Welt der Anthroposophie Mensch sein - Mensch werden

Liebe Menschen,

 

bis zum gestrigen Samstag waren wir gem. Seelenkalender von Rudolf Steiner in der 9. Woche nach Ostern, uns begleitete dieser Spruch:

 

Vergessend meine Willenseigenheit,

Erfüllet Weltenwärme sommerkündend

Mir Geist und Seelenwesen;

Im Licht mich zu verlieren

Gebietet mir das Geistesschauen,

Und kraftvoll kündet Ahnung mir:

Verliere dich, um dich zu finden.

 

Was nicht sein darf, kommt manchmal doch: Heute ist es wieder um meine Arbeit geschehen. Kurz vor Fertigstellung des Newsletter ist wieder alles futsch gewesen. Ohne Worte- dem muss ich mal weiter nachspüren. Hier die Kurzform als Liste

  • Sonntag, 30. Juni, 11h, 30. Folge Lesekreis "Theosophie"
  • Dienstag, 1. Juni um 14h: 25. Folge vom Lesekreis "Kernpunkte der sozialen Frage" (Dreigliederung)
  • Dienstag, 1. Juni um 19h: Die 59. Folge aus den Vorträgen "Die Apokalypse des Johannes" von Dr. Wolfgang Peter. Vielen Dank an Claudia für deine pünktliche und schöne Zusammenfassung: «Verliere dich, um dich zu finden» Im 9.Wochenspruch geht es darum, in die Natur zu gehen und «hinauszuträumen». Was einem da als Spiegelung entgegenkommt, sind wir selbst.

    Die Christuskraft ist makrokosmisch, unser Ich mikrokosmisch, aber es ist die gleiche Kraft.

    W.P. bezieht sich auf die Genesis, 1.Kapitel, «die Elohim sprachen: «Es werde Licht... und das Licht war gut».

    Mit dem «Gut» ist das «Böse» auch impliziert, obwohl es in der Genesis nicht erwähnt wird. Diese Kraft war notwendig, um die Trennung der Erde und der andern Planeten von der Sonne zu bewirken. Erst aber fand alles nur im Seelischen statt.

    Am 6.Tag der Schöpfungsgeschichte opfern die Elohim ihr äusserstes Wesensglied, ihr «Ich». Dadurch erhält das Menschheitswesen Adam etwas wie ein Seelenfeuer. Diese Kraft beginnt sich zu vervielfältigen, es bilden sich neue «Ichs». Zuerst sind es Gruppen-Ichs einzelner Stämme. Der grosse Prozess des Entzündens individueller «Ichs» beginnt mit dem Mysterium von Golgatha.

     Wir müssen bis zur letzten Inkarnation die vollkommene Erdwerdung, die uns Christus vorgemacht hat, erreichen: Das nennt Johannes in der Apokalypse «der erste Tod». Dann haben wir das Todeserlebnis vollendet durchlebt.

    Darum sind viele Inkarnationen notwendig. Wir kommen mit jedem Tod diesem Ziel näher. Im Zeitpunkt des Todes verbinden wir uns am stärksten mit dem Physischen. Danach werden wir aus dem Physischen herausgeschleudert und ein gewaltiges geistiges Licht leuchtet auf, Es ist die Summe aller Ich-Kraft, die wir in den verschiedenen Inkarnationen gewonnen haben. Solange, bis wir fähig sind, das geistige Licht auch ohne physischen Körper zu erzeugen.

    Das Licht wir uns aber blenden, wenn wir nicht in der Lage sind, es abzudunkeln, die «geistige Sonnenbrille». Diese Abdunkelung sollte man schon im irdischen Leben schulen: Lebendiges Denken entwickeln.

    Im 2.Chakra auf der Stirn ist unser Wachbewusstsein am stärksten. Darum gilt es dies zuerst umzuwandeln. Dem alten Blatt ein neues hinzuzufügen. Diese Lotusblumen sind Seelenorgane. Das Organ besteht aus einer seelischen Tätigkeit. Dadurch schaffen wir Geistselbst.

    Das lebendige Denken hat mit den Ätherkräften zu tun. Wir geben den Impuls, wie diese Ätherkraft sein soll, dann unterstützt uns Christus dabei. Die Ätherkräfte können wir am besten mit den sechs Nebenübungen von R.Steiner entwickeln.

    Sie taugen auch für nur materiell denkende Menschen, man muss an nichts glauben, um sie durchführen zu können.

    W.P. erwähnt zwei Punkte, die uns Mut machen sollen:

    1. Unser wirkliches Ich ist immer schon einen Schritt weiter, als wir bewusst wahrnehmen. Wie im Wochenspruch «verliere dich, um dich zu finden» ... ins Unmögliche hinein.

    2. Bei allem, was wir auf der Ätherischen Ebene brauchen, bekommen wir die Unterstützung von Christus."

  • Mittwoch, 2. Juni um 20h die 23. Folge Lesekreis "Die Philosophie der Freiheit"
  • Am Freitag, den 4. Juni um 18h hatten wir die 15. Folge die Nebenübungen.

Als herausragender Aspekt im Rückblick auf die 9. Woche kam mir, aber nicht nur mir alleine, folgendes stark entgegen: Wie unvereinbar, gegensätzlich und unlösbar sich Auffassungen gegenüber stehen können. Es herrscht die Auffassung: Ich habe Recht!

Und wer solche Situationen hautnah mitbekommt, weiß: Der Karren steckt fest, da hilft kein Anwalt, kein Arzt und kein Priester.

Aber was kann da noch helfen? Die Bemühung, das Ringen ums Verständnis was das Gegenüber denkt und fühlt. Ja, man muss sich regelrecht damit verbinden, wie ein Forensiker hinein schlüpfen muss in den unbekannten Täter.

Schwierig- aber es ist eine Möglichkeit um aus der Unmöglichkeit heraus zu gelangen.

Und wer dazu bereit ist, sollte dies in einer von Absichtslosigkeit geprägten Geisteshaltung durchführen (siehe Seelenkalender: Vergessend meine Willenseigenheit).

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag.

Herzlichen Gruß

Francois

Webseite: www.Anthro.World

E-Mail: info@anthro.world

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