was Gutes. Es ist sicher eine Zeit mit Herausforderungen, aber welche Zeit ist keine mit Herausforderungen? Ich glaube, die gibt es in Wahrheit nicht. Aber es ist eine Zeit mit sehr vielen positiven Möglichkeiten auch.

Und wo positive Möglichkeiten sich verwirklichen lassen, gibt es halt aber auch immer den starken Schattenwurf dazu. Das muss einem klar sein. Also wenn ich sage, ich will Ruhe haben, lieber nichts verändern, dann ist vielleicht das Dunkle auch schwächer, aber es geht halt einfach nichts weiter. Und das heißt, es ist eine verlorene Zeit im Grunde. Und es wird schwieriger dann in der Folge, weil gerade die Entwicklung der Menschheit und auch jedes einzelne Menschen braucht halt den gewissen Kairos, also den richtigen Augenblick. Da sind eigentlich alle Tore geöffnet dafür, dass das gut geht, weil die Kräfte eben entsprechen dieser Zeit. Und wenn sie nicht genützt werden, die Anforderungen wachsen trotzdem, weil halt die widerstehenden Kräfte bleiben nicht stehen und warten nicht und sagen, die wollen sich ausruhen, jetzt bleiben wir auch stehen. Die schreiten halt weiter. Und dann haben wir es also entsprechend schwerer, mit ihnen fertig zu werden, weil wir versäumt haben, also zumindest Kopf an Kopf mit ihnen zu bleiben. Und vielleicht manchmal sogar ein bisschen sie zu überholen. Das gelingt durchaus.

Und eben der Titel der Apokalypse, ich habe es eh schon oft gesagt, aber man kann es nicht oft genug sagen, Apokalypsis Jesu Christi, Wesensenthüllung des Christus, Jesu Christi. Das heißt also, das Wesen des Jesus Christus soll uns offenbar werden dadurch, und jetzt so in der ganz Kurzfassung die Erkenntnis ist, der Christus wirkt in uns, lebt in uns. Und wir können ihn jederzeit als Begleiter, als Mithelfer mit uns tragen, der unsere Kräfte dort verstärkt, wo es notwendig ist, ohne jemals in unsere Freiheit einzugreifen.

Also da ist ein Riesenpotential dazu drinnen und der Christus trägt das, was wir aus der Freiheit heraus neu in die Welt bringen mit uns. Und jeder Mensch, egal wo er ist, egal ob er in einer Kirche eingeschrieben ist oder nicht, weil damit hat es eigentlich nichts zu tun, das kann hilfreich sein, kann auch das Gegenteil sein, es kann hilfreich sein in der anthroposophischen Gesellschaft eingeschrieben zu sein, es kann auch ein Hindernis sein für manche, manche brauchen einen ganz anderen Weg, also egal, aber wir haben diese unverlierbare Kraft in uns, das macht unsere Ich-Kraft aus und gefährlich wird es nur dann, wo die Menschen überwältigt werden von den Widersachern, sodass also das Ich nicht mehr wirklich sich inkarnieren kann in der Leiblichkeit, sondern dass es eben eine Besetzung wird im Grunde durch ein zum Beispiel ahrimanisches Wesen oder was, was in unserer Zeit durchaus ein Thema ist. Es gibt zweifellos sehr viele Teilbesetzungen, sagen wir mal so, das heißt, ahrimanische Elementarwesen im Wesentlichen, also ich-hafte Elementarwesen, allerdings habe ich schon einmal erzählt, das heißt, die sind so auf einer Stufe wie die Salamander, aber natürlich mit ganz anderen Kräften, aber sie haben etwas, ein Ich, also sie sind auf der Ebene irgendwo dem Menschen verwandt auch, aber es ist halt ein anderes Ich, es ist eben ein ahrimanisches, es hat die Freiheit nicht, es steht also ganz unter dem lenkenden Impuls der höheren ahrimanischen Mächte und da besteht dann wirklich die Gefahr, dass das Ich nicht weiterkommt und dass vor allem auch Folgendes passiert, dass auch die Leiblichkeit dieser Menschen letztlich, also da geht ja auch etwas weiter, es entwickelt sich weiter, man bildet sich in der nächsten Inkarnation wieder eine Leiblichkeit, aber diese Leiblichkeiten gehen verloren.

Die gehen verloren und werden dann nach und nach durch etwas anderes ersetzt, was also dann einen stärkeren ahrimanischen Charakter hat. Also das heißt, da werden dann echt Menschen, Abkömmlinge oder wie man es sagen will, von der leiblichen Seite gesehen, bereit gemacht dazu, Wohnort zu sein für ahrimanische Wesenheiten. Das sind alles dann die Sachen, die natürlich ausgeschieden werden irgendwann aus der Entwicklung und das geht für die Menschheitsentwicklung verloren im Grunde und wir können jetzt heute nicht sagen, weil es einfach nicht wirklich vorherbestimmt ist, wie viele das sein werden.

Ihr erinnert euch, wir haben also schon vor langer, langer Zeit gesprochen von den 144.000 Auserwählten, wo ich aber deutlich gesagt habe, das ist nicht als Anzahl zu nehmen, sondern es hat einen symbolischen Charakter. Es ergibt sich ursprünglich in der Bibel aus dem, dass es um die zwölf Stämme Israels geht und je 12.000 aus jedem Stamm sind Auserwählt, ergibt dann die 144.000. Aber das ist nur symbolisch zu sehen, weil die Zwölfzahl eben immer steht für ein Allumfassendes irgendwo, also so wie der Tierkreis halt. Wenn ich zwölf Nuancen des Menschseins sozusagen habe, dann habe ich im Wesentlichen einmal einen Überblick über alle Möglichkeiten, die es gibt. Natürlich gibt es im Feinen noch ganz individuelle Details, das ist richtig, aber es gibt einmal die Hauptrichtungen an. Also darum zum Beispiel auch in Rudolf Steiners Mysteriendramen kommen dann Bürger und Bürgerinnen vor, die also auch eingeführt werden, halt dann in die Geisteswissenschaft oder in den Mystentempel, wenn man so will. Und warum eben zwölf, und zwar sechs männliche, sechs weibliche, um eben ein Gesamtbild, so ein grobes Gesamtbild der Menschheit zu haben.

Und vor allem für den Ahriman ist das aber auch interessant, weil er sagt, wenn ich zwölf habe, dann habe ich eigentlich alle. Und er sagt sogar, er verzichtet sogar auf ein paar, die lässt er dem Luzifer. Natürlich weniger, aber das heißt, es besteht natürlich eben auch die Gefahr, dass aus der Gesamtheit der Menschheit, also aus allen zwölf großen Errichtungen heraus, welche halt in den luziferischen oder ahrimanischen Bereich kommen, und wenn sie in den ahrimanischen Bereich kommen, geht es dann weiter halt zu den Asuras, und von dort ist schon der Absprung halt zu den soratischen Wesenheiten. Und damit Ausgliederung aus der regulären Entwicklung. Zunächst einmal noch möglicherweise nur auf Zeit, weil die letzte Entscheidung erst in der übernächsten kosmischen Verkörperung unserer Erde, beziehungsweise unseres Kosmos stattfindet, aber da ist man halt dann schon sehr auf dem Weg. Und das ist der Weg der schwarzen Magie letztlich. Also das heißt, die Gefahr besteht vor allem dort, wo man mehr in die ahrimanischen und asurischen Bereiche kommt, wo dann der Sog ins Soratische hinuntergeht, dort geht im Grunde alles mit schwarzer Magie zu. Das heißt, Missbrauch der geistigen Kraft zum eigenen, sage ich mal, Machtgewinn.

Und das ist ja im Großen und Ganzen das, womit die soratischen Mächte locken, dass sie Macht verleihen. Ohne Freiheit interessanterweise. Und trotzdem mit einer großen Befehlsgewalt. Das heißt, sie müssen zwar der Stufe drüber gehorchen, aber sie können nach unten befehlen. Das heißt, sie kriegen eine Aufgabe und sie verteilen jetzt nach unten, was diese Wesenheiten, die ihnen untergeordnet sind, die Menschen, die ihnen untergeordnet sind, zu tun haben. Und das geht über einige Stufen dann hinunter. Also so eine Art wirklich schwarze Hierarchie, die da unten entsteht. Abgestuft, je nach Fähigkeiten eben. Und je mehr Fähigkeiten man mitbringt, das heißt, je mehr man aus unserer regulären geistigen Kraft geraubt hat und mit dort einbringt in diese dunklen Bereiche, umso eine größere Machtstellung bekommt man dort. Ganz einfach. Weil eben auch die soratischen Mächte sind ja in Wahrheit darauf angewiesen, dass da Wesenheiten da sind, die das ausführen, was sie in die Wege leiten wollen. Also so wie selbst die höchste Gottheit macht ja nicht alles selber, sondern sie hat die ganzen Engels-Hierarchien zur Verfügung, die mitarbeiten an dem Ganzen. Aber eben auch jetzt noch im Grunde, dass es von oben herunterströmt.

Und der Mensch ist die erste Ausnahme, wo eben jetzt das Göttliche, das schöpferisch Göttliche in Gestalt des Christus oder in Form des Christus in uns lebt. Und damit ist uns schöpferische, göttliche Macht verliehen, wenn auch nur wir es in einem ganz kleinen Maß nützen können, weil wir erst lernen müssen, diese Kraft zu betätigen, sie Hand zu haben. Aber es ist keine grundsätzliche Grenze gesetzt. Die Grenze ist nur gezogen durch die Fähigkeiten, soweit wir sie eben entwickelt haben. Aber je mehr Fähigkeiten wir entwickeln, desto mehr können wir auch mitgestalten.

Und eben die ferne, wirklich sehr ferne Zukunft natürlich, ist die, dass im großen Stil Weltschöpfung so passiert, dass von oben etwas kommt und dass von unten etwas kommt. Und dass eben unsere Nachfolger schon, die aber auch dann zu den Menschen gerechnet werden, weil wenn man es jetzt ganz genau sagt, was macht den Menschen aus, was unterscheidet ihn vom Engel, was unterscheidet ihn vom Engel, wie er vielleicht auf der vorhergehenden Entwicklungsstufe war, wo er ja auch erst sein Ich bekommen hat, das heißt vergleichbar in gewisser Weise dem Menschen war. Aber der Unterschied ist, dass der Mensch ganz energisch auf dem Weg zur Freiheit ist. Und Freiheit im höchsten Sinne eben aus dem Nichts heraus zu schöpfen und das als Beitrag zur Weltschöpfung hineinzutragen. Von allem anderen eben auch im Umgang mit unserer Erdenschöpfung oder so, es heißt, die Aufgabe ist, Mensch, tue was dafür. Und ein ganz soratischer Impuls ist zum Beispiel, der Mensch soll sich zurückziehen. Er soll die Natur Natur sein lassen, also Urnatur, wie sie war. Und vielleicht jetzt dann noch gefährlicher eigentlich, jetzt ein Zustand, wie er früher war, weil man meint vielleicht, heute ist ja vielfach die Meinung, der Mensch hat die Natur zerstört und jetzt solle er einen früheren Zustand wiederherstellen. Das ist ein absoluter Gegenimpuls gegen die Entwicklung.

Naturkonservierung versus Kultivierung. Kain-Impuls und menschliche Erdverantwortung. Mut zur Freiheit 00:15:28

Es gibt ja sogar schon Wissenschaftler, die nachgesonnen haben, ob es nicht vielleicht, weil man ja DNA von Mammuts oder sowas gefunden hat, dass man sowas nicht vielleicht nachzüchten könnte. Und dann vielleicht züchtet man noch nach, denn die Wälder, die es damals gab, die ganz anders waren als unsere. Das heißt, konservieren einer Natur, wie sie war, eigentlich bevor der Mensch wirklich aufgetreten ist, das wäre vollkommen unsinnig. Ich meine, das wird so eh nicht passieren, weil eine Mehrheit, wenn es wirklich ernst wird, aber vom Denken her gilt sowas vielfach als Ideal. Ich meine, heute ist doch vielfach so, der Mensch gilt als Zerstörer der Natur. Ist er auch. Aber so wie er sich heute vielfach aufwirft, ist er es auch. Aber man darf nicht übersehen, dass er auch schon seit langer Zeit etwas anderes ist. Er kultiviert die Erde. Und er hebt sie damit auf ein höheres Niveau. Und das ist der Weg, der fortgesetzt werden muss. Und dann wird die Natur ganz anders werden. Und sie wird anders werden und sie wird trotzdem auch, über das haben wir auch schon einmal gesprochen, wo Rudolf Steiner sagt, die Erde wird ein selbsttätiger elektrischer Apparat werden. Durch den Einfluss der ahrimannischen Kräfte und so weiter. Es wird beides werden.

Es wird beides werden. Wir werden die voll technisierte und zugleich voll ätherisierte, lebendigisierte, ich weiß nicht, was ich für Worte erfinden sollte, es wird beides geben. Und das wird nichts zu tun haben mit den romantischen Naturvorstellungen, wie man es auch im 19. Jahrhundert hatte, sich zurückzuerinnern in Urzeiten, vielleicht in irgendwelche paradiesischen Naturverhältnisse oder sonst irgendwas. So wird es nicht sein. Es wird eine Kulturwelt sein. Und diese Kulturwelt wird benötigen, dass der Mensch Lebenskräfte einbringt in die Natur, weil die Natur ist absterbend. Der Mensch hat einiges beigetragen dazu, nicht nur durch die Zerstörungen der letzten 200, 300 Jahre, wo er ja besonders viel getan hat, aber in Wahrheit gab es ja schon einiges in der Römerzeit. Wenn ihr denkt, die ganzen Karstgebiete oder so sind nur durch menschlichen Einfluss entstanden, weil sie abgeholzt haben für den Schiffbauern, für sonstige Zwecke. Also es ist keine neue Erfindung, dass wir die Natur ruinieren in gewisser Weise. Aber es ist eben auch ein ganz anderer starker Impuls, dass wir sie kultivieren. Und so die Kulturentwicklung, man kann sagen, alle Kultur ist ihrem Ursprung nach Agrikultur.

Und wer ist das? Das ist der Kain. Dort fängt es an. Das ist auch sehr interessant. Es geht eigentlich um den Kainsmenschen. Und nicht zu vergessen zu erwähnen, dass der Johannes, der die Apokalypse geschrieben hat, der Evangelist Johannes, dass der aus der Kainsströmung stammt. Ganz stark aus der Kainsströmung. Dass er in einer früheren Inkarnation der Tempelbaumeister für den Salomon war, den Salomonischen Tempel geplant und ausgeführt hat im Grunde natürlich mit Hilfskräften und so weiter. Und dass damit zugleich auch eine ganz starke Spur gelegt wurde für ein Einweihungswesen. Das bis heute nachwirkt. Die Freimaurer berufen sich noch drauf und so weiter. Und letztlich steckt das aber auch hinter dem Rosenkreuzertum und dergleichen.

Weil die Tempelritter, also auch die Templer zum Beispiel, das alles sind Dinge, die aus dieser Strömung kommen. Die kommen grundsätzlich aus der Kainsströmung vorwiegend. Weil die Aufgabe des Menschen hier ist, wirklich die Erde zu verwandeln. Und beizutragen dazu, dass sie Ausdruck des Christlichen wird. Der Christus hat sich ja mit der Erde verbunden. Aber in welche Maße das alles christlich wird, liegt nicht nur an dem, dass der Christus es alles selber macht, sondern wie wir mittun dabei. Das wird das entscheidende Maß sein. Wir sind der entscheidende Faktor, der bewirkt, wie gut oder wie schlecht das Ganze wird. Das ist ja die unglaubliche Sache eigentlich, dass die höchste Gottheit es riskiert, dem kleinsten geistigen Wesen, das sind wir, wir sind das allerkleinste geistige Wesen. Wir sind die, die nicht einmal noch die ABC schützen. Wir sind ganz am Anfang im Grunde. Wenn man es vergleicht mit Engel, Erzengel, Urengel und was noch sonst ist, sind wir die ganz Kleinen. Und wir müssen erst lernen, unsere Kräfte zu entfalten, sie in die Wirklichkeit zu rufen. Wir sind im Grunde noch wie kleine Babys, die halt irgendwo einmal herumprobieren und dann fällt halt vielleicht auch irgendwas runter und geht kaputt, weil wir es noch gar nicht fassen können, kein Verständnis noch haben für das, was es ist, ungeschickt sind. Und trotzdem, das gehört dazu. Das ist der wesentliche Impuls für die Zukunft. Und das werden also die nächsten Entwicklungsstufen. Wir sind ja eigentlich noch nicht ganz Mensch.

Wir sind auf dem Wege, jetzt während der Erdentwicklung im Grunde. Erst wenn die Erdentwicklung fertig ist und dann wir hinübergehen in das neue Jerusalem, wie es in der Apokalypse heißt, dann können wir sagen, jetzt sind wir voll Mensch geworden. Und als Mensch treten wir jetzt dort an. Und dann sind wir eine neue Hierarchie-Stufe, im Grunde. Also das heißt, so wie es jetzt die Stufe gibt, der Urengel, der Erzengel und der Engel, die so eine eigene Gruppe bilden, so werden wir bereits auf dem neuen Jerusalem eine neue Gruppe eröffnen und diese Gruppe heißt Mensch, Menschen. So wie man die über uns stehenden Engel, Erzengel, Urengel zusammenfassend als Engel bezeichnen kann, wir werden nie Engel werden. Wir werden Menschen werden. Aber Menschen in verschiedenen Entwicklungsstufen. Das heißt, wir werden die erste Stufe haben auf dem neuen Jerusalem, bzw. neues Jerusalem oder neuer Jupiter, wie es Rudolf Steiner auch nennt. Und dann werden wir weiterschreiten, dann geht es zur neuen Venus, dann sind wir eine Stufe höher. Also Mensch höherer Ordnung und es werden welche nachkommen, die dann auf dem neuen Jerusalem jetzt ihr Ich bekommen, wo der Ich-Funke gezündet wird und die auch Menschen werden und die von Anfang an auch den Impuls der Freiheit drinnen haben. Und die natürlich schon wieder auf einer anderen Ebene bekommen als wir jetzt. Wir ringen da. Und es wird also so sein, dass es am Ende drei Stufen des Menschseins gibt. Drei Entwicklungsstufen. So wie es eben bei den Engeln Urengel, Erzengel und reguläre Engel, also normale Engel, wie soll ich sagen, kleine Engel gibt, so wird es drei Stufen des Menschentums geben in der Zukunft. Und die höchste Stufe davon, das heißt, die aus uns einmal werden könnte, die wird dann berufen sein, auf ein höheres Niveau noch aufzusteigen und dann auf eine vergleichbare Stufe wie die Elohim, die in der Schöpfungsgeschichte im ersten Kapitel des Alten Testaments genannt werden, die also jedenfalls unseren Erdenkosmos geschaffen haben. Das ist die Perspektive.

Wie das zugehen wird, das können wir nicht übersehen, aber das ist auf jeden Fall dann die nächste Stufe, die es sein wird. Wenn nicht alles schief geht. Was aber eigentlich kaum zu erwarten ist. Der Punkt ist, dass wir eigentlich im Wetterrennen mit den Widersachern durchaus die Nase vorne haben. Eben weil wir über die Freiheit verfügen, über die sie nicht verfügen. Und wir müssen nur den Mut zur Freiheit entwickeln. Mut zur Freiheit, das ist im Übrigen am geistigen Schulungsweg einer der wichtigen Punkte. Mut und der Wille zur Freiheit. Und was heißt Freiheit? Ich stütze mich auf mich selbst. Ich kann natürlich mit anderen beratschlagen und mir Ideen holen, aber ich muss was Neues daraus machen. Und ich bin verantwortlich. Und ich kann nirgends nachschlagen, wie soll das werden. Sondern es wird da sein, wenn ich es schaffe. Das ist das ganz Wichtige. Und das ist auch das ganz Wichtige, was wir lernen können auf einem geistigen Schulungsweg.

Apokalypse als moderner Schulungsweg. Erstarrte Weisheit versus lebendige Entwicklung. Freiheit als kosmisches Wagnis der Erdentwicklung 00:26:03

Und schon allein indem wir uns mit so einem Thema wie der Apokalypse beschäftigen intensiv, sind wir auf einem Schulungsweg. Also da muss ich jetzt gar nicht immer irgendwo, egal in welcher Form, sitzen und meditieren. Es ist schon gut das Meditieren, aber alleine nur indem man sich damit intensiv beschäftigt und ernsthaft beschäftigt damit, versucht in diese Dinge einzudringen, ist man auf einem geistigen Schulungsweg und entwickelt genau damit die Kräfte, mit denen man den Widersachern Parole bitten kann. Das können sie nicht. Sie können viel weiser, also der Luzifer ist unheimlich weise. Er hat die ganze Weisheit des Kosmos in sich aufgesogen und präsentiert es uns in einer verzerrten Form, die seinen Zwecken dient. Aber diese Weisheit, sie lebt nicht wirklich in ihm. Sie lebt nämlich nicht so in ihm, dass er daraus weiter wachsen kann. Er hat ein riesiges Depot an Weisheit, könnte man sagen. Aber es fehlt ja der wirklich schöpferische Impuls, der fehlt ja. Also es ist Weisheit, die erstirbt in Wahrheit. Weil es ist ja auch sogar so, und das ist auch mit ein Problem des Luzifer, weil alles, was nicht weiter wächst, was nicht weiter leben kann und immer wieder Neues gestaltet, fängt irgendwann an zu zerbrechen. Muss zerbrechen. Weil die Entwicklung schreitet weiter und die Weisheit, die aus der Vergangenheit kommt, bleibt nicht immer gültig, sondern es wandelt sich. Es ist Wandel drinnen.

Weil neue Verhältnisse entstehen. Das heißt, daher müssen wir auch wegkommen von dem, ach, wir suchen die ewig gültigen Gesetze oder irgend sowas. Das sind leider Gottes Gedanken, die uns sehr stark durch die Theologie und dann in der Folge durch die Naturwissenschaft, die eigentlich aus der Theologie abstammt in Wahrheit, auch wenn es dann sehr oft dagegen gekämpft hat, aber die Denkweise ist genau die gleiche. Also es gibt fix und fertige Regeln. Woher die kommen, weiß man eigentlich nicht genau, aber man kann sie jedenfalls in klaren, abstrakten Gedanken beschreiben und an denen darf sich nichts ändern im Grunde. Obwohl schon manche Naturwissenschaftler auch sagen, ja, die Naturgesetze könnten auch einer Entwicklung unterliegen. Aber da wird vielen anderen dann schon sehr schwindelig, weil man verliert den Boden unter den Füßen. Der Punkt ist auch, dass wir tatsächlich, wir brauchen was Festes und was Bewegliches. Wir brauchen beides. Nur, wenn es zu sehr nur mehr das Feste wird. Und was immer beweglich war, neigt sich immer weiter zu verfestigen. Und das wird immer weniger beweglich, weil nichts Neues nachkommt.

Und das heißt, das ist genau das, was wir als Menschen aber ganz konkret hier einbringen können, jetzt in unsere Erdentwicklung. Hier und jetzt und in die Zukunft hinein. Also das ist der entscheidende Faktor, der eigentlich über dieses Widersacherwesen hinausführt. Weil es ist halt locker ausgesprochen so, irgendwann sind die Widersachermächte aus der regulären geistigen Welt hinausgeworfen worden oder abkommandiert worden, um es höflicher auszudrücken, weil sie sich halt qualifiziert dadurch haben, dass sie sich nicht als geeignet erwiesen haben, so im höheren Sinn mitzutun und die Impulse der Gottheit bestmöglich umzusetzen. So sind sie für andere Aufgaben halt eingespannt worden. Also man kann sagen, sie sind rausgeworfen worden oder sie wurden auf den Platz verwiesen, der für sie geeignet ist. Also aus der Sicht der Gottheit sind sie nicht Widersacher im Grunde oder nur Widersacher, sondern sie sind ein Teil, das dazugehört.

Etwas anderes sind die soratischen Wesenheiten, die kommen aus einer anderen Richtung, weil die kommen auch aus einer noch früheren Entwicklung, auf die wir eigentlich gar nicht zurückschauen können. Die liegt also vor unserem Beobachtungshorizont. Was hinter dem Horizont ist, sehen wir nicht, aber die kommen von dort schon her und sind mittlerweile zu sehr mächtigen Wesenheiten angewachsen. Weil die stehen nämlich genau auf der Stufe, auf der wir einmal stehen können, wenn wir die ganzen sieben kosmischen Entwicklungsstufen durchgemacht haben. Und dann die achte Stufe sozusagen erringen. Und da ist dann die Frage, ist es die aufsteigende achte Stufe, jetzt aus unserer Perspektive, oder gehen wir in die sogenannte achte Sphäre hinein, die das Reich der soratischen Wesenheiten ist. Aber der Punkt ist, die soratischen Wesenheiten stehen heute schon auf dieser achten Stufe und sind daher von der Kraft, die sie haben, im Wesentlichen den Elohim, den Schöpfergöttern der Bibel, heute schon ebenbürtig. Nur sie sind halt abgeschnürt von dem, was von oben kommt. Sie müssen mit dem operieren, was sie mitgenommen haben aus der Vergangenheit. Das ist sehr, sehr viel und man kann sehr, sehr viel damit machen. Aber wirklich neuschöpferisch geht nicht und wollen sie auch nicht im Grunde.

Also sie sind in Wahrheit absolute Freiheitsverweigerer auch. Weil sie sagen, das Höchste ist eine voll geordnete Welt, die funktioniert. Ende. Was soll ich dann noch entwickeln? Aber das ist dann ein Endzustand. Dann rollt alles ewig im gleichen Schema weiter. Das wäre der Punkt. Das sind aber Vorstellungen, die sich zum Beispiel in der Theologie oder so total eingeschlichen haben. Und warum eingeschlichen haben? Weil sie dem Verstandeselement so stark entsprechen. Der Verstand will alles berechnen können. Oder will die Welt jedenfalls so haben, dass man sie zumindest, wenn man genügend Kräfte entwickelt hat, berechnen könnte. Auch wenn wir es heute noch nicht können. Also wo man alles vorhersehen kann, wo man alles steuern kann im Grunde. Alles beeinflussen kann und die Wirkungen vorhersehen kann. Und wir sind durch unsere Freiheit aber in etwas hineingestoßen, wo jeder Mensch, der einen neuschöpferischen Impuls hineinbringt, ändert etwas in dem Gefüge und sie ist dadurch nicht vorhersehbar. Nicht einmal für die Gottheit selbst.

Obwohl das sich dann eben in die Theologie oft eingeschlichen hat. Also eben die Vorhersehung Gottes und die Prädestination usw. Das heißt, der liebe Gott weiß alles schon, was passieren wird. Er hat verzichtet darauf. Die göttliche Spitze hat verzichtet darauf. Das ist der dramatische Schritt, der während der Erdentwicklung begonnen, also mit der Erdentwicklung ernst geworden ist, weil die drei Stufen, die wir vorher schon durchgegangen sind, waren die Vorbereitung dazu. Aber die waren notwendig dazu, dass jetzt mit der Erdentwicklung, wie soll ich sagen, dieses große Schöpfungsexperiment passieren kann, dass das jüngste, kleinste, unterste, unerfahrenste geistige Wesen die Möglichkeit erhält, ich sage es jetzt vorsichtig, ich könnte auch sagen, ja geradezu dazu bestimmt wird, aus eigenem etwas beizutragen. Das kann am Anfang natürlich und auch während unserer ganzen Erdentwicklung immer noch etwas sehr, sehr Kleines sein in Wahrheit. Aber es wird schon bestimmend sein, wie eben unsere Erde sich bis zu ihrem Ende weiterentwickeln wird, weil sie wird auch ein Ende finden und finden müssen, um dann in einen höheren Zustand übergehen zu können.

Kosmisches Karma und Weltenbiographie. Schöpfung aus dem Nichts und Auflösung der Folgen. Geistige Empirie als Zukunft des Erkennens 00:35:52

Aber dann ist es eben nicht mehr Erde, sondern dann wird es eben das neue Jerusalem. Aber wie das sein wird, von dem ist heute nur, kann man eigentlich nur das wissen, was an Aufgaben an uns herankommt, die aus dem resultieren, was in der Vergangenheit war. Also die Dinge, die überwunden werden. Man spricht das Karma der Vergangenheit. Weil so wie wir als Mensch ein Karma haben, hat auch jede Welt, jeder Kosmos ein Karma. Und das heißt, es ist Karma, kosmisches Karma aufgehäuft worden am alten Saturn, auf dieser Feuerwelt, Wärmewelt, die erste Stufe, auf die wir zurückblicken können. Und da ist Karma aufgehäuft worden. Karma heißt eben nichts anderes. Karma heißt ja eigentlich Tat, Tun, tätig sein. Das Wort Karma kommt von Tun. Daher heißt der Weltschöpfer, der Demiurg, der Weltenbaumeister bei den alten Indern, eben auch Vishvakarman, der Alltätige. Und alles, was man tut, bringt etwas hervor, nämlich Folgen dieses Tuns. Jedes Tun hat Folgen. Weil die Folgen schon allein darin bestehen, dass damit dann wieder etwas Neues passiert, muss das Alte wieder aufgelöst werden. Es ist für eine Zeit gut. Es kann auch sein, dass man Fehler gemacht hat, dann ist es nicht so gut. Aber all das muss irgendwann aufgelöst werden. Und wenn wir wirklich am Ende dieser sieben Stufen sind, dann ist das Karma dieser ganzen sieben Stufen, mit all den Wesenheiten, die drinnen beteiligt sind, ist das aufgehoben und dann ist ein Neuanfang. In dem alle Erfahrungen, alle Fähigkeiten eingebracht werden, aber nichts ist, was aus der Vergangenheit mehr aufgelöst werden muss. Weil das ist am Ende der siebenten Stufe, ist alles restlos aufgelöst. Wir sind jetzt immer gebunden, so wie wir jetzt auf der Erde arbeiten, wird bestimmen, wie gut es im neuen Jerusalem gehen wird.

Es wird abhängen davon. Und auch was auf der neuen Venus, dem übernächsten Zustand passieren wird, wird abhängen von dem, was wir jetzt tun und nicht nur wir, auch die anderen geistigen Wesenheiten, bis zu den höchsten Hierarchien hinauf. Von dem wird es abhängen. Aber das wird noch weitergehen bis zum Vulkanzustand, also das siebente und letzte Zustand. Da werden wir uns immer noch auseinandersetzen müssen mit den Folgen dessen, was früher geschehen ist. Aber dann wird es komplett aufgelöst. Dann geht nicht einmal mehr irgendein Karma durch, sondern dann gehen zwar die Wesenheiten durch, mit ihren Fähigkeiten durch, aber sie müssen keine Folgen der Vergangenheit mehr auflösen, sondern sie sind bereits aufgelöst und sie können neu aus dem Nichts heraus etwas völlig anderes schaffen. Über das brauchen wir uns jetzt wirklich noch keine Gedanken machen, wir können es auch gar nicht. Weil da stehen wir dann wirklich vor dem ganz großen Nichts.

Wir stehen eigentlich immer im Kleinen vor dem Nichts, wo wir schöpferisch aus der Freiheit tätig sind, weil es nichts ist, was abgeleitet ist aus der Vergangenheit, sondern ein neuer Einschlag ist. Das heißt eben Wille zur Freiheit, Mut zur Freiheit, etwas in die Welt hineinzustellen, was so noch nie da war und so auch nie wiederkommen wird, es wird nur nachwirken und es muss irgendwann wieder zum Verschwinden gebracht werden. Weil alle Entwicklung eben so läuft, dass jeder Schöpfungsprozess so läuft, dass aus dem Nichts kommt, in eine volle Blüte sich entfaltet, wie sie halt auf dieser Stufe möglich ist und dann wieder in einen Abbau hineingeht und schließlich ins Nichts verschwindet.

Und jetzt ist es halt so, dass das Karma, also die Folgen unseres Tuns in die nächste Entwicklung, die wieder aus dem Nichts aufsteigt, weitergehen und damit kann ich auch sagen, aha, diese und diese Aufgaben werden in der Zukunft zum Beispiel im neuen Jerusalem zu bewältigen sein. Weil wir jetzt eben das geschaffen haben, was wir dann auflösen oder völlig verwandeln zumindest müssen. Aber all die neuen Einschläge, die kommen, die kann niemand wissen. Die weiß man erst dann, wenn sie geschaffen sind. Auch der liebe Gott sozusagen weiß es nicht. Das ist halt ein Problem, womit die Theologen aber oft noch ein Problem haben irgendwo. Und was sie sehr hartnäckig hält, weil halt Theologie ist etwas, muss man dazu sagen, habe ich eh schon heute gesagt, aber noch einmal um es deutlich zu machen, was aus der Verstandesseelenkultur kommt. Genauso wie unsere Naturwissenschaft, nämlich die Art des Denkens. Was neu dazu gekommen ist bei der Naturwissenschaft, ist, naja, was die Naturwissenschaftler Empirie nennen. Also beobachten, Experimente machen, schauen, was tut sie da draußen. Das hat man, ja, Anfänge gab es natürlich schon in der Verstandesseelenzeit, aber so wirklich, also das Bewusstsein auf die äußere Welt zunächst einmal zu errichten und aus Beobachtung heraus zu lernen, das ist das eigentlich Neue, was in der Naturwissenschaft hineingekommen ist. Und wir haben heute bis zu einem gewissen Grad ein Problem, und das wird irgendwann auch zu lösen sein, man muss es lösen, zu lösen sein müssen, oder wie formuliert man das, nämlich, dass wir etwas, was diesem, ja durchaus zunächst der sinnlichen Beobachtung der Empirie überhaupt, und die wird aber fortschreiten müssen und sehr bald, also wenn es gut geht, schon deutlich in unserem Jahrhundert, nämlich, dass zur Empirie, also zur Beobachtung, zur Wahrnehmung, eben auch die geistige Wahrnehmung selbstverständlich dazugehört.

Lebendig-imaginatives Denken als zukünftige Erkenntnisform. Berührung als Ursprung geistiger Wahrnehmung. Perspektivenvielfalt und Metamorphose imaginativer Bilder 00:43:28

Das haben wir noch nicht. Also das wird der nächste Schritt sein. Und dann wird sich aber auch, nämlich das naturwissenschaftliche Denken ändern, indem es nicht mehr einfach nur sich auf die Verstandeskräfte stützt, zwar diese Klarheit und Besonnenheit, Schritt für Schritt vorzugehen, sich behält von dort, aber wo es zu einem lebendig imaginativen Denken übergeht, und das ist ein ganz anderes, weil lebendig imaginatives Denken, dort schaue ich die gesetzmäßigen Zusammenhänge. Jetzt beobachten wir und mit unserem Denken probieren wir halt jetzt einmal herum, wie passt denn das alles zusammen und irgendwann findet man eine Formel daraus. Im lebendig imaginativen Denken schaue ich die Zusammenhänge, die sich ergeben dadurch, dass ja etwas aus der Vergangenheit kommt, da steht eigentlich das Karma drinnen. Man könnte jetzt sagen, die Naturgesetze, die wir heute haben, sind das Weltenkarma, das aus der Vergangenheit kommt.

Aber es wird ja dauernd etwas Neues geschaffen und dadurch entsteht neues Karma und daher wird zum Beispiel die ganze Naturgesetzlichkeit auf dem neuen Jupiter bzw. auf dem neuen Jerusalem ganz anders sein als jetzt. Es wird wieder einen Kosmos geben, es wird sicher viele Welten geben, auch das muss man heute sehen und das ist ja ein großer Gewinn, den uns gerade die Naturwissenschaften gegeben haben, die naturwissenschaftlich denkenden und vor allem beobachtenden Menschen, dass sie uns die Größe des Kosmos gezeigt haben. Dass überwunden wurde, dass wir Menschen sind die einzigen im Grunde und wir sind der einzige Mittelpunkt der Welt. Und jetzt sind wir darauf gekommen, das ist mit Kopernikus, Kepler usw. im Anbruch der Neuzeit, dass es viele solche Zentren gibt. Jedes kann sich mit Recht als Zentrum fühlen, aber es ist keines das Einzige. Weil jeder Beobachter, jeder Mensch sogar, wenn er in den Kosmos hinausschaut, bildet den Mittelpunkt der Welt, die er im Äußeren überschauen kann. Und genauso ist es aber auch in der geistigen Welt.

Auch da sind wir der beobachtende Mittelpunkt, von dem aus wir die geistige Welt überschauen können, soweit halt unsere geistige Sehkraft reicht. So wie es halt da ist, wenn man über die Welt geht, oder auf der Erdkugel übers Meer fahren, oder wo es irgendwo ein Horizont gibt und was hinter dem Horizont ist, sehen wir halt nicht. Aber wir können mit dem Schiff weiterfahren. So ist es aber auch in der geistigen Welt, dass wir zunächst einen gewissen Horizont überblicken, der allerdings sehr, sehr viel weiter ist. Und so gibt es unzählige Welten, ich will nicht sagen unendlich viele, aber unzählige Welten, die bevölkert sind von geistigen Wesenheiten. Das habe ich ja schon oft gesagt. Also jeder Stern, jeder Planet ist bevölkert von geistigen Wesenheiten. Das heißt nicht, dass sie in einer Gestalt herumrennen müssen wie wir, das heißt auch überhaupt nicht, dass sie in einer stofflichen Gestalt herumrennen müssen, weiß ich nicht, auf der Venus rennen mit ziemlicher Sicherheit keine solchen Gestalten herum wie wir. Und trotzdem ist es bevölkert von vielen, vielen geistigen Wesenheiten. So wie die Erde von viel mehr geistigen Wesenheiten noch bevölkert ist, als wir es sind.

Nur halt als Mensch unserer Zeit sehen wir heute die wenigsten noch. Eben zum Beispiel die Elementarwesen, die geistigen Wesenheiten, die sie leiten. Es tummelt sich ja überall da, wo wir glauben, da ist nichts, tummelt es sich von geistigen Wesenheiten. Und wir sind knapp daran, nämlich in einer größeren Zahl knapp daran, diese Dinge spüren zu können. Und wenn wir sie anfangen zu spüren, wenn wir berührt werden dadurch, ist es der Anfang der geistigen Wahrnehmung.

Ich gehe durch einen Wald und spüre eine bestimmte Stimmung, die jetzt auf dem Platz herrscht. Dann ist in dem halt noch sehr groben Erleben, aber zumindest, dass ich merke, der Wald berührt mich jetzt irgendwie, der sagt mir was. Dann ist es der Anfang dessen, dass ich beginne wahrzunehmen die ganzen geistigen Wesenheiten, die dort sind. Ich muss eigentlich nur dieses noch halt sehr dumpfe und sehr unbestimmte Gefühl der Berührung, diese Anmutung durch die Natur selbst jetzt in ein Bild formen. Was wir jetzt in der letzten Zeit so oft besprochen haben, also dieses imaginative Denken, dieses imaginative Schauen, das man auch als malendes Schauen bezeichnen kann, weil wir müssen, und das ist das Neue gegenüber dem alten Hellsehen, und darum nenne ich das Neue gar nicht so gern Hellsehen, weil man dann immer glaubt, ich mache das Geistesauge auf und jetzt steht das so vor mir. Nein. Ja natürlich, es gibt noch genug Menschen, die diese alten Fähigkeiten haben, aber das Neue ist, ich fühle, ich werde berührt von einem geistigen Wesen oder von vielen geistigen Wesen vielleicht sogar, die jetzt eine Blume umschweben im Grunde, weil da wurlt es ja nur so von geistigen Wesenheiten. Das sind die Insekten, die herumschwirren, das sind ja nichts dagegen, was da an Elementarwesen herumschwirrt sozusagen.

Und die eigentliche Wahrnehmung ist, dass ich berührt werde davon. Nichts anderes. Nur um es voll ins Bewusstsein zu heben, ist es heute notwendig, dass ich die Imagination male. Malendes Schauen. Dann wird sie immer dichter und je mehr ich malen kann, umso mehr taucht auf, umso reicher wird das Bild. Und es ist aber keine freie Willkür drin, ich male halt, was ich glaube, sondern es ist Ausdruck dessen, was ich empfinde. Und je genauer ich das ausdrücken kann, in dieses Bild bringen kann, von mir aus durchaus dabei übersetze ich ein sinnliches Bild, weil sonst könnte ich gar nicht sprechen darüber. Obwohl eigentlich die Imagination, wenn man sie selber erlebt oder sie so aufbaut, zunächst nicht sinnlich ist. Sondern es ist eher ein Geflecht von Zusammenhängen. Also was zuerst ein Gefühl der Berührung ist, ah, das sind ja viele. Und die sind miteinander verbunden, die sind in einer Tätigkeit, die kommunizieren sozusagen miteinander. Und da geht wieder eins weg, da kommt eins dazu, das andere übernimmt und so entsteht […].

Aber es sind zunächst nur Berührungen. Eine Grundberührung, die sich auffächert in tausende, zehntausende kleine Berührungen sozusagen. Es wird differenzierter und es gibt also die wildesten Zusammenhänge und die ändern sich dauernd. Also das heißt, die Imagination ist in unterbrochener Bewegung und dann schaffe ich es vielleicht mit der Zeit, damit ich es überhaupt kommunizieren kann, vielleicht sogar mir selber klar kommunizieren kann, dass ich es jetzt übersetze in ein sinnliches Bild. Wenn so ein bisschen alte Fähigkeiten durchkommen, geht das aber zack zack in einen. Und das Bild steht jetzt wie ein Traumbild vor mir und ist halt wie es ist. Aber im Neuen schauen, bin ich ganz bewusst dabei, bin ganz bewusst dabei, dass ich spüre, diese Berührung, da differenziert sich was heraus, das kann ich ganz genau miterleben. Und da kann ich nicht jetzt malen, wie ich glaube, sondern das wird bestimmt durch die geistigen Wesenheiten, denen ich eben begegne. Bestimmen kann ich nur dann, dass ich das jetzt übersetze in ein sinnliches Bild auch.

Aber die Struktur, die da drinnen ist, sozusagen die Zusammenhänge, wie die zusammenwirken, das ist gegeben durch die Wahrnehmung. Wahrnehmung. Ich nehme die Wahrheit entgegen, die ich da draußen beobachten kann. Und natürlich, ich kann sie aber auch so, wie ich im sinnlichen Sein die Welt von verschiedenen Blickpunkten aus betrachten kann. Ich kann es vom Tal aus meinen Berg anschauen und hinauf schauen, ich kann auch hinaufklettern vielleicht oder hinaufwandern, je nachdem wie geschickt ich bin und kann es von oben die Welt anschauen. Und das ist ein ganz anderer Blickpunkt und ich kann von beiden Seiten jetzt betrachten die ganzen geistigen Wesenheiten sozusagen. Jetzt wechsle ich wieder zu der Seite über, die in diesem Tal und von den Gebirgen umgeben ist, die da wirken. Weil jedes Tal, da sind mächtige Wesenheiten drinnen. Also so geistige Wesenheiten, die ein Tal bestimmen mit den Bergen dazu. Also was da an Berggeistern, an Erdgeistern noch dabei ist, alles was da wirkt und was an höheren Wesenheiten noch dabei ist, die von oben wirken dazu, das ist gewaltig. Die sind riesig, also riesig von dem, was da alles zu entdecken gibt m Grunde. Aber ich kann es jetzt eben aus einer verschiedenen Perspektive betrachten und schildern. Das heißt, es werden die Imaginationen, die sich an den gleichen Wesenheiten entzünden, durchaus nicht ganz gleich von jedem geschildert werden, sondern es hängt eben vom Blickpunkt ab.

Und einer wird die eine Seite deutlicher hervorheben als die andere und man wird sehen, wie das zusammen stimmt. Aber teilweise können die Blickpunkte so unterschiedlich sein, dass es fast wie Gegensätzliches ausschaut. Wenn ich etwas von vorne betrachte, schaut es eben anders aus, auch im Geistigen, als wenn ich es von hinten betrachte. Da kriege ich einen ganz anderen Eindruck davon. Und was wir dann lernen können mit der Zeit, und das gehört ja zum lebendig-imaginativen Denken dazu, dass wir halt bildlich gesprochen herumgehen um die ganze Sache. Sich von hinten, vorne, oben, unten, aus allen Richtungen betrachten. Und dann wird unser Bild immer reicher. Im Grunde ist jedes unerschöpflich, geradezu. Es kann einem durchaus verschiedene Perspektiven geben.

Und aus dem heraus, also das war jetzt einmal eine große Einleitung, wir haben nicht einmal noch unseren Wochenspruch gelesen, ich habe nicht vergessen, er liegt da, aber wir sind nicht gleich hineingeglitten. Von dem aus möchte ich jetzt dann, heute und in den folgenden Vorträgen wieder tiefer, auch in den Text der Apokalypse einsteigen, also dort, wo wir heute jetzt stehen, und da jetzt dieses imaginative Element einmal betrachten, vor allem auch so, wie es sich metamorphosiert, das heißt verwandelt, weil Motive, die ganz am Anfang vorkommen, dann kommen in verwandelter Gestalt später wieder. Da gibt es also innere Zusammenhänge. Und das werden wir uns ein bisschen anschauen, weil das Ganze soll eben auch eine Übung sein, oder Mut machen, selber in dieses malende Schauen, in dieses imaginative Denken hineinzugehen. Weil die Berührungen haben wir alle. Ich habe das, glaube ich, letzten Sonntags gesagt, oder habe ich es woanders gesagt, ich weiß es jetzt nicht, aber ich habe es sicher öfter schon gesagt, wir haben diese Berührungen alle. Nur viele kriegen es nicht mit, weil es durch ihre Alltagsgedanken, ihre Sorgen, auch Alltagssorgen und so überdeckt ist, und man geht halt achtlos daran vorbei. Ja, man spürt irgendwas, das ist aber flüchtig und wird nicht weiter beachtet, dann kriegt man es nicht mit. Aber wir alle haben diese Berührungen.

Wir müssen nur mal halt zu dem Zweck, dass wir sie wahrnehmen, einmal das alles Äußere, was uns beschäftigt, einmal weghalten, vielleicht sein aber dann bei der Betrachtung einer Blume oder eines Waldfleckers, wo ein paar Schwammerln, also ein paar Pilze wachsen, und sich jetzt ganz mit dem verbinden. Es ist am besten, sie mit so einer Kleinigkeit einmal zu verbinden, weil die Totalität mit der anzufangen, das ist schwierig, weil es bleibt dann auch nur ein Gesamteindruck, der ist sicher sehr stark, erschlagt einem irgendwo, aber man kann ihn noch nicht auflösen. Auflösen nämlich in diese vielen Wesenheiten, die da sind. Und im Geistigen hat man es ja immer mit Wesenheiten zu tun. Es gibt dort keine Dinge, tote Dinge, die gibt es dort nicht, es gibt Wesenheiten. Es sind nicht alles ichhafte Wesenheiten, aber es sind Wesenheiten. Elementarwesenheiten, Engelwesenheiten usw., gewaltige Wesenheiten, die auch aus der Erde heraus wirken, wenn man denkt an so Baumgeister oder solche Dinge, die sind schon mächtig. Die sind mächtig, sind alt, haben lange, lange Erfahrungen, nämlich Erfahrungen im Grunde mit der ganzen Erdentwicklung, jetzt im engeren Sinn. Und die können uns erzählen davon, in gewisser Weise.

Geistige Wahrnehmung als Aufgabe, nicht als Neugier. Wille, Verantwortung und Schutz vor Verzerrung. Übergang vom instinktiven Schauen zum bewussten imaginativen Denken 00:58:51

Es wird nicht gleich die Anfangslektion sein, die man sich erwerben kann, das ist ein weiter Weg dorthin. Es hängt auch natürlich zusammen, dass man eine spezielle Beziehung aufbaut zu bestimmten Wesenheiten. Es ist nicht so einfach, ich gehe in die Natur hinaus, ich habe mich noch nie damit beschäftigt, aber jetzt spüre ich irgendwas und ich glaube, ich kann das alles schon erfassen. Es ist schon viel, wenn man es an einem kleinen Zipfel irgendwo erlebt, hier und da vielleicht einmal. Ich meine, jemand so wie Rudolf Steiner, der das dann wirklich fast auf einen Fingerschnipp konnte, da muss man schon sehr weit sein. Auch dann ist es aber nicht so, dass ich einfach sage, ich will das jetzt sehen.

Auch das ist etwas ganz Wichtiges, beim geistigen Schauen, bei der geistigen Erfahrung, das kann nie Selbstzweck sein, ich will es halt jetzt sehen, es interessiert mich halt, ich weiß noch nicht wozu oder warum, sondern es muss mir bewusst sein, dass dann eine Aufgabe damit verbunden ist. Es geht nicht darum, meine geistige Neugier zu stillen, sondern das heißt dann, aha, du willst das erforschen, das ist gut, aber was willst du damit tun? Willst du etwas damit tun? Nur dann wird es dir wirklich gelingen, ansonsten kannst du natürlich auch etwas wahrnehmen, aber dann ist es verzerrt von den Widersachern, unter Garantie. Es hat immer einen Zweck.

Das heißt also, wenn ich etwas schauen will aus der geistigen Welt, heißt es immer, aus dem Willen heraus, mich für die Welt dienlich zu machen, nützlich zu machen sozusagen für die Welt, nützlich ist ein blödes Wort, aber zu dienen in irgendeiner Weise der Weltentwicklung, wie klein auch immer, aber das ist damit verbunden. Und niemals Wissensdurst, Neugierde oder sowas. Ja, Neugierde ist schon gut, wenn es ein Kind entwickelt und alles wissen will, aber eben gerade beim Kind, Neugierde hat zwar noch etwas Instinktiv-Triebhaftes, wenn man so will, weil ja am Anfang der Verstand noch nicht da ist, da braucht es das, aber es wird immer mehr und je mehr man dann ins Geistige hineingeht, weil natürlich, als Durchschnittsmensch für meine Lebensaufgaben, für meinen Beruf, muss ich mir gewisse Dinge erwerben, also ich interessiere mich dafür, mir das anzueignen. Das hat einen ganz bestimmten, aber auch äußeren Zweck im Grunde. Es ist auch etwas, was über mich hinausgeht. Aber im Geistigen ist es eben so, dass damit eben dann wirklich auch eine geistige Aufgabe verbunden ist. Es ist niemals Selbstzweck. Nur das Wissen wollen, weil mein Wissensdurst sich befriedigt werden soll. Das ist zu wenig.

Und in Wahrheit ist es auch so, dass uns der Blick auf die Dinge, die wir vielleicht gern wissen möchten, weil sie so interessant sind, weil da habe ich jetzt etwas gelesen, das will ich jetzt unbedingt wissen, das will ich geistig unbedingt sehen. Aber wenn das nicht meinem geistigen Wesen entspricht, nämlich das heißt, dass ich die Fähigkeit noch habe, mit dem Wissen etwas anzufangen, sondern es dann nur habe als Wissen und ich kann erzählen von mir etwas, aber ich kann weiter nichts anfangen damit, dann werde ich es nicht ins Bewusstsein heben können. Ich werde es nicht schaffen. Oder wenn, dann nur verzerrt, weil da hilft mir niemand dabei, das herauszuheben. Das sind so die leisen Anfänge im Grunde auch schon dessen, was in die schwarze Magie geht. Ich will etwas wissen aus meinem Egoismus heraus. Ich will es wissen. Ende. Nicht weil ich etwas tun will damit für die Welt sein, ich will es halt wissen, mich interessiert es. Sondern es gehört auch das Gefühl dazu, hat das etwas mit meiner Schicksalsaufgabe zu tun, über das kann ich eigentlich sprechen. Und mit meiner Schicksalsaufgabe hängt es deswegen zusammen, wenn es zusammenhängt, weil ich eben entsprechende Fähigkeiten mir schon entwickelt habe, dass ich auch damit etwas anfangen kann für die Welt, dann kommt man heran. Das heißt, da ist eine große Verantwortung dabei, aber wir haben da immer noch Hilfe, dass wir eh möglichst weggeleitet werden von dem, was wir nur als Egoismus nützen würden, weil unsere Fähigkeiten nicht passen.

Also da hilft uns unser Engel nur, die Widersacher sind gern dabei, uns zu verführen dorthin, weil sie es haben wollen, für ihre Zwecke. Und das ist eben dann die große Gefahr, dass wir schon alleine durch spirituelle Neugierde, ich will es wissen, und man keine Gedanken darüber macht, ja was tue ich denn mit dem dann eigentlich, wie bringe ich das in die Weltentwicklung, in die Menschheitsentwicklung, im Kleinen wie im Großen ein, dann ist es schon Egoismus und dann ist es der Anfang der schwarzen Magie. Ich meine, so notwendig Egoismus in unserem äußeren Alltagsleben ist bis zu einem gewissen Grad. Wir brauchen unser Ego hier, dass wir sagen, hier für uns und die Menschen, die mit mir sind, brauche ich gewisse Dinge. Ich brauche mein Gewand, ich brauche mein Essen, ich brauche die Luft zum Atmen. Noch Möglichkeit, ich kann natürlich auch mein Leben einmal opfern für jemanden, sicher, auch das im Extremfall, aber es wird keinen Sinn haben, wenn alle Menschen sich hinopfern. Das wird es nicht sein. Für manche wird es im Schicksal drinnen liegen, dass sie diese Kraft haben zu sagen, mein Leben war hier ausgerichtet, das erkenne ich in dem Moment, wo ich es tue, mich zu opfern für andere. Auch mein Leben hinzugeben, was einem so normal nicht vorstellbar ist vielleicht, oder Größenwahnsinnige reden, ja sicher, natürlich würde ich es tun, und dann, wenn es soweit ist, es nicht tun. Aber es gibt Lebensmomente, wo man dann erkennt, meine Aufgabe ist jetzt, ich opfere mich, und dafür können zehn andere weiterleben, die ihre Fähigkeiten jetzt einbringen und mehr einbringen, als ich noch einbringen könnte. Ich bin eigentlich gekommen dafür. In dem Moment weiß man das.

Nicht jetzt in analytischen Sätzen, aber das ist als Sicherheit dann in dem Moment, in dem Moment, wo man so etwas tut, wo man sein Leben riskiert. Und dann entscheidet sich halt, vielleicht komme ich trotzdem durch und kann dann erst recht noch weitere Sachen schaffen, weil das schon eine große Prüfung ist, oder es hat sich damit mein Leben erfüllt und es hat sein Ende gefunden, wurscht in welchem Alter das ist, ganz egal. Es ist ein Leben, das zwei Minuten dauert, genauso sinnvoll wie eines, das 100 Jahre dauert. Das heißt, auch ein Kind, das geboren wird und gleich nach der Geburt stirbt, das hat einen Sinn, dass es geboren wurde. Man muss ja denken, da ist die ganze Vorbereitung da, sich die Leibeshüllen aufzubauen, das alles herzurichten. Das alleine ist ja schon eine riesige Arbeit. Und das alleine mag schon genügen, um dann mit einer noch viel größeren Kraft in der nächsten Inkarnation, die dann nicht nur zwei Minuten dauert, sondern die dann vielleicht sehr lange dauert, für das gerüstet zu sein. Aber ich habe sozusagen eine Vorschulung durchgemacht, wie sammle ich mir Kräfte ein. Die hätten noch nicht ausgereicht, um jetzt die große Aufgabe, die ich dann in der nächsten Inkarnation vollbringe, vollbringen zu können. Es war Vorbereitung. Vorbereitung, das gibt es durchaus. Von unserer irdischen Perspektive schaut das halt alles, sprich aus unserer Ego-Perspektive, schaut das alles ganz anders aus, als es eben aus dem geistigen, aus der Perspektive unseres wirklichen Ichs ausschaut.

Und bitte jetzt nicht, da ist ja das Erdenleben alles so leidvoll, es ist genauso freudvoll, wie es auch leidvoll ist. Es ist beides halt da. Es ist beides da. Und es läuft richtig, wie auch immer es läuft, vor allem dann, wenn wir uns genügend wappnen gegen die Einflüsse der Widersacher. Weil die haben die Möglichkeit, uns eben an den Dingen, die vielleicht dramatisch, schwierig, vielleicht auch zumindest im Moment sehr leidvoll sind oder sogar bis zum Tod hinführen, die können uns vorbeiführen dran. Und dann versäumen wir unsere Aufgabe. Dann können wir den ganzen Spaß in der nächsten Inkarnation probieren. Weil da stehen wir dann praktisch in derselben Situation, nur eigentlich geschwächt dadurch, weil wir die Chance aus der vorigen Inkarnation und wenn sie nur zwei Minuten dauert, versäumt haben. Weil dann sind wir nicht durch das durchgegangen. Das heißt bitte nicht, dass immer nur Leiden, Leiden, Leiden, so wie es die Buddhisten halt denken, aber es gehört halt eben auch dazu. Und die Flucht davor nutzt uns nichts. In der Praxis nutzt uns sowieso nie was, weil es holt uns eh irgendwo immer ein. Wir können nicht flüchten, außer wenn wir uns auf unrechtmäßige Weise mit den Widersachern verbinden. Und vieles Leiden kommt ja auch in Wahrheit dadurch, dass wir uns wehren dagegen. Und immer wieder uns die Widersacher eben so einfangen können, dass sie uns vorbeiführen dran. Und dann ist in Wahrheit unser wirkliches Ich sagt dann, na jetzt nächste Prüfung. Und noch stärker, dass du das deutlich merkst. So lange bis das Ich aus Freiheit dem Ego unten sagt, jetzt kannst du nimmer aus. Jetzt bist du getroffen bis ins Tief, der von mir aus durch eine Krankheit oder durch sonstiges, und der kannst nimmer davonlaufen. Mit der musst du dich auseinandersetzen. Und diese Arbeit ist wichtig.

Aber das heißt, das sind Dinge, auf die man achten sollte. Auch die geistige Welt sagt uns das alles, weil wir es wahrnehmen können. Wir spüren genau diese Berührungen auch. Nur wir verschlafen es halt oft. Da sind sie. Die Schubser sind immer da, die Berührungen. Wir stehen eben heute in einer Zeit drinnen, wo wir das wirklich lernen können. Früher hatten es die Menschen aus einer alten Hellsichtigkeit heraus, haben sie das sehr instinktiv gespürt, wenn ich das so nennen darf. Ich sage bewusst instinktiv, weil das alte Hellsehen sehr stark zusammenhängt mit wirklich physisch-körperlichen Fähigkeiten drinnen, während das moderne, imaginative malende Schauen, gerade nicht an den physischen Leib gebunden ist. Das alte Hellsehen ist sehr stark daran gebunden. Darüber haben wir schon gesprochen. Da sagten wir auch, dass wir mit unseren neuen Fähigkeiten, dort wo Menschen da sind, die zunächst einmal gar nichts haben, die vielleicht so wie ein Lessing von sich behaupten, mit einem gewissen Recht, ich habe noch nie geträumt. Das heißt nicht, dass er nicht wirklich nie geträumt hat, aber es ist ihm jedenfalls niemals bewusst geworden. Und das ist ein Fortschritt. Das ist ein Fortschritt gegenüber dem, was jede Nacht zugeht. Das sind alte Kräfte. Und der Schritt muss einmal sein, dass ich die alten verliere und neue ganz aus der Freiheit heraus schaffe.

Und dann sehe ich es, weil ich es sehen will. Das heißt, ich bin ganz bewusst mit meinem Willen dabei. So wie wir es ja eigentlich im Kleinen, haben wir es bei der sinnlichen Wahrnehmung auch. Wir müssen etwas sehen wollen, um es sehen zu können. Bei den alltäglichen Dingen passiert es so beiläufig, dass wir uns dessen gar nicht bewusst werden. Aber man merkt es doch oft, manchen Menschen fallen sehr leicht Dinge auf, ein anderer geht vorbei und sieht gar nichts. Weil sein Wille halt nicht auf das gerichtet ist. Oder dem einen fallen bestimmte Dinge auf und dem anderen ganz andere. Kann auch sein. Man denkt sich, sind die wirklich durch die gleiche Gegend marschiert jetzt? Ja, da sind wir beteiligt. Das heißt auch nicht, dass wir willkürlich etwas aus der Fantasie heraus sehen. Aber unsere Aufmerksamkeit fällt auf Bestimmtes. Da ist immer unser Wille tätig. Nur wir verschlafen unseren Willen auch. Wir sagen zwar immer, ich will, ich will, ich will, aber damit merkt man gar nicht, das ist nicht der Wille, das ist der Gedanke, ich will.

Was wirklich passieren muss, dass das in Schwung kommt, dass das Tat wird, dass das sich dadurch zu verwirklichen beginnt, das verschlafen wir ja alles. Das verschlafen wir komplett. Im Atem ist Wille drinnen, in der Verdauung ist Wille drinnen. Wir haben gerade ein bisschen den Willen im Denken. Ich will das so, aha, was ich denke. Und dann wird es uns eh oft anstrengend, wenn das kompliziert ist. Dann müssen wir uns halt den Kopf zerbrechen. Da spüren wir ein bisschen was dran, an dem zumindest, dass das dann wehtut. Dann wird das Kopfwehdenken. Aber es gehört also der Wille dazu. Ganz, ganz stark. Da ist ja auch in der Philosophie der Freiheit drinnen, da steht es ja auch drinnen, dass die Willenskraft ja dann dazu notwendig ist. Nur dann kann ich zu einem wirklich bewussten Denken auch kommen, vollbewussten Denken. Es ist halt zunächst einmal sehr abstrakt, aber der nächste Schritt ist eben dann der, dass ich in dieses malende Schauen komme. Also in dieses imaginative Wahrnehmen komme.

In dieses imaginative Denken komme. Man kann es durchaus auch als Denken bezeichnen, weil da schon auch viel mehr, als beim alten Schauen, die Zusammenhänge deutlich werden. Weil ich viel bewusster dabei bin, wie sich das Bild aufbaut. Es ist mit Klack einfach da. Und darum, um etwas Geschautes zu verstehen, reicht ja das Schauen alleine nicht aus. Und das ist ja immer eigentlich der nächste Schritt. Ich muss das Geschaute auflösen. Und Imaginationen, wenn sie einmal da sind, überhaupt wenn sie auf dem alten Weg kommen, können sehr hartnäckig sein. Die können einem sehr, fast verfolgen.

Ich werde sie gar nicht los irgendwo. Und ich muss sie aber, um den Zusammenhang zu schauen, wegschaffen. Leere, wirklich Leere schaffen. Und dann kann es auf einer höheren Ebene neu entstehen und zeigt aber jetzt von sich aus eben alle Zusammenhänge. Im modernen imaginativen Schauen ist das eigentlich gar nicht so schwer, weil ich schon anfange mit einem, ich spüre die Berührung, das Gefühl, das ist da, ich weiß, da sind diese geistigen Wesenheiten vor mir, ich weiß noch gar nicht, welche es sind, wie viele es sind, aber sie sind da, ich spüre sie, mehr nicht. Und jetzt mühe ich mich ab und brauche Zeit, um die ins Bild zu bekommen, in die Imagination zu bekommen. Und da leiste ich schon sehr viel, was ein Naturhellseher erst dadurch erfahren kann, jetzt hat er die Schauung, jetzt muss er eigentlich ganz bewusst diese Schauung wegschaffen und dann kommt erst die Inspiration heraus, die mir die Zusammenhänge zeigt. Und das ist schwerer, es ist noch leichter zu einer Imagination zu kommen, als sie dann, gerade wenn sie auf dem naturhellseherischen Weg da ist, als die wieder wegzuschaffen. Das ist viel, viel schwerer. Die drängt sich von selber immer wieder auf dann. Und dann komme ich aber zu keinem Verständnis, dann ist es eigentlich so, dass mir das starke Bild, das da ist, fast sehr respektlos zukleistert das, um was es eigentlich geht. Das heißt, es wird verdeckt darunter. Das ist wie, wenn über das eigentliche Bild in tollen kräftigen Formen irgendwas anderes darüber ist. Und die feineren Hintergründe sind alle überdeckt, sind zugeschmiert sozusagen. Dann muss ich das erst befreien davon. Und das kann oft schwierig sein.

Ja, das ist also jetzt nur die Einleitung und Vorbereitung. Jetzt steigen wir, keine Sorge, ich werde trotzdem nicht fünf Stunden reden. Und das kann oft schwierig sein.

Ja, das ist also jetzt nur die Einleitung und Vorbereitung. Jetzt steigen wir ein, keine Sorge, ich werde trotzdem nicht fünf Stunden reden.

Imaginatives Erkennen als zeitgemäße Schulung. Apokalypse als Schulung des geistigen Sehens 01:18:57

Aber jetzt der Wochenspruch einmal. Der passt nämlich auch durchaus in die richtige Richtung. Es ist der sechste Wochenspruch und er hat sehr mit uns und dieser Beziehung zur Welt zu tun.

Es ist erstanden aus der Eigenheit
Mein Selbst und findet sich
Als Weltenoffenbarung
In Zeit- und Raumeskräften;
Die Welt, sie zeigt mir überall
als göttlich Urbild
Des eigenen Abbilds Wahrheit.

Da ist alles drinnen. Also aus der Eigenheit ist entstanden mein Selbst. Ja, ich brauche also Eigenheit, kann eben durchaus aus meinen Eigenheiten, aus meinem Ego von mir aus auch, durchaus entsteht aber mein Selbst zunächst. Und das brauche ich, dass ich anfange mich da irgendwo zu finden.

Aber jetzt geht es weiter. Dieses Selbst, so ist es noch nicht alles. Es findet sich als Weltenoffenbarung in Zeit- und Raumeskräften. Das heißt überall da draußen in der kleinsten Kleinigkeit aber auch in der größten kosmischen Ferne. Der ganze Raum. Dort findet sich die Kraft, die auch in mir wirkt. Weil die Ich-Kraft ist wesensgleich wenn auch sehr bescheiden zu der Kraft, die das alles geschaffen hat. Im ganz großen Stil. Und daher die Welt, sie zeigt mir überall als göttlich Urbild des eigenen Abbilds Wahrheit. Das heißt, das was wir jetzt da hier in uns einmal zunächst haben, ist nur das winzige und schwache Abbild von dem was wir eigentlich sind. Weil die Kräfte die in uns sind, sind die Kräfte die alles das, den ganzen Riesenkosmos bis zu den fernsten Sternen bis zum sogenannten Beobachtungshorizont weil wir auch nur bis zu einem gewissen Bereich schauen können, sinnlich äußerlich im Himmel draußen, weil es muss zumindest das Licht von dort bis zu uns gekommen sein. Darum ist es sehr weise, dass das Licht eine Zeit braucht bis daher. Dadurch können wir grundsätzlich nur einen bestimmten Bereich übersehen, da kann weiter draußen alles mögliche noch sein, aber wir werden es nicht sehen. Wir werden es niemals sehen. Das ist im Großen der Horizont der bestimmt ist. Wir sehen eigentlich bis dahin wo uns das Licht vom Anfang entgegenkommt was weiter draußen vielleicht liegt oder nicht liegt ist uns sinnlich nicht zugänglich zumindest. Ist ein eigenes kompliziertes Thema. Das sogenannte Beobachtungshorizont ist in der Astronomie ein großer Begriff.

Wir sind immer der Mittelpunkt, weil wir sehen auch da nach allen Seiten gleich weit. Und wenn irgendwelche geistigen Wesenheiten um die Wega kreisen oder sonst wo, wie auch immer und die vielleicht auch sinnliche Augen haben und schauen, sie dürfen sich mit Recht auch als Mittelpunkt fühlen weil sie haben auch ihren Beobachtungshorizont und der Mittelpunkt ist dort, wo sie stehen, sitzen fliegen, wie auch immer. Das ist das Interessante. Einerseits hat uns die Naturwissenschaft gezeigt wir sind nicht der Mittelpunkt. Das war der erste Schritt einmal, wir sind halt so wie alle anderen auch, wir sind durch nichts ausgezeichnet davon und trotzdem ist es auch richtig, dass wir ein Mittelpunkt von dem Ganzen sind und nur alle anderen genauso und das überschneidet sich mit vielleicht anderen, die außerhalb des Beobachtungshorizonts sind, mit denen kommen wir nie in Berührung. Nur so ein Bild dazu.

Ja, also der sechste Wochenspruch, ich lese ihn noch einmal, bevor wir dann weitertun.

Es ist erstanden aus der Eigenheit
Mein Selbst und findet sich
Als Weltenoffenbarung
In Zeit- und Raumeskräften;
Die Welt, sie zeigt mir überall
als göttlich Urbild
Des eigenen Abbilds Wahrheit.

So wie wir da sind, sind wir halt das kleine Abziehbilderl und im Großformat sehen wir es draußen und noch mehr natürlich dann wenn wir es geistig beginnen zu durchdringen. Aber dazu brauchen wir eben die Fähigkeit zu diesem imaginativ schauenden Denken oder malendes Schauen. Darum geht es. Und diese imaginativen Kräfte, ja, durchaus schon mit einem starken Einschlag des Neuen drinnen findet man eben beim Johannes in der Apokalypse auch natürlich im Johannes-Evangelium. Und der Johannes geht ja sehr tief hinein also im Johannes-Evangelium insbesondere, also die Imagination sowieso das ist bei allen Evangelien drinnen aber dann auch sehr tief hinein in die Inspiration, also die Zusammenhänge zu sehen was nicht bei allen Evangelien so stark ist, da sind die Bilder, die Bilder stimmen irgendwo aber man merkt, dass die Evangelienschreiber nicht so klar die Zusammenhänge gesehen haben. Und dadurch auch nicht das schaffen was eben der Johannes geschafft hat und klar durchschaut hat, dass die Schilderung des äußeren Lebens Jesu Christi zugleich imaginatives Bild ist für das was geistig dahinter steht. Er schafft es also wirklich durch die Lebensgeschichte des Christus wirklich zum Ausdruck zu bringen was geistig dahinter steht. Das ist eine große Kunst.

Johanneisches Erkennen zwischen Inspiration und Intuition. Verantwortung des imaginativen Schauens. Zähmung astralischer Kräfte als Voraussetzung geistiger Klarheit 01:26:31

Ich glaube, ich habe das erst das letzte Mal gesagt, gerade das Johannes-Evangelium, das von den Gelehrten immer als so Sonderfall angesehen wird, weil es mit den sogenannten synoptischen Evangelien, mit den drei anderen, die alle so in etwa die gleiche Geschichte erzählen. Beim Johannes ist es anders. Da gibt es deutliche Abweichungen. Und Rudolf Steiner sagt mit Recht, gerade der Johannes ist aber am nähesten in der Schilderung, auch des rein äußeren Geschehens. Bei den anderen sind es vielmehr Bilder, ja natürlich sind es auch äußere Bilder, aber eigentlich geht es um die Imagination dahinter. Die Bilder decken sich aber nicht mit dem historischen Geschehen so nahtlos gut wie beim Johannes. Überall kann er es sicher auch nicht durchhalten, aber er ist jedenfalls am nächsten dran. Das gelingt ihm deswegen, weil er sehr stark in der Inspiration auch drinnen ist. In der Apokalypse kommt das intuitive Element dann auch noch dazu. Also das heißt, die Apokalypse ist so gesehen das Buch, das am tiefsten hineinblickt in die geistigen Zusammenhänge.

Das intuitive Erkennen heißt ja wirklich ein Tauchen in den Willen der geistigen Welt, in den Willen der geistigen Wesen. Und aus diesem Willen heraus das Bild gestalten. Also aus diesem Willen heraus die Zusammenhänge spüren, aus dem heraus das Bild zu gestalten. Es ist eigentlich fast der umgekehrte Weg, also aus dem intuitiv erfassten zu gehen über die Inspiration und die dann ins Bild zu kleiden. Es ist natürlich trotzdem beim Johannes in der Inkarnation, wo er als Johannes erweckt wurde, noch nicht so stark da wird, wie dann noch später. Das müssen wir dann weiterschauen. Aber das wollen wir heute noch lassen. Aber es ist kein Ende das Ganze. Es ist ein Anfang im Grunde. Und ein Anfang insbesondere deswegen, natürlich hat er ja schon vorher Inkarnationen durch, darüber haben wir ja schon gesprochen, als Tempelbaumeister des Salomonischen Tempels. Also ganz etwas Wesentliches. Da hat er schon einen ganz schönen Weg hinter sich. Aber namentlich die Apokalypse, aber natürlich auch, aber etwas schwächer das Johannes-Evangelium, ist auf dem Weg auch schon zu den neuen Kräften. Neu und bewusster, viel bewusster als bei den anderen Evangelisten, das hinzuschreiben, das in Bilder zu formen.

Und diese Bilder wollen wir uns jetzt anschauen. Also ein bisschen Vergleiche zu ziehen, zu sehen, wie sie da aufgebaut werden und vor allem, wie es Beziehungen gibt. Also zum Beispiel zwischen dem Anfang der Apokalypse und späteren Schilderungen, die jetzt ganz gegen das Ende zugehen. Also dort, wo es eben schon geht um den Aufstieg oder den Weg zum Neuen Jerusalem hinein. Eines, lesen wir vielleicht einmal ein Stückchen. Das Erste wäre überhaupt der Anfang der Apokalypse. Wenn ihr euch erinnert, wie wird denn der Johannes sozusagen berufen dazu? Warum schreibt er das? Damals, als er auf der Insel Patmos war. Und wo es dann heißt also in der Einleitung gleich, das was wir heute auch schon gesagt haben,

Dies ist die Wesens-Enthüllung Jesu Christi, die der Vatergott ihm gegeben hat, um denen, die ihm dienen wollen, zu zeigen, was in der Zukunft geschehen soll und was mit schnellen Schritten näher kommt. Er hat diese Offenbarung in Bildworte gebracht und durch seinen Engel an seinen Diener Johannes gesandt; und so spricht dieser als Zeuge des göttlichen Weltenwortes und des Zeugenschicksals Jesus aus, was er selbst geschaut hat. (1,1-2)

Also er hat es selbst geschaut. Und dieses selbst geschaut ist hier, das kommt schon in den anderen Evangelien auch vor, dass sie selbst sehen oder selbst Schauende sind, aber es ist eben hier beim Johannes hat es noch die weitere Perspektive, dass es eben nicht altes Hellsehen einfach ist, sondern dass hier wirklich schon das Neue beginnt. Es ist kein Wunder, er ist durch den Christus eingeweiht worden, erweckt worden. Er ist ja der Lazarus, der dann den Einweihungsnamen Johannes angenommen hat. Auch das hatte ich öfter schon erwähnt, weil bei dieser Einweihung eine enge Verbindung zustande kam, eine geistige Verbindung mit Johannes dem Täufer, der zu diesem Zeitpunkt bereits über die Schwelle gegangen oder gegangen wurde, eben durch Herodes. Und das ist der Grund, warum eben dieser Johannes in einer Weise sprechen kann, wie es die anderen noch nicht so gut können, sagen wir es einmal vorsichtig so. Also was er selbst geschaut hat.

Selig derjenige, der die prophetischen Worte zu lesen, und diejenige, die sie zu hören verstehen ,und alle, die das, was in diesem Buch steht, in ihre Seele aufnehmen, denn die Zeit drängt! (1,3)

Das ist schon damals so gestanden und das trifft halt jetzt besonders auch für unsere Zeit zu, die Zeit drängt! Weil wir halt jetzt, das heißt mehr Menschen und in der näheren Zukunft immer mehr Menschen, diesen Weg, den der Johannes gegangen ist zur geistigen Erkenntnis, dem, natürlich im Kleineren, nachstreben können. Selbstschauer sozusagen zu werden, dass wir auch sagen können, wir haben es selbst geschaut. Wir haben es nicht nur aus der überlieferten Schrift, sondern wir haben es selbst geschaut.

Das, wovor die Theologen die große Panik haben im Grunde. Ja mit durchaus einem gewissen Recht, weil es kann natürlich jetzt jederzeit jemand kommen und seine Fantasiegebilde als Fortschreibung der ganzen Geschichte ausgeben und merken es selber gar nicht einmal. Sie schauen vielleicht noch mit irgendwelchen weil sie halt eine reiche Fantasie haben und ein reiches Traumleben haben, da kommt alles mögliche und in Wahrheit drücken sie nur ihre ganz individuellen Ängste und Freuden oder sonstiges aus darin. Es ist verzerrt auf jeden Fall. Kann sehr leicht sein, können Widersacher reinkommen. Es muss wirklich dieses klare geradezu nüchterne malende Schauen sein. Das heißt, wo ich ganz bewusst dabei bin. Es ist schwer, weil es ist deswegen schwer, weil das Material, ich sag's jetzt bewusst sehr banal, aber mit dem wir umgehen, das Bildmaterial also aus dem die Imaginationen zunächst gewoben sind, es sind Spiegelungen des Astralischen, also das heißt des Seelischen bzw. der Seelenwelt zunächst einmal auf der ersten Stufe durch den Ätherleib, durch die Lebenskräfte.

Das heißt, man hat seiner Substanz nach mit astralischen Kräften mit Seelenkräften zu tun. Und die erste Form wie man dem begegnet ist diese seelische Berührung, von der wir heute gesprochen haben. Also ich habe ein bestimmtes Gefühl da ist was. Der Punkt ist und das ist sehr wertvoll, das kann ganz zart sein aber man kann dann auch … und gut ist es, wenn man eine gewisse Schulung hat, nämlich sich selbst in der Hand zu haben, dann kann man nicht nur mit sehr zarten Sachen, sondern mit sehr kräftigen Sachen zusammenkommen. Die Astralwelt, die Seelenwelt ist eine unglaublich kraftvolle Welt. Ein bisschen ein Abglanz davon spüren wir, wenn Menschen in irgendwelche Emotionen verfallen, die vielleicht mit ihnen durchgehen. Da sieht man dann mit dem Menschen, die Emotion fährt mit dem Schlitten im Grunde. Er hat sie nimmer in der Hand. Nachher ärgert er sich vielleicht darüber oder ist traurig darüber, weil das vielleicht nicht unbedingt gute Emotionen waren.

Der Punkt ist zu den größeren Bildern komme ich aber nur, wenn ich mich auf diese starken Kräfte einlasse. Die sind nicht von Haus aus schlecht. Schlecht wird es dann, wenn sie in unangemessener Weise, vorsichtig ausgedrückt, ausbrechen, sich selbstständig machen bzw. durch die Widersacher geführt werden und wir sie nicht in der Hand haben. Im großen imaginativ schauen und tiefe Dinge schauen heißt, sein Astralisches, sein Seelisches, seine Emotionen so in der Hand zu haben, dass ich auch diesen riesen Drachen reiten kann. Ich sage nicht Mustang einmal, den habe ich öfters erwähnt. Es ist mehr. Das ist ein riesen Drache und der Drache ist auch nicht grundsätzlich etwas Böses. Ihr wisst, im Chinesischen gibt es den Glückstrachen. Da ist das etwas ganz Positives. Aber dass ich den handhaben kann und das führt uns auch schon ein bisschen hin zu manchen Bildern, die da drinnen sind. Es ist zwar jetzt so drachenartig, es kommt dann schon hervor, aber diese Drachengestalt hat ja sehr viel mit dem Menschen zu tun und sie ist verwandt womit? Verwandt zum Beispiel mit der Sphinxgestalt.

Was ist die Sphinx? Die Sphinx ist das sogenannte Viergetier, wie man es nennt. Es hat ja dieses Menschenantlitz dann den Brustkorb des Löwen und auch die Tatzen vorne des Löwen. Wenn es dann ganz richtig gestaltet ist, geht es hinten in den Stierleib über, also das Hinterteil sozusagen des Sphinx. Wenn es wirklich richtig ist, hat es einen Stierhinterteil und hat hinten eine Hufe in Wahrheit, also so wie es ein Stierhaut hat, diese Hörner unten, ist nicht überall ausgeprägt in dieser Totalität und dann, das findet man dann ganz selten dann ist ja noch ein Schweif hinten, da weiß man nicht ist es ein Löwen oder eher der Stierschweif hinten und dann hat es noch so ein bisschen eine Drachenschwanzerl dran es geht zu einer Drachenschwanzerl über das ist ganz selten wo zu finden aber naja, was ist das? Es ist ein Bild, das halt dann äußerlich in verschiedenen Tierformen manifestiert hat, der Überwindung oder der Zähmung sagen wir es einmal so, das heißt das in den Griff kriegen, dieser starken Astralkräfte weil diese ganzen Gestalten sind ja Ausdruck astralischer Kräfte. Die sind eben anders beim Stier die sind anders beim Löwen, die sind anders beim beim Menschenantlitz, das herauskommt, das sollte das eigentlich im Gleichgewicht halten, also das sollte dieses Menschenantlitz sozusagen die Führung über den Rest haben.

Ja und dann, was ich noch nicht gehabt habe, die Flügel, die gehören ja auch dazu, also die Sphinx ist ja geflügelt auch. Also der Adler als Bild, wenn man es so will also das was den hohen geistigen Aufschwung auch hat. Aber was sich halt auch nicht selbstständig machen darf, weil wenn es nur fliegt oben und die Erde verliert unter den Füßen, dann ist es auch nicht gut. Während der Stier, der steht ganz auf der Erde, der Stier ist auch mit dem Stiernacken und so, das ist das ganz Erdige eigentlich. Was der Löwe nicht ist, der ist lang nicht so erdig, der Löwe der schwebt schon drüber ein bisschen. Da ist dieses starke Atmungsorgan das drinnen ist und so das sich ganz auf das irdische verdauen, das heißt den Stoff zu verwandeln bis ins kleinste, auf das lässt er sich nicht so gerne ein, sieht man ja in der Gestalt drinnen das heißt da wo der Verdauungsteil ist, wird es sehr schlank, sehr eng. In der Natur wird er selten überfressen sein, aber im Zoo, wenn er nicht genügend Auslauf hat kann er halt auch ein bisschen Speck ansetzen aber eigentlich ist der mächtige Brustkorb da und ganz schlank der hintere Teil und die Verdauung geht auch sehr zügig anders als bei einer Kuh, die das da immer wieder hin und her spielt, um eben sogar dieses stark oder schwer verdaubare Gras und diese Dinge aufarbeiten zu können. Für einen Löwen ist das gar nichts, dahin schnapp, Beute, möglichst schnell runter schlingen, dass nicht vielleicht der Nachbarlöwe es raubt oder wer sonst halt noch da rum ist, der ist ja sehr am Kämpfen und dann halt liegen, aber trotzdem ist die Verdauung, geht dann relativ schnell und daher muss er relativ schnell wieder auf Jagd sich begeben. Dazwischen ist die Phase, aber die Kuh liegt und meditiert, ist daher ganz in sich, der Löwe meditiert nicht so, der Löwe meditiert nur kurzfristig, wenn er gerade gefressen hat, dann meditiert er auch dann ist er auch völlig harmlos, dann kannst du vor seiner Nase vorbei spazieren und er macht halt ein bisschen, haucht ganz zart und mehr ist es nicht. Man muss halt wissen ob er wirklich satt ist, das ist die Schwierigkeit da, also bitte mit Vorsicht und nur in Begleitung von Experten das ausprobieren. Aber dann, wenn der Hunger erwacht und die Beute, nur dann als Beute wahrgenommen wird, ist auch interessant also wie da die Wahrnehmung bestimmt wird durch die Willenssituation, nämlich ob ich Hunger habe oder satt bin, hängt auch mit dem Willen zusammen, also wenn der Löwe hungrig ist, dann entsteht ein ganz starker Willensantrieb und das schärft ihm die Sinne die Wahrnehmung führt für die Beute, die herumrennt. Wenn er gesättigt ist, ist das praktisch uninteressant, verschwindet aus seinem Wahrnehmungsfeld in Wahrheit, ist verblasst drinnen.

Drachengestalt und Viergetier als Evolutionsimagination. Ausscheidung tierischer Kräfte aus dem Menschen. Astrale Differenzierung als Grundlage irdischer Entwicklung 01:44:51

Ja, also das heißt die Drachengestalt die war das noch Frühere im Grunde, aus der Drachengestalt ist entstanden die Sphinxgestalt, dann bleibt eigentlich nur noch das Drachenschwanzerl hinten dran, aber vorne differenziert es sich. Ich meine, der Drache oder auch was dann wirklich auf Erden physisch gelebt hat, die ganzen Saurier oder was gegeben hat, im Übrigen ja auch viele, die Vegetarier waren oder halt die ausgesprochene Jäger waren, wie auch immer, aber die nächste Stufe ist eben die, dass es die Sphinx wird, dass es sich beginnt zu differenzieren, weil eben der Löwe ist was anderes als der Stier, der Adler ist erst recht was anderes, und wenn es dann Gottes, der Mensch, ist, der beginnt hervorzutreten. Im Prinzip ist das so ein Bild der Entwicklung der Lebewesen auf der Erde, im Grunde jetzt in einer Kurzimagination gefasst, aber wie sie aus dem Schlangenartigen, aus dem Reptilienartigen differenziert sich dann in das Viergetier, also das Löwe, Adler, Stier und vorne der Mensch, der aber noch nur als Antlitz einmal herausschaut. Es ist noch nicht das ganze Mensch geworden, aber es kündigt sich an. Das ist die Imagination eigentlich dafür, wie sich der Mensch auf der Erde entwickelt hat, indem er, bevor er in seiner heutigen Gestalt als aufrechtes Wesen dastehen konnte, die verschiedenen Tiere aus sich herausgesetzt hat. … natürlich die äußere Abstammungslehre, da waren vorher diese immer primitiveren Tiere. Dann wird es schon etwas weniger primitiv und irgendwann kommt halt der Affe von mir aus und dann kommt der Mensch.

Aber es ist eigentlich umgekehrt. Der Mensch ist am Anfang, aber er ersetzt das, was für ihn zu stark wäre, aus sich heraus. Und so entstehen zunächst, sagen wir es von mir aus, die Drachen, die herausgesetzt werden, wollen wir nicht gleich bis zu den Einzelnen zurückgehen, die im Übrigen die ersten Lebewesen waren, nur da haben wir haben keine äußeren Zeugnisse, die man finden kann, und das waren riesige, lebendige, ja, in gewisser Weise auch Einzeller. Nur die Zellen waren so groß wie ein Kontinent vielleicht. So fängt es an, weil ursprünglich die ganze Erde lebendig war. Nur ist es dann zerfallen in einzelne Lebensbereiche und das waren Lebewesen. Die Erde war auch noch viel flüssiger, viel beweglicher zu dem Zeitpunkt. So fängt es eigentlich an und dann zerbröckelt es immer mehr da fängt vieles an zu sterben. Zu sterben heißt es, geht aus dem flüssigen Zustand in den festen und dort fängt es an auszukristallisieren. Das ist eigentlich der Moment, wo wirklich der Mensch die Erde betritt. Aber das, was von ihm sichtbar ist, ist eigentlich nur, dass die Kristalle herauswachsen aus dem Boden. Trotzdem der Mensch steckt im Kristall drinnen. Aber das ist die Schlacke, die von ihm weg ist, und zugleich fallen die ersten Lebewesen heraus. Also nicht mehr die ganze Erde lebt, sondern riesige belebte Flächen sind es. Natürlich hat es eine räumliche Tiefe irgendwo, also das heißt, lebendige Gebiete würde man heute sagen, und aus denen kommen dann erst die kleinen Einzeller, die man heute als Ursprung nimmt.

Das sind spätere Sachen. Es lebt vorher das Ganze. Wir haben heute ja letztlich, ja sicher verständlich irgendwo, aber einen falschen Begriff vom Leben, in dem wir immer denken es geht also von dem kleinen, von der ersten Zelle aus, und so war der Ursprung. Eigentlich der Ursprung ist der, die ganze Erde ist lebendig, dann zerfällt sie in mehrere lebendige Bereiche und die zerfallen weiter und aus dem kommen einmal die Einzeller heraus und die schließen sich aber dann wieder zusammen, und darum passiert es auch irgendwie zu größeren Gebieten und dann fangen an Spezialisierungen. Da gibt es viele interessante Geschichten, aber dazu wird man jetzt zu weit vom Thema abschweifen. Also, was ich euch nur zeigen wollte, ist diese Imagination der Sphinx oder der vier Tiere, die ja eben auch in der Apokalypse genannt werden. Wir haben ja die schönen Siegelbilder, die haben wir uns ja schon einmal angeschaut. Das zweite Siegelbild, das in der Apokalypse dann eben im Grunde beschrieben ist, und aufgrund der Beschreibung ist es aufgebaut. Das sind hier, ich hoffe, ihr seht das irgendwo, ahnt das, das sind die vier Tiere. Es ist zwar nicht die Sphinx draufgezeichnet, aber die vier Tiere. Das ist der Moment, wo die Sphinx schon wieder zu zerfallen beginnt in einzelne Tiere, und dann gibt es noch wichtige Zwischenstufen zwischen der Sphinx und dann, dass es zerfällt in Einzelwesenheiten, also dass jetzt die Kuh als Repräsentant oder der Stier als Repräsentant der Verdauungstiere sie bildet in weiß Gott wie vielen Variationen dann natürlich, also der Huftiere und so weiter. Dann der Raubtiere, also der katzenartigen im Großen, aber das Hundeartige kommt dann auch dort irgendwo heraus aus der Richtung und dann die ganze Vogelwelt, von der Adler nur ein Repräsentant ist.

Und interessant nur so als Randbemerkung, auch die Vogelwelt ist aus der Saurierwelt entstanden, sogar als direktester Abkömmling. Weil die Saurier eben, was ja richtig ist, was man auch dann nachvollziehen konnte, die schon bevor sie noch fliegen konnten, schon in den ganzen Formationen, die sie als Herde hatten. Weil die Fliegenden waren dann die, welche schon als herdenartige Formationen gelaufen sind. [Original: Das waren gerade welche, die Fliegenden waren. Dann sehr herdenartige Formationen, schon gelaufen sind, die später einfach zu fliegen, also dieses gemeinsame Tun. Also die Vögel sind die direkt.] Wenn man sagt, sind die Saurier ausgestorben, nicht ganz, die Vogelwelt ist der Rest davon. Schaut ganz anders aus, die die wirklich davon geflogen sind, die sind diesem erdgebundenen Drachendasein entflogen. Da hat das Adlerprinzip den Aufschwung gemacht und die Kühe oder die ganzen Huftiere, diese starken Verdauungstiere, die haben sich ganz mit der Erde verbunden. Und dazwischen hüpfen heute die Raubtiere herum.

Also das ist eines dieser starken Bilder und es geht darum, eigentlich ist es eine Kurzform der ganzen Evolutionsgeschichte, die da drinnen steckt. Und geistig geht es aber davon aus, dass jetzt die australischen Kräfte sich beginnen, da zu differenzieren. Und sie sind eben anders in einem Löwen, der als Raubtier drinnen ist, sind sie anders in der Kuh, auch im Stier sind sie wieder ein bisschen anders als im weiblichen und männlichen, weil die Kuh, also die weibliche Form, eben stärker die Lebenskräfte entwickelt und das Stierelement stärker die australischen Kräfte entwickelt. Die aber ganz wichtig sind, also bei den Horntieren überhaupt sind die australischen Kräfte ja sehr wichtig. Und Rudolf Steiner beschreibt das ja im landwirtschaftlichen Kurs, wie die Hörner dann wichtig sind, um diese Kräfte zurückzuspiegeln wieder, dass sie wirklich innerlich nutzbar werden, also dass es ganz grimmig ist, wenn die Hörner abgeschnitten werden, wie man es ja heute gerne macht. Das ist eigentlich ganz schlimm. Das sind die Dinge, wo wir noch nicht gelernt haben, die Natur weiterzuentwickeln, weiterzugestalten, sondern nur halt altes einmal zu verschlechtern. Ja, so lange, bis wir nicht mehr anders können. Die richtige große Entwicklung wird dann anfangen und uns die Natur, wie sie gewachsen ist aus der Vergangenheit so weit weg stirbt, dass wir wirklich in die Krise kommen.

Dann werden wir lernen, sie als Kultur neu zu bauen. Nein, nicht bis sie ganz abgestorben ist, aber bis sie halt sehr kritisch geworden ist. Das wird den Druck erhöhen. Der Mensch hat schon auch die Fähigkeit, dass er gerade besonders unter Druck in der Not Kräfte entwickelt, die man ihm vorher nicht zugetraut hätte. Und wo er dann auch bereit ist zu einer großen Kooperation, die sonst nicht da ist, weil da der Egoismus halt überhandnimmt und jeder für sich will. Aber wenn es dann allen an die Gurgel geht, also das Messer an der Gurgel schon sitzt, dann kommt der Moment, wo man auf einmal zusammen hilft und die Fähigkeiten und die Kräfte einander verstärken. Das hat immer wieder in der Menschheitsgeschichte auch früher schon funktioniert, selbst dort, wo wir noch nicht so bewusst waren wie heute. Und es wird hoffentlich in der Zukunft aus Freiheit immer selbstverständlicher werden. Ja, sicher nicht gleich morgen oder übermorgen, aber es wird kommen.

Mythische Tiergestalten als innere Entwicklungsbilder. Verinnerlichung ätherischer Kräfte im Menschen. Apokalyptische Erscheinung als Ausgangspunkt geistiger Metamorphose 01:56:29

Ja, also das war dieses imaginative Bild mit den Sphinx-Tieren. Der Übergangszustand, der nächste noch zu dem, dass sie sich wirklich trennen aus der Sphinx in einzelne Tiere, ist in der Mythologie ganz deutlich drinnen, der Kentaur, also der Pferdemensch. Da ist ein nächster Schritt. Die Huftiere sind jetzt noch weiterentwickelt in einer gewissen Weise zum Pferd. Das Pferd ist ganz was Edles, und das Pferd hängt zusammen auch etwas, was Rudolf Steiner ganz deutlich schildert und was durchaus nachvollziehbar ist, wenn man ein bisschen imaginativ wahrnehmen kann, was bei den Pferden los ist. Also abgesehen von der Eleganz, die sie haben können. So ein edles Pferd ist ja was unheimlich Elegantes, aber sie haben einen riesigen Ätherkopf. Sie haben so einen ziemlich großen Kopf, aber der Ätherkopf ist noch viel größer, und diese Ätherkräfte, das sind gerade die Kräfte, wo unheimlich lebendige Imaginationen eigentlich drinnen sich spiegeln. Das Pferd erlebt eine ganze Menge. Das Pferd erlebt also viel mehr, auch von der nicht sinnlich sichtbaren Welt, als wir erleben dadurch. Nur, es kann es nicht bewusst handhaben. Aber diese Kräfte, indem wir das Pferd ausgeschieden haben aus unserer Entwicklung, so muss man es eigentlich nennen, so funktioniert die Evolution. Es schreitet weiter, es haben sich jetzt schon alle möglichen Tiere herausgesetzt, aber jetzt kommt das Pferd. Und als das Pferd herausgesetzt wird mit seinem riesigen Ätherkopf, passiert bei Menschen genau das, dass der Ätherkopf der früher deutlich noch über den physischen Kopf hinausgeragt hat, nur wir waren noch nicht in der Menschengestalt da, muss man ja dazu sagen. Beim Pferd ist es jetzt so, dass der ganz groß ist, beim Menschen zieht sich das ganz zusammen, dass er praktisch deckungsgleich wird mit dem physischen Kopf.

Das ist im Grunde bei keinem Tier der Fall. Bei den Pferden ist es nur das ganz Besondere, dass er besonders groß ist. Im Übrigen auch bei Elefanten zum Beispiel ist er sehr, sehr groß. Bei Menschen ist er aber klein. Das heißt nicht, dass er Ätherkräfte so sehr verloren hat, aber sie sind mehr ins Innere gezogen worden. Und das sind die Kräfte, die das Gehirn aufbauen und die dann auch das Verstandesdenken ermöglichen den Menschen. Daher kann man das Pferd immer, ja, eigentlich ziemlich egal, wo man hinschaut, in den Mythologien finden als Bild in Wahrheit für die Verstandeskraft, für die Denkkraft. Das Pferd ist unheimlich hellsichtig, der Elefant ist unheimlich hellsichtig, weil der große Ätherleib hinausragt und da spielen eigentlich hinein die ganzen astralen Strömungen und Wesenheiten, die da draußen sind. Die wurln da herum in dem Ätherleib und das bildet sich ab und in dem Leben diese Tiere eigentlich drinnen. Das heißt, die nehmen die Welt, erleben sie ganz anders. Sie haben schon auch sinnliche Augen. Im Übrigen beim Pferd eher eins links, eins rechts schaut, mit einer relativ geringen Überschneidung der Blickrichtungen, daher kein ausgebildetes räumliches Sehen. Trotzdem sind Pferde unheimlich geschickt auch im steilen Gelände unter Umständen oder so und sie sehen nicht so räumlich wie wir. Ganz interessant, finden sich trotzdem bestens zu Recht, sie orientieren sich halt auf andere Weise. Also jedenfalls haben sie große, hellsichtige Kräfte. Bei Menschen beginnen sie jetzt zu verschwinden, indem sich das hineinzieht.

Das heißt, in der frühen atlantischen Zeit war bei dem, was man als Mensch bezeichnen konnte, das auch noch sehr stark. Nur ist von dem nix physisch über. Das ist nur eigentlich im Wesentlichen überhaupt ein übersinnlicher Mensch fast. Und wir werden das, was sich physisch von ihm gezeigt hat, heute gar nicht als Mensch erkennen in Wahrheit. Auch die Schilderungen, die Steiner gibt, bis zurück in die lemurische Zeit, wo ja eigentlich die Inkarnationen begonnen haben. Aber da darf man sich nicht denken, dass der Mensch irgendeine Ähnlichkeit hatte mit dem, was wir heute sind. Das war ein sehr flüchtiges Gebilde der Mensch damals. Und was sich verhärtet hat, sind zuerst die Tiere und erst ganz zum Schluss, wenn wir dann die Affenwesen von mir aus ausgeschieden haben aus der Entwicklungsrichtung und die sich verhärtet haben in ihrem Ding, dann sind wir hervorgetreten in unserer jetzigen Gestalt.

Und wir müssen halt jetzt aufpassen, dass wir nicht versäumen, weiter uns zu entwickeln und uns nicht auch in dem, wie wir jetzt sind, verhärten, weil dann sind wir auch nur mehr Ausscheidungsprodukt, nämlich unsere Körperlichkeit. Unsere Physis ist aber sehr wichtig für unser Ich-Bewusstsein für den Aufbau des Ich-Bewusstseins und das vergeistigte Physische werden wir sehr wohl brauchen dann. Und dieses Ich-Bewusstsein und die damit verbundene Freiheit, die wir entwickeln können, dass wir das weitertragen können. Also es besteht eine große Gefahr, dass wir uns zwar schon vergeistigen können, wir werden das Ich zwar nicht verlieren, aber wir könnten die Freiheit verlieren, wenn wir uns zu sehr verhärten, zum Beispiel in der Gestalt, wie wir sie jetzt haben. Das heißt, die Menschengestalt wird sich verändern. Und wir müssen ja dann vor allem auch sehen, die Form, die der Mensch annehmen wird, wenn er überhaupt nicht mehr in einer stofflichen Form erscheint, sondern wenn seine Gestalt eine übersinnlich-physisch-ätherische geworden ist. Das ist, ich erinnere euch daran, nicht so weit weg, wenn man es in der großen Weltentwicklung sieht, weil das wird beginnen wird im 6., 7., 8., 9. Jahrtausend, ja nicht alle gleich auf einmal sich nicht mehr inkarnieren, aber es werden dann immer mehr Menschen soweit sein, dass sie eine solche stofflich-körperliche Inkarnation nicht mehr brauchen. Und gerade die nächsten Schilderungen in der Apokalypse, zum Beispiel, wo die Siegel geöffnet werden, das Buch mit den sieben Siegeln und wo dann die sieben Siegel geöffnet werden, die weist im Großen gesehen schon auf die Zeit hin nach unseren Kulturepochen.

Ich möchte nur ein Stückerl noch vorlesen, ein Bild, das wichtig ist, zu dem es auch ein Siegelbild gibt, das ich hier mal kurz zeige, ohne Erläuterung zeige. Also, ihr seht eine Gestalt in weißem Kleid mit weißen Haaren auch und eine Art feuriges Schwert kommt aus dem Munde heraus, und das wird schon ein ganz wichtiges Bild sein, weil ein sehr ähnliches Bild aber eine Weiterentwicklung dieses Bildes dann gegen Ende der Apokalypse, im 19. Kapitel glaube ich, vorkommt. Und diese Gestalt ist sehr wichtig, weil sie erstens auch mit dem Christus zusammenhängt, auf den hier letztlich schon hingewiesen, und es ist jedenfalls der, der ihm die Inspiration gibt, die Apokalypse zu schreiben. Und das lese ich euch noch zum Abschluss vor, ohne jetzt dann weiter darauf einzugehen. Wir werden das das nächste Mal fortsetzen, also diese Metamorphosen zu verfolgen. Also, es heißt hier noch im ersten Kapitel, also wirklich bei der Einführung, da schreibt er, Vers 10 beginnend:

Am Tage des Herrn wurde ich in das Geistgebiet versetzt und hörte hinter mir eine gewaltige Stimme wie den Schall einer Posaun. (1,10)

Da geht schon was los, da fängt schon ein deutliches Zeichen an. Es fängt mit der Inspiration an. Er sieht noch nichts, das Wesen ist im Rücken. Es ist im Übrigen also etwas Gutes, wenn man so das spürt, also man hat eine Wesenheit hinter sich und man hört etwas oder man spürt sie auch nur sozusagen, so also hinter mir eine gewaltige Stimme wie den Schall einer Posaune.

Sie sprach: Schreibe, was du siehst, in ein Buch, und sende es an die sieben Gemeinden, nach Ephesus und nach Smyrna und Pergamon und nach Thyatira, und nach Sardes und nach Philadelphia und Laodizea. (1,11-12)

Also die sieben Gemeinden dann in Kleinasien. Ich lasse jetzt ein Stück aus, überspringe ein bisschen, weil es eh schon spät ist,

und als ich mich umwandte,

jetzt wendet er sich um, jetzt kommt also die Imagination zustande,

und als ich mich umwandte, sah ich sieben goldene Leuchter und inmitten der Leuchter eine Gestalt wie die des Menschensohnes:
begleidet mit einem langwallenden Gewand,
die Brust mit einem goldenen Gürtel umgürtet,
mit weißem Haupt, dessen Haar leuchtete wie weiße Wolle und wie Schnee,
mit Augen, als wären sie Feuerflammen,
mit Füßen, als wären sie von Golderz, das im Feuer geglüht ist,
mit einer Stimme gleich dem Rauschen großer Wasserströme,
in seiner rechten Hand hielt er sieben Sterne,
aus seinem Munde ging es hervor wie ein scharfes zweischneidiges Schwert,
und sein Antlitz leuchtete wie die Sonne in ihrer ganzen Kraft. (1,13-16)

Das ist die Erscheinung des Christus in einer ganz speziellen Form. Und das ist also die Inspirationsquelle der Apokalypse. Und wie gesagt, es kommen dann auch intuitive Elemente noch dazu.

Aber lassen wir es damit einmal gut sein für heute, machen wir heute einmal wirklich einen relativ zeitigen Schluss. Ich lese auch, glaube ich, den Wochenspruch. Soll ich ihn noch einmal lesen? Gut, das ist aber dann wirklich der Schluss, der sechste Wochenspruch.

Es ist erstanden aus der Eigenheit
Mein Selbst und findet sich
Als Weltenoffenbarung
In Zeit- und Raumeskräften;
Die Welt, sie zeigt mir überall
als göttlich Urbild
Des eigenen Abbilds Wahrheit.

In diesem Sinne werden wir weiter tun. Die nächsten Male werden wir schauen, wie lange uns das beschäftigen wird, aber jetzt diesen Zusammenhang zwischen den Imaginationen, zwischen den verschiedenen Bildern zu zeigen, die eben Teil eines viel größeren Bildes sind, eben einmal die Apokalypse als Ganzes und die in einem inneren Entwicklungszusammenhang stehen. Also, das ist, glaube ich, auch wichtig, um zu verstehen, wie Imagination, imaginatives Schauen funktioniert. Diese Zusammenhänge zu sehen und auch diese Metamorphosen, auch im eigenen Schauen, wenn man schon anfänglich irgendwas merkt, wie sich das aber ändert im Laufe der Zeit und wie es aber Zusammenhänge gibt, wie dann auch mit der Zeit deutlicher. Aha, da war ja früher schon was. Das habe ich gar nicht so bewusst mitbekommen, dass da eigentlich was war, aber eigentlich habe ich es da schon erlebt. Und diese Bilder tauchen dann viel später oft auf. Gerade mit dem neuen Schauen ist es so, dass man vielleicht schon als Kind etwas erlebt, wenn man ganz klein war, ist es irgendwie durch das Bewusstsein gekommen, aber vergessen worden dann. Und viel später taucht das auf und da sind oft ganz weiche Erfahrungen drin. Kinder können da sehr weiche Erfahrungen machen. Also bis zum dritten Lebensjahr überhaupt sehr viel. Aber dann auch später noch und dann irgendwann verliert es sich halt heute meistens, weil auch unsere Zeitkultur so ist, dass sie mit einem gewissen Recht sogar mit einer gewissen Notwendigkeit alles dazu tut, dass die alten Kräfte verloren gehen. Und wir müssen halt den Sprung schaffen, die Neuen zu entwickeln, die jetzt viel bewusster sind und die damit noch mehr Klarheit, mehr Sicherheit bieten in Wahrheit, als was wir heute mit Logik machen können.

Ich will nicht sagen, dass das unlogisch ist, was da passiert, aber es wird auf einen ganz anderen Weg gefunden. Bei der Logik ist immer das Problem, dass alles sehr logisch sein kann, aber wenn ich nicht die richtigen Faktoren berücksichtige und manche eben auslasse dabei, kann trotzdem was Stimmiges herauskommen in einem bestimmten Bereich, aber größere Zusammenhänge gehen verloren. Weil in der Logik hängt es halt immer davon ab, was in den Prämissen schon mal drinnen ist irgendwo. Und wenn ich da nicht alles überschaue, dann nützen mir die ganzen logischen Schlüsse nichts. Ich habe ein zu kleines Feld betrachtet, und dieses imaginative Schauen hat also mindestens diese Bewusstheit, die ich beim logischen Ableiten habe, aber es hat die große Weite dazu. Und wir müssen halt lernen, diese Wachheit zu behalten, indem wir in diese Weite eintauchen, und die ist eben schon drinnen bei der kleinsten Berührung. In der steckt in Wahrheit die ganze Welt drinnen, wie auch da jetzt auf andere Weise im Wochenspruch angedeutet. Und wir können dorthin, ja, unser Ich ist die Schwelle dorthin. Wenn wir unser Ich erleben lernen, ist es das Tor in die geistige Welt hinein. Und da ist die Kraft darin, diese Bilder zu formen. Und zwar aus der geistigen Welt heraus zu formen, nicht nach der Willkür des Egos, nicht nach der Fantasie, aber die alten Kräfte müssen wir, die wir die neuen jetzt entwickeln sollen, verlieren. Aber ich habe auch gesagt, trotzdem müssen die alten Kräfte noch lange aufbewahrt werden irgendwo, weil wir mit den noch nicht so weit sind, dass das Neue schon vollgültiger Ersatz für alles sein könnte. Also daher auch nicht bitte denken, dass ich einfach jetzt spreche gegen die alten Kräfte. Sie haben immer noch ihre Berechtigung, aber es muss ein Bewusstsein, sie sind nicht die Zukunft, sondern es geht dran zu lernen, auf das gleiche Niveau zu kommen, ja sogar weit darüber hinaus zu kommen mit neuen Kräften und jetzt ganz bewusst und ganz mit der Freiheit verbunden.

Jetzt habe ich doch noch was dran gehängt, kann es ja nicht lassen. Ich hoffe, ihr verzeiht mir das. Ich danke euch jedenfalls für eure Geduld. Bis zum nächsten Mal, meine Lieben. Vielen Dank euch allen, die im Livestream dabei seid. Bis zur nächsten Woche.

Zusammenfassung

Die Apokalypse bietet Chancen für die Menschheit, aber auch Gefahren durch ahrimanische und asurische Einflüsse. Diese können das Ich-Bewusstsein verdrängen und zur Entwicklung von «schwarzer Magie» führen, bei der geistige Kräfte missbraucht werden. Die Herausforderung besteht darin, die christliche Kraft in uns zu nutzen, um die Menschheit positiv zu gestalten.

Die Zukunft der Menschheit liegt in der Kultivierung der Erde, nicht in ihrer Konservierung. Der Mensch, noch nicht voll entwickelt, soll die Erde in eine Kulturwelt verwandeln, die Ausdruck des Christlichen wird. Diese Entwicklung, die von der Kainsströmung geprägt ist, führt zur Entstehung neuer Hierarchiestufen des Menschentums, die schließlich die Elohim erreichen.

Die Beschäftigung mit der Apokalypse ist ein geistiger Schulungsweg, der Kräfte entwickelt, um Widersachern entgegenzutreten. Luzifer besitzt Weisheit, aber keinen schöpferischen Impuls, was zu Zerbrechlichkeit führt. Soratische Wesenheiten, auf der achten Stufe, sind den Elohim ebenbürtig, aber freiheitsverweigernd und nicht neuschöpferisch.

Schöpferische Prozesse beginnen im Kleinen und führen zu neuen, einzigartigen Schöpfungen, die schließlich vergehen. Diese Prozesse, die aus dem Nichts entstehen und wieder ins Nichts zurückkehren, beeinflussen zukünftige Entwicklungen, wie z. B. im neuen Jerusalem. Die Naturwissenschaft, die auf Beobachtung und Experiment basiert, wird durch lebendiges, imaginatives Denken ergänzt, das die geistigen Zusammenhänge und das Karma berücksichtigt.

Die geistige Wahrnehmung wird durch die Perspektive bestimmt, aus der man die Welt betrachtet. Verschiedene Blickwinkel auf geistige Wesenheiten führen zu unterschiedlichen, aber zusammenhängenden Imaginationen. Um die geistige Welt zu erforschen, muss der Wille zur Weltdienstbereitschaft vorhanden sein, nicht Neugierde oder Wissensdurst.

Spirituelle Neugier kann zu Egoismus und schwarzer Magie führen, wenn sie nicht mit dem Ziel der Menschheitsentwicklung verbunden ist. Das Leben, unabhängig von seiner Dauer, hat Sinn und kann Vorbereitung für zukünftige Inkarnationen sein. Die Widersacher versuchen, uns von unseren Aufgaben abzulenken, aber wir können uns durch Willenskraft und imaginative Wahrnehmung schützen und unsere Aufgaben erfüllen.

Imaginatives Schauen erfordert das Löschen von Bildern, um die zugrundeliegenden Zusammenhänge zu erkennen. Der sechste Wochenspruch beschreibt die Entstehung des Selbst aus der Eigenheit und dessen Offenbarung in der Welt. Die Apokalypse, besonders im Johannes-Evangelium, veranschaulicht diese Zusammenhänge durch Bilder und Inspiration, wobei Johannes die geistigen Zusammenhänge am tiefsten durchdringt.

Johannes, der Lazarus, erlebte eine geistige Einweihung durch Christus und wurde zum «Selbstschauer». Diese Fähigkeit, die prophetischen Worte zu verstehen und selbst zu sehen, ist besonders in unserer Zeit wichtig. Die Astralwelt, die Welt der Seelenkräfte, ist kraftvoll und kann sowohl positiv als auch negativ wirken, je nachdem, wie man mit ihr umgeht.

Die Sphinxgestalt, entstanden aus der Drachengestalt, symbolisiert die Entwicklung der Lebewesen auf der Erde. Sie differenziert sich in die vier Tiere Löwe, Adler, Stier und Mensch, wobei der Mensch am Anfang steht und die Tiere aus sich heraussetzt. Die Vogelwelt ist ein direkter Abkömmling der Saurierwelt, während die Huftiere und Raubtiere aus der Sphinxgestalt hervorgehen.

Der Ätherleib von Pferden und Elefanten ist groß und hellsichtig, während er beim Menschen kleiner und nach innen gezogen ist, was das Verstandesdenken ermöglicht. Die Menschengestalt wird sich verändern und irgendwann übersinnlich-physisch-ätherisch werden, was im 6. bis 9. Jahrtausend beginnen wird. Die Apokalypse beschreibt diese Entwicklung und die Inspiration für ihre Entstehung.

Logik kann zu eng gefasste Ergebnisse liefern, wenn wichtige Faktoren übersehen werden. Im Gegensatz dazu bietet die imaginative Betrachtung eine umfassendere Perspektive und ermöglicht den Zugang zur geistigen Welt, wo neue Kräfte entwickelt werden. Diese neuen Kräfte sollen die alten ergänzen, nicht ersetzen, da diese noch ihre Berechtigung haben.

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Literaturangaben

Rudolf Steiner, Alexandra Riggins: Die sieben apokalyptischen Siegel, Triskel Verlag 2005, ISBN 978-3-905893-02-1;

Rudolf Steiner: Das Christentum als mystische Tatsache und die Mysterien des Altertums, GA 8 (1989), ISBN 3-7274-0080-3;

Rudolf Steiner: Die Apokalypse des Johannes, GA 104 (1985), ISBN 3-7274-1040-X;

Rudolf Steiner: Aus der Bilderschrift der Apokalypse des Johannes, GA 104a (1991), ISBN 3-7274-1045-0;

Rudolf Steiner: Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, V: Apokalypse und Priesterwirken, GA 346 (2001), ISBN 3-7274-3460-0;

Emil Bock, Das Neue Testament, Übersetzung in der Originalfassung, Urachhaus, Stuttgart 1998, ISBN 3-8251-7221-X

Einzelnachweise

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