Eine freie Initiative von Menschen bei mit online Lesekreisen, Übungsgruppen, Vorträgen ... |
| Use Google Translate for a raw translation of our pages into more than 100 languages. Please note that some mistranslations can occur due to machine translation. |
Das Rätsel des Bösen - ein Vortrag von Wolfgang Peter in Essen, 2026
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9

Transkription des Vortrages vom 22. April 2026
von Elke J., Mai 2026
Vorschau
Dr. Wolfgang Peter - Chemiker, Waldorflehrer, Schauspieler, Regisseur und Leiter des Odyssee-Theaters, Gründer der viel besuchten Webseite https://anthrowiki.at - hielt am 22. April 2026 im Chorforum Essen einen Vortrag zum Thema „Das Rätsel des Bösen - Vom Umgang mit den Widersachern in uns und um uns. Wege zur Erkenntnis dieser negativen oder auch positiven Seite.“ Eine differenzierte Auseinandersetzung mit den Widersacherkräften in der Weltentwicklung und im Individuum - und wie wir sie erlösen können.
Veranstalter Ulrich Roehm begrüßt den Vortragenden Wolfgang Peter und den Filmemacher François Hagdorn 00:00:12
Ulrich Roehm: Also gut, schließen wir die Türe. Ja, etwas ganz Neues. Ich heiße Sie alle sehr, sehr herzlich willkommen. Ja, was soll ich sonst tun, ne? Und besonders auch hier unseren Wolfgang Peter, der jetzt schon das dritte Mal hier ist. Und wie gesagt, ich habe ihm gerade gesagt, hier in Essen ist so eine ganz besondere Situation, inzwischen fast wie eine Art Konkurrenz. Da machen die einen Vortrag und die, und möglichst dann ist noch ein Zweig und ich weiß nicht, was alles.
Also dieser … wer es hat kann es ja nachlesen [zeigt das Bild eines Baumes] dieser Baum ist entstanden durch die Bemerkung eines der sehr treuen Teilnehmers unserer Vorträge – Ehepaar –, dass sie im vergangenen Jahr sagten, ja wenn der Steffen Hartmann schon über Ahriman gesprochen hat, dann brauchen wir doch nicht mehr dafür kommen, wenn der Zwicke von Bär auch über Ahriman spricht. Und dann kamen mir so die Gedanken an Rudolf Steiner und seine Aussage, dass jeder einen Baum sich mal anschauen soll und dann sieht er aber nicht den Baum, sondern der sieht von der anderen Seite ja ganz anders aus und von rechts und links, mal von 360 Grad abgesehen. Also wenn jetzt dieses Mal noch einmal über das Böse und Ahriman gesprochen wird - das dritte Mal - hat der Baum und dieses, was ich da geschrieben habe, wohl nicht zu viel Erfolg gehabt. Aber als er das letzte Mal hier war und dann auch noch schriftlich haben wir sehr intensiv darüber gesprochen, was denn aktuell noch einmal vielleicht doch in die Welt gesetzt werden sollte. Und jetzt mit vier Vorträgen immerhin doch schon weiter als hier heute. Und zwar ganz von einem nun wiederum dritten Gesichtspunkt aus und da ist ja nun ein Text noch und damit höre ich dann auf zu reden, was ich ja eigentlich erst einmal so lange tue.
Hier steht ja: „Vom Umgang mit den Widersachern in uns und um uns”. Das kann jetzt jeder mal auf sich beziehen, ob Sie die Widersacher in sich haben oder nur um sich herum oder überhaupt keine. So steht mich das an. Aber dann steht da noch: Wege zur Erkenntnis dieser negativen oder auch positiven Seite. Denn wer sich – jetzt muss ich mal ganz anthroposophisch sprechen – weiß, dass Rudolf Steiner ganz klar gesagt hat, die Inkarnation vor 3000 Jahren vor Christi, 5000 Jahre vor uns, von Luzifer und Christus in der Mitte und jetzt in diesem Jahrtausend Ahrimans persönliche Inkarnation: stehen wir mittendrin. Und es ist sein größter Wunsch in all diesen Vorträgen, dass wir uns das so bewusst wie möglich machen und dann, wie es hier auch steht, die negative und positive sowie alle drei Entwicklungsgeschichte der Menschheit gewollt sind und wählen sie immer. Logos, Göttlichkeit, Trinität oder ... als Kulturaufgabe unserer Zeit, ihrer zukünftigen Verwandlung und Erlösung. Das heißt also eben, durch unser Bewusstsein müssen wir Ahriman erkennen, uns praktisch mit ihm befreunden, aber nicht ihm verfallen, sondern – und das schmerzt ihn am meisten – beim Mitleiden den armen Kerl, der nicht anders kann, und durch das Mitleid zur Liebe wird er schließlich dann erlöst. Und deshalb sind wir heute versammelt und ich denke also, dass wir alle zufrieden nach Hause gehen, auch wenn wir heute nicht 50 sind, sondern nur 20.
Also, mehr: du jetzt in Witten ist meistens der Saal voll mit 70, in Düsseldorf auch. Essen hat Rudolf Steiner auch schon gesagt, ist mit das schwierigste anthroposophische Pflaster, bereits schon vor 100 Jahren ganz klar geäußert. Wo ist dieser Andreas? Wiederhole es! [Stimme aus dem Publikum: Steiner hatte wohl in einigen Vorträgen hier gesagt, es ist schwierig hier weitere Vorträge zu halten, es ist halt ein zu der Zeit schwerwiegendes Umfeld]. Ja und damit schließen wir es und übergeben nun das Wort und den Film.
Ach so, François möchte ich noch vorstellen, aus Frankfurt. Er ist also der fantastische Filmer. Und wen es interessiert, kann also dann den Link bei mir anfordern für den Film. Einige dieser Filme mit uns hat schon bis zu 14.000 Links oder Klicks, wie heißt das? Also nicht nur hier, sondern 14.000 andere haben sich die Vorträge angehört.
Eine Anforderung der heutigen Zeit: Nur durch die ständigen Auseinandersetzungen mit den Widersacherkräften können wir wirklich ganz eigenständig und frei werden 00:05:45
Dr. Wolfgang Peter: Mit der Zeit kommt was zusammen. Danke Ulrich, vielen Dank!
Ja, ich freue mich, dass wir hier sprechen können gemeinsam. Ich spreche, Sie horchen. Ich hoffe, ich kann Ihnen wieder ein paar neue Facetten dazu bieten zu diesem unerschöpflichen Thema.
Es ist vielleicht kein – bitte – unerschöpflich, es ist absolut unerschöpflich und es begleitet uns durch die ganze Weltentwicklung im Grunde hindurch, durch die ganze Erdentwicklung hindurch. Da gehören eben auch die Widersacher dazu. Widersacherkräfte - der Luzifer ist schon angesprochen worden, der seine Inkarnation schon lange vor der Zeitenwende hatte, aber deswegen keineswegs schon aus dem Spiel ist, sondern er arbeitet ganz, ganz kräftig mit heute. Ich denke mir immer, wenn man sich heute so die Handys anschaut mit den vielen bunten Bildern drauf, da ist der Luzifer drin und die Technik ist der Ahriman. Und beides zusammen hat einen sehr großen Einfluss auf unsere Welt, wie sie heute ist. Vor allem wenn man denkt, wie gehen Kinder damit um, wie kann man sie beschützen davor, dass sie einfach hineingezogen werden und genau das verlieren oder gar nicht entwickeln können, was sie entwickeln sollen: Die Freiheit, das Auf-sich-selbst-Stellen.
Heute wird erwartet, dass der Mensch schöpferisch tätig wird und das, was er aus dem Nichts heraus entwickelt hat, an andere verschenkt 00:06:57
Und das ist eines der wichtigsten Dinge heute und deswegen haben wir auch in gewisser Weise die ständigen Auseinandersetzungen mit den Widersachern, weil wir nur durch die Auseinandersetzung mit ihnen wirklich ganz eigenständig und frei werden können.
Dass wir nicht einfach immer geführt werden und sagen, ja bitte führe mich dorthin, führe mich dorthin, das ist nicht das Ziel der Entwicklung. Das war in der Anfangsphase der Menschheitsentwicklung einmal wichtig, dass der Mensch geführt wurde, aber gerade mit dem Erdenleben des Christus, wo das Göttliche in Wahrheit Mensch geworden ist, ist der andere Aspekt, dass wir etwas von dem Göttlichen in uns entwickeln sollten, in Freiheit. Das ist das, was gewünscht ist. Also es ist heute nicht eigentlich von der geistigen Welt und von der Gottheit, wenn man so will, und schon gar nicht von dem Christus gewünscht, Menschen, die brav irgendwelchen Befehlen, irgendwelchen Regeln folgen, sondern es ist erwartet, dass wir schöpferisch neue Impulse geben, weil wenn man schöpferisch tätig wird, verschenkt man etwas von sich aus. Etwas was man nicht genommen hat von wo, sondern etwas was man aus sich heraus, ja geradezu aus dem Nichts heraus entwickelt hat.
Eines der sieben großen Lebensrätsel nach Rudolf Steiner ist die Frage nach Geburt und Tod 00:08:16
Hinter diesem Nichts steckt eine ganze große Entwicklung, weil sie ja, denke ich, wissen, dass es Reinkarnation gibt. Also im anthroposophischen Zusammenhang kann man ja sehr gut darüber sprechen, aber das ist auch das große Rätsel eigentlich, das schon bis zu einem gewissen Grad angesprochen, gelöst bis zu einem gewissen Grad wurde in einer früheren Kulturepoche, schon in der vorangegangenen Kulturepoche. In der Griechisch-Lateinischen Zeit gab es Menschen, die sich auch mit dem Gedanken der Wiedergeburt beschäftigt haben und das ist eines der Rätsel, die zu lösen sind für die Menschheit. Rudolf Steiner sprach von sieben großen Lebensrätseln, die zu lösen sind. Eines, was die vorhergehende Kulturepoche hatte, war das Geheimnis von Geburt und Tod. Was bedeutet das wirklich? Das heißt, wo kommen wir her eigentlich und wo gehen wir hin nach dem Erdenleben? Von wo kommen wir herein und wo gehen wir hinaus?
Und ich sage einmal, die eigentliche zentrale Lösung – darum kann man wirklich sagen, dass es gelöst wurde in der Griechisch-Lateinischen Zeit – ist eben die Inkarnation des Christus. Das Göttliche steigt herunter und wird Mensch. Da kommt etwas Göttliches herunter und wird hier Mensch und dann verschwindet er nicht einfach und löst sich auf, sondern es gibt die Auferstehung. Das heißt, er nimmt etwas mit von dem Erdendasein. Diese Auferstehung im Engelreich gibt es in dem Sinn keine Auferstehung. Sie sind als Engelwesenheiten in einer ganz anderen Sphäre. Sie sind eben nicht Mensch in unserem Sinn geworden. Mensch nur höchstens im übertragenen, erweiterten Sinne, wenn man sagt, jedes geistige Wesen, das über ein eigenes Ich verfügt und dadurch ist es erst ein geistiges Wesen, macht dann in dem Moment, wo ihm das Ich verliehen wird, wenn man so will, geschenkt wird, gegeben wird, macht das eine Menschheitsstufe durch. Und wir sind es ganz besonders und wir sind nur im Unterschied zu den vielen, vielen höheren geistigen Wesenheiten, die viel höher sind als wir – ist uns gewährt, die Freiheit zu entwickeln. Die höchsten Hierarchien haben sie eigentlich nicht, sondern sie folgen dem, was sie entgegennehmen von der Gottheit, wenn man es so will.
Die wahre Bedeutung des Begriffes „Apokalypse” 00:11:03
Und was das Ziel eigentlich der Erdentwicklung ist… was das Ziel der ganzen großen Entwicklungskette ist – also wenn Sie sich ein bisschen mit Anthroposophie beschäftigt haben, werden Sie eine gewisse Ahnung davon haben, dass die Erdentwicklung noch nicht alles ist, sondern es gab schon vorher Entwicklungsstufen und es wird nachher noch Entwicklungsstufen geben –, aber hier jetzt auf der Erde haben wir die Chance, Mensch zu werden, freier Mensch zu werden. Und wir sollen etwas zu dem Schöpfungswerk aus unserem eigenen Beitrag machen und verbinden mit dem, was von der Gottheit kommt.
Das ist zum Beispiel auch der große Leitgedanke im Hintergrund des letzten Buches der Bibel oder des Neuen Testamentes, der Apokalypse des Johannes. Auch etwas, was heute immer gesehen wird: Um Gottes Willen, „Apokalypse“ heißt Weltuntergang, schrecklich, fürchterlich. „Apokalypse” – das Wort heißt Enthüllung. Enthüllung in Wahrheit des Geistigen.Oder ganz konkret gesprochen: Enthüllung des Wesens Jesu Christi. Apokalypsis Jesu Christu, (griech. Ἀποκάλυψις Ἰησοῦ Χριστοῦ Apokalypsis Jesu Christu) das sind die ersten Worte der Apokalypse. Um das geht es. Es geht nicht darum, die Menschen zu schrecken und dass sie in Furcht zittern und deswegen vielleicht braver sind etwas, weil alle möglichen Gefahren drohen, sondern es geht um die Enthüllung des Wesens des Christus. Und es geht im nächsten Schritt dazu, dass wir in Verbindung mit dem Christus unsere Freiheit entwickeln, entfalten sollen. Und dass wir etwas von unserer Schöpferkraft, die wir in unserem Ich haben, verschenken an die Welt. Und das ist eine Heilung der Welt.
Unsere Heilung ist zugleich auch eine Heilung der Widersacherkräfte, die einem göttlichen Befehl folgen, uns aus dem Gleichgewicht zu bringen 00:12:52
Das ist eine Heilung insbesondere dann auch für die Widersacherkräfte, die aber da sind, um uns zu verführen.
Rudolf Steiner hat öfter gesagt, sie sind „abkommandiert worden” zu dieser Rolle. Also sie sind gar nicht so freiwillig in diese Rolle hineingegangen, sondern sie haben dem Befehl, dem göttlichen Befehl gefolgt: Ja, wir übernehmen diese Aufgabe, den Menschen von der einen und von der anderen Seite immer wieder zu ziehen an ihm, ihn aus dem Gleichgewicht zu bringen, damit er lernt aus eigener Kraft das auszugleichen. Weil die Kräfte von Luzifer und Ahriman sind grundsätzlich nicht nur böse. Sie sind auch notwendige Kräfte in der Welt drinnen. Das Böse entsteht eigentlich dadurch, dass wir sie nicht ins richtige Gleichgewicht bringen, sondern dass wir ihnen einseitig vielleicht folgen, dass wir ganz ins Intellektuelle zum Beispiel verfallen. Das ist heute in unserer Kultur sehr weitgehend drinnen, während in der vorigen Kulturepoche sehr viel mehr noch das Luziferische drinnen war. Die Schönheit, die drinnen ist, das hat uns Luzifer geschenkt. Das Erscheinen, es ist nur Schein, es ist noch nicht die geistige Wirklichkeit, es ist das Erscheinen des Schönen, der Schein des Schönen, der erscheint. Und das hat uns Luzifer gegeben, das ist nichts Negatives. Es wird nur negativ dann, wenn wir uns hinziehen lassen, nur in Illusionen zu leben: Ach, das Klare, das mathematisch Sichere, das ist mir zu anstrengend, ich schwebe lieber mit Luzifer in die Welt hinaus. Ich möchte geistige Erlebnisse vielleicht haben, aber sie sollen mir gegeben werden, nicht ich erringe sie mir.
Seit dem Ende des Kali-Yuga haben wir wieder die Möglichkeit bewusster Wahrnehmung des Geistigen 00:14:48
Und dabei leben wir heute – das möchte ich ganz stark erinnern – in einem Zeitalter, wo jeder Mensch im Prinzip die geistige Welt wahrnehmen könnte, bewusst wahrnehmen könnte. Weil das sogenannte finstere Zeitalter - das Kali-Yuga wird es genannt im Indischen, das ist ein finsteres Zeitalter, wo im Grunde die Mehrheit der Menschen die ursprünglich Einsicht in das Geistige verloren haben – man muss sich denken, die Menschen, wenn man weit, weit zurückgeht, also in die Anfänge der Menschheitskultur, wie wir sie heute irgendwie kennen, bis in die Ur-Indische Zeit oder wo, zurückgehen –, da hatten die Menschen noch ein ganz natürliches geistiges Schauen, ein natürliches Hellsehen, wenn Sie so wollen. Obwohl ich das Wort Hellsehen gar nicht so mag, weil das meistens missverstanden wird heute, wenn man denkt, aha, das ist irgend so was Schwummeriges, was man nicht fassen kann. Es ist es bis zu einem gewissen Grad dann, wenn man nicht mit vollem Bewusstsein dabei ist, sondern wenn man es vielleicht nur in einem Trancezustand, in einem kaum bewussten Zustand oder in einem nur halbbewussten Zustand erlebt, dann kann man es nicht beurteilen, was es ist. Und das sind genau die Eintrittstore, die die Widersacherkräfte, insbesondere Luzifer, benutzt haben, um die Menschen zu verführen und ihnen das, was eigentlich auf Abwege führt, in den schönsten Bildern zeigen und man fühlt sich erhoben, erhaben bis zu einem gewissen Grad.
Aber dabei ist es nur Illusion, aber Illusion, die das Ego stärkt, nicht das Ich. Ego und Ich sind zwei verschiedene Dinge, die zwar miteinander zusammenhängen, aber das Ego, das, was nur auf den Eigennutz geht, musste entwickelt werden. Wir sollten Menschen werden, eigenständig, selbstständig und sagen, ich mache das so, ich will das so,. Und ich brauche das niemandem zu begründen, ich will es so.
Und die Kultur hat es gezeigt, dass das dann bis in Wahnvorstellungen nachführt, wenn man denkt an die römischen Cäsaren und dergleichen. Die waren vielfach ganz erfüllt davon - nicht alle, aber doch sehr viele. Und die haben sich erzwungen, sogar in die Mysterien eingeweiht zu werden, mit dem Schwert erzwungen im Grunde. Und es war schon ein Zeichen des Verfalls, dass die Tempelpriester das halt dann getan haben aus Angst, dass sie wirklich diesen Menschen Übungen gegeben haben, sie begleitet haben auf einem Weg, wo geistige Kräfte geweckt werden. Aber es waren sicher nicht die guten Kräfte, sondern es waren die Kräfte, die nur das Ego stärken und das sozusagen mit einer übermenschlichen Kraft bis zu einem gewissen Grad versetzen, erfüllen. Also mit einer Kraft, die dann dazu geführt hat, eben nur das eigene Ego durchzusetzen. Koste es, was es wolle, wie viel Blut auch fließen mag, aber zu meiner Glorie, weil ich der große Feldherr bin, ich der große Herrscher bin und alles. Was mir im Weg ist, räumt man halt weg, oder lässt es weg räumen, besser gesagt. Weil die meisten waren dann eh feige und haben gar nicht selber die Auseinandersetzung gemacht, sondern sie haben halt ihre Soldaten gehabt, die es für sie getan haben.
Und trotzdem war auch diese Entwicklung des Egos wichtig. Wir brauchen auch unser Ego im Alltagsleben. Nur zu sagen, ach ich bin nur so vergeistigt und was meines, das ist alles unwichtig. Das ist unwahr. Wenn man das hört, dann muss man schon sehr vorsichtig sein, was da wirklich dran ist. Das zeigt meistens, dass ein Mensch ganz stark in einer luziferischen Illusion drinnen lebt.
Wie kann man am geistigen Weg die Verführung durch Widersacher erkennen? 00:18:53
Aber auch viele Menschen, die sagen, ja das Geistige, ja man sollte das erleben. Und es gibt viele Kurse, Seminare, wo das sehr schnell erweckt wird. Im Grunde sind es aber Wahnbilder, die dabei ausgelöst werden – also so eine traumartige Vision, in vielen Fällen, nicht in allen. Aber wo man nicht selber es mit ganz klarem Bewusstsein erfassen kann, ist immer die Gefahr, dass man auf Abwege kommt.
Es ist jedenfalls dann nicht die Freiheit des Menschen drinnen, sondern man wird geradezu magisch angezogen von einem übersinnlichen Licht, von einem übersinnlichen Erleben, von einem, wie man glaubt, Göttlichem, aber was vielleicht nicht ganz so ist. Es ist zwar der Luzifer eingesetzt, letztlich von der göttlichen Macht, dass er uns auch auf Abwege führt, damit wir endlich einmal erkennen können: Nein, das ist es aber nicht. Und du musst es selber beurteilen können! Das ist die Krux daran, das Schwierige.
Ich höre so oft: Naja, wie kann man denn das erkennen, dass jetzt da ein Widersacherwesen spricht? Aber es spricht so schön zu mir, ein wunderschöner Engel erscheint vor mir. Lesen Sie einmal die Bibel, das Alte Testament wie das Neue. Wenn ein Engel erscheint, praktisch immer steht: Fürchte dich nicht! Und das muss man sehr ernst nehmen, das Wort. Das Erlebnis ist niederschmetternd. Es ist nicht beglückend, zunächst nicht im ersten Moment, sondern man spürt diese ganz starke Kraft, man spürt diesen sicheren geistigen Blick, durch den man von oben bis unten durchschaut wird und man wird so klein mit Hut vor dem Engel, wenn man ehrlich dieses Erlebnis hat.
Wenn es ein luziferischer Engel ist, und die gibt es halt auch –, dann - ah - können wir das genießen. Aber dann kommen wir nicht dorthin, wirklich freie Menschen zu werden, sondern dann werden wir immer mehr hineingezogen in dieses luziferische Licht, das aber keineswegs das höchste geistige Licht ist, sondern ein müder Abglanz in Wahrheit. Aber wir merken es halt nicht, wir sind schon froh, wenn wir ein bisschen eine Beleuchtung bekommen, eine geistige, seelisch-geistige sozusagen. Also das sind große Gefahren, die in der Vergangenheit noch viel stärker waren, aber heute durchaus noch mitwirken.
Wolfgang Paulis Ringen mit Ahriman, dem Geist der Materie 00:21:20
Auch wenn heute Ahriman – also das Kalte, Nüchterne, Seelenlose eigentlich, der nüchterne Verstand, der klare Verstand, der durchaus ja auch was Positives hat –, das Umgehen mit der Materie, was heute ganz stark ist: Wirtschaft, was alles umgestaltet, die ganze Welt letztlich umgestaltet. Ist ja auch unsere Aufgabe. Nur die Frage ist wieder, nach welchen Grundsätzen wir es gestalten, welches Motiv wir dazu haben. Und heute ist es: Was man technisch machen kann, wird auch gemacht, und wenn es letztlich noch so zerstörerisch ist. Irgendwer fängt an und baut es – und baut eine Atombombe sogar, oder sowas – und setzt sie auch irgendwann ein. Also zum Glück ist es nur zweimal bis jetzt passiert. Aber es ist nicht gesagt, dass das nicht auch in der Zukunft passieren kann. Da ist also dieser arimanische Intellekt da, der das schaffen kann. Das ist derselbe Intellekt, der ja im Grunde der Materie zugrunde liegt.
Es ist ganz interessant, dass einer der großen Physiker des 20. Jahrhunderts, Wolfgang Pauli - der den Aufbau des Atoms erklärt hat und warum er so und so funktioniert, warum es dann das Periodensystem der Elemente gibt - der hat aber auch geistige Erlebnisse gehabt, ganz interessanterweise. Und er hat gemerkt, dass er in sich Bilder gestaltet, und da begegnet ihm etwas, da begegnet ihm der Geist der Materie. Das ist niemand anderes als der Herr Ahriman, der ihm begegnet. Und er hat also diese bedrohliche Kraft ganz stark gespürt, und er hat aber auch gefühlt, ich kann mich aber auch nicht ganz lösen davon. Da gibt es ganz tolle Anekdoten von ihm. Und er hat jedenfalls ganz fest daran geglaubt. Es war nämlich wirklich überraschend oft – er war theoretischer Physiker, muss man dazu sagen, also blitzgescheit, intellektuell, aber zugleich auch sehend irgendwo - aber eines konnte er nicht: praktische Physik machen. Er konnte nur theoretische Physik machen. Also angewandte Physik, irgendein Gerät bauen oder gar nur in Betrieb setzen, nein. Er war gefürchtet sogar. Er ist in irgendein Labor gekommen - und irgendein Apparat ist kaputt gegangen! Ohne dass er ihn angerührt hat, nur durch seine Anwesenheit. Das ist tatsächlich öfter passiert. Und er hat gesagt, das ist wirklich meine Ausstrahlung. Viele haben gesagt, das ist ein Zufall.
Aber eine Anekdote war ganz stark: In Göttingen war ein großer Versuch anberaumt und die schalten den Apparat ein, und die ganze Apparatur, an der sie drei Jahre gearbeitet haben oder länger, war kaputt. Und alle schreien: Pauli, Pauli! Aber Pauli ist ja gar nicht da, weil die anderen Physiker kannten das. Und dann war das Kuriose: In dem Moment, wo das passiert ist, ist Pauli durch Göttingen mit dem Zug durchgefahren und der hat dort Station gemacht. Genau zur selben Minute. Ist eine Anekdote, ich will jetzt gar nicht dazu sagen, welche Zusammenhänge da sind, das weiß ich nicht. Aber jedenfalls, er war überzeugt davon, dass er eine Ausstrahlung hat, dass er eigentlich durch seine Ausstrahlung das Technische behindert irgendwo, zerstört. Und er hat auch gespürt: Er kann und will nicht leben mit diesem Geist der Materie, obwohl er die Materie erforscht hat. Aber da ist etwas Böses drinnen, mit dem kann er nicht, mit dem will er nicht, mit dem ringt er immer.
Maschinen werden kommen, die nur durch reine Lebenskraft funktionieren werden, wenn die richtige Gesinnung dabei ist. Der Strader-Apparat und schöpferische Seelenkraft 00:25:21
Und wenn man an manches denkt, was Rudolf Steiner geschildert hat, dass eine Technik entstehen wird, die mit anderen Kräften arbeitet, die nur überhaupt funktionieren wird, wenn der Mensch etwas von sich hingibt – also eigentlich in Wahrheit durch seine Lebenskraft, durch seine Liebeskraft –, es nur bewirken kann, dass die Maschine läuft. Und die nur laufen kann, wenn er eine entsprechende geistige Gesinnung hat.
Und Rudolf Steiner hat gesagt, das wird kommen. Er hat sogar in den Mysteriendramen so ein bisschen porträtiert – da gibt es den Doktor Strader in den Mysteriendramen, der ist Wissenschaftler, Techniker und der baut einen sogenannten Strader-Apparat. Es gibt sogar eine Skizze dazu, wie der ausschauen sollte. Die Skizze stammt natürlich von Rudolf Steiner in Wahrheit, beziehungsweise ein anderer hat es nach seinen Angaben gezeichnet. Und das Interessante ist, es gibt heute schon ein paar Leute, die das nachbauen. Es tut sich noch nicht sehr viel, man spürt nur eines – und immer mehr Leute haben immer gefragt, wie funktioniert das? Habe ich gesagt: Ehrlich, keine Ahnung, ich weiß es nicht. Nach der Zeichnung kann ich es nicht beurteilen. Man muss es gesehen haben. Aber wenn man steht vor dem nachgebauten Instrument - es tut nur noch nicht sehr viel, es kann nichts wirklich antreiben oder sonst etwas, aber wenn man einen Impuls – zum Beispiel einen künstlerischen Impuls, etwas, was in der Seele einen bewegt in positiver Hinsicht, entwickelt –, angesichts dieser Maschine, dann hat man den Eindruck, die Wahrnehmung, dass mir diese Kraft vielfach verstärkt zurückkommt. Und dass das in eine Bewegung kommt, dass diese Kraft, wenn ich sie wieder ausstrahle, dass sie wieder noch stärker zurückkommt. Mehr ist es nicht, es bewegt sich noch ganz im Seelischen.
Und was Rudolf Steiner dann noch dazu hatte: Es gibt Nebengeräte zu diesem Strader-Apparat, oder sollte sie geben auf jeden Fall, wo das dann wirklich mit den Lebenskräften in der Natur, mit den Ätherkräften in der Natur, mit den verschiedenen Ätherkräften in der Natur, in eine Resonanz kommt und dadurch, sagen wir mal, die Welt umgestaltet wird. Wie genau, das ist nirgendwo beschrieben, aber mittlerweile durch dieses Erlebnis – das ist erst ein, zwei Monate her, dass wir die Gelegenheit hatten, diese Maschine zu erleben, davor zu stehen –, es haben etliche Leute gesagt: Ich spüre noch nichts, außer dass sie schön ist. Sie ist ästhetisch, sie ist ein Kunstwerk, aber mehr … hab ich mich halt zurückgehalten. Aber dann haben wir rezitiert „Was die Sonne tönt", nach alter Weise, vom Goethe. Und da auf einmal habe ich gespürt, da kommt aber was zurück. Da kommt etwas an Kraft zurück. Und das ist so ein leiser Fingerzeig, wo das weitergehen könnte. Also du musst Kraft aus deinen Seelenkräften, aus deinen geistigen Kräften verschenken, sozusagen, und der Apparat hilft dir das zu verstärken. Und du kriegst selber die Kraft verstärkt zurück und kannst sie wieder weitergeben. Also ein Bild, was einmal in der Zukunft sein könnte.
Nicht, dass der Wolfgang Pauli das kannte, er kannte es nicht, obwohl er ja auch zu der Zeit gelebt hat, wo Anthroposophie schon in der Welt war. Aber mit dem ist er halt nicht zusammengekommen. Er hat vielmehr mit dem C.G. Jung dann sich verbunden, der im Übrigen auch nicht nur ein Tiefenpsychologe war, sondern auch geistige Erfahrungen hatte, die er aber striktest während seines Lebens niemandem mitgeteilt hat. Er hat sie nur selber aufgeschrieben und Zeichnungen dazu gemacht. Er hat zum Beispiel den ganzen Ersten Weltkrieg gesehen, vorher und hat das in vielen Details, Szenen aus diesem Weltkrieg gesehen vorher und hat das festgehalten, auch mit Zeichnungen, mit Schilderungen und dergleichen. Und das ist erst – das hat er verlangt –, erst nach seinem Tode ist es veröffentlicht worden, das sogenannte Rote Buch. Was er nicht hatte: Er hatte nicht die ganze Klarheit, die Rudolf Steiner hatte, im Schauen dieser geistigen Dinge. Aber er hat nicht gewusst, warum das alles so passiert. Aber er hat jedenfalls Splitter davon gesehen. Und so ein Gefühl hatte dieser Wolfgang Pauli auch. Also es gibt auch ganz außerhalb des anthroposophischen Kreises Menschen, die von sich aus, aus ihren Erfahrungen, wahrscheinlich aus Erfahrungen aus früheren Leben heraus, an diese Dinge herankommen, ohne dass es ihnen vorher wer gesagt hat, was man da erwarten könnte oder so, sondern einfach aus den eigenen Erfahrungen.
Das Ende des Kali-Yuga und Rudolf Steiners Weg zur bewussten Geistesschau 00:31:43
Und das sind so Beispiele. Nämlich Wolfgang Pauli, das war auch erste Hälfte des 20. Jahrhunderts, besonders stark – ich glaube 57 oder so ist er dann gestorben –, aber eher Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts. Und das ist das Zeitalter, wo Rudolf Steiner gesagt hat, das finstere Zeitalter hat mit Beginn des 20. Jahrhunderts aufgehört, man soll es nicht glauben. Mit all den Ereignissen, die dann waren, Erster Weltkrieg, Zweiter Weltkrieg, und trotzdem ein Aufbruch ins Geistige in Wahrheit. Sonst hätte er die Anthroposophie nicht in der Weise in die Welt gestellt.
Rudolf Steiner hatte schon als Kind gewisse geistige Wahrnehmungen, hat sie aber dann sehr stark verändert, weil sie, als Kind hat man sie ja nicht bewusst, so ganz bewusst, sondern sie sind einfach da, man hat ein Erlebnis, weiß nicht wieso, warum, woher es kommt. Und das hat Rudolf Steiner ja dann ganz stark verwandelt, das mit geradezu mathematischer Klarheit zu erfassen, auch die Zusammenhänge, die drinnen sind. Und das ist der Weg, der in die Zukunft führt, dass wir von dort Impulse herholen, aber dazu brauchen wir zum Beispiel die Klarheit, auch des Ahrimanischen durchaus, vor allem das Bewusstsein, das aufwacht dann in der Auseinandersetzung mit ihm. Er fordert ununterbrochen unser Bewusstsein.
Also auch in den Mysteriendramen gibt es eine schöne Szene, wo der Ahriman der Maria erscheint, also einer der Protagonistinnen dort, die die begabteste Geistesschülerin in diesen Dramen ist. Und er sagt ja deutlich, was du dir alles einbildest, mit Einblicken in frühere Leben - das ist ja alles Fantasie, das ist ja alles ein Unsinn! Und sie zeigt ihm messerscharf, mit klarem Verstand: Du weißt nicht, um was es geht, weil du kannst in Zeiten, wo Neues entsteht, wo ein Umbruch ist, wo eine Zeitenwende ist, mit denen kannst du nicht umgehen, weil die lassen sich nicht berechnen. Da ist schöpferische Kraft tätig, da passiert etwas, was einzigartig ist, wo etwas Neues ist, wo nicht Gewohntes weiterrollt, sondern ein Umbruch da ist. Und mit dem kann der Ahriman überhaupt nicht. Er muss es berechnen können, wenn man es in menschliche Begriffe übersetzt. Oder man könnte auch sagen, wo ein strenges Gesetz dahinter ist, dem alles zu folgen hat. Also zum Beispiel ein strenges göttliches Gesetz, ein strenges Naturgesetz, dem man folgen muss.
Das gestaltende Denken ist die Antwort auf Ahriman 00:33:34
[Bitte kommen Sie nur herein. Kein Problem, kein Problem.] Ja, also da ist so dieser Punkt drinnen, dass es darauf ankommt, dass der Mensch den Mut hat, sich auf seine eigene Individualität zu stellen, zu ihr zu stehen und zu sagen: Ich kann etwas Neues in die Welt bringen. Ich kann die Welt verändern. Ich kann sogar etwas, was der Luzifer und der Ahriman nicht können, wo ich ihnen überlegen bin. Und an dem reifen letztlich, an diesen Erfahrungen, auch wenn sie natürlich murren – weil der Ahriman im Drama, wenn das geschildert ist, wenn er das hinnehmen muss: Also du kannst dort gar nicht reinschauen, du verstehst nichts davon, von diesen Dingen, dass da das alles ganz anders ist –, ja, dann zieht er murrend ab, aber es ist ein Teil schon seiner Erlösung.
Wenn wir in unserem freien, aus der Freiheit gefassten Denken, im schöpferischen Denken, im gestaltenden Denken – nicht bloß im logischen Ableiten, das ist zu wenig –, sondern im gestaltenden Denken den Mut zu haben, Zusammenhänge, die weit verstreut sind, zu erkennen, zusammenzuschauen und das Ganze, das dahinter steht, wahrzunehmen, dadurch zu erkennen, die Wahrheit zu erkennen dahinter, die nicht einfach nur ausrechnen kann. Wo ich einen Computer auch dann hinsetzen kann, der es ausrechnen kann, sondern das, was wirklich nur ein Mensch kann – ein Mensch, der seine Schöpferkraft in seinem Ich lebt, auch wirklich in Tätigkeit setzt. Und eigentlich in unserem Zeitalter, in dem wir jetzt drinnen stehen, das ist das Wunderbare eigentlich, sind wir ermutigt und werden immer mehr ermutigt, uns auf dieses eigene Ich zu stellen. Das ist das Kern des Christentums eigentlich. Nicht zu sagen … Natürlich nehmen wir schon gute Ratschläge gerne entgegen, aber nicht immer sagen: „Bitte, ich weiß nicht, was ich tun soll, wie soll ich denn machen?” Der entscheidende Schritt ist der, dass ich mich selbst entscheide. Dass ich sage, ich gehe den Weg so oder ich gehe ihn so, das können beide richtig sein. Für die eine Individualität vielleicht der Weg, für eine andere Individualität dieser Weg. Es gibt vieles und ich denke, das ist etwas, was uns Mut machen kann.
Man kann auch Fehler machen dabei, natürlich. Na gut, hat man dann ein bisschen Schwierigkeiten damit, passiert uns sowieso im Leben immer wieder. Eigentlich sind wir das eh gewohnt. Das gehört halt eben auch zum Menschenleben dazu. Wir haben zwar einen göttlichen Funken in uns, aus dem wir schöpferisch etwas entwickeln können, wo wir wirklich selber etwas Neues hineinbringen können in die Welt, aber nicht immer gelingt es uns ganz so richtig, sondern wir machen auch Fehler dabei. Ja, dann müssen wir halt vielleicht ein bisschen auch Schwierigkeiten auf uns nehmen, das wieder auszubügeln, aber wir lernen daran und wir wachen auf. Überall wo wir an einen Widerstand anrennen – so geht es nicht, das war nicht so gut –, dann wissen wir es wenigstens. Dann erfahren wir es. Also es ist nicht so, geh deinen Weg und es wird keine Probleme geben. Es gibt genug Probleme. Aber im Endeffekt kommen wir weiter, wir lernen etwas daraus und wir werden unserer Verantwortung auch gerecht, die uns damit gegeben wurde, dass wir die Freiheit entwickeln können, weil das heißt auch Verantwortung. Wir können jetzt nicht sagen: Bitte der Ahriman ist schuld oder der Luzifer ist schuld oder irgendein Engel ist schuld, der hat mir etwas Falsches gesagt. Nein, ich muss es entscheiden und niemand kann mir helfen dabei, weil es soll meine Entscheidung sein.
Ahriman und Luzier wollen uns am Weg in die Freiheit behindern. Andere Kräfte, wie der Sonnendämon wollen uns in eine Welt ziehen, die wie ein Räderwerk funktioniert wo es im Grunde nichts Schöpferisches gibt 00:37:49
Also das ist der Weg in die Freiheit hin. Es gibt genug Widersacherkräfte, die uns das verhindern wollen. Der Ahriman will es sowieso verhindern, der Luzifer will es auch verhindern und noch schlimmer sind diese Kräfte, die auch in der Apokalypse genannt werden, wie der Sonnendämon, der zugleich der Erdendämon ist, Sorat und die Zahl 666 und was dort kommt. Ja, diese Kräfte sind auch da, die wollen überhaupt den Menschen in eine ganz andere Richtung drängen und die können wir zwar nicht erlösen, die gehen dann ihren eigenen Weg, sie haben eigentlich mit unserer Entwicklung gar nichts zu tun, außer dass sie uns reizen immer wieder und wir lernen können an ihnen, aber sie haben nichts eigentlich im Sinn, diese Welt weiterzuführen. Sie wollen eigentlich eine Welt, die streng nach Gesetz läuft, nach ihrem Gesetz, wo alles geregelt ist, alles funktioniert, jede Rechnung aufgeht und wo es im Grunde aber nichts Schöpferisches mehr gibt, sondern im Endeffekt ein Räderwerk, das mit höchster Präzision abläuft, aber reiner Selbstzweck ist, irgendwo, wo keine Freiheit ist, wo eigentlich die ganzen Wesen, die mitwirken daran, im Grunde überflüssig sind, weil sie sich nicht als geistige Wesen, als schöpferische Wesenheiten entfalten können.
Das ist die Chance, die uns Menschen gegeben wurde, das zu entwickeln, und das ist was Großartiges. Also das heißt, das Thema Widersacher sollte uns nicht nur in Schrecken versetzen, sondern es ist ganz wichtig, die Chancen zu sehen, die damit verbunden sind, die Notwendigkeit: Sie sind da. Wer merkt sie nicht irgendwo im Kleinen wie im Großen? Oft ist es halt nicht hellsichtig gleich im Schauenden, aber halt in der Lebenspraxis, wo man merkt, wir verändern uns in unserem Intellekt und im Endeffekt funktioniert es dann in der Praxis nicht. Gerade im sozialen Leben gibt es so viele Konzepte, die sind alle so unheimlich gescheit. Sind sie wirklich? Ich meine ganz ehrlich, aber funktionieren dann sie meistens nicht. Weil dann die Menschen doch anders sind und sich nicht an die Regeln, die da festgeschrieben sind, halt so halten und dann kommt wieder alles durcheinander und man steht erst wieder da. Und ist um eine Illusion ärmer geworden, dass das funktionieren könnte.
Da ist ja wieder Luzifer und Ahriman beide dabei. Die Illusion gehört immer dazu und der Ahriman, der halt sagt, nein, wenn du stur diesen Weg gehst, wird das funktionieren. Bist halt anstoßt an der Mauer. Daher ist diese Auseinandersetzung, auch dieses ganze Thema mit den Widersachern etwas, wo ich mir wünschen würde, dass eine positivere Haltung dazu entsteht. Nicht, dass man jetzt die Widersacher sagt, sind eh nicht gefährlich, sie sind gefährlich genug, sie sind sehr gefährlich. Aber dass dazu kommt das Bewusstsein: Wir reifen in der Auseinandersetzung mit ihnen und wir können letztlich nicht nur ihrer Herr werden, sondern wir können zu ihrer Erlösung beitragen. Denn je mehr sie von uns lernen – sie können nämlich das Lernen von uns –, der Ahriman zum Beispiel dieses Schöpferische, dieses Schaffen aus dem Nichts, das kann er überhaupt nicht.
Wirkliche Künstler schaffen etwas aus dem Nichts. Im Bild eines Meisters lebt die von ihm hineingelegte Geisteskraft. In der künstliche Intelligenz dagegen ist kein schöpferischer Impuls 00:41:35
Denken Sie, wie schön das der Goethe schon zu seiner Zeit in seinem Faust beschrieben hat, im Faust II. Da ist der Mephisto halt da, aber die ahrimanische Seite des Mephisto, weil der Mephisto im Faust ist so eine Zwittergestalt, der ist halb luziferisch, halb ahrimanisch. Das kann Der Goethe noch nicht so ganz klar voneinander trennen, macht aber nichts. Ja, der Kaiser verlangt, dass du irgendwas hervorzaubern musst und er sagt: Ja, du mach, deswegen habe ich ja den Pakt mit dir, also mach was! Nein, ich kann es nicht, du musst machen und du musst zu den Müttern hinuntersteigen und dort kommt die Anregung. Da wird der Faust dann ein bisschen nervös noch, aber: Wie ist der Weg dorthin? Ja, du wirst deinen Schritt nicht mehr hören, den du tust, du wirst nichts mehr sehen, nichts mehr erkennen, also du gehst ins Leere, absolut ins Leere hinein. Und der Faust sagt ganz cool – darauf würde man modern sagen : „In deinem Nichts hoffe ich das All zu finden“. Und der Mephisto sagt: „Ich sehe, dass du den Teufel kennst.“ Weil er kann es nämlich nicht. Das heißt, er ist uns in Wahrheit unterlegen. Wir können ins Nichts hineingehen und aus dem Nichts etwas erschaffen, einen neuen Impuls bringen, den man nicht ausrechnen kann, der nicht durch irgendeine Statistik bewiesen ist, so wird es am geschicktesten sein, sondern wo ein ganz neuer Einschlag kommt.
Und in der Kunst machen wir das auch. Da kommt was Schöpferisches hinein, die Art, wie wir es machen. Wie viele Engel wurden schon gemalt. Wenn es ein guter Maler ist, ist ein eigener Impuls drin. Und das macht erst die ganze Gestalt lebendig. Aber auch bei äußeren Bildern oder so. Wir haben immer im Flughafen gesessen, dann haben wir ein Plakat von einer Firma gesehen, da war ein Bild drauf, das so erinnert an Van Gogh. Und man sich denkt: Ist das jetzt von Van Gogh oder nicht? Und das ist sicher nicht, weil man dann merkt, das Bild strahlt eigentlich nichts aus. Es ist irgendwie der Stil von Van Gogh, aber es berührt überhaupt nicht. Es ist eigentlich ein müder Abglanz, obwohl es eigentlich technisch gesehen stimmig ist. Die Farben, die Formen, das passt irgendwo, aber es berührt überhaupt nicht. Das sind Bilder, die heute von der Künstlichen Intelligenz entworfen werden. Das ist ahrimanische Technik im Grunde, mit ein bisschen Luzifer an der Oberfläche. Aber es ist kein Künstler dahinter, der wirklich aus dem Nichts etwas schafft, sondern es ist eine technische Intelligenz unter Anführungszeichen dahinter, die die Dinge zusammenstoppelt, durcheinander rührt und etwas scheinbar Neues daraus bildet, was aber in Wahrheit nichts Neues ist. Wo kein schöpferischer Impuls drinnen ist, das ist nämlich das Interessante. Bei einem Bild – es gibt nicht nur das, etwas gut gemalt ist, man sagt, ja das ist handwerklich gut gemacht, das ist das eine –, aber das andere, dass da eine Kraft drinnen lebt. In einem wirklichen Bild eines Meisters lebt eine Kraft drinnen. Das ist die Geisteskraft, die er hineingelegt hat, um das da hervorzuzaubern. Und das ist nicht ein totes Bild an der Wand. Die Farben, das ist alles tot, aber da wirkt etwas durch. In der Art, wie er es zusammengestellt hat, lebt es eigentlich. Es bewegt, zwar nicht das Bild sich, aber es bewegt den Menschen, der es betrachtet. Es bewegt etwas in ihm.
Das ist die wunderbare Kraft, über die wir als Menschen verfügen. Und wo man immer wieder neu ist. Ich denke, im Schauspiel oder so, wenn man ein Stück hundertmal spielt, es ist jedes Mal anders. Es kriegt eine neue Nuance, auch wenn es noch so eine strenge Regie ist. Zum Glück meistens, wenn die Premiere vorbei ist und ein paar Vorstellungen waren, schaut der Regisseur eh nicht mehr vorbei. Dann fangen die Schauspieler erst an, kreativ zu werden. Dann verbietet es ihnen niemand mehr. Und dann wird es erst so richtig lebendig. Natürlich, es gibt geniale Regisseure, die den Schauspielern ihre Freiheit lassen. Aber es gibt halt manche, die so ganz intellektuelle sind, also sprich eher ahrimanische, die wissen genau so … wie … und diese Aussage will ich deutlich unterstreichen. Dieses hat mit künstlerisch-schöpferischem Erleben gar nichts zu tun. Er will seinen Senf dazugeben und das der Welt präsentieren. Vielleicht die Menschen ein bisschen schockieren, weil das ist gut, da wird man wahrgenommen. Damit kann man seine Chancen aufzusteigen, verbessern. Es geht heute leichter mit Sachen, die schockierend sind. Sie wissen ja, in den Zeitungen verkaufen sich am besten die Schlechten Nachrichten. Die Guten sind Ladenhüter.
Die Illusion über das Weltgeschehen, der Schauer des Schrecklichen, die von den Medien verbreitete Mutlosigkeit - auch hier sind Widersacherkräfte am Werk 00:47:00
Ja, das sind also die Widersacherkräfte, auch da darin, die sich geltend machen. Es ist aber auch ein Zeichen, dass die Menschen – es ist vielleicht ein eigenartiger Schauer –, was sie bewegt, wenn sie von schlechten Dingen, von dem Sehen und vom Weltuntergang lesen und das Wort Apokalypse hören: Um Gottes Willen! Man mag es eigentlich nicht, aber trotzdem, bitte, lasst mir das alles lesen, was darüber steht in der Zeitung. Da wirken die Widersacher drin, in dem schon. Und es entsteht dadurch aber eine Illusion über das Weltgeschehen. Ich will nicht sagen, dass jetzt alles gut ist in der Welt, überhaupt nicht. Es passiert genug. Nur meistens wird das Augenmerk durch die Berichterstattung ja nicht auf die eigentlichen Hintergründe gerichtet, sondern es ist oft ganz was Oberflächliches, was da ist. Und was das Bild verfälscht, verzerrt irgendwo. Und das Schlimmste ist, wenn es die Menschen dann mutlos macht. Und niemand anderer als ich kann was machen. Und das gilt für jeden einzelnen Menschen, wir alle können. Und sei es ein Gespräch mit einem Menschen, sei es ein Kind, das ich anspreche mit einer wohlwollenden Seelenhaltung, wo ich ihm etwas seelisch, geistig schenke. Einfach durch die Art, wie ich spreche mit dem Menschen. Es ist gar nicht der Inhalt. Ich kann ein Märchen erzählen, irgendwas. Die Art, wie ich es tue, das gibt Kraft. Und da sind die Widersacher weg. Dagegen haben sie keine Chance. Dort, wo das lebt, wo das in der Kunst lebt, wo das auf der Bühne lebt, wo das im Alltag lebt, wo man in ein Gespräch kommt, in ein gutes Gespräch, das müssen wir wieder lernen. Es ist verlernt worden.
Erinnerung an eine Herz-Begegnung in Jerusalem 00:49:02
Und das ist oft an Stellen da, wo man denkt, da hätte ich es jetzt am wenigsten erwartet. Wenn ich zurückdenke, wie ich in Israel war – das ist schon lange her –, und in eine tolle Begegnung mit Palästinensern gerade gekommen bin. Also mit den Israelis war alles okay und gut und klar. Aber wirklich herzlich waren die Palästinenser. Wir haben einen Führer gehabt bei der Al-Aqsa-Moschee. Da sind sie alle gestanden. Ja, falls ihr etwas fotografieren … darf man nicht? … ich mache euch das. Auf Englisch halt. Das Ding war ganz lustig. Er war ein Palästinenser, aber rothaarig. Bei seiner Mutter war er irischer Abstammung. Nur der Vater war halt ganz dunkelhäutig, aber rote Haare. Und er sagt: Gib mir die Kamera, ich mache das schon. Habe ich ihm gegeben, habe ich ihm vertraut. Er hat sie wirklich wieder zurückgegeben. Und dann hat er gesagt: Ihr habt sicher Hunger. Dann hat er gesagt: Warte, wir müssen jetzt schnell telefonieren. Und dann hat er uns zu einer Hochzeitsfeier … geht's mit dort … Das waren wirklich 30, 40 Leute in einem Lokal, das die gemietet hatten und wo die da aufgekocht haben. Und die haben uns dort aufgenommen, herzlichst alle. Und auch junge Menschen, die mit dem Auto mitgekommen sind, die einen Autostopp gemacht haben. Entzückend.
Da lernt man erst kennen, was da drinnen steckt und was heute – wie man sieht, ist schon seit langer Zeit –, was da zerstört wird an den Menschen. Wo so eine starke Gemütskraft da ist, sicher noch in einer alten, noch nicht so wachbewussten Weise. Aber wo so viel Herz da ist und so viel Leid aber auch da ist drinnen. Und wo so viel zerstört wird. Ja, vielleicht müssen die alten Kräfte verschwinden, damit wir es bewusst neu aufbauen. Und das ist möglich. Damit wir nicht daran glauben, wir müssen halt anfangen, es irgendwo zu tun. Dann kann man es in die Welt hineintragen.
Erlösung der Widersacher, indem wir ihnen zeigen, dass es anders auch geht: Ihr könntet erkennen, was Freiheit ist 00:51:16
Und das sind aber die Dinge, wo wir anfangen, die Widersacher zu erlösen. Weil die sind die, die uns hindern wollen daran. Und wir zeigen ihnen, wir belehren sie, wie es anders auch gehen könnte. Und du hast es ja am Anfang auch richtig gesagt: Der Ahriman ganz besonders leidet unter den Menschen in Wahrheit. Das ist nicht so, dass man sagt, das ist der Böse da und er hat die Macht. Nein, er leidet unter den Menschen. Er hat immer die Angst vor den Menschen. Wenn man sagt, Ahriman hat mit Angst zu tun – also überall, wo Angst ist, ist Ahriman dahinter –, ja, das ist die Angst, die er vor uns hat. Und wir haben dann auch Angst. Das ist wie in der Zauberflöte, wo sie dann auseinanderrennen beim Monostatos - huu! Und jeder schreckt sich vorm anderen und fürchtet sich vorm anderen. Also das heißt, die Widersacher, namentlich der Ahriman, fürchtet sich vor uns und wir fürchten uns auch manchmal vor ihm. Außer wir sind schon so gepackt von ihm, dass man sagt, ja, der ahrimanische Weg, alles logisch berechenbar, ableitbar, nur ja keine Kreativität, nur nicht stören das Ganze. Die Welt muss wie ein Uhrwerk laufen. Ja, dann hat er uns. Da ist er zufrieden. Aber dort, wo die Menschen anfangen, schöpferisch zu werden, da kriegt er die Krise. Weil da wird sein Weltbild zerstört im Grunde. Das wird ununterbrochen übern Haufen geworfen. Und er möchte die ganze Welt dorthin führen irgendwo. Und wir kleinen Menschlein haben aber die Macht, die Kraft, besser gesagt, ihn in eine andere Richtung zu leiten, indem wir es ihm vormachen. Gar nicht ihn zu zwingen. Es geht gar nicht so darum, ihn zu bekämpfen eben und niederzuschlagen, sondern ihm so ganz einfach zu zeigen: Es geht anders auch. Und dem bist du nicht gewachsen, aber wenn du ein bisschen was von uns annimmst, vielleicht kommst du dort auch hin.
Das könnte ein Zukunftsziel sein, dass gerade diese Widersacherkräfte, die ja zwar abkommandiert wurden zu ihrer Aufgabe, wie Rudolf Steiner oft sagt, aber doch halt sagen: Aber ich will mich nicht vom Göttlichen so wirklich leiten lassen, sondern wir machen unser Ding – aber es ist eh nicht aus der Freiheit, weil es trotzdem verordnet ist, den Menschen eben immer im Weg zu sein. Und wir können ihnen zeigen: Du kannst noch viel mehr, du könntest noch viel mehr. Du könntest vielleicht erkennen, was Freiheit ist. Gerade weil du eh abkommandiert bist, da mit uns dich auseinanderzusetzen, wir dir auch die Freiheit bekommen sollen. Vielleicht, wenn du mit uns gemeinsame Sache im guten Sinne machst, dann wirst du dieser Freiheit auch teilhaftig. Das sehe ich als ganz große Perspektive für die Zukunft.
Weil man muss sich denken, jetzt, so wie es jetzt ist in Wahrheit, haben die höchsten Hierarchien die Freiheit nicht. Das heißt, sie nehmen den göttlichen Befehl oder wie immer man es …entgegen und versuchen es umzusetzen. Manchmal besser, manchmal schlechter, weil sie können auch Fehler machen. Aber es beginnt eine neue Phase eigentlich – mit seit dem Erdenleben des Christus, in dem der Christus Mensch geworden ist – das Gegenbild dazu: Wir sollten etwas an schöpferischer Kraft auch entwickeln und beitragen zur Welt. Wir tun es eh irgendwo, nur noch halt zaghaft. Wie gesagt, die Kunst ist sowieso schon seit langer Zeit eine Ahnung davon, was es werden könnte. Aber es geht in Richtung Mitarbeiten an der Weltschöpfung, die Erde umgestalten. Aber so, dass sie mehr Leben bekommt. Das heißt auch nicht, dass die Erde ewig bestehen wird, aber wenn wir sie pflegen, wenn wir sie weiterentwickeln, wenn wir mitarbeiten an ihr, sie beleben, neu beleben, weil die Erde ist eigentlich schon längst eine Sterbende im Grunde. Nicht nur jetzt durch die Klimakrise und sonstige, das sind die Dinge an der Oberfläche. Aber sie hat eben ein gewisses Alter bereits erreicht und ist auf einem Weg, wo sie ihren Höhepunkt bereits überschritten hat. Aber es kann ein Beleben sein.
Durch die Inkarnationen besteht die Chance, sich selbst immer wieder ganz neu zu gestalten, bis ins Körperliche hinein. Ahriman dagegen strebt die irdische Unsterblichkeit mit Hilfe der Technik an 00:56:18
Das wird es auch nicht ewig sein, weil eben auch wie wir Menschen sterben müssen irgendwann einmal. Und es gut ist, weil wir dann in die geistige Welt gehen, dort neue Kräfte entwickeln, indem wir das Alte verarbeiten, die Fehler, die wir vielleicht gemacht haben, zu Fähigkeiten langsam umwandeln und dann wieder herunterkommen. Das ist, im Übrigen, immer eine dieser Lösungen, die die Griechisch-Lateinische Kulturepoche hatte, das Rätsel der Geburt und des Todes zu lösen, dass der Mensch durch das immer durchgeht und gerade das ein wesentlicher Schritt ist, sich weiterzuentwickeln und zwar in Freiheit weiterzuentwickeln. Der Ahriman würde sagen: Wir schauen, dass wir da die irdische Unsterblichkeit bekommen. Du wirst nicht sterben, wir sorgen mit Technik, mit sonstigem dafür, dass du 2000 Jahre alt wirst oder noch länger, solange die Erde überhaupt bewohnbar ist. Dann wäre die Entwicklung aus. Wir würden uns nicht mehr entwickeln können. Wir würden erstarren, weil auch die Leibeshülle, die wir jetzt haben, ist etwas, was wir geformt haben uns.
Lange vor der Geburt schon haben wir mitgearbeitet. Das ist eben nicht nur die Vererbungskraft, sondern es ist ja auch unser Inkarnationswille, unser Ich in Wahrheit, das mitwirkt, das für die Erfahrungen, die wir in der Vergangenheit gemacht haben, uns einen entsprechenden Körper, einen entsprechenden Leib bildet, formt. Das ist nämlich unser Ich. Wir kriegen es halt nur dann im Erdenleben nicht bewusst mit. Wir arbeiten nämlich während des ganzen Lebens weiter daran. Bis in die Knochen, bis in alles. Nur wir sind uns dessen nicht bewusst. Aber wir arbeiten daran. Irgendwann ist es Zeit zu sagen: Mit dem geht es jetzt nicht mehr. Ich hole mir wieder in der geistigen Welt neue Kraft und komme herunter und mit dem kann ich jetzt etwas anderes tun, andere Facetten. Vielleicht eine ganz andere Richtung. Nicht, dass ich in jeder Inkarnation dasselbe mache. Ich bin Maler gewesen, da war ich gut und jetzt bin ich wieder Maler und wieder Maler und wieder Maler. Das täte dem Ahriman passen. Du bist der geniale Maler, mal bis ans Ende der Welt. Dann ist keine Entwicklung da.
Also es ist die Chance, immer wieder ganz neu sich selber auch neu zu gestalten, bis ins Körperliche hinein, durch die Inkarnationen. In ein anderes Volk hineingeboren werden. Da ist doch herrlich, wie viel mal man Mensch sein kann, allein dadurch durch die Inkarnation. Und in ganz andere Verhältnisse kommen. Wenn man Menschen aus anderen Völkern begegnet, sieht man das ja, dass da ganz andere Dinge draus sind. Manches mag man, manches weniger. Man mag vielleicht manches weniger, weil man es nicht kennt einfach. Aber es wäre lohnend, dort auch hineinzugehen. Und das alleine ist schon – dieses Inkarnationsgeschehen ist schon etwas –, das ist ja auch nicht etwas, was uns verordnet wurde so einfach, sondern etwas, was wir in Wahrheit, auch wenn es uns nicht bewusst ist, wollen. Unser wirkliches Ich will das.
Dass die irdischen Bedingungen, auch durch die arimanische Materie, so wie sie jetzt ist, die irdische Sterblichkeit kann man nicht wirklich aufhalten. Und auch wenn die Transhumanisten glauben, sie werden es irgendwann schaffen, sie werden es vielleicht hinauszögern können, und es wird nicht zu unserem Heil sein, das wage ich ganz deutlich zu sagen, aber aufhalten werden sie sicher auch nicht können. Und das ist eigentlich was Gutes. Wann auch immer. Ich meine, selbst ein Kind, das kurz nach der Geburt stirbt, das macht einen Sinn, dass es geboren wurde. Dass es den Weg auf sich genommen hat, in die Welt zu kommen, sich eine Leiblichkeit vorzubereiten. Das ist eine riesige geistige Arbeit. Da arbeiten wir mit und wissen nichts davon. Jedenfalls nicht im Erdenleben dann. Und das ist gut, weil sonst würde man wahrscheinlich einen Unsinn machen. Aber wir arbeiten dran. Wir sind Künstler, wir sind kreativ, wir gestalten uns selber, wir sind nicht einfach, irgendwer hat uns so geschaffen, wie wir sind, und leider, du bist zum Verbrecher gestaltet worden, ist ein Pech, da haben halt die Widersacher mit. Nein, wir können es überwinden. Wir können es überwinden, und die anderen Menschen können es auch überwinden. Und wenn man das nur als eine reale Möglichkeit ins Auge fasst, macht das einen Unterschied im sozialen Zusammensein.
Im Mysterium von Golgatha zeigen sich Schöpferkraft und Liebe als Lebenskraft 01:01:28
Darum ist aber auch unsere Kulturepoche, in der wir jetzt stehen, mit vielen Auseinandersetzungen verbunden. Wobei man sagen muss, in der Vergangenheit gab es auch genug Auseinandersetzungen. Ich denke an die Griechisch-Lateinische Zeit, gab es genug Kriege und Kämpfe und Auseinandersetzungen. Nur heute führen wir sie halt mit um ein Vielfaches zerstörerischeren Mitteln. Und da müssen wir halt wirklich aufpassen, dass wir uns nicht den Boden unter den Füßen zerstören, sozusagen, das heißt, die Welt verwüsten und wir uns dann nicht mehr hier weiterentwickeln können. Und das wäre tragisch. Und darum geht es darum, dass wir sagen: Wir können nicht warten, bis irgendwer das Problem für uns löst, sondern die Frage ist an uns gestellt.
Und darum ist das Thema mit den Widersachern jetzt unser Thema in unserer Zeit. Jetzt. Vorher konnte man es vielleicht noch gar nicht, das war erst Vorbereitung. Aber jetzt können wir aufwachen dazu, diese Kräfte wirklich zu erkennen, ihnen aufrecht stehend, bildlich gesprochen, ins Auge zu sehen und zu sagen: Du kriegst mich nicht. Du wirst noch von mir lernen. Das ist kein kriegerischer Kampf. Verzeihung, wenn ich das jetzt sage: Der Erzengel Michael, der die Kräfte der Finsternis, man sagt, besiegt hat – hat er sie besiegt? Er hat sie auf die Erde geworfen. Und hier sind sie, jetzt ganz besonders. Wir müssen uns auseinandersetzen. In Wahrheit, die Erlösung dieser Widersacherkräfte und insbesondere der ahrimanischen Kräfte. Das können wir vielleicht, wenn wir uns anstrengen. Sonst niemand. Sonst niemand. Auch der Michael nicht. Er kann sie besiegen, hinunterstoßen aus der geistigen Welt, das war ganz wichtig, weil er sonst dort diese Sphäre ganz verdunkelt hätte, aber er hat sie heruntergestoßen. Wir haben sie jetzt und sind eigentlich gefordert, uns auseinanderzusetzen mit ihnen. Und es wird uns auch zugetraut, dass es so ist. Also der Schöpfungsplan ist schon sehr raffiniert. Aber er ist eben ein Plan, der Freiheiten schaffen will und nicht ein fertiges Konzept ist, wo alles nach Plan läuft und von Haus aus so auf Schienen fährt, dass eh nichts schief gehen kann. Nein, die Schöpfung ist etwas, was Mitschöpfer haben will. Klein - wir fangen ganz klein an, wir winzig.
Aber stellen Sie sich nur den Unterschied vor: Eine zentrale Figur, das Göttliche, gestaltet alles und das in alle Ewigkeit passiert das so, und unten, dass die Geschöpfe sind immer nur Hampelmänner oder Hampelfrauen, die folgen besser, wenn nicht gerade der Strick reißt, an dem man hängt. Nein, tu auch was im Kleinen. Das ist das Großartige.
Das ist das, was dieses Mysterium von Golgatha uns gezeigt hat, warum der Christus Mensch auf Erden geworden ist, in einer sterblichen Hülle. Man muss sich das vorstellen: Der Christus, das Weltenwort, das gestaltende Weltenwort. Am Anfang war das Wort, das Wort war bei Gott und Gott war das Wort, alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, die ganze Welt ist gestaltet – und der Christus inkarniert sich auf Erden, in einem schwachen Menschenleib im Grunde, in dieser ganz fragilen Situation. Da geht er hinein, damit der Mensch lernt, wie das sein könnte, wenn sich in ihm wirklich eine göttliche Kraft entfaltet, aber aus Freiheit, aus Freiheit, aus ihm selber. Das heißt etwas Schöpferisches, eine Kraft, die die Welt belebt.
Ich stelle mir oft die Frage: Was ist Liebe? Liebe ist Lebenskraft, lebendige Kraft, die man verschenkt. Das ist nicht nur ein Gefühl, eine Emotion, das gehört sicher auch dazu, aber es ist vor allem Lebenskraft, lebensweckende Kraft, die man verschenkt. Und Leben lässt sich nie in Schablonen fassen, in Wahrheit. Bei jeder Pflanze sieht man das. Ja, sie schauen alle auf den ersten Blick gleich aus und trotzdem ist jede einzigartig. Ja, sogar Schneekristalle, wenn sie herunterkommen, sie haben alle den gleichen Aufbau, diese sechsstrahlige, oder dreieckig, wenn sie nicht gut ausgebildet sind, und trotzdem ist jeder Schneekristall anders. Jeder ist ein bisschen anders. Also etwas Individuelles, nicht ein Schema. Der Ahriman würde machen: Fabriksware, Fließband sozusagen, durchgehen. Und es geht darum, eine Welt zu schaffen, die viel, viel reicher wird dadurch, viel beweglicher, viel lebendiger wird. Weil es ist ja nicht so, jetzt wird so etwas Neues geschaffen, das bleibt jetzt für alle Ewigkeit. Nein, es wird wieder verändert.
Die Naturwissenschaften: Große Verdienste, aber Bequemlichkeit im Geistigen, nicht ins Schöpferische zu gehen, das Undenkbare zu denken 01:07:22
Es kommt in Bewegung. Und das ist etwas, was wir heute lernen müssen, also bis in die Wissenschaften hinein. Weil die Wissenschaft, so gut sie ist – ich bin selber Naturwissenschaftler und schätze das Werkzeug und es ist gut, es zu kennen –, aber es sind sehr viele ahrimanische Kräfte auch drinnen. Und das Leben verstehen wir damit nicht. Wir haben so viel Biochemie und Ding … wie das mit der Genetik läuft und alles. Da kann man vieles berechnen drinnen und trotzdem lässt sich das Leben nicht berechnen, im Endeffekt. Und man versteht es nicht auf diese Art. Das ist nur eigentlich der ersterbende Schatten des Ganzen, der drinnen ist. Dort, wo immer diese gleiche Regelmäßigkeit drinnen bleibt, so wie eine Eisenbahn, die stur immer gleich läuft, das ist nicht das Leben. Das Leben ist dort, wo Veränderung, Neugestaltung ist. Und das ist dann nicht nur so, wie es manchmal in der Evolutionstheorie geschildert wird, eine zufällige Mutation. Da hat sich irgendwas … zufällig ist nicht so gelaufen, wie es ist. Also eigentlich ist ein Fehler passiert. Ach, aber der war so genial. Und die anderen sind alle ausgestorben, aber der war halt genial, der hat überlebt. Reiner Zufall. Kein Geist, da nichts! Das ist das, auf das die Wissenschaft heute so stolz ist.
Ja, wir mussten die Idee einmal entwickeln, um zu sagen: Nein, so ist es nicht. Und so soll es auch nicht sein. Darum ist es gut, wenn wir das erforschen und kennenlernen. Aber wir sollten nicht Gefangene dieser Denkweise werden, weil dann hat uns der Ahriman. Der kann uns das ausrechnen, dass das ja so schön logisch ist, das ist so bequem eigentlich in gewisser Weise. Wobei ich nicht sagen will, dass die Forscher nicht fleißig wären. Aber es ist Bequemlichkeit im geistigen Sinne. Nämlich Bequemlichkeit, nicht in dieses Schöpferische hineinzugehen und zu sagen: Es könnte aber ganz anders auch sein. Das Undenkbare zu denken sozusagen. Das, was noch niemand gedacht hat, zu denken. Das zeichnet unser Bewusstseinsseelenzeitalter aus, in dem wir jetzt drinnen stehen. Und das heißt, dass wir uns wirklich bewusst werden unserer eigenen Kraft, auch natürlich unserer eigenen Mängel, die wir noch haben, was wir alles noch lernen müssen und wo wir sagen: Wir müssen arbeiten daran. Wir können auch arbeiten daran, Schritt für Schritt. Also da brauchen wir dann auch nicht warten, dass irgendwer das für uns richtet, sondern wir sollen es richten.
Der Gedanke liegt aber in Wahrheit auch schon im Inkarnationsgeschehen, im Karma, im Schicksal drinnen. Nur der Unterschied heute sollte es immer bewusster werden. Das Karma im alten Sinn führt uns halt dann in Situationen, wo wir alle möglichen Prüfungen durchmachen, die wir uns mit Sicherheit nicht ausgesucht hätten, wenn wir uns gefragt hätten, aber wo wir dann doch etwas lernen. Heute kann man diesen Weg immer bewusster gehen, wenn man auch bereit ist, die Prüfungen, die anstehen, wirklich annimmt, wenn man sagt: Ja, wenn ich weiterkommen will, muss ich das machen, ohne dass mich wer zwingt dazu.
Gerade die Widersacherkräfte bieten uns oft die Möglichkeit, manchen karmischen Ausgleich umschiffen zu lassen 01:10:51
Es sind gerade die Widersacherkräfte im Übrigen, die uns unter Umständen längere Zeit zumindest manchen karmischen Ausgleich umschiffen lassen: „Ist noch nicht dran, muss noch nicht sein, sondern später“. Und man sagt: Ja, glücklich, mir ist gar nichts passiert, alles läuft so gut. Ja, aber es ist eigentlich der Weg immer weiter von unserem wahren Ziel weg. Genauso wie es ist bei einer Engelerscheinung zum Beispiel, wenn das so schön ist und so beglückend ist, dann ist meistens der Luzifer dahinter und vielleicht ist der Ahriman versteckt dahinter, der halt nur diese schöne Maske trägt.
Aber die wirkliche Begegnung ist: Brrr - ich spüre die starke geistige Kraft, die dort ist, wo ich nur so ein Zwerg bin dagegen. Nur der kleine Zwerg kann aber aus sich heraus etwas schaffen, was selbst der Große nicht kann. Und das kann uns Mut machen. Versuchen Sie es einfach einmal für sich zu überlegen, wie das Leben ausschauen könnte auf der Basis, dass in uns eine ganz starke schöpferische Kraft lebt. Und dass diese Lebenskraft, das ist nämlich eine Lebenskraft, eigentlich eine gestaltende Lebenskraft, das machen die Lebenskräfte in uns. Das sind die Kräfte, die eigentlich in unserem Denken auch leben drinnen. Wenn es lebendiges, gestaltendes Denken ist, nicht ahrimanisch abgestorben ist, dann ist es nur konstruieren und zusammenschieben. Aber wenn es lebt in uns, dann belebt es unser Ganzes. Wenn das – ich sage manchmal gern Kopfwehdenken –, das macht uns steif. Wenn man im Büro sitzt und grübelt, grübelt, grübelt, dann hat man nachher überall Verspannungen im Körper. Der Organismus muss eigentlich ruhig gestellt werden, damit da das Hirnkastl abstrakte Gedanken spiegeln kann - spiegeln kann! Machen tut es das eh nicht. Weil was wirklich in uns denkt, ist lebend, die Lebenskräfte, die Ätherkräfte, die sind es eigentlich, mit denen denken. Wir selbst, wenn wir noch so abstrakt denken, nur wir kriegen diesen Gestaltungsprozess gar nicht mit, sondern erst das Fertige, mehr oder minder Abgestorbene, jetzt in einer schönen, logischen Kette geordnet. Aha! Aber das ist das tote Endergebnis im Grunde. Aber wir können auch lebendig gestalten. Wach und bewusst, nicht Fantastereien machen, nicht sich in Fantasien, in irrwitzigen Fantasien ergehen, die nur das eigene Ego befriedigen, weil es ja so schön ist und so wenig anstrengend, man wird getragen davon. Sondern das ist eine starke Willenstätigkeit, die dahinter ist. Der Wille ist gefordert, der Wille, der Gestaltungswille. Und das können wir üben.
Und indem wir das tun, fangen wir an, den Widersachern einen anderen Weg zu zeigen, auch. Ohne sie kriegerisch zu bekämpfen, sondern zu zeigen, da ist ein Weg, der ist viel viel kräftiger. Da hast du keine Chance! Du kannst, wenn du das aufnimmst, irgendwo auch in deines, kannst du auch wachsen damit. Das ist eigentlich die Aufgabe, dass wir eben die Menschen um uns anregen dazu, den Mut aufzubringen, sich auf sich zu stellen, zu wagen, aus sich heraus wirklich den eigenen Weg zu finden, selbst wenn Fehler passieren, man muss halt Schritt für Schritt gehen, dran zu bleiben und zu sehen, dass dann eben auch die Widersacher einen anderen Weg nehmen können. Und wenn ich jetzt den Ahriman hernehme, aber auch den Luzifer. Sie haben es auch verdient, sie haben nämlich eigentlich in Wahrheit eine schwere Aufgabe.
Aus einseitigem Idealismus enstehen manchmal die schlimmsten Dinge 01:15:28
Der Luzifer nimmt es ein bisschen lockerer, aber der Ahriman leidet wirklich unter der ganzen Aufgabe und unter uns. Und das kann sich ganz umwandeln, dann kann das eine ganz starke positive Kraft werden, nicht gleich morgen wahrscheinlich, aber bei diesen Dingen muss man auch nicht nach der Zeit fragen, wann wird das so weit sein, je mehr wir uns anstrengen, desto früher. Mehr kann ich dazu nicht sagen, weil es hängt an jedem einzelnen Menschen, je mehr Menschen es wagen und trotz Rückschlägen, die auch vielleicht passieren, dranbleibt und sagt, ja, aber ich probiere es wieder, ich lasse mich nicht entmutigen, ich probiere es wieder.
Dann kann uns nicht so bald etwas erschüttern, nämlich in diesem Sinne, dass unsere Kräfte gelähmt werden, natürlich wenn Böses passiert in der Welt, das soll uns und kann uns erschüttern, aber trotzdem lassen wir uns da nicht unterkriegen dadurch, sondern sagen weiter, wir können es, dieses Vertrauen zu haben in das Ich. Deswegen ist der Christus Mensch geworden, dass wir mitkriegen, wir haben eine extrem starke Kraft in uns, wir haben eine Auferstehungskraft in uns, wir haben diese Kraft, fertig zu werden mit dem, und wir haben die Möglichkeit, wirklich fruchtbar mitzugestalten an der Welt. Und das, denke ich, gibt dem Leben auch wirklich einen tieferen Sinn. Nicht nur, was kann ich konsumieren, oder wie biege ich mein Leben rüber, dass ich halbwegs durchkomme. Nein, ich habe die Möglichkeit mitzugestalten, mitbeizutragen. Und ich habe die Möglichkeit, aber auch beweglich genug zu sein, das anzunehmen, was andere einbringen.
Es ist ja die Gefahr, dass man sagt, so muss es sein, und man will die Welt beglücken mit den eigenen Ideen, und das ist wahrscheinlich das Schlimmste, also aus einseitigem Idealismus sind manchmal die schlimmsten Dinge entstanden, nach dem Motto „… und willst du nicht mein Bruder sein, dann schlage ich dir den Schädel ein”. Also entweder du nimmst an, das was ich ja viel besser weiß als du, oder du bist mein Gegner. Nein! Froh sein, dass ein anderer wieder ganz andere Impulse kriegt. Je mehr das einander begegnet, desto lebendiger wird das ganze Erdenleben im Grunde. Wirklich das ganze Erdenleben inklusive Natur, weil wir immer eine Auswirkung darauf haben. Wir bauen, ob wir wollen oder nicht, an der Erde mit, seit Urbeginn, in Wahrheit schon, nur halt noch sehr wenig bewusst. Aber wir können es in der Zukunft bewusster machen, mitarbeiten daran. Ja, das fällt mir zum Thema Widersache so einmal ad hoc ein.
Fragen aus dem Publikum 01:18:36
Wolfgang Peter: Wenn Sie Fragen haben, bin ich gerne offen und versuche, sie zu beantworten.
Frage: zu den Widersachern (Genauer Wortlaut akkustisch unverständlich)
Wolfgang Peter: Ja, absolut. Und es zeigt ja, wie wir gefordert sind, also diese beiden Kräfte im Gleichgewicht zu halten. Es geht nicht darum, der Ahriman ist böse oder der Luzifer ist böse, sondern wir müssen es ins Gleichgewicht bringen. Und zwar ununterbrochen im Grunde. Also es ist nicht einmal: Jetzt haben wir es gefunden. Naja, die bewegen sich aber schon wieder weiter. Also es bewegt sich dauernd. Und wir können Gegengewichte schaffen. Weil natürlich, Luzifer und Ahriman zerren an uns. Und wenn wir uns zerren lassen, dann tappen wir hinein in die Falle. Aber wir können es ins Gleichgewicht bringen, nämlich die luziferischen und ahrimanischen Kräfte in uns und um uns. Das ist so schön dargestellt in dieser Statue des Menschheitsrepräsentanten. Da ist zweimal der Ahriman drinnen, der innere und der äußere. Und zweimal der Luzifer, der innere und der äußere. Das heißt, es kommt uns aus der Welt draußen entgegen und es steigt aber auch aus uns selber auf. Das heißt, der Ahriman ist auch bei uns, der Luzifer ist bei uns. Also wir müssen nicht als Suchanzeige aufgeben: Wo finde ich ihn. Wir tragen etwas von diesen Kräften in uns. Aber wir sehen sie auch in der Welt draußen wirksam. Und da haben wir eine riesige Aufgabe. Aber eine Aufgabe, die eigentlich etwas Großes ist. Diese Verantwortung ist uns übertragen worden. Weil man uns das zutraut.
Verantwortung. Ja, das ist der Punkt. Und das kann im ganz Kleinen. Es soll ja nicht etwas sein, was einen total überfordert. Um das geht es gar nicht. Im ganz Kleinen. Aber wo man aus den Gewohnheiten der Zeit, aus der Gewohnheit dessen, was man gelernt hat, aus den Erfahrungen heraus sagt: Es könnte aber auch anders gehen. Ich weiß nicht, wo ich sage, nein, das wird nie funktionieren. Das habe ich schon zehnmal, hundertmal erlebt. Das funktioniert nicht. Ja, vielleicht finde ich einen neuen Weg. Und das geht doch. Und wenn ich so in die Welt hineinschaue, gibt es genug Ecken und Enden der Welt, wo schwerwiegende Probleme da sind. Wo die Menschen nicht miteinander können. Und weil die Widersacher halt auch mitarbeiten. Weil die guten Kräfte sind es nicht, die sich daran beteiligen. Die halten sich nämlich zurück, um die Freiheit des Menschen nicht anzutasten.
Auch immer mehr zieht sich die Engelwesenheit, die uns begleitet, zurück. Also was wir so den Schutzengel oder wie immer nennen wir. Also die geistige Wesenheit, die uns im Grunde hilft, das alles zu überschauen, unsere früheren Inkarnationen und so weiter, solange wir es noch nicht selber können. Aber wo Rudolf Steiner ganz deutlich zeigt: Die Zeit ist reif, dass wir die Aufgaben dieses Engels selber übernehmen. Sonst ziehen wir ihn im Grunde herunter. Wir halten ihn fest. Wir hindern ihn daran, weiter aufzusteigen, weil er sich immer noch mit uns abmühen muss. Weil wir noch immer nichts kapiert haben. Und das kann gefährlich werden, weil das heißt nichts anderes, als dass wir diesen Engel im Grunde in die Widersacherrichtung führen, selber eine widerstrebende Kraft zu werden. Weil wenn ich Versäumnisse in der Entwicklung ansammle, dann entsteht daraus schon ein Widerstand. Also wenn ich ewig festhalten will an dem, wie man in der Antike gedacht hat oder was, und das eins zu eins jetzt heute im Leben einsetzen will, dann wird es zerstörerisch wirken. So großartig das war, was in der Antike geschaffen wurde. Aber es ist eine neue Kulturepoche. Und es sind ganz andere Dinge, die wir entwickeln müssen. Und wo wir vielleicht jetzt, und das ist da manchmal unbefriedigend, erst ganz am Anfang sind und das alles noch klein ist und wir noch viele Fehler machen. Aber es ist besser das, als wir machen etwas weiter aus Gewohnheit, was einmal groß war, aber unserer Zeit nicht mehr angemessen ist. Sondern es muss verwandelt werden zumindest. Heißt ja nicht, dass man es zerstören soll, sondern weiterentwickeln, verwandeln, umwandeln. Das gilt bei allem. Diese Beweglichkeit. Jeder wie er kann. Irgendwo kann man anfangen. Jeder. Es geht nicht um spektakuläre Dinge. Am wichtigsten, denke ich, ist es gerade dort in der Begegnung mit anderen Menschen. Ich muss nicht immer in dieselbe Falle fallen: Ach, der ist mir unsympathisch, der ärgert mich. Nein, ein Mensch ist halt anders. Er hat andere Ideen, andere Wünsche als ich. Ja, er ist aber auch eine andere Individualität. Also kann ich sagen: Es ist eigentlich interessant, das kennenzulernen. Du bist anders. Das bestätigt mir in Wahrheit durchaus auch: Ich habe auch das Recht anders zu sein. Es stärkt mich eigentlich. Und es ist eigentlich erfreulich zu sehen, wir sind nicht alle einer wie der andere, sondern jeder ganz anders. Jeder ganz anders. Und in jedem Lebensabschnitt verändern wir uns. Es ist eine reiche Welt, eine Welt des Gestaltungswillens eigentlich, der drinnen ist.
Jeder kann damit beginnen, aus dem Überfluss des Herzens andere geistige Wesen in der Begegnung zu beschenken 01:25:00
Im Faust sagt der Mephisto – des ewigen Geistes uralte Unterhaltung: Immer schaffen und wieder schaffen und umschaffen und hin und her. Es kommt dem mehr ahrimanisch gedachten Mephisto im zweiten Teil ganz deutlich in den Sinn. Das passt ihm nicht mehr. Jetzt lass er mal so wie es ist! Und basta und Schluss - aus! Aber nein, kaum ist es da, ist es schon wieder Umgestaltung da. Ja, aberdas ist Schöpferkraft. Das ist wirkliche geistige Kraft. Sie ist Schöpferkraft. Aus dem Nichts was schaffen, was noch nie da war. Und was man nicht ableiten kann einfach.
Man kann natürlich sagen, ja, es ist auch mitgeprägt durch die Zeit, in der man geboren ist. Aber trotzdem, es ist was Neues. Es ist ein neuer Einschlag drinnen. Und wir können das. Jeder kann das. Niemand muss sagen: Na ja, malen kann ich nicht, singen kann ich auch nicht, komponieren kann ich nicht, nein - ich kann eigentlich nichts. Jeder kann! Jeder kann es in der Art, wie er mit jemandem spricht, zum Beispiel. Wie er sein Herz wirklich öffnet dem anderen. Wie er etwas von seiner Lebens-Liebeskraft aussendet. Ganz unpathetisch. Weil da darf keine Scheinheiligkeit drin sein, sondern einfach aus dem Überfluss des Herzens, was gibt. Was ich dir schenken kann. Ein guter Gedanke, eine gute Stimmung, was auch immer. Und da kann heute schon sehr viel geistige Wahrnehmung dahinter sein, nämlich karmisch irgendwo. Wo wir dem anderen, wo eine Begegnung da ist und wir sagen vielleicht nur ein Wort. Und das bringt ihn auf den Weg, der sein Weg ist. Den er vielleicht jetzt schon lang sucht, aber die Abzweigung noch nicht gefunden hat. Und wo man im Moment dort hinkommt, und sagt: Da sozusagen, da. Und dann findet er seinen Weg auf einmal. Und es braucht oft einen Anstoß. Weil wir hängen zusammen. Wir sind zwar Individuen und jeder anders, aber wir sind auch eine Gemeinschaft, wo wir einander was geben können, uns einander aufmerksam machen können auf die wichtigen Punkte im Leben.
Also die wichtigen Punkte, das ist auch meine eigene Erfahrung, die kann man nicht gewaltsam suchen. Wo finde ich das? Sondern die begegnen einem. Man darf es nur nicht verschlafen. Es begegnet dir ein Mensch und der sagt dir was. Es braucht vielleicht eine Zeit, bis das sickert, aber aus dem wird etwas. Der hat mir nicht eine Idee gegeben, die er verwirklichen will. Sondern er hat meine aufgeweckt, die in mir schläft noch, die wir uns mitgebracht haben aus dem Geistigen, aber die wir da verschlafen haben, weil wir so viel verschlafen im Erdenleben. Also wann wachen wir einmal auf aus unserem Schlafen?
Hinweis zum Vortrag in Kempen, der dem Thema des „Aufwachens” gewidmet sein wird 01:28:17
Es wird dann im Übrigen am Samstag der Vortrag in Kempten besonders diesem Thema gewidmet sein: Dieses Aufwachen. Eben auch zu erkennen, ohne jetzt große Hellseher zu werden, aber wir können geistig wahrnehmen. Wir können geistige Wesen wahrnehmen, ihnen begegnen. Hier sitzen viele geistige Wesen. Sie nämlich alle, die da sitzen. Man muss sich nur als solche erleben und erkennen. Damit fängt es schon an. Ich muss nicht irgendeine Erscheinung von einem Nachtgespenst haben. Das ist es nicht. Und wie strahlt die Aura oder sonst was. Ja, das ist vielleicht fortgeschritten irgendwo, aber ist alles nicht notwendig. Aber den anderen Menschen als geistiges Wesen und nicht nur als körperliches Wesen wahrzunehmen. Du bist ein schöpferischer Geist. Und das heißt, du hast mir etwas zu offenbaren, was nur du mir offenbaren kannst. Und ich bin dankbar dafür. [Applaus]
Dank und Verabschiedung 01:29:28
Wolfgang Peter: Danke!
Ulrich Roehm: Darf ich mit einem kleinen, großen Goethe-Wort danken und abschließen? Und eigentlich als Summe, „Summary” des Ganzen. Der Goethe lässt seinen Doppelgänger Mephisto, Ahriman, Luzifer sagen: „Ich bin der Geist, der stets verneint. Der nur das Böse will und nur das Gute schafft.” Erlöst wird er oder durch seine Negativität, genau das, was er sagt, aus uns schließlich eine Ichheit macht, die ihn bemitleidet, liebt und dadurch erlöst. Dankeschön.
Wolfgang Peter: Danke, Ulrich! Danke Ihnen, dass Sie geduldig zugehört haben. Vielen Dank!
Glossar
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar A
A
- „Das ist so schön dargestellt in dieser Statue des Menschheitsrepräsentanten. Da ist zweimal der Ahriman drinnen, der innere und der äußere. Und zweimal der Luzifer, der innere und der äußere.“ | Peter, W. Das Rätsel des Bösen, 2026, 01:18:36
- „[…] es kommt uns aus der Welt draußen entgegen und es steigt aber auch aus uns selber auf. Das heißt, der Ahriman ist auch bei uns, der Luzifer ist bei uns.” | Peter, W. Das Rätsel des Bösen, 2026, 01:18:36
- „[…] noch schlimmer sind diese Kräfte, die auch in der Apokalypse genannt werden, wie der Sonnendämon, der zugleich der Erdendämon ist, Sorat und die Zahl 666 […] diese Kräfte sind auch da, die wollen überhaupt den Menschen in eine ganz andere Richtung drängen […] Sie wollen eigentlich eine Welt, die streng nach Gesetz läuft […]“ | Peter, W. Das Rätsel des Bösen, 2026, 00:37:49
- „[…] die Inkarnation des Christus. Das Göttliche steigt herunter und wird Mensch […] und dann verschwindet er nicht einfach und löst sich auf, sondern es gibt die Auferstehung. Das heißt, er nimmt etwas mit von dem Erdendasein." | Peter, W. Das Rätsel des Bösen, 2026, 00:08:16
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar B
B
- „[…]sind auch notwendige Kräfte in der Welt drinnen. Das Böse entsteht eigentlich dadurch, dass wir sie nicht ins richtige Gleichgewicht bringen, sondern dass wir ihnen einseitig vielleicht folgen, dass wir ganz ins Intellektuelle zum Beispiel verfallen.” | Peter, W. Das Rätsel des Bösen, 2026, 00:12:52
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar C
C
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar D
D
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar E
E
- „[…] genug Widersacherkräfte […] diese Auseinandersetzung […] sie sind sehr gefährlich. Aber dass dazu kommt das Bewusstsein: Wir reifen in der Auseinandersetzung mit ihnen und wir können letztlich nicht nur ihrer Herr werden, sondern wir können zu ihrer Erlösung beitragen.“ | Peter, W. Das Rätsel des Bösen, 2026, 00:37:49
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar F
F
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar G
G
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar H
H
- „Obwohl ich das Wort Hellsehen gar nicht so mag, weil das meistens missverstanden wird […]aha, das ist irgend so was Schwummeriges, was man nicht fassen kann […] in einem nur halbbewussten Zustand erlebt, dann kann man es nicht beurteilen, was es ist.“ | Peter, W. Das Rätsel des Bösen, 2026, 00:14:48
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar I
- „[…] die Inkarnation des Christus. Das Göttliche steigt herunter und wird Mensch […] und dann verschwindet er nicht einfach und löst sich auf, sondern es gibt die Auferstehung. Das heißt, er nimmt etwas mit von dem Erdendasein." | Peter, W. Das Rätsel des Bösen, 2026, 00:08:16
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar J
J
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar K
K
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar L
L
- „Das ist so schön dargestellt in dieser Statue des Menschheitsrepräsentanten. Da ist zweimal der Ahriman drinnen, der innere und der äußere. Und zweimal der Luzifer, der innere und der äußere.“ | Peter, W. Das Rätsel des Bösen, 2026, 01:18:36
- „[…] es kommt uns aus der Welt draußen entgegen und es steigt aber auch aus uns selber auf. Das heißt, der Ahriman ist auch bei uns, der Luzifer ist bei uns.” | Peter, W. Das Rätsel des Bösen, 2026, 01:18:36
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar M
M
- „Das ist so schön dargestellt in dieser Statue des Menschheitsrepräsentanten. Da ist zweimal der Ahriman drinnen, der innere und der äußere. Und zweimal der Luzifer, der innere und der äußere.“ | Peter, W. Das Rätsel des Bösen, 2026, 01:18:36
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar N
N
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar O
O
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar P
P
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar Q
Q
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar R
R
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar S
S
- „[…] noch schlimmer sind diese Kräfte, die auch in der Apokalypse genannt werden, wie der Sonnendämon, der zugleich der Erdendämon ist, Sorat und die Zahl 666 […] diese Kräfte sind auch da, die wollen überhaupt den Menschen in eine ganz andere Richtung drängen […] Sie wollen eigentlich eine Welt, die streng nach Gesetz läuft […]“ | Peter, W. Das Rätsel des Bösen, 2026, 00:37:49
- „[…] da gibt es den Doktor Strader in den Mysteriendramen […] du musst Kraft aus deinen Seelenkräften, aus deinen geistigen Kräften verschenken, sozusagen, und der Apparat hilft dir das zu verstärken. Und du kriegst selber die Kraft verstärkt zurück und kannst sie wieder weitergeben.” | Peter, W. Das Rätsel des Bösen, 2026, 00:25:21
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar T
T
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar U
U
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar V
V
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar W
W
- „[…] genug Widersacherkräfte […] diese Auseinandersetzung […] sie sind sehr gefährlich. Aber dass dazu kommt das Bewusstsein: Wir reifen in der Auseinandersetzung mit ihnen und wir können letztlich nicht nur ihrer Herr werden, sondern wir können zu ihrer Erlösung beitragen.“ | Peter, W. Das Rätsel des Bösen, 2026, 00:37:49
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar X
X
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar Y
Y
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar Z
Z
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar 0-9
0-9
- „[…] noch schlimmer sind diese Kräfte, die auch in der Apokalypse genannt werden, wie der Sonnendämon, der zugleich der Erdendämon ist, Sorat und die Zahl 666 […] diese Kräfte sind auch da, die wollen überhaupt den Menschen in eine ganz andere Richtung drängen […] Sie wollen eigentlich eine Welt, die streng nach Gesetz läuft […]“ | Peter, W. Das Rätsel des Bösen, 2026, 00:37:49



