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Rudolf Steiner und die Welt der Farben - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025
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Dr. Wolfgang Peter hielt am 9. November 2025 auf Einladung des Brunner Heimathauses [Brunn am Gebirge, Österreich], in dem sich u.a. auch eine Gedenkstätte Rudolf Steiners befindet, einen Vortrag zum Thema „Die Welt der Farben“ aus der Sicht Rudolf Steiners.
Transkription des Vortrages „Rudolf Steiner und die Welt der Farben“ vom 9. November 2025
Tr. und Glossar von Elke J., November 2025
Begrüßung - Steiners früher Zugang zu Goethes Farbenlehre 00:00:38
Ja, ich freue mich auch, dass ich wieder einmal hier sein darf, nach längerer Zeit, nach längerer Pause wieder und Ihnen ein bisschen was erzählen darf, was Rudolf Steiner über die Farben, über die Welt der Farben gesagt hat, welchen Zugang er dazu hatte. Einen ganz zentralen, gleich von Anfang an eigentlich, weil als er als Student in Wien war, hat er bei Professor Karl-Julius Schröer vor allem studiert. Und der hat sich sehr mit Goethe beschäftigt, also mit der Dichtkunst von Goethe und so weiter. Nur mit den naturwissenschaftlichen Sachen von Goethe hat er sich nicht ausgekannt. Und sein bester Student, Rudi Steiner, der hat es übernommen, sich eben mit den naturwissenschaftlichen Sachen zu beschäftigen, vor allem eben auch mit der Farbenlehre.
Und das heißt, Rudolf Steiner war von Anfang an eigentlich seiner Karriere, wenn man so will, beschäftigt eben auch mit dem Thema Farben. Das war ihm immer sehr, sehr wichtig und gerade das Künstlerische auch.
Farbenlehren sind heute sehr technisch und äußerlich orientiert. Goethes Fokus lag auf der seelischen Wirkung der Farben 00:01:37
Und Farben überhaupt, die Künste überhaupt, aber insbesondere eben auch die Malerei, hat ja sehr viel zu tun - Farben haben was mit dem Seelischen zu tun. Viele Farbenlehren, die es heute gibt, sind sehr technisch, sehr äußerlich orientiert: Was kann man messen daran und welche Farbkontraste kann man messen? Es geht aber doch vor allem darum, was erlebe ich, wenn ich die Farben anschaue, wenn ich mich vertiefe in diese Sachen. Das hat schon Goethe eben studiert und ihm ist schon damals so, auf gut Wienerisch gesagt, auf die Nerven gegangen, dass man nur die äußerliche Seite sieht.
Ein großer Physiker seiner Zeit oder etwas früher sogar als Goethe war Newton, der sich mit den Farben beschäftigt hat, der gesprochen hat, also von der Zerlegung des weißen Lichtes in die verschiedenen Farben. Also wir kennen das bei den Regenbogenfarben zum Beispiel. Goethe hat schon einmal nicht gefallen, dass es eine Zerlegung sein soll. Was wird da zerlegt im Licht? Licht ist ganz was anderes für ihn. Und er hat seine eigene Farbenlehre entwickelt und hat vor allem auch Rücksicht genommen, was bewirken die Farben seelisch, wenn sie auf den Menschen wirken? Das war ihm das Entscheidende, weil das war auch das, wo er gefunden hat, das ist das, was für den Künstler interessant ist. Also die physikalischen Aspekte sind ja sicher auch nicht uninteressant, aber man will ja den Menschen etwas mitgeben seelisch, mit dem, was man malt, mit den Formen, mit den Farben. Und daher hat er sich vertieft, also in die seelischen Wirkungen dieser Farben und hat gesprochen von der sinnlich-sittlichen Wirkung der Farben.
Das ist nicht ganz dasselbe, so wie es klingt, sondern er hat eben gemeint, Farben haben eine sinnliche Wirkung, klar, und sie haben aber auch eine Wirkung auf das Gemüt, auf die Seele. Und das ist ganz deutlich. Also nicht umsonst sagt man, man sieht eine Sache durch die rosa-rote Brille, dann empfindet man alles schon heiter. Oder wenn es gar gelb ist, durch ein gelbes Filter durchgeschaut, schaut alles recht freundlich aus. Wenn ein blaues Filter man vorhält vor die Augen, dann schaut selbst der schönste Sonnentag ein relativ triste aus. Also das heißt, die Farben haben eine unterschiedliche Qualität auf die Seele zu wirken, aber auch sogar auf den Organismus zu wirken. Das ist ganz interessant, man hat viel später, also das kannte Goethe noch nicht, Steiner in der Art auch noch nicht, viel später hat man das untersucht, wenn Menschen in einem Raum sind, der mit einer Grundfarbe ausgemalt ist, entsprechend beleuchtet ist, also zum Beispiel blau, dann sinkt die Körpertemperatur. Nicht gleich, dass es eine ganz starke Untertemperatur gibt, aber so um ein halbes Grad, also messbar deutlich sinkt sie. Und wenn man in einem roten Zimmer ist, steigt sie. Also das heißt, die Farben, die wir aufnehmen, die wir durch die Augen, aber nicht nur durch die Augen, sondern auch durch die Hautsinne aufnehmen. Nämlich interessant, man hat denselben Versuch mit blinden Menschen gemacht und es wirkt genauso, spannenderweise. Also obwohl sie die Farben eigentlich nicht sehen, aber sie fühlen sie.
Das Sehen ist ein in der frühen Kindheit erlernter Prozess 00:05:02
Also wir sind eigentlich viel lichtempfindlicher, als wir denken. Das Auge ist nur das spezialisierte Organ, um scharf Dinge zu sehen. Wobei das Sehen auch schon eine ganz spannende Sache ist, weil wir denken, na, wir machen die Augen auf und sehen. Wissen wir zwar nicht, wie das funktioniert, aber es funktioniert, Gott sei Dank. Interessanterweise funktioniert es nicht so einfach, wie man es sich denkt. Es funktioniert, weil wir es als ganz kleines Kind in den ersten Lebenswochen und Monaten lernen. Und was wir nicht lernen, in der Zeit zu sehen, wenn wir nicht die Grundlagen wenigstens erlernen, dann wird es sehr, sehr schwer.
Man hat Versuche gemacht, also Versuche … blind geborene Menschen, die an einer Art angeborenen, grauen Star leiden, kann man operieren. Konnte man schon zu Steiners Zeiten, schon zu Goethes Zeiten gab es Ansätze dazu. Da wird einfach die Linse heraus operiert und durch eine künstliche Glas- oder Kunststofflinse ersetzt. Und dann ist die Trübung weg und dann kann man eigentlich sehen. Und man kann doch nicht sehen, wenn man nicht als Kind es gelernt hat. Also die meisten Menschen, die man so … blind Geborene, die man so operiert hat, haben sich nicht zurechtgefunden, die vielleicht jetzt schon im 20., 30. Lebensjahr oder so waren, die sich als Blinde schon ganz gut orientieren konnten.
Blinde Menschen als Beispiel - unser Wahrnehmungsvermögen ist viel größer, als uns bewusst ist 00:06:27
Weil es ist oft erstaunlich, wie gut sich Blinde orientieren konnten. Da fällt mir ein: Hier, da vorne, wo bei einem Vortrag, den ich hatte, ist eine Dame gesessen, der bin ich schon begegnet, wie ich reingekommen bin. Es war etwas später als heute, es war stockfinster. Ist zielsicher reingegangen, hat mich gefragt, geht's da hinein? Ja, da hinein und die Treppe hinauf. Ist hinaufmarschiert, dann habe ich meinen Vortrag gehalten, sie ist in der ersten Reihe gesessen. Und ich bin auch auf das Thema Blindheit gekommen. Eben auch, um zu zeigen, ja man muss sehen erst lernen. Und dann sagt sie mir, wissen Sie, dass ich blind bin? Da dachte ich, das gibt es nicht, die ist souverän einfach da raufgegangen! Ja, sie hat sich am Geländer angehalten, das mache ich auch unter Umständen. Also man hat das nicht gemerkt, sie ist ganz sicher reingegangen. Sie hat gesagt, das hat sie gelernt.
Blinde kennen sich durch Geräusche - leichte, ganz leichte, das merkt man gar nicht - und durch das Echo, fast wie Fledermäuse. Das kann man lernen, das geht verblüffend gut. Also ich kann es nicht, aber ich habe das schon von einigen gehört, das kann man lernen und dann kann man sich recht sicher orientieren. Auch wenn ein durchlässiger Zaun oder was ist, man merkt es. Man spürt es rechtzeitig. Außerdem spürt man, wenn man ein bisschen sensitiv ist, spürt man, da ist ein Gegenstand in der Nähe. Wenn man ein bisschen vorsichtig ist. Also wir haben ein weiteres Wahrnehmungsvermögen, als uns in der Regel bewusst ist.
Über das Geistige in der Kunst - der Einfluss von Goethes Farbenlehre auf Künstler wie Kandinsky und Mondrian 00:08:10
Ja - und das heißt, vieles geht auch ins Unbewusste, hat unbewusste Wirkungen. Ebenso zum Beispiel, dass bestimmte Farbqualitäten wirklich entweder den Stoffwechsel hochfahren, also wärmen oder ihn heruntersenken, ihn kühlen, irgendwo. Die Farben wirken ganz leise. Und das ist die geheimnisvolle Wirkung, die ein Bild eigentlich ausmacht. Also wenn es in Farben gemalt ist, natürlich die Formen auch. Aber wenn ich jetzt auf die Farben eingehe, die haben eine Wirkung auf den Menschen. Und die ist nicht so, dass der Künstler das jetzt geradezu mathematisch ausgerechnet hätte, sondern er spürt es. Ein guter Künstler spürt es. Kunstwerke entstehen nicht einzig aus dem Kopf heraus. Ja, da setzt man sich ein Thema. Aber wie es dann im Detail wird, das muss man selber etwas erleben in sich. Das ist in allen Künsten so im Grunde, dass man etwas hineinlegt.
Und mit dem hat sich eben Goethe beschäftigt und das hat Steiner aufgegriffen auch. Viel, viel später dann, also eigentlich erst in einer späten Lebensphase, als es darum ging, auch Bauwerk zu schaffen. In Dornach ist ja entstanden in der Schweiz das sogenannte Goetheanum, nach Goethe benannt. Das erste Goetheanum war ein Holzbau, ein Doppelkuppelholzbau, also mit ineinander verschränkten Kuppeln. Ist entstanden in der Zeit des Ersten Weltkrieges. Das Sensationelle war, dass Menschen aus allen Nationen, auch aus den verfeindeten Nationen, dort zusammengearbeitet haben, um das aufzubauen. Und vor allem künstlerisch zu gestalten. Also viele Künstler waren dort und haben mitgearbeitet. Kandinsky zum Beispiel war eine Zeit auch dort und hat Ideen davon übernommen. Das bekannte Buch von ihm, „Das Geistige in der Kunst”, ist durchaus inspiriert auch von dem, was er von Steiner gehört hat. Ein anderer war Piet Mondrian, der zwar den Steiner nie persönlich getroffen hat, aber sich sehr auch mit Steiners Farbenlehre beschäftigt hat.
Und da sind wir jetzt schon auf der Spur. Wenn Sie kennen von Piet Mondrian, diese berühmten Bilder, diese farbigen Vierecke, Quadrate und so weiter, schwarze Linien und dazwischen ein paar weiße Flächen oder so. Das ist eigentlich total inspiriert von Steiners Farbenlehre. Er hat nämlich eben auch das, was Goethe geschrieben hat, genommen, aber weitergeführt, andere Aspekte noch gezeigt. Und hat sich eben auch sehr beschäftigt damit.
Es gab während der Erdentwicklung wiederholt ein Aussterben eines Großteils der Lebewesen. Millionen Jahre später blühte das Leben auf neue Art wieder auf 00:11:04
Ja, also Farben sind etwas Sinnliches, natürlich, aber sie sind auch mehr. Sie sprechen nicht nur zu den Sinnen, sondern sie haben eine Anregung auf das Leben, auf die Lebenskraft im Menschen. Weil wir sind eben nicht nur ein physischer Gegenstand - wie eine Statue, sondern wir leben auch. Und Leben ist noch etwas anderes als bloß Stoffliches. Beim Leben ist die Zeitdimension ganz wichtig, die Veränderung, wie Früheres es mit Späterem zusammenhängt. Also Rhythmen sind sehr wichtig im Leben. Und dann kommt erst die nächste Ebene. Also die unterste sozusagen, die alles trägt, ist sicher die physische. Wir haben einen Körper, klar, sonst würden wir da nicht sitzen oder stehen können. Aber es kommt dazu, wir leben auch. Aber Leben allein bringt noch nicht Bewusstsein. Also Pflanzen zum Beispiel leben auch. Sie reagieren unter Umständen auch auf Eindrücke der Umgebung. Sie reagieren natürlich auf das Licht. Sie ernähren sich ja sehr wesentlich vom Licht. Also sie brauchen zwar natürlich auch Wasser und Kohlendioxid, dass sie einatmen. Sie kennen das: Fotosynthese. Aber sie leben eigentlich vom Licht der Sonne in Wahrheit. Und von diesem Licht der Sonne, vermittelt durch die Pflanzen, lebt alles andere, was auf Erden lebt. Die Tiere leben davon, bis zu den Einzellern hinunter und wir auch. Wir als Menschen auch.
Also das heißt, diese Verbindung mit dem Sonnenlicht in seiner spezifischen Form, so wie es ist. Nicht umsonst ist die Farbe der Pflanzen, die Blätter … grün zunächst einmal die Hauptfarbe. Weil unsere Sonne, zwar wenn man so hinauf schaut im Sommer, schaut sie fast weiß aus, man wird total geblendet. Aber sie hat in sich die Kraft, alle Farben zu erzeugen. Und am intensivsten ist die Grünwirkung in unserem Sonnenlicht. Das ist nicht bei allen Sternen. Es gibt ja auch andere Sterne am Himmel. Manche wissen wir bereits, dass sie Planeten haben, bei anderen wissen wir es noch nicht. Aber es gibt Sonnen in fast allen Farbschattierungen. Also es gibt blaue Sterne, es gibt rote Sterne, in allen Größenordnungen, in allen Helligkeitsformen. Aber unsere hat die stärkste Strahlung, die Intensität im grünen Bereich. Grün ist etwas sehr Wichtiges. Und dieses Grün bildet sich sozusagen ab in den Pflanzen, in den Blättern, im Chlorophyll, das da drinnen ist und kann am besten eben diese Sonnenenergie aufnehmen. Also das ist das, von dem die Erde lebt. Die Pflanzen atmen den Sauerstoff aus, der im Übrigen für das ursprüngliche Leben auf Erden absolut giftig war. Die längste Zeit der Erdentwicklung am Anfang, in der Urzeit zurück gab es nur so Kleinlebewesen, so Bakterien in der Richtung irgendwas, die alle nur durch Gärungsprozesse gelebt haben und für die alle Sauerstoff tödlich ist.
Das heißt, als begonnen haben die Pflanzen zu entstehen oder besser gesagt die Cyanobakterien. Das waren besondere Bakterien, die haben die neue Erfindung gehabt, sie haben Farbkörperchen drinnen, die so grün-blau von der Färbung sind und die konnten Sonnenlicht aufnehmen. Und auf einmal entstanden Lebewesen, die nicht nur von Gärungsprozessen gelebt haben, sondern es entstand etwas, was sich vom Sonnenlicht direkt ernähren konnte. Ein bisschen andere Beistoffe natürlich auch, Kohlendioxid brauchen sie, Wasser brauchen sie, das war reichlich vorhanden auf der Erde. Aber sie nehmen das Sonnenlicht auf und sie machen was Neues, sie atmen Sauerstoff aus. Also genau das Gegenteil wie bei unserer Atmung, wir atmen ihn ein und atmen Kohlendioxid aus. Die haben das umgekehrt gemacht.
Und das war für die meisten Lebewesen auf Erden, die es damals gab, eben diese ganzen anderen Bakterien, die Gärungsbakterien, für den größten Teil tödlich. Große Katastrophe, die sich im Übrigen in der Erdentwicklung öfter wiederholt hat, dass 90 %, 95 % des Lebens auf Erden radikal ausgestorben sind, verschwunden sind und ein paar Millionen Jahre später, also sprich kurz danach, im Erdmaßstab gesprochen, blüht plötzlich wieder eine ganz andere Art von Leben auf. Also zum Beispiel dann diese Welt mit den riesigen Schachtelhalmen, mit den Farnen und dergleichen, die Saurier, die dann anfangen herumzurennen. Ist jetzt ein großer Sprung. Ganz anderes Leben. Und dann lange Zeit danach wieder großer Einschlag - man vermutet sogar, dass der Meteoriten-Einschlag mitbeteiligt war: Saurier sterben aus, überleben es kaum, bis auf die kleinen Exemplare, die wir heute noch überall finden. Das sind halt die kleinen Varianten. Und die ersten Säugetiere, die es schon gab während der Saurier-Zeit, aber die noch so Miniaturausgaben waren, so kleiner als Spitzmäuse, die sind auf einmal immer mächtiger geworden und haben sich ausgebreitet und irgendwann sind wir da gestanden.
Das Leben auf der Erde hängt zum größten Teil stark zusammen mit der Sonnenkraft und ein wenig mit der unterirdischen vulkanischen Wärme 00:16:55
Und ein Großteil dieses Lebens lebt vom Sonnenlicht. Direkt die Pflanzen, indirekt die Tiere, indem sie sich eben von dem, was die Pflanzen erzeugen, Traubenzucker vor allem und Stärke und was dann herauskommt, Mehl, was wir dann gewinnen. Also wir leben von der Sonne. Von der Sonne, die uns aber auch das Licht und die Farben gibt. Und mit dem Licht die Kraft gibt, zu leben. Also da ist Lebenskraft drinnen in der Sonne. Man kann sagen, das Leben auf der Erde hängt ganz stark zusammen zum größten Teil mit der Sonnenkraft. Ein bissl was auch mit der unterirdischen vulkanischen Wärme. Die hat am Anfang eine große Rolle gespielt, spielt heute noch eine große Rolle in den Meerestiefen. So wirklich 6.000, 7.000 Meter Tiefe, wo es in die Tiefseegräben hineingeht. Das sind oft Vulkanausbrüche und dort leben dutzende, was heißt dutzende, tausende Bakterien, die diese Wärme verarbeiten können und sich hauptsächlich von dem nähren und ein bisschen von dem Abfall, der von oben herunter sinkt. Also selbst angenommen, wenn außen in den oberen Wasserschichten das Leben stirbt, leben die unten noch lange und leben vom Inneren der Erde. Aber wir leben mehr vom Äußeren, also vom Sonnenlicht.
Die drei Glanzfarben sind nach der Farbenlehre Rudolf Steiners die Farben Gelb, Blau und Rot. Sie haben etwas Leuchtendes, sie erglänzen und zeigen ihr Wesen an der Außenseite 00:18:27
Ja, also das heißt, das Grün hat was mit dem Leben zu tun. Und jetzt sagt Steiner was Interessantes. Er prägt den Spruch: Grün ist das tote Bild des Lebens. Also er spricht von Bildfarben, und wir werden gleich zum anderen kommen, auch von Glanzfarben. Die Glanzfarben, das sind die, die sozusagen für sich selber stehen. Er sagt, es gibt den Glanz des Geistes, das ist das Gelb. Das Gelb. Und zwar das strahlende Gelb, also nicht so ein dunkleres Ockergelb, sondern wirklich ein strahlendes Gelb. Genau die Farben, die der Mondrian so gern verwendet hat. Weil seine Quadrate und Rechtecke sind immer Gelb, Blau und Rot. Und dazwischen gibt es schwarze Striche, senkrechte und waagerechte.
Also Gelb, Glanz des Geistes. Das ist die Farbe, die sozusagen laut Steiners Empfindung am nächsten am Geistigen ist. Also dieses Licht. Dann das Grüne … ah, das Blaue, ist der Glanz des Seelischen. Man muss sagen - blau, welche Wirkung hat Blau? Man kann natürlich nur jeder versuchen selber zu empfinden. Aber man wird vielleicht etwas Gemeinsames finden. Also es wird die meisten Menschen, eben wenn sie zum Beispiel durch ein blaues Glas oder durch eine blaue Folie durchschauen, schaut alles ein bisschen trübsinnig aus. Selten werden sie sagen, jetzt fühle ich mich richtig frisch und munter und … ah, es ist schön. Nein, es ist eher ein bisschen triste. Während eben Gelb, Gelbtöne oder das Rosarot, das ist auch sehr energetisierend, aber Gelb besonders freundlich, hell … ach ich fühle mich luftig, leicht. Das wirkt.
Also Gelb ist für Steiner der Glanz des Geistes. Blau, der Glanz des Seelischen. Das Seelische, kann man das anschauen? Ich frage jetzt nur einmal. Es wirkt auf jeden Fall. Also das heißt, es wirkt auf die Seele, das ist richtig. Aber das Seelische selber ist sozusagen etwas, was im Inneren irgendwo verborgen ist. Das ist auch nicht etwas, was wir direkt, zumindest so leicht, den anderen übermitteln können. Wenn man sehr aufmerksam ist, kriegt man es schon mit, was bei einem anderen Menschen vorgeht. Auch wenn der vielleicht nicht will, dass man es mitkriegt, kann ja auch durchaus sein. Aber wir spüren etwas davon, aber da muss man schon sehr wach sein und ich denke, das wäre in unserer Zeit sehr wichtig.
Empathie lernen gegenüber Menschen, die anders sind 00:21:35
Weil die Menschen sind heute, kommt mir vor, vielfach so sehr, weil die Zeit so kompliziert ist, mit sich selbst beschäftigt und kriegen gar nicht mit, was beim anderen los ist. Und sie schütten ihre Worte aus und kriegen gar nicht mit, wie betrifft denn das vielleicht? Wie versteht der das? Einer ist von etwas begeistert, der andere wird verfällt immer mehr innerlich und mag das vielleicht gar nicht. Und man kriegt es gar nicht mit. Also das ist schon eine Kunst, mit dem anderen so mitzuleben, dass man wirklich seelisch eins werden kann mit ihm, ein bisschen für den Moment zumindest. Nämlich auch mit einem Menschen, der ganz anders ist als ich, der anders empfindet. Da wird es ja im Grunde interessant.
Es ist auch interessant, dass oft Leute, die ganz genau gleich empfinden, oft streiten miteinander. Das wird dann zu viel, wenn ich nur einmal das Spiegelbild von mir habe. Ist nicht die Norm, aber kann passieren. Aber es kann höchst spannend auf jeden Fall sein, einzutauchen in die Seele eines anderen Menschen. Nicht in einer zudringlichen Weise, sondern eben einfach anzunehmen, Empathie zu empfinden. Das geht und das braucht unsere Zeit sehr stark. Es ist so viel die Rede von Krieg und Frieden und Spannungen und Probleme. Wie lösen wir das? Und wir suchen immer äußere politische, militärische oder sonstige Lösungen. Natürlich müssen wir schon etwas tun, aber es wird nichts nützen, wenn nicht die Menschen selber bereit sind, die Brücke zu finden. Und vor allem die Brücke zu den Menschen, die sich bis jetzt als Gegner, als Feinde, als unsympathisch oder so empfunden haben, sondern das Gemeinsame zu finden. Und das ist offensichtlich wahnsinnig schwer. Wahnsinnig schwer.
Wenn Sie nur denken, die ewigen Probleme mit Israel und den Palästinensern. Was immer unter Palästinenser man versteht, also die arabische Abstammung, verschiedenste Abstammungen selber, die sich untereinander ja auch oft überhaupt nicht einig sind. Und wie es im Süden ist, mit stärkeren Emotionen auch noch verbunden. Und man drückt aufs falsche Knopferl sozusagen und das Ganze geht hoch. Ich habe selber in Israel Palästinenser als unglaublich herzliche Menschen kennengelernt. Und ich war damals, es ist schon lange her, dass ich dort war, ich bin durchs Westjordanland gefahren, also im Gazastreifen war ich nie, aber im Westjordanland. Eine Katastrophe, wie es dort ausschaut! Katastrophe! Man fährt aus Israel rüber ins Ding, durch alle möglichen Sperren durch, bis dahin blühendes Land. Man kommt ins Westjordanland, Schutthaufen über Schutthaufen, verfallene Häuser, in denen aber Leute leben. Fenster, Glasfenster, praktisch nirgends. Löcher. Da war einmal ein Fenster drinnen und dort sitzen sie auf den Schutthaufen und kochen ihren Tee auf irgendeinem Dreifuss oder was. Und trotzdem unheimlich freundlich, die Menschen. Unheimlich offen.
Also wir hatten da einen Führer, einen palästinensischen, der uns durch die Al-Aqsa-Moschee geführt hat. Der hat gesagt, das wäre jetzt das Fotografieren, aber das darf man natürlich nicht. Das hat er gemacht. Ich habe ihm die Kamera gegeben, der hat fotografiert. Dann hat er gesagt, habt ihr einen Hunger, Mittag gegessen? Ja. Ich muss nur schnell anrufen. Hat er angerufen. So waren wir eingeladen zu einer großen Familienfeier, ich glaube eine Hochzeitsfeier oder irgendwas war das, haben wir gratis gegessen. Die Tische haben sich gebogen. Na, und was sind wir schuldig? Nix. Er hat uns sympathisch gefunden. Einfach so.
Also eigentlich eine ganz offene Mentalität, aber man hat sofort gemerkt, Palästinenser und Israelis, da knistert es. Total Vorsicht auf beiden Seiten. Ich bin durch das Westjordanland gefahren, mit einem Leihwagen, Straßen, asphaltierte Straßen überhaupt nicht, also Schotterstraßen im Grunde mit solchen Schlaglöchern. Das hat das Auto natürlich irgendwie nicht gut überstanden. Irgendwann ist der Auspuff abgerissen. Bin dann noch im Dunkeln durch die Dörfer gebraust mit einem röhrenden Auspuff. Und in Ost-Jerusalem, also im Palästinenser-Gebiet ist endgültig dann nichts mehr gegangen. Dann habe ich übernachtet in einem Palästinenser-Hotel … haben wir übernachtet Und am nächsten Tag, die Autofirma hat das Auto geholt. Zu viert. Zu viert sind sie gekommen. Hätte einer locker mit dem Abschleppwagen abholen können. Sie haben sich gefürchtet. Und die Palästinenser waren genauso. Man hat gemerkt, da knistert es. Und der Erfolg war nachher beim Rückflug, sind wir drei Stunden verhört worden, bevor wir abfliegen durften. Weil das war registriert, wir waren in einem Palästinenser-Hotel. Und wir haben überhaupt nicht fix gebucht irgendwo eine Reise, sondern sind geblieben, wo wir sind. Also höchst verdächtig. Der Flieger hat warten müssen, den haben sie nicht weglassen, erst bis das geklärt war. Also unheimliche Spannung drinnen. Sowohl Israelis als Ding, mit beiden kann man eigentlich gut umgehen in Wahrheit. Nur miteinander in der Situation, wo es ist, schaffen sie es nicht.
Kunst sollte Seelennahrung für Menschen sein, dann kann sie zu einer besseren und friedlicheren Welt beitragen 00:27:18
Das ist so unheimlich wichtig. Das ist etwas, was aber auch wirken kann durch Bilder. Durchaus. Bilder, wenn sie gut gemacht sind, wenn der Künstler was empfunden hat und das in den Farben drinnen liegt, dann kann das sehr wohl entweder eine aufstachelnde Wirkung haben oder auch eine befriedende Wirkung. Ich meine, man darf sich nicht Wunder erwarten, keine Frage. Aber wenn Kunst, die, wie soll ich sagen, aus dem Herzen kommt, präsent ist, den Menschen gegenwärtig ist und das zum Leben irgendwo dazugehört, was ja leider selten der Fall ist, weil die Galerien sind irgendwo und die meisten gehen ja gar nicht rein. Aber eigentlich mit Kunst umgeben zu sein, die wirklich Kunst ist, indem sie seelisch etwas gibt dem Menschen. Das ist Seelennahrung. Das sind alles Dinge, die zu einer, wie soll ich sagen, besseren Welt, friedlicheren Welt beitragen könnten. Wenn da mehr passieren würde, dass Kunst so wirklich im Leben gegenwärtig ist, nicht nur, oh, jetzt das kostet 40 Millionen oder was und dann ist das super Kunstwerk, je teurer es ist.
Der bewusste Umgang mit Farben. Vom Verständnis, wie Farben wirken 00:28:39
Das ist nicht das Kriterium, sondern das Kriterium ist, was lebt seelisch drinnen in dem Bild. Und das ist genauso in der Musik, das ist in der Dichtung, wie auch immer. Da kann man sehr viel weitergehen: und darum war es der Rudolf Steiner so ein Anliegen, eben auch einen bewussten Umgang mit diesen Farben zu pflegen, einen Weg zu finden, nicht nur, ich tue irgendwas. Künstler machen gern, ich empfinde es. Aber Steiner sagt, wir sollten auch verstehen, was da drinnen wirklich wirkt. Nicht, dass wir es aus dem Kopf heraus machen. Also nicht, ich mache mir einen Plan, ich weiß, Rot wirkt so, Grün wirkt so, Gelb wirkt so, deswegen, ich muss es künstlerisch empfinden und indem ich gestalte, kriege ich mit, wie das wirkt. Und dann kann ich sagen, ja, da muss ich vielleicht noch zu dem Blau ein bisschen was Gelbes dazugeben, dann nehme ich dem die Schärfe vielleicht oder die … Blau ist ja eigentlich, haben wir gesagt, Glanz des Seelischen, ist also nichts Aggressives eigentlich, es ist was Einhüllendes, also wenn Sie nehmen den blauen Mantel der Maria, der ist nicht umsonst … blauer Mantel mit rotem Unterkleid, das ist die klassische Färbung drin, das ist nicht zufällig. Und andere biblische Gestaltungen, andere Färbungen drinnen. Das ist nicht nur zufälliger ein Gewand, das halt hübsch ausschaut oder so, sondern das ist ganz dezidiert gemalt, weil das eine ganz bestimmte Wirkung hat. Dieses Blau, dieses Umhüllende, dieses Innige, das drinnen ist, also dieses innige Sein im Seelischen drinnen. Und dieses Innige aber auch teilen können mit der Welt irgendwo, mit den Menschen draußen. Auch den anderen Menschen vielleicht so in die Hülle, wenn es Bedarf ist, mit hineinzunehmen. Also das ist so ein bisschen das, was im Blauen drinnen ist.
Das Rote ist der Glanz des Lebendigen, Schwarz ist das geistige Bild des Toten 00:30:50
Und ja, was haben wir jetzt noch? Das Gelbe haben wir schon besprochen. Dann das Rote, genau. Das Rote ist der Glanz des Lebendigen, laut Steiner. Der Glanz des Lebendigen, das ist die eigentliche Kraft, die dahinter. Der Glanz, das ist das, was wirklich für sich steht. Das bildet nicht bloß ab, sondern da ist Kraft drinnen. Und ja, Rot empfindet man eigentlich schon immer als recht energisch. Und Leben hat schon Energie eben, da ist Kraft drin. Ist auch nicht immer nur so ganz sanft fließend, kann auch durchaus einmal kräftiger werden. Also zum Beispiel Friede heißt auch … Friede zu finden unter den Menschen, heißt nicht immer, alle sitzen möglichst apathisch herum und keiner tut dem anderen was. Alle haben ein bisschen ein Lächeln und sitzen. Manchmal braucht es Kraft. Nicht den anderen bekämpfen, aber Energie, was zu tun, was anzugehen. Also wirklich aus dem Leben heraus gestalten wollen. Und da gehört Energie, Kraft hinein. Also das kann im Roten sehr stark drinnen liegen, diese Kraft des Lebens. Also das sind die Glanzfarben, das sind die Primärfarben auch, die oft genannt werden. Das sind die Farben, die der Mondrian eben so gern verwendet hat.
Und dazu hat er verwendet Schwarz und Weiß. Und das kommt auch aus der Farbenlehre von Steiner. Was ist das Schwarz? Was würden Sie empfinden mit Schwarz? Was verbindet man damit? Es ist ja eigentlich nicht eine Farbe. Ist es eine Farbe? Ist es keine Farbe? Ist es die Abwesenheit von Licht? Da wird es irgendwo schwer. Üblicherweise wird Schwarz und Weiß nicht unbedingt zu den Farben gezählt. Man sagt ja, ein Schwarz-Weiß-Bild, das ist das eine, und das andere ist ein Farbbild. In Wahrheit sind natürlich auch bei Farbbildern dunkle Sachen, die bis zum Schwarz gehen können. Und es kann auch was ganz Weißes drinnen sein. Ja, was ist das? [Publikum: Eleganz] Eleganz kann drinnen sein, richtig. Es ist ja meistens bei einem Trauerzug oder so, sind die Menschen aber auch gern feierlich, festlich, ernst. Es ist vielleicht eher was Ernstes. [Kommentare aus dem Publikum akkustisch schwer verständlich] Es hat auch eine Abgrenzung, ja, natürlich. Und es ist sehr scharf gezeichnet. Also wenn was … Schwarz, das macht sich sehr, sehr, sehr stark geltend. [Kommentare aus dem Publikum] Ja, Depression. Ich denke mir das heute, wenn ich mir die Autos anschaue. Grau und Schwarz ist das Dominierendste. Hier und da sieht man ein Rotes, aber das ist schon ganz selten. Aber von Bunt nichts. Ja, genau. Ja, ja, ja. Dann wundern sie sich, wenn wir "schwarz" sehen mit den Politikern. Aber gut. Nicht alle. Genau.
Also Schwarz und Weiß sind auch zwei Extreme, die zusammengehören. Naja, Schwarz ist das geistige Bild des Todes, sagt Steiner. Ja, und das Tote hat natürlich auch seine Bedeutung. Kein Leben ohne Tod. Goethe sagt es so schön: Die Natur hat den Tod erfunden, damit sie viel Leben hat. Wenn es den nicht gäbe, dann hätte sich alles schon aufgelöst eigentlich. Also das würde nicht gehen. Es muss auch was sterben, und vor allem die Entwicklung wäre nicht möglich. Gerade, weil ich das am Anfang erzählt habe, mehrmals in der Erdentwicklung ist das Leben auf Erden fast ganz erstorben, bis auf einen kleinen Rest. Das kann man heute schon ganz gut aus den Fossilien heraus, die man findet, so abschätzen. Nicht genau, aber immerhin gut genug, dass man sieht, das meiste ist verschwunden. Und dann danach, wirklich wie eine Explosion, also gerade wie die Säugetiere dann gekommen sind, und zum Schluss der Mensch, der auftaucht. Das ist eine Explosion, was da passiert ist. Viel, viel mehr Leben, als jemals vorher da war. Und Leben, das auf einmal viel beweglicher noch ist.
Die Saurier kamen jetzt ein bisschen frischer. Erstarren sie fast. Selbst die Größten, weil sie keine eigene Körperwärme hatten, sondern nur, wenn sie von außen angewärmt werden durch die Sonne, dann bewegen sie sich. So wie die Kaltblütler heute noch. Eine Kröte, wenn es kalt wird, dann rührt sie sich nicht mehr. Das heißt, sie kann nicht in sich die Wärme erzeugen, sondern sie muss sie von außen, letztlich von der Sonne nehmen. Der nächste große Schritt war in mir, in den Lebewesen selber ist die Kraftquelle aktiv, tätig, erzeugt Wärme. Und damit wurde eine viel höhere Stufe möglich, nämlich fürs Bewusstsein auch. Natürlich haben die Saurier auch etwas erlebt … und ein Bewusstsein, aber sicher nicht so wie wir.
Wir müssen das Bild, das wir wahrnehmen, aktiv in uns erzeugen können. Das heißt, wir "zeichnen" aktiv beim Sehen. Es ist die höchste künstlerische Fähigkeit des Malens 00:37:02
Es ist wahnsinnig schwer, sich da hineinzufühlen, aber es ist mit Sicherheit vielmehr ähnlich unserem Traumzustand. Es ist nicht so, kein Tier … das kann man durchaus zeigen, versteht bewusst, sich zu trennen von der Umgebung. Auch das Kind muss das erst lernen. Das ist das, was das Kind in den ersten drei Lebensjahren lernt. Aber die wichtigsten Sc hritte beim Sehen sind wirklich in den ersten Lebenswochen. Darum, wenn man blindgeborene Kinder später … also im 20. oder 30. Lebensjahr operiert hat, das hat man eine Zeit lang gemacht - sie sehen nichts. Das Auge ist plötzlich gesund, sie haben eine künstliche Linse drin, es gibt eigentlich kein Hindernis mehr. Aber sie sehen … sie sind zwar geblendet, wenn es hell ist irgendwo, aber sie können keine Formen wahrnehmen, weil sie es nicht gelernt haben als Kind. Und es ist kaum mehr im Erwachsenenalter nachzuholen. Das ist ganz interessant. Und das ging so weit, dass manche sich umgebracht haben, weil sie mit dem Leben nicht mehr zur Rande gekommen sind. Als Blinder sind sie viel besser zur Rande gekommen. Sie konnten sich orientieren und haben ihre Sicherheit gehabt. Und jetzt … das war so dominierend einerseits der Eindruck, aber auch so unverständlich. Dass selbst das einfachste Gehen oder so war schwierig, weil eine dauernde Irritation da ist. Also das heißt, das muss man lernen.
Wir denken immer, wir haben Sinnesorgane, die machen wir auf, Deckel weg von der Kamera sozusagen und wir sehen die Welt so wie sie ist. Aber wir müssen eigentlich das Bild, das wir wahrnehmen, aktiv uns erzeugen können. Schon auf Basis dessen, was da kommt. Aber wenn wir es seelisch nicht ergreifen, dann wird es uns nicht fassbar. Es ist als Eindruck irgendwas da, aber wir können nicht fassen, was es ist. Ja, wir müssen eigentlich, das ist ganz interessant … vor allem bei Gesichtern. Wir zeichnen mit unseren Blicken Gesichter. Sonst würden wir sie nicht erkennen. Das heißt, wir alle können wunderbar zeichnen, weil wir tun es ununterbrochen. Sonst würde ich sie alle nicht mit ihrem menschlichen Antlitz sehen, erkennen können hier, wenn ich sie nicht dauernd zeichnen würde. Wenn ich es mit dem Papier machen müsste, weiß ich nicht, ob ich es so gut zusammenbringe. Aber im Sehen können wir es. Und das ist wirklich eine Fähigkeit, die wir im Alltag anwenden, die eigentlich die höchste künstlerische Fähigkeit ist, was das Malen betrifft. Das ist interessant. Das heißt, dass wir ein konkretes Bild von der Welt bekommen, dadurch sind wir alle Maler. Und zwar Könner. Nur wir haben es nie bewusst gelernt, weil im Kindesalter, wo wir es gelernt haben, waren wir noch ganz traumhaft dabei, aber wir haben es zusammengebracht. Und das ziehen wir durchs ganze Leben durch.
Da wir selbst seelisch geistige Wesen sind, können wir auch seelisch Geistiges in unserer Umgebung wahrnehmen, wenn wir es lernen 00:40:24
Steiner spricht davon, man kann noch viel mehr sehen und wahrnehmen an der Umgebung. Es ist viel mehr da, als uns bewusst wird. Wir können aber lernen, mehr zu erleben. Bis zu dem, dass man Geistiges wahrnehmen kann, was körperlich gar nicht da ist. Aber da wir selbst seelisch geistige Wesen sind, können wir auch seelisch Geistiges in unserer Umgebung in Wahrheit wahrnehmen, wenn wir es lernen. Das war so ein wichtiges Schlüsselerlebnis für ihn. Er hatte schon als Kind aus Naturanlage gewisse geistige Erlebnisse, die er auf die Art aber dann später völlig abgestreift hat, um es bewusst sich zu holen. Es war zuerst eine Anlage. Manche Menschen haben das, sie sehen mehr. Kinder berichten oft, dass sie Zwergerl sehen. Und das ist nicht nur Fantasie. Das ist mehr. Weil tatsächlich in der Natur wirkt eben eine ganze Menge Geistiges. Überall wirkt Geistiges. Wir hätten es nicht in uns, wenn es nicht überall auch da wäre.
Und die Frage ist, was ist Geistiges? Das ist … bei uns ist es das, was den Kern ausmacht. Unser Ich eigentlich. Aber das wissen wir ja auch nicht, was das ist. Wir kennen unsere Persönlichkeit, da und dort geboren, so groß, so dickes Bankkonto, die Ausbildung. Aber das ist noch nicht der Kern. Dahinter steckt etwas, was sich eigentlich dieses Leben in Wahrheit gesucht hat, um etwas ganz Bestimmtes zu tun. Viele Menschen rennen ein ganzes Leben lang dem nach: Ja, warum bin ich eigentlich da? Aber meistens findet man es irgendwo im Laufe der Zeit. Man stolpert vielleicht auf vielen Umwegen hin, die sich nachher als sehr wichtig erweisen, weil man einfach viel gelernt hat, aber man kommt einen Schritt weiter und merkt auf einmal eine Fähigkeit, etwas weiterzugeben an andere, die man vorher nicht hatte. Und damit gebe ich auch etwas der Welt. Das liegt im Geistigen drinnen, irgendwo auch etwas zu geben. Und zwar nicht, wie viel kriege ich dafür, sondern einfach, das kommt von Herz zu Herz … oder ich weiß nicht, wie ich es nennen soll.
Durch die Kunst lernen wir sehend werden durch das sinnliche Sehen, das Sehen dessen, was dahintersteckt und was den Künstler bewegt hat 00:43:00
Ich denke, dass das in unserer Zeit sehr wichtig ist und dass Kunst unheimlich dazu beitragen kann. Und zwar jede Art von Kunst. aAlso Musik sowieso ganz stark, Dichtkunst, Schauspieltheater. Wir machen sehr viel Schauspiel und Musik und solche Sachen, also auf diesen Dingen. Und da geht es nicht nur darum, aha, das war jetzt sehr interessant, ja, da muss ich nachdenken drüber. Das ist nur die Oberfläche, die gehört dazu. Aber es ist das, was in die Tiefe geht, wo vielleicht einmal irgendwas mal aufgeht und einem etwas klar wird, was einem vorher nicht klar war, was im Grunde nur knapp unter der Oberfläche war. Das ist die Aufgabe von Kunst, in Wahrheit. Natürlich, wir können es schön finden dabei und wir erfreuen uns daran. Soll man ja auch so nicht sagen: Ja gut, das ist eine Lektion, wir lernen was. Aber eigentlich grauslich. Nein, es vereinigt sich damit, es ist wohltuend, es ist schön und man spürt Kraft.
Man muss aber auch lernen, die Dinge zu sehen. Wenn Sie denken, wie sich die Malerei verändert hat, vom 19. Jahrhundert dann ins 20. und jetzt ins 21. Jahrhundert. Ich sage einmal, die Dinge schon im 20. Jahrhundert, wenn das ein Künstler - ja zur Zeit von Da Vinci oder was gesehen, der hätte gesagt, was ist denn das für ein grausliches Zeug? Ja, aber es war wichtig, immer den selben Stil weiterzumachen. Wir haben durch diese Zeit der Renaissance und was in der Folge war, bis in die Biedermeier-Zeit hinein, wo man die feinsten Details gemalt hat: Sehen lernen war das. Die Menschen, die meisten, haben diese Feinheiten gar nicht wahrgenommen bis dahin, im Großen und Ganzen. Das ist viel zu verträumt noch. Wir mussten uns ganz bewusst konzentrieren. Dieser berühmte Hase von Dürer - mit jedem einzelnen Härchen, das da gezeichnet ist. Das muss man einmal wahrnehmen. Ja, ein Hase. Ich weiß zwar, wie man ihn schlachten kann und in den Kochtopf geben kann. Und das reicht. Aber genau beobachten. Das ist ganz wichtig.
Fotorealistische Sachen gibt es auch da hinten. Ja, das ist sehen lernen. Aber trotzdem auch wieder mit einer anderen Perspektive, ein bisschen als sie üblich ist. Aber trotzdem ganz in die Details zu gehen. Oder auf der anderen Seite Sachen, die völlig ungegenständlich sind. Hängt ja auch genug da. Ist toll drüben überhaupt. Ich habe das gern. Kunst, die keine äußere Form abbildet, sondern durch die Dynamik der Farben und Formen zur Seele spricht. Und man weiß noch gar nicht, von was sprichst du eigentlich? Es ist kein äußerer Gegenstand. Und trotzdem erzählst du mir was. Das erzählt was Tieferes eigentlich. Also das ist keineswegs unnötig, dass sich das verändert hat. Und dass man nicht immer … weil Fotografieren können wir heute alles. Aber das Dahinter zu entdecken, weil es gibt sozusagen hinter allem etwas zu entdecken.
Und die Farben führen also dorthin. Farben und Formen, also wenn man jetzt die Malkunst und die Zeichenkunst und das hernimmt, eben eigentlich dahinter, hinter das Äußere sichtbar ist. Das ist nur ein Mittel, die Anerregung. Aber es führt noch weiter. Also das heißt, es sagt mir von Seele zu Seele was. Von der Seele des Künstlers zu meiner. Nicht in der Art, dass es jetzt nur eine Perspektive gibt. Jeder müsste jetzt genau dasselbe erleben. Das Faszinierende ist, wenn tausend Menschen das anschauen, gibt es tausend Eindrücke. Und wenn ich das nächste Mal hinkomme, habe ich wieder einen anderen Eindruck davon. Das heißt, es ist unheimlich reich, wo wir dahin geführt werden. Und das will erforscht werden sozusagen. Und das bildet die Seele. Wir lernen sehend werden dadurch, durch das sinnliche Sehen, auch für ein Sehen dessen, was dahintersteckt. Was den Künstler bewegt hat. Was er aber auch genommen hat aus dem Erleben mit der Welt, was letztlich auch in der Welt irgendwo lebt. Das ist nicht nur seine Spinnerei, sondern er nimmt etwas auf und sagt, das will ich irgendwie ergreifen. Und das gestalte ich da hinein. Das verzaubere ich in dem Bild. Aber der Betrachter kann es entzaubern, wenn er will, wenn er will. Dann muss er halt aktiv werden dabei.
Also das heißt, das Betrachten eines Kunstwerks könnte, sollte ein ganz aktiver Prozess sein. Wir müssen eigentlich erst sehend werden dafür. Und ich finde gerade bei den nicht-gegenständlichen Bildern wird uns das einerseits erschwert, aber es lohnt sich auch. Ich meine, man kann dann schon irgendwann unterscheiden, ja gut, aber das ist jetzt wirklich nur eine Patzerei. Kann ja sein. Und selbst wenn es nur gepatzt ist, kann ein Ausdruck darin sein … Jackson Pollock, die Schüttbilder, oder so. Ja, aber wie man schüttet, da liegt eine Emotion drin. Wenn ich da ein bestimmtes inneres Erlebnis habe, liegt trotzdem etwas drin. Selbst in dem liegt etwas drinnen. In jeder Tätigkeit, in jeder Geste, die wir machen, in jedem Pinselstrich, den wir machen, liegt etwas von unserer Seele drinnen. Was wir erleben in uns. Und was wir erleben, ist aber wieder angeregt durch etwas, was in der Welt um uns herum lebt. Und das geht da hinein. Der Künstler weiß nicht, wie er das macht. Aber es passiert einfach und es lebt drinnen. Und man kann es im Nachhinein, wenn es da ist, kann man es unter Umständen irgendwie nachvollziehen. Auch wenn man es aus einer anderen Perspektive sieht. Sicher nicht als so verstandesmäßige Erklärung. Das ist meistens Quatsch. Aber mitfühlen, mitleben mit den Farben.
"Pfirsichblüt" (Magenta) ist eine der vier Bildfarben und stellt das lebendige Bild des Seelischen dar 00:49:20
Also das heißt, wir brauchen das alles. Wir brauchen eben auch das Schwarz, das Weiß. Also Schwarz haben wir gerade gehabt. Weiß ist das seelische Bild des Geistes, laut Steiner. Das seelische Bild des Geistes. Und dann hat er noch... Was hat er noch genau? Ja, das Pfirsichblüt. Das Pfirsichblüt, das lebendige Bild des Seelischen.
Was ist Pfirsichblüt? Heute würde man modern sagen, Magenta. So in etwa. Also diese Farbe, die entsteht, wenn man durch ein Glasprisma durchschaut, dann entsteht sie, wenn sich das blaue Ende mit dem roten Ende überlagert. Dann entsteht dieses sehr, so wirklich energiegeladenes, ist dieses Magenta. Das ist noch mehr als die Anstrichfarbe, sondern wenn das wirklich im Licht drinnen ist, die "wurelt" so richtig. Also das ist das lebendige Bild des Seelischen. Das lebendige Bild des Seelischen. Das ist es. Das lebendige Bild des Seelischen. Ja, da lebt seelische Energie drinnen und es ist ganz lebendig. Das Magenta, wirklich so aus dem Licht herausgenommen, nicht nur als Anstrichfarbe, das bewegt sich und bewegt einen selbst. Der kann man sich kaum entziehen. Da braucht man durch ein Glasprisma einmal durchschauen und wenn man das richtig hält, dann schafft man das, dass sich das überlagert, die beiden Enden des Spektrums und dann kommt diese irisierende Farbe heraus, das Magenta. Also das ist ganz lebendig. Und zwischen ganz lebendig und ganz ruhig, das Blau, wenn man nimmt, dieser Glanz des Seelischen, das ist eigentlich sehr ruhig. Das ist ganz ruhig eigentlich, dieses Einhüllende.
[Frage aus dem Publikum: Was für ein Blau ist das?] Na ja, eher ein dunkleres Blau. Ja, es gibt Abstufungen natürlich, aber dieses eigentliche Blau, was er meint, das reine Blau, das ist eher das dunklere Blau. Also das tiefere Blau, wo man so richtig in die Tiefe geht.
Im Sinnlichen wach werden für die Farben ist das Tor zum Geistigen. Wahrnehmung ist kein passiver Vorgang, Menschen reagieren aktiv auf Farben 00:51:58
[Stimmen aus dem Publikum] Also bei den meisten Farbenlehren ist es zunächst einmal die Grundfarben, also die extremen Farbtöne sozusagen, die drinnen sind. Weil der Mensch kann so im Durchschnitt 10 Millionen Farbnuancen unterscheiden. Also ganz selten gibt es Menschen, die noch mehr, meistens sind es Frauen. Die haben nämlich noch eine vierte Art von Farbrezeptor, das gibt es. Männer haben das praktisch nie, aber manche Frauen, ganz selten ist es, die haben … man nennt sie daher Tetrachromaten, weil die können vier Grundnuancen sozusagen damit unterscheiden und alles andere ist Mischung. Aber die können dann bis zu 20 Millionen Farbnuancen unterscheiden. Also das sind meistens Menschen, die dann einfach so ein feines Gespür haben für Farbnuancen, für Töne. Sie werden das kennen … ber es ist noch nicht ganz, irgendwas reibt sich und alles passt nicht. Bei einem Kleidungsstück oder … zwei Sachen fallen zusammen, zwei verschiedene Rote zusammen, das kann ganz grässlich ausschauen unter Umständen. Wenn das eine dann einen zu starken Blaustich hat, das andere einen zu starken Gelbstich, vielleicht passt es dann nicht. Die feinen Unterschiede machen es aus.
Also … das heißt aber, dieses Wachwerden im Sinnlichen für die Farben zum Beispiel, ist das Tor dafür, dass uns auch aufgehen kann, was dahintersteckt, was es seelisch bewirkt und was dann letztlich geistig dahintersteckt. Weil das Geistige ist die Quelle, das was das Seelische gestaltet, bewegt, irgendwo formt auch. Nicht wahr, wir haben alle ein bestimmtes Seelisches, wir alle arbeiten daran, aber wer arbeitet daran? Unser Geistiges eigentlich, unser Ich im Grunde. Auch wenn wir es nicht mitkriegen.
[Frage aus dem Publikum wegen eines Farbkreises von Steiner] Nein, eben direkt nicht. Er hat eben diese Sachen geschrieben mit den Bildfarben und mit den Glanzfarben. Wobei bei den Bildfarben das Schwarz und Weiß noch dabei ist, was selten bei Farbenlehren dabei ist. Also Farbenlehren haben meistens immer nur die Grundfarben, die Grundtöne, als Orientierung. Und dazwischen sind alle Dinge. Ja ich habe ihn mit … aber nicht von Steiner, weil so einen Farbkreis hat er nicht. Aber das ist zum Beispiel der von Goethe. Der ist nicht sehr schön ausgedruckt. Aber da unten, das soll Grün sein als Gegenpol zu dem da oben. Es wird hier leider nicht sehr deutlich … wäre dieses Pfirsichblüt eigentlich. Das sind auch immer die Komplementärfarben. Das heißt, wenn ich lange ins Grüne schaue, in dieses mittlere Grün, dann ist das Gegenbild diese Magentafarbe. Das heißt, wenn ich da unten länger hinschaue und dann den Blick wegwende auf eine weiße Wand, dann ist es angenommen ein quadratischer, anscheinend ein magentafarbenes Quadrat. Das ist aber sicher nicht an der Mauer, sondern mein Auge projiziert das mehr oder minder dorthin. Das heißt, wir reagieren immer aktiv auf die Farbe. Also Wahrnehmung ist in Wahrheit überhaupt kein passiver Vorgang. Sondern … wir müssen es eben auch lernen. Also eben auch für die Farben sensitiver zu werden, das ist auch was, was man bis zu einem gewissen Grad lernen kann. Natürlich, Tetrachromaten wird man nicht, wenn man nur drei Zapfen hat, aber das macht nichts. Aber auch mit denen müssen wir umgehen lernen, sozusagen.
Von bewusster Wahrnehmung und dem Miterleben des Seelischen beim Mitmenschen und in der Kunst 00:56:09
[Frage aus dem Publikum: Ist es nicht so, dass jeder seine Farbe konstruiert?] Naja, wir sind aktiv beteiligt, ja. Trotzdem sagt Steiner, es ist nicht bloß eine Vorstellung, die wir uns machen, die nichts mit dem zu tun hätte, was draußen ist und wir spintisieren uns etwas zusammen. Es ist angeregt durch das, was von draußen kommt, was eigentlich … naja, das ist jetzt eine gute Frage, ist das Licht farbig? So wie es die Naturwissenschaft beschreibt, nämlich eigentlich im Grunde nicht. Ja, gut, ein rotes Licht hat so und so viele Nanometer Wellenlänge. Man sagt, das Licht ist eine Welle, aber das heißt eigentlich für den Physiker ist es in Wahrheit überhaupt nicht farbig. Sondern er kann es berechnen, und die Farbe ist nur, aha, aber wir Menschen erleben das mehr oder minder als Rot und wenn die Wellenlänge ein bisschen kürzer wird, dann geht es mehr ins Gelbliche oder Orange hinein. [Publikumsstimmen] Ja, ja, ja, ja, also Tiere erleben die Welt ganz anders und auch nicht alle Menschen erleben es genau gleich. Das heißt, wir sind mitbeteiligt, in der Wahrnehmung der Welt schon. Und trotzdem ist es ein richtiges Bild aus unserer individuellen Perspektive. Und auf das kommt es an.
Publikum: Das muss nicht real sein]. Ja, ich meine, sagen wir es so, es steckt etwas dahinter. Ich denke schon, dass da irgendwas an der Wand hängt, dass ich mir das nicht nur einbilde. Aber wie ich es genau erlebe, da muss ich mit dabei sein. Und sehen Sie, auf das wollte der Steiner hinaus, weil er sagt, gut, das geht aber noch weiter. Jetzt will ich wissen, was ist das Seelische, was ist das Geistige dahinter, in dem, was ich sehe. Und das kann ich auch wahrnehmen, wenn ich es lerne. Es ist gar nichts Absonderliches, es ist nicht huhuhu - Spiritismus oder sowas. Es ist ganz normal, weil alle, die Sie hier sitzen, sie leben, sonst würden sie nicht hier sitzen. Sie erleben etwas, das heißt, sie sind beseelt und sie sind sicher Individualitäten, also da ist ein Ich und ein Geist drinnen. Also das heißt, wir sind gerade in einer geistigen Welt hier versammelt miteinander und in einer Seelenwelt. Die ist konkret da. Und die Frage ist, nehme ich das wahr, oder sehe ich nur so und so viele Statuen mehr oder minder da sitzen, die vielleicht irgendwelche Bewegungen da machen. Oder kann ich auch das Seelische miterleben in einer gewissen Weise. Das heißt jetzt nicht Gedanken lesen oder so, aber mitfühlen. Empathie ist ja eh ein großes Wort, wahrscheinlich so groß, weil es so wenig stattfindet. Aber alles, über das so viel geredet wird, wird meistens geredet, weil es nicht wirklich eine Realität noch geworden ist. Aber wir können es.
[Bemerkung aus dem Publikum: Es geht sinngemäß um ausgestellte Bilder, die entweder wahrgenommen werden oder nicht] Ja. Ja. Ja. Ich sage einmal, ich rate dazu, wirklich ganz individuell es auf sich wirken zu lassen, gar nicht viele Erklärungen, vielleicht Nachschlagen - was erzählt es mir? Vielleicht komme ich auf etwas drauf, was der Künstler sich gar nicht dessen bewusst geworden ist, aber es liegt trotzdem drinnen. Weil das ist ja gerade nicht umsonst, das Malen ist ja oft eine therapeutische Sache. Also wird gerne verwendet. Weil da etwas aus der Seele gehoben wird, hingemalen wird, man muss sich trotzdem nicht ganz bewusst stellen dem, weil das könnte ja viel zu schockierend sein. Ja, ist es, weil wir haben natürlich Helles und auch nicht so Helles, Seelisches in uns. Alle!
Bedeutung der Farben in Waldorfschulen 01:00:17
Bitte! [Publimumsstimme: Ich habe so am Rand irgendwie gelesen, dass die Schulen, die Klassen von Steiner in bestimmten Farben gestaltet wurden. Aber die Korrelation mit dem … habe ich nicht ganz mitgekriegt]
Ja. Naja, es hängt mit dem Lebensalter zusammen. [Verschiedene Publikumsstimmen: Mit unseren Farben. Ja. Welche Farben sind noch der Realismus? Ja, ja, genau. Hinten im Eck, ja …Weil es ist ein helleres Blau eigentlich. Ja, es sind...] Ja. Ja, es wird abgestuft. Also ganz klar. Ich meine, es soll führen, also von den unteren Klassen, wo es noch ganz im beschützten Rahmen irgendwo ist, wo das Kind noch stark dieses Einhüllende braucht und haben soll und dann wird es immer mehr zum Aufwachen geführt. [Frage: Welche Farben sind das? Blau?] Ja, Blau ist es. Blau, zarte Töne, und oben geht es dann schon in Orange und solche Sachen hinauf. Also da ist sehr viel Aktivität drin. [Publikum: Also normal heißt es doch, die blaue Farbe ist kalt]. Ja, es kommt halt auf die spezielle Nuance an. [Publikum: Warum heißt es, die blaue Farbe ist die kräftigste?] Sie ist kräftig, aber sie ist in dem Fall so wie ein Schutzmantel. [Die blaue Farbe macht munter! Man hat Büros blau ausgemalt und die Leute arbeiten mehr, weil die blau ausgemalt waren].
Ja. Ja. Ja. Rosa ist eh auch für die Kleineren gut, dass da diese Hülle ist. Aber es soll dann eben langsam der Erwachungsprozess kommen, aber nicht zu schnell auch. Darum sagt er, wenn sie ein bisschen später erst lesen und schreiben lernen, macht nichts. Macht nichts. Das ist eben unterschiedlich. Ich meine, heute sind oft die Kinder fast manchmal zu früh ganz wach. Und das erzeugt aber dann auch Unruhe, weil sie sich dann sofort in dem äußeren Getriebe sich drinnen fühlen und keine innere Ruhe finden. Also Kinder sollen auch noch ein bisschen träumen dürfen und in Märchen und so weiter leben. Auch diese Dinge sind wichtig.
Nach Rudolf Steiner sind Malen und Zeichnen verschiedene Dinge. Die Grenze entsteht beim Malen erst sekundär, indem verschiedene Farbräume einander begegnen und sich dort dann langsam die Grenze bildet 01:03:09
[Publikum: Ist das jetzt ein Orange oder ein Rosa oder … im Wohnzimmer von Steiner?] Naja. Wenn man schaut, die Wand ist nicht so ausgemalt, dass sie einfärbig ausgemalt ist, sondern eben diese eigene Technik, das so zu lasieren … diese … in mehreren Durchgängern das zu machen, das hat Steiner auch empfohlen beim Aquarellmalen. Da wird mit ganz zarter Farbe einmal begonnen und Schichte um Schichte wird drübergelegt mit den Wasserfarben. An manchen Stellen verdichtet es sich dann, aber so ein Bild dauert endlos, bis das fertig ist. Bei den ersten Durchgängern sieht man am Papier fast noch gar nichts, was da ist. also es wird … Schicht für Schicht fängt das an sich zu verdichten und wirklich … man versucht aus der Farbe die Form entstehen zu lassen. Also nicht, ich zeichne es sozusagen wirklich oder innerlich schon genau vor, sondern ich lasse es entstehen aus dem Zusammenwirken der Farben. Auf das hat er auch sehr wertgelegt. Malen und Zeichnen sind zwar verschiedene Dinge, es soll nicht die Grenze haben - so, daist es aus - sondern die entsteht erst sekundär, indem verschiedene Farbräume einander begegnen und dort bildet sich dann langsam die Grenze.
Das Gegenständliche ist Realität, aber dahinter steht die Wirklichkeit. Der Quantenphysiker Wolfgang Pauli und sein Ringen mit dem Geist der Materie 01:04:39
Das heißt, weil wir heute so gern so abgekastelt denken halt und nicht loskommen von dem - die Welt besteht aus Gegenständlichem, nur aus Gegenständlichem. Wir sind ein Gegenstand, das ist ein Gegenstand, der Boden ist ein Gegenstand und das ist die Wirklichkeit. Ich sage öfters in meinen Vorträgen, das ist nicht die Wirklichkeit, aber es ist durchaus eine Realität. Aber was das bewirkt, ist etwas anderes.
Und das sagen interessanterweise selbst etliche Physiker. Was ist denn das? Atome, Elementarteilchen, was steckt dahinter? Na ja, Energie, eigentlich gestaltende Kraft. Viele sagen sogar Ideen. Fast so wie es Platon gesagt hat, aber auf einer neueren Ebene. Wolfgang Pauli, einer der großen - mein Liebling irgendwo - österreichischer Physiker, geboren 1900, hat den Aufbau der Atome erklärt, warum der so funktioniert, wie er funktioniert. Aber er hat auch Erlebnisse, geistige Erlebnisse … gesagt und hat gesagt, er ringt mit dem Geist der Materie. Und das war für ihn real, eine reale Gestalt, die er in seinen Traumbildern oder Aufwachträumen erlebt hat. Natürlich ist das nicht eine äußere Gestalt, dem er begegnet ist, das war ihm schon klar. Aber da steckt etwas dahinter, mit dem er in Kommunikation ist. Und aus dem hat er seine Ideen geschöpft irgendwo, in der Auseinandersetzung damit. Und da ist er kein Einzelfall. Ich meine, Hans-Peter Dürr, der Assistent von Werner Heisenberg … Heisenberg war auch so ein Platoniker, total. Der sagt auch, das sind Ideen, was dahinter steckt. Die Wirklichkeit sind Ideen. Und wenn sie äußerlich-räumlich erscheinen, dann kann ich es irgendwann angreifen. Aber dahinter stecken Ideen, Ideen als Kraft. Das heißt Kraft, die aber eben einen ganz bestimmten Charakter hat. Das steckt dahinter. Das ist die eigentliche Wirklichkeit. Und wenn das massiv wo auftritt, dann wird es eine Realität, an der man anhalten kann, auf der ich stehen kann. Aber dahinter ist Energie im Grunde.
Es gibt einen lustigen Versuch, der das ein bisschen veranschaulichen kann. Man nehme eine Metallgabel, also mit so zwei Zinken, und schraube das auf einen Elektromotor, der sich dreht. Wenn man den Elektromotor anwirft, fängt sich diese Gabel zu drehen an. Wenn man das immer schneller dreht, schaut es mit der Zeit wie ein silberner Becher aus, wenn das silberne Gabel ist. Und man kann sogar Wasser einfüllen - solange sich das dreht. Also wenn es so wirklich wie ein Becher ausschaut, dann ist es auch so, dass das Wasser nicht mehr raus kann. Obwohl eigentlich nur zwei Gabeln unten liegen, mehr ist nicht. Und je schneller es dreht, desto weniger Material brauche ich da, umso dünner kann ich es machen. Das funktioniert, das ist verblüffend. Also das heißt … und das schaut wirklich wie ein Becher aus, ich kann mit einem Staberl draufklopfen. Ich kann nicht reinfahren, das schaffe ich nicht, wenn das schnell genug sich bewegt. Aber ich kann wie auf einem festen Becher draufklopfen. [Publikum: Das hält?] Ja, es hält, es rinnt nicht aus. Nur eine Frage der Geschwindigkeit. [Publikum: Erst wenn ich es abdrehe …] Wenn ich es abdrehe, dann - schwapp! Dann macht es schwapp, genau! Ja, dann ist der Motor kaputt. Also das wäre es gut, wenn der Motor extra ist, und nur so ein Treiberriemen ist. Das ist recht verblüffend.
Aber es ist ein Bild auf jeden Fall dafür, wie sich eigentlich viele Physiker - namentlich im 20. Jahrhundert, die die Grundlage der Atomtheorie, also der modernen, der Quantentheorie usw. entwickelt haben - die haben alle, praktisch alle, die Führenden zumindest, die Genies waren, haben so ein Bild von der Materie gehabt. Der Schrödinger selber schreibt, das ist ja im Grunde verrückt. Manche Leute glauben wirklich, das sind kleine Dinge da, die Atome oder die Elementarteilchen. Das ist ein Unsinn. Und da kann man natürlich fragen, bitte, woraus bestehen diese Dinge und endlos weiter …? Nein, das sind Kräfte, das ist Energie, wenn man so will, das ist Bewegung, das ist Kraft, die dahinter ist. Steiner sagt selber mal, Kraft ist die einseitig räumliche Erscheinung des Geistes. Nur so als Splitter hineingeworfen einmal. Aber wir sind heute so fixiert: Aha, jetzt … aber das ist eigentlich dann schon, da ist es äußerlich wie erstarrt, obwohl dahinter die Bewegung ist, aber man sieht sie nicht mehr. Aber das ist sicher, dass hinter dem allen eine immense Bewegung drinnen ist. Immense Kraft.
Den Schülern im Chemieunterricht sage ich immer, ich nehme so ein kleines Stück Kreide und sage so: Wenn wir jetzt die ganze Energie, die da drinnen steckt, befreien würden, dann steht halb Wien nicht mehr. So viel steckt da drinnen. [Gemurmel im Publikum] Denken Sie an etwas nicht Erfreuliches, aber an den Atombombenabwurf auf Hiroshima oder Nagasaki. Die Menge an Stoff an Uran, die dort wirklich umgesetzt wurde, es war viel, viel mehr drinnen, nur der Prozess geht so schnell und so radikal, dass der geringste Teil wirklich freigesetzt wird. Das meiste zerstäubt nach allen Winden. Aber die Energie, die wirklich freigesetzt wird, besteht in etwa aus so einer Menge Stoff, die wirklich als stoffliche Erscheinung aufhört zu existieren und pure Energie wird. Das heißt, sich als das offenbart, was sie wirklich ist. Dass es als Stoff, als Uranstück erscheint, ist nur, dass diese Energie gefangen ist. Dass sie zusammengehalten ist. Und das ist überall da. In allem. Alles könnte man theoretisch befreien aus seinem Gefängnis.
Materie ist gefangener Geist - alles Materielle ist das sichtbar gewordene Unsichtbare 01:11:12
Es ist wie ein Gefängnis im Grunde. Man könnte daher durchaus auch sagen, es ist alles gefangener Geist. Eingesperrt. Geist in Kerkerhaft. Ja, ich meine, es ist ja nützlich durchaus. Ich meine, wir hätten uns niemals als eigenständige Individualität empfinden können, wenn wir nicht auf dem Boden stehen können und uns von anderen auch körperlich unterscheiden und distanzieren oder auch näher kommen können. Aber nicht alle miteinander vermischt. Also das ist ein wichtiger Schritt, dass wir zu uns finden. Nur es ist eigentlich auch bis zu einem gewissen Grad Illusion, weil hinter uns, bis in die Körperlichkeit hinein, steckt eine Menge Energie, die aber gefangen ist. [Publikum: Vielleicht kommen wir dann darauf, dass wir alle eins sind …] Irgendwo, irgendwo, ja. Trotzdem sind wir zugleich auch Individuum. Ich meine, da kommen wir in ein schwieriges Gebiet hinein. Aber es hängt tatsächlich alles zusammen auch irgendwo. [Publikum: Also kann man sagen, alles Materialisierte ist das sichtbar gewordene Unsichtbare] Ja, genau. Also der Hans-Peter Dürr, der Assistent vom Heisenberg, hat gesagt, Materie ist Kruste des Geistes. Oder manchmal hat er es so gesagt, der Geist verkalkt und dann erscheint er als Materie … also gut.
Also das ist alles eigentlich gar nicht so weit weg. Und das hat Steiner eigentlich als seine Aufgabe gesehen, die Menschen dort hinzuführen und das irgendwo zu erkennen. Und es ist genau dieselbe Zeit, wo die moderne Atomtheorie, die Quantentheorie und das entstanden ist, das war die Zeit, wo Steiner seine Anthroposophie entwickelt hat. Wirklich exakt, weil das fängt an mit 1900. 1900 wird die Quantentheorie … die erste …Max Planck hat die Grundidee dazu und von da geht es los. Und bis 1925, da stellt der Heisenberg dann seine Unschärfe-Relation auf. Es ist alles nicht messbar fix, sondern nur mit einer Unschärfe, weil das eben eigentlich unendliche Bewegung ist, die dahintersteckt. Das heißt, nur in der Masse gesehen, kriegt es eine gewisse Tendenz, die kann man dann vorherberechnen, aber im Kleinen wird es unscharf sozusagen. Da kriegt wir was mit von der Geschwindigkeit. Und 1925 stirbt der Steiner. Das ist die Zeit, in der ein unheimlicher Aufbruch war, Anfang des 20. Jahrhunderts. Plus halt dann auch der großen Katastrophe mit dem Ersten Weltkrieg, der im Grunde seitdem nicht aufgehört hat, in Wahrheit. Mit nur so ein bisschen friedlicheren Zwischenphasen, aber im Grunde sind wir in dem immer noch drinnen. Nur halt nicht bei uns. Aber wir müssen aufpassen, dass es nicht wieder da her kommt, von wo es ausgegangen ist.
Ja, gut! Ich habe nicht nur über die Farben gesprochen, aber wie immer ein bisschen ... [Applaus]
Glossar
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- „Und jetzt sagt Steiner was Interessantes. Er prägt den Spruch: Grün ist das tote Bild des Lebens. Also er spricht von Bildfarben […]” | Peter, W. Rudolf Steiner und die Welt der Farben, 2025, 00:18:27
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- „Das hat schon Goethe eben studiert […] Und er hat seine eigene Farbenlehre entwickelt und hat vor allem auch Rücksicht genommen, was bewirken die Farben seelisch, wenn sie auf den Menschen wirken?” | Peter, W. Rudolf Steiner und die Welt der Farben, 2025, 00:01:37
Farbenlehre (Seiner)
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- „Weiß ist das seelische Bild des Geistes, laut Steiner.” | Peter, W. Rudolf Steiner und die Welt der Farben, 2025, 00:49:20
- „Die Glanzfarben, das sind die, die sozusagen für sich selber stehen. Er sagt, es gibt den Glanz des Geistes, das ist das Gelb […] Das ist die Farbe, die sozusagen laut Steiners Empfindung am nächsten am Geistigen ist.“ | Peter, W. Rudolf Steiner und die Welt der Farben, 2025, 00:18:27
- „Das hat schon Goethe eben studiert […] Und er hat seine eigene Farbenlehre entwickelt und hat vor allem auch Rücksicht genommen, was bewirken die Farben seelisch, wenn sie auf den Menschen wirken?” | Peter, W. Rudolf Steiner und die Welt der Farben, 2025, 00:01:37
- „Goetheanum […] viele Künstler […] haben mitgearbeitet. Kandinsky zum Beispiel […] Das bekannte Buch von ihm, „Das Geistige in der Kunst”, ist durchaus inspiriert […] Ein anderer war Piet Mondrian […] sich sehr auch mit Steiners Farbenlehre beschäftigt hat.“ | Peter, W. Rudolf Steiner und die Welt der Farben, 2025, 00:08:10
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- „Das Pfirsichblüt, das lebendige Bild des Seelischen [Rudolf Steiner]. Was ist Pfirsichblüt? Heute würde man modern sagen, Magenta.” | Peter, W. Rudolf Steiner und die Welt der Farben, 2025, 00:49:20
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- „Weiß ist das seelische Bild des Geistes, laut Steiner.” | Peter, W. Rudolf Steiner und die Welt der Farben, 2025, 00:49:20
- „Das Pfirsichblüt, das lebendige Bild des Seelischen [Rudolf Steiner]. Was ist Pfirsichblüt? Heute würde man modern sagen, Magenta.” | Peter, W. Rudolf Steiner und die Welt der Farben, 2025, 00:49:20
- „[…] ist für Steiner […] Blau, der Glanz des Seelischen.” | Peter, W. Rudolf Steiner und die Welt der Farben, 2025, 00:18:27
- „Und jetzt sagt Steiner was Interessantes. Er prägt den Spruch: Grün ist das tote Bild des Lebens. Also er spricht von Bildfarben […]” | Peter, W. Rudolf Steiner und die Welt der Farben, 2025, 00:18:27
- „Rudolf Steiner war von Anfang an eigentlich seiner Karriere, wenn man so will, beschäftigt eben auch mit dem Thema Farben. Das war ihm immer sehr, sehr wichtig […] “ | Peter, W. Rudolf Steiner und die Welt der Farben, 2025, 00:00:38
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- „Das hat schon Goethe eben studiert […] Und er hat seine eigene Farbenlehre entwickelt und hat vor allem auch Rücksicht genommen, was bewirken die Farben seelisch, wenn sie auf den Menschen wirken?” | Peter, W. Rudolf Steiner und die Welt der Farben, 2025, 00:01:37
- „[…] ist für Steiner […] Blau, der Glanz des Seelischen.” | Peter, W. Rudolf Steiner und die Welt der Farben, 2025, 00:18:27
- „[…] also wenn Sie nehmen den blauen Mantel der Maria […] Dieses Blau, dieses Umhüllende, dieses Innige, das drinnen ist, also dieses innige Sein im Seelischen drinnen.” | Peter, W. Rudolf Steiner und die Welt der Farben, 2025, 00:28:39
- „Das Pfirsichblüt, das lebendige Bild des Seelischen. Was ist Pfirsichblüt? Heute würde man modern sagen, Magenta.” | Peter, W. Rudolf Steiner und die Welt der Farben, 2025, 00:49:20
Sinnlich-sittliche Wirkung der Farbe
- „Und daher hat er [Goethe] sich vertieft, also in die seelischen Wirkungen dieser Farben und hat gesprochen von der sinnlich-sittlichen Wirkung der Farben.“ | Peter, W. Rudolf Steiner und die Welt der Farben, 2025, 00:01:37
- „[…] am intensivsten ist die Grünwirkung in unserem Sonnenlicht […] es gibt Sonnen in fast allen Farbschattierungen. Also es gibt blaue Sterne, es gibt rote Sterne, in allen Größenordnungen, in allen Helligkeitsformen.” | Peter, W. Rudolf Steiner und die Welt der Farben, 2025, 00:11:04
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