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	<title>AnthroWorld - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-10-28T18:11:58Z</updated>
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		<id>https://anthro.world/index.php?title=SALZ_-_Stoff,_Prozess,_Wesen_-_ein_Vortrag_von_Volker_Harlan,_2025&amp;diff=33076</id>
		<title>SALZ - Stoff, Prozess, Wesen - ein Vortrag von Volker Harlan, 2025</title>
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		<updated>2026-10-20T09:19:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Volker Harlan 2 2025-2-12.jpg|link=https://www.youtube.com/watch?v=WnoASKgrc1k|thumb|SALZ - Vortrag vom 12. Februar 2025 von [[Volker Harlan]]. [https://www.youtube.com/watch?v=WnoASKgrc1k Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
[[Volker Harlan|| zurück zu Volker Harlan |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkript vom 12. Februar 2025 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., Oktober 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„SALZ - Stoff, Prozess, Wesen“ - Ein Vortrag von Prof. Dr. Volker Harlan im Chor Forum Essen [Goetheanistisch-Antroposophische- Vortragsinitiative] vom 12. Februar 2025. Veranstalter: Frau Marg und Ulrich Roehm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=WnoASKgrc1k&amp;amp;t=15s Begrüßung durch den Veranstalter Ulrich Roehm 00:00:15] ===&lt;br /&gt;
Ulrich Roehm: Ich bekomme gerade den Auftrag, lieber Herr Harlan, für unseren Film, ihn ganz herzlich noch einmal offiziell zu begrüßen und Sie alle auch, liebe verehrte Anwesende, willkommen zu heißen und eben noch einmal auf das ganz besondere Salz dieses Abends zählen. [Applaus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=WnoASKgrc1k&amp;amp;t=43s Nur ein Etwas, das wir als Gegenüber erleben können, können wir als Wesen erfahren 00:00:43] ===&lt;br /&gt;
Ja, verehrte liebe Freunde einer goetheanistisch-anthroposophischen Arbeit! Es ist ja schon ein sehr ungewöhnliches Hauptthema, Salz - einfach Salz- hinzuschreiben. Deswegen habe ich noch eine Unterschrift gemacht: Stoff - Prozess - Wesen, damit wir dasjenige, was wir normal als Salz mit einer schnellen Begrifflichkeit fassen, so vertiefen können, dass es von unserem Alltagsbewusstsein über das goetheanistische bis zum anthroposophischen hin reicht. Wir wollen sehen, wie weit wir damit kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welterkenntnis ist heutzutage im Grunde unverändert gegenüber diesem Satz, der vor schon fast 300 Jahren geschrieben worden ist von Hobbes im Leviathan: „&#039;&#039;Eine Sache erkennen heißt, sich vorstellen können, was man mit ihr machen kann, wenn man sie hat.&#039;&#039;” Das nennt man philosophisch „&#039;&#039;Utilitarismus”&#039;&#039;, also die Nützlichkeitsphilosophie. Unter diesem Gesichtspunkt gibt es überhaupt kein Wesen. Unter diesem Gesichtspunkt ist alles, was wir wahrnehmen, Stoff. Und mit dem Stoff kann man machen, was man will. Alles wird zum Material für etwas, ganz gleich, worum es sich handelt, ob es Menschen sind, die angestellt werden, in Arbeitslöcher gesteckt werden, in solche Gruben zum Beispiel, oder ob es Getreide ist, mit dem man handelt oder Sonnenblumenöl. Es ist immer derselbe Gesichtspunkt: Was kann man machen, wenn wir es haben? Zum Geld verdienen! Und man sieht an den Persönlichkeiten, die heutzutage über 250 Milliarden ihr persönliches Eigentum nennen, dass das funktioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und gleichzeitig ist eigentlich allen bewusst, dass es so nicht weitergehen darf. Und wir hören jetzt ja in der Vorwahlzeit eigentlich fast nichts mehr über die Problematik, sondern man spricht über Migration. Das heißt, wir wollen keine Fremden. Ab wann ist man fremd? Wenn man Ossi ist, ist man fremd? Ich bin Ossi, ich bin fremd. Wenn man Pole ist, dann ist man neuerdings Mitteleuropäer, früher war man Osteuropäer. Also die Dinge bewegen sich in einem Bereich, der nicht erkenntnisfördernd ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und was wir jetzt machen wollen, ist eben an einem ganz einfachen Beispiel schauen, wie es möglich ist, dasjenige, was uns in der Welt begegnet, zum Gegenüber zu machen. Und nur ein Etwas, was wir als Gegenüber erleben können, können wir als Wesen erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=WnoASKgrc1k&amp;amp;t=258s Sprüche, die uns das Gegenüber zur Aufgabe machen 00:04:18] ===&lt;br /&gt;
Wir haben eine Reihe von Sprüchen aus der Geschichte, die diese andere Seite entweder von vornherein voraussetzen oder zur Aufgabe machen. Im &#039;&#039;Thomas-Evangelium&#039;&#039;, das wohl so etwa um 180 nach Christi Tod geschrieben worden ist, heißt es im Logos 77: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Jesus sprach, ich bin das Licht, das über Ihnen allen ist. Ich bin das All. Das All ist aus mir hervorgegangen und das All ist zu mir zurückgekehrt. Spaltet ein Stück Holz und ich bin da. Hebt einen Stein und ihr findet mich dort.”&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Eine ungewöhnliche Aussage. Spaltet das Holz und ich bin da! Bei &#039;&#039;Novalis&#039;&#039; heißt es unter anderem: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„W&#039;&#039;o bleibst du Trost der ganzen Welt?”&#039;&#039; [Und dann] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In kühlen Strömen send ihn her,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In Feuerflammen lodre er,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In Luft und Öl, in Klang und Tau&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Durchdring er unsrer Erde Bau.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Er ist der Stern, er ist die Sonn,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Er ist des ewgen Lebens Bronn,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aus Kraut und Stein und Meer und Licht&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Schimmert sein kindlich Angesicht.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Das ist also 200 Jahre her, dass das geschrieben wurde. Und nehmen wir jetzt eines, was nur 100 Jahre alt ist:&amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Vom Kopf bis zum Fuß bin ich Gottes Bild.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Vom Herzen bis in die Hände fühle ich Gottes Hauch.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Spreche ich mit dem Mund, folge ich Gottes Willen.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wenn ich Gott erblick überall, in Mutter, Vater, in allen lieben Menschen.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In Tier und Blume, in Baum und Stein.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Also in Tier und Blume, in Baum und Salz&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gibt Furcht mir nichts.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nur Liebe zu allem, was um mich ist.“&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Mit diesen Worten werden unsere Kinder in den Waldorfschulen aufwachsen. Das ist also von vornherein für die Kinder, die ja gerade in der Zeit vor dem sogenannten „Rubikon”, also in den ersten drei Klassen, ein ganz unmittelbares Verhältnis zur Welt haben, dass es gar nicht als Objekt erlebt, sondern die Welt ist subjektgenau, wenn man selber Subjekt ist. Und dieses Subjekt durchdringt sich nun mit den entsprechenden Gedanken und spricht eben „&#039;&#039;Vom Kopf bis zum Fuß bin ich Gottes Bild”&#039;&#039;. Und in Baum und Wolke, in Tier und Stein und so weiter und so weiter … in allem, was um mich ist, spüre ich Gottes Hauch, fühle ich seine Nähe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist natürlich ein sehr, sehr diffuser oder allgemeiner Gottesbegriff. Also man würde heute dann vielleicht eher sagen: Das Göttliche. Und das käme auch dem entgegen, was den meisten unserer Gegenwartsmenschen heute als Religion übrig bleibt. Eine Gottesvorstellung wird eigentlich heutzutage nicht mehr ausgebildet. Auch diejenigen, die in ihrer gesamten Weltanschauung und Denkungsart Materialisten sind - wobei das jetzt nichts Negatives ist, sondern eine bestimmte Art von Weltbetrachtung - fühlen doch meistens, dass es etwas Göttliches, etwas ganz anderes gibt. Und dieses ganz andere ist eben sehr undifferenziert, weil wir es nicht unmittelbar wahrnehmen können. Wir können uns aber an das Andere heranbewegen und in der Heranbewegung versuchen, ihm so weit entgegenzukommen, dass es mehr und mehr spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=WnoASKgrc1k&amp;amp;t=540s Salz ist alles, was auskristallisieren kann. Beispiele verschiedener Kristalle 00:09:00] ===&lt;br /&gt;
Ich habe jetzt eine Reihe von Bildern zusammengestellt. Hier ein erstes, wo Sie sehen, wie groß der Mensch ist, der da unten als Schattenbild steht, und wie groß im Verhältnis dazu die Kristalle, also die Salze sind - in diesem Fall Gipskristalle - die da in einer Kluft in der Tiefe der Erde in Mexiko in einer Mine gefunden worden sind. Mit einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit, etwa 95 Prozent, und Temperaturen, die fast ebenso hoch sind. Und diese Kluft ist verschlossen worden, weil wenn jetzt kühle Luft reinkäme, dann würden die zerfallen, die Kristalle. So können sie erhalten bleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist tief in der Erde, in den Klüften Salzbildung. Und Salz nennen wir jetzt im erweiterten Sinne zunächst einmal alles das, was auskristallisieren kann. Das kann ja sehr verschiedenes sein. Hier ist ein kleiner Zepterkristall abgebildet. Der ist nun in Wirklichkeit nicht größer als so [zeigt wenige mm zwischen Daumen und Zeigefinger]. Im Foto kann man das ja alles wunderbar verändern. Und ruft dieses andere hier zum Erstaunen vor, dass es solche gewaltigen Kristalle gibt, so ist bei diesen Bildern hier das Erstaunliche die Präzision der Form. Das absolut Akkurate der Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist ein kleiner Herkimer-Diamant. Dieser ist etwa so groß, also zwei Zentimeter in der Länge. Den gibt es im Staate New York zu finden. Kleine doppelendige Bergkristalle mit einer so unglaublichen Klarheit, dass sie eben wie Diamanten, wie Diamonds, entsprechend genannt und betrachtet werden. Das ist ein leider etwas verwischtes, aber doch ein Foto, nun von einem Salzkristall. Und an diesem Salzkristall wird schon deutlich, an diesem Bild, dass es sich, wenn er rein erscheinen kann, um eine kubische Gestaltung handelt. Ein Kubus, der sechs Seiten hat, die alle gleich groß sind und alle exakt im 90-Grad-Winkel aufeinander stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=WnoASKgrc1k&amp;amp;t=709s Pyrit, Salz und Zucker in ihrer Kristallerscheinung 00:11:49] ===&lt;br /&gt;
Wie kommt es zu solchem Salz? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir alle Meere, die unsere Erde haben, eintrocknen lassen würden, dann würde die ganze Erde, oder jedenfalls die Ozeane, bedeckt mit einer Schicht von 61 Meter Salz. Obwohl die Meere nur 3,5 Prozent Salz enthalten oder Salziges enthalten, sieht man an dieser Zahl 61 Meter über die ganze Erde hin verbreitet, wie viel Salz da in dem Wasser gelöst ist. Und wenn das Wasser in eine Situation kommt, dass es austrocknen kann oder austrocknen muss, dann fängt es an, das Salz zu entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir sehen hier an einem Zipfel des Toten Meeres, wie da durch Dämme abgeteilt einzelne Abteilungen entstehen, deren Wasser langsam austrocknet in der Hitze. Die Umgebung des Toten Meeres hat eine Jahresdurchschnittstemperatur von 19 Grad. Es ist also im Sommer sehr warm, aber auch im Winter nicht kalt. Und dann kristallisiert sich überall diese Substanz aus, die jetzt eben entsprechend, wie wenn wir Salz aus dem Salzfass nehmen, weiß erscheint. Je kleiner die Kristalle, umso reiner die Weißerscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist ein Bild aus den Persischen Salzwüsten. Das sind die wüstesten Wüsten, die es auf der Erde gibt. Da kommt kein Kamel durch. Riesige Flächen, in denen so viel Salz ausgetrocknet, auskristallisiert ist, und zwar immer wieder auch, indem diese Flächen wieder überschwemmt werden, neues Salz mit sich bringen, das trocknet aus, dann wieder weitere. Und dann entsteht diese eigentümliche Wabenstruktur, die wir auch in den Säulen des Basalt vor uns haben. Und die ganze riesige Fläche, völlig horizontal, eine Seenfläche, ist Salzkruste. Je nachdem, wo das Ganze dann ist und auf welche Weise man sich dieses Salzes dann bedient, wird es zusammengeschabt zum Austrocknen und danach herabtransportiert, je nachdem, wofür man es braucht, als Speisesalz oder zum Streuen bei Winterglätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist eine kleine Salzkonkretion, die ist in der Größe so eine Handspanne groß, die es hier entsprechend herausvergrößert, wo man sieht auch wiederum: Alles voll von Salzkristallen, die miteinander verwachsen sind, aneinanderstoßen und hier einen weißlichen Charakter haben. Diese Salzstufe ist aus einem polnischen Bergwerk, das leider abgesoffen ist, sodass es heutzutage überhaupt keine Salzkristalle angeboten gibt in den Mineraliengeschäften beziehungsweise bei Ebay oder bei anderen entsprechenden Plattformen. Und hier sehen Sie jetzt nicht ein Einzelkristall, sondern ein zusammengewachsenes, ein sich herausgebildet habendes, was im Ganzen überall diese unglaubliche Klarheit der Winkel zeigt und jedoch nahezu glatten Oberflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man es jetzt hier anschauen könnte - ich wollte es nicht mitbringen, weil es so schwer ist - könnte man sehen, dass man bis zum Grund durchschauen könnte. Es ist, wenn es gut geht, vollkommen durchsichtig. Bei diesem Salzkristall hier kann man das einigermaßen sehen, dass er durchsichtig ist. Hier gehen die Ecken herunter und entsprechend kann man durchschauen auf den dunklen Boden. Ein Kubus. Der nun in seiner Kristallinität nicht nur total exakt ist, wie der vorangegangene, sondern auch wiederum eine bewegte Oberfläche hat. Und diese bewegliche Oberfläche, die nicht so ist, wie wir das beim Pyrit sehen, wo jetzt hier in Navajún in Spanien aus dem Steinbruch diese Platte herausgebrochen ist, die ist jetzt nicht natürliche Größe, sie ist natürlich kleiner. Aber da sind tatsächlich so große Pyrit-Kristalle drin, die einzeln genommen eben eine unglaubliche Exaktheit haben. Das ist zu Eisen und Schwefel verbunden als Kristall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So glatt sind die Oberflächen von Salz nicht. Salz ist da beweglicher, aber es ist ganz durchsichtig, wie der Herkimer-Diamant. Aber in dieser Oberfläche, wie gesagt, beweglich, das heißt, es hat sozusagen eine Affinität zum Außen. Und wenn man es in Wasser legt, dann löst sich es auch langsam auf. Während der Pyrit, wenn man ihn ins Wasser tut, bleibt, wie er ist. Also Sie können getrost versuchen, Ihren Kaffee mit Pyrit zu süßen, es wird Ihnen nicht gelingen. Pyritisierter Kaffee. Aber wenn Sie Salz reintun, ruft das besonders, wenn es derjenige, der es trinken soll, nicht weiß, einen erstaunlichen Effekt hervor. Bei Tee kann man das übrigens genauso machen. Auf Jugendtagungen wird dieser Jux natürlich immer mal ausprobiert, dass man Zucker und Salz in eine Tasse tut, ehe man den Tee reinschüttet. Es löst sich vollkommen auf. Es ist dem Blick entschwunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was mag das sein? [Neues Bild] Was mögen diese Kristalle sein? Zucker. Zucker. Und Sie können diesen Zucker sogar kaufen. Es gibt bei dieser Firma „Langen” eine bestimmte Sorte von Kandiszucker, wo noch so große Kandisstücke drin sind. Leider, wenn man die kauft, die sind dann gleich so ein halbes Kilo, sind die durch die Verarbeitung, durch die Abfüllung usw. so aneinander gerieben, dass die Oberflächen alle weißlich geworden sind, weil es abgestoßen ist und die Kanten gebrochen. Bei diesem hier haben wir aber deutlich vor uns, wie auch Zucker, also eine organische Substanz, vollständig als Kristall erscheinen kann. Kristallsalz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=WnoASKgrc1k&amp;amp;t=1202s Was Salz kann: Geschmack und Konservierung 00:20:02] ===&lt;br /&gt;
Gehen wir nochmal zurück zum Salz. Und fragen wir uns jetzt ab, was wir über den Stoff einfach so äußerlich schon wissen können. Also er hat eine Form, die außerordentlich ist, dieses reine kubische, die Gestalt von diesen sechs gleichen Flächen, die aufeinanderstoßen und die sechs Raumesrichtungen oder die drei Raumesrichtungen abbilden. Wobei man eben, so wie wir Menschen rechts und links, vorne und hinten, oben und unten unterscheiden können, wenn auch jeweils in derselben Achse, doch empfinden kann, wie so ein kubisches Wesen, wie von zwei Seiten her, beziehungsweise von sechs Seiten her, aufeinander zugänglich sich gestaltet haben, sodass diese Kristallisationsgestalt in ihrer wunderschönen Form für uns erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem wissen wir, dass Salz eben als Kristall eine gewisse Härte hat. Es ist nicht sehr hart, man kann es leicht zertrümmern. Und wenn man es zertrümmert, dann hat man immer wieder exakte rechte Winkel. Das ist ja auch nicht bei jedem Kristall. Wenn Sie ein Bergkristall mit einem Hammer bearbeiten, dann kriegen Sie den sogenannten muscheligen Bruch. Und beim Salz, auch bei dem Calcit, bricht er immer genau in der Winkelform, die wir auch an der Außenkante zunächst schon haben. Also ein durchsichtiges, festes, die Raumkoordinaten abbildendes oder vergegenwärtigendes Wesen, was uns da im Salz entgegentritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wofür kann man das Salz denn gebrauchen? Nun, wenn wir jetzt von dem, wie es heutzutage am meisten verwendet wird im Winter, von der Gefrierpunktserniedrigung absehen. Also wir streuen Salz auf Eis und das Eis wird flüssig. Das heißt, der Gefrierpunkt des Wassers wird auf 18 Grad Minus heruntergedrückt. Im täglichen Gebrauch ist das aber nicht der Fall. Das brauchen wir so nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wenn wir es verwenden, verwenden wir es ja immer in Speisen. Aber nie in Massen, sondern eine Prise Salz. Cum grano salis, eine Prise Salz. Und die Nudel schmeckt nach Nudel. Eine Prise Salz und die Kartoffel schmeckt nach Kartoffel. Ein Butterbrot ohne Salz ist fad. Aber mit Salz, wenn es genügend geringe Mengen sind, ist ein wunderbarer Schmaus. Was anderes braucht man dann gar nicht mehr? So verwenden wir Salz in unseren Gerichten, weil sie uns dann besser schmecken. Aber wir verwenden das Salz so, dass wir das Salz selber nicht schmecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir den Kaffee mit Salz haben, schmecken wir es sehr wohl. Wenn wir zu viel Salz in die Nudeln tun, natürlich auch. Dann haben wir den Salzgeschmack - bittersauer, süß, salzig - haben wir den Salzgeschmack, der sich über alles andere hinwegsetzt. Also mit Maßen genommen, dient es als Geschmacksverstärker. Das heißt, es hilft zu charakterisieren. Es hebt die typische Substanzqualität hervor im Geschmack. Geschmacksverstärker. Das Salz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben ja natürlich auch dieses noch, was es immer noch gibt. In der Zeit, bevor wir Kühlschränke hatten, hat man Fleisch und auch heute noch Fisch mit Salz dauerhaft eingelegt. Das ist ja ein Wunder. Man hat den Hering aus dem Meer gezogen, wirft ihn in ein Fass mit anderen zusammen, streut immer wieder Salz rein, jede Menge Salz und der Hering bleibt Hering. Man kann den einen Jahre in der Tonne haben, ihn dann rausnehmen, legt ihn dann in Wasser und wenn man ihn genügend lange in Wasser gelegt hat, hat das Wasser, das Salz, das in den Hering eingezogen war, wieder herausgenommen und der Hering schmeckt wieder nach Hering. Ist nicht verfault. Wenn wir den Hering drei Tage aufs Fensterbrett legen würden, würde er nicht mehr genießbar sein. Oh, das wäre die letzte Mahlzeit!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also die konservierende Fähigkeit, die gestaltbildende Fähigkeit, denn die Raum- und gestalterhaltende Fähigkeit, ja auch die geschmackserhaltende, gar verstärkende Fähigkeit des Salzes, gehört zu dem Typischen des Salzes hierzu. In Norwegen, wenn man da in irgendeiner Jahreszeit an den Inseln vorbeifährt, im Nordwesten, an den Lofoten, dann findet man überall auf diesen Hügeln Gestelle, an denen hängen Schellfische, so groß etwa, ausgenommen und trocknen an der Luft, beziehungsweise sind mit Salz gesalzen, so wie der Jäger möglicherweise, wenn er in einer Steppe wohnt, das abgezogene Fell des erlegten Tieres mit Salz einstreut, das auch da wiederum das Wasser herauszieht und das Fell zum Brett macht. Was aber dann nicht fault, sondern bleibt, wie es ist und irgendwann zum Gerber gebracht werden kann. Auch da also Konservierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=WnoASKgrc1k&amp;amp;t=1634s Der Kristall bleibt immer er selbst, eben in der Gestalt, die im entsprechenden Winkel schon beim allerersten Kristallisationskeim gegeben wird 00:27:14] ===&lt;br /&gt;
Wenn wir, wie ich schon sagte, den Salzkristall schlagen, zerbricht er in immer dem gleichen Winkel. Wenn er wächst, wächst er immer mit dem gleichen Winkel, er verschiebt sich nicht. Er bleibt immer würfelig. Ein Bergkristall ist normalerweise eine Säule, die Säule kann aber sehr kurz sein, wie bei so einem Herkimer-Diamant, aber es ist charakteristisch kein Würfel, wie das Salz, das in Stücke geschlagen immer rechtwinklig bleibt. Es bleibt sozusagen der Form nach mit sich identisch. Es hat diese Eigentümlichkeit, klar, durchsichtig zu sein, die sehr distinkte Gestalt zu haben und diese Gestalt äußerlich und innerlich identisch zu haben. Es bleibt immer es selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das können wir sehr schön sehen, dass das überhaupt eine Eigenschaft, eine mögliche Eigenschaft von Mineralien ist, wie hier bei diesem angeschliffenen Bergkristall, ein sogenannter Phantomkristall. Das hat man manchmal, dass es Bergkristalle gibt, die außen eine weiße Schicht haben, also wie Salz, weißlich außen sind. Die muss man abschleifen, dann kann man ins Innere hereinschauen und sieht, wie im Inneren sich dieselbe Form immer wiederholt, kontinuierlich. Auch da besteht Identitätsbewahrung in dem Gestaltprozess. Keine Wandlung, keine Metamorphose, keine Verschiebungen. Immer bleibt es in der Gestalt, die im entsprechenden Winkel schon beim allerersten Kristallisationskeim gegeben wird. Der erste Kristallisationskeim, der sich bildet, hat die Form, die dann nur noch größer werden kann. Aber Wachstum kann man eigentlich nicht sagen, denn der Kristall hört auf zu wachsen, wenn er kein Futter mehr kriegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=WnoASKgrc1k&amp;amp;t=1787s Die Größe, die Ausdehnung des Kristalls ist bestimmt von außen. Seine Form ist bestimmt von innen 00:29:47] ===&lt;br /&gt;
Wenn Sie ein Salzkristall züchten wollen, dann können Sie ja eine entsprechende Einrichtung treffen, indem Sie Salz im Wasser auflösen, einen Faden hereinhängen oder einen Stab reinstellen und dann verdunstet das Wasser und das Salz fängt an auszukristallisieren und wenn das Wasser alle ist, ist Schluss. Da kann nichts mehr werden. Gibt man mehr hinzu oder neues Wasser, wächst er weiter. Das heißt, seine Größe, seine Ausdehnung ist bestimmt von außen. Seine Form ist bestimmt von innen. Und immer hat er dieses offene Umweltverhältnis da, wo die Kristallisation beim Wachstum fortgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist am allerschönsten zu sehen bei einem Längsschnitt durch einen Turmalinkristall, der so ein Chamäleon ist, und da sieht man das besonders deutlich, in seiner Bildung in bestimmten Grundsubstanzen identisch bleibt, aber gerade durch die Ionen, die da drin sind, so große Löcher in seinem Kristall hat, dass es auch andere Substanzen aufnehmen kann. Und je nachdem, was die Kluft, in der sich eine Schmelze, eine wässrige Schmelze befindet, in der Tiefe der Erde hergibt, ist es mal mehr grün, mal mehr braun, mal mehr rötlich, je nachdem. Das ist also ein nicht idealisierter, aber aus einer von vielen möglichen, eine besonders schöne Gestalt aus dem Buch von &#039;&#039;Friedrich Benesch&#039;&#039; über den „Turmalin”. Das ist eine Zeichnung, ein Aquarell, kein Schnitt. Aber man sieht sehr deutlich dieses Prinzip der identischen Wiederholung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das man auch sehen kann, wenn das Wasser auf dünnen Flächen kristallisiert und sich die Eisblumen bilden. Da haben wir hier in der Mitte unten, die ist wiederum deutlich vor uns, wie jetzt hier da ein Winkel da ist, der sich ständig wiederholt. Hier sieht man es besonders deutlich. Immer die gleichen Winkel und auch am Ende der kleinen Teile immer die gleichen Winkel. Wurzelartig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=WnoASKgrc1k&amp;amp;t=1949s Jede Schneeflocke ist anders. Aber ihr Kristallisationsprinzip ist immer in hexagonaler Weise angelegt, bis hin zu Blütenbildern 00:32:29] ===&lt;br /&gt;
Und in der einzelnen Schneeflocke kann er unendliche Gestalten annehmen. Ja, jede Schneeflocke ist anders. Aber ihr Kristallisationsprinzip ist immer in dieser hexagonalen Weise angelegt. Bis hin zu Blütenbildern. Und insofern können wir sagen, wenn wir eine Blüte vor uns haben, auch da ist eine Kristallisationsform erschienen, die in ihrer Sechseitigkeit bei den einkeimblättigen Pflanzen etwas Monotones hat, wenn man es als solches ansieht, aber dadurch eben auch eine sehr präzise, eine bestimmte, eine vielleicht schöne Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kupfererz aus Namibia, das interessanterweise als Metall in die Lage kommen kann, Pflanzenstrukturen zu bilden und zu zeigen. Wenn Sie sich das im Einzelnen anschauen, den unteren Teil, dann sehen Sie, dass wie bei einem Moos ein Stängel da ist, mit kleinen, identisch großen Seitenblättern. Schaut man sich die Oberseite an, hat man eine unglaubliche, eine extreme Bildung, in dem am Ende des wachsenden Kristalls jeweils so ein Gebilde erscheint, was obendrauf nochmal ein kleines Hütchen haben kann, auch unten etwas schmaler ist als oben. Also es wächst und es bildet keine Blüten, aber Früchte. Eine organische Gestalt rein aus anorganischer Substanz. Ein Kupfererz. Kupfer-Descloizit wurde mir gesagt, ich habe es im Lexikon nirgendwo gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, und hier sind wir im Palmenhaus in Frankfurt. Das ist wie eine Glasarbeit, aber sind eben diese Eisblumen in ihrer wunderbaren Vielfalt hier sogar ins direkt gebogene Dynamische hereingehend. Also Kristallisation jetzt schon im erweiterten Sinne als formannehmend. Formannehmend ist eine klare Flüssigkeit, die völlig in sich identisch ist, für das Auge keine Differenzierung und die bei einem bestimmten Kältegrad oder bestimmten Sättigungsgrad anfängt in sich und aus sich heraus die Bilder zu gestalten, die jetzt nicht in dem Wasser verborgen waren, sondern die in den Substanzen verborgen waren, die in dem Wasser gelöst waren und bei bestimmten Voraussetzungen anfangen sich zusammenzuschließen zu Kristallen, zu Salzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salze im engeren Sinne sind Metalle und Säurereste, so wie Natrium-Chlorid. Und wenn wir jetzt gerade nochmal Natrium-Chlorid sagen, dann kann man sich auch da deutlich machen, dass das eigentlich ein ungeheurer Sprung ist von dem, was als Natrium und Chlorid im Wasser gelöst vorhanden ist, zu dem, was uns als Kochsalz entgegenkommt. Wenn Sie es ganz extrem denken wollen, dann nehmen Sie auf der einen Seite Natronlauge. Und wenn Sie in die Natronlauge, was soll ich jetzt sagen, ein Hühnerbein reinhalten - von einem toten Huhn. Wie man es macht in der Zoologie, wenn man Präparate herstellt, Knochenpräparate. Dann wird durch die Natronlauge das Fleisch vollständig aufgelöst. Es bleibt übrig der nackte Knochen. Und wenn Sie jetzt diesen Knochen in Salzsäure hereinlegen, verschwindet auch der Knochen. Und wenn Sie Natronlauge und Salzsäure im richtigen Verhältnis zusammengießen, entsteht Kochsalz und Wasser. Ist das nicht unglaublich? Wie da, je nachdem, in welcher Weise Stoff sich mit Stoff begegnet, etwas völlig Neues erscheint. Eine Emergenz, würde man heute sagen. Man hebt es in eine andere Erscheinungsstufe herein. Kochsalz. Und das gilt für jedes Mineral.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=WnoASKgrc1k&amp;amp;t=2284s Vom Mineral zur gestaltbildenden Kraft des Salzes 00:38:04] ===&lt;br /&gt;
Also, wir sind jetzt im Begriffe überzugehen, aus dem, was Salz als Mineral ist, zu dem hin, was Salz als gestaltbildende Kraft ist. Gestaltbildende, formende Kraft. Und steigen ein damit, dass wir sehen, dass wenn wir eine Keimpflanze haben, wie in der Mitte eine Gestaltanordnung sich bildet, wenn der Boden das hergibt - das ist nur eine Weile nachher, gibt der Boden das meistens nicht mehr her - dass wir eine Zentralachse haben, Primärwurzel und dann Seitenwurzel, ersten und zweiten Grades. Und die Seitenwurzeln gehen alle im selben Winkel aus der Primärwurzel heraus in die Umgebung. Und die Seitenwurzeln stehen eine über der anderen. Das kann man ganz schön sehen, wenn man eine Möhre hat, die lange feucht gelegen hat, dann fängt die an, Wurzelchen zu treiben. Und die liegen alle untereinander. Sehr schön kann man es auch beim Rettich sehen. Der hat dann oft sogar eine Falte und in der Falte sind die Seitenwurzeln. Natürlich nicht in dieser Schönheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sehen einerseits, dass sich jetzt im Organischen ein Gestaltprinzip zeigt, das wir bei den Phantomkristallen haben, wenn wir das Glück haben, einen Phantomkristall zu finden, der die innere Struktur sichtbar macht. Und auf der linken Seite zeigt sich, dass die Wurzel, hier eben eine Möhrenwurzel, auch in der Lage ist, Stoff anzulagern. Sodass, wenn jetzt der Herbst und der Winter kommt, das Kraut verwelkt bei den ganzen Rüben, aber auch bei den Staudenpflanzen, bei den Pfingstrosen oder bei Rittersporn oder was immer, im nächsten Jahr kommen sie wieder, woher? Aus der Wurzel. Die Wurzel bleibt mit sich identisch. Die Wurzel hat so viel Stoff aufgenommen, dass sie aus sich heraus sich klonen, wiederherstellen kann. Auch da erfolgt eine identische Reproduktion, ein Klon. Da gibt es keine Evolution, nur Wiederholung des schon vorhandenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das Formgliederungsprinzip und das Stoffsammlungsprinzip als etwas, was Salzcharakter ist, im übertragenen Sinne, was wir im Extremfall beim Turmalin sogar mit dieser Mittelsäule sehen können. Und wenn wir etwas - das ist etwas, woran ich anknüpfen könnte beim nächsten Mal - wenn wir die Tria Principia, auf die wir ja bei unseren Vorträgen immer wieder auch schon hingewiesen haben, die drei, das Sal-Prinzip, das Merkur-Prinzip und das Sulfur-Prinzip, übereinander als Bilder stellen, in der anorganischen Natur getrennt, Wurzel, Blatt und Blüte, bei der Pflanze, bei der organischen Natur vereint. Zwar in eigener Abteilung, aber im Ganzen in eigener Gestalt. Ohne das eine, ohne die Wurzel kann keine Pflanze gedeihen, ohne dass sie Blätter bildet, kann sie keine Stoffbildung vollziehen. Da sind also die Tria Principia jetzt vereint bei der Pflanze, die bei der Wurzel zunächst als Formgestalt und als Stoff-Akkumulation schon zu sehen waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, und sogar wenn wir ein Blatt anschauen, besonders auf der Rückseite, haben wir dieses, dass wir etwas haben, wie eine Primärwurzel und Seitenwurzeln. Wenn Sie darüber Näheres lesen wollen, dann lesen Sie Tycho-de-Brahe-Jahrbuch für Goetheanismus 2001, 2002 oder so. Da habe ich einen größeren Aufsatz geschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn wir dieses Bild haben, dann kann man eigentlich nicht wissen, ist das linke Wurzel und das rechte Strauch, wir sehen da die Primärwurzel noch mit dran, es ist also ein Wurzelbild, das man machen kann, wenn man einen Samen zum Keimen bringt und nicht an einer senkrechten, sondern einer schrägen Glasscheibe oben in die Erde tut, dann muss die Wurzel, die ja senkrecht wachsen will, immer an der Glasscheibe entlang nach unten wachsen, sodass man, wenn man den Schutz wegtut, sehen kann, wie das Wurzelwachstum erfolgt. Und da haben wir eben wiederum, dies, was wir schon kennen, die gleichen Winkel dieser Seitenwurzeln und in der Mitte die Zentralwurzel und sehen aber, dass nach demselben Prinzip letzten Endes die Büsche oder die Bäume gebildet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=WnoASKgrc1k&amp;amp;t=2656s Holz ist das Salz der Bäume 00:44:16] ===&lt;br /&gt;
Und hier in einem kalifornischen Wald, wo es jetzt so furchtbar gebrannt hat, da sind die Bäume durch die Trockenheit, die jetzt jahrelang herrschte, verdorrt, gestorben. Wir haben eine Parklandschaft vor uns mit lauter toten Bäumen. Das heißt, diese Bäume bleiben, solange sie nicht von irgendwelchen Tieren durchbohrt werden, stehen über Jahre, über Jahre. Auf dem Boden verfaulen sie schneller, in der Luft bleiben sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lebendige Wachstum einer Pflanze, die aus dem Samen die Wurzel bildet, dann die Keimpflanze entfaltet, die schließlich blüht und fruchtet oder im nächsten Jahr Seitenzweige bildet und wieder und wieder und wieder und ein Baum wird, bildet nach innen hin die Kristallsubstanz und nach außen hin das Lebendige, das die Kristallsubstanz ermöglicht. Und die Kristallsubstanz nennen wir in diesem Falle Holz. Holz ist Salz der Bäume. Und wenn wir diese Formel verwenden, das Holz der Bäume ist Salz oder das Salz der Bäume ist Holz, dann sind wir in der Beweglichkeit des Salzbegriffes drin, den wir brauchen, um einen genügend vertieften Salzbegriff zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und alles, was ich jetzt im Laufe des Abends gesagt habe, fügt sich ja so in eine Reihe herein, die sozusagen immer transparenter wird im Hinblick auf das Salzprinzip, das uns in der Natur entgegentritt und das dann vom Maler auch gemalt werden kann. Da ist dann unten noch ein verlassener Friedhof, das verstärkt das Bild dann nochmal, Caspar David Friedrich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=WnoASKgrc1k&amp;amp;t=2786s Skelett und Panzer: Die Versalzung im Tierreich 00:46:26] ===&lt;br /&gt;
Diese Versalzungstendenz haben wir auch in den tierischen Lebewesen, in den lebendig sie bewegenden, sinnestragenden Lebewesen bis zum Menschen hin. Und da geht, was ich vorhin angedeutet habe, was übrig bleibt, wenn man das Tier in Natronlauge getaucht hat, das ist dann dasjenige, was uns als Skelett entgegentritt: Phosphorsaurer Kalk, mineralisiert. Ein echtes Mineral, phosphorsaurer Kalk, aber gestaltet aus einem organisch lebendigen Wesen heraus, in diesem Falle hier bei den Bildern bei einem Menschen, der eine entsprechende Gestalt entwickelt, über die wir bei anderer Gelegenheit dann auch noch vergleichend sprechen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sodass wir bei den Bäumen innen das Holz, bei den Tieren innen das Skelett, bei den kleinen Tieren außen den Panzer haben, der aber immer wieder gesprengt werden muss. Und wenn Sie einen Schrank wegrücken, den Sie lange nicht wegrückt haben, finden Sie dahinter eine ganze Reihe Spinnenskelette. Haben Sie mal gesehen, wie eine Spinne sich häutet? Sieht man leider sehr selten. Aber so eine Weberspinne mit ihren langen Beinen, die zieht ihre Beine aus der Hülle heraus, bis alle acht Beine draußen sind und dann sprengt sie den Körper in der Mitte auf und das Ganze fällt ab. Das Außenskelett trägt das Insekt und das Knochengerüst trägt das höhere Tier. Das Wirbeltier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=WnoASKgrc1k&amp;amp;t=2912s Das Salz-Prinzip im Häuserbau 00:48:32] ===&lt;br /&gt;
Jetzt ist es um acht. Ich füge jetzt noch was hinzu. Erst nochmal zwei kleine Bilder. Das ist das Salzprinzip im Häuserbau [Bild einer Ziegelwand]. Ein Steine wie der andere, mit den verschiedenen Möglichkeiten, wie man sie übereinander lagert. Da gibt es ja reiche Anschauungsmaterialien von Häusern, die vor 100 Jahren gebaut worden sind, diesen roten Klinkern. Und wenn man das ins Große nimmt, so wohnt man in China. Ist das nicht furchtbar? Kinder, die irgendwo da oben in so einem Stockwerk leben, heranwachsen in diesen unendlichen Kästen. Draußen zum Schmucken paar Bäume gepflanzt, betreten verboten, Hunde nicht erlaubt, sonst hätte man da meterdicke Hunde, Mist auf diesen Plätzen. Eins wie das andere. Plattenbauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist der Apparat noch an? Aber Ihr Apparat ist an, ne? Gut. Dann muss ich versuchen, jetzt so laut zu sprechen, dass Sie mich hören können. Ich mache jetzt eine Hörprobe. Wenn ich jetzt so spreche, wie jetzt spreche, können Sie mich dann verstehen? Ich danke für Ihr Nicken. Und die vorne sitzenden Schwerhörigen, können Sie mich hören? Oder auch verstehen? Gut. Dann machen wir unbefangen weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=WnoASKgrc1k&amp;amp;t=3028s Analyse einer Beuys-Zeichnung 00:50:28] ===&lt;br /&gt;
Also gehe ich jetzt auf etwas anderes ein. Ich habe hier eine Zeichnung von Joseph Beuys, die er mir 1974 einmal auf meine Bitte hin gemacht hat. DIN A3 große Bleistiftzeichnung. Und ich nehme jetzt diese Zeichnung, um im Hinblick auf den Salzbegriff noch einen Schritt weiter zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie finden hier, in dieser Zeichnung oben links, ein Kubus als Zeichen des Nichtlebendigen, des Toten. Der Kubus als Repräsentant des Anorganisch-Kristallinen, der Tod. Rechts daneben, Pflanze, Tier, Mensch. Also die Evolution, die da ausgeht, vom Anorganischen mit seinem ungeheuren Reichtum, der die Stoffbasis bildet für dasjenige, was sich organisch dann Stufe um Stufe weiterentwickeln kann und in der Weiterentwicklung immer die Möglichkeit neuer Organisationsprinzipien mit sich bringt, dass nicht nur eine Pflanze, sondern auch ein Tier erscheinen kann und schließlich auch ein Mensch erscheinen kann in der Substanz, in der Materialität, in dem Salz, was sich stufenweise aufgebaut hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben ein zweites kubisches Gebilde, da ganz unten am Rand, sozusagen, wo die ganze Schwere die Substanz bis auf den tiefsten Punkt getrieben hat, in diesem kleinen Kubus. Neben dem steht ein Wort. Bei Beuys sollte es Anstalt heißen. Nein, doch, Anstalt. Es könnte aber auch Ausfall heißen. Wenn Sie es als Ausfall lesen, dann wäre es aus dem Flüssigen dasjenige herausgefallen, was wir oben bei diesem Ersten haben, wo aus dem Flüssigen das Tote herauskristallisiert ist. Anstalt. Anstalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Anstalten, wo die Weltanschauungsbilder der heranwachsenden Jugend zu Salzkristallen geformt werden, die möglichst nicht mehr auflösbar sind. Da werden wir, wie von den Kirchen früher, heute in den Schulen, materialistisch indoktriniert. Die Religion der Moderne ist der Materialismus. Das ist eine echte Religion, die eben als Materialität ihre Göttlichkeit verehrt und dasjenige, was jetzt als Bildungsanstalt möglich wird, ist, dass man eben in unendlicher Reproduktion das Ganze druckt und unter die Menschheit verbreitet. Heutzutage geschieht das dann elektronisch, digital.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir haben ein Drittes. Ah, nochmal diese herausgehoben und sehen jetzt hier etwas, was für diese Zeichnung wichtig ist. Das ist der unterste Teil der Zeichnung unten rechts. Sehen Sie? Sulfur-Mercurius-Sal. Saturn-Sonne-Mond. Da hat Beuys seine Zeichnung, seine Grundzeichnung des Plastischen hingezeichnet, wo es aus einem chaotischen Wärmezustand langsam in eine Abkühlung übergeht, die schließlich auskristallisiert. In der Anstalt und überall, wo Anstalten sind, ob das in Klöstern ist oder in Schulen oder in Bürostuben, in Gerichtssälen, überall geht etwas aus dem lebendig-beweglichen in eine bestimmte Form über, die tradierbar ist. Eine Form, die tradierbar ist, ist die Basis jeglicher Anstalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt habe ich hier nochmal das ganze untere Teil herausgehoben, das in der Mitte jetzt den dritten Kristall hat. Und wenn wir diesen dritten Kristall anschauen, dann haben wir unten gehabt Sulfur-Mercur-Sal als ein Gestaltungsprozess, haben ganz oben gehabt Stein-Pflanze-Tier-Mensch und haben hier unten jetzt das mythische Zeitalter, in der sich die Menschheit entwickelt hat, bis zu Plato und Aristoteles hin, dann das Zeitalter der Philosophie, die Bildung des Materialismus bei Newton und Kant, Helmholtz, des Sozialismus bei Marx, auf diesen Punkt hin hat Beuys diesen Kubus gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist sozusagen der Höhepunkt der Konsolidierung in sich selbst. Aus der Vielheit der Menschheit kristallisiert sich langsam im kulturhistorischen Prozess das Einzel-Ich heraus, das in seiner Egoität wiederum Willens ist, Stoff zu sammeln, Reichtümer zu sammeln, reich zu werden. Wir hören ja einmal in der Woche oder zweimal immer in den Nachrichten die Lottozahlen. Da sitzen Millionen Leute am Hörer, ob sie die richtigen Zahlen haben, um jetzt doch die Milliarde in Amerika oder sogar in Europa gewonnen zu haben. Also diese Neigung ist sehr groß und ich fände es auch nicht schlecht, wenn man ab und zu mal sowas bekäme, um es dann verteilen zu können, wo es sinnvoll ist. Also die Bildung, die Fülle der Bildung auf den Einzelnen hin, das einzelne Menschenexemplar, das sich von allen anderen unterscheidet, aber mit sich selbst identisch bleibt, mit sich selbst identisch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kommt der Kreuzungspunkt, wo die Linien durcheinander laufen und über diesen Kreuzungspunkt schreibt Beuys Christus und Kreuz, wie schon hier einmal, Kreuz und Christus, der Zeit vor oder nach Platon. Das Christusprinzip als Ich-Prinzip. Beuys macht es in dieser Weise, dass er auf die rechte Seite das Kreuz setzt, das nun ausschlägt und hier in diesem Falle fünf Blütengebilde, also das Rosenkreuz, bildet. Das Rosenkreuz, das Rosenkreuzertum, das moderne Rosenkreuzertum als die Möglichkeit, den historischen Materialismus zu überwinden, zu überwinden im Sinne einer Ergänzung, nicht der Auslöschung, sondern Ergänzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie es Mineralien, Pflanzen, Tiere und Menschen gibt, so muss es neben dem Materialismus eben auch Religion geben, in der das Ich ein heiliges Wesen ist. Und Rudolf Steiner macht nun ja, das kennen Sie vielleicht kühnerweise, dieses, dass er in die kleine Kuppel des ersten Goetheanum ein Bild hereinmalt, wo eine Menschengestalt auftritt, die nach rechts schaut, also dorthin, wo bei Beuys die Linien auf dem Punkt zusammenliefen, ehe es dann weitergeht. Und diese Gestalt hat etwas in der Hand, was ich jetzt hier markiert habe. Es ist ein Buch und dieses Buch beschreibt oder hat zum Inhalt die Geschichte des Ich. Die Geschichte der Menschwerdung auf die Ich-Persönlichkeit hin. Und so wie wir bei Beuys an dieser Stelle Christus ganz oben drüber stehen haben, von dem aus die Zukunft begonnen werden kann und schauen Sie mal, wie exakt hier die Linien sich alle wirklich in einem Punkt treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=WnoASKgrc1k&amp;amp;t=3605s Das Salz ist bei der Taufe „der Seele allbewahrende Macht“ 01:00:05] ===&lt;br /&gt;
So beschreibt Rudolf Steiner, wie die höchste Form der Ichheit sich im Laufe der Sprachentwicklung des Mittelalters zu der Form hinbildet, dass wir nicht Ego sagen und nicht I sagen, sondern Ich sagen. Und Ich hat die beiden Anfangsbuchstaben des Namens Jesus Christi in sich. ICH. Jesus Christus. Das ist der Punkt sozusagen, von dem aus die Verfestigung, die Identifizierung des Menschen mit sich selbst gleichsam umschlagen kann, in eine neue Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir hatten letztendlich den Vortrag von dem Professor aus Udine, wie hieß er noch? Ja, der darauf aufmerksam machte, wie Rudolf Steiner in seinem fragmentgebliebenen Buch „Anthroposophie“ einen Sinn einführt, den es bis dahin nicht gab. Sprechen, oder Hören, Sprechen, Denken, Ichen. Das Ich wird nicht der Gegenstand der Selbstbespiegelung, der Selbstbetrachtung, der Akkumulation von Reichtum innerlich oder äußerlich, sondern das Ich wird offen dafür, in jedem Anderen, der um uns ist, das Ich wahrzunehmen. &#039;&#039;„Wenn ich Gott erblicke, überall, in Vater und Mutter, in allen Leben Menschen, in Stein und Blume, in Baum und Stein, gibt Furcht mir nichts.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also tatsächlich dieser Punkt, wo jetzt das Ich anfängt, eine Fähigkeit zu werden, Wahrnehmungsorgan zu sein für das Ich im Anderen. Das heißt, wenn wir versuchen, eine Wesensbegegnung mit etwas typisch Anderem herbeizuführen, sei es ein bestimmter Baum, dem wir uns einmal wirklich zuwenden, sei es ein Mensch, dem wir uns wirklich zuwenden, sei es eine Blume, der wir uns zuwenden, oder dem Fixsternhimmel, es ist die Möglichkeit, völlig selbstlos, aber nicht ichlos, völlig selbstlos zu suchen, das Wesen des Anderen, was sich mir in irgendeiner Form zeigt. Und von den Formen, die ich wahrnehme, von dem Seinshaften, das ich wahrnehme, versuche ich, die Struktur wahrzunehmen, versuche ich, die Qualitäten wahrzunehmen, versuche ich, den Zusammenhang der Qualitäten zu erfassen, und im Zusammenhang der Qualitäten entsteht schließlich das, was wir mit Goethe Gestalt nennen. Und es ist für mich als Botaniker ein tragischer Moment gewesen, als vor einigen Jahren in dem deutschen klassischen Lehrbuch der Botanik der erste Teil, der 35 Auflagen lang „Morphologie“ hieß. Ohne Änderung des Inhalts die Überschrift bekam Strukturen. Aber da haben sie genau das vor sich, die Gestalt verschwindet, die Struktur bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber schon wenn ich das vorhin andeutete, wie aus Natrium und Chlor Kochsalz entstehen kann, wie aus H und O, aus Wasserstoff und Sauerstoff Wasser entstehen kann, ganz einfache Wundergebilde, so wird in der Fülle der aneinander, miteinander gestaltenden Strukturen die Gestalt sichtbar. Und die ist prinzipiell übersinnlicher Natur. Und wenn wir eine Pflanze sehen, sagt unser lieber Dr. Rudolf Steiner, dann haben wir eine Imagination. Eine Pflanze kann man physisch nur strukturell sehen. Schaut man sie aber sozusagen idealistisch an, dann hat man die Gestalt vor sich, die Morphe und kann entsprechend Gestaltkunde, Bildung und Umbildung organischer Naturen studieren und dann auch weitergeben. Morphologie, ein Begriff, den Goethe gestiftet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir gingen also aus vom Salz als Kochsalz, wir gingen über zu den Mineralien, versuchten bestimmte Grundeigenschaften des Mineralisierens, des Bleibens, des Sich-Bewahrens herauszuarbeiten und sind jetzt zum Schluss darauf gekommen, wie der Mensch, der sich in der Erde inkarniert, an den Punkt kommt, wo er im Stoff ein geistiges Wesen ist und in jedem anderen, was außen ist, das Geistige sucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und an dieser Stelle will ich doch aufmerksam machen auf die Taufe der Christengemeinschaft, wo wir ein geistiges Wesen empfangen in der Erdengemeinschaft und führen wollen in die Gemeinde des Christus Jesus. Und da wird von Wasser, Salz und Asche gesprochen und beim Salz heißt es, dies sei nicht gemeines Salz, es sei der Seele allbewahrende Macht. Es sei der Seele allbewahrende Macht. Da merken Sie, wie in dieser unglaublichen Abkürzung die Qualität des Sal-Prinzips angesprochen wird. Ich taufe Dich mit dem Salz allbewahrender Weltenmächte. Allbewahrender Weltenmächte. So lebe in der Gemeinde des Christus Jesus durch des Vaters Weltensubstanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da haben wir jetzt vom Stofflichen bis zum Höchsten Geistigen hin, vom Salz bis zur Vatergöttlichkeit - die aber eine vorangehende ist und nicht eine mit sich identisch bleibende. Gleichzeitig aber Daseinsgrund - einen Weg beschritten, der, wenn wir ihn auf unsere Weltanschauung ausweiten, dazu führen muss, dass die Ausbeutung der Welt aufhört. Dass wir so mit dem, was Welt ist, umgehen, dass wir wirklich, wie in den alten Zeiten, alles, was wir gebrauchen, als ein Opfer der geistigen Welt für uns und unsere Entwicklung Inkarnationen betrachten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=WnoASKgrc1k&amp;amp;t=4095s Schlussbetrachtung 01:08:15] ===&lt;br /&gt;
Ja, so weit vielleicht, liebe Freunde. Und damit schließen wir unsere Betrachtung ab. Hier kommt dem Ich-Menschen von der Zukunft sein Genius entgegen und befruchtet das Gewordene, dass es sich verlebendigt und Ichlichkeit entwickelt. Ach, das lasse ich jetzt weg, die Fettecke von Joseph Beuys. Man muss nicht alles machen. Ich danke Ihnen für Ihre Geduld und vielleicht sehen wir uns wieder bei einem nächsten alchemistischen Treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Benesch, Friedrich:&#039;&#039;&#039; Über den Turmalin - Eine Monographie, Verlag Urachhaus, ISBN-13978-3878386506&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Volker Harlan|| zurück zu Volker Harlan |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Joseph Beuys]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel mit Video]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volker Harlan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christengemeinschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkribiert von Elke Jurasszovich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 100%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=SALZ_-_Stoff,_Prozess,_Wesen_-_ein_Vortrag_von_Volker_Harlan,_2025&amp;diff=33075</id>
		<title>SALZ - Stoff, Prozess, Wesen - ein Vortrag von Volker Harlan, 2025</title>
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		<updated>2026-10-20T09:07:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Volker Harlan 2 2025-2-12.jpg|link=https://www.youtube.com/watch?v=WnoASKgrc1k|thumb|SALZ - Vortrag vom 12. Februar 2025 von [[Volker Harlan]]. [https://www.youtube.com/watch?v=WnoASKgrc1k Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
[[Volker Harlan|| zurück zu Volker Harlan |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkript vom 12. Februar 2025 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., Oktober 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„SALZ - Stoff, Prozess, Wesen“ - Ein Vortrag von Prof. Dr. Volker Harlan im Chor Forum Essen [Goetheanistisch-Antroposophische- Vortragsinitiative] vom 12. Februar 2025. Veranstalter: Frau Marg und Ulrich Roehm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrüßung durch den Veranstalter Ulrich Roehm 00:00:15 ===&lt;br /&gt;
Ulrich Roehm: Ich bekomme gerade den Auftrag, lieber Herr Harlan, für unseren Film, ihn ganz herzlich noch einmal offiziell zu begrüßen und Sie alle auch, liebe verehrte Anwesende, willkommen zu heißen und eben noch einmal auf das ganz besondere Salz dieses Abends zählen. [Applaus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nur ein Etwas, das wir als Gegenüber erleben können, können wir als Wesen erfahren 00:00:43 ===&lt;br /&gt;
Ja, verehrte liebe Freunde einer goetheanistisch-anthroposophischen Arbeit! Es ist ja schon ein sehr ungewöhnliches Hauptthema, Salz - einfach Salz- hinzuschreiben. Deswegen habe ich noch eine Unterschrift gemacht: Stoff - Prozess - Wesen, damit wir dasjenige, was wir normal als Salz mit einer schnellen Begrifflichkeit fassen, so vertiefen können, dass es von unserem Alltagsbewusstsein über das goetheanistische bis zum anthroposophischen hin reicht. Wir wollen sehen, wie weit wir damit kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welterkenntnis ist heutzutage im Grunde unverändert gegenüber diesem Satz, der vor schon fast 300 Jahren geschrieben worden ist von Hobbes im Leviathan: „&#039;&#039;Eine Sache erkennen heißt, sich vorstellen können, was man mit ihr machen kann, wenn man sie hat.&#039;&#039;” Das nennt man philosophisch „&#039;&#039;Utilitarismus”&#039;&#039;, also die Nützlichkeitsphilosophie. Unter diesem Gesichtspunkt gibt es überhaupt kein Wesen. Unter diesem Gesichtspunkt ist alles, was wir wahrnehmen, Stoff. Und mit dem Stoff kann man machen, was man will. Alles wird zum Material für etwas, ganz gleich, worum es sich handelt, ob es Menschen sind, die angestellt werden, in Arbeitslöcher gesteckt werden, in solche Gruben zum Beispiel, oder ob es Getreide ist, mit dem man handelt oder Sonnenblumenöl. Es ist immer derselbe Gesichtspunkt: Was kann man machen, wenn wir es haben? Zum Geld verdienen! Und man sieht an den Persönlichkeiten, die heutzutage über 250 Milliarden ihr persönliches Eigentum nennen, dass das funktioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und gleichzeitig ist eigentlich allen bewusst, dass es so nicht weitergehen darf. Und wir hören jetzt ja in der Vorwahlzeit eigentlich fast nichts mehr über die Problematik, sondern man spricht über Migration. Das heißt, wir wollen keine Fremden. Ab wann ist man fremd? Wenn man Ossi ist, ist man fremd? Ich bin Ossi, ich bin fremd. Wenn man Pole ist, dann ist man neuerdings Mitteleuropäer, früher war man Osteuropäer. Also die Dinge bewegen sich in einem Bereich, der nicht erkenntnisfördernd ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und was wir jetzt machen wollen, ist eben an einem ganz einfachen Beispiel schauen, wie es möglich ist, dasjenige, was uns in der Welt begegnet, zum Gegenüber zu machen. Und nur ein Etwas, was wir als Gegenüber erleben können, können wir als Wesen erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprüche, die uns das Gegenüber zur Aufgabe machen 00:04:18 ===&lt;br /&gt;
Wir haben eine Reihe von Sprüchen aus der Geschichte, die diese andere Seite entweder von vornherein voraussetzen oder zur Aufgabe machen. Im &#039;&#039;Thomas-Evangelium&#039;&#039;, das wohl so etwa um 180 nach Christi Tod geschrieben worden ist, heißt es im Logos 77: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Jesus sprach, ich bin das Licht, das über Ihnen allen ist. Ich bin das All. Das All ist aus mir hervorgegangen und das All ist zu mir zurückgekehrt. Spaltet ein Stück Holz und ich bin da. Hebt einen Stein und ihr findet mich dort.”&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Eine ungewöhnliche Aussage. Spaltet das Holz und ich bin da! Bei &#039;&#039;Novalis&#039;&#039; heißt es unter anderem: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„W&#039;&#039;o bleibst du Trost der ganzen Welt?”&#039;&#039; [Und dann] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In kühlen Strömen send ihn her,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In Feuerflammen lodre er,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In Luft und Öl, in Klang und Tau&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Durchdring er unsrer Erde Bau.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Er ist der Stern, er ist die Sonn,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Er ist des ewgen Lebens Bronn,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aus Kraut und Stein und Meer und Licht&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Schimmert sein kindlich Angesicht.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Das ist also 200 Jahre her, dass das geschrieben wurde. Und nehmen wir jetzt eines, was nur 100 Jahre alt ist:&amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Vom Kopf bis zum Fuß bin ich Gottes Bild.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Vom Herzen bis in die Hände fühle ich Gottes Hauch.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Spreche ich mit dem Mund, folge ich Gottes Willen.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wenn ich Gott erblick überall, in Mutter, Vater, in allen lieben Menschen.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In Tier und Blume, in Baum und Stein.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Also in Tier und Blume, in Baum und Salz&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gibt Furcht mir nichts.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nur Liebe zu allem, was um mich ist.“&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Mit diesen Worten werden unsere Kinder in den Waldorfschulen aufwachsen. Das ist also von vornherein für die Kinder, die ja gerade in der Zeit vor dem sogenannten „Rubikon”, also in den ersten drei Klassen, ein ganz unmittelbares Verhältnis zur Welt haben, dass es gar nicht als Objekt erlebt, sondern die Welt ist subjektgenau, wenn man selber Subjekt ist. Und dieses Subjekt durchdringt sich nun mit den entsprechenden Gedanken und spricht eben „&#039;&#039;Vom Kopf bis zum Fuß bin ich Gottes Bild”&#039;&#039;. Und in Baum und Wolke, in Tier und Stein und so weiter und so weiter … in allem, was um mich ist, spüre ich Gottes Hauch, fühle ich seine Nähe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist natürlich ein sehr, sehr diffuser oder allgemeiner Gottesbegriff. Also man würde heute dann vielleicht eher sagen: Das Göttliche. Und das käme auch dem entgegen, was den meisten unserer Gegenwartsmenschen heute als Religion übrig bleibt. Eine Gottesvorstellung wird eigentlich heutzutage nicht mehr ausgebildet. Auch diejenigen, die in ihrer gesamten Weltanschauung und Denkungsart Materialisten sind - wobei das jetzt nichts Negatives ist, sondern eine bestimmte Art von Weltbetrachtung - fühlen doch meistens, dass es etwas Göttliches, etwas ganz anderes gibt. Und dieses ganz andere ist eben sehr undifferenziert, weil wir es nicht unmittelbar wahrnehmen können. Wir können uns aber an das Andere heranbewegen und in der Heranbewegung versuchen, ihm so weit entgegenzukommen, dass es mehr und mehr spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Salz ist alles, was auskristallisieren kann. Beispiele verschiedener Kristalle 00:09:00 ===&lt;br /&gt;
Ich habe jetzt eine Reihe von Bildern zusammengestellt. Hier ein erstes, wo Sie sehen, wie groß der Mensch ist, der da unten als Schattenbild steht, und wie groß im Verhältnis dazu die Kristalle, also die Salze sind - in diesem Fall Gipskristalle - die da in einer Kluft in der Tiefe der Erde in Mexiko in einer Mine gefunden worden sind. Mit einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit, etwa 95 Prozent, und Temperaturen, die fast ebenso hoch sind. Und diese Kluft ist verschlossen worden, weil wenn jetzt kühle Luft reinkäme, dann würden die zerfallen, die Kristalle. So können sie erhalten bleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist tief in der Erde, in den Klüften Salzbildung. Und Salz nennen wir jetzt im erweiterten Sinne zunächst einmal alles das, was auskristallisieren kann. Das kann ja sehr verschiedenes sein. Hier ist ein kleiner Zepterkristall abgebildet. Der ist nun in Wirklichkeit nicht größer als so [zeigt wenige mm zwischen Daumen und Zeigefinger]. Im Foto kann man das ja alles wunderbar verändern. Und ruft dieses andere hier zum Erstaunen vor, dass es solche gewaltigen Kristalle gibt, so ist bei diesen Bildern hier das Erstaunliche die Präzision der Form. Das absolut Akkurate der Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist ein kleiner Herkimer-Diamant. Dieser ist etwa so groß, also zwei Zentimeter in der Länge. Den gibt es im Staate New York zu finden. Kleine doppelendige Bergkristalle mit einer so unglaublichen Klarheit, dass sie eben wie Diamanten, wie Diamonds, entsprechend genannt und betrachtet werden. Das ist ein leider etwas verwischtes, aber doch ein Foto, nun von einem Salzkristall. Und an diesem Salzkristall wird schon deutlich, an diesem Bild, dass es sich, wenn er rein erscheinen kann, um eine kubische Gestaltung handelt. Ein Kubus, der sechs Seiten hat, die alle gleich groß sind und alle exakt im 90-Grad-Winkel aufeinander stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pyrit, Salz und Zucker in ihrer Kristallerscheinung 00:11:49 ===&lt;br /&gt;
Wie kommt es zu solchem Salz? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir alle Meere, die unsere Erde haben, eintrocknen lassen würden, dann würde die ganze Erde, oder jedenfalls die Ozeane, bedeckt mit einer Schicht von 61 Meter Salz. Obwohl die Meere nur 3,5 Prozent Salz enthalten oder Salziges enthalten, sieht man an dieser Zahl 61 Meter über die ganze Erde hin verbreitet, wie viel Salz da in dem Wasser gelöst ist. Und wenn das Wasser in eine Situation kommt, dass es austrocknen kann oder austrocknen muss, dann fängt es an, das Salz zu entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir sehen hier an einem Zipfel des Toten Meeres, wie da durch Dämme abgeteilt einzelne Abteilungen entstehen, deren Wasser langsam austrocknet in der Hitze. Die Umgebung des Toten Meeres hat eine Jahresdurchschnittstemperatur von 19 Grad. Es ist also im Sommer sehr warm, aber auch im Winter nicht kalt. Und dann kristallisiert sich überall diese Substanz aus, die jetzt eben entsprechend, wie wenn wir Salz aus dem Salzfass nehmen, weiß erscheint. Je kleiner die Kristalle, umso reiner die Weißerscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist ein Bild aus den Persischen Salzwüsten. Das sind die wüstesten Wüsten, die es auf der Erde gibt. Da kommt kein Kamel durch. Riesige Flächen, in denen so viel Salz ausgetrocknet, auskristallisiert ist, und zwar immer wieder auch, indem diese Flächen wieder überschwemmt werden, neues Salz mit sich bringen, das trocknet aus, dann wieder weitere. Und dann entsteht diese eigentümliche Wabenstruktur, die wir auch in den Säulen des Basalt vor uns haben. Und die ganze riesige Fläche, völlig horizontal, eine Seenfläche, ist Salzkruste. Je nachdem, wo das Ganze dann ist und auf welche Weise man sich dieses Salzes dann bedient, wird es zusammengeschabt zum Austrocknen und danach herabtransportiert, je nachdem, wofür man es braucht, als Speisesalz oder zum Streuen bei Winterglätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist eine kleine Salzkonkretion, die ist in der Größe so eine Handspanne groß, die es hier entsprechend herausvergrößert, wo man sieht auch wiederum: Alles voll von Salzkristallen, die miteinander verwachsen sind, aneinanderstoßen und hier einen weißlichen Charakter haben. Diese Salzstufe ist aus einem polnischen Bergwerk, das leider abgesoffen ist, sodass es heutzutage überhaupt keine Salzkristalle angeboten gibt in den Mineraliengeschäften beziehungsweise bei Ebay oder bei anderen entsprechenden Plattformen. Und hier sehen Sie jetzt nicht ein Einzelkristall, sondern ein zusammengewachsenes, ein sich herausgebildet habendes, was im Ganzen überall diese unglaubliche Klarheit der Winkel zeigt und jedoch nahezu glatten Oberflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man es jetzt hier anschauen könnte - ich wollte es nicht mitbringen, weil es so schwer ist - könnte man sehen, dass man bis zum Grund durchschauen könnte. Es ist, wenn es gut geht, vollkommen durchsichtig. Bei diesem Salzkristall hier kann man das einigermaßen sehen, dass er durchsichtig ist. Hier gehen die Ecken herunter und entsprechend kann man durchschauen auf den dunklen Boden. Ein Kubus. Der nun in seiner Kristallinität nicht nur total exakt ist, wie der vorangegangene, sondern auch wiederum eine bewegte Oberfläche hat. Und diese bewegliche Oberfläche, die nicht so ist, wie wir das beim Pyrit sehen, wo jetzt hier in Navajún in Spanien aus dem Steinbruch diese Platte herausgebrochen ist, die ist jetzt nicht natürliche Größe, sie ist natürlich kleiner. Aber da sind tatsächlich so große Pyrit-Kristalle drin, die einzeln genommen eben eine unglaubliche Exaktheit haben. Das ist zu Eisen und Schwefel verbunden als Kristall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So glatt sind die Oberflächen von Salz nicht. Salz ist da beweglicher, aber es ist ganz durchsichtig, wie der Herkimer-Diamant. Aber in dieser Oberfläche, wie gesagt, beweglich, das heißt, es hat sozusagen eine Affinität zum Außen. Und wenn man es in Wasser legt, dann löst sich es auch langsam auf. Während der Pyrit, wenn man ihn ins Wasser tut, bleibt, wie er ist. Also Sie können getrost versuchen, Ihren Kaffee mit Pyrit zu süßen, es wird Ihnen nicht gelingen. Pyritisierter Kaffee. Aber wenn Sie Salz reintun, ruft das besonders, wenn es derjenige, der es trinken soll, nicht weiß, einen erstaunlichen Effekt hervor. Bei Tee kann man das übrigens genauso machen. Auf Jugendtagungen wird dieser Jux natürlich immer mal ausprobiert, dass man Zucker und Salz in eine Tasse tut, ehe man den Tee reinschüttet. Es löst sich vollkommen auf. Es ist dem Blick entschwunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was mag das sein? [Neues Bild] Was mögen diese Kristalle sein? Zucker. Zucker. Und Sie können diesen Zucker sogar kaufen. Es gibt bei dieser Firma „Langen” eine bestimmte Sorte von Kandiszucker, wo noch so große Kandisstücke drin sind. Leider, wenn man die kauft, die sind dann gleich so ein halbes Kilo, sind die durch die Verarbeitung, durch die Abfüllung usw. so aneinander gerieben, dass die Oberflächen alle weißlich geworden sind, weil es abgestoßen ist und die Kanten gebrochen. Bei diesem hier haben wir aber deutlich vor uns, wie auch Zucker, also eine organische Substanz, vollständig als Kristall erscheinen kann. Kristallsalz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was Salz kann: Geschmack und Konservierung 00:20:02 ===&lt;br /&gt;
Gehen wir nochmal zurück zum Salz. Und fragen wir uns jetzt ab, was wir über den Stoff einfach so äußerlich schon wissen können. Also er hat eine Form, die außerordentlich ist, dieses reine kubische, die Gestalt von diesen sechs gleichen Flächen, die aufeinanderstoßen und die sechs Raumesrichtungen oder die drei Raumesrichtungen abbilden. Wobei man eben, so wie wir Menschen rechts und links, vorne und hinten, oben und unten unterscheiden können, wenn auch jeweils in derselben Achse, doch empfinden kann, wie so ein kubisches Wesen, wie von zwei Seiten her, beziehungsweise von sechs Seiten her, aufeinander zugänglich sich gestaltet haben, sodass diese Kristallisationsgestalt in ihrer wunderschönen Form für uns erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem wissen wir, dass Salz eben als Kristall eine gewisse Härte hat. Es ist nicht sehr hart, man kann es leicht zertrümmern. Und wenn man es zertrümmert, dann hat man immer wieder exakte rechte Winkel. Das ist ja auch nicht bei jedem Kristall. Wenn Sie ein Bergkristall mit einem Hammer bearbeiten, dann kriegen Sie den sogenannten muscheligen Bruch. Und beim Salz, auch bei dem Calcit, bricht er immer genau in der Winkelform, die wir auch an der Außenkante zunächst schon haben. Also ein durchsichtiges, festes, die Raumkoordinaten abbildendes oder vergegenwärtigendes Wesen, was uns da im Salz entgegentritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wofür kann man das Salz denn gebrauchen? Nun, wenn wir jetzt von dem, wie es heutzutage am meisten verwendet wird im Winter, von der Gefrierpunktserniedrigung absehen. Also wir streuen Salz auf Eis und das Eis wird flüssig. Das heißt, der Gefrierpunkt des Wassers wird auf 18 Grad Minus heruntergedrückt. Im täglichen Gebrauch ist das aber nicht der Fall. Das brauchen wir so nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wenn wir es verwenden, verwenden wir es ja immer in Speisen. Aber nie in Massen, sondern eine Prise Salz. Cum grano salis, eine Prise Salz. Und die Nudel schmeckt nach Nudel. Eine Prise Salz und die Kartoffel schmeckt nach Kartoffel. Ein Butterbrot ohne Salz ist fad. Aber mit Salz, wenn es genügend geringe Mengen sind, ist ein wunderbarer Schmaus. Was anderes braucht man dann gar nicht mehr? So verwenden wir Salz in unseren Gerichten, weil sie uns dann besser schmecken. Aber wir verwenden das Salz so, dass wir das Salz selber nicht schmecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir den Kaffee mit Salz haben, schmecken wir es sehr wohl. Wenn wir zu viel Salz in die Nudeln tun, natürlich auch. Dann haben wir den Salzgeschmack - bittersauer, süß, salzig - haben wir den Salzgeschmack, der sich über alles andere hinwegsetzt. Also mit Maßen genommen, dient es als Geschmacksverstärker. Das heißt, es hilft zu charakterisieren. Es hebt die typische Substanzqualität hervor im Geschmack. Geschmacksverstärker. Das Salz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben ja natürlich auch dieses noch, was es immer noch gibt. In der Zeit, bevor wir Kühlschränke hatten, hat man Fleisch und auch heute noch Fisch mit Salz dauerhaft eingelegt. Das ist ja ein Wunder. Man hat den Hering aus dem Meer gezogen, wirft ihn in ein Fass mit anderen zusammen, streut immer wieder Salz rein, jede Menge Salz und der Hering bleibt Hering. Man kann den einen Jahre in der Tonne haben, ihn dann rausnehmen, legt ihn dann in Wasser und wenn man ihn genügend lange in Wasser gelegt hat, hat das Wasser, das Salz, das in den Hering eingezogen war, wieder herausgenommen und der Hering schmeckt wieder nach Hering. Ist nicht verfault. Wenn wir den Hering drei Tage aufs Fensterbrett legen würden, würde er nicht mehr genießbar sein. Oh, das wäre die letzte Mahlzeit!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also die konservierende Fähigkeit, die gestaltbildende Fähigkeit, denn die Raum- und gestalterhaltende Fähigkeit, ja auch die geschmackserhaltende, gar verstärkende Fähigkeit des Salzes, gehört zu dem Typischen des Salzes hierzu. In Norwegen, wenn man da in irgendeiner Jahreszeit an den Inseln vorbeifährt, im Nordwesten, an den Lofoten, dann findet man überall auf diesen Hügeln Gestelle, an denen hängen Schellfische, so groß etwa, ausgenommen und trocknen an der Luft, beziehungsweise sind mit Salz gesalzen, so wie der Jäger möglicherweise, wenn er in einer Steppe wohnt, das abgezogene Fell des erlegten Tieres mit Salz einstreut, das auch da wiederum das Wasser herauszieht und das Fell zum Brett macht. Was aber dann nicht fault, sondern bleibt, wie es ist und irgendwann zum Gerber gebracht werden kann. Auch da also Konservierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Kristall bleibt immer er selbst, eben in der Gestalt, die im entsprechenden Winkel schon beim allerersten Kristallisationskeim gegeben wird 00:27:14 ===&lt;br /&gt;
Wenn wir, wie ich schon sagte, den Salzkristall schlagen, zerbricht er in immer dem gleichen Winkel. Wenn er wächst, wächst er immer mit dem gleichen Winkel, er verschiebt sich nicht. Er bleibt immer würfelig. Ein Bergkristall ist normalerweise eine Säule, die Säule kann aber sehr kurz sein, wie bei so einem Herkimer-Diamant, aber es ist charakteristisch kein Würfel, wie das Salz, das in Stücke geschlagen immer rechtwinklig bleibt. Es bleibt sozusagen der Form nach mit sich identisch. Es hat diese Eigentümlichkeit, klar, durchsichtig zu sein, die sehr distinkte Gestalt zu haben und diese Gestalt äußerlich und innerlich identisch zu haben. Es bleibt immer es selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das können wir sehr schön sehen, dass das überhaupt eine Eigenschaft, eine mögliche Eigenschaft von Mineralien ist, wie hier bei diesem angeschliffenen Bergkristall, ein sogenannter Phantomkristall. Das hat man manchmal, dass es Bergkristalle gibt, die außen eine weiße Schicht haben, also wie Salz, weißlich außen sind. Die muss man abschleifen, dann kann man ins Innere hereinschauen und sieht, wie im Inneren sich dieselbe Form immer wiederholt, kontinuierlich. Auch da besteht Identitätsbewahrung in dem Gestaltprozess. Keine Wandlung, keine Metamorphose, keine Verschiebungen. Immer bleibt es in der Gestalt, die im entsprechenden Winkel schon beim allerersten Kristallisationskeim gegeben wird. Der erste Kristallisationskeim, der sich bildet, hat die Form, die dann nur noch größer werden kann. Aber Wachstum kann man eigentlich nicht sagen, denn der Kristall hört auf zu wachsen, wenn er kein Futter mehr kriegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Größe, die Ausdehnung des Kristalls ist bestimmt von außen. Seine Form ist bestimmt von innen 00:29:47 ===&lt;br /&gt;
Wenn Sie ein Salzkristall züchten wollen, dann können Sie ja eine entsprechende Einrichtung treffen, indem Sie Salz im Wasser auflösen, einen Faden hereinhängen oder einen Stab reinstellen und dann verdunstet das Wasser und das Salz fängt an auszukristallisieren und wenn das Wasser alle ist, ist Schluss. Da kann nichts mehr werden. Gibt man mehr hinzu oder neues Wasser, wächst er weiter. Das heißt, seine Größe, seine Ausdehnung ist bestimmt von außen. Seine Form ist bestimmt von innen. Und immer hat er dieses offene Umweltverhältnis da, wo die Kristallisation beim Wachstum fortgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist am allerschönsten zu sehen bei einem Längsschnitt durch einen Turmalinkristall, der so ein Chamäleon ist, und da sieht man das besonders deutlich, in seiner Bildung in bestimmten Grundsubstanzen identisch bleibt, aber gerade durch die Ionen, die da drin sind, so große Löcher in seinem Kristall hat, dass es auch andere Substanzen aufnehmen kann. Und je nachdem, was die Kluft, in der sich eine Schmelze, eine wässrige Schmelze befindet, in der Tiefe der Erde hergibt, ist es mal mehr grün, mal mehr braun, mal mehr rötlich, je nachdem. Das ist also ein nicht idealisierter, aber aus einer von vielen möglichen, eine besonders schöne Gestalt aus dem Buch von &#039;&#039;Friedrich Benesch&#039;&#039; über den „Turmalin”. Das ist eine Zeichnung, ein Aquarell, kein Schnitt. Aber man sieht sehr deutlich dieses Prinzip der identischen Wiederholung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das man auch sehen kann, wenn das Wasser auf dünnen Flächen kristallisiert und sich die Eisblumen bilden. Da haben wir hier in der Mitte unten, die ist wiederum deutlich vor uns, wie jetzt hier da ein Winkel da ist, der sich ständig wiederholt. Hier sieht man es besonders deutlich. Immer die gleichen Winkel und auch am Ende der kleinen Teile immer die gleichen Winkel. Wurzelartig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jede Schneeflocke ist anders. Aber ihr Kristallisationsprinzip ist immer in hexagonaler Weise angelegt, bis hin zu Blütenbildern 00:32:29 ===&lt;br /&gt;
Und in der einzelnen Schneeflocke kann er unendliche Gestalten annehmen. Ja, jede Schneeflocke ist anders. Aber ihr Kristallisationsprinzip ist immer in dieser hexagonalen Weise angelegt. Bis hin zu Blütenbildern. Und insofern können wir sagen, wenn wir eine Blüte vor uns haben, auch da ist eine Kristallisationsform erschienen, die in ihrer Sechseitigkeit bei den einkeimblättigen Pflanzen etwas Monotones hat, wenn man es als solches ansieht, aber dadurch eben auch eine sehr präzise, eine bestimmte, eine vielleicht schöne Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kupfererz aus Namibia, das interessanterweise als Metall in die Lage kommen kann, Pflanzenstrukturen zu bilden und zu zeigen. Wenn Sie sich das im Einzelnen anschauen, den unteren Teil, dann sehen Sie, dass wie bei einem Moos ein Stängel da ist, mit kleinen, identisch großen Seitenblättern. Schaut man sich die Oberseite an, hat man eine unglaubliche, eine extreme Bildung, in dem am Ende des wachsenden Kristalls jeweils so ein Gebilde erscheint, was obendrauf nochmal ein kleines Hütchen haben kann, auch unten etwas schmaler ist als oben. Also es wächst und es bildet keine Blüten, aber Früchte. Eine organische Gestalt rein aus anorganischer Substanz. Ein Kupfererz. Kupfer-Descloizit wurde mir gesagt, ich habe es im Lexikon nirgendwo gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, und hier sind wir im Palmenhaus in Frankfurt. Das ist wie eine Glasarbeit, aber sind eben diese Eisblumen in ihrer wunderbaren Vielfalt hier sogar ins direkt gebogene Dynamische hereingehend. Also Kristallisation jetzt schon im erweiterten Sinne als formannehmend. Formannehmend ist eine klare Flüssigkeit, die völlig in sich identisch ist, für das Auge keine Differenzierung und die bei einem bestimmten Kältegrad oder bestimmten Sättigungsgrad anfängt in sich und aus sich heraus die Bilder zu gestalten, die jetzt nicht in dem Wasser verborgen waren, sondern die in den Substanzen verborgen waren, die in dem Wasser gelöst waren und bei bestimmten Voraussetzungen anfangen sich zusammenzuschließen zu Kristallen, zu Salzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salze im engeren Sinne sind Metalle und Säurereste, so wie Natrium-Chlorid. Und wenn wir jetzt gerade nochmal Natrium-Chlorid sagen, dann kann man sich auch da deutlich machen, dass das eigentlich ein ungeheurer Sprung ist von dem, was als Natrium und Chlorid im Wasser gelöst vorhanden ist, zu dem, was uns als Kochsalz entgegenkommt. Wenn Sie es ganz extrem denken wollen, dann nehmen Sie auf der einen Seite Natronlauge. Und wenn Sie in die Natronlauge, was soll ich jetzt sagen, ein Hühnerbein reinhalten - von einem toten Huhn. Wie man es macht in der Zoologie, wenn man Präparate herstellt, Knochenpräparate. Dann wird durch die Natronlauge das Fleisch vollständig aufgelöst. Es bleibt übrig der nackte Knochen. Und wenn Sie jetzt diesen Knochen in Salzsäure hereinlegen, verschwindet auch der Knochen. Und wenn Sie Natronlauge und Salzsäure im richtigen Verhältnis zusammengießen, entsteht Kochsalz und Wasser. Ist das nicht unglaublich? Wie da, je nachdem, in welcher Weise Stoff sich mit Stoff begegnet, etwas völlig Neues erscheint. Eine Emergenz, würde man heute sagen. Man hebt es in eine andere Erscheinungsstufe herein. Kochsalz. Und das gilt für jedes Mineral.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Mineral zur gestaltbildenden Kraft des Salzes 00:38:04 ===&lt;br /&gt;
Also, wir sind jetzt im Begriffe überzugehen, aus dem, was Salz als Mineral ist, zu dem hin, was Salz als gestaltbildende Kraft ist. Gestaltbildende, formende Kraft. Und steigen ein damit, dass wir sehen, dass wenn wir eine Keimpflanze haben, wie in der Mitte eine Gestaltanordnung sich bildet, wenn der Boden das hergibt - das ist nur eine Weile nachher, gibt der Boden das meistens nicht mehr her - dass wir eine Zentralachse haben, Primärwurzel und dann Seitenwurzel, ersten und zweiten Grades. Und die Seitenwurzeln gehen alle im selben Winkel aus der Primärwurzel heraus in die Umgebung. Und die Seitenwurzeln stehen eine über der anderen. Das kann man ganz schön sehen, wenn man eine Möhre hat, die lange feucht gelegen hat, dann fängt die an, Wurzelchen zu treiben. Und die liegen alle untereinander. Sehr schön kann man es auch beim Rettich sehen. Der hat dann oft sogar eine Falte und in der Falte sind die Seitenwurzeln. Natürlich nicht in dieser Schönheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sehen einerseits, dass sich jetzt im Organischen ein Gestaltprinzip zeigt, das wir bei den Phantomkristallen haben, wenn wir das Glück haben, einen Phantomkristall zu finden, der die innere Struktur sichtbar macht. Und auf der linken Seite zeigt sich, dass die Wurzel, hier eben eine Möhrenwurzel, auch in der Lage ist, Stoff anzulagern. Sodass, wenn jetzt der Herbst und der Winter kommt, das Kraut verwelkt bei den ganzen Rüben, aber auch bei den Staudenpflanzen, bei den Pfingstrosen oder bei Rittersporn oder was immer, im nächsten Jahr kommen sie wieder, woher? Aus der Wurzel. Die Wurzel bleibt mit sich identisch. Die Wurzel hat so viel Stoff aufgenommen, dass sie aus sich heraus sich klonen, wiederherstellen kann. Auch da erfolgt eine identische Reproduktion, ein Klon. Da gibt es keine Evolution, nur Wiederholung des schon vorhandenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das Formgliederungsprinzip und das Stoffsammlungsprinzip als etwas, was Salzcharakter ist, im übertragenen Sinne, was wir im Extremfall beim Turmalin sogar mit dieser Mittelsäule sehen können. Und wenn wir etwas - das ist etwas, woran ich anknüpfen könnte beim nächsten Mal - wenn wir die Tria Principia, auf die wir ja bei unseren Vorträgen immer wieder auch schon hingewiesen haben, die drei, das Sal-Prinzip, das Merkur-Prinzip und das Sulfur-Prinzip, übereinander als Bilder stellen, in der anorganischen Natur getrennt, Wurzel, Blatt und Blüte, bei der Pflanze, bei der organischen Natur vereint. Zwar in eigener Abteilung, aber im Ganzen in eigener Gestalt. Ohne das eine, ohne die Wurzel kann keine Pflanze gedeihen, ohne dass sie Blätter bildet, kann sie keine Stoffbildung vollziehen. Da sind also die Tria Principia jetzt vereint bei der Pflanze, die bei der Wurzel zunächst als Formgestalt und als Stoff-Akkumulation schon zu sehen waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, und sogar wenn wir ein Blatt anschauen, besonders auf der Rückseite, haben wir dieses, dass wir etwas haben, wie eine Primärwurzel und Seitenwurzeln. Wenn Sie darüber Näheres lesen wollen, dann lesen Sie Tycho-de-Brahe-Jahrbuch für Goetheanismus 2001, 2002 oder so. Da habe ich einen größeren Aufsatz geschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn wir dieses Bild haben, dann kann man eigentlich nicht wissen, ist das linke Wurzel und das rechte Strauch, wir sehen da die Primärwurzel noch mit dran, es ist also ein Wurzelbild, das man machen kann, wenn man einen Samen zum Keimen bringt und nicht an einer senkrechten, sondern einer schrägen Glasscheibe oben in die Erde tut, dann muss die Wurzel, die ja senkrecht wachsen will, immer an der Glasscheibe entlang nach unten wachsen, sodass man, wenn man den Schutz wegtut, sehen kann, wie das Wurzelwachstum erfolgt. Und da haben wir eben wiederum, dies, was wir schon kennen, die gleichen Winkel dieser Seitenwurzeln und in der Mitte die Zentralwurzel und sehen aber, dass nach demselben Prinzip letzten Endes die Büsche oder die Bäume gebildet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holz ist das Salz der Bäume 00:44:16 ===&lt;br /&gt;
Und hier in einem kalifornischen Wald, wo es jetzt so furchtbar gebrannt hat, da sind die Bäume durch die Trockenheit, die jetzt jahrelang herrschte, verdorrt, gestorben. Wir haben eine Parklandschaft vor uns mit lauter toten Bäumen. Das heißt, diese Bäume bleiben, solange sie nicht von irgendwelchen Tieren durchbohrt werden, stehen über Jahre, über Jahre. Auf dem Boden verfaulen sie schneller, in der Luft bleiben sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lebendige Wachstum einer Pflanze, die aus dem Samen die Wurzel bildet, dann die Keimpflanze entfaltet, die schließlich blüht und fruchtet oder im nächsten Jahr Seitenzweige bildet und wieder und wieder und wieder und ein Baum wird, bildet nach innen hin die Kristallsubstanz und nach außen hin das Lebendige, das die Kristallsubstanz ermöglicht. Und die Kristallsubstanz nennen wir in diesem Falle Holz. Holz ist Salz der Bäume. Und wenn wir diese Formel verwenden, das Holz der Bäume ist Salz oder das Salz der Bäume ist Holz, dann sind wir in der Beweglichkeit des Salzbegriffes drin, den wir brauchen, um einen genügend vertieften Salzbegriff zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und alles, was ich jetzt im Laufe des Abends gesagt habe, fügt sich ja so in eine Reihe herein, die sozusagen immer transparenter wird im Hinblick auf das Salzprinzip, das uns in der Natur entgegentritt und das dann vom Maler auch gemalt werden kann. Da ist dann unten noch ein verlassener Friedhof, das verstärkt das Bild dann nochmal, Caspar David Friedrich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Skelett und Panzer: Die Versalzung im Tierreich 00:46:26 ===&lt;br /&gt;
Diese Versalzungstendenz haben wir auch in den tierischen Lebewesen, in den lebendig sie bewegenden, sinnestragenden Lebewesen bis zum Menschen hin. Und da geht, was ich vorhin angedeutet habe, was übrig bleibt, wenn man das Tier in Natronlauge getaucht hat, das ist dann dasjenige, was uns als Skelett entgegentritt: Phosphorsaurer Kalk, mineralisiert. Ein echtes Mineral, phosphorsaurer Kalk, aber gestaltet aus einem organisch lebendigen Wesen heraus, in diesem Falle hier bei den Bildern bei einem Menschen, der eine entsprechende Gestalt entwickelt, über die wir bei anderer Gelegenheit dann auch noch vergleichend sprechen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sodass wir bei den Bäumen innen das Holz, bei den Tieren innen das Skelett, bei den kleinen Tieren außen den Panzer haben, der aber immer wieder gesprengt werden muss. Und wenn Sie einen Schrank wegrücken, den Sie lange nicht wegrückt haben, finden Sie dahinter eine ganze Reihe Spinnenskelette. Haben Sie mal gesehen, wie eine Spinne sich häutet? Sieht man leider sehr selten. Aber so eine Weberspinne mit ihren langen Beinen, die zieht ihre Beine aus der Hülle heraus, bis alle acht Beine draußen sind und dann sprengt sie den Körper in der Mitte auf und das Ganze fällt ab. Das Außenskelett trägt das Insekt und das Knochengerüst trägt das höhere Tier. Das Wirbeltier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Salz-Prinzip im Häuserbau 00:48:32 ===&lt;br /&gt;
Jetzt ist es um acht. Ich füge jetzt noch was hinzu. Erst nochmal zwei kleine Bilder. Das ist das Salzprinzip im Häuserbau [Bild einer Ziegelwand]. Ein Steine wie der andere, mit den verschiedenen Möglichkeiten, wie man sie übereinander lagert. Da gibt es ja reiche Anschauungsmaterialien von Häusern, die vor 100 Jahren gebaut worden sind, diesen roten Klinkern. Und wenn man das ins Große nimmt, so wohnt man in China. Ist das nicht furchtbar? Kinder, die irgendwo da oben in so einem Stockwerk leben, heranwachsen in diesen unendlichen Kästen. Draußen zum Schmucken paar Bäume gepflanzt, betreten verboten, Hunde nicht erlaubt, sonst hätte man da meterdicke Hunde, Mist auf diesen Plätzen. Eins wie das andere. Plattenbauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist der Apparat noch an? Aber Ihr Apparat ist an, ne? Gut. Dann muss ich versuchen, jetzt so laut zu sprechen, dass Sie mich hören können. Ich mache jetzt eine Hörprobe. Wenn ich jetzt so spreche, wie jetzt spreche, können Sie mich dann verstehen? Ich danke für Ihr Nicken. Und die vorne sitzenden Schwerhörigen, können Sie mich hören? Oder auch verstehen? Gut. Dann machen wir unbefangen weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Analyse einer Beuys-Zeichnung 00:50:28 ===&lt;br /&gt;
Also gehe ich jetzt auf etwas anderes ein. Ich habe hier eine Zeichnung von Joseph Beuys, die er mir 1974 einmal auf meine Bitte hin gemacht hat. DIN A3 große Bleistiftzeichnung. Und ich nehme jetzt diese Zeichnung, um im Hinblick auf den Salzbegriff noch einen Schritt weiter zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie finden hier, in dieser Zeichnung oben links, ein Kubus als Zeichen des Nichtlebendigen, des Toten. Der Kubus als Repräsentant des Anorganisch-Kristallinen, der Tod. Rechts daneben, Pflanze, Tier, Mensch. Also die Evolution, die da ausgeht, vom Anorganischen mit seinem ungeheuren Reichtum, der die Stoffbasis bildet für dasjenige, was sich organisch dann Stufe um Stufe weiterentwickeln kann und in der Weiterentwicklung immer die Möglichkeit neuer Organisationsprinzipien mit sich bringt, dass nicht nur eine Pflanze, sondern auch ein Tier erscheinen kann und schließlich auch ein Mensch erscheinen kann in der Substanz, in der Materialität, in dem Salz, was sich stufenweise aufgebaut hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben ein zweites kubisches Gebilde, da ganz unten am Rand, sozusagen, wo die ganze Schwere die Substanz bis auf den tiefsten Punkt getrieben hat, in diesem kleinen Kubus. Neben dem steht ein Wort. Bei Beuys sollte es Anstalt heißen. Nein, doch, Anstalt. Es könnte aber auch Ausfall heißen. Wenn Sie es als Ausfall lesen, dann wäre es aus dem Flüssigen dasjenige herausgefallen, was wir oben bei diesem Ersten haben, wo aus dem Flüssigen das Tote herauskristallisiert ist. Anstalt. Anstalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Anstalten, wo die Weltanschauungsbilder der heranwachsenden Jugend zu Salzkristallen geformt werden, die möglichst nicht mehr auflösbar sind. Da werden wir, wie von den Kirchen früher, heute in den Schulen, materialistisch indoktriniert. Die Religion der Moderne ist der Materialismus. Das ist eine echte Religion, die eben als Materialität ihre Göttlichkeit verehrt und dasjenige, was jetzt als Bildungsanstalt möglich wird, ist, dass man eben in unendlicher Reproduktion das Ganze druckt und unter die Menschheit verbreitet. Heutzutage geschieht das dann elektronisch, digital.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir haben ein Drittes. Ah, nochmal diese herausgehoben und sehen jetzt hier etwas, was für diese Zeichnung wichtig ist. Das ist der unterste Teil der Zeichnung unten rechts. Sehen Sie? Sulfur-Mercurius-Sal. Saturn-Sonne-Mond. Da hat Beuys seine Zeichnung, seine Grundzeichnung des Plastischen hingezeichnet, wo es aus einem chaotischen Wärmezustand langsam in eine Abkühlung übergeht, die schließlich auskristallisiert. In der Anstalt und überall, wo Anstalten sind, ob das in Klöstern ist oder in Schulen oder in Bürostuben, in Gerichtssälen, überall geht etwas aus dem lebendig-beweglichen in eine bestimmte Form über, die tradierbar ist. Eine Form, die tradierbar ist, ist die Basis jeglicher Anstalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt habe ich hier nochmal das ganze untere Teil herausgehoben, das in der Mitte jetzt den dritten Kristall hat. Und wenn wir diesen dritten Kristall anschauen, dann haben wir unten gehabt Sulfur-Mercur-Sal als ein Gestaltungsprozess, haben ganz oben gehabt Stein-Pflanze-Tier-Mensch und haben hier unten jetzt das mythische Zeitalter, in der sich die Menschheit entwickelt hat, bis zu Plato und Aristoteles hin, dann das Zeitalter der Philosophie, die Bildung des Materialismus bei Newton und Kant, Helmholtz, des Sozialismus bei Marx, auf diesen Punkt hin hat Beuys diesen Kubus gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist sozusagen der Höhepunkt der Konsolidierung in sich selbst. Aus der Vielheit der Menschheit kristallisiert sich langsam im kulturhistorischen Prozess das Einzel-Ich heraus, das in seiner Egoität wiederum Willens ist, Stoff zu sammeln, Reichtümer zu sammeln, reich zu werden. Wir hören ja einmal in der Woche oder zweimal immer in den Nachrichten die Lottozahlen. Da sitzen Millionen Leute am Hörer, ob sie die richtigen Zahlen haben, um jetzt doch die Milliarde in Amerika oder sogar in Europa gewonnen zu haben. Also diese Neigung ist sehr groß und ich fände es auch nicht schlecht, wenn man ab und zu mal sowas bekäme, um es dann verteilen zu können, wo es sinnvoll ist. Also die Bildung, die Fülle der Bildung auf den Einzelnen hin, das einzelne Menschenexemplar, das sich von allen anderen unterscheidet, aber mit sich selbst identisch bleibt, mit sich selbst identisch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kommt der Kreuzungspunkt, wo die Linien durcheinander laufen und über diesen Kreuzungspunkt schreibt Beuys Christus und Kreuz, wie schon hier einmal, Kreuz und Christus, der Zeit vor oder nach Platon. Das Christusprinzip als Ich-Prinzip. Beuys macht es in dieser Weise, dass er auf die rechte Seite das Kreuz setzt, das nun ausschlägt und hier in diesem Falle fünf Blütengebilde, also das Rosenkreuz, bildet. Das Rosenkreuz, das Rosenkreuzertum, das moderne Rosenkreuzertum als die Möglichkeit, den historischen Materialismus zu überwinden, zu überwinden im Sinne einer Ergänzung, nicht der Auslöschung, sondern Ergänzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie es Mineralien, Pflanzen, Tiere und Menschen gibt, so muss es neben dem Materialismus eben auch Religion geben, in der das Ich ein heiliges Wesen ist. Und Rudolf Steiner macht nun ja, das kennen Sie vielleicht kühnerweise, dieses, dass er in die kleine Kuppel des ersten Goetheanum ein Bild hereinmalt, wo eine Menschengestalt auftritt, die nach rechts schaut, also dorthin, wo bei Beuys die Linien auf dem Punkt zusammenliefen, ehe es dann weitergeht. Und diese Gestalt hat etwas in der Hand, was ich jetzt hier markiert habe. Es ist ein Buch und dieses Buch beschreibt oder hat zum Inhalt die Geschichte des Ich. Die Geschichte der Menschwerdung auf die Ich-Persönlichkeit hin. Und so wie wir bei Beuys an dieser Stelle Christus ganz oben drüber stehen haben, von dem aus die Zukunft begonnen werden kann und schauen Sie mal, wie exakt hier die Linien sich alle wirklich in einem Punkt treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Salz ist bei der Taufe „der Seele allbewahrende Macht“ 01:00:05 ===&lt;br /&gt;
So beschreibt Rudolf Steiner, wie die höchste Form der Ichheit sich im Laufe der Sprachentwicklung des Mittelalters zu der Form hinbildet, dass wir nicht Ego sagen und nicht I sagen, sondern Ich sagen. Und Ich hat die beiden Anfangsbuchstaben des Namens Jesus Christi in sich. ICH. Jesus Christus. Das ist der Punkt sozusagen, von dem aus die Verfestigung, die Identifizierung des Menschen mit sich selbst gleichsam umschlagen kann, in eine neue Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir hatten letztendlich den Vortrag von dem Professor aus Udine, wie hieß er noch? Ja, der darauf aufmerksam machte, wie Rudolf Steiner in seinem fragmentgebliebenen Buch „Anthroposophie“ einen Sinn einführt, den es bis dahin nicht gab. Sprechen, oder Hören, Sprechen, Denken, Ichen. Das Ich wird nicht der Gegenstand der Selbstbespiegelung, der Selbstbetrachtung, der Akkumulation von Reichtum innerlich oder äußerlich, sondern das Ich wird offen dafür, in jedem Anderen, der um uns ist, das Ich wahrzunehmen. &#039;&#039;„Wenn ich Gott erblicke, überall, in Vater und Mutter, in allen Leben Menschen, in Stein und Blume, in Baum und Stein, gibt Furcht mir nichts.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also tatsächlich dieser Punkt, wo jetzt das Ich anfängt, eine Fähigkeit zu werden, Wahrnehmungsorgan zu sein für das Ich im Anderen. Das heißt, wenn wir versuchen, eine Wesensbegegnung mit etwas typisch Anderem herbeizuführen, sei es ein bestimmter Baum, dem wir uns einmal wirklich zuwenden, sei es ein Mensch, dem wir uns wirklich zuwenden, sei es eine Blume, der wir uns zuwenden, oder dem Fixsternhimmel, es ist die Möglichkeit, völlig selbstlos, aber nicht ichlos, völlig selbstlos zu suchen, das Wesen des Anderen, was sich mir in irgendeiner Form zeigt. Und von den Formen, die ich wahrnehme, von dem Seinshaften, das ich wahrnehme, versuche ich, die Struktur wahrzunehmen, versuche ich, die Qualitäten wahrzunehmen, versuche ich, den Zusammenhang der Qualitäten zu erfassen, und im Zusammenhang der Qualitäten entsteht schließlich das, was wir mit Goethe Gestalt nennen. Und es ist für mich als Botaniker ein tragischer Moment gewesen, als vor einigen Jahren in dem deutschen klassischen Lehrbuch der Botanik der erste Teil, der 35 Auflagen lang „Morphologie“ hieß. Ohne Änderung des Inhalts die Überschrift bekam Strukturen. Aber da haben sie genau das vor sich, die Gestalt verschwindet, die Struktur bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber schon wenn ich das vorhin andeutete, wie aus Natrium und Chlor Kochsalz entstehen kann, wie aus H und O, aus Wasserstoff und Sauerstoff Wasser entstehen kann, ganz einfache Wundergebilde, so wird in der Fülle der aneinander, miteinander gestaltenden Strukturen die Gestalt sichtbar. Und die ist prinzipiell übersinnlicher Natur. Und wenn wir eine Pflanze sehen, sagt unser lieber Dr. Rudolf Steiner, dann haben wir eine Imagination. Eine Pflanze kann man physisch nur strukturell sehen. Schaut man sie aber sozusagen idealistisch an, dann hat man die Gestalt vor sich, die Morphe und kann entsprechend Gestaltkunde, Bildung und Umbildung organischer Naturen studieren und dann auch weitergeben. Morphologie, ein Begriff, den Goethe gestiftet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir gingen also aus vom Salz als Kochsalz, wir gingen über zu den Mineralien, versuchten bestimmte Grundeigenschaften des Mineralisierens, des Bleibens, des Sich-Bewahrens herauszuarbeiten und sind jetzt zum Schluss darauf gekommen, wie der Mensch, der sich in der Erde inkarniert, an den Punkt kommt, wo er im Stoff ein geistiges Wesen ist und in jedem anderen, was außen ist, das Geistige sucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und an dieser Stelle will ich doch aufmerksam machen auf die Taufe der Christengemeinschaft, wo wir ein geistiges Wesen empfangen in der Erdengemeinschaft und führen wollen in die Gemeinde des Christus Jesus. Und da wird von Wasser, Salz und Asche gesprochen und beim Salz heißt es, dies sei nicht gemeines Salz, es sei der Seele allbewahrende Macht. Es sei der Seele allbewahrende Macht. Da merken Sie, wie in dieser unglaublichen Abkürzung die Qualität des Sal-Prinzips angesprochen wird. Ich taufe Dich mit dem Salz allbewahrender Weltenmächte. Allbewahrender Weltenmächte. So lebe in der Gemeinde des Christus Jesus durch des Vaters Weltensubstanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da haben wir jetzt vom Stofflichen bis zum Höchsten Geistigen hin, vom Salz bis zur Vatergöttlichkeit - die aber eine vorangehende ist und nicht eine mit sich identisch bleibende. Gleichzeitig aber Daseinsgrund - einen Weg beschritten, der, wenn wir ihn auf unsere Weltanschauung ausweiten, dazu führen muss, dass die Ausbeutung der Welt aufhört. Dass wir so mit dem, was Welt ist, umgehen, dass wir wirklich, wie in den alten Zeiten, alles, was wir gebrauchen, als ein Opfer der geistigen Welt für uns und unsere Entwicklung Inkarnationen betrachten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schlussbetrachtung 01:08:15 ===&lt;br /&gt;
Ja, so weit vielleicht, liebe Freunde. Und damit schließen wir unsere Betrachtung ab. Hier kommt dem Ich-Menschen von der Zukunft sein Genius entgegen und befruchtet das Gewordene, dass es sich verlebendigt und Ichlichkeit entwickelt. Ach, das lasse ich jetzt weg, die Fettecke von Joseph Beuys. Man muss nicht alles machen. Ich danke Ihnen für Ihre Geduld und vielleicht sehen wir uns wieder bei einem nächsten alchemistischen Treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Benesch, Friedrich: Über den Turmalin - Eine Monographie, Verlag Urachhaus, ISBN-13978-3878386506&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Vortrag]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<id>https://anthro.world/index.php?title=SALZ_-_Stoff,_Prozess,_Wesen_-_ein_Vortrag_von_Volker_Harlan,_2025&amp;diff=33074</id>
		<title>SALZ - Stoff, Prozess, Wesen - ein Vortrag von Volker Harlan, 2025</title>
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		<updated>2026-10-20T09:07:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: /* Die Beuys-Zeichnung: Kubus, Anstalt, Christus 00:50:28 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Volker Harlan 2 2025-2-12.jpg|link=https://www.youtube.com/watch?v=WnoASKgrc1k|thumb|SALZ - Vortrag vom 12. Februar 2025 von [[Volker Harlan]]. [https://www.youtube.com/watch?v=WnoASKgrc1k Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Transkript vom 12. Februar 2025 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., Oktober 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„SALZ - Stoff, Prozess, Wesen“ - Ein Vortrag von Prof. Dr. Volker Harlan im Chor Forum Essen [Goetheanistisch-Antroposophische- Vortragsinitiative] vom 12. Februar 2025. Veranstalter: Frau Marg und Ulrich Roehm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrüßung durch den Veranstalter Ulrich Roehm 00:00:15 ===&lt;br /&gt;
Ulrich Roehm: Ich bekomme gerade den Auftrag, lieber Herr Harlan, für unseren Film, ihn ganz herzlich noch einmal offiziell zu begrüßen und Sie alle auch, liebe verehrte Anwesende, willkommen zu heißen und eben noch einmal auf das ganz besondere Salz dieses Abends zählen. [Applaus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nur ein Etwas, das wir als Gegenüber erleben können, können wir als Wesen erfahren 00:00:43 ===&lt;br /&gt;
Ja, verehrte liebe Freunde einer goetheanistisch-anthroposophischen Arbeit! Es ist ja schon ein sehr ungewöhnliches Hauptthema, Salz - einfach Salz- hinzuschreiben. Deswegen habe ich noch eine Unterschrift gemacht: Stoff - Prozess - Wesen, damit wir dasjenige, was wir normal als Salz mit einer schnellen Begrifflichkeit fassen, so vertiefen können, dass es von unserem Alltagsbewusstsein über das goetheanistische bis zum anthroposophischen hin reicht. Wir wollen sehen, wie weit wir damit kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welterkenntnis ist heutzutage im Grunde unverändert gegenüber diesem Satz, der vor schon fast 300 Jahren geschrieben worden ist von Hobbes im Leviathan: „&#039;&#039;Eine Sache erkennen heißt, sich vorstellen können, was man mit ihr machen kann, wenn man sie hat.&#039;&#039;” Das nennt man philosophisch „&#039;&#039;Utilitarismus”&#039;&#039;, also die Nützlichkeitsphilosophie. Unter diesem Gesichtspunkt gibt es überhaupt kein Wesen. Unter diesem Gesichtspunkt ist alles, was wir wahrnehmen, Stoff. Und mit dem Stoff kann man machen, was man will. Alles wird zum Material für etwas, ganz gleich, worum es sich handelt, ob es Menschen sind, die angestellt werden, in Arbeitslöcher gesteckt werden, in solche Gruben zum Beispiel, oder ob es Getreide ist, mit dem man handelt oder Sonnenblumenöl. Es ist immer derselbe Gesichtspunkt: Was kann man machen, wenn wir es haben? Zum Geld verdienen! Und man sieht an den Persönlichkeiten, die heutzutage über 250 Milliarden ihr persönliches Eigentum nennen, dass das funktioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und gleichzeitig ist eigentlich allen bewusst, dass es so nicht weitergehen darf. Und wir hören jetzt ja in der Vorwahlzeit eigentlich fast nichts mehr über die Problematik, sondern man spricht über Migration. Das heißt, wir wollen keine Fremden. Ab wann ist man fremd? Wenn man Ossi ist, ist man fremd? Ich bin Ossi, ich bin fremd. Wenn man Pole ist, dann ist man neuerdings Mitteleuropäer, früher war man Osteuropäer. Also die Dinge bewegen sich in einem Bereich, der nicht erkenntnisfördernd ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und was wir jetzt machen wollen, ist eben an einem ganz einfachen Beispiel schauen, wie es möglich ist, dasjenige, was uns in der Welt begegnet, zum Gegenüber zu machen. Und nur ein Etwas, was wir als Gegenüber erleben können, können wir als Wesen erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprüche, die uns das Gegenüber zur Aufgabe machen 00:04:18 ===&lt;br /&gt;
Wir haben eine Reihe von Sprüchen aus der Geschichte, die diese andere Seite entweder von vornherein voraussetzen oder zur Aufgabe machen. Im &#039;&#039;Thomas-Evangelium&#039;&#039;, das wohl so etwa um 180 nach Christi Tod geschrieben worden ist, heißt es im Logos 77: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Jesus sprach, ich bin das Licht, das über Ihnen allen ist. Ich bin das All. Das All ist aus mir hervorgegangen und das All ist zu mir zurückgekehrt. Spaltet ein Stück Holz und ich bin da. Hebt einen Stein und ihr findet mich dort.”&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Eine ungewöhnliche Aussage. Spaltet das Holz und ich bin da! Bei &#039;&#039;Novalis&#039;&#039; heißt es unter anderem: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„W&#039;&#039;o bleibst du Trost der ganzen Welt?”&#039;&#039; [Und dann] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In kühlen Strömen send ihn her,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In Feuerflammen lodre er,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In Luft und Öl, in Klang und Tau&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Durchdring er unsrer Erde Bau.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Er ist der Stern, er ist die Sonn,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Er ist des ewgen Lebens Bronn,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aus Kraut und Stein und Meer und Licht&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Schimmert sein kindlich Angesicht.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Das ist also 200 Jahre her, dass das geschrieben wurde. Und nehmen wir jetzt eines, was nur 100 Jahre alt ist:&amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Vom Kopf bis zum Fuß bin ich Gottes Bild.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Vom Herzen bis in die Hände fühle ich Gottes Hauch.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Spreche ich mit dem Mund, folge ich Gottes Willen.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wenn ich Gott erblick überall, in Mutter, Vater, in allen lieben Menschen.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In Tier und Blume, in Baum und Stein.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Also in Tier und Blume, in Baum und Salz&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gibt Furcht mir nichts.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nur Liebe zu allem, was um mich ist.“&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Mit diesen Worten werden unsere Kinder in den Waldorfschulen aufwachsen. Das ist also von vornherein für die Kinder, die ja gerade in der Zeit vor dem sogenannten „Rubikon”, also in den ersten drei Klassen, ein ganz unmittelbares Verhältnis zur Welt haben, dass es gar nicht als Objekt erlebt, sondern die Welt ist subjektgenau, wenn man selber Subjekt ist. Und dieses Subjekt durchdringt sich nun mit den entsprechenden Gedanken und spricht eben „&#039;&#039;Vom Kopf bis zum Fuß bin ich Gottes Bild”&#039;&#039;. Und in Baum und Wolke, in Tier und Stein und so weiter und so weiter … in allem, was um mich ist, spüre ich Gottes Hauch, fühle ich seine Nähe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist natürlich ein sehr, sehr diffuser oder allgemeiner Gottesbegriff. Also man würde heute dann vielleicht eher sagen: Das Göttliche. Und das käme auch dem entgegen, was den meisten unserer Gegenwartsmenschen heute als Religion übrig bleibt. Eine Gottesvorstellung wird eigentlich heutzutage nicht mehr ausgebildet. Auch diejenigen, die in ihrer gesamten Weltanschauung und Denkungsart Materialisten sind - wobei das jetzt nichts Negatives ist, sondern eine bestimmte Art von Weltbetrachtung - fühlen doch meistens, dass es etwas Göttliches, etwas ganz anderes gibt. Und dieses ganz andere ist eben sehr undifferenziert, weil wir es nicht unmittelbar wahrnehmen können. Wir können uns aber an das Andere heranbewegen und in der Heranbewegung versuchen, ihm so weit entgegenzukommen, dass es mehr und mehr spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Salz ist alles, was auskristallisieren kann. Beispiele verschiedener Kristalle 00:09:00 ===&lt;br /&gt;
Ich habe jetzt eine Reihe von Bildern zusammengestellt. Hier ein erstes, wo Sie sehen, wie groß der Mensch ist, der da unten als Schattenbild steht, und wie groß im Verhältnis dazu die Kristalle, also die Salze sind - in diesem Fall Gipskristalle - die da in einer Kluft in der Tiefe der Erde in Mexiko in einer Mine gefunden worden sind. Mit einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit, etwa 95 Prozent, und Temperaturen, die fast ebenso hoch sind. Und diese Kluft ist verschlossen worden, weil wenn jetzt kühle Luft reinkäme, dann würden die zerfallen, die Kristalle. So können sie erhalten bleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist tief in der Erde, in den Klüften Salzbildung. Und Salz nennen wir jetzt im erweiterten Sinne zunächst einmal alles das, was auskristallisieren kann. Das kann ja sehr verschiedenes sein. Hier ist ein kleiner Zepterkristall abgebildet. Der ist nun in Wirklichkeit nicht größer als so [zeigt wenige mm zwischen Daumen und Zeigefinger]. Im Foto kann man das ja alles wunderbar verändern. Und ruft dieses andere hier zum Erstaunen vor, dass es solche gewaltigen Kristalle gibt, so ist bei diesen Bildern hier das Erstaunliche die Präzision der Form. Das absolut Akkurate der Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist ein kleiner Herkimer-Diamant. Dieser ist etwa so groß, also zwei Zentimeter in der Länge. Den gibt es im Staate New York zu finden. Kleine doppelendige Bergkristalle mit einer so unglaublichen Klarheit, dass sie eben wie Diamanten, wie Diamonds, entsprechend genannt und betrachtet werden. Das ist ein leider etwas verwischtes, aber doch ein Foto, nun von einem Salzkristall. Und an diesem Salzkristall wird schon deutlich, an diesem Bild, dass es sich, wenn er rein erscheinen kann, um eine kubische Gestaltung handelt. Ein Kubus, der sechs Seiten hat, die alle gleich groß sind und alle exakt im 90-Grad-Winkel aufeinander stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pyrit, Salz und Zucker in ihrer Kristallerscheinung 00:11:49 ===&lt;br /&gt;
Wie kommt es zu solchem Salz? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir alle Meere, die unsere Erde haben, eintrocknen lassen würden, dann würde die ganze Erde, oder jedenfalls die Ozeane, bedeckt mit einer Schicht von 61 Meter Salz. Obwohl die Meere nur 3,5 Prozent Salz enthalten oder Salziges enthalten, sieht man an dieser Zahl 61 Meter über die ganze Erde hin verbreitet, wie viel Salz da in dem Wasser gelöst ist. Und wenn das Wasser in eine Situation kommt, dass es austrocknen kann oder austrocknen muss, dann fängt es an, das Salz zu entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir sehen hier an einem Zipfel des Toten Meeres, wie da durch Dämme abgeteilt einzelne Abteilungen entstehen, deren Wasser langsam austrocknet in der Hitze. Die Umgebung des Toten Meeres hat eine Jahresdurchschnittstemperatur von 19 Grad. Es ist also im Sommer sehr warm, aber auch im Winter nicht kalt. Und dann kristallisiert sich überall diese Substanz aus, die jetzt eben entsprechend, wie wenn wir Salz aus dem Salzfass nehmen, weiß erscheint. Je kleiner die Kristalle, umso reiner die Weißerscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist ein Bild aus den Persischen Salzwüsten. Das sind die wüstesten Wüsten, die es auf der Erde gibt. Da kommt kein Kamel durch. Riesige Flächen, in denen so viel Salz ausgetrocknet, auskristallisiert ist, und zwar immer wieder auch, indem diese Flächen wieder überschwemmt werden, neues Salz mit sich bringen, das trocknet aus, dann wieder weitere. Und dann entsteht diese eigentümliche Wabenstruktur, die wir auch in den Säulen des Basalt vor uns haben. Und die ganze riesige Fläche, völlig horizontal, eine Seenfläche, ist Salzkruste. Je nachdem, wo das Ganze dann ist und auf welche Weise man sich dieses Salzes dann bedient, wird es zusammengeschabt zum Austrocknen und danach herabtransportiert, je nachdem, wofür man es braucht, als Speisesalz oder zum Streuen bei Winterglätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist eine kleine Salzkonkretion, die ist in der Größe so eine Handspanne groß, die es hier entsprechend herausvergrößert, wo man sieht auch wiederum: Alles voll von Salzkristallen, die miteinander verwachsen sind, aneinanderstoßen und hier einen weißlichen Charakter haben. Diese Salzstufe ist aus einem polnischen Bergwerk, das leider abgesoffen ist, sodass es heutzutage überhaupt keine Salzkristalle angeboten gibt in den Mineraliengeschäften beziehungsweise bei Ebay oder bei anderen entsprechenden Plattformen. Und hier sehen Sie jetzt nicht ein Einzelkristall, sondern ein zusammengewachsenes, ein sich herausgebildet habendes, was im Ganzen überall diese unglaubliche Klarheit der Winkel zeigt und jedoch nahezu glatten Oberflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man es jetzt hier anschauen könnte - ich wollte es nicht mitbringen, weil es so schwer ist - könnte man sehen, dass man bis zum Grund durchschauen könnte. Es ist, wenn es gut geht, vollkommen durchsichtig. Bei diesem Salzkristall hier kann man das einigermaßen sehen, dass er durchsichtig ist. Hier gehen die Ecken herunter und entsprechend kann man durchschauen auf den dunklen Boden. Ein Kubus. Der nun in seiner Kristallinität nicht nur total exakt ist, wie der vorangegangene, sondern auch wiederum eine bewegte Oberfläche hat. Und diese bewegliche Oberfläche, die nicht so ist, wie wir das beim Pyrit sehen, wo jetzt hier in Navajún in Spanien aus dem Steinbruch diese Platte herausgebrochen ist, die ist jetzt nicht natürliche Größe, sie ist natürlich kleiner. Aber da sind tatsächlich so große Pyrit-Kristalle drin, die einzeln genommen eben eine unglaubliche Exaktheit haben. Das ist zu Eisen und Schwefel verbunden als Kristall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So glatt sind die Oberflächen von Salz nicht. Salz ist da beweglicher, aber es ist ganz durchsichtig, wie der Herkimer-Diamant. Aber in dieser Oberfläche, wie gesagt, beweglich, das heißt, es hat sozusagen eine Affinität zum Außen. Und wenn man es in Wasser legt, dann löst sich es auch langsam auf. Während der Pyrit, wenn man ihn ins Wasser tut, bleibt, wie er ist. Also Sie können getrost versuchen, Ihren Kaffee mit Pyrit zu süßen, es wird Ihnen nicht gelingen. Pyritisierter Kaffee. Aber wenn Sie Salz reintun, ruft das besonders, wenn es derjenige, der es trinken soll, nicht weiß, einen erstaunlichen Effekt hervor. Bei Tee kann man das übrigens genauso machen. Auf Jugendtagungen wird dieser Jux natürlich immer mal ausprobiert, dass man Zucker und Salz in eine Tasse tut, ehe man den Tee reinschüttet. Es löst sich vollkommen auf. Es ist dem Blick entschwunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was mag das sein? [Neues Bild] Was mögen diese Kristalle sein? Zucker. Zucker. Und Sie können diesen Zucker sogar kaufen. Es gibt bei dieser Firma „Langen” eine bestimmte Sorte von Kandiszucker, wo noch so große Kandisstücke drin sind. Leider, wenn man die kauft, die sind dann gleich so ein halbes Kilo, sind die durch die Verarbeitung, durch die Abfüllung usw. so aneinander gerieben, dass die Oberflächen alle weißlich geworden sind, weil es abgestoßen ist und die Kanten gebrochen. Bei diesem hier haben wir aber deutlich vor uns, wie auch Zucker, also eine organische Substanz, vollständig als Kristall erscheinen kann. Kristallsalz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was Salz kann: Geschmack und Konservierung 00:20:02 ===&lt;br /&gt;
Gehen wir nochmal zurück zum Salz. Und fragen wir uns jetzt ab, was wir über den Stoff einfach so äußerlich schon wissen können. Also er hat eine Form, die außerordentlich ist, dieses reine kubische, die Gestalt von diesen sechs gleichen Flächen, die aufeinanderstoßen und die sechs Raumesrichtungen oder die drei Raumesrichtungen abbilden. Wobei man eben, so wie wir Menschen rechts und links, vorne und hinten, oben und unten unterscheiden können, wenn auch jeweils in derselben Achse, doch empfinden kann, wie so ein kubisches Wesen, wie von zwei Seiten her, beziehungsweise von sechs Seiten her, aufeinander zugänglich sich gestaltet haben, sodass diese Kristallisationsgestalt in ihrer wunderschönen Form für uns erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem wissen wir, dass Salz eben als Kristall eine gewisse Härte hat. Es ist nicht sehr hart, man kann es leicht zertrümmern. Und wenn man es zertrümmert, dann hat man immer wieder exakte rechte Winkel. Das ist ja auch nicht bei jedem Kristall. Wenn Sie ein Bergkristall mit einem Hammer bearbeiten, dann kriegen Sie den sogenannten muscheligen Bruch. Und beim Salz, auch bei dem Calcit, bricht er immer genau in der Winkelform, die wir auch an der Außenkante zunächst schon haben. Also ein durchsichtiges, festes, die Raumkoordinaten abbildendes oder vergegenwärtigendes Wesen, was uns da im Salz entgegentritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wofür kann man das Salz denn gebrauchen? Nun, wenn wir jetzt von dem, wie es heutzutage am meisten verwendet wird im Winter, von der Gefrierpunktserniedrigung absehen. Also wir streuen Salz auf Eis und das Eis wird flüssig. Das heißt, der Gefrierpunkt des Wassers wird auf 18 Grad Minus heruntergedrückt. Im täglichen Gebrauch ist das aber nicht der Fall. Das brauchen wir so nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wenn wir es verwenden, verwenden wir es ja immer in Speisen. Aber nie in Massen, sondern eine Prise Salz. Cum grano salis, eine Prise Salz. Und die Nudel schmeckt nach Nudel. Eine Prise Salz und die Kartoffel schmeckt nach Kartoffel. Ein Butterbrot ohne Salz ist fad. Aber mit Salz, wenn es genügend geringe Mengen sind, ist ein wunderbarer Schmaus. Was anderes braucht man dann gar nicht mehr? So verwenden wir Salz in unseren Gerichten, weil sie uns dann besser schmecken. Aber wir verwenden das Salz so, dass wir das Salz selber nicht schmecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir den Kaffee mit Salz haben, schmecken wir es sehr wohl. Wenn wir zu viel Salz in die Nudeln tun, natürlich auch. Dann haben wir den Salzgeschmack - bittersauer, süß, salzig - haben wir den Salzgeschmack, der sich über alles andere hinwegsetzt. Also mit Maßen genommen, dient es als Geschmacksverstärker. Das heißt, es hilft zu charakterisieren. Es hebt die typische Substanzqualität hervor im Geschmack. Geschmacksverstärker. Das Salz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben ja natürlich auch dieses noch, was es immer noch gibt. In der Zeit, bevor wir Kühlschränke hatten, hat man Fleisch und auch heute noch Fisch mit Salz dauerhaft eingelegt. Das ist ja ein Wunder. Man hat den Hering aus dem Meer gezogen, wirft ihn in ein Fass mit anderen zusammen, streut immer wieder Salz rein, jede Menge Salz und der Hering bleibt Hering. Man kann den einen Jahre in der Tonne haben, ihn dann rausnehmen, legt ihn dann in Wasser und wenn man ihn genügend lange in Wasser gelegt hat, hat das Wasser, das Salz, das in den Hering eingezogen war, wieder herausgenommen und der Hering schmeckt wieder nach Hering. Ist nicht verfault. Wenn wir den Hering drei Tage aufs Fensterbrett legen würden, würde er nicht mehr genießbar sein. Oh, das wäre die letzte Mahlzeit!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also die konservierende Fähigkeit, die gestaltbildende Fähigkeit, denn die Raum- und gestalterhaltende Fähigkeit, ja auch die geschmackserhaltende, gar verstärkende Fähigkeit des Salzes, gehört zu dem Typischen des Salzes hierzu. In Norwegen, wenn man da in irgendeiner Jahreszeit an den Inseln vorbeifährt, im Nordwesten, an den Lofoten, dann findet man überall auf diesen Hügeln Gestelle, an denen hängen Schellfische, so groß etwa, ausgenommen und trocknen an der Luft, beziehungsweise sind mit Salz gesalzen, so wie der Jäger möglicherweise, wenn er in einer Steppe wohnt, das abgezogene Fell des erlegten Tieres mit Salz einstreut, das auch da wiederum das Wasser herauszieht und das Fell zum Brett macht. Was aber dann nicht fault, sondern bleibt, wie es ist und irgendwann zum Gerber gebracht werden kann. Auch da also Konservierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Kristall bleibt immer er selbst, eben in der Gestalt, die im entsprechenden Winkel schon beim allerersten Kristallisationskeim gegeben wird 00:27:14 ===&lt;br /&gt;
Wenn wir, wie ich schon sagte, den Salzkristall schlagen, zerbricht er in immer dem gleichen Winkel. Wenn er wächst, wächst er immer mit dem gleichen Winkel, er verschiebt sich nicht. Er bleibt immer würfelig. Ein Bergkristall ist normalerweise eine Säule, die Säule kann aber sehr kurz sein, wie bei so einem Herkimer-Diamant, aber es ist charakteristisch kein Würfel, wie das Salz, das in Stücke geschlagen immer rechtwinklig bleibt. Es bleibt sozusagen der Form nach mit sich identisch. Es hat diese Eigentümlichkeit, klar, durchsichtig zu sein, die sehr distinkte Gestalt zu haben und diese Gestalt äußerlich und innerlich identisch zu haben. Es bleibt immer es selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das können wir sehr schön sehen, dass das überhaupt eine Eigenschaft, eine mögliche Eigenschaft von Mineralien ist, wie hier bei diesem angeschliffenen Bergkristall, ein sogenannter Phantomkristall. Das hat man manchmal, dass es Bergkristalle gibt, die außen eine weiße Schicht haben, also wie Salz, weißlich außen sind. Die muss man abschleifen, dann kann man ins Innere hereinschauen und sieht, wie im Inneren sich dieselbe Form immer wiederholt, kontinuierlich. Auch da besteht Identitätsbewahrung in dem Gestaltprozess. Keine Wandlung, keine Metamorphose, keine Verschiebungen. Immer bleibt es in der Gestalt, die im entsprechenden Winkel schon beim allerersten Kristallisationskeim gegeben wird. Der erste Kristallisationskeim, der sich bildet, hat die Form, die dann nur noch größer werden kann. Aber Wachstum kann man eigentlich nicht sagen, denn der Kristall hört auf zu wachsen, wenn er kein Futter mehr kriegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Größe, die Ausdehnung des Kristalls ist bestimmt von außen. Seine Form ist bestimmt von innen 00:29:47 ===&lt;br /&gt;
Wenn Sie ein Salzkristall züchten wollen, dann können Sie ja eine entsprechende Einrichtung treffen, indem Sie Salz im Wasser auflösen, einen Faden hereinhängen oder einen Stab reinstellen und dann verdunstet das Wasser und das Salz fängt an auszukristallisieren und wenn das Wasser alle ist, ist Schluss. Da kann nichts mehr werden. Gibt man mehr hinzu oder neues Wasser, wächst er weiter. Das heißt, seine Größe, seine Ausdehnung ist bestimmt von außen. Seine Form ist bestimmt von innen. Und immer hat er dieses offene Umweltverhältnis da, wo die Kristallisation beim Wachstum fortgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist am allerschönsten zu sehen bei einem Längsschnitt durch einen Turmalinkristall, der so ein Chamäleon ist, und da sieht man das besonders deutlich, in seiner Bildung in bestimmten Grundsubstanzen identisch bleibt, aber gerade durch die Ionen, die da drin sind, so große Löcher in seinem Kristall hat, dass es auch andere Substanzen aufnehmen kann. Und je nachdem, was die Kluft, in der sich eine Schmelze, eine wässrige Schmelze befindet, in der Tiefe der Erde hergibt, ist es mal mehr grün, mal mehr braun, mal mehr rötlich, je nachdem. Das ist also ein nicht idealisierter, aber aus einer von vielen möglichen, eine besonders schöne Gestalt aus dem Buch von &#039;&#039;Friedrich Benesch&#039;&#039; über den „Turmalin”. Das ist eine Zeichnung, ein Aquarell, kein Schnitt. Aber man sieht sehr deutlich dieses Prinzip der identischen Wiederholung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das man auch sehen kann, wenn das Wasser auf dünnen Flächen kristallisiert und sich die Eisblumen bilden. Da haben wir hier in der Mitte unten, die ist wiederum deutlich vor uns, wie jetzt hier da ein Winkel da ist, der sich ständig wiederholt. Hier sieht man es besonders deutlich. Immer die gleichen Winkel und auch am Ende der kleinen Teile immer die gleichen Winkel. Wurzelartig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jede Schneeflocke ist anders. Aber ihr Kristallisationsprinzip ist immer in hexagonaler Weise angelegt, bis hin zu Blütenbildern 00:32:29 ===&lt;br /&gt;
Und in der einzelnen Schneeflocke kann er unendliche Gestalten annehmen. Ja, jede Schneeflocke ist anders. Aber ihr Kristallisationsprinzip ist immer in dieser hexagonalen Weise angelegt. Bis hin zu Blütenbildern. Und insofern können wir sagen, wenn wir eine Blüte vor uns haben, auch da ist eine Kristallisationsform erschienen, die in ihrer Sechseitigkeit bei den einkeimblättigen Pflanzen etwas Monotones hat, wenn man es als solches ansieht, aber dadurch eben auch eine sehr präzise, eine bestimmte, eine vielleicht schöne Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kupfererz aus Namibia, das interessanterweise als Metall in die Lage kommen kann, Pflanzenstrukturen zu bilden und zu zeigen. Wenn Sie sich das im Einzelnen anschauen, den unteren Teil, dann sehen Sie, dass wie bei einem Moos ein Stängel da ist, mit kleinen, identisch großen Seitenblättern. Schaut man sich die Oberseite an, hat man eine unglaubliche, eine extreme Bildung, in dem am Ende des wachsenden Kristalls jeweils so ein Gebilde erscheint, was obendrauf nochmal ein kleines Hütchen haben kann, auch unten etwas schmaler ist als oben. Also es wächst und es bildet keine Blüten, aber Früchte. Eine organische Gestalt rein aus anorganischer Substanz. Ein Kupfererz. Kupfer-Descloizit wurde mir gesagt, ich habe es im Lexikon nirgendwo gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, und hier sind wir im Palmenhaus in Frankfurt. Das ist wie eine Glasarbeit, aber sind eben diese Eisblumen in ihrer wunderbaren Vielfalt hier sogar ins direkt gebogene Dynamische hereingehend. Also Kristallisation jetzt schon im erweiterten Sinne als formannehmend. Formannehmend ist eine klare Flüssigkeit, die völlig in sich identisch ist, für das Auge keine Differenzierung und die bei einem bestimmten Kältegrad oder bestimmten Sättigungsgrad anfängt in sich und aus sich heraus die Bilder zu gestalten, die jetzt nicht in dem Wasser verborgen waren, sondern die in den Substanzen verborgen waren, die in dem Wasser gelöst waren und bei bestimmten Voraussetzungen anfangen sich zusammenzuschließen zu Kristallen, zu Salzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salze im engeren Sinne sind Metalle und Säurereste, so wie Natrium-Chlorid. Und wenn wir jetzt gerade nochmal Natrium-Chlorid sagen, dann kann man sich auch da deutlich machen, dass das eigentlich ein ungeheurer Sprung ist von dem, was als Natrium und Chlorid im Wasser gelöst vorhanden ist, zu dem, was uns als Kochsalz entgegenkommt. Wenn Sie es ganz extrem denken wollen, dann nehmen Sie auf der einen Seite Natronlauge. Und wenn Sie in die Natronlauge, was soll ich jetzt sagen, ein Hühnerbein reinhalten - von einem toten Huhn. Wie man es macht in der Zoologie, wenn man Präparate herstellt, Knochenpräparate. Dann wird durch die Natronlauge das Fleisch vollständig aufgelöst. Es bleibt übrig der nackte Knochen. Und wenn Sie jetzt diesen Knochen in Salzsäure hereinlegen, verschwindet auch der Knochen. Und wenn Sie Natronlauge und Salzsäure im richtigen Verhältnis zusammengießen, entsteht Kochsalz und Wasser. Ist das nicht unglaublich? Wie da, je nachdem, in welcher Weise Stoff sich mit Stoff begegnet, etwas völlig Neues erscheint. Eine Emergenz, würde man heute sagen. Man hebt es in eine andere Erscheinungsstufe herein. Kochsalz. Und das gilt für jedes Mineral.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Mineral zur gestaltbildenden Kraft des Salzes 00:38:04 ===&lt;br /&gt;
Also, wir sind jetzt im Begriffe überzugehen, aus dem, was Salz als Mineral ist, zu dem hin, was Salz als gestaltbildende Kraft ist. Gestaltbildende, formende Kraft. Und steigen ein damit, dass wir sehen, dass wenn wir eine Keimpflanze haben, wie in der Mitte eine Gestaltanordnung sich bildet, wenn der Boden das hergibt - das ist nur eine Weile nachher, gibt der Boden das meistens nicht mehr her - dass wir eine Zentralachse haben, Primärwurzel und dann Seitenwurzel, ersten und zweiten Grades. Und die Seitenwurzeln gehen alle im selben Winkel aus der Primärwurzel heraus in die Umgebung. Und die Seitenwurzeln stehen eine über der anderen. Das kann man ganz schön sehen, wenn man eine Möhre hat, die lange feucht gelegen hat, dann fängt die an, Wurzelchen zu treiben. Und die liegen alle untereinander. Sehr schön kann man es auch beim Rettich sehen. Der hat dann oft sogar eine Falte und in der Falte sind die Seitenwurzeln. Natürlich nicht in dieser Schönheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sehen einerseits, dass sich jetzt im Organischen ein Gestaltprinzip zeigt, das wir bei den Phantomkristallen haben, wenn wir das Glück haben, einen Phantomkristall zu finden, der die innere Struktur sichtbar macht. Und auf der linken Seite zeigt sich, dass die Wurzel, hier eben eine Möhrenwurzel, auch in der Lage ist, Stoff anzulagern. Sodass, wenn jetzt der Herbst und der Winter kommt, das Kraut verwelkt bei den ganzen Rüben, aber auch bei den Staudenpflanzen, bei den Pfingstrosen oder bei Rittersporn oder was immer, im nächsten Jahr kommen sie wieder, woher? Aus der Wurzel. Die Wurzel bleibt mit sich identisch. Die Wurzel hat so viel Stoff aufgenommen, dass sie aus sich heraus sich klonen, wiederherstellen kann. Auch da erfolgt eine identische Reproduktion, ein Klon. Da gibt es keine Evolution, nur Wiederholung des schon vorhandenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das Formgliederungsprinzip und das Stoffsammlungsprinzip als etwas, was Salzcharakter ist, im übertragenen Sinne, was wir im Extremfall beim Turmalin sogar mit dieser Mittelsäule sehen können. Und wenn wir etwas - das ist etwas, woran ich anknüpfen könnte beim nächsten Mal - wenn wir die Tria Principia, auf die wir ja bei unseren Vorträgen immer wieder auch schon hingewiesen haben, die drei, das Sal-Prinzip, das Merkur-Prinzip und das Sulfur-Prinzip, übereinander als Bilder stellen, in der anorganischen Natur getrennt, Wurzel, Blatt und Blüte, bei der Pflanze, bei der organischen Natur vereint. Zwar in eigener Abteilung, aber im Ganzen in eigener Gestalt. Ohne das eine, ohne die Wurzel kann keine Pflanze gedeihen, ohne dass sie Blätter bildet, kann sie keine Stoffbildung vollziehen. Da sind also die Tria Principia jetzt vereint bei der Pflanze, die bei der Wurzel zunächst als Formgestalt und als Stoff-Akkumulation schon zu sehen waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, und sogar wenn wir ein Blatt anschauen, besonders auf der Rückseite, haben wir dieses, dass wir etwas haben, wie eine Primärwurzel und Seitenwurzeln. Wenn Sie darüber Näheres lesen wollen, dann lesen Sie Tycho-de-Brahe-Jahrbuch für Goetheanismus 2001, 2002 oder so. Da habe ich einen größeren Aufsatz geschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn wir dieses Bild haben, dann kann man eigentlich nicht wissen, ist das linke Wurzel und das rechte Strauch, wir sehen da die Primärwurzel noch mit dran, es ist also ein Wurzelbild, das man machen kann, wenn man einen Samen zum Keimen bringt und nicht an einer senkrechten, sondern einer schrägen Glasscheibe oben in die Erde tut, dann muss die Wurzel, die ja senkrecht wachsen will, immer an der Glasscheibe entlang nach unten wachsen, sodass man, wenn man den Schutz wegtut, sehen kann, wie das Wurzelwachstum erfolgt. Und da haben wir eben wiederum, dies, was wir schon kennen, die gleichen Winkel dieser Seitenwurzeln und in der Mitte die Zentralwurzel und sehen aber, dass nach demselben Prinzip letzten Endes die Büsche oder die Bäume gebildet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holz ist das Salz der Bäume 00:44:16 ===&lt;br /&gt;
Und hier in einem kalifornischen Wald, wo es jetzt so furchtbar gebrannt hat, da sind die Bäume durch die Trockenheit, die jetzt jahrelang herrschte, verdorrt, gestorben. Wir haben eine Parklandschaft vor uns mit lauter toten Bäumen. Das heißt, diese Bäume bleiben, solange sie nicht von irgendwelchen Tieren durchbohrt werden, stehen über Jahre, über Jahre. Auf dem Boden verfaulen sie schneller, in der Luft bleiben sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lebendige Wachstum einer Pflanze, die aus dem Samen die Wurzel bildet, dann die Keimpflanze entfaltet, die schließlich blüht und fruchtet oder im nächsten Jahr Seitenzweige bildet und wieder und wieder und wieder und ein Baum wird, bildet nach innen hin die Kristallsubstanz und nach außen hin das Lebendige, das die Kristallsubstanz ermöglicht. Und die Kristallsubstanz nennen wir in diesem Falle Holz. Holz ist Salz der Bäume. Und wenn wir diese Formel verwenden, das Holz der Bäume ist Salz oder das Salz der Bäume ist Holz, dann sind wir in der Beweglichkeit des Salzbegriffes drin, den wir brauchen, um einen genügend vertieften Salzbegriff zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und alles, was ich jetzt im Laufe des Abends gesagt habe, fügt sich ja so in eine Reihe herein, die sozusagen immer transparenter wird im Hinblick auf das Salzprinzip, das uns in der Natur entgegentritt und das dann vom Maler auch gemalt werden kann. Da ist dann unten noch ein verlassener Friedhof, das verstärkt das Bild dann nochmal, Caspar David Friedrich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Skelett und Panzer: Die Versalzung im Tierreich 00:46:26 ===&lt;br /&gt;
Diese Versalzungstendenz haben wir auch in den tierischen Lebewesen, in den lebendig sie bewegenden, sinnestragenden Lebewesen bis zum Menschen hin. Und da geht, was ich vorhin angedeutet habe, was übrig bleibt, wenn man das Tier in Natronlauge getaucht hat, das ist dann dasjenige, was uns als Skelett entgegentritt: Phosphorsaurer Kalk, mineralisiert. Ein echtes Mineral, phosphorsaurer Kalk, aber gestaltet aus einem organisch lebendigen Wesen heraus, in diesem Falle hier bei den Bildern bei einem Menschen, der eine entsprechende Gestalt entwickelt, über die wir bei anderer Gelegenheit dann auch noch vergleichend sprechen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sodass wir bei den Bäumen innen das Holz, bei den Tieren innen das Skelett, bei den kleinen Tieren außen den Panzer haben, der aber immer wieder gesprengt werden muss. Und wenn Sie einen Schrank wegrücken, den Sie lange nicht wegrückt haben, finden Sie dahinter eine ganze Reihe Spinnenskelette. Haben Sie mal gesehen, wie eine Spinne sich häutet? Sieht man leider sehr selten. Aber so eine Weberspinne mit ihren langen Beinen, die zieht ihre Beine aus der Hülle heraus, bis alle acht Beine draußen sind und dann sprengt sie den Körper in der Mitte auf und das Ganze fällt ab. Das Außenskelett trägt das Insekt und das Knochengerüst trägt das höhere Tier. Das Wirbeltier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Salz-Prinzip im Häuserbau 00:48:32 ===&lt;br /&gt;
Jetzt ist es um acht. Ich füge jetzt noch was hinzu. Erst nochmal zwei kleine Bilder. Das ist das Salzprinzip im Häuserbau [Bild einer Ziegelwand]. Ein Steine wie der andere, mit den verschiedenen Möglichkeiten, wie man sie übereinander lagert. Da gibt es ja reiche Anschauungsmaterialien von Häusern, die vor 100 Jahren gebaut worden sind, diesen roten Klinkern. Und wenn man das ins Große nimmt, so wohnt man in China. Ist das nicht furchtbar? Kinder, die irgendwo da oben in so einem Stockwerk leben, heranwachsen in diesen unendlichen Kästen. Draußen zum Schmucken paar Bäume gepflanzt, betreten verboten, Hunde nicht erlaubt, sonst hätte man da meterdicke Hunde, Mist auf diesen Plätzen. Eins wie das andere. Plattenbauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist der Apparat noch an? Aber Ihr Apparat ist an, ne? Gut. Dann muss ich versuchen, jetzt so laut zu sprechen, dass Sie mich hören können. Ich mache jetzt eine Hörprobe. Wenn ich jetzt so spreche, wie jetzt spreche, können Sie mich dann verstehen? Ich danke für Ihr Nicken. Und die vorne sitzenden Schwerhörigen, können Sie mich hören? Oder auch verstehen? Gut. Dann machen wir unbefangen weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Analyse einer Beuys-Zeichnung 00:50:28 ===&lt;br /&gt;
Also gehe ich jetzt auf etwas anderes ein. Ich habe hier eine Zeichnung von Joseph Beuys, die er mir 1974 einmal auf meine Bitte hin gemacht hat. DIN A3 große Bleistiftzeichnung. Und ich nehme jetzt diese Zeichnung, um im Hinblick auf den Salzbegriff noch einen Schritt weiter zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie finden hier, in dieser Zeichnung oben links, ein Kubus als Zeichen des Nichtlebendigen, des Toten. Der Kubus als Repräsentant des Anorganisch-Kristallinen, der Tod. Rechts daneben, Pflanze, Tier, Mensch. Also die Evolution, die da ausgeht, vom Anorganischen mit seinem ungeheuren Reichtum, der die Stoffbasis bildet für dasjenige, was sich organisch dann Stufe um Stufe weiterentwickeln kann und in der Weiterentwicklung immer die Möglichkeit neuer Organisationsprinzipien mit sich bringt, dass nicht nur eine Pflanze, sondern auch ein Tier erscheinen kann und schließlich auch ein Mensch erscheinen kann in der Substanz, in der Materialität, in dem Salz, was sich stufenweise aufgebaut hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben ein zweites kubisches Gebilde, da ganz unten am Rand, sozusagen, wo die ganze Schwere die Substanz bis auf den tiefsten Punkt getrieben hat, in diesem kleinen Kubus. Neben dem steht ein Wort. Bei Beuys sollte es Anstalt heißen. Nein, doch, Anstalt. Es könnte aber auch Ausfall heißen. Wenn Sie es als Ausfall lesen, dann wäre es aus dem Flüssigen dasjenige herausgefallen, was wir oben bei diesem Ersten haben, wo aus dem Flüssigen das Tote herauskristallisiert ist. Anstalt. Anstalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Anstalten, wo die Weltanschauungsbilder der heranwachsenden Jugend zu Salzkristallen geformt werden, die möglichst nicht mehr auflösbar sind. Da werden wir, wie von den Kirchen früher, heute in den Schulen, materialistisch indoktriniert. Die Religion der Moderne ist der Materialismus. Das ist eine echte Religion, die eben als Materialität ihre Göttlichkeit verehrt und dasjenige, was jetzt als Bildungsanstalt möglich wird, ist, dass man eben in unendlicher Reproduktion das Ganze druckt und unter die Menschheit verbreitet. Heutzutage geschieht das dann elektronisch, digital.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir haben ein Drittes. Ah, nochmal diese herausgehoben und sehen jetzt hier etwas, was für diese Zeichnung wichtig ist. Das ist der unterste Teil der Zeichnung unten rechts. Sehen Sie? Sulfur-Mercurius-Sal. Saturn-Sonne-Mond. Da hat Beuys seine Zeichnung, seine Grundzeichnung des Plastischen hingezeichnet, wo es aus einem chaotischen Wärmezustand langsam in eine Abkühlung übergeht, die schließlich auskristallisiert. In der Anstalt und überall, wo Anstalten sind, ob das in Klöstern ist oder in Schulen oder in Bürostuben, in Gerichtssälen, überall geht etwas aus dem lebendig-beweglichen in eine bestimmte Form über, die tradierbar ist. Eine Form, die tradierbar ist, ist die Basis jeglicher Anstalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt habe ich hier nochmal das ganze untere Teil herausgehoben, das in der Mitte jetzt den dritten Kristall hat. Und wenn wir diesen dritten Kristall anschauen, dann haben wir unten gehabt Sulfur-Mercur-Sal als ein Gestaltungsprozess, haben ganz oben gehabt Stein-Pflanze-Tier-Mensch und haben hier unten jetzt das mythische Zeitalter, in der sich die Menschheit entwickelt hat, bis zu Plato und Aristoteles hin, dann das Zeitalter der Philosophie, die Bildung des Materialismus bei Newton und Kant, Helmholtz, des Sozialismus bei Marx, auf diesen Punkt hin hat Beuys diesen Kubus gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist sozusagen der Höhepunkt der Konsolidierung in sich selbst. Aus der Vielheit der Menschheit kristallisiert sich langsam im kulturhistorischen Prozess das Einzel-Ich heraus, das in seiner Egoität wiederum Willens ist, Stoff zu sammeln, Reichtümer zu sammeln, reich zu werden. Wir hören ja einmal in der Woche oder zweimal immer in den Nachrichten die Lottozahlen. Da sitzen Millionen Leute am Hörer, ob sie die richtigen Zahlen haben, um jetzt doch die Milliarde in Amerika oder sogar in Europa gewonnen zu haben. Also diese Neigung ist sehr groß und ich fände es auch nicht schlecht, wenn man ab und zu mal sowas bekäme, um es dann verteilen zu können, wo es sinnvoll ist. Also die Bildung, die Fülle der Bildung auf den Einzelnen hin, das einzelne Menschenexemplar, das sich von allen anderen unterscheidet, aber mit sich selbst identisch bleibt, mit sich selbst identisch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kommt der Kreuzungspunkt, wo die Linien durcheinander laufen und über diesen Kreuzungspunkt schreibt Beuys Christus und Kreuz, wie schon hier einmal, Kreuz und Christus, der Zeit vor oder nach Platon. Das Christusprinzip als Ich-Prinzip. Beuys macht es in dieser Weise, dass er auf die rechte Seite das Kreuz setzt, das nun ausschlägt und hier in diesem Falle fünf Blütengebilde, also das Rosenkreuz, bildet. Das Rosenkreuz, das Rosenkreuzertum, das moderne Rosenkreuzertum als die Möglichkeit, den historischen Materialismus zu überwinden, zu überwinden im Sinne einer Ergänzung, nicht der Auslöschung, sondern Ergänzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie es Mineralien, Pflanzen, Tiere und Menschen gibt, so muss es neben dem Materialismus eben auch Religion geben, in der das Ich ein heiliges Wesen ist. Und Rudolf Steiner macht nun ja, das kennen Sie vielleicht kühnerweise, dieses, dass er in die kleine Kuppel des ersten Goetheanum ein Bild hereinmalt, wo eine Menschengestalt auftritt, die nach rechts schaut, also dorthin, wo bei Beuys die Linien auf dem Punkt zusammenliefen, ehe es dann weitergeht. Und diese Gestalt hat etwas in der Hand, was ich jetzt hier markiert habe. Es ist ein Buch und dieses Buch beschreibt oder hat zum Inhalt die Geschichte des Ich. Die Geschichte der Menschwerdung auf die Ich-Persönlichkeit hin. Und so wie wir bei Beuys an dieser Stelle Christus ganz oben drüber stehen haben, von dem aus die Zukunft begonnen werden kann und schauen Sie mal, wie exakt hier die Linien sich alle wirklich in einem Punkt treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Salz ist bei der Taufe „der Seele allbewahrende Macht“ 01:00:05 ===&lt;br /&gt;
So beschreibt Rudolf Steiner, wie die höchste Form der Ichheit sich im Laufe der Sprachentwicklung des Mittelalters zu der Form hinbildet, dass wir nicht Ego sagen und nicht I sagen, sondern Ich sagen. Und Ich hat die beiden Anfangsbuchstaben des Namens Jesus Christi in sich. ICH. Jesus Christus. Das ist der Punkt sozusagen, von dem aus die Verfestigung, die Identifizierung des Menschen mit sich selbst gleichsam umschlagen kann, in eine neue Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir hatten letztendlich den Vortrag von dem Professor aus Udine, wie hieß er noch? Ja, der darauf aufmerksam machte, wie Rudolf Steiner in seinem fragmentgebliebenen Buch „Anthroposophie“ einen Sinn einführt, den es bis dahin nicht gab. Sprechen, oder Hören, Sprechen, Denken, Ichen. Das Ich wird nicht der Gegenstand der Selbstbespiegelung, der Selbstbetrachtung, der Akkumulation von Reichtum innerlich oder äußerlich, sondern das Ich wird offen dafür, in jedem Anderen, der um uns ist, das Ich wahrzunehmen. &#039;&#039;„Wenn ich Gott erblicke, überall, in Vater und Mutter, in allen Leben Menschen, in Stein und Blume, in Baum und Stein, gibt Furcht mir nichts.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also tatsächlich dieser Punkt, wo jetzt das Ich anfängt, eine Fähigkeit zu werden, Wahrnehmungsorgan zu sein für das Ich im Anderen. Das heißt, wenn wir versuchen, eine Wesensbegegnung mit etwas typisch Anderem herbeizuführen, sei es ein bestimmter Baum, dem wir uns einmal wirklich zuwenden, sei es ein Mensch, dem wir uns wirklich zuwenden, sei es eine Blume, der wir uns zuwenden, oder dem Fixsternhimmel, es ist die Möglichkeit, völlig selbstlos, aber nicht ichlos, völlig selbstlos zu suchen, das Wesen des Anderen, was sich mir in irgendeiner Form zeigt. Und von den Formen, die ich wahrnehme, von dem Seinshaften, das ich wahrnehme, versuche ich, die Struktur wahrzunehmen, versuche ich, die Qualitäten wahrzunehmen, versuche ich, den Zusammenhang der Qualitäten zu erfassen, und im Zusammenhang der Qualitäten entsteht schließlich das, was wir mit Goethe Gestalt nennen. Und es ist für mich als Botaniker ein tragischer Moment gewesen, als vor einigen Jahren in dem deutschen klassischen Lehrbuch der Botanik der erste Teil, der 35 Auflagen lang „Morphologie“ hieß. Ohne Änderung des Inhalts die Überschrift bekam Strukturen. Aber da haben sie genau das vor sich, die Gestalt verschwindet, die Struktur bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber schon wenn ich das vorhin andeutete, wie aus Natrium und Chlor Kochsalz entstehen kann, wie aus H und O, aus Wasserstoff und Sauerstoff Wasser entstehen kann, ganz einfache Wundergebilde, so wird in der Fülle der aneinander, miteinander gestaltenden Strukturen die Gestalt sichtbar. Und die ist prinzipiell übersinnlicher Natur. Und wenn wir eine Pflanze sehen, sagt unser lieber Dr. Rudolf Steiner, dann haben wir eine Imagination. Eine Pflanze kann man physisch nur strukturell sehen. Schaut man sie aber sozusagen idealistisch an, dann hat man die Gestalt vor sich, die Morphe und kann entsprechend Gestaltkunde, Bildung und Umbildung organischer Naturen studieren und dann auch weitergeben. Morphologie, ein Begriff, den Goethe gestiftet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir gingen also aus vom Salz als Kochsalz, wir gingen über zu den Mineralien, versuchten bestimmte Grundeigenschaften des Mineralisierens, des Bleibens, des Sich-Bewahrens herauszuarbeiten und sind jetzt zum Schluss darauf gekommen, wie der Mensch, der sich in der Erde inkarniert, an den Punkt kommt, wo er im Stoff ein geistiges Wesen ist und in jedem anderen, was außen ist, das Geistige sucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und an dieser Stelle will ich doch aufmerksam machen auf die Taufe der Christengemeinschaft, wo wir ein geistiges Wesen empfangen in der Erdengemeinschaft und führen wollen in die Gemeinde des Christus Jesus. Und da wird von Wasser, Salz und Asche gesprochen und beim Salz heißt es, dies sei nicht gemeines Salz, es sei der Seele allbewahrende Macht. Es sei der Seele allbewahrende Macht. Da merken Sie, wie in dieser unglaublichen Abkürzung die Qualität des Sal-Prinzips angesprochen wird. Ich taufe Dich mit dem Salz allbewahrender Weltenmächte. Allbewahrender Weltenmächte. So lebe in der Gemeinde des Christus Jesus durch des Vaters Weltensubstanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da haben wir jetzt vom Stofflichen bis zum Höchsten Geistigen hin, vom Salz bis zur Vatergöttlichkeit - die aber eine vorangehende ist und nicht eine mit sich identisch bleibende. Gleichzeitig aber Daseinsgrund - einen Weg beschritten, der, wenn wir ihn auf unsere Weltanschauung ausweiten, dazu führen muss, dass die Ausbeutung der Welt aufhört. Dass wir so mit dem, was Welt ist, umgehen, dass wir wirklich, wie in den alten Zeiten, alles, was wir gebrauchen, als ein Opfer der geistigen Welt für uns und unsere Entwicklung Inkarnationen betrachten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schlussbetrachtung 01:08:15 ===&lt;br /&gt;
Ja, so weit vielleicht, liebe Freunde. Und damit schließen wir unsere Betrachtung ab. Hier kommt dem Ich-Menschen von der Zukunft sein Genius entgegen und befruchtet das Gewordene, dass es sich verlebendigt und Ichlichkeit entwickelt. Ach, das lasse ich jetzt weg, die Fettecke von Joseph Beuys. Man muss nicht alles machen. Ich danke Ihnen für Ihre Geduld und vielleicht sehen wir uns wieder bei einem nächsten alchemistischen Treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Benesch, Friedrich: Über den Turmalin - Eine Monographie, Verlag Urachhaus, ISBN-13978-3878386506&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Vortrag]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=SALZ_-_Stoff,_Prozess,_Wesen_-_ein_Vortrag_von_Volker_Harlan,_2025&amp;diff=33047</id>
		<title>SALZ - Stoff, Prozess, Wesen - ein Vortrag von Volker Harlan, 2025</title>
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		<updated>2026-10-19T20:29:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: /* Vom Mineral zur gestaltbildenden Kraft 00:38:04 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Datei:Volker Harlan 2 2025-2-12.jpg|link=https://www.youtube.com/watch?v=WnoASKgrc1k|thumb|SALZ - Vortrag vom 12. Februar 2025 von [[Volker Harlan]]. [https://www.youtube.com/watch?v=WnoASKgrc1k Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Transkript vom 12. Februar 2025 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., Oktober 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Salz - Stoff, Prozess, Wesen“ - Ein Vortrag von Prof. Dr. Volker Harlan im Chor Forum Essen [Goetheanistisch-Antroposophische- Vortragsinitiative] vom 12. Februar 2025. Veranstalter: Frau Marg und Ulrich Roehm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Harlan, V. Salz, 2025, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Harlan, V. Salz, 2025, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Harlan, V. Salz, 2025, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Stellen wurden im nachfolgenden Text nach der Rohtranskription unverändert gelassen und mit *[?]* markiert, weil sie nicht zweifelsfrei geklärt werden konnte: die Zuckerfirma („Firma Langen&amp;quot;), das Kupfermineral („Kupferdesquizit&amp;quot;, vermutlich Descloizit)Ebenfalls so belassen: „Es ist dem Blick entschont&amp;quot;, „die Welt ist subjektgenau&amp;quot; und „der 35 Auflage gelang&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrüßung durch den Veranstalter Ulrich Roehm 00:00:15 ===&lt;br /&gt;
Ulrich Roehm: Ich bekomme gerade den Auftrag, lieber Herr Harlan, für unseren Film, ihn ganz herzlich noch einmal offiziell zu begrüßen und Sie alle auch, liebe verehrte Anwesende, willkommen zu heißen und eben noch einmal auf das ganz besondere Salz dieses Abends zählen. [Applaus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nur ein Etwas, das wir als Gegenüber erleben können, können wir als Wesen erfahren 00:00:43 ===&lt;br /&gt;
Ja, verehrte liebe Freunde einer goetheanistisch-anthroposophischen Arbeit! Es ist ja schon ein sehr ungewöhnliches Hauptthema, Salz - einfach Salz- hinzuschreiben. Deswegen habe ich noch eine Unterschrift gemacht: Stoff - Prozess - Wesen, damit wir dasjenige, was wir normal als Salz mit einer schnellen Begrifflichkeit fassen, so vertiefen können, dass es von unserem Alltagsbewusstsein über das goetheanistische bis zum anthroposophischen hin reicht. Wir wollen sehen, wie weit wir damit kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welterkenntnis ist heutzutage im Grunde unverändert gegenüber diesem Satz, der vor schon fast 300 Jahren geschrieben worden ist von Hobbes im Leviathan: „&#039;&#039;Eine Sache erkennen heißt, sich vorstellen können, was man mit ihr machen kann, wenn man sie hat.&#039;&#039;” Das nennt man philosophisch „&#039;&#039;Utilitarismus”&#039;&#039;, also die Nützlichkeitsphilosophie. Unter diesem Gesichtspunkt gibt es überhaupt kein Wesen. Unter diesem Gesichtspunkt ist alles, was wir wahrnehmen, Stoff. Und mit dem Stoff kann man machen, was man will. Alles wird zum Material für etwas, ganz gleich, worum es sich handelt, ob es Menschen sind, die angestellt werden, in Arbeitslöcher gesteckt werden, in solche Gruben zum Beispiel, oder ob es Getreide ist, mit dem man handelt oder Sonnenblumenöl. Es ist immer derselbe Gesichtspunkt: Was kann man machen, wenn wir es haben? Zum Geld verdienen! Und man sieht an den Persönlichkeiten, die heutzutage über 250 Milliarden ihr persönliches Eigentum nennen, dass das funktioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und gleichzeitig ist eigentlich allen bewusst, dass es so nicht weitergehen darf. Und wir hören jetzt ja in der Vorwahlzeit eigentlich fast nichts mehr über die Problematik, sondern man spricht über Migration. Das heißt, wir wollen keine Fremden. Ab wann ist man fremd? Wenn man Ossi ist, ist man fremd? Ich bin Ossi, ich bin fremd. Wenn man Pole ist, dann ist man neuerdings Mitteleuropäer, früher war man Osteuropäer. Also die Dinge bewegen sich in einem Bereich, der nicht erkenntnisfördernd ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und was wir jetzt machen wollen, ist eben an einem ganz einfachen Beispiel schauen, wie es möglich ist, dasjenige, was uns in der Welt begegnet, zum Gegenüber zu machen. Und nur ein Etwas, was wir als Gegenüber erleben können, können wir als Wesen erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprüche, die uns das Gegenüber zur Aufgabe machen 00:04:18 ===&lt;br /&gt;
Wir haben eine Reihe von Sprüchen aus der Geschichte, die diese andere Seite entweder von vornherein voraussetzen oder zur Aufgabe machen. Im &#039;&#039;Thomas-Evangelium&#039;&#039;, das wohl so etwa um 180 nach Christi Tod geschrieben worden ist, heißt es im Logos 77: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Jesus sprach, ich bin das Licht, das über Ihnen allen ist. Ich bin das All. Das All ist aus mir hervorgegangen und das All ist zu mir zurückgekehrt. Spaltet ein Stück Holz und ich bin da. Hebt einen Stein und ihr findet mich dort.”&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Eine ungewöhnliche Aussage. Spaltet das Holz und ich bin da!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei &#039;&#039;Novalis&#039;&#039; heißt es unter anderem: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„W&#039;&#039;o bleibst du Trost der ganzen Welt?”&#039;&#039; [Und dann] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In kühlen Strömen send ihn her,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In Feuerflammen lodre er,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In Luft und Öl, in Klang und Tau&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Durchdring er unsrer Erde Bau.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Er ist der Stern, er ist die Sonn,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Er ist des ewgen Lebens Bronn,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aus Kraut und Stein und Meer und Licht&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Schimmert sein kindlich Angesicht.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Das ist also 200 Jahre her, dass das geschrieben wurde. Und nehmen wir jetzt eines, was nur 100 Jahre alt ist:&amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Vom Kopf bis zum Fuß bin ich Gottes Bild.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Vom Herzen bis in die Hände fühle ich Gottes Hauch.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Spreche ich mit dem Mund, folge ich Gottes Willen.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wenn ich Gott erblick überall, in Mutter, Vater, in allen lieben Menschen.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In Tier und Blume, in Baum und Stein.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Also in Tier und Blume, in Baum und Salz&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gibt Furcht mir nichts.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nur Liebe zu allem, was um mich ist.“&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Mit diesen Worten werden unsere Kinder in den Waldorfschulen aufwachsen. Das ist also von vornherein für die Kinder, die ja gerade in der Zeit vor dem sogenannten „Rubikon”, also in den ersten drei Klassen, ein ganz unmittelbares Verhältnis zur Welt haben, dass es gar nicht als Objekt erlebt, sondern die Welt ist subjektgenau, wenn man selber Subjekt ist. Und dieses Subjekt durchdringt sich nun mit den entsprechenden Gedanken und spricht eben „&#039;&#039;Vom Kopf bis zum Fuß bin ich Gottes Bild”&#039;&#039;. Und in Baum und Wolke, in Tier und Stein und so weiter und so weiter … in allem, was um mich ist, spüre ich Gottes Hauch, fühle ich seine Nähe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist natürlich ein sehr, sehr diffuser oder allgemeiner Gottesbegriff. Also man würde heute dann vielleicht eher sagen: Das Göttliche. Und das käme auch dem entgegen, was den meisten unserer Gegenwartsmenschen heute als Religion übrig bleibt. Eine Gottesvorstellung wird eigentlich heutzutage nicht mehr ausgebildet. Auch diejenigen, die in ihrer gesamten Weltanschauung und Denkungsart Materialisten sind - wobei das jetzt nichts Negatives ist, sondern eine bestimmte Art von Weltbetrachtung - fühlen doch meistens, dass es etwas Göttliches, etwas ganz anderes gibt. Und dieses ganz andere ist eben sehr undifferenziert, weil wir es nicht unmittelbar wahrnehmen können. Wir können uns aber an das Andere heranbewegen und in der Heranbewegung versuchen, ihm so weit entgegenzukommen, dass es mehr und mehr spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Harlan, V. Salz, 2025, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Salz ist alles, was auskristallisieren kann. Beispiele verschiedener Kristalle 00:09:00 ===&lt;br /&gt;
Ich habe jetzt eine Reihe von Bildern zusammengestellt. Hier ein erstes, wo Sie sehen, wie groß der Mensch ist, der da unten als Schattenbild steht, und wie groß im Verhältnis dazu die Kristalle, also die Salze sind - in diesem Fall Gipskristalle - die da in einer Kluft in der Tiefe der Erde in Mexiko in einer Mine gefunden worden sind. Mit einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit, etwa 95 Prozent, und Temperaturen, die fast ebenso hoch sind. Und diese Kluft ist verschlossen worden, weil wenn jetzt kühle Luft reinkäme, dann würden die zerfallen, die Kristalle. So können sie erhalten bleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist tief in der Erde, in den Klüften Salzbildung. Und Salz nennen wir jetzt im erweiterten Sinne zunächst einmal alles das, was auskristallisieren kann. Das kann ja sehr verschiedenes sein. Hier ist ein kleiner Zepterkristall abgebildet. Der ist nun in Wirklichkeit nicht größer als so [zeigt wenige mm zwischen Daumen und Zeigefinger]. Im Foto kann man das ja alles wunderbar verändern. Und ruft dieses andere hier zum Erstaunen vor, dass es solche gewaltigen Kristalle gibt, so ist bei diesen Bildern hier das Erstaunliche die Präzision der Form. Das absolut Akkurate der Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist ein kleiner Herkimer-Diamant. Dieser ist etwa so groß, also zwei Zentimeter in der Länge. Den gibt es im Staate New York zu finden. Kleine doppelendige Bergkristalle mit einer so unglaublichen Klarheit, dass sie eben wie Diamanten, wie Diamonds, entsprechend genannt und betrachtet werden. Das ist ein leider etwas verwischtes, aber doch ein Foto, nun von einem Salzkristall. Und an diesem Salzkristall wird schon deutlich, an diesem Bild, dass es sich, wenn er rein erscheinen kann, um eine kubische Gestaltung handelt. Ein Kubus, der sechs Seiten hat, die alle gleich groß sind und alle exakt im 90-Grad-Winkel aufeinander stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pyrit, Salz und Zucker in ihrer Kristallerscheinung 00:11:49 ===&lt;br /&gt;
Wie kommt es zu solchem Salz? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir alle Meere, die unsere Erde haben, eintrocknen lassen würden, dann würde die ganze Erde, oder jedenfalls die Ozeane, bedeckt mit einer Schicht von 61 Meter Salz. Obwohl die Meere nur 3,5 Prozent Salz enthalten oder Salziges enthalten, sieht man an dieser Zahl 61 Meter über die ganze Erde hin verbreitet, wie viel Salz da in dem Wasser gelöst ist. Und wenn das Wasser in eine Situation kommt, dass es austrocknen kann oder austrocknen muss, dann fängt es an, das Salz zu entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir sehen hier an einem Zipfel des Toten Meeres, wie da durch Dämme abgeteilt einzelne Abteilungen entstehen, deren Wasser langsam austrocknet in der Hitze. Die Umgebung des Toten Meeres hat eine Jahresdurchschnittstemperatur von 19 Grad. Es ist also im Sommer sehr warm, aber auch im Winter nicht kalt. Und dann kristallisiert sich überall diese Substanz aus, die jetzt eben entsprechend, wie wenn wir Salz aus dem Salzfass nehmen, weiß erscheint. Je kleiner die Kristalle, umso reiner die Weißerscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist ein Bild aus den Persischen Salzwüsten. Das sind die wüstesten Wüsten, die es auf der Erde gibt. Da kommt kein Kamel durch. Riesige Flächen, in denen so viel Salz ausgetrocknet, auskristallisiert ist, und zwar immer wieder auch, indem diese Flächen wieder überschwemmt werden, neues Salz mit sich bringen, das trocknet aus, dann wieder weitere. Und dann entsteht diese eigentümliche Wabenstruktur, die wir auch in den Säulen des Basalt vor uns haben. Und die ganze riesige Fläche, völlig horizontal, eine Seenfläche, ist Salzkruste. Je nachdem, wo das Ganze dann ist und auf welche Weise man sich dieses Salzes dann bedient, wird es zusammengeschabt zum Austrocknen und danach herabtransportiert, je nachdem, wofür man es braucht, als Speisesalz oder zum Streuen bei Winterglätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist eine kleine Salzkonkretion, die ist in der Größe so eine Handspanne groß, die es hier entsprechend herausvergrößert, wo man sieht auch wiederum: Alles voll von Salzkristallen, die miteinander verwachsen sind, aneinanderstoßen und hier einen weißlichen Charakter haben. Diese Salzstufe ist aus einem polnischen Bergwerk, das leider abgesoffen ist, sodass es heutzutage überhaupt keine Salzkristalle angeboten gibt in den Mineraliengeschäften beziehungsweise bei Ebay oder bei anderen entsprechenden Plattformen. Und hier sehen Sie jetzt nicht ein Einzelkristall, sondern ein zusammengewachsenes, ein sich herausgebildet habendes, was im Ganzen überall diese unglaubliche Klarheit der Winkel zeigt und jedoch nahezu glatten Oberflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man es jetzt hier anschauen könnte - ich wollte es nicht mitbringen, weil es so schwer ist - könnte man sehen, dass man bis zum Grund durchschauen könnte. Es ist, wenn es gut geht, vollkommen durchsichtig. Bei diesem Salzkristall hier kann man das einigermaßen sehen, dass er durchsichtig ist. Hier gehen die Ecken herunter und entsprechend kann man durchschauen auf den dunklen Boden. Ein Kubus. Der nun in seiner Kristallinität nicht nur total exakt ist, wie der vorangegangene, sondern auch wiederum eine bewegte Oberfläche hat. Und diese bewegliche Oberfläche, die nicht so ist, wie wir das beim Pyrit sehen, wo jetzt hier in Navajún in Spanien aus dem Steinbruch diese Platte herausgebrochen ist, die ist jetzt nicht natürliche Größe, sie ist natürlich kleiner. Aber da sind tatsächlich so große Pyrit-Kristalle drin, die einzeln genommen eben eine unglaubliche Exaktheit haben. Das ist zu Eisen und Schwefel verbunden als Kristall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So glatt sind die Oberflächen von Salz nicht. Salz ist da beweglicher, aber es ist ganz durchsichtig, wie der Herkimer-Diamant. Aber in dieser Oberfläche, wie gesagt, beweglich, das heißt, es hat sozusagen eine Affinität zum Außen. Und wenn man es in Wasser legt, dann löst sich es auch langsam auf. Während der Pyrit, wenn man ihn ins Wasser tut, bleibt, wie er ist. Also Sie können getrost versuchen, Ihren Kaffee mit Pyrit zu süßen, es wird Ihnen nicht gelingen. Pyritisierter Kaffee. Aber wenn Sie Salz reintun, ruft das besonders, wenn es derjenige, der es trinken soll, nicht weiß, einen erstaunlichen Effekt hervor. Bei Tee kann man das übrigens genauso machen. Auf Jugendtagungen wird dieser Jux natürlich immer mal ausprobiert, dass man Zucker und Salz in eine Tasse tut, ehe man den Tee reinschüttet. Es löst sich vollkommen auf. Es ist dem Blick entschwunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was mag das sein? [Neues Bild] Was mögen diese Kristalle sein? Zucker. Zucker. Und Sie können diesen Zucker sogar kaufen. Es gibt bei dieser Firma „Langen” eine bestimmte Sorte von Kandiszucker, wo noch so große Kandisstücke drin sind. Leider, wenn man die kauft, die sind dann gleich so ein halbes Kilo, sind die durch die Verarbeitung, durch die Abfüllung usw. so aneinander gerieben, dass die Oberflächen alle weißlich geworden sind, weil es abgestoßen ist und die Kanten gebrochen. Bei diesem hier haben wir aber deutlich vor uns, wie auch Zucker, also eine organische Substanz, vollständig als Kristall erscheinen kann. Kristallsalz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was Salz kann: Geschmack und Konservierung 00:20:02 ===&lt;br /&gt;
Gehen wir nochmal zurück zum Salz. Und fragen wir uns jetzt ab, was wir über den Stoff einfach so äußerlich schon wissen können. Also er hat eine Form, die außerordentlich ist, dieses reine kubische, die Gestalt von diesen sechs gleichen Flächen, die aufeinanderstoßen und die sechs Raumesrichtungen oder die drei Raumesrichtungen abbilden. Wobei man eben, so wie wir Menschen rechts und links, vorne und hinten, oben und unten unterscheiden können, wenn auch jeweils in derselben Achse, doch empfinden kann, wie so ein kubisches Wesen, wie von zwei Seiten her, beziehungsweise von sechs Seiten her, aufeinander zugänglich sich gestaltet haben, sodass diese Kristallisationsgestalt in ihrer wunderschönen Form für uns erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem wissen wir, dass Salz eben als Kristall eine gewisse Härte hat. Es ist nicht sehr hart, man kann es leicht zertrümmern. Und wenn man es zertrümmert, dann hat man immer wieder exakte rechte Winkel. Das ist ja auch nicht bei jedem Kristall. Wenn Sie ein Bergkristall mit einem Hammer bearbeiten, dann kriegen Sie den sogenannten muscheligen Bruch. Und beim Salz, auch bei dem Calcit, bricht er immer genau in der Winkelform, die wir auch an der Außenkante zunächst schon haben. Also ein durchsichtiges, festes, die Raumkoordinaten abbildendes oder vergegenwärtigendes Wesen, was uns da im Salz entgegentritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wofür kann man das Salz denn gebrauchen? Nun, wenn wir jetzt von dem, wie es heutzutage am meisten verwendet wird im Winter, von der Gefrierpunktserniedrigung absehen. Also wir streuen Salz auf Eis und das Eis wird flüssig. Das heißt, der Gefrierpunkt des Wassers wird auf 18 Grad Minus heruntergedrückt. Im täglichen Gebrauch ist das aber nicht der Fall. Das brauchen wir so nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wenn wir es verwenden, verwenden wir es ja immer in Speisen. Aber nie in Massen, sondern eine Prise Salz. Cum grano salis, eine Prise Salz. Und die Nudel schmeckt nach Nudel. Eine Prise Salz und die Kartoffel schmeckt nach Kartoffel. Ein Butterbrot ohne Salz ist fad. Aber mit Salz, wenn es genügend geringe Mengen sind, ist ein wunderbarer Schmaus. Was anderes braucht man dann gar nicht mehr? So verwenden wir Salz in unseren Gerichten, weil sie uns dann besser schmecken. Aber wir verwenden das Salz so, dass wir das Salz selber nicht schmecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir den Kaffee mit Salz haben, schmecken wir es sehr wohl. Wenn wir zu viel Salz in die Nudeln tun, natürlich auch. Dann haben wir den Salzgeschmack - bittersauer, süß, salzig - haben wir den Salzgeschmack, der sich über alles andere hinwegsetzt. Also mit Maßen genommen, dient es als Geschmacksverstärker. Das heißt, es hilft zu charakterisieren. Es hebt die typische Substanzqualität hervor im Geschmack. Geschmacksverstärker. Das Salz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben ja natürlich auch dieses noch, was es immer noch gibt. In der Zeit, bevor wir Kühlschränke hatten, hat man Fleisch und auch heute noch Fisch mit Salz dauerhaft eingelegt. Das ist ja ein Wunder. Man hat den Hering aus dem Meer gezogen, wirft ihn in ein Fass mit anderen zusammen, streut immer wieder Salz rein, jede Menge Salz und der Hering bleibt Hering. Man kann den einen Jahre in der Tonne haben, ihn dann rausnehmen, legt ihn dann in Wasser und wenn man ihn genügend lange in Wasser gelegt hat, hat das Wasser, das Salz, das in den Hering eingezogen war, wieder herausgenommen und der Hering schmeckt wieder nach Hering. Ist nicht verfault. Wenn wir den Hering drei Tage aufs Fensterbrett legen würden, würde er nicht mehr genießbar sein. Oh, das wäre die letzte Mahlzeit!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also die konservierende Fähigkeit, die gestaltbildende Fähigkeit, denn die Raum- und gestalterhaltende Fähigkeit, ja auch die geschmackserhaltende, gar verstärkende Fähigkeit des Salzes, gehört zu dem Typischen des Salzes hierzu. In Norwegen, wenn man da in irgendeiner Jahreszeit an den Inseln vorbeifährt, im Nordwesten, an den Lofoten, dann findet man überall auf diesen Hügeln Gestelle, an denen hängen Schellfische, so groß etwa, ausgenommen und trocknen an der Luft, beziehungsweise sind mit Salz gesalzen, so wie der Jäger möglicherweise, wenn er in einer Steppe wohnt, das abgezogene Fell des erlegten Tieres mit Salz einstreut, das auch da wiederum das Wasser herauszieht und das Fell zum Brett macht. Was aber dann nicht fault, sondern bleibt, wie es ist und irgendwann zum Gerber gebracht werden kann. Auch da also Konservierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Kristall bleibt immer er selbst, eben in der Gestalt, die im entsprechenden Winkel schon beim allerersten Kristallisationskeim gegeben wird 00:27:14 ===&lt;br /&gt;
Wenn wir, wie ich schon sagte, den Salzkristall schlagen, zerbricht er in immer dem gleichen Winkel. Wenn er wächst, wächst er immer mit dem gleichen Winkel, er verschiebt sich nicht. Er bleibt immer würfelig. Ein Bergkristall ist normalerweise eine Säule, die Säule kann aber sehr kurz sein, wie bei so einem Herkimer-Diamant, aber es ist charakteristisch kein Würfel, wie das Salz, das in Stücke geschlagen immer rechtwinklig bleibt. Es bleibt sozusagen der Form nach mit sich identisch. Es hat diese Eigentümlichkeit, klar, durchsichtig zu sein, die sehr distinkte Gestalt zu haben und diese Gestalt äußerlich und innerlich identisch zu haben. Es bleibt immer es selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das können wir sehr schön sehen, dass das überhaupt eine Eigenschaft, eine mögliche Eigenschaft von Mineralien ist, wie hier bei diesem angeschliffenen Bergkristall, ein sogenannter Phantomkristall. Das hat man manchmal, dass es Bergkristalle gibt, die außen eine weiße Schicht haben, also wie Salz, weißlich außen sind. Die muss man abschleifen, dann kann man ins Innere hereinschauen und sieht, wie im Inneren sich dieselbe Form immer wiederholt, kontinuierlich. Auch da besteht Identitätsbewahrung in dem Gestaltprozess. Keine Wandlung, keine Metamorphose, keine Verschiebungen. Immer bleibt es in der Gestalt, die im entsprechenden Winkel schon beim allerersten Kristallisationskeim gegeben wird. Der erste Kristallisationskeim, der sich bildet, hat die Form, die dann nur noch größer werden kann. Aber Wachstum kann man eigentlich nicht sagen, denn der Kristall hört auf zu wachsen, wenn er kein Futter mehr kriegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Größe, die Ausdehnung des Kristalls ist bestimmt von außen. Seine Form ist bestimmt von innen 00:29:47 ===&lt;br /&gt;
Wenn Sie ein Salzkristall züchten wollen, dann können Sie ja eine entsprechende Einrichtung treffen, indem Sie Salz im Wasser auflösen, einen Faden hereinhängen oder einen Stab reinstellen und dann verdunstet das Wasser und das Salz fängt an auszukristallisieren und wenn das Wasser alle ist, ist Schluss. Da kann nichts mehr werden. Gibt man mehr hinzu oder neues Wasser, wächst er weiter. Das heißt, seine Größe, seine Ausdehnung ist bestimmt von außen. Seine Form ist bestimmt von innen. Und immer hat er dieses offene Umweltverhältnis da, wo die Kristallisation beim Wachstum fortgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist am allerschönsten zu sehen bei einem Längsschnitt durch einen Turmalinkristall, der so ein Chamäleon ist, und da sieht man das besonders deutlich, in seiner Bildung in bestimmten Grundsubstanzen identisch bleibt, aber gerade durch die Ionen, die da drin sind, so große Löcher in seinem Kristall hat, dass es auch andere Substanzen aufnehmen kann. Und je nachdem, was die Kluft, in der sich eine Schmelze, eine wässrige Schmelze befindet, in der Tiefe der Erde hergibt, ist es mal mehr grün, mal mehr braun, mal mehr rötlich, je nachdem. Das ist also ein nicht idealisierter, aber aus einer von vielen möglichen, eine besonders schöne Gestalt aus dem Buch von &#039;&#039;Friedrich Benesch&#039;&#039; über den „Turmalin”. Das ist eine Zeichnung, ein Aquarell, kein Schnitt. Aber man sieht sehr deutlich dieses Prinzip der identischen Wiederholung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das man auch sehen kann, wenn das Wasser auf dünnen Flächen kristallisiert und sich die Eisblumen bilden. Da haben wir hier in der Mitte unten, die ist wiederum deutlich vor uns, wie jetzt hier da ein Winkel da ist, der sich ständig wiederholt. Hier sieht man es besonders deutlich. Immer die gleichen Winkel und auch am Ende der kleinen Teile immer die gleichen Winkel. Wurzelartig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jede Schneeflocke ist anders. Aber ihr Kristallisationsprinzip ist immer in hexagonaler Weise angelegt, bis hin zu Blütenbildern 00:32:29 ===&lt;br /&gt;
Und in der einzelnen Schneeflocke kann er unendliche Gestalten annehmen. Ja, jede Schneeflocke ist anders. Aber ihr Kristallisationsprinzip ist immer in dieser hexagonalen Weise angelegt. Bis hin zu Blütenbildern. Und insofern können wir sagen, wenn wir eine Blüte vor uns haben, auch da ist eine Kristallisationsform erschienen, die in ihrer Sechseitigkeit bei den einkeimblättigen Pflanzen etwas Monotones hat, wenn man es als solches ansieht, aber dadurch eben auch eine sehr präzise, eine bestimmte, eine vielleicht schöne Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kupfererz aus Namibia, das interessanterweise als Metall in die Lage kommen kann, Pflanzenstrukturen zu bilden und zu zeigen. Wenn Sie sich das im Einzelnen anschauen, den unteren Teil, dann sehen Sie, dass wie bei einem Moos ein Stängel da ist, mit kleinen, identisch großen Seitenblättern. Schaut man sich die Oberseite an, hat man eine unglaubliche, eine extreme Bildung, in dem am Ende des wachsenden Kristalls jeweils so ein Gebilde erscheint, was obendrauf nochmal ein kleines Hütchen haben kann, auch unten etwas schmaler ist als oben. Also es wächst und es bildet keine Blüten, aber Früchte. Eine organische Gestalt rein aus anorganischer Substanz. Ein Kupfererz. Kupfer-Descloizit wurde mir gesagt, ich habe es im Lexikon nirgendwo gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, und hier sind wir im Palmenhaus in Frankfurt. Das ist wie eine Glasarbeit, aber sind eben diese Eisblumen in ihrer wunderbaren Vielfalt hier sogar ins direkt gebogene Dynamische hereingehend. Also Kristallisation jetzt schon im erweiterten Sinne als formannehmend. Formannehmend ist eine klare Flüssigkeit, die völlig in sich identisch ist, für das Auge keine Differenzierung und die bei einem bestimmten Kältegrad oder bestimmten Sättigungsgrad anfängt in sich und aus sich heraus die Bilder zu gestalten, die jetzt nicht in dem Wasser verborgen waren, sondern die in den Substanzen verborgen waren, die in dem Wasser gelöst waren und bei bestimmten Voraussetzungen anfangen sich zusammenzuschließen zu Kristallen, zu Salzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salze im engeren Sinne sind Metalle und Säurereste, so wie Natrium-Chlorid. Und wenn wir jetzt gerade nochmal Natrium-Chlorid sagen, dann kann man sich auch da deutlich machen, dass das eigentlich ein ungeheurer Sprung ist von dem, was als Natrium und Chlorid im Wasser gelöst vorhanden ist, zu dem, was uns als Kochsalz entgegenkommt. Wenn Sie es ganz extrem denken wollen, dann nehmen Sie auf der einen Seite Natronlauge. Und wenn Sie in die Natronlauge, was soll ich jetzt sagen, ein Hühnerbein reinhalten - von einem toten Huhn. Wie man es macht in der Zoologie, wenn man Präparate herstellt, Knochenpräparate. Dann wird durch die Natronlauge das Fleisch vollständig aufgelöst. Es bleibt übrig der nackte Knochen. Und wenn Sie jetzt diesen Knochen in Salzsäure hereinlegen, verschwindet auch der Knochen. Und wenn Sie Natronlauge und Salzsäure im richtigen Verhältnis zusammengießen, entsteht Kochsalz und Wasser. Ist das nicht unglaublich? Wie da, je nachdem, in welcher Weise Stoff sich mit Stoff begegnet, etwas völlig Neues erscheint. Eine Emergenz, würde man heute sagen. Man hebt es in eine andere Erscheinungsstufe herein. Kochsalz. Und das gilt für jedes Mineral.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Mineral zur gestaltbildenden Kraft des Salzes 00:38:04 ===&lt;br /&gt;
Also, wir sind jetzt im Begriffe überzugehen, aus dem, was Salz als Mineral ist, zu dem hin, was Salz als gestaltbildende Kraft ist. Gestaltbildende, formende Kraft. Und steigen ein damit, dass wir sehen, dass wenn wir eine Keimpflanze haben, wie in der Mitte eine Gestaltanordnung sich bildet, wenn der Boden das hergibt - das ist nur eine Weile nachher, gibt der Boden das meistens nicht mehr her - dass wir eine Zentralachse haben, Primärwurzel und dann Seitenwurzel, ersten und zweiten Grades. Und die Seitenwurzeln gehen alle im selben Winkel aus der Primärwurzel heraus in die Umgebung. Und die Seitenwurzeln stehen eine über der anderen. Das kann man ganz schön sehen, wenn man eine Möhre hat, die lange feucht gelegen hat, dann fängt die an, Wurzelchen zu treiben. Und die liegen alle untereinander. Sehr schön kann man es auch beim Rettich sehen. Der hat dann oft sogar eine Falte und in der Falte sind die Seitenwurzeln. Natürlich nicht in dieser Schönheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sehen einerseits, dass sich jetzt im Organischen ein Gestaltprinzip zeigt, das wir bei den Phantomkristallen haben, wenn wir das Glück haben, einen Phantomkristall zu finden, der die innere Struktur sichtbar macht. Und auf der linken Seite zeigt sich, dass die Wurzel, hier eben eine Möhrenwurzel, auch in der Lage ist, Stoff anzulagern. Sodass, wenn jetzt der Herbst und der Winter kommt, das Kraut verwelkt bei den ganzen Rüben, aber auch bei den Staudenpflanzen, bei den Pfingstrosen oder bei Rittersporn oder was immer, im nächsten Jahr kommen sie wieder, woher? Aus der Wurzel. Die Wurzel bleibt mit sich identisch. Die Wurzel hat so viel Stoff aufgenommen, dass sie aus sich heraus sich klonen, wiederherstellen kann. Auch da erfolgt eine identische Reproduktion, ein Klon. Da gibt es keine Evolution, nur Wiederholung des schon vorhandenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das Formgliederungsprinzip und das Stoffsammlungsprinzip als etwas, was Salzcharakter ist, im übertragenen Sinne, was wir im Extremfall beim Turmalin sogar mit dieser Mittelsäule sehen können. Und wenn wir etwas - das ist etwas, woran ich anknüpfen könnte beim nächsten Mal - wenn wir die Tria Principia, auf die wir ja bei unseren Vorträgen immer wieder auch schon hingewiesen haben, die drei, das Sal-Prinzip, das Merkur-Prinzip und das Sulfur-Prinzip, übereinander als Bilder stellen, in der anorganischen Natur getrennt, Wurzel, Blatt und Blüte, bei der Pflanze, bei der organischen Natur vereint. Zwar in eigener Abteilung, aber im Ganzen in eigener Gestalt. Ohne das eine, ohne die Wurzel kann keine Pflanze gedeihen, ohne dass sie Blätter bildet, kann sie keine Stoffbildung vollziehen. Da sind also die Tria Principia jetzt vereint bei der Pflanze, die bei der Wurzel zunächst als Formgestalt und als Stoff-Akkumulation schon zu sehen waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, und sogar wenn wir ein Blatt anschauen, besonders auf der Rückseite, haben wir dieses, dass wir etwas haben, wie eine Primärwurzel und Seitenwurzeln. Wenn Sie darüber Näheres lesen wollen, dann lesen Sie Tycho-de-Brahe-Jahrbuch für Goetheanismus 2001, 2002 oder so. Da habe ich einen größeren Aufsatz geschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn wir dieses Bild haben, dann kann man eigentlich nicht wissen, ist das linke Wurzel und das rechte Strauch, wir sehen da die Primärwurzel noch mit dran, es ist also ein Wurzelbild, das man machen kann, wenn man einen Samen zum Keimen bringt und nicht an einer senkrechten, sondern einer schrägen Glasscheibe oben in die Erde tut, dann muss die Wurzel, die ja senkrecht wachsen will, immer an der Glasscheibe entlang nach unten wachsen, sodass man, wenn man den Schutz wegtut, sehen kann, wie das Wurzelwachstum erfolgt. Und da haben wir eben wiederum, dies, was wir schon kennen, die gleichen Winkel dieser Seitenwurzeln und in der Mitte die Zentralwurzel und sehen aber, dass nach demselben Prinzip letzten Endes die Büsche oder die Bäume gebildet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holz ist das Salz der Bäume 00:44:16 ===&lt;br /&gt;
Und hier in einem kalifornischen Wald, wo es jetzt so furchtbar gebrannt hat, da sind die Bäume durch die Trockenheit, die jetzt jahrelang herrschte, verdorrt, gestorben. Wir haben eine Parklandschaft vor uns mit lauter toten Bäumen. Das heißt, diese Bäume bleiben, solange sie nicht von irgendwelchen Tieren durchbohrt werden, stehen über Jahre, über Jahre. Auf dem Boden verfaulen sie schneller, in der Luft bleiben sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lebendige Wachstum einer Pflanze, die aus dem Samen die Wurzel bildet, dann die Keimpflanze entfaltet, die schließlich blüht und fruchtet oder im nächsten Jahr Seitenzweige bildet und wieder und wieder und wieder und ein Baum wird, bildet nach innen hin die Kristallsubstanz und nach außen hin das Lebendige, das die Kristallsubstanz ermöglicht. Und die Kristallsubstanz nennen wir in diesem Falle Holz. Holz ist Salz der Bäume. Und wenn wir diese Formel verwenden, das Holz der Bäume ist Salz oder das Salz der Bäume ist Holz, dann sind wir in der Beweglichkeit des Salzbegriffes drin, den wir brauchen, um einen genügend vertieften Salzbegriff zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und alles, was ich jetzt im Laufe des Abends gesagt habe, fügt sich ja so in eine Reihe herein, die sozusagen immer transparenter wird im Hinblick auf das Salzprinzip, das uns in der Natur entgegentritt und das dann vom Maler auch gemalt werden kann. Da ist dann unten noch ein verlassener Friedhof, das verstärkt das Bild dann nochmal, Caspar David Friedrich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Skelett und Panzer: die Versalzung im Tierreich 00:46:26 ===&lt;br /&gt;
Diese Versalzungstendenz haben wir auch in den tierischen Lebewesen, in den lebendig sie bewegenden, sinnestragenden Lebewesen bis zum Menschen hin. Und da geht, was ich vorhin angedeutet habe, was übrig bleibt, wenn man das Tier in Natronlauge getaucht hat, das ist dann dasjenige, was uns als Skelett entgegentritt: Phosphorsaurer Kalk, mineralisiert. Ein echtes Mineral, phosphorsaurer Kalk, aber gestaltet aus einem organisch lebendigen Wesen heraus, in diesem Falle hier bei den Bildern bei einem Menschen, der eine entsprechende Gestalt entwickelt, über die wir bei anderer Gelegenheit dann auch noch vergleichend sprechen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sodass wir bei den Bäumen innen das Holz, bei den Tieren innen das Skelett, bei den kleinen Tieren außen den Panzer haben, der aber immer wieder gesprengt werden muss. Und wenn Sie einen Schrank wegrücken, den Sie lange nicht wegrückt haben, finden Sie dahinter eine ganze Reihe Spinnenskelette. Haben Sie mal gesehen, wie eine Spinne sich häutet? Sieht man leider sehr selten. Aber so eine Weberspinne mit ihren langen Beinen, die zieht ihre Beine aus der Hülle heraus, bis alle acht Beine draußen sind und dann sprengt sie den Körper in der Mitte auf und das Ganze fällt ab. Das Außenskelett trägt das Insekt und das Knochengerüst trägt das höhere Tier. Das Wirbeltier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Salzprinzip im Häuserbau 00:48:32 ===&lt;br /&gt;
Jetzt ist es um acht. Ich füge jetzt noch was hinzu. Erst nochmal zwei kleine Bilder. Das ist das Salzprinzip im Häuserbau [Bild einer Ziegelwand]. Ein Steine wie der andere, mit den verschiedenen Möglichkeiten, wie man sie übereinander lagert. Da gibt es ja reiche Anschauungsmaterialien von Häusern, die vor 100 Jahren gebaut worden sind, diesen roten Klinkern. Und wenn man das ins Große nimmt, so wohnt man in China. Ist das nicht furchtbar? Kinder, die irgendwo da oben in so einem Stockwerk leben, heranwachsen in diesen unendlichen Kästen. Draußen zum Schmucken paar Bäume gepflanzt, betreten verboten, Hunde nicht erlaubt, sonst hätte man da meterdicke Hunde, Mist auf diesen Plätzen. Eins wie das andere. Plattenbauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist der Apparat noch an? Aber Ihr Apparat ist an, ne? Gut. Dann muss ich versuchen, jetzt so laut zu sprechen, dass Sie mich hören können. Ich mache jetzt eine Hörprobe. Wenn ich jetzt so spreche, wie jetzt spreche, können Sie mich dann verstehen? Ich danke für Ihr Nicken. Und die vorne sitzenden Schwerhörigen, können Sie mich hören? Oder auch verstehen? Gut. Dann machen wir unbefangen weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Beuys-Zeichnung: Kubus, Anstalt, Christus 00:50:28 ===&lt;br /&gt;
Also gehe ich jetzt auf etwas anderes ein. Ich habe hier eine Zeichnung von Joseph Beuys, die er mir 1974 einmal auf meine Bitte hin gemacht hat. DIN A3 große Bleistiftzeichnung. Und ich nehme jetzt diese Zeichnung, um im Hinblick auf den Salzbegriff noch einen Schritt weiter zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie finden hier, in dieser Zeichnung oben links, ein Kubus als Zeichen des Nichtlebendigen, des Toten. Der Kubus als Repräsentant des Anorganisch-Kristallinen, der Tod. Rechts daneben, Pflanze, Tier, Mensch. Also die Evolution, die da ausgeht, vom Anorganischen mit seinem ungeheuren Reichtum, der die Stoffbasis bildet für dasjenige, was sich organisch dann Stufe um Stufe weiterentwickeln kann und in der Weiterentwicklung immer die Möglichkeit neuer Organisationsprinzipien mit sich bringt, dass nicht nur eine Pflanze, sondern auch ein Tier erscheinen kann und schließlich auch ein Mensch erscheinen kann in der Substanz, in der Materialität, in dem Salz, was sich stufenweise aufgebaut hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hier weiter 00:52:01&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben ein zweites kubisches Gebilde, da ganz unten am Rand, sozusagen, wo die ganze Schwere die Substanz bis auf den tiefsten Punkt getrieben hat, in diesem kleinen Kubus. Neben dem steht ein Wort. Bei Beuys sollte es Anstalt heißen. Nein, doch, Anstalt. Es könnte aber auch Ausfall heißen. Wenn Sie es als Ausfall lesen, dann wäre es aus dem Flüssigen dasjenige herausgefallen, was wir oben bei diesem Ersten haben, wo aus dem Flüssigen das Tote herauskristallisiert ist. Anstalt. Anstalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Anstalten, wo die Weltanschauungsbilder der heranwachsenden Jugend zu Salzkristallen geformt werden, die möglichst nicht mehr auflösbar sind. Da werden wir, wie von den Kirchen früher, heute in den Schulen, materialistisch indoktriniert. Die Religion der Moderne ist der Materialismus. Das ist eine echte Religion, die eben als Materialität ihre Göttlichkeit verehrt und dasjenige, was jetzt als Bildungsanstalt möglich wird, ist, dass man eben in unendlicher Reproduktion das Ganze druckt und unter die Menschheit verbreitet. Heutzutage geschieht das dann elektronisch, digital.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir haben ein Drittes. Ah, nochmal diese herausgehoben und sehen jetzt hier etwas, was für diese Zeichnung wichtig ist. Das ist der unterste Teil der Zeichnung unten rechts. Sehen Sie? Sulfur-Mercurius-Sal. Saturn-Sonne-Mond. Da hat Beuys seine Zeichnung, seine Grundzeichnung des Plastischen hingezeichnet, wo es aus einem chaotischen Wärmezustand langsam in eine Abkühlung übergeht, die schließlich auskristallisiert. In der Anstalt und überall, wo Anstalten sind, ob das in Klöstern ist oder in Schulen oder in Bürostuben, in Gerichtssälen, überall geht etwas aus dem lebendig-beweglichen in eine bestimmte Form über, die tradierbar ist. Eine Form, die tradierbar ist, ist die Basis jeglicher Anstalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt habe ich hier nochmal das ganze untere Teil herausgehoben, das in der Mitte jetzt den dritten Kristall hat. Und wenn wir diesen dritten Kristall anschauen, dann haben wir unten gehabt Sulfur-Mercur-Sal als ein Gestaltungsprozess, haben ganz oben gehabt Stein-Pflanze-Tier-Mensch und haben hier unten jetzt das mythische Zeitalter, in der sich die Menschheit entwickelt hat, bis zu Plato und Aristoteles hin, dann das Zeitalter der Philosophie, die Bildung des Materialismus bei Newton und Kant, Helmholtz, des Sozialismus bei Marx, auf diesen Punkt hin hat Beuys diesen Kubus gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist sozusagen der Höhepunkt der Konsolidierung in sich selbst. Aus der Vielheit der Menschheit kristallisiert sich langsam im kulturhistorischen Prozess das Einzel-Ich heraus, das in seiner Egoität wiederum Willens ist, Stoff zu sammeln, Reichtümer zu sammeln, reich zu werden. Wir hören ja einmal in der Woche oder zweimal immer in den Nachrichten die Lottozahlen. Da sitzen Millionen Leute am Hörer, ob sie die richtigen Zahlen haben, um jetzt doch die Milliarde in Amerika oder sogar in Europa gewonnen zu haben. Also diese Neigung ist sehr groß und ich fände es auch nicht schlecht, wenn man ab und zu mal sowas bekäme, um es dann verteilen zu können, wo es sinnvoll ist. Also die Bildung, die Fülle der Bildung auf den Einzelnen hin, das einzelne Menschenexemplar, das sich von allen anderen unterscheidet, aber mit sich selbst identisch bleibt, mit sich selbst identisch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kommt der Kreuzungspunkt, wo die Linien durcheinander laufen und über diesen Kreuzungspunkt schreibt Beuys Christus und Kreuz, wie schon hier einmal, Kreuz und Christus, sagen der Zeit vor oder nach Platon. Das Christusprinzip als Ich-Prinzip. Beuys macht es in dieser Weise, dass er auf die rechte Seite das Kreuz setzt, das nun ausschlägt und hier in diesem Falle fünf Blütengebilde, also das Rosenkreuz, bildet. Das Rosenkreuz, das Rosenkreuzertum, das moderne Rosenkreuzertum als die Möglichkeit, den historischen Materialismus zu überwinden, zu überwinden im Sinne einer Ergänzung, nicht der Auslöschung, sondern Ergänzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie es Mineralien, Pflanzen, Tiere und Menschen gibt, so muss es neben dem Materialismus eben auch Religion geben, in der das Ich ein heiliges Wesen ist. Und Rudolf Steiner macht nun ja, das kennen Sie vielleicht kühnerweise, dieses, dass er in die kleine Kuppel des ersten Goetheanum ein Bild hereinmalt, wo eine Menschengestalt auftritt, die nach rechts schaut, also dorthin, wo bei Beuys die Linien auf dem Punkt zusammenliefen, ehe es dann weitergeht. Und diese Gestalt hat etwas in der Hand, was ich jetzt hier markiert habe. Es ist ein Buch und dieses Buch beschreibt oder hat zum Inhalt die Geschichte des Ich. Die Geschichte der Menschwerdung auf die Ich-Persönlichkeit hin. Und so wie wir bei Beuys an dieser Stelle Christus ganz oben drüber stehen haben, von dem aus die Zukunft begonnen werden kann und schauen Sie mal, wie exakt hier die Linien sich alle wirklich in einem Punkt treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Ich als Wahrnehmungsorgan, und die Taufe 01:00:05 ===&lt;br /&gt;
So beschreibt Rudolf Steiner, wie die höchste Form der Ichheit sich im Laufe der Sprachentwicklung des Mittelalters zu der Form hinbildet, dass wir nicht Ego sagen und nicht I sagen, sondern Ich sagen. Und Ich hat die beiden Anfangsbuchstaben des Namens Jesus Christi in sich. ICH. Jesus Christus. Das ist der Punkt sozusagen, von dem aus die Verfestigung, die Identifizierung des Menschen mit sich selbst gleichsam umschlagen kann, in eine neue Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir hatten letztendlich den Vortrag von dem Professor aus Udine, wie hieß er noch? Ja, der darauf aufmerksam machte, wie Rudolf Steiner in seinem fragmentgebliebenen Buch Anthroposophie einen Sinn einführt, den es bis dahin nicht gab. Sprechen, oder Hören, Sprechen, Denken, Ichen. Das Ich wird nicht der Gegenstand der Selbstbespiegelung, der Selbstbetrachtung, der Akkumulation von Reichtum innerlich oder äußerlich, sondern das Ich wird offen dafür, in jedem Anderen, der um uns ist, das Ich wahrzunehmen. Wenn ich Gott erblicke, überall, in Vater und Mutter, in allen Leben Menschen, in Stein und Blume, in Baum und Stein, gibt Furcht mir nichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also tatsächlich dieser Punkt, wo jetzt das Ich anfängt, eine Fähigkeit zu werden, Wahrnehmungsorgan zu sein für das Ich im Anderen. Das heißt, wenn wir versuchen, eine Wesensbegegnung mit etwas typisch Anderem herbeizuführen, sei es ein bestimmter Baum, dem wir uns einmal wirklich zuwenden, sei es ein Mensch, dem wir uns wirklich zuwenden, sei es eine Blume, der wir uns zuwenden, oder dem Fixsternhimmel, es ist die Möglichkeit, völlig selbstlos, aber nicht ichlos, völlig selbstlos zu suchen, das Wesen des Anderen, was sich mir in irgendeiner Form zeigt. Und von den Formen, die ich wahrnehme, von dem Seinshaften, das ich wahrnehme, versuche ich, die Struktur wahrzunehmen, versuche ich, die Qualitäten wahrzunehmen, versuche ich, den Zusammenhang der Qualitäten zu erfassen, und im Zusammenhang der Qualitäten entsteht schließlich das, was wir mit Goethe Gestalt nennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und es ist für mich als Botaniker ein tragischer Moment gewesen, als vor einigen Jahren in dem deutschen klassischen Lehrbuch der Botanik der erste Teil, der 35 Auflage gelang, Morphologie hieß. Ohne Änderung des Inhalts die Überschrift bekam Strukturen. Aber da haben sie genau das vor sich, die Gestalt verschwindet, die Struktur bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber schon wenn ich das vorhin andeutete, wie aus Natrium und Chlor Kochsalz entstehen kann, wie aus H und O, aus Wasserstoff und Sauerstoff Wasser entstehen kann, ganz einfache Wundergebilde, so wird in der Fülle der aneinander, miteinander gestaltenden Strukturen die Gestalt sichtbar. Und die ist prinzipiell übersinnlicher Natur. Und wenn wir eine Pflanze sehen, sagt unser lieber Dr. Rudolf Steiner, dann haben wir eine Imagination. Eine Pflanze kann man physisch nur strukturell sehen. Schaut man sie aber sozusagen idealistisch an, dann hat man die Gestalt vor sich, die Morphe und kann entsprechend Gestaltkunde, Bildung und Umbildung organischer Naturen studieren und dann auch weitergeben. Morphologie, ein Begriff, den Goethe gestiftet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir gingen also aus vom Salz als Kochsalz, wir gingen über zu den Mineralien, versuchten bestimmte Grundeigenschaften des Mineralisierens, des Bleibens, des Sich-Bewahrens herauszuarbeiten und sind jetzt zum Schluss darauf gekommen, wie der Mensch, der sich in der Erde inkarniert, an den Punkt kommt, wo er im Stoff ein geistiges Wesen ist und in jedem anderen, was außen ist, das Geistige sucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und an dieser Stelle will ich doch aufmerksam machen auf die Taufe der Christengemeinschaft, wo wir ein geistiges Wesen empfangen in der Erdengemeinschaft und führen wollen in die Gemeinde des Christus Jesus. Und da wird von Wasser, Salz und Asche gesprochen und beim Salz heißt es, dies sei nicht gemeines Salz, es sei der Seele allbewahrende Macht. Es sei der Seele allbewahrende Macht. Da merken Sie, wie in dieser unglaublichen Abkürzung die Qualität des Sal-Prinzips angesprochen wird. Ich taufe Dich mit dem Salz allbewahrender Weltenmächte. Allbewahrender Weltenmächte. So lebe in der Gemeinde des Christus Jesus durch des Vaters Weltensubstanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da haben wir jetzt vom Stofflichen bis zum Höchsten Geistigen hin, vom Salz bis zur Vatergöttlichkeit, die aber eine vorangehende ist und nicht eine mit sich identisch bleibende. Gleichzeitig aber Daseinsgrund. Ein Weg beschritten, der, wenn wir ihn auf unsere Weltanschauung ausweiten, dazu führen muss, dass die Ausbeutung der Welt aufhört. Dass wir so mit dem, was Welt ist, umgehen, dass wir wirklich, wie in den alten Zeiten, alles, was wir gebrauchen, als ein Opfer der geistigen Welt für uns und unsere Entwicklung Inkarnationen betrachten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, so weit vielleicht, liebe Freunde. Und damit schließen wir unsere Betrachtung ab. Hier kommt dem Ich-Menschen von der Zukunft sein Genius entgegen und befruchtet das Gewordene, dass es sich verlebendigt und Ichlichkeit entwickelt. Ach, das lasse ich jetzt weg, die Fettecke von Joseph Beuys. Man muss nicht alles machen. Ich danke Ihnen für Ihre Geduld und vielleicht sehen wir uns wieder bei einem nächsten alchemistischen Treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Benesch, Friedrich: Über den Turmalin - Eine Monographie, Verlag Urachhaus, ISBN-13978-3878386506&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Volker Harlan|| zurück zu Volker Harlan |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Joseph Beuys]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Vortrag]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<id>https://anthro.world/index.php?title=SALZ_-_Stoff,_Prozess,_Wesen_-_ein_Vortrag_von_Volker_Harlan,_2025&amp;diff=33045</id>
		<title>SALZ - Stoff, Prozess, Wesen - ein Vortrag von Volker Harlan, 2025</title>
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		<updated>2026-10-18T19:29:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: /* Identitätsbewahrung: Der Kristall bleibt er selbst. Immer bleibt er in der Gestalt, die im entsprechenden Winkel schon beim allerersten Kristallisationskeim gegeben wird 00:27:14 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Volker Harlan 2 2025-2-12.jpg|link=https://www.youtube.com/watch?v=WnoASKgrc1k|thumb|SALZ - Vortrag vom 12. Februar 2025 von [[Volker Harlan]]. [https://www.youtube.com/watch?v=WnoASKgrc1k Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
[[Volker Harlan|| zurück zu Volker Harlan |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkript vom 12. Februar 2025 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., Oktober 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Salz - Stoff, Prozess, Wesen“ - Ein Vortrag von Prof. Dr. Volker Harlan im Chor Forum Essen [Goetheanistisch-Antroposophische- Vortragsinitiative] vom 12. Februar 2025. Veranstalter: Frau Marg und Ulrich Roehm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Harlan, V. Salz, 2025, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Harlan, V. Salz, 2025, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Harlan, V. Salz, 2025, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Stellen wurden im nachfolgenden Text nach der Rohtranskription unverändert gelassen und mit *[?]* markiert, weil sie nicht zweifelsfrei geklärt werden konnte: die Zuckerfirma („Firma Langen&amp;quot;), das Kupfermineral („Kupferdesquizit&amp;quot;, vermutlich Descloizit)Ebenfalls so belassen: „Es ist dem Blick entschont&amp;quot;, „die Welt ist subjektgenau&amp;quot; und „der 35 Auflage gelang&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrüßung durch den Veranstalter Ulrich Roehm 00:00:15 ===&lt;br /&gt;
Ulrich Roehm: Ich bekomme gerade den Auftrag, lieber Herr Harlan, für unseren Film, ihn ganz herzlich noch einmal offiziell zu begrüßen und Sie alle auch, liebe verehrte Anwesende, willkommen zu heißen und eben noch einmal auf das ganz besondere Salz dieses Abends zählen. [Applaus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nur ein Etwas, das wir als Gegenüber erleben können, können wir als Wesen erfahren 00:00:43 ===&lt;br /&gt;
Ja, verehrte liebe Freunde einer goetheanistisch-anthroposophischen Arbeit! Es ist ja schon ein sehr ungewöhnliches Hauptthema, Salz - einfach Salz- hinzuschreiben. Deswegen habe ich noch eine Unterschrift gemacht: Stoff - Prozess - Wesen, damit wir dasjenige, was wir normal als Salz mit einer schnellen Begrifflichkeit fassen, so vertiefen können, dass es von unserem Alltagsbewusstsein über das goetheanistische bis zum anthroposophischen hin reicht. Wir wollen sehen, wie weit wir damit kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welterkenntnis ist heutzutage im Grunde unverändert gegenüber diesem Satz, der vor schon fast 300 Jahren geschrieben worden ist von Hobbes im Leviathan: „&#039;&#039;Eine Sache erkennen heißt, sich vorstellen können, was man mit ihr machen kann, wenn man sie hat.&#039;&#039;” Das nennt man philosophisch „&#039;&#039;Utilitarismus”&#039;&#039;, also die Nützlichkeitsphilosophie. Unter diesem Gesichtspunkt gibt es überhaupt kein Wesen. Unter diesem Gesichtspunkt ist alles, was wir wahrnehmen, Stoff. Und mit dem Stoff kann man machen, was man will. Alles wird zum Material für etwas, ganz gleich, worum es sich handelt, ob es Menschen sind, die angestellt werden, in Arbeitslöcher gesteckt werden, in solche Gruben zum Beispiel, oder ob es Getreide ist, mit dem man handelt oder Sonnenblumenöl. Es ist immer derselbe Gesichtspunkt: Was kann man machen, wenn wir es haben? Zum Geld verdienen! Und man sieht an den Persönlichkeiten, die heutzutage über 250 Milliarden ihr persönliches Eigentum nennen, dass das funktioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und gleichzeitig ist eigentlich allen bewusst, dass es so nicht weitergehen darf. Und wir hören jetzt ja in der Vorwahlzeit eigentlich fast nichts mehr über die Problematik, sondern man spricht über Migration. Das heißt, wir wollen keine Fremden. Ab wann ist man fremd? Wenn man Ossi ist, ist man fremd? Ich bin Ossi, ich bin fremd. Wenn man Pole ist, dann ist man neuerdings Mitteleuropäer, früher war man Osteuropäer. Also die Dinge bewegen sich in einem Bereich, der nicht erkenntnisfördernd ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und was wir jetzt machen wollen, ist eben an einem ganz einfachen Beispiel schauen, wie es möglich ist, dasjenige, was uns in der Welt begegnet, zum Gegenüber zu machen. Und nur ein Etwas, was wir als Gegenüber erleben können, können wir als Wesen erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprüche, die uns das Gegenüber zur Aufgabe machen 00:04:18 ===&lt;br /&gt;
Wir haben eine Reihe von Sprüchen aus der Geschichte, die diese andere Seite entweder von vornherein voraussetzen oder zur Aufgabe machen. Im &#039;&#039;Thomas-Evangelium&#039;&#039;, das wohl so etwa um 180 nach Christi Tod geschrieben worden ist, heißt es im Logos 77: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Jesus sprach, ich bin das Licht, das über Ihnen allen ist. Ich bin das All. Das All ist aus mir hervorgegangen und das All ist zu mir zurückgekehrt. Spaltet ein Stück Holz und ich bin da. Hebt einen Stein und ihr findet mich dort.”&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Eine ungewöhnliche Aussage. Spaltet das Holz und ich bin da!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei &#039;&#039;Novalis&#039;&#039; heißt es unter anderem: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„W&#039;&#039;o bleibst du Trost der ganzen Welt?”&#039;&#039; [Und dann] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In kühlen Strömen send ihn her,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In Feuerflammen lodre er,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In Luft und Öl, in Klang und Tau&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Durchdring er unsrer Erde Bau.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Er ist der Stern, er ist die Sonn,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Er ist des ewgen Lebens Bronn,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aus Kraut und Stein und Meer und Licht&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Schimmert sein kindlich Angesicht.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Das ist also 200 Jahre her, dass das geschrieben wurde. Und nehmen wir jetzt eines, was nur 100 Jahre alt ist:&amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Vom Kopf bis zum Fuß bin ich Gottes Bild.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Vom Herzen bis in die Hände fühle ich Gottes Hauch.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Spreche ich mit dem Mund, folge ich Gottes Willen.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wenn ich Gott erblick überall, in Mutter, Vater, in allen lieben Menschen.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In Tier und Blume, in Baum und Stein.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Also in Tier und Blume, in Baum und Salz&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gibt Furcht mir nichts.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nur Liebe zu allem, was um mich ist.“&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Mit diesen Worten werden unsere Kinder in den Waldorfschulen aufwachsen. Das ist also von vornherein für die Kinder, die ja gerade in der Zeit vor dem sogenannten „Rubikon”, also in den ersten drei Klassen, ein ganz unmittelbares Verhältnis zur Welt haben, dass es gar nicht als Objekt erlebt, sondern die Welt ist subjektgenau, wenn man selber Subjekt ist. Und dieses Subjekt durchdringt sich nun mit den entsprechenden Gedanken und spricht eben „&#039;&#039;Vom Kopf bis zum Fuß bin ich Gottes Bild”&#039;&#039;. Und in Baum und Wolke, in Tier und Stein und so weiter und so weiter … in allem, was um mich ist, spüre ich Gottes Hauch, fühle ich seine Nähe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist natürlich ein sehr, sehr diffuser oder allgemeiner Gottesbegriff. Also man würde heute dann vielleicht eher sagen: Das Göttliche. Und das käme auch dem entgegen, was den meisten unserer Gegenwartsmenschen heute als Religion übrig bleibt. Eine Gottesvorstellung wird eigentlich heutzutage nicht mehr ausgebildet. Auch diejenigen, die in ihrer gesamten Weltanschauung und Denkungsart Materialisten sind - wobei das jetzt nichts Negatives ist, sondern eine bestimmte Art von Weltbetrachtung - fühlen doch meistens, dass es etwas Göttliches, etwas ganz anderes gibt. Und dieses ganz andere ist eben sehr undifferenziert, weil wir es nicht unmittelbar wahrnehmen können. Wir können uns aber an das Andere heranbewegen und in der Heranbewegung versuchen, ihm so weit entgegenzukommen, dass es mehr und mehr spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Harlan, V. Salz, 2025, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Salz ist alles, was auskristallisieren kann. Beispiele verschiedener Kristalle 00:09:00 ===&lt;br /&gt;
Ich habe jetzt eine Reihe von Bildern zusammengestellt. Hier ein erstes, wo Sie sehen, wie groß der Mensch ist, der da unten als Schattenbild steht, und wie groß im Verhältnis dazu die Kristalle, also die Salze sind - in diesem Fall Gipskristalle - die da in einer Kluft in der Tiefe der Erde in Mexiko in einer Mine gefunden worden sind. Mit einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit, etwa 95 Prozent, und Temperaturen, die fast ebenso hoch sind. Und diese Kluft ist verschlossen worden, weil wenn jetzt kühle Luft reinkäme, dann würden die zerfallen, die Kristalle. So können sie erhalten bleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist tief in der Erde, in den Klüften Salzbildung. Und Salz nennen wir jetzt im erweiterten Sinne zunächst einmal alles das, was auskristallisieren kann. Das kann ja sehr verschiedenes sein. Hier ist ein kleiner Zepterkristall abgebildet. Der ist nun in Wirklichkeit nicht größer als so [zeigt wenige mm zwischen Daumen und Zeigefinger]. Im Foto kann man das ja alles wunderbar verändern. Und ruft dieses andere hier zum Erstaunen vor, dass es solche gewaltigen Kristalle gibt, so ist bei diesen Bildern hier das Erstaunliche die Präzision der Form. Das absolut Akkurate der Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist ein kleiner Herkimer-Diamant. Dieser ist etwa so groß, also zwei Zentimeter in der Länge. Den gibt es im Staate New York zu finden. Kleine doppelendige Bergkristalle mit einer so unglaublichen Klarheit, dass sie eben wie Diamanten, wie Diamonds, entsprechend genannt und betrachtet werden. Das ist ein leider etwas verwischtes, aber doch ein Foto, nun von einem Salzkristall. Und an diesem Salzkristall wird schon deutlich, an diesem Bild, dass es sich, wenn er rein erscheinen kann, um eine kubische Gestaltung handelt. Ein Kubus, der sechs Seiten hat, die alle gleich groß sind und alle exakt im 90-Grad-Winkel aufeinander stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pyrit, Salz und Zucker in ihrer Kristallerscheinung 00:11:49 ===&lt;br /&gt;
Wie kommt es zu solchem Salz? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir alle Meere, die unsere Erde haben, eintrocknen lassen würden, dann würde die ganze Erde, oder jedenfalls die Ozeane, bedeckt mit einer Schicht von 61 Meter Salz. Obwohl die Meere nur 3,5 Prozent Salz enthalten oder Salziges enthalten, sieht man an dieser Zahl 61 Meter über die ganze Erde hin verbreitet, wie viel Salz da in dem Wasser gelöst ist. Und wenn das Wasser in eine Situation kommt, dass es austrocknen kann oder austrocknen muss, dann fängt es an, das Salz zu entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir sehen hier an einem Zipfel des Toten Meeres, wie da durch Dämme abgeteilt einzelne Abteilungen entstehen, deren Wasser langsam austrocknet in der Hitze. Die Umgebung des Toten Meeres hat eine Jahresdurchschnittstemperatur von 19 Grad. Es ist also im Sommer sehr warm, aber auch im Winter nicht kalt. Und dann kristallisiert sich überall diese Substanz aus, die jetzt eben entsprechend, wie wenn wir Salz aus dem Salzfass nehmen, weiß erscheint. Je kleiner die Kristalle, umso reiner die Weißerscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist ein Bild aus den Persischen Salzwüsten. Das sind die wüstesten Wüsten, die es auf der Erde gibt. Da kommt kein Kamel durch. Riesige Flächen, in denen so viel Salz ausgetrocknet, auskristallisiert ist, und zwar immer wieder auch, indem diese Flächen wieder überschwemmt werden, neues Salz mit sich bringen, das trocknet aus, dann wieder weitere. Und dann entsteht diese eigentümliche Wabenstruktur, die wir auch in den Säulen des Basalt vor uns haben. Und die ganze riesige Fläche, völlig horizontal, eine Seenfläche, ist Salzkruste. Je nachdem, wo das Ganze dann ist und auf welche Weise man sich dieses Salzes dann bedient, wird es zusammengeschabt zum Austrocknen und danach herabtransportiert, je nachdem, wofür man es braucht, als Speisesalz oder zum Streuen bei Winterglätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist eine kleine Salzkonkretion, die ist in der Größe so eine Handspanne groß, die es hier entsprechend herausvergrößert, wo man sieht auch wiederum: Alles voll von Salzkristallen, die miteinander verwachsen sind, aneinanderstoßen und hier einen weißlichen Charakter haben. Diese Salzstufe ist aus einem polnischen Bergwerk, das leider abgesoffen ist, sodass es heutzutage überhaupt keine Salzkristalle angeboten gibt in den Mineraliengeschäften beziehungsweise bei Ebay oder bei anderen entsprechenden Plattformen. Und hier sehen Sie jetzt nicht ein Einzelkristall, sondern ein zusammengewachsenes, ein sich herausgebildet habendes, was im Ganzen überall diese unglaubliche Klarheit der Winkel zeigt und jedoch nahezu glatten Oberflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man es jetzt hier anschauen könnte - ich wollte es nicht mitbringen, weil es so schwer ist - könnte man sehen, dass man bis zum Grund durchschauen könnte. Es ist, wenn es gut geht, vollkommen durchsichtig. Bei diesem Salzkristall hier kann man das einigermaßen sehen, dass er durchsichtig ist. Hier gehen die Ecken herunter und entsprechend kann man durchschauen auf den dunklen Boden. Ein Kubus. Der nun in seiner Kristallinität nicht nur total exakt ist, wie der vorangegangene, sondern auch wiederum eine bewegte Oberfläche hat. Und diese bewegliche Oberfläche, die nicht so ist, wie wir das beim Pyrit sehen, wo jetzt hier in Navajún in Spanien aus dem Steinbruch diese Platte herausgebrochen ist, die ist jetzt nicht natürliche Größe, sie ist natürlich kleiner. Aber da sind tatsächlich so große Pyrit-Kristalle drin, die einzeln genommen eben eine unglaubliche Exaktheit haben. Das ist zu Eisen und Schwefel verbunden als Kristall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So glatt sind die Oberflächen von Salz nicht. Salz ist da beweglicher, aber es ist ganz durchsichtig, wie der Herkimer-Diamant. Aber in dieser Oberfläche, wie gesagt, beweglich, das heißt, es hat sozusagen eine Affinität zum Außen. Und wenn man es in Wasser legt, dann löst sich es auch langsam auf. Während der Pyrit, wenn man ihn ins Wasser tut, bleibt, wie er ist. Also Sie können getrost versuchen, Ihren Kaffee mit Pyrit zu süßen, es wird Ihnen nicht gelingen. Pyritisierter Kaffee. Aber wenn Sie Salz reintun, ruft das besonders, wenn es derjenige, der es trinken soll, nicht weiß, einen erstaunlichen Effekt hervor. Bei Tee kann man das übrigens genauso machen. Auf Jugendtagungen wird dieser Jux natürlich immer mal ausprobiert, dass man Zucker und Salz in eine Tasse tut, ehe man den Tee reinschüttet. Es löst sich vollkommen auf. Es ist dem Blick entschwunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was mag das sein? [Neues Bild] Was mögen diese Kristalle sein? Zucker. Zucker. Und Sie können diesen Zucker sogar kaufen. Es gibt bei dieser Firma „Langen” eine bestimmte Sorte von Kandiszucker, wo noch so große Kandisstücke drin sind. Leider, wenn man die kauft, die sind dann gleich so ein halbes Kilo, sind die durch die Verarbeitung, durch die Abfüllung usw. so aneinander gerieben, dass die Oberflächen alle weißlich geworden sind, weil es abgestoßen ist und die Kanten gebrochen. Bei diesem hier haben wir aber deutlich vor uns, wie auch Zucker, also eine organische Substanz, vollständig als Kristall erscheinen kann. Kristallsalz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was Salz kann: Geschmack und Konservierung 00:20:02 ===&lt;br /&gt;
Gehen wir nochmal zurück zum Salz. Und fragen wir uns jetzt ab, was wir über den Stoff einfach so äußerlich schon wissen können. Also er hat eine Form, die außerordentlich ist, dieses reine kubische, die Gestalt von diesen sechs gleichen Flächen, die aufeinanderstoßen und die sechs Raumesrichtungen oder die drei Raumesrichtungen abbilden. Wobei man eben, so wie wir Menschen rechts und links, vorne und hinten, oben und unten unterscheiden können, wenn auch jeweils in derselben Achse, doch empfinden kann, wie so ein kubisches Wesen, wie von zwei Seiten her, beziehungsweise von sechs Seiten her, aufeinander zugänglich sich gestaltet haben, sodass diese Kristallisationsgestalt in ihrer wunderschönen Form für uns erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem wissen wir, dass Salz eben als Kristall eine gewisse Härte hat. Es ist nicht sehr hart, man kann es leicht zertrümmern. Und wenn man es zertrümmert, dann hat man immer wieder exakte rechte Winkel. Das ist ja auch nicht bei jedem Kristall. Wenn Sie ein Bergkristall mit einem Hammer bearbeiten, dann kriegen Sie den sogenannten muscheligen Bruch. Und beim Salz, auch bei dem Calcit, bricht er immer genau in der Winkelform, die wir auch an der Außenkante zunächst schon haben. Also ein durchsichtiges, festes, die Raumkoordinaten abbildendes oder vergegenwärtigendes Wesen, was uns da im Salz entgegentritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wofür kann man das Salz denn gebrauchen? Nun, wenn wir jetzt von dem, wie es heutzutage am meisten verwendet wird im Winter, von der Gefrierpunktserniedrigung absehen. Also wir streuen Salz auf Eis und das Eis wird flüssig. Das heißt, der Gefrierpunkt des Wassers wird auf 18 Grad Minus heruntergedrückt. Im täglichen Gebrauch ist das aber nicht der Fall. Das brauchen wir so nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wenn wir es verwenden, verwenden wir es ja immer in Speisen. Aber nie in Massen, sondern eine Prise Salz. Cum grano salis, eine Prise Salz. Und die Nudel schmeckt nach Nudel. Eine Prise Salz und die Kartoffel schmeckt nach Kartoffel. Ein Butterbrot ohne Salz ist fad. Aber mit Salz, wenn es genügend geringe Mengen sind, ist ein wunderbarer Schmaus. Was anderes braucht man dann gar nicht mehr? So verwenden wir Salz in unseren Gerichten, weil sie uns dann besser schmecken. Aber wir verwenden das Salz so, dass wir das Salz selber nicht schmecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir den Kaffee mit Salz haben, schmecken wir es sehr wohl. Wenn wir zu viel Salz in die Nudeln tun, natürlich auch. Dann haben wir den Salzgeschmack - bittersauer, süß, salzig - haben wir den Salzgeschmack, der sich über alles andere hinwegsetzt. Also mit Maßen genommen, dient es als Geschmacksverstärker. Das heißt, es hilft zu charakterisieren. Es hebt die typische Substanzqualität hervor im Geschmack. Geschmacksverstärker. Das Salz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben ja natürlich auch dieses noch, was es immer noch gibt. In der Zeit, bevor wir Kühlschränke hatten, hat man Fleisch und auch heute noch Fisch mit Salz dauerhaft eingelegt. Das ist ja ein Wunder. Man hat den Hering aus dem Meer gezogen, wirft ihn in ein Fass mit anderen zusammen, streut immer wieder Salz rein, jede Menge Salz und der Hering bleibt Hering. Man kann den einen Jahre in der Tonne haben, ihn dann rausnehmen, legt ihn dann in Wasser und wenn man ihn genügend lange in Wasser gelegt hat, hat das Wasser, das Salz, das in den Hering eingezogen war, wieder herausgenommen und der Hering schmeckt wieder nach Hering. Ist nicht verfault. Wenn wir den Hering drei Tage aufs Fensterbrett legen würden, würde er nicht mehr genießbar sein. Oh, das wäre die letzte Mahlzeit!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also die konservierende Fähigkeit, die gestaltbildende Fähigkeit, denn die Raum- und gestalterhaltende Fähigkeit, ja auch die geschmackserhaltende, gar verstärkende Fähigkeit des Salzes, gehört zu dem Typischen des Salzes hierzu. In Norwegen, wenn man da in irgendeiner Jahreszeit an den Inseln vorbeifährt, im Nordwesten, an den Lofoten, dann findet man überall auf diesen Hügeln Gestelle, an denen hängen Schellfische, so groß etwa, ausgenommen und trocknen an der Luft, beziehungsweise sind mit Salz gesalzen, so wie der Jäger möglicherweise, wenn er in einer Steppe wohnt, das abgezogene Fell des erlegten Tieres mit Salz einstreut, das auch da wiederum das Wasser herauszieht und das Fell zum Brett macht. Was aber dann nicht fault, sondern bleibt, wie es ist und irgendwann zum Gerber gebracht werden kann. Auch da also Konservierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Kristall bleibt immer er selbst, eben in der Gestalt, die im entsprechenden Winkel schon beim allerersten Kristallisationskeim gegeben wird 00:27:14 ===&lt;br /&gt;
Wenn wir, wie ich schon sagte, den Salzkristall schlagen, zerbricht er in immer dem gleichen Winkel. Wenn er wächst, wächst er immer mit dem gleichen Winkel, er verschiebt sich nicht. Er bleibt immer würfelig. Ein Bergkristall ist normalerweise eine Säule, die Säule kann aber sehr kurz sein, wie bei so einem Herkimer-Diamant, aber es ist charakteristisch kein Würfel, wie das Salz, das in Stücke geschlagen immer rechtwinklig bleibt. Es bleibt sozusagen der Form nach mit sich identisch. Es hat diese Eigentümlichkeit, klar, durchsichtig zu sein, die sehr distinkte Gestalt zu haben und diese Gestalt äußerlich und innerlich identisch zu haben. Es bleibt immer es selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das können wir sehr schön sehen, dass das überhaupt eine Eigenschaft, eine mögliche Eigenschaft von Mineralien ist, wie hier bei diesem angeschliffenen Bergkristall, ein sogenannter Phantomkristall. Das hat man manchmal, dass es Bergkristalle gibt, die außen eine weiße Schicht haben, also wie Salz, weißlich außen sind. Die muss man abschleifen, dann kann man ins Innere hereinschauen und sieht, wie im Inneren sich dieselbe Form immer wiederholt, kontinuierlich. Auch da besteht Identitätsbewahrung in dem Gestaltprozess. Keine Wandlung, keine Metamorphose, keine Verschiebungen. Immer bleibt es in der Gestalt, die im entsprechenden Winkel schon beim allerersten Kristallisationskeim gegeben wird. Der erste Kristallisationskeim, der sich bildet, hat die Form, die dann nur noch größer werden kann. Aber Wachstum kann man eigentlich nicht sagen, denn der Kristall hört auf zu wachsen, wenn er kein Futter mehr kriegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Größe, die Ausdehnung des Kristalls ist bestimmt von außen. Seine Form ist bestimmt von innen 00:29:47 ===&lt;br /&gt;
Wenn Sie ein Salzkristall züchten wollen, dann können Sie ja eine entsprechende Einrichtung treffen, indem Sie Salz im Wasser auflösen, einen Faden hereinhängen oder einen Stab reinstellen und dann verdunstet das Wasser und das Salz fängt an auszukristallisieren und wenn das Wasser alle ist, ist Schluss. Da kann nichts mehr werden. Gibt man mehr hinzu oder neues Wasser, wächst er weiter. Das heißt, seine Größe, seine Ausdehnung ist bestimmt von außen. Seine Form ist bestimmt von innen. Und immer hat er dieses offene Umweltverhältnis da, wo die Kristallisation beim Wachstum fortgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist am allerschönsten zu sehen bei einem Längsschnitt durch einen Turmalinkristall, der so ein Chamäleon ist, und da sieht man das besonders deutlich, in seiner Bildung in bestimmten Grundsubstanzen identisch bleibt, aber gerade durch die Ionen, die da drin sind, so große Löcher in seinem Kristall hat, dass es auch andere Substanzen aufnehmen kann. Und je nachdem, was die Kluft, in der sich eine Schmelze, eine wässrige Schmelze befindet, in der Tiefe der Erde hergibt, ist es mal mehr grün, mal mehr braun, mal mehr rötlich, je nachdem. Das ist also ein nicht idealisierter, aber aus einer von vielen möglichen, eine besonders schöne Gestalt aus dem Buch von &#039;&#039;Friedrich Benesch&#039;&#039; über den „Turmalin”. Das ist eine Zeichnung, ein Aquarell, kein Schnitt. Aber man sieht sehr deutlich dieses Prinzip der identischen Wiederholung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das man auch sehen kann, wenn das Wasser auf dünnen Flächen kristallisiert und sich die Eisblumen bilden. Da haben wir hier in der Mitte unten, die ist wiederum deutlich vor uns, wie jetzt hier da ein Winkel da ist, der sich ständig wiederholt. Hier sieht man es besonders deutlich. Immer die gleichen Winkel und auch am Ende der kleinen Teile immer die gleichen Winkel. Wurzelartig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jede Schneeflocke ist anders. Aber ihr Kristallisationsprinzip ist immer in hexagonaler Weise angelegt, bis hin zu Blütenbildern 00:32:29 ===&lt;br /&gt;
Und in der einzelnen Schneeflocke kann er unendliche Gestalten annehmen. Ja, jede Schneeflocke ist anders. Aber ihr Kristallisationsprinzip ist immer in dieser hexagonalen Weise angelegt. Bis hin zu Blütenbildern. Und insofern können wir sagen, wenn wir eine Blüte vor uns haben, auch da ist eine Kristallisationsform erschienen, die in ihrer Sechseitigkeit bei den einkeimblättigen Pflanzen etwas Monotones hat, wenn man es als solches ansieht, aber dadurch eben auch eine sehr präzise, eine bestimmte, eine vielleicht schöne Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weiter 00:33:21&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kupfererz aus Namibia, das interessanterweise als Metall in die Lage kommen kann, Pflanzenstrukturen zu bilden und zu zeigen. Wenn Sie sich das im Einzelnen anschauen, den unteren Teil, dann sehen Sie, dass wie bei einem Moos ein Stängel da ist, mit kleinen, identisch großen Seitenblättern. Schaut man sich die Oberseite an, hat man eine unglaubliche, eine extreme Bildung, in dem am Ende des wachsenden Kristalls jeweils so ein Gebilde erscheint, was obendrauf nochmal ein kleines Hütchen haben kann. Auch unten etwas schmaler ist als oben. Also es wächst und es bildet keine Blüten, aber Früchte. Eine organische Gestalt rein aus anorganischer Substanz. Ein Kupfererz. Kupfer-Descloizit *[?]* wurde mir gesagt, ich habe es im Lexikon nirgendwo gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, und hier sind wir im Palmenhaus in Frankfurt. Das ist wie eine Glasarbeit, aber sind eben diese Eisblumen in ihrer wunderbaren Vielfalt hier sogar ins direkt gebogene Dynamische hereingehend. Also Kristallisation jetzt schon im erweiterten Sinne als formannehmend. Formannehmend ist eine klare Flüssigkeit, die völlig in sich identisch ist, für das Auge keine Differenzierung und die bei einem bestimmten Kältegrad oder bestimmten Sättigungsgrad anfängt in sich und aus sich heraus die Bilder zu gestalten, die jetzt nicht in dem Wasser verborgen waren, sondern die in den Substanzen verborgen waren, die in dem Wasser gelöst waren und bei bestimmten Voraussetzungen anfangen sich zusammenzuschließen zu Kristallen, zu Salzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salz im engeren Sinne sind Metalle und Säurereste, so wie Natrium, Chlorid und wenn wir jetzt gerade nochmal Natrium, Chlorid sagen, dann kann man sich auch da deutlich machen, dass das eigentlich ein ungeheurer Sprung ist von dem, was als Natrium und Chlorid im Wasser gelöst vorhanden ist, zu dem, was uns als Kochsalz entgegenkommt. Wenn Sie es ganz extrem denken wollen, dann nehmen Sie auf der einen Seite Natronlauge, und wenn Sie in die Natronlauge, was soll ich jetzt sagen, ein Hühnerbein reinhalten, von einem toten Huhn. Wie man es macht in der Zoologie, wenn man Präparate herstellt, Knochenpräparate. Dann wird durch die Natronlauge das Fleisch vollständig aufgelöst. Es bleibt übrig der nackte Knochen. Und wenn Sie jetzt diesen Knochen in Salzsäure hereinlegen, verschwindet auch der Knochen. Und wenn Sie Natronlauge und Salzsäure im richtigen Verhältnis zusammengießen, entsteht Kochsalz und Wasser. Ist das nicht unglaublich? Wie da je nachdem, in welcher Weise Stoff sich mit Stoff begegnet, etwas völlig Neues erscheint. Eine Emergenz, würde man heute sagen. Man hebt es in eine andere Erscheinungsstufe herein. Kochsalz. Und das gilt für jedes Mineral.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Mineral zur gestaltbildenden Kraft 00:38:04 ===&lt;br /&gt;
Also, wir sind jetzt im Begriffe überzugehen, aus dem, was Salz als Mineral ist, zu dem hin, was Salz als gestaltbildende Kraft ist. Gestaltbildende, formende Kraft. Und steigen ein damit, dass wir sehen, dass wenn wir eine Keimpflanze haben, wie in der Mitte eine Gestaltanordnung sich bildet, wenn der Boden das hergibt, das ist nur eine Weile nachher, gibt der Boden das meistens nicht mehr her, dass wir eine Zentralachse haben, Primärwurzel und dann Seitenwurzel, ersten und zweiten Grades. Und die Seitenwurzeln gehen alle im selben Winkel aus der Primärwurzel heraus in die Umgebung. Und die Seitenwurzeln stehen eine über der anderen. Das kann man ganz schön sehen, wenn man eine Möhre hat, die lange feucht gelegen hat, dann fängt die an, Wurzelchen zu treiben. Und die liegen alle untereinander. Sehr schön kann man es auch beim Rettich sehen. Der hat dann oft sogar eine Falte und in der Falte sind die Seitenwurzeln. Natürlich nicht in dieser Schönheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sehen einerseits, dass sich jetzt im Organischen ein Gestaltprinzip zeigt, dass wir bei den Phantomkristallen haben, wenn wir das Glück haben, einen Phantomkristall zu finden, der die innere Struktur sichtbar macht. Und auf der linken Seite zeigt sich, dass die Wurzel, hier eben eine Möhrenwurzel, auch in der Lage ist, Stoff anzulagern. Sodass, wenn jetzt der Herbst und der Winter kommt, das Kraut verwelkt bei den ganzen Rüben, aber auch bei den Staudenpflanzen, bei den Pfingstrosen oder bei Rittersporn oder was immer, im nächsten Jahr kommen sie wieder, woher? Aus der Wurzel. Die Wurzel bleibt mit sich identisch. Die Wurzel hat so viel Stoff aufgenommen, dass sie aus sich heraus sich klonen, wiederherstellen kann. Auch da erfolgt eine identische Reproduktion, ein Klon. Da gibt es keine Evolution, nur Wiederholung des schon vorhandenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das Formgliederungsprinzip und das Stoffsammlungsprinzip als etwas, was Salzcharakter ist, im übertragenen Sinne, was wir im Extremfall beim Turmalin sogar mit dieser Mittelsäule sehen können. Und wenn wir etwas, das ist etwas, woran ich anknüpfen könnte beim nächsten Mal, wenn wir die Tria Principia, auf die wir ja bei unseren Vorträgen immer wieder auch schon hingewiesen haben, die drei, das Sal-Prinzip, das Merkur-Prinzip und das Sulfur-Prinzip, übereinander als Bilder stellen, in der anorganischen Natur getrennt, Wurzel, Blatt und Blüte, bei der Pflanze, bei der organischen Natur vereint. Zwar in eigener Abteilung, aber im Ganzen in eigener Gestalt. Ohne das eine, ohne die Wurzel kann keine Pflanze gedeihen, ohne dass sie Blätter bildet, kann sie keine Stoffbildung vollziehen. Da sind also die Tria Principia jetzt vereint bei der Pflanze, die bei der Wurzel zunächst als Formgestalt und als Stoff-Akkumulation schon zu sehen waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, und sogar wenn wir ein Blatt anschauen, besonders auf der Rückseite, haben wir dieses, dass wir etwas haben, wie eine Primärwurzel und Seitenwurzeln. Wenn Sie darüber Näheres lesen wollen, dann lesen Sie Tycho-de-Brahe-Jahrbuch für Goetheanismus 2001, 2002 oder so. Da habe ich einen größeren Aufsatz geschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn wir dieses Bild haben, dann kann man eigentlich nicht wissen, ist das linke Wurzel und das rechte Strauch, wir sehen da die Primärwurzel noch mit dran, es ist also ein Wurzelbild, das man machen kann, wenn man einen Samen zum Keimen bringt und nicht an einer senkrechten, sondern einer schrägen Glasscheibe oben in die Erde tut, dann muss die Wurzel, die ja senkrecht wachsen will, immer an der Glasscheibe entlang nach unten wachsen, sodass man, wenn man den Schutz wegtut, sehen kann, wie das Wurzelwachstum erfolgt. Und da haben wir eben wiederum, dies, was wir schon kennen, die gleichen Winkel dieser Seitenwurzeln und in der Mitte die Zentralwurzel und sehen aber, dass nach demselben Prinzip letzten Endes die Büsche oder die Bäume gebildet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holz ist das Salz der Bäume 00:44:16 ===&lt;br /&gt;
Und hier in einem kalifornischen Wald, wo es jetzt so furchtbar gebrannt hat, da sind die Bäume durch die Trockenheit, die jetzt jahrelang herrschte, verdorrt gestorben. Wir haben eine Parklandschaft vor uns mit lauter toten Bäumen. Das heißt, diese Bäume bleiben, solange sie nicht von irgendwelchen Tieren durchbohrt werden, stehen über Jahre, über Jahre. Auf dem Boden verfaulen sie schneller, in der Luft bleiben sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lebendige Wachstum einer Pflanze, die aus dem Samen die Wurzel bildet, dann die Keimpflanze entfaltet, die schließlich blüht und fruchtet. Oder im nächsten Jahr Seitenzweige bildet und wieder und wieder und wieder und ein Baum wird, bildet nach innen hin die Kristallsubstanz und nach außen hin das Lebendige, das die Kristallsubstanz ermöglicht. Und die Kristallsubstanz nennen wir in diesem Falle Holz. Holz ist Salz der Bäume. Und wenn wir diese Formel verwenden, das Holz der Bäume ist Salz oder das Salz der Bäume ist Holz, dann sind wir in der Beweglichkeit des Salzbegriffes drin, den wir brauchen, um einen genügend vertieften Salzbegriff zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und alles, was ich jetzt im Laufe des Abends gesagt habe, fügt sich ja so in eine Reihe herein, die sozusagen immer transparenter wird im Hinblick auf das Salzprinzip, das uns in der Natur entgegentritt und das dann vom Maler auch gemalt werden kann. Da ist dann unten noch ein verlassener Friedhof, das verstärkt das Bild dann nochmal, Caspar David Friedrich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Skelett und Panzer: die Versalzung im Tierreich 00:46:27 ===&lt;br /&gt;
Diese Versalzungstendenz haben wir auch in den tierischen Lebewesen, in den lebendig sie bewegenden, sinnestragenden Lebewesen bis zum Menschen hin. Und da geht, was ich vorhin angedeutet habe, was übrig bleibt, wenn man das Tier in Natronlauge getaucht hat, das ist dann dasjenige, was uns als Skelett entgegentritt. Phosphorsaurer Kalk, mineralisiert. Ein echtes Mineral, phosphorsaurer Kalk, aber gestaltet aus einem organisch lebendigen Wesen heraus, in diesem Falle hier bei den Bildern bei einem Menschen, der eine entsprechende Gestalt entwickelt, über die wir bei anderer Gelegenheit dann auch noch vergleichend sprechen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sodass wir bei den Bäumen innen das Holz, bei den Tieren innen das Skelett, bei den kleinen Tieren außen den Panzer haben, der aber immer wieder gesprengt werden muss. Und wenn Sie einen Schrank wegrücken, den Sie lange nicht wegrückt haben, finden Sie dahinter eine ganze Reihe Spinnenskelette. Haben Sie mal gesehen, wie eine Spinne sich häutet? Sieht man leider sehr selten. Aber so eine Weberspinne mit ihren langen Beinen, die zieht ihre Beine aus der Hülle heraus, bis alle acht Beine draußen sind und dann sprengt sie den Körper in der Mitte auf und das Ganze fällt ab. Das Außenskelett trägt das Insekt und das Knochengerüst trägt das höhere Tier. Das Wirbeltier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt ist es um acht. Ich füge jetzt noch was hinzu. Erst nochmal zwei kleine Bilder. Das ist das Salzprinzip im Häuserbau. Einzige Steine wie der andere, mit den verschiedenen Möglichkeiten, wie man sie übereinander lagert. Da gibt es ja reiche Anschauungsmaterialien von Häusern, die vor 100 Jahren gebaut worden sind, diesen roten Klinkern. Und wenn man das ins Große nimmt, so wohnt man in China. Ist das nicht furchtbar? Kinder, die irgendwo da oben in so einem Stockwerk leben, heranwachsen in diesen unendlichen Kästen. Draußen zum Schmucken paar Bäume gepflanzt, betreten verboten, Hunde nicht erlaubt, sonst hätte man da meterdicke Hunde, Mist auf diesen Plätzen. Eins wie das andere. Plattenbauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist der Apparat noch an? Aber Ihr Apparat ist an, ne? Gut. Dann muss ich versuchen, jetzt so laut zu sprechen, dass Sie mich hören können. Ich mache jetzt eine Hörprobe. Wenn ich jetzt so spreche, wie jetzt spreche, können Sie mich dann verstehen? Ich danke für Ihr Nicken. Und die vorne sitzenden Schwerhörigen, können Sie mich hören? Oder auch verstehen? Gut. Dann machen wir unbefangen weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Beuys-Zeichnung: Kubus, Anstalt, Christus 00:50:28 ===&lt;br /&gt;
Also gehe ich jetzt auf etwas anderes ein. Ich habe hier eine Zeichnung von Joseph Beuys, die er mir 1974 einmal auf meine Bitte hin gemacht hat. Die drei große Bleistiftzeichnung. Und ich nehme jetzt diese Zeichnung, um im Hinblick auf den Salzbegriff noch einen Schritt weiter zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie finden hier, in dieser Zeichnung oben links, ein Kubus als Zeichen des Nichtlebendigen, des Toten. Der Kubus als Repräsentant des Anorganisch-Kristallinen, der Tod. Rechts daneben, Pflanze, Tier, Mensch. Also die Evolution, die da ausgeht, vom Anorganischen mit seinem ungeheuren Reichtum, der die Stoffbasis bildet für dasjenige, was sich organisch dann Stufe um Stufe weiterentwickeln kann und in der Weiterentwicklung immer die Möglichkeit neuer Organisationsprinzipien mit sich bringt, dass nicht nur eine Pflanze, sondern auch ein Tier erscheinen kann und schließlich auch ein Mensch erscheinen kann in der Substanz, in der Materialität, in dem Salz, was sich stufenweise aufgebaut hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben ein zweites kubisches Gebilde, da ganz unten am Rand, sozusagen, wo die ganze Schwere die Substanz bis auf den tiefsten Punkt getrieben hat, in diesem kleinen Kubus. Neben dem steht ein Wort. Bei Beuys sollte es Anstalt heißen. Nein, doch, Anstalt. Es könnte aber auch Ausfall heißen. Wenn Sie es als Ausfall lesen, dann wäre es aus dem Flüssigen dasjenige herausgefallen, was wir oben bei diesem Ersten haben, wo aus dem Flüssigen das Tote herauskristallisiert ist. Anstalt. Anstalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Anstalten, wo die Weltanschauungsbilder der heranwachsenden Jugend zu Salzkristallen geformt werden, die möglichst nicht mehr auflösbar sind. Da werden wir, wie von den Kirchen früher, heute in den Schulen, materialistisch indoktriniert. Die Religion der Moderne ist der Materialismus. Das ist eine echte Religion, die eben als Materialität ihre Göttlichkeit verehrt und dasjenige, was jetzt als Bildungsanstalt möglich wird, ist, dass man eben in unendlicher Reproduktion das Ganze druckt und unter die Menschheit verbreitet. Heutzutage geschieht das dann elektronisch, digital.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir haben ein Drittes. Ah, nochmal diese herausgehoben und sehen jetzt hier etwas, was für diese Zeichnung wichtig ist. Das ist der unterste Teil der Zeichnung unten rechts. Sehen Sie? Sulfur-Mercurius-Sal. Saturn-Sonne-Mond. Da hat Beuys seine Zeichnung, seine Grundzeichnung des Plastischen hingezeichnet, wo es aus einem chaotischen Wärmezustand langsam in eine Abkühlung übergeht, die schließlich auskristallisiert. In der Anstalt und überall, wo Anstalten sind, ob das in Klöstern ist oder in Schulen oder in Bürostuben, in Gerichtssälen, überall geht etwas aus dem lebendig-beweglichen in eine bestimmte Form über, die tradierbar ist. Eine Form, die tradierbar ist, ist die Basis jeglicher Anstalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt habe ich hier nochmal das ganze untere Teil herausgehoben, das in der Mitte jetzt den dritten Kristall hat. Und wenn wir diesen dritten Kristall anschauen, dann haben wir unten gehabt Sulfur-Mercur-Sal als ein Gestaltungsprozess, haben ganz oben gehabt Stein-Pflanze-Tier-Mensch und haben hier unten jetzt das mythische Zeitalter, in der sich die Menschheit entwickelt hat, bis zu Plato und Aristoteles hin, dann das Zeitalter der Philosophie, die Bildung des Materialismus bei Newton und Kant, Helmholtz, des Sozialismus bei Marx, auf diesen Punkt hin hat Beuys diesen Kubus gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist sozusagen der Höhepunkt der Konsolidierung in sich selbst. Aus der Vielheit der Menschheit kristallisiert sich langsam im kulturhistorischen Prozess das Einzel-Ich heraus, das in seiner Egoität wiederum Willens ist, Stoff zu sammeln, Reichtümer zu sammeln, reich zu werden. Wir hören ja einmal in der Woche oder zweimal immer in den Nachrichten die Lottozahlen. Da sitzen Millionen Leute am Hörer, ob sie die richtigen Zahlen haben, um jetzt doch die Milliarde in Amerika oder sogar in Europa gewonnen zu haben. Also diese Neigung ist sehr groß und ich fände es auch nicht schlecht, wenn man ab und zu mal sowas bekäme, um es dann verteilen zu können, wo es sinnvoll ist. Also die Bildung, die Fülle der Bildung auf den Einzelnen hin, das einzelne Menschenexemplar, das sich von allen anderen unterscheidet, aber mit sich selbst identisch bleibt, mit sich selbst identisch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kommt der Kreuzungspunkt, wo die Linien durcheinander laufen und über diesen Kreuzungspunkt schreibt Beuys Christus und Kreuz, wie schon hier einmal, Kreuz und Christus, sagen der Zeit vor oder nach Platon. Das Christusprinzip als Ich-Prinzip. Beuys macht es in dieser Weise, dass er auf die rechte Seite das Kreuz setzt, das nun ausschlägt und hier in diesem Falle fünf Blütengebilde, also das Rosenkreuz, bildet. Das Rosenkreuz, das Rosenkreuzertum, das moderne Rosenkreuzertum als die Möglichkeit, den historischen Materialismus zu überwinden, zu überwinden im Sinne einer Ergänzung, nicht der Auslöschung, sondern Ergänzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie es Mineralien, Pflanzen, Tiere und Menschen gibt, so muss es neben dem Materialismus eben auch Religion geben, in der das Ich ein heiliges Wesen ist. Und Rudolf Steiner macht nun ja, das kennen Sie vielleicht kühnerweise, dieses, dass er in die kleine Kuppel des ersten Goetheanum ein Bild hereinmalt, wo eine Menschengestalt auftritt, die nach rechts schaut, also dorthin, wo bei Beuys die Linien auf dem Punkt zusammenliefen, ehe es dann weitergeht. Und diese Gestalt hat etwas in der Hand, was ich jetzt hier markiert habe. Es ist ein Buch und dieses Buch beschreibt oder hat zum Inhalt die Geschichte des Ich. Die Geschichte der Menschwerdung auf die Ich-Persönlichkeit hin. Und so wie wir bei Beuys an dieser Stelle Christus ganz oben drüber stehen haben, von dem aus die Zukunft begonnen werden kann und schauen Sie mal, wie exakt hier die Linien sich alle wirklich in einem Punkt treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Ich als Wahrnehmungsorgan, und die Taufe 01:00:05 ===&lt;br /&gt;
So beschreibt Rudolf Steiner, wie die höchste Form der Ichheit sich im Laufe der Sprachentwicklung des Mittelalters zu der Form hinbildet, dass wir nicht Ego sagen und nicht I sagen, sondern Ich sagen. Und Ich hat die beiden Anfangsbuchstaben des Namens Jesus Christi in sich. ICH. Jesus Christus. Das ist der Punkt sozusagen, von dem aus die Verfestigung, die Identifizierung des Menschen mit sich selbst gleichsam umschlagen kann, in eine neue Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir hatten letztendlich den Vortrag von dem Professor aus Udine, wie hieß er noch? Ja, der darauf aufmerksam machte, wie Rudolf Steiner in seinem fragmentgebliebenen Buch Anthroposophie einen Sinn einführt, den es bis dahin nicht gab. Sprechen, oder Hören, Sprechen, Denken, Ichen. Das Ich wird nicht der Gegenstand der Selbstbespiegelung, der Selbstbetrachtung, der Akkumulation von Reichtum innerlich oder äußerlich, sondern das Ich wird offen dafür, in jedem Anderen, der um uns ist, das Ich wahrzunehmen. Wenn ich Gott erblicke, überall, in Vater und Mutter, in allen Leben Menschen, in Stein und Blume, in Baum und Stein, gibt Furcht mir nichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also tatsächlich dieser Punkt, wo jetzt das Ich anfängt, eine Fähigkeit zu werden, Wahrnehmungsorgan zu sein für das Ich im Anderen. Das heißt, wenn wir versuchen, eine Wesensbegegnung mit etwas typisch Anderem herbeizuführen, sei es ein bestimmter Baum, dem wir uns einmal wirklich zuwenden, sei es ein Mensch, dem wir uns wirklich zuwenden, sei es eine Blume, der wir uns zuwenden, oder dem Fixsternhimmel, es ist die Möglichkeit, völlig selbstlos, aber nicht ichlos, völlig selbstlos zu suchen, das Wesen des Anderen, was sich mir in irgendeiner Form zeigt. Und von den Formen, die ich wahrnehme, von dem Seinshaften, das ich wahrnehme, versuche ich, die Struktur wahrzunehmen, versuche ich, die Qualitäten wahrzunehmen, versuche ich, den Zusammenhang der Qualitäten zu erfassen, und im Zusammenhang der Qualitäten entsteht schließlich das, was wir mit Goethe Gestalt nennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und es ist für mich als Botaniker ein tragischer Moment gewesen, als vor einigen Jahren in dem deutschen klassischen Lehrbuch der Botanik der erste Teil, der 35 Auflage gelang, Morphologie hieß. Ohne Änderung des Inhalts die Überschrift bekam Strukturen. Aber da haben sie genau das vor sich, die Gestalt verschwindet, die Struktur bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber schon wenn ich das vorhin andeutete, wie aus Natrium und Chlor Kochsalz entstehen kann, wie aus H und O, aus Wasserstoff und Sauerstoff Wasser entstehen kann, ganz einfache Wundergebilde, so wird in der Fülle der aneinander, miteinander gestaltenden Strukturen die Gestalt sichtbar. Und die ist prinzipiell übersinnlicher Natur. Und wenn wir eine Pflanze sehen, sagt unser lieber Dr. Rudolf Steiner, dann haben wir eine Imagination. Eine Pflanze kann man physisch nur strukturell sehen. Schaut man sie aber sozusagen idealistisch an, dann hat man die Gestalt vor sich, die Morphe und kann entsprechend Gestaltkunde, Bildung und Umbildung organischer Naturen studieren und dann auch weitergeben. Morphologie, ein Begriff, den Goethe gestiftet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir gingen also aus vom Salz als Kochsalz, wir gingen über zu den Mineralien, versuchten bestimmte Grundeigenschaften des Mineralisierens, des Bleibens, des Sich-Bewahrens herauszuarbeiten und sind jetzt zum Schluss darauf gekommen, wie der Mensch, der sich in der Erde inkarniert, an den Punkt kommt, wo er im Stoff ein geistiges Wesen ist und in jedem anderen, was außen ist, das Geistige sucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und an dieser Stelle will ich doch aufmerksam machen auf die Taufe der Christengemeinschaft, wo wir ein geistiges Wesen empfangen in der Erdengemeinschaft und führen wollen in die Gemeinde des Christus Jesus. Und da wird von Wasser, Salz und Asche gesprochen und beim Salz heißt es, dies sei nicht gemeines Salz, es sei der Seele allbewahrende Macht. Es sei der Seele allbewahrende Macht. Da merken Sie, wie in dieser unglaublichen Abkürzung die Qualität des Sal-Prinzips angesprochen wird. Ich taufe Dich mit dem Salz allbewahrender Weltenmächte. Allbewahrender Weltenmächte. So lebe in der Gemeinde des Christus Jesus durch des Vaters Weltensubstanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da haben wir jetzt vom Stofflichen bis zum Höchsten Geistigen hin, vom Salz bis zur Vatergöttlichkeit, die aber eine vorangehende ist und nicht eine mit sich identisch bleibende. Gleichzeitig aber Daseinsgrund. Ein Weg beschritten, der, wenn wir ihn auf unsere Weltanschauung ausweiten, dazu führen muss, dass die Ausbeutung der Welt aufhört. Dass wir so mit dem, was Welt ist, umgehen, dass wir wirklich, wie in den alten Zeiten, alles, was wir gebrauchen, als ein Opfer der geistigen Welt für uns und unsere Entwicklung Inkarnationen betrachten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, so weit vielleicht, liebe Freunde. Und damit schließen wir unsere Betrachtung ab. Hier kommt dem Ich-Menschen von der Zukunft sein Genius entgegen und befruchtet das Gewordene, dass es sich verlebendigt und Ichlichkeit entwickelt. Ach, das lasse ich jetzt weg, die Fettecke von Joseph Beuys. Man muss nicht alles machen. Ich danke Ihnen für Ihre Geduld und vielleicht sehen wir uns wieder bei einem nächsten alchemistischen Treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Benesch, Friedrich: Über den Turmalin - Eine Monographie, Verlag Urachhaus, ISBN-13978-3878386506&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Vortrag]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<id>https://anthro.world/index.php?title=SALZ_-_Stoff,_Prozess,_Wesen_-_ein_Vortrag_von_Volker_Harlan,_2025&amp;diff=33044</id>
		<title>SALZ - Stoff, Prozess, Wesen - ein Vortrag von Volker Harlan, 2025</title>
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		<updated>2026-10-18T19:28:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Volker Harlan 2 2025-2-12.jpg|link=https://www.youtube.com/watch?v=WnoASKgrc1k|thumb|SALZ - Vortrag vom 12. Februar 2025 von [[Volker Harlan]]. [https://www.youtube.com/watch?v=WnoASKgrc1k Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
[[Volker Harlan|| zurück zu Volker Harlan |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkript vom 12. Februar 2025 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., Oktober 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Salz - Stoff, Prozess, Wesen“ - Ein Vortrag von Prof. Dr. Volker Harlan im Chor Forum Essen [Goetheanistisch-Antroposophische- Vortragsinitiative] vom 12. Februar 2025. Veranstalter: Frau Marg und Ulrich Roehm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Harlan, V. Salz, 2025, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Harlan, V. Salz, 2025, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Harlan, V. Salz, 2025, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Stellen wurden im nachfolgenden Text nach der Rohtranskription unverändert gelassen und mit *[?]* markiert, weil sie nicht zweifelsfrei geklärt werden konnte: die Zuckerfirma („Firma Langen&amp;quot;), das Kupfermineral („Kupferdesquizit&amp;quot;, vermutlich Descloizit)Ebenfalls so belassen: „Es ist dem Blick entschont&amp;quot;, „die Welt ist subjektgenau&amp;quot; und „der 35 Auflage gelang&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrüßung durch den Veranstalter Ulrich Roehm 00:00:15 ===&lt;br /&gt;
Ulrich Roehm: Ich bekomme gerade den Auftrag, lieber Herr Harlan, für unseren Film, ihn ganz herzlich noch einmal offiziell zu begrüßen und Sie alle auch, liebe verehrte Anwesende, willkommen zu heißen und eben noch einmal auf das ganz besondere Salz dieses Abends zählen. [Applaus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nur ein Etwas, das wir als Gegenüber erleben können, können wir als Wesen erfahren 00:00:43 ===&lt;br /&gt;
Ja, verehrte liebe Freunde einer goetheanistisch-anthroposophischen Arbeit! Es ist ja schon ein sehr ungewöhnliches Hauptthema, Salz - einfach Salz- hinzuschreiben. Deswegen habe ich noch eine Unterschrift gemacht: Stoff - Prozess - Wesen, damit wir dasjenige, was wir normal als Salz mit einer schnellen Begrifflichkeit fassen, so vertiefen können, dass es von unserem Alltagsbewusstsein über das goetheanistische bis zum anthroposophischen hin reicht. Wir wollen sehen, wie weit wir damit kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welterkenntnis ist heutzutage im Grunde unverändert gegenüber diesem Satz, der vor schon fast 300 Jahren geschrieben worden ist von Hobbes im Leviathan: „&#039;&#039;Eine Sache erkennen heißt, sich vorstellen können, was man mit ihr machen kann, wenn man sie hat.&#039;&#039;” Das nennt man philosophisch „&#039;&#039;Utilitarismus”&#039;&#039;, also die Nützlichkeitsphilosophie. Unter diesem Gesichtspunkt gibt es überhaupt kein Wesen. Unter diesem Gesichtspunkt ist alles, was wir wahrnehmen, Stoff. Und mit dem Stoff kann man machen, was man will. Alles wird zum Material für etwas, ganz gleich, worum es sich handelt, ob es Menschen sind, die angestellt werden, in Arbeitslöcher gesteckt werden, in solche Gruben zum Beispiel, oder ob es Getreide ist, mit dem man handelt oder Sonnenblumenöl. Es ist immer derselbe Gesichtspunkt: Was kann man machen, wenn wir es haben? Zum Geld verdienen! Und man sieht an den Persönlichkeiten, die heutzutage über 250 Milliarden ihr persönliches Eigentum nennen, dass das funktioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und gleichzeitig ist eigentlich allen bewusst, dass es so nicht weitergehen darf. Und wir hören jetzt ja in der Vorwahlzeit eigentlich fast nichts mehr über die Problematik, sondern man spricht über Migration. Das heißt, wir wollen keine Fremden. Ab wann ist man fremd? Wenn man Ossi ist, ist man fremd? Ich bin Ossi, ich bin fremd. Wenn man Pole ist, dann ist man neuerdings Mitteleuropäer, früher war man Osteuropäer. Also die Dinge bewegen sich in einem Bereich, der nicht erkenntnisfördernd ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und was wir jetzt machen wollen, ist eben an einem ganz einfachen Beispiel schauen, wie es möglich ist, dasjenige, was uns in der Welt begegnet, zum Gegenüber zu machen. Und nur ein Etwas, was wir als Gegenüber erleben können, können wir als Wesen erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprüche, die uns das Gegenüber zur Aufgabe machen 00:04:18 ===&lt;br /&gt;
Wir haben eine Reihe von Sprüchen aus der Geschichte, die diese andere Seite entweder von vornherein voraussetzen oder zur Aufgabe machen. Im &#039;&#039;Thomas-Evangelium&#039;&#039;, das wohl so etwa um 180 nach Christi Tod geschrieben worden ist, heißt es im Logos 77: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Jesus sprach, ich bin das Licht, das über Ihnen allen ist. Ich bin das All. Das All ist aus mir hervorgegangen und das All ist zu mir zurückgekehrt. Spaltet ein Stück Holz und ich bin da. Hebt einen Stein und ihr findet mich dort.”&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Eine ungewöhnliche Aussage. Spaltet das Holz und ich bin da!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei &#039;&#039;Novalis&#039;&#039; heißt es unter anderem: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„W&#039;&#039;o bleibst du Trost der ganzen Welt?”&#039;&#039; [Und dann] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In kühlen Strömen send ihn her,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In Feuerflammen lodre er,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In Luft und Öl, in Klang und Tau&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Durchdring er unsrer Erde Bau.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Er ist der Stern, er ist die Sonn,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Er ist des ewgen Lebens Bronn,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aus Kraut und Stein und Meer und Licht&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Schimmert sein kindlich Angesicht.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Das ist also 200 Jahre her, dass das geschrieben wurde. Und nehmen wir jetzt eines, was nur 100 Jahre alt ist:&amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Vom Kopf bis zum Fuß bin ich Gottes Bild.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Vom Herzen bis in die Hände fühle ich Gottes Hauch.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Spreche ich mit dem Mund, folge ich Gottes Willen.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wenn ich Gott erblick überall, in Mutter, Vater, in allen lieben Menschen.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In Tier und Blume, in Baum und Stein.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Also in Tier und Blume, in Baum und Salz&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gibt Furcht mir nichts.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nur Liebe zu allem, was um mich ist.“&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Mit diesen Worten werden unsere Kinder in den Waldorfschulen aufwachsen. Das ist also von vornherein für die Kinder, die ja gerade in der Zeit vor dem sogenannten „Rubikon”, also in den ersten drei Klassen, ein ganz unmittelbares Verhältnis zur Welt haben, dass es gar nicht als Objekt erlebt, sondern die Welt ist subjektgenau, wenn man selber Subjekt ist. Und dieses Subjekt durchdringt sich nun mit den entsprechenden Gedanken und spricht eben „&#039;&#039;Vom Kopf bis zum Fuß bin ich Gottes Bild”&#039;&#039;. Und in Baum und Wolke, in Tier und Stein und so weiter und so weiter … in allem, was um mich ist, spüre ich Gottes Hauch, fühle ich seine Nähe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist natürlich ein sehr, sehr diffuser oder allgemeiner Gottesbegriff. Also man würde heute dann vielleicht eher sagen: Das Göttliche. Und das käme auch dem entgegen, was den meisten unserer Gegenwartsmenschen heute als Religion übrig bleibt. Eine Gottesvorstellung wird eigentlich heutzutage nicht mehr ausgebildet. Auch diejenigen, die in ihrer gesamten Weltanschauung und Denkungsart Materialisten sind - wobei das jetzt nichts Negatives ist, sondern eine bestimmte Art von Weltbetrachtung - fühlen doch meistens, dass es etwas Göttliches, etwas ganz anderes gibt. Und dieses ganz andere ist eben sehr undifferenziert, weil wir es nicht unmittelbar wahrnehmen können. Wir können uns aber an das Andere heranbewegen und in der Heranbewegung versuchen, ihm so weit entgegenzukommen, dass es mehr und mehr spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Harlan, V. Salz, 2025, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Salz ist alles, was auskristallisieren kann. Beispiele verschiedener Kristalle 00:09:00 ===&lt;br /&gt;
Ich habe jetzt eine Reihe von Bildern zusammengestellt. Hier ein erstes, wo Sie sehen, wie groß der Mensch ist, der da unten als Schattenbild steht, und wie groß im Verhältnis dazu die Kristalle, also die Salze sind - in diesem Fall Gipskristalle - die da in einer Kluft in der Tiefe der Erde in Mexiko in einer Mine gefunden worden sind. Mit einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit, etwa 95 Prozent, und Temperaturen, die fast ebenso hoch sind. Und diese Kluft ist verschlossen worden, weil wenn jetzt kühle Luft reinkäme, dann würden die zerfallen, die Kristalle. So können sie erhalten bleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist tief in der Erde, in den Klüften Salzbildung. Und Salz nennen wir jetzt im erweiterten Sinne zunächst einmal alles das, was auskristallisieren kann. Das kann ja sehr verschiedenes sein. Hier ist ein kleiner Zepterkristall abgebildet. Der ist nun in Wirklichkeit nicht größer als so [zeigt wenige mm zwischen Daumen und Zeigefinger]. Im Foto kann man das ja alles wunderbar verändern. Und ruft dieses andere hier zum Erstaunen vor, dass es solche gewaltigen Kristalle gibt, so ist bei diesen Bildern hier das Erstaunliche die Präzision der Form. Das absolut Akkurate der Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist ein kleiner Herkimer-Diamant. Dieser ist etwa so groß, also zwei Zentimeter in der Länge. Den gibt es im Staate New York zu finden. Kleine doppelendige Bergkristalle mit einer so unglaublichen Klarheit, dass sie eben wie Diamanten, wie Diamonds, entsprechend genannt und betrachtet werden. Das ist ein leider etwas verwischtes, aber doch ein Foto, nun von einem Salzkristall. Und an diesem Salzkristall wird schon deutlich, an diesem Bild, dass es sich, wenn er rein erscheinen kann, um eine kubische Gestaltung handelt. Ein Kubus, der sechs Seiten hat, die alle gleich groß sind und alle exakt im 90-Grad-Winkel aufeinander stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pyrit, Salz und Zucker in ihrer Kristallerscheinung 00:11:49 ===&lt;br /&gt;
Wie kommt es zu solchem Salz? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir alle Meere, die unsere Erde haben, eintrocknen lassen würden, dann würde die ganze Erde, oder jedenfalls die Ozeane, bedeckt mit einer Schicht von 61 Meter Salz. Obwohl die Meere nur 3,5 Prozent Salz enthalten oder Salziges enthalten, sieht man an dieser Zahl 61 Meter über die ganze Erde hin verbreitet, wie viel Salz da in dem Wasser gelöst ist. Und wenn das Wasser in eine Situation kommt, dass es austrocknen kann oder austrocknen muss, dann fängt es an, das Salz zu entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir sehen hier an einem Zipfel des Toten Meeres, wie da durch Dämme abgeteilt einzelne Abteilungen entstehen, deren Wasser langsam austrocknet in der Hitze. Die Umgebung des Toten Meeres hat eine Jahresdurchschnittstemperatur von 19 Grad. Es ist also im Sommer sehr warm, aber auch im Winter nicht kalt. Und dann kristallisiert sich überall diese Substanz aus, die jetzt eben entsprechend, wie wenn wir Salz aus dem Salzfass nehmen, weiß erscheint. Je kleiner die Kristalle, umso reiner die Weißerscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist ein Bild aus den Persischen Salzwüsten. Das sind die wüstesten Wüsten, die es auf der Erde gibt. Da kommt kein Kamel durch. Riesige Flächen, in denen so viel Salz ausgetrocknet, auskristallisiert ist, und zwar immer wieder auch, indem diese Flächen wieder überschwemmt werden, neues Salz mit sich bringen, das trocknet aus, dann wieder weitere. Und dann entsteht diese eigentümliche Wabenstruktur, die wir auch in den Säulen des Basalt vor uns haben. Und die ganze riesige Fläche, völlig horizontal, eine Seenfläche, ist Salzkruste. Je nachdem, wo das Ganze dann ist und auf welche Weise man sich dieses Salzes dann bedient, wird es zusammengeschabt zum Austrocknen und danach herabtransportiert, je nachdem, wofür man es braucht, als Speisesalz oder zum Streuen bei Winterglätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist eine kleine Salzkonkretion, die ist in der Größe so eine Handspanne groß, die es hier entsprechend herausvergrößert, wo man sieht auch wiederum: Alles voll von Salzkristallen, die miteinander verwachsen sind, aneinanderstoßen und hier einen weißlichen Charakter haben. Diese Salzstufe ist aus einem polnischen Bergwerk, das leider abgesoffen ist, sodass es heutzutage überhaupt keine Salzkristalle angeboten gibt in den Mineraliengeschäften beziehungsweise bei Ebay oder bei anderen entsprechenden Plattformen. Und hier sehen Sie jetzt nicht ein Einzelkristall, sondern ein zusammengewachsenes, ein sich herausgebildet habendes, was im Ganzen überall diese unglaubliche Klarheit der Winkel zeigt und jedoch nahezu glatten Oberflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man es jetzt hier anschauen könnte - ich wollte es nicht mitbringen, weil es so schwer ist - könnte man sehen, dass man bis zum Grund durchschauen könnte. Es ist, wenn es gut geht, vollkommen durchsichtig. Bei diesem Salzkristall hier kann man das einigermaßen sehen, dass er durchsichtig ist. Hier gehen die Ecken herunter und entsprechend kann man durchschauen auf den dunklen Boden. Ein Kubus. Der nun in seiner Kristallinität nicht nur total exakt ist, wie der vorangegangene, sondern auch wiederum eine bewegte Oberfläche hat. Und diese bewegliche Oberfläche, die nicht so ist, wie wir das beim Pyrit sehen, wo jetzt hier in Navajún in Spanien aus dem Steinbruch diese Platte herausgebrochen ist, die ist jetzt nicht natürliche Größe, sie ist natürlich kleiner. Aber da sind tatsächlich so große Pyrit-Kristalle drin, die einzeln genommen eben eine unglaubliche Exaktheit haben. Das ist zu Eisen und Schwefel verbunden als Kristall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So glatt sind die Oberflächen von Salz nicht. Salz ist da beweglicher, aber es ist ganz durchsichtig, wie der Herkimer-Diamant. Aber in dieser Oberfläche, wie gesagt, beweglich, das heißt, es hat sozusagen eine Affinität zum Außen. Und wenn man es in Wasser legt, dann löst sich es auch langsam auf. Während der Pyrit, wenn man ihn ins Wasser tut, bleibt, wie er ist. Also Sie können getrost versuchen, Ihren Kaffee mit Pyrit zu süßen, es wird Ihnen nicht gelingen. Pyritisierter Kaffee. Aber wenn Sie Salz reintun, ruft das besonders, wenn es derjenige, der es trinken soll, nicht weiß, einen erstaunlichen Effekt hervor. Bei Tee kann man das übrigens genauso machen. Auf Jugendtagungen wird dieser Jux natürlich immer mal ausprobiert, dass man Zucker und Salz in eine Tasse tut, ehe man den Tee reinschüttet. Es löst sich vollkommen auf. Es ist dem Blick entschwunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was mag das sein? [Neues Bild] Was mögen diese Kristalle sein? Zucker. Zucker. Und Sie können diesen Zucker sogar kaufen. Es gibt bei dieser Firma „Langen” eine bestimmte Sorte von Kandiszucker, wo noch so große Kandisstücke drin sind. Leider, wenn man die kauft, die sind dann gleich so ein halbes Kilo, sind die durch die Verarbeitung, durch die Abfüllung usw. so aneinander gerieben, dass die Oberflächen alle weißlich geworden sind, weil es abgestoßen ist und die Kanten gebrochen. Bei diesem hier haben wir aber deutlich vor uns, wie auch Zucker, also eine organische Substanz, vollständig als Kristall erscheinen kann. Kristallsalz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was Salz kann: Geschmack und Konservierung 00:20:02 ===&lt;br /&gt;
Gehen wir nochmal zurück zum Salz. Und fragen wir uns jetzt ab, was wir über den Stoff einfach so äußerlich schon wissen können. Also er hat eine Form, die außerordentlich ist, dieses reine kubische, die Gestalt von diesen sechs gleichen Flächen, die aufeinanderstoßen und die sechs Raumesrichtungen oder die drei Raumesrichtungen abbilden. Wobei man eben, so wie wir Menschen rechts und links, vorne und hinten, oben und unten unterscheiden können, wenn auch jeweils in derselben Achse, doch empfinden kann, wie so ein kubisches Wesen, wie von zwei Seiten her, beziehungsweise von sechs Seiten her, aufeinander zugänglich sich gestaltet haben, sodass diese Kristallisationsgestalt in ihrer wunderschönen Form für uns erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem wissen wir, dass Salz eben als Kristall eine gewisse Härte hat. Es ist nicht sehr hart, man kann es leicht zertrümmern. Und wenn man es zertrümmert, dann hat man immer wieder exakte rechte Winkel. Das ist ja auch nicht bei jedem Kristall. Wenn Sie ein Bergkristall mit einem Hammer bearbeiten, dann kriegen Sie den sogenannten muscheligen Bruch. Und beim Salz, auch bei dem Calcit, bricht er immer genau in der Winkelform, die wir auch an der Außenkante zunächst schon haben. Also ein durchsichtiges, festes, die Raumkoordinaten abbildendes oder vergegenwärtigendes Wesen, was uns da im Salz entgegentritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wofür kann man das Salz denn gebrauchen? Nun, wenn wir jetzt von dem, wie es heutzutage am meisten verwendet wird im Winter, von der Gefrierpunktserniedrigung absehen. Also wir streuen Salz auf Eis und das Eis wird flüssig. Das heißt, der Gefrierpunkt des Wassers wird auf 18 Grad Minus heruntergedrückt. Im täglichen Gebrauch ist das aber nicht der Fall. Das brauchen wir so nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wenn wir es verwenden, verwenden wir es ja immer in Speisen. Aber nie in Massen, sondern eine Prise Salz. Cum grano salis, eine Prise Salz. Und die Nudel schmeckt nach Nudel. Eine Prise Salz und die Kartoffel schmeckt nach Kartoffel. Ein Butterbrot ohne Salz ist fad. Aber mit Salz, wenn es genügend geringe Mengen sind, ist ein wunderbarer Schmaus. Was anderes braucht man dann gar nicht mehr? So verwenden wir Salz in unseren Gerichten, weil sie uns dann besser schmecken. Aber wir verwenden das Salz so, dass wir das Salz selber nicht schmecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir den Kaffee mit Salz haben, schmecken wir es sehr wohl. Wenn wir zu viel Salz in die Nudeln tun, natürlich auch. Dann haben wir den Salzgeschmack - bittersauer, süß, salzig - haben wir den Salzgeschmack, der sich über alles andere hinwegsetzt. Also mit Maßen genommen, dient es als Geschmacksverstärker. Das heißt, es hilft zu charakterisieren. Es hebt die typische Substanzqualität hervor im Geschmack. Geschmacksverstärker. Das Salz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben ja natürlich auch dieses noch, was es immer noch gibt. In der Zeit, bevor wir Kühlschränke hatten, hat man Fleisch und auch heute noch Fisch mit Salz dauerhaft eingelegt. Das ist ja ein Wunder. Man hat den Hering aus dem Meer gezogen, wirft ihn in ein Fass mit anderen zusammen, streut immer wieder Salz rein, jede Menge Salz und der Hering bleibt Hering. Man kann den einen Jahre in der Tonne haben, ihn dann rausnehmen, legt ihn dann in Wasser und wenn man ihn genügend lange in Wasser gelegt hat, hat das Wasser, das Salz, das in den Hering eingezogen war, wieder herausgenommen und der Hering schmeckt wieder nach Hering. Ist nicht verfault. Wenn wir den Hering drei Tage aufs Fensterbrett legen würden, würde er nicht mehr genießbar sein. Oh, das wäre die letzte Mahlzeit!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also die konservierende Fähigkeit, die gestaltbildende Fähigkeit, denn die Raum- und gestalterhaltende Fähigkeit, ja auch die geschmackserhaltende, gar verstärkende Fähigkeit des Salzes, gehört zu dem Typischen des Salzes hierzu. In Norwegen, wenn man da in irgendeiner Jahreszeit an den Inseln vorbeifährt, im Nordwesten, an den Lofoten, dann findet man überall auf diesen Hügeln Gestelle, an denen hängen Schellfische, so groß etwa, ausgenommen und trocknen an der Luft, beziehungsweise sind mit Salz gesalzen, so wie der Jäger möglicherweise, wenn er in einer Steppe wohnt, das abgezogene Fell des erlegten Tieres mit Salz einstreut, das auch da wiederum das Wasser herauszieht und das Fell zum Brett macht. Was aber dann nicht fault, sondern bleibt, wie es ist und irgendwann zum Gerber gebracht werden kann. Auch da also Konservierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Identitätsbewahrung: Der Kristall bleibt er selbst. Immer bleibt er in der Gestalt, die im entsprechenden Winkel schon beim allerersten Kristallisationskeim gegeben wird 00:27:14 ===&lt;br /&gt;
Wenn wir, wie ich schon sagte, den Salzkristall schlagen, zerbricht er in immer dem gleichen Winkel. Wenn er wächst, wächst er immer mit dem gleichen Winkel, er verschiebt sich nicht. Er bleibt immer würfelig. Ein Bergkristall ist normalerweise eine Säule, die Säule kann aber sehr kurz sein, wie bei so einem Herkimer-Diamant, aber es ist charakteristisch kein Würfel, wie das Salz, das in Stücke geschlagen immer rechtwinklig bleibt. Es bleibt sozusagen der Form nach mit sich identisch. Es hat diese Eigentümlichkeit, klar, durchsichtig zu sein, die sehr distinkte Gestalt zu haben und diese Gestalt äußerlich und innerlich identisch zu haben. Es bleibt immer es selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das können wir sehr schön sehen, dass das überhaupt eine Eigenschaft, eine mögliche Eigenschaft von Mineralien ist, wie hier bei diesem angeschliffenen Bergkristall, ein sogenannter Phantomkristall. Das hat man manchmal, dass es Bergkristalle gibt, die außen eine weiße Schicht haben, also wie Salz, weißlich außen sind. Die muss man abschleifen, dann kann man ins Innere hereinschauen und sieht, wie im Inneren sich dieselbe Form immer wiederholt, kontinuierlich. Auch da besteht Identitätsbewahrung in dem Gestaltprozess. Keine Wandlung, keine Metamorphose, keine Verschiebungen. Immer bleibt es in der Gestalt, die im entsprechenden Winkel schon beim allerersten Kristallisationskeim gegeben wird. Der erste Kristallisationskeim, der sich bildet, hat die Form, die dann nur noch größer werden kann. Aber Wachstum kann man eigentlich nicht sagen, denn der Kristall hört auf zu wachsen, wenn er kein Futter mehr kriegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Größe, die Ausdehnung des Kristalls ist bestimmt von außen. Seine Form ist bestimmt von innen 00:29:47 ===&lt;br /&gt;
Wenn Sie ein Salzkristall züchten wollen, dann können Sie ja eine entsprechende Einrichtung treffen, indem Sie Salz im Wasser auflösen, einen Faden hereinhängen oder einen Stab reinstellen und dann verdunstet das Wasser und das Salz fängt an auszukristallisieren und wenn das Wasser alle ist, ist Schluss. Da kann nichts mehr werden. Gibt man mehr hinzu oder neues Wasser, wächst er weiter. Das heißt, seine Größe, seine Ausdehnung ist bestimmt von außen. Seine Form ist bestimmt von innen. Und immer hat er dieses offene Umweltverhältnis da, wo die Kristallisation beim Wachstum fortgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist am allerschönsten zu sehen bei einem Längsschnitt durch einen Turmalinkristall, der so ein Chamäleon ist, und da sieht man das besonders deutlich, in seiner Bildung in bestimmten Grundsubstanzen identisch bleibt, aber gerade durch die Ionen, die da drin sind, so große Löcher in seinem Kristall hat, dass es auch andere Substanzen aufnehmen kann. Und je nachdem, was die Kluft, in der sich eine Schmelze, eine wässrige Schmelze befindet, in der Tiefe der Erde hergibt, ist es mal mehr grün, mal mehr braun, mal mehr rötlich, je nachdem. Das ist also ein nicht idealisierter, aber aus einer von vielen möglichen, eine besonders schöne Gestalt aus dem Buch von &#039;&#039;Friedrich Benesch&#039;&#039; über den „Turmalin”. Das ist eine Zeichnung, ein Aquarell, kein Schnitt. Aber man sieht sehr deutlich dieses Prinzip der identischen Wiederholung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das man auch sehen kann, wenn das Wasser auf dünnen Flächen kristallisiert und sich die Eisblumen bilden. Da haben wir hier in der Mitte unten, die ist wiederum deutlich vor uns, wie jetzt hier da ein Winkel da ist, der sich ständig wiederholt. Hier sieht man es besonders deutlich. Immer die gleichen Winkel und auch am Ende der kleinen Teile immer die gleichen Winkel. Wurzelartig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jede Schneeflocke ist anders. Aber ihr Kristallisationsprinzip ist immer in hexagonaler Weise angelegt, bis hin zu Blütenbildern 00:32:29 ===&lt;br /&gt;
Und in der einzelnen Schneeflocke kann er unendliche Gestalten annehmen. Ja, jede Schneeflocke ist anders. Aber ihr Kristallisationsprinzip ist immer in dieser hexagonalen Weise angelegt. Bis hin zu Blütenbildern. Und insofern können wir sagen, wenn wir eine Blüte vor uns haben, auch da ist eine Kristallisationsform erschienen, die in ihrer Sechseitigkeit bei den einkeimblättigen Pflanzen etwas Monotones hat, wenn man es als solches ansieht, aber dadurch eben auch eine sehr präzise, eine bestimmte, eine vielleicht schöne Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weiter 00:33:21&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kupfererz aus Namibia, das interessanterweise als Metall in die Lage kommen kann, Pflanzenstrukturen zu bilden und zu zeigen. Wenn Sie sich das im Einzelnen anschauen, den unteren Teil, dann sehen Sie, dass wie bei einem Moos ein Stängel da ist, mit kleinen, identisch großen Seitenblättern. Schaut man sich die Oberseite an, hat man eine unglaubliche, eine extreme Bildung, in dem am Ende des wachsenden Kristalls jeweils so ein Gebilde erscheint, was obendrauf nochmal ein kleines Hütchen haben kann. Auch unten etwas schmaler ist als oben. Also es wächst und es bildet keine Blüten, aber Früchte. Eine organische Gestalt rein aus anorganischer Substanz. Ein Kupfererz. Kupfer-Descloizit *[?]* wurde mir gesagt, ich habe es im Lexikon nirgendwo gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, und hier sind wir im Palmenhaus in Frankfurt. Das ist wie eine Glasarbeit, aber sind eben diese Eisblumen in ihrer wunderbaren Vielfalt hier sogar ins direkt gebogene Dynamische hereingehend. Also Kristallisation jetzt schon im erweiterten Sinne als formannehmend. Formannehmend ist eine klare Flüssigkeit, die völlig in sich identisch ist, für das Auge keine Differenzierung und die bei einem bestimmten Kältegrad oder bestimmten Sättigungsgrad anfängt in sich und aus sich heraus die Bilder zu gestalten, die jetzt nicht in dem Wasser verborgen waren, sondern die in den Substanzen verborgen waren, die in dem Wasser gelöst waren und bei bestimmten Voraussetzungen anfangen sich zusammenzuschließen zu Kristallen, zu Salzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salz im engeren Sinne sind Metalle und Säurereste, so wie Natrium, Chlorid und wenn wir jetzt gerade nochmal Natrium, Chlorid sagen, dann kann man sich auch da deutlich machen, dass das eigentlich ein ungeheurer Sprung ist von dem, was als Natrium und Chlorid im Wasser gelöst vorhanden ist, zu dem, was uns als Kochsalz entgegenkommt. Wenn Sie es ganz extrem denken wollen, dann nehmen Sie auf der einen Seite Natronlauge, und wenn Sie in die Natronlauge, was soll ich jetzt sagen, ein Hühnerbein reinhalten, von einem toten Huhn. Wie man es macht in der Zoologie, wenn man Präparate herstellt, Knochenpräparate. Dann wird durch die Natronlauge das Fleisch vollständig aufgelöst. Es bleibt übrig der nackte Knochen. Und wenn Sie jetzt diesen Knochen in Salzsäure hereinlegen, verschwindet auch der Knochen. Und wenn Sie Natronlauge und Salzsäure im richtigen Verhältnis zusammengießen, entsteht Kochsalz und Wasser. Ist das nicht unglaublich? Wie da je nachdem, in welcher Weise Stoff sich mit Stoff begegnet, etwas völlig Neues erscheint. Eine Emergenz, würde man heute sagen. Man hebt es in eine andere Erscheinungsstufe herein. Kochsalz. Und das gilt für jedes Mineral.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Mineral zur gestaltbildenden Kraft 00:38:04 ===&lt;br /&gt;
Also, wir sind jetzt im Begriffe überzugehen, aus dem, was Salz als Mineral ist, zu dem hin, was Salz als gestaltbildende Kraft ist. Gestaltbildende, formende Kraft. Und steigen ein damit, dass wir sehen, dass wenn wir eine Keimpflanze haben, wie in der Mitte eine Gestaltanordnung sich bildet, wenn der Boden das hergibt, das ist nur eine Weile nachher, gibt der Boden das meistens nicht mehr her, dass wir eine Zentralachse haben, Primärwurzel und dann Seitenwurzel, ersten und zweiten Grades. Und die Seitenwurzeln gehen alle im selben Winkel aus der Primärwurzel heraus in die Umgebung. Und die Seitenwurzeln stehen eine über der anderen. Das kann man ganz schön sehen, wenn man eine Möhre hat, die lange feucht gelegen hat, dann fängt die an, Wurzelchen zu treiben. Und die liegen alle untereinander. Sehr schön kann man es auch beim Rettich sehen. Der hat dann oft sogar eine Falte und in der Falte sind die Seitenwurzeln. Natürlich nicht in dieser Schönheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sehen einerseits, dass sich jetzt im Organischen ein Gestaltprinzip zeigt, dass wir bei den Phantomkristallen haben, wenn wir das Glück haben, einen Phantomkristall zu finden, der die innere Struktur sichtbar macht. Und auf der linken Seite zeigt sich, dass die Wurzel, hier eben eine Möhrenwurzel, auch in der Lage ist, Stoff anzulagern. Sodass, wenn jetzt der Herbst und der Winter kommt, das Kraut verwelkt bei den ganzen Rüben, aber auch bei den Staudenpflanzen, bei den Pfingstrosen oder bei Rittersporn oder was immer, im nächsten Jahr kommen sie wieder, woher? Aus der Wurzel. Die Wurzel bleibt mit sich identisch. Die Wurzel hat so viel Stoff aufgenommen, dass sie aus sich heraus sich klonen, wiederherstellen kann. Auch da erfolgt eine identische Reproduktion, ein Klon. Da gibt es keine Evolution, nur Wiederholung des schon vorhandenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das Formgliederungsprinzip und das Stoffsammlungsprinzip als etwas, was Salzcharakter ist, im übertragenen Sinne, was wir im Extremfall beim Turmalin sogar mit dieser Mittelsäule sehen können. Und wenn wir etwas, das ist etwas, woran ich anknüpfen könnte beim nächsten Mal, wenn wir die Tria Principia, auf die wir ja bei unseren Vorträgen immer wieder auch schon hingewiesen haben, die drei, das Sal-Prinzip, das Merkur-Prinzip und das Sulfur-Prinzip, übereinander als Bilder stellen, in der anorganischen Natur getrennt, Wurzel, Blatt und Blüte, bei der Pflanze, bei der organischen Natur vereint. Zwar in eigener Abteilung, aber im Ganzen in eigener Gestalt. Ohne das eine, ohne die Wurzel kann keine Pflanze gedeihen, ohne dass sie Blätter bildet, kann sie keine Stoffbildung vollziehen. Da sind also die Tria Principia jetzt vereint bei der Pflanze, die bei der Wurzel zunächst als Formgestalt und als Stoff-Akkumulation schon zu sehen waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, und sogar wenn wir ein Blatt anschauen, besonders auf der Rückseite, haben wir dieses, dass wir etwas haben, wie eine Primärwurzel und Seitenwurzeln. Wenn Sie darüber Näheres lesen wollen, dann lesen Sie Tycho-de-Brahe-Jahrbuch für Goetheanismus 2001, 2002 oder so. Da habe ich einen größeren Aufsatz geschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn wir dieses Bild haben, dann kann man eigentlich nicht wissen, ist das linke Wurzel und das rechte Strauch, wir sehen da die Primärwurzel noch mit dran, es ist also ein Wurzelbild, das man machen kann, wenn man einen Samen zum Keimen bringt und nicht an einer senkrechten, sondern einer schrägen Glasscheibe oben in die Erde tut, dann muss die Wurzel, die ja senkrecht wachsen will, immer an der Glasscheibe entlang nach unten wachsen, sodass man, wenn man den Schutz wegtut, sehen kann, wie das Wurzelwachstum erfolgt. Und da haben wir eben wiederum, dies, was wir schon kennen, die gleichen Winkel dieser Seitenwurzeln und in der Mitte die Zentralwurzel und sehen aber, dass nach demselben Prinzip letzten Endes die Büsche oder die Bäume gebildet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holz ist das Salz der Bäume 00:44:16 ===&lt;br /&gt;
Und hier in einem kalifornischen Wald, wo es jetzt so furchtbar gebrannt hat, da sind die Bäume durch die Trockenheit, die jetzt jahrelang herrschte, verdorrt gestorben. Wir haben eine Parklandschaft vor uns mit lauter toten Bäumen. Das heißt, diese Bäume bleiben, solange sie nicht von irgendwelchen Tieren durchbohrt werden, stehen über Jahre, über Jahre. Auf dem Boden verfaulen sie schneller, in der Luft bleiben sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lebendige Wachstum einer Pflanze, die aus dem Samen die Wurzel bildet, dann die Keimpflanze entfaltet, die schließlich blüht und fruchtet. Oder im nächsten Jahr Seitenzweige bildet und wieder und wieder und wieder und ein Baum wird, bildet nach innen hin die Kristallsubstanz und nach außen hin das Lebendige, das die Kristallsubstanz ermöglicht. Und die Kristallsubstanz nennen wir in diesem Falle Holz. Holz ist Salz der Bäume. Und wenn wir diese Formel verwenden, das Holz der Bäume ist Salz oder das Salz der Bäume ist Holz, dann sind wir in der Beweglichkeit des Salzbegriffes drin, den wir brauchen, um einen genügend vertieften Salzbegriff zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und alles, was ich jetzt im Laufe des Abends gesagt habe, fügt sich ja so in eine Reihe herein, die sozusagen immer transparenter wird im Hinblick auf das Salzprinzip, das uns in der Natur entgegentritt und das dann vom Maler auch gemalt werden kann. Da ist dann unten noch ein verlassener Friedhof, das verstärkt das Bild dann nochmal, Caspar David Friedrich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Skelett und Panzer: die Versalzung im Tierreich 00:46:27 ===&lt;br /&gt;
Diese Versalzungstendenz haben wir auch in den tierischen Lebewesen, in den lebendig sie bewegenden, sinnestragenden Lebewesen bis zum Menschen hin. Und da geht, was ich vorhin angedeutet habe, was übrig bleibt, wenn man das Tier in Natronlauge getaucht hat, das ist dann dasjenige, was uns als Skelett entgegentritt. Phosphorsaurer Kalk, mineralisiert. Ein echtes Mineral, phosphorsaurer Kalk, aber gestaltet aus einem organisch lebendigen Wesen heraus, in diesem Falle hier bei den Bildern bei einem Menschen, der eine entsprechende Gestalt entwickelt, über die wir bei anderer Gelegenheit dann auch noch vergleichend sprechen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sodass wir bei den Bäumen innen das Holz, bei den Tieren innen das Skelett, bei den kleinen Tieren außen den Panzer haben, der aber immer wieder gesprengt werden muss. Und wenn Sie einen Schrank wegrücken, den Sie lange nicht wegrückt haben, finden Sie dahinter eine ganze Reihe Spinnenskelette. Haben Sie mal gesehen, wie eine Spinne sich häutet? Sieht man leider sehr selten. Aber so eine Weberspinne mit ihren langen Beinen, die zieht ihre Beine aus der Hülle heraus, bis alle acht Beine draußen sind und dann sprengt sie den Körper in der Mitte auf und das Ganze fällt ab. Das Außenskelett trägt das Insekt und das Knochengerüst trägt das höhere Tier. Das Wirbeltier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt ist es um acht. Ich füge jetzt noch was hinzu. Erst nochmal zwei kleine Bilder. Das ist das Salzprinzip im Häuserbau. Einzige Steine wie der andere, mit den verschiedenen Möglichkeiten, wie man sie übereinander lagert. Da gibt es ja reiche Anschauungsmaterialien von Häusern, die vor 100 Jahren gebaut worden sind, diesen roten Klinkern. Und wenn man das ins Große nimmt, so wohnt man in China. Ist das nicht furchtbar? Kinder, die irgendwo da oben in so einem Stockwerk leben, heranwachsen in diesen unendlichen Kästen. Draußen zum Schmucken paar Bäume gepflanzt, betreten verboten, Hunde nicht erlaubt, sonst hätte man da meterdicke Hunde, Mist auf diesen Plätzen. Eins wie das andere. Plattenbauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist der Apparat noch an? Aber Ihr Apparat ist an, ne? Gut. Dann muss ich versuchen, jetzt so laut zu sprechen, dass Sie mich hören können. Ich mache jetzt eine Hörprobe. Wenn ich jetzt so spreche, wie jetzt spreche, können Sie mich dann verstehen? Ich danke für Ihr Nicken. Und die vorne sitzenden Schwerhörigen, können Sie mich hören? Oder auch verstehen? Gut. Dann machen wir unbefangen weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Beuys-Zeichnung: Kubus, Anstalt, Christus 00:50:28 ===&lt;br /&gt;
Also gehe ich jetzt auf etwas anderes ein. Ich habe hier eine Zeichnung von Joseph Beuys, die er mir 1974 einmal auf meine Bitte hin gemacht hat. Die drei große Bleistiftzeichnung. Und ich nehme jetzt diese Zeichnung, um im Hinblick auf den Salzbegriff noch einen Schritt weiter zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie finden hier, in dieser Zeichnung oben links, ein Kubus als Zeichen des Nichtlebendigen, des Toten. Der Kubus als Repräsentant des Anorganisch-Kristallinen, der Tod. Rechts daneben, Pflanze, Tier, Mensch. Also die Evolution, die da ausgeht, vom Anorganischen mit seinem ungeheuren Reichtum, der die Stoffbasis bildet für dasjenige, was sich organisch dann Stufe um Stufe weiterentwickeln kann und in der Weiterentwicklung immer die Möglichkeit neuer Organisationsprinzipien mit sich bringt, dass nicht nur eine Pflanze, sondern auch ein Tier erscheinen kann und schließlich auch ein Mensch erscheinen kann in der Substanz, in der Materialität, in dem Salz, was sich stufenweise aufgebaut hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben ein zweites kubisches Gebilde, da ganz unten am Rand, sozusagen, wo die ganze Schwere die Substanz bis auf den tiefsten Punkt getrieben hat, in diesem kleinen Kubus. Neben dem steht ein Wort. Bei Beuys sollte es Anstalt heißen. Nein, doch, Anstalt. Es könnte aber auch Ausfall heißen. Wenn Sie es als Ausfall lesen, dann wäre es aus dem Flüssigen dasjenige herausgefallen, was wir oben bei diesem Ersten haben, wo aus dem Flüssigen das Tote herauskristallisiert ist. Anstalt. Anstalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Anstalten, wo die Weltanschauungsbilder der heranwachsenden Jugend zu Salzkristallen geformt werden, die möglichst nicht mehr auflösbar sind. Da werden wir, wie von den Kirchen früher, heute in den Schulen, materialistisch indoktriniert. Die Religion der Moderne ist der Materialismus. Das ist eine echte Religion, die eben als Materialität ihre Göttlichkeit verehrt und dasjenige, was jetzt als Bildungsanstalt möglich wird, ist, dass man eben in unendlicher Reproduktion das Ganze druckt und unter die Menschheit verbreitet. Heutzutage geschieht das dann elektronisch, digital.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir haben ein Drittes. Ah, nochmal diese herausgehoben und sehen jetzt hier etwas, was für diese Zeichnung wichtig ist. Das ist der unterste Teil der Zeichnung unten rechts. Sehen Sie? Sulfur-Mercurius-Sal. Saturn-Sonne-Mond. Da hat Beuys seine Zeichnung, seine Grundzeichnung des Plastischen hingezeichnet, wo es aus einem chaotischen Wärmezustand langsam in eine Abkühlung übergeht, die schließlich auskristallisiert. In der Anstalt und überall, wo Anstalten sind, ob das in Klöstern ist oder in Schulen oder in Bürostuben, in Gerichtssälen, überall geht etwas aus dem lebendig-beweglichen in eine bestimmte Form über, die tradierbar ist. Eine Form, die tradierbar ist, ist die Basis jeglicher Anstalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt habe ich hier nochmal das ganze untere Teil herausgehoben, das in der Mitte jetzt den dritten Kristall hat. Und wenn wir diesen dritten Kristall anschauen, dann haben wir unten gehabt Sulfur-Mercur-Sal als ein Gestaltungsprozess, haben ganz oben gehabt Stein-Pflanze-Tier-Mensch und haben hier unten jetzt das mythische Zeitalter, in der sich die Menschheit entwickelt hat, bis zu Plato und Aristoteles hin, dann das Zeitalter der Philosophie, die Bildung des Materialismus bei Newton und Kant, Helmholtz, des Sozialismus bei Marx, auf diesen Punkt hin hat Beuys diesen Kubus gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist sozusagen der Höhepunkt der Konsolidierung in sich selbst. Aus der Vielheit der Menschheit kristallisiert sich langsam im kulturhistorischen Prozess das Einzel-Ich heraus, das in seiner Egoität wiederum Willens ist, Stoff zu sammeln, Reichtümer zu sammeln, reich zu werden. Wir hören ja einmal in der Woche oder zweimal immer in den Nachrichten die Lottozahlen. Da sitzen Millionen Leute am Hörer, ob sie die richtigen Zahlen haben, um jetzt doch die Milliarde in Amerika oder sogar in Europa gewonnen zu haben. Also diese Neigung ist sehr groß und ich fände es auch nicht schlecht, wenn man ab und zu mal sowas bekäme, um es dann verteilen zu können, wo es sinnvoll ist. Also die Bildung, die Fülle der Bildung auf den Einzelnen hin, das einzelne Menschenexemplar, das sich von allen anderen unterscheidet, aber mit sich selbst identisch bleibt, mit sich selbst identisch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kommt der Kreuzungspunkt, wo die Linien durcheinander laufen und über diesen Kreuzungspunkt schreibt Beuys Christus und Kreuz, wie schon hier einmal, Kreuz und Christus, sagen der Zeit vor oder nach Platon. Das Christusprinzip als Ich-Prinzip. Beuys macht es in dieser Weise, dass er auf die rechte Seite das Kreuz setzt, das nun ausschlägt und hier in diesem Falle fünf Blütengebilde, also das Rosenkreuz, bildet. Das Rosenkreuz, das Rosenkreuzertum, das moderne Rosenkreuzertum als die Möglichkeit, den historischen Materialismus zu überwinden, zu überwinden im Sinne einer Ergänzung, nicht der Auslöschung, sondern Ergänzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie es Mineralien, Pflanzen, Tiere und Menschen gibt, so muss es neben dem Materialismus eben auch Religion geben, in der das Ich ein heiliges Wesen ist. Und Rudolf Steiner macht nun ja, das kennen Sie vielleicht kühnerweise, dieses, dass er in die kleine Kuppel des ersten Goetheanum ein Bild hereinmalt, wo eine Menschengestalt auftritt, die nach rechts schaut, also dorthin, wo bei Beuys die Linien auf dem Punkt zusammenliefen, ehe es dann weitergeht. Und diese Gestalt hat etwas in der Hand, was ich jetzt hier markiert habe. Es ist ein Buch und dieses Buch beschreibt oder hat zum Inhalt die Geschichte des Ich. Die Geschichte der Menschwerdung auf die Ich-Persönlichkeit hin. Und so wie wir bei Beuys an dieser Stelle Christus ganz oben drüber stehen haben, von dem aus die Zukunft begonnen werden kann und schauen Sie mal, wie exakt hier die Linien sich alle wirklich in einem Punkt treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Ich als Wahrnehmungsorgan, und die Taufe 01:00:05 ===&lt;br /&gt;
So beschreibt Rudolf Steiner, wie die höchste Form der Ichheit sich im Laufe der Sprachentwicklung des Mittelalters zu der Form hinbildet, dass wir nicht Ego sagen und nicht I sagen, sondern Ich sagen. Und Ich hat die beiden Anfangsbuchstaben des Namens Jesus Christi in sich. ICH. Jesus Christus. Das ist der Punkt sozusagen, von dem aus die Verfestigung, die Identifizierung des Menschen mit sich selbst gleichsam umschlagen kann, in eine neue Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir hatten letztendlich den Vortrag von dem Professor aus Udine, wie hieß er noch? Ja, der darauf aufmerksam machte, wie Rudolf Steiner in seinem fragmentgebliebenen Buch Anthroposophie einen Sinn einführt, den es bis dahin nicht gab. Sprechen, oder Hören, Sprechen, Denken, Ichen. Das Ich wird nicht der Gegenstand der Selbstbespiegelung, der Selbstbetrachtung, der Akkumulation von Reichtum innerlich oder äußerlich, sondern das Ich wird offen dafür, in jedem Anderen, der um uns ist, das Ich wahrzunehmen. Wenn ich Gott erblicke, überall, in Vater und Mutter, in allen Leben Menschen, in Stein und Blume, in Baum und Stein, gibt Furcht mir nichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also tatsächlich dieser Punkt, wo jetzt das Ich anfängt, eine Fähigkeit zu werden, Wahrnehmungsorgan zu sein für das Ich im Anderen. Das heißt, wenn wir versuchen, eine Wesensbegegnung mit etwas typisch Anderem herbeizuführen, sei es ein bestimmter Baum, dem wir uns einmal wirklich zuwenden, sei es ein Mensch, dem wir uns wirklich zuwenden, sei es eine Blume, der wir uns zuwenden, oder dem Fixsternhimmel, es ist die Möglichkeit, völlig selbstlos, aber nicht ichlos, völlig selbstlos zu suchen, das Wesen des Anderen, was sich mir in irgendeiner Form zeigt. Und von den Formen, die ich wahrnehme, von dem Seinshaften, das ich wahrnehme, versuche ich, die Struktur wahrzunehmen, versuche ich, die Qualitäten wahrzunehmen, versuche ich, den Zusammenhang der Qualitäten zu erfassen, und im Zusammenhang der Qualitäten entsteht schließlich das, was wir mit Goethe Gestalt nennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und es ist für mich als Botaniker ein tragischer Moment gewesen, als vor einigen Jahren in dem deutschen klassischen Lehrbuch der Botanik der erste Teil, der 35 Auflage gelang, Morphologie hieß. Ohne Änderung des Inhalts die Überschrift bekam Strukturen. Aber da haben sie genau das vor sich, die Gestalt verschwindet, die Struktur bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber schon wenn ich das vorhin andeutete, wie aus Natrium und Chlor Kochsalz entstehen kann, wie aus H und O, aus Wasserstoff und Sauerstoff Wasser entstehen kann, ganz einfache Wundergebilde, so wird in der Fülle der aneinander, miteinander gestaltenden Strukturen die Gestalt sichtbar. Und die ist prinzipiell übersinnlicher Natur. Und wenn wir eine Pflanze sehen, sagt unser lieber Dr. Rudolf Steiner, dann haben wir eine Imagination. Eine Pflanze kann man physisch nur strukturell sehen. Schaut man sie aber sozusagen idealistisch an, dann hat man die Gestalt vor sich, die Morphe und kann entsprechend Gestaltkunde, Bildung und Umbildung organischer Naturen studieren und dann auch weitergeben. Morphologie, ein Begriff, den Goethe gestiftet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir gingen also aus vom Salz als Kochsalz, wir gingen über zu den Mineralien, versuchten bestimmte Grundeigenschaften des Mineralisierens, des Bleibens, des Sich-Bewahrens herauszuarbeiten und sind jetzt zum Schluss darauf gekommen, wie der Mensch, der sich in der Erde inkarniert, an den Punkt kommt, wo er im Stoff ein geistiges Wesen ist und in jedem anderen, was außen ist, das Geistige sucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und an dieser Stelle will ich doch aufmerksam machen auf die Taufe der Christengemeinschaft, wo wir ein geistiges Wesen empfangen in der Erdengemeinschaft und führen wollen in die Gemeinde des Christus Jesus. Und da wird von Wasser, Salz und Asche gesprochen und beim Salz heißt es, dies sei nicht gemeines Salz, es sei der Seele allbewahrende Macht. Es sei der Seele allbewahrende Macht. Da merken Sie, wie in dieser unglaublichen Abkürzung die Qualität des Sal-Prinzips angesprochen wird. Ich taufe Dich mit dem Salz allbewahrender Weltenmächte. Allbewahrender Weltenmächte. So lebe in der Gemeinde des Christus Jesus durch des Vaters Weltensubstanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da haben wir jetzt vom Stofflichen bis zum Höchsten Geistigen hin, vom Salz bis zur Vatergöttlichkeit, die aber eine vorangehende ist und nicht eine mit sich identisch bleibende. Gleichzeitig aber Daseinsgrund. Ein Weg beschritten, der, wenn wir ihn auf unsere Weltanschauung ausweiten, dazu führen muss, dass die Ausbeutung der Welt aufhört. Dass wir so mit dem, was Welt ist, umgehen, dass wir wirklich, wie in den alten Zeiten, alles, was wir gebrauchen, als ein Opfer der geistigen Welt für uns und unsere Entwicklung Inkarnationen betrachten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, so weit vielleicht, liebe Freunde. Und damit schließen wir unsere Betrachtung ab. Hier kommt dem Ich-Menschen von der Zukunft sein Genius entgegen und befruchtet das Gewordene, dass es sich verlebendigt und Ichlichkeit entwickelt. Ach, das lasse ich jetzt weg, die Fettecke von Joseph Beuys. Man muss nicht alles machen. Ich danke Ihnen für Ihre Geduld und vielleicht sehen wir uns wieder bei einem nächsten alchemistischen Treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Benesch, Friedrich: Über den Turmalin - Eine Monographie, Verlag Urachhaus, ISBN-13978-3878386506&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<title>SALZ - Stoff, Prozess, Wesen - ein Vortrag von Volker Harlan, 2025</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthro.world/index.php?title=SALZ_-_Stoff,_Prozess,_Wesen_-_ein_Vortrag_von_Volker_Harlan,_2025&amp;diff=33036"/>
		<updated>2026-10-17T15:32:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Datei:Volker Harlan 2 2025-2-12.jpg|link=https://www.youtube.com/watch?v=WnoASKgrc1k|thumb|SALZ - Vortrag vom 12. Februar 2025 von [[Volker Harlan]]. [https://www.youtube.com/watch?v=WnoASKgrc1k Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
[[Volker Harlan|| zurück zu Volker Harlan |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkript vom 12. Februar 2025 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., Oktober 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Salz - Stoff, Prozess, Wesen“ - Ein Vortrag von Prof. Dr. Volker Harlan im Chor Forum Essen [Goetheanistisch-Antroposophische- Vortragsinitiative] vom 12. Februar 2025. Veranstalter: Frau Marg und Ulrich Roehm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Harlan, V. Salz, 2025, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Harlan, V. Salz, 2025, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Harlan, V. Salz, 2025, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Stellen wurden im nachfolgenden Text nach der Rohtranskription unverändert gelassen und mit *[?]* markiert, weil sie nicht zweifelsfrei geklärt werden konnte: die Zuckerfirma („Firma Langen&amp;quot;), das Kupfermineral („Kupferdesquizit&amp;quot;, vermutlich Descloizit)Ebenfalls so belassen: „Es ist dem Blick entschont&amp;quot;, „die Welt ist subjektgenau&amp;quot; und „der 35 Auflage gelang&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrüßung durch den Veranstalter Ulrich Roehm 00:00:15 ===&lt;br /&gt;
Ulrich Roehm: Ich bekomme gerade den Auftrag, lieber Herr Harlan, für unseren Film, ihn ganz herzlich noch einmal offiziell zu begrüßen und Sie alle auch, liebe verehrte Anwesende, willkommen zu heißen und eben noch einmal auf das ganz besondere Salz dieses Abends zählen. [Applaus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nur ein Etwas, das wir als Gegenüber erleben können, können wir als Wesen erfahren 00:00:43 ===&lt;br /&gt;
Ja, verehrte liebe Freunde einer goetheanistisch-anthroposophischen Arbeit! Es ist ja schon ein sehr ungewöhnliches Hauptthema, Salz - einfach Salz- hinzuschreiben. Deswegen habe ich noch eine Unterschrift gemacht: Stoff - Prozess - Wesen, damit wir dasjenige, was wir normal als Salz mit einer schnellen Begrifflichkeit fassen, so vertiefen können, dass es von unserem Alltagsbewusstsein über das goetheanistische bis zum anthroposophischen hin reicht. Wir wollen sehen, wie weit wir damit kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welterkenntnis ist heutzutage im Grunde unverändert gegenüber diesem Satz, der vor schon fast 300 Jahren geschrieben worden ist von Hobbes im Leviathan: „&#039;&#039;Eine Sache erkennen heißt, sich vorstellen können, was man mit ihr machen kann, wenn man sie hat.&#039;&#039;” Das nennt man philosophisch „&#039;&#039;Utilitarismus”&#039;&#039;, also die Nützlichkeitsphilosophie. Unter diesem Gesichtspunkt gibt es überhaupt kein Wesen. Unter diesem Gesichtspunkt ist alles, was wir wahrnehmen, Stoff. Und mit dem Stoff kann man machen, was man will. Alles wird zum Material für etwas, ganz gleich, worum es sich handelt, ob es Menschen sind, die angestellt werden, in Arbeitslöcher gesteckt werden, in solche Gruben zum Beispiel, oder ob es Getreide ist, mit dem man handelt oder Sonnenblumenöl. Es ist immer derselbe Gesichtspunkt: Was kann man machen, wenn wir es haben? Zum Geld verdienen! Und man sieht an den Persönlichkeiten, die heutzutage über 250 Milliarden ihr persönliches Eigentum nennen, dass das funktioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und gleichzeitig ist eigentlich allen bewusst, dass es so nicht weitergehen darf. Und wir hören jetzt ja in der Vorwahlzeit eigentlich fast nichts mehr über die Problematik, sondern man spricht über Migration. Das heißt, wir wollen keine Fremden. Ab wann ist man fremd? Wenn man Ossi ist, ist man fremd? Ich bin Ossi, ich bin fremd. Wenn man Pole ist, dann ist man neuerdings Mitteleuropäer, früher war man Osteuropäer. Also die Dinge bewegen sich in einem Bereich, der nicht erkenntnisfördernd ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und was wir jetzt machen wollen, ist eben an einem ganz einfachen Beispiel schauen, wie es möglich ist, dasjenige, was uns in der Welt begegnet, zum Gegenüber zu machen. Und nur ein Etwas, was wir als Gegenüber erleben können, können wir als Wesen erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprüche, die uns das Gegenüber zur Aufgabe machen 00:04:18 ===&lt;br /&gt;
Wir haben eine Reihe von Sprüchen aus der Geschichte, die diese andere Seite entweder von vornherein voraussetzen oder zur Aufgabe machen. Im &#039;&#039;Thomas-Evangelium&#039;&#039;, das wohl so etwa um 180 nach Christi Tod geschrieben worden ist, heißt es im Logos 77: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Jesus sprach, ich bin das Licht, das über Ihnen allen ist. Ich bin das All. Das All ist aus mir hervorgegangen und das All ist zu mir zurückgekehrt. Spaltet ein Stück Holz und ich bin da. Hebt einen Stein und ihr findet mich dort.”&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Eine ungewöhnliche Aussage. Spaltet das Holz und ich bin da!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei &#039;&#039;Novalis&#039;&#039; heißt es unter anderem: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„W&#039;&#039;o bleibst du Trost der ganzen Welt?”&#039;&#039; [Und dann] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In kühlen Strömen send ihn her,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In Feuerflammen lodre er,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In Luft und Öl, in Klang und Tau&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Durchdring er unsrer Erde Bau.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Er ist der Stern, er ist die Sonn,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Er ist des ewgen Lebens Bronn,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aus Kraut und Stein und Meer und Licht&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Schimmert sein kindlich Angesicht.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Das ist also 200 Jahre her, dass das geschrieben wurde. Und nehmen wir jetzt eines, was nur 100 Jahre alt ist:&amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Vom Kopf bis zum Fuß bin ich Gottes Bild.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Vom Herzen bis in die Hände fühle ich Gottes Hauch.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Spreche ich mit dem Mund, folge ich Gottes Willen.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wenn ich Gott erblick überall, in Mutter, Vater, in allen lieben Menschen.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In Tier und Blume, in Baum und Stein.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Also in Tier und Blume, in Baum und Salz&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gibt Furcht mir nichts.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nur Liebe zu allem, was um mich ist.“&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Mit diesen Worten werden unsere Kinder in den Waldorfschulen aufwachsen. Das ist also von vornherein für die Kinder, die ja gerade in der Zeit vor dem sogenannten „Rubikon”, also in den ersten drei Klassen, ein ganz unmittelbares Verhältnis zur Welt haben, dass es gar nicht als Objekt erlebt, sondern die Welt ist subjektgenau, wenn man selber Subjekt ist. Und dieses Subjekt durchdringt sich nun mit den entsprechenden Gedanken und spricht eben „&#039;&#039;Vom Kopf bis zum Fuß bin ich Gottes Bild”&#039;&#039;. Und in Baum und Wolke, in Tier und Stein und so weiter und so weiter … in allem, was um mich ist, spüre ich Gottes Hauch, fühle ich seine Nähe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist natürlich ein sehr, sehr diffuser oder allgemeiner Gottesbegriff. Also man würde heute dann vielleicht eher sagen: Das Göttliche. Und das käme auch dem entgegen, was den meisten unserer Gegenwartsmenschen heute als Religion übrig bleibt. Eine Gottesvorstellung wird eigentlich heutzutage nicht mehr ausgebildet. Auch diejenigen, die in ihrer gesamten Weltanschauung und Denkungsart Materialisten sind - wobei das jetzt nichts Negatives ist, sondern eine bestimmte Art von Weltbetrachtung - fühlen doch meistens, dass es etwas Göttliches, etwas ganz anderes gibt. Und dieses ganz andere ist eben sehr undifferenziert, weil wir es nicht unmittelbar wahrnehmen können. Wir können uns aber an das Andere heranbewegen und in der Heranbewegung versuchen, ihm so weit entgegenzukommen, dass es mehr und mehr spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Harlan, V. Salz, 2025, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Salz ist alles, was auskristallisieren kann. Beispiele verschiedener Kristalle 00:09:00 ===&lt;br /&gt;
Ich habe jetzt eine Reihe von Bildern zusammengestellt. Hier ein erstes, wo Sie sehen, wie groß der Mensch ist, der da unten als Schattenbild steht, und wie groß im Verhältnis dazu die Kristalle, also die Salze sind - in diesem Fall Gipskristalle - die da in einer Kluft in der Tiefe der Erde in Mexiko in einer Mine gefunden worden sind. Mit einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit, etwa 95 Prozent, und Temperaturen, die fast ebenso hoch sind. Und diese Kluft ist verschlossen worden, weil wenn jetzt kühle Luft reinkäme, dann würden die zerfallen, die Kristalle. So können sie erhalten bleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist tief in der Erde, in den Klüften Salzbildung. Und Salz nennen wir jetzt im erweiterten Sinne zunächst einmal alles das, was auskristallisieren kann. Das kann ja sehr verschiedenes sein. Hier ist ein kleiner Zepterkristall abgebildet. Der ist nun in Wirklichkeit nicht größer als so [zeigt wenige mm zwischen Daumen und Zeigefinger]. Im Foto kann man das ja alles wunderbar verändern. Und ruft dieses andere hier zum Erstaunen vor, dass es solche gewaltigen Kristalle gibt, so ist bei diesen Bildern hier das Erstaunliche die Präzision der Form. Das absolut Akkurate der Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist ein kleiner Herkimer-Diamant. Dieser ist etwa so groß, also zwei Zentimeter in der Länge. Den gibt es im Staate New York zu finden. Kleine doppelendige Bergkristalle mit einer so unglaublichen Klarheit, dass sie eben wie Diamanten, wie Diamonds, entsprechend genannt und betrachtet werden. Das ist ein leider etwas verwischtes, aber doch ein Foto, nun von einem Salzkristall. Und an diesem Salzkristall wird schon deutlich, an diesem Bild, dass es sich, wenn er rein erscheinen kann, um eine kubische Gestaltung handelt. Ein Kubus, der sechs Seiten hat, die alle gleich groß sind und alle exakt im 90-Grad-Winkel aufeinander stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie kommt es zu solchem Salz? 00:11:49 ===&lt;br /&gt;
Wie kommt es zu solchem Salz? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir alle Meere, die unsere Erde haben, eintrocknen lassen würden, dann würde die ganze Erde, oder jedenfalls die Ozeane, bedeckt mit einer Schicht von 61 Meter Salz. Obwohl die Meere nur 3,5 Prozent Salz enthalten oder Salziges enthalten, sieht man an dieser Zahl 61 Meter über die ganze Erde hin verbreitet, wie viel Salz da in dem Wasser gelöst ist. Und wenn das Wasser in eine Situation kommt, dass es austrocknen kann oder austrocknen muss, dann fängt es an, das Salz zu entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir sehen hier an einem Zipfel des Toten Meeres, wie da durch Dämme abgeteilt einzelne Abteilungen entstehen, deren Wasser langsam austrocknet in der Hitze. Die Umgebung des Toten Meeres hat eine Jahresdurchschnittstemperatur von 19 Grad. Es ist also im Sommer sehr warm, aber auch im Winter nicht kalt. Und dann kristallisiert sich überall diese Substanz aus, die jetzt eben entsprechend, wie wenn wir Salz aus dem Salzfass nehmen, weiß erscheint. Je kleiner die Kristalle, umso reiner die Weißerscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist ein Bild aus den Persischen Salzwüsten. Das sind die wüstesten Wüsten, die es auf der Erde gibt. Da kommt kein Kamel durch. Riesige Flächen, in denen so viel Salz ausgetrocknet, auskristallisiert ist, und zwar immer wieder auch, indem diese Flächen wieder überschwemmt werden, neues Salz mit sich bringen, das trocknet aus, dann wieder weitere. Und dann entsteht diese eigentümliche Wabenstruktur, die wir auch in den Säulen des Basalt vor uns haben. Und die ganze riesige Fläche, völlig horizontal, eine Seenfläche, ist Salzkruste. Je nachdem, wo das Ganze dann ist und auf welche Weise man sich dieses Salzes dann bedient, wird es zusammengeschabt zum Austrocknen und danach herabtransportiert, je nachdem, wofür man es braucht, als Speisesalz oder zum Streuen bei Winterglätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist eine kleine Salzkonkretion, die ist in der Größe so eine Handspanne groß, die es hier entsprechend herausvergrößert, wo man sieht auch wiederum alles voll von Salzkristallen, die miteinander verwachsen sind, aneinanderstoßen und hier einen weißlichen Charakter haben. Diese Salzstufe ist aus einem polnischen Bergwerk, das leider abgesoffen ist, sodass es heutzutage überhaupt keine Salzkristalle angeboten gibt in den Mineraliengeschäften beziehungsweise bei Ebay oder bei anderen entsprechenden Plattformen. Und hier sehen Sie jetzt nicht ein Einzelkristall, sondern ein zusammengewachsenes, ein sich herausgebildetes, was im Ganzen überall diese unglaubliche Klarheit der Winkel zeigt. Und jedoch nahezu glatten Oberflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man es jetzt hier anschauen könnte, ich wollte es nicht mitbringen, weil es so schwer ist, könnte man sehen, dass man bis zum Grund durchschauen könnte. Es ist, wenn es gut geht, vollkommen durchsichtig. Bei diesem Salzkristall hier kann man das einigermaßen sehen, dass er durchsichtig ist. Hier gehen die Ecken herunter und entsprechend kann man durchschauen auf den dunklen Boden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kubus, der nun in seiner Kristallinität nicht nur total exakt ist, wie der vorangegangene, sondern auch wiederum eine bewegte Oberfläche hat. Und diese bewegliche Oberfläche, die nicht so ist, wie wir das beim Pyrit sehen, wo jetzt hier in Navajún in Spanien aus dem Steinbruch diese Platte herausgebrochen ist, die ist jetzt nicht natürliche Größe, sie ist natürlich kleiner, aber da sind tatsächlich so große Pyrit-Kristalle drin, die einzeln genommen eben eine unglaubliche Exaktheit haben. Das ist zu Eisen und Schwefel verbunden als Kristall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So glatt sind die Oberflächen von Salz nicht. Salz ist da beweglicher, aber es ist ganz durchsichtig, wie der Herkimer-Diamant. Aber in dieser Oberfläche, wie gesagt, beweglich, das heißt, es hat sozusagen eine Affinität zum Außen. Und wenn man es in Wasser legt, dann löst sich es auch langsam auf. Während der Pyrit, wenn man ihn ins Wasser tut, bleibt, wie er ist. Also Sie können getrost versuchen, Ihren Kaffee mit Pyrit zu süßen, es wird Ihnen nicht gelingen. Pyritisierter Kaffee. Aber wenn Sie Salz reintun, ruft das besonders, wenn es derjenige, der es trinken soll, nicht weiß, einen erstaunlichen Effekt hervor. Bei Tee kann man das übrigens genauso machen. Auf Jugendtagungen wird dieser Jux natürlich immer mal ausprobiert, dass man Zucker und Salz in eine Tasse tut, ehe man den Tee reinschüttet. Es löst sich vollkommen auf. Es ist dem Blick entschont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was mag das sein? Was mögen diese Kristalle sein? Zucker. Zucker. Und Sie können diesen Zucker sogar kaufen. Es gibt bei dieser Firma Langen *[?]* eine bestimmte Sorte von Kandiszucker, wo noch so große Kandisstücke drin sind. Leider, wenn man die kauft, die sind dann gleich so ein halbes Kilo, sind die durch die Verarbeitung, durch die Abfüllung usw. so aneinander gerieben, dass die Oberflächen alle weißlich geworden sind, weil es abgestoßen ist und die Kanten gebrochen. Bei diesem hier haben wir aber deutlich vor uns, wie auch Zucker, also eine organische Substanz, vollständig als Kristall erscheinen kann. Kristallsalz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was Salz kann: Geschmack und Konservierung 00:22:12 ===&lt;br /&gt;
Gehen wir nochmal zurück zum Salz. Und fragen wir uns jetzt ab, was wir über den Stoff einfach so äußerlich schon wissen können. Also er hat eine Form, die außerordentlich ist, dieses reine kubische, die Gestalt von diesen sechs gleichen Flächen, die aufeinanderstoßen und die sechs Raumsrichtungen oder die drei Raumsrichtungen abbilden, wobei man eben, so wie wir Menschen rechts und links, vorne und hinten, oben und unten unterscheiden können, wenn auch jeweils in derselben Achse, doch empfinden kann, wie so ein kubisches Wesen, wie von zwei Seiten her, beziehungsweise von sechs Seiten her, aufeinander zugänglich sich gestaltet haben, sodass diese Kristallisationsgestalt in ihrer wunderschönen Form für uns erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem wissen wir, dass Salz eben als Kristall eine gewisse Härte hat. Es ist nicht sehr hart, man kann es leicht zertrümmern. Und wenn man es zertrümmert, dann hat man immer wieder exakte rechte Winkel. Das ist ja auch nicht bei jedem Kristall. Wenn Sie ein Bergkristall mit einem Hammer bearbeiten, dann kriegen Sie den sogenannten muscheligen Bruch. Und beim Salz, auch bei dem Calcit, bricht er immer genau in der Winkelform, die wir auch an der Außenkante zunächst schon haben. Also ein durchsichtiges, festes, die Raumkoordinaten abbildendes oder vergegenwärtigendes Wesen, was uns da im Salz entgegentritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wofür kann man das Salz denn gebrauchen? Nun, wenn wir jetzt von dem, wie es heutzutage am meisten verwendet wird im Winter, von der Gefrierpunktserniedrigung absehen. Also wir streuen Salz auf Eis und das Eis wird flüssig. Das heißt, der Gefrierpunkt des Wassers wird auf 18 Grad Minus heruntergedrückt. Im täglichen Gebrauch ist das aber nicht der Fall. Das brauchen wir so nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wenn wir es verwenden, verwenden wir es ja immer in Speisen. Aber nie in Massen, sondern eine Prise Salz. Cum grano salis, eine Prise Salz. Und die Nudel schmeckt nach Nudel. Eine Prise Salz und die Kartoffel schmeckt nach Kartoffel. Ein Butterbrot ohne Salz ist fad. Aber mit Salz, wenn es genügend geringe Mengen sind, ist ein wunderbarer Schmaus. Was anderes braucht man denn gar nicht mehr? So verwenden wir Salz in unseren Gerichten, weil sie uns dann besser schmecken. Aber wir verwenden das Salz so, dass wir das Salz selber nicht schmecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir den Kaffee mit Salz haben, schmecken wir es sehr wohl. Wenn wir zu viel Salz in die Nudeln tun, natürlich auch. Dann haben wir den Salzgeschmack. Bittersauer, süß, salzig. Haben wir den Salzgeschmack, der sich über alles andere hinwegsetzt. Also mit Maßen genommen, dient es als Geschmacksverstärker. Das heißt, es hilft zu charakterisieren. Es hebt die typische Substanzqualität hervor im Geschmack. Geschmacksverstärker. Das Salz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben ja natürlich auch dieses noch, was es immer noch gibt. In der Zeit, bevor wir Kühlschränke hatten, hat man Fleisch und auch heute noch Fisch mit Salz dauerhaft eingelegt. Das ist ja ein Wunder. Man hat den Hering aus dem Meer gezogen, wirft ihn in ein Fass mit anderen zusammen, streut immer wieder Salz rein, jede Menge Salz und der Hering bleibt Hering. Man kann den einen Jahre in der Tonne haben, ihn dann rausnehmen, legt ihn dann in Wasser und wenn man ihn genügend lange in Wasser gelegt hat, hat das Wasser, das Salz, das in den Hering eingezogen war, wieder herausgenommen und der Hering schmeckt wieder nach Hering. Ist nicht verfault. Wenn wir den Hering drei Tage aufs Fensterbrett legen würden, würde er nicht mehr genießbar sein. Oh, das wäre die letzte Mahlzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also die konservierende Fähigkeit, die gestaltbildende Fähigkeit, denn die Raum- und Gestalterhaltende Fähigkeit, ja auch die Geschmackserhaltende, gar verstärkende Fähigkeit des Salzes, gehört zu dem Typischen des Salzes hierzu. In Norwegen, wenn man da in irgendeiner Jahreszeit an den Inseln vorbeifährt, im Nordwesten, an den Lofoten, dann findet man überall auf diesen Hügeln Gestelle, an denen hängen Schellfische, so groß etwa, ausgenommen und trocknen an der Luft, beziehungsweise sind mit Salz gesalzen, so wie der Jäger möglicherweise, wenn er in einer Steppe wohnt, das abgezogene Fell des erlegten Tieres mit Salz einstreut, das auch da wiederum das Wasser herauszieht und das Fell zum Brett macht, was aber dann nicht faulen, sondern bleibt, wie es ist und irgendwann zum Gerber gebracht werden kann. Auch da also Konservierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Identitätsbewahrung: der Kristall bleibt er selbst 00:27:14 ===&lt;br /&gt;
Wenn wir, wie ich schon sagte, den Salzkristall schlagen, zerbricht er in immer dem gleichen Winkel. Wenn er wächst, wächst er immer mit dem gleichen Winkel, er verschiebt sich nicht. Er bleibt immer würfelig. Ein Bergkristall ist normalerweise eine Säule, die Säule kann aber sehr kurz sein, wie bei so einem Herkimer-Diamant, aber es ist charakteristisch kein Würfel, wie das Salz, das in Stücke geschlagen immer rechtwinklig bleibt. Es bleibt sozusagen der Form nach mit sich identisch. Es hat diese Eigentümlichkeit, klar, durchsichtig zu sein, die sehr distinkte Gestalt zu haben und diese Gestalt äußerlich und innerlich identisch zu haben. Es bleibt immer es selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das können wir sehr schön sehen, dass das überhaupt eine Eigenschaft, eine mögliche Eigenschaft von Mineralien ist, wie hier bei diesem angeschliffenen Bergkristall, ein sogenannter Phantomkristall. Das hat man manchmal, dass es Bergkristalle gibt, die außen eine weiße Schicht haben, also wie Salz, weißlich außen sind. Die muss man abschleifen, dann kann man ins Innere hereinschauen und sieht, wie im Inneren sich dieselbe Form immer wiederholt, kontinuierlich. Auch da besteht Identitätsbewahrung in dem Gestaltprozess. Keine Wandlung, keine Metamorphose, keine Verschiebungen. Immer bleibt es in der Gestalt, die im entsprechenden Winkel schon beim allerersten Kristallisationskeim gegeben wird. Der erste Kristallisationskeim, der sich bildet, hat die Form, die dann nur noch größer werden kann, aber Wachstum kann man eigentlich nicht sagen. Denn der Kristall hört auf zu wachsen, wenn er kein Futter mehr kriegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie ein Salzkristall züchten wollen, dann können Sie ja eine entsprechende Einrichtung treffen, indem Sie Salz im Wasser auflösen, einen Faden hereinhängen oder einen Stab reinstellen und dann verdunstet das Wasser und das Salz fängt an auszukristallisieren und wenn das Wasser alle ist, ist Schluss. Da kann nichts mehr werden. Gibt man mehr hinzu oder neues Wasser, wächst er weiter. Das heißt, seine Größe, seine Ausdehnung ist bestimmt von außen. Seine Form ist bestimmt von innen. Und immer hat er dieses offene Umweltverhältnis da, wo die Kristallisation beim Wachstum fortgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist am allerschönsten zu sehen bei einem Längsschnitt durch einen Turmalinkristall, der so ein Chamäleon ist, und da sieht man das besonders deutlich, in seiner Bildung in bestimmten Grundsubstanzen identisch bleibt, aber gerade durch die Borionen, die da drin sind, so große Löcher in sein Kristall hat, dass es auch andere Substanzen aufnehmen kann. Und je nachdem, was die Kluft, in der sich eine Schmelze, eine wässrige Schmelze befindet, in der Tiefe der Erde hergibt, ist es mal mehr grün, mal mehr braun, mal mehr rötlich, je nachdem. Das ist also ein nicht idealisierter, aber aus einer von vielen möglichen, eine besonders schöne Gestalt aus dem Buch von Friedrich Benesch über den Turmalin. Das ist eine Zeichnung, eine Aquarelle, kein Schnitt. Aber man sieht sehr deutlich dieses Prinzip der identischen Wiederholung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das man auch sehen kann, wenn das Wasser auf dünnen Flächen kristallisiert und sich die Eisblumen bilden. Da haben wir hier in der Mitte unten, die ist wiederum deutlich vor uns, wie jetzt hier da ein Winkel da ist, der sich ständig wiederholt. Hier sieht man es besonders deutlich. Immer die gleichen Winkel und auch am Ende der kleinen Teile immer die gleichen Winkel. Wurzelartig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der einzelnen Schneeflocke kann er unendliche Gestalten annehmen. Ja, jede Schneeflocke ist anders. Aber ihr Kristallisationsprinzip ist immer in dieser hexagonalen Weise angelegt. Bis hin zu Blütenbildern. Und insofern können wir sagen, wenn wir eine Blüte vor uns haben, auch da ist eine Kristallisationsform erschienen, die in ihrer Sechseitigkeit bei den einkeimblättigen Pflanzen etwas Monotones hat, wenn man es als solches ansieht, aber dadurch eben auch eine sehr präzise, eine bestimmte, eine vielleicht schöne Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kupfererz aus Namibia, das interessanterweise als Metall in die Lage kommen kann, Pflanzenstrukturen zu bilden und zu zeigen. Wenn Sie sich das im Einzelnen anschauen, den unteren Teil, dann sehen Sie, dass wie bei einem Moos ein Stängel da ist, mit kleinen, identisch großen Seitenblättern. Schaut man sich die Oberseite an, hat man eine unglaubliche, eine extreme Bildung, in dem am Ende des wachsenden Kristalls jeweils so ein Gebilde erscheint, was obendrauf nochmal ein kleines Hütchen haben kann. Auch unten etwas schmaler ist als oben. Also es wächst und es bildet keine Blüten, aber Früchte. Eine organische Gestalt rein aus anorganischer Substanz. Ein Kupfererz. Kupfer-Descloizit *[?]* wurde mir gesagt, ich habe es im Lexikon nirgendwo gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, und hier sind wir im Palmenhaus in Frankfurt. Das ist wie eine Glasarbeit, aber sind eben diese Eisblumen in ihrer wunderbaren Vielfalt hier sogar ins direkt gebogene Dynamische hereingehend. Also Kristallisation jetzt schon im erweiterten Sinne als formannehmend. Formannehmend ist eine klare Flüssigkeit, die völlig in sich identisch ist, für das Auge keine Differenzierung und die bei einem bestimmten Kältegrad oder bestimmten Sättigungsgrad anfängt in sich und aus sich heraus die Bilder zu gestalten, die jetzt nicht in dem Wasser verborgen waren, sondern die in den Substanzen verborgen waren, die in dem Wasser gelöst waren und bei bestimmten Voraussetzungen anfangen sich zusammenzuschließen zu Kristallen, zu Salzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salz im engeren Sinne sind Metalle und Säurereste, so wie Natrium, Chlorid und wenn wir jetzt gerade nochmal Natrium, Chlorid sagen, dann kann man sich auch da deutlich machen, dass das eigentlich ein ungeheurer Sprung ist von dem, was als Natrium und Chlorid im Wasser gelöst vorhanden ist, zu dem, was uns als Kochsalz entgegenkommt. Wenn Sie es ganz extrem denken wollen, dann nehmen Sie auf der einen Seite Natronlauge, und wenn Sie in die Natronlauge, was soll ich jetzt sagen, ein Hühnerbein reinhalten, von einem toten Huhn. Wie man es macht in der Zoologie, wenn man Präparate herstellt, Knochenpräparate. Dann wird durch die Natronlauge das Fleisch vollständig aufgelöst. Es bleibt übrig der nackte Knochen. Und wenn Sie jetzt diesen Knochen in Salzsäure hereinlegen, verschwindet auch der Knochen. Und wenn Sie Natronlauge und Salzsäure im richtigen Verhältnis zusammengießen, entsteht Kochsalz und Wasser. Ist das nicht unglaublich? Wie da je nachdem, in welcher Weise Stoff sich mit Stoff begegnet, etwas völlig Neues erscheint. Eine Emergenz, würde man heute sagen. Man hebt es in eine andere Erscheinungsstufe herein. Kochsalz. Und das gilt für jedes Mineral.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Mineral zur gestaltbildenden Kraft 00:38:04 ===&lt;br /&gt;
Also, wir sind jetzt im Begriffe überzugehen, aus dem, was Salz als Mineral ist, zu dem hin, was Salz als gestaltbildende Kraft ist. Gestaltbildende, formende Kraft. Und steigen ein damit, dass wir sehen, dass wenn wir eine Keimpflanze haben, wie in der Mitte eine Gestaltanordnung sich bildet, wenn der Boden das hergibt, das ist nur eine Weile nachher, gibt der Boden das meistens nicht mehr her, dass wir eine Zentralachse haben, Primärwurzel und dann Seitenwurzel, ersten und zweiten Grades. Und die Seitenwurzeln gehen alle im selben Winkel aus der Primärwurzel heraus in die Umgebung. Und die Seitenwurzeln stehen eine über der anderen. Das kann man ganz schön sehen, wenn man eine Möhre hat, die lange feucht gelegen hat, dann fängt die an, Wurzelchen zu treiben. Und die liegen alle untereinander. Sehr schön kann man es auch beim Rettich sehen. Der hat dann oft sogar eine Falte und in der Falte sind die Seitenwurzeln. Natürlich nicht in dieser Schönheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sehen einerseits, dass sich jetzt im Organischen ein Gestaltprinzip zeigt, dass wir bei den Phantomkristallen haben, wenn wir das Glück haben, einen Phantomkristall zu finden, der die innere Struktur sichtbar macht. Und auf der linken Seite zeigt sich, dass die Wurzel, hier eben eine Möhrenwurzel, auch in der Lage ist, Stoff anzulagern. Sodass, wenn jetzt der Herbst und der Winter kommt, das Kraut verwelkt bei den ganzen Rüben, aber auch bei den Staudenpflanzen, bei den Pfingstrosen oder bei Rittersporn oder was immer, im nächsten Jahr kommen sie wieder, woher? Aus der Wurzel. Die Wurzel bleibt mit sich identisch. Die Wurzel hat so viel Stoff aufgenommen, dass sie aus sich heraus sich klonen, wiederherstellen kann. Auch da erfolgt eine identische Reproduktion, ein Klon. Da gibt es keine Evolution, nur Wiederholung des schon vorhandenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das Formgliederungsprinzip und das Stoffsammlungsprinzip als etwas, was Salzcharakter ist, im übertragenen Sinne, was wir im Extremfall beim Turmalin sogar mit dieser Mittelsäule sehen können. Und wenn wir etwas, das ist etwas, woran ich anknüpfen könnte beim nächsten Mal, wenn wir die Tria Principia, auf die wir ja bei unseren Vorträgen immer wieder auch schon hingewiesen haben, die drei, das Sal-Prinzip, das Merkur-Prinzip und das Sulfur-Prinzip, übereinander als Bilder stellen, in der anorganischen Natur getrennt, Wurzel, Blatt und Blüte, bei der Pflanze, bei der organischen Natur vereint. Zwar in eigener Abteilung, aber im Ganzen in eigener Gestalt. Ohne das eine, ohne die Wurzel kann keine Pflanze gedeihen, ohne dass sie Blätter bildet, kann sie keine Stoffbildung vollziehen. Da sind also die Tria Principia jetzt vereint bei der Pflanze, die bei der Wurzel zunächst als Formgestalt und als Stoff-Akkumulation schon zu sehen waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, und sogar wenn wir ein Blatt anschauen, besonders auf der Rückseite, haben wir dieses, dass wir etwas haben, wie eine Primärwurzel und Seitenwurzeln. Wenn Sie darüber Näheres lesen wollen, dann lesen Sie Tycho-de-Brahe-Jahrbuch für Goetheanismus 2001, 2002 oder so. Da habe ich einen größeren Aufsatz geschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn wir dieses Bild haben, dann kann man eigentlich nicht wissen, ist das linke Wurzel und das rechte Strauch, wir sehen da die Primärwurzel noch mit dran, es ist also ein Wurzelbild, das man machen kann, wenn man einen Samen zum Keimen bringt und nicht an einer senkrechten, sondern einer schrägen Glasscheibe oben in die Erde tut, dann muss die Wurzel, die ja senkrecht wachsen will, immer an der Glasscheibe entlang nach unten wachsen, sodass man, wenn man den Schutz wegtut, sehen kann, wie das Wurzelwachstum erfolgt. Und da haben wir eben wiederum, dies, was wir schon kennen, die gleichen Winkel dieser Seitenwurzeln und in der Mitte die Zentralwurzel und sehen aber, dass nach demselben Prinzip letzten Endes die Büsche oder die Bäume gebildet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holz ist das Salz der Bäume 00:44:16 ===&lt;br /&gt;
Und hier in einem kalifornischen Wald, wo es jetzt so furchtbar gebrannt hat, da sind die Bäume durch die Trockenheit, die jetzt jahrelang herrschte, verdorrt gestorben. Wir haben eine Parklandschaft vor uns mit lauter toten Bäumen. Das heißt, diese Bäume bleiben, solange sie nicht von irgendwelchen Tieren durchbohrt werden, stehen über Jahre, über Jahre. Auf dem Boden verfaulen sie schneller, in der Luft bleiben sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lebendige Wachstum einer Pflanze, die aus dem Samen die Wurzel bildet, dann die Keimpflanze entfaltet, die schließlich blüht und fruchtet. Oder im nächsten Jahr Seitenzweige bildet und wieder und wieder und wieder und ein Baum wird, bildet nach innen hin die Kristallsubstanz und nach außen hin das Lebendige, das die Kristallsubstanz ermöglicht. Und die Kristallsubstanz nennen wir in diesem Falle Holz. Holz ist Salz der Bäume. Und wenn wir diese Formel verwenden, das Holz der Bäume ist Salz oder das Salz der Bäume ist Holz, dann sind wir in der Beweglichkeit des Salzbegriffes drin, den wir brauchen, um einen genügend vertieften Salzbegriff zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und alles, was ich jetzt im Laufe des Abends gesagt habe, fügt sich ja so in eine Reihe herein, die sozusagen immer transparenter wird im Hinblick auf das Salzprinzip, das uns in der Natur entgegentritt und das dann vom Maler auch gemalt werden kann. Da ist dann unten noch ein verlassener Friedhof, das verstärkt das Bild dann nochmal, Caspar David Friedrich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Skelett und Panzer: die Versalzung im Tierreich 00:46:27 ===&lt;br /&gt;
Diese Versalzungstendenz haben wir auch in den tierischen Lebewesen, in den lebendig sie bewegenden, sinnestragenden Lebewesen bis zum Menschen hin. Und da geht, was ich vorhin angedeutet habe, was übrig bleibt, wenn man das Tier in Natronlauge getaucht hat, das ist dann dasjenige, was uns als Skelett entgegentritt. Phosphorsaurer Kalk, mineralisiert. Ein echtes Mineral, phosphorsaurer Kalk, aber gestaltet aus einem organisch lebendigen Wesen heraus, in diesem Falle hier bei den Bildern bei einem Menschen, der eine entsprechende Gestalt entwickelt, über die wir bei anderer Gelegenheit dann auch noch vergleichend sprechen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sodass wir bei den Bäumen innen das Holz, bei den Tieren innen das Skelett, bei den kleinen Tieren außen den Panzer haben, der aber immer wieder gesprengt werden muss. Und wenn Sie einen Schrank wegrücken, den Sie lange nicht wegrückt haben, finden Sie dahinter eine ganze Reihe Spinnenskelette. Haben Sie mal gesehen, wie eine Spinne sich häutet? Sieht man leider sehr selten. Aber so eine Weberspinne mit ihren langen Beinen, die zieht ihre Beine aus der Hülle heraus, bis alle acht Beine draußen sind und dann sprengt sie den Körper in der Mitte auf und das Ganze fällt ab. Das Außenskelett trägt das Insekt und das Knochengerüst trägt das höhere Tier. Das Wirbeltier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt ist es um acht. Ich füge jetzt noch was hinzu. Erst nochmal zwei kleine Bilder. Das ist das Salzprinzip im Häuserbau. Einzige Steine wie der andere, mit den verschiedenen Möglichkeiten, wie man sie übereinander lagert. Da gibt es ja reiche Anschauungsmaterialien von Häusern, die vor 100 Jahren gebaut worden sind, diesen roten Klinkern. Und wenn man das ins Große nimmt, so wohnt man in China. Ist das nicht furchtbar? Kinder, die irgendwo da oben in so einem Stockwerk leben, heranwachsen in diesen unendlichen Kästen. Draußen zum Schmucken paar Bäume gepflanzt, betreten verboten, Hunde nicht erlaubt, sonst hätte man da meterdicke Hunde, Mist auf diesen Plätzen. Eins wie das andere. Plattenbauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist der Apparat noch an? Aber Ihr Apparat ist an, ne? Gut. Dann muss ich versuchen, jetzt so laut zu sprechen, dass Sie mich hören können. Ich mache jetzt eine Hörprobe. Wenn ich jetzt so spreche, wie jetzt spreche, können Sie mich dann verstehen? Ich danke für Ihr Nicken. Und die vorne sitzenden Schwerhörigen, können Sie mich hören? Oder auch verstehen? Gut. Dann machen wir unbefangen weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Beuys-Zeichnung: Kubus, Anstalt, Christus 00:50:28 ===&lt;br /&gt;
Also gehe ich jetzt auf etwas anderes ein. Ich habe hier eine Zeichnung von Joseph Beuys, die er mir 1974 einmal auf meine Bitte hin gemacht hat. Die drei große Bleistiftzeichnung. Und ich nehme jetzt diese Zeichnung, um im Hinblick auf den Salzbegriff noch einen Schritt weiter zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie finden hier, in dieser Zeichnung oben links, ein Kubus als Zeichen des Nichtlebendigen, des Toten. Der Kubus als Repräsentant des Anorganisch-Kristallinen, der Tod. Rechts daneben, Pflanze, Tier, Mensch. Also die Evolution, die da ausgeht, vom Anorganischen mit seinem ungeheuren Reichtum, der die Stoffbasis bildet für dasjenige, was sich organisch dann Stufe um Stufe weiterentwickeln kann und in der Weiterentwicklung immer die Möglichkeit neuer Organisationsprinzipien mit sich bringt, dass nicht nur eine Pflanze, sondern auch ein Tier erscheinen kann und schließlich auch ein Mensch erscheinen kann in der Substanz, in der Materialität, in dem Salz, was sich stufenweise aufgebaut hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben ein zweites kubisches Gebilde, da ganz unten am Rand, sozusagen, wo die ganze Schwere die Substanz bis auf den tiefsten Punkt getrieben hat, in diesem kleinen Kubus. Neben dem steht ein Wort. Bei Beuys sollte es Anstalt heißen. Nein, doch, Anstalt. Es könnte aber auch Ausfall heißen. Wenn Sie es als Ausfall lesen, dann wäre es aus dem Flüssigen dasjenige herausgefallen, was wir oben bei diesem Ersten haben, wo aus dem Flüssigen das Tote herauskristallisiert ist. Anstalt. Anstalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Anstalten, wo die Weltanschauungsbilder der heranwachsenden Jugend zu Salzkristallen geformt werden, die möglichst nicht mehr auflösbar sind. Da werden wir, wie von den Kirchen früher, heute in den Schulen, materialistisch indoktriniert. Die Religion der Moderne ist der Materialismus. Das ist eine echte Religion, die eben als Materialität ihre Göttlichkeit verehrt und dasjenige, was jetzt als Bildungsanstalt möglich wird, ist, dass man eben in unendlicher Reproduktion das Ganze druckt und unter die Menschheit verbreitet. Heutzutage geschieht das dann elektronisch, digital.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir haben ein Drittes. Ah, nochmal diese herausgehoben und sehen jetzt hier etwas, was für diese Zeichnung wichtig ist. Das ist der unterste Teil der Zeichnung unten rechts. Sehen Sie? Sulfur-Mercurius-Sal. Saturn-Sonne-Mond. Da hat Beuys seine Zeichnung, seine Grundzeichnung des Plastischen hingezeichnet, wo es aus einem chaotischen Wärmezustand langsam in eine Abkühlung übergeht, die schließlich auskristallisiert. In der Anstalt und überall, wo Anstalten sind, ob das in Klöstern ist oder in Schulen oder in Bürostuben, in Gerichtssälen, überall geht etwas aus dem lebendig-beweglichen in eine bestimmte Form über, die tradierbar ist. Eine Form, die tradierbar ist, ist die Basis jeglicher Anstalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt habe ich hier nochmal das ganze untere Teil herausgehoben, das in der Mitte jetzt den dritten Kristall hat. Und wenn wir diesen dritten Kristall anschauen, dann haben wir unten gehabt Sulfur-Mercur-Sal als ein Gestaltungsprozess, haben ganz oben gehabt Stein-Pflanze-Tier-Mensch und haben hier unten jetzt das mythische Zeitalter, in der sich die Menschheit entwickelt hat, bis zu Plato und Aristoteles hin, dann das Zeitalter der Philosophie, die Bildung des Materialismus bei Newton und Kant, Helmholtz, des Sozialismus bei Marx, auf diesen Punkt hin hat Beuys diesen Kubus gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist sozusagen der Höhepunkt der Konsolidierung in sich selbst. Aus der Vielheit der Menschheit kristallisiert sich langsam im kulturhistorischen Prozess das Einzel-Ich heraus, das in seiner Egoität wiederum Willens ist, Stoff zu sammeln, Reichtümer zu sammeln, reich zu werden. Wir hören ja einmal in der Woche oder zweimal immer in den Nachrichten die Lottozahlen. Da sitzen Millionen Leute am Hörer, ob sie die richtigen Zahlen haben, um jetzt doch die Milliarde in Amerika oder sogar in Europa gewonnen zu haben. Also diese Neigung ist sehr groß und ich fände es auch nicht schlecht, wenn man ab und zu mal sowas bekäme, um es dann verteilen zu können, wo es sinnvoll ist. Also die Bildung, die Fülle der Bildung auf den Einzelnen hin, das einzelne Menschenexemplar, das sich von allen anderen unterscheidet, aber mit sich selbst identisch bleibt, mit sich selbst identisch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kommt der Kreuzungspunkt, wo die Linien durcheinander laufen und über diesen Kreuzungspunkt schreibt Beuys Christus und Kreuz, wie schon hier einmal, Kreuz und Christus, sagen der Zeit vor oder nach Platon. Das Christusprinzip als Ich-Prinzip. Beuys macht es in dieser Weise, dass er auf die rechte Seite das Kreuz setzt, das nun ausschlägt und hier in diesem Falle fünf Blütengebilde, also das Rosenkreuz, bildet. Das Rosenkreuz, das Rosenkreuzertum, das moderne Rosenkreuzertum als die Möglichkeit, den historischen Materialismus zu überwinden, zu überwinden im Sinne einer Ergänzung, nicht der Auslöschung, sondern Ergänzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie es Mineralien, Pflanzen, Tiere und Menschen gibt, so muss es neben dem Materialismus eben auch Religion geben, in der das Ich ein heiliges Wesen ist. Und Rudolf Steiner macht nun ja, das kennen Sie vielleicht kühnerweise, dieses, dass er in die kleine Kuppel des ersten Goetheanum ein Bild hereinmalt, wo eine Menschengestalt auftritt, die nach rechts schaut, also dorthin, wo bei Beuys die Linien auf dem Punkt zusammenliefen, ehe es dann weitergeht. Und diese Gestalt hat etwas in der Hand, was ich jetzt hier markiert habe. Es ist ein Buch und dieses Buch beschreibt oder hat zum Inhalt die Geschichte des Ich. Die Geschichte der Menschwerdung auf die Ich-Persönlichkeit hin. Und so wie wir bei Beuys an dieser Stelle Christus ganz oben drüber stehen haben, von dem aus die Zukunft begonnen werden kann und schauen Sie mal, wie exakt hier die Linien sich alle wirklich in einem Punkt treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Ich als Wahrnehmungsorgan, und die Taufe 01:00:05 ===&lt;br /&gt;
So beschreibt Rudolf Steiner, wie die höchste Form der Ichheit sich im Laufe der Sprachentwicklung des Mittelalters zu der Form hinbildet, dass wir nicht Ego sagen und nicht I sagen, sondern Ich sagen. Und Ich hat die beiden Anfangsbuchstaben des Namens Jesus Christi in sich. ICH. Jesus Christus. Das ist der Punkt sozusagen, von dem aus die Verfestigung, die Identifizierung des Menschen mit sich selbst gleichsam umschlagen kann, in eine neue Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir hatten letztendlich den Vortrag von dem Professor aus Udine, wie hieß er noch? Ja, der darauf aufmerksam machte, wie Rudolf Steiner in seinem fragmentgebliebenen Buch Anthroposophie einen Sinn einführt, den es bis dahin nicht gab. Sprechen, oder Hören, Sprechen, Denken, Ichen. Das Ich wird nicht der Gegenstand der Selbstbespiegelung, der Selbstbetrachtung, der Akkumulation von Reichtum innerlich oder äußerlich, sondern das Ich wird offen dafür, in jedem Anderen, der um uns ist, das Ich wahrzunehmen. Wenn ich Gott erblicke, überall, in Vater und Mutter, in allen Leben Menschen, in Stein und Blume, in Baum und Stein, gibt Furcht mir nichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also tatsächlich dieser Punkt, wo jetzt das Ich anfängt, eine Fähigkeit zu werden, Wahrnehmungsorgan zu sein für das Ich im Anderen. Das heißt, wenn wir versuchen, eine Wesensbegegnung mit etwas typisch Anderem herbeizuführen, sei es ein bestimmter Baum, dem wir uns einmal wirklich zuwenden, sei es ein Mensch, dem wir uns wirklich zuwenden, sei es eine Blume, der wir uns zuwenden, oder dem Fixsternhimmel, es ist die Möglichkeit, völlig selbstlos, aber nicht ichlos, völlig selbstlos zu suchen, das Wesen des Anderen, was sich mir in irgendeiner Form zeigt. Und von den Formen, die ich wahrnehme, von dem Seinshaften, das ich wahrnehme, versuche ich, die Struktur wahrzunehmen, versuche ich, die Qualitäten wahrzunehmen, versuche ich, den Zusammenhang der Qualitäten zu erfassen, und im Zusammenhang der Qualitäten entsteht schließlich das, was wir mit Goethe Gestalt nennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und es ist für mich als Botaniker ein tragischer Moment gewesen, als vor einigen Jahren in dem deutschen klassischen Lehrbuch der Botanik der erste Teil, der 35 Auflage gelang, Morphologie hieß. Ohne Änderung des Inhalts die Überschrift bekam Strukturen. Aber da haben sie genau das vor sich, die Gestalt verschwindet, die Struktur bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber schon wenn ich das vorhin andeutete, wie aus Natrium und Chlor Kochsalz entstehen kann, wie aus H und O, aus Wasserstoff und Sauerstoff Wasser entstehen kann, ganz einfache Wundergebilde, so wird in der Fülle der aneinander, miteinander gestaltenden Strukturen die Gestalt sichtbar. Und die ist prinzipiell übersinnlicher Natur. Und wenn wir eine Pflanze sehen, sagt unser lieber Dr. Rudolf Steiner, dann haben wir eine Imagination. Eine Pflanze kann man physisch nur strukturell sehen. Schaut man sie aber sozusagen idealistisch an, dann hat man die Gestalt vor sich, die Morphe und kann entsprechend Gestaltkunde, Bildung und Umbildung organischer Naturen studieren und dann auch weitergeben. Morphologie, ein Begriff, den Goethe gestiftet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir gingen also aus vom Salz als Kochsalz, wir gingen über zu den Mineralien, versuchten bestimmte Grundeigenschaften des Mineralisierens, des Bleibens, des Sich-Bewahrens herauszuarbeiten und sind jetzt zum Schluss darauf gekommen, wie der Mensch, der sich in der Erde inkarniert, an den Punkt kommt, wo er im Stoff ein geistiges Wesen ist und in jedem anderen, was außen ist, das Geistige sucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und an dieser Stelle will ich doch aufmerksam machen auf die Taufe der Christengemeinschaft, wo wir ein geistiges Wesen empfangen in der Erdengemeinschaft und führen wollen in die Gemeinde des Christus Jesus. Und da wird von Wasser, Salz und Asche gesprochen und beim Salz heißt es, dies sei nicht gemeines Salz, es sei der Seele allbewahrende Macht. Es sei der Seele allbewahrende Macht. Da merken Sie, wie in dieser unglaublichen Abkürzung die Qualität des Sal-Prinzips angesprochen wird. Ich taufe Dich mit dem Salz allbewahrender Weltenmächte. Allbewahrender Weltenmächte. So lebe in der Gemeinde des Christus Jesus durch des Vaters Weltensubstanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da haben wir jetzt vom Stofflichen bis zum Höchsten Geistigen hin, vom Salz bis zur Vatergöttlichkeit, die aber eine vorangehende ist und nicht eine mit sich identisch bleibende. Gleichzeitig aber Daseinsgrund. Ein Weg beschritten, der, wenn wir ihn auf unsere Weltanschauung ausweiten, dazu führen muss, dass die Ausbeutung der Welt aufhört. Dass wir so mit dem, was Welt ist, umgehen, dass wir wirklich, wie in den alten Zeiten, alles, was wir gebrauchen, als ein Opfer der geistigen Welt für uns und unsere Entwicklung Inkarnationen betrachten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, so weit vielleicht, liebe Freunde. Und damit schließen wir unsere Betrachtung ab. Hier kommt dem Ich-Menschen von der Zukunft sein Genius entgegen und befruchtet das Gewordene, dass es sich verlebendigt und Ichlichkeit entwickelt. Ach, das lasse ich jetzt weg, die Fettecke von Joseph Beuys. Man muss nicht alles machen. Ich danke Ihnen für Ihre Geduld und vielleicht sehen wir uns wieder bei einem nächsten alchemistischen Treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Vortrag]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<id>https://anthro.world/index.php?title=SALZ_-_Stoff,_Prozess,_Wesen_-_ein_Vortrag_von_Volker_Harlan,_2025&amp;diff=33035</id>
		<title>SALZ - Stoff, Prozess, Wesen - ein Vortrag von Volker Harlan, 2025</title>
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		<updated>2026-10-17T14:36:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Volker Harlan 2 2025-2-12.jpg|link=https://www.youtube.com/watch?v=WnoASKgrc1k|thumb|SALZ - Vortrag vom 12. Februar 2025 von [[Volker Harlan]]. [https://www.youtube.com/watch?v=WnoASKgrc1k Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Transkript vom 12. Februar 2025 ==&lt;br /&gt;
+++ Dies ist ein maschinelles Transkript, welches noch überarbeitet werden muss. Willst du gerne [[MitTun bei bei Anthro.World|MitTun]]?+++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Stellen wurden im nachfolgenden Text nach der Rohtranskription unverändert gelassen und mit *[?]* markiert, weil sie nicht zweifelsfrei geklärt werden konnte: die Zuckerfirma („Firma Langen&amp;quot;), das Kupfermineral („Kupferdesquizit&amp;quot;, vermutlich Descloizit)Ebenfalls so belassen: „Es ist dem Blick entschont&amp;quot;, „die Welt ist subjektgenau&amp;quot; und „der 35 Auflage gelang&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrüßung und die Frage nach dem Wesen 00:00:15 ===&lt;br /&gt;
Ich bekomme gerade den Auftrag, lieber Herr Harlan, für unseren Film, ihn ganz herzlich noch einmal offiziell zu begrüßen und Sie alle auch, liebe verehrte Anwesende, willkommen zu heißen und eben noch einmal auf das ganz besondere Salz dieses Abends zählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, verehrte liebe Freunde einer goetheanistisch-anthroposophischen Arbeit, es ist ja schon ein sehr ungewöhnliches Hauptthema, Salz, einfach Salz hinzuschreiben. Deswegen habe ich noch eine Unterschrift gemacht, Stoffprozesswesen, damit wir dasjenige, was wir normal als Salz mit einer schnellen Begrifflichkeit fassen, so vertiefen können, dass es von unserem Alltagsbewusstsein über das goetheanistische bis zum anthroposophischen hin reicht. Wir wollen sehen, wie weit wir damit kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welterkenntnis ist heutzutage im Grunde unverändert gegenüber diesem Satz, der vor schon fast 300 Jahren geschrieben worden ist von Hobbes im Leviathan. Eine Sache erkennen heißt, sich vorstellen können, was man mit ihr machen kann, wenn man sie hat. Das nennt man philosophisch Utilitarismus, also die Nützlichkeitsphilosophie. Unter diesem Gesichtspunkt gibt es überhaupt kein Wesen, unter diesem Gesichtspunkt ist alles, was wir wahrnehmen, Stoff. Und mit dem Stoff kann man machen, was man will. Alles wirkt zum Material für etwas, ganz gleich, worum es sich handelt, ob es Menschen sind, die angestellt werden, in Arbeitslöcher gesteckt werden, in solche Gruben zum Beispiel, oder ob es Getreide ist, mit denen man handelt oder Sonnenblumenöl. Es ist immer derselbe Gesichtspunkt, was kann man machen, wenn wir es haben? Zum Geld verdienen. Und man sieht an den Persönlichkeiten, die heutzutage über 250 Milliarden ihr persönliches Eigentum nennen, dass das funktioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und gleichzeitig ist eigentlich allen bewusst, dass es so nicht weitergehen darf. Und wir hören letztes Jahr in der Vorwahlzeit eigentlich fast nichts mehr über die Problematik, sondern man spricht über Migration, das heißt, wir wollen keine Fremden. Ab wann ist man fremd? Wenn man Ossi ist, ist man fremd? Ich bin Ossi, ich bin fremd. Wenn man Pole ist, dann ist man neuerdings Mitteleuropäer, früher war man Osteuropäer. Also die Dinge bewegen sich in einem Bereich, der nicht erkenntnisfördernd ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und was wir jetzt machen wollen, ist eben an einem ganz einfachen Beispiel schauen, wie es möglich ist, dasjenige, was uns in der Welt begegnet, zum Gegenüber zu machen. Und nur ein Etwas, was wir als Gegenüber erleben können, können wir als Wesen erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben eine Reihe von Sprüchen aus der Geschichte, die diese andere Seite entweder von vornherein voraussetzen oder zur Aufgabe machen. Im Thomas-Evangelium, das wohl so etwa um 180 nach Christi Tod geschrieben worden ist, heißt es im Logion 77, Jesus sprach, ich bin das Licht, das über Ihnen allen ist. Ich bin das All. Das All ist aus mir hervorgegangen und das All ist zu mir zurückgekehrt. Spaltet ein Stück Holz und ich bin da. Hebt einen Stein und ihr findet mich dort. Eine ungewöhnliche Aussage. Spaltet das Holz und ich bin da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Novalis heißt es unter anderem, wo bleibst du Trost der ganzen Welt? Und dann, in kühlen Strömen send ihn her, in Feuerflammen lodere er, in Luft und Öl, in Klang und Tau durchdring er unserer Erde Bau. Er ist der Stern. Er ist die Sonne. Er ist das ewige Lebensbronn. Aus Kraut und Stein, aus Meer und Licht schimmert sein kindlich Angesicht. Das ist also 200 Jahre her, dass das geschrieben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nehmen wir jetzt ein, was nur 100 Jahre alt ist. Vom Kopf bis zum Fuß bin ich Gottes Bild. Vom Herzen bis in die Hände fühle ich Gottes Hauch. Spreche ich mit dem Mund, folge ich Gottes Willen. Wenn ich Gott erblicke überall, in Mutter, Vater, in allen lieben Menschen. In Tier und Blume, in Baum und Stein. Also in Tier und Blume, in Baum und Salz gibt Furcht mir nichts. Nur Liebe zu allem, was um mich ist. Mit diesen Worten werden unsere Kinder in den Waldorfschulen aufwachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist also von vornherein für die Kinder, die ja gerade in der Zeit vor dem sogenannten Rubikon, also in den ersten drei Klassen, ein ganz unmittelbares Verhältnis zur Welt haben, dass es gar nicht als Objekt erlebt, sondern die Welt ist subjektgenau, wenn man selber Subjekt ist. Und dieses Subjekt durchdringt sich nun mit den entsprechenden Gedanken und spricht eben von Kopf bis zum Fuß bin ich Gottes Bild. Und in Baum und Wolke, in Tier und Stein und so weiter und so weiter, in allem, was um mich ist, spüre ich Gottes Hauch. Fühle ich seine Nähe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist natürlich ein sehr, sehr diffuser oder allgemeiner Gottesbegriff. Also man würde heute dann vielleicht eher sagen, das Göttliche. Und das käme auch dem entgegen, was den meisten unserer Gegenwartsmenschen heute als Religion übrig bleibt. Eine Gottesvorstellung wird eigentlich heutzutage nicht mehr ausgebildet. Auch diejenigen, die in ihrer gesamten Weltanschauung und Denkungsart Materialisten sind, wobei das jetzt nichts Negatives ist, sondern eine bestimmte Art von Weltbetrachtung, fühlen doch meistens, dass es etwas Göttliches, etwas ganz anderes gibt. Und dieses ganz andere ist eben sehr undifferenziert, weil wir es nicht unmittelbar wahrnehmen können. Wir können uns aber an das Andere heranbewegen und in der Heranbewegung versuchen, ihm so weit entgegenzukommen, dass es mehr und mehr spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bilder der Kristalle: Form, Klarheit, Salzwüsten 00:09:00 ===&lt;br /&gt;
Ich habe jetzt eine Reihe von Bildern zusammengestellt. Hier ein erstes, wo Sie sehen, wie groß der Mensch ist, der da unten als Schattenbild steht, und wie groß im Verhältnis dazu die Kristalle, also die Salze sind, in diesem Fall Gipskristalle, die da in einer Kluft in der Tiefe der Erde in Mexiko in einer Mine gefunden worden sind. Mit einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit, etwa 95 Prozent, und Temperaturen, die fast ebenso hoch sind. Und diese Kluft ist verschlossen worden, weil wenn jetzt kühle Luft reinkäme, dann würden die zerfallen, die Kristalle. So können sie erhalten bleiben. Also das ist tief in der Erde, in den Klüften Salzbildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Salz nennen wir jetzt im erweiterten Sinne zunächst einmal alles das, was auskristallisieren kann. Das kann ja sehr verschiedenes sein. Hier ist ein kleiner Zepterkristall abgebildet. Der ist nun in Wirklichkeit nicht größer als so. Im Foto kann man das ja alles wunderbar verändern. Und ruft dieses andere hier zum Erstaunen vor, dass es solche gewaltigen Kristalle gibt. So ist bei diesen Bildern hier das Erstaunliche die Präzision der Form. Das absolut Akkurate der Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist ein kleiner Herkimer-Diamant. Dieser ist etwa so groß, also zwei Zentimeter in der Länge. Den gibt es im Staat New York zu finden. Kleine doppelendige Bergkristalle mit einer so unglaublichen Klarheit, dass sie eben wie Diamanten, wie Diamonds, entsprechend genannt und betrachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ein leider etwas verwischtes, aber doch ein Foto, nun von einem Salzkristall. Und an diesem Salzkristall wird schon deutlich, an diesem Bild, dass es sich, wenn er rein erscheinen kann, um eine kubische Gestaltung handelt. Ein Kubus, der sechs Seiten hat, die alle gleich groß sind und alle exakt im 90-Grad-Winkel aufeinander stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kommt es zu solchem Salz? Wenn wir alle Meere, die unsere Erde haben, eintrocknen lassen würden, dann würde die ganze Erde, oder jedenfalls die Ozeane, bedeckt mit einer Schicht von 61 Meter Salz. Obwohl die Meere nur 3,5 Prozent Salz enthalten oder Salziges enthalten, sieht man an dieser Zahl 61 Meter über die ganze Erde hin verbreitet, wie viel Salz da in dem Wasser gelöst ist. Und wenn das Wasser in eine Situation kommt, dass es austrocknen kann oder austrocknen muss, dann fängt es an, das Salz zu entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir sehen hier an einem Zipfel des Toten Meeres, wie da durch Dämme abgeteilt einzelne Abteilungen entstehen, deren Wasser langsam austrocknet in der Hitze. Die Umgebung des Toten Meeres hat eine Jahresdurchschnittstemperatur von 19 Grad. Es ist also im Sommer sehr warm, aber auch im Winter nicht kalt. Und dann kristallisiert sich überall diese Substanz aus, die jetzt eben entsprechend, wie wenn wir Salz aus dem Salzfass nehmen, weiß erscheint. Je kleiner die Kristalle, umso reiner die Weißerscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist ein Bild aus den Persischen Salzwüsten. Das sind die wüstesten Wüsten, die es auf der Erde gibt. Da kommt kein Kamel durch. Riesige Flächen, in denen so viel Salz ausgetrocknet, auskristallisiert ist, und zwar immer wieder auch, indem diese Flächen wieder überschwemmt werden, neues Salz mit sich bringen, das trocknet aus, dann wieder weitere. Und dann entsteht diese eigentümliche Wabenstruktur, die wir auch in den Säulen des Basalt vor uns haben. Und die ganze riesige Fläche, völlig horizontal, eine Seenfläche, ist Salzkruste. Je nachdem, wo das Ganze dann ist und auf welche Weise man sich dieses Salzes dann bedient, wird es zusammengeschabt zum Austrocknen und danach herabtransportiert, je nachdem, wofür man es braucht, als Speisesalz oder zum Streuen bei Winterglätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist eine kleine Salzkonkretion, die ist in der Größe so eine Handspanne groß, die es hier entsprechend herausvergrößert, wo man sieht auch wiederum alles voll von Salzkristallen, die miteinander verwachsen sind, aneinanderstoßen und hier einen weißlichen Charakter haben. Diese Salzstufe ist aus einem polnischen Bergwerk, das leider abgesoffen ist, sodass es heutzutage überhaupt keine Salzkristalle angeboten gibt in den Mineraliengeschäften beziehungsweise bei Ebay oder bei anderen entsprechenden Plattformen. Und hier sehen Sie jetzt nicht ein Einzelkristall, sondern ein zusammengewachsenes, ein sich herausgebildetes, was im Ganzen überall diese unglaubliche Klarheit der Winkel zeigt. Und jedoch nahezu glatten Oberflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man es jetzt hier anschauen könnte, ich wollte es nicht mitbringen, weil es so schwer ist, könnte man sehen, dass man bis zum Grund durchschauen könnte. Es ist, wenn es gut geht, vollkommen durchsichtig. Bei diesem Salzkristall hier kann man das einigermaßen sehen, dass er durchsichtig ist. Hier gehen die Ecken herunter und entsprechend kann man durchschauen auf den dunklen Boden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kubus, der nun in seiner Kristallinität nicht nur total exakt ist, wie der vorangegangene, sondern auch wiederum eine bewegte Oberfläche hat. Und diese bewegliche Oberfläche, die nicht so ist, wie wir das beim Pyrit sehen, wo jetzt hier in Navajún in Spanien aus dem Steinbruch diese Platte herausgebrochen ist, die ist jetzt nicht natürliche Größe, sie ist natürlich kleiner, aber da sind tatsächlich so große Pyrit-Kristalle drin, die einzeln genommen eben eine unglaubliche Exaktheit haben. Das ist zu Eisen und Schwefel verbunden als Kristall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So glatt sind die Oberflächen von Salz nicht. Salz ist da beweglicher, aber es ist ganz durchsichtig, wie der Herkimer-Diamant. Aber in dieser Oberfläche, wie gesagt, beweglich, das heißt, es hat sozusagen eine Affinität zum Außen. Und wenn man es in Wasser legt, dann löst sich es auch langsam auf. Während der Pyrit, wenn man ihn ins Wasser tut, bleibt, wie er ist. Also Sie können getrost versuchen, Ihren Kaffee mit Pyrit zu süßen, es wird Ihnen nicht gelingen. Pyritisierter Kaffee. Aber wenn Sie Salz reintun, ruft das besonders, wenn es derjenige, der es trinken soll, nicht weiß, einen erstaunlichen Effekt hervor. Bei Tee kann man das übrigens genauso machen. Auf Jugendtagungen wird dieser Jux natürlich immer mal ausprobiert, dass man Zucker und Salz in eine Tasse tut, ehe man den Tee reinschüttet. Es löst sich vollkommen auf. Es ist dem Blick entschont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was mag das sein? Was mögen diese Kristalle sein? Zucker. Zucker. Und Sie können diesen Zucker sogar kaufen. Es gibt bei dieser Firma Langen *[?]* eine bestimmte Sorte von Kandiszucker, wo noch so große Kandisstücke drin sind. Leider, wenn man die kauft, die sind dann gleich so ein halbes Kilo, sind die durch die Verarbeitung, durch die Abfüllung usw. so aneinander gerieben, dass die Oberflächen alle weißlich geworden sind, weil es abgestoßen ist und die Kanten gebrochen. Bei diesem hier haben wir aber deutlich vor uns, wie auch Zucker, also eine organische Substanz, vollständig als Kristall erscheinen kann. Kristallsalz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was Salz kann: Geschmack und Konservierung 00:22:12 ===&lt;br /&gt;
Gehen wir nochmal zurück zum Salz. Und fragen wir uns jetzt ab, was wir über den Stoff einfach so äußerlich schon wissen können. Also er hat eine Form, die außerordentlich ist, dieses reine kubische, die Gestalt von diesen sechs gleichen Flächen, die aufeinanderstoßen und die sechs Raumsrichtungen oder die drei Raumsrichtungen abbilden, wobei man eben, so wie wir Menschen rechts und links, vorne und hinten, oben und unten unterscheiden können, wenn auch jeweils in derselben Achse, doch empfinden kann, wie so ein kubisches Wesen, wie von zwei Seiten her, beziehungsweise von sechs Seiten her, aufeinander zugänglich sich gestaltet haben, sodass diese Kristallisationsgestalt in ihrer wunderschönen Form für uns erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem wissen wir, dass Salz eben als Kristall eine gewisse Härte hat. Es ist nicht sehr hart, man kann es leicht zertrümmern. Und wenn man es zertrümmert, dann hat man immer wieder exakte rechte Winkel. Das ist ja auch nicht bei jedem Kristall. Wenn Sie ein Bergkristall mit einem Hammer bearbeiten, dann kriegen Sie den sogenannten muscheligen Bruch. Und beim Salz, auch bei dem Calcit, bricht er immer genau in der Winkelform, die wir auch an der Außenkante zunächst schon haben. Also ein durchsichtiges, festes, die Raumkoordinaten abbildendes oder vergegenwärtigendes Wesen, was uns da im Salz entgegentritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wofür kann man das Salz denn gebrauchen? Nun, wenn wir jetzt von dem, wie es heutzutage am meisten verwendet wird im Winter, von der Gefrierpunktserniedrigung absehen. Also wir streuen Salz auf Eis und das Eis wird flüssig. Das heißt, der Gefrierpunkt des Wassers wird auf 18 Grad Minus heruntergedrückt. Im täglichen Gebrauch ist das aber nicht der Fall. Das brauchen wir so nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wenn wir es verwenden, verwenden wir es ja immer in Speisen. Aber nie in Massen, sondern eine Prise Salz. Cum grano salis, eine Prise Salz. Und die Nudel schmeckt nach Nudel. Eine Prise Salz und die Kartoffel schmeckt nach Kartoffel. Ein Butterbrot ohne Salz ist fad. Aber mit Salz, wenn es genügend geringe Mengen sind, ist ein wunderbarer Schmaus. Was anderes braucht man denn gar nicht mehr? So verwenden wir Salz in unseren Gerichten, weil sie uns dann besser schmecken. Aber wir verwenden das Salz so, dass wir das Salz selber nicht schmecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir den Kaffee mit Salz haben, schmecken wir es sehr wohl. Wenn wir zu viel Salz in die Nudeln tun, natürlich auch. Dann haben wir den Salzgeschmack. Bittersauer, süß, salzig. Haben wir den Salzgeschmack, der sich über alles andere hinwegsetzt. Also mit Maßen genommen, dient es als Geschmacksverstärker. Das heißt, es hilft zu charakterisieren. Es hebt die typische Substanzqualität hervor im Geschmack. Geschmacksverstärker. Das Salz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben ja natürlich auch dieses noch, was es immer noch gibt. In der Zeit, bevor wir Kühlschränke hatten, hat man Fleisch und auch heute noch Fisch mit Salz dauerhaft eingelegt. Das ist ja ein Wunder. Man hat den Hering aus dem Meer gezogen, wirft ihn in ein Fass mit anderen zusammen, streut immer wieder Salz rein, jede Menge Salz und der Hering bleibt Hering. Man kann den einen Jahre in der Tonne haben, ihn dann rausnehmen, legt ihn dann in Wasser und wenn man ihn genügend lange in Wasser gelegt hat, hat das Wasser, das Salz, das in den Hering eingezogen war, wieder herausgenommen und der Hering schmeckt wieder nach Hering. Ist nicht verfault. Wenn wir den Hering drei Tage aufs Fensterbrett legen würden, würde er nicht mehr genießbar sein. Oh, das wäre die letzte Mahlzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also die konservierende Fähigkeit, die gestaltbildende Fähigkeit, denn die Raum- und Gestalterhaltende Fähigkeit, ja auch die Geschmackserhaltende, gar verstärkende Fähigkeit des Salzes, gehört zu dem Typischen des Salzes hierzu. In Norwegen, wenn man da in irgendeiner Jahreszeit an den Inseln vorbeifährt, im Nordwesten, an den Lofoten, dann findet man überall auf diesen Hügeln Gestelle, an denen hängen Schellfische, so groß etwa, ausgenommen und trocknen an der Luft, beziehungsweise sind mit Salz gesalzen, so wie der Jäger möglicherweise, wenn er in einer Steppe wohnt, das abgezogene Fell des erlegten Tieres mit Salz einstreut, das auch da wiederum das Wasser herauszieht und das Fell zum Brett macht, was aber dann nicht faulen, sondern bleibt, wie es ist und irgendwann zum Gerber gebracht werden kann. Auch da also Konservierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Identitätsbewahrung: der Kristall bleibt er selbst 00:27:14 ===&lt;br /&gt;
Wenn wir, wie ich schon sagte, den Salzkristall schlagen, zerbricht er in immer dem gleichen Winkel. Wenn er wächst, wächst er immer mit dem gleichen Winkel, er verschiebt sich nicht. Er bleibt immer würfelig. Ein Bergkristall ist normalerweise eine Säule, die Säule kann aber sehr kurz sein, wie bei so einem Herkimer-Diamant, aber es ist charakteristisch kein Würfel, wie das Salz, das in Stücke geschlagen immer rechtwinklig bleibt. Es bleibt sozusagen der Form nach mit sich identisch. Es hat diese Eigentümlichkeit, klar, durchsichtig zu sein, die sehr distinkte Gestalt zu haben und diese Gestalt äußerlich und innerlich identisch zu haben. Es bleibt immer es selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das können wir sehr schön sehen, dass das überhaupt eine Eigenschaft, eine mögliche Eigenschaft von Mineralien ist, wie hier bei diesem angeschliffenen Bergkristall, ein sogenannter Phantomkristall. Das hat man manchmal, dass es Bergkristalle gibt, die außen eine weiße Schicht haben, also wie Salz, weißlich außen sind. Die muss man abschleifen, dann kann man ins Innere hereinschauen und sieht, wie im Inneren sich dieselbe Form immer wiederholt, kontinuierlich. Auch da besteht Identitätsbewahrung in dem Gestaltprozess. Keine Wandlung, keine Metamorphose, keine Verschiebungen. Immer bleibt es in der Gestalt, die im entsprechenden Winkel schon beim allerersten Kristallisationskeim gegeben wird. Der erste Kristallisationskeim, der sich bildet, hat die Form, die dann nur noch größer werden kann, aber Wachstum kann man eigentlich nicht sagen. Denn der Kristall hört auf zu wachsen, wenn er kein Futter mehr kriegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie ein Salzkristall züchten wollen, dann können Sie ja eine entsprechende Einrichtung treffen, indem Sie Salz im Wasser auflösen, einen Faden hereinhängen oder einen Stab reinstellen und dann verdunstet das Wasser und das Salz fängt an auszukristallisieren und wenn das Wasser alle ist, ist Schluss. Da kann nichts mehr werden. Gibt man mehr hinzu oder neues Wasser, wächst er weiter. Das heißt, seine Größe, seine Ausdehnung ist bestimmt von außen. Seine Form ist bestimmt von innen. Und immer hat er dieses offene Umweltverhältnis da, wo die Kristallisation beim Wachstum fortgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist am allerschönsten zu sehen bei einem Längsschnitt durch einen Turmalinkristall, der so ein Chamäleon ist, und da sieht man das besonders deutlich, in seiner Bildung in bestimmten Grundsubstanzen identisch bleibt, aber gerade durch die Borionen, die da drin sind, so große Löcher in sein Kristall hat, dass es auch andere Substanzen aufnehmen kann. Und je nachdem, was die Kluft, in der sich eine Schmelze, eine wässrige Schmelze befindet, in der Tiefe der Erde hergibt, ist es mal mehr grün, mal mehr braun, mal mehr rötlich, je nachdem. Das ist also ein nicht idealisierter, aber aus einer von vielen möglichen, eine besonders schöne Gestalt aus dem Buch von Friedrich Benesch über den Turmalin. Das ist eine Zeichnung, eine Aquarelle, kein Schnitt. Aber man sieht sehr deutlich dieses Prinzip der identischen Wiederholung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das man auch sehen kann, wenn das Wasser auf dünnen Flächen kristallisiert und sich die Eisblumen bilden. Da haben wir hier in der Mitte unten, die ist wiederum deutlich vor uns, wie jetzt hier da ein Winkel da ist, der sich ständig wiederholt. Hier sieht man es besonders deutlich. Immer die gleichen Winkel und auch am Ende der kleinen Teile immer die gleichen Winkel. Wurzelartig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der einzelnen Schneeflocke kann er unendliche Gestalten annehmen. Ja, jede Schneeflocke ist anders. Aber ihr Kristallisationsprinzip ist immer in dieser hexagonalen Weise angelegt. Bis hin zu Blütenbildern. Und insofern können wir sagen, wenn wir eine Blüte vor uns haben, auch da ist eine Kristallisationsform erschienen, die in ihrer Sechseitigkeit bei den einkeimblättigen Pflanzen etwas Monotones hat, wenn man es als solches ansieht, aber dadurch eben auch eine sehr präzise, eine bestimmte, eine vielleicht schöne Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kupfererz aus Namibia, das interessanterweise als Metall in die Lage kommen kann, Pflanzenstrukturen zu bilden und zu zeigen. Wenn Sie sich das im Einzelnen anschauen, den unteren Teil, dann sehen Sie, dass wie bei einem Moos ein Stängel da ist, mit kleinen, identisch großen Seitenblättern. Schaut man sich die Oberseite an, hat man eine unglaubliche, eine extreme Bildung, in dem am Ende des wachsenden Kristalls jeweils so ein Gebilde erscheint, was obendrauf nochmal ein kleines Hütchen haben kann. Auch unten etwas schmaler ist als oben. Also es wächst und es bildet keine Blüten, aber Früchte. Eine organische Gestalt rein aus anorganischer Substanz. Ein Kupfererz. Kupfer-Descloizit *[?]* wurde mir gesagt, ich habe es im Lexikon nirgendwo gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, und hier sind wir im Palmenhaus in Frankfurt. Das ist wie eine Glasarbeit, aber sind eben diese Eisblumen in ihrer wunderbaren Vielfalt hier sogar ins direkt gebogene Dynamische hereingehend. Also Kristallisation jetzt schon im erweiterten Sinne als formannehmend. Formannehmend ist eine klare Flüssigkeit, die völlig in sich identisch ist, für das Auge keine Differenzierung und die bei einem bestimmten Kältegrad oder bestimmten Sättigungsgrad anfängt in sich und aus sich heraus die Bilder zu gestalten, die jetzt nicht in dem Wasser verborgen waren, sondern die in den Substanzen verborgen waren, die in dem Wasser gelöst waren und bei bestimmten Voraussetzungen anfangen sich zusammenzuschließen zu Kristallen, zu Salzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salz im engeren Sinne sind Metalle und Säurereste, so wie Natrium, Chlorid und wenn wir jetzt gerade nochmal Natrium, Chlorid sagen, dann kann man sich auch da deutlich machen, dass das eigentlich ein ungeheurer Sprung ist von dem, was als Natrium und Chlorid im Wasser gelöst vorhanden ist, zu dem, was uns als Kochsalz entgegenkommt. Wenn Sie es ganz extrem denken wollen, dann nehmen Sie auf der einen Seite Natronlauge, und wenn Sie in die Natronlauge, was soll ich jetzt sagen, ein Hühnerbein reinhalten, von einem toten Huhn. Wie man es macht in der Zoologie, wenn man Präparate herstellt, Knochenpräparate. Dann wird durch die Natronlauge das Fleisch vollständig aufgelöst. Es bleibt übrig der nackte Knochen. Und wenn Sie jetzt diesen Knochen in Salzsäure hereinlegen, verschwindet auch der Knochen. Und wenn Sie Natronlauge und Salzsäure im richtigen Verhältnis zusammengießen, entsteht Kochsalz und Wasser. Ist das nicht unglaublich? Wie da je nachdem, in welcher Weise Stoff sich mit Stoff begegnet, etwas völlig Neues erscheint. Eine Emergenz, würde man heute sagen. Man hebt es in eine andere Erscheinungsstufe herein. Kochsalz. Und das gilt für jedes Mineral.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Mineral zur gestaltbildenden Kraft 00:38:04 ===&lt;br /&gt;
Also, wir sind jetzt im Begriffe überzugehen, aus dem, was Salz als Mineral ist, zu dem hin, was Salz als gestaltbildende Kraft ist. Gestaltbildende, formende Kraft. Und steigen ein damit, dass wir sehen, dass wenn wir eine Keimpflanze haben, wie in der Mitte eine Gestaltanordnung sich bildet, wenn der Boden das hergibt, das ist nur eine Weile nachher, gibt der Boden das meistens nicht mehr her, dass wir eine Zentralachse haben, Primärwurzel und dann Seitenwurzel, ersten und zweiten Grades. Und die Seitenwurzeln gehen alle im selben Winkel aus der Primärwurzel heraus in die Umgebung. Und die Seitenwurzeln stehen eine über der anderen. Das kann man ganz schön sehen, wenn man eine Möhre hat, die lange feucht gelegen hat, dann fängt die an, Wurzelchen zu treiben. Und die liegen alle untereinander. Sehr schön kann man es auch beim Rettich sehen. Der hat dann oft sogar eine Falte und in der Falte sind die Seitenwurzeln. Natürlich nicht in dieser Schönheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sehen einerseits, dass sich jetzt im Organischen ein Gestaltprinzip zeigt, dass wir bei den Phantomkristallen haben, wenn wir das Glück haben, einen Phantomkristall zu finden, der die innere Struktur sichtbar macht. Und auf der linken Seite zeigt sich, dass die Wurzel, hier eben eine Möhrenwurzel, auch in der Lage ist, Stoff anzulagern. Sodass, wenn jetzt der Herbst und der Winter kommt, das Kraut verwelkt bei den ganzen Rüben, aber auch bei den Staudenpflanzen, bei den Pfingstrosen oder bei Rittersporn oder was immer, im nächsten Jahr kommen sie wieder, woher? Aus der Wurzel. Die Wurzel bleibt mit sich identisch. Die Wurzel hat so viel Stoff aufgenommen, dass sie aus sich heraus sich klonen, wiederherstellen kann. Auch da erfolgt eine identische Reproduktion, ein Klon. Da gibt es keine Evolution, nur Wiederholung des schon vorhandenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das Formgliederungsprinzip und das Stoffsammlungsprinzip als etwas, was Salzcharakter ist, im übertragenen Sinne, was wir im Extremfall beim Turmalin sogar mit dieser Mittelsäule sehen können. Und wenn wir etwas, das ist etwas, woran ich anknüpfen könnte beim nächsten Mal, wenn wir die Tria Principia, auf die wir ja bei unseren Vorträgen immer wieder auch schon hingewiesen haben, die drei, das Sal-Prinzip, das Merkur-Prinzip und das Sulfur-Prinzip, übereinander als Bilder stellen, in der anorganischen Natur getrennt, Wurzel, Blatt und Blüte, bei der Pflanze, bei der organischen Natur vereint. Zwar in eigener Abteilung, aber im Ganzen in eigener Gestalt. Ohne das eine, ohne die Wurzel kann keine Pflanze gedeihen, ohne dass sie Blätter bildet, kann sie keine Stoffbildung vollziehen. Da sind also die Tria Principia jetzt vereint bei der Pflanze, die bei der Wurzel zunächst als Formgestalt und als Stoff-Akkumulation schon zu sehen waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, und sogar wenn wir ein Blatt anschauen, besonders auf der Rückseite, haben wir dieses, dass wir etwas haben, wie eine Primärwurzel und Seitenwurzeln. Wenn Sie darüber Näheres lesen wollen, dann lesen Sie Tycho-de-Brahe-Jahrbuch für Goetheanismus 2001, 2002 oder so. Da habe ich einen größeren Aufsatz geschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn wir dieses Bild haben, dann kann man eigentlich nicht wissen, ist das linke Wurzel und das rechte Strauch, wir sehen da die Primärwurzel noch mit dran, es ist also ein Wurzelbild, das man machen kann, wenn man einen Samen zum Keimen bringt und nicht an einer senkrechten, sondern einer schrägen Glasscheibe oben in die Erde tut, dann muss die Wurzel, die ja senkrecht wachsen will, immer an der Glasscheibe entlang nach unten wachsen, sodass man, wenn man den Schutz wegtut, sehen kann, wie das Wurzelwachstum erfolgt. Und da haben wir eben wiederum, dies, was wir schon kennen, die gleichen Winkel dieser Seitenwurzeln und in der Mitte die Zentralwurzel und sehen aber, dass nach demselben Prinzip letzten Endes die Büsche oder die Bäume gebildet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holz ist das Salz der Bäume 00:44:16 ===&lt;br /&gt;
Und hier in einem kalifornischen Wald, wo es jetzt so furchtbar gebrannt hat, da sind die Bäume durch die Trockenheit, die jetzt jahrelang herrschte, verdorrt gestorben. Wir haben eine Parklandschaft vor uns mit lauter toten Bäumen. Das heißt, diese Bäume bleiben, solange sie nicht von irgendwelchen Tieren durchbohrt werden, stehen über Jahre, über Jahre. Auf dem Boden verfaulen sie schneller, in der Luft bleiben sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lebendige Wachstum einer Pflanze, die aus dem Samen die Wurzel bildet, dann die Keimpflanze entfaltet, die schließlich blüht und fruchtet. Oder im nächsten Jahr Seitenzweige bildet und wieder und wieder und wieder und ein Baum wird, bildet nach innen hin die Kristallsubstanz und nach außen hin das Lebendige, das die Kristallsubstanz ermöglicht. Und die Kristallsubstanz nennen wir in diesem Falle Holz. Holz ist Salz der Bäume. Und wenn wir diese Formel verwenden, das Holz der Bäume ist Salz oder das Salz der Bäume ist Holz, dann sind wir in der Beweglichkeit des Salzbegriffes drin, den wir brauchen, um einen genügend vertieften Salzbegriff zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und alles, was ich jetzt im Laufe des Abends gesagt habe, fügt sich ja so in eine Reihe herein, die sozusagen immer transparenter wird im Hinblick auf das Salzprinzip, das uns in der Natur entgegentritt und das dann vom Maler auch gemalt werden kann. Da ist dann unten noch ein verlassener Friedhof, das verstärkt das Bild dann nochmal, Caspar David Friedrich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Skelett und Panzer: die Versalzung im Tierreich 00:46:27 ===&lt;br /&gt;
Diese Versalzungstendenz haben wir auch in den tierischen Lebewesen, in den lebendig sie bewegenden, sinnestragenden Lebewesen bis zum Menschen hin. Und da geht, was ich vorhin angedeutet habe, was übrig bleibt, wenn man das Tier in Natronlauge getaucht hat, das ist dann dasjenige, was uns als Skelett entgegentritt. Phosphorsaurer Kalk, mineralisiert. Ein echtes Mineral, phosphorsaurer Kalk, aber gestaltet aus einem organisch lebendigen Wesen heraus, in diesem Falle hier bei den Bildern bei einem Menschen, der eine entsprechende Gestalt entwickelt, über die wir bei anderer Gelegenheit dann auch noch vergleichend sprechen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sodass wir bei den Bäumen innen das Holz, bei den Tieren innen das Skelett, bei den kleinen Tieren außen den Panzer haben, der aber immer wieder gesprengt werden muss. Und wenn Sie einen Schrank wegrücken, den Sie lange nicht wegrückt haben, finden Sie dahinter eine ganze Reihe Spinnenskelette. Haben Sie mal gesehen, wie eine Spinne sich häutet? Sieht man leider sehr selten. Aber so eine Weberspinne mit ihren langen Beinen, die zieht ihre Beine aus der Hülle heraus, bis alle acht Beine draußen sind und dann sprengt sie den Körper in der Mitte auf und das Ganze fällt ab. Das Außenskelett trägt das Insekt und das Knochengerüst trägt das höhere Tier. Das Wirbeltier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt ist es um acht. Ich füge jetzt noch was hinzu. Erst nochmal zwei kleine Bilder. Das ist das Salzprinzip im Häuserbau. Einzige Steine wie der andere, mit den verschiedenen Möglichkeiten, wie man sie übereinander lagert. Da gibt es ja reiche Anschauungsmaterialien von Häusern, die vor 100 Jahren gebaut worden sind, diesen roten Klinkern. Und wenn man das ins Große nimmt, so wohnt man in China. Ist das nicht furchtbar? Kinder, die irgendwo da oben in so einem Stockwerk leben, heranwachsen in diesen unendlichen Kästen. Draußen zum Schmucken paar Bäume gepflanzt, betreten verboten, Hunde nicht erlaubt, sonst hätte man da meterdicke Hunde, Mist auf diesen Plätzen. Eins wie das andere. Plattenbauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist der Apparat noch an? Aber Ihr Apparat ist an, ne? Gut. Dann muss ich versuchen, jetzt so laut zu sprechen, dass Sie mich hören können. Ich mache jetzt eine Hörprobe. Wenn ich jetzt so spreche, wie jetzt spreche, können Sie mich dann verstehen? Ich danke für Ihr Nicken. Und die vorne sitzenden Schwerhörigen, können Sie mich hören? Oder auch verstehen? Gut. Dann machen wir unbefangen weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Beuys-Zeichnung: Kubus, Anstalt, Christus 00:50:28 ===&lt;br /&gt;
Also gehe ich jetzt auf etwas anderes ein. Ich habe hier eine Zeichnung von Joseph Beuys, die er mir 1974 einmal auf meine Bitte hin gemacht hat. Die drei große Bleistiftzeichnung. Und ich nehme jetzt diese Zeichnung, um im Hinblick auf den Salzbegriff noch einen Schritt weiter zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie finden hier, in dieser Zeichnung oben links, ein Kubus als Zeichen des Nichtlebendigen, des Toten. Der Kubus als Repräsentant des Anorganisch-Kristallinen, der Tod. Rechts daneben, Pflanze, Tier, Mensch. Also die Evolution, die da ausgeht, vom Anorganischen mit seinem ungeheuren Reichtum, der die Stoffbasis bildet für dasjenige, was sich organisch dann Stufe um Stufe weiterentwickeln kann und in der Weiterentwicklung immer die Möglichkeit neuer Organisationsprinzipien mit sich bringt, dass nicht nur eine Pflanze, sondern auch ein Tier erscheinen kann und schließlich auch ein Mensch erscheinen kann in der Substanz, in der Materialität, in dem Salz, was sich stufenweise aufgebaut hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben ein zweites kubisches Gebilde, da ganz unten am Rand, sozusagen, wo die ganze Schwere die Substanz bis auf den tiefsten Punkt getrieben hat, in diesem kleinen Kubus. Neben dem steht ein Wort. Bei Beuys sollte es Anstalt heißen. Nein, doch, Anstalt. Es könnte aber auch Ausfall heißen. Wenn Sie es als Ausfall lesen, dann wäre es aus dem Flüssigen dasjenige herausgefallen, was wir oben bei diesem Ersten haben, wo aus dem Flüssigen das Tote herauskristallisiert ist. Anstalt. Anstalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Anstalten, wo die Weltanschauungsbilder der heranwachsenden Jugend zu Salzkristallen geformt werden, die möglichst nicht mehr auflösbar sind. Da werden wir, wie von den Kirchen früher, heute in den Schulen, materialistisch indoktriniert. Die Religion der Moderne ist der Materialismus. Das ist eine echte Religion, die eben als Materialität ihre Göttlichkeit verehrt und dasjenige, was jetzt als Bildungsanstalt möglich wird, ist, dass man eben in unendlicher Reproduktion das Ganze druckt und unter die Menschheit verbreitet. Heutzutage geschieht das dann elektronisch, digital.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir haben ein Drittes. Ah, nochmal diese herausgehoben und sehen jetzt hier etwas, was für diese Zeichnung wichtig ist. Das ist der unterste Teil der Zeichnung unten rechts. Sehen Sie? Sulfur-Mercurius-Sal. Saturn-Sonne-Mond. Da hat Beuys seine Zeichnung, seine Grundzeichnung des Plastischen hingezeichnet, wo es aus einem chaotischen Wärmezustand langsam in eine Abkühlung übergeht, die schließlich auskristallisiert. In der Anstalt und überall, wo Anstalten sind, ob das in Klöstern ist oder in Schulen oder in Bürostuben, in Gerichtssälen, überall geht etwas aus dem lebendig-beweglichen in eine bestimmte Form über, die tradierbar ist. Eine Form, die tradierbar ist, ist die Basis jeglicher Anstalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt habe ich hier nochmal das ganze untere Teil herausgehoben, das in der Mitte jetzt den dritten Kristall hat. Und wenn wir diesen dritten Kristall anschauen, dann haben wir unten gehabt Sulfur-Mercur-Sal als ein Gestaltungsprozess, haben ganz oben gehabt Stein-Pflanze-Tier-Mensch und haben hier unten jetzt das mythische Zeitalter, in der sich die Menschheit entwickelt hat, bis zu Plato und Aristoteles hin, dann das Zeitalter der Philosophie, die Bildung des Materialismus bei Newton und Kant, Helmholtz, des Sozialismus bei Marx, auf diesen Punkt hin hat Beuys diesen Kubus gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist sozusagen der Höhepunkt der Konsolidierung in sich selbst. Aus der Vielheit der Menschheit kristallisiert sich langsam im kulturhistorischen Prozess das Einzel-Ich heraus, das in seiner Egoität wiederum Willens ist, Stoff zu sammeln, Reichtümer zu sammeln, reich zu werden. Wir hören ja einmal in der Woche oder zweimal immer in den Nachrichten die Lottozahlen. Da sitzen Millionen Leute am Hörer, ob sie die richtigen Zahlen haben, um jetzt doch die Milliarde in Amerika oder sogar in Europa gewonnen zu haben. Also diese Neigung ist sehr groß und ich fände es auch nicht schlecht, wenn man ab und zu mal sowas bekäme, um es dann verteilen zu können, wo es sinnvoll ist. Also die Bildung, die Fülle der Bildung auf den Einzelnen hin, das einzelne Menschenexemplar, das sich von allen anderen unterscheidet, aber mit sich selbst identisch bleibt, mit sich selbst identisch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kommt der Kreuzungspunkt, wo die Linien durcheinander laufen und über diesen Kreuzungspunkt schreibt Beuys Christus und Kreuz, wie schon hier einmal, Kreuz und Christus, sagen der Zeit vor oder nach Platon. Das Christusprinzip als Ich-Prinzip. Beuys macht es in dieser Weise, dass er auf die rechte Seite das Kreuz setzt, das nun ausschlägt und hier in diesem Falle fünf Blütengebilde, also das Rosenkreuz, bildet. Das Rosenkreuz, das Rosenkreuzertum, das moderne Rosenkreuzertum als die Möglichkeit, den historischen Materialismus zu überwinden, zu überwinden im Sinne einer Ergänzung, nicht der Auslöschung, sondern Ergänzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie es Mineralien, Pflanzen, Tiere und Menschen gibt, so muss es neben dem Materialismus eben auch Religion geben, in der das Ich ein heiliges Wesen ist. Und Rudolf Steiner macht nun ja, das kennen Sie vielleicht kühnerweise, dieses, dass er in die kleine Kuppel des ersten Goetheanum ein Bild hereinmalt, wo eine Menschengestalt auftritt, die nach rechts schaut, also dorthin, wo bei Beuys die Linien auf dem Punkt zusammenliefen, ehe es dann weitergeht. Und diese Gestalt hat etwas in der Hand, was ich jetzt hier markiert habe. Es ist ein Buch und dieses Buch beschreibt oder hat zum Inhalt die Geschichte des Ich. Die Geschichte der Menschwerdung auf die Ich-Persönlichkeit hin. Und so wie wir bei Beuys an dieser Stelle Christus ganz oben drüber stehen haben, von dem aus die Zukunft begonnen werden kann und schauen Sie mal, wie exakt hier die Linien sich alle wirklich in einem Punkt treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Ich als Wahrnehmungsorgan, und die Taufe 01:00:05 ===&lt;br /&gt;
So beschreibt Rudolf Steiner, wie die höchste Form der Ichheit sich im Laufe der Sprachentwicklung des Mittelalters zu der Form hinbildet, dass wir nicht Ego sagen und nicht I sagen, sondern Ich sagen. Und Ich hat die beiden Anfangsbuchstaben des Namens Jesus Christi in sich. ICH. Jesus Christus. Das ist der Punkt sozusagen, von dem aus die Verfestigung, die Identifizierung des Menschen mit sich selbst gleichsam umschlagen kann, in eine neue Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir hatten letztendlich den Vortrag von dem Professor aus Udine, wie hieß er noch? Ja, der darauf aufmerksam machte, wie Rudolf Steiner in seinem fragmentgebliebenen Buch Anthroposophie einen Sinn einführt, den es bis dahin nicht gab. Sprechen, oder Hören, Sprechen, Denken, Ichen. Das Ich wird nicht der Gegenstand der Selbstbespiegelung, der Selbstbetrachtung, der Akkumulation von Reichtum innerlich oder äußerlich, sondern das Ich wird offen dafür, in jedem Anderen, der um uns ist, das Ich wahrzunehmen. Wenn ich Gott erblicke, überall, in Vater und Mutter, in allen Leben Menschen, in Stein und Blume, in Baum und Stein, gibt Furcht mir nichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also tatsächlich dieser Punkt, wo jetzt das Ich anfängt, eine Fähigkeit zu werden, Wahrnehmungsorgan zu sein für das Ich im Anderen. Das heißt, wenn wir versuchen, eine Wesensbegegnung mit etwas typisch Anderem herbeizuführen, sei es ein bestimmter Baum, dem wir uns einmal wirklich zuwenden, sei es ein Mensch, dem wir uns wirklich zuwenden, sei es eine Blume, der wir uns zuwenden, oder dem Fixsternhimmel, es ist die Möglichkeit, völlig selbstlos, aber nicht ichlos, völlig selbstlos zu suchen, das Wesen des Anderen, was sich mir in irgendeiner Form zeigt. Und von den Formen, die ich wahrnehme, von dem Seinshaften, das ich wahrnehme, versuche ich, die Struktur wahrzunehmen, versuche ich, die Qualitäten wahrzunehmen, versuche ich, den Zusammenhang der Qualitäten zu erfassen, und im Zusammenhang der Qualitäten entsteht schließlich das, was wir mit Goethe Gestalt nennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und es ist für mich als Botaniker ein tragischer Moment gewesen, als vor einigen Jahren in dem deutschen klassischen Lehrbuch der Botanik der erste Teil, der 35 Auflage gelang, Morphologie hieß. Ohne Änderung des Inhalts die Überschrift bekam Strukturen. Aber da haben sie genau das vor sich, die Gestalt verschwindet, die Struktur bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber schon wenn ich das vorhin andeutete, wie aus Natrium und Chlor Kochsalz entstehen kann, wie aus H und O, aus Wasserstoff und Sauerstoff Wasser entstehen kann, ganz einfache Wundergebilde, so wird in der Fülle der aneinander, miteinander gestaltenden Strukturen die Gestalt sichtbar. Und die ist prinzipiell übersinnlicher Natur. Und wenn wir eine Pflanze sehen, sagt unser lieber Dr. Rudolf Steiner, dann haben wir eine Imagination. Eine Pflanze kann man physisch nur strukturell sehen. Schaut man sie aber sozusagen idealistisch an, dann hat man die Gestalt vor sich, die Morphe und kann entsprechend Gestaltkunde, Bildung und Umbildung organischer Naturen studieren und dann auch weitergeben. Morphologie, ein Begriff, den Goethe gestiftet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir gingen also aus vom Salz als Kochsalz, wir gingen über zu den Mineralien, versuchten bestimmte Grundeigenschaften des Mineralisierens, des Bleibens, des Sich-Bewahrens herauszuarbeiten und sind jetzt zum Schluss darauf gekommen, wie der Mensch, der sich in der Erde inkarniert, an den Punkt kommt, wo er im Stoff ein geistiges Wesen ist und in jedem anderen, was außen ist, das Geistige sucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und an dieser Stelle will ich doch aufmerksam machen auf die Taufe der Christengemeinschaft, wo wir ein geistiges Wesen empfangen in der Erdengemeinschaft und führen wollen in die Gemeinde des Christus Jesus. Und da wird von Wasser, Salz und Asche gesprochen und beim Salz heißt es, dies sei nicht gemeines Salz, es sei der Seele allbewahrende Macht. Es sei der Seele allbewahrende Macht. Da merken Sie, wie in dieser unglaublichen Abkürzung die Qualität des Sal-Prinzips angesprochen wird. Ich taufe Dich mit dem Salz allbewahrender Weltenmächte. Allbewahrender Weltenmächte. So lebe in der Gemeinde des Christus Jesus durch des Vaters Weltensubstanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da haben wir jetzt vom Stofflichen bis zum Höchsten Geistigen hin, vom Salz bis zur Vatergöttlichkeit, die aber eine vorangehende ist und nicht eine mit sich identisch bleibende. Gleichzeitig aber Daseinsgrund. Ein Weg beschritten, der, wenn wir ihn auf unsere Weltanschauung ausweiten, dazu führen muss, dass die Ausbeutung der Welt aufhört. Dass wir so mit dem, was Welt ist, umgehen, dass wir wirklich, wie in den alten Zeiten, alles, was wir gebrauchen, als ein Opfer der geistigen Welt für uns und unsere Entwicklung Inkarnationen betrachten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, so weit vielleicht, liebe Freunde. Und damit schließen wir unsere Betrachtung ab. Hier kommt dem Ich-Menschen von der Zukunft sein Genius entgegen und befruchtet das Gewordene, dass es sich verlebendigt und Ichlichkeit entwickelt. Ach, das lasse ich jetzt weg, die Fettecke von Joseph Beuys. Man muss nicht alles machen. Ich danke Ihnen für Ihre Geduld und vielleicht sehen wir uns wieder bei einem nächsten alchemistischen Treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Joseph Beuys]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel mit Video]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volker Harlan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christengemeinschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkribiert von Elke Jurasszovich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar von Elke Jurasszovich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 100%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Das_Rosenkreuzertum_%E2%80%93_ein_Vortrag_von_Andreas_Neider,_2025&amp;diff=33034</id>
		<title>Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2025</title>
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		<updated>2026-10-17T14:31:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Andreas Neider_2025-11-17.jpg|link=https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8|thumb|Bild: Anthroposophische Gesellschaft Stuttgart. Das Rosenkreuzertum - ein Vortrag vom 17. November 2025 von [[Andreas Neider]] in der Anthroposophischen Gesellschaft Stuttgart. [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8 Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
[[Andreas Neider|| zurück zu Andreas Neider |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkript des Vortrages vom 17. November 2025 ==&lt;br /&gt;
Transkript und Glossar von Elke J., Oktober 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=16s Begrüßung 00:00:16] ===&lt;br /&gt;
Ja, herzlichen Dank, lieber Sebastian, und herzlich willkommen, guten Abend, sehr verehrte liebe Freunde!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=16s Rückblick auf Frank Teichmann und seinen letzten Vortrag über das Rosenkreuzertum 00:00:26] ===&lt;br /&gt;
Ja, unser Thema, das Rosenkreuzertum und seine Beziehung zur anthroposophischen Bewegung, beschäftigt mich schon sehr lange. Genauer gesprochen eigentlich seit 2006 oder 2007. Nämlich in dem Moment, wo &#039;&#039;Frank Teichmann&#039;&#039;, der lange hier ja für uns tätig war, über die Schwelle gegangen ist und kurz vor seinem Tod eben hier in diesem Saal noch einen Vortrag, einen letzten Vortrag hielt, in dem er wie testamentarisch eben auf dieses Rosenkreuzertum auch noch einmal zu sprechen kam. Ich werde das im Laufe dieses Abends auch noch einmal weiter vertiefen. Aber ihm verdanke ich letztlich eigentlich meine Beschäftigung mit diesem Thema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe dann 2007 eben nach seinem Tod zunächst sein eigenes hinterlassenes Werk noch veröffentlicht: „Goethe und die Rosenkreuzer” - das waren sechs Vorträge, die er hier gehalten hatte, bei einem Wochenende, die wir aufgenommen hatten, die aber noch nicht verschriftlicht waren zu dem Zeitpunkt seines Todes. Die haben dann Brigitte Teichmann und ich anschließend herausgebracht. Und gleichzeitig habe ich im Rudolf-Steiner-Verlag eben ein Buch über Anthroposophie und Rosenkreuzertum, das Sie auch draußen am Büchertisch finden, herausgegeben, in dem sehr zentrale Aussagen Rudolf Steiners zu diesem Thema veröffentlicht sind, auf die ich heute im Laufe des Abends eben auch zu sprechen kommen werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=125s Welche Beziehung haben Rudolf Steiner und die Anthroposophie eigentlich zu Stuttgart? 00:02:05] ===&lt;br /&gt;
Eine Fragestellung, die mich dann weiterhin immer wieder begleitet hat und die auch zu einer weiteren Publikation geführt hat in dem Jubiläumsjahr 2011, also zu dem 150. Geburtstag Rudolf Steiners. Da trat an mich die Frage heran, ja welche Beziehung hat Rudolf Steiner und die Anthroposophie eigentlich zu Stuttgart? Und warum haben wir es hier an diesem Ort oder, wenn man so will, auch in diesem Land Baden-Württemberg, warum haben wir da mit so einer sehr starken Anhäufung anthroposophischer Initiativen es zu tun? Was hat das mit Stuttgart zu tun? Und ich habe damals in diesem Buch &#039;&#039;„Rudolf Steiner in Stuttgart”&#039;&#039; versucht, da eine Antwort zu geben, bin aber auf die Zusammenhänge, die ich jetzt heute erwähnen werde und darstellen werde, damals noch nicht eingegangen, weil mir das auch in dem Rahmen noch nicht wirklich alles deutlich vor Augen stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=185s Das Charakteristische für die Anthroposophie ist nicht ein theoretisches Lehrgebäude, sondern ihr Hineinwirken ins Praktische 00:03:05] ===&lt;br /&gt;
Aber wenn Sie das ausdehnen, diese Fragestellung - wie ist das geografisch und historisch? An welchen Orten hat sich die anthroposophische Bewegung besonders stark sozusagen etablieren können oder ist sie fruchtbar geworden? Und da kommt man natürlich zunächst auf diesen württembergischen Raum rund um Stuttgart. Auch andere Territorien in Deutschland wird man da finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn man ins Ausland geht, wird man zunächst in die Niederlande geführt, nach Holland, wo die Anthroposophie sich schon sehr, sehr früh etablieren konnte und eben bis heute auch wirklich sehr stark wirksam geworden ist in allen ihren Gebieten. Denn das ist eben das Charakteristische für die Anthroposophie, dass es eben nicht, wie andere Religionen oder Weltanschauungen, nur ein theoretisches oder, wenn man so will, Lehrgebäude ist, sondern dass die Anthroposophie überall, wo sie eben wirksam geworden ist, immer ins Praktische hinein gewirkt hat. Und das unterscheidet sie sowohl von anderen religiösen Bewegungen, wie etwa eben dem katholischen oder protestantischen Christentum oder dem Buddhismus oder dem Islam oder auch was auch immer an religiösen Bewegungen es sein mögen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine dieser ganzen Bewegungen hat eine eigenständige Medizin, eine eigenständige Pädagogik, eine eigenständige Landwirtschaft oder Heilpädagogik oder sozialwissenschaftliche Lehre entwickelt. Das zeichnet die Anthroposophie aus und das unterscheidet sie auch von allen esoterischen Bewegungen, in welcher Richtung auch immer, die sich entwickelt haben mögen. Aber keine von diesen heutigen sogenannten esoterischen Lehren verfügt über eben praktische Auswirkungen in allen diesen genannten Gebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=316s Die besondere Verbreitung der Anthroposophie in den Niederlanden, im südwestdeutschen und englischen Raum, sowie in Skandinavien 00:05:16] ===&lt;br /&gt;
Und das zeichnet eben die Anthroposophie aus und in dieser Weise hat sie sich eben neben eben diesem südwestdeutschen Raum vor allem in den Niederlanden ausgebreitet, dann auch deutlich im englischsprachigen, im englischen Raum und in Skandinavien. Und zunächst, wenn man jetzt äußerlich hinschaut, wird man da zunächst eine Übereinstimmung finden mit dem Protestantismus und besonders dem Calvinismus oder anderen strengeren, pietistisch ausgerichteten protestantischen Strömungen. Das ist auch für hier, für den württembergischen Raum ist das eindeutig, während man umgekehrt in katholischen Ländern, auch in Deutschland selber, in Bayern zum Beispiel, aber insbesondere in Frankreich, eben überhaupt gar nicht diese anthroposophische Bewegung in dieser Weise sich ausbreiten sieht, weder historisch noch gegenwärtig. Eher sogar, könnte man sagen, rückläufig, wenn man auf Frankreich hinblickt, dann wird die Anthroposophie dort nach wie vor oder manchmal auch verstärkt bekämpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=392s Das historische Auftreten des Rosenkreuzertums im Stuttgarter Raum im Kreis um Johann Valentin Andreae 00:06:32]   ===&lt;br /&gt;
Und dieses Phänomen, was ich jetzt historisch-geografisch hier beschreibe, das hat einen ganz konkreten Hintergrund, auf den ich jetzt eben zu sprechen kommen möchte. Weil man nämlich feststellt, wenn man sich mit diesen geografischen und historischen Zeiträumen beschäftigt, um die es hier geht, dass an all diesen genannten Orten, also insbesondere eben in dem württembergischen Raum, aber eben auch in den Niederlanden, in England vor allem, dass sich dort eben historisch gesehen das Rosenkreuzertum tatsächlich ausgebreitet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass es ursprünglich ja hier aus diesem Stuttgarter Raum von hier aus ausgegangen ist, genauer gesprochen eigentlich von Tübingen, von diesem dortigen Kreis um &#039;&#039;Johann Valentin Andreae&#039;&#039;, der damals aber noch sehr jung war und dessen drei Schriften in den Jahren 1614/15 und 16 ein europaweites Aufsehen erregt haben. Also diese drei Schriften, die „Fama Fraternitatis”, die „&#039;&#039;Confessio”&#039;&#039; und die sogenannte „&#039;&#039;Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreuz&#039;&#039;.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun, wenn man jetzt historisch sich fragt, ja was spielte sich denn ab in dieser Zeit, zum Beginn des 17. Jahrhunderts? Wie konnte eine solche Bewegung, diese rosenkreuzerische Bewegung, die aber weitestgehend unsichtbar blieb … man nannte die Rosenkreuzer eigentlich dann auch „die Unsichtbaren”, weil sie äußerlich im Grunde genommen gar nicht in Erscheinung traten, sondern nur durch diese Schriften, die wiederum dort gedruckt werden durften. Damals gab es ja ein Imprimatur, das von den jeweiligen Landesfürsten erteilt wurde und das waren durchgehend nur protestantische Landesfürsten, wie etwa der Moritz von Hessen-Kassel, wo eben die erste Auflage dieser „Fama Fraternitatis” erschienen war … also in Kassel, und das waren eben wiederum protestantische Landesfürsten. Ähnliches war dann in Straßburg oder auch hier in Württemberg eben auch der Fall. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=532s In den frühen Schriften der Rosenkreuzer ist die Anthroposophie in einer sehr rudimentären Form bereits enthalten. Ihre eigentliche praktische Wirksamkeit blieb im Unsichtbaren 00:08:52] ===&lt;br /&gt;
Und wenn man das historisch sich genauer anschaut, dann bemerkt man, dass diese Fürsten nicht nur protestantisch gesinnt waren, sondern dass sie, wenn man so will, esoterisch gesinnt waren. Und das hing damit zusammen, dass eben dieses Rosenkreuzertum, wenn man sich diese Schriften genauer anguckt, eigentlich etwas proklamierte, was wir tatsächlich 300 Jahre später wiederfinden in der Gestalt der Anthroposophie. Also das, was die Anthroposophie eben auszeichnet, dass sie in allen Lebensgebieten wirksam geworden ist, dass sie ihre Ideen, die im Wesentlichen den Zusammenhang des Makrokosmischen mit dem mikrokosmischen Menschen umfassen, die den Menschen also anbinden an einen kosmologischen Ursprung und ihn in Zusammenhang sehen mit den Phänomenen der Natur, die den Menschen also nicht abtrennen, sondern in Verbindung bringen mit der Natur, mit den Naturreichen und aus diesem Menschenverständnis heraus eben eine neue Medizin, eine neue Pädagogik und eine neue Wissenschaft entwickelt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieses Programm, was, wenn man so will, die heutige oder die Anthroposophie des 20. Jahrhunderts vor allem kennzeichnet, das ist in einer, wenn man so will, sehr frühen und noch sehr rudimentären Form in diesen Schriften der Rosenkreuzer eigentlich enthalten. Und das erweckte zu dieser Zeit eben das Interesse verschiedener Landesfürsten, aber auch anderer wissenschaftlich gesinnter Menschen, dass sie jetzt wissen wollten, wer sind diese Leute, die sowas proklamieren und was haben die eigentlich vor?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es erweckte ein großes Aufsehen, ein großes Interesse, ohne dass aber diejenigen, die das publiziert hatten, jetzt weiter in die Öffentlichkeit traten und sich dafür einsetzten. Sie blieben vielmehr, wie gesagt, im Verborgenen. Sie hatten sich auch als Programm sozusagen vorgenommen, dass sie äußerlich nicht durch irgendwelche Zeichen oder Uniformen oder anderes in Erscheinung treten würden, sondern dass sie im Wesentlichen anonym wirksam werden und vor allem im Bereich der Heilkunst tätig sein wollten. Also als Ärzte, aber ohne sich irgendwie zu outen und sich sozusagen als rosenkreuzerische Ärzte oder irgendwie mit dieser Bewegung in Verbindung zu erklären. Ihre eigentliche praktische Wirksamkeit blieb im Unsichtbaren, blieb anonym. Und auch Valentin Andreae hat sich relativ bald eigentlich von dieser Bewegung äußerlich gesehen abgewendet. Was allerdings den hauptsächlichen Grund hatte darin, dass sofort mit der Veröffentlichung dieser Schriften eine intensive Bekämpfung und Verfolgung seitens der katholischen Kirche und vor allem des Jesuitismus gegen diese Bewegung sich äußerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=744s Viele Parallelen einer kabbalistischen Lehrtafel mit den rosenkreuzerischen Ideen 00:12:24] ===&lt;br /&gt;
Konkreter gesprochen haben wir es in Stuttgart zu tun mit einem Fürsten, Friedrich I., der um die Wende des 16. zum 17. Jahrhundert hier in dem Stuttgarter Schloss, in dem alten Schloss, was heute auch noch steht, eben mit seiner Familie lebte, dessen Sohn Johann Friedrich, der ab 1608 in diesem Schloss regierte und der eine Tochter hatte, nämlich Antonia von Württemberg. Die wiederum dadurch bekannt geworden ist, dass sie eine sogenannte kabbalistische Lehrtafel hat gestalten lassen von einem Hofkünstler, einem Künstler, der am Hof des württembergischen Fürsten tätig war und diese sogenannte kabbalistische Lehrtafel dann in Bad Teinach, hier im Schwarzwald, aufstellen ließ, wo sie auch heute noch zu sehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man sich damit beschäftigt, mit dieser Kabbala, der sogenannten christlichen Kabbala, einer Art Geheimlehre, eigentlich ursprünglich jüdischer Geheimlehre, dann wird man sehr sehr viele Parallelen entdecken in dieser Lehrtafel und in dieser Kabbala mit den rosenkreuzerischen Ideen, die dadurch dann in der Folge dieser Schriften auch durch die sogenannten Lehrtafeln der Rosenkreuzer bekannt geworden sind. Da sind sehr viele Parallelen. Und die Kabbala ist, wenn man so will, auch nichts anderes als eben der Ausdruck eines Hermetismus, wo eben auch der Zusammenhang des Kosmischen mit dem irdischen Menschen beschrieben wird. Sie ist ja so aufgebaut, diese Zehn Sephiroth, aus denen diese Kabbala besteht, dass das eigentlich wie ein umgekehrter Mensch ist, also ein Mensch, der auf dem Kopf steht, der also nach oben in den Kosmos mit seinen Gliedmaßen hineinwächst. Und interessanterweise sind auf dieser Kabbala eben viele Persönlichkeiten abgebildet, die einerseits biblische, meist alttestamentarische Gestalten darstellen, gleichzeitig aber auch Zeitgenossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so findet man also auch den Lehrer Antonias von Württemberg, nämlich Johann Valentin Andreae, auf dieser Lehrtafel abgebildet. Wodurch eben deutlich wird, dass er eben in dem Umfeld dieses württembergischen Fürstenhofes tätig war und eben diese rosenkreuzerischen Ideen dort auch direkt weiter vermittelt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=914s Rosenkreuzerische Bestrebungen am alchemistischen Hof von Friedrich V. in Heidelberg und die „Bibliotheca Palatina“ 00:15:14] ===&lt;br /&gt;
Ein weiterer Schwerpunkt oder das weitere Zentrum des rosenkreuzerischen und auch alchemistischen Wirkens war das Heidelberger Schloss von Friedrich V. von der Pfalz. Dieser Fürst, der in Heidelberg dieses Schloss errichtet hatte und dazu eben alchemistische sogenannte Wunderkammern und auch einen Garten, der damals auch bekannt war wegen seiner vielen Heilkräuter und auch eine große Bibliothek, die &#039;&#039;Bibliotheca Palatina&#039;&#039;, die in diesem Schloss sich befand. All das gab sozusagen den Ruf eines alchemistischen Hofes oder einer alchemistischen Herrschaft, die dort sozusagen in der Pfalz sich angesiedelt hatte und die dadurch dann politisch an Bedeutung gewann, dass Friedrich V. von der Pfalz durch Christian von Anhalt, einen weiteren Fürsten aus diesem Umkreis, der mit diesen Rosenkreuzer-Schriften in Verbindung sich stehen sah, dass er also durch diesen Christian von Anhalt und andere deutsche Fürsten zum König von Böhmen ernannt worden war und dann eben nach Prag übersiedelt war - 1619. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was allerdings in der Folge dazu führte, dass er zu einem Winterkönig wurde. Das heißt, er war nur einen Winter lang, nämlich 1619 bis 1620 war er dort in Prag böhmischer König und wurde dann vertrieben von dort durch eben die katholischen Truppen. Denn es hatte 1618 ja bereits, wie bekannt, der Dreißigjährige Krieg begonnen, der eben eine Art gegenreformatorische Offensive war gegen diese sich ausbreitenden, aus dem Protestantismus eigentlich herrührenden, rosenkreuzerischen Bestrebungen, die durch Friedrich von der Pfalz jetzt politisch an Bedeutung zu gewinnen schienen. Und das wurde dann eben hintertrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=1047s Das historischen Auftreten des Rosenkreuzertums und das rosenkreuzerische Erbe in Amsterdam, im „Lectorium Rosicrucianum“ 00:17:27] ===&lt;br /&gt;
Die ganze rosenkreuzerische Bewegung musste flüchten. Viele ihrer Anhänger sind dann eben in die Niederlande geflüchtet, wo sie dann aufgrund des protestantischen und calvinistischen Hintergrundes der Niederlande, die sich ja gegen Spanien gewehrt und diese katholische Herrschaft abgeschüttelt hatten - also in diesen freien Niederlanden - dort fanden die Flüchtenden vor eben der Gegenreformation und den Kriegern, im Dreißigjährigen Krieg Flüchtenden, fanden dort Aufnahme und konnten dort unterkommen. Dieses rosenkreuzerische Erbe zeigt sich bis heute noch in Amsterdam zum Beispiel dadurch, dass die größte Bibliothek mit alchemistisch-hermetischen und rosenkreuzerischen Schriften aus dieser Zeit und später sich eben dort in Amsterdam befindet, die „Bibliotheca Hermetica“ von Herrn &#039;&#039;Joost Ritman&#039;&#039; und gleichzeitig seit dem 20. Jahrhundert das sogenannte Lectorium Rosicrucianum seinen Ausgang genommen hat.  Also eine Bewegung, die sich auf diese Rosenkreuzer bezieht und die auch heute noch tätig ist, auch hier in Stuttgart tätig ist - Lectorium Rosicrucianum aus Holland. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also sieht man, dass dort eben, wenn man so will, eine Art Refugium gewesen ist für die Vertriebenen, die sich also flüchten mussten aus Deutschland. Und dass gleichzeitig aber in Frankreich eine Art Gegenbewegung, eine Art Verfolgung der Rosenkreuzer einsetzte. Interessanterweise im Umkreis von René Descartes, der sozusagen der Gegenspieler wurde, obwohl er ursprünglich noch als junger Mann eben 1619 nach Deutschland gekommen war, um diese Rosenkreuzer zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also er interessierte sich für die, wie auch viele andere übrigens, Isaac Newton zum Beispiel gehörte auch zu denen, die sich mit diesen englischen Rosenkreuzer-Schriften beschäftigten, von Robert Fludd und John Dee. Das waren zwei englische Rosenkreuzer, die im Umfeld des englischen Königs Jakob I. und seiner Mutter Elisabeth I., also in dieser sogenannten elisabethanischen englischen Gesellschaft, die immer wieder mit dem Rosenkreuzertum in Verbindung gesehen wurde, bis hin auch zu William Shakespeare. Also an dem englischen Hof war das durchaus auch verbreitet und es war auch charakteristisch, dass die Tochter Jakobs I., ebenfalls Elisabeth genannt, dass die mit eben jenem Friedrich von der Pfalz verheiratet wurde und diese Hochzeit auf diesem Heidelberger Schloss ein sehr sehr großes Aufsehen erregte. Das hat damals sozusagen die Regenbogenpresse gefüllt, was alles mit dieser Hochzeit verbunden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und interessanterweise findet man vieles, was mit dieser Hochzeit in Verbindung stand, bis hin auch zu diesem Heidelberger Schloss dann wieder in der Chymischen Hochzeit, die Johann Valentin Andreae verfasst hatte und die 1616 veröffentlicht wurde. Es gab von dieser Chymischen Hochzeit schon eine sehr frühe Jugendschrift, die Johann Valentin Andreae dann später eben umarbeitete, zu dem Buch eben die Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreuz. Ich komme darauf auch später nochmal zurück. Auf jeden Fall taucht da dieser Hintergrund dieser königlichen Hochzeit von eben Friedrich V. von der Pfalz mit dieser Elisabeth von England. Das machte also einen großen Eindruck und das ist sozusagen der äußere Hintergrund, sozusagen die Kulisse für das, was in der Chymischen Hochzeit da beschrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, soviel vielleicht zunächst einmal zu diesem historischen Auftreten des Rosenkreuzertums. Wenn jemand sich damit genauer noch beschäftigen will, historisch gesehen, weil das noch viel weitere Kreise gezogen hat, kann ich nur wärmstens empfehlen Frances A. Yates&#039; Aufklärung im Zeichen des Rosenkreuzes. So heißt dieses Buch, was leider schon lange vergriffen ist, nur noch in Bibliotheken zu finden. Aber da findet man im Grunde genommen alle historischen Zusammenhänge sehr, sehr gut beschrieben.&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=1350s Die Anthroposophie hat in Italien deutlich stärker Fuß gefasst als in Frankreich, wo sie aufgrund der cartesianischen Philosophie stark verfolgt wurde 00:22:30] ===&lt;br /&gt;
Ein weiterer Zusammenhang, auf den ich im Zusammenhang noch mit der Kabbala zu sprechen kommen will; Woher stammten diese kabbalistischen Lehren, die also die Tochter des württembergischen Fürsten Johann Friedrich, Antonia … wie kam sie und wie kamen andere in die Kenntnis dieser Kabbala, die ja zunächst hebräisch natürlich verfasst war?Da spielte schon vorher im 16. Jahrhundert eine große Rolle &#039;&#039;Johannes Reuchlin&#039;&#039;, auch ein reformatorisch-protestantisch gesinnter Gelehrter hier aus dem württembergischen Raum, der eine Grammatik der hebräischen Sprache veröffentlicht hatte und sozusagen dafür sorgte, dass Hebräisch wieder gelehrt werden und dann eben auch verstanden werden konnte. Also er sorgte für diese Kenntniss.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auch andere, die sich nach Italien begeben hatten, hatten also von diesen kabbalistischen Schriften Kenntnis genommen. Die waren nach Italien dadurch gelangt, dass die jüdischen Gelehrten in Spanien vertrieben worden waren und dann nach Italien geflüchtet waren. Und dort fanden sie Aufnahme, nämlich in dem Umkreis der Platonischen Akademie in Florenz und bei den Renaissance-Humanisten Italiens, die sich sehr für diese Kabbala interessierten und darin sozusagen etwas erblickten, mit dem sie sich eben intensiv beschäftigten. Und das führte sozusagen zu dieser Umformung der kabbalistischen Lehren zu der sogenannten christlichen Kabbala. Das geschah also in dem Umfeld dieses italienischen Renaissance-Humanismus und gelangte von dort dann eben auch nach Deutschland, eben auch nach Württemberg, hier an den Stuttgarter Fürstenhof. Von daher ist es auch nicht ganz von der Hand zu weisen, dass die Anthroposophie in Italien doch deutlich stärker Fuß gefasst hat als beispielsweise in Frankreich, wo sie eben in der Folge der cartesianischen Philosophie dann stark verfolgt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=1493s Descartes als Verbündeter der jesuitischen Hexenjagd gegen den Rosenkreuzer-Impuls in Frankreich 00:24:53] ===&lt;br /&gt;
Descartes, nachdem er aus Deutschland zurückkam, weil er sich nämlich dann doch beteiligt hatte an diesem Feldzug gegen diesen Friedrich von der Pfalz da in Prag, der da gestürzt wurde, also dieser Winterkönig. Bei diesem Feldzug war Descartes dabei und hatte eben mit diesen jesuitischen Truppen sich nach Prag begeben. Er hatte selber eine jesuitische Ausbildung durchlaufen, war dann aber längere Zeit sozusagen auf der Suche und fragte sich, was ist das mit diesem Rosenkreuzertum, wie auch andere, wie gesagt, hat sich dann aber gegen diesen Rosenkreuzer-Impuls gewendet, wurde dann bei seiner Rückkehr in Paris sogar verdächtigt, einer dieser Unsichtbaren zu sein, was er widerlegen konnte, dadurch, dass er sich zeigt und sagt, ja schaut her, ich bin nicht unsichtbar. Gleichzeitig setzte aber so eine Art Hexenjagd sozusagen auf das Rosenkreuzertum ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab also Verfolgungen und Hexen- oder Ketzerprozesse, wodurch gerade in Frankreich eben die stärkste Gegnerschaft dann sich entwickelte und wenn man so will auch die Philosophie, die René Descartes dann entwickelt hat, eigentlich diesen Grundsätzen, wenn man so will, der rosenkreuzerischen Lehre, nämlich des Zusammenhangs des Menschen mit dem Kosmos, mit der Natur, dass Descartes eben genau das Gegenteil proklamiert, nämlich eine Trennung, eine Spaltung zwischen Subjekt und Objekt, zwischen Intellekt und äußerer Natur.&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=1595s In England war Francis Bacon ein Gegner der Rosenkreuzer 00:26:35] ===&lt;br /&gt;
In England waren es, wie gesagt, auch Wissenschaftler wie Isaac Newton, die sich für das Rosenkreuzertum und deren Ideen auch im Zusammenhang mit der Alchemie interessierten und das hing einfach damit zusammen, dass die Naturwissenschaften ja noch ganz am Anfang waren, zum Beginn dieses 17. Jahrhunderts, noch keine, wenn man so will, materialistische Naturwissenschaft sich wirklich ausgebildet hatte. Das begann eigentlich erst durch einen weiteren Gegner dieser Rosenkreuzer, nämlich Francis Bacon, der in dieser Zeit seine grundlegenden Schriften eben auch veröffentlichte. Aber für viele war das eben noch nicht ausgemacht, in welche Richtung würde sich die Naturwissenschaft denn entwickeln. Und da waren diese Ideen, die ja sehr skizzenhaft waren, die in diesen Schriften, die da 1614 bis 16 erschienen waren, zum Ausdruck kamen und auch weiteren Schriften dieser englischen Rosenkreuzer, das irgendwie erschien als eine ganz andere Perspektive, die zu dieser Zeit eben noch nicht festgelegt war, sich dann aber auch in England durch die Royal Society immer mehr doch verfestigte, wodurch dann eben andere Anschauungen sofort in Verdacht kamen, eben nicht christlich oder ketzerisch oder was auch immer zu sein, sodass das dann sehr, sehr bald von der Bildfläche verschwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=1687s Christian Rosenkreutz als historische Persönlichkeit in der Esoterikforschung 00:28:07] ===&lt;br /&gt;
Und erst in jüngster Zeit, eigentlich jetzt auch wiederum von Holland ausgehend, fangen die universitären Wissenschaften an, sich jetzt mit diesen esoterischen Bewegungen doch intensiver zu beschäftigen. Die sogenannte Esoterikforschung, die eben auch von Amsterdam ausgegangen ist und die heute auch in Deutschland über einige Lehrstühle verfügt, in diesem Kontext beschäftigt man sich eben auch wieder mit diesen rosenkreuzerischen Lehren, auch mit der Gestalt des Christian Rosenkreutzselber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wodurch wir jetzt sozusagen auf das Zentrum der ganzen Thematik zu sprechen kommen, nämlich auf den Begründer dieser rosenkreuzerischen Bewegung, der ja in dieser &#039;&#039;Fama Fraternitatis&#039;&#039; auch biografisch genauer umschrieben wird, als eben der sogenannte Bruder Christian Rosenkreuz. Interessanterweise haben wir da jetzt seit dieser Woche endlich das Buch von &#039;&#039;Ronald Templeton&#039;&#039;, mit dem wir ja hier im Februar auch ein Tagesseminar veranstaltet haben - „&#039;&#039;Die Lebensreise des Christian Rosencreutz”&#039;&#039; vorliegen, auch draußen am Büchertisch erhältlich. Weil interessanterweise in allen Zusammenhängen, wo auch heute noch über Christian Rosenkreutz gesprochen wird, also auch bei dem „Lectorium Rosicrucianum”, aber insbesondere in der sogenannten Esoterikforschung, eigentlich nirgends davon ausgegangen wird, dass Christian Rosenkreutz tatsächlich gelebt hat, dass das also eine historische Persönlichkeit gewesen ist, so wie es in der &#039;&#039;Fama Fraternitatis&#039;&#039; dargestellt und eben auch von Rudolf Steiner dann ganz deutlich beschrieben worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überall, in allen anderen Zusammenhängen, die man auch heute noch hat, wird diese Gestalt als eine mythologische oder symbolische beschrieben. Also nicht historische Persönlichkeit, sondern insbesondere auch die Chymische Hochzeit, auch sein gesamter Lebensgang - alles, was über ihn erzählt wird, wird als etwas Symbolisches erlebt, als etwas, was sozusagen wie ein Urbild sein könne für eine esoterische Entwicklung, aber nicht eine historische Biografie beschreiben würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=1844s Ronald Templeton rekonstruiert in seiner Biografie über Christian Rosenkreutz, dass dieser auf seinen Reisen im 14.Jh. an verschiedenen Bildungsstätten das Wissen, die Geheimnisse und Mysterien des Orients studiert hatte 00:30:44] ===&lt;br /&gt;
Und nun hat Ronald Templeton interessanterweise auf dem Hintergrund eben immer wieder dieser immer wieder auftauchenden, wenn man so will, in Fragestellung der Historizität des Christian Rosenkreutz versucht, die Biografie, so wie sie in der Fama und auch von Rudolf Steiner beschrieben wird, diese Biografie zu rekonstruieren und eben als historisch nachzuweisen. Und das ist ihm dadurch gelungen, dass er den ja in der Fama und auch durch Rudolf Steiner sehr ausführlichen Bildungsgang, also die Bildungsbiografie des Christian Rosenkreuz, dass er die genauer untersucht hat. Und die Orte, an denen Christian Rosenkreutz gewesen sein soll, laut Fama und auch laut Rudolf Steiner, dass er diese Orte jetzt genauer untersucht hat im Hinblick auf die Lehrstätten bzw. Universitäten, die es dort gegeben haben soll, an denen sozusagen Christian Rosenkreutz seine Ausbildung erhalten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun zeigt sich, dass es dazu wirklich ausreichend historisches Material und Dokumente gibt, die genauestens nachweisen, in welcher Form welcher Unterricht dort stattgefunden hat an diesen verschiedenen Städten, die ich jetzt nicht im Detail beschreiben kann, das kann man alles nachlesen in dem neuen Buch vom Templeton. Dabei zeigt sich aber, dass tatsächlich an allen Orten, die da in der Fama erwähnt werden, dass es da tatsächlich Unterricht und Lehrstätten gegeben hat, meistens mit islamischem Hintergrund, aber eben esoterischem Islam. Wenn man so will, das Wissen des Orients, die Geheimnisse, die Mysterien des Orients, die an diesen Hochschulen, an denen eben auch Christian Rosenkreutzgelebt hat und Unterricht bezogen hat, dass es dort tatsächlich solche Schulen gab, bis dahin, dass man auch Details über die Art von Unterricht und die Inhalte, die da unterrichtet wurden, auch finden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sodass also diese Bildungsbiografie bis in Details hinein tatsächlich historisch rekonstruierbar ist. Wodurch eben deutlich wird, dass die Autoren dieser Schriften eben nicht eine symbolische Erfindung einer Bildungsbiografie dahingestellt haben, sondern dass sie tatsächlich einen Bildungsgang und diese Reisen beschrieben haben, die mindestens zu der Zeit, in der sie eben stattgefunden haben sollen, nämlich im 14. Jahrhundert. Dass die tatsächlich so im Detail stattgefunden haben können und dass eigentlich kein Grund besteht, anzunehmen, dass das nun alles erfunden sei, wenn die ganzen historischen zugrunde liegenden Fakten eben alle nachweislich so gewesen sind, wie sie dort in dieser Bildungsbiografie der Fama beschrieben worden sind. Also das ist eine ausgezeichnete Leistung von Ronald Templeton, dass er diesen historischen Hintergrund jetzt mal wirklich festmachen konnte.&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=2048s Spuren des Rosenkreuzertums in Goethes Leben 00:34:08] ===&lt;br /&gt;
Und das kann man jetzt, wenn man das jetzt geschichtlich weiter verfolgt, weil das Rosenkreuzertum äußerlich dann eben mit Beginn des 30-jährigen Krieges verschwindet von der Bildfläche. Das taucht wirklich nur sehr kurz auf, eben kzwischen 1614 und 1619, bis dann dieser Winterkönig gestürzt wird und die Anhänger nach Holland flüchten müssen, sich verbergen müssen. Valentin Andreae sich dann auch praktisch äußerlich abwendet und auch meint mit diesen Jugendschriften eigentlich nichts zu tun gehabt zu haben. Also in der Folge des 30-jährigen Krieges und dieser Verfolgung des Rosenkreuzertums distanziert er sich dann später davon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch taucht dieses Rosenkreuzertum dann in einer sehr merkwürdigen, uns aber wohl bekannten Form wieder auf, nämlich in Goethes Leben. Bei Goethe kann man eben ganz deutlich die Spuren des Rosenkreuzertums in seiner Biografie wiederfinden. Das hat eben Frank Teichmann in dem besagten Buch &#039;&#039;„Goethe und die Rosenkreuzer&#039;&#039;“ ja ausführlich dargestellt. Zunächst dadurch, dass er 19-jährig schwer erkrankt, an einer lebensgefährlichen Erkrankung, und dann durch eben einen rosenkreuzerischen Arzt gerettet wird, der ein Fluidum, ein Salz ihm verabreicht, das ihm dann das Leben rettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der dann später bei seiner Harzreise eine Art rosenkreuzerische Einweihung erlebt, die in anderer Gestalt von Rudolf Steiner dann später beschrieben worden ist in den Vorträgen mit Mysterienstätten des Mittelalters. Da gibt es zwei Vorträge, in denen Rudolf Steiner von einer sogenannten „rosenkreuzerischen Einweihung“ spricht, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie durch eine Begegnung auf einem Berg und eine andere Begegnung in einem Berg stattfindet. Also zwei Stufen, auf einem Berg und in einem Berg. Und Steiner weist nur darauf hin im Zusammenhang dieser Vorträge, dass sich diese Einweihung später immer wieder in einer gewissen Weise wiederholt hat oder wieder miterlebt worden ist. Und einer derjenigen, die eben diese Einweihung miterlebt oder wiedererlebt haben, war eben Goethe, dem eben genau das wiederfuhr, dass er da in einem Bergwerk, nämlich im Harz, eine bestimmte Begegnung erlebte und dann anschließend eben auch auf dem Berg, nämlich auf diesem Brocken bei der Besteigung dieses Berges, worüber er seiner Freundin Frau von Stein eben in Briefen berichtet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Kontext ist es auch interessant, dass Goethe der Frau von Stein auch schreibt, dass er die Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreutz gelesen habe und dann sagt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Christian Rosenkreutz, Hochzeit habe ich hinaus gelesen. Es gibt ein schön Märchen zur guten Stunde zu erzählen, wenn es wiedergeboren wird. In seiner alten Haut ist es nicht zu genießen.&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;1786 schreibt das Goethe. Also er fand vor allem diese zum Teil ja blutigen Bilder in dieser Chymischen Hochzeit nicht zu genießen und bringt dann 1795 eben sein Märchen, das Goethe-Märchen, als das, was er nennt „die Wiedergeburt dieser Chymischen Hochzeit.“ Das Goethe-Märchen hat ganz eindeutig diesen Hintergrund, bis auch dahin, dass diese Brücke, von der da die Rede ist, im Zusammenhang mit der Heidelberger Brücke steht, die auch heute noch in Heidelberg zu sehen ist. Also da auch taucht Heidelberg am Rande wieder auf. Und auch Rudolf Steiner weist auf diesen Kontext eben hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zweiter Text von Goethe ist natürlich das berühmte Fragment „Die Geheimnisse“, wo sich herausstellt, dass Goethe da etwas beschreibt, was später Rudolf Steiner dann rekonstruiert hat, als die eigentliche Einweihung des Christian Rosenkreuz. Steiner macht das so fest, das werde ich gleich noch etwas genauer beschreiben, dass sich diese eigentliche Einweihung im 13. Jahrhundert vollzogen hat, wo diese Persönlichkeit noch nicht Christian Rosenkreutzhieß, wo sie auch nicht so sehr lange lebte, wo sich aber dieser Umkreis, dieser 12. und dieser 13., der er eben gewesen ist, wo sich diese Gestaltung wiederfindet in einer sehr besonderen Konstellation, die ich gleich noch ausführlicher darstellen möchte. Auf jeden Fall so Steiner hat Goethe sozusagen da etwas beschrieben in diesem Text, Die Geheimnisse, was sich historisch gesehen im Zusammenhang mit dieser ursprünglichen Einweihung des Christian Rosenkreutzim 13. Jahrhundert tatsächlich ereignet hatte. So sehen wir also in Goethes Leben sozusagen Spuren des Rosenkreuzertums wieder aufscheinen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=2390s Die Anthroposophie als Kraftorganismus am Beispiel eines Mysteriendramas 00:39:50] ===&lt;br /&gt;
Und nun ist es so, dass ja eben Rudolf Steiner sich nicht umsonst ganz wesentlich bei der Begründung der Anthroposophie in vielen Punkten, sowohl naturwissenschaftlich wie auch vor allem von der künstlerischen Seite her, an Goethe anschließt. Und einer dieser Anschlusspunkte ist eben das erste Mysteriendrama, das ja zunächst eigentlich das goethesche Märchen auf die Bühne bringen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben also eine mehrfache Metamorphose. „Chymische Hochzeit“ von Valentin Andreae mit Christian Rosenkreutz im Zentrum, durch Goethe in das Märchen metamorphosiert - und durch Rudolf Steiner in sein erstes Mysteriendrama, das ja untertitelt wird mit „Ein Rosenkreuzer Mysterium“. Und das Siegel, was wir da haben von diesem ersten Drama, hat eben diese drei Rosenkreuzer-Worte zum Inhalt. Also:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ex Deo Nascimur, In Christo Morimur, Per Spiritum Sanctum Reviviscimus&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Das steht auf diesem Siegel des ersten Dramas. Wieso ist das ein Rosenkreuzer Mysterium? Zum einen haben wir sozusagen die historische Wurzel, die historischen Vorläufer, die aber nur ganz im Verborgenen jetzt da wieder auftauchen. Aber ein wesentlicher Aspekt, den ich jetzt hervorheben will und der für Rudolf Steiner sozusagen dann zentral wird, das ist der Aspekt der Kraft. Also das, was da umschrieben wird mit Kräften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hatte ja am Anfang gesagt, die anthroposophische Bewegung zeichnet sich dadurch aus, dass es nicht eine Weltanschauung, eine Lehre, eine religiöse Anschauung, eine esoterische Lehre allein ist, sondern dass alle diese Ideen, dass die sich praktisch auswirken. Dass die also, wenn man so will, Kraft haben, dass wir es zu tun haben mit einem Kraftorganismus, wenn wir auf die Anthroposophie hinschauen, einem Kraftorganismus, der wie alles Ätherische, was eben Lebenskräfte sind … nicht das Ätherische kann für sich alleine gar nicht existieren, sondern das Ätherische ist immer nur zusammenhängend denkbar oder überhaupt erlebbar mit etwas Physischem, was von diesem Ätherischen gestaltet und verlebendigt wird. Ein Ätherisches für sich gibt es gar nicht. Ein Ätherisches kann immer nur im Zusammenhang mit Physischem überhaupt beobachtet werden. So wie der Ätherleib eben einen physischen Leib gestaltet, gestalten eben diese Kräfte das Lebendige und, wenn man so will, unser Leben. Weshalb Rudolf Steiner auch darauf aufmerksam macht, dass er sagt, unsere Gedanken- und Vorstellungskräfte und alles, was wir sozusagen an Kultur hervorbringen, das sind umgewandelte Lebenskräfte. Wir denken mit denselben Kräften, mit denen wir wachsen. Das sind dieselben Kräfte, die sich nur umwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und mit diesem Kraftaspekt haben wir es sozusagen zu tun, wenn wir von der Anthroposophie sprechen. Und natürlich muss man sich fragen, woher kommen jetzt diese Kräfte? In dem Mysteriendrama taucht das an verschiedenen Stellen in dem ersten Bild schon auf, dass eben der Capesius, der ein Gedankenmensch ist, ein Professor ist, dass der etwas ganz Besonderes in diesem anthroposophischen Zusammenhang bemerkt. Er sagt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Was hier jedoch sich zeigt, gibt viel zu denken Menschen meiner Art. Erklärlich schien uns solche Wirkung, wo überhitzter Sektengeist die Seelen nur betörend sich über Menschen gießt. Doch hier ist nichts von solchem Geist zu sehen. Man will nur durch Vernunft zur Seele sprechen. Und doch, man schafft durch Worte echte Lebenskräfte und spricht zum tiefsten Herzensgrund. Und selbst des Wollens Reich ergreift das Sonderbare etwas, das jenen, die gleich mir in alten Bahnen wandeln, als blasses Denken nur erscheinen will.”&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Dem Capesius fällt auf, dass in diesem Zusammenhang des Benedictus und der Maria, dass diese Worte, die da gesprochen oder auch studiert werden, dass das Lebenskräfte sind, dass sie Kraft haben. Und das kommt dann auch noch zum Ausdruck an der Stelle, wo die andere Maria auftaucht. Auch noch in diesem ersten Bild. Die sagt nämlich:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Ich muss stets neue Kraft mir holen aus dem Reichtum, der hier aus Geistesquellen fließt. Die warme Zauberkraft der Worte, die hier ich höre, ergießt in meine Hände sich und fließt wie Balsam weiter, berührt die Hand den Leidbeladenen, sie wandelt sich auf meinen Lippen in rechte Trostesrede für schmerzdurchwühlte Herzen. Ich frage nach der Worte Ursprung nicht, ich schaue ihre Wahrheit. Wenn lebend, leben sie mir Spenden.”&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Das sagt jetzt diese andere Maria. Und die Maria sagt dann noch, um das zu erklären:&amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Doch unsere Freundin hat erschöpft des Lebens beste Kräfte durch ihre Arbeitsüberfülle und aller Lebensmut war ihr genommen durch schweren Schicksalsdruck, den sie erfahren, die Kräfte hatte sie geopfert, der Kinder sorglich Leitung, der Mut war hingesunken, als ihr ein früher Tod den teuren Gatten nahm.”&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Zunächst ist diese andere Maria sozusagen zusammengebrochen, hatte keine Kräfte mehr, sie war am Ende - ein Burnout würde man das heute nennen. Ihr Mann ist durch einen frühen Tod gestorben, sie hatte alles sozusagen der Erziehung der Kinder gewidmet und war jetzt kräftemäßig am Ende: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Da brachten Schicksalsmächte sie in unserer Geistes leeren Bann und ihre Lebenskräfte erblühten noch zum zweiten Mal.”&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;So dass sie dann eben jetzt sagt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Ich muss stets neue Kraft mir holen aus dem Reichtum, der hier aus Geistesquellen fließt. Die warme Zauberkraft der Worte, die hier ich höre, ergießt in meine Hände sich.”&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also sie schreibt jetzt ihre Wirksamkeit und ihr neues Leben den Worten zu, die sie jetzt da hört, in diesem Rosenkreuzer-Tempel eigentlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=2848s Jede Idee, die dir nicht zum Ideal wird, ertötet in deiner Seele eine Kraft. Jede Idee, die dir aber zum Ideal wird, erschafft in dir Lebenskräfte (Rudolf Steiner) 00:47:28] ===&lt;br /&gt;
Und nun, wenn man bei Rudolf Steiner jetzt selber nachliest, in seinem Buch »&#039;&#039;Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?&#039;&#039;«, dann findet man an ganz zentraler Stelle, ganz am Anfang, genau das eigentlich beschrieben. Nicht? Sie alle kennen ja dieses Buch, das da anfängt mit dem sogenannten »Pfad der Verehrung«. Und diese Verehrung, die da entwickelt wird, die bezeichnet Rudolf Steiner immer so, dass er sagt, daraus schöpft der Mensch Kraft. Wenn er diese Verehrung in der Lage ist zu entwickeln, dann schöpft er daraus Kräfte. Und umgekehrt, wenn er das nicht tut, dann raubt er sich Kräfte. Begegne ich einem Menschen und tadele ich seine Schwächen, so raube ich mir höhere Erkenntniskraft. Suche ich liebevoll mich in seine Vorzüge zu vertiefen, so sammle ich solche Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht, diese Übung, die dann später wieder auftaucht, in verwandelter Form als Positivitätsübung, das ist die Grundübung dieses Buches, die in mehrfacher Form in dem Buch mindestens viermal wieder auftaucht, dass man Kritik zurückhalten soll, dass man kritiklos Worte sich anhören soll, auch wenn sie noch so falsch klingen. Nicht, das, was da am Anfang als das Gefühl der Ehrfurcht beschrieben wird, taucht in verschiedenster Weise wieder auf, dann vor allem als Positivitätsübung. Aber es wird eben gleich am Anfang so beschrieben, dass das eine Kraftübung ist, dass das eine Übung ist, die Kraft verleiht. Und das wird dann noch verstärkt durch den Schluss dieses ersten Kapitels, wo es heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Jede Idee, die dir nicht zum Ideal wird, ertötet in deiner Seele eine Kraft. Jede Idee, die dir aber zum Ideal wird, erschafft in dir Lebenskräfte.”&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Nicht, da haben wir wieder diesen Zusammenhang, dass es etwas gibt, was abtötend ist. Davon ist auch in dem Mysteriendrama natürlich die Rede, auch in dieser Szene mit dem Geist der Elemente wird das ja deutlich, dass die Gedankenart von Strader und Capesius zunächst in dieser Lebenssphäre, in der ätherischen Welt Gewitter erzeugt und eigentlich Zerstörung hervorruft. Und dass andererseits die Märchen, die Frau Balde erzählt, in dieser Lebenssphäre des Geistes der Elemente, dass die da heilsam wirken. Weshalb die Frau Balde dann auch aufgefordert wird für die Schädigungen, die die beiden Irrlichter eigentlich - also Strader und Capesius in der elementarischen Welt hervorrufen - die also Kräfte rauben oder zerstören, dass die Frau Balde dafür bezahlen muss und da diese Kräfte wieder ausgleicht. Was übrigens der Capesius auch bestätigt, dadurch, dass er sagt, wenn ich erschöpft bin und keine Kraft mehr habe, gehe ich zu der Frau Balde und höre mir die Märchen an, die sie mir erzählt. Und die wiederum bringen ihm neue Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=3068s Der unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreutz als Kraftquelle 00:51:08] ===&lt;br /&gt;
Nun wissen wir auch durch Rudolf Steiner, dass diese Märchen, dass die den Ursprung haben in dem Rosenkreuzertum, dass diese mitteleuropäischen Märchen und auch die Märchen der Frau Balde eigentlich rosenkreuzerische Märchen sind. Aber woher kommt jetzt diese Kraft? Was ist das? Was sozusagen, vor allem wenn man auf Rudolf Steiner selber hinblickt, ja ungeheure schöpferische Kräfte zum Vorschein gebracht hat. Wenn man sich nicht nur sein schriftliches Werk, sondern vor allem sein künstlerisches Werk anschaut und etwa den Seelenkalender sich anschaut, wie der entstanden ist, dann fragt man sich, woher kommt jetzt diese dichterische Fähigkeit, diese enorme Schöpferkraft, die sich in dieser Gesamtkomposition eines Seelenkalenders oder etwa der zwölf Stimmungen dieser kosmologischen Dichtung zum Ausdruck bringt? Woher kommen diese Kräfte, die dann auch den ersten Bau des Goetheanums, also ein architektonisches Werk, zur Erscheinung bringen. Respektive natürlich die vier Mysteriendramen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Woher kommen diese schöpferischen Kräfte? Und da wird man jetzt durch Rudolf Steiner, und damit komme ich langsam zum Abschluss dieser Betrachtungen, da wird man jetzt durch Rudolf Steiner eben aufmerksam gemacht, auf das, was mit diesem Christian Rosenkreutz tatsächlich unsterblich verbunden ist. Das macht nämlich Rudolf Steiner - und diese Vorträge können Sie nachlesen, eben hier in diesem Sammelband - das sind die sogenannten Neuchâteler Vorträge, wo Steiner eben zwei Vorträge gehalten hat, über eben diese okkulte Biografie und diese Einweihung des Christian Rosenkreutz, die eben schon vor dem 14. Jahrhundert, also vor dieser Inkarnation, in der er dann auch diesen Namen erhält, gewesen sein soll. Dass da so ein Kollegium von zwölf Eingeweihten sich eben versammelt hat, um diesem 13. alle Weisheiten, die es bis dahin gegeben hatte, der atlantischen Zeit und der nachatlantischen Zeit, vermittelt haben. Woraufhin dieser Jüngling in einen todesartigen Zustand gekommen sei, bei dem sich aber sozusagen sein Leib wie durchsichtig hätte gezeigt. Und die Folge davon war, dass nach dem Tod dieses Eingeweihten jungen Mannes, dass dessen Ätherleib sich dann eben nicht mehr aufgelöst hat. Steiner nennt ihn dann den unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieser Ätherleib ist nun eben eine Kraftquelle. Denn ein ätherischer Leib ist etwas, was Kräfte beinhaltet, die in der Lage sind, Physisches zu gestalten, beziehungsweise dem Physischen eben Kräfte zu verleihen. Lebenskräfte, die dann umgewandelt werden in kulturelle oder Denk- und Vorstellungskräfte. Eine Kraftquelle, an die dadurch die Menschen anschließen können, dass sie sich eben auch verbinden mit diesem Geschehen, was eben Christian Rosenkreutz auszeichnet, was in den Rosenkreuzer-Worten zum Ausdruck kommt, mit diesem Mysterium von Golgatha. Das ist sozusagen der Schlüssel für diese Kraftquelle. Und daraus gibt es dann, wie Rudolf Steiner, Sie müssen das nachlesen in diesen Neuchâteler Vorträgen, wie er es dann wörtlich ausdrückt, dass sich die Wirksamkeit dieses Ätherleibes dann im Laufe der Jahrhunderte immer mehr verstärkt hätte dadurch, dass immer mehr Menschen sozusagen in diese Sphäre vorgedrungen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das sei nun seit dem Ende des Kali-Yuga, das nennt Rudolf Steiner in dem Zusammenhang auch das Jahr 1899, dass seit dem Zeitpunkt 1900, wo er dann eben anfängt über das goethesche Märchen, also diesen rosenkreuzerischen Zusammenhang erstmalig zu sprechen. Er sagt, in diesem Zusammenhang „&#039;&#039;wurde ich erstmalig esoterisch“&#039;&#039;. 1900, Goethes Märchen, Ende des Kali-Yuga und seit diesem 20. Jahrhundert sei es jetzt sozusagen immer mehr Menschen möglich, in diese Sphäre sich zu begeben, weil die sich auch dadurch verstärkt hat, dass nun andere Ätherleiber insofern auch teilweise jedenfalls sich unsterblich erwiesen haben, als sie eben sich mit dieser Sphäre verbinden konnten. Steiner nennt sie in diesem Zusammenhang „&#039;&#039;die Sphäre des Heiligen Geistes“&#039;&#039;. Also die Sphäre, wo die Ätherleiber eben jetzt unsterblich werden, insofern sie sich mit dem Christus verbinden konnten. Diese Sphäre des Heiligen Geistes, das sei die eigentliche Inspirations- und Kraftquelle der anthroposophischen Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also auf diesen Kontext kommt man sozusagen dann wieder zurück und entdeckt sozusagen da das Geheimnis, wenn man so will, auch für diese unglaubliche Schöpferkräfte, die Rudolf Steiner auf so vielen Gebieten eben, bis eben in diese praktischen, wissenschaftlichen Zusammenhänge medizinischer oder pädagogischer oder auch landwirtschaftlicher Art, dass er überall eben sich als enorm schöpferisch erwies und andere Menschen wiederum anleitete oder inspirierte, ebenfalls in dieser Weise tätig zu werden. Da hat man sozusagen diesen Hintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=3458s In den ersten drei Kindheitsjahren wirken die Christus- Kräfte, ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht 00:57:38] ===&lt;br /&gt;
Und abschließend will ich da noch ein Zitat bringen. Wenn man jetzt andere Vorträge in dem Zusammenhang nochmal studiert, auch wiederum von 1911, also diese Neuchâteler Vorträge, das ist 1911. Und da gibt es eben auch die Vorträge in Kopenhagen über die geistige Führung des Menschen und der Menschheit und da bringt Steiner das jetzt direkt mit dem Christus in Zusammenhang, dass er sagt: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;… die am Menschen im Kindheitsalter wirksamen Kräfte erkennen, heißt den Christus im Menschen erkennen&#039;&#039;. [Rudolf Steiner]&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also die Kräfte, wo Rudolf Steiner beschreibt, die im Gehen lernen, im Sprechen lernen, im Denken lernen, die also in der menschlichen Entwicklung das eigentlich Menschliche zum Vorschein bringen, diese wachstums- und ätherischen Kräfte, die in diesen ersten drei Jahren des Kindes wirksam sind, das seien eben die Christuskräfte. Denn eine wirkliche seelische Selbsterkenntnis führt für den gegenwärtigen Menschen dahin einzusehen, dass in der Menschenseele Kräfte gefunden werden können, welche von diesem Christus ausgehen. In den ersten drei Kindheitsjahren wirken diese Kräfte, ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht. Daran sieht man, dass das eben alles nicht, wenn man so will, theologische oder erkenntnistheoretische Fragen sind, sondern dass alle diese anthroposophischen Erkenntnisbemühungen, dass die immer dahin münden, dass das eben Kräfte hervorbringt. Nicht ganz am Schluss, oder nicht ganz am Schluss, sondern hier in „&#039;&#039;Wie erlangt man …”&#039;&#039; kommt der Rudolf Steiner auch auf das Studium noch einmal zu sprechen, was ja immer mehr heutzutage auch infrage gestellt wird, weil gesagt wird, ja - die Texte sind zu schwierig. &amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Denn, weil diese Lehren aus dem lebendigen, inneren Worte, aus der lebendigen Einsprechung geschöpft sind, haben sie selbst geistiges Leben. Sie sind nicht bloß Worte, sie sind lebendige Kräfte. Und während du den Worten eines Geheimkundigen folgst, während du ein Buch liest, das einer wirklichen inneren Erfahrung entstammt, wirken in deiner Seele Kräfte, welche dich ebenso hellsehend machen, wie die Naturkräfte aus lebendigem Stoffe deine Augen und Ohren gebildet haben.”&#039;&#039; [Rudolf Steiner] &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also diese Kräfte, die in unserem Wachstum wirksam sind, verwandeln sich jetzt in diesen Kontext eben in Kräfte, die zu höherer Erkenntnis führen und damit eben die Anthroposophie begründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, so viel wollte ich Ihnen heute Abend zur Einführung in dieses neue Tertial gerne erzählen, über eben diesen historischen Zusammenhang dieser, wenn man so will, Kraftbewegung des Rosenkreuzertums. Vielen Dank für Ihr Interesse und Aufmerksamkeit! [Applaus] &lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Frank Teichmann: &#039;&#039;Goethe und die Rosenkreuzer&#039;&#039;, Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2007, &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 978-3772516160&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Neider, Andreas / Schukraft, Harald : &#039;&#039;Rudolf Steiner in Stuttgart&#039;&#039;, 168 S., kart. EUR 19,95, Belser Verlag, Stuttgart 2011&lt;br /&gt;
* Yates, Frances A.: &#039;&#039;Aufklärung im Zeichen des Rosenkreuzes&#039;&#039;, Klett-Cotta 1997, ISBN-13978-3608918830&lt;br /&gt;
* Templeton, Ronald: Die Lebensreise des Christian Rosencreutz - Eine biografische Rekonstruktion, Verlag Urachhaus, ISBN-13978-3825153557&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Anthroposophie]]   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Steiner nennt sie in diesem Zusammenhang „&#039;&#039;die Sphäre des Heiligen Geistes“&#039;&#039; […] die Sphäre, wo die Ätherleiber eben jetzt unsterblich werden, insofern sie sich mit dem Christus verbinden konnten […] das sei die eigentliche Inspirations- und Kraftquelle der &#039;&#039;&#039;anthroposophischen&#039;&#039;&#039; Bewegung.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Der unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreutz als Kraftquelle 00:51:08|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:51:08]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Äther]]   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Steiner nennt sie in diesem Zusammenhang „&#039;&#039;die Sphäre des Heiligen Geistes“&#039;&#039; […] die Sphäre, wo die &#039;&#039;&#039;Ätherleiber&#039;&#039;&#039; eben jetzt unsterblich werden, insofern sie sich mit dem Christus verbinden konnten […] das sei die eigentliche Inspirations- und Kraftquelle der anthroposophischen Bewegung.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Der unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreutz als Kraftquelle 00:51:08|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:51:08]]&lt;br /&gt;
* „[…] das &#039;&#039;&#039;Ätherische&#039;&#039;&#039; kann für sich alleine gar nicht existieren, sondern das Ätherische ist immer nur zusammenhängend denkbar oder überhaupt erlebbar mit etwas Physischem, was von diesem Ätherischen gestaltet und verlebendigt wird.” [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Die Anthroposophie als Kraftorganismus am Beispiel eines Mysteriendramas 00:39:50|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:39:50]]&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Christian Rosenkreutz]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] dass &#039;&#039;&#039;Christian Rosenkreutz&#039;&#039;&#039; tatsächlich gelebt hat, dass das also eine historische Persönlichkeit gewesen ist, so wie es in der Fama Fraternitatis dargestellt und eben auch von Rudolf Steiner dann ganz deutlich beschrieben worden ist.” [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Christian Rosenkreutz als historische Persönlichkeit in der Esoterikforschung 00:28:07|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:28:07]]&lt;br /&gt;
* „[…]Text von Goethe ist natürlich das berühmte Fragment „Die Geheimnisse“, wo sich herausstellt, dass Goethe da etwas beschreibt, was später Rudolf Steiner dann rekonstruiert hat, als die eigentliche Einweihung des &#039;&#039;&#039;Christian Rosenkreutz&#039;&#039;&#039;.” [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Spuren des Rosenkreuzertums in Goethes Leben 00:34:08|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:34:08]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Christus]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „In den ersten drei Kindheitsjahren wirken diese Kräfte [des &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;], ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#In den ersten drei Kindheitsjahren wirken die Christus- Kräfte, ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht 00:57:38|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:57:38]] &lt;br /&gt;
* „Steiner nennt sie in diesem Zusammenhang „&#039;&#039;die Sphäre des Heiligen Geistes“&#039;&#039; […] die Sphäre, wo die Ätherleiber eben jetzt unsterblich werden, insofern sie sich mit dem &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; verbinden konnten […] das sei die eigentliche Inspirations- und Kraftquelle der anthroposophischen Bewegung.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Der unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreutz als Kraftquelle 00:51:08|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:51:08]]&lt;br /&gt;
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[[Descartes|Descarte]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;s&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] gerade in Frankreich […] die stärkste Gegnerschaft […] die &#039;&#039;&#039;René Descartes&#039;&#039;&#039; dann entwickelt hat […] rosenkreuzerischen Lehre, nämlich des Zusammenhangs des Menschen mit dem Kosmos, mit der Natur, dass Descartes eben genau das Gegenteil proklamiert, nämlich eine Trennung […] , zwischen Intellekt und äußerer Natur” [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Descartes als Verbündeter der jesuitischen Hexenjagd gegen den Rosenkreuzer-Impuls in Frankreich 00:24:53|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:24:53]]&lt;br /&gt;
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[[Einweihung]]    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…]Text von Goethe ist natürlich das berühmte Fragment „Die Geheimnisse“, wo sich herausstellt, dass Goethe da etwas beschreibt, was später Rudolf Steiner dann rekonstruiert hat, als die eigentliche &#039;&#039;&#039;Einweihung&#039;&#039;&#039; des Christian Rosenkreutz.” [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Spuren des Rosenkreuzertums in Goethes Leben 00:34:08|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:34:08]] &lt;br /&gt;
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[[Fama Fraternitatis]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] dass Christian Rosenkreutz tatsächlich gelebt hat, dass das also eine historische Persönlichkeit gewesen ist, so wie es in der „&#039;&#039;&#039;Fama Fraternitatis&#039;&#039;&#039;“ dargestellt und eben auch von Rudolf Steiner dann ganz deutlich beschrieben worden ist.” [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Christian Rosenkreutz als historische Persönlichkeit in der Esoterikforschung 00:28:07|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:28:07]]&lt;br /&gt;
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[[Goethe]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] sein eigenes hinterlassenes Werk noch veröffentlicht: „&#039;&#039;&#039;Goethe&#039;&#039;&#039; und die Rosenkreuzer” [Frank Teichmann] - das waren sechs Vorträge, die er hier gehalten hatte […]“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Rückblick auf Frank Teichmann und seinen letzten Vortrag über das Rosenkreuzertum 00:00:26|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:26]]&lt;br /&gt;
* „Bei &#039;&#039;&#039;Goethe&#039;&#039;&#039; kann man eben ganz deutlich die Spuren des Rosenkreuzertums in seiner Biografie wiederfinden. Das hat eben Frank Teichmann in dem besagten Buch &#039;&#039;„Goethe und die Rosenkreuzer&#039;&#039;“ ja ausführlich dargestellt.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Spuren des Rosenkreuzertums in Goethes Leben 00:34:08|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:34:08]]&lt;br /&gt;
* „[…] das erste Mysteriendrama, das ja zunächst eigentlich das &#039;&#039;&#039;goethesche&#039;&#039;&#039; Märchen auf die Bühne bringen sollte […] das ja untertitelt wird mit „Ein Rosenkreuzer Mysterium“.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Die Anthroposophie als Kraftorganismus am Beispiel eines Mysteriendramas 00:39:50|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:39:50]]&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Heiliger Geist]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Steiner nennt sie in diesem Zusammenhang „&#039;&#039;die Sphäre des &#039;&#039;&#039;Heiligen Geistes&#039;&#039;&#039;“&#039;&#039; […] die Sphäre, wo die Ätherleiber eben jetzt unsterblich werden, insofern sie sich mit dem Christus verbinden konnten […] das sei die eigentliche Inspirations- und Kraftquelle der anthroposophischen Bewegung.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Der unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreutz als Kraftquelle 00:51:08|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:51:08]]&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Johann Valentin Andreae]]   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] so findet man also auch den Lehrer Antonias von Württemberg, nämlich &#039;&#039;&#039;Johann Valentin Andreae&#039;&#039;&#039;, auf dieser Lehrtafel abgebildet […] er eben in dem Umfeld dieses württembergischen Fürstenhofes tätig war und eben diese rosenkreuzerischen Ideen dort auch direkt weiter vermittelt hat.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Viele Parallelen einer kabbalistischen Lehrtafel mit den rosenkreuzerischen Ideen 00:12:24|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:12:24]]&lt;br /&gt;
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{{GlossarNavigationArtikel|K}}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Kabbala]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] dieser &#039;&#039;&#039;Kabbala&#039;&#039;&#039;, der sogenannten christlichen Kabbala, einer Art Geheimlehre, eigentlich ursprünglich jüdischer Geheimlehre“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Viele Parallelen einer kabbalistischen Lehrtafel mit den rosenkreuzerischen Ideen 00:12:24|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:12:24]]&lt;br /&gt;
* „Sie ist ja so aufgebaut, diese 10 Sephiroth, aus denen diese &#039;&#039;&#039;Kabbala&#039;&#039;&#039; besteht, dass das eigentlich wie ein umgekehrter Mensch ist, also ein Mensch, der auf dem Kopf steht, der also nach oben in den Kosmos mit seinen Gliedmaßen hineinwächst“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Rosenkreuzerische Bestrebungen am alchemistischen Hof von Friedrich V. in Heidelberg und die „Bibliotheca Palatina“ 00:15:14|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:15:14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kind]]   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „In den ersten drei &#039;&#039;&#039;Kindheitsjahren&#039;&#039;&#039; wirken diese Kräfte [des Christus], ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#In den ersten drei Kindheitsjahren wirken die Christus- Kräfte, ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht 00:57:38|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:57:38]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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{{GlossarNavigationArtikel|L}}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Lectorium Rosicrucianum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] seit dem 20. Jahrhundert das sogenannte &#039;&#039;&#039;Lectorium Rosicrucianum&#039;&#039;&#039; seinen Ausgang genommen hat. Also eine Bewegung, die sich auf diese Rosenkreuzer bezieht und die auch heute noch tätig ist, auch hier in Stuttgart tätig ist - Lectorium Rosicrucianum aus Holland“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Das historischen Auftreten des Rosenkreuzertums und das rosenkreuzerische Erbe in Amsterdam, im „Lectorium Rosicrucianum“ 00:17:27|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:17:27]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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{{GlossarNavigationArtikel|M}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Meditation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „In den ersten drei Kindheitsjahren wirken diese Kräfte [des Christus], ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch &#039;&#039;&#039;innere Versenkung&#039;&#039;&#039; den Christus in sich sucht.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#In den ersten drei Kindheitsjahren wirken die Christus- Kräfte, ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht 00:57:38|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:57:38]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Mensch]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „In den ersten drei Kindheitsjahren wirken diese Kräfte [des Christus], ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der &#039;&#039;&#039;Mensch&#039;&#039;&#039; durch innere Versenkung den Christus in sich sucht.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#In den ersten drei Kindheitsjahren wirken die Christus- Kräfte, ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht 00:57:38|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:57:38]] &lt;br /&gt;
[[Mysteriendramen von Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] das erste &#039;&#039;&#039;Mysteriendrama&#039;&#039;&#039;, das ja zunächst eigentlich das goethesche Märchen auf die Bühne bringen sollte […] das ja untertitelt wird mit „Ein Rosenkreuzer Mysterium“.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Die Anthroposophie als Kraftorganismus am Beispiel eines Mysteriendramas 00:39:50|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:39:50]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Rosenkreuzer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] sein eigenes hinterlassenes Werk noch veröffentlicht: „Goethe und die &#039;&#039;&#039;Rosenkreuzer&#039;&#039;&#039;” [Frank Teichmann] - das waren sechs Vorträge, die er hier gehalten hatte […]“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Rückblick auf Frank Teichmann und seinen letzten Vortrag über das Rosenkreuzertum 00:00:26|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:26]]&lt;br /&gt;
* „[…] so findet man also auch den Lehrer Antonias von Württemberg, nämlich Johann Valentin Andreae, auf dieser Lehrtafel abgebildet […] er eben in dem Umfeld dieses württembergischen Fürstenhofes tätig war und eben diese &#039;&#039;&#039;rosenkreuzerischen Ideen&#039;&#039;&#039; dort auch direkt weiter vermittelt hat.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Viele Parallelen einer kabbalistischen Lehrtafel mit den rosenkreuzerischen Ideen 00:12:24|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:12:24]]&lt;br /&gt;
* „[…] gerade in Frankreich […] die stärkste Gegnerschaft […] die René Descartes dann entwickelt hat […] &#039;&#039;&#039;rosenkreuzerischen Lehre&#039;&#039;&#039;, nämlich des Zusammenhangs des Menschen mit dem Kosmos, mit der Natur, dass Descartes eben genau das Gegenteil proklamiert, nämlich eine Trennung […] , zwischen Intellekt und äußerer Natur” [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Descartes als Verbündeter der jesuitischen Hexenjagd gegen den Rosenkreuzer-Impuls in Frankreich 00:24:53|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:24:53]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; […] Studium […] weil gesagt wird, die Texte sind zu schwierig […] &#039;&#039;denn&#039;&#039; &#039;&#039;weil diese Lehren aus dem lebendigen, inneren Worte, aus der lebendigen Einsprechung geschöpft sind, haben sie selbst geistiges Leben. Sie sind nicht bloß Worte, sie sind lebendige Kräfte.&#039;&#039; [Zitat: Rudolf Steiner]“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#In den ersten drei Kindheitsjahren wirken die Christus- Kräfte, ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht 00:57:38|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:57:38]] &lt;br /&gt;
* „&#039;&#039;&#039;Steiner&#039;&#039;&#039; nennt sie in diesem Zusammenhang „&#039;&#039;die Sphäre des Heiligen Geistes“&#039;&#039; […] die Sphäre, wo die Ätherleiber eben jetzt unsterblich werden, insofern sie sich mit dem Christus verbinden konnten […] das sei die eigentliche Inspirations- und Kraftquelle der anthroposophischen Bewegung.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Der unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreutz als Kraftquelle 00:51:08|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:51:08]]&lt;br /&gt;
* „[…] dass Christian Rosenkreutz tatsächlich gelebt hat, dass das also eine historische Persönlichkeit gewesen ist, so wie es in der Fama Fraternitatis dargestellt und eben auch von &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; dann ganz deutlich beschrieben worden ist.” [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Christian Rosenkreutz als historische Persönlichkeit in der Esoterikforschung 00:28:07|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:28:07]]&lt;br /&gt;
* „[…]Text von Goethe ist natürlich das berühmte Fragment „Die Geheimnisse“, wo sich herausstellt, dass Goethe da etwas beschreibt, was später &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; dann rekonstruiert hat, als die eigentliche Einweihung des Christian Rosenkreutz.” [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Spuren des Rosenkreuzertums in Goethes Leben 00:34:08|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:34:08]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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{{GlossarNavigationArtikel|S}}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Sephiroth]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Sie ist ja so aufgebaut, diese 10 &#039;&#039;&#039;Sephiroth&#039;&#039;&#039;, aus denen diese [[Kabbala]] besteht, dass das eigentlich wie ein umgekehrter Mensch ist, also ein Mensch, der auf dem Kopf steht, der also nach oben in den [[Kosmos]] mit seinen Gliedmaßen hineinwächst“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Rosenkreuzerische Bestrebungen am alchemistischen Hof von Friedrich V. in Heidelberg und die „Bibliotheca Palatina“ 00:15:14|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:15:14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{BS|T}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Teichmann, Frank]]   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] sein eigenes hinterlassenes Werk noch veröffentlicht: „Goethe und die Rosenkreuzer” [&#039;&#039;&#039;Frank Teichmann&#039;&#039;&#039;] - das waren sechs Vorträge, die er hier gehalten hatte […]“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Rückblick auf Frank Teichmann und seinen letzten Vortrag über das Rosenkreuzertum 00:00:26|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:26]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Andreas Neider|| zurück zu Andreas Neider |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel mit Video]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Andreas Neider]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rosenkreuzer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkribiert von Elke Jurasszovich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar von Elke Jurasszovich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 100%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Teichmann,_Frank&amp;diff=33033</id>
		<title>Teichmann, Frank</title>
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		<updated>2026-10-17T14:30:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
https://www.geistesleben.de/Autoren/Frank-Teichmann.html&lt;br /&gt;
Frank Teichmann, 1937–2006, absolvierte ein Studium zum Ingenieur für Flugzeugbau und studierte anschließend Ägyptologie und klassische Archäologie. 1972 gründete er das Anthroposophische Studienseminar in Stuttgart …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anthrowiki.at|Die geheimen Figuren der Rosenkreuzer}} &amp;lt;blockquote&amp;gt;„Die geheimen Figuren der Rosenkreuzer wurden 1785 - 1788, also in der Goethezeit, in Altona in drei Heften veröffentlicht und enthalten die wesentlichen Lehren der damaligen Gold- und Rosenkreuzer.&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# „[…] sein eigenes hinterlassenes Werk noch veröffentlicht: „Goethe und die Rosenkreuzer” [&#039;&#039;&#039;Frank Teichmann&#039;&#039;&#039;] - das waren sechs Vorträge, die er hier gehalten hatte […]“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Rückblick auf Frank Teichmann und seinen letzten Vortrag über das Rosenkreuzertum 00:00:26|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:26]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Sephiroth&amp;diff=33032</id>
		<title>Sephiroth</title>
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		<updated>2026-10-17T14:30:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
{{Anthrowiki.at|Sephiroth}} &amp;lt;blockquote&amp;gt;„Sephiroth Sephirot, Sefirot oder Sefiroth (Singular hebr. סְפִירָה Sefira, Plural סְפִירוֹת, Sephiroth = Ziffern) ist nach den Lehren der jüdischen Kabbala der hebräische Name der 10 göttlichen Emanationen[1], die zusammen den Lebensbaum der Kabbala (hebr. עץ החיים, Ez Ha-Chajim, oder kurz עץ חיים, Ez Chajim) bilden. Genauer gesprochen repräsentiert er den mit dem Baum der Erkenntnis verschlungenen Baum des Lebens.&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# „Sie ist ja so aufgebaut, diese 10 &#039;&#039;&#039;Sephiroth&#039;&#039;&#039;, aus denen diese [[Kabbala]] besteht, dass das eigentlich wie ein umgekehrter Mensch ist, also ein Mensch, der auf dem Kopf steht, der also nach oben in den [[Kosmos]] mit seinen Gliedmaßen hineinwächst“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Rosenkreuzerische Bestrebungen am alchemistischen Hof von Friedrich V. in Heidelberg und die „Bibliotheca Palatina“ 00:15:14|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:15:14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Rudolf_Steiner&amp;diff=33031</id>
		<title>Rudolf Steiner</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthro.world/index.php?title=Rudolf_Steiner&amp;diff=33031"/>
		<updated>2026-10-17T14:29:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anthrowiki.at|Rudolf Steiner}}&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Rudolf Steiner (* 25. oder 27. Februar 1861 in Kraljevec, damals Kaisertum Österreich, heute Donji Kraljevec in Kroatien; † 30. März 1925 vormittags um ca. 10 Uhr in Dornach bei Basel), war ein österreichischer Goethe-Forscher, Philosoph und Geistesforscher, der durch die von ihm systematisch entwickelte Anthroposophie einen neuen, zukunftsweisenden wissenschaftlichen Zugang zur geistigen Welt eröffnete.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Doppelgänger =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# „Jeder Ort auf der Welt, wo ein Mensch geboren wird, zieht wenige Tage davor der geografische Doppelgänger ein […] &#039;&#039;&#039;Steiner&#039;&#039;&#039; spricht davon, das sind mephistophelisch-ahrimanische Wesen, die an jedem Ort der Erde anders sind” [[Arminius, das 5. Evangelium und die Varusschlacht - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Augustus, der zweite Protagonist und der geografische Doppelgänger. Eine Frage an die Kosmische Intelligenz 00:43:44|| Rheinheimer, M.  Arminius, 5. Evangelium, Varusschlacht, 2026, 00:43:44]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Dreigliederung =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Um das soziale Leben auf eine neue Grundlage zu stellen, hat &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; seine Idee der sozialen Dreigliederung gebracht. [[Die Apokalypse des Johannes - 167. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Steiners Dreigliederungs-Idee 00:33:20|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 167. Folge, 2023, 00:33:20]]&lt;br /&gt;
# Heute besteht die große Gefahr, dass wir Sklave von Plänen werden, obwohl sie uns eigentlich dienen sollten. So hat z. B. &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; zwar Ideen entwickelt zur Dreigliederung des sozialen Organismus. Aber er hat nie einen fertigen Plan gemacht. [[Die Apokalypse des Johannes - 141. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Der intellektuelle Sündenfall bringt die Menschheit seit Beginn des Bewusstseinsseelenzeitalters immer mehr in Gefahr, die Verbindung zum Geistigen ganz zu verlieren 00:13:50|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 141. Folge, 2022, 00:13:50]]&lt;br /&gt;
# &amp;quot;[…] &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; hat eine sogenannte &#039;Dreigliederung des sozialen Lebens&#039; beschrieben […] also es gibt ein Geistesleben, Bildung, Religion […] Wissenschaft. Es gibt ein Rechtsleben. Und es gibt eben das Wirtschaftsleben […]&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 14. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Dreigliederung des sozialen Lebens: Freiheit für das Geistesleben, Gleichheit für das Rechtsleben, Brüderlichkeit für das Wirtschaftsleben 01:00:54|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 14. Folge, 2020, 01:00:54]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sagte immer: Dreigliederung ist kein Konstrukt, das man auf den sozialen Organismus überstülpt, der soziale Organismus ist dreigliedrig.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Die Hugenotten in Deutschland, namentlich in Berlin-Brandenburg, haben als erste in besonderer Weise auf die Dreigliederung des sozialen Organismus gewirkt. Die haben ganz starke Impulse in das Wirtschafts-, Rechts- und Geistesleben gebracht 00:49:18|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:49:18]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Erzengel Michael =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &amp;quot;[…] dieses Michael-Zeitalter zeichnet eben vor allem aus, dieses Denken weiterzuentwickeln. &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; hat oft vom Michael gesagt, er ist so etwas wie der Verwalter der kosmischen Intelligenz.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 11. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Das Michaeli-Zeitalter: Das Denken weiterentwickeln 01:12:45|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 11. Folge, 2020, 01:12:45]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; […] seinen ersten geisteswissenschaftlichen Vortrag gehalten […]  dass er diesen Vortrag später als die &amp;quot;Urzelle der Anthroposophie&amp;quot; bezeichnet hat. Man kann vielleicht daran anknüpfend sagen: gewissermaßen vielleicht auch die Grundsteinlegung der [[A:Michael-Schule|Michael-Schule]] auf Erden.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiner hielt 1900 in der Theosophischen Bibliothek in Berlin seinen ersten geisteswissenschaftlichen Vortrag über Goethes &amp;quot;Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie&amp;quot; 00:01:23|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:01:23]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; […] 1900 – in der sogenannten Theosophischen Bibliothek seinen ersten geisteswissenschaftlichen Vortrag gehalten hat über „[[Goethes Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie]]“.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiner hielt 1900 in der Theosophischen Bibliothek in Berlin seinen ersten geisteswissenschaftlichen Vortrag über Goethes &amp;quot;Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie&amp;quot; 00:01:23|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:01:23]]&lt;br /&gt;
# „Michael scheint ein Engel zu sein, der in der geistigen Welt nicht nur liturgische Handlungen vollzieht, sondern auch – so berichtet das &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; – einen Kreis von Menschen, von Elementarwesen, von Wesen, die zu ihm gehören. Steiner nennt das &amp;quot;Michael und die Seinen&amp;quot;.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiner: Alle Menschen, die in der geistigen Welt vorgeburtlich an dem Engelkultus Michaels teilgenommen haben, bei denen kommt diese Erfahrung, wenn sie auf die Erde kommen, wieder zutage in ihrer Sehnsucht nach Anthroposophie 00:08:49|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:08:49]]&lt;br /&gt;
# „[&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;] […] Nietzsche ist ein Märtyrer der Erkenntnis gewesen. Und er hat in seiner Sprache Worte für das gefunden, woran er litt: An dem geistigen Materialismus seiner Zeit.“ [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiner: Friedrich Nietzsche war ein Märtyrer der Erkenntnis gewesen. Und er hat in seiner Sprache Worte für das gefunden, woran er litt: Am geistigen Materialismus seiner Zeit 00:33:15|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:33:15]]&lt;br /&gt;
# „[…] wo er [&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;] über dieses Christus-Erlebnis spricht […] Man würde das auch nie beschreiben wollen […] das geht eigentlich nur über das Fühlen […] dann sagt er, man verliert erst einmal überhaupt die Kräfte, dass man seine Zunge bewegen kann, dass man das aussprechen kann.“ [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiners Christus-Erlebnis - es kann nicht in Worten beschrieben werden 00:38:45|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:38:45]]&lt;br /&gt;
# „[…] inmitten der von Brücken umgebenen Wasserinsel von Moabit, ja, da hält &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; diesen Vortrag über Goethes Märchen, in der eine Brücke geschlagen wird vom Reich der Schlange ins Reich der Lilie. Und dieser Vortrag selber wird zu der Brücke ins 20. Jahrhundert, in der die neuen Mysterien und die Michael-Schule auf Erden gewissermaßen erneuert werden.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Zeitgleich mit dem Angriff auf die Hugenotten findet ab dem 16., 17. Jahrhundert die Michael-Schule in der geistigen Welt statt. Die Michael-Schule, die einmündet in den Kultus Michaels in den geistigen Welten 00:54:24|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:54:24]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sagte immer: Dreigliederung ist kein Konstrukt, das man auf den sozialen Organismus überstülpt, der soziale Organismus ist dreigliedrig.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Die Hugenotten in Deutschland, namentlich in Berlin-Brandenburg, haben als erste in besonderer Weise auf die Dreigliederung des sozialen Organismus gewirkt. Die haben ganz starke Impulse in das Wirtschafts-, Rechts- und Geistesleben gebracht 00:49:18|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:49:18]]&lt;br /&gt;
# &amp;quot;&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; spricht ja ganz deutlich davon, es wird diese Scheidung der Geister geben [Michaelische Schutzengel] […] Die sich dann mit den Widersachermächten verbinden und […] sich vorbereiten müssen dafür, im nächsten Zustand beim Neuen Jerusalem dort nicht dabei zu sein.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 17. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Die Scheidung der Geister 01:34:40|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 17. Folge, 2020, 01:34:40]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Evolution =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# „Es gibt da ganz einen tollen Vortragszyklus auch von Rudolf Steiner […] &#039;&#039;Die Evolution vom Gesichtspunkte des Wahrhaftigen.&#039;&#039; [GA 132] Und das ist ein ganz toller Zyklus, wo er nämlich so wirklich eintaucht […] geradezu in die Seele dieser geistigen Wesenheiten, die unser Sonnensystem geschaffen haben.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 48. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Der Sündenfall führt zu einem weiteren Verdichtungsprozess 00:11:23|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 48. Folge, 2021, 00:11:23]]&lt;br /&gt;
# [[Rudolf Steiner]] setzte sich für die &#039;&#039;&#039;Evolution&#039;&#039;&#039;slehre ein, ging dabei aber weit über die derzeit noch weitgehend im bloßen Naturalismus verhaftete Evolutionslehre hinaus, indem sie auch die seelische und geistige Welt in ständiger Entwicklung begriffen sieht. [[Die Apokalypse des Johannes - 139. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die zweite materielle Erkenntnis innerhalb der Wissenschaft (nach Christian Rosenkreutz): Die materialistische Evolutionslehre 00:58:07|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 139. Folge, 2022, 00:58:07]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Farbenlehre =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; war von Anfang an eigentlich seiner Karriere, wenn man so will, beschäftigt eben auch mit dem Thema Farben. Das war ihm immer sehr, sehr wichtig […] “ [[Rudolf Steiner und die Welt der Farben - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Begr%C3%BC%C3%9Fung - Steiners fr%C3%BCher Zugang zu Goethes Farbenlehre 00:00:38|| Peter, W. Rudolf Steiner und die Welt der Farben, 2025, 00:00:38]]&lt;br /&gt;
# „Weiß ist das seelische Bild des Geistes, laut &#039;&#039;&#039;Steiner&#039;&#039;&#039;.” [[Rudolf Steiner und die Welt der Farben - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#%22Pfirsichbl%C3%BCt%22 (Magenta) ist eine der vier Bildfarben und stellt das lebendige Bild des Seelischen dar 00:49:20|| Peter, W. Rudolf Steiner und die Welt der Farben, 2025, 00:49:20]]&lt;br /&gt;
# „Das [[Pfirsichblüt]], das lebendige Bild des Seelischen [&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;]. Was ist Pfirsichblüt? Heute würde man modern sagen, Magenta.” [[Rudolf Steiner und die Welt der Farben - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#%22Pfirsichbl%C3%BCt%22 (Magenta) ist eine der vier Bildfarben und stellt das lebendige Bild des Seelischen dar 00:49:20|| Peter, W. Rudolf Steiner und die Welt der Farben, 2025, 00:49:20]]&lt;br /&gt;
# „[…] ist für &#039;&#039;&#039;Steiner&#039;&#039;&#039; […] Blau, der Glanz des Seelischen&#039;&#039;&#039;.&#039;&#039;&#039;” [[Rudolf Steiner und die Welt der Farben - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Die drei Glanzfarben sind nach der Farbenlehre Rudolf Steiners die Farben Gelb, Blau und Rot. Sie haben etwas Leuchtendes, sie ergl%C3%A4nzen und zeigen ihr Wesen an der Au%C3%9Fenseite 00:18:27|| Peter, W. Rudolf Steiner und die Welt der Farben, 2025, 00:18:27]]&lt;br /&gt;
# „Und jetzt sagt &#039;&#039;&#039;Steiner&#039;&#039;&#039; was Interessantes. Er prägt den Spruch: Grün ist das tote Bild des Lebens. Also er spricht von [[Bildfarben]] […]” [[Rudolf Steiner und die Welt der Farben - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Die drei Glanzfarben sind nach der Farbenlehre Rudolf Steiners die Farben Gelb, Blau und Rot. Sie haben etwas Leuchtendes, sie ergl%C3%A4nzen und zeigen ihr Wesen an der Au%C3%9Fenseite 00:18:27|| Peter, W. Rudolf Steiner und die Welt der Farben, 2025, 00:18:27]]&lt;br /&gt;
# „Die [[Glanzfarben]], das sind die, die sozusagen für sich selber stehen. Er sagt, es gibt den Glanz des Geistes, das ist das Gelb […] Das ist die Farbe, die sozusagen laut &#039;&#039;&#039;Steiners&#039;&#039;&#039; Empfindung am nächsten am Geistigen ist.“ [[Rudolf Steiner und die Welt der Farben - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Die drei Glanzfarben sind nach der Farbenlehre Rudolf Steiners die Farben Gelb, Blau und Rot. Sie haben etwas Leuchtendes, sie ergl%C3%A4nzen und zeigen ihr Wesen an der Au%C3%9Fenseite 00:18:27|| Peter, W. Rudolf Steiner und die Welt der Farben, 2025, 00:18:27]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Geisteswissenschaft in die Öffentlichkeit bringen =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sprach über eine Aussage, die auf Christian Rosenkreutz zurückgeht: Wenn drei Dinge durch die Wissenschaft entdeckt werden, dann muss das, was vorher Geheimwissenschaft war, Schritt für Schritt an die Öffentlichkeit gebracht werden. [[Die Apokalypse des Johannes - 139. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die erste materielle Erkenntnis innerhalb der Wissenschaft (nach Christian Rosenkreutz): Die Entdeckung der Spektralanalyse 00:18:09|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 139. Folge, 2022, 00:18:09]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; berichtet: Die Veröffentlichung der Geisteswissenschaft ist an drei Voraussetzungen gebunden. [[Die Apokalypse des Johannes - 102. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Was ich als Geisteswissenschaftler erkläre, muss ich aus rein Geistigem erklären - so wie die Naturwissenschaft alles wissenschaftlich erklären muss. Theistische Erklärungen sind fehl am Platz 01:06:53|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 102. Folge, 2022, 01:06:53]]&lt;br /&gt;
# Christian Rosenkreutz gab &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; die Idee ein, dass man öffentlich über das Geistige sprechen kann und muss, wenn die Naturwissenschaft bestimmte Dinge entdeckt, wie z.B. die Spektralanalyse. [[Die Apokalypse des Johannes - 138. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Rudolf Steiner betonte immer wieder, dass wenn man die Bedeutung der Naturwissenschaft wirklich erkennt, sie zwangsläufig zum Geistigen führt 00:26:46|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 138. Folge, 2022, 00:26:46]]&lt;br /&gt;
# Laut eines Briefes von &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; an [[a:Édouard Schuré|Édouard Schuré]] hatte Christian Rosenkreutz als Voraussetzung für die Veröffentlichung grundlegender Wahrheiten der Rosenkreuzer die vorläufige Lösung dreier Probleme durch die äußere Naturwissenschaft bezeichnet. [[Die Apokalypse des Johannes - 137. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Christian Rosenkreutz nannte drei Vorbedingungen der Naturwissenschaften, damit Prinzipien aus den Geheimwissenschaften an die Öffentlichkeit gelangen können 01:43:09|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 137. Folge, 2022, 01:43:09]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Goethe =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; hat für diesen [[Professor Capesius]] als eines der Vorbilder zu dieser Figur […] seinen sehr hoch verehrten Lehrer Karl Julius Ströer genommen, der ihm […] die Welt von Goethe besonders nahegebracht hat.“ [[Der Hüter der Schwelle (Mysteriendramen) - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2024#Als Vorbild für Professor Capesius diente Rudolf Steiner sein hoch verehrten Lehrer Karl Julius Ströer 0:13:15|| Peter, W. Der Hüter der Schwelle_3. Mysteriendrama, 2024,  0:13:15]]&lt;br /&gt;
# „Emanuel Zeylmans van Emmichoven […] entdeckt […] am Ende von Goethes Märchen, da ist in dem großen Tempel ein Altar und der Altar ist aber gewissermaßen leer […] &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sagt […] dass eigentlich das Märchen selber der liturgische Gottesdienst ist, der fortwährend auf diesem Altar vollzogen wird.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiner: Alle Menschen, die in der geistigen Welt vorgeburtlich an dem Engelkultus Michaels teilgenommen haben, bei denen kommt diese Erfahrung, wenn sie auf die Erde kommen, wieder zutage in ihrer Sehnsucht nach Anthroposophie 00:08:49|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:08:49]]&lt;br /&gt;
# „[…]Text von Goethe ist natürlich das berühmte Fragment „Die Geheimnisse“, wo sich herausstellt, dass Goethe da etwas beschreibt, was später &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; dann rekonstruiert hat, als die eigentliche Einweihung des Christian Rosenkreutz.” [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Spuren des Rosenkreuzertums in Goethes Leben 00:34:08|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:34:08]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Heiliger Gral =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# „[…] der Name Gral […] ist ja provenzalisch. „Gradalis“ heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales, das ist eigentlich &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiners&#039;&#039;&#039; Beziehung zum Gralsmysterium“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00]]&lt;br /&gt;
# „[…] &#039;&#039;&#039;Steiner&#039;&#039;&#039; sein eigenes Schicksal […] an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat […] er doch merkte, dieser Weihnachts-Gral, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Gralsritters gelegt hat […] das ist nicht in der Weise aufgenommen worden.” [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Rudolf Steiner als der verwundete Gralskönig. Er war sich der Herausforderungen der Anti-Gralskräfte voll bewusst 00:18:10|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:18:10]]&lt;br /&gt;
# „[…] &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; hat das gesagt […] Man soll offenbar auch bei Lohengrin nicht die Frage stellen: Wer war das? […] was kommt durch diesen Schwanenritter in die Welt hinein?“ [[Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Zum Frage-Verbot meinte Rudolf Steiner: Die Frage sollte richtig gestellt werden. Nicht, woher er kommt, sondern was durch ihn in die Welt kommt 00:18:52|| Rheinheimer, M. Kaspar Hauser, Ludwig II., Richard Wagner, 2026, 00:18:52]]&lt;br /&gt;
# “[…] &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; hat ja vor 100 Jahren einiges über den Gral gesagt […]  spricht auch von einer Wissenschaft des Grals, der Anthroposophie […]” [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Beginn des Vortrages: Das Mysterium der Wunde und die Erneuerung der Gralsmysterien im 21. Jahrhundert 00:01:30|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:01:30]]&lt;br /&gt;
# „[…] vereinzelt verschiedene Spuren dieses geheimen Christentums Arabiens […] ein Bild […] von Anna May, einer Malerin […] Das hat sie nach intimen Angaben &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiners&#039;&#039;&#039; gemalt. Da geht es auch um Christian Rosenkreutz. Man sieht, das Bild heißt Triptychon Gral.“  [[Der Gral im Orient. Das geheime Christentum Arabiens - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Archäologische Funde in den Museen von Salalah - Spuren des geheimen Christentums Arabiens 00:31:44|| Rheinheimer, M. Der Gral im Orient, 2026, 00:31:44]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; ist der Gralskönig unserer Zeit […] Er ist den Ankerweg zu Ende begangen, den Wolfram von Eschenbach in seinem Parzival beschreibt, aber er ist auch ein verwundeter Gralskönig.” [[Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele in Wolfram von Eschenbachs Parzival - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Wir alle sind heute „Parzival“ und haben die Aufgabe, an diesen sieben Seelenaugen zu arbeiten, zu wirken, und uns um diesen Ankerweg zu bemühen 01:13:38|| Rheinheimer, M. 7 Chakren in Wolfram von Eschenbachs Parzival, 2026, 01:13:38]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Liebe =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &amp;quot;Liebe […] nicht nur als ein sentimentales Gefühl, sondern als eine wirksame Lebenskraft. &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; nennt ja nicht etwa den Astralleib oder die Seele als den Ort, der was mit der Liebe […] zu tun hat. Das ist das Liebesgefühl, das soll dazu gehören natürlich. Aber das ist noch die kraftlose Seite in Wahrheit. Der eigentliche Liebesleib ist der Ätherleib […] Ätherkräfte sind Liebeskräfte.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 14. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Der eigentliche Liebesleib ist der Ätherleib - Ätherkräfte sind Liebeskräfte 01:24:33|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 14. Folge, 2020, 01:24:33]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Manichäer =====&lt;br /&gt;
# „Mani, jene Individualität, die man historisch nachweisen kann, aus dem dritten, vierten nachchristlichen Jahrhundert, von dem &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sagt, ein großer Eingeweihter, der immer eine große Lebensaufgabe hat, sich mit dem Bösen auseinanderzusetzen.“[[Der Gral im Orient. Das geheime Christentum Arabiens - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Das Treffen von Christian Rosenkreutz mit dem großen Eingeweihten Mani in der Königsstadt Fes/Marokko 00:02:56|| Rheinheimer, M. Der Gral im Orient, 2026, 00:02:56]]&lt;br /&gt;
# „Erinnert euch vielleicht, &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; schildert das öfter, dieses manichäische Prinzip, das ein ganz Richtiges ist. Die Manichäer haben ihre Wurzeln letztlich in der Licht- und Finsternisreligion der urpersischen Zeit.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 44. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Das manichäische Prinzip: Der geistige Entwicklungsweg ist ein Reinigungsvorgang. Hinuntersteigen in die Unterwelt heißt, diese Kräfte wirklich in sich aufnehmen und sie dadurch zu verwandeln 01:47:06|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 44. Folge, 2021, 01:47:06]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Mysteriendramen =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# „Die Prüfung der Seele“, 2. Mysteriendrama von &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;. Wir stehen heute alle vor einer Prüfung der Seele. [[2. Mysteriendrama, Die Prüfung der Seele - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Begrüßung und Einleitung 0:00:44|| Peter, W. Die Prüfung der Seele_2023, 0:00:44]]&lt;br /&gt;
# „Es ist dabei Felix und [[Felicia Balde]], die beide natürliche, naturhafte Geisteskräfte haben, von denen &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; […] sagt, es sind Kräfte, die ganz wichtig sind, auch wenn sie nicht wirklich moderne Kräfte sind.“ [[Der Hüter der Schwelle (Mysteriendramen) - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2024#Rudolf Steiner sagt, dass die naturhaften Geistkräfte (z.B. von Felix und Felicia Balde) noch ihre Berechtigung haben, solange wir noch nicht das imaginative, bewusste, moderne Schauen haben 0:41:23|| Peter, W. Der Hüter der Schwelle_3. Mysteriendrama, 2024,  0:41:23]]&lt;br /&gt;
# „[…] das eigenartige, sehr bewegte […] dynamische Dramensiegel von diesem Drama ist das Gespräch zwischen Capesius und Strader […] &#039;&#039;&#039;Steiner&#039;&#039;&#039; sagt, in jeder Rundung da drinnen wird man fühlen, wie das Gespräch seinen Fortlauf nimmt, wie so ein […] geistiger Tanz dieser beiden Protagonisten ist.” [[2. Mysteriendrama, Die Prüfung der Seele - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Das Dramensiegel als Symbol für einen geistigen Tanz 00:37:01|| Peter, W. Die Prüfung der Seele, 2025, 00:37:01]]&lt;br /&gt;
# „Und beide haben […] ein altes geistiges Schauen. Ganz stark bei [[Felix Balde]], ein Naturhellsehen […] von dem im Übrigen &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sagt […] diese Menschen können Dinge sehen, die wir mit unserer modernen Geistesforschung, die auf einer Bewusstseinsentwicklung beruht […] die wir noch gar nicht erreichen können.” [[2. Mysteriendrama, Die Prüfung der Seele - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Felix und Felicia Balde haben alte geistige Kräfte, ein Naturhellsehen 00:12:35|| Peter, W. Die Prüfung der Seele, 2025, 00:12:35]]&lt;br /&gt;
# „[…] mit seiner sogenannten Strader-Maschine […] genau wissen wir nicht, wie die funktioniert. Es gibt eine tolle Skizze von &#039;&#039;&#039;Rudolf Steine&#039;&#039;&#039;r dazu, es gibt auch schon einige Menschen, die es nachgebaut haben. Ich weiß trotzdem noch nicht, wie die wirklich funktioniert.” [[4. Mysteriendrama, Der Seele Erwachen - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Die Erfindung des Strader-Apparates, der für beseelte, lebendige Technik steht, gerät mit Ahriman, den Herrn der toten Technik, in Widerspruch 00:46:44|| Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 00:46:44]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Naturwissenschaft =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; betonte immer wieder, dass wenn man die Bedeutung der Naturwissenschaft wirklich erkennt, sie zwangsläufig zum Geistigen führt. [[Die Apokalypse des Johannes - 138. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Rudolf Steiner betonte immer wieder, dass wenn man die Bedeutung der Naturwissenschaft wirklich erkennt, sie zwangsläufig zum Geistigen führt 00:26:46|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 138. Folge, 2022, 00:26:46]]&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; betonte, dass wenn man die Bedeutung der Naturwissenschaft wirklich erkennt, sie zwangsläufig zum Geistigen führt. Das heißt, die Naturwissenschaft als solche ist sicher nicht die Triebkraft des Materialismus, sondern die Triebkraft der Überwindung des Materialismus. [[Die Apokalypse des Johannes - 138. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Naturwissenschaft führt zwangsläufig zum Geistigen. Sie ist die Triebkraft der Überwindung des Materialismus 00:30:49|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 138. Folge, 2022, 00:30:49]]&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; war nie sehr glücklich mit Einsteins Relativitätstheorie. Er meinte, für die äußere Betrachtung wird man nicht umhin können, das anzunehmen, auf das einzugehen. [[Die Apokalypse des Johannes - 139. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die erste materielle Erkenntnis innerhalb der Wissenschaft (nach Christian Rosenkreutz): Die Entdeckung der Spektralanalyse 00:18:09|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 139. Folge, 2022, 00:18:09]]&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sagte, dass die Wissenschaft erkennen wird, wie der Christus die Materie bis ins Kleinste hinein angeordnet hat. [[Die Apokalypse des Johannes - 135. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die Physiker sind der Geisterkenntnis am nächsten. Rudolf Steiner: Die Wissenschaft wird erkennen, wie der Christus die Materie bis ins Kleinste hinein angeordnet hat 00:21:34|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 135. Folge, 2022, 00:21:34]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Nordische Mysterien =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sagt über diesen Siegfried, der Sieg, S-I-G, das ist ein hoher atlantischer Eingeweihter, der höchste Eingeweihte der nordischen Völker, der […] den Weg der nordischen Völker in den tragischen Untergang, in den Tod, in den Frieden führt.” [[Arminius, das 5. Evangelium und die Varusschlacht - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Siegfried war der höchste Eingeweihte der nordischen Völker (Rudolf Steiner). Arminius musste sich läutern, dass er ein Träger dieses Siegfriedes, dieser beiden michaelischen Gesten werden konnte 00:38:25|| Rheinheimer, M.  Arminius, 5. Evangelium, Varusschlacht, 2026, 00:38:25]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Philosophie der Freiheit =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &amp;quot;[…] wenn das Denken lebendig wird. Das heißt, wenn wir nicht mehr fertige Gedanken im Bewusstsein erleben, sondern beginnen den Denkprozess selber zu erleben. Das ist das Großartige, was &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; mit seiner „Philosophie der Freiheit“ schon begründet hat.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 14. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Was wir heute tun können, um das Unsterbliche der Seele weiter zu entwickeln ist, unser Bewusstsein von der Perspektive nach Außen umzuwenden zur geistigen Welt. Das geht nur dann, wenn unser Denken lebendig wird 00:16:16|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 14. Folge, 2020, 00:16:16]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sagt in der „Philosophie der Freiheit“: Im Denken ist in voller Stärke das Gefühl und der Wille drinnen. [[Die Apokalypse des Johannes - 151. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Das Denken wieder mit Glaubenskräften verbinden 00:25:34|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 151. Folge, 2023, 00:25:34]]&lt;br /&gt;
# &amp;quot;[…] was &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; mit seiner [[a:Philosophie der Freiheit|Philosophie der Freiheit]] […] Dass er dort in Wahrheit zeigt den Weg vom heutigen durchschnittlichen Verstandesdenken zu einem Erleben des Denkprozesses. Das ist das Wichtigste, diese Beobachtung zunächst einmal des eigenen Denkens.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 14. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Was wir heute tun können, um das Unsterbliche der Seele weiter zu entwickeln ist, unser Bewusstsein von der Perspektive nach Außen umzuwenden zur geistigen Welt. Das geht nur dann, wenn unser Denken lebendig wird 00:16:16|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 14. Folge, 2020, 00:16:16]]&lt;br /&gt;
# „[…] Ein großes Werk, das er [&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;]  in seiner Frühzeit, noch bevor er über Anthroposophie gesprochen hat, wo er auch philosophisch tätig war, hat er eine „Philosophie der Freiheit“ geschrieben […] wie kann der Mensch dazu kommen, mit seinem Denken wirklich sich seiner Freiheit bewusst zu werden. Und da ist ein wesentlicher Punkt Beobachtung des Denkens, wach werden gegenüber der eigenen geistigen Tätigkeit. “  [[(R)Evolution des Bewusstseins - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Wir glauben, beim Denken wach zu sein. Aber erst mit der Beobachtung des eigenen Denkprozesses sind wir in der Wachheit der eigenen geistigen Tätigkeit 00:55:43|| Peter, W. R_Evolution des Bewusstseins, 2025, 00:55:43]]&lt;br /&gt;
# „[…] das, was der &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; auch sehr deutlich in seiner „Philosophie der Freiheit“ schildert, dass wir also zwei Erkenntnisquellen haben, die eine ist die Beobachtung […] und andererseits das Denken. Und beide liefern uns aber zunächst einmal noch nicht die volle Wirklichkeit.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 43. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Für die Klarheit in den Sinneswahrnehmungen, braucht es auch das Denken 00:01:17|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 43. Folge, 2021, 00:01:17]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Seelenkalender =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Durch die Seelensprüche aus dem Seelenkalender von &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; bekommen wir ein Gefühl für den Wechsel der Jahreszeiten und den damit einhergehenden Wechsel des Bewusstseinszustandes. [[Die Apokalypse des Johannes - 102. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Durch die Seelensprüche aus dem Seelenkalender von Rudolf Steiner bekommen wir ein Gefühl für den Wechsel der Jahreszeiten und den damit einhergehenden Wechsel des Bewusstseinszustandes 00:07:04|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 102. Folge, 2022, 00:07:04]]&lt;br /&gt;
# „[…] dieser Seelenkalender von &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; gibt für jede Woche des Jahres einen kurzen Spruch, in dem einfach die Seelenstimmung dieser Woche charakterisiert wird […]“ [[Die Apokalypse des Johannes - 35. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Begr%C3%BC%C3%9Fung und Einleitung: 37. Wochenspruch aus dem Seelenkalender von Rudolf Steiner 00:00:38|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 35. Folge, 2020, 00:00:38]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Soziales Leben =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Heutige Gemeinschaften sind geprägt von einem einzelnen Individuum, das über die Gruppe wacht und der Rest fügt sich ein. Das ist keine moderne Gemeinschaft. &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; bezeichnet das als einen intellektuellen Sündenfall [Intellektueller Sündenfall], weil die Einfügung in das System vom Kopf her bestimmt wird. [[Die Apokalypse des Johannes - 141. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die Menschengemeinschaft der Zukunft geht vom Individuum aus. Anstatt sich einer Gruppen-Meinung anzuschließen, ist es wichtig, individuelle, neue Perspektiven zu finden 00:04:17|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 141. Folge, 2022, 00:04:17]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; spricht vom Streben nach einer äußeren Glückskultur. Das wahre Glück wird aber durch die Kraft des eigenen Ich errungen. [[Die Apokalypse des Johannes - 129. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Für die Ich-Entwicklung brauchen wir die Herausforderungen des Lebens. Echtes Glück ist durch eigene Ich-Kraft errungen 00:04:05|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 129. Folge, 2022, 00:04:05]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sagt, der wirkliche Kapitalist ist der, der die Ideen bringt. [[Die Apokalypse des Johannes - 150. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Für ein neues freies Geistesleben brauchte es eine andere Gesinnung: Wie kann ich es unterstützen, die Welt zu verbessern, um eine Basis zu schaffen für ein gutes Leben der Menschen, sodass sie ihre schöpferischen Kräfte entfalten können? 00:33:51|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 150. Folge, 2023, 00:33:51]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Schulungsweg =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; empfiehlt, täglich Rückschau auf den vergangenen Tag zu halten [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Tagesrückschau]]]. [[Die Apokalypse des Johannes - 151. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Wir Menschen entwickeln unser freies Ich, indem wir Schuld auf uns laden. In einer Rückschau ohne Reue entwickeln wir die Fähigkeit, aus unseren Fehlern neue geistige Kräfte zu schöpfen 01:36:37|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 151. Folge, 2023, 01:36:37]]&lt;br /&gt;
# Die 6 [[Nebenübungen]], gegeben von &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;, sind ein geistiger Schulungsweg, die uns helfen, uns mit der Ätherwelt zu verbinden und am Geistselbst zu arbeiten. [[Die Apokalypse des Johannes - 137. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Geistige Schulungswege unterstützen uns bei der Arbeit am Geistselbst 00:44:30|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 137. Folge, 2022, 00:44:30]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; gibt oft diese Rückschauübungen [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Tagesrückschau]]] […] Das ist wichtig, um uns von sozusagen äußeren Zeitverlauf lösen zu können und lebendig einsteigen zu können in die nächste Ebene, wo man sich in der Zeit bewegen kann im Ätherischen.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 29. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Biographische Rückschauübungen 01:09:50|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 29. Folge, 2020, 01:09:50]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Wagner, Richard =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# […]  als Rudolf Steiner in Tintagel war, da hat er gesagt, dass &#039;&#039;&#039;Richard Wagner&#039;&#039;&#039; in seiner letzten Inkarnation Merlin war, der Zauberer. Und er hat gesagt: &#039;&#039;“An seiner Musik können Sie das hören.”&#039;&#039; [[War Richard Wagner die Wiederverkörperung des Zauberers Merlin - ein Vortragsausschnitt von Michael Rheinheimer, Quartett-Tage Bodensee, 2026#Merlins Cave 00:02:04|| Rheinheimer, M. Richard Wagner - Merlin, 2026, 00:02:04]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Weitere Aufteilung folgt ... (Stand 22. Juni 2025) =====&lt;br /&gt;
# Im Sinne einer schöpferischen Weitergestaltung der Welt und einer wirklich lebendigen [[Geisteswissenschaft]] von &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; soll jeder Leser seiner Werke seine eigene Auffassung davon entwickeln. [[Die Apokalypse des Johannes - 102. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Es geht um die schöpferische Weitergestaltung der Welt - Ahrimans Reich dagegen ist fertig, perfekt, ohne Vielfalt und unveränderbar 00:40:31|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 102. Folge, 2022, 00:40:31]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; begründete die Sprachgestaltung und die Eurythmie. [[Die Apokalypse des Johannes - 152. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Wege zum lebendigen Denken 00:14:02|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 152. Folge, 2023, 00:14:02]]&lt;br /&gt;
# Der Ätherleib hat gemäß &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; seine Verankerung organisch im ganzen Körper (RS). [[Die Apokalypse des Johannes - 152. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Auswirkungen des abstrakten Denkens 00:19:59|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 152. Folge, 2023, 00:19:59]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sagte sehr deutlich, dass Raben Boten aus der Seelenwelt sind. [[Die Apokalypse des Johannes - 152. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Die Bedeutung der „Raben“ im Buch der Könige, AT 01:29:45|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 152. Folge, 2023, 01:29:45]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner:&#039;&#039;&#039; Der Mensch hatte anfangs beide Geschlechter in sich. [[Die Apokalypse des Johannes - 152. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Beim &amp;quot;Gendern&amp;quot; wird die Geschlechterfrage nur äußerlich betrachtet. In Zukunft wird jeder Mensch die geistigen und die seelischen Kräfte in gleichem Maße in sich entwickeln 01:40:19|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 152. Folge, 2023, 01:40:19]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; gibt wichtige Hinweise über die Paulus-Worte &amp;quot;Glaube-Liebe-Hoffnung&amp;quot;, vor allem, was mit Glaube gemeint ist. [[Die Apokalypse des Johannes - 151. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Die Paulus-Worte &amp;quot;Glaube-Liebe-Hoffnung&amp;quot; 00:10:46|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 151. Folge, 2023, 00:10:46]]&lt;br /&gt;
# Nach &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; wird der Kehlkopf ein neues Zeugungsorgan werden. [[Die Apokalypse des Johannes - 151. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Im WORT liegen Lebenskräfte, die die ganz Welt geschaffen haben 00:34:33|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 151. Folge, 2023, 00:34:33]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner:&#039;&#039;&#039; Die Glaubenskräfte hängen mit der Vergeistigung des Astral-Leibes zum Geistselbst zusammen. [[Die Apokalypse des Johannes - 151. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Die Verwandlung des physischen Leibes zum Geistesmenschen 00:45:44|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 151. Folge, 2023, 00:45:44]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; über die Bedeutung des Namens „Elias“: Elijah weist den Weg dorthin, dass sich die Jahve-Christus-Kräfte mit dem hebräischen Volk verbinden. Es ist der deutliche Schritt von Eli, El, dem alten Gottesbegriff hin zu den Jahve-Kräften, mit denen jetzt der Christus verbunden ist. [[Die Apokalypse des Johannes - 151. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Nach Rudolf Steiner bedeutet der Name Elijah &amp;quot;der, der die Richtung weist&amp;quot; - hin zu den Jahve-Kräften, mit denen der Christus verbunden ist 02:07:50|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 151. Folge, 2023, 02:07:50]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; nennt das Neue Jerusalem auch Jupiter-Zustand. [[Die Apokalypse des Johannes - 150. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#In den nächsten Jahrtausenden ist es besonders wichtig, an der Vergeistigung aller Naturreiche mitzuwirken und die Perspektive auszurichten auf eine Welt, die geistig höher ist, befreit von den Widersacher-Kräften 00:18:48|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 150. Folge, 2023, 00:18:48]]&lt;br /&gt;
# Ausspruch von &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;: Wir müssen die ganze Erde umarbeiten - das gesamte Mineralreich bis zum Erdkern hinunter. [[Die Apokalypse des Johannes - 150. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Wir sind jetzt in einer Lernphase für die schöpferische Umgestaltung der Erde 00:45:31|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 150. Folge, 2023, 00:45:31]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; hielt Vorträge über das Lachen und Weinen beim Menschen, was Tiere nicht können. [[Die Apokalypse des Johannes - 150. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Über die Empfindungsseele 01:16:54|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 150. Folge, 2023, 01:16:54]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;: Im Ersterben wird die Welt schön. [[Die Apokalypse des Johannes - 167. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Der zwölfte Wochenspruch 00:04:00|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 167. Folge, 2023, 00:04:00]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; spricht von sieben sogenannten Lebensgeheimnissen und davon ist das fünfte Lebensgeheimnis das Rätsel des Bösen. [[Die Apokalypse des Johannes - 167. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Das Rätsel des Bösen 00:08:20|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 167. Folge, 2023, 00:08:20]]&lt;br /&gt;
# Dass unser Kosmos mit den Naturgesetzen so geworden ist, wie er heute ist, ist ein Ergebnis der Alten Monden-Entwicklung, die unserer Erdentwicklung vorangegangen ist. Darum nennt &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; den Alten Mond auch den Kosmos der Weisheit. [[Die Apokalypse des Johannes - 139. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die zweite materielle Erkenntnis innerhalb der Wissenschaft (nach Christian Rosenkreutz): Die materialistische Evolutionslehre 00:58:07|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 139. Folge, 2022, 00:58:07]]&lt;br /&gt;
# Zitat von &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner:&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Das Ich in uns - das ist der Christus in uns.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 139. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Das Ich in uns - das ist der Christus in uns 01:22:24|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 139. Folge, 2022, 01:22:24]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; hielt Sigmund Freuds Entdeckung vom Unbewussten für bedeutsam und meinte: Es wird das Bewusstsein nicht verstehen können, wenn wir nicht verstehen, dass wir eben auch Teile haben, die uns nicht bewusst sind. [[Die Apokalypse des Johannes - 139. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die dritte materielle Erkenntnis innerhalb der Wissenschaft (Christian Rosenkreutz): Die Entdeckung des Unbewussten 01:49:49|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 139. Folge, 2022, 01:49:49]]&lt;br /&gt;
# Einer der Philosophen, der von &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sehr verehrte [[a:Eduard von Hartmann|Eduard von Hartmann]] hat vom Unbewussten in der Natur gesprochen. Das ist aber noch gar nicht das Unbewusste, das der Mensch hat, sondern er wollte damit ausdrücken, dass in allen Natur-Dingen unbewusst ein Geistiges wirkt. [[Die Apokalypse des Johannes - 139. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die dritte materielle Erkenntnis innerhalb der Wissenschaft (Christian Rosenkreutz): Die Entdeckung des Unbewussten 01:49:49|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 139. Folge, 2022, 01:49:49]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; und [[a:Sigmund Freud|Sigmund Freud]] entfalteten zur selben Zeit ihre Wirksamkeit. [[Die Apokalypse des Johannes - 139. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die dritte materielle Erkenntnis innerhalb der Wissenschaft (Christian Rosenkreutz): Die Entdeckung des Unbewussten 01:49:49|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 139. Folge, 2022, 01:49:49]]&lt;br /&gt;
# Am Beispiel des 1. Weltkrieges kann man sehen, dass der Krieg nicht gewollt war, aber die Akteure „nicht ganz bei Sinnen“, ahrimanisch besetzt waren, wie &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; es bezeichnete. [[Die Apokalypse des Johannes - 138. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Herrscher sollten Inspirationen aus dem Geistigen erhalten, um damit im Dienste des Fortschritts der Menschheit zu stehen 00:46:18|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 138. Folge, 2022, 00:46:18]]&lt;br /&gt;
# Auch das Wissen vom Geistigen entwickelt sich weiter. &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; hat mehr gesehen, als die Eingeweihten vor ihm sehen konnten. Und Eingeweihte der Zukunft werden noch mehr sehen können. [[Die Apokalypse des Johannes - 138. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Nur durch das Tor des Sinnlichen kommen wir ins Übersinnliche 01:54:34|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 138. Folge, 2022, 01:54:34]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; nennt den [[a:Lebensäther|Lebensäther]] mit Recht Wort-Äther. Der Wort-Äther ist das, was den ganzen Kosmos individualisiert. [[Die Apokalypse des Johannes - 141. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Noch während unserer physisch-irdischen Verkörperungen wird es so weit kommen, dass es keine Nationalsprachen mehr, sondern nur mehr eine Individualsprache geben wird, die der Mensch schöpferisch hervorbringt im Moment des Sprechens 00:58:30|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 141. Folge, 2022, 00:58:30]]&lt;br /&gt;
# Es ist &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiners&#039;&#039;&#039; großes Verdienst, neue Worte für geistige Begriffe zu finden. Sie enthalten diese höhere Art des Selbstbewusstseins, das in der geistigen Welt ganz wach sein kann. [[Die Apokalypse des Johannes - 141. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Rudolf Steiners großes Verdienst, neue Worte für geistige Begriffe zu finden. Sie enthalten diese höhere Art des Selbstbewusstseins, das in der geistigen Welt ganz wach sein kann 01:03:47|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 141. Folge, 2022, 01:03:47]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; spricht von Ich-losen Menschen. Vor deren Diagnose muss gewarnt werden. Es gibt gewisse typische Symptome, aber eigentlich kann ich&#039;s nur beurteilen durch geistige Wahrnehmung. [[Die Apokalypse des Johannes - 141. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Das Ich ist nur vorhanden, wenn es sich verschenkt. Unser Bewusstsein reicht noch nicht aus, um es bewusst zu machen 01:24:09|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 141. Folge, 2022, 01:24:09]]&lt;br /&gt;
# Nach &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; kann man an den Strukturen des Gehirns ein genaues Abbild jener Konstellation finden, die im Kosmos zum Zeitpunkt der Geburt herrscht. [[Die Apokalypse des Johannes - 137. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Das Aufleuchten des Bewusstseins im Moment des Todes 00:08:41|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 137. Folge, 2022, 00:08:41]]&lt;br /&gt;
# Zitat von &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;&amp;quot;Kraft ist die einseitig räumliche Offenbarung des Geistes&amp;quot;&#039;&#039;. [[Die Apokalypse des Johannes - 128. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Kräfte und ihre Wirkungen: &amp;quot;Kraft ist die einseitig räumliche Offenbarung des Geistes&amp;quot; 00:05:31|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 128. Folge, 2022, 00:05:31]] und [[Die Apokalypse des Johannes - 137. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#1. Voraussetzung nach C. Rosenkreutz: Die Entdeckung der Spektralanalyse 01:45:02|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 137. Folge, 2022, 01:45:02]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; vertrat stets einen geistigen Monismus, für den die Materie eine Erscheinungsform des Geistigen ist. [[Die Apokalypse des Johannes - 137. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#1. Voraussetzung nach C. Rosenkreutz: Die Entdeckung der Spektralanalyse 01:45:02|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 137. Folge, 2022, 01:45:02]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sagte, dass dasjenige, was heute durch Naturgesetze geregelt wird, absolut amoralisch ist. Heute geht es um Regeln, die man sich selbst gibt. [[Die Apokalypse des Johannes - 137. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Moralisch bedeutet: Nach Regeln handeln, die man sich selbst gibt 01:18:54|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 137. Folge, 2022, 01:18:54]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; meinte, dass die Religiosität der Zukunft eine freie sein wird. [[Die Apokalypse des Johannes - 131. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Wir sind ein Ebenbild der Gottheit und können Schritt für Schritt lernen, mit der göttlichen Kraft in der Praxis des Lebens zu arbeiten 00:14:55|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 131. Folge, 2022, 00:14:55]]&lt;br /&gt;
# Zitat von &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;&amp;quot;Die Kirche kann, wenn sie sich selber richtig versteht, nur die eine Absicht haben, sich unnötig zu machen auf dem physischen Plane, in dem das ganze Leben zum Ausdruck des Übersinnlichen gemacht wird. [Der freie christliche Impuls]&amp;quot;&#039;&#039;. [[Die Apokalypse des Johannes - 131. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Der Zukunfts-Impuls für Religionen und religiöse Gemeinschaften ist ihre Auflösung. An ihre Stelle tritt das selbstverantwortliche Tun, wo Impulse unmittelbar aus den Menschen kommen - und diese nicht mehr über den Kultus in Empfang genommen werden 00:39:45|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 131. Folge, 2022, 00:39:45]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; meinte sinngemäß: Ich will nicht verehrt, sondern verstanden werden! [[Die Apokalypse des Johannes - 129. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Rudolf Steiner: Ich will nicht verehrt, sondern verstanden werden! 00:17:33|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 129. Folge, 2022, 00:17:33]]&lt;br /&gt;
# Dass jede Krankheit aus dem Seelischen kommt, ist eine ganz klare Ansage von &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;. [[Die Apokalypse des Johannes - 129. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die Ursachen von Krankheiten liegen im Seelischen 00:35:21|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 129. Folge, 2022, 00:35:21]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; bezeichnet den Alten Mond als den Kosmos der Weisheit – unsere heutigen Naturgesetze sind ein kleiner Abglanz dessen. [[Die Apokalypse des Johannes - 136. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Rudolf Steiner bezeichnet den Alten Mond als den Kosmos der Weisheit – unsere heutigen Naturgesetze sind ein kleiner Abglanz dessen 00:33:05|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 136. Folge, 2022, 00:33:05]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; spricht vom Phantom-Leib [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[a:Phantom|Phantom]]]. Er kann als komplementäre umhüllende geistige Formgestalt des sinnlich wahrnehmbaren Stoffleibes aufgefasst werden. [[Die Apokalypse des Johannes - 136. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Im Schlaf bekommt der physische Körper jede Nacht wieder die kosmische Weisheit eingeprägt 00:36:08|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 136. Folge, 2022, 00:36:08]]&lt;br /&gt;
# Materie, sagt &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;, ist eigentlich zersplitterter Geist. Dort, wo das Ätherische ins Physische hineingeht und geometrisch gestaltend zu gestalten beginnt, nach Zahlen, also nach Teilen zu gestalten beginnt, beginnt es zu zersplittern. [[Die Apokalypse des Johannes - 136. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Auch Einstein kam zur Relativitätstheorie über das imaginative Element 01:22:35|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 136. Folge, 2022, 01:22:35]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sagte über Christian Rosenkreutz: Dieser Mensch hat nicht nur gelebt, er inkarniert sich in jedem Jahrhundert. [[Die Apokalypse des Johannes - 136. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die große Aufgabe des Christian Rosenkreutz besteht darin, die Menschheit darauf vorzubereiten, dass die Bewusstseinsseele reif wird dafür, das Geistige zu schauen - und zwar auf einem voll bewussten Weg 01:43:54|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 136. Folge, 2022, 01:43:54]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; betont immer wieder: Wir tauchen mit unserem Denken in die Wirklichkeit ein. Unser wirkliches Ich lebt in den Gesetzmäßigkeiten der Welt draußen. [[Die Apokalypse des Johannes - 135. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Ahnend die Elementarwesen wahrnehmen 00:03:03|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 135. Folge, 2022, 00:03:03]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sagt: Kräfte sind die einseitig räumliche Offenbarung des Geistes. Alles ist geistige Welt, die sich aber in verschiedensten Gesetzmäßigkeiten, in verschiedensten Verwandlungsgraden offenbaren kann. [[Die Apokalypse des Johannes - 135. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Rudolf Steiner: Kräfte sind die einseitig räumliche Offenbarung des Geistes 00:06:00|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 135. Folge, 2022, 00:06:00]]&lt;br /&gt;
# Wenn es uns gelingt, mit der Hilfe des Christus und mit Hilfe der Vaterkräfte das ursprünglich Geistige wiederherzustellen, aber so, dass es jetzt ganz zu unserem Ich passt, dann erzeugen wir unser höchstes Geistiges, das &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; so treffend den Geistesmenschen nennt. [[Die Apokalypse des Johannes - 1. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Die Vergeistigung des physischen Leibes – Ziel der Menschheitsentwicklung 01:28:22|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 1. Folge, 2020, 01:28:22]]&lt;br /&gt;
# Johannes [Evangelist Johannes] richtet ganz dezidiert seine Worte an die sieben Gemeinden in Asien: Ephesos, Smyrna, Pergamon, Thyatira, Sardes, Philadelphia, Laodicea [Sieben Sendschreiben]. Sie repräsentieren nach &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; die sieben Kulturepochen der nachatlantischen Zeit. [[Die Apokalypse des Johannes - 1. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Die sieben Gemeinden und die Siebenzahl 00:38:54|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 1. Folge, 2020, 00:38:54]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sagt, es wird in der Zukunft die Zusammenschmiedung des Menschenwesens mit dem Maschinenwesen kommen. [[Die Apokalypse des Johannes - 4. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Die Zusammenschmiedung des Menschenwesens mit dem Maschinenwesen 01:29:56|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 4. Folge, 2020, 01:29:56]]&lt;br /&gt;
# Im ersten Siegelbild ([[a:Apokalyptische Siegel|Apokalyptische Siegel]]), das &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; entworfen hat, symbolisiert ein Flammenschwert aus dem Mund kommend das Feuer des Geistes, das im Wort liegen kann und das zwischen dunkel und hell scheiden kann auch. [[Die Apokalypse des Johannes - 4. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Ich-Kraft als zweischneidiges Schwert - Das Schwert aus dem Munde 01:01:43|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 4. Folge, 2020, 01:01:43]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sagte in seinem Vortragszyklus von 18 Vorträgen für die Priester der Christengemeinschaft: Die Apokalypse ist euer Buch, das Priesterbuch! Jeder muss seinen eigenen individuellen Bezug zur Apokalypse finden, um aus dieser geistigen Kraft heraus wirken zu können. [[Die Apokalypse des Johannes - 6. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Die Apokalypse: Das Buch der Priester 00:08:51|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 6. Folge, 2020, 00:08:51]]&lt;br /&gt;
# Zarathustra hieß auch „Goldstern“. Das ist der Stern von Bethlehem, dem die Magier, die Weisen aus dem Morgenland folgten [Heilige Drei Könige]. &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; schildert sehr deutlich, dass einer aus Afrika, einer aus Asien und einer aus Europa kam. Diese Magier aus dem Süden, dem Osten und dem Norden lasen in den Sternen, wann und wo ihr Meister wiedergeboren wird. [[Die Apokalypse des Johannes - 7. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Der salomonische Jesusknabe - Das Ich des Zarathustra 01:51:35|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 7. Folge, 2020, 01:51:35]]&lt;br /&gt;
# Die zurückgebliebene, zurückgehaltene Adamwesenheit leidet sehr mit der Menschheit, fühlt sich ihr extrem verbunden und versucht der Menschheit aus einem mächtigen Ich-Impuls heraus zu helfen. &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; nennt sie eine engelartige oder erzengelartige Wesenheit. [[Die Apokalypse des Johannes - 7. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Der im Geistigen zurückgehaltene Teil der Adamwesenheit - eine engel-, erzengel- und urengelhafte Wesenheit 00:55:49|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 7. Folge, 2020, 00:55:49]]&lt;br /&gt;
# Die vierte Kulturepoche ist die griechisch-lateinische Zeit, die laut &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; in Wahrheit bis zum Ende des Mittelalters reicht. [[Die Apokalypse des Johannes - 8. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Einführung: Kulturepochen und kosmische Rhythmen 00:00:45|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 8. Folge, 2020, 00:00:45]]&lt;br /&gt;
# Das 5. Evangelium, geschrieben von &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;, beschreibt das Leben Jesu zwischen dem 12. und 30. Lebensjahr. Dazu schweigen die Evangelien. [[Die Apokalypse des Johannes - 9. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Das fünfte Evangelium - R. Steiner über das Leben des Jesus zwischen dem zwölften und dem dreißigsten Lebensjahr 00:39:13|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 9. Folge, 2020, 00:39:13]]&lt;br /&gt;
# &amp;quot;[…] weil eigentlich selbst hinter dem härtesten Stofflichen in Wahrheit geistige Willenskraft, also […] schöpferisch Geistiges steht, gibt es aus anthroposophischer Sicht keinen Dualismus zwischen etwa Geist und Materie […] &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; hat immer gesagt, es ist ein Monismus.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 10. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Throne - geistige Wesenheiten 00:15:40|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 10. Folge, 2020, 00:15:40]]&lt;br /&gt;
# &amp;quot;René Descartes […] &#039;Ich denke, also bin ich.&#039; […] er hätte eigentlich, wie es &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; immer wieder sagt, sagen müssen: Ich denke, also bin ich nicht! Weil im Denken habe ich eben nur ein Spiegelbild und nicht mein wirkliches Ich.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 11. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Rene Descartes - „Ich denke, also bin ich!“ 01:06:11|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 11. Folge, 2020, 01:06:11]]&lt;br /&gt;
# &amp;quot;Es ist abgelaufen (Anmerkung: ab 1900) das finstere Zeitalter, das sogenannte Kali Yuga, wie es die Inder genannt haben. Und &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; hat den Ausdruck auch oft gebraucht. Wo im Grunde die geistige Wahrnehmungsfähigkeit der Menschheit […] im Wesentlichen erloschen ist.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 12. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Das Jahr 1900 - Entdeckung der Quantentheorie durch Max Planck, Beginn der Anthroposophie, Beginn eines neuen lichten Zeitalters (Ende des Kali Yuga) 00:47:47|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 12. Folge, 2020, 00:47:47]]&lt;br /&gt;
# &amp;quot;Rudolf Steiner sagt, dass spätestens gegen Ende der siebenten Kulturepoche […] die Erde zu einem selbsttätigen elektrischen Apparat verwandelt wird.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 14. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Die Erde als „selbsttätiger elektrischer Apparat“ gegen Ende der siebenten Kulturepoche 01:33:26|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 14. Folge, 2020, 01:33:26]]&lt;br /&gt;
# &amp;quot;[…] es gibt so ein von &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; genanntes kosmisches Maß, dass man sich während einer Kulturepoche zweimal inkarniert. Einmal als Mann, einmal als Frau.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 14. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#R. Steiners kosmisches Maß der Dauer von Inkarnationsabfolgen 00:01:27|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 14. Folge, 2020, 00:01:27]]&lt;br /&gt;
# &amp;quot;Da wird dann auch das kommen, was &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; bezeichnet als den [[a:Krieg aller gegen alle|Krieg aller gegen alle]] […] dass damit nicht ein äußerer Krieg gemeint sein kann, weil die Menschen gar nicht mehr inkarniert sind […] [[…]] […] wo bereits eine Scheidung der Geister stattfindet.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 15. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Der Krieg aller gegen alle am Ende der Kulturepochen 01:14:13|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 15. Folge, 2020, 01:14:13]]&lt;br /&gt;
# &amp;quot;[…] bei diesem intuitiven Erleben schlafen wir eigentlich ein. Wir kriegen es nicht bewusst mit. &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sagt immer, das soziale Urphänomen besteht, dass wir einander gegenseitig einschläfern.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 15. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Imagination wird seelisches Erleben, das mit den Gefühlen verwandt ist. Das Problem dabei: Bei diesem intuitiven Erleben schlafen wir ein 00:18:12|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 15. Folge, 2020, 00:18:12]]&lt;br /&gt;
# &amp;quot;Dass &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; so in die Welt hinausgetreten ist, ist eine ganz große Seltenheit. Aber es war eben eine Notwendigkeit, die Geisteswissenschaft einfach einmal in die Öffentlichkeit im Grunde hineinzusetzen […] um zu zeigen […] also jetzt im fünften Kulturzeitraum, ist es bereits möglich, dass Menschen, wenn sie wollen, aus eigener Kraft zu einer geistigen Erkenntnis kommen, die wissenschaftliche Klarheit hat.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 15. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Das Denken aus der griechisch-lateinischen Zeit ist ein abgestorbenes Denken - das führt nicht in die Zukunft 00:26:10|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 15. Folge, 2020, 00:26:10]]&lt;br /&gt;
# &amp;quot;[…] im Wort Jesu Christi, also im Namen Jesu Christi, in den Initialen, liegt ja auch, wie &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; ganz deutlich hinweist darauf und wie auch jeder sich zeigen kann, das Wort Ich drinnen. Jesus Christus. In den Initialen. J und Ch, wenn man das I halt lateinisch schreibt.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 16. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Daran arbeiten wir: Ahrimanisierte Materie auflösen in geistiges Licht 00:07:49|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 16. Folge, 2020, 00:07:49]]&lt;br /&gt;
# &amp;quot;[…] es fängt im 6. bis 7. Jahrtausend an, dass die ersten Menschen beginnen, sich nicht mehr zu inkarnieren […] &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; nennt ganz konkret ein Datum, wo das beginnt. Um das Jahr 5700 fängt es an.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 17. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Ein paar Jahrtausende noch, dann fängt es an, dass sich Menschen nicht mehr auf Erden inkarnieren werden 00:46:21|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 17. Folge, 2020, 00:46:21]]&lt;br /&gt;
# &amp;quot;&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; nennt den Ätherleib auch den Zeit-Leib, weil in ihm zeitliche Gesetzmäßigkeiten eine Rolle spielen.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 17. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Leben ist eine ganz eigene Kraft - Lebenskraft in uns: Ätherleib - Lebensleib - Zeitleib 00:04:43|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 17. Folge, 2020, 00:04:43]]&lt;br /&gt;
# &amp;quot;In der siebenten Kulturepoche […] wird zu dem führen, was &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; bezeichnete, den [[a:Krieg aller gegen alle|Krieg aller gegen alle]].&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 21. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Die 7. Kulturepoche wird geprägt durch den Krieg aller gegen alle 00:13:01|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 21. Folge, 2020, 00:13:01]]&lt;br /&gt;
# &amp;quot;[…] Thomas Hobbes […] im 17. Jahrhundert […] hat diesen berühmten Roman geschrieben: Der Leviathan […] [[Leviathan]] [Hobbes] &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; hat halt diesen Begriff aufgenommen [Anmerkung: Der [[a:Krieg aller gegen alle|Krieg aller gegen alle]]] und charakterisiert damit genau diesen Zustand, der eben eintreten wird am Ende der 7. Kulturepoche.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 21. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Die 7. Kulturepoche wird geprägt durch den Krieg aller gegen alle 00:13:01|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 21. Folge, 2020, 00:13:01]]&lt;br /&gt;
# &amp;quot;Relativ kurz bevor die ersten Menschenformen auftreten, muss tierisch etwas herausgesetzt werden. Und da gibt es eben jetzt den ganz spannenden Hinweis von &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;, dass das das Pferd ist.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 21. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Kurz bevor es zur explosionsartigen Entwicklung des Gehirns des Menschen kommt, wurde laut R. Steiner das Pferd aus dem Wesen des Menschen herausgesetzt 01:00:08|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 21. Folge, 2020, 01:00:08]]&lt;br /&gt;
# &amp;quot;[…] das Kapital rechnet &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; nicht umsonst dem Geistesleben zu […] das wahre Kapital ist nämlich, wie kommen geistige Impulse hinein, um die Erde zu verändern? Und die Frage ist jetzt: Wird dieses Kapital aus ahrimanischen Kräften gespeist oder aus christlichen Kräften […]?&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 26. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Umgestaltung und Heilung der Erde 01:09:20|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 26. Folge, 2020, 01:09:20]]&lt;br /&gt;
# &amp;quot;[…] das Wort astral, astralisch, als Begriff für die Seelenwelt […] hängt ja zusammen mit der Sternenwelt […] &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sagt es auch an manchen Stellen - die Sterne sind eigentlich die Tore, die in die Seelenwelt führen.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 30. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Das Ertönen der siebten Posaune 00:01:33|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 30. Folge, 2020, 00:01:33]]&lt;br /&gt;
# […] Geister der Persönlichkeit, der Urengel […] der regulären Urengel. Der Guten sozusagen […] die Schattenseite davon, die Asuras, die Schattengeister, also die dritte Kategorie von Widersachern sozusagen […] die ärgste Kategorie, weil die sogar Angriffe bis auf unser Ich starten […] &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sagt, also Splitter aus dem Ich herauszureißen. [[Die Apokalypse des Johannes - 36. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Die Venus ist auch der Wirkungsbereich der Geister der Pers%C3%B6nlichkeit, die Urengel, der regul%C3%A4ren, guten, positiven Urengel, die die Menschen zu einer Pers%C3%B6nlichkeit machen 01:45:01|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 36. Folge, 2020, 01:45:01]]&lt;br /&gt;
# „[…] den Christus-Namen. Und das ist zugleich der Ich-Name. Das Wort ist ja so wunderschön, wie &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; öfter darauf hinweist, in dem Wort Ich sind die Initialen des Jesus Christus drinnen.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 37. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Der Weg von einem lebendigen Denken in die Imagination zu kommen, dieser Weg ist f%C3%BCr die sechste Kulturepoche vorgesehen, der Gemeinde von Philadelphia 00:58:56|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 37. Folge, 2020, 00:58:56]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sagt es ganz deutlich und er sagt es über den [[Intellekt]]: Er ist die Voraussetzung dafür, um in die Geisteswissenschaft hineinzukommen. Daher der beste Weg ist, mit unserem Denken […] Geisteswissenschaft zu studieren als Grundlage […] für ein eventuelles eigenes geistiges Erleben.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 37. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Das Denken, das in der vierten Kulturepoche begonnen hat, ist heute weitgehend abgestorben. Heute haben wir die Aufgabe die Bewusstseinsseele zu entwickeln, das heißt das Bewusstsein auch auf Geistiges zu richten und damit ins lebendige Denken hinein zu kommen. Dafür braucht es das Opfer des Intellekts 00:56:02|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 37. Folge, 2020, 00:56:02]]&lt;br /&gt;
# In seiner Autobiografie [Mein Lebensgang] schreibt er [&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;] […]  Da habe ich das erste Mal in meinem Leben erfahren, was Glück ist. An der Geometrie, pythagoräischer Lehrsatz, Winkelsumme eines Dreiecks und so weiter, das hat ihn fasziniert [[Rudolf Steiner zum 100. Todestag - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Die Geometrie als Gl%C3%BCckserfahrung. Gesetzm%C3%A4%C3%9Figkeiten hinter dem Sichtbaren erkennen. Die Welt, die ich sehen kann, w%C3%A4re nicht da ohne die Welt, die ich nicht sehen kann 00:10:37|| Peter, W. Rudolf Steiner 100. Todestag, 2025, 00:10:37]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; […] nennt das hygienischen Okkultismus. Was ist das? […] es geht darum, dass eine geistige Fähigkeit erwachen wird, die das Seelische so ergreifen kann, dass es gesundend wirkt. [[Die Apokalypse des Johannes - 41. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Wir Menschen in Europa haben andere Aufgaben, das kann z. B. in eine Richtung gehen, die R. Steiner hygienischen Okkultismus nennt, d. h. die geistige Fähigkeit das Seelische so zu ergreifen, dass es gesundend wirkt, also die Lebenskräfte in Schwung hält 01:45:34|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 41. Folge, 2021, 01:45:34]]&lt;br /&gt;
# „Weshalb &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; davon spricht: Im 5., 6., 7., 8. Jahrtausend werden sich die Menschen nicht mehr verkörpern auf Erden. Wir werden die Spezies sein auf Erden, die die kürzeste Zeit auf Erden verbringt von allen.“ [[Vom rettenden Wesen der Schönheit mit praktischen Sprachübungen - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Der Mensch wird jene Spezies auf Erden sein, der in dieser körperlichen Form am frühesten verschwindet 00:09:21|| Peter, W. Vom rettenden Wesen der Schönheit, 2025, 00:09:21]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; hat von zwölf grundlegenden Weltanschauungen gesprochen.&amp;quot; [[Der Hüter der Schwelle (Mysteriendramen) - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2024#Erstes Bild: Der Mystenbund öffnet seine Pforten - Vorstellung der Geistesschüler 0:07:05|| Peter, W. Der Hüter der Schwelle_3. Mysteriendrama, 2024,  0:07:05]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; spricht von der Beobachtung des Denkens schon in seiner [[Philosophie der Freiheit]] [GA4] […] etwas ganz Wichtiges, dass ich mir selber zuschauen kann, was ich denn da eigentlich tue. Und wenn ich es ins imaginative Bild bringen kann, dann bin ich mir bewusst, ich forme dieses Bild.“ [[Der Hüter der Schwelle (Mysteriendramen) - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2024#Sechstes Bild: Capesius erkennt, dass Gedanken Elementarwesen sind 0:46:49|| Peter, W. Der Hüter der Schwelle_3. Mysteriendrama, 2024,  0:46:49]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;: Wahrheit ist ein freies Erzeugnis des Menschengeistes, das nirgendwo vorhanden wäre, wenn es nicht der Mensch hervorbrächte. [[2. Mysteriendrama, Die Prüfung der Seele - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Rudolf Steiner: Wahrheit ist ein freies Erzeugnis des Menschengeistes, das nirgendwo vorhanden wäre, wenn es nicht der Mensch hervorbrächte 1:46:58|| Peter, W. Die Prüfung der Seele_2023, 1:46:58]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Engelsflügel&#039;&#039;&#039; symbolisieren das Denken im Geistigen. Der Mensch denkt mit den Bewegungen seiner Arme sein Schicksal (Rudolf Steiner)“ [[Christus und das dreifache Johannes-Geheimnis - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Engelsflügel symbolisieren das Denken im Geistigen. Der Mensch denkt mit den Bewegungen seiner Arme sein Schicksal (Rudolf Steiner) 00:19:46|| Peter, W. Christus und das dreifache Johannes-Geheimnis, 2025, 00:19:46]]&lt;br /&gt;
# „[…] jedenfalls &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; hat dann sehr deutlich gezeigt […] wenn ich beobachte einen Menschen […] wie geht der mit seinen Händen, mit seiner Gestik um […]das hat ihm oft dann den Funken gegeben, den zu verfolgen in eine frühere Inkarnation: Wer war denn der früher?“ [[Christus und das dreifache Johannes-Geheimnis - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Wir Menschen tragen durch die Zeiten das Geistige. Gotthold Ephraim Lessing war überzeugt davon, dass der Mensch durch viele Erdenleben hindurch geht 00:20:30|| Peter, W. Christus und das dreifache Johannes-Geheimnis, 2025, 00:20:30]]&lt;br /&gt;
# „[…] &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; die überraschende Erkenntnis gezogen hat, es gab zwei Jesusknaben, nicht nur einen, sondern es gab zwei. Die auch nicht ganz zur gleichen Zeit geboren waren, zwar schon in einem relativ engen Zeitfenster, aber doch unterschiedlich.“ [[Christus und das dreifache Johannes-Geheimnis - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Rudolf Steiner hat entdeckt, dass es zwei unterschiedliche Jesus-Erzählungen gibt 00:08:25|| Peter, W. Christus und das dreifache Johannes-Geheimnis, 2025, 00:08:25]]&lt;br /&gt;
# „Gerade wir als Anthroposophen! […] es hat was damit zu tun, weisheitsvoll den Menschen zu erfassen […] das heißt, die zu erfassen, ganz bewusst, wach, sinnlich zu erfassen als erstes. Das ist die Grundübung. Das ist die Grundaufgabe der Anthroposophie in Wahrheit […] was &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; oft nennt, dieses &amp;quot;&#039;&#039;Erwachen am Anderen&#039;&#039;&amp;quot;.” [[Die Apokalypse des Johannes - 42. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Sprachsinn, Gedankensinn, Ich-Sinn - das sind die sozialen Sinne, in denen wir im Zeitalter der Bewusstseinsseele immer wacher werden sollten 00:04:48|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 42. Folge, 2021, 00:04:48]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; spricht davon, dass es für die Zukunft wichtig sein wird […] eine Art von spiritueller Geburtenkontrolle […] Das heißt, wo der Inkarnationsvorgang, dass sich ein Mensch auf Erden inkarniert, dass das ein vollkommen bewusster Prozess ist.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 42. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Eine Fähigkeit, die vor allem im Osten entwickeln wird, ist die spirituelle Geburtenkontrolle. Das heißt, einen Inkarnationsvorgang vollkommen bewusst zu erleben 01:29:41|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 42. Folge, 2021, 01:29:41]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; […] hat ja sogar in den Mysteriendramen von der sogenannten Strader-Maschine gesprochen. Also das ist irgendein zauberhafter Apparat, der eben dieser neuen Technik entspricht.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 42. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#In dem Wunsch, das Bewusstsein des Menschen auf einen Computer zu übertragen, liegt auch eine große Gefahr 01:05:25|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 42. Folge, 2021, 01:05:25]]&lt;br /&gt;
# „[…] kurz vor der ägyptischen Zeit das sogenannte Kali-Yuga, wie es die Inder genannt haben, das finstere Zeitalter angebrochen ist […] wo also diese natürliche Fähigkeit, die alle Menschen hatten, in der geistigen Welt zu leben, wahrzunehmen […] innerhalb kurzer Zeit, von wenigen Wochen spricht &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; […] verschwunden.“ [[4. Mysteriendrama, Der Seele Erwachen - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Rückschau im Drama in die ägyptische Kulturepoche: Tempelpriester führen eine Einweihung durch 00:10:40|| Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 00:10:40]]&lt;br /&gt;
# „Er [&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;] spricht davon, dass es zum Beispiel auch Naturvölker gibt, die Kräfte haben, die können wir noch nicht entwickeln. Die sind teilweise sogar […] an die körperliche Anlage gebunden. Und es wäre ein Drama, wenn diese Naturvölker aussterben würden, bevor wir gelernt haben, diese Kräfte bewusst selbst zu entwickeln.” [[2. Mysteriendrama, Die Prüfung der Seele - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#In Märchen stecken tiefe geistige Wahrheiten. Sie bereiten die eigene geistige Wahrnehmung vor 00:14:51|| Peter, W. Die Prüfung der Seele, 2025, 00:12:35]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; schildert öfter, was da draußen in der Natur Blitz und Donner ist, das ist in uns die Gedankenbildung.“ [[2. Mysteriendrama, Die Prüfung der Seele - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Rudolf Steiner: Was da draußen in der Natur Blitz und Donner ist, das ist in uns die Gedankenbildung. Wenn wir denken, donnert und blitzt es in uns 00:18:39|| Peter, W. Die Prüfung der Seele, 2025, 00:18:39]]&lt;br /&gt;
# „[…] sagt das &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; ganz deutlich - darum ist es auch so wichtig, dass bestimmte Naturvölker erhalten bleiben, dass die nicht ihre Eigenart verlieren und einfach aufgehen in der restlichen Menschheit. Weil die einfach durch ihre physische Anlage über geistige Fähigkeiten verfügen, die wir noch lange nicht auf dem neuen geistigen Weg hervorbringen können und benutzen können, die wir aber brauchen.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 43. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Die Fähigkeit dieser Art einer spirituellen Geburtenregelung wird kommen vor allem im Osten 01:54:56|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 43. Folge, 2021, 01:54:56]]&lt;br /&gt;
# „[…] man erlebt ja, wenn man über die Schwelle geht […] das letzte Erdenleben so im Überblick, wie ein großes Panorama. Und das ist eigentlich ein unheimlich schönes Bild […] &#039;&#039;&#039;Steiner&#039;&#039;&#039; schildert das einmal sehr deutlich, gerade wie im Islam diese Paradieses- Vorstellungen sind.” [[Zunehmende Gewalt als Zeitphänomen - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Die karmische Last muss jeder selbst tragen, selbst wenn er beeinflusst wurde. Bei Gewalttaten erscheint das Lebenspanorama nach dem Tod als düsteres Bild 01:37:50|| Peter, W. Zunehmende Gewalt als Zeitphänomen, 2025, 01:37:07]]&lt;br /&gt;
# „Das Zeitalter der Bewusstseinsseele, in der wir leben, ist das Zeitalter, das das Rätsel des Bösen zu lösen hat. Von dem hat &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; gesprochen.“ [[Zunehmende Gewalt als Zeitphänomen - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Durch Hass entsteht eine starke karmische Verbindung zwischen Täter und Opfer. Das Rätsel des Bösen kann nur gelöst werden, sich dort nicht hineinziehen zu lassen 01:06:43|| Peter, W. Zunehmende Gewalt als Zeitphänomen, 2025, 01:06:43]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; gibt ja für die Liebe ein so schönes Bild. Ein Glas, das, wenn man es ausleert, immer voller wird. Und man wird immer reicher.” [[Zunehmende Gewalt als Zeitphänomen - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Die Nebenübungen sind ein guter Weg, das Denken zu beobachten und die Emotionen beherrschen zu lernen. Mit der Zeit werden sie im Leben zu einer selbstverständlichen Fähigkeit 01:30:59|| Peter, W. Zunehmende Gewalt als Zeitphänomen, 2025, 01:30:59]]&lt;br /&gt;
# „Und das ist das, was die Anthroposophie und was &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; mit der Begründung der Anthroposophie wollte, eine genauso große Klarheit […] wie wir sie heute in der Naturwissenschaft […] haben, zu finden, auch für die Begegnung mit der geistigen Welt.” [[(R)Evolution des Bewusstseins - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Revoulution des Bewusstseins bedeutet, die Sicherheit, mit der wir uns in der äußeren Welt als Ich empfinden, auf eine höhere Ebene zu heben, um mit geistigen Wesen bewusst in Kontakt zu kommen 00:12:01|| Peter, W. R_Evolution des Bewusstseins, 2025, 00:12:01]]&lt;br /&gt;
# „Dann fange ich an zu verstehen, wie ein &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; von Wasserwesen, Undinen sprechen kann. […] Undinen sind eine Realität, aber das sind nicht irgendwelche unsichtbaren Geister, die da herumschwirren. Das ist […] ein ganz konkretes seelisches Erleben.“ [[Sprachgestaltung mit Wolfgang Peter - Einführung in Grundübungen, 2025#Ein Weg, sich Elementarwesen zu nähern ist das bewusste Erleben der Sprache. In ihr leben Wesenheiten, die ich seelisch, geistig erleben kann 00:59:44|| Peter, W. Sprachgestaltung, 2025, 00:59:44]]&lt;br /&gt;
# „[…] Äußerungen von &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; […], die ja eigentlich einerseits schockierend sind, andererseits wird es wahrscheinlich Tatsache werden, weil er sagt, die ganze Erde wird ein selbsttätig funktionierender elektrischer Apparat werden.“ [[Leben in apokalyptischen Zeiten - ein Gespräch mit Michael Birnthaler und Wolfgang Peter, 2025#Ahriman für gute Dinge einspannen. Künstliche Intelligenz ist nicht nur negativ. Es liegt an uns, die Weisheit des Wissens zum Leben zu erwecken 00:39:23|| Peter, W. Leben in apokalyptischen Zeiten, 2025, 00:39:23]]&lt;br /&gt;
# „[…] hat &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; viele Anregungen gegeben […] vor allem für die Priester der Christengemeinschaft […] wo er aber deutlich sagt zu den Priestern, ja, es geht darum, dass ihr Apokalyptiker werdet […] Ihr müsst apokalyptisch denken lernen”  [[Leben in apokalyptischen Zeiten - ein Gespräch mit Michael Birnthaler und Wolfgang Peter, 2025#Apokalypse bedeutet „Enthüllung des Wesens Christi”. Darin liegt an uns die große Aufforderung, unsere Ich-Kraft zu entwickeln 00:05:44|| Peter, W. Leben in apokalyptischen Zeiten, 2025, 00:05:44]]&lt;br /&gt;
# „[…] die ahrimanischen Mächte. Die […] beeinträchtigen unseren Ätherleib […] wie sagt es &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; so schön, dann ist er […] ganz faltenfrei […] wenn der Embryo reift, da ist dieser Ätherleib reich gestaltet, voll an Kräften […] Je älter der Ätherleib wird […] desto strukturloser wird er, desto mehr mangelt es an strukturbildenden Kräften […]“ [[Die Apokalypse des Johannes - 44. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Ahriman wirkt stark auf unseren Ätherleib. Die Asuras wirken zerstörend bis ins Physische 01:55:17|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 44. Folge, 2021, 01:55:17]]&lt;br /&gt;
# „[…] der nächste logische Schritt ist, dass uns das ganze Leben begleitet dieses Bewusstsein von dem, was da unten ist. Dass wir also ins Unter-Sinnliche kommen. &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; gebraucht den Begriff eben auch so […] Im Gegensatz zur übersinnlichen Welt […] eine widergeistige Welt genau genommen […] die Welt der Widersacher. Das ist das untersinnliche Reich […] das müssen wir erobern.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 44. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Vor der ägyptischen Zeit gab es keine Unterwelt 01:42:35|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 44. Folge, 2021, 01:42:35]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; spricht oft vom Astralleib […] in der &#039;&#039;Theosophie&#039;&#039; […] da gibt es den Seelenleib […] und es gibt andererseits die bereits aber durch das Ich gebildete Empfindungsseele. […] Also das heißt Empfindungsleib plus Empfindungsseele zusammen, das ist einmal die Grundlage des Astralleibes.” [[Die Apokalypse des Johannes - 47. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Astralleib ist Empfindungsleib (Seelenleib) und Empfindungsseele zusammen 01:41:00|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 47. Folge, 2021, 01:41:00]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; hat es ja sehr deutlich geschildert […] in seiner grundlegenden Schrift &#039;&#039;Theosophie&#039;&#039;, wo er einerseits spricht eben über die Wesensglieder des Menschen, aber auch spricht über die Bereiche […] der Seelenwelt und dort sehr deutlich zeigt, wie es da sieben Abstufungen gibt.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 47. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Seelenkräfte können auf- und abbauende Wirkung auf das Ätherische haben. Rudolf Steiner begründet das mit den sieben unterschiedlichen Qualitäten der Seelenkräfte 01:25:48|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 47. Folge, 2021, 01:25:48]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; spricht von zwölf Sinnen, die der Mensch hat […] zwölf verschiedene Sinnesfunktionen.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 47. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Der physische Leib beherbergt die Sinnesorgane - 12 verschiedene Sinnesfunktionen nach Rudolf Steiner 00:33:12|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 47. Folge, 2021, 00:33:12]]&lt;br /&gt;
# „[…] der Sprachsinn, von dem &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; spricht.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 47. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Der Sprachsinn 00:34:29|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 47. Folge, 2021, 00:34:29]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sagt das ja ganz deutlich, wir werden auch Leben erschaffen können. Neues Leben. Leben, das sich nicht einfach aus dem Vergangenen ableitet, sondern das durch den schöpferischen Impuls des Menschen hineinkommt.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 47. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Es ist die Aufgabe unserer Tage, die Lebenskräfte in der Natur zu erfassen, also eine Art Revolution in den Naturwissenschaften 00:55:48|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 47. Folge, 2021, 00:55:48]]&lt;br /&gt;
# „[…] wenn man das Buch &#039;&#039;Theosophie&#039;&#039; von &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; durchliest, dann sagt er irgendwo einmal […] die obersten edelsten Ätherarten, die überlappen sich mit den allertiefsten und niedersten astralischen Kräften […]“ [[Die Apokalypse des Johannes - 48. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Die niederen Bereiche der Seelenwelt überschneiden sich mit den obersten Bereichen der Ätherwelt 00:27:46|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 48. Folge, 2021, 00:27:46]]&lt;br /&gt;
# „Was ja so schön auch in der Gestalt des Menschheitsrepräsentanten, in dieser großen Holzfigur, die &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; geschaffen hat, gemeinsam mit Edith Marion, wo genau das drinnen ist  […] Repräsentant […] für die Christus-Kraft, die in jedem einzelnen Menschen wirkt […] wenn wir es zulassen.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 49. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Wir sind dazu berufen, die Kräfte von Luzifer und Ahriman ins Gleichgewicht bringen 00:38:12|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 49. Folge, 2021, 00:38:12]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; schildert das […] Die Null […] steht für einen abgeschlossenen Entwicklungszyklus […] sagt er zum Beispiel, die Zahl 10 etwa bedeutet: Eins aus dem Ei […] ein Neubeginn aus diesem Ei, das aus der Vergangenheit kommt. Und bei der Zahl 1.000 sind sogar drei Eier, die vorausgehen diesem Neuen […]“ [[Die Apokalypse des Johannes - 50. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Die Zahl Tausend nimmt Bezug auf unsere Erdentwicklung, der drei Entwicklungszustände vorausgegangen sind: Der Alte Saturn, die Alte Sonne und der Alte Mond 00:09:36|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 50. Folge, 2021, 00:09:36]]  &lt;br /&gt;
# „[…] was bereite ich da für die Zukunft vor? […] &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; nennt das so - das Schaffen aus den Verhältnissen. Wo Menschen zusammenkommen, jetzt gar nicht aus karmischen Gründen, sondern […] weil sie eine gemeinsame Bestrebung vereinigt. Das ist ein positives Karma-Schaffen. Ein positives seelisches Schaffen für die Zukunft.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 50. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Positives Karma schaffen durch gemeinsame Bestrebungen, Zusammenkünfte mit Gleichgesinnten 01:01:15|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 50. Folge, 2021, 01:01:15]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; nennt das die Vorstufen zum Mysterium von Golgatha, wo sich immer wieder der Christus mit dieser Wesenheit des späteren nathanischen Jesus verbunden hat […] dass die Menschheitsentwicklung durch die Widersacher nicht zu sehr aus dem Gleis gebracht wurde.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 52. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Zur Zeitenwende wurde zwei Jesusknaben geboren, der nathanische Jesus, der sich zum ersten Mal auf Erden inkarniert, und der salomonische Jesus, der wiedergeborene Zarathustra 00:32:14|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 52. Folge, 2021, 00:32:14]]&lt;br /&gt;
# „[…] &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; […] sagt wörtlich, um jede Wunde findet gewissermaßen ein Kampf statt zwischen Bewusstseins- und Lebensprozessen. […]“ [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Die kontroverse Frage nach der Heilbarkeit seelischer Traumata 00:05:08|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:05:08]]&lt;br /&gt;
# „[…] die drei ersten Erdschichten, die nennt er [&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;] die sogenannte mineralische Erde […] das sind eigentlich die Reste oder die Daseinszustände unserer Erdenentwicklung.” [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Wenn wir in das Innere der Erde geistig eindringen, ist das immer auch eine Reise in die Vergangenheit der Weltentwicklungsstufen unserer Erde 00:09:16|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:09:16]]&lt;br /&gt;
# „[…] spricht er [&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;] von drei mittleren Schichten unserer Erde, die nennt er die Wassererde, die Fruchterde und die Feuererde.” [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Wenn wir in das Innere der Erde geistig eindringen, ist das immer auch eine Reise in die Vergangenheit der Weltentwicklungsstufen unserer Erde 00:09:16|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:09:16]]&lt;br /&gt;
# „[…] sagt &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;, einmal werden wir Menschen, wenn wir durch Empathie und durch Vertrauen in den Geist, den Geist so gestärkt haben, die Heilkräfte aufrufen können, ohne dass wir dafür verwundet werden müssen.“ [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Wolfram von Eschenbachs Charakterisierung der Herzeloyde-Wunde: Mangelnde Empathie-Kräfte und gleichzeitig wenig Vertrauen in den Geist 00:22:22|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:22:22]]&lt;br /&gt;
# „1914 beim Ausbruch des Ersten Weltkrieges, da hat &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; den Anthroposophen einen Erste-Hilfe-Kurs gegeben. Der ist bekannt als der sogenannte Samariterkurs [GA 246] und da hält er einen kleinen, ungeheuer wesentlichen Vortrag über das Geheimnis der Wunde […]“ [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Rudolf Steiner: Jede Wunde, jede Verletzung ist zunächst das Aufrufen einer Heilkraft 00:18:42|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:18:42]]&lt;br /&gt;
# „[…] die Heilkraft zur Heilung der Wunde ist im Moment der Verletzung bereits aufgerufen. [&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;, Samariter-Kurs, GA 246]” [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Rudolf Steiner: Jede Wunde, jede Verletzung ist zunächst das Aufrufen einer Heilkraft 00:18:42|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:18:42]]&lt;br /&gt;
# „[…] da nennt er [&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;] zwei Dinge […] dass diese Heilkräfte […] Wunden heilen können. Das eine […] Vertrauen in den Geist. […] das andere, was er sagt, ist Empathie-Fähigkeit.” [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Zur Heilung von Wunden braucht es 1. Vertrauen in den Geist und 2. Empathie-Fähigkeit 00:20:05|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:20:05]]  &lt;br /&gt;
# „[…] &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; spricht ja von zwölf Sinnesorganen [ …] es werden sehr wichtige Sinne noch nicht als Sinne erkannt, was aber ganz wichtig ist eben beim Menschen, dass es einen Sprachsinn gibt“ [[Die Apokalypse des Johannes - 306. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026#Wie die übersinnliche Welt mit der Sinneswelt zusammenhängt 00:02:27|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 306. Folge, 2026, 00:02:27]]  &lt;br /&gt;
# „[…] also dieser Befruchtungsakt. &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; schildert das sehr oft. Da muss man halt weit zurückgehen, weit, weit zurück in das Eiszeitalter zurück. Da haben die Menschen eigentlich diesen Zeugungsakt im Schlaf vollzogen und darum heißt es heute noch bei uns Beischlaf […] man war nicht bewusst dabei.” [[Die Apokalypse des Johannes - 45. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Blüten sind stofflich gewordene Bilder des Seelischen 00:08:39|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 45. Folge, 2021, 00:08:39]]  &lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; schildert das so nachdrücklich in einem Brief an einen Freund […] sich beschäftigt hat auch mit dem Philosophen Schelling [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Schelling, Friedrich Wilhelm Joseph Ritter von]] ], der auch so ein Erlebnis hatte und im Studium […] kam er auch zu diesem Ich-Erlebnis in seinem 21 Lebensjahr […]” [[Die Apokalypse des Johannes - 46. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Das Ich-Erlebnis Rudolf Steiners beim Studium der Philosophie Schellings 00:13:32|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 46. Folge, 2021, 00:13:32]]  &lt;br /&gt;
# „[…] &#039;&#039;&#039;Steiner&#039;&#039;&#039; sagt, geisteswissenschaftliche Forschung geht immer nur da weiter, wenn man Fragen stellt […] Man muss lesen, was Rudolf Stein&amp;lt;nowiki/&amp;gt;er gesagt hat, und dann muss man anfangen, Fragen zu stellen. Dann kann man hoffen, dass man vielleicht weiter, wenn man forscht und fragt, Dinge einem entgegenkommen.“ [[Der Gral im Orient. Das geheime Christentum Arabiens - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Rudolf Steiner: In dem Moment, wo das Blut des Christus, Blut und Wasser in die Erde geflossen sind, leuchtet die Erde als ein Stern auf 00:49:35|| Rheinheimer, M. Der Gral im Orient, 2026, 00:49:35]]  &lt;br /&gt;
# „[…] [&#039;&#039;&#039;Rudolf Steine&#039;&#039;&#039;r] was hat er getan in der Weihnachtstagung? Einen Grundstein der Liebe in die Herzen der Menschen damals hineingelegt.“&amp;lt;nowiki/&amp;gt; [[Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele in Wolfram von Eschenbachs Parzival - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Rudolf Steiners Lebensweg als Ankerweg 01:06:12|| Rheinheimer, M. 7 Chakren in Wolfram von Eschenbachs Parzival, 2026, 01:06:12]]  &lt;br /&gt;
# „[…] dass &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; von zwölf Sinnen gesprochen hat […] Johann Georg Gichtel zeigt uns, dass es schon vor Rudolf Steiner eine Tradition in der christlich-rosenkreuzerischen Kultur des Abendlandes gibt, wo man ein Bewusstsein davon hatte, und an die Rudolf Steiner zu Beginn des 20. Jahrhunderts angeknüpft hat.” [[Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele in Wolfram von Eschenbachs Parzival - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Betrachtung des Bildes von Johann Georg Gichtel aus der „Theosophia Practica” 00:05:25|| Rheinheimer, M. 7 Chakren in Wolfram von Eschenbachs Parzival, 2026, 00:05:25]]&lt;br /&gt;
# „[…] diese sieben Energiezentren, diese sieben Seelenaugen […] sagt &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;, wenn die anfangen, bei einem Menschen […] Wahrnehmungsorgane zu werden, dann könnte er damit in die Seelen- oder Geistwelt selber hineinschauen.” [[Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele in Wolfram von Eschenbachs Parzival - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Betrachtung des Bildes von Johann Georg Gichtel aus der „Theosophia Practica” 00:05:25|| Rheinheimer, M. 7 Chakren in Wolfram von Eschenbachs Parzival, 2026, 00:05:25]]&lt;br /&gt;
# „[…] &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; hat 1918 einen Vortrag gehalten […] diese Swastika, dieses Hakenkreuz bedeutet: Das ist ein uraltes, jahrtausendealtes Zeichen aus vergangenen Kulturen, was für diese sieben Seelenaugen oder Chakren steht.” [[Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele in Wolfram von Eschenbachs Parzival - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Verlust des Wachbewusstseins unter Einfluss eines Kreuz-Symbols 00:08:00|| Rheinheimer, M. 7 Chakren in Wolfram von Eschenbachs Parzival, 2026, 00:08:00]]  &lt;br /&gt;
# „[…] &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; spricht von den Übungen […] hat sie in seinem Schulungsbuch „Wie erlangt man Erkenntnisse höherer Welten?” als die acht Tagestugenden beschrieben“ [[Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele in Wolfram von Eschenbachs Parzival - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Die sechzehn Tore der Stadt Patelamunt und das sechzehnblättrige Kehlkopfchakra 00:18:13|| Rheinheimer, M. 7 Chakren in Wolfram von Eschenbachs Parzival, 2026, 00:18:13]]&lt;br /&gt;
# „[…] von dem &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; in „Wie erlangt man Erkenntnisse höherer Welten?” als das sogenannte zwölfblättrige Herzchakra spricht. Ein Seelenauge, das jeder Mensch im Herzen hat.“ [[Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele in Wolfram von Eschenbachs Parzival - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Wer ein geöffnetes Seelenauge im Herzen hat, der könnte die Gesinnungsart anderer Menschen wahrnehmen 00:29:50|| Rheinheimer, M. 7 Chakren in Wolfram von Eschenbachs Parzival, 2026, 00:29:50]]&lt;br /&gt;
# „Unsere Sinneswahrnehmungen, unsere zwölf Sinne […] verbinden sich mit dem Edelsten der Ernährung […] er [&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;] sagt, das Edelste der Sinneswahrnehmung und das Edelste der Ernährung, das vollzieht fortwährend in unserem Haupt einen Grals-Ernährungsprozess.” [[Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele in Wolfram von Eschenbachs Parzival - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Den Ankerweg immer von oben nach unten gehen. Das tausendblättrige Kronenchakra und die Katastrophe auf der Gralsburg: Parzival stellt die Frage an Amfortas nicht 00:38:52|| Rheinheimer, M. 7 Chakren in Wolfram von Eschenbachs Parzival, 2026, 00:38:52]]&lt;br /&gt;
# „[…] er [&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;] hat den sehr süffigen Satz gesprochen und hat gesagt, aus der Akasha-Chronik fühlt man die Steine herunterpurzeln. Also er wollte sich aufmerksam machen, dass da noch unglaublich geistige Kräfte wirken.“ [[War Richard Wagner die Wiederverkörperung des Zauberers Merlin - ein Vortragsausschnitt von Michael Rheinheimer, Quartett-Tage Bodensee, 2026#Rudolf Steiner besuchte die Burgruine Tintagel, das historische Artus-Schloss, August 1924 00:00:00|| Rheinheimer, M. Richard Wagner - Merlin, 2026, 00:00:00]]   &lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sagt, die haben einfach, als der Christus am Kreuz gestorben ist, in Palästina, haben die von Irland, Schottland, Tintagel aus, vor 2000 Jahren in der Natur wahrgenommen […] er hat das genannt “&#039;&#039;auf eine heidnische Art fromm werden&#039;&#039;”“ [[War Richard Wagner die Wiederverkörperung des Zauberers Merlin - ein Vortragsausschnitt von Michael Rheinheimer, Quartett-Tage Bodensee, 2026#Merlins Cave 00:02:04|| Rheinheimer, M. Richard Wagner - Merlin, 2026, 00:02:04]]  &lt;br /&gt;
# „Es gibt ja vier Evangelisten, Matthäus, Markus, Lukas, Johannes. Und jedes erzählt die Geschichte ein bisschen anders […] Es ergänzt sich. Es gibt so eine Art Ur-Evangelium. &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; spricht sogar noch von einem „Fünften Evangelium [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Fünftes Evangelium]]] “&amp;quot; [[War Richard Wagner die Wiederverkörperung des Zauberers Merlin - ein Vortragsausschnitt von Michael Rheinheimer, Quartett-Tage Bodensee, 2026#Die Artus-Strömung erlebt den Christus im Außen, während der Gralsstrom den Christus innerlich, im Herzen wahrnimmt 00:12:48|| Rheinheimer, M. Richard Wagner - Merlin, 2026, 00:12:48]]&lt;br /&gt;
# „Ja, also auch so ein bisschen das, was &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; immer wieder gesagt hat, also: „Willst du dich selbst erkennen, so schau in die Welt hinaus. Willst du die Welt erkennen, schau in dich selbst hinein.““ [[Die Apokalypse des Johannes - 56. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Wir müssen seelisch an uns arbeiten, um mit den Widersachern fertig zu werden und unsere Zukunft aktiv zu gestalten 00:11:35|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 56. Folge, 2021, 00:11:35]]&lt;br /&gt;
# „[…] dass zum Beispiel die anthroposophische Gesellschaft nie so gedacht war […] Weil da muss ja doch wer von oben sagen, wie es weitergeht und welche Richtung es geht. Und so hat es aber &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; nie gemacht […] Er war sicher der aller undogmatischste Mensch, den es gibt.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 64. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Lebendige Antroposophie 00:56:24|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 64. Folge, 2021, 00:56:24]]&lt;br /&gt;
# „[…] erzählt das &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;[…] wo etwas wirklich Materielles ist, ist im Geistigen ein Leerraum. Ins wirklich Materielle kann das Geistige nicht rein […] das wirklich Materielle ist für unser Geistiges gar nicht vorhanden. Und das hängt damit zusammen, dass das eigentlich in gewissem Sinne Teil dieser […] Sorat-Welt ist.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 65. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Sorat will ein Reich entwickeln, in dem das materiell-Werden das Allerhöchste ist. Im wirklich Materiellen ist aber im Geistigen ein Leerraum, das Geistige ist dort nicht vorhanden 00:36:20|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 65. Folge, 2021, 00:36:20]]&lt;br /&gt;
# „[…] drei esoterische Grundströmungen […] Adler, Löwe und Drache […] der Weg der Erkenntnis von &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; […]der Weg des Herzens, das sind mir die Manichäer […] der Drachenweg, der Weg des Willens, das sind mir die Rosenkreuzer. Die haben eben ihren Weg so, dass sie über Schicksalsschläge am besten lernen […]” [[Michael Birnthaler - mein Weg zur Anthroposophie, 2026#Neun prinzipielle Wege für den Umgang mit dem Bösen 00:26:05|| Birnthaler, M. Mein Weg zur Anthroposophie, 2026, 00:26:05]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steine&#039;&#039;&#039;r sagt im Fünften Evangelium über diese Stufe, ein Eingeweihter der sechsten Stufe, Träger des Volksgeistes, der alles Volksmäßige in das kosmopolitisch-michaelische Sonnenhafte in der Welt hineinträgt.” [[Arminius, das 5. Evangelium und die Varusschlacht - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Arminius - ein hoher germanischer Eingeweihter, ein Irmin, ein Erhabener - gelingt es, vor der Schlacht die Gemanenstämme zu einen 00:23:26|| Rheinheimer, M.  Arminius, 5. Evangelium, Varusschlacht, 2026, 00:23:26]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; […] Studium […] weil gesagt wird, die Texte sind zu schwierig […] &#039;&#039;denn&#039;&#039; &#039;&#039;weil diese Lehren aus dem lebendigen, inneren Worte, aus der lebendigen Einsprechung geschöpft sind, haben sie selbst geistiges Leben. Sie sind nicht bloß Worte, sie sind lebendige Kräfte.&#039;&#039; [Zitat: Rudolf Steiner]“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#In den ersten drei Kindheitsjahren wirken die Christus- Kräfte, ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht 00:57:38|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:57:38]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Steiner&#039;&#039;&#039; nennt sie in diesem Zusammenhang „&#039;&#039;die Sphäre des Heiligen Geistes“&#039;&#039; […] die Sphäre, wo die Ätherleiber eben jetzt unsterblich werden, insofern sie sich mit dem Christus verbinden konnten […] das sei die eigentliche Inspirations- und Kraftquelle der anthroposophischen Bewegung.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Der unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreutz als Kraftquelle 00:51:08|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:51:08]]&lt;br /&gt;
# „[…] dass Christian Rosenkreutz tatsächlich gelebt hat, dass das also eine historische Persönlichkeit gewesen ist, so wie es in der Fama Fraternitatis dargestellt und eben auch von &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; dann ganz deutlich beschrieben worden ist.” [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Christian Rosenkreutz als historische Persönlichkeit in der Esoterikforschung 00:28:07|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:28:07]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Mysteriendramen_von_Rudolf_Steiner&amp;diff=33030</id>
		<title>Mysteriendramen von Rudolf Steiner</title>
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		<updated>2026-10-17T14:19:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: /* Glossar */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
{{Anthrowiki.at|Die Mysteriendramen Rudolf Steiners}} &amp;lt;blockquote&amp;gt;„Die Mysteriendramen Rudolf Steiners sind der Versuch, den Einweihungsweg einzelner, konkreter individueller Menschen in künstlerischer Form dramatisch darzustellen. Vier Mysteriendramen hat Rudolf Steiner vollendet, ein fünftes, das laut Marie Steiner eine Rückschau auf Ereignisse an der kastalischen Quelle in Delphi bringen sollte, war schon in groben Zügen umrissen, doch kam es durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges nicht mehr zur weiteren Ausarbeitung des Entwurfs.&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Mysteriendrama =====&lt;br /&gt;
# Johannes Thomasius &#039;&#039;&#039;(Mysteriendramen&#039;&#039;&#039;, Rudolf Steiner). [[Die Apokalypse des Johannes - 102. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Unsere Zeit ist charakterisiert durch ein Zusammenspiel von luziferischen und ahrimanischen Kräften 00:28:03|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 102. Folge, 2022, 00:28:03]]&lt;br /&gt;
# Johannes Thomasius (&#039;&#039;&#039;Mysteriendramen&#039;&#039;&#039;, Rudolf Steiner) bringt ahrimanische Präzision in ein geisteswissenschaftliches Werk. [[Die Apokalypse des Johannes - 102. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Just have fun - Luzifers Beitrag am Beispiel von Johannes Thomasius im 3. Mysteriendrama 00:36:53|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 102. Folge, 2022, 00:36:53]]&lt;br /&gt;
# Johannes Thomasius (&#039;&#039;&#039;Mysteriendramen,&#039;&#039;&#039; Rudolf Steiner), verzichtet darauf, eigene geistige Kräfte zu entwickeln. [[Die Apokalypse des Johannes - 102. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Der Künstler und seine Muse: Johannes Thomasius lebt von den Seelenkräften anderer Menschen 00:45:09|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 102. Folge, 2022, 00:45:09]]&lt;br /&gt;
# Johannes Thomasius (&#039;&#039;&#039;Mysteriendramen&#039;&#039;&#039;, Rudolf Steiner), wird von Doppelgänger-Kräften zur Seherin Theodora geleitet. [[Die Apokalypse des Johannes - 102. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Der Künstler und seine Muse: Johannes Thomasius lebt von den Seelenkräften anderer Menschen 00:45:09|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 102. Folge, 2022, 00:45:09]]&lt;br /&gt;
# Professor Capesius (&#039;&#039;&#039;Mysteriendramen&#039;&#039;&#039;, Rudolf Steiner). [[Die Apokalypse des Johannes - 102. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Unsere Zeit ist charakterisiert durch ein Zusammenspiel von luziferischen und ahrimanischen Kräften 00:28:03|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 102. Folge, 2022, 00:28:03]]&lt;br /&gt;
# Theodora (&#039;&#039;&#039;Mysteriendramen&#039;&#039;&#039;, Rudolf Steiner). [[Die Apokalypse des Johannes - 102. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Unsere Zeit ist charakterisiert durch ein Zusammenspiel von luziferischen und ahrimanischen Kräften 00:28:03|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 102. Folge, 2022, 00:28:03]]&lt;br /&gt;
# Rosenkreuzer (&#039;&#039;&#039;Mysteriendramen&#039;&#039;&#039;, Rudolf Steiner). [[Die Apokalypse des Johannes - 102. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Unsere Zeit ist charakterisiert durch ein Zusammenspiel von luziferischen und ahrimanischen Kräften 00:28:03|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 102. Folge, 2022, 00:28:03]]&lt;br /&gt;
# Maria (&#039;&#039;&#039;Mysteriendramen&#039;&#039;&#039;, Rudolf Steiner) stellt ihre Seelenkräfte Johannes Thomasius zur Verfügung. [[Die Apokalypse des Johannes - 102. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Der Künstler und seine Muse: Johannes Thomasius lebt von den Seelenkräften anderer Menschen 00:45:09|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 102. Folge, 2022, 00:45:09]]&lt;br /&gt;
# Felix Balde &#039;&#039;&#039;(Mysteriendramen&#039;&#039;&#039;, Rudolf Steiner). [[Die Apokalypse des Johannes - 102. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Wir sollen und können die ahrimanischen und luziferischen Kräfte benützen, aber im richtigen Gleichgewicht 00:56:32|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 102. Folge, 2022, 00:56:32]]&lt;br /&gt;
# Die Risiken am geistigen Weg, aufgezeigt in den &#039;&#039;&#039;Mysteriendramen&#039;&#039;&#039; von Rudolf Steiner. [[Die Apokalypse des Johannes - 102. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Johannes Thomasius ist die zentrale Gestalt in den Mysteriendramen, an der die Risiken einer geistigen Entwicklung dargestellt sind 01:03:27|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 102. Folge, 2022, 01:03:27]]&lt;br /&gt;
# „[…] die Michael Schule […] diese Impulse sind bei Goethe hineingekommen, namentlich eben in dieses &#039;Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie&#039;, aus der dann die &#039;&#039;&#039;Mysteriendramen&#039;&#039;&#039; […] entstanden sind. “[[Die Apokalypse des Johannes - 11. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Die Michael-Schule: Vorbereitung des Michael-Zeitalters - Goethe und Schiller 01:15:11|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 11. Folge, 2020, 01:15:11]]&lt;br /&gt;
# Die Bilder der &#039;&#039;&#039;Mysterien-Dramen&#039;&#039;&#039; haben einen weckenden Charakter und wirken, wenn man über Jahre mit dem Text lebt. [[2. Mysteriendrama, Die Prüfung der Seele - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Die Bilder des Mysterien-Dramas haben einen weckenden Charakter und wirken, wenn man über Jahre mit dem Text lebt 0:36:32|| Peter, W. Die Prüfung der Seele_2023, 0:36:32]]&lt;br /&gt;
# „Rudolf Steiner […] hat ja sogar in den &#039;&#039;&#039;Mysteriendramen&#039;&#039;&#039; von der sogenannten Strader-Maschine gesprochen. Also das ist irgendein zauberhafter Apparat, der eben dieser neuen Technik entspricht.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 42. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#In dem Wunsch, das Bewusstsein des Menschen auf einen Computer zu übertragen, liegt auch eine große Gefahr 01:05:25|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 42. Folge, 2021, 01:05:25]]&lt;br /&gt;
# „[…] die Botschaft ist immer wieder, gerade dieser &#039;&#039;&#039;Mysteriendramen&#039;&#039;&#039;: Es kommt auf das einzelne Ich an - in der Gemeinschaft mit anderen Ich-en.“ [[4. Mysteriendrama, Der Seele Erwachen - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Die zentrale Botschaft der Mysteriendramen: Es kommt in Gemeinschaften auf das einzelne Ich an, indem jeder aus dem Geistigen tätig ist und einen schöpferischen Impuls mitbringt 00:52:33|| Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 00:52:33]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Erstes Mysteriendrama =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# „[…] das erste &#039;&#039;&#039;Mysteriendrama&#039;&#039;&#039;, das ja zunächst eigentlich das goethesche Märchen auf die Bühne bringen sollte […] das ja untertitelt wird mit „Ein Rosenkreuzer Mysterium“.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Die Anthroposophie als Kraftorganismus am Beispiel eines Mysteriendramas 00:39:50|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:39:50]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Zweites Mysteriendrama =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &amp;quot;Die Prüfung der Seele&amp;quot;, &#039;&#039;&#039;2.&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Mysteriendrama&#039;&#039;&#039; von Rudolf Steiner. Wir stehen heute alle vor einer Prüfung der Seele. [[2. Mysteriendrama, Die Prüfung der Seele - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Begrüßung und Einleitung 0:00:44|| Peter, W. Die Prüfung der Seele_2023, 0:00:44]]&lt;br /&gt;
# In einer Szene im &#039;&#039;&#039;2. Mysteriendrama&#039;&#039;&#039;, 11. Bild begegnet Maria [[Ahriman]]. Trotz seiner Versuche, sie zu verunsichern, erkennt sie, dass er auch Richtiges sagt. [[Die Apokalypse des Johannes - 130. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Szene im 2. Mysterien-Drama, 11. Bild: Maria begegnet Ahriman. Trotz seiner Versuche, sie zu verunsichern, erkennt sie, dass er auch Richtiges sagt 01:31:28|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 130. Folge, 2022, 01:31:28]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Drittes Mysteriendrama =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# „Das &#039;&#039;&#039;dritte&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Mysteriendrama&#039;&#039;&#039; ist ein Geistesschicksalsdrama, das sich überall abspielen kann.“  | Peter, W. Der Hüter der Schwelle_3. Mysteriendrama, 2024,  0:43:48&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Viertes Mysteriendrama =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# „Große Aufruhr deswegen, wegen des zentralen Themas eigentlich dieses &#039;&#039;&#039;vierten Dramas&#039;&#039;&#039; […] es geht darum, die geistige Kraft, diese Geistgemeinschaft, die sich mittlerweile gebildet hat, wirklich ins praktische Leben umzusetzen.” [[4. Mysteriendrama, Der Seele Erwachen - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Die Geistgemeinschaft ins praktische Leben umzusetzen steht im Mittelpunkt des 4. Dramas 00:40:12|| Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 00:40:12]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
	</entry>
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		<title>Mysteriendramen von Rudolf Steiner</title>
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		<updated>2026-10-17T14:19:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: &lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
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{{Anthrowiki.at|Die Mysteriendramen Rudolf Steiners}} &amp;lt;blockquote&amp;gt;„Die Mysteriendramen Rudolf Steiners sind der Versuch, den Einweihungsweg einzelner, konkreter individueller Menschen in künstlerischer Form dramatisch darzustellen. Vier Mysteriendramen hat Rudolf Steiner vollendet, ein fünftes, das laut Marie Steiner eine Rückschau auf Ereignisse an der kastalischen Quelle in Delphi bringen sollte, war schon in groben Zügen umrissen, doch kam es durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges nicht mehr zur weiteren Ausarbeitung des Entwurfs.&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Johannes Thomasius &#039;&#039;&#039;(Mysteriendramen&#039;&#039;&#039;, Rudolf Steiner). [[Die Apokalypse des Johannes - 102. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Unsere Zeit ist charakterisiert durch ein Zusammenspiel von luziferischen und ahrimanischen Kräften 00:28:03|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 102. Folge, 2022, 00:28:03]]&lt;br /&gt;
# Johannes Thomasius (&#039;&#039;&#039;Mysteriendramen&#039;&#039;&#039;, Rudolf Steiner) bringt ahrimanische Präzision in ein geisteswissenschaftliches Werk. [[Die Apokalypse des Johannes - 102. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Just have fun - Luzifers Beitrag am Beispiel von Johannes Thomasius im 3. Mysteriendrama 00:36:53|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 102. Folge, 2022, 00:36:53]]&lt;br /&gt;
# Johannes Thomasius (&#039;&#039;&#039;Mysteriendramen,&#039;&#039;&#039; Rudolf Steiner), verzichtet darauf, eigene geistige Kräfte zu entwickeln. [[Die Apokalypse des Johannes - 102. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Der Künstler und seine Muse: Johannes Thomasius lebt von den Seelenkräften anderer Menschen 00:45:09|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 102. Folge, 2022, 00:45:09]]&lt;br /&gt;
# Johannes Thomasius (&#039;&#039;&#039;Mysteriendramen&#039;&#039;&#039;, Rudolf Steiner), wird von Doppelgänger-Kräften zur Seherin Theodora geleitet. [[Die Apokalypse des Johannes - 102. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Der Künstler und seine Muse: Johannes Thomasius lebt von den Seelenkräften anderer Menschen 00:45:09|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 102. Folge, 2022, 00:45:09]]&lt;br /&gt;
# Professor Capesius (&#039;&#039;&#039;Mysteriendramen&#039;&#039;&#039;, Rudolf Steiner). [[Die Apokalypse des Johannes - 102. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Unsere Zeit ist charakterisiert durch ein Zusammenspiel von luziferischen und ahrimanischen Kräften 00:28:03|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 102. Folge, 2022, 00:28:03]]&lt;br /&gt;
# Theodora (&#039;&#039;&#039;Mysteriendramen&#039;&#039;&#039;, Rudolf Steiner). [[Die Apokalypse des Johannes - 102. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Unsere Zeit ist charakterisiert durch ein Zusammenspiel von luziferischen und ahrimanischen Kräften 00:28:03|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 102. Folge, 2022, 00:28:03]]&lt;br /&gt;
# Rosenkreuzer (&#039;&#039;&#039;Mysteriendramen&#039;&#039;&#039;, Rudolf Steiner). [[Die Apokalypse des Johannes - 102. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Unsere Zeit ist charakterisiert durch ein Zusammenspiel von luziferischen und ahrimanischen Kräften 00:28:03|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 102. Folge, 2022, 00:28:03]]&lt;br /&gt;
# Maria (&#039;&#039;&#039;Mysteriendramen&#039;&#039;&#039;, Rudolf Steiner) stellt ihre Seelenkräfte Johannes Thomasius zur Verfügung. [[Die Apokalypse des Johannes - 102. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Der Künstler und seine Muse: Johannes Thomasius lebt von den Seelenkräften anderer Menschen 00:45:09|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 102. Folge, 2022, 00:45:09]]&lt;br /&gt;
# Felix Balde &#039;&#039;&#039;(Mysteriendramen&#039;&#039;&#039;, Rudolf Steiner). [[Die Apokalypse des Johannes - 102. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Wir sollen und können die ahrimanischen und luziferischen Kräfte benützen, aber im richtigen Gleichgewicht 00:56:32|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 102. Folge, 2022, 00:56:32]]&lt;br /&gt;
# Die Risiken am geistigen Weg, aufgezeigt in den &#039;&#039;&#039;Mysteriendramen&#039;&#039;&#039; von Rudolf Steiner. [[Die Apokalypse des Johannes - 102. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Johannes Thomasius ist die zentrale Gestalt in den Mysteriendramen, an der die Risiken einer geistigen Entwicklung dargestellt sind 01:03:27|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 102. Folge, 2022, 01:03:27]]&lt;br /&gt;
# „[…] die Michael Schule […] diese Impulse sind bei Goethe hineingekommen, namentlich eben in dieses &#039;Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie&#039;, aus der dann die &#039;&#039;&#039;Mysteriendramen&#039;&#039;&#039; […] entstanden sind. “[[Die Apokalypse des Johannes - 11. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Die Michael-Schule: Vorbereitung des Michael-Zeitalters - Goethe und Schiller 01:15:11|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 11. Folge, 2020, 01:15:11]]&lt;br /&gt;
# Die Bilder der &#039;&#039;&#039;Mysterien-Dramen&#039;&#039;&#039; haben einen weckenden Charakter und wirken, wenn man über Jahre mit dem Text lebt. [[2. Mysteriendrama, Die Prüfung der Seele - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Die Bilder des Mysterien-Dramas haben einen weckenden Charakter und wirken, wenn man über Jahre mit dem Text lebt 0:36:32|| Peter, W. Die Prüfung der Seele_2023, 0:36:32]]&lt;br /&gt;
# „Rudolf Steiner […] hat ja sogar in den &#039;&#039;&#039;Mysteriendramen&#039;&#039;&#039; von der sogenannten Strader-Maschine gesprochen. Also das ist irgendein zauberhafter Apparat, der eben dieser neuen Technik entspricht.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 42. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#In dem Wunsch, das Bewusstsein des Menschen auf einen Computer zu übertragen, liegt auch eine große Gefahr 01:05:25|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 42. Folge, 2021, 01:05:25]]&lt;br /&gt;
# „[…] die Botschaft ist immer wieder, gerade dieser &#039;&#039;&#039;Mysteriendramen&#039;&#039;&#039;: Es kommt auf das einzelne Ich an - in der Gemeinschaft mit anderen Ich-en.“ [[4. Mysteriendrama, Der Seele Erwachen - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Die zentrale Botschaft der Mysteriendramen: Es kommt in Gemeinschaften auf das einzelne Ich an, indem jeder aus dem Geistigen tätig ist und einen schöpferischen Impuls mitbringt 00:52:33|| Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 00:52:33]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Erstes Mysteriendrama =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# „[…] das erste &#039;&#039;&#039;Mysteriendrama&#039;&#039;&#039;, das ja zunächst eigentlich das goethesche Märchen auf die Bühne bringen sollte […] das ja untertitelt wird mit „Ein Rosenkreuzer Mysterium“.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Die Anthroposophie als Kraftorganismus am Beispiel eines Mysteriendramas 00:39:50|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:39:50]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Zweites Mysteriendrama =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &amp;quot;Die Prüfung der Seele&amp;quot;, &#039;&#039;&#039;2.&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Mysteriendrama&#039;&#039;&#039; von Rudolf Steiner. Wir stehen heute alle vor einer Prüfung der Seele. [[2. Mysteriendrama, Die Prüfung der Seele - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Begrüßung und Einleitung 0:00:44|| Peter, W. Die Prüfung der Seele_2023, 0:00:44]]&lt;br /&gt;
# In einer Szene im &#039;&#039;&#039;2. Mysteriendrama&#039;&#039;&#039;, 11. Bild begegnet Maria [[Ahriman]]. Trotz seiner Versuche, sie zu verunsichern, erkennt sie, dass er auch Richtiges sagt. [[Die Apokalypse des Johannes - 130. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Szene im 2. Mysterien-Drama, 11. Bild: Maria begegnet Ahriman. Trotz seiner Versuche, sie zu verunsichern, erkennt sie, dass er auch Richtiges sagt 01:31:28|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 130. Folge, 2022, 01:31:28]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Drittes Mysteriendrama =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# „Das &#039;&#039;&#039;dritte&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Mysteriendrama&#039;&#039;&#039; ist ein Geistesschicksalsdrama, das sich überall abspielen kann.“  | Peter, W. Der Hüter der Schwelle_3. Mysteriendrama, 2024,  0:43:48&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Viertes Mysteriendrama =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# „Große Aufruhr deswegen, wegen des zentralen Themas eigentlich dieses &#039;&#039;&#039;vierten Dramas&#039;&#039;&#039; […] es geht darum, die geistige Kraft, diese Geistgemeinschaft, die sich mittlerweile gebildet hat, wirklich ins praktische Leben umzusetzen.” [[4. Mysteriendrama, Der Seele Erwachen - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Die Geistgemeinschaft ins praktische Leben umzusetzen steht im Mittelpunkt des 4. Dramas 00:40:12|| Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 00:40:12]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
	</entry>
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		<id>https://anthro.world/index.php?title=Mensch&amp;diff=33028</id>
		<title>Mensch</title>
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		<updated>2026-10-17T14:15:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: &lt;/p&gt;
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{{Anthrowiki.at|Mensch}} &amp;lt;blockquote&amp;gt;„Mit dem Wort Mensch (skrt. मनुष Manushya; hebr. אֱנוֹשׁ Enosch; griech. ἄνθρωπος anthropos, von anti und tropos, wörtlich: „der entgegen Gewendete“) wird ganz allgemein jene kosmische Entwicklungsstufe bezeichnet, auf der ein Wesen sein Ich und sein Selbstbewusstsein entwickelt, und dabei vom bloßen Geschöpf zum Schöpfer aufsteigt&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Mensch =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Mit der Kristallbildung ist der &#039;&#039;&#039;Mensch&#039;&#039;&#039; auf der Erde angekommen. [[Die Apokalypse des Johannes - 152. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Elias existierte vorwiegend im Astralischen 00:39:23|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 152. Folge, 2023, 00:39:23]]&lt;br /&gt;
# Beim Mysterium von Golgatha ist das Göttliche &#039;&#039;&#039;Mensch&#039;&#039;&#039; geworden. [[Die Apokalypse des Johannes - 152. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Der Schöpfungsplan ist offen. Er ist nur ein Rahmen, in dem der Mensch die Möglichkeit erhält, sich zu einem freien Wesen zu entwickeln 01:00:52|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 152. Folge, 2023, 01:00:52]]&lt;br /&gt;
# Seit dem Mysterium von Golgatha kann jeder &#039;&#039;&#039;Mensch&#039;&#039;&#039; sagen: Ich bin der Ich-Seiende. [[Die Apokalypse des Johannes - 152. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Äußere Bilder als innere, seelische Bilder verstehen 01:11:29|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 152. Folge, 2023, 01:11:29]]&lt;br /&gt;
# Der &#039;&#039;&#039;Mensch&#039;&#039;&#039; war von Anfang an das gefährlichste Raubtier auf Erden. [[Die Apokalypse des Johannes - 151. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Schon früh hat der Mensch Zerstörungskraft in die Welt getragen 00:15:50|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 151. Folge, 2023, 00:15:50]]&lt;br /&gt;
# Der &#039;&#039;&#039;Mensch&#039;&#039;&#039; ist das erste geistige Wesen, das in einer materiellen Gestalt eingesperrt ist. [[Die Apokalypse des Johannes - 151. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Das Fernziel der Menschheit: Immer mehr freie geistige Wesen sollen entstehen 00:42:32|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 151. Folge, 2023, 00:42:32]]&lt;br /&gt;
# Der &#039;&#039;&#039;Mensch&#039;&#039;&#039; wird im Vulkan-Zustand auf der gleichen Stufe stehen wie die Elohim. [[Die Apokalypse des Johannes - 151. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Das Fernziel der Menschheit: Immer mehr freie geistige Wesen sollen entstehen 00:42:32|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 151. Folge, 2023, 00:42:32]]&lt;br /&gt;
# Nur der &#039;&#039;&#039;Mensch&#039;&#039;&#039; kann Freiheit entwickeln, die bis jetzt, außer der Trinität, kein einziges geistiges Wesen hatte. [[Die Apokalypse des Johannes - 151. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Das Fernziel der Menschheit: Immer mehr freie geistige Wesen sollen entstehen 00:42:32|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 151. Folge, 2023, 00:42:32]]&lt;br /&gt;
# Der Geistesmensch ist der vergeistigte physische Leib des &#039;&#039;&#039;Menschen&#039;&#039;&#039;. [[Die Apokalypse des Johannes - 151. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Die Verwandlung des physischen Leibes zum Geistesmenschen 00:45:44|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 151. Folge, 2023, 00:45:44]]&lt;br /&gt;
# Bei der ägyptischen Einweihung ist das Ich noch nicht wirklich im &#039;&#039;&#039;Menschen&#039;&#039;&#039; angekommen. [[Die Apokalypse des Johannes - 151. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Moses wendet sich von den Midianitern ab und dem hebräisch-israelitischen Volk zu 01:01:50|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 151. Folge, 2023, 01:01:50]]&lt;br /&gt;
# Elias ist &#039;&#039;&#039;Mensch&#039;&#039;&#039;, aber noch nicht ganz auf der Erde angekommen. [[Die Apokalypse des Johannes - 151. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Wir Menschen entwickeln unser freies Ich, indem wir Schuld auf uns laden. In einer Rückschau ohne Reue entwickeln wir die Fähigkeit, aus unseren Fehlern neue geistige Kräfte zu schöpfen 01:36:37|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 151. Folge, 2023, 01:36:37]]&lt;br /&gt;
# Zitat aus einem Mysteriendrama: Das was der Luzifer im &#039;&#039;&#039;Menschen&#039;&#039;&#039;-Wesen schafft, ist Lebensreichtum, der die Seele bildet. [[Die Apokalypse des Johannes - 151. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Luzifer bringt Licht und Anregungen für die Künste, arbeitet aber mit alten Kräften 01:47:09|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 151. Folge, 2023, 01:47:09]]&lt;br /&gt;
# Das Ich sollte im einzelnen &#039;&#039;&#039;Menschen&#039;&#039;&#039; ankommen, lebt bis heute aber noch stark im Gruppenmäßigen. [[Die Apokalypse des Johannes - 151. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Mit Gruppen, die aus Freiheit heraus entstehen, verbindet sich eine Engel-Wesenheit, die dadurch an der Freiheit teilnehmen und Befreiung erlangen kann 02:03:27|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 151. Folge, 2023, 02:03:27]]&lt;br /&gt;
# Der &#039;&#039;&#039;Mensch&#039;&#039;&#039; hat auch ein Wahrheitsgefühl. Das ist ein Spüren auf der seelischen Ebene, ob etwas wahr ist oder nicht. [[Die Apokalypse des Johannes - 151. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Das Denken wieder mit Glaubenskräften verbinden 00:25:34|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 151. Folge, 2023, 00:25:34]]&lt;br /&gt;
# Fehlerlos könnten wir als &#039;&#039;&#039;Menschen&#039;&#039;&#039; in der Gestalt auf Erden nicht existieren. [[Die Apokalypse des Johannes - 170. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Alles, was irdisch materiell ist hat notwendig Fehler, auch der Mensch kann auf Erden nur mit Fehlern existieren 00:44:38|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 170. Folge, 2023, 00:44:38]]&lt;br /&gt;
# Das einzige Ziel ist der freie &#039;&#039;&#039;Mensch&#039;&#039;&#039;. [[Die Apokalypse des Johannes - 170. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Für die Entwicklung des Ich ist es von zentraler Bedeutung, durch Inkarnationen hindurchzugehen - das einzige Ziel ist der freie Mensch 01:28:39|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 170. Folge, 2023, 01:28:39]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Menschenliebe&#039;&#039;&#039; sollte die eigentliche Triebkraft der Wirtschaft sein. [[Die Apokalypse des Johannes - 167. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Steiners Dreigliederungs-Idee 00:33:20|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 167. Folge, 2023, 00:33:20]]&lt;br /&gt;
# Aus den einzelnen &#039;&#039;&#039;Menschen&#039;&#039;&#039; müssen Impulse kommen, und diesen Impulsen muss Raum gegeben werden. [[Die Apokalypse des Johannes - 167. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Kultur muss gestaltende Kraft werden 00:39:02|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 167. Folge, 2023, 00:39:02]]&lt;br /&gt;
# Logische Beweisketten kann der Computer bereits besser lösen als der &#039;&#039;&#039;Mensch&#039;&#039;&#039;. [[Die Apokalypse des Johannes - 167. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Wissenschaft und Kunst müssen wieder zusammenströmen 00:51:43|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 167. Folge, 2023, 00:51:43]]&lt;br /&gt;
# Der &#039;&#039;&#039;Mensch&#039;&#039;&#039; muss sich mit der Technik mitentwickeln, um geistig die Führung zu übernehmen, sonst wird er zu ihrem Sklaven. [[Die Apokalypse des Johannes - 167. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Wissenschaft und Kunst müssen wieder zusammenströmen 00:51:43|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 167. Folge, 2023, 00:51:43]]&lt;br /&gt;
# Das Schlimmste, was man der Welt und den &#039;&#039;&#039;Menschen&#039;&#039;&#039; antun könnte, ist eine Lösung zu finden, wie man den absoluten Frieden und die absolute Harmonie auf der Welt schaffen kann. [[Die Apokalypse des Johannes - 167. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Weltutopien werden aus dem ahrimanischen Verstand geboren 01:03:28|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 167. Folge, 2023, 01:03:28]]&lt;br /&gt;
# Die Naturwissenschaft sieht den &#039;&#039;&#039;Menschen&#039;&#039;&#039; als biologische Maschine, die nur durch Nervenfunktionen gesteuert wird. [[Die Apokalypse des Johannes - 167. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Der ahrimanische Sündenfall 00:28:04|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 167. Folge, 2023, 00:28:04]]&lt;br /&gt;
# Wirkliche &#039;&#039;&#039;Menschen&#039;&#039;&#039;begegnungen sind nicht formell und gesellschaftlich normiert, sondern wollen auf den geistig-seelischen Wesenkern des Gegenübers blicken; dies vollzieht sich jenseits von Sympathie und Antipathie. [[Die Apokalypse des Johannes - 22. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Erfahrungen mit dem kleinen Hüter der Schwelle (Doppelgänger) - Wirkliche Menschenbegegnungen entstehen da, wo wir Feinfühligkeit für den Wesenskern des Menschen entwickeln und seine Grenze achten 01:17:54|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 22. Folge, 2020, 01:17:54]]&lt;br /&gt;
# Wir sind auf dem Wege zu lernen, letztlich irgendwann einmal einen ganzen Kosmos zu schaffen. So groß muss man den &#039;&#039;&#039;Menschen&#039;&#039;&#039; denken. [[Die Apokalypse des Johannes - 138. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Wir müssen bei uns selbst beginnen, Seelisches immer wieder zu erneuern 00:10:44|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 138. Folge, 2022, 00:10:44]]&lt;br /&gt;
# Der geistige &#039;&#039;&#039;Mensch&#039;&#039;&#039; ist jenes Wesen, von dem alle anderen Wesen abstammen. [[Die Apokalypse des Johannes - 138. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Der Mensch ist das Wesen, von dem alle anderen Wesen abstammen - nicht vom Menschen in heutiger Form, sondern als geistiges Wesen 01:01:54|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 138. Folge, 2022, 01:01:54]]&lt;br /&gt;
# Das Zentrum der Welt ist in jedem einzelnen &#039;&#039;&#039;Menschen&#039;&#039;&#039;, in seinem Ich. [[Die Apokalypse des Johannes - 138. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Wo ist das Zentrum der Welt? In jedem einzelnen Menschen, in seinem Ich. Und jeder hat recht 02:00:35|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 138. Folge, 2022, 02:00:35]]&lt;br /&gt;
# „Wenn der &#039;&#039;&#039;Mensch&#039;&#039;&#039; sich beginnt, aus den Verkörperungen zu lösen, dann ist er aber im flüssigen Element, im dampfförmigen Element, das heißt im Wolkenelement namentlich sehr stark drinnen.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 28. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Was hat es mit dem Regenbogen, was mit dem Sonnenantlitz, was mit den Feuerfüßen auf sich 01:32:45|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 28. Folge, 2020, 01:32:45]]&lt;br /&gt;
# Auch intellektuelle &#039;&#039;&#039;Menschen&#039;&#039;&#039; können Wolkenmenschen sein mit Gedanken, mit denen du in der Praxis in Wahrheit nichts anfangen kannst, die an der Wirklichkeit vorbei zielen. [[Die Apokalypse des Johannes - 28. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Was hat es mit dem Regenbogen, was mit dem Sonnenantlitz, was mit den Feuerfüßen auf sich 01:32:45|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 28. Folge, 2020, 01:32:45]]&lt;br /&gt;
# „Wenn man von einem &#039;&#039;&#039;Menschen&#039;&#039;&#039; wie [[Noah]] gesprochen hat oder von Methusalem, so meinte man einen ganzen Stamm. Und dieser Stamm hatte aber ein [[Bewusstsein]], das vielleicht über sieben-, acht-, oder neunhundert Jahre ging“. [[Die Apokalypse des Johannes - 28. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Im Zeitalter der Posaunen ist die Mehrheit der Menschen nicht mehr physisch verkörpert 01:39:28|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 28. Folge, 2020, 01:39:28]]&lt;br /&gt;
# Die ganze lebendige Natur, die Pflanzen, ja sogar die Mineralien sind aus dem Ur-Adam heraus entstanden? Er ist die Quelle der Menschheit, er ist die &#039;&#039;&#039;Menschheit&#039;&#039;&#039;. [[Die Apokalypse des Johannes - 141. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Der nathanische Jesus bringt uns die Herrschaft über die Kräfte des Baumes des Lebens 01:14:08|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 141. Folge, 2022, 01:14:08]]&lt;br /&gt;
# [[Meister Eckhart]]: &amp;quot;&#039;&#039;So wahr es ist, dass Gott &#039;&#039;&#039;Mensch&#039;&#039;&#039; geworden ist, so wahr ist es, dass der &#039;&#039;&#039;Mensch&#039;&#039;&#039; Gott geworden ist&amp;quot;&#039;&#039; - der Mensch ist zum Mitgestalter der Erde geworden. [[Die Apokalypse des Johannes - 141. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Wir tragen sehr viel dazu bei, dass die Natur existiert und auch erhalten bleibt, leider aber auch zu ihrer Zerstörung. Dennoch ist der oft geäußerte Standpunkt - wenn es den Menschen nicht gäbe, dann ginge es der Welt und der Erde besser - unrichtig und keine Lösung 01:41:27|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 141. Folge, 2022, 01:41:27]]&lt;br /&gt;
# Zusätzlich zu den Auswirkungen der [[Umweltzerstörung]] müssen wir gewaltig mitarbeiten, dass die [[Natur]] überhaupt existieren kann. Der oft geäußerte Standpunkt - wenn es den &#039;&#039;&#039;Menschen&#039;&#039;&#039; nicht gäbe, dann ginge es der [[Welt]] und der [[Erde]] besser - ist falsch. Das ist keine Lösung, weil dann würde sie noch schneller absterben. [[Die Apokalypse des Johannes - 141. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Wir tragen sehr viel dazu bei, dass die Natur existiert und auch erhalten bleibt, leider aber auch zu ihrer Zerstörung. Dennoch ist der oft geäußerte Standpunkt - wenn es den Menschen nicht gäbe, dann ginge es der Welt und der Erde besser - unrichtig und keine Lösung 01:41:27|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 141. Folge, 2022, 01:41:27]]&lt;br /&gt;
# Das Geistselbst wird im Orientalischen auch Manas genannt. Es hat mit meynen, denken, zu tun. Auch das Wort &amp;quot;&#039;&#039;&#039;Mensch&#039;&#039;&#039;&amp;quot; hängt damit zusammen. Es ist ein altes indo-germanisches Wort. Auch das Wort Mann kommt davon. [[Die Apokalypse des Johannes - 1. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Die sieben Schöpfergeister und die Entwicklung des Menschen 01:03:33|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 1. Folge, 2020, 01:03:33]]&lt;br /&gt;
# Der &#039;&#039;&#039;Mensch&#039;&#039;&#039; kann im Unterschied zu höheren Wesen der geistigen Welt irren. Dafür hat er die [[Freiheit]]. Er kann sich aus freiem Willen dem Geistigen öffnen, wodurch sich im Ich eine Quelle öffnet, die wesensgleich mit dem höchsten Göttlichen ist: Wesenseins mit dem Christus. [[Die Apokalypse des Johannes - 1. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Wiederholte Erdenleben und die Freiheit des Menschen 00:50:06|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 1. Folge, 2020, 00:50:06]]&lt;br /&gt;
# Für die fernste Zukunft gibt es den Plan für die [[Menschheitsentwicklung]], dass die &#039;&#039;&#039;Menschen&#039;&#039;&#039; Schöpfergötter sein werden, wie die Elohim im Alten Testament. [[Die Apokalypse des Johannes - 4. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Menschheitsentwicklung - in fernster Zukunft werden die Menschen Schöpfergötter sein, wie die Elohim im Alten Testament. Das ist zumindest der Plan 00:28:32|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 4. Folge, 2020, 00:28:32]]&lt;br /&gt;
# „Es ist das Privileg des &#039;&#039;&#039;Menschen&#039;&#039;&#039;, scheitern zu können. Würden wir immer alles perfekt machen, wären wir in Wahrheit höhere Automaten.” [[Die Apokalypse des Johannes - 8. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Die Inkarnation des Christus musste auf komplizierte Weise vorbereitet werden 00:35:28|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 8. Folge, 2020, 00:35:28]]&lt;br /&gt;
# Das [[Schicksal]] der höheren Hierarchien hängt davon ab, dass wir &#039;&#039;&#039;Menschen&#039;&#039;&#039; uns entwickeln und gewisse Aufgaben übernehmen. [[Die Apokalypse des Johannes - 8. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Das Schicksal der höheren Hierarchien hängt davon ab, dass die Menschen sich entwickeln und gewisse Aufgaben übernehmen 00:24:48|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 8. Folge, 2020, 00:24:48]]&lt;br /&gt;
# „Seit dem [[Mysterium von Golgatha]], dem Erdenleben des [[Christus]] hat sich etwas komplett umgedreht. &#039;&#039;&#039;Der Mensch&#039;&#039;&#039; wird zur Quelle, aus dem das Geistige strömt - für die ganze Welt, also auch für die [[Hierarchien]].“ [[Die Apokalypse des Johannes - 8. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Mit dem Erdenleben des Christus ändert sich das: Die Quelle des Geistigen sind die Menschen 00:21:47|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 8. Folge, 2020, 00:21:47]]&lt;br /&gt;
# Der &#039;&#039;&#039;Mensch&#039;&#039;&#039; wird zur Quelle des Geistigen. Und dazu kommt, dass jetzt aus dem eigenen Ich heraus selbst eine Quelle zu strahlen beginnt, die wesensgleich der [[Christuskraft]] ist, oder wesensgleich jener Kraft ist, die in der ganzen [[Trinität]] lebt. [[Die Apokalypse des Johannes - 8. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Mit dem Erdenleben des Christus ändert sich das: Die Quelle des Geistigen sind die Menschen 00:21:47|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 8. Folge, 2020, 00:21:47]]&lt;br /&gt;
# „Wenn ich verstehen will, die Gestalt von Tieren zum Beispiel, dann muss ich vom &#039;&#039;&#039;Menschen&#039;&#039;&#039; ausgehen.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 13. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#In den Naturwissenschaften gibt es nichts Geistiges, nichts Seelisches. Leben ist eine Erscheinung des Materiellen 00:23:16|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 13. Folge, 2020, 00:23:16]]&lt;br /&gt;
# „Weil was sind wir als &#039;&#039;&#039;Mensch&#039;&#039;&#039;? […] man könnte sagen das Mittelpunkts-Geschöpf des ganzen Tierreiches, weil wir in gewisser Weise die Bildekräfte des ganzen Tierreiches in abgeschwächter Form in uns versammeln.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 35. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Der Mensch ist das zentrale Geschöpf des ganzen Tierreichs, weil wir die Bildekräfte des ganzen Tierreichs in abgeschwächter Form in uns versammeln 01:15:02|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 35. Folge, 2020, 01:15:02]]&lt;br /&gt;
# Der Punkt ist, der &#039;&#039;&#039;Mensch&#039;&#039;&#039; muss beständig in der Gefahr stehen, abzustürzen, aber auch ständig in der Möglichkeit sein, aus eigener Kraft aufzusteigen. Das macht den Menschen aus […] Und wenn man ihm einen Schritt nur abnimmt davon, nimmt man ihm etwas von seiner Freiheit. [[Die Apokalypse des Johannes - 38. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Menschsein heißt: Auf des Messers Schneide zwischen Himmel und Hölle wandern 00:08:30|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 38. Folge, 2021, 00:08:30]]&lt;br /&gt;
# „[…] da ist es ja jetzt ganz deutlich in der Apokalypse ausgesprochen - da steht, die Zahl des Tieres ist [[666]]. Und es steht dann ganz deutlich, es ist eines &#039;&#039;&#039;Menschen&#039;&#039;&#039; Zahl.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 39. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Heute beschäftigen wir uns mit dem zweiten Tier, das in der Apokalypse herauskommt. Die Auslöschung der Templer im Jahr 1307 durch Philipp den Schönen war ein Schlag, der eng mit diesem zweiten Tier in Zusammenhang steht 00:24:53|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 39. Folge, 2021, 00:24:53]]&lt;br /&gt;
# Der &#039;&#039;&#039;Mensch&#039;&#039;&#039; ist sozusagen versammelt in sich, aber in reduzierter Form, alles, was man auch bei den Tieren findet. Aber er hat es im Gleichgewicht [[Wie tot sind die Toten - ein Vortrag von Wolfgang Peter in Essen, 2024#Der Mensch ist sozusagen versammelt in sich, in reduzierter Form, alles, was man auch bei den Tieren findet. Aber er hat es im Gleichgewicht 00:20:18|| Peter, W. Wie tot sind unsere Toten, 2024, 00:20:18]]&lt;br /&gt;
# „[…] von den aufrechten Wesen […] von &#039;&#039;&#039;Menschen&#039;&#039;&#039; vor allem […] nur der ist zur [[Sprache]] geeignet. In dem Moment, wo es näher der Horizontalen kommt, kommen wir ins Grölen hinein. Dann geht auch die Schönheit der Sprache verloren.“ [[Vom rettenden Wesen der Schönheit mit praktischen Sprachübungen - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Nur das aufgerichtete Wesen ist zur Sprache fähig 00:05:11|| Peter, W. Vom rettenden Wesen der Schönheit, 2025, 00:05:11]]&lt;br /&gt;
# „[…] trotzdem, jeder &#039;&#039;&#039;Mensch&#039;&#039;&#039; ist anders und auch jedes Tierexemplar ist nicht genau gleich aus einer Gattung. Auch sie unterscheiden sich leise. Der Unterschied ist nur, der Mensch wird - dadurch, dass sein Ich an der Organisation arbeitet […] immer mehr zum Schöpfer seiner individuellen Gestalt.“  [[Die Apokalypse des Johannes - 43. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Der Grundbauplan der Tiere: Der Mensch 00:25:30|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 43. Folge, 2021, 00:25:30]]&lt;br /&gt;
# „Es geht darum, dass diese Maschinen der Zukunft auf den einzelnen individuellen Menschen eingehen […] Vielleicht so, dass eine Maschine wirklich dann nur bei dem einen &#039;&#039;&#039;Menschen&#039;&#039;&#039; läuft oder funktioniert […] Das ist halt ein bissl Zukunftsvision.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 43. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Die Maschinen der Zukunft werden auf den individuellen Menschen eingehen 00:45:07|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 43. Folge, 2021, 00:45:07]]&lt;br /&gt;
# „[…] der &#039;&#039;&#039;Mensch&#039;&#039;&#039; wird sich mit den Maschinen verbinden. Es wird Maschinen geben, die nur arbeiten, wenn der Mensch sich damit verbindet. Und man wird schauen, dass diese Verbindung zustande kommt auf rechte oder unrechte Weise […]“  [[Die Apokalypse des Johannes - 43. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Jeder Mensch hat seinen Stern 01:22:33|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 43. Folge, 2021, 01:22:33]]&lt;br /&gt;
# „Das ist so eine typische Aussage unseres materialistischen Zeitalters. […] wenn der &#039;&#039;&#039;Mensch&#039;&#039;&#039; weg ist, dann wird es der Erde endlich gut gehen. […] Nein, dann wird es ihr erst recht schlecht gehen! […] Also die Erde würde von selbst schon im Grunde relativ schnell zugrunde gehen.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 47. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Ein großer Irrtum unserer Zeit: Wenn die Menschheit zugrunde ginge, dann wird es der Erde gut gehen. Nein, im Gegenteil, wir sind in die Pflicht genommen, die Erde zu retten 01:22:11|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 47. Folge, 2021, 01:22:11]]&lt;br /&gt;
# „[…] keineswegs wäre die Erde und die Erdennatur besser dran ohne den &#039;&#039;&#039;Menschen&#039;&#039;&#039;, sondern sie ist angewiesen auf ihn.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 48. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Die Werdelust des Weltendaseins, die lustvolle Schöpfertätigkeit in der Natur draußen, erreicht erst im Menschen ihr wahres Ziel 00:01:26|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 48. Folge, 2021, 00:01:26]]&lt;br /&gt;
# „[…] zu verstehen, wie aus dem alten &#039;&#039;&#039;Menschen&#039;&#039;&#039; der neue Mensch wird, der Mensch der Zukunft wird. Um das geht es nämlich hier in diesem 14. Kapitel in der Apokalypse […]“ [[Die Apokalypse des Johannes - 50. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Das 14. Kapitel der Apokalypse handelt davon, wie aus dem alten Menschen ein neuer Mensch wird. Es geht um die 144.000 Auserwählten, die die Menschheit in die Zukunft führen 00:05:44|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 50. Folge, 2021, 00:05:44]]&lt;br /&gt;
# „Da gibt es geistige Wesenheiten, die vor uns &#039;&#039;&#039;Mensch&#039;&#039;&#039; geworden sind. Das sind eben die Urengel, die Erzengel und die Engel im engeren Sinn, die sind uns vorangegangen.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 52. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Das Wesen Sorat hat seine Herkunft abseits unserer Erdentwicklung, also abseits der sieben planetarischen Entwicklungszustände unserer Erde (Vom Alten Saturn bis zum Vulkanzustand) 00:24:38|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 52. Folge, 2021, 00:24:38]]&lt;br /&gt;
# „Gerade beim &#039;&#039;&#039;Menschen&#039;&#039;&#039; ist diese eigene innere Wärme aber auch was ganz Wesentliches für das Selbstbewusstsein. Da fängt es an, dass wir etwas verinnerlichen.” [[Friedliches Vermitteln zwischen sozialen Gegensätzen - ein Vortragsworkshop mit Wolfgang Peter, 2026#Menschen verlieren heute zunehmend die Wahrnehmungsfähigkeit für die Feinheiten der Farben. Wir werden verlernen, die Welt farbig zu sehen (Rudolf Steiner) 00:40:47|| Peter, W. Friedliches Vermitteln, 2026, 00:40:47]]&lt;br /&gt;
# „[…] Die Fähigkeit des &#039;&#039;&#039;Menschen&#039;&#039;&#039; […] kann ich nicht aus dem Tierreich erklären. Obwohl das die Evolutionsbiologie bis heute immer wieder versucht zu sagen […]” [[Die Apokalypse des Johannes - 306. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026#Trotz Aussagen der Evolutionsbiologie kann man die Fähigkeiten des Menschen nicht aus dem Tierreich erklären. Es ist umgekehrt: Am Anfang der Schöpfung steht der Mensch. Er ist der Erste von der höheren Welt Geschaffene 00:45:47|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 306. Folge, 2026, 00:45:47]]&lt;br /&gt;
# „[…] der &#039;&#039;&#039;Mensch&#039;&#039;&#039; kommt eben mit einer Zielsetzung auf die Erde. Er nimmt sich ein geistiges Ziel und das sendet ihm aus der Zukunft immer die Kräfte entgegen.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 53. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Unser Zeitbegriff ist genau genommen nur gültig jetzt während unserer physischen Erdverkörperung 00:43:52|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 53. Folge, 2021, 00:43:52]]&lt;br /&gt;
# „[…] diesen Weg werden alle gehen […] ob sie etwas von Christus wissen und von seiner Lehre aufgenommen haben oder nicht. Dann vollziehen sie auf dieser Ebene also die große Tat des Christus einfach nach […] sind sie im wahren Sinne des Wortes &#039;&#039;&#039;Mensch&#039;&#039;&#039; geworden, Erdenmensch geworden […] das ist der Moment, ab dem sie einer physischen Erdinkarnation nicht mehr bedürfen [erster Tod].“ [[Die Apokalypse des Johannes - 59. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Nachfolge Christi bedeutet, dass wir uns am Ende unserer letzten irdischen Inkarnation vollkommen bis ins härteste kristalline Erdelement inkarniert haben 00:21:25|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 59. Folge, 2021, 00:21:25]]&lt;br /&gt;
# „Widersacherkräfte […] interessant ist es, an geistige Kräfte heranzukommen, über die sie selber nicht verfügen. Die sie aber über den Umweg des &#039;&#039;&#039;Menschen&#039;&#039;&#039; bekommen können, weil der Mensch hat den Zugang dazu.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 64. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Für die Widersachermächte ist es sehr interessant, an geistige Kräfte zu kommen, über die sie selber nicht verfügen 00:49:57|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 64. Folge, 2021, 00:49:57]]&lt;br /&gt;
# „In den ersten drei Kindheitsjahren wirken diese Kräfte [des Christus], ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der &#039;&#039;&#039;Mensch&#039;&#039;&#039; durch innere Versenkung den Christus in sich sucht.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#In den ersten drei Kindheitsjahren wirken die Christus- Kräfte, ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht 00:57:38|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:57:38]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Menschsein =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Menschsein&#039;&#039;&#039; heute auf der Erde heißt aus geistiger Sicht vor allem, ein [[Ich]] zu entwickeln. Das Ich ist der geistige Wesenskern des Menschen. [[Die Apokalypse des Johannes - 18. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Wir Menschen entwickeln heute auf der Erde unser Ich 00:04:33|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 18. Folge, 2020, 00:04:33]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<id>https://anthro.world/index.php?title=Meditation&amp;diff=33027</id>
		<title>Meditation</title>
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		<updated>2026-10-17T14:14:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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__TOC__&lt;br /&gt;
{{Anthrowiki.at|Meditation}} &amp;lt;blockquote&amp;gt;„Die Meditation (von lat. meditatio „Nachsinnen, Nachdenken“; aus griech. μέδομαι medomai „denken, sinnen“, aber auch aus griech. μελέτη melete „Übung, Praxis“ als Übersetzung aus hebr. הָגָה hagah „seufzen, klagen, murmeln“[1] im Alten Testament) ist eine grundlegende geistige Übung, ein „beschauliches Nachdenken“, bei der durch geeignete Seelenübungen die willentliche Konzentration auf eine Tätigkeit, eine Wahrnehmung, einen Gedanken oder ähnliches die Seelenkräfte gestärkt und durchformt werden. Des spekulativen Eigendenkens muss man sich dabei allerdings streng enthalten.&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# „Beim [[Gebet]] versuche ich einmal eine bestimmte geistige Wesenheit anzusprechen […] in der &#039;&#039;&#039;Meditation&#039;&#039;&#039; sollte ich dazu kommen, dass es wirklich eine Art Geistgespräch mit dem wird. Das kann es im Gebet auch werden, aber dann ist es schon Meditation geworden […]“ [[Die Apokalypse des Johannes - 13. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Unterscheidung zwischen Gebet und Meditation 01:49:13|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 13. Folge, 2020, 01:49:13]]&lt;br /&gt;
# „[…] wirkliche &#039;&#039;&#039;Meditationen&#039;&#039;&#039; hin, wo ich mir ein Sinnbild aufbaue, wie es zum Beispiel das des Rosenkreuzes ist, also das schwarze Kreuz mit den sieben Rosen. Das ist schon ein sehr komplexes Beispiel.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 13. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Meditation über den Merkurstab - die beiden Schlangen und den Stab in der Mitte 01:36:20|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 13. Folge, 2020, 01:36:20]]&lt;br /&gt;
# „[…] wenn man in diesem lebendigen Denken, in diesem durch &#039;&#039;&#039;Meditation&#039;&#039;&#039; herbeigeführten lebendigen Denken drinnen ist - dass man merkt, das Denken wird unabhängig vom Gehirn.” [[Die Apokalypse des Johannes - 14. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Mit dem imaginativen, bildhaften Denken beginnt dann wirklich eine Wahrnehmung der geistigen Außenwelt. Dabei kann das Gefühl entstehen, das Denken wird unabhängig vom Gehirn 00:17:45|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 14. Folge, 2020, 00:17:45]]&lt;br /&gt;
# „[[Nebenübungen]] nennt er es deswegen, weil sie neben den eigentlichen &#039;&#039;&#039;Meditationsübungen&#039;&#039;&#039; gemacht werden […] für eine heilsame Entwicklung, die man durch Meditation oder sonstiges anstrebt, müssen sie gemacht werden.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 59. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Die sechs Nebenübungen 02:01:50|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 59. Folge, 2021, 02:01:50]]&lt;br /&gt;
# „[[Nebenübungen]] […] garantieren, dass es eine Entwicklung im neuen Sinn ist. Mit &#039;&#039;&#039;Meditationen&#039;&#039;&#039; kann man sehr leicht auf einen alten Weg kommen. Die Gefahr ist sehr groß. Selbst wenn man die Meditationen nimmt, so wie sie beschrieben werden drinnen, wenn man es falsch macht, kann man sehr schnell auf einen falschen Weg auch kommen.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 59. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Die sechs Nebenübungen 02:01:50|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 59. Folge, 2021, 02:01:50]]&lt;br /&gt;
# „Ich meine, die &#039;&#039;&#039;Meditationen&#039;&#039;&#039;, die Steiner angibt, sind zum Glück eh so, dass das nicht so leicht funktioniert, dass man auf Abwege kommen kann […] [[Nebenübungen]] sind die wesentlichste Garantie dafür, dass man auf einen neuen Weg kommt.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 59. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Die sechs Nebenübungen 02:01:50|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 59. Folge, 2021, 02:01:50]]&lt;br /&gt;
# „[…]um mit dieser Inkarnation Ahrimans fertig zu werden […] wenn man mit dieser &#039;&#039;&#039;Meditation&#039;&#039;&#039; lebt: Worte der Kraft, Zuversicht, Licht und Wärme - dann verwandelt sich das, dieser geografische Doppelgänger, in ein Gralswesen.” [[Arminius, das 5. Evangelium und die Varusschlacht - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Die Verwandlung des geografische Doppelgängers in Mitteleuropa in ein Gralswesen, um mit der Inkarnation Ahrimans fertig zu werden 01:26:53|| Rheinheimer, M.  Arminius, 5. Evangelium, Varusschlacht, 2026, 01:26:53]]&lt;br /&gt;
# „In den ersten drei Kindheitsjahren wirken diese Kräfte [des Christus], ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch &#039;&#039;&#039;innere Versenkung&#039;&#039;&#039; den Christus in sich sucht.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#In den ersten drei Kindheitsjahren wirken die Christus- Kräfte, ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht 00:57:38|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:57:38]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<id>https://anthro.world/index.php?title=Rosenkreuzer&amp;diff=33026</id>
		<title>Rosenkreuzer</title>
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		<updated>2026-10-17T14:13:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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{{Anthrowiki.at|Rosenkreuzer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Rosenkreuzer nennt man die Mitglieder einer Ordensgemeinschaft, deren Anfänge im 17. Jahrhundert liegen. Nach der Gründungslegende ist Frater C.R. Begründer dieses Ordens. Besondere Aufmerksamkeit erregte diese Gesellschaft durch die Veröffentlichung dreier gesellschaftskritischer und reformatorischer Manifeste. Das erste Manifest mit dem Titel „Allgemeine und General Reformation der gantzen weiten Welt. Beneben der [[Fama Fraternitatis]], Deß löblichen Ordens des Rosenkreutzes, an alle Gelehrte und Häupter Europä“, kurz Fama Fraternitatis, wurde 1614 veröffentlicht. Dabei handelt es sich nicht, wie das Wort „Reformation“ nach Luther vermuten ließe, um politische Umwälzungen oder gar religiöse Erneuerung, sondern um eine mystische Vertiefung christlicher Ethik sowie barocker und alchemistischer Symbolik. Danach folgten 1615 die Confessio Fraternitatis und 1616 die [[Chymische Hochzeit]]. Als Autor gilt der Theologe [[Johann Valentin Andreae]].&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dieses Moment der christlichen Entwickelung haben in der sorgfältigsten Weise, so gut es sich bei der menschlichen Schwachheit überhaupt durchführen läßt, diejenigen einhalten wollen, die sich auf den Namen der Rosenkreuzer getauft haben. Sorgfältig haben sie überall das einhalten wollen, daß selbst in den höchsten Regionen der Initiation auf nichts anderes gewirkt werden sollte als auf das, was bei Mensch und Mensch gemeinsam in der Menschheitsentwickelung zur Verfügung steht; daß nur eingewirkt werden durfte auf den Geist. Eine Geist-Initiation war die Initiation der Rosenkreuzer. Sie wurde daher niemals eine Willens-Initiation; denn der [[Wille]] des Menschen war etwas, was als ein Heiligtum im Innersten der [[Seele]] geachtet wurde. Der Mensch wurde daher zu jenen Initiationen hinaufgeführt, die ihn führen sollten über die Stufe der [[Imagination]], [[Inspiration]] und [[Intuition]] — aber nur so weit, daß er in seinem Innern erkennen sollte dasjenige, was durch die Entwickelung des Geist-Elementes hervorgerufen werden sollte. Nicht eine Einwirkung auf das Willenselement sollte geschehen. Verwechseln wir das nicht mit einem Gleichgültigsein gegenüber dem Willen. Es handelte sich gerade darum, daß durch das Ausschließen der unmittelbaren Wirkung auf den Willen die reinste geistige Wirkung mittelbar, auf dem Umwege durch den Geist, gegeben wurde. Indem wir uns mit dem anderen Menschen verständigen über das Hineingehen in den Erkenntnispfad des Geistes, wird aus dem Geistespfade heraus das Licht und die Wärme entsendet, die dann auch den Willen anfachen können; aber immer auf dem Umwege durch den Geist, niemals anders. Daher finden wir im eminentesten Sinne jenes Moment der christlichen Wesenheit im Rosenkreuzertum beobachtet, das ausgedrückt ist in einem Zweifachen: auf der einen Seite in dem Sohnes- Element, in der Christus-Wirkung, die tief ins menschliche Unterbewußtsein hineingeht; und dann in der Geist-Wirkung, die sich auf alles erstreckt, was in den Horizont unseres Bewußtseins hereinfallen soll. Den Christus müssen wir allerdings in unserem Willen tragen; aber die Art, wie sich die Menschen im Leben über den Christus verständigen sollen, kann im Rosenkreuzersinne nur in der immer weiter- und weitergehenden, in das Okkulte hineinbohrenden Art des bewußten Seelenlebens liegen.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anthrowiki.at|Lectorium Rosicrucianum}} &amp;lt;blockquote&amp;gt;„Das Lectorium Rosicrucianum (LRC) versteht sich als christliche Geistesschule. Es tritt auch unter den Bezeichnungen Geistesschule des Goldenen Rosenkreuzes oder Internationale Schule des Rosenkreuzes auf. Seine Ursprünge liegen in den Niederlanden.&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Rosenkreuzer =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# „[…] im &#039;&#039;&#039;Rosenkreuzertum&#039;&#039;&#039;, da ist es jetzt die Aufgabe, diese mittlere Strömung zu bilden, die von nun an – das hat schon im 9. Jahrhundert begonnen –, gewissermaßen eine Mitte bildet zwischen diesen beiden östlichen und westlichen Strömungen, um etwas vorzubereiten, was dann im 20. Jahrhundert Anthroposophie werden soll. ” [[Der Gral im Orient. Das geheime Christentum Arabiens - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Das Rosenkreutzertum hat die Aufgabe, diese mittlere Strömung zu bilden, die schon im 9. Jahrhundert begonnen hat, eine Mitte zu bilden zwischen den östlichen und westlichen Strömungen, um etwas vorzubereiten, was dann im 20. Jahrhundert Anthroposophie werden sollte 00:21:50|| Rheinheimer, M. Der Gral im Orient, 2026, 00:21:50]]&lt;br /&gt;
# „[…] drei esoterische Grundströmungen […] Adler, Löwe und Drache […] der Weg der Erkenntnis von Rudolf Steiner […]der Weg des Herzens, das sind mir die Manichäer […] der Drachenweg, der Weg des Willens, das sind mir die &#039;&#039;&#039;Rosenkreuzer&#039;&#039;&#039;. Die haben eben ihren Weg so, dass sie über Schicksalsschläge am besten lernen […]” [[Michael Birnthaler - mein Weg zur Anthroposophie, 2026#Neun prinzipielle Wege für den Umgang mit dem Bösen 00:26:05|| Birnthaler, M. Mein Weg zur Anthroposophie, 2026, 00:26:05]]&lt;br /&gt;
# „[…] sein eigenes hinterlassenes Werk noch veröffentlicht: „Goethe und die &#039;&#039;&#039;Rosenkreuzer&#039;&#039;&#039;” [Frank Teichmann] - das waren sechs Vorträge, die er hier gehalten hatte […]“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Rückblick auf Frank Teichmann und seinen letzten Vortrag über das Rosenkreuzertum 00:00:26|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:26]]&lt;br /&gt;
# „[…] so findet man also auch den Lehrer Antonias von Württemberg, nämlich Johann Valentin Andreae, auf dieser Lehrtafel abgebildet […] er eben in dem Umfeld dieses württembergischen Fürstenhofes tätig war und eben diese &#039;&#039;&#039;rosenkreuzerischen Ideen&#039;&#039;&#039; dort auch direkt weiter vermittelt hat.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Viele Parallelen einer kabbalistischen Lehrtafel mit den rosenkreuzerischen Ideen 00:12:24|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:12:24]]&lt;br /&gt;
# „[…] gerade in Frankreich […] die stärkste Gegnerschaft […] die René Descartes dann entwickelt hat […] &#039;&#039;&#039;rosenkreuzerischen Lehre&#039;&#039;&#039;, nämlich des Zusammenhangs des Menschen mit dem Kosmos, mit der Natur, dass Descartes eben genau das Gegenteil proklamiert, nämlich eine Trennung […] , zwischen Intellekt und äußerer Natur” [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Descartes als Verbündeter der jesuitischen Hexenjagd gegen den Rosenkreuzer-Impuls in Frankreich 00:24:53|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:24:53]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Lectorium Rosicrucianum =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# „[…] seit dem 20. Jahrhundert das sogenannte Lectorium Rosicrucianum seinen Ausgang genommen hat. Also eine Bewegung, die sich auf diese Rosenkreuzer bezieht und die auch heute noch tätig ist, auch hier in Stuttgart tätig ist - &#039;&#039;&#039;Lectorium Rosicrucianum&#039;&#039;&#039; aus Holland“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Das historischen Auftreten des Rosenkreuzertums und das rosenkreuzerische Erbe in Amsterdam, im „Lectorium Rosicrucianum“ 00:17:27|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:17:27]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
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&lt;br /&gt;
* [[Laj&#039;lah]]&lt;br /&gt;
* [[Lamm]]&lt;br /&gt;
* [[Laokoon]]&lt;br /&gt;
* [[Laster]]&lt;br /&gt;
* [[Latein]]&lt;br /&gt;
* [[Läuterung]]&lt;br /&gt;
* [[Läuterungsberg]]&lt;br /&gt;
* [[Lawrence von Arabien]]&lt;br /&gt;
* [[Lazarus]]&lt;br /&gt;
* [[Leben nach dem Tod]]&lt;br /&gt;
* [[Leben]]&lt;br /&gt;
* [[Lebensäther]], Lebenskraft&lt;br /&gt;
* [[Lebendiges Denken]]&lt;br /&gt;
* [[Lebensgeist]]&lt;br /&gt;
** [[Buddhi]] &lt;br /&gt;
* [[Lebenspanorama]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Leber]]&lt;br /&gt;
* [[Lectorium Rosicrucianum]]&lt;br /&gt;
* [[Leib]]&lt;br /&gt;
* [[Leichnam]]&lt;br /&gt;
* [[Leid]]&lt;br /&gt;
* [[Lemuria]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Leoniden]]&lt;br /&gt;
* [[Gotthold Ephraim Lessing|Lessing, Gotthold Ephraim]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Leviathan]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Licht]]&lt;br /&gt;
* [[Lichtäther]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Liebe]]&lt;br /&gt;
** Hohelied der Liebe [Paulus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Liturgie]]&lt;br /&gt;
* [[Logik]]&lt;br /&gt;
* [[Logos]]&lt;br /&gt;
* [[Lohengrin]]&lt;br /&gt;
* [[Lotosblumen]]&lt;br /&gt;
* [[Luft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Lukas-Evangelium]]&lt;br /&gt;
** [[GA 114]]&lt;br /&gt;
* [[Luzifer]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<title>Gesamtglossar Die Apokalypse des Johannes - alphabetische Orientierungshilfe</title>
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		<updated>2026-10-16T18:19:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[#A|&#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;A&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039;]] [[#B|B]] [[#C|C]] [[#D|D]] [[#E|E]] [[#F|F]] [[#G|G]] [[#H|H]] [[#I|I]] [[#J|J]] [[#K|K]] [[#L|L]] [[#M|M]] [[#N|N]] [[#O|O]] [[#P|P]] [[#Q|Q]] [[#R|R]] [[#S|S]] [[#T|T]] [[#U|U]] [[#V|V]] [[#W|W]] [[#X|X]] [[#Y|Y]] [[#Z|Z]] | [[#0-9|0-9]] |[[Die Apokalypse des Johannes - alle Vorträge von Wolfgang Peter#A| Gesamtglossar]]&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{BS|A}}[[Aaron]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Abel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Abgrund]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Abraham]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Absterbekräfte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Achte Sphäre]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ackererde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Adam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Adam Kadmon]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Adonai]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ägyptisch-chaldäische Zeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ahab]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ahriman]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ahura Mazdao]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Aischylos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Akademie von Gondishapur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Akasha Chronik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Albrecht Haushofer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Alexander der Große]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Allmacht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Alte Mysterien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Alte Sonne]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Alter Mond]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Alter Saturn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Altes Hellsehen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Altes Testament]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Altruismus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Amen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Amerika]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ananda]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Angst]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Anthroposophische Medizin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Anubis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Apokalypse des Johannes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Apokryphen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kaspar Appenzeller|Appenzelle, Kaspar]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Araber]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Archai]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Archangeloi]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arche Noah]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Architektur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Aristoteles]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arithmetik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arjuna]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Artemis Tempel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Artensterben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Aschkelon]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Askese]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Astral]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Astralkörper]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Astralkräfte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Astralleib]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Astralsphäre, Astralwelt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Astronomie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Asuras]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Atem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Atheismus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Äther]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ätherischer Christus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ätherleib]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Atlantis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Atmung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Atom]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Auferstehung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Aufrichtekraft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Aufstieg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Auge]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Auge um Auge]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Aura]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ausscheidung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Autismus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{BS|B}}[[Baal (Gottheit)|Baal]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Babylon]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bhagavad Gita]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Felicia Balde|Balde, Felicia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Felix Balde|Balde, Felix]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Baum des Lebens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Begierde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Begriff]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Belsatzar]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benedictus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bereschit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Besetzung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bewusstsein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bewusstseinsseele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bewusstseinsseelenzeitalter]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bibel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bildfarben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bildung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Biologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Biologisch-dynamische Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Blut]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Emil Bock|Bock, Emil]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Böse]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Brüderlichkeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Buch mit den sieben Siegeln]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Buch Sacharja]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Buddha]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Buddhi]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bundeslade]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
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[[Christus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Christuskraft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Darwin|Darwin, Charles]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Das Märchen vom Quellwunder]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[David]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Delphine]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Denken]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Depression]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Der dritte Teil]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dualismus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Der erste Tod]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Descartes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Devachan]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Diamant]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Digitaltechnik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dionysos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[DNA]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dogmatismus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Doppelgänger]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Drache]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dramensiegel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dreigliederung des sozialen Organismus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dualismus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dunkles Reich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dürr, Hans-Peter]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[[#A|A]] [[#B|B]] [[#C|C]] [[#D|D]] [[#E|&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;]] [[#F|F]] [[#G|G]] [[#H|H]] [[#I|I]] [[#J|J]] [[#K|K]] [[#L|L]] [[#M|M]] [[#N|N]] [[#O|O]] [[#P|P]] [[#Q|Q]] [[#R|R]] [[#S|S]] [[#T|T]] [[#U|U]] [[#V|V]] [[#W|W]] [[#X|X]] [[#Y|Y]] [[#Z|Z]] | [[#0-9|0-9]] |[[Die Apokalypse des Johannes - alle Vorträge von Wolfgang Peter#E| Gesamtglossar]]&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
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{{BS|E}}Edelstein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ego]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ehernes Meer]]&lt;br /&gt;
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[[Einsamkeit]]&lt;br /&gt;
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[[Albert Einstein|Einstein, Albert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Einweihung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Eiszeit]]&lt;br /&gt;
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[[Elektrizität]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Elektromagnetismus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Elektronik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Elementarteilchen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Elementarwesen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Elias]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Elohim]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Emotionen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Emotionen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Empfindungsleib]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Empfindungsseele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Energie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Engel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Engelchöre/neun]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Entwicklung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ephesus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Epiphanias&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erden-Mondensphäre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erdentwicklung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erinnyen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erkenntnis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erlösung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erster Tod&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwachen um Mitternacht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erzengel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Esoterik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Esoterisches Christentum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Essener]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ethik&lt;br /&gt;
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[[Eugen Kolisko]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Euripides&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Europaflagge&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eurythmie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eva&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangelien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evolution&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ewiges Evangelium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ezechiel&lt;br /&gt;
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{{BS|F}}Familie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Fama Fraternitatis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fanatismus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Farben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Farbenlehre (Steiner)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Faust&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feuerfüße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fieber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Finanzsystem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Finsternis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Flegetanis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fortpflanzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Frederik Willem Zeylmans van Emmichoven]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freies Geistesleben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freiheit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sigmund Freud|Freud, Sigmund]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Frieden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frühchristentum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fühlen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fünftes Evangelium&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&amp;lt;big&amp;gt;[[#A|A]] [[#B|B]] [[#C|C]] [[#D|D]] [[#E|E]] [[#F|F]] [[#G|&#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;G&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039;]] [[#H|H]] [[#I|I]] [[#J|J]] [[#K|K]] [[#L|L]] [[#M|M]] [[#N|N]] [[#O|O]] [[#P|P]] [[#Q|Q]] [[#R|R]] [[#S|S]] [[#T|T]] [[#U|U]] [[#V|V]] [[#W|W]] [[#X|X]] [[#Y|Y]] [[#Z|Z]] | [[#0-9|0-9]] |[[Die Apokalypse des Johannes - alle Vorträge von Wolfgang Peter#G| Gesamtglossar]]&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{BS|G}}Garten Eden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geburt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gedächtnis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gedanken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gedankenkontrolle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefühl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenwart&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gehirn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geister der Bewegung/Dynamis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geister der Dunkelheit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geister der Form/Exusiai&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geister der Persönlichkeit/Archai&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geister der Weisheit/Kyriotetes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geister des Willens/Throne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geistesforscher&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geistesmensch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geisteswissenschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geistige Außenwelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geistige Beschäftigung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geistige Hierarchien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geistige Schau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geistige Welt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geistige Wesen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geistiger Weg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geistiges Hören&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geistige Wesen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geistselbst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gelassenheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinde von Ephesos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinde von Laodicea&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinde von Pergamon&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinde von Philadelphia&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinde von Sardes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geminiden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gene&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genesis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geometrie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geruch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesang&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geschlecht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geschwisterehe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gespenster&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesundheit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewalt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewässer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gichtel, Johann Georg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gift&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Glanzfarben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gläsernes Meer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glaube&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glück&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gnome&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gnosis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gnostiker&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Goethe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Goetheanum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Goethes Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gold, Weihrauch, Myrrhe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goetheanum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golgatha&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottessohn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Griechen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Griechisch-Lateinische Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Große Konjunktion&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großer Hüter der Schwelle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppenseele&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[[#A|A]] [[#B|B]] [[#C|C]] [[#D|D]] [[#E|E]] [[#F|F]] [[#G|G]] [[#H|&#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;H&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039;]] [[#I|I]] [[#J|J]] [[#K|K]] [[#L|L]] [[#M|M]] [[#N|N]] [[#O|O]] [[#P|P]] [[#Q|Q]] [[#R|R]] [[#S|S]] [[#T|T]] [[#U|U]] [[#V|V]] [[#W|W]] [[#X|X]] [[#Y|Y]] [[#Z|Z]] | [[#0-9|0-9]] |[[Die Apokalypse des Johannes - alle Vorträge von Wolfgang Peter#H| Gesamtglossar]]&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{BS|H}}Hades&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ernst Haeckel|Haeckel, Ernst]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Halluzination&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Harappa-Kultur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hauser, Kaspar]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Haushofer, Albrecht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hebb Donald&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hebräer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heiland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heilige Drei Könige&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heilige Elisabeth von Thüringen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heilige Schriften&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heiliger Geist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heiliger Gral]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heiliges Land&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heilung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heliosphäre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hellenismus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hellsehen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heraklit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hermes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hermes Trismegistos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Herz-Chakra]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Herzeloyde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierarchien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Himmelreich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hiob&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hiram&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hirtenstab&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Thomas Hobbes|Hobbes, Thomas]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochpotenzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hoffnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hölle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hominiden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Homöopathie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Horus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hure Babylon&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hüter der Schwelle &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hygienischer Okkultismus &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hyperboräische Zeit &lt;br /&gt;
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&amp;lt;big&amp;gt;[[#A|A]] [[#B|B]] [[#C|C]] [[#D|D]] [[#E|E]] [[#F|F]] [[#G|G]] [[#H|H]] [[#I|&#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;I&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039;]] [[#J|J]] [[#K|K]] [[#L|L]] [[#M|M]] [[#N|N]] [[#O|O]] [[#P|P]] [[#Q|Q]] [[#R|R]] [[#S|S]] [[#T|T]] [[#U|U]] [[#V|V]] [[#W|W]] [[#X|X]] [[#Y|Y]] [[#Z|Z]] | [[#0-9|0-9]] |[[Die Apokalypse des Johannes - alle Vorträge von Wolfgang Peter#I| Gesamtglossar]]&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
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Indien&lt;br /&gt;
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Individuum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Inkarnation des Christus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inkarnation des Ich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Inkorporation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inspiration&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Intellekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Intellektueller Sündenfall&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Intelligenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Intuition&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Iran&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Isis und Osiris&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Islam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Israel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Israeliten&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Judith von Halle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jungfrau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Jüngling zu Nain]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jupiter&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Kabbala&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kain&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kali Yuga&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kamaloka&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kanope&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kapital&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karma&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karmapäckchen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Katharer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keely-Motor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kehlkopf-Chakra]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kepler, Johannes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kerit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kernfusion&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kernpunkte der sozialen Frage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kirche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klageweiber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klangäther&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleiner Hüter der Schwelle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klima&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Klingsor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knochen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körper&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Koma]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kosmos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kraft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kraftquelle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krankheit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kreativität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kreuzestod&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kreuzzüge]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krieg aller gegen alle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krishna&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kristall&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kristallkraft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kultur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kulturepochen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kultus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kundalini&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kunst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Künstliche Intelligenz&lt;br /&gt;
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&amp;lt;big&amp;gt;[[#A|A]] [[#B|B]] [[#C|C]] [[#D|D]] [[#E|E]] [[#F|F]] [[#G|G]] [[#H|H]] [[#I|I]] [[#J|J]] [[#K|K]] [[#L|&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;&#039;L&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;]] [[#M|M]] [[#N|N]] [[#O|O]] [[#P|P]] [[#Q|Q]] [[#R|R]] [[#S|S]] [[#T|T]] [[#U|U]] [[#V|V]] [[#W|W]] [[#X|X]] [[#Y|Y]] [[#Z|Z]] | [[#0-9|0-9]] |[[Die Apokalypse des Johannes - alle Vorträge von Wolfgang Peter#L| Gesamtglossar]]&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Lamm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laokoon&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Latein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Läuterung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Läuterungsberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Lawrence von Arabien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lazarus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben nach dem Tod&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Leben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Lebensäther]], Lebenskraft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lebendiges Denken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lebensäther&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lebensgeist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lebenspanorama&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Lectorium Rosicrucianum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leib&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leichnam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leid&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lemuria&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leoniden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gotthold Ephraim Lessing|Lessing, Gotthold Ephraim]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leviathan/Hobbes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Licht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lichtäther&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Licht-Äther&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Liturgie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Logik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Logos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Lohengrin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Lotosblumen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Luft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lukas-Evangelium&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Luzifer&lt;br /&gt;
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&amp;lt;big&amp;gt;[[#A|A]] [[#B|B]] [[#C|C]] [[#D|D]] [[#E|E]] [[#F|F]] [[#G|G]] [[#H|H]] [[#I|I]] [[#J|J]] [[#K|K]] [[#L|L]] [[#M|&#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;M&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039;]] [[#N|N]] [[#O|O]] [[#P|P]] [[#Q|Q]] [[#R|R]] [[#S|S]] [[#T|T]] [[#U|U]] [[#V|V]] [[#W|W]] [[#X|X]] [[#Y|Y]] [[#Z|Z]] | [[#0-9|0-9]] |[[Die Apokalypse des Johannes - alle Vorträge von Wolfgang Peter#M| Gesamtglossar]]&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Magnetismus&lt;br /&gt;
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Manas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mani&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manichäismus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Manto]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Mantra]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Märchen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marie Steiner/von Sievers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mars&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maschine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Materialismus/Materie/Materiell&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mathematik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Matthäus-Evangelium&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maya(Religion)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Mechanischer Okkultismus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meditation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medium&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medizin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meister Eckhart&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meister Jesus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschensohn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Menschenweihehandlung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mensch/-heit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschheitsentwicklung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschheitsrepräsentant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschsein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschwerdung des Christus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merkaba&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merkur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merkurstab&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Messias&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Metamorphose&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meteoriten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Michael-Schule]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michelangelo&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Midianiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Milz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mineralien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitgefühl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitleid&lt;br /&gt;
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Mittelalter&lt;br /&gt;
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Mond&lt;br /&gt;
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Monismus&lt;br /&gt;
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Monotheismus&lt;br /&gt;
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Moral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Moralische Intuition, Phantasie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moses&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Musik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mysterien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Mysteriendramen von Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mysterium von Golgatha&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mystik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mythologie&lt;br /&gt;
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[[Nabatäer]]&lt;br /&gt;
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Nachtgeister&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nahrung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathanischer Jesus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natur-Elementarwesen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Naturgesetze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Naturvölker&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Naturwissenschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neandertaler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nebenübungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nephtys&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neues Denken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neues Hellsehen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neues Jerusalem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neues Testament&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nichts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Nietzsche, Friedrich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nikolaiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nirwana, Nirvana&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noah&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Nordische Mysterien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Novalis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Null&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{BS|O}}Offenbarung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbarung des Johannes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohnmacht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Okkultismus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Opfer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Opfer des Intellekts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Orest]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Organtransplantation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orient&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ormuzd&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Osiris&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Oster-Imagination]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[[#A|A]] [[#B|B]] [[#C|C]] [[#D|D]] [[#E|E]] [[#F|F]] [[#G|G]] [[#H|H]] [[#I|I]] [[#J|J]] [[#K|K]] [[#L|L]] [[#M|M]] [[#N|N]] [[#O|O]] [[#P|&#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;P&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039;]] [[#Q|Q]] [[#R|R]] [[#S|S]] [[#T|T]] [[#U|U]] [[#V|V]] [[#W|W]] [[#X|X]] [[#Y|Y]] [[#Z|Z]] | [[#0-9|0-9]] |[[Die Apokalypse des Johannes - alle Vorträge von Wolfgang Peter#P| Gesamtglossar]]&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
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[[Pädagogik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paradies&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Parzival]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wolfgang Pauli|Pauli, Wolfgang]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paulus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pergamon&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Perseiden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Persephone&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Perser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pferd&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfingsten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Pfirsichblüt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pflanzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phaidon&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phantasie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phantasterei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phantom&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Pharao]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pharmazie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Philia, Astrid und Luna]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Philosophie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Philosophie der Freiheit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phönix&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Physik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Physischer Körper&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Physischer Leib&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pinehas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planeten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planetensystem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Platon&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Polarische Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Popper&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Posaune&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Prädestination]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pragmatismus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Präparate&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Predigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Priester&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prometheus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Propheten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Prophezeiung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Proteus (Mythologie)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Psychologie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pyramiden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&amp;lt;big&amp;gt;[[#A|A]] [[#B|B]] [[#C|C]] [[#D|D]] [[#E|E]] [[#F|F]] [[#G|G]] [[#H|H]] [[#I|I]] [[#J|J]] [[#K|K]] [[#L|L]] [[#M|M]] [[#N|N]] [[#O|O]] [[#P|P]] [[#Q|&#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Q&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039;]] [[#R|R]] [[#S|S]] [[#T|T]] [[#U|U]] [[#V|V]] [[#W|W]] [[#X|X]] [[#Y|Y]] [[#Z|Z]] | [[#0-9|0-9]] |[[Die Apokalypse des Johannes - alle Vorträge von Wolfgang Peter#Q| Gesamtglossar]]&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Raffael&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Raphael (Erzengel)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Raum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Realität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rechtsleben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regenbogen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reich der Schatten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reines Denken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reinkarnation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Relativitätstheorie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Religion&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rhythmus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Richard Löwenherz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rigveda&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rishi&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rittelmeyer, Friedrich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Römer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Christian Rosenkreutz|Rosenkreutz, Christian]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rosenkreuz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rosenkreuzer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rosenkreuz-Meditation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rössel-Majdan, Karl]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Roter Drache&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rückschau&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[[#A|A]] [[#B|B]] [[#C|C]] [[#D|D]] [[#E|E]] [[#F|F]] [[#G|G]] [[#H|H]] [[#I|I]] [[#J|J]] [[#K|K]] [[#L|L]] [[#M|M]] [[#N|N]] [[#O|O]] [[#P|P]] [[#Q|Q]] [[#R|R]] [[#S|&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;]] [[#T|T]] [[#U|U]] [[#V|V]] [[#W|W]] [[#X|X]] [[#Y|Y]] [[#Z|Z]] | [[#0-9|0-9]] |[[Die Apokalypse des Johannes - alle Vorträge von Wolfgang Peter#S| Gesamtglossar]]&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{BS|S}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sakramente&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salomo&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salomonischer Jesus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salomonischer Tempel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Samariterkurs]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Satanische Kräfte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Saturn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schamanismus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Scheidung der Geister&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Schelling, Friedrich Wilhelm Joseph Ritter von]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schicksal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schiller, Friedrich von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schizophrenie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlaf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlafwandeln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlange&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlüssel Davids&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schmerz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Scholastiker&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Schönheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schöpfergeister&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schöpfergötter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schöpfung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schöpfungsgeschichte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Schöpfungsplan]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Schröer, Karl Julius]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Schulungsweg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Édouard Schuré|Schuré, Édouard]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Schutzengel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwarze Magie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Schwerkraft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sechstes Siegel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seele&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seelenwanderung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seelenkalender&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seelenkräfte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Seelenprüfung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Seelenübungen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seelenwelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Selbstlosigkeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Selbstmord]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Semele&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Semiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seraphim&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seth&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sexualität]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben Häupter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sieben Sendschreiben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Siebenzahl]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siegel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Siegfried]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sigmund Freud]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Silberschnur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sinne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sinnesorgane&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Slawische Kulturepoche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonnendämon&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonnensystem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonnenwende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sophia&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sophokles&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soratische Wesenheiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soziale Dreigliederung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spektralanalyse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sphärenharmonie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sphinx&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spiegel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spirituelle Geburtenkontrolle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprache&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprachgestaltung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stammes-Ich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Steigbildmethode]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner|Steiner, Rudolf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steinzeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stern des Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stern von Bethlehem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sterne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stierkult&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stimme des Gewissens&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stirn-Chakra&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stofflicher Leib&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Strader-Apparat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sünde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sündenfall]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Swastika]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sympathie und Antipathie]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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{{BS|T}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tabula Smaragdina&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagesrückschau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tanach&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Tantalidenfluch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tempel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Tempellegende]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Templerorden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Terz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Theismus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Theodora&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Theologie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Theosophie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Theosophische Gesellschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thora&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thron Gottes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thron im Himmel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Throne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thronwagenimagination/-Mystik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thyatira&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiefschlaf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tier/Apokalypse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tierkreis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tod&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tod, Erster&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tod, Zweiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tohuwabohu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Totenerweckung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trance&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Transhumanismus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trauer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trinität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Turanier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typhon&lt;br /&gt;
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Umweltzerstörung/-verschmutzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unbewusst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsterblichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterwelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ur-Engel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ur-Indische Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Urknall&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ur-Persische Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Urpflanze&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Vaterkräfte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vaterunser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Veden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Venus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verantwortung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergil&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verstand&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Verstandes- oder Gemütsseele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Vertrauen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Virus/Viren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vishva Karman&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vision&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Volk&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Volksgeister]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Vollkommenheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vollmacht des Ich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Thomas von Aquin|Von Aquin, Thomas]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Vorurteile]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Wagner, Richard]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrnehmung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Waldorfschule]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wärme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wärme-Äther&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wasser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wehe-Ruf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weihnachten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weihnachtsspiele, Oberuferer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Weihrauch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weise aus dem Morgenland&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weisheit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weltall&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weltenkarma&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weltenmitternachtsstunde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Weltentwicklungsstufen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weltenwort&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Weltgedanken]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weltkrieg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesensglieder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Widersacher]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiedergeburt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wille]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wintersonnenwende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirklichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkung&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Zeus&lt;br /&gt;
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Zorn Gottes&lt;br /&gt;
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Zukunft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[[#A|A]] [[#B|B]] [[#C|C]] [[#D|D]] [[#E|E]] [[#F|F]] [[#G|G]] [[#H|H]] [[#I|I]] [[#J|J]] [[#K|K]] [[#L|L]] [[#M|M]] [[#N|N]] [[#O|O]] [[#P|P]] [[#Q|Q]] [[#R|R]] [[#S|S]] [[#T|T]] [[#U|U]] [[#V|V]] [[#W|W]] [[#X|X]] [[#Y|Y]] [[#Z|Z]] | [[#0-9|&#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;0-9&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039;]] [[Die Apokalypse des Johannes - alle Vorträge von Wolfgang Peter#0-9| Gesamtglossar]]&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
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{{BS|0-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[0 / Null]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[2 Zweihörniges Tier/Apokalypse]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[2. Buch Moses/Exodus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[3]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[333]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[4]]&lt;br /&gt;
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[[4. Kulturepoche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[4 Posaunen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[40 Tage]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[5]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[5. Evangelium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[5. Posaune]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[5 / Fünfte Kulturepoche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[6]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[6. Sechstes Siegel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[666]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[7]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[7 Posaunen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[7/Sieben Häupter]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[7 Sieben Kulturepochen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[7. Kulturepoche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[7 Rishis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[7 Schöpfergötter]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[7 Siegel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[7 / Sieben Sendschreiben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[8 Achte Sphäre]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[10 / Zehn Hörner]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[12]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[12 Apostel]]&lt;br /&gt;
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[[13]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[21. Dezember]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[24]]&lt;br /&gt;
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[[42]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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----&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Das_Rosenkreuzertum_%E2%80%93_ein_Vortrag_von_Andreas_Neider,_2025&amp;diff=33020</id>
		<title>Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2025</title>
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		<updated>2026-10-16T18:18:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: /* Begrüßung 00:00:16 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Andreas Neider_2025-11-17.jpg|link=https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8|thumb|Bild: Anthroposophische Gesellschaft Stuttgart. Das Rosenkreuzertum - ein Vortrag vom 17. November 2025 von [[Andreas Neider]] in der Anthroposophischen Gesellschaft Stuttgart. [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8 Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
[[Andreas Neider|| zurück zu Andreas Neider |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkript des Vortrages vom 17. November 2025 ==&lt;br /&gt;
Transkript und Glossar von Elke J., Oktober 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=16s Begrüßung 00:00:16] ===&lt;br /&gt;
Ja, herzlichen Dank, lieber Sebastian, und herzlich willkommen, guten Abend, sehr verehrte liebe Freunde!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=16s Rückblick auf Frank Teichmann und seinen letzten Vortrag über das Rosenkreuzertum 00:00:26] ===&lt;br /&gt;
Ja, unser Thema, das Rosenkreuzertum und seine Beziehung zur anthroposophischen Bewegung, beschäftigt mich schon sehr lange. Genauer gesprochen eigentlich seit 2006 oder 2007. Nämlich in dem Moment, wo &#039;&#039;Frank Teichmann&#039;&#039;, der lange hier ja für uns tätig war, über die Schwelle gegangen ist und kurz vor seinem Tod eben hier in diesem Saal noch einen Vortrag, einen letzten Vortrag hielt, in dem er wie testamentarisch eben auf dieses Rosenkreuzertum auch noch einmal zu sprechen kam. Ich werde das im Laufe dieses Abends auch noch einmal weiter vertiefen. Aber ihm verdanke ich letztlich eigentlich meine Beschäftigung mit diesem Thema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe dann 2007 eben nach seinem Tod zunächst sein eigenes hinterlassenes Werk noch veröffentlicht: „Goethe und die Rosenkreuzer” - das waren sechs Vorträge, die er hier gehalten hatte, bei einem Wochenende, die wir aufgenommen hatten, die aber noch nicht verschriftlicht waren zu dem Zeitpunkt seines Todes. Die haben dann Brigitte Teichmann und ich anschließend herausgebracht. Und gleichzeitig habe ich im Rudolf-Steiner-Verlag eben ein Buch über Anthroposophie und Rosenkreuzertum, das Sie auch draußen am Büchertisch finden, herausgegeben, in dem sehr zentrale Aussagen Rudolf Steiners zu diesem Thema veröffentlicht sind, auf die ich heute im Laufe des Abends eben auch zu sprechen kommen werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=125s Welche Beziehung haben Rudolf Steiner und die Anthroposophie eigentlich zu Stuttgart? 00:02:05] ===&lt;br /&gt;
Eine Fragestellung, die mich dann weiterhin immer wieder begleitet hat und die auch zu einer weiteren Publikation geführt hat in dem Jubiläumsjahr 2011, also zu dem 150. Geburtstag Rudolf Steiners. Da trat an mich die Frage heran, ja welche Beziehung hat Rudolf Steiner und die Anthroposophie eigentlich zu Stuttgart? Und warum haben wir es hier an diesem Ort oder, wenn man so will, auch in diesem Land Baden-Württemberg, warum haben wir da mit so einer sehr starken Anhäufung anthroposophischer Initiativen es zu tun? Was hat das mit Stuttgart zu tun? Und ich habe damals in diesem Buch &#039;&#039;„Rudolf Steiner in Stuttgart”&#039;&#039; versucht, da eine Antwort zu geben, bin aber auf die Zusammenhänge, die ich jetzt heute erwähnen werde und darstellen werde, damals noch nicht eingegangen, weil mir das auch in dem Rahmen noch nicht wirklich alles deutlich vor Augen stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=185s Das Charakteristische für die Anthroposophie ist nicht ein theoretisches Lehrgebäude, sondern ihr Hineinwirken ins Praktische 00:03:05] ===&lt;br /&gt;
Aber wenn Sie das ausdehnen, diese Fragestellung - wie ist das geografisch und historisch? An welchen Orten hat sich die anthroposophische Bewegung besonders stark sozusagen etablieren können oder ist sie fruchtbar geworden? Und da kommt man natürlich zunächst auf diesen württembergischen Raum rund um Stuttgart. Auch andere Territorien in Deutschland wird man da finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn man ins Ausland geht, wird man zunächst in die Niederlande geführt, nach Holland, wo die Anthroposophie sich schon sehr, sehr früh etablieren konnte und eben bis heute auch wirklich sehr stark wirksam geworden ist in allen ihren Gebieten. Denn das ist eben das Charakteristische für die Anthroposophie, dass es eben nicht, wie andere Religionen oder Weltanschauungen, nur ein theoretisches oder, wenn man so will, Lehrgebäude ist, sondern dass die Anthroposophie überall, wo sie eben wirksam geworden ist, immer ins Praktische hinein gewirkt hat. Und das unterscheidet sie sowohl von anderen religiösen Bewegungen, wie etwa eben dem katholischen oder protestantischen Christentum oder dem Buddhismus oder dem Islam oder auch was auch immer an religiösen Bewegungen es sein mögen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine dieser ganzen Bewegungen hat eine eigenständige Medizin, eine eigenständige Pädagogik, eine eigenständige Landwirtschaft oder Heilpädagogik oder sozialwissenschaftliche Lehre entwickelt. Das zeichnet die Anthroposophie aus und das unterscheidet sie auch von allen esoterischen Bewegungen, in welcher Richtung auch immer, die sich entwickelt haben mögen. Aber keine von diesen heutigen sogenannten esoterischen Lehren verfügt über eben praktische Auswirkungen in allen diesen genannten Gebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=316s Die besondere Verbreitung der Anthroposophie in den Niederlanden, im südwestdeutschen und englischen Raum, sowie in Skandinavien 00:05:16] ===&lt;br /&gt;
Und das zeichnet eben die Anthroposophie aus und in dieser Weise hat sie sich eben neben eben diesem südwestdeutschen Raum vor allem in den Niederlanden ausgebreitet, dann auch deutlich im englischsprachigen, im englischen Raum und in Skandinavien. Und zunächst, wenn man jetzt äußerlich hinschaut, wird man da zunächst eine Übereinstimmung finden mit dem Protestantismus und besonders dem Calvinismus oder anderen strengeren, pietistisch ausgerichteten protestantischen Strömungen. Das ist auch für hier, für den württembergischen Raum ist das eindeutig, während man umgekehrt in katholischen Ländern, auch in Deutschland selber, in Bayern zum Beispiel, aber insbesondere in Frankreich, eben überhaupt gar nicht diese anthroposophische Bewegung in dieser Weise sich ausbreiten sieht, weder historisch noch gegenwärtig. Eher sogar, könnte man sagen, rückläufig, wenn man auf Frankreich hinblickt, dann wird die Anthroposophie dort nach wie vor oder manchmal auch verstärkt bekämpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=392s Das historische Auftreten des Rosenkreuzertums im Stuttgarter Raum im Kreis um Johann Valentin Andreae 00:06:32]   ===&lt;br /&gt;
Und dieses Phänomen, was ich jetzt historisch-geografisch hier beschreibe, das hat einen ganz konkreten Hintergrund, auf den ich jetzt eben zu sprechen kommen möchte. Weil man nämlich feststellt, wenn man sich mit diesen geografischen und historischen Zeiträumen beschäftigt, um die es hier geht, dass an all diesen genannten Orten, also insbesondere eben in dem württembergischen Raum, aber eben auch in den Niederlanden, in England vor allem, dass sich dort eben historisch gesehen das Rosenkreuzertum tatsächlich ausgebreitet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass es ursprünglich ja hier aus diesem Stuttgarter Raum von hier aus ausgegangen ist, genauer gesprochen eigentlich von Tübingen, von diesem dortigen Kreis um &#039;&#039;Johann Valentin Andreae&#039;&#039;, der damals aber noch sehr jung war und dessen drei Schriften in den Jahren 1614/15 und 16 ein europaweites Aufsehen erregt haben. Also diese drei Schriften, die „Fama Fraternitatis”, die „&#039;&#039;Confessio”&#039;&#039; und die sogenannte „&#039;&#039;Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreuz&#039;&#039;.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun, wenn man jetzt historisch sich fragt, ja was spielte sich denn ab in dieser Zeit, zum Beginn des 17. Jahrhunderts? Wie konnte eine solche Bewegung, diese rosenkreuzerische Bewegung, die aber weitestgehend unsichtbar blieb … man nannte die Rosenkreuzer eigentlich dann auch „die Unsichtbaren”, weil sie äußerlich im Grunde genommen gar nicht in Erscheinung traten, sondern nur durch diese Schriften, die wiederum dort gedruckt werden durften. Damals gab es ja ein Imprimatur, das von den jeweiligen Landesfürsten erteilt wurde und das waren durchgehend nur protestantische Landesfürsten, wie etwa der Moritz von Hessen-Kassel, wo eben die erste Auflage dieser „Fama Fraternitatis” erschienen war … also in Kassel, und das waren eben wiederum protestantische Landesfürsten. Ähnliches war dann in Straßburg oder auch hier in Württemberg eben auch der Fall. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=532s In den frühen Schriften der Rosenkreuzer ist die Anthroposophie in einer sehr rudimentären Form bereits enthalten. Ihre eigentliche praktische Wirksamkeit blieb im Unsichtbaren 00:08:52] ===&lt;br /&gt;
Und wenn man das historisch sich genauer anschaut, dann bemerkt man, dass diese Fürsten nicht nur protestantisch gesinnt waren, sondern dass sie, wenn man so will, esoterisch gesinnt waren. Und das hing damit zusammen, dass eben dieses Rosenkreuzertum, wenn man sich diese Schriften genauer anguckt, eigentlich etwas proklamierte, was wir tatsächlich 300 Jahre später wiederfinden in der Gestalt der Anthroposophie. Also das, was die Anthroposophie eben auszeichnet, dass sie in allen Lebensgebieten wirksam geworden ist, dass sie ihre Ideen, die im Wesentlichen den Zusammenhang des Makrokosmischen mit dem mikrokosmischen Menschen umfassen, die den Menschen also anbinden an einen kosmologischen Ursprung und ihn in Zusammenhang sehen mit den Phänomenen der Natur, die den Menschen also nicht abtrennen, sondern in Verbindung bringen mit der Natur, mit den Naturreichen und aus diesem Menschenverständnis heraus eben eine neue Medizin, eine neue Pädagogik und eine neue Wissenschaft entwickelt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieses Programm, was, wenn man so will, die heutige oder die Anthroposophie des 20. Jahrhunderts vor allem kennzeichnet, das ist in einer, wenn man so will, sehr frühen und noch sehr rudimentären Form in diesen Schriften der Rosenkreuzer eigentlich enthalten. Und das erweckte zu dieser Zeit eben das Interesse verschiedener Landesfürsten, aber auch anderer wissenschaftlich gesinnter Menschen, dass sie jetzt wissen wollten, wer sind diese Leute, die sowas proklamieren und was haben die eigentlich vor?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es erweckte ein großes Aufsehen, ein großes Interesse, ohne dass aber diejenigen, die das publiziert hatten, jetzt weiter in die Öffentlichkeit traten und sich dafür einsetzten. Sie blieben vielmehr, wie gesagt, im Verborgenen. Sie hatten sich auch als Programm sozusagen vorgenommen, dass sie äußerlich nicht durch irgendwelche Zeichen oder Uniformen oder anderes in Erscheinung treten würden, sondern dass sie im Wesentlichen anonym wirksam werden und vor allem im Bereich der Heilkunst tätig sein wollten. Also als Ärzte, aber ohne sich irgendwie zu outen und sich sozusagen als rosenkreuzerische Ärzte oder irgendwie mit dieser Bewegung in Verbindung zu erklären. Ihre eigentliche praktische Wirksamkeit blieb im Unsichtbaren, blieb anonym. Und auch Valentin Andreae hat sich relativ bald eigentlich von dieser Bewegung äußerlich gesehen abgewendet. Was allerdings den hauptsächlichen Grund hatte darin, dass sofort mit der Veröffentlichung dieser Schriften eine intensive Bekämpfung und Verfolgung seitens der katholischen Kirche und vor allem des Jesuitismus gegen diese Bewegung sich äußerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=744s Viele Parallelen einer kabbalistischen Lehrtafel mit den rosenkreuzerischen Ideen 00:12:24] ===&lt;br /&gt;
Konkreter gesprochen haben wir es in Stuttgart zu tun mit einem Fürsten, Friedrich I., der um die Wende des 16. zum 17. Jahrhundert hier in dem Stuttgarter Schloss, in dem alten Schloss, was heute auch noch steht, eben mit seiner Familie lebte, dessen Sohn Johann Friedrich, der ab 1608 in diesem Schloss regierte und der eine Tochter hatte, nämlich Antonia von Württemberg. Die wiederum dadurch bekannt geworden ist, dass sie eine sogenannte kabbalistische Lehrtafel hat gestalten lassen von einem Hofkünstler, einem Künstler, der am Hof des württembergischen Fürsten tätig war und diese sogenannte kabbalistische Lehrtafel dann in Bad Teinach, hier im Schwarzwald, aufstellen ließ, wo sie auch heute noch zu sehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man sich damit beschäftigt, mit dieser Kabbala, der sogenannten christlichen Kabbala, einer Art Geheimlehre, eigentlich ursprünglich jüdischer Geheimlehre, dann wird man sehr sehr viele Parallelen entdecken in dieser Lehrtafel und in dieser Kabbala mit den rosenkreuzerischen Ideen, die dadurch dann in der Folge dieser Schriften auch durch die sogenannten Lehrtafeln der Rosenkreuzer bekannt geworden sind. Da sind sehr viele Parallelen. Und die Kabbala ist, wenn man so will, auch nichts anderes als eben der Ausdruck eines Hermetismus, wo eben auch der Zusammenhang des Kosmischen mit dem irdischen Menschen beschrieben wird. Sie ist ja so aufgebaut, diese Zehn Sephiroth, aus denen diese Kabbala besteht, dass das eigentlich wie ein umgekehrter Mensch ist, also ein Mensch, der auf dem Kopf steht, der also nach oben in den Kosmos mit seinen Gliedmaßen hineinwächst. Und interessanterweise sind auf dieser Kabbala eben viele Persönlichkeiten abgebildet, die einerseits biblische, meist alttestamentarische Gestalten darstellen, gleichzeitig aber auch Zeitgenossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so findet man also auch den Lehrer Antonias von Württemberg, nämlich Johann Valentin Andreae, auf dieser Lehrtafel abgebildet. Wodurch eben deutlich wird, dass er eben in dem Umfeld dieses württembergischen Fürstenhofes tätig war und eben diese rosenkreuzerischen Ideen dort auch direkt weiter vermittelt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=914s Rosenkreuzerische Bestrebungen am alchemistischen Hof von Friedrich V. in Heidelberg und die „Bibliotheca Palatina“ 00:15:14] ===&lt;br /&gt;
Ein weiterer Schwerpunkt oder das weitere Zentrum des rosenkreuzerischen und auch alchemistischen Wirkens war das Heidelberger Schloss von Friedrich V. von der Pfalz. Dieser Fürst, der in Heidelberg dieses Schloss errichtet hatte und dazu eben alchemistische sogenannte Wunderkammern und auch einen Garten, der damals auch bekannt war wegen seiner vielen Heilkräuter und auch eine große Bibliothek, die &#039;&#039;Bibliotheca Palatina&#039;&#039;, die in diesem Schloss sich befand. All das gab sozusagen den Ruf eines alchemistischen Hofes oder einer alchemistischen Herrschaft, die dort sozusagen in der Pfalz sich angesiedelt hatte und die dadurch dann politisch an Bedeutung gewann, dass Friedrich V. von der Pfalz durch Christian von Anhalt, einen weiteren Fürsten aus diesem Umkreis, der mit diesen Rosenkreuzer-Schriften in Verbindung sich stehen sah, dass er also durch diesen Christian von Anhalt und andere deutsche Fürsten zum König von Böhmen ernannt worden war und dann eben nach Prag übersiedelt war - 1619. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was allerdings in der Folge dazu führte, dass er zu einem Winterkönig wurde. Das heißt, er war nur einen Winter lang, nämlich 1619 bis 1620 war er dort in Prag böhmischer König und wurde dann vertrieben von dort durch eben die katholischen Truppen. Denn es hatte 1618 ja bereits, wie bekannt, der Dreißigjährige Krieg begonnen, der eben eine Art gegenreformatorische Offensive war gegen diese sich ausbreitenden, aus dem Protestantismus eigentlich herrührenden, rosenkreuzerischen Bestrebungen, die durch Friedrich von der Pfalz jetzt politisch an Bedeutung zu gewinnen schienen. Und das wurde dann eben hintertrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=1047s Das historischen Auftreten des Rosenkreuzertums und das rosenkreuzerische Erbe in Amsterdam, im „Lectorium Rosicrucianum“ 00:17:27] ===&lt;br /&gt;
Die ganze rosenkreuzerische Bewegung musste flüchten. Viele ihrer Anhänger sind dann eben in die Niederlande geflüchtet, wo sie dann aufgrund des protestantischen und calvinistischen Hintergrundes der Niederlande, die sich ja gegen Spanien gewehrt und diese katholische Herrschaft abgeschüttelt hatten - also in diesen freien Niederlanden - dort fanden die Flüchtenden vor eben der Gegenreformation und den Kriegern, im Dreißigjährigen Krieg Flüchtenden, fanden dort Aufnahme und konnten dort unterkommen. Dieses rosenkreuzerische Erbe zeigt sich bis heute noch in Amsterdam zum Beispiel dadurch, dass die größte Bibliothek mit alchemistisch-hermetischen und rosenkreuzerischen Schriften aus dieser Zeit und später sich eben dort in Amsterdam befindet, die „Bibliotheca Hermetica“ von Herrn &#039;&#039;Joost Ritman&#039;&#039; und gleichzeitig seit dem 20. Jahrhundert das sogenannte Lectorium Rosicrucianum seinen Ausgang genommen hat.  Also eine Bewegung, die sich auf diese Rosenkreuzer bezieht und die auch heute noch tätig ist, auch hier in Stuttgart tätig ist - Lectorium Rosicrucianum aus Holland. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also sieht man, dass dort eben, wenn man so will, eine Art Refugium gewesen ist für die Vertriebenen, die sich also flüchten mussten aus Deutschland. Und dass gleichzeitig aber in Frankreich eine Art Gegenbewegung, eine Art Verfolgung der Rosenkreuzer einsetzte. Interessanterweise im Umkreis von René Descartes, der sozusagen der Gegenspieler wurde, obwohl er ursprünglich noch als junger Mann eben 1619 nach Deutschland gekommen war, um diese Rosenkreuzer zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also er interessierte sich für die, wie auch viele andere übrigens, Isaac Newton zum Beispiel gehörte auch zu denen, die sich mit diesen englischen Rosenkreuzer-Schriften beschäftigten, von Robert Fludd und John Dee. Das waren zwei englische Rosenkreuzer, die im Umfeld des englischen Königs Jakob I. und seiner Mutter Elisabeth I., also in dieser sogenannten elisabethanischen englischen Gesellschaft, die immer wieder mit dem Rosenkreuzertum in Verbindung gesehen wurde, bis hin auch zu William Shakespeare. Also an dem englischen Hof war das durchaus auch verbreitet und es war auch charakteristisch, dass die Tochter Jakobs I., ebenfalls Elisabeth genannt, dass die mit eben jenem Friedrich von der Pfalz verheiratet wurde und diese Hochzeit auf diesem Heidelberger Schloss ein sehr sehr großes Aufsehen erregte. Das hat damals sozusagen die Regenbogenpresse gefüllt, was alles mit dieser Hochzeit verbunden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und interessanterweise findet man vieles, was mit dieser Hochzeit in Verbindung stand, bis hin auch zu diesem Heidelberger Schloss dann wieder in der Chymischen Hochzeit, die Johann Valentin Andreae verfasst hatte und die 1616 veröffentlicht wurde. Es gab von dieser Chymischen Hochzeit schon eine sehr frühe Jugendschrift, die Johann Valentin Andreae dann später eben umarbeitete, zu dem Buch eben die Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreuz. Ich komme darauf auch später nochmal zurück. Auf jeden Fall taucht da dieser Hintergrund dieser königlichen Hochzeit von eben Friedrich V. von der Pfalz mit dieser Elisabeth von England. Das machte also einen großen Eindruck und das ist sozusagen der äußere Hintergrund, sozusagen die Kulisse für das, was in der Chymischen Hochzeit da beschrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, soviel vielleicht zunächst einmal zu diesem historischen Auftreten des Rosenkreuzertums. Wenn jemand sich damit genauer noch beschäftigen will, historisch gesehen, weil das noch viel weitere Kreise gezogen hat, kann ich nur wärmstens empfehlen Frances A. Yates&#039; Aufklärung im Zeichen des Rosenkreuzes. So heißt dieses Buch, was leider schon lange vergriffen ist, nur noch in Bibliotheken zu finden. Aber da findet man im Grunde genommen alle historischen Zusammenhänge sehr, sehr gut beschrieben.&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=1350s Die Anthroposophie hat in Italien deutlich stärker Fuß gefasst als in Frankreich, wo sie aufgrund der cartesianischen Philosophie stark verfolgt wurde 00:22:30] ===&lt;br /&gt;
Ein weiterer Zusammenhang, auf den ich im Zusammenhang noch mit der Kabbala zu sprechen kommen will; Woher stammten diese kabbalistischen Lehren, die also die Tochter des württembergischen Fürsten Johann Friedrich, Antonia … wie kam sie und wie kamen andere in die Kenntnis dieser Kabbala, die ja zunächst hebräisch natürlich verfasst war?Da spielte schon vorher im 16. Jahrhundert eine große Rolle &#039;&#039;Johannes Reuchlin&#039;&#039;, auch ein reformatorisch-protestantisch gesinnter Gelehrter hier aus dem württembergischen Raum, der eine Grammatik der hebräischen Sprache veröffentlicht hatte und sozusagen dafür sorgte, dass Hebräisch wieder gelehrt werden und dann eben auch verstanden werden konnte. Also er sorgte für diese Kenntniss.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auch andere, die sich nach Italien begeben hatten, hatten also von diesen kabbalistischen Schriften Kenntnis genommen. Die waren nach Italien dadurch gelangt, dass die jüdischen Gelehrten in Spanien vertrieben worden waren und dann nach Italien geflüchtet waren. Und dort fanden sie Aufnahme, nämlich in dem Umkreis der Platonischen Akademie in Florenz und bei den Renaissance-Humanisten Italiens, die sich sehr für diese Kabbala interessierten und darin sozusagen etwas erblickten, mit dem sie sich eben intensiv beschäftigten. Und das führte sozusagen zu dieser Umformung der kabbalistischen Lehren zu der sogenannten christlichen Kabbala. Das geschah also in dem Umfeld dieses italienischen Renaissance-Humanismus und gelangte von dort dann eben auch nach Deutschland, eben auch nach Württemberg, hier an den Stuttgarter Fürstenhof. Von daher ist es auch nicht ganz von der Hand zu weisen, dass die Anthroposophie in Italien doch deutlich stärker Fuß gefasst hat als beispielsweise in Frankreich, wo sie eben in der Folge der cartesianischen Philosophie dann stark verfolgt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=1493s Descartes als Verbündeter der jesuitischen Hexenjagd gegen den Rosenkreuzer-Impuls in Frankreich 00:24:53] ===&lt;br /&gt;
Descartes, nachdem er aus Deutschland zurückkam, weil er sich nämlich dann doch beteiligt hatte an diesem Feldzug gegen diesen Friedrich von der Pfalz da in Prag, der da gestürzt wurde, also dieser Winterkönig. Bei diesem Feldzug war Descartes dabei und hatte eben mit diesen jesuitischen Truppen sich nach Prag begeben. Er hatte selber eine jesuitische Ausbildung durchlaufen, war dann aber längere Zeit sozusagen auf der Suche und fragte sich, was ist das mit diesem Rosenkreuzertum, wie auch andere, wie gesagt, hat sich dann aber gegen diesen Rosenkreuzer-Impuls gewendet, wurde dann bei seiner Rückkehr in Paris sogar verdächtigt, einer dieser Unsichtbaren zu sein, was er widerlegen konnte, dadurch, dass er sich zeigt und sagt, ja schaut her, ich bin nicht unsichtbar. Gleichzeitig setzte aber so eine Art Hexenjagd sozusagen auf das Rosenkreuzertum ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab also Verfolgungen und Hexen- oder Ketzerprozesse, wodurch gerade in Frankreich eben die stärkste Gegnerschaft dann sich entwickelte und wenn man so will auch die Philosophie, die René Descartes dann entwickelt hat, eigentlich diesen Grundsätzen, wenn man so will, der rosenkreuzerischen Lehre, nämlich des Zusammenhangs des Menschen mit dem Kosmos, mit der Natur, dass Descartes eben genau das Gegenteil proklamiert, nämlich eine Trennung, eine Spaltung zwischen Subjekt und Objekt, zwischen Intellekt und äußerer Natur.&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=1595s In England war Francis Bacon ein Gegner der Rosenkreuzer 00:26:35] ===&lt;br /&gt;
In England waren es, wie gesagt, auch Wissenschaftler wie Isaac Newton, die sich für das Rosenkreuzertum und deren Ideen auch im Zusammenhang mit der Alchemie interessierten und das hing einfach damit zusammen, dass die Naturwissenschaften ja noch ganz am Anfang waren, zum Beginn dieses 17. Jahrhunderts, noch keine, wenn man so will, materialistische Naturwissenschaft sich wirklich ausgebildet hatte. Das begann eigentlich erst durch einen weiteren Gegner dieser Rosenkreuzer, nämlich Francis Bacon, der in dieser Zeit seine grundlegenden Schriften eben auch veröffentlichte. Aber für viele war das eben noch nicht ausgemacht, in welche Richtung würde sich die Naturwissenschaft denn entwickeln. Und da waren diese Ideen, die ja sehr skizzenhaft waren, die in diesen Schriften, die da 1614 bis 16 erschienen waren, zum Ausdruck kamen und auch weiteren Schriften dieser englischen Rosenkreuzer, das irgendwie erschien als eine ganz andere Perspektive, die zu dieser Zeit eben noch nicht festgelegt war, sich dann aber auch in England durch die Royal Society immer mehr doch verfestigte, wodurch dann eben andere Anschauungen sofort in Verdacht kamen, eben nicht christlich oder ketzerisch oder was auch immer zu sein, sodass das dann sehr, sehr bald von der Bildfläche verschwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=1687s Christian Rosenkreutz als historische Persönlichkeit in der Esoterikforschung 00:28:07] ===&lt;br /&gt;
Und erst in jüngster Zeit, eigentlich jetzt auch wiederum von Holland ausgehend, fangen die universitären Wissenschaften an, sich jetzt mit diesen esoterischen Bewegungen doch intensiver zu beschäftigen. Die sogenannte Esoterikforschung, die eben auch von Amsterdam ausgegangen ist und die heute auch in Deutschland über einige Lehrstühle verfügt, in diesem Kontext beschäftigt man sich eben auch wieder mit diesen rosenkreuzerischen Lehren, auch mit der Gestalt des Christian Rosenkreutzselber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wodurch wir jetzt sozusagen auf das Zentrum der ganzen Thematik zu sprechen kommen, nämlich auf den Begründer dieser rosenkreuzerischen Bewegung, der ja in dieser &#039;&#039;Fama Fraternitatis&#039;&#039; auch biografisch genauer umschrieben wird, als eben der sogenannte Bruder Christian Rosenkreuz. Interessanterweise haben wir da jetzt seit dieser Woche endlich das Buch von &#039;&#039;Ronald Templeton&#039;&#039;, mit dem wir ja hier im Februar auch ein Tagesseminar veranstaltet haben - „&#039;&#039;Die Lebensreise des Christian Rosencreutz”&#039;&#039; vorliegen, auch draußen am Büchertisch erhältlich. Weil interessanterweise in allen Zusammenhängen, wo auch heute noch über Christian Rosenkreutz gesprochen wird, also auch bei dem „Lectorium Rosicrucianum”, aber insbesondere in der sogenannten Esoterikforschung, eigentlich nirgends davon ausgegangen wird, dass Christian Rosenkreutz tatsächlich gelebt hat, dass das also eine historische Persönlichkeit gewesen ist, so wie es in der &#039;&#039;Fama Fraternitatis&#039;&#039; dargestellt und eben auch von Rudolf Steiner dann ganz deutlich beschrieben worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überall, in allen anderen Zusammenhängen, die man auch heute noch hat, wird diese Gestalt als eine mythologische oder symbolische beschrieben. Also nicht historische Persönlichkeit, sondern insbesondere auch die Chymische Hochzeit, auch sein gesamter Lebensgang - alles, was über ihn erzählt wird, wird als etwas Symbolisches erlebt, als etwas, was sozusagen wie ein Urbild sein könne für eine esoterische Entwicklung, aber nicht eine historische Biografie beschreiben würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=1844s Ronald Templeton rekonstruiert in seiner Biografie über Christian Rosenkreutz, dass dieser auf seinen Reisen im 14.Jh. an verschiedenen Bildungsstätten das Wissen, die Geheimnisse und Mysterien des Orients studiert hatte 00:30:44] ===&lt;br /&gt;
Und nun hat Ronald Templeton interessanterweise auf dem Hintergrund eben immer wieder dieser immer wieder auftauchenden, wenn man so will, in Fragestellung der Historizität des Christian Rosenkreutz versucht, die Biografie, so wie sie in der Fama und auch von Rudolf Steiner beschrieben wird, diese Biografie zu rekonstruieren und eben als historisch nachzuweisen. Und das ist ihm dadurch gelungen, dass er den ja in der Fama und auch durch Rudolf Steiner sehr ausführlichen Bildungsgang, also die Bildungsbiografie des Christian Rosenkreuz, dass er die genauer untersucht hat. Und die Orte, an denen Christian Rosenkreutz gewesen sein soll, laut Fama und auch laut Rudolf Steiner, dass er diese Orte jetzt genauer untersucht hat im Hinblick auf die Lehrstätten bzw. Universitäten, die es dort gegeben haben soll, an denen sozusagen Christian Rosenkreutz seine Ausbildung erhalten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun zeigt sich, dass es dazu wirklich ausreichend historisches Material und Dokumente gibt, die genauestens nachweisen, in welcher Form welcher Unterricht dort stattgefunden hat an diesen verschiedenen Städten, die ich jetzt nicht im Detail beschreiben kann, das kann man alles nachlesen in dem neuen Buch vom Templeton. Dabei zeigt sich aber, dass tatsächlich an allen Orten, die da in der Fama erwähnt werden, dass es da tatsächlich Unterricht und Lehrstätten gegeben hat, meistens mit islamischem Hintergrund, aber eben esoterischem Islam. Wenn man so will, das Wissen des Orients, die Geheimnisse, die Mysterien des Orients, die an diesen Hochschulen, an denen eben auch Christian Rosenkreutzgelebt hat und Unterricht bezogen hat, dass es dort tatsächlich solche Schulen gab, bis dahin, dass man auch Details über die Art von Unterricht und die Inhalte, die da unterrichtet wurden, auch finden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sodass also diese Bildungsbiografie bis in Details hinein tatsächlich historisch rekonstruierbar ist. Wodurch eben deutlich wird, dass die Autoren dieser Schriften eben nicht eine symbolische Erfindung einer Bildungsbiografie dahingestellt haben, sondern dass sie tatsächlich einen Bildungsgang und diese Reisen beschrieben haben, die mindestens zu der Zeit, in der sie eben stattgefunden haben sollen, nämlich im 14. Jahrhundert. Dass die tatsächlich so im Detail stattgefunden haben können und dass eigentlich kein Grund besteht, anzunehmen, dass das nun alles erfunden sei, wenn die ganzen historischen zugrunde liegenden Fakten eben alle nachweislich so gewesen sind, wie sie dort in dieser Bildungsbiografie der Fama beschrieben worden sind. Also das ist eine ausgezeichnete Leistung von Ronald Templeton, dass er diesen historischen Hintergrund jetzt mal wirklich festmachen konnte.&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=2048s Spuren des Rosenkreuzertums in Goethes Leben 00:34:08] ===&lt;br /&gt;
Und das kann man jetzt, wenn man das jetzt geschichtlich weiter verfolgt, weil das Rosenkreuzertum äußerlich dann eben mit Beginn des 30-jährigen Krieges verschwindet von der Bildfläche. Das taucht wirklich nur sehr kurz auf, eben kzwischen 1614 und 1619, bis dann dieser Winterkönig gestürzt wird und die Anhänger nach Holland flüchten müssen, sich verbergen müssen. Valentin Andreae sich dann auch praktisch äußerlich abwendet und auch meint mit diesen Jugendschriften eigentlich nichts zu tun gehabt zu haben. Also in der Folge des 30-jährigen Krieges und dieser Verfolgung des Rosenkreuzertums distanziert er sich dann später davon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch taucht dieses Rosenkreuzertum dann in einer sehr merkwürdigen, uns aber wohl bekannten Form wieder auf, nämlich in Goethes Leben. Bei Goethe kann man eben ganz deutlich die Spuren des Rosenkreuzertums in seiner Biografie wiederfinden. Das hat eben Frank Teichmann in dem besagten Buch &#039;&#039;„Goethe und die Rosenkreuzer&#039;&#039;“ ja ausführlich dargestellt. Zunächst dadurch, dass er 19-jährig schwer erkrankt, an einer lebensgefährlichen Erkrankung, und dann durch eben einen rosenkreuzerischen Arzt gerettet wird, der ein Fluidum, ein Salz ihm verabreicht, das ihm dann das Leben rettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der dann später bei seiner Harzreise eine Art rosenkreuzerische Einweihung erlebt, die in anderer Gestalt von Rudolf Steiner dann später beschrieben worden ist in den Vorträgen mit Mysterienstätten des Mittelalters. Da gibt es zwei Vorträge, in denen Rudolf Steiner von einer sogenannten „rosenkreuzerischen Einweihung“ spricht, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie durch eine Begegnung auf einem Berg und eine andere Begegnung in einem Berg stattfindet. Also zwei Stufen, auf einem Berg und in einem Berg. Und Steiner weist nur darauf hin im Zusammenhang dieser Vorträge, dass sich diese Einweihung später immer wieder in einer gewissen Weise wiederholt hat oder wieder miterlebt worden ist. Und einer derjenigen, die eben diese Einweihung miterlebt oder wiedererlebt haben, war eben Goethe, dem eben genau das wiederfuhr, dass er da in einem Bergwerk, nämlich im Harz, eine bestimmte Begegnung erlebte und dann anschließend eben auch auf dem Berg, nämlich auf diesem Brocken bei der Besteigung dieses Berges, worüber er seiner Freundin Frau von Stein eben in Briefen berichtet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Kontext ist es auch interessant, dass Goethe der Frau von Stein auch schreibt, dass er die Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreutz gelesen habe und dann sagt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Christian Rosenkreutz, Hochzeit habe ich hinaus gelesen. Es gibt ein schön Märchen zur guten Stunde zu erzählen, wenn es wiedergeboren wird. In seiner alten Haut ist es nicht zu genießen.&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;1786 schreibt das Goethe. Also er fand vor allem diese zum Teil ja blutigen Bilder in dieser Chymischen Hochzeit nicht zu genießen und bringt dann 1795 eben sein Märchen, das Goethe-Märchen, als das, was er nennt „die Wiedergeburt dieser Chymischen Hochzeit.“ Das Goethe-Märchen hat ganz eindeutig diesen Hintergrund, bis auch dahin, dass diese Brücke, von der da die Rede ist, im Zusammenhang mit der Heidelberger Brücke steht, die auch heute noch in Heidelberg zu sehen ist. Also da auch taucht Heidelberg am Rande wieder auf. Und auch Rudolf Steiner weist auf diesen Kontext eben hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zweiter Text von Goethe ist natürlich das berühmte Fragment „Die Geheimnisse“, wo sich herausstellt, dass Goethe da etwas beschreibt, was später Rudolf Steiner dann rekonstruiert hat, als die eigentliche Einweihung des Christian Rosenkreuz. Steiner macht das so fest, das werde ich gleich noch etwas genauer beschreiben, dass sich diese eigentliche Einweihung im 13. Jahrhundert vollzogen hat, wo diese Persönlichkeit noch nicht Christian Rosenkreutzhieß, wo sie auch nicht so sehr lange lebte, wo sich aber dieser Umkreis, dieser 12. und dieser 13., der er eben gewesen ist, wo sich diese Gestaltung wiederfindet in einer sehr besonderen Konstellation, die ich gleich noch ausführlicher darstellen möchte. Auf jeden Fall so Steiner hat Goethe sozusagen da etwas beschrieben in diesem Text, Die Geheimnisse, was sich historisch gesehen im Zusammenhang mit dieser ursprünglichen Einweihung des Christian Rosenkreutzim 13. Jahrhundert tatsächlich ereignet hatte. So sehen wir also in Goethes Leben sozusagen Spuren des Rosenkreuzertums wieder aufscheinen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=2390s Die Anthroposophie als Kraftorganismus am Beispiel eines Mysteriendramas 00:39:50] ===&lt;br /&gt;
Und nun ist es so, dass ja eben Rudolf Steiner sich nicht umsonst ganz wesentlich bei der Begründung der Anthroposophie in vielen Punkten, sowohl naturwissenschaftlich wie auch vor allem von der künstlerischen Seite her, an Goethe anschließt. Und einer dieser Anschlusspunkte ist eben das erste Mysteriendrama, das ja zunächst eigentlich das goethesche Märchen auf die Bühne bringen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben also eine mehrfache Metamorphose. „Chymische Hochzeit“ von Valentin Andreae mit Christian Rosenkreutz im Zentrum, durch Goethe in das Märchen metamorphosiert - und durch Rudolf Steiner in sein erstes Mysteriendrama, das ja untertitelt wird mit „Ein Rosenkreuzer Mysterium“. Und das Siegel, was wir da haben von diesem ersten Drama, hat eben diese drei Rosenkreuzer-Worte zum Inhalt. Also:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ex Deo Nascimur, In Christo Morimur, Per Spiritum Sanctum Reviviscimus&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Das steht auf diesem Siegel des ersten Dramas. Wieso ist das ein Rosenkreuzer Mysterium? Zum einen haben wir sozusagen die historische Wurzel, die historischen Vorläufer, die aber nur ganz im Verborgenen jetzt da wieder auftauchen. Aber ein wesentlicher Aspekt, den ich jetzt hervorheben will und der für Rudolf Steiner sozusagen dann zentral wird, das ist der Aspekt der Kraft. Also das, was da umschrieben wird mit Kräften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hatte ja am Anfang gesagt, die anthroposophische Bewegung zeichnet sich dadurch aus, dass es nicht eine Weltanschauung, eine Lehre, eine religiöse Anschauung, eine esoterische Lehre allein ist, sondern dass alle diese Ideen, dass die sich praktisch auswirken. Dass die also, wenn man so will, Kraft haben, dass wir es zu tun haben mit einem Kraftorganismus, wenn wir auf die Anthroposophie hinschauen, einem Kraftorganismus, der wie alles Ätherische, was eben Lebenskräfte sind … nicht das Ätherische kann für sich alleine gar nicht existieren, sondern das Ätherische ist immer nur zusammenhängend denkbar oder überhaupt erlebbar mit etwas Physischem, was von diesem Ätherischen gestaltet und verlebendigt wird. Ein Ätherisches für sich gibt es gar nicht. Ein Ätherisches kann immer nur im Zusammenhang mit Physischem überhaupt beobachtet werden. So wie der Ätherleib eben einen physischen Leib gestaltet, gestalten eben diese Kräfte das Lebendige und, wenn man so will, unser Leben. Weshalb Rudolf Steiner auch darauf aufmerksam macht, dass er sagt, unsere Gedanken- und Vorstellungskräfte und alles, was wir sozusagen an Kultur hervorbringen, das sind umgewandelte Lebenskräfte. Wir denken mit denselben Kräften, mit denen wir wachsen. Das sind dieselben Kräfte, die sich nur umwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und mit diesem Kraftaspekt haben wir es sozusagen zu tun, wenn wir von der Anthroposophie sprechen. Und natürlich muss man sich fragen, woher kommen jetzt diese Kräfte? In dem Mysteriendrama taucht das an verschiedenen Stellen in dem ersten Bild schon auf, dass eben der Capesius, der ein Gedankenmensch ist, ein Professor ist, dass der etwas ganz Besonderes in diesem anthroposophischen Zusammenhang bemerkt. Er sagt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Was hier jedoch sich zeigt, gibt viel zu denken Menschen meiner Art. Erklärlich schien uns solche Wirkung, wo überhitzter Sektengeist die Seelen nur betörend sich über Menschen gießt. Doch hier ist nichts von solchem Geist zu sehen. Man will nur durch Vernunft zur Seele sprechen. Und doch, man schafft durch Worte echte Lebenskräfte und spricht zum tiefsten Herzensgrund. Und selbst des Wollens Reich ergreift das Sonderbare etwas, das jenen, die gleich mir in alten Bahnen wandeln, als blasses Denken nur erscheinen will.”&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Dem Capesius fällt auf, dass in diesem Zusammenhang des Benedictus und der Maria, dass diese Worte, die da gesprochen oder auch studiert werden, dass das Lebenskräfte sind, dass sie Kraft haben. Und das kommt dann auch noch zum Ausdruck an der Stelle, wo die andere Maria auftaucht. Auch noch in diesem ersten Bild. Die sagt nämlich:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Ich muss stets neue Kraft mir holen aus dem Reichtum, der hier aus Geistesquellen fließt. Die warme Zauberkraft der Worte, die hier ich höre, ergießt in meine Hände sich und fließt wie Balsam weiter, berührt die Hand den Leidbeladenen, sie wandelt sich auf meinen Lippen in rechte Trostesrede für schmerzdurchwühlte Herzen. Ich frage nach der Worte Ursprung nicht, ich schaue ihre Wahrheit. Wenn lebend, leben sie mir Spenden.”&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Das sagt jetzt diese andere Maria. Und die Maria sagt dann noch, um das zu erklären:&amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Doch unsere Freundin hat erschöpft des Lebens beste Kräfte durch ihre Arbeitsüberfülle und aller Lebensmut war ihr genommen durch schweren Schicksalsdruck, den sie erfahren, die Kräfte hatte sie geopfert, der Kinder sorglich Leitung, der Mut war hingesunken, als ihr ein früher Tod den teuren Gatten nahm.”&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Zunächst ist diese andere Maria sozusagen zusammengebrochen, hatte keine Kräfte mehr, sie war am Ende - ein Burnout würde man das heute nennen. Ihr Mann ist durch einen frühen Tod gestorben, sie hatte alles sozusagen der Erziehung der Kinder gewidmet und war jetzt kräftemäßig am Ende: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Da brachten Schicksalsmächte sie in unserer Geistes leeren Bann und ihre Lebenskräfte erblühten noch zum zweiten Mal.”&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;So dass sie dann eben jetzt sagt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Ich muss stets neue Kraft mir holen aus dem Reichtum, der hier aus Geistesquellen fließt. Die warme Zauberkraft der Worte, die hier ich höre, ergießt in meine Hände sich.”&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also sie schreibt jetzt ihre Wirksamkeit und ihr neues Leben den Worten zu, die sie jetzt da hört, in diesem Rosenkreuzer-Tempel eigentlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=2848s Jede Idee, die dir nicht zum Ideal wird, ertötet in deiner Seele eine Kraft. Jede Idee, die dir aber zum Ideal wird, erschafft in dir Lebenskräfte (Rudolf Steiner) 00:47:28] ===&lt;br /&gt;
Und nun, wenn man bei Rudolf Steiner jetzt selber nachliest, in seinem Buch »&#039;&#039;Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?&#039;&#039;«, dann findet man an ganz zentraler Stelle, ganz am Anfang, genau das eigentlich beschrieben. Nicht? Sie alle kennen ja dieses Buch, das da anfängt mit dem sogenannten »Pfad der Verehrung«. Und diese Verehrung, die da entwickelt wird, die bezeichnet Rudolf Steiner immer so, dass er sagt, daraus schöpft der Mensch Kraft. Wenn er diese Verehrung in der Lage ist zu entwickeln, dann schöpft er daraus Kräfte. Und umgekehrt, wenn er das nicht tut, dann raubt er sich Kräfte. Begegne ich einem Menschen und tadele ich seine Schwächen, so raube ich mir höhere Erkenntniskraft. Suche ich liebevoll mich in seine Vorzüge zu vertiefen, so sammle ich solche Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht, diese Übung, die dann später wieder auftaucht, in verwandelter Form als Positivitätsübung, das ist die Grundübung dieses Buches, die in mehrfacher Form in dem Buch mindestens viermal wieder auftaucht, dass man Kritik zurückhalten soll, dass man kritiklos Worte sich anhören soll, auch wenn sie noch so falsch klingen. Nicht, das, was da am Anfang als das Gefühl der Ehrfurcht beschrieben wird, taucht in verschiedenster Weise wieder auf, dann vor allem als Positivitätsübung. Aber es wird eben gleich am Anfang so beschrieben, dass das eine Kraftübung ist, dass das eine Übung ist, die Kraft verleiht. Und das wird dann noch verstärkt durch den Schluss dieses ersten Kapitels, wo es heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Jede Idee, die dir nicht zum Ideal wird, ertötet in deiner Seele eine Kraft. Jede Idee, die dir aber zum Ideal wird, erschafft in dir Lebenskräfte.”&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Nicht, da haben wir wieder diesen Zusammenhang, dass es etwas gibt, was abtötend ist. Davon ist auch in dem Mysteriendrama natürlich die Rede, auch in dieser Szene mit dem Geist der Elemente wird das ja deutlich, dass die Gedankenart von Strader und Capesius zunächst in dieser Lebenssphäre, in der ätherischen Welt Gewitter erzeugt und eigentlich Zerstörung hervorruft. Und dass andererseits die Märchen, die Frau Balde erzählt, in dieser Lebenssphäre des Geistes der Elemente, dass die da heilsam wirken. Weshalb die Frau Balde dann auch aufgefordert wird für die Schädigungen, die die beiden Irrlichter eigentlich - also Strader und Capesius in der elementarischen Welt hervorrufen - die also Kräfte rauben oder zerstören, dass die Frau Balde dafür bezahlen muss und da diese Kräfte wieder ausgleicht. Was übrigens der Capesius auch bestätigt, dadurch, dass er sagt, wenn ich erschöpft bin und keine Kraft mehr habe, gehe ich zu der Frau Balde und höre mir die Märchen an, die sie mir erzählt. Und die wiederum bringen ihm neue Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=3068s Der unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreutz als Kraftquelle 00:51:08] ===&lt;br /&gt;
Nun wissen wir auch durch Rudolf Steiner, dass diese Märchen, dass die den Ursprung haben in dem Rosenkreuzertum, dass diese mitteleuropäischen Märchen und auch die Märchen der Frau Balde eigentlich rosenkreuzerische Märchen sind. Aber woher kommt jetzt diese Kraft? Was ist das? Was sozusagen, vor allem wenn man auf Rudolf Steiner selber hinblickt, ja ungeheure schöpferische Kräfte zum Vorschein gebracht hat. Wenn man sich nicht nur sein schriftliches Werk, sondern vor allem sein künstlerisches Werk anschaut und etwa den Seelenkalender sich anschaut, wie der entstanden ist, dann fragt man sich, woher kommt jetzt diese dichterische Fähigkeit, diese enorme Schöpferkraft, die sich in dieser Gesamtkomposition eines Seelenkalenders oder etwa der zwölf Stimmungen dieser kosmologischen Dichtung zum Ausdruck bringt? Woher kommen diese Kräfte, die dann auch den ersten Bau des Goetheanums, also ein architektonisches Werk, zur Erscheinung bringen. Respektive natürlich die vier Mysteriendramen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Woher kommen diese schöpferischen Kräfte? Und da wird man jetzt durch Rudolf Steiner, und damit komme ich langsam zum Abschluss dieser Betrachtungen, da wird man jetzt durch Rudolf Steiner eben aufmerksam gemacht, auf das, was mit diesem Christian Rosenkreutz tatsächlich unsterblich verbunden ist. Das macht nämlich Rudolf Steiner - und diese Vorträge können Sie nachlesen, eben hier in diesem Sammelband - das sind die sogenannten Neuchâteler Vorträge, wo Steiner eben zwei Vorträge gehalten hat, über eben diese okkulte Biografie und diese Einweihung des Christian Rosenkreutz, die eben schon vor dem 14. Jahrhundert, also vor dieser Inkarnation, in der er dann auch diesen Namen erhält, gewesen sein soll. Dass da so ein Kollegium von zwölf Eingeweihten sich eben versammelt hat, um diesem 13. alle Weisheiten, die es bis dahin gegeben hatte, der atlantischen Zeit und der nachatlantischen Zeit, vermittelt haben. Woraufhin dieser Jüngling in einen todesartigen Zustand gekommen sei, bei dem sich aber sozusagen sein Leib wie durchsichtig hätte gezeigt. Und die Folge davon war, dass nach dem Tod dieses Eingeweihten jungen Mannes, dass dessen Ätherleib sich dann eben nicht mehr aufgelöst hat. Steiner nennt ihn dann den unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieser Ätherleib ist nun eben eine Kraftquelle. Denn ein ätherischer Leib ist etwas, was Kräfte beinhaltet, die in der Lage sind, Physisches zu gestalten, beziehungsweise dem Physischen eben Kräfte zu verleihen. Lebenskräfte, die dann umgewandelt werden in kulturelle oder Denk- und Vorstellungskräfte. Eine Kraftquelle, an die dadurch die Menschen anschließen können, dass sie sich eben auch verbinden mit diesem Geschehen, was eben Christian Rosenkreutz auszeichnet, was in den Rosenkreuzer-Worten zum Ausdruck kommt, mit diesem Mysterium von Golgatha. Das ist sozusagen der Schlüssel für diese Kraftquelle. Und daraus gibt es dann, wie Rudolf Steiner, Sie müssen das nachlesen in diesen Neuchâteler Vorträgen, wie er es dann wörtlich ausdrückt, dass sich die Wirksamkeit dieses Ätherleibes dann im Laufe der Jahrhunderte immer mehr verstärkt hätte dadurch, dass immer mehr Menschen sozusagen in diese Sphäre vorgedrungen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das sei nun seit dem Ende des Kali-Yuga, das nennt Rudolf Steiner in dem Zusammenhang auch das Jahr 1899, dass seit dem Zeitpunkt 1900, wo er dann eben anfängt über das goethesche Märchen, also diesen rosenkreuzerischen Zusammenhang erstmalig zu sprechen. Er sagt, in diesem Zusammenhang „&#039;&#039;wurde ich erstmalig esoterisch“&#039;&#039;. 1900, Goethes Märchen, Ende des Kali-Yuga und seit diesem 20. Jahrhundert sei es jetzt sozusagen immer mehr Menschen möglich, in diese Sphäre sich zu begeben, weil die sich auch dadurch verstärkt hat, dass nun andere Ätherleiber insofern auch teilweise jedenfalls sich unsterblich erwiesen haben, als sie eben sich mit dieser Sphäre verbinden konnten. Steiner nennt sie in diesem Zusammenhang „&#039;&#039;die Sphäre des Heiligen Geistes“&#039;&#039;. Also die Sphäre, wo die Ätherleiber eben jetzt unsterblich werden, insofern sie sich mit dem Christus verbinden konnten. Diese Sphäre des Heiligen Geistes, das sei die eigentliche Inspirations- und Kraftquelle der anthroposophischen Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also auf diesen Kontext kommt man sozusagen dann wieder zurück und entdeckt sozusagen da das Geheimnis, wenn man so will, auch für diese unglaubliche Schöpferkräfte, die Rudolf Steiner auf so vielen Gebieten eben, bis eben in diese praktischen, wissenschaftlichen Zusammenhänge medizinischer oder pädagogischer oder auch landwirtschaftlicher Art, dass er überall eben sich als enorm schöpferisch erwies und andere Menschen wiederum anleitete oder inspirierte, ebenfalls in dieser Weise tätig zu werden. Da hat man sozusagen diesen Hintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=3458s In den ersten drei Kindheitsjahren wirken die Christus- Kräfte, ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht 00:57:38] ===&lt;br /&gt;
Und abschließend will ich da noch ein Zitat bringen. Wenn man jetzt andere Vorträge in dem Zusammenhang nochmal studiert, auch wiederum von 1911, also diese Neuchâteler Vorträge, das ist 1911. Und da gibt es eben auch die Vorträge in Kopenhagen über die geistige Führung des Menschen und der Menschheit und da bringt Steiner das jetzt direkt mit dem Christus in Zusammenhang, dass er sagt: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;… die am Menschen im Kindheitsalter wirksamen Kräfte erkennen, heißt den Christus im Menschen erkennen&#039;&#039;. [Rudolf Steiner]&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also die Kräfte, wo Rudolf Steiner beschreibt, die im Gehen lernen, im Sprechen lernen, im Denken lernen, die also in der menschlichen Entwicklung das eigentlich Menschliche zum Vorschein bringen, diese wachstums- und ätherischen Kräfte, die in diesen ersten drei Jahren des Kindes wirksam sind, das seien eben die Christuskräfte. Denn eine wirkliche seelische Selbsterkenntnis führt für den gegenwärtigen Menschen dahin einzusehen, dass in der Menschenseele Kräfte gefunden werden können, welche von diesem Christus ausgehen. In den ersten drei Kindheitsjahren wirken diese Kräfte, ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht. Daran sieht man, dass das eben alles nicht, wenn man so will, theologische oder erkenntnistheoretische Fragen sind, sondern dass alle diese anthroposophischen Erkenntnisbemühungen, dass die immer dahin münden, dass das eben Kräfte hervorbringt. Nicht ganz am Schluss, oder nicht ganz am Schluss, sondern hier in „&#039;&#039;Wie erlangt man …”&#039;&#039; kommt der Rudolf Steiner auch auf das Studium noch einmal zu sprechen, was ja immer mehr heutzutage auch infrage gestellt wird, weil gesagt wird, ja - die Texte sind zu schwierig. &amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Denn, weil diese Lehren aus dem lebendigen, inneren Worte, aus der lebendigen Einsprechung geschöpft sind, haben sie selbst geistiges Leben. Sie sind nicht bloß Worte, sie sind lebendige Kräfte. Und während du den Worten eines Geheimkundigen folgst, während du ein Buch liest, das einer wirklichen inneren Erfahrung entstammt, wirken in deiner Seele Kräfte, welche dich ebenso hellsehend machen, wie die Naturkräfte aus lebendigem Stoffe deine Augen und Ohren gebildet haben.”&#039;&#039; [Rudolf Steiner] &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also diese Kräfte, die in unserem Wachstum wirksam sind, verwandeln sich jetzt in diesen Kontext eben in Kräfte, die zu höherer Erkenntnis führen und damit eben die Anthroposophie begründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, so viel wollte ich Ihnen heute Abend zur Einführung in dieses neue Tertial gerne erzählen, über eben diesen historischen Zusammenhang dieser, wenn man so will, Kraftbewegung des Rosenkreuzertums. Vielen Dank für Ihr Interesse und Aufmerksamkeit! [Applaus] &lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Frank Teichmann: &#039;&#039;Goethe und die Rosenkreuzer&#039;&#039;, Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2007, &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 978-3772516160&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Neider, Andreas / Schukraft, Harald : &#039;&#039;Rudolf Steiner in Stuttgart&#039;&#039;, 168 S., kart. EUR 19,95, Belser Verlag, Stuttgart 2011&lt;br /&gt;
* Yates, Frances A.: &#039;&#039;Aufklärung im Zeichen des Rosenkreuzes&#039;&#039;, Klett-Cotta 1997, ISBN-13978-3608918830&lt;br /&gt;
* Templeton, Ronald: Die Lebensreise des Christian Rosencreutz - Eine biografische Rekonstruktion, Verlag Urachhaus, ISBN-13978-3825153557&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{BS|A}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Anthroposophie]]   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Steiner nennt sie in diesem Zusammenhang „&#039;&#039;die Sphäre des Heiligen Geistes“&#039;&#039; […] die Sphäre, wo die Ätherleiber eben jetzt unsterblich werden, insofern sie sich mit dem Christus verbinden konnten […] das sei die eigentliche Inspirations- und Kraftquelle der &#039;&#039;&#039;anthroposophischen&#039;&#039;&#039; Bewegung.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Der unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreutz als Kraftquelle 00:51:08|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:51:08]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Äther]]   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Steiner nennt sie in diesem Zusammenhang „&#039;&#039;die Sphäre des Heiligen Geistes“&#039;&#039; […] die Sphäre, wo die &#039;&#039;&#039;Ätherleiber&#039;&#039;&#039; eben jetzt unsterblich werden, insofern sie sich mit dem Christus verbinden konnten […] das sei die eigentliche Inspirations- und Kraftquelle der anthroposophischen Bewegung.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Der unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreutz als Kraftquelle 00:51:08|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:51:08]]&lt;br /&gt;
* „[…] das &#039;&#039;&#039;Ätherische&#039;&#039;&#039; kann für sich alleine gar nicht existieren, sondern das Ätherische ist immer nur zusammenhängend denkbar oder überhaupt erlebbar mit etwas Physischem, was von diesem Ätherischen gestaltet und verlebendigt wird.” [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Die Anthroposophie als Kraftorganismus am Beispiel eines Mysteriendramas 00:39:50|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:39:50]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
{{GlossarNavigationArtikel|B}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Christian Rosenkreutz]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] dass &#039;&#039;&#039;Christian Rosenkreutz&#039;&#039;&#039; tatsächlich gelebt hat, dass das also eine historische Persönlichkeit gewesen ist, so wie es in der Fama Fraternitatis dargestellt und eben auch von Rudolf Steiner dann ganz deutlich beschrieben worden ist.” [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Christian Rosenkreutz als historische Persönlichkeit in der Esoterikforschung 00:28:07|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:28:07]]&lt;br /&gt;
* „[…]Text von Goethe ist natürlich das berühmte Fragment „Die Geheimnisse“, wo sich herausstellt, dass Goethe da etwas beschreibt, was später Rudolf Steiner dann rekonstruiert hat, als die eigentliche Einweihung des &#039;&#039;&#039;Christian Rosenkreutz&#039;&#039;&#039;.” [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Spuren des Rosenkreuzertums in Goethes Leben 00:34:08|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:34:08]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Christus]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „In den ersten drei Kindheitsjahren wirken diese Kräfte [des &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;], ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#In den ersten drei Kindheitsjahren wirken die Christus- Kräfte, ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht 00:57:38|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:57:38]] &lt;br /&gt;
* „Steiner nennt sie in diesem Zusammenhang „&#039;&#039;die Sphäre des Heiligen Geistes“&#039;&#039; […] die Sphäre, wo die Ätherleiber eben jetzt unsterblich werden, insofern sie sich mit dem &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; verbinden konnten […] das sei die eigentliche Inspirations- und Kraftquelle der anthroposophischen Bewegung.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Der unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreutz als Kraftquelle 00:51:08|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:51:08]]&lt;br /&gt;
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[[Descartes|Descarte]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;s  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] gerade in Frankreich […] die stärkste Gegnerschaft […] die &#039;&#039;&#039;René Descartes&#039;&#039;&#039; dann entwickelt hat […] rosenkreuzerischen Lehre, nämlich des Zusammenhangs des Menschen mit dem Kosmos, mit der Natur, dass Descartes eben genau das Gegenteil proklamiert, nämlich eine Trennung […] , zwischen Intellekt und äußerer Natur” [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Descartes als Verbündeter der jesuitischen Hexenjagd gegen den Rosenkreuzer-Impuls in Frankreich 00:24:53|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:24:53]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Einweihung]]    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…]Text von Goethe ist natürlich das berühmte Fragment „Die Geheimnisse“, wo sich herausstellt, dass Goethe da etwas beschreibt, was später Rudolf Steiner dann rekonstruiert hat, als die eigentliche &#039;&#039;&#039;Einweihung&#039;&#039;&#039; des Christian Rosenkreutz.” [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Spuren des Rosenkreuzertums in Goethes Leben 00:34:08|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:34:08]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Fama Fraternitatis]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] dass Christian Rosenkreutz tatsächlich gelebt hat, dass das also eine historische Persönlichkeit gewesen ist, so wie es in der „&#039;&#039;&#039;Fama Fraternitatis&#039;&#039;&#039;“ dargestellt und eben auch von Rudolf Steiner dann ganz deutlich beschrieben worden ist.” [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Christian Rosenkreutz als historische Persönlichkeit in der Esoterikforschung 00:28:07|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:28:07]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Goethe]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] sein eigenes hinterlassenes Werk noch veröffentlicht: „&#039;&#039;&#039;Goethe&#039;&#039;&#039; und die Rosenkreuzer” [Frank Teichmann] - das waren sechs Vorträge, die er hier gehalten hatte […]“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Rückblick auf Frank Teichmann und seinen letzten Vortrag über das Rosenkreuzertum 00:00:26|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:26]]&lt;br /&gt;
* „Bei &#039;&#039;&#039;Goethe&#039;&#039;&#039; kann man eben ganz deutlich die Spuren des Rosenkreuzertums in seiner Biografie wiederfinden. Das hat eben Frank Teichmann in dem besagten Buch &#039;&#039;„Goethe und die Rosenkreuzer&#039;&#039;“ ja ausführlich dargestellt.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Spuren des Rosenkreuzertums in Goethes Leben 00:34:08|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:34:08]]&lt;br /&gt;
* „[…] das erste Mysteriendrama, das ja zunächst eigentlich das &#039;&#039;&#039;goethesche&#039;&#039;&#039; Märchen auf die Bühne bringen sollte […] das ja untertitelt wird mit „Ein Rosenkreuzer Mysterium“.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Die Anthroposophie als Kraftorganismus am Beispiel eines Mysteriendramas 00:39:50|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:39:50]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Heiliger Geist]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Steiner nennt sie in diesem Zusammenhang „&#039;&#039;die Sphäre des &#039;&#039;&#039;Heiligen Geistes&#039;&#039;&#039;“&#039;&#039; […] die Sphäre, wo die Ätherleiber eben jetzt unsterblich werden, insofern sie sich mit dem Christus verbinden konnten […] das sei die eigentliche Inspirations- und Kraftquelle der anthroposophischen Bewegung.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Der unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreutz als Kraftquelle 00:51:08|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:51:08]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{BS|J}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Johann Valentin Andreae]]   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] so findet man also auch den Lehrer Antonias von Württemberg, nämlich &#039;&#039;&#039;Johann Valentin Andreae&#039;&#039;&#039;, auf dieser Lehrtafel abgebildet […] er eben in dem Umfeld dieses württembergischen Fürstenhofes tätig war und eben diese rosenkreuzerischen Ideen dort auch direkt weiter vermittelt hat.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Viele Parallelen einer kabbalistischen Lehrtafel mit den rosenkreuzerischen Ideen 00:12:24|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:12:24]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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{{GlossarNavigationArtikel|K}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Kabbala]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] dieser &#039;&#039;&#039;Kabbala&#039;&#039;&#039;, der sogenannten christlichen Kabbala, einer Art Geheimlehre, eigentlich ursprünglich jüdischer Geheimlehre“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Viele Parallelen einer kabbalistischen Lehrtafel mit den rosenkreuzerischen Ideen 00:12:24|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:12:24]]&lt;br /&gt;
* „Sie ist ja so aufgebaut, diese 10 Sephiroth, aus denen diese &#039;&#039;&#039;Kabbala&#039;&#039;&#039; besteht, dass das eigentlich wie ein umgekehrter Mensch ist, also ein Mensch, der auf dem Kopf steht, der also nach oben in den Kosmos mit seinen Gliedmaßen hineinwächst“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Rosenkreuzerische Bestrebungen am alchemistischen Hof von Friedrich V. in Heidelberg und die „Bibliotheca Palatina“ 00:15:14|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:15:14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kind]]   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „In den ersten drei &#039;&#039;&#039;Kindheitsjahren&#039;&#039;&#039; wirken diese Kräfte [des Christus], ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#In den ersten drei Kindheitsjahren wirken die Christus- Kräfte, ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht 00:57:38|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:57:38]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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{{GlossarNavigationArtikel|L}}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Lectorium Rosicrucianum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] seit dem 20. Jahrhundert das sogenannte &#039;&#039;&#039;Lectorium Rosicrucianum&#039;&#039;&#039; seinen Ausgang genommen hat. Also eine Bewegung, die sich auf diese Rosenkreuzer bezieht und die auch heute noch tätig ist, auch hier in Stuttgart tätig ist - Lectorium Rosicrucianum aus Holland“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Das historischen Auftreten des Rosenkreuzertums und das rosenkreuzerische Erbe in Amsterdam, im „Lectorium Rosicrucianum“ 00:17:27|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:17:27]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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{{GlossarNavigationArtikel|M}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Meditation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „In den ersten drei Kindheitsjahren wirken diese Kräfte [des Christus], ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch &#039;&#039;&#039;innere Versenkung&#039;&#039;&#039; den Christus in sich sucht.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#In den ersten drei Kindheitsjahren wirken die Christus- Kräfte, ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht 00:57:38|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:57:38]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Mensch]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „In den ersten drei Kindheitsjahren wirken diese Kräfte [des Christus], ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der &#039;&#039;&#039;Mensch&#039;&#039;&#039; durch innere Versenkung den Christus in sich sucht.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#In den ersten drei Kindheitsjahren wirken die Christus- Kräfte, ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht 00:57:38|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:57:38]] &lt;br /&gt;
[[Mysteriendramen von Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] das erste &#039;&#039;&#039;Mysteriendrama&#039;&#039;&#039;, das ja zunächst eigentlich das goethesche Märchen auf die Bühne bringen sollte […] das ja untertitelt wird mit „Ein Rosenkreuzer Mysterium“.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Die Anthroposophie als Kraftorganismus am Beispiel eines Mysteriendramas 00:39:50|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:39:50]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
{{GlossarNavigationArtikel|N}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|N}}&lt;br /&gt;
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{{GlossarNavigationArtikel|O}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|O}}&lt;br /&gt;
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{{GlossarNavigationArtikel|P}}&lt;br /&gt;
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{{BS|P}}&lt;br /&gt;
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{{GlossarNavigationArtikel|Q}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|Q}}&lt;br /&gt;
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{{GlossarNavigationArtikel|R}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Rosenkreuzer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] sein eigenes hinterlassenes Werk noch veröffentlicht: „Goethe und die &#039;&#039;&#039;Rosenkreuzer&#039;&#039;&#039;” [Frank Teichmann] - das waren sechs Vorträge, die er hier gehalten hatte […]“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Rückblick auf Frank Teichmann und seinen letzten Vortrag über das Rosenkreuzertum 00:00:26|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:26]]&lt;br /&gt;
* „[…] so findet man also auch den Lehrer Antonias von Württemberg, nämlich Johann Valentin Andreae, auf dieser Lehrtafel abgebildet […] er eben in dem Umfeld dieses württembergischen Fürstenhofes tätig war und eben diese &#039;&#039;&#039;rosenkreuzerischen Ideen&#039;&#039;&#039; dort auch direkt weiter vermittelt hat.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Viele Parallelen einer kabbalistischen Lehrtafel mit den rosenkreuzerischen Ideen 00:12:24|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:12:24]]&lt;br /&gt;
* „seit dem 20. Jahrhundert das sogenannte Lectorium Rosicrucianum seinen Ausgang genommen hat. Also eine Bewegung, die sich auf diese &#039;&#039;&#039;Rosenkreuzer&#039;&#039;&#039; bezieht und die auch heute noch tätig ist, auch hier in Stuttgart tätig ist - Lectorium Rosicrucianum aus Holland“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Das historischen Auftreten des Rosenkreuzertums und das rosenkreuzerische Erbe in Amsterdam, im „Lectorium Rosicrucianum“ 00:17:27|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:17:27]]&lt;br /&gt;
* „[…] gerade in Frankreich […] die stärkste Gegnerschaft […] die René Descartes dann entwickelt hat […] &#039;&#039;&#039;rosenkreuzerischen Lehre&#039;&#039;&#039;, nämlich des Zusammenhangs des Menschen mit dem Kosmos, mit der Natur, dass Descartes eben genau das Gegenteil proklamiert, nämlich eine Trennung […] , zwischen Intellekt und äußerer Natur” [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Descartes als Verbündeter der jesuitischen Hexenjagd gegen den Rosenkreuzer-Impuls in Frankreich 00:24:53|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:24:53]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; […] Studium […] weil gesagt wird, die Texte sind zu schwierig […] &#039;&#039;denn&#039;&#039; &#039;&#039;weil diese Lehren aus dem lebendigen, inneren Worte, aus der lebendigen Einsprechung geschöpft sind, haben sie selbst geistiges Leben. Sie sind nicht bloß Worte, sie sind lebendige Kräfte.&#039;&#039; [Zitat: Rudolf Steiner]“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#In den ersten drei Kindheitsjahren wirken die Christus- Kräfte, ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht 00:57:38|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:57:38]] &lt;br /&gt;
* „&#039;&#039;&#039;Steiner&#039;&#039;&#039; nennt sie in diesem Zusammenhang „&#039;&#039;die Sphäre des Heiligen Geistes“&#039;&#039; […] die Sphäre, wo die Ätherleiber eben jetzt unsterblich werden, insofern sie sich mit dem Christus verbinden konnten […] das sei die eigentliche Inspirations- und Kraftquelle der anthroposophischen Bewegung.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Der unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreutz als Kraftquelle 00:51:08|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:51:08]]&lt;br /&gt;
* „[…] dass Christian Rosenkreutz tatsächlich gelebt hat, dass das also eine historische Persönlichkeit gewesen ist, so wie es in der Fama Fraternitatis dargestellt und eben auch von &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; dann ganz deutlich beschrieben worden ist.” [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Christian Rosenkreutz als historische Persönlichkeit in der Esoterikforschung 00:28:07|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:28:07]]&lt;br /&gt;
* „[…]Text von Goethe ist natürlich das berühmte Fragment „Die Geheimnisse“, wo sich herausstellt, dass Goethe da etwas beschreibt, was später &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; dann rekonstruiert hat, als die eigentliche Einweihung des Christian Rosenkreutz.” [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Spuren des Rosenkreuzertums in Goethes Leben 00:34:08|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:34:08]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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{{GlossarNavigationArtikel|S}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|S}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sephiroth]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Sie ist ja so aufgebaut, diese 10 &#039;&#039;&#039;Sephiroth&#039;&#039;&#039;, aus denen diese [[Kabbala]] besteht, dass das eigentlich wie ein umgekehrter Mensch ist, also ein Mensch, der auf dem Kopf steht, der also nach oben in den [[Kosmos]] mit seinen Gliedmaßen hineinwächst“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Rosenkreuzerische Bestrebungen am alchemistischen Hof von Friedrich V. in Heidelberg und die „Bibliotheca Palatina“ 00:15:14|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:15:14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
{{GlossarNavigationArtikel|T}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|T}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Teichmann, Frank]]   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] sein eigenes hinterlassenes Werk noch veröffentlicht: „Goethe und die Rosenkreuzer” [&#039;&#039;&#039;Frank Teichmann&#039;&#039;&#039;] - das waren sechs Vorträge, die er hier gehalten hatte […]“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Rückblick auf Frank Teichmann und seinen letzten Vortrag über das Rosenkreuzertum 00:00:26|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:26]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
{{GlossarNavigationArtikel|U}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|U}}&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
{{GlossarNavigationArtikel|V}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|V}}&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
{{GlossarNavigationArtikel|W}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|W}}&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
{{GlossarNavigationArtikel|X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|X}}&lt;br /&gt;
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{{GlossarNavigationArtikel|Y}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|Y}}&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
{{GlossarNavigationArtikel|Z}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|Z}}&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
{{GlossarNavigationArtikel|0-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|0-9}}&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
[[Andreas Neider|| zurück zu Andreas Neider |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel mit Video]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Andreas Neider]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rosenkreuzer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkribiert von Elke Jurasszovich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar von Elke Jurasszovich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 100%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Kind&amp;diff=33019</id>
		<title>Kind</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthro.world/index.php?title=Kind&amp;diff=33019"/>
		<updated>2026-10-16T18:17:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
{{Anthrowiki.at|Kind}} &amp;lt;blockquote&amp;gt;„Das Kind bildet bis zum 7. Lebensjahr vornehmlich seinen physischen Leib und namentlich die Sinne aus und erzieht sich in dieser Zeit durch Nachahmung. Mit dem Zahnwechsel um das 7. Lebensjahr tritt der Ätherleib als selbstständiges Wesensglied hervor, der danach verlangt, durch liebevolle Autorität gebildet und erzogen zu werden.&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Erst wenn der gewaltige Nervenzerstörungsprozess vollzogen ist, sagt das &#039;&#039;&#039;Kind&#039;&#039;&#039; auf einmal im dritten Lebensjahr &amp;quot;[[Ich]]&amp;quot; zu sich, und erkennt: Ich bin ein eigenes Wesen. [[Die Apokalypse des Johannes - 28. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Gehirnentwicklung besteht hauptsächlich in Nervenzellenzerstörung 00:36:49|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 28. Folge, 2020, 00:36:49]]&lt;br /&gt;
# Damit das &#039;&#039;&#039;Kind&#039;&#039;&#039; um das dritte Lebensjahr zum [[Bewusstsein]] erwachen kann, muss das [[Gehirn]] individuell zugerichtet werden. [[Die Apokalypse des Johannes - 137. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Das Aufleuchten des Bewusstseins im Moment des Todes 00:08:41|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 137. Folge, 2022, 00:08:41]]&lt;br /&gt;
# „Die Sprache wird eine individuelle [[Schöpfung]] des Menschen im Moment des Sprechens sein […]  Das &#039;&#039;&#039;Kind&#039;&#039;&#039; […] indem es im Zuhören nachahmt […] diese Fähigkeit wird viel, viel stärker werden […] dass ich, wenn ich die [[Sprache]] höre, indem ich sie nachmache, verstehe.“ [[Vom rettenden Wesen der Schönheit mit praktischen Sprachübungen - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Am Anfang war das Wort 00:00:10|| Peter, W. Vom rettenden Wesen der Schönheit, 2025, 00:00:10]]&lt;br /&gt;
# „[…] das &#039;&#039;&#039;Kind&#039;&#039;&#039;, um die Sprache interessanterweise als [[Sprache]] wirklich verstehen zu können, muss es sich im Wesentlichen schon gelernt haben aufzurichten” [[Die Apokalypse des Johannes - 306. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026#Damit das Kind die Sprache als Sprache wirklich verstehen kann, muss es schon gelernt haben, sich aufzurichten. Durch die Senkrechte kommt es in die Ich-Richtung 00:05:24|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 306. Folge, 2026, 00:05:24]]&lt;br /&gt;
# „In den ersten drei &#039;&#039;&#039;Kindheitsjahren&#039;&#039;&#039; wirken diese Kräfte [des Christus], ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#In den ersten drei Kindheitsjahren wirken die Christus- Kräfte, ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht 00:57:38|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:57:38]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<title>Kabbala</title>
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		<updated>2026-10-16T18:17:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: /* Glossar */&lt;/p&gt;
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{{Anthrowiki.at|Kabbala}} &amp;lt;blockquote&amp;gt;„Die Kabbala (hebr. קבלה), Empfang, Übernahme, Überlieferung, Weiterleitung) ist die mystische Tradition im Judentum. Die ursprünglichen Wurzeln der Kabbala finden sich in der Tora, der Heiligen Schrift des Judentums.&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Zimzum bezeichnet gemäß den &#039;&#039;&#039;Kabbalisten&#039;&#039;&#039; den Rückzug Gottes, wodurch die Schöpfung erst möglich wurde. [[Die Apokalypse des Johannes - 139. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die Schöpfungsgeschichte beginnt im Hebräischen mit &amp;quot;Bereschit&amp;quot;. Gemäß den Kabbalisten kann das Rezitieren dieses Wortes eine Imagination vorbereiten, die die ganze Schöpfungsgeschichte vor dem inneren Auge hervorzaubern kann 00:05:22|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 139. Folge, 2022, 00:05:22]]&lt;br /&gt;
# „[…] sprechen die Hebräer und die &#039;&#039;&#039;Kabbala&#039;&#039;&#039; usw. sehr wohl vom Adam Kadmon. Und damit ist gemeint der kosmische Adam … der noch ganz in der kosmischen Sphäre schwebt […] Der ganze Kosmos ist dieser Adam. Aber als astralische Wesenheit.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 36. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 36. Folge, 2020, 00:15:18]]&lt;br /&gt;
# „[…] im Grunde ist die &#039;&#039;&#039;Kabbala&#039;&#039;&#039;, die kabbalistische Lehre, sie entsteht so in der Zeit um Christi Geburt … ist vorbereitet schon durch die Thronwagenmystik.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 40. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 40. Folge, 2021, 00:14:13]]&lt;br /&gt;
# „[…] findet man im Hebräischen […] In der &#039;&#039;&#039;Kabbala&#039;&#039;&#039; […]  Ayin ist das Nichts. Ein Sof ist das Nicht-Begrenzte. Und das Or Ein Sof ist das Nicht-Begrenzte-Licht. Das sind die drei Stufen. Und das hängt ganz deutlich mit der Trinität zusammen.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 40. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 40. Folge, 2021, 01:00:25]]&lt;br /&gt;
# „[…] der ganze Kosmos, der ein lebendes Wesen […] Von dort her kommt der Mensch. Das ist der Adam-Kadmon, von dem die Hebräer gesprochen haben, von dem die &#039;&#039;&#039;Kabbalisten&#039;&#039;&#039; sprechen […] Adam-Kadmon heißt einfach der kosmische Adam.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 48. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Der Ursprung des Menschen ist der ganze Kosmos. Der Adam-Kadmon, der kosmische Adam, wie er bei den Hebräern genannt wurde 00:09:13|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 48. Folge, 2021, 00:09:13]]&lt;br /&gt;
# „[…] dieser &#039;&#039;&#039;Kabbala&#039;&#039;&#039;, der sogenannten christlichen Kabbala, einer Art Geheimlehre, eigentlich ursprünglich jüdischer Geheimlehre“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Viele Parallelen einer kabbalistischen Lehrtafel mit den rosenkreuzerischen Ideen 00:12:24|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:12:24]]&lt;br /&gt;
# „Sie ist ja so aufgebaut, diese 10 Sephiroth, aus denen diese &#039;&#039;&#039;Kabbala&#039;&#039;&#039; besteht, dass das eigentlich wie ein umgekehrter Mensch ist, also ein Mensch, der auf dem Kopf steht, der also nach oben in den Kosmos mit seinen Gliedmaßen hineinwächst“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Rosenkreuzerische Bestrebungen am alchemistischen Hof von Friedrich V. in Heidelberg und die „Bibliotheca Palatina“ 00:15:14|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:15:14]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<title>Lectorium Rosicrucianum</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: /* Glossar */&lt;/p&gt;
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{{Anthrowiki.at|Lectorium Rosicrucianum}} &amp;lt;blockquote&amp;gt;„Das Lectorium Rosicrucianum (LRC) versteht sich als christliche Geistesschule. Es tritt auch unter den Bezeichnungen Geistesschule des Goldenen Rosenkreuzes oder Internationale Schule des Rosenkreuzes auf. Seine Ursprünge liegen in den Niederlanden.&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# „[…] seit dem 20. Jahrhundert das sogenannte &#039;&#039;&#039;Lectorium Rosicrucianum&#039;&#039;&#039; seinen Ausgang genommen hat. Also eine Bewegung, die sich auf diese Rosenkreuzer bezieht und die auch heute noch tätig ist, auch hier in Stuttgart tätig ist - Lectorium Rosicrucianum aus Holland“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Das historischen Auftreten des Rosenkreuzertums und das rosenkreuzerische Erbe in Amsterdam, im „Lectorium Rosicrucianum“ 00:17:27|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:17:27]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<title>Johann Valentin Andreae</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: &lt;/p&gt;
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{{Anthrowiki.at|Johann Valentin Andreae}} &amp;lt;blockquote&amp;gt;„Johann Valentin Andreae (* 17. August 1586 in Herrenberg; † 27. Juni 1654 in Stuttgart) auch Johannes Valentinus Andreae oder Johannes Valentinus Andreä war ein deutsch und lateinisch schreibender Schriftsteller, Mathematiker, Theologe und Sozialreformator mit großem Einfluss auf die württembergische Weltanschauung. Auf ihn geht die Rosenkreuzer-Legende zurück.&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Auf &#039;&#039;&#039;Johann Valentin Andreae&#039;&#039;&#039; (16./17.Jh.) geht die Rosenkreuzer Legende zurück. Sein Anteil an der Entstehung der Rosenkreuzer-Legende ist jedoch umstritten. [[Die Apokalypse des Johannes - 136. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Mit dem Ende des Kali Yuga kam der neue Aufbruch: Dass die Konstitution des Kosmos etwas Geistiges ist, revolutionierte die Physik 02:00:38|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 136. Folge, 2022, 02:00:38]]&lt;br /&gt;
# „[…] so findet man also auch den Lehrer Antonias von Württemberg, nämlich &#039;&#039;&#039;Johann Valentin Andreae&#039;&#039;&#039;, auf dieser Lehrtafel abgebildet […] er eben in dem Umfeld dieses württembergischen Fürstenhofes tätig war und eben diese rosenkreuzerischen Ideen dort auch direkt weiter vermittelt hat.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Viele Parallelen einer kabbalistischen Lehrtafel mit den rosenkreuzerischen Ideen 00:12:24|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:12:24]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<title>Heiliger Geist</title>
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		<updated>2026-10-16T18:14:50Z</updated>

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{{Anthrowiki.at|Heiliger Geist}}&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Der Heilige Geist (griech. Ἅγιον Πνεῦμα Hagion Pneuma), nach christlicher Auffassung oft auch Paraklet oder Geist Gottes genannt, ist eine der drei Personen oder Hypostasen Gottes (siehe → Dreifaltigkeit). Symbolisch wird er durch eine Taube, Wasser oder durch Flammen dargestellt und im griechischen Neuen Testament knapp 100 mal erwähnt.&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Das Pfingstfest: Ein geistiges Feuer (die feurigen Zungen) kommt auf uns herab, das fähig ist, unser Seelisches so zu verwandeln, dass es unser Eigenes wird. Dadurch kann der &#039;&#039;&#039;Heilige Geist&#039;&#039;&#039; auch im Großen wirken. [[Die Apokalypse des Johannes - 129. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Das Pfingstfest: Ein geistiges Feuer kommt auf uns herab, das fähig ist, unser Seelisches so zu verwandeln, dass es unser Eigenes wird. Dadurch kann der Heilige Geist auch im Großen wirken 01:32:17|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 129. Folge, 2022, 01:32:17]]&lt;br /&gt;
# „[…] die Vaterkraft […] ist die tragende Kraft im Hintergrund […] wenn man zurückgeht auf den Alten Saturn […] bei der Alten Sonne ist es die Christus-Kraft, die alles macht […] auf dem Alten Mond ist der Herr das, was man als &#039;&#039;&#039;Heiligen Geist&#039;&#039;&#039; bezeichnet.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 40. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Die Entwicklung des Alten Saturns beruht auf der Vater-Kraft im Hintergrund, die Entwicklung der Alten Sonnen beruht auf der Christus-Kraft im Hintergrund und die Entwicklung des Alten Mondes beruht auf der Kraft des Heiligen Geistes 01:05:06|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 40. Folge, 2021, 01:05:06]]&lt;br /&gt;
# „Steiner nennt sie in diesem Zusammenhang „&#039;&#039;die Sphäre des &#039;&#039;&#039;Heiligen Geistes&#039;&#039;&#039;“&#039;&#039; […] die Sphäre, wo die Ätherleiber eben jetzt unsterblich werden, insofern sie sich mit dem Christus verbinden konnten […] das sei die eigentliche Inspirations- und Kraftquelle der anthroposophischen Bewegung.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Der unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreutz als Kraftquelle 00:51:08|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:51:08]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<id>https://anthro.world/index.php?title=Goethe&amp;diff=33014</id>
		<title>Goethe</title>
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		<updated>2026-10-16T18:13:24Z</updated>

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{{Anthrowiki.at|Johann Wolfgang von Goethe}}&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Johann Wolfgang von Goethe (* 28. August 1749 in Frankfurt am Main als Johann Wolfgang Goethe; † 22. März 1832 in Weimar), 1782 geadelt, war ein deutscher Dichter und Naturforscher. Er gilt als einer der bedeutendsten Schöpfer deutschsprachiger Dichtung.&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Die Evolutionslehre war &#039;&#039;&#039;Goethe&#039;&#039;&#039; in lebendiger Form bekannt. [[Die Apokalypse des Johannes - 102. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Was ich als Geisteswissenschaftler erkläre, muss ich aus rein Geistigem erklären - so wie die Naturwissenschaft alles wissenschaftlich erklären muss. Theistische Erklärungen sind fehl am Platz 01:06:53|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 102. Folge, 2022, 01:06:53]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Goethe&#039;&#039;&#039; erlebt die Pflanze in ihrer Formveränderung. [[Die Apokalypse des Johannes - 170. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Wenn ich die Pflanze in ihrer lebendigen Entwicklung schauen kann, bin ich beim Ätherischen - im Astralischen ist auch ein Zeitstrom da, der kommt mir aus der Zukunft entgegen 00:12:06|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 170. Folge, 2023, 00:12:06]]&lt;br /&gt;
# Unsere Aufgabe ist es heute, durch das Sinnliche durch zu stoßen und auch das Geistige dahinter zu sehen. &#039;&#039;&#039;Goethes&#039;&#039;&#039; großer Grundgedanke war, durch die sinnliche Beobachtung zur übersinnlichen zu kommen. [[Die Apokalypse des Johannes - 138. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Wo ist das Zentrum der Welt? In jedem einzelnen Menschen, in seinem Ich. Und jeder hat recht 02:00:35|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 138. Folge, 2022, 02:00:35]]&lt;br /&gt;
# Wolfgang rezitiert das Gedicht &amp;quot;Prometheus&amp;quot; von J. W. v. &#039;&#039;&#039;Goethe&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Bedecke deinen Himmel, Zeus,...&#039;&#039;). Es ist ein Symbol dafür, dass wir fähig werden müssen, aus der eigenen Kraft des Ich zu schöpfen. [[Die Apokalypse des Johannes - 130. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Handlungen aus einem guten Impuls heraus können schädlich wirken, wenn sie von ahrimanischen Kräften und nicht von geistigen Impulsen geleitet sind 01:38:06|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 130. Folge, 2022, 01:38:06]]&lt;br /&gt;
# Wir sehen die geistige Welt nur dann, wenn wir sie erhellen können. Das wird in &#039;&#039;&#039;Goethes&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie&amp;quot; dargestellt vom Alten mit der Lampe. Wir müssen ein [[Licht]] entgegenbringen, das genauso stark ist wie das geistige Licht. [[Die Apokalypse des Johannes - 135. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Das gewaltige Aufleuchten des Lichts beim Tod des Menschen ist ein mächtiger Blitz, der die ganze geistige Welt erhellt. Das wird bis zum &amp;quot;ersten Tod&amp;quot; immer stärker 00:31:30|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 135. Folge, 2022, 00:31:30]]&lt;br /&gt;
# „[Anmerkung: &#039;&#039;&#039;Goethe]&#039;&#039;&#039; […] also meine eigentliche Aufgabe ist das Dichten, das Schreiben. Und man merkt es aber seinen Schriften an, seinen Gedichten, seinen Dichtungen, also den Theaterstücken und so weiter, er dichtet total bildhaft […] Der Schiller ist musikalisch, obwohl er kein Musiker war […] in seinen Dichtungen ist er absolut musikalisch und er sagt auch von sich selber, wenn ich ein neues Gedicht schreibe, dann habe ich eine Melodie.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 11. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Die Michael-Schule: Vorbereitung des Michael-Zeitalters - Goethe und Schiller 01:15:11|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 11. Folge, 2020, 01:15:11]]&lt;br /&gt;
# „[…] die [[Michael]] Schule […] diese Impulse sind bei &#039;&#039;&#039;Goethe&#039;&#039;&#039; hineingekommen, namentlich eben in dieses „Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie“, aus der dann die Mysteriendramen […] entstanden sind.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 11. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Die Michael-Schule: Vorbereitung des Michael-Zeitalters - Goethe und Schiller 01:15:11|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 11. Folge, 2020, 01:15:11]]&lt;br /&gt;
# „[…] er (Anmerkung: &#039;&#039;&#039;Goethe&#039;&#039;&#039;) hat dafür aber die Seelenkraft aufgebracht, sich innerlich ein sehr detailreiches Bild dieser Pflanze zu machen […] Und das jeden Tag. Er konnte im inneren Bild eine Pflanze aus dieser Urpflanze heraus entwickeln, die in sich so stimmig ist, dass sie leben könnte.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 13. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Goethes Urpflanze - ein inneres Bild vom Entwicklungspotenzial jeder Pflanze 01:02:34|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 13. Folge, 2020, 01:02:34]]&lt;br /&gt;
# Und da gibt es einen ganz bestimmten Zusammenhang zwischen den Farben und den bestimmten Seelenqualitäten, die dahinterstecken. Das hat &#039;&#039;&#039;Goethe&#039;&#039;&#039; gesucht zum Beispiel mit seiner sinnlich-sittlichen Wirkung der Farben. [[Die Apokalypse des Johannes - 15. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Zusammenhang zwischen Farben und Seelenstimmungen - Goethes sinnlich-sittliche Wirkung der Farben 01:52:08|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 15. Folge, 2020, 01:52:08]]&lt;br /&gt;
# Goethe: „Nichts ist schwerer zu ertragen, als eine Reihe von glücklichen Tagen.“ &amp;quot;[…] nur im Glück zu leben bringt uns nämlich weg von […] unseren menschlichen Möglichkeiten.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 24. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Glück macht uns auf Dauer unglücklich - der Mensch ist Schöpfer seiner selbst und will die Welt gestalten 00:13:39|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 24. Folge, 2020, 00:13:39]]&lt;br /&gt;
# Das ist das Geniale an &#039;&#039;&#039;Goethe&#039;&#039;&#039;s Farbenlehre, wo er eben die Farben ja darstellt als Taten und Leiden des Lichtes. Die entstehen eigentlich aus der Auseinandersetzung des Lichtes und der Finsternis. [[Die Apokalypse des Johannes - 34. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Farben entstehen, wie in Goethes Farbenlehre dargelegt, in der Auseinandersetzung zwischen Licht und Finsternis. Auch für eine gesunde, geistige Wahrnehmung braucht es die Widersacherkräfte 00:17:31|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 34. Folge, 2020, 00:17:31]]&lt;br /&gt;
# „[…] Und es ist sehr bezeichnend, an wen er [&#039;&#039;&#039;Goethe&#039;&#039;&#039;] das richtet. Also das Gedicht heißt: &amp;quot;Allerdings&amp;quot;. Und ist gewidmet: &amp;quot;Dem Physiker&amp;quot; […] Das ist halt die Entscheidung, vor der wir stehen, ob wir bloß äußere Schale sein wollen und uns […] in dem letztlich verlieren, was nur mit den Ego-Kräften zusammenhängt?“ [[Die Apokalypse des Johannes - 35. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Ein Gedicht von Goethe: Wollen wir Schale sein oder Kern? 00:42:33|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 35. Folge, 2020, 00:42:33]]&lt;br /&gt;
# „[…] der &#039;&#039;&#039;Goethe&#039;&#039;&#039; hat so ein schönes Wort erfunden für die Beschleunigung, die durch den [[Luzifer]] kommt […] wie er schon spürt, wie die neue Zeit herankommt mit der Technik […] hat das als Albtraum empfunden, diese Beschleunigung […]  er hat gesagt, das ist alles &amp;quot;veluziferisch&amp;quot;.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 40. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Goethe nannte zu seiner Zeit schon die Beschleunigung, die durch Luzifer eintritt &amp;quot;veluziferisch&amp;quot; 00:51:42|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 40. Folge, 2021, 00:51:42]]&lt;br /&gt;
# „[…] was aber selbst [[Charles Darwin]], der große Begründer der Evolutionslehre, irgendwo auch anerkannt hat und auch erwähnt hat - dass &#039;&#039;&#039;Goethe&#039;&#039;&#039; ein Vorläufer ist.“ [[Rudolf Steiner zum 100. Todestag - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Durch das Sichtbare in das Unsichtbare hinein schauen - Goethes Naturanschauung beschäftigt Rudolf Steiner 00:14:42|| Peter, W. Rudolf Steiner 100. Todestag, 2025, 00:14:42]]&lt;br /&gt;
# „[…] &#039;&#039;&#039;Goethe&#039;&#039;&#039; war eben auch einer, der erkannt hat, ja, was wir im Denken erfinderisch machen, das liegt der Natur zugrunde […] Sie denkt eigentlich ununterbrochen, aber nicht als Mensch, sondern als Natur.“ [[Rudolf Steiner zum 100. Todestag - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Hinter der Natur steht die ordnende Kraft des Geistes. Die haben wir auch in unserem Denken und darum können wir die Welt erkennen. Weil diese Kraft auch in der Welt waltet 00:28:02|| Peter, W. Rudolf Steiner 100. Todestag, 2025, 00:28:02]]&lt;br /&gt;
# „[…] sich mit &#039;&#039;&#039;Goethe&#039;&#039;&#039; intensiv auseinanderzusetzen […] er ist auch durch den Schröer im Grunde erst auf den &amp;quot;Faust&amp;quot; z. B. gestoßen.“ [[Rudolf Steiner zum 100. Todestag - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Als der Mensch in der Welt auftritt, beginnt sehr schnell der Werkzeugbau - der Anfang der Technik 00:19:05|| Peter, W. Rudolf Steiner 100. Todestag, 2025, 00:19:05]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Goethe&#039;&#039;&#039; entwickelte die Methode, im Sinnlichen, am Sinnlichen das Übersinnliche zu schauen. Er entdeckte die [[Urpflanze]] – die Wachstumsbewegung, die allen [[Pflanzen]] gemeinsam ist. [[Möglichkeiten der Kunst - Sprachgestaltung. Ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2024#Goethe entwickelte die Methode, im Sinnlichen, am Sinnlichen das Übersinnliche zu schauen. Er entdeckte die Urpflanze – die Wachstumsbewegung, die allen Pflanzen gemeinsam ist 00:11:18|| Peter, W. Möglichkeiten der Kunst, 2024, 00:11:18]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Goethe&#039;&#039;&#039; sprach von der sinnlich-sittlichen Wirkung der [[Farben]]. Das bedeutet, dass man mit dem sinnlichen Erleben gleichzeitig den übersinnlichen Anteil daran erlebt. [[Möglichkeiten der Kunst - Sprachgestaltung. Ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2024#Die Kunst als Vorbereitung für das malende Schauen innerer Bilder 00:42:47|| Peter, W. Möglichkeiten der Kunst, 2024, 00:42:47]]&lt;br /&gt;
# Wenn man das ganze Tierreich zusammennehmen würde und alles in Harmonie vereinigt, dann kommt der Mensch heraus. Das hat &#039;&#039;&#039;Goethe&#039;&#039;&#039; so schön erkannt [[Wie tot sind die Toten - ein Vortrag von Wolfgang Peter in Essen, 2024#Der Mensch ist sozusagen versammelt in sich, in reduzierter Form, alles, was man auch bei den Tieren findet. Aber er hat es im Gleichgewicht 00:20:18|| Peter, W. Wie tot sind unsere Toten, 2024, 00:20:18]] &lt;br /&gt;
# In seiner [&#039;&#039;&#039;Goethes&#039;&#039;&#039;] Metamorphosenlehre der Tiere hat er versucht zu erklären, wie die Tierformen sind […] die haben ein Urbild, das nur immer wieder einmal einseitig verzerrt wird. Und dieses Urbild ist der Mensch [[Wie tot sind die Toten - ein Vortrag von Wolfgang Peter in Essen, 2024#Der Mensch ist sozusagen versammelt in sich, in reduzierter Form, alles, was man auch bei den Tieren findet. Aber er hat es im Gleichgewicht 00:20:18|| Peter, W. Wie tot sind unsere Toten, 2024, 00:20:18]]&lt;br /&gt;
# „[…] was aber selbst Charles Darwin, der große Begründer der Evolutionslehre, irgendwo auch anerkannt hat und auch erwähnt hat - dass &#039;&#039;&#039;Goethe&#039;&#039;&#039; ein Vorläufer ist.“ [[Rudolf Steiner zum 100. Todestag - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Durch das Sichtbare in das Unsichtbare hinein schauen - Goethes Naturanschauung beschäftigt Rudolf Steiner 00:14:42|| Peter, W. Rudolf Steiner 100. Todestag, 2025, 00:14:42]]&lt;br /&gt;
# „[…] &#039;&#039;&#039;Goethe&#039;&#039;&#039; war eben auch einer, der erkannt hat, ja, was wir im Denken erfinderisch machen, das liegt der Natur zugrunde […] Sie denkt eigentlich ununterbrochen, aber nicht als Mensch, sondern als Natur.“ [[Rudolf Steiner zum 100. Todestag - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Hinter der Natur steht die ordnende Kraft des Geistes. Die haben wir auch in unserem Denken und darum können wir die Welt erkennen. Weil diese Kraft auch in der Welt waltet 00:28:02|| Peter, W. Rudolf Steiner 100. Todestag, 2025, 00:28:02]]&lt;br /&gt;
# „[…] sich mit &#039;&#039;&#039;Goethe&#039;&#039;&#039; intensiv auseinanderzusetzen […] er ist auch durch den Schröer [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Schröer, Karl Julius]]] im Grunde erst auf den &amp;quot;Faust&amp;quot; z. B. gestoßen.“ [[Rudolf Steiner zum 100. Todestag - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Als der Mensch in der Welt auftritt, beginnt sehr schnell der Werkzeugbau - der Anfang der Technik 00:19:05|| Peter, W. Rudolf Steiner 100. Todestag, 2025, 00:19:05]]&lt;br /&gt;
# „Rudolf Steiner hat für diesen [[Professor Capesius]] als eines der Vorbilder zu dieser Figur […] seinen sehr hoch verehrten Lehrer Karl Julius Ströer genommen, der ihm […] die Welt von &#039;&#039;&#039;Goethe&#039;&#039;&#039; besonders nahegebracht hat.“ [[Der Hüter der Schwelle (Mysteriendramen) - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2024#Als Vorbild für Professor Capesius diente Rudolf Steiner sein hoch verehrten Lehrer Karl Julius Ströer 0:13:15|| Peter, W. Der Hüter der Schwelle_3. Mysteriendrama, 2024,  0:13:15]]&lt;br /&gt;
# „In Wahrheit ist die Wahrheit vielfältig. Und trotzdem ist sie eine. Es gibt so einen wunderschönen Spruch von &#039;&#039;&#039;Goethe&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;&amp;quot;Kenn ich mein Verhältnis zu mir selbst und zur Außenwelt, so heiß ich&#039;s Wahrheit&amp;quot;. “&#039;&#039; [[Der Hüter der Schwelle (Mysteriendramen) - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2024#Bevor nicht genügend Menschen die Fähigkeit entwickelt haben, verschiedene Perspektiven einnehmen zu können, gibt es keinen Frieden 0:29:34|| Peter, W. Der Hüter der Schwelle_3. Mysteriendrama, 2024,  0:29:34]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Goethes&#039;&#039;&#039; Faust, Eins und Zwei lässt sich leicht zusammenfassen. Aus dem ersten Teil: „Es irrt der Mensch, solange er strebt.“ Am Ende des zweiten Teils heißt es: „Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen.” ” [[2. Mysteriendrama, Die Prüfung der Seele - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Am Unsterblichen der Seele muss bewusst gearbeitet werden. Alles andere ist nach dem Tod weg 00:50:30|| Peter, W. Die Prüfung der Seele, 2025, 00:50:30]]&lt;br /&gt;
# „Ich meine, beim &#039;&#039;&#039;Goethe&#039;&#039;&#039; es ist ja immer so - er sagt es ja selber - sinnlich-übersinnlich Schauen. Es ist so an der Grenze. Er sieht im Sinnlichen das Übersinnliche, das Gestaltende drinnen. Und das ist eigentlich die Äthersphäre, die dahinter steckt.“  [[Die Apokalypse des Johannes - 43. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Goethes sinnlich-übersinnliches Schauen - im Sinnlichen das Übersinnliche, das Gestaltende, sehen. Die Sechsstrahligkeit der Schneekristalle, das ist eine allgemeine Gesetzmäßigkeit, aber die Individualität jedes einzelnen Schneekristalls wird durch gestaltende Lebenskräfte (Ätherkräfte) verursacht 00:17:57|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 43. Folge, 2021, 00:17:57]]&lt;br /&gt;
# „[…] Die Sinne zu schulen, dass wirklich das Ich ergreifen kann, die Sinne […] Dass wir sozusagen mit der Zeit durch das Sinnliche durchschauen können dann nämlich zum Geistigen, das dieses Sinnliche geformt hat. Dann sind wir auf dem richtigen Weg. &#039;&#039;&#039;Goethe&#039;&#039;&#039; hat diesen Weg anfänglich beschritten.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 47. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Wichtig ist, unsere Sinne so zu schulen, dass wir durch das Sinnliche durchschauen können zum Geistigen, das das Sinnliche geformt hat 00:43:02|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 47. Folge, 2021, 00:43:02]]&lt;br /&gt;
# „Das hat schon &#039;&#039;&#039;Goethe&#039;&#039;&#039; eben studiert […] Und er hat seine eigene Farbenlehre entwickelt und hat vor allem auch Rücksicht genommen, was bewirken die Farben seelisch, wenn sie auf den Menschen wirken?” [[Rudolf Steiner und die Welt der Farben - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Farbenlehren sind heute sehr technisch und äußerlich orientiert. Goethes Fokus lag auf der seelischen Wirkung der Farben 00:01:37|| Peter, W. Rudolf Steiner und die Welt der Farben, 2025, 00:01:37]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Goethe&#039;&#039;&#039; selber hat gesagt, man kann dieses Märchen […] auf 99 verschiedene Weisen interpretieren. […] Der Riese gibt einem die Möglichkeit, auch auf seinem schwarzen Schatten über diese Schwelle des Flusses hinüberzugehen […] wo wir unerlaubt über die Schwelle des Geistigen herübergehen.“ [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Emanuel Zeylmans: Dieses Märchen enthält vier Stufen einer liturgischen Handlung 00:15:02|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:15:02]]&lt;br /&gt;
# „Das Problem ist, dass wir in der Mitte geistig im Moment zu schwach sind […] wir sind seit spätestens Mitte des 19. Jahrhunderts im Dämmerschlaf […] Die letzte Blüte war wirklich […] mit Ende der &#039;&#039;&#039;Goethezeit&#039;&#039;&#039; […] Europa ist etwas sehr Sensibles und im Moment fehlt das geistige Selbstbewusstsein in Europa“ [[Die Apokalypse des Johannes - 45. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Europa befindet sich derzeit in einer Zerreißprobe zwischen West und Ost. Sein Selbstbewusstsein hat stark gelitten. Nach der Blüte lebendiger Geistigkeit (u.a. Goethe) dominiert immer mehr der materialistische Impuls 01:26:30|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 45. Folge, 2021, 01:26:30]]&lt;br /&gt;
# „[…] sein eigenes hinterlassenes Werk noch veröffentlicht: „&#039;&#039;&#039;Goethe&#039;&#039;&#039; und die Rosenkreuzer” [Frank Teichmann] - das waren sechs Vorträge, die er hier gehalten hatte […]“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Rückblick auf Frank Teichmann und seinen letzten Vortrag über das Rosenkreuzertum 00:00:26|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:26]]&lt;br /&gt;
# „Bei &#039;&#039;&#039;Goethe&#039;&#039;&#039; kann man eben ganz deutlich die Spuren des Rosenkreuzertums in seiner Biografie wiederfinden. Das hat eben Frank Teichmann in dem besagten Buch &#039;&#039;„Goethe und die Rosenkreuzer&#039;&#039;“ ja ausführlich dargestellt.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Spuren des Rosenkreuzertums in Goethes Leben 00:34:08|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:34:08]]&lt;br /&gt;
# „[…] das erste Mysteriendrama, das ja zunächst eigentlich das &#039;&#039;&#039;goethesche&#039;&#039;&#039; Märchen auf die Bühne bringen sollte […] das ja untertitelt wird mit „Ein Rosenkreuzer Mysterium“.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Die Anthroposophie als Kraftorganismus am Beispiel eines Mysteriendramas 00:39:50|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:39:50]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<id>https://anthro.world/index.php?title=Fama_Fraternitatis&amp;diff=33013</id>
		<title>Fama Fraternitatis</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: &lt;/p&gt;
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__TOC__&lt;br /&gt;
{{Anthrowiki.at|Fama Fraternitatis}} &amp;lt;blockquote&amp;gt;„ […] Sie ist ein kurzer Abriss der Lebensgeschichte des legendären Fraters C.R., der versucht, sein im Nahen Osten und in Afrika gesammeltes Wissen in Europa weiterzugeben, […]&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Wenn man die &#039;&#039;&#039;Fama Fraternitatis&#039;&#039;&#039; liest […] da wird ja berichtet, dass ein junger Mann aus Deutschland, Christian Rosenkreutz […] in ein Kloster gebracht worden sein soll,[…] da gab es einen Priester, der hat […] den Impuls gehabt, er wollte zum Heiligen Grab, ins Heilige Land fahren. Und der junge Christian Rosenkreutz […] hat ihn gebeten, er möge ihn mitnehmen und ist mit ihm gemeinsam bis nach Zypern gereist.“ [[Der Gral im Orient. Das geheime Christentum Arabiens - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Bericht aus der Fama Fraternitatis: Christian Rosenkreutz&#039; Reise über Damaskus nach Arabien, wo er bei den Weisen von Dhamar schon erwartet wurde 00:05:19|| Rheinheimer, M. Der Gral im Orient, 2026, 00:05:19]]&lt;br /&gt;
* „[…] dass Christian Rosenkreutz tatsächlich gelebt hat, dass das also eine historische Persönlichkeit gewesen ist, so wie es in der „&#039;&#039;&#039;Fama Fraternitatis&#039;&#039;&#039;“ dargestellt und eben auch von Rudolf Steiner dann ganz deutlich beschrieben worden ist.” [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Christian Rosenkreutz als historische Persönlichkeit in der Esoterikforschung 00:28:07|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:28:07]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<title>Einweihung</title>
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		<updated>2026-10-16T18:11:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
{{Anthrowiki.at|Einweihung}}&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Der geistige Schulungsweg ist ein Erkenntnispfad, welcher der geistigen Entwicklung dient und den Geistesschüler durch geeignete Konzentrations- und Meditationsübungen (Seelenübungen) stufenweise zur Einweihung führt. Er arbeitet dabei an seinem Ätherleib, nachdem er zur Vorbereitung seinen Astralleib geläutert hat.&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Auch das Wissen vom Geistigen entwickelt sich weiter. [[Rudolf Steiner]] hat mehr gesehen, als die &#039;&#039;&#039;Eingeweihten&#039;&#039;&#039; vor ihm sehen konnten. Und &#039;&#039;&#039;Eingeweihte&#039;&#039;&#039; der Zukunft werden noch mehr sehen können. [[Die Apokalypse des Johannes - 138. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Nur durch das Tor des Sinnlichen kommen wir ins Übersinnliche 01:54:34|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 138. Folge, 2022, 01:54:34]]&lt;br /&gt;
# Die [[Gnosis]] war eine sehr starke &#039;&#039;&#039;Einweihung&#039;&#039;&#039;s-Strömung, die aber nur die geistige Seite des Christus sah und verleugnete, dass der Christus Mensch geworden ist. Dadurch verliert der Mensch seine Erdenaufgabe. [[Die Apokalypse des Johannes - 141. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die erste, durch den Christus öffentlich durchgeführte Einweihung: Die Erweckung des Lazarus 00:27:45|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 141. Folge, 2022, 00:27:45]]&lt;br /&gt;
# Christliche Überlieferungen sind &#039;&#039;&#039;Einweihung&#039;&#039;&#039;sdokumente und keine bezeugten Schilderungen. [[Die Apokalypse des Johannes - 141. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die christlichen Überlieferungen sind Einweihungsdokumente und keine bezeugten Schilderungen 01:08:47|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 141. Folge, 2022, 01:08:47]]&lt;br /&gt;
# Dass in der Griechisch-Lateinischen Zeit die Philosophie entstehen konnte, wurde vorbereitet dadurch, dass in der Ägyptischen Zeit die &#039;&#039;&#039;Eingeweihten&#039;&#039;&#039; in das Denken eingeweiht wurden. So konnten damals große Reiche organisiert werden. [[Die Apokalypse des Johannes - 137. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die Empfindungsseele bereitet die Verstandesseele vor 00:23:01|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 137. Folge, 2022, 00:23:01]]&lt;br /&gt;
# Christian Rosenkreutz ist einer der höchsten christlichen &#039;&#039;&#039;Eingeweihten&#039;&#039;&#039;. Er wurde im 13. Jahrhundert geboren. [[Die Apokalypse des Johannes - 136. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die große Aufgabe des Christian Rosenkreutz besteht darin, die Menschheit darauf vorzubereiten, dass die Bewusstseinsseele reif wird dafür, das Geistige zu schauen - und zwar auf einem voll bewussten Weg 01:43:54|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 136. Folge, 2022, 01:43:54]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Einweihungen&#039;&#039;&#039; ohne geistige Notwendigkeit sind [[Schwarze Magie]]. [[Die Apokalypse des Johannes - 135. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Jede Totenerweckung ist ein Einweihungsvorgang. Johannes war der erste christliche Eingeweihte 00:40:30|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 135. Folge, 2022, 00:40:30]]&lt;br /&gt;
# Johannes ist der erste christliche &#039;&#039;&#039;Eingeweihte&#039;&#039;&#039; Johannes [Evangelist]. Er ist der, der von [[Christus]] auferweckt wurde von den Toten. [[Die Apokalypse des Johannes - 135. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Jede Totenerweckung ist ein Einweihungsvorgang. Johannes war der erste christliche Eingeweihte 00:40:30|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 135. Folge, 2022, 00:40:30]]&lt;br /&gt;
# „[…] es ist sogar schon in der ägyptischen Zeit nur mehr durch entsprechende &#039;&#039;&#039;Einweihung&#039;&#039;&#039;svorgänge zu erreichen, die geistige Welt zu erleben. Daher gibt es eigentlich erst ab dieser Zeit diese ganzen &#039;&#039;&#039;Einweihungsriten&#039;&#039;&#039;, die dazu dienen sollen, wieder das Bewusstsein für die geistige Welt zu wecken.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 15. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Zur Zeit der Ägypter verschwand allmählich die Fähigkeit der Menschen, die geistige Welt wahrzunehmen - dafür begann eine deutliche Wahrnehmung im Außen und die Entwicklung einer Innenwelt (Empfindungsseele) 00:11:03|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 15. Folge, 2020, 00:11:03]]&lt;br /&gt;
# „[…] bei der Gemeinde von Pergamon […] das Geistige ist natürlicherweise nicht mehr zugänglich. Jetzt entwickeln sich im Grunde erst so richtig diese &#039;&#039;&#039;Einweihungskulte&#039;&#039;&#039; […] die dazu dienen sollen, wieder […] den Zugang zur geistigen Welt zu finden […] alles, was in den Pyramiden […] dieser dreieinhalbtägige Todesschlaf […] fängt in Wahrheit in dieser Zeit an.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 37. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 37. Folge, 2020, 00:40:07]]&lt;br /&gt;
# Vor der &#039;&#039;&#039;Einweihung&#039;&#039;&#039; mussten die &#039;&#039;&#039;Einzuweihenden&#039;&#039;&#039; eine harte Schulung durchlaufen. Sie wurden an den Rand des Todes gebracht, um das Sinnliche möglichst auszuschalten. [[Möglichkeiten der Kunst - Sprachgestaltung. Ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2024#Da am Ende der urpersischen Zeit in einem sehr kurzen Zeitraum die alte Hellsichtigkeit der Menschen verschwand, entstanden in der ägyptischen Zeit die Einweihungswege, um noch zu einem geistigen Schauen zu kommen 00:53:34|| Peter, W. Möglichkeiten der Kunst, 2024, 00:53:34]]&lt;br /&gt;
# „[…] ein großes Volk […] weisheitsvoll zu lenken […] dieser Menschengeist bedurfte der &#039;&#039;&#039;Einweihung&#039;&#039;&#039; […] die damals gerade eine Einweihung in das Denken war. Noch niemand konnte zu der Zeit [Ägyptisch-chaldäische Zeit] von sich aus logisch denken[…].“ [[4. Mysteriendrama, Der Seele Erwachen - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Die natürliche Fähigkeit der Menschen, in der geistigen Welt zu leben, verschwand mit dem Kali-Yuga. Daher begann man in der ägyptischen Kulturepoche Einweihungen durchzuführen, vor allem die Einweihung in das Denken 00:13:27|| Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 00:13:27]]&lt;br /&gt;
# „Rudolf Steiner sagt über diesen Siegfried, der Sieg, S-I-G, das ist ein hoher atlantischer Eingeweihter, der höchste &#039;&#039;&#039;Eingeweihte&#039;&#039;&#039; der nordischen Völker, der […] den Weg der nordischen Völker in den tragischen Untergang, in den Tod, in den Frieden führt.” [[Arminius, das 5. Evangelium und die Varusschlacht - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Siegfried war der höchste Eingeweihte der nordischen Völker (Rudolf Steiner). Arminius musste sich läutern, dass er ein Träger dieses Siegfriedes, dieser beiden michaelischen Gesten werden konnte 00:38:25|| Rheinheimer, M.  Arminius, 5. Evangelium, Varusschlacht, 2026, 00:38:25]]&lt;br /&gt;
# „Wobei da heute die Inkarnationen häufiger erfolgen […] heute sind es vielleicht Jahrzehnte, die dazwischen liegen. In ganz seltenen Fällen noch kürzer. Also namentlich, aber dann ganz bewusst bei hohen &#039;&#039;&#039;Eingeweihten&#039;&#039;&#039;, die vielleicht wirklich nur wenige Jahre zwischen den Inkarnationen haben.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 65. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Inkarnationen erfolgen heute in kürzeren Zeitabschnitten 01:15:46|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 65. Folge, 2021, 01:15:46]]&lt;br /&gt;
# „[…]Text von Goethe ist natürlich das berühmte Fragment „Die Geheimnisse“, wo sich herausstellt, dass Goethe da etwas beschreibt, was später Rudolf Steiner dann rekonstruiert hat, als die eigentliche &#039;&#039;&#039;Einweihung&#039;&#039;&#039; des Christian Rosenkreutz.” [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Spuren des Rosenkreuzertums in Goethes Leben 00:34:08|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:34:08]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<title>Descartes</title>
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		<updated>2026-10-16T18:11:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
{{Anthrowiki.at|Descartes}}&amp;lt;blockquote&amp;gt;„René Descartes, latinisiert Renatus Cartesius, (* 31. März 1596 in La Haye, Frankreich; † 11. Februar 1650 in Stockholm, Schweden) war ein Philosoph, Mathematiker und Naturwissenschaftler. Er leitete die Philosophie der Neuzeit ein.&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Hinter dem Spruch von (René Descartes) &#039;&#039;&#039;Descartes&#039;&#039;&#039; „Ich denke also bin ich“ steckt das „Ich zweifle, also bin ich“. Damit gehen Glaubenskräfte verloren, die eine wichtige Voraussetzung dafür sind, sich geisteswissenschaftlichen Wahrheiten zu nähern. [[Die Apokalypse des Johannes - 151. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Das Denken wieder mit Glaubenskräften verbinden 00:25:34|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 151. Folge, 2023, 00:25:34]]&lt;br /&gt;
# René &#039;&#039;&#039;Descartes&#039;&#039;&#039; … &amp;quot;Ich denke, also bin ich.&amp;quot; … er hätte eigentlich, wie es Rudolf Steiner immer wieder sagt, sagen müssen: Ich denke, also bin ich nicht! Weil im Denken habe ich eben nur ein Spiegelbild und nicht mein wirkliches Ich. [[Die Apokalypse des Johannes - 11. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Rene Descartes - „Ich denke, also bin ich!“ 01:06:11|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 11. Folge, 2020, 01:06:11]]&lt;br /&gt;
# „[…] gerade in Frankreich […] die stärkste Gegnerschaft […] die René &#039;&#039;&#039;Descartes&#039;&#039;&#039; dann entwickelt hat […] rosenkreuzerischen Lehre, nämlich des Zusammenhangs des Menschen mit dem Kosmos, mit der Natur, dass Descartes eben genau das Gegenteil proklamiert, nämlich eine Trennung […] , zwischen Intellekt und äußerer Natur” [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Descartes als Verbündeter der jesuitischen Hexenjagd gegen den Rosenkreuzer-Impuls in Frankreich 00:24:53|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:24:53]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<title>Christus</title>
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		<updated>2026-10-16T18:10:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
{{Anthrowiki.at|Christus}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; (von ,&#039;&#039;Christós&#039;&#039;; latinisiert &#039;&#039;Christus&#039;&#039;, als Übersetzung von &#039;&#039;Maschiach&#039;&#039;, aramäisch &#039;&#039;Meschiah&#039;&#039;, in griechischer Transkription Μεσσίας, Messias, „der Gesalbte“) ist ein höchstes kosmisches Geistwesen, das – nach gebräuchlicher abendländischer Bezeichnung – das Sohnesprinzip der göttlichen Trinität repräsentiert und als das große makrokosmische &#039;&#039;&#039;Welten-Ich&#039;&#039;&#039; gemeinsam mit dem Vater und dem Heiligen Geist als Urquell der Schöpfung über allen geistigen Hierarchien steht. Durch das Mysterium von Golgatha hat sich die Christuskraft, die ursprünglich von der Sonne herabwirkte, mit der Erde verbunden. Das ist eine geistige Tatsache, die über allen konfessionellen religiösen Bekenntnissen steht und, wie Rudolf Steiner betont, auch nicht an den bei uns gebräuchlichen Namen „Christus“ gebunden ist: &#039;&#039;„Niemals wird derjenige, der das Christus-Wesen erkennt, sich darauf versteifen, daß der Name des Christus bleibt.“&#039;&#039; {{GZ||121|197}}.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Christus =====&lt;br /&gt;
# Wer mit dem &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; geht, lässt sich leichter erschüttern und bleibt doch handlungsfähig. [[Die Apokalypse des Johannes - 102. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Menschen, die den individuellen Weg, den Weg mit dem Christus gehen, lassen sich auch von den zartesten Dingen erschüttern, ohne handlungsunfähig zu werden 01:22:54|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 102. Folge, 2022, 01:22:54]]&lt;br /&gt;
# Der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; ist am unmittelbarsten in der Lebenskraft, in unserem Ätherleib, in den Äther-Kräften anwesend. [[Die Apokalypse des Johannes - 152. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#In einer funktionierenden Gemeinschaft strömt Lebenskraft von Mensch zu Mensch 00:03:03|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 152. Folge, 2023, 00:03:03]]&lt;br /&gt;
# Dem &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; ist der ärgste Sünder lieber, der bekehrt wird, als einer, der sich heilig wähnt. [[Die Apokalypse des Johannes - 152. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Beim &amp;quot;Gendern&amp;quot; wird die Geschlechterfrage nur äußerlich betrachtet. In Zukunft wird jeder Mensch die geistigen und die seelischen Kräfte in gleichem Maße in sich entwickeln 01:40:19|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 152. Folge, 2023, 01:40:19]]&lt;br /&gt;
# Weiterentwicklung können wir so begreifen, dass wir mit Hilfe des &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; unser Seelisches so zubereiten, dass es ins Ätherische hinein Bilder schafft, die belebend für andere sind. [[Die Apokalypse des Johannes - 152. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Beim &amp;quot;Gendern&amp;quot; wird die Geschlechterfrage nur äußerlich betrachtet. In Zukunft wird jeder Mensch die geistigen und die seelischen Kräfte in gleichem Maße in sich entwickeln 01:40:19|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 152. Folge, 2023, 01:40:19]]&lt;br /&gt;
# Durch die Elohim spricht der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;, das schaffende Wort. [[Die Apokalypse des Johannes - 151. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Die Vergeistigung des Ätherleibes zum Lebensgeist - die Vergeistigung des Astralleibes zum Geistselbst 00:54:11|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 151. Folge, 2023, 00:54:11]]&lt;br /&gt;
# Im Moment des Sprechens werden wir eins mit dem &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;. [[Die Apokalypse des Johannes - 151. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Die Vergeistigung des Ätherleibes zum Lebensgeist - die Vergeistigung des Astralleibes zum Geistselbst 00:54:11|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 151. Folge, 2023, 00:54:11]]&lt;br /&gt;
# Durch Elias wurde die Möglichkeit geschaffen, dass sich auch der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; im hebräischen Volk verkörpern kann, um den Ich-Impuls auf die Erde zu bringen. [[Die Apokalypse des Johannes - 151. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Die Hebräer - ein Volk mit starken Verstandes-Kräften 01:16:07|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 151. Folge, 2023, 01:16:07]]&lt;br /&gt;
# Rudolf Steiner über die Bedeutung des Namens „Elias“: Elijah weist den Weg dorthin, dass sich die Jahve-Christus-Kräfte mit dem hebräischen Volk verbinden. Es ist der deutliche Schritt von Eli, El, dem alten Gottesbegriff hin zu den Jahve-Kräften, mit denen jetzt der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; verbunden ist. [[Die Apokalypse des Johannes - 151. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Nach Rudolf Steiner bedeutet der Name Elijah &amp;quot;der, der die Richtung weist&amp;quot; - hin zu den Jahve-Kräften, mit denen der Christus verbunden ist 02:07:50|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 151. Folge, 2023, 02:07:50]]&lt;br /&gt;
# Der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; ist eingetaucht bis in dieses mineralische Element. [[Die Apokalypse des Johannes - 170. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Das astralische Bewusstsein ist umfangreich, das ätherische ist noch grösser, das mineralische ist das Allerweiteste - der Christus ist im Moment seines Todes in dieses mineralische Element eingetaucht 02:13:35|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 170. Folge, 2023, 02:13:35]]&lt;br /&gt;
# Die Zwischenstufe ist die, dass er [der &#039;&#039;&#039;Christus]&#039;&#039;&#039; schon mit Beginn der eigentlichen Erdenschöpfung wirkt durch die Gemeinschaft der Elohim. [[Die Apokalypse des Johannes - 170. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Das Gewordene ist die Realität, die Wirklichkeit ist die Zukunft 01:06:41|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 170. Folge, 2023, 01:06:41]]&lt;br /&gt;
# Mit den Elohim baut Christus die Sonne zu ihrem Wohnort. [[Die Apokalypse des Johannes - 170. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Mit den Elohim baut Christus die Sonne zu ihrem Wohnort 01:09:52|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 170. Folge, 2023, 01:09:52]]&lt;br /&gt;
# Dazu muss der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; heruntersteigen, bis auf die Erde, bis in eine menschlich, physisch stoffliche Form sogar hinein. Und da ist jetzt nicht nur die gewaltige Sonnenkraft drinnen, sondern da ist die gewaltige Kraft, die den Kosmos geschaffen hat. [[Die Apokalypse des Johannes - 170. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Die gewaltige Kraft, die den Kosmos geschaffen hat, musste sich in einen menschlichen Körper hineinzwängen, damit das menschliche Ich schöpferisch in gleicher Weise tätig werden kann, wie die göttliche Quelle 01:11:36|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 170. Folge, 2023, 01:11:36]]&lt;br /&gt;
# Und selbst bei dieser gewaltigen Willenskraft, über die der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; verfügt, geht es aber nur drei Jahre gut. [[Die Apokalypse des Johannes - 170. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Die zwei Jesus-Knaben - am 24. Dezember feiern wir die Geburt des nathanischen Jesusknaben, am 6. Jänner die Geburt des salomonischen Jesusknaben und gleichzeitig die Jordantaufe - Erscheinung des Herrn 01:16:35|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 170. Folge, 2023, 01:16:35]]&lt;br /&gt;
# Der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; erledigt in diesen drei Jahren sozusagen den Umbau aller drei Leibeshüllen. [[Die Apokalypse des Johannes - 170. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Die zwei Jesus-Knaben - am 24. Dezember feiern wir die Geburt des nathanischen Jesusknaben, am 6. Jänner die Geburt des salomonischen Jesusknaben und gleichzeitig die Jordantaufe - Erscheinung des Herrn 01:16:35|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 170. Folge, 2023, 01:16:35]]&lt;br /&gt;
# Indem der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;, das makrokosmische Ich, Mensch geworden ist, wird diese göttliche Quellkraft geteilt mit jedem Menschen. [[Die Apokalypse des Johannes - 170. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Indem eine Tat passiert, ist das Karma da - wir legen es in der Zeit auseinander, der Christus schaut es in einem 01:21:05|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 170. Folge, 2023, 01:21:05]]&lt;br /&gt;
# Also der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; hat geschaffen, alles, was gemacht ist, ist durch ihn gemacht. [[Die Apokalypse des Johannes - 170. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Indem eine Tat passiert, ist das Karma da - wir legen es in der Zeit auseinander, der Christus schaut es in einem 01:21:05|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 170. Folge, 2023, 01:21:05]]&lt;br /&gt;
# Gehe ich den Weg des &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;, und der Weg des &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; heißt, will ich schöpferisch mitwirken, schöpferisch eine Welt entfalten. [[Die Apokalypse des Johannes - 170. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Erst beim Menschen ist durchgehend bei jeder Entscheidung aus dem Ich die Freiheit da 01:39:21|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 170. Folge, 2023, 01:39:21]]&lt;br /&gt;
# Verdorbene Kräfte ins Nichts hineinzuführen und stattdessen eine neue, bessere seelische Kraft aus dem Nichts herauszuschöpfen. Dieser Weg ist seit dem Erdenleben des &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;, seit dem Mysterium von Golgatha möglich. [[Die Apokalypse des Johannes - 150. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Das seelisch Verdorbene ins Nichts hinein führen, um bessere seelische Kräfte aus dem Nichts zu schöpfen. Das ist erst seit dem Mysterium von Golgatha möglich 00:03:36|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 150. Folge, 2023, 00:03:36]]&lt;br /&gt;
# Seit dem Mysterium von Golgatha durch den &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; ist es uns möglich, kriegerische Auseinandersetzungen ganz zu verinnerlichen und nicht nach außen hin abzuladen. [[Die Apokalypse des Johannes - 150. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Bei der Entwicklung des freien Ichs geht es darum, Kräfte zu vernichten, die uns nicht förderlich sind 00:14:05|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 150. Folge, 2023, 00:14:05]]&lt;br /&gt;
# Wer sich auf sein eigenes Ich stellt, ist mit dem &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; verbunden - aber nicht in dem Sinne, dass er es für uns tut. [[Die Apokalypse des Johannes - 150. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Wer sich auf sein eigenes Ich stellen kann, ist mit dem Christus, mit der Kraftquelle in uns verbunden 01:53:59|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 150. Folge, 2023, 01:53:59]]&lt;br /&gt;
# Wolfgang liest aus dem „Hohelied der Liebe [steht im 13. Kapitel des von Paulus von Tarsus verfassten 1. Korintherbriefs und ist der &#039;&#039;&#039;christliche&#039;&#039;&#039; Hymnus an die Liebe schlechthin]“. [[Die Apokalypse des Johannes - 150. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Das Hohelied der Liebe von Paulus von Tarsus 02:05:45|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 150. Folge, 2023, 02:05:45]]&lt;br /&gt;
# Der Vatergott steht im Hintergrund. Er ist der Welten-Urgrund, der die Substanz allen gibt und das trägt. Aber die gestaltende, formende Kraft ist der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;. Er ist das [[Weltenwort]]. [[Die Apokalypse des Johannes - 139. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Der Christus bringt die Schöpfung hervor. Er ist das Weltenwort 00:02:24|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 139. Folge, 2022, 00:02:24]]&lt;br /&gt;
# Der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;, das [[Weltenwort]] drängt sich in einen winzigen Menschenleib hinein. Da musste eine gewaltige Entwicklung in der Natur stattfinden, dass ein Leib entstehen konnte, der diese unglaubliche Kraft überhaupt aushielt. [[Die Apokalypse des Johannes - 139. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Das höchste Göttliche verzichtet auf seine Allmacht 01:04:27|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 139. Folge, 2022, 01:04:27]]&lt;br /&gt;
# Immer mehr wird der Mensch aus bewusstem Entschluss sein Karma tilgen wollen. Das ist ein Teil dessen, dass der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; mit dem Gang durch das Mysterium von Golgatha zum Herrn des Karma geworden ist. [[Die Apokalypse des Johannes - 139. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Immer mehr wird der Mensch aus bewusstem Entschluss sein Karma tilgen wollen. Das ist ein Teil dessen, dass der Christus mit dem Gang durch das Mysterium von Golgatha zum Herrn des Karma geworden ist 01:12:44|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 139. Folge, 2022, 01:12:44]]&lt;br /&gt;
# Zitat von Rudolf Steiner: „Das Ich in uns - das ist der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; in uns.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 139. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Das Ich in uns - das ist der Christus in uns 01:22:24|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 139. Folge, 2022, 01:22:24]]&lt;br /&gt;
# Beim Erleben der eigenen Sprache drücken sich seelische Kräfte durch Vokale, formende Kräfte durch Konsonanten aus. Das Geistige, das im Wort wirklich drinnen lebt, ist in Wahrheit der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; selber. Er ist das Weltenwort (Logos). [[Die Apokalypse des Johannes - 138. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Sich des Welten-Wortes bewusst werden. Das fängt an beim Erleben der eigenen Sprache 00:01:16|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 138. Folge, 2022, 00:00:38]]&lt;br /&gt;
# Das Eigentliche ist diese schöpferische Kraft, die nicht gemacht, sondern umgeschaffen ist. Sie schafft sich selber ununterbrochen immer wieder neu. Dieselbe Kraft wohnt in unserem Ich drinnen und das ist auch zugleich der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; in uns. [[Die Apokalypse des Johannes - 138. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die schöpferische Kraft ist nicht gemacht, sie schafft sich selber ununterbrochen neu. Dieselbe Kraft wohnt in unserem Ich drinnen und das ist auch zugleich der Christus in uns 00:05:19|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 138. Folge, 2022, 00:05:19]]&lt;br /&gt;
# Dadurch, dass der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; sich beim Mysterium von Golgatha auf der Erde verkörpert hat, begab er sich in völlige Ohnmacht. D.h. die Gottheit hat ihre Allmacht aufgegeben. [[Die Apokalypse des Johannes - 138. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Was vorher ein Zentrum war, von dem alles ausgeht, werden unüberschaubar viele Zentren, die zusammen die Welt schaffen. Das ist die große Zukunftsperspektive der Menschheit 00:34:26|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 138. Folge, 2022, 00:34:26]]&lt;br /&gt;
# Es ist der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;, der durch jede Sprache spricht, die es auf Erden gibt. Und er spricht in jeder Volkssprache schon auf differenzierte Weise, aber dann auch in jedem Volk. [[Die Apokalypse des Johannes - 138. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die Sprache der Zukunft wird eine schöpferische Sprache sein, in der das Wort im Moment des Sprechens entsteht 01:23:20|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 138. Folge, 2022, 01:23:20]]&lt;br /&gt;
# Die Gottheit, den &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; in sich entdecken kann jeder Mensch, unabhängig welcher Konfession er angehört. [[Die Apokalypse des Johannes - 139. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Wirkliche Schöpferkraft ist nicht das Verschenken dessen, was ich habe, sondern was ich im Moment des Schenkens hervorbringe 01:28:16|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 139. Folge, 2022, 01:28:16]]&lt;br /&gt;
# Der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; muss uns helfen, die Schäden im Ätherischen zu überwinden und zwar der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; in uns, er kann nicht von oben irgendwo wirken. [[Die Apokalypse des Johannes - 167. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Der Christus muss uns helfen, die Schäden im Ätherischen zu überwinden 01:26:40|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 167. Folge, 2023, 01:26:40]]&lt;br /&gt;
# Die Einladung des &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; besteht darin, dass wir schon die Aufgabe erkennen, die er zwar für uns löst, die wir aus eigener Kraft nicht lösen können. [[Die Apokalypse des Johannes - 167. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Der Christus muss uns helfen, die Schäden im Ätherischen zu überwinden 01:26:40|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 167. Folge, 2023, 01:26:40]]&lt;br /&gt;
# In den Bereichen, wo wir mit unserem Bewusstsein nicht herankommen, unterstützt uns der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;. [[Die Apokalypse des Johannes - 167. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#In den Bereichen, wo wir mit unserem Bewusstsein nicht herankommen, unterstützt uns der Christus 02:09:12|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 167. Folge, 2023, 02:09:12]]&lt;br /&gt;
# Früher war das Leben so, dass Krieg, Kampf selbstverständlich war. Weil es ging darum, ein Volk zu bereiten, das einmal dieses reine Gruppen-Ich als Voraussetzung hereinbekommt, in das sich dann der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; in einer einzelnen Individualität innerhalb dieses Volkes inkarnieren konnte. [[Die Apokalypse des Johannes - 28. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Krieg und Kampf - in vorchristlicher Zeit notwendig - heute ein heller Wahnsinn 01:29:21|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 28. Folge, 2020, 01:29:21]]&lt;br /&gt;
# Michael steht hinter dem Sonnenantlitz, und auch &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;. Es deutet ja auch auf die Zukunft, wo wir nicht mehr irdisch verkörpert sind, aber dann mit dem Bewusstsein, das wir von da mitnehmen. [[Die Apokalypse des Johannes - 28. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Was hat es mit dem Regenbogen, was mit dem Sonnenantlitz, was mit den Feuerfüßen auf sich 01:32:45|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 28. Folge, 2020, 01:32:45]]&lt;br /&gt;
# Der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; ist die makrokosmische Ich-Kraft. [[Die Apokalypse des Johannes - 31. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Makrokosmisch gesehen steht dieses Bild der Frau dafür, dass der Christus sich mit der Sonne verbindet. Mikrokosmisch dafür, dass diese makrokosmische Ich-Kraft jederzeit in unserem eigenen Seelischen geboren werden kann (seit dem Erdenleben des Christus) 00:01:34|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 31. Folge, 2020, 00:01:34]]&lt;br /&gt;
# Mysterien waren nur einem engen, geschulten Kreis von Priestern vorbehalten. Darum war auch die Empörung groß, als der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; ganz öffentlich die Erweckung des Lazarus durchführte, die als Totenerweckung beschrieben wird. [[Die Apokalypse des Johannes - 141. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Mysterien waren nur einem geschulten Kreis von Priestern vorbehalten. Darum war auch die Empörung groß, als der Christus ganz öffentlich die Erweckung des Lazarus durchführte 00:25:30|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 141. Folge, 2022, 00:25:30]]&lt;br /&gt;
# Lazarus verfiel von selbst in einen Tiefst-Trance-Zustand, weil er sich so intensiv beschäftigt hat mit dem, was der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; gegeben hat, auch mit der Kraft, mit der er in der Welt gestanden ist. [[Die Apokalypse des Johannes - 141. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die erste, durch den Christus öffentlich durchgeführte Einweihung: Die Erweckung des Lazarus 00:27:45|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 141. Folge, 2022, 00:27:45]]&lt;br /&gt;
# Die Gnosis war eine sehr starke Einweihungs-Strömung, die aber nur die geistige Seite des &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; sah und verleugnete, dass der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; Mensch geworden ist. Dadurch verliert der Mensch seine Erdenaufgabe. [[Die Apokalypse des Johannes - 141. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die erste, durch den Christus öffentlich durchgeführte Einweihung: Die Erweckung des Lazarus 00:27:45|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 141. Folge, 2022, 00:27:45]]&lt;br /&gt;
# Damit wir nicht dem intellektuellen Sündenfall unterliegen, brauchen wir die Hilfe des &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; und auch die Kräfte, die der Nathanische Jesusknabe (Nathanischer Jesus) auf die Erde gebracht hat. [[Die Apokalypse des Johannes - 141. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Der nathanische und der salomonische Jesus. Der Baum des Lebens 00:38:05|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 141. Folge, 2022, 00:38:05]]&lt;br /&gt;
# Es ist eines unserer Probleme heute, dass wir nicht loskommen von jenem Denken, das eigentlich ein Verfallsprodukt der letzten Kulturepoche ist - obwohl wir längst durch das Erdenleben des &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; den Zugang zum Baum des Lebens erhalten haben. [[Die Apokalypse des Johannes - 141. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Der nathanische Jesus bringt uns die Herrschaft über die Kräfte des Baumes des Lebens 01:14:08|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 141. Folge, 2022, 01:14:08]]&lt;br /&gt;
# Die Elohim haben den Menschen nach ihrem gemeinsamen Bilde geschaffen. Kein einzelner der Elohim hätte den Menschen schaffen können, nur alle sieben gemeinsam zusammen mit dem &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;, der durch sie wirkt. Das hat den Elohim ermöglicht, diesen Ich-Funken der Menschheit zu zünden. [[Die Apokalypse des Johannes - 141. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die Elohim haben den Menschen nach ihrem gemeinsamen Bilde geschaffen, was sie nur gemeinsam tun konnten, mit dem Christus, der durch sie wirkt. Das hat es ihnen ermöglicht, diesen Ich-Funken der Menschheit zu zünden 01:21:32|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 141. Folge, 2022, 01:21:32]]&lt;br /&gt;
# Neben der Herrschaft über die Kräfte des Baumes des Lebens verhindert dieser Nathanische Jesus mit Hilfe des &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;, dass wir nicht zu einem Spielball Luzifers werden. [[Die Apokalypse des Johannes - 141. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die drei Christus-Opfer - die Geschenke des nathanischen Jesus und des Christus an uns 01:44:36|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 141. Folge, 2022, 01:44:36]]&lt;br /&gt;
# Bei Krishna handelt es sich um die Schwesterseele Adams, die nach dem Sündenfall als engelartige Wesenheit in der Seelenwelt verblieben war. Von Anfang an stand sie in enger Beziehung zu dem &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;, der durch sie wirkte und so die Vorstufen zum Mysterium von Golgatha vollbringen konnte. [[Die Apokalypse des Johannes - 141. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Krishna, die Schwesterseele Adams war nach dem Sündenfall als engelartige Wesenheit in der Seelenwelt verblieben. Von Anfang an stand sie in enger Beziehung zum Christus, der durch sie wirkte und so die Vorstufen zum Mysterium von Golgatha vollbringen konnte 02:01:45|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 141. Folge, 2022, 01:54:51]]&lt;br /&gt;
# Die Verkörperung des &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; während der drei Erdenjahre hat dazu geführt, dass die vereinigten Kräfte des &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;, des Nathanischen Jesus, des unschuldig gebliebenen Ur-Adams allen Menschen zur Verfügung stehen, wenn sie sie ergreifen wollen. [[Die Apokalypse des Johannes - 141. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die Kräfte des Christus können wir in vollkommener Freiheit als Geschenk annehmen und nützen 01:54:51|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 141. Folge, 2022, 01:54:51]]&lt;br /&gt;
# Das &#039;&#039;&#039;Christus-&#039;&#039;&#039;Wort: „Wenn zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, bin ich mitten unter ihnen.“ Dann wirkt durch das alles der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; mit und den &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; tragen wir in unserem Ich. Der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; in uns ist die Lebensquelle schlechthin. [[Die Apokalypse des Johannes - 137. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die Gegenwart der Toten zu spüren ist eines der wichtigsten Dinge, die wir uns erwerben können, wenn wir lernen, die egoistische Seite der Trauer abzulegen 00:29:30|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 137. Folge, 2022, 00:29:30]]&lt;br /&gt;
# In Zukunft werden wir die Ätherkräfte, die um uns sind, selber auf eigene Art hervorbringen. Der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; hilft uns dabei. Wir selbst müssen sie uns wirklich aneignen. Das heißt, für unser Ich, für unser Wesen geeignet machen. Die Medizin der Zukunft wird in diese Richtung gehen. [[Die Apokalypse des Johannes - 137. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Heilung ist immer Selbstheilung durch die eigenen Ätherkräfte 00:35:43|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 137. Folge, 2022, 00:35:43]]&lt;br /&gt;
# Christian Rosenkreutz ist der wiedergeborene (Hiram Abif), der Baumeister des salomonischen Tempels (Salomonischer Tempel), der als Lazarus wiedergeboren wurde und durch den &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; von den Toten auferweckt. [[Die Apokalypse des Johannes - 137. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Der hohe Eingeweihte Christian Rosenkreutz 01:35:18|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 137. Folge, 2022, 01:35:18]]&lt;br /&gt;
# Durch die innige Verbindung des Ichs mit dem &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;-Impuls wirkt das Göttliche durch den Willen des Ichs. Das ist jene Kraft, die es uns ermöglicht, all das Dunkle ins Nichts hineinzuführen und es schöpferisch zu erneuern. [[Die Apokalypse des Johannes - 131. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Der Christus wirkt in und durch unser Ich. Durch die innige Verbindung des Ichs mit dem Christus-Impuls wirkt das Göttliche durch den Willen des Ichs. Das ist jene Kraft, die es uns ermöglicht, all das Dunkle ins Nichts hineinzuführen und es schöpferisch zu erneuern 01:09:48|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 131. Folge, 2022, 01:09:48]]&lt;br /&gt;
# „Nicht ich, sondern der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; in mir“ - der Christus hat sich ganz mit dem individuellen Ich des Menschen verbunden. Dadurch bekommen die Impulse aus dem Ich des Menschen makrokosmische Geltung. [[Die Apokalypse des Johannes - 130. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Nicht ich, sondern der Christus in mir - der Christus hat sich ganz mit dem individuellen Ich des Menschen verbunden. Dadurch bekommen die Impulse aus dem Ich des Menschen makrokosmische Geltung 01:05:13|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 130. Folge, 2022, 01:05:13]]&lt;br /&gt;
# Die göttliche Schöpfungsabsicht kann gelingen, wenn der Mensch die Entscheidung trifft, den Ich-&#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;-Weg zu gehen. [[Die Apokalypse des Johannes - 130. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die göttliche Schöpfungsabsicht kann auch scheitern. Sie kann aber gelingen, wenn der Mensch die Entscheidung trifft, den Ich-Christus-Weg zu gehen 00:46:49|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 130. Folge, 2022, 00:46:49]]&lt;br /&gt;
# Christliche Gemeinschaften können entstehen, wenn jeder den &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;-Impuls in seinem Ich individuell spürt. Dann wirkt der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; in jedem einzelnen menschlichen Ich. [[Die Apokalypse des Johannes - 130. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Christliche Gemeinschaften können entstehen, wenn jeder den Christus-Impuls in seinem Ich individuell spürt. Dann wirkt der Christus in jedem einzelnen menschlichen Ich 00:26:21|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 130. Folge, 2022, 00:26:21]]&lt;br /&gt;
# Der Satz im [[a:Vaterunser|Vaterunser]] „Unser tägliches Brot gib uns heute“ heißt: &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;, hilf mir, im Verein mit meinem Ich, wirkliche Lebenskräfte zu entwickeln. [[Die Apokalypse des Johannes - 129. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Unser tägliches Brot gib uns heute: Angeregt durch die Stoffe, die wir zu uns nehmen, sollen wir wirkliche Lebenskräfte im Verein mit dem Ich entwickeln 00:39:20|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 129. Folge, 2022, 00:39:20]]&lt;br /&gt;
# Der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; ist in Wahrheit der Weltenbaumeister. Er ist es, der die Welt geformt hat. Der Vatergott ist die Substanz im Hintergrund. Aber die formende Kraft, die den Willen der Gottheit in die Tat umsetzt, da steckt der Christus dahinter. Der macht das. [[Die Apokalypse des Johannes - 2. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Warum muss Judas den Christus verraten? 01:03:52|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 2. Folge, 2020, 01:03:52]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; steigt zur Zeitenwende, als die Dunkelheit des unteren Astralleibs der Erde ihr Maximum erreicht hatte, als erste geistige Wesenheit hinab in das Reich des Todes, um der Menschheit einen starken Impuls zu geben, dass die Menschheit damit beginnen kann, das dunkle Reich aufzulösen. [[Die Apokalypse des Johannes - 3. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Christus steigt als erste geistige Wesenheit hinab in das dunkle Reich des Todes 00:29:57|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 3. Folge, 2020, 00:29:57]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; ist der Herrscher über das Karma. [[Die Apokalypse des Johannes - 3. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Die Aufgaben kommen jedoch erst dann, wenn wir die Kraft dafür haben – die Hilfe des Christus 01:19:03|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 3. Folge, 2020, 01:19:03]]&lt;br /&gt;
# Die Realität der Auferstehung besteht darin, dass mit der Hilfe des &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; und des Vater-Gottes der Phantom-Leib wieder hergestellt werden kann in seiner reinen Gestalt und vermehrt durch das, was das individuelle Ich dazufügt. [[Die Apokalypse des Johannes - 136. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Das Phantom des physischen Leibes können wir wiederherstellen, vermehrt durch das, was das individuelle Ich hinzufügt 00:38:54|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 136. Folge, 2022, 00:38:54]]&lt;br /&gt;
# Rudolf Steiner sagte, dass die Wissenschaft erkennen wird, wie der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; die Materie bis ins Kleinste hinein angeordnet hat. [[Die Apokalypse des Johannes - 135. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die Physiker sind der Geisterkenntnis am nächsten. Rudolf Steiner: Die Wissenschaft wird erkennen, wie der Christus die Materie bis ins Kleinste hinein angeordnet hat 00:21:34|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 135. Folge, 2022, 00:21:34]]&lt;br /&gt;
# Die Naturforscher wirken heute in einem Bereich, wo die &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;-Kraft mitten unter den Widersacher-Kräften waltet und organisierend wirkt. [[Die Apokalypse des Johannes - 135. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die Physiker sind der Geisterkenntnis am nächsten. Rudolf Steiner: Die Wissenschaft wird erkennen, wie der Christus die Materie bis ins Kleinste hinein angeordnet hat 00:21:34|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 135. Folge, 2022, 00:21:34]]&lt;br /&gt;
# Anders als bei Tieren ist das Wahrnehmungsbild des Menschen stabil. Das verdanken wir dem &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;, der sich mit der Nathanischen Jesus-Wesenheit verbunden hat. [[Die Apokalypse des Johannes - 135. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Anders als bei Tieren ist das Wahrnehmungsbild des Menschen stabil. Das verdanken wir dem Christus, der sich mit der nathanischen Jesus-Wesenheit verbunden hat 00:27:39|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 135. Folge, 2022, 00:27:39]]&lt;br /&gt;
# Johannes ist der erste &#039;&#039;&#039;christliche&#039;&#039;&#039; Eingeweihte (Johannes (Evangelist)). Er ist der, der von &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; auferweckt wurde von den Toten. [[Die Apokalypse des Johannes - 135. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Jede Totenerweckung ist ein Einweihungsvorgang. Johannes war der erste christliche Eingeweihte 00:40:30|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 135. Folge, 2022, 00:40:30]]&lt;br /&gt;
# Wenn es uns gelingt, mit der Hilfe des &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; und mit Hilfe der Vaterkräfte das ursprünglich Geistige wiederherzustellen, aber so, dass es jetzt ganz zu unserem Ich passt, dann erzeugen wir unser höchstes Geistiges, das Rudolf Steiner so treffend den Geistesmenschen nennt. [[Die Apokalypse des Johannes - 1. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Die Vergeistigung des physischen Leibes – Ziel der Menschheitsentwicklung 01:28:22|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 1. Folge, 2020, 01:28:22]]&lt;br /&gt;
# Wir brauchen die Vaterkräfte dazu, die durch den &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; vermittelt werden, um sogar etwas von unserem physischen Leib zu vergeistigen. [[Die Apokalypse des Johannes - 1. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Der physische Leib und unser Ich-Bewusstsein 01:12:07|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 1. Folge, 2020, 01:12:07]]&lt;br /&gt;
# Apokalypse Jesu Christi ([[a:Apokalypse des Johannes|Apokalypse des Johannes]]) heißt zugleich Apokalypse des eigenen Ich - nämlich in dem Moment, wo Ich und &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; wesenseins sind. [[Die Apokalypse des Johannes - 1. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Das Rätsel des Ich 00:54:52|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 1. Folge, 2020, 00:54:52]]&lt;br /&gt;
# Der Mensch kann im Unterschied zu höheren Wesen der geistigen Welt irren. Dafür hat er die Freiheit. Er kann sich aus freiem Willen dem Geistigen öffnen, wodurch sich im Ich eine Quelle öffnet, die wesensgleich mit dem höchsten Göttlichen ist: Wesenseins mit dem &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;. [[Die Apokalypse des Johannes - 1. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Wiederholte Erdenleben und die Freiheit des Menschen 00:50:06|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 1. Folge, 2020, 00:50:06]]&lt;br /&gt;
# Der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; ist in Wahrheit der Weltenbaumeister. Er ist es, der die Welt geformt hat. Der Vatergott ist die Substanz im Hintergrund. Aber die formende Kraft, die den Willen der Gottheit in die Tat umsetzt, da steckt der Christus dahinter. Der macht das. [[Die Apokalypse des Johannes - 2. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Warum muss Judas den Christus verraten? 01:03:52|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 2. Folge, 2020, 01:03:52]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; steigt zur Zeitenwende, als die Dunkelheit des unteren Astralleibs der Erde ihr Maximum erreicht hatte, als erste geistige Wesenheit hinab in das Reich des Todes, um der Menschheit einen starken Impuls zu geben, dass die Menschheit damit beginnen kann, das dunkle Reich aufzulösen. [[Die Apokalypse des Johannes - 3. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Christus steigt als erste geistige Wesenheit hinab in das dunkle Reich des Todes 00:29:57|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 3. Folge, 2020, 00:29:57]]&lt;br /&gt;
# Das dunkle Reich zu verwandeln ist eine Menschheitsaufgabe. Der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; unterstützt uns dabei, wenn wir es wollen. [[Die Apokalypse des Johannes - 4. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Menschheitsaufgabe - das dunkle Reich verwandeln 00:34:32|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 4. Folge, 2020, 00:34:32]]&lt;br /&gt;
# Bis zur Zeitenwende blieb den höheren Hierarchien bis hinauf zum &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; das dunkle Reich verborgen. Sie beschränkten ganz bewusst ihre Macht, um den Menschen die Freiheit zu ermöglichen. [[Die Apokalypse des Johannes - 4. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Das dunkle Reich ist bis zur Zeitenwende nicht einsehbar für die höheren geistigen Hierarchien 00:16:37|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 4. Folge, 2020, 00:16:37]]&lt;br /&gt;
# Ab dem Mysterium von Golgatha stieg der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; ins dunkle Reich hinab und hat damit nicht nur den Schlüssel zum Himmelreich, sondern auch zur Unterwelt. [[Die Apokalypse des Johannes - 4. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Das Mysterium von Golgatha: Christus steigt ab in das Reich des Todes - ein bedeutender Wendepunkt 00:21:25|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 4. Folge, 2020, 00:21:25]]&lt;br /&gt;
# [[a:Horus (Ägyptische Mythologie)|Horus (Ägyptische Mythologie)]], der Sohn von Isis und Osiris, soll die Todeskräfte überwinden. Dieses Motiv findet seine Fortsetzung im Erdenleben des &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;. [[Die Apokalypse des Johannes - 5. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Das Motiv der Überwindung der Todeskräfte findet seine Fortsetzung im Erdenleben des Christus 01:37:33|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 5. Folge, 2020, 01:37:33]]&lt;br /&gt;
# Es war die große Aufgabe des israelitischen Volkes im größeren Sinne und des jüdischen Volkes dann im engeren Sinn so etwas wie ein Volks-Ich aufzubauen. Das israelitische Volk wurde so zum vorchristlichen Volk des &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;. [[Die Apokalypse des Johannes - 5. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#„Ich bin, der ich bin“ 00:37:38|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 5. Folge, 2020, 00:37:38]]&lt;br /&gt;
# Der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; opfert seine Kraft dem im Geistigen zurückgehaltenen Teil der Adamwesenheit, sodass die Menschheit die luziferische Gier und den Ekel zügeln kann - und damit die Möglichkeit, dass das Ich sich finden kann. [[Die Apokalypse des Johannes - 7. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Christus opfert seine Kraft dem im Geistigen zurückgehaltenen Teil der Adamwesenheit, sodass die Menschheit die luziferische Gier und den Ekel zügeln kann - und damit die Möglichkeit, dass das Ich sich finden kann 01:01:35|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 7. Folge, 2020, 01:01:35]]&lt;br /&gt;
# Der im Geistigen zurückgehaltene Teil der Adamwesenheit öffnet sich aus seinem Ich heraus für die höhere Welt, damit der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; seine Kraft zur Verfügung stellt zur Unterstützung der inkarnierten Menschheit. [[Die Apokalypse des Johannes - 7. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Der im Geistigen zurückgehaltene Teil der Adamwesenheit öffnet sich aus seinem Ich heraus für die höhere Welt, damit der Christus seine Kraft zur Verfügung stellt zur Unterstützung der inkarnierten Menschheit 00:58:32|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 7. Folge, 2020, 00:58:32]]&lt;br /&gt;
# Die große Aufgabe des jüdischen Volkes besteht darin, die Inkarnation &#039;&#039;&#039;Christi&#039;&#039;&#039; zu ermöglichen, indem eine möglichst reine Körperlichkeit zur Verfügung gestellt wird. [[Die Apokalypse des Johannes - 8. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Die große Aufgabe des jüdischen Volkes: Die Inkarnation Christi zu ermöglichen, indem eine möglichst reine Körperlichkeit zur Verfügung gestellt wird 01:19:06|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 8. Folge, 2020, 01:19:06]]&lt;br /&gt;
# Die Ur-Adamwesenheit bittet den &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;, sich mit ihr zu verbinden, um der auf Erden abgestiegenen Menschheit zu helfen. Dies ist gleichzeitig die Vorbereitung für den langen Weg zur Inkarnation Christi auf Erden. [[Die Apokalypse des Johannes - 8. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Die Ur-Adamwesenheit bittet den Christus sich mit ihr zu verbinden, um der auf Erden abgestiegenen Menschheit zu helfen. Dies ist gleichzeitig die Vorbereitung für den langen Weg zur Inkarnation Christi auf Erden Die Verbindung erfolgt in drei Stufen 01:07:52|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 8. Folge, 2020, 01:07:52]]&lt;br /&gt;
# Der lange Weg zur Inkarnation des &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;: Ein Teil der Ur-Adamwesenheit bleibt im Geistigen zurück und steigt nicht ab auf Erden. [[Die Apokalypse des Johannes - 8. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Der lange Weg zur Inkarnation des Christus: Ein Teil der Ur-Adamwesenheit bleibt im Geistigen zurück und steigt nicht ab auf Erden 01:01:11|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 8. Folge, 2020, 01:01:11]]&lt;br /&gt;
# Vollmacht des Ich beginnt zu wirken mit der Inkarnation des &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; und dem Mysterium von Golgatha, wo der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; absteigt in das dunkle Reich. [[Die Apokalypse des Johannes - 8. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Die Vollmacht des Ich beginnt zu wirken mit der Inkarnation des Christus und dem Mysterium von Golgatha, wo der Christus absteigt in das dunkle Reich 00:32:41|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 8. Folge, 2020, 00:32:41]]&lt;br /&gt;
# Seit dem Mysterium von Golgatha, dem Erdenleben des &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; hat sich etwas komplett umgedreht. Der Mensch wird zur Quelle, aus dem das Geistige strömt - für die ganze Welt, also auch für die Hierarchien. [[Die Apokalypse des Johannes - 8. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Mit dem Erdenleben des Christus ändert sich das: Die Quelle des Geistigen sind die Menschen 00:21:47|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 8. Folge, 2020, 00:21:47]]&lt;br /&gt;
# Der Mensch wird zur Quelle des Geistigen. Und dazu kommt, dass jetzt aus dem eigenen Ich heraus selbst eine Quelle zu strahlen beginnt, die wesensgleich der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;-Kraft ist, oder wesensgleich jener Kraft ist, die in der ganzen Trinität lebt. [[Die Apokalypse des Johannes - 8. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Mit dem Erdenleben des Christus ändert sich das: Die Quelle des Geistigen sind die Menschen 00:21:47|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 8. Folge, 2020, 00:21:47]]&lt;br /&gt;
# Der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; sagte: „&#039;&#039;Die gleiche Vollmacht des Ich soll ihm eigen sein, die ich von meinem Vater empfangen habe&#039;&#039;.“ (Off 2,27-28) Diese gleiche Vollmacht des Ich ist in gewissem Sinne höher als die der Engel- und Götterwesenheiten, die über uns stehen. Sie haben nicht die schöpferische Freiheit des Menschen. [[Die Apokalypse des Johannes - 8. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Die Apokalypse (Enthüllung) des Johannes bzw. des Wesens Jesu Christi und zugleich die Enthüllung des menschlichen Ich 00:03:27|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 8. Folge, 2020, 00:03:27]]&lt;br /&gt;
# Die „Apokalypsis &#039;&#039;&#039;Jesu&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Christi&#039;&#039;&#039;&amp;quot; (Apokalypse des Johannes, griech. Ἀποκάλυψις Ἰησοῦ Χριστοῦ „Apokalypsis Jesu Christu“) bedeutet die Enthüllung des Wesens Jesu Christi. Damit verbunden ist die Enthüllung des Wesens des menschlichen Ich. [[Die Apokalypse des Johannes - 9. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Einführung: Apokalypsis Jesu Christi: Die Enthüllung des Wesens Jesu Christi 00:00:40|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 9. Folge, 2020, 00:00:40]]&lt;br /&gt;
# Der nathanische Jesusknabe stellt für den &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; reinstmögliche Leibeshüllen zur Verfügung, der salomonische die hohen Bewusstseinskräfte eines Eingeweihten. [[Die Apokalypse des Johannes - 9. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Der nathanische Jesusknabe stellt für den Christus reinstmögliche Leibeshüllen zur Verfügung, der salomonische die hohen Bewusstseinskräfte eines Eingeweihten 00:05:13|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 9. Folge, 2020, 00:05:13]]&lt;br /&gt;
# „[…] das Erdenleben des &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;, die Zeitenwende, fällt also in das erste Drittel der vierten Kulturepoche. Das ist die griechisch-lateinische Zeit. Also wo die griechische Kultur, die römische Kultur, die Führung übernimmt, wo erwacht die Philosophie […]“ [[Die Apokalypse des Johannes - 10. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Das Erdenleben des Christus fällt in die vierte Kulturepoche - die griechisch-lateinische Epoche. Die Philosophie erwacht 00:02:15|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 10. Folge, 2020, 00:02:15]]&lt;br /&gt;
# „[…] dass wir eben diese Lebenskräfte […] im wirklich freien Denken, im lebendigen Denken, im imaginativen Denken […] bewusst handhaben können, das ist erst möglich seit dem Erdenleben des &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 10. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Lebendiges freies Denken ist erst möglich seit dem Erdenleben des Christus 00:42:42|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 10. Folge, 2020, 00:42:42]]&lt;br /&gt;
# Seit dem Erdenleben des &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; ist es uns Menschen möglich, eigenständig Astralisches aus dem Nichts heraus zu erschaffen. [[Die Apokalypse des Johannes - 11. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Seit dem Erdenleben des Christus ist es uns Menschen möglich eigenständig Astralisches aus dem Nichts heraus zu erschaffen 01:59:28|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 11. Folge, 2020, 01:59:28]]&lt;br /&gt;
# Aber was wir heute, sprich seit dem Kreuzestod des &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; können: Wir können daran arbeiten, unser Seelisches, vor allem unser Astralisches umzuwandeln zu Geistselbst. Das ist etwas, was besonders die Aufgabe natürlich ist jetzt in unserer Zeit. [[Die Apokalypse des Johannes - 11. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Seit dem Mysterium von Golgatha ist es uns möglich Astralisches schöpferisch zu verwandeln und damit auch die Widersacher zu erlösen 00:05:28|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 11. Folge, 2020, 00:05:28]]&lt;br /&gt;
# Der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; verband sich mit der ganzen Erde und durchdrang auch das dunkle, unterirdische Reich der Schatten, von dem also insbesondere ab der ägyptisch-chaldäischen Zeit und dann ganz stark in der griechisch-lateinischen Zeit gesprochen wurde. [[Die Apokalypse des Johannes - 11. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Mit dem Mysterium von Golgatha durchdringt Christus die ganze Erde, vor allem auch das dunkle unterirdische Reich der Toten, das Reich der Schatten 00:04:16|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 11. Folge, 2020, 00:04:16]]&lt;br /&gt;
# Der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; verband sich mit der ganzen Erde und durchdrang auch das dunkle, unterirdische Reich der Schatten […] Das ist das, was in der Kirche […] als die [[a:Hölle|Hölle]] bezeichnet wird. [[Die Apokalypse des Johannes - 11. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Mit dem Mysterium von Golgatha durchdringt Christus die ganze Erde, vor allem auch das dunkle unterirdische Reich der Toten, das Reich der Schatten 00:04:16|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 11. Folge, 2020, 00:04:16]]&lt;br /&gt;
# Bis zum Erdenleben des &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; gab es die Möglichkeit nicht, die Kräfte der Widersacher aufzulösen […] Sondern Reinigung bedeutete immer, dass einer, der hochsteigt, diese Reinigung auf Kosten der anderen in Wahrheit durchführt. Das gilt für die ganze alte, orientalische Weisheit, auch schon für die atlantische Zeit. [[Die Apokalypse des Johannes - 11. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Wiederholendes zum letzten Vortrag: Vom Jesus zum Christus und das Mysterium von Golgatha 00:01:48|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 11. Folge, 2020, 00:01:48]]&lt;br /&gt;
# „[…] mit Sicherheit sind also alle diese Sterne Wohnorte geistiger Wesenheiten. So groß ist der Kosmos […] Und das ist alles etwas, was letztlich tätig durch den &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; hervorgebracht wurde“. [[Die Apokalypse des Johannes - 12. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 12. Folge, 2020, 01:24:49]]&lt;br /&gt;
# „[…] die gleiche Vollmacht des Ich, die ich von meinem Vater erhalten habe […] Und das ist die einzige Kraft, die nämlich diese Kräfte da unten nicht nur unterdrücken […] sondern verwandeln kann […] dieser Impuls hat begonnen mit dem Erdenleben des &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 12. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 12. Folge, 2020, 01:21:27]]&lt;br /&gt;
# „[…] dieses Auflösen der Karmapäckchen ist ja ein Teil der Geistselbst-Entwicklung […] tun müssen wir es selbst […] Aber wir haben die größte Hilfe, weil wir haben „in unserem Ich die gleiche Vollmacht, die ich von meinem Vater erhalten habe.“ Das heißt, die &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;kraft oder die gleiche Kraft, die durch den Christus wirkt, kann durch unser Ich wirken.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 15. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Unsere Karmapäckchen auflösen 00:48:43|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 15. Folge, 2020, 00:48:43]]&lt;br /&gt;
# „[…] dieser [[a:Jahwe|Jahwe]]-Elohim ist sozusagen, man könnte sagen, der Sprecher dieser sieben [[a:Elohim|Elohim]], weil durch ihn am stärksten der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; spricht.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 16. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Jahwe-Elohim - der Sprecher der sieben Elohim, der Geister der Form 00:44:21|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 16. Folge, 2020, 00:44:21]]&lt;br /&gt;
# „[…] im Wort &#039;&#039;&#039;Jesu Christi&#039;&#039;&#039;, also im Namen Jesu Christi, in den Initialen, liegt ja auch, wie Rudolf Steiner ganz deutlich hinweist darauf und wie auch jeder sich zeigen kann, das Wort Ich drinnen. Jesus Christus. In den Initialen. J und Ch, wenn man das I halt lateinisch schreibt.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 16. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Daran arbeiten wir: Ahrimanisierte Materie auflösen in geistiges Licht 00:07:49|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 16. Folge, 2020, 00:07:49]]&lt;br /&gt;
# „[…] mit dem Kreuzestod des &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; hat sich der Weg von der Allmacht Gottes zur Ohnmacht Gottes vollendet […] der Kreuzestod ist das höchste Zeichen der Ohnmacht Gottes.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 16. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Mit dem Kreuzestod des Christus hat sich der Weg von der Allmacht Gottes zur Ohnmacht Gottes vollendet 00:23:57|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 16. Folge, 2020, 00:23:57]]&lt;br /&gt;
# „[…] liegt an der Ich-Kraft, die uns immer mehr durchdringen wird, in der „die gleiche Vollmacht“ drinnen liegt, die ich „von meinem Vater empfangen habe“. Das heißt, darin liegt auch zuletzt die Auferstehungskraft […] der Auferstehungsleib des &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; ist nur übersinnlich schaubar.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 17. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Auferstehung - Umwandlung des physischen Leibes 01:50:57|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 17. Folge, 2020, 01:50:57]]&lt;br /&gt;
# „[…] wir haben die Stärkung einerseits durch die &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;-Kraft in uns […] wenn wir es wollen - und wir haben die Unterstützung des Michaels […] der […] das Flammenschwert hat.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 24. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Mit der 666 kündigen sich große Herausforderungen an 00:08:08|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 24. Folge, 2020, 00:08:08]]&lt;br /&gt;
# Ich verwirkliche das christliche Moment im Moment der menschlichen Begegnung […] im Ich jedes Menschen die &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;kraft ist. [[Die Apokalypse des Johannes - 29. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Biographische Rückschauübungen 01:09:50|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 29. Folge, 2020, 01:09:50]]&lt;br /&gt;
# Man kann es makrokosmisch lesen […] zum Beispiel, wie der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; sich mit der Sonnenkraft verbindet […] Wohnstatt nimmt in der Sonne. Also das beginnt etwa zu dem Zeitpunkt bereits, als sich die Erde von der Sonne trennt. [[Die Apokalypse des Johannes - 31. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Makrokosmisch gesehen steht dieses Bild der Frau dafür, dass der Christus sich mit der Sonne verbindet. Mikrokosmisch dafür, dass diese makrokosmische Ich-Kraft jederzeit in unserem eigenen Seelischen geboren werden kann (seit dem Erdenleben des Christus) 00:01:34|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 31. Folge, 2020, 00:01:34]]&lt;br /&gt;
# Bei den Persern ist Ahura Mazdao der Lichtgeist, der Lichtgeist, durch den der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; letztlich wirkt […] Das Wort heißt nichts anderes als mächtige Aura […] im Gegensatz steht zu dem Ahriman, der in der Dunkelheit lebt. [[Die Apokalypse des Johannes - 34. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Aus dem urindischen Kulturkreis kennen wir das Gegensatzpaar Suras (lichte Sonnengeister) und Asuras (Geister der Dunkelheit), aus der urperischen Kultur Ahura Mazdao (mächtige Sonnenaura) und Ahriman (Widersacherkraft) 01:44:28|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 34. Folge, 2020, 01:44:28]]&lt;br /&gt;
# „Und es sprachen die Elohim, es werde Licht und es ward Licht.“ Das ist der Moment, wo die höchste schöpferische Kraft beginnt durch die Gemeinschaft der sieben Elohim […] ist die eigentlich gestaltende Kraft des &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 34. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#In dem Moment, wo die Elohim zu sprechen beginnen, wirkt durch sie die höchste schöpferische Kraft, der Christus 00:41:40|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 34. Folge, 2020, 00:41:40]]&lt;br /&gt;
# In der griechisch-lateinischen Zeit passieren entscheidende Veränderungen: Mit der Menschwerdung &#039;&#039;&#039;Christi&#039;&#039;&#039; kommt das Ich auf die Erde. [[Die Apokalypse des Johannes - 19. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#In der griechisch-lateinischen Zeit passieren entscheidende Veränderungen: Mit der Menschwerdung Christi kommt das Ich auf die Erde. Das Erwachen des Denkens zeigt sich besonders in der griechischen Philosophie 00:06:28|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 19. Folge, 2020, 00:06:28]]&lt;br /&gt;
# „[…] den &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;-Namen. Und das ist zugleich der Ich-Name. Das Wort ist ja so wunderschön, wie Rudolf Steiner öfter darauf hinweist, in dem Wort Ich sind die Initialen des Jesus Christus drinnen.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 37. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 37. Folge, 2020, 00:58:56]]&lt;br /&gt;
# „Der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; inkarniert sich erst im 30. Lebensjahr des Jesus, des leiblich gesehen nathanischen Jesus, in dem aber das Ich des salomonischen Jesus lebt.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 37. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 37. Folge, 2020, 00:46:26]]&lt;br /&gt;
# „[…] stark in der griechisch-lateinischen Zeit […] daher jetzt auch die Sehnsucht, wie kann dieser Tod überwunden werden? […] wie kann die Seele nämlich wieder an der Unsterblichkeit teilnehmen? […] das geht eben nur dadurch, dass wirklich jetzt ganz bewusst die Ich-Kraft einzieht in die Seele und sie zu verwandeln beginnt […] Und das ist erst seit der Zeitenwende möglich […] seit der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; durch das [[Mysterium von Golgatha]] gegangen ist.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 37. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 37. Folge, 2020, 01:33:23]]&lt;br /&gt;
# „[…] in unseren Ätherkräften, da wirkt die &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;-Kraft drinnen und dort können wir sie rege machen. In den ätherischen Kräften können wir noch nicht annähernd in dem Maße arbeiten wie im Astralischen. Da sind wir noch viel zu schwach!“ [[Die Apokalypse des Johannes - 39. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Bis zum Ende der irdischen Inkarnationen des Menschen müssen wir unsere Karma-Pakete aufgearbeitet haben 01:01:13|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 39. Folge, 2021, 01:01:13]]&lt;br /&gt;
# „[…] diese schöne Statue des Menschheitsrepräsentanten, wo der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; steht eben zwischen dem Luzifer, der sich selber hinunterstürzt und dem Ahriman, der da unten gefesselt ist - und das noch doppelt, nämlich außen in der Welt und innen im Menschen gleich.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 39. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Wir sollten dafür sorgen, dass luziferische und ahrimanische Kräfte sich im Gleichgewicht befinden. Aber die Asuras arbeiten im Hintergrund immer daran, dass sie ganz aus dem Gleichgewicht sind 01:32:51|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 39. Folge, 2021, 01:32:51]]&lt;br /&gt;
# „[…] Kern des Christentums […] was daran das ganz Neue ist […] es geht ja gerade darum, dass der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; bis da hinunter in die Materie gestiegen ist und sich wirklich verkörpert hat in einem einzigen Leib da unten […]“ [[Die Apokalypse des Johannes - 40. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 40. Folge, 2021, 00:17:41]]&lt;br /&gt;
# „[…] ganz am Anfang der Apokalypse, spricht der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; ja selber davon, dass er es ist, der die Schlüssel zur Unterwelt und zum Reich der Schatten hat […]“ [[Die Apokalypse des Johannes - 40. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 40. Folge, 2021, 00:19:57]]&lt;br /&gt;
# „[…] das Individuum steht einerseits ganz im Dienste des &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;, weil dadurch eben etwas höheres Geistiges entstehen kann. Aber umgekehrt steht auch der Christus im Dienst jedes einzelnen individuellen Ich.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 40. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 40. Folge, 2021, 02:02:43]]&lt;br /&gt;
# „[…] die höchste Spitze ist das, was man die Trinität bezeichnen kann […] die absolut verborgene Quelle der Vatergottheit, die sich eigentlich nur offenbart in Wahrheit durch den Sohn. Und der Sohn, der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;, […]  der die Schöpfung baut. Mithilfe der Geister der Form […]  bei der Erdenschöpfung. Er ist der große Weltenbaumeister[…]“  [[Die Apokalypse des Johannes - 41. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 41. Folge, 2021, 00:45:21]]&lt;br /&gt;
# Wortäther […] Und das hängt also mit der Gestaltungskraft des &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; zusammen […] [[Die Apokalypse des Johannes - 41. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 41. Folge, 2021, 00:30:32]]&lt;br /&gt;
# [[Lazarus]] war der erste durch den &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; Eingeweihte. Seine [[Totenerweckung]] durch den &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; war ein großer Skandal, weil es zu jener Zeit keine regulären Einweihungen mehr durch [[Priester]] gab. [[Möglichkeiten der Kunst - Sprachgestaltung. Ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2024#Lazarus war der erste durch den Christus Eingeweihte. Seine Totenerweckung durch den Christus war ein großer Skandal, weil es zu jener Zeit keine regulären Einweihungen mehr durch Priester gab 01:05:56|| Peter, W. Möglichkeiten der Kunst, 2024, 01:05:56]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;„In deinem Nichts hoff ich das All zu finden.“&#039;&#039; Die göttlich christliche Seite im [[Faust]] erkennt, dass er das mit seinem Ich kann. Wie der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; sagte: &amp;quot;&#039;&#039;Ich mache alles neu.&#039;&#039;&amp;quot; Nichts ist vollkommen, sondern entwickelt sich beständig neu. [[Faust spricht über Faust - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Mephisto will sich Fausts Seele sicher sein und wartet vor seinem Grab. Die Engel jedoch lenken ihn ab, so dass sie Fausts Seele mit sich nehmen können 01:46:45|| Peter, W. Faust über Faust, 2023, 01:46:45]]&lt;br /&gt;
# Früher war das Leben so, dass Krieg, Kampf selbstverständlich war. Weil es ging darum, ein Volk zu bereiten, das einmal dieses reine Gruppen-Ich als Voraussetzung herein bekommt, in das sich dann der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; in einer einzelnen Individualität innerhalb dieses Volkes inkarnieren konnte. [[Die Apokalypse des Johannes - 28. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Krieg und Kampf - in vorchristlicher Zeit notwendig - heute ein heller Wahnsinn 01:29:21|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 28. Folge, 2020, 01:29:21]]&lt;br /&gt;
# Michael steht hinter dem Sonnenantlitz, und auch &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;. Es deutet ja auch auf die Zukunft, wo wir nicht mehr irdisch verkörpert sind, aber dann mit dem Bewusstsein, das wir von da mitnehmen. [[Die Apokalypse des Johannes - 28. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Was hat es mit dem Regenbogen, was mit dem Sonnenantlitz,was mit den Feuerfüßen auf sich 01:32:45|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 28. Folge, 2020, 01:32:45]]&lt;br /&gt;
# „[…] wenn wir etwas Geistiges schildern, also etwas, was […] im Seelischen des Menschen lebt […] ja, wie spreche ich darüber? […] Ich muss es in Bilder kleiden, in Gleichnisse. So hat ja auch Jesus &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; gelehrt - durch Gleichnisse.“ [[Christus und das dreifache Johannes-Geheimnis - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Das %C3%9Cbersinnliche kann nur in Bildern und Gleichnissen dargestellt werden 00:16:18|| Peter, W. Christus und das dreifache Johannes-Geheimnis, 2025, 00:16:18]]&lt;br /&gt;
# „[…] der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; ist die Verkörperung der [[Liebe]] […] auf Erden verkörpert, der bringt diese Liebeskraft hinein in Vollendung. Und sie wird aufgenommen von einem Menschen, nämlich diesem [[Jesus]] von Nazareth, mit dem er sich verbindet, der Christus, beginnend mit der Jordan-Taufe.” [[Christus und das dreifache Johannes-Geheimnis - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Die Geburt des Christus, seine Menschwerdung beginnt bei der Jordan- Taufe. Die pure Liebe-Kraft zieht in den Christus ein 00:34:19|| Peter, W. Christus und das dreifache Johannes-Geheimnis, 2025, 00:34:19]]&lt;br /&gt;
# […] dieser Jesus von Nazareth macht diese Taufe durch […] mit dieser Taufe passiert bei ihm aber noch etwas ganz Besonderes [[…]] Und der Leib würde auch sterben, wenn nicht im gleichen Atemzug sozusagen der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; den Einzug halten würde in diese Leibeshülle. [[Christus und das dreifache Johannes-Geheimnis - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Bei der Jordan-Taufe geht die Individualit%C3%A4t, die bis jetzt im Leib des Jesus gelebt hat, in die geistige Welt und bleibt auch dort. Im selben Moment %C3%BCbernimmt der Christus die Leibesh%C3%BClle 00:43:23|| Peter, W. Christus und das dreifache Johannes-Geheimnis, 2025, 00:43:23]]&lt;br /&gt;
# „Und jetzt übernimmt der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; da diese Leibeshülle und macht jetzt aus diesem Jesus von Nazareth den auf Erden verkörperten Christus. […] Und geistige Kraft heißt umgestalten […]“ [[Christus und das dreifache Johannes-Geheimnis - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Eine gewaltige Kraft zieht ein in die Leibesh%C3%BClle des Jesus von Nazareth. Die Menschengestalt wird vielfach umgestaltet und tauglich gemacht f%C3%BCr den Christus 00:44:59|| Peter, W. Christus und das dreifache Johannes-Geheimnis, 2025, 00:44:59]]&lt;br /&gt;
# „Und das ist der Grund, warum auch wirklich der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; erst mit dem 30. Lebensjahr des Jesus von Nazareth einziehen konnte und für drei Jahre halten konnte in dieser Leibeshülle und nicht länger. […] Weil - was will der Geist? Der Geist führt zur Vergeistigung [[…]] heißt letztlich, dass die physische Hülle zerfällt […]“ [[Christus und das dreifache Johannes-Geheimnis - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#%E2%80%9EHerr, lass diesen Kelch an mir vor%C3%BCberziehen%E2%80%9C war keine Klage, sondern die Bitte des Christus, sein Werk vollenden zu k%C3%B6nnen 00:47:05|| Peter, W. Christus und das dreifache Johannes-Geheimnis, 2025, 00:47:05]]&lt;br /&gt;
# „[…] mit der Erweckung des Lazarus - und dass sich der verbindet mit dem Johannes dem Täufer geistig und dadurch den Einweihungsnamen Johannes bekommt. Und das ist eben dann auch der Lieblingsjünger des &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;, von dem im [[Johannes-Evangelium]] die Rede ist. Ja klar, weil der Christus selber der war, der ihn eingeweiht hat […] hat diese Einweihungsworte gerufen: „Lazarus komm heraus!““  [[Christus und das dreifache Johannes-Geheimnis - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Lazarus ist der erste und einzige durch den Christus selbst Eingeweihte 01:06:41|| Peter, W. Christus und das dreifache Johannes-Geheimnis, 2025, 01:06:41]]&lt;br /&gt;
# „[…] gerade unser materialistisches Zeitalter […] zwingt uns dazu [… ] &#039;von allen guten Geistern verlassen zu sein&#039;, aber dann darauf zu kommen, hoffentlich, ich habe ein Ich in mir. Und in diesem Ich ist der göttliche Funke. Es ist eigentlich der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; in mir, ein Fünkchen davon.“ [[4. Mysteriendrama, Der Seele Erwachen - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Unser materialistisches Zeitalter zwingt uns dazu, „von allen guten Geistern verlassen zu sein”. Aber eben gerade dadurch können wir im Ich den göttlichen Funken entdecken - Der Christus in mir 01:00:48|| Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 01:00:48]]&lt;br /&gt;
# „Und aus dem kommt auch dann die Harmonie zustande. Wir müssen nur diese Kraft in uns leben lassen. Wir können sie auch blockieren im Grunde. Selbst das können wir. Weil der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; zwingt uns zu nichts. Also das höchste Geistige, das Weltenwort […]“ [[Zunehmende Gewalt als Zeitphänomen - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Ehrliche Anteilnahme und Verständnis beim miteinander Sprechen von Herz zu Herz bringt etwas in Bewegung. Dann wirkt das höchste Geistige, das Weltenwort in uns 01:23:57|| Peter, W. Zunehmende Gewalt als Zeitphänomen, 2025, 01:23:57]] &lt;br /&gt;
# „Der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; hat sich in die Hände der Menschen begeben […] ans Kreuz geschlagen. Das ist aber nur die Außenseite. Er gibt sich eben auch in geistiger Hinsicht in die Hand des Menschen […] nur wenn der Mensch mittut, kann das große Werk gelingen.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 44. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Der Mensch ist das einzige Wesen, das in das Reich der Widersacher absteigen, dort etwas durchmachen, erleben, verwandeln und anschließend wieder aufsteigen kann. Das können die Engelhierarchien nicht. Und auch die Widersacher können aus eigener Kraft sich nicht aus dem dunklen Reich befreien. Nur der Mensch kann die Widersacher erlösen 01:16:09|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 44. Folge, 2021, 01:16:09]]&lt;br /&gt;
# „[…] Das ist mit der Auferstehung des &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; gemeint. Dass dieser übersinnlich-physische Leib, dass der wiederhergestellt wird. Dass der befreit wird von den Widersacherkräften. Der Christus ist da vorangegangen.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 44. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Unser Ich-Bewusstsein hängt stark zusammen mit dem übersinnlich-physischen Leib. Wenn der beeinträchtigt ist, dann können wir den nicht mitnehmen nach unserem Tode in die geistige Welt. Den übersinnlich-physischen Leib in voller Blüte erstehen zu lassen, zu befreien von den Widersacherkräften, das ist gemeint mit der Auferstehung des Christus 01:58:00|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 44. Folge, 2021, 01:58:00]]&lt;br /&gt;
# „[…] es gibt diese Unterscheidung zwischen dem physisch-stofflichen Körper und dem übersinnlich-physischen Körper […] wir haben […] beides in uns […] wir haben sogar das Problem, dass diese Durchsetzung mit dem Stofflichen immer wieder eine negative Einwirkung auf dieses Übersinnlich-Physische hat. Das ist das, was der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; eigentlich überwunden hat. Er hat das geheilt […]“ [[Die Apokalypse des Johannes - 44. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Wir müssen unterscheiden zwischen einem physisch-stofflichen und einen physisch-übersinnlichen Körper 01:51:44|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 44. Folge, 2021, 01:51:44]]&lt;br /&gt;
# „[…] was hat der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; durchgemacht. Bei jedem Gedanken, den ich oben am Gehirn ersterben lasse, gehe ich auf mein Golgatha in Wahrheit. Und dann muss ich schauen, dass wieder eine Auferstehung passiert. Das können wir heute in unserem Denken machen.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 48. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Totes Denken heißt, Lebenskräfte sterben an der Schädelstätte (Golgatha) - es geht aber heute um die Auferstehung der Lebenskräfte 02:00:37|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 48. Folge, 2021, 02:00.37]]&lt;br /&gt;
# „[…] in der Pfingstepistel der Menschenweihehandlung, da heißt es ja: „&#039;&#039;Die Weihehandlung, die entstammet der Einsetzung Christi&#039;&#039;”. Also der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; muss dort auf Erden etwas eingerichtet […] haben […] das ist dann eine liturgische Handlung, die gewissermaßen auch für die geistige Welt eine Gültigkeit hat.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiner bezeichnete das Märchen Goethes als Miniaturbild des Kultus Michaels in den geistigen Welten 00:03:38|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:07:17]]&lt;br /&gt;
# „Albrecht Haushofer, ein Widerstandskämpfer im 20. Jahrhundert, Autor der Moabiter Sonette und auf seine ganz eigene Weise ein spiritueller Zeuge eines &#039;&#039;&#039;Christuswirkens&#039;&#039;&#039; im 20. Jahrhundert.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiner hielt 1900 in der Theosophischen Bibliothek in Berlin seinen ersten geisteswissenschaftlichen Vortrag über Goethes &amp;quot;Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie&amp;quot; 00:01:23|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:01:23]]&lt;br /&gt;
# „Rudolf Steiner nennt das die Vorstufen zum Mysterium von Golgatha, wo sich immer wieder der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; mit dieser Wesenheit des späteren nathanischen Jesus verbunden hat […] dass die Menschheitsentwicklung durch die Widersacher nicht zu sehr aus dem Gleis gebracht wurde.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 52. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Zur Zeitenwende wurde zwei Jesusknaben geboren, der nathanische Jesus, der sich zum ersten Mal auf Erden inkarniert, und der salomonische Jesus, der wiedergeborene Zarathustra 00:32:14|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 52. Folge, 2021, 00:32:14]]&lt;br /&gt;
# „[…] wo wir wirkliches lebendiges Denken entwickeln, ist der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; immer dabei.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 52. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Die Vorstufe zur Imaginationsseele ist das lebendige Denken 01:01:44|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 52. Folge, 2021, 01:01:44]]&lt;br /&gt;
# „[…] Übersetzung von Emil Bock der Apokalypse […] da geht es um die Gemeinde von Thyatira, das entspricht der Griechisch-Lateinischen Zeit, dort wo das Ich erwacht ist im Menschen […] als Wort des &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; selbst: Die gleiche Vollmacht, das Ich, soll ihm gegeben sein, dem Menschen, die ich von meinem Vater empfangen habe.”  [[Das Rätsel des Bösen - ein Vortrag von Wolfgang Peter in Witten, 2026#Das Mysterium von Golgatha, das Erdenleben des Christus: Gott wird Mensch, damit im Menschen ein eigenständiges Göttliches erwachen kann. Der Schöpfungsplan sieht vor, dass wir Menschen Mitschöpfer werden 00:36:40|| Peter, W. Das Rätsel des Bösen, Witten, 2026, 00:36:40]]&lt;br /&gt;
# „Wenn es heißt in der Bibel, der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; nimmt die Sünden der Welt auf sich, heißt es nicht, dass er die Schäden in unserem Seelenleib sozusagen aufhebt, sondern an dem müssen wir schon selber arbeiten.” [[Das Rätsel des Bösen - ein Vortrag von Wolfgang Peter in Witten, 2026#Das Ziel der großen Weltentwicklung ist das Mitwirken des Menschen an der Weltschöpfung 01:41:17|| Peter, W. Das Rätsel des Bösen, Witten, 2026, 01:41:17]]&lt;br /&gt;
# „[…] Johannes Scotus Eriugena, der beschreibt es ganz deutlich, die Gottheit[…] ist nicht geschaffen und auch nicht schaffend. Er hat sich zurückgezogen und der eigentlich Schaffende in unserer ganzen Weltentwicklung ist der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;.“ [[Das Rätsel des Bösen - ein Vortrag von Wolfgang Peter in Witten, 2026#Das Johannes-Evangelium, die Paradieses-Erzählung und die schöpferische Kraft des Christus 00:04:39|| Peter, W. Das Rätsel des Bösen, Witten, 2026, 00:04:39]]&lt;br /&gt;
# „Rudolf Steiner sagt, die haben einfach, als der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; am Kreuz gestorben ist in Palästina, haben die von Irland, Schottland, Tintagel aus, vor 2000 Jahren in der Natur wahrgenommen […] er hat das genannt “&#039;&#039;auf eine heidnische Art fromm werden&#039;&#039;”“ [[War Richard Wagner die Wiederverkörperung des Zauberers Merlin - ein Vortragsausschnitt von Michael Rheinheimer, Quartett-Tage Bodensee, 2026#Die Artus-Strömung erlebt den Christus im Außen, während der Gralsstrom den Christus innerlich, im Herzen wahrnimmt 00:12:48|| Rheinheimer, M. Richard Wagner - Merlin, 2026, 00:12:48]]&lt;br /&gt;
# „[…] Der Sinn ist damit erfüllt, dass wir diese Inkarnation in einem Moment und zwar wirklich im Todesmoment der letzten irdischen Inkarnation [erster Tod], dass wir dieses Ziel erreicht haben. Das ist die ganz konkrete Nachfolge &#039;&#039;&#039;Christi&#039;&#039;&#039;.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 59. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Nachfolge Christi bedeutet, dass wir uns am Ende unserer letzten irdischen Inkarnation vollkommen bis ins härteste kristalline Erdelement inkarniert haben 00:21:25|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 59. Folge, 2021, 00:21:25]]&lt;br /&gt;
# „[…] diesen Weg werden alle gehen […] ob sie etwas von &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; wissen und von seiner Lehre aufgenommen haben oder nicht. Dann vollziehen sie auf dieser Ebene also die große Tat des Christus einfach nach […] sind sie im wahren Sinne des Wortes Mensch geworden, Erdenmensch geworden […] das ist der Moment, ab dem sie einer physischen Erdinkarnation nicht mehr bedürfen [erster Tod].“ [[Die Apokalypse des Johannes - 59. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Nachfolge Christi bedeutet, dass wir uns am Ende unserer letzten irdischen Inkarnation vollkommen bis ins härteste kristalline Erdelement inkarniert haben 00:21:25|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 59. Folge, 2021, 00:21:25]]&lt;br /&gt;
# „[…] Wesen Sorat […] die eben absolut gegengerichtet ist gegen das, was aus unserem Ich werden kann, durch die Verbindung mit der &#039;&#039;&#039;Christus-Kraft&#039;&#039;&#039;.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 59. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Seit dem Mysterium von Golgatha führt der alte Weg, die alte Vorstellung vom Ich direkt zum Wesen Sorat 01:18:37|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 59. Folge, 2021, 01:18:37]]&lt;br /&gt;
# „[…] wenn wir uns da gute Gewohnheiten und solche Sachen aneignen, dann arbeiten wir ins Ätherische hinein. Dann arbeiten wir aber auch mit am Ätherleib des &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 64. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Wir Menschen arbeiten an den neuen Leibeshüllen des Christus 01:01:10|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 64. Folge, 2021, 01:01:10]]&lt;br /&gt;
# „Solange ich im Astralischen bin, muss ich immer wieder von neuem eigentlich zu dem Entschluss mich durchringen, mach´s wieder, tu´s wieder und vermeide, was dich wegzieht davon. Wenn es ins Ätherische übergegangen ist, dann muss ich das nicht mehr mich jedes Mal quälen dazu, sondern dann ist es Eigenschaft meines Ätherischen geworden […] dann lebt das als etwas Wohltuendes auf als Ätherleib des &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 64. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Wir Menschen arbeiten an den neuen Leibeshüllen des Christus 01:01:10|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 64. Folge, 2021, 01:01:10]]&lt;br /&gt;
# „[…] wo die Elohim zu sprechen beginnen: &#039;&#039;Und die Elohim sprachen, es werde Licht und es ward Licht. Und die Elohim sahen, dass es gut wa&#039;&#039;r und so weiter. Da verbindet sich eben der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;-Impuls, das höchste Geistige, also die geistige Quelle“ [[Die Apokalypse des Johannes - 65. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Es gab nur einen Menschheitsfunken, den die sieben Elohim in die Welt gesetzt haben. Das bedeutet für uns, dass jetzt alles, was aus unserer Ich-Kraft kommt, individuell werden muss 00:59:13|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 65. Folge, 2021, 00:59:13]]&lt;br /&gt;
# „In den ersten drei Kindheitsjahren wirken diese Kräfte [des &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;], ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#In den ersten drei Kindheitsjahren wirken die Christus- Kräfte, ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht 00:57:38|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:57:38]]&lt;br /&gt;
# „Steiner nennt sie in diesem Zusammenhang „&#039;&#039;die Sphäre des Heiligen Geistes“&#039;&#039; […] die Sphäre, wo die Ätherleiber eben jetzt unsterblich werden, insofern sie sich mit dem &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; verbinden konnten […] das sei die eigentliche Inspirations- und Kraftquelle der anthroposophischen Bewegung.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Der unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreutz als Kraftquelle 00:51:08|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:51:08]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Christus-Erlebnis =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# „Albrecht Haushofer, der ja auch in Berlin-Moabit ein &#039;&#039;&#039;Christus-Erlebnis&#039;&#039;&#039; hatte, das er hat einmünden lassen in dieses wunderbare Gedicht &amp;quot;Qui Resurrexit&amp;quot;.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Albrecht Haushofer und das Sonett 15 &amp;quot;Qui Resurrexit&amp;quot; 00:58:33|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:58:33]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Christus-Impuls =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# „[…] wo die Elohim zu sprechen beginnen: &#039;&#039;Und die Elohim sprachen, es werde Licht und es ward Licht. Und die Elohim sahen, dass es gut wa&#039;&#039;r und so weiter. Da verbindet sich eben der &#039;&#039;&#039;Christus-Impuls&#039;&#039;&#039;, das höchste Geistige, also die geistige Quelle“ [[Die Apokalypse des Johannes - 65. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Es gab nur einen Menschheitsfunken, den die sieben Elohim in die Welt gesetzt haben. Das bedeutet für uns, dass jetzt alles, was aus unserer Ich-Kraft kommt, individuell werden muss 00:59:13|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 65. Folge, 2021, 00:59:13]]&lt;br /&gt;
# „[…] „es wäre sicher gut zu verbinden die Yoga-Übung mit der Merkurstab-Imagination und die Verbindung mit dem &#039;&#039;&#039;Christus-Impuls&#039;&#039;&#039; zu suchen“ […] [[Die Apokalypse des Johannes - 52. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Yogaübungen verbinden mit der Merkurstab-Imagination und dem Christusimpuls 02:01:20|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 52. Folge, 2021, 02:01:20]]„[…] der Christus ist der, der in der Welt tätig ist. Der Vatergott ist die Seite der Gottheit, die alles unten trägt, aber nicht gestaltet […] sozusagen den Boden bereitet, dem was der Christus schaffend wirkt.”[[Das Rätsel des Bösen - ein Vortrag von Wolfgang Peter in Witten, 2026#Das Johannes-Evangelium, die Paradieses-Erzählung und die schöpferische Kraft des Christus 00:04:39|| Peter, W. Das Rätsel des Bösen, Witten, 2026, 00:04:39]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Christus-Opfer =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# 1. &#039;&#039;&#039;Christus-Opfer&#039;&#039;&#039;: In der Lemurischen Zeit geriet die Sinnestätigkeit der Menschen in große Unordnung. Die enorme Stärke der Sinnestätigkeit wurde durch den Christus abgemildert und harmonisiert. [[Die Apokalypse des Johannes - 141. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die drei Christus-Opfer - die Geschenke des nathanischen Jesus und des Christus an uns 01:44:36|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 141. Folge, 2022, 01:44:36]]&lt;br /&gt;
# 2. &#039;&#039;&#039;Christus-Opfer&#039;&#039;&#039;: In der frühen atlantischen Zeit drohten die Lebenskräfte durch den Einfluss Ahrimans und Luzifers sich abnorm zu entwickeln. Das konnte nur dadurch verhindert werden, dass sich der Christus mit jenem Geistwesen verband, das später als Nathanischer Jesusknabe erstmals auf die Erde herabsteigen sollte. [[Die Apokalypse des Johannes - 141. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die drei Christus-Opfer - die Geschenke des nathanischen Jesus und des Christus an uns 01:44:36|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 141. Folge, 2022, 01:44:36]]&lt;br /&gt;
# 3. &#039;&#039;&#039;Christus-Opfer&#039;&#039;&#039;: Die drei Seelenkräfte Denken, Fühlen und Wollen, die im Astralleib tätig sind, sollten durch Luzifer und Ahriman in Unordnung gebracht und unharmonisch miteinander vermengt werden. Wieder wurde das dadurch verhindert, dass sich der Christus in jenem engelartigen Geistwesen gleichsam verseligte. [[Die Apokalypse des Johannes - 141. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die drei Christus-Opfer - die Geschenke des nathanischen Jesus und des Christus an uns 01:44:36|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 141. Folge, 2022, 01:44:36]]&lt;br /&gt;
# Das letzte große &#039;&#039;&#039;Opfer des&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; besteht darin, dass in das Denken, Fühlen und Wollen eine gewisse Ordnung hineinkommt, damit die Zeit der Kulturepochen richtig anbrechen kann. Die Dreigliederung, die wir im Organismus vorfinden, soll auch im Seelischen stattfinden. [[Die Apokalypse des Johannes - 141. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die drei Christus-Opfer - die Geschenke des nathanischen Jesus und des Christus an uns 01:44:36|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 141. Folge, 2022, 01:44:36]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<title>Christian Rosenkreutz</title>
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		<updated>2026-10-16T18:09:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: /* Glossar */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
{{Anthrowiki.at|Christian Rosenkreutz}}&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Christian Rosenkreutz, auch Christianus Rosencreutz oder Christian Rosenkreuz (* 1378; † 1484) ist nach [[Rudolf Steiner]] einer der höchsten christlichen Eingeweihten und der legendäre Begründer des Einweihungswegs der Rosenkreuzer, der für das gegenwärtige Bewusstseinsseelen-Zeitalter, und damit auch für die Anthroposophie, von grundlegender Bedeutung ist.&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Christian Rosenkreutz&#039;&#039;&#039; gab Rudolf Steiner die Idee ein, dass man öffentlich über das Geistige sprechen kann und muss, wenn die Naturwissenschaft bestimmte Dinge entdeckt, wie z.B. die Spektralanalyse. [[Die Apokalypse des Johannes - 138. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Rudolf Steiner betonte immer wieder, dass wenn man die Bedeutung der Naturwissenschaft wirklich erkennt, sie zwangsl%C3%A4ufig zum Geistigen f%C3%BChrt 00:26:46|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 138. Folge, 2022, 00:26:46]] &lt;br /&gt;
# Wir müssen vom Anschauen des Sinnlichen ausgehen, um zum Geistigen vorzudringen. Daher ist die Anregung von &#039;&#039;&#039;Christian Rosenkreutz&#039;&#039;&#039; über das Geistige zu sprechen, wenn bestimmte Dinge in der Natur-Forschung entdeckt wurden, so wichtig. [[Die Apokalypse des Johannes - 138. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Nur durch das Tor des Sinnlichen kommen wir ins %C3%9Cbersinnliche 01:54:34|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 138. Folge, 2022, 01:54:34]]&lt;br /&gt;
# 1. Voraussetzung laut &#039;&#039;&#039;Christian Rosenkreutz&#039;&#039;&#039;: Die Entdeckung der Spektralanalyse, wodurch die materielle Konstitution des Kosmos an den Tag kam. [[Die Apokalypse des Johannes - 137. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#1. Voraussetzung nach C. Rosenkreutz: Die Entdeckung der Spektralanalyse 01:45:02|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 137. Folge, 2022, 01:45:02]]&lt;br /&gt;
# 2. Voraussetzung laut &#039;&#039;&#039;Christian Rosenkreutz&#039;&#039;&#039;: Die Einführung der materiellen Evolution in die Wissenschaft vom Organischen. [[Die Apokalypse des Johannes - 137. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#2. Voraussetzung nach C. Rosenkreutz: Die Einf%C3%BChrung der materiellen Evolution in die Wissenschaft vom Organischen 01:53:31|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 137. Folge, 2022, 01:53:31]]&lt;br /&gt;
# 3. Voraussetzung laut &#039;&#039;&#039;Christian Rosenkreutz&#039;&#039;&#039;: Die Erkenntnis der Tatsache eines anderen als des gewöhnlichen Bewusstseinszustandes durch die Anerkennung des Hypnotismus und der Suggestion. [[Die Apokalypse des Johannes - 137. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#3. Voraussetzung laut C. Rosenkreutz: Die Erkenntnis der Tatsache eines anderen als des gew%C3%B6hnlichen Bewusstseinszustandes durch die Anerkennung des Hypnotismus und der Suggestion 01:59:08|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 137. Folge, 2022, 01:59:08]]&lt;br /&gt;
# Laut eines Briefes von Rudolf Steiner an [[Édouard Schuré]] hatte &#039;&#039;&#039;Christian Rosenkreutz&#039;&#039;&#039; als Voraussetzung für die Veröffentlichung grundlegender Wahrheiten der Rosenkreuzer die vorläufige Lösung dreier Probleme durch die äußere Naturwissenschaft bezeichnet. [[Die Apokalypse des Johannes - 137. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Christian Rosenkreutz nannte drei Vorbedingungen der Naturwissenschaften, damit Prinzipien aus den Geheimwissenschaften an die %C3%96ffentlichkeit gelangen k%C3%B6nnen 01:43:09|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 137. Folge, 2022, 01:43:09]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Christian Rosenkreutz&#039;&#039;&#039; ist der wiedergeborene (Hiram Abif), der Baumeister des [[Salomonischer Tempel|salomonischen Tempels]] (Salomonischer Tempel), der als [[Lazarus]] wiedergeboren wurde und durch den [[Christus]] von den Toten auferweckt. [[Die Apokalypse des Johannes - 137. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Der hohe Eingeweihte Christian Rosenkreutz 01:35:18|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 137. Folge, 2022, 01:35:18]]&lt;br /&gt;
# In der Bruderschaft der &#039;&#039;&#039;Rosenkreuzer&#039;&#039;&#039; gab es keinen Personenkult, um Missbrauch zu vermeiden. [[Die Apokalypse des Johannes - 137. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Christian Rosenkreutz begr%C3%BCndete eine Bruderschaft, in der gro%C3%9Fe Eingeweihte im Verborgenen tatkr%C3%A4ftig als %C3%84rzte wirkten. Davon gibt es keine Dokumente 01:30:49|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 137. Folge, 2022, 01:30:49]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Christian Rosenkreutz&#039;&#039;&#039; ist einer der höchsten christlichen Eingeweihten. Er wurde im 13. Jahrhundert geboren. [[Die Apokalypse des Johannes - 136. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die gro%C3%9Fe Aufgabe des Christian Rosenkreutz besteht darin, die Menschheit darauf vorzubereiten, dass die Bewusstseinsseele reif wird daf%C3%BCr, das Geistige zu schauen - und zwar auf einem voll bewussten Weg 01:43:54|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 136. Folge, 2022, 01:43:54]]&lt;br /&gt;
# Inkarnationsreihe des &#039;&#039;&#039;Christian Rosenkreutz&#039;&#039;&#039;: Hiram - Lazarus/Johannes - Christian Rosenkreutz. [[Die Apokalypse des Johannes - 136. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die gro%C3%9Fe Aufgabe des Christian Rosenkreutz besteht darin, die Menschheit darauf vorzubereiten, dass die Bewusstseinsseele reif wird daf%C3%BCr, das Geistige zu schauen - und zwar auf einem voll bewussten Weg 01:43:54|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 136. Folge, 2022, 01:43:54]]&lt;br /&gt;
# Eine der großen Aufgaben des &#039;&#039;&#039;Christian Rosenkreutz&#039;&#039;&#039; ist, dafür zu sorgen, dass die [[Bewusstseinsseele]] reif dazu wird, das Geistige zu schauen und zwar nicht auf einem mediumistischem, sondern auf einem voll bewussten Weg. [[Die Apokalypse des Johannes - 136. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die gro%C3%9Fe Aufgabe des Christian Rosenkreutz besteht darin, die Menschheit darauf vorzubereiten, dass die Bewusstseinsseele reif wird daf%C3%BCr, das Geistige zu schauen - und zwar auf einem voll bewussten Weg 01:43:54|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 136. Folge, 2022, 01:43:54]]&lt;br /&gt;
# Gemäß dem Schulungsweg des &#039;&#039;&#039;Christian Rosenkreutz&#039;&#039;&#039; ist es an der Zeit, über das Geistige zu sprechen, wenn drei materielle Erkenntnisse innerhalb der Wissenschaft ausgereift sind, damit Menschen es erkennen können gerade über den Weg des Denkens. Die erste davon ist die [[a:Spektralanalyse|Spektralanalyse]]. [[Die Apokalypse des Johannes - 136. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die Spektralanalyse dient dazu, die materielle Konstitution des gesamten Kosmos zu erfassen. Die Voraussetzungen daf%C3%BCr wurden von den %C3%A4u%C3%9Feren Wissenschaften geschaffen 01:54:22|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 136. Folge, 2022, 01:54:22]]&lt;br /&gt;
# Die [[Chymische Hochzeit]] des &#039;&#039;&#039;Christian Rosenkreutz&#039;&#039;&#039; wurde initiiert durch den [[Mani]]. [[Die Apokalypse des Johannes - 19. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Durch die arabische Kultur entsteht ein Dualismus zwischen der materialistischen Welt und der seelisch-geistigen Welt, der seine Wurzeln im Manich%C3%A4ismus des 3.Jh.v.Chr. hat: Der Kampf zwischen Licht und Finsternis 00:10:06|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 19. Folge, 2020, 00:10:06]]&lt;br /&gt;
# „[…] dieses Bild stellt sich jetzt so dar, dass dieser Lazarus also diese Verbindung mit dem Johannes gefunden hat […] der ursprünglich der Tempelbaumeister war, des Salomonischen Tempels, der als der Hiram gelebt hat […]und später […] sich  verkörpert hat […] zum Beispiel als &#039;&#039;&#039;Christian Rosenkreutz&#039;&#039;&#039;. “ [[Christus und das dreifache Johannes-Geheimnis - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Rudolf Steiners aller letzte Ansprache schildert, wie sich Lazarus geistig mit Johannes dem T%C3%A4ufer verbindet 00:58:43|| Peter, W. Christus und das dreifache Johannes-Geheimnis, 2025, 00:58:43]] &lt;br /&gt;
# „[…] in der alten Königsstadt Fes […] Begegnung Mani und &#039;&#039;&#039;Christian Rosenkreutz&#039;&#039;&#039; […] Mani hat Christian Rosenkreutz […] in etwas eingeweiht: in die wahre Erkenntnis von der Funktion des Bösen.“ [[Der Gral im Orient. Das geheime Christentum Arabiens - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Christian Rosenkreutz in Fes. Dort hat ihn Mani in die wahre Erkenntnis von der Funktion des Bösen eingeweiht 00:10:15|| Rheinheimer, M. Der Gral im Orient, 2026, 00:10:15]] &lt;br /&gt;
# „Wenn man die Fama Fraternitatis liest […] da wird ja berichtet, dass ein junger Mann aus Deutschland, Christian Rosenkreutz […] in ein Kloster gebracht worden sein soll,[…] da gab es einen Priester, der hat […] den Impuls gehabt, er wollte zum Heiligen Grab, ins Heilige Land fahren. Und der junge &#039;&#039;&#039;Christian Rosenkreutz&#039;&#039;&#039; […] hat ihn gebeten, er möge ihn mitnehmen und ist mit ihm gemeinsam bis nach Zypern gereist.“ [[Der Gral im Orient. Das geheime Christentum Arabiens - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Bericht aus der Fama Fraternitatis: Christian Rosenkreutz&#039; Reise über Damaskus nach Arabien, wo er bei den Weisen von Dhamar schon erwartet wurde 00:05:19|| Rheinheimer, M. Der Gral im Orient, 2026, 00:05:19]] &lt;br /&gt;
# „[…] Friedrich Rittelmeyer […]1923 damals, mündlich weitergegeben […] &#039;&#039;&#039;Christian Rosenkreutz&#039;&#039;&#039; […] einer der großen Eingeweihten des Abendlandes, der soll […] vermutlich in dieser Königsstadt Fes, einen anderen großen Eingeweihten Anfang des 15. Jahrhunderts getroffen haben: Mani […]“ [[Der Gral im Orient. Das geheime Christentum Arabiens - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Das Treffen von Christian Rosenkreutz mit dem großen Eingeweihten Mani in der Königsstadt Fes/Marokko 00:02:56|| Rheinheimer, M. Der Gral im Orient, 2026, 00:02:56]] &lt;br /&gt;
# „[…] vereinzelt verschiedene Spuren dieses geheimen Christentums Arabiens […] ein Bild […] von Anna May, einer Malerin […] Das hat sie nach intimen Angaben Rudolf Steiners gemalt. Da geht es auch um &#039;&#039;&#039;Christian Rosenkreutz&#039;&#039;&#039;. Man sieht, das Bild heißt Triptychon Gral.“  [[Der Gral im Orient. Das geheime Christentum Arabiens - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Archäologische Funde in den Museen von Salalah - Spuren des geheimen Christentums Arabiens 00:31:44|| Rheinheimer, M. Der Gral im Orient, 2026, 00:31:44]] &lt;br /&gt;
# „[…] zu solchen Wesenheiten zählt der Meister Jesus zum Beispiel oder &#039;&#039;&#039;Christian Rosenkreutz&#039;&#039;&#039; […] Das sind also hohe Eingeweihte, Meister, die sehr sehr oft wiederkommen und da liegen oft zehn, zwölf Jahre zwischen den Inkarnationen.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 65. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Manche hohe Eingeweihte geben ihre Impulse durch oftmalige Verkörperungen weiter, andere unmittelbar aus der geistigen Welt 01:19:47|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 65. Folge, 2021, 01:19:47]] &lt;br /&gt;
# „[…] dass &#039;&#039;&#039;Christian Rosenkreutz&#039;&#039;&#039; tatsächlich gelebt hat, dass das also eine historische Persönlichkeit gewesen ist, so wie es in der Fama Fraternitatis dargestellt und eben auch von Rudolf Steiner dann ganz deutlich beschrieben worden ist.” [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Christian Rosenkreutz als historische Persönlichkeit in der Esoterikforschung 00:28:07|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:28:07]] &lt;br /&gt;
# „[…]Text von Goethe ist natürlich das berühmte Fragment „Die Geheimnisse“, wo sich herausstellt, dass Goethe da etwas beschreibt, was später Rudolf Steiner dann rekonstruiert hat, als die eigentliche Einweihung des &#039;&#039;&#039;Christian Rosenkreutz&#039;&#039;&#039;.” [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Spuren des Rosenkreuzertums in Goethes Leben 00:34:08|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:34:08]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<id>https://anthro.world/index.php?title=Anthroposophie&amp;diff=33008</id>
		<title>Anthroposophie</title>
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		<updated>2026-10-16T18:07:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: &lt;/p&gt;
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&lt;br /&gt;
{{Anthrowiki.at|Anthroposophie}}&amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;&#039;Anthroposophie&#039;&#039;&#039; (von griech. ἄνθρωπος, ánthropos ‚Mensch‘ und sophίa ‚Weisheit‘; &#039;&#039;anthroposophy&#039;&#039;) ist ein von Rudolf Steiner (*1861, †1925) begründeter &#039;&#039;„Erkenntnisweg, der das Geistige im Menschenwesen zum Geistigen im Weltenall führen möchte“&#039;&#039;  und in diesem Sinn das &#039;&#039;„Bewußtsein seines Menschentums“&#039;&#039; erweitern will. Von einer vertieften, auf geistige Erfahrung gegründeten Erkenntnis des Menschen ausgehend, eröffnet Anthroposophie einen neuen, den Anforderungen unserer Zeit entsprechenden, vollbewussten gedankenklaren und wissenschaftlich exakten Zugang zur geistigen Welt, der sich methodisch an der Naturwissenschaft orientiert und diese durch eine entsprechende empirisch begründete &#039;&#039;&#039;geistige Erkenntnis&#039;&#039;&#039; ergänzt und erweitert, die den modernen Entwicklungsgedanken auch für den seelischen und geistigen Bereich fruchtbar macht und so dessen einseitig materialistische Missdeutung überwindet.&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
# Die &#039;&#039;&#039;anthroposophische&#039;&#039;&#039; Bewegung ist stark mit dem Erzengel Michael verbunden. [[Die Apokalypse des Johannes - 151. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Mit Gruppen, die aus Freiheit heraus entstehen, verbindet sich eine Engel-Wesenheit, die dadurch an der Freiheit teilnehmen und Befreiung erlangen kann 02:03:27|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 151. Folge, 2023, 02:03:27]]&lt;br /&gt;
# Die schlimmste Art der Beschenkung ist die Zwangsbeglückung (z.B. durch &#039;&#039;&#039;Anthroposophie&#039;&#039;&#039;). [[Die Apokalypse des Johannes - 150. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Ganz ins Materialistische einzutauchen ist für manche Menschen eine Notwendigkeit 01:48:24|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 150. Folge, 2023, 01:48:24]]&lt;br /&gt;
# Die &#039;&#039;&#039;Anthroposophie&#039;&#039;&#039; ist kein bloßer Glaube, sondern es ist ein Wissen, das man sich aneignen kann. Solange ich selbst keine geistige Erfahrung habe, kann ich sie zumindest verstehen. Ich kann verstehen, dass sie Sinn macht, wenn ich das äußere Leben beobachte. [[Die Apokalypse des Johannes - 150. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Die Anthroposophie - ein Weg, der mit klarem Bewusstsein nachvollziehbar ist. Sie ist kein bloßer Glaube, sondern ein Wissen, das man sich aneignen kann 02:00:23|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 150. Folge, 2023, 02:00:23]]&lt;br /&gt;
# Mit freien Gemeinschaften verbindet sich oft eine Engel-Wesenheit. Die &#039;&#039;&#039;anthroposophische&#039;&#039;&#039; Bewegung ist stark mit dem Erzengel Michael verbunden. [[Die Apokalypse des Johannes - 151. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Mit Gruppen, die aus Freiheit heraus entstehen, verbindet sich eine Engel-Wesenheit, die dadurch an der Freiheit teilnehmen und Befreiung erlangen kann 02:03:27|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 151. Folge, 2023, 02:03:27]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Anthroposophie&#039;&#039;&#039; ist einerseits ein Erkenntnisweg, er ist aber zugleich aber auch ein Weg der Tat. [[Die Apokalypse des Johannes - 28. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Für das Verstehen der Bilder der Apokalypse ist Geduld notwendig 00:05:54|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 28. Folge, 2020, 00:05:54]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Anthroposophie&#039;&#039;&#039; ist also nicht Entgegennehmen eines Wissens, sondern es ist ein Wissen, das ich mir nur selber erringen kann. [[Die Apokalypse des Johannes - 28. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Für das Verstehen der Bilder der Apokalypse ist Geduld notwendig 00:05:54|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 28. Folge, 2020, 00:05:54]]&lt;br /&gt;
# Anthroposoph zu sein bedeutet, es individuell zu sein, unabhängig von einer Gruppenmeinung. Das Gemeinschaftswesen &#039;&#039;&#039;Anthroposophie&#039;&#039;&#039; muss entstehen aus den Beiträgen der einzelnen Individuen. [[Die Apokalypse des Johannes - 141. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die Menschengemeinschaft der Zukunft geht vom Individuum aus. Anstatt sich einer Gruppen-Meinung anzuschließen, ist es wichtig, individuelle, neue Perspektiven zu finden 00:04:17|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 141. Folge, 2022, 00:04:17]]&lt;br /&gt;
# Echte &#039;&#039;&#039;Anthroposophie&#039;&#039;&#039; wird nicht nur intellektuell aufgenommen, sondern sollte vor allem zur individuelle Lebenspraxis werden. Gemeinsam mit dem Verstehen von Texten können wir die Kraft entwickeln, die Inhalte mitten im Leben in die Tat umzusetzen. [[Die Apokalypse des Johannes - 131. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Echte Anthroposophie wird nicht nur intellektuell aufgenommen, sondern sollte vor allem zur individuelle Lebenspraxis werden. Gemeinsam mit dem Verstehen von Texten können wir die Kraft entwickeln, die Inhalte mitten im Leben in die Tat umzusetzen 00:17:27|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 131. Folge, 2022, 00:17:27]]&lt;br /&gt;
# Ausstieg aus dem Kreislauf der Wiedergeburten: In den östlichen Religionen scheint eine Verwechslung von kleinem Ich (Ego) und höherem, wirklichen Ich vorzuliegen. Gemäß der &#039;&#039;&#039;Anthroposophie&#039;&#039;&#039; geht in Wahrheit das höhere Ich, die eigentliche Individualität des Menschen durch viele Inkarnationen hindurch. [[Die Apokalypse des Johannes - 8. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Das Ich bei den Buddhisten: Eine Verwechslung zwischen Ego und eigentlichem Ich 00:06:10|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 8. Folge, 2020, 00:06:10]]&lt;br /&gt;
# „[…] vorher das Lebendige […] darüber steht ein Seelisches […] es schafft alles Seiende. Beginnend mit dem Seelischen, weitergehend zum Lebendigen, sprich zum Ätherischen in &#039;&#039;&#039;anthroposophischer&#039;&#039;&#039; Ausdrucksweise und dann erst stirbt daraus das Physisch-Stoffliche heraus. Das ist das Letzte.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 10. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Wie entsteht das Leben? Alles Physisch-Stoffliche kommt aus einem Absterbeprozess 00:07:21|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 10. Folge, 2020, 00:07:21]]&lt;br /&gt;
# „[…] etwa wenn wir uns mit &#039;&#039;&#039;Anthroposophie&#039;&#039;&#039; […] oder mit der Apokalypse uns beschäftigen - dass wir damit im Grunde schon auch die nächste Kulturepoche vorbereiten […] die wird in der Apokalypse repräsentiert durch die Gemeinde von Philadelphia [Sieben Sendschreiben]. Philadelphia heißt Bruderliebe.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 14. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Mit der Beschäftigung mit Anthroposophie, durch geistiges Streben, bereiten wir die Zukunft vor, die nächste Kulturepoche, repräsentiert durch die Gemeinde von Philadelphia 00:03:44|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 14. Folge, 2020, 00:03:44]]&lt;br /&gt;
# „[…] was die Zukunft vorbereiten wird, das ist eben dieser geistige Hintergrund […] die &#039;&#039;&#039;Anthroposophie&#039;&#039;&#039;, da gibt es Ansätze in der zeitgenössischen Kunst sehr wohl […] aber auch die Musik haben im 20. Jahrhundert zu neuen Formen gefunden, die nicht mehr sich ableiten von den klassisch-griechischen Formen, was teilweise oft als total unschön empfunden wurde […] oder als hässlich.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 14. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Erste Ansätze der zukünftigen Kulturepoche sehen wir im Wirtschaftsleben. Nicht aber im Geistesleben und nicht im Rechtsleben, da sind wir noch stark in der griechisch-römischen Epoche verankert. Im Geistesleben liegen erste Ansatz der zukünftigen Kulturepoche in der Begründung der Anthroposophie durch R. Steiner um 1900 und in der zeitgenössischen Kunst 00:04:42|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 14. Folge, 2020, 00:04:42]]&lt;br /&gt;
# „Aber wir können anfangen […] und darauf zielt die &#039;&#039;&#039;Anthroposophie&#039;&#039;&#039; ganz stark hin - ein lebendiges Denken zu entwickeln, das diese Gedankenbildung […] schon einen Tick früher abfangen kann, bevor es noch ganz abgestorben ist am Gehirn. Das heißt, mit dem Bewusstsein einen Schritt früher aufzuwachen. “[[Die Apokalypse des Johannes - 41. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Wir sollten beginnen ein lebendiges Denken zu entwickeln 01:28:53|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 41. Folge, 2021, 01:28:53]]&lt;br /&gt;
# „[…] &#039;&#039;&#039;Anthroposophie&#039;&#039;&#039; ist für mich etwas, wo man gerade diese Beweglichkeit finden soll. Und ich würde mir wünschen, dass sie so, mehr so vertreten wird. Dass sie da mit einer gewissen Lockerheit drinnen, […] nicht stur eine Linie […] alles tragisch, es ist alles ernst, es ist alles heilig. Und man schaut nur mehr ernst die ganze Zeit drein. Sorry, das ist nicht meines.“ [[Anthroposophie mal anders - ein Interview von Marion Selzer mit Wolfgang Peter, 2025#Bedeutung der Anthroposophie heute 00:10:12|I Peter, W, Selzer, M, Anthroposophie mal anders, 2025, 00:10:12]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Anthroposophie&#039;&#039;&#039; ist einerseits ein Erkenntnisweg, er ist aber zugleich auch ein Weg der Tat. [[Die Apokalypse des Johannes - 28. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Für das Verstehen der Bilder der Apokalypse ist Geduld notwendig 00:05:54|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 28. Folge, 2020, 00:05:54]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Anthroposophie&#039;&#039;&#039; ist also nicht Entgegennehmen eines Wissens, sondern es ist ein Wissen, das ich mir nur selber erringen kann. [[Die Apokalypse des Johannes - 28. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Für das Verstehen der Bilder der Apokalypse ist Geduld notwendig 00:05:54|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 28. Folge, 2020, 00:05:54]]&lt;br /&gt;
# Gerade wir als Anthroposophen! […] es hat was damit zu tun, weisheitsvoll den Menschen zu erfassen […] das heißt, die zu erfassen, ganz bewusst, wach, sinnlich zu erfassen als erstes. Das ist die Grundübung. Das ist die Grundaufgabe der &#039;&#039;&#039;Anthroposophie&#039;&#039;&#039; in Wahrheit [[…]] was Rudolf Steiner oft nennt, dieses „&#039;&#039;Erwachen am Anderen”&#039;&#039; [[Die Apokalypse des Johannes - 42. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Sprachsinn, Gedankensinn, Ich-Sinn - das sind die sozialen Sinne, in denen wir im Zeitalter der Bewusstseinsseele immer wacher werden sollten 00:04:48|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 42. Folge, 2021, 00:04:48]]&lt;br /&gt;
# „Und das ist das, was die &#039;&#039;&#039;Anthroposophie&#039;&#039;&#039; und was Rudolf Steiner mit der Begründung der Anthroposophie wollte, eine genauso große Klarheit […] wie wir sie heute in der Naturwissenschaft […] haben, zu finden, auch für die Begegnung mit der geistigen Welt.” [[(R)Evolution des Bewusstseins - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Revoulution des Bewusstseins bedeutet, die Sicherheit, mit der wir uns in der äußeren Welt als Ich empfinden, auf eine höhere Ebene zu heben, um mit geistigen Wesen bewusst in Kontakt zu kommen 00:12:01|| Peter, W. R_Evolution des Bewusstseins, 2025, 00:12:01]]&lt;br /&gt;
# „Rudolf Steiner […] seinen ersten geisteswissenschaftlichen Vortrag gehalten […]  dass er diesen Vortrag später als die &amp;quot;Urzelle der &#039;&#039;&#039;Anthroposophie&#039;&#039;&#039;&amp;quot; bezeichnet hat. Man kann vielleicht daran anknüpfend sagen: gewissermaßen vielleicht auch die Grundsteinlegung der [[A:Michael-Schule|Michael-Schule]] auf Erden.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiner hielt 1900 in der Theosophischen Bibliothek in Berlin seinen ersten geisteswissenschaftlichen Vortrag über Goethes &amp;quot;Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie&amp;quot; 00:01:23|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:01:23]]&lt;br /&gt;
# „[…] alle Menschen, die &#039;&#039;&#039;Anthroposophie&#039;&#039;&#039; auf Erden suchen, die eine bestimmte Sehnsucht in ihrem Herzen haben, die müssen von diesem Kultus Michaels in der geistigen Welt berührt worden sein, der einen Vorgang abschließt, den Rudolf Steiner selber die sogenannte Michael-Schule nennt.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiner: Alle Menschen, die in der geistigen Welt vorgeburtlich an dem Engelkultus Michaels teilgenommen haben, bei denen kommt diese Erfahrung, wenn sie auf die Erde kommen, wieder zutage in ihrer Sehnsucht nach Anthroposophie 00:08:49|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:08:49]]&lt;br /&gt;
# „[…] im Rosenkreutzertum, da ist es jetzt die Aufgabe, diese mittlere Strömung zu bilden, die von nun an – das hat schon im 9. Jahrhundert begonnen –, gewissermaßen eine Mitte bildet zwischen diesen beiden östlichen und westlichen Strömungen, um etwas vorzubereiten, was dann im 20. Jahrhundert &#039;&#039;&#039;Anthroposophie&#039;&#039;&#039; werden soll. ” [[Der Gral im Orient. Das geheime Christentum Arabiens - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Das Rosenkreutzertum hat die Aufgabe, diese mittlere Strömung zu bilden, die schon im 9. Jahrhundert begonnen hat, eine Mitte zu bilden zwischen den östlichen und westlichen Strömungen, um etwas vorzubereiten, was dann im 20. Jahrhundert Anthroposophie werden sollte 00:21:50|| Rheinheimer, M. Der Gral im Orient, 2026, 00:21:50]]&lt;br /&gt;
# „[…] dass zum Beispiel die &#039;&#039;&#039;anthroposophische Gesellschaft&#039;&#039;&#039; nie so gedacht war […] Weil da muss ja doch wer von oben sagen, wie es weitergeht und welche Richtung es geht. Und so hat es aber Rudolf Steiner nie gemacht […] Er war sicher der aller undogmatischste Mensch, den es gibt.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 64. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Lebendige Antroposophie 00:56:24|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 64. Folge, 2021, 00:56:24]]&lt;br /&gt;
# „Steiner nennt sie in diesem Zusammenhang „&#039;&#039;die Sphäre des Heiligen Geistes“&#039;&#039; […] die Sphäre, wo die Ätherleiber eben jetzt unsterblich werden, insofern sie sich mit dem Christus verbinden konnten […] das sei die eigentliche Inspirations- und Kraftquelle der &#039;&#039;&#039;anthroposophischen&#039;&#039;&#039; Bewegung.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Der unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreutz als Kraftquelle 00:51:08|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:51:08]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=%C3%84ther&amp;diff=33007</id>
		<title>Äther</title>
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		<updated>2026-10-16T18:07:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anthrowiki.at|Äther}}&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Als Äther (von griech. Αἰθήρ ,Aither = der (blaue) Himmel) wurde von den Griechen ursprünglich der vom Sonnen- und Sternenlicht durchhellte blaue Himmel bezeichnet, in dem sie den Übergang zu einer höheren, nichtmateriellen Ätherwelt bzw. zum Weltenäther sahen.&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anthrowiki.at|Ätherkräfte}}&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Als Universalkräfte (auch Umkreiskräfte, Peripherikräfte oder zentrifugale Kräfte) bezeichnet Rudolf Steiner alle &#039;&#039;&#039;ätherischen Kräfte,&#039;&#039;&#039; die &#039;&#039;ohne&#039;&#039; Potential zentrifugal gestaltend aus dem kosmischen Umkreis auf die Lebenswelt wirken.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anthrowiki.at|Erdensphäre}}&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Als Erdensphäre oder Erdsphäre kann im weitesten Sinn jede zur Erde gehörige Sphäre bezeichnet werden, die als annähernd kugelförmig gedachter Bereich den Erdmittelpunkt umgibt - auch weit über die feste, mineralische Erde hinaus […] siehe: Die geistig wahrnehmbaren Sphären der Erde.&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ätherarten ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &amp;quot;Es gibt verschiedene Ätherkräfte, es gibt den &#039;&#039;&#039;Wärmeäther&#039;&#039;&#039;, es gibt den &#039;&#039;&#039;Lichtäther&#039;&#039;&#039;, es gibt den &#039;&#039;&#039;Klangäther&#039;&#039;&#039;, der hat eben mit diesen Harmonien zu tun, mit diesen Zahlenharmonien auch. Daher heißt er auch &#039;&#039;&#039;Zahlenäther.&#039;&#039;&#039;“ [[Die Apokalypse des Johannes - 21. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Es gibt unterschiedliche Ätherkräfte - Wärmeäther, Lichtäther, Klangäther und Lebensäther Übergangspunkt von Wärmeäther zu physischer Wärme, das ist der Punkt, wo das Geistige bis ins Physische eingreifen kann 01:14:56|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 21. Folge, 2020, 01:14:56]]&lt;br /&gt;
# Nur dadurch, dass […] der Übergang da von der physischen Wärme in die ätherische Wärme da ist, dadurch kann zum Beispiel hereinkommen dann der &#039;&#039;&#039;Lichtäther&#039;&#039;&#039;, also Lichterscheinungen, die damit verbunden sind […] [[Die Apokalypse des Johannes - 47. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Beim Übergang von der physischen Wärme zur ätherischen Wärme kommen der Lichtäther, der Klangäther (chemischer Äther) und der Lebensäther mit ins Spiel 01:38:04|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 47. Folge, 2021, 01:38:04]]&lt;br /&gt;
# […] und insbesondere der &#039;&#039;&#039;Klangäther&#039;&#039;&#039;, der für die Ordnung der physischen Stoffe eine große Rolle spielt. Darum nennt ihn ja Rudolf Steiner auch chemischen Äther, weil der eigentlich bestimmt, in welchen Verhältnissen die Stoffe miteinander sich verbinden können. [[Die Apokalypse des Johannes - 47. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Beim Übergang von der physischen Wärme zur ätherischen Wärme kommen der Lichtäther, der Klangäther (chemischer Äther) und der Lebensäther mit ins Spiel 01:38:04|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 47. Folge, 2021, 01:38:04]]&lt;br /&gt;
# „[…] von dem &#039;&#039;&#039;Lebensäther&#039;&#039;&#039;. Das ist der oberste, der stärkste Äther, der formt das unterste, das Physische.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 47. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Der Lebensäther, die stärkste Ätherkraft, formt das unterste, das Physische. Die Lebensätherkräfte sind es, die jeden Schneekristall individuell gestalten 01:28:00|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 47. Folge, 2021, 01:28:00]]&lt;br /&gt;
# „[…] so dass jeder Kristall eine individuelle Form bekommt […] Das Sechsstrahlige macht nicht der Lebensäther, aber dass jedes anders gebaut ist und trotzdem dem gleichen Gesetz folgt, aber auf individuelle Weise, das machen die &#039;&#039;&#039;Lebensätherkräfte&#039;&#039;&#039;.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 47. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Der Lebensäther, die stärkste Ätherkraft, formt das unterste, das Physische. Die Lebensätherkräfte sind es, die jeden Schneekristall individuell gestalten 01:28:00|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 47. Folge, 2021, 01:28:00]]&lt;br /&gt;
# Der &#039;&#039;&#039;Lebensäther&#039;&#039;&#039; ist zu dem Zeitpunkt entstanden, als sich der Christus mit der Sonne verbunden hat, die Sonne als Wohnstatt bezogen hat. [[Die Apokalypse des Johannes - 31. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Zu dem Zeitpunkt als der Christus sich mit der Sonne verbunden hat, sind die Lebensätherkräfte entstanden 01:45:31|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 31. Folge, 2020, 01:45:31]]&lt;br /&gt;
# Der [[Baum des Lebens]] umfasst die beiden höchsten Ätherarten, den Klangäther und den &#039;&#039;&#039;Lebensäther&#039;&#039;&#039;. Als Folge des Sündenfalls wurde dem Menschen die Herrschaft über diese beiden Ätherarten entzogen. [[Die Apokalypse des Johannes - 141. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Beispiel China: Das stärkste luziferische Hellsehen findet man heute dort, wo der Materialismus am stärksten ist 00:45:48|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 141. Folge, 2022, 00:45:48]]&lt;br /&gt;
# Wir brauchen den Klang- und den &#039;&#039;&#039;Lebensäther&#039;&#039;&#039;, die der nathanische Jesus mitgebracht hat. Denn das sind in Wahrheit auch Erkenntniskräfte. Das sind die Kräfte, die wir brauchen, um wirklich voll bewusst Imaginationen aufzubauen, die durch Inspiration verständlich werden. [[Die Apokalypse des Johannes - 141. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Das Geschenk des nathanischen Jesus an uns 01:33:26|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 141. Folge, 2022, 01:33:26]]&lt;br /&gt;
# „[…] dann gibt es noch den &#039;&#039;&#039;Lebensäther&#039;&#039;&#039;. Das ist die höchste Form. Also der Lebensäther ist für uns zum Beispiel ganz wichtig, der gestaltet sogar bis ins feste, ins kristalline Element hinein. Der Klangäther arbeitet im Flüssigen stark. Der Lebensäther geht sogar bis ins kristalline Element hinein. Lichtäther hat was zu tun mit Luftelement. Und der Wärmeäther mit der Wärme eben.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 21. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Es gibt unterschiedliche Ätherkräfte - Wärmeäther, Lichtäther, Klangäther und Lebensäther Übergangspunkt von Wärmeäther zu physischer Wärme, das ist der Punkt, wo das Geistige bis ins Physische eingreifen kann 01:14:56|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 21. Folge, 2020, 01:14:56]]&lt;br /&gt;
# „[…] wenn man das Buch &#039;&#039;Theosophie&#039;&#039; von Rudolf Steiner durchliest, dann sagt er irgendwo einmal […] die obersten edelsten &#039;&#039;&#039;Ätherarten&#039;&#039;&#039;, die überlappen sich mit den allertiefsten und niedersten astralischen Kräften […]“ [[Die Apokalypse des Johannes - 48. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Die niederen Bereiche der Seelenwelt überschneiden sich mit den obersten Bereichen der Ätherwelt 00:27:46|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 48. Folge, 2021, 00:27:46]]&lt;br /&gt;
# „[…] der &#039;&#039;&#039;Lebensäther&#039;&#039;&#039;, die höchste Ätherform […] einerseits zwar die feinste, aber zugleich die kräftigste, die bis ins Feste hinein gestalten kann, also die wirkliche […] feste Strukturen bilden kann. Das nennt Rudolf Steiner auch den Wortäther. Weil da wirklich das Weltenwort sich manifestiert.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 48. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Lebensäther - Wortäther - Weltenwort 01:22:08|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 48. Folge, 2021, 01:22:08]]&lt;br /&gt;
# „Wirkliches Denken beginnt dort, wo wir so sehr aus der Ich-Kraft heraus tätig werden, aus der Ich-Kraft, mit der der Christus verbunden ist, dass uns dadurch die bewusste Herrschaft über den &#039;&#039;&#039;Klangäther&#039;&#039;&#039; und den &#039;&#039;&#039;Lebensäther&#039;&#039;&#039; wiedergegeben wird.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 49. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Wirkliches Denken beginnt dort, wo wir aus der Ich-Kraft, mit der der Christus verbunden ist, tätig werden, dass uns dadurch die bewusste Herrschaft über den Klang- und den Lebensäther wiedergegeben wird 00:46:58|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 49. Folge, 2021, 00:46:58]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Äthergemeinschaft ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# „[…] im Ätherischen geht es ja immer um diese Vielfalt. Und wenn man da aber eine &#039;&#039;&#039;Äthergemeinschaft&#039;&#039;&#039; bilden kann, in der auch diese ätherische Vielfalt leben kann, gemeinsam leben kann, jeder daraus schöpfen kann, ja, dann ist es erstens eine ungeheure Quelle für künstlerische Fähigkeiten.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 43. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Der Prozess der Gemeinschaftsbildung ist ein künstlerischer Prozess 01:36:50|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 43. Folge, 2021, 01:36:50]]&lt;br /&gt;
# Und es hat ja auch diese ganz positiven Seiten, eben &#039;&#039;&#039;Äthergemeinschaft&#039;&#039;&#039;, Gemeinschaft der Bruderliebe, Philadelphia, wo wir wirklich einander Lebenskräfte zuströmen. Das ist die Liebestat eigentlich.  [[Die Apokalypse des Johannes - 43. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Der Ätherleib ist der Liebeleib. Er ist der Träger der Liebeskräfte 01:45:26|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 43. Folge, 2021, 01:45:26]]&lt;br /&gt;
# „Weil in jeder sozialen Gemeinschaft das Verbindende - interessanterweise sind nicht primär die Ich-Kräfte und die astralischen Kräfte - sondern dass es wirklich funktioniert, das ist die Gemeinsamkeit auf der Ebene der Ätherkräfte. Also eine soziale Gemeinschaft ist primär, wenn sie funktioniert, eine &#039;&#039;&#039;Äthergemeinschaft&#039;&#039;&#039; […]“ [[Die Apokalypse des Johannes - 43. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Soziale Gemeinschaften sind primär ätherische Gemeinschaften 01:34:02|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 43. Folge, 2021, 01:34:02]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Äthergestalt ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Die Griechen haben versucht, in ihren Statuen diese Idealgestalt, eigentlich die &#039;&#039;&#039;Äther&#039;&#039;&#039;gestalt des Menschen, die den physischen Leib formt, wirklich nachzubilden. [[Die Apokalypse des Johannes - 136. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die Suche der Griechen nach dem Ideal der Gestalt 01:01:10|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 136. Folge, 2022, 01:01:10]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ätherisches ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Christus-Kraft ist die Kraft, &#039;&#039;&#039;Ätherisches&#039;&#039;&#039; immer wieder neu zu beleben. [[Die Apokalypse des Johannes - 152. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Die Bedeutung von „Brot“ und „Fleisch“ im Buch der Könige, AT 01:36:06|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 152. Folge, 2023, 01:36:06]]&lt;br /&gt;
# Weiterentwicklung können wir so begreifen, dass wir mit der Hilfe des Christus unser Seelisches so zubereiten, dass es ins &#039;&#039;&#039;Ätherische&#039;&#039;&#039; hinein Bilder schafft, die belebend für andere sind. [[Die Apokalypse des Johannes - 152. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Beim &amp;quot;Gendern&amp;quot; wird die Geschlechterfrage nur äußerlich betrachtet. In Zukunft wird jeder Mensch die geistigen und die seelischen Kräfte in gleichem Maße in sich entwickeln 01:40:19|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 152. Folge, 2023, 01:40:19]]&lt;br /&gt;
# Der Christus muss uns helfen, die Schäden im &#039;&#039;&#039;Ätherischen&#039;&#039;&#039; zu überwinden. [[Die Apokalypse des Johannes - 167. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Der Christus muss uns helfen, die Schäden im Ätherischen zu überwinden 01:26:40|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 167. Folge, 2023, 01:26:40]]&lt;br /&gt;
# Wenn das &#039;&#039;&#039;Ätherische&#039;&#039;&#039; vom Egoismus ergriffen wird, dann geht es ins Ahrimanische hinein. [[Die Apokalypse des Johannes - 167. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Das Problem des Egoismus 01:40:44|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 167. Folge, 2023, 01:40:44]]&lt;br /&gt;
# Dieses Ergreifen des &#039;&#039;&#039;Ätherischen&#039;&#039;&#039; durch Ahriman führt paradoxerweise Schritt für Schritt dazu, dass die Menschen im Durchschnitt älter werden. [[Die Apokalypse des Johannes - 167. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Ahriman hat das abgetötete Ätherische 01:49:03|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 167. Folge, 2023, 01:49:03]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Ätherisches&#039;&#039;&#039; müssen wir entwickeln im lebendigen Denken und verschenken. [[Die Apokalypse des Johannes - 167. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Wichtig ist heute, Lebendigkeit im Seelischen zu entwickeln 02:02:08|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 167. Folge, 2023, 02:02:08]]&lt;br /&gt;
# Man kann vielleicht sogar im Seelischen, Astralischen das alles wonnig fühlen und trotzdem das &#039;&#039;&#039;Ätherische&#039;&#039;&#039; zurückstoßen. [[Die Apokalypse des Johannes - 167. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Wichtig ist heute, Lebendigkeit im Seelischen zu entwickeln 02:02:08|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 167. Folge, 2023, 02:02:08]]&lt;br /&gt;
# Ahriman hat auch Schwierigkeiten, wenn dieses gerade durch die Christus-Kräfte verstärkte &#039;&#039;&#039;Ätherische&#039;&#039;&#039; da ist. [[Die Apokalypse des Johannes - 167. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Wichtig ist heute, Lebendigkeit im Seelischen zu entwickeln 02:02:08|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 167. Folge, 2023, 02:02:08]]&lt;br /&gt;
# In dem Moment, wo wir lebendig denken, können wir uns auch des &#039;&#039;&#039;Ätherischen&#039;&#039;&#039; bewusst werden, was dann letztlich zur Imagination führt. [[Die Apokalypse des Johannes - 167. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#In den Bereichen, wo wir mit unserem Bewusstsein nicht herankommen, unterstützt uns der Christus 02:09:12|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 167. Folge, 2023, 02:09:12]]&lt;br /&gt;
# Christus-Kraft ist die Kraft, &#039;&#039;&#039;Ätherisches&#039;&#039;&#039; immer wieder neu zu beleben. [[Die Apokalypse des Johannes - 152. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Die Bedeutung von „Brot“ und „Fleisch“ im Buch der Könige, AT 01:36:06|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 152. Folge, 2023, 01:36:06]]&lt;br /&gt;
# Weiterentwicklung können wir so begreifen, dass wir mit der Hilfe des Christus unser Seelisches so zubereiten, dass es ins &#039;&#039;&#039;Ätherische&#039;&#039;&#039; hinein Bilder schafft, die belebend für andere sind. [[Die Apokalypse des Johannes - 152. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Beim &amp;quot;Gendern&amp;quot; wird die Geschlechterfrage nur äußerlich betrachtet. In Zukunft wird jeder Mensch die geistigen und die seelischen Kräfte in gleichem Maße in sich entwickeln 01:40:19|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 152. Folge, 2023, 01:40:19]]&lt;br /&gt;
# Das &#039;&#039;&#039;Ätherische&#039;&#039;&#039; hat mit Entwicklung zu tun. Es ist die Metamorphose in der Zeit. [[Die Apokalypse des Johannes - 5. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Das Astralische ist das Kosmisch-Räumliche. Das Ätherische ist die Metamorphose (Verwandlung) in der Zeit (Entwicklung) 00:21:57|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 5. Folge, 2020, 00:21:57]]&lt;br /&gt;
# „[…] daher wird die Imagination ja immer auch erst dann erlebt, wenn sich das seelische Erleben &#039;&#039;&#039;im Ätherischen&#039;&#039;&#039; abdrückt, abbildet […] sehr schwer zu beschreiben, weil es ein Erlebnis ist, für das wir halt keine sinnlichen Ausdrücke haben.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 30. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Imaginationen können erst dann erlebt werden, wenn sich das seelische Erleben im Ätherischen abdrückt. Dazu bedarf es der Verbindung mit den Ätherkräften, namentlich den Klangäther- und Lebensätherkräften 01:41:00|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 30. Folge, 2020, 01:41:00]]&lt;br /&gt;
# „In der ganzen Natur wirkt &#039;&#039;&#039;Ätherisches&#039;&#039;&#039;, Seelisches und ja natürlich Geistiges auch […] Dann fange ich an die ätherische Außenwelt zu erleben […].“ [[Die Apokalypse des Johannes - 53. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Längere Lebensdauer als Chance für geistige Bewusstseinsentwicklung? 01:19:43|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 53. Folge, 2021, 01:19:43]]&lt;br /&gt;
# „Und nachdem unsere Erde aus dem Physisch-&#039;&#039;&#039;Ätherischen&#039;&#039;&#039; ins Astralische gegangen ist, wird auch ein rein geistiger Zustand kommen […]&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 53. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Die zwei Schöpfungsgeschichten der Genesis, astralische Welt 01:46:10|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 53. Folge, 2021, 01:46:10]]&lt;br /&gt;
# „[…] im &#039;&#039;&#039;Ätherischen&#039;&#039;&#039; ist ein großes Panorama da in jedem Moment […] Im Ätherischen haben wir die volle Wirklichkeit […] Im Physischen werden immer nur Teile davon realisiert.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 37. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Das Spannungsverh%C3%A4ltnis zwischen unserer physischen Welt und der geistigen Welt f%C3%A4ngt an im %C3%84therischen: Weil Licht bewegt sich im %C3%84therischen. Im %C3%84therischen ist ein Panorama da in jedem Moment und das ist gegenw%C3%A4rtig. Was im Physischen passiert ist eine Abspiegelung und die unterliegt der Zeit 00:32:47|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 37. Folge, 2020, 00:32:47]]&lt;br /&gt;
# Das ist die wesentliche Charakteristik der ahrimanischen Kräfte, dass sie nämlich das &#039;&#039;&#039;Ätherische&#039;&#039;&#039; angreifen und die Lebendigkeit dem Ätherischen nehmen. [[Die Apokalypse des Johannes - 40. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Ahriman greift die Menschen im %C3%84therischen an. Er schafft es die Lebenskr%C3%A4fte zum Erlahmen zu bringen 01:16:02|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 40. Folge, 2021, 01:16:02]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Ätherisches&#039;&#039;&#039; heißt immer, dass es formende, bildende Kräfte für das Physische hat […] Im Grunde alles, was hier letztlich Energie ist, von dem alles lebt […] aber auch dann, wenn wir es in der Technik herausholen aus der Kohle. Das meiste davon kommt von der Sonne.” [[Die Apokalypse des Johannes - 41. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Aus der Seelenwelt heraus beginnt sich Physisch-%C3%84therisches zu bilden. Zuerst %C3%84therisches, wobei %C3%84therisches hei%C3%9Ft, dass es formende, bildende Kr%C3%A4fte f%C3%BCr das Physische hat 00:22:14|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 41. Folge, 2021, 00:22:14]]&lt;br /&gt;
# „[…] Bluttemperatur von 37 Grad […] Blut besteht ja hauptsächlich aus Wasser […]  Wasser hat genau bei dieser Temperatur einen leisen Umwandlungspunkt […] wird dauernd ätherische Wärme in physische umgewandelt. Oder umgekehrt […] Ist also dauernd eine &#039;&#039;&#039;Ätherisierung&#039;&#039;&#039;, aber auch eine aus dem Ätherischen ins Physische kommend.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 42. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Wasser hat bei 37 Grad Celsius einen Umwandlungspunkt, bei dem ständig physische Wärme in ätherische Wärme umgewandelt wird, und umgekehrt. Unser Blut besteht hauptsächlich aus Wasser 00:48:52|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 42. Folge, 2021, 00:48:52]]&lt;br /&gt;
# „[…] im &#039;&#039;&#039;Ätherischen&#039;&#039;&#039; geht es ja immer um diese Vielfalt […] dann ist es […] eine ungeheure Quelle für künstlerische Fähigkeiten […] ja selbst wenn ich Bildhauer bin […] die Tätigkeit mit Hammer und Meißel, trotzdem wird eine im Grunde Äthergestalt herausgemeißelt.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 43. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Der Prozess der Gemeinschaftsbildung ist ein künstlerischer Prozess 01:36:50|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 43. Folge, 2021, 01:36:50]]&lt;br /&gt;
# Alles, was aus dem &#039;&#039;&#039;Ätherischen&#039;&#039;&#039; kommt, trägt Lebendigkeit, Schönheit und Harmonie in sich. Das geht nur im Geistigen. Im Physischen wird es abgeschwächt und zerstört. [[Die Apokalypse des Johannes - 136. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Physiker werden die ersten sein, die ins Geistige vorstoßen werden, wenn sie sich bei ihrem Tun beobachten 01:17:35|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 136. Folge, 2022, 01:17:35]]&lt;br /&gt;
# Wenn unser Bewusstsein nicht mehr den physischen Spiegel braucht und sich &#039;&#039;&#039;im Ätherischen&#039;&#039;&#039; spiegeln kann, dann erwerben wir uns tatsächlich ein anderes Bewusstsein, ein Bewusstsein mit dem wir schon ein bisschen in die geistige Welt hineinschauen können. Das ist das Bewusstsein, in dem wir Imaginationen erleben. [[Die Apokalypse des Johannes - 1. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Imagination - Erleben im Geistigen 01:16:35|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 1. Folge, 2020, 01:16:35]]&lt;br /&gt;
# „[…] auch der Astralleib muss das ganze Leben lang in diesem physisch-ätherischen Körper verankert bleiben […] diese Perlenschnur […] da in diesem Bereich, Milzgegend […] Milz hat nämlich was mit sehr starken Lebenskräften auch zu tun […] Es geht nämlich nicht um die physische Milz, sondern um die &#039;&#039;&#039;ätherische&#039;&#039;&#039; Milz.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 43. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Die Silberschnur, die Perlenkette - Begriffe, die auf die Verbindung des Astralleibes mit dem physisch-ätherischen Leib hinweisen. Der Ankerpunkt dafür befindet sich in der Gegend der Milz 01:26:08|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 43. Folge, 2021, 01:26:08]]&lt;br /&gt;
# „Dann hängt das damit zusammen, dass eine gewisse &#039;&#039;&#039;ätherische&#039;&#039;&#039; Beziehung da ist […] Wir haben sie natürlich zur Pflanzenwelt, zur Tierwelt, zur Menschenwelt […] auch zur toten mineralischen Welt, aus der die Technik geformt ist […] So Ansätze waren das, was der Emoto gemacht hat […] den japanischen Forscher, der hat also Wasser genommen und hat die Qualität des Wassers durch Kristallisationsbilder festgestellt.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 43. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Von lebendigen Maschinen und künstlichem Leben 00:32:13|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 43. Folge, 2021, 00:32:13]]&lt;br /&gt;
# „Klimaschutz und Umweltschutz […] das wird nichts fruchten, wenn man diese &#039;&#039;&#039;ätherische Seite&#039;&#039;&#039; nicht wirklich kennenlernt, erforschen lernt und lernt, damit bewusst umzugehen.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 43. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Klima- und Umweltschutz werden nichts fruchten, wenn wir nicht die Ätherkräfte erforschen lernen 00:46:57|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 43. Folge, 2021, 00:46:57]]&lt;br /&gt;
# „[…] wie hängt die Gehirntätigkeit mit dem Bewusstsein zusammen? […] wie kommt von den Sinnen etwas in den Astralleib? Da gehört dazu die Brücke des &#039;&#039;&#039;Ätherischen&#039;&#039;&#039;.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 43. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Die Brücke zwischen Gehirntätigkeit und Bewusstsein sind die Ätherkräfte 00:49:33|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 43. Folge, 2021, 00:49:33]]&lt;br /&gt;
# „Also wenn man auch einmal naturwissenschaftlich sich die Frage stellen wird […] wie zum Beispiel Seelisches hineinwirken könnte in das Körperliche? Na, über das Tor der Wärme. Es gibt kein anderes. Das ist das Tor, wo es unmittelbar ist. Da ist immer der Umschlag zwischen dem &#039;&#039;&#039;Ätherischen&#039;&#039;&#039; und dem Physischen.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 47. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Bei den Ätherkräften haben wir die vier Elemente, Erde, Wasser, Luft, Feuer. Von dort geht es in den Wärmeäther. Die Wärme ist das Tor von der physischen Welt zu den höheren Welten 01:35:42|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 47. Folge, 2021, 01:35:42]]&lt;br /&gt;
# „Wenn wir in uns sehr starke Willenskraft entwickeln und diese Willenskraft mit Liebe verbinden, gerade […] durch das Herzzentrum […] heißt in dem Fall, innerlich diesen Willen ganz lebendig zu machen. Da ist nämlich dann &#039;&#039;&#039;Ätherisches&#039;&#039;&#039; auch dabei.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 52. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Der Alte Saturn entsteht dadurch, dass hohe geistige Wesenheiten, die Throne, ihre Willenskraft hinopfern 00:27:01|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 52. Folge, 2021, 00:27:01]]&lt;br /&gt;
# „[…] wenn wir unsere Gewohnheiten […] bewusst weiter verwandeln, insbesondere indem wir uns die schlechten Gewohnheiten, die wir uns angeeignet haben, in gute Fähigkeiten umwandeln. Dann arbeiten wir am &#039;&#039;&#039;Ätherischen&#039;&#039;&#039;.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 306. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026#Rudolf Steiner wurde dazu hingeführt, die Anthroposophie in die Welt zu setzen und damit einen Weg zu begründen, ein selbstbewusstes geistiges Schauen bewusst mit der Wachheit des Denkens und damit zugleich mit einem geistigen Gestalten zu verbinden 01:44:20|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 306. Folge, 2026, 01:44:20]]&lt;br /&gt;
# „[…] unser Seelisch-Geistiges wirkt zerstörerisch auf das Physisch-&#039;&#039;&#039;Ätherische&#039;&#039;&#039; […] an dem  Punkt entwickelt sich das Bewusstsein.” [[Die Apokalypse des Johannes - 45. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Unser Seelisch-Geistiges wirkt zerstörerisch auf das Physisch-Ätherische. Und an dem Punkt entwickelt sich das Bewusstsein 01:47:31|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 45. Folge, 2021, 01:47:31]]&lt;br /&gt;
# „[…] kann man dort in diesen alten Nabatäer-Kirchen dieser frühen arabischen Christen den Vogel Phönix entdecken, Lotosblumen, Pflanzen, Keramik […] Also ein Volk, das eine tiefe Verbindung zum Bereich der Lebenskräfte hatte und offenbar diese Heilserwartung zur Zeitenwende des Christus in diesem Bereich des &#039;&#039;&#039;Ätherischen&#039;&#039;&#039; erwartet haben.“ [[Der Gral im Orient. Das geheime Christentum Arabiens - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Die Nabatäer, ein arabischer Beduinenstamm und Karawanenhändler waren das erste Volk, das geschlossen zum Christentum übertrat 00:39:57|| Rheinheimer, M. Der Gral im Orient, 2026, 00:39:57]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ätherkraft ====&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Ätherkräfte&#039;&#039;&#039; sind Bildekräfte, die alles Lebendige gestalten. [[Die Apokalypse des Johannes - 102. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Nichts ist im Lebendigen so, dass es sich genau gleich wiederholt 00:14:40|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 102. Folge, 2022, 00:14:40]]&lt;br /&gt;
# Jordan - Symbol für den Lebensstrom des Heiligen Landes als Symbol für die &#039;&#039;&#039;Ätherkräfte&#039;&#039;&#039;, die das Land durchströmen. [[Die Apokalypse des Johannes - 152. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Äußere Bilder als innere, seelische Bilder verstehen 01:11:29|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 152. Folge, 2023, 01:11:29]]&lt;br /&gt;
# Brot und Fleisch sind Symbole für die &#039;&#039;&#039;Ätherkräfte&#039;&#039;&#039; und die astralischen Kräfte. [[Die Apokalypse des Johannes - 152. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Die Bedeutung von „Brot“ und „Fleisch“ im Buch der Könige, AT 01:36:06|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 152. Folge, 2023, 01:36:06]]&lt;br /&gt;
# Im Neuen Jerusalem werden wir lebens-zeugende &#039;&#039;&#039;Äther&#039;&#039;&#039;-Kräfte ausbilden, ganz aus der Freiheit heraus. [[Die Apokalypse des Johannes - 151. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Die Verwandlung des physischen Leibes zum Geistesmenschen 00:45:44|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 151. Folge, 2023, 00:45:44]]&lt;br /&gt;
# Im Ätherischen wird die Zeit zum Raum. [[Die Apokalypse des Johannes - 170. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Heraklit: des Menschen Schicksal ist sein &amp;quot;Daimon&amp;quot;, wir sollen besessen sein von unserem eigenen &amp;quot;Ich&amp;quot; 00:29:20|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 170. Folge, 2023, 00:29:20]]&lt;br /&gt;
# Wir müssen wollen, dass da &#039;&#039;&#039;Ätherkräfte&#039;&#039;&#039; drinnen wirksam werden - und jede soziale Begegnung besteht darin, dass sich ein gemeinsames Ätherisches ausbildet. [[Die Apokalypse des Johannes - 167. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Medizin der Zukunft bedeutet, die Christuskraft in uns einzuladen, tätig zu werden 01:30:42|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 167. Folge, 2023, 01:30:42]]&lt;br /&gt;
# In dem Missbrauch der &#039;&#039;&#039;Ätherkräfte&#039;&#039;&#039;, liegt das Ahrimanische drinnen, Ahriman wirkt auf das Ätherische eben abtötend, doch das Ätherische ist praktisch vollkommen im Unterbewusstsein für uns. [[Die Apokalypse des Johannes - 167. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Durch Schwächung der eigenen Ätherkräfte entsteht ein Sog auf die Ätherkräfte meiner Umgebung 01:43:01|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 167. Folge, 2023, 01:43:01]]&lt;br /&gt;
# Wenn ich meine eigenen &#039;&#039;&#039;Ätherkräfte&#039;&#039;&#039; zu sehr in den Dienst des Egoismus stelle, dann vertrocknen die eigenen Ätherkräfte und dadurch entsteht ein Sog auf die &#039;&#039;&#039;Ätherkräfte&#039;&#039;&#039; in meiner Umgebung. [[Die Apokalypse des Johannes - 167. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Durch Schwächung der eigenen Ätherkräfte entsteht ein Sog auf die Ätherkräfte meiner Umgebung 01:43:01|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 167. Folge, 2023, 01:43:01]]&lt;br /&gt;
# Durch diesen ahrimanischen Sündenfall hat der Ahriman mehr Gewalt über die &#039;&#039;&#039;Ätherkräfte&#039;&#039;&#039; bekommen, als es sein hätte müssen und er kann sich gut ernähren von unseren &#039;&#039;&#039;Ätherkräfte&#039;&#039;&#039;n. [[Die Apokalypse des Johannes - 167. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Ahriman hat das abgetötete Ätherische 01:49:03|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 167. Folge, 2023, 01:49:03]]&lt;br /&gt;
# Ahriman tötet die &#039;&#039;&#039;Ätherkräfte&#039;&#039;&#039; - er ist der Tod, aber wir töten die &#039;&#039;&#039;Ätherkräfte&#039;&#039;&#039; für ihn ab, und dann erst kann Ahriman sie ergreifen. [[Die Apokalypse des Johannes - 167. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Ahriman tötet die Ätherkräfte - er ist der Tod 02:06:18|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 167. Folge, 2023, 02:06:18]]&lt;br /&gt;
# Wenn wir die &#039;&#039;&#039;Ätherkräfte&#039;&#039;&#039; dem Ahriman überlassen, wird sie zur Todeskraft, zur Zerstörungskraft - auch wenn ich mit dem ahrimanischen Denken an die anderen denke, dann ist es trotzdem zerstörerisch. [[Die Apokalypse des Johannes - 167. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Der Ätherleib muss zum lebendigen Spiegel gestaltet werden 02:11:35|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 167. Folge, 2023, 02:11:35]]&lt;br /&gt;
# Um das Gehirn bilden und erhalten zu können, wird eine sehr große Menge an &#039;&#039;&#039;Ätherkräften&#039;&#039;&#039; benötigt. [[Die Apokalypse des Johannes - 22. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Wie sich Verstandesdenken und Gehirn entwickelt haben - Pferde als Symbol für die Intelligenz des Menschen 00:26:21|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 22. Folge, 2020, 00:26:21]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Ätherkräfte&#039;&#039;&#039; können wir für das lebendige Denken oder für den Intellekt einsetzen. [[Die Apokalypse des Johannes - 27. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Zur 3. Frage: Beendigung der Fortpflanzungsfähigkeit 01:38:31|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 27. Folge, 2020, 01:38:31]]&lt;br /&gt;
# Adam und Eva aßen verbotenerweise die Früchte vom Baum, dem [[a:Baum des Lebens|Baum des Lebens]]. Das bedeutet, dass uns die Herrschaft über die höheren &#039;&#039;&#039;Ätherkräfte&#039;&#039;&#039; entzogen wurden. [[Die Apokalypse des Johannes - 141. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Der nathanische und der salomonische Jesus. Der Baum des Lebens 00:38:05|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 141. Folge, 2022, 00:38:05]]&lt;br /&gt;
# Der [[a:Baum des Lebens|Baum des Lebens]] umfasst die beiden höchsten &#039;&#039;&#039;Ätherarten&#039;&#039;&#039;, den Klangäther und den Lebensäther. Als Folge des Sündenfalls wurde dem Menschen die Herrschaft über diese beiden Ätherarten entzogen. [[Die Apokalypse des Johannes - 141. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Beispiel China: Das stärkste luziferische Hellsehen findet man heute dort, wo der Materialismus am stärksten ist 00:45:48|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 141. Folge, 2022, 00:45:48]]&lt;br /&gt;
# Eine Aufgabe der Menschheit im Bewusstseinsseelen-Zeitalter ist es, wieder die volle bewusste Herrschaft über die höheren &#039;&#039;&#039;Ätherkräfte&#039;&#039;&#039; zu erlangen. Äther hat etwas zu tun mit der [[a:Sphärenharmonie|Sphärenharmonie]], also mit der kosmischen Weisheit und Ordnung, die dahintersteckt. [[Die Apokalypse des Johannes - 141. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Noch während unserer physisch-irdischen Verkörperungen wird es so weit kommen, dass es keine Nationalsprachen mehr, sondern nur mehr eine Individualsprache geben wird, die der Mensch schöpferisch hervorbringt im Moment des Sprechens 00:58:30|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 141. Folge, 2022, 00:58:30]]&lt;br /&gt;
# Wir können die Gegenwart der Toten spüren, wenn wir die egoistische Seite der Trauer ablegen und uns die &#039;&#039;&#039;Ätherkräfte&#039;&#039;&#039; des anderen für unser Wesen geeignet machen. [[Die Apokalypse des Johannes - 137. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die Gegenwart der Toten zu spüren ist eines der wichtigsten Dinge, die wir uns erwerben können, wenn wir lernen, die egoistische Seite der Trauer abzulegen 00:29:30|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 137. Folge, 2022, 00:29:30]]&lt;br /&gt;
# In Zukunft werden wir die &#039;&#039;&#039;Ätherkräfte&#039;&#039;&#039;, die um uns sind, selber auf eigene Art hervorbringen. Der Christus hilft uns dabei. Wir selbst müssen sie uns wirklich aneignen. Das heißt, für unser Ich, für unser Wesen geeignet machen. Die Medizin der Zukunft wird in diese Richtung gehen. [[Die Apokalypse des Johannes - 137. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Heilung ist immer Selbstheilung durch die eigenen Ätherkräfte 00:35:43|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 137. Folge, 2022, 00:35:43]]&lt;br /&gt;
# Jede Heilung ist Selbstheilung und kann nur durch die eigenen &#039;&#039;&#039;Ätherkräfte&#039;&#039;&#039; passieren. [[Die Apokalypse des Johannes - 137. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Heilung ist immer Selbstheilung durch die eigenen Ätherkräfte 00:35:43|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 137. Folge, 2022, 00:35:43]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Ätherkräfte&#039;&#039;&#039; sind Bildekräfte, die alles Lebendige gestalten. [[Die Apokalypse des Johannes - 102. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Nichts ist im Lebendigen so, dass es sich genau gleich wiederholt 00:14:40|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 102. Folge, 2022, 00:14:40]]&lt;br /&gt;
# Jordan - Symbol für den Lebensstrom des Heiligen Landes als Symbol für die &#039;&#039;&#039;Ätherkräfte&#039;&#039;&#039;, die das Land durchströmen. [[Die Apokalypse des Johannes - 152. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Äußere Bilder als innere, seelische Bilder verstehen 01:11:29|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 152. Folge, 2023, 01:11:29]]&lt;br /&gt;
# Brot und Fleisch sind Symbole für die &#039;&#039;&#039;Ätherkräfte&#039;&#039;&#039; und die astralischen Kräfte. [[Die Apokalypse des Johannes - 152. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Die Bedeutung von „Brot“ und „Fleisch“ im Buch der Könige, AT 01:36:06|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 152. Folge, 2023, 01:36:06]]&lt;br /&gt;
# Im Neuen Jerusalem werden wir lebens-zeugende &#039;&#039;&#039;Ätherkräfte&#039;&#039;&#039; ausbilden, ganz aus der Freiheit heraus. [[Die Apokalypse des Johannes - 151. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Die Verwandlung des physischen Leibes zum Geistesmenschen 00:45:44|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 151. Folge, 2023, 00:45:44]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Ätherkräfte&#039;&#039;&#039; sind die lebendige Zeit. In ihnen wird die Zeit wesenhaft. Er verbindet also die Vergangenheit mit der Zukunft zu einem komplexen Zusammenspiel. Das, was am Anfang sich gestaltet, trägt schon etwas von dem in sich, was am Ende herauskommen wird. [[Die Apokalypse des Johannes - 136. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die Ätherkräfte sind die lebendige Zeit. In ihnen wird die Zeit wesenhaft 00:57:13|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 136. Folge, 2022, 00:57:13]]&lt;br /&gt;
# Antriebskräfte für Maschinen werden vom Menschen aus dem &#039;&#039;&#039;Ätherischen&#039;&#039;&#039; kommen. [[Die Apokalypse des Johannes - 135. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Rudolf Steiner sprach von einer Zusammen-Schmiedung des Menschen mit dem Maschinenwesen. Antriebskräfte für Maschinen werden vom Menschen aus dem Ätherischen kommen 01:12:38|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 135. Folge, 2022, 01:12:38]]&lt;br /&gt;
# Die [[a:Apokalypse des Johannes|Apokalypse des Johannes]] arbeitet sehr viel mit Zahlenrhythmen. Die Siebenzahl deutet auf eine zeitliche Entwicklung, auf Evolution oder Entwicklungsreihe hin. Die Siebenzahl ist auch die Zahl des Ätherischen, denn die &#039;&#039;&#039;Ätherkräfte&#039;&#039;&#039;, die Lebenskräfte, haben etwas mit Zeit zu tun. [[Die Apokalypse des Johannes - 1. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Die sieben Gemeinden und die Siebenzahl 00:38:54|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 1. Folge, 2020, 00:38:54]]&lt;br /&gt;
# Weil Moses in den &#039;&#039;&#039;Äther&#039;&#039;&#039;kräften schauen konnte, konnte er Entwicklungen schauen. So konnte er in der Rückschau die Schöpfung der Welt, die Genesis der Bibel schildern. [[Die Apokalypse des Johannes - 5. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Moses: Genesis - Weltschöpfung 00:23:07|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 5. Folge, 2020, 00:23:07]]&lt;br /&gt;
# „Man kann sagen, im &#039;&#039;&#039;Äther&#039;&#039;&#039;ischen kann ich deswegen in der Zeit spazieren gehen, vorwärts, rückwärts, mich hin und her bewegen, weil für das &#039;&#039;&#039;Äther&#039;&#039;&#039;ische die Zeit nicht existiert. Obwohl das &#039;&#039;&#039;Äther&#039;&#039;&#039;ische die Zeit ist, wenn es hier erscheint.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 13. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Unser Ätherleib ist ein Zeitorganismus mit Gesetzmäßigkeiten: Bei Entwicklungsprozessen gibt es eine Mitte und Anfang und Ende spiegeln sich um diese Mitte - auch jeweils umgekehrt 00:35:57|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 13. Folge, 2020, 00:35:57]]&lt;br /&gt;
# „[…] hängt Vergangenes und Künftiges ganz stark zusammen. Ist eigentlich im Grunde gleichzeitig da […] Nur wir erleben es hier in der äußeren Welt als Zeitablauf […] Im &#039;&#039;&#039;Ätherischen&#039;&#039;&#039; ist das in gewisser Weise alles gleichzeitig da und man kann […] wie ein Panorama überschauen.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 17. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Im Ätherleib ist alles gleichzeitig da - Kindheit, Jugend, Alter 00:06:50|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 17. Folge, 2020, 00:06:50]]&lt;br /&gt;
# „Wir bedienen uns im Denken primär einmal […] der lebendigen &#039;&#039;&#039;Äther&#039;&#039;&#039;kräfte […] Und die Kräfte, die wir im Denken rege machen, sind die Kräfte, die draußen die ganze Natur gestalten aus dem Lebendigen heraus und die Pflanzen, die Tiere in ihrer Lebenstätigkeit, aber eben auch uns selbst.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 21. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Im Denken bedienen wir uns der Ätherkräfte (Lebenskräfte), jene Kräfte die draußen die Natur gestalten aus dem Lebendigen heraus. Und zuletzt wird unser Gehirn fähig, diese Tätigkeit zu spiegeln und ins Bewusstsein zu heben 01:08:10|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 21. Folge, 2020, 01:08:10]]&lt;br /&gt;
# „[…] der physische Leib fällt mit dem Tod ab […] Die Trauer, also die richtige Trauer, hängt mit dem zusammen, dass tatsächlich eben Lebenskräfte weggehen, die man mit dem anderen nämlich geteilt hat […] Das bedeutet tatsächlich einen Verlust auch für die eigenen &#039;&#039;&#039;Ätherkräfte&#039;&#039;&#039;.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 24. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Beim Tod fällt der physische Leib ab und auch die Ätherkräfte zerstreuen sich. Das spüren Hinterbliebene als Trauer und Verlust 01:30:24|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 24. Folge, 2020, 01:30:24]]&lt;br /&gt;
# „[…] in der chinesischen Philosophie […] Qi ist ja nichts anderes als die &#039;&#039;&#039;Ätherkräfte&#039;&#039;&#039; […] es sind ganz besonders eben auch die Klangätherkräfte. Die östliche Weisheit, von der man spricht, die lebt in diesen Klangätherkräften.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 30. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Mit dem Begriff Qi in der chinesischen Philosophie sind die Ätherkräfte gemeint, besonders die Klangätherkräfte 01:20:20|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 30. Folge, 2020, 01:20:20]]&lt;br /&gt;
# „[…] wenn wir lebendiges Denken entwickeln, dann machen wir eigentlich das, dass wir die Lebens&#039;&#039;&#039;ätherkräfte&#039;&#039;&#039; in Bewegung setzen […] dass sie sogar das Tote ergreifen […] also der Gegenspieler der Todeskräfte, die durch den Ahriman hereingebracht werden.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 31. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Wenn wir lebendiges Denken entwickeln, setzen wir Lebensätherkräfte in Bewegung 01:49:14|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 31. Folge, 2020, 01:49:14]]&lt;br /&gt;
# &amp;quot;Man kann sagen, die höchsten &#039;&#039;&#039;Ätherkräfte,&#039;&#039;&#039; die reinsten Ätherkräfte, sind zugleich die niedersten astralischen Kräfte […] Und man kann daher zwischen dem Ätherischen und dem Astralischen gar nicht so eine scharfe Grenze ziehen.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 53. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Die Überlappung hoher ätherischen mit tiefen astralischen Kräften, Versuche mit künstlicher Intelligenz 00:14:50|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 53. Folge, 2021, 00:14:50]]&lt;br /&gt;
# „[…] Denken hängt nämlich mit den &#039;&#039;&#039;Ätherkräfte&#039;&#039;&#039;n zusammen. Aber dass es bewusst wird, muss halt das Seelisch-Astralische auch dabei sein […] wenn gerade beim Nerv der Zerstörungsprozess stattfindet […] drängen die Ätherkräfte heran, die das regenerieren. Und das sind dieselben Kräfte, mit denen wir denken […]&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 53. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Ätherkräfte, Neurologie und Bewusstsein 00:23:42|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 53. Folge, 2021, 00:23:42]]&lt;br /&gt;
# Weil die &#039;&#039;&#039;Ätherkräfte&#039;&#039;&#039; können mit beiden [astralische und physischen Kräften]. [[Die Apokalypse des Johannes - 53. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Ätherkräfte können mit Physischem wie mit Astralischem arbeiten 00:26:35|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 53. Folge, 2021, 00:26:35]]&lt;br /&gt;
# „[…] in der Nacht, wenn sich unser ganzer Organismus regeneriert, dann sind es vor allem die astralisch-seelischen Kräfte, die ins &#039;&#039;&#039;Ätherische&#039;&#039;&#039; hineinfließen, dem Ätherischen neue oder wieder erneuerte kosmische Bilder zuführen.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 53. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Nacht und Schlaf, Kosmische Kräfte fliessen bis in die DNS 00:29:00|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 53. Folge, 2021, 00:29:00]]&lt;br /&gt;
# „[…] Und eben da wirklich bis ins Physische hineinzuwirken, dass der Körper regeneriert wird jede Nacht, dazu sind gewaltige &#039;&#039;&#039;Ätherkräfte&#039;&#039;&#039; nötig.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 53. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Nacht und Schlaf, Kosmische Kräfte fliessen bis in die DNS 00:29:00|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 53. Folge, 2021, 00:29:00]]&lt;br /&gt;
# „[…] im Beckenbereich, ganz unten […] Wurzelchakra […] also mit der untersten Lotusblume, dort ist eine total feste Verbindung zwischen den astralen Kräften, den &#039;&#039;&#039;ätherischen Kräften&#039;&#039;&#039; und den physischen Kräften.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 53. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Ätherleib, Tiefschlaf und Traum, Wurzelchakra 00:32:40|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 53. Folge, 2021, 00:32:40]]&lt;br /&gt;
# „[…]werden wir immer älter und wenn jetzt die Medizin es schafft, dass wir noch älter werden […] dann heißt das aber nichts als, dass die &#039;&#039;&#039;ätherische Lebenskraft&#039;&#039;&#039; und das astralische Feuer in uns gemächlicher brennt […] Es trägt zu unserer Bewusstheit bei auf der einen Seite, aber es schwächt das Ätherische, es schwächt die Selbstheilungskräfte […]&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 53. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Lebensdauer verlängert sich, das Leben ist länger aber weniger intensiv 01:16:59|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 53. Folge, 2021, 01:16:59]]&lt;br /&gt;
# „[…] in unseren &#039;&#039;&#039;Ätherkräften,&#039;&#039;&#039; da wirkt die Christus-Kraft drinnen und dort können wir sie rege machen. In den ätherischen Kräften können wir noch nicht annähernd in dem Maße arbeiten wie im Astralischen. Da sind wir noch viel zu schwach!“ [[Die Apokalypse des Johannes - 39. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Bis zum Ende der irdischen Inkarnationen des Menschen m%C3%BCssen wir unsere Karma-Pakete aufgearbeitet haben 01:01:13|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 39. Folge, 2021, 01:01:13]]&lt;br /&gt;
# „[…] das werden aber auch Kräfte sein, mit denen wir uns auf gesunde Weise mit den Maschinen verbinden können  Nur muss ich dann natürlich Maschinen bauen, die […] &#039;&#039;&#039;Ätherkräfte&#039;&#039;&#039; in gewisser Weise nützen […] Das haben wir in den heutigen Maschinen nicht. Das ist das Problem.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 43. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Von lebendigen Maschinen und künstlichem Leben 00:32:13|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 43. Folge, 2021, 00:32:13]]&lt;br /&gt;
# „Das Wesentliche der Liebe ist nicht das Astralische […] das Eigentliche sind die Lebenskräfte. Nur dadurch in Wahrheit ist ein Elternpaar fähig zur Zeugung in Wahrheit. Wenn diese &#039;&#039;&#039;Ätherkräfte&#039;&#039;&#039; nicht dabei sind und mitwirken auch, dann geht das nicht.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 43. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Das Wesentliche der Liebe sind die Lebenskräfte. Sie Befähigen ein Elternpaar zur Zeugung 01:42:05|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 43. Folge, 2021, 01:42:05]]&lt;br /&gt;
# „[…] bei einer Transplantation […] wenn da physisch etwas hinüber getragen wird, was aber auch natürlich noch Ätherisches in sich enthält […] Da gibt es die Abstoßungsreaktion. Da wird sofort das Immunsystem rebellisch. Aber eigentlich will es diese fremden &#039;&#039;&#039;Ätherkräfte&#039;&#039;&#039; in Wahrheit nicht […] Weil das würde die eigene ätherische Identität beeinträchtigen. Und damit würde es auch das Ich-Bewusstsein beeinträchtigen in Wahrheit.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 43. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Jeder Angriff auf das Immunsystem, das Träger der Ätherkräfte ist, ist auch ein Angriff auf das Ich-Bewusstsein 01:30:10|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 43. Folge, 2021, 01:30:10]]&lt;br /&gt;
# „[…] das werden aber auch Kräfte sein, mit denen wir uns auf gesunde Weise mit den Maschinen verbinden können  Nur muss ich dann natürlich Maschinen bauen, die […] &#039;&#039;&#039;Ätherkräfte&#039;&#039;&#039; in gewisser Weise nützen […] Das haben wir in den heutigen Maschinen nicht. Das ist das Problem.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 43. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Von lebendigen Maschinen und künstlichem Leben 00:32:13|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 43. Folge, 2021, 00:32:13]]&lt;br /&gt;
# „[…] Begierdenhafte Lust […] aber diese Kraft, die eigentlich also draußen eine kosmische Dimension hätte und dort […] wesentlich harmloser ist, als wenn ich sie da hinein verdichte in mein Wesen, die wirkt zerstörerisch vor allem auf die &#039;&#039;&#039;Ätherkräfte&#039;&#039;&#039;.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 48. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Der unterste Bereich der Seelenkräfte (Astralkräfte) ist die Begierden-Glut, eine Seelenbewegung, die aber zerstörerisch auf die Ätherkräfte (Lebenskräfte) wirkt 00:29:43|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 48. Folge, 2021, 00:29:43]]&lt;br /&gt;
# „[…] das neue Denken besteht darin, &#039;&#039;&#039;Ätherkräfte&#039;&#039;&#039; rege machen, aber auch jetzt die Berührung mit dem Astralischen zu suchen, um diese Imaginationen wirklich hereinzuholen […] sie letztlich zu sinnlichen Vorstellungsbildern gerinnen zu lassen, aus denen ich heraus schildern kann. Sonst […] ich kann sie nicht fruchtbar machen für unsere Entwicklung.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 49. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Nachweis der Wirkung homöopathischer Präparate mittels Steigbildmethode 01:39:15|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 49. Folge, 2021, 01:39:15]]&lt;br /&gt;
# „Aber der hat noch erlebt der Grieche zum Beispiel, diese Lebenskräfte, diese Bildekräfte, die im menschlichen Körper wirken, die aber eben nicht eigentlich das Physische sind, sondern &#039;&#039;&#039;das Ätherische&#039;&#039;&#039; sind, das das Physische bildet und gestaltet.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 51. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Der Grieche konnte die Ätherkräfte, die Bildekräfte, die im menschlichen Körper wirken, noch erleben 00:56:46|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 51. Folge, 2021, 00:56:46]]&lt;br /&gt;
# „[…] diese &#039;&#039;&#039;Ätherkräfte&#039;&#039;&#039; sind es ja im Übrigen auch, deren wir uns bedienen, wenn wir denken. Die sind es auch. Allerdings eben so, dass auch der Herr Ahriman und seine Scharen mitwirken und dem einen gewissen absterbenden Charakter verleihen“  [[Die Apokalypse des Johannes - 51. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Bei der Musik beginnt es mit der Pentatonik in die Menschen einzuziehen, das seelische Erlebnis 00:57:58|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 51. Folge, 2021, 00:57:58]]&lt;br /&gt;
# „[…] Bildekräfte-Forschung […] ist Erforschung von &#039;&#039;&#039;Ätherkräften&#039;&#039;&#039;, indem man sie verfolgt bis dorthin, wo sie bis ins Physische hinein ihre Spuren hinterlassen. Weil man sehen kann, das sind genau die Kräfte, die wirken.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 45. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Musik als eine andere Ausdrucksform: Albert Einstein hatte traumbildhafte Erlebnisse, sowie auch das Denken in Musik. Er dachte gar nicht in Formeln, sondern in Klängen, im Klangäther. Er hörte einfach die Naturgesetze 02:03:39|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 45. Folge, 2021, 02:03:39]]&lt;br /&gt;
# „Bewusstsein der &#039;&#039;&#039;Ätherkräfte&#039;&#039;&#039; ist eigentlich Schlafbewusstsein, und zwar Tiefschlafbewusstsein. Also das heißt traumloser Schlaf.” [[Die Apokalypse des Johannes - 45. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Denken ist nichts anderes als Tätigkeit der Ätherkräfte. Im Gehirn werden sie zum Absterben gebracht, was über den Schmerz zur Bewusstseinsbildung führt 01:40:05|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 45. Folge, 2021, 01:40:05]]&lt;br /&gt;
# „Denken hängt nämlich mit den &#039;&#039;&#039;Ätherkräften&#039;&#039;&#039; zusammen. Aber dass es bewusst wird, muss halt das Seelisch-Astralische auch dabei sein. Weil sonst wäre es ein reiner Lebensprozess.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 53. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Ätherkräfte, Neurologie und Bewusstsein 00:23:42|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 53. Folge, 2021, 00:23:42]]&lt;br /&gt;
# „Aber woher kommt die gewaltige Kraft, mit der Wurzeln Beton sprengen wie nichts? Es sind immense Kräfte, die dahinter stecken. Und wer lenkt diese Kräfte, wo kommen die her? Das sind in Wahrheit &#039;&#039;&#039;Ätherkräfte&#039;&#039;&#039;, die da drinnen wirken.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 53. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Ätherkräfte können mit Physischem wie mit Astralischem arbeiten 00:26:35|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 53. Folge, 2021, 00:26:35]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ätherleib ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Der Christus ist am unmittelbarsten in der Lebenskraft, in unserem &#039;&#039;&#039;Ätherleib&#039;&#039;&#039;, in den Ätherkräften anwesend. [[Die Apokalypse des Johannes - 152. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#In einer funktionierenden Gemeinschaft strömt Lebenskraft von Mensch zu Mensch 00:03:03|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 152. Folge, 2023, 00:03:03]]&lt;br /&gt;
# „[…] in dieser Tätigkeit des Ergreifens, da spielt auch der &#039;&#039;&#039;Ätherleib&#039;&#039;&#039; eine wichtige Rolle […] weil der Ätherleib ja wirklich mit den Denkkräften ganz stark zusammenhängt. Eigentlich ist die Denktätigkeit eine ätherische Formbildetätigkeit.“  [[Die Apokalypse des Johannes - 43. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Beim Ergreifen einer Sinneswahrnehmung spielt der Ätherleib eine große Rolle. Wenn wir denken, bilden wir ätherische Formen 00:16:10|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 43. Folge, 2021, 00:16:10]]&lt;br /&gt;
# „Die Gesichtszüge und damit auch wirklich die Gesichtsform bis zu einem gewissen Grad entsteht durch Nachahmung […] erst je älter wir werden, desto mehr formen wir dann wirklich unser ganz individuelles Gesicht […] Und der eigentliche Nachahmer im Grunde, der Formbildner, der das dann wirklich tut, das ist der &#039;&#039;&#039;Ätherleib&#039;&#039;&#039;.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 43. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Vom individuellen Gesichtsausdruck bis zu den Formen der Landschaft und der Verbindung mit der Maschinenwelt - es sind Formbildekräfte am werken 00:28:46|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 43. Folge, 2021, 00:28:46]]&lt;br /&gt;
# „[…] unser &#039;&#039;&#039;Ätherleib&#039;&#039;&#039; weiß das alles. Er ist eigentlich das Gedächtnis […] er hat das im Überblick, im Vorblick auch […] was wir als Gedächtnis erleben, ist der Blick nach hinten. Der Ätherleib hat den Blick nach beiden Seiten.” [[Die Apokalypse des Johannes - 45. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Der Ätherleib weiß, was wann möglich ist. Etwas zum richtigen Zeitpunkt zu tun drückte der altgriechische Bergriff Kairos Καιρός aus 00:54:45|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 45. Folge, 2021, 00:54:45]]&lt;br /&gt;
# „Steiner nennt sie in diesem Zusammenhang „&#039;&#039;die Sphäre des Heiligen Geistes“&#039;&#039; […] die Sphäre, wo die &#039;&#039;&#039;Ätherleiber&#039;&#039;&#039; eben jetzt unsterblich werden, insofern sie sich mit dem Christus verbinden konnten […] das sei die eigentliche Inspirations- und Kraftquelle der anthroposophischen Bewegung.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Der unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreutz als Kraftquelle 00:51:08|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:51:08]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ätherwelt ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Die &#039;&#039;&#039;Äther&#039;&#039;&#039;welt ist viel reicher als die physische Welt: Das Physische ist eigentlich ein Abgestorbenes, ein aus der &#039;&#039;&#039;Äther&#039;&#039;&#039;welt Herausgestorbenes. [[Die Apokalypse des Johannes - 1. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Entwicklung in Zeit und Zeitlosigkeit 00:46:18|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 1. Folge, 2020, 00:46:18]]&lt;br /&gt;
# Es gibt in der Bibel zwei Schöpfungsgeschichten: Die erste passiert in der seelischen Welt [Astralwelt], die zweite auf der Ebene der Lebenskräfte [&#039;&#039;&#039;Ätherwelt]&#039;&#039;&#039;. [[Die Apokalypse des Johannes - 9. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Wir finden zwei Schöpfungsgeschichten in der Bibel: Eine seelische Ebene (Astralkräfte) und eine ätherische Ebene (Lebenskräfte) 00:18:37|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 9. Folge, 2020, 00:18:37]]&lt;br /&gt;
# Die 6 Nebenübungen, gegeben von Rudolf Steiner, sind ein geistiger Schulungsweg, die uns helfen, uns mit der &#039;&#039;&#039;Ätherwelt&#039;&#039;&#039; zu verbinden und am Geistselbst zu arbeiten. [[Die Apokalypse des Johannes - 137. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Geistige Schulungswege unterstützen uns bei der Arbeit am Geistselbst 00:44:30|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 137. Folge, 2022, 00:44:30]]&lt;br /&gt;
# Die 2. Nebenübung, Initiative des Handelns, arbeitet mit Ätherkräften, weil die &#039;&#039;&#039;Ätherwelt&#039;&#039;&#039; alle Rhythmen enthält. Sie hilft, einen Zeit-Rhythmus zu gestalten, der dem Wesen des Übenden entspricht, denn dort ist er am leistungsfähigsten. [[Die Apokalypse des Johannes - 137. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Geistige Schulungswege unterstützen uns bei der Arbeit am Geistselbst 00:44:30|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 137. Folge, 2022, 00:44:30]]&lt;br /&gt;
# In Dantes Göttlicher Komödie werden die Läuterungsstufen bei Vergils Weg durch die &#039;&#039;&#039;Ätherwelt&#039;&#039;&#039; dargestellt. [[Die Apokalypse des Johannes - 131. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#In Dantes Göttlicher Komödie werden die Läuterungsstufen bei Vergils Weg durch die Ätherwelt dargestellt. Scheinbar am Ziel angelangt, wartet die größte Prüfung durch die Widersacher 01:04:36|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 131. Folge, 2022, 01:04:36]]&lt;br /&gt;
# „[…] nach drei, dreieinhalb, vier Tagen, löst sich dieses Lebenspanorama auf, was damit zusammenhängt, dass der Ätherleib sich bildlich gesprochen jetzt in der ganzen &#039;&#039;&#039;Ätherwelt&#039;&#039;&#039; zu zerstreuen beginnt und Teil dieser Ätherwelt wird, sie bereichert.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 35. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 35. Folge, 2020, 01:09:32]]&lt;br /&gt;
# „Ich meine, beim Goethe es ist ja immer so - er sagt es ja selber - sinnlich-übersinnlich Schauen. Es ist so an der Grenze. Er sieht im Sinnlichen das Übersinnliche, das Gestaltende drinnen. Und das ist eigentlich die &#039;&#039;&#039;Äthersphäre&#039;&#039;&#039;, die dahinter steckt.“  [[Die Apokalypse des Johannes - 43. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Goethes sinnlich-übersinnliches Schauen - im Sinnlichen das Übersinnliche, das Gestaltende, sehen. Die Sechsstrahligkeit der Schneekristalle, das ist eine allgemeine Gesetzmäßigkeit, aber die Individualität jedes einzelnen Schneekristalls wird durch gestaltende Lebenskräfte (Ätherkräfte) verursacht 00:17:57|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 43. Folge, 2021, 00:17:57]]&lt;br /&gt;
# „[…] wenn wir in das Leben […] zwischen Tod und neuer Geburt - durchgehen. Da arbeiten wir intensiv dran an der Natur mit.[…] arbeiten wir da ganz intensiv in die Astralsphäre, in die &#039;&#039;&#039;Äthersphäre&#039;&#039;&#039; der Erde hinein. Und das sind die großen Impulse, die die Erde umgestalten.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 43. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Zwischen Tod und neuer Geburt bauen wir die Erde so um, sodass sie für die nächste Inkarnation passt für uns 01:10:45|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 43. Folge, 2021, 01:10:45]]&lt;br /&gt;
# „[…] dann gibt es noch den &#039;&#039;&#039;Lebensäther&#039;&#039;&#039;. Das ist die höchste Form. Also der Lebensäther ist für uns zum Beispiel ganz wichtig, der gestaltet sogar bis ins feste, ins kristalline Element hinein. Der Klangäther arbeitet im Flüssigen stark. Der &#039;&#039;&#039;Lebensäther&#039;&#039;&#039; geht sogar bis ins kristalline Element hinein. Lichtäther hat was zu tun mit Luftelement. Und der Wärmeäther mit der Wärme eben.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 21. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Es gibt unterschiedliche Ätherkräfte - Wärmeäther, Lichtäther, Klangäther und Lebensäther Übergangspunkt von Wärmeäther zu physischer Wärme, das ist der Punkt, wo das Geistige bis ins Physische eingreifen kann 01:14:56|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 21. Folge, 2020, 01:14:56]]&lt;br /&gt;
# „[…] wie wirkt denn Seelisches mit Physischem zusammen?  Aber in Wahrheit ist das Seelische nicht irgendeine Wolke, die da drinnen im Kopf herumschwirrt […] Sie erzeugt räumliche Prozesse im Gehirn, vermittels des &#039;&#039;&#039;Ätherischen&#039;&#039;&#039;.” [[Die Apokalypse des Johannes - 53. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Zusammenwirken von Physischem mit Ätherischem, Locked-In-Syndrom 00:18:34|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 53. Folge, 2021, 00:18:34]]&lt;br /&gt;
# „[…] in der Nacht, wenn sich unser ganzer Organismus regeneriert, dann sind es vor allem die astralisch-seelischen Kräfte, die ins &#039;&#039;&#039;Ätherische&#039;&#039;&#039; hineinfließen, dem Ätherischen neue oder wieder erneuerte kosmische Bilder zuführen.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 53. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Nacht und Schlaf, Kosmische Kräfte fließen bis in die DNS 00:29:00|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 53. Folge, 2021, 00:32:40]]&lt;br /&gt;
# „[…] das &#039;&#039;&#039;Ätherische&#039;&#039;&#039; kann für sich alleine gar nicht existieren, sondern das Ätherische ist immer nur zusammenhängend denkbar oder überhaupt erlebbar mit etwas Physischem, was von diesem Ätherischen gestaltet und verlebendigt wird.” [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Die Anthroposophie als Kraftorganismus am Beispiel eines Mysteriendramas 00:39:50|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:39:50]]&lt;br /&gt;
#* &lt;br /&gt;
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		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<title>Gesamtglossar L</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: &lt;/p&gt;
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* [[Lamm]]&lt;br /&gt;
* [[Laokoon]]&lt;br /&gt;
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* [[Lawrence von Arabien]]&lt;br /&gt;
* [[Lazarus]]&lt;br /&gt;
* [[Lectorium Rosicrucianum]]&lt;br /&gt;
* [[Leben nach dem Tod]]&lt;br /&gt;
* [[Leben]]&lt;br /&gt;
* [[Lebensäther]], Lebenskraft&lt;br /&gt;
* [[Lebendiges Denken]]&lt;br /&gt;
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== Glossar ==&lt;br /&gt;
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		<title>Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2025</title>
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		<updated>2026-10-15T18:51:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: /* Transkript vom Vortrag vom 17. November 2025 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Datei:Andreas Neider_2025-11-17.jpg|link=https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8|thumb|Bild: Anthroposophische Gesellschaft Stuttgart. Das Rosenkreuzertum - ein Vortrag vom 17. November 2025 von [[Andreas Neider]] in der Anthroposophischen Gesellschaft Stuttgart. [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8 Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
[[Andreas Neider|| zurück zu Andreas Neider |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkript des Vortrages vom 17. November 2025 ==&lt;br /&gt;
Transkript und Glossar von Elke J., Oktober 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=16s Begrüßung 00:00:16] ===&lt;br /&gt;
Ja, herzlichen Dank, lieber Sebastian, und herzlich willkommen, guten Abend, sehr verehrte liebe Freunde!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=16s Rückblick auf Frank Teichmann und seinen letzten Vortrag über das Rosenkreuzertum 00:00:26] ===&lt;br /&gt;
Ja, unser Thema, das Rosenkreuzertum und seine Beziehung zur anthroposophischen Bewegung, beschäftigt mich schon sehr lange. Genauer gesprochen eigentlich seit 2006 oder 2007. Nämlich in dem Moment, wo &#039;&#039;Frank Teichmann&#039;&#039;, der lange hier ja für uns tätig war, über die Schwelle gegangen ist und kurz vor seinem Tod eben hier in diesem Saal noch einen Vortrag, einen letzten Vortrag hielt, in dem er wie testamentarisch eben auf dieses Rosenkreuzertum auch noch einmal zu sprechen kam. Ich werde das im Laufe dieses Abends auch noch einmal weiter vertiefen. Aber ihm verdanke ich letztlich eigentlich meine Beschäftigung mit diesem Thema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe dann 2007 eben nach seinem Tod zunächst sein eigenes hinterlassenes Werk noch veröffentlicht: „Goethe und die Rosenkreuzer” - das waren sechs Vorträge, die er hier gehalten hatte, bei einem Wochenende, die wir aufgenommen hatten, die aber noch nicht verschriftlicht waren zu dem Zeitpunkt seines Todes. Die haben dann Brigitte Teichmann und ich anschließend herausgebracht. Und gleichzeitig habe ich im Rudolf-Steiner-Verlag eben ein Buch über Anthroposophie und Rosenkreuzertum, das Sie auch draußen am Büchertisch finden, herausgegeben, in dem sehr zentrale Aussagen Rudolf Steiners zu diesem Thema veröffentlicht sind, auf die ich heute im Laufe des Abends eben auch zu sprechen kommen werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Teichmann, Frank]]    [[Goethe]]    [[Rosenkreuzer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] sein eigenes hinterlassenes Werk noch veröffentlicht: „Goethe und die Rosenkreuzer” [Frank Teichmann] - das waren sechs Vorträge, die er hier gehalten hatte […]“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Rückblick auf Frank Teichmann und seinen letzten Vortrag über das Rosenkreuzertum 00:00:26|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:26]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=125s Welche Beziehung haben Rudolf Steiner und die Anthroposophie eigentlich zu Stuttgart? 00:02:05] ===&lt;br /&gt;
Eine Fragestellung, die mich dann weiterhin immer wieder begleitet hat und die auch zu einer weiteren Publikation geführt hat in dem Jubiläumsjahr 2011, also zu dem 150. Geburtstag Rudolf Steiners. Da trat an mich die Frage heran, ja welche Beziehung hat Rudolf Steiner und die Anthroposophie eigentlich zu Stuttgart? Und warum haben wir es hier an diesem Ort oder, wenn man so will, auch in diesem Land Baden-Württemberg, warum haben wir da mit so einer sehr starken Anhäufung anthroposophischer Initiativen es zu tun? Was hat das mit Stuttgart zu tun? Und ich habe damals in diesem Buch &#039;&#039;„Rudolf Steiner in Stuttgart”&#039;&#039; versucht, da eine Antwort zu geben, bin aber auf die Zusammenhänge, die ich jetzt heute erwähnen werde und darstellen werde, damals noch nicht eingegangen, weil mir das auch in dem Rahmen noch nicht wirklich alles deutlich vor Augen stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=185s Das Charakteristische für die Anthroposophie ist nicht ein theoretisches Lehrgebäude, sondern ihr Hineinwirken ins Praktische 00:03:05] ===&lt;br /&gt;
Aber wenn Sie das ausdehnen, diese Fragestellung - wie ist das geografisch und historisch? An welchen Orten hat sich die anthroposophische Bewegung besonders stark sozusagen etablieren können oder ist sie fruchtbar geworden? Und da kommt man natürlich zunächst auf diesen württembergischen Raum rund um Stuttgart. Auch andere Territorien in Deutschland wird man da finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn man ins Ausland geht, wird man zunächst in die Niederlande geführt, nach Holland, wo die Anthroposophie sich schon sehr, sehr früh etablieren konnte und eben bis heute auch wirklich sehr stark wirksam geworden ist in allen ihren Gebieten. Denn das ist eben das Charakteristische für die Anthroposophie, dass es eben nicht, wie andere Religionen oder Weltanschauungen, nur ein theoretisches oder, wenn man so will, Lehrgebäude ist, sondern dass die Anthroposophie überall, wo sie eben wirksam geworden ist, immer ins Praktische hinein gewirkt hat. Und das unterscheidet sie sowohl von anderen religiösen Bewegungen, wie etwa eben dem katholischen oder protestantischen Christentum oder dem Buddhismus oder dem Islam oder auch was auch immer an religiösen Bewegungen es sein mögen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine dieser ganzen Bewegungen hat eine eigenständige Medizin, eine eigenständige Pädagogik, eine eigenständige Landwirtschaft oder Heilpädagogik oder sozialwissenschaftliche Lehre entwickelt. Das zeichnet die Anthroposophie aus und das unterscheidet sie auch von allen esoterischen Bewegungen, in welcher Richtung auch immer, die sich entwickelt haben mögen. Aber keine von diesen heutigen sogenannten esoterischen Lehren verfügt über eben praktische Auswirkungen in allen diesen genannten Gebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=316s Die besondere Verbreitung der Anthroposophie in den Niederlanden, im südwestdeutschen und englischen Raum, sowie in Skandinavien 00:05:16] ===&lt;br /&gt;
Und das zeichnet eben die Anthroposophie aus und in dieser Weise hat sie sich eben neben eben diesem südwestdeutschen Raum vor allem in den Niederlanden ausgebreitet, dann auch deutlich im englischsprachigen, im englischen Raum und in Skandinavien. Und zunächst, wenn man jetzt äußerlich hinschaut, wird man da zunächst eine Übereinstimmung finden mit dem Protestantismus und besonders dem Calvinismus oder anderen strengeren, pietistisch ausgerichteten protestantischen Strömungen. Das ist auch für hier, für den württembergischen Raum ist das eindeutig, während man umgekehrt in katholischen Ländern, auch in Deutschland selber, in Bayern zum Beispiel, aber insbesondere in Frankreich, eben überhaupt gar nicht diese anthroposophische Bewegung in dieser Weise sich ausbreiten sieht, weder historisch noch gegenwärtig. Eher sogar, könnte man sagen, rückläufig, wenn man auf Frankreich hinblickt, dann wird die Anthroposophie dort nach wie vor oder manchmal auch verstärkt bekämpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=392s Das historische Auftreten des Rosenkreuzertums im Stuttgarter Raum im Kreis um Johann Valentin Andreae 00:06:32]   ===&lt;br /&gt;
Und dieses Phänomen, was ich jetzt historisch-geografisch hier beschreibe, das hat einen ganz konkreten Hintergrund, auf den ich jetzt eben zu sprechen kommen möchte. Weil man nämlich feststellt, wenn man sich mit diesen geografischen und historischen Zeiträumen beschäftigt, um die es hier geht, dass an all diesen genannten Orten, also insbesondere eben in dem württembergischen Raum, aber eben auch in den Niederlanden, in England vor allem, dass sich dort eben historisch gesehen das Rosenkreuzertum tatsächlich ausgebreitet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass es ursprünglich ja hier aus diesem Stuttgarter Raum von hier aus ausgegangen ist, genauer gesprochen eigentlich von Tübingen, von diesem dortigen Kreis um &#039;&#039;Johann Valentin Andreae&#039;&#039;, der damals aber noch sehr jung war und dessen drei Schriften in den Jahren 1614/15 und 16 ein europaweites Aufsehen erregt haben. Also diese drei Schriften, die „Fama Fraternitatis”, die „&#039;&#039;Confessio”&#039;&#039; und die sogenannte „&#039;&#039;Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreuz&#039;&#039;.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun, wenn man jetzt historisch sich fragt, ja was spielte sich denn ab in dieser Zeit, zum Beginn des 17. Jahrhunderts? Wie konnte eine solche Bewegung, diese rosenkreuzerische Bewegung, die aber weitestgehend unsichtbar blieb … man nannte die Rosenkreuzer eigentlich dann auch „die Unsichtbaren”, weil sie äußerlich im Grunde genommen gar nicht in Erscheinung traten, sondern nur durch diese Schriften, die wiederum dort gedruckt werden durften. Damals gab es ja ein Imprimatur, das von den jeweiligen Landesfürsten erteilt wurde und das waren durchgehend nur protestantische Landesfürsten, wie etwa der Moritz von Hessen-Kassel, wo eben die erste Auflage dieser „Fama Fraternitatis” erschienen war … also in Kassel, und das waren eben wiederum protestantische Landesfürsten. Ähnliches war dann in Straßburg oder auch hier in Württemberg eben auch der Fall. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=532s In den frühen Schriften der Rosenkreuzer ist die Anthroposophie in einer sehr rudimentären Form bereits enthalten. Ihre eigentliche praktische Wirksamkeit blieb im Unsichtbaren 00:08:52] ===&lt;br /&gt;
Und wenn man das historisch sich genauer anschaut, dann bemerkt man, dass diese Fürsten nicht nur protestantisch gesinnt waren, sondern dass sie, wenn man so will, esoterisch gesinnt waren. Und das hing damit zusammen, dass eben dieses Rosenkreuzertum, wenn man sich diese Schriften genauer anguckt, eigentlich etwas proklamierte, was wir tatsächlich 300 Jahre später wiederfinden in der Gestalt der Anthroposophie. Also das, was die Anthroposophie eben auszeichnet, dass sie in allen Lebensgebieten wirksam geworden ist, dass sie ihre Ideen, die im Wesentlichen den Zusammenhang des Makrokosmischen mit dem mikrokosmischen Menschen umfassen, die den Menschen also anbinden an einen kosmologischen Ursprung und ihn in Zusammenhang sehen mit den Phänomenen der Natur, die den Menschen also nicht abtrennen, sondern in Verbindung bringen mit der Natur, mit den Naturreichen und aus diesem Menschenverständnis heraus eben eine neue Medizin, eine neue Pädagogik und eine neue Wissenschaft entwickelt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieses Programm, was, wenn man so will, die heutige oder die Anthroposophie des 20. Jahrhunderts vor allem kennzeichnet, das ist in einer, wenn man so will, sehr frühen und noch sehr rudimentären Form in diesen Schriften der Rosenkreuzer eigentlich enthalten. Und das erweckte zu dieser Zeit eben das Interesse verschiedener Landesfürsten, aber auch anderer wissenschaftlich gesinnter Menschen, dass sie jetzt wissen wollten, wer sind diese Leute, die sowas proklamieren und was haben die eigentlich vor?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es erweckte ein großes Aufsehen, ein großes Interesse, ohne dass aber diejenigen, die das publiziert hatten, jetzt weiter in die Öffentlichkeit traten und sich dafür einsetzten. Sie blieben vielmehr, wie gesagt, im Verborgenen. Sie hatten sich auch als Programm sozusagen vorgenommen, dass sie äußerlich nicht durch irgendwelche Zeichen oder Uniformen oder anderes in Erscheinung treten würden, sondern dass sie im Wesentlichen anonym wirksam werden und vor allem im Bereich der Heilkunst tätig sein wollten. Also als Ärzte, aber ohne sich irgendwie zu outen und sich sozusagen als rosenkreuzerische Ärzte oder irgendwie mit dieser Bewegung in Verbindung zu erklären. Ihre eigentliche praktische Wirksamkeit blieb im Unsichtbaren, blieb anonym. Und auch Valentin Andreae hat sich relativ bald eigentlich von dieser Bewegung äußerlich gesehen abgewendet. Was allerdings den hauptsächlichen Grund hatte darin, dass sofort mit der Veröffentlichung dieser Schriften eine intensive Bekämpfung und Verfolgung seitens der katholischen Kirche und vor allem des Jesuitismus gegen diese Bewegung sich äußerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=744s Viele Parallelen einer kabbalistischen Lehrtafel mit den rosenkreuzerischen Ideen 00:12:24] ===&lt;br /&gt;
Konkreter gesprochen haben wir es in Stuttgart zu tun mit einem Fürsten, Friedrich I., der um die Wende des 16. zum 17. Jahrhundert hier in dem Stuttgarter Schloss, in dem alten Schloss, was heute auch noch steht, eben mit seiner Familie lebte, dessen Sohn Johann Friedrich, der ab 1608 in diesem Schloss regierte und der eine Tochter hatte, nämlich Antonia von Württemberg. Die wiederum dadurch bekannt geworden ist, dass sie eine sogenannte kabbalistische Lehrtafel hat gestalten lassen von einem Hofkünstler, einem Künstler, der am Hof des württembergischen Fürsten tätig war und diese sogenannte kabbalistische Lehrtafel dann in Bad Teinach, hier im Schwarzwald, aufstellen ließ, wo sie auch heute noch zu sehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man sich damit beschäftigt, mit dieser Kabbala, der sogenannten christlichen Kabbala, einer Art Geheimlehre, eigentlich ursprünglich jüdischer Geheimlehre, dann wird man sehr sehr viele Parallelen entdecken in dieser Lehrtafel und in dieser Kabbala mit den rosenkreuzerischen Ideen, die dadurch dann in der Folge dieser Schriften auch durch die sogenannten Lehrtafeln der Rosenkreuzer bekannt geworden sind. Da sind sehr viele Parallelen. Und die Kabbala ist, wenn man so will, auch nichts anderes als eben der Ausdruck eines Hermetismus, wo eben auch der Zusammenhang des Kosmischen mit dem irdischen Menschen beschrieben wird. Sie ist ja so aufgebaut, diese Zehn Sephiroth, aus denen diese Kabbala besteht, dass das eigentlich wie ein umgekehrter Mensch ist, also ein Mensch, der auf dem Kopf steht, der also nach oben in den Kosmos mit seinen Gliedmaßen hineinwächst. Und interessanterweise sind auf dieser Kabbala eben viele Persönlichkeiten abgebildet, die einerseits biblische, meist alttestamentarische Gestalten darstellen, gleichzeitig aber auch Zeitgenossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so findet man also auch den Lehrer Antonias von Württemberg, nämlich Johann Valentin Andreae, auf dieser Lehrtafel abgebildet. Wodurch eben deutlich wird, dass er eben in dem Umfeld dieses württembergischen Fürstenhofes tätig war und eben diese rosenkreuzerischen Ideen dort auch direkt weiter vermittelt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kabbala]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] dieser Kabbala, der sogenannten christlichen Kabbala, einer Art Geheimlehre, eigentlich ursprünglich jüdischer Geheimlehre“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Viele Parallelen einer kabbalistischen Lehrtafel mit den rosenkreuzerischen Ideen 00:12:24|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:12:24]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Johann Valentin Andreae]]    [[Rosenkreuzer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] so findet man also auch den Lehrer Antonias von Württemberg, nämlich Johann Valentin Andreae, auf dieser Lehrtafel abgebildet […] er eben in dem Umfeld dieses württembergischen Fürstenhofes tätig war und eben diese rosenkreuzerischen Ideen dort auch direkt weiter vermittelt hat.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Viele Parallelen einer kabbalistischen Lehrtafel mit den rosenkreuzerischen Ideen 00:12:24|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:12:24]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=914s Rosenkreuzerische Bestrebungen am alchemistischen Hof von Friedrich V. in Heidelberg und die „Bibliotheca Palatina“ 00:15:14] ===&lt;br /&gt;
Ein weiterer Schwerpunkt oder das weitere Zentrum des rosenkreuzerischen und auch alchemistischen Wirkens war das Heidelberger Schloss von Friedrich V. von der Pfalz. Dieser Fürst, der in Heidelberg dieses Schloss errichtet hatte und dazu eben alchemistische sogenannte Wunderkammern und auch einen Garten, der damals auch bekannt war wegen seiner vielen Heilkräuter und auch eine große Bibliothek, die &#039;&#039;Bibliotheca Palatina&#039;&#039;, die in diesem Schloss sich befand. All das gab sozusagen den Ruf eines alchemistischen Hofes oder einer alchemistischen Herrschaft, die dort sozusagen in der Pfalz sich angesiedelt hatte und die dadurch dann politisch an Bedeutung gewann, dass Friedrich V. von der Pfalz durch Christian von Anhalt, einen weiteren Fürsten aus diesem Umkreis, der mit diesen Rosenkreuzer-Schriften in Verbindung sich stehen sah, dass er also durch diesen Christian von Anhalt und andere deutsche Fürsten zum König von Böhmen ernannt worden war und dann eben nach Prag übersiedelt war - 1619. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was allerdings in der Folge dazu führte, dass er zu einem Winterkönig wurde. Das heißt, er war nur einen Winter lang, nämlich 1619 bis 1620 war er dort in Prag böhmischer König und wurde dann vertrieben von dort durch eben die katholischen Truppen. Denn es hatte 1618 ja bereits, wie bekannt, der Dreißigjährige Krieg begonnen, der eben eine Art gegenreformatorische Offensive war gegen diese sich ausbreitenden, aus dem Protestantismus eigentlich herrührenden, rosenkreuzerischen Bestrebungen, die durch Friedrich von der Pfalz jetzt politisch an Bedeutung zu gewinnen schienen. Und das wurde dann eben hintertrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sephiroth]]   Kabbala&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Sie ist ja so aufgebaut, diese 10 Sephiroth, aus denen diese Kabbala besteht, dass das eigentlich wie ein umgekehrter Mensch ist, also ein Mensch, der auf dem Kopf steht, der also nach oben in den Kosmos mit seinen Gliedmaßen hineinwächst“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Rosenkreuzerische Bestrebungen am alchemistischen Hof von Friedrich V. in Heidelberg und die „Bibliotheca Palatina“ 00:15:14|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:15:14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=1047s Das historischen Auftreten des Rosenkreuzertums und das rosenkreuzerische Erbe in Amsterdam, im „Lectorium Rosicrucianum“ 00:17:27] ===&lt;br /&gt;
Die ganze rosenkreuzerische Bewegung musste flüchten. Viele ihrer Anhänger sind dann eben in die Niederlande geflüchtet, wo sie dann aufgrund des protestantischen und calvinistischen Hintergrundes der Niederlande, die sich ja gegen Spanien gewehrt und diese katholische Herrschaft abgeschüttelt hatten - also in diesen freien Niederlanden - dort fanden die Flüchtenden vor eben der Gegenreformation und den Kriegern, im Dreißigjährigen Krieg Flüchtenden, fanden dort Aufnahme und konnten dort unterkommen. Dieses rosenkreuzerische Erbe zeigt sich bis heute noch in Amsterdam zum Beispiel dadurch, dass die größte Bibliothek mit alchemistisch-hermetischen und rosenkreuzerischen Schriften aus dieser Zeit und später sich eben dort in Amsterdam befindet, die „Bibliotheca Hermetica“ von Herrn &#039;&#039;Joost Ritman&#039;&#039; und gleichzeitig seit dem 20. Jahrhundert das sogenannte Lectorium Rosicrucianum seinen Ausgang genommen hat.  Also eine Bewegung, die sich auf diese Rosenkreuzer bezieht und die auch heute noch tätig ist, auch hier in Stuttgart tätig ist - Lectorium Rosicrucianum aus Holland. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also sieht man, dass dort eben, wenn man so will, eine Art Refugium gewesen ist für die Vertriebenen, die sich also flüchten mussten aus Deutschland. Und dass gleichzeitig aber in Frankreich eine Art Gegenbewegung, eine Art Verfolgung der Rosenkreuzer einsetzte. Interessanterweise im Umkreis von René Descartes, der sozusagen der Gegenspieler wurde, obwohl er ursprünglich noch als junger Mann eben 1619 nach Deutschland gekommen war, um diese Rosenkreuzer zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also er interessierte sich für die, wie auch viele andere übrigens, Isaac Newton zum Beispiel gehörte auch zu denen, die sich mit diesen englischen Rosenkreuzer-Schriften beschäftigten, von Robert Fludd und John Dee. Das waren zwei englische Rosenkreuzer, die im Umfeld des englischen Königs Jakob I. und seiner Mutter Elisabeth I., also in dieser sogenannten elisabethanischen englischen Gesellschaft, die immer wieder mit dem Rosenkreuzertum in Verbindung gesehen wurde, bis hin auch zu William Shakespeare. Also an dem englischen Hof war das durchaus auch verbreitet und es war auch charakteristisch, dass die Tochter Jakobs I., ebenfalls Elisabeth genannt, dass die mit eben jenem Friedrich von der Pfalz verheiratet wurde und diese Hochzeit auf diesem Heidelberger Schloss ein sehr sehr großes Aufsehen erregte. Das hat damals sozusagen die Regenbogenpresse gefüllt, was alles mit dieser Hochzeit verbunden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und interessanterweise findet man vieles, was mit dieser Hochzeit in Verbindung stand, bis hin auch zu diesem Heidelberger Schloss dann wieder in der Chymischen Hochzeit, die Johann Valentin Andreae verfasst hatte und die 1616 veröffentlicht wurde. Es gab von dieser Chymischen Hochzeit schon eine sehr frühe Jugendschrift, die Johann Valentin Andreae dann später eben umarbeitete, zu dem Buch eben die Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreuz. Ich komme darauf auch später nochmal zurück. Auf jeden Fall taucht da dieser Hintergrund dieser königlichen Hochzeit von eben Friedrich V. von der Pfalz mit dieser Elisabeth von England. Das machte also einen großen Eindruck und das ist sozusagen der äußere Hintergrund, sozusagen die Kulisse für das, was in der Chymischen Hochzeit da beschrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, soviel vielleicht zunächst einmal zu diesem historischen Auftreten des Rosenkreuzertums. Wenn jemand sich damit genauer noch beschäftigen will, historisch gesehen, weil das noch viel weitere Kreise gezogen hat, kann ich nur wärmstens empfehlen Frances A. Yates&#039; Aufklärung im Zeichen des Rosenkreuzes. So heißt dieses Buch, was leider schon lange vergriffen ist, nur noch in Bibliotheken zu finden. Aber da findet man im Grunde genommen alle historischen Zusammenhänge sehr, sehr gut beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rosenkreuzer]]    Lectorium Rosicrucianum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„seit dem 20. Jahrhundert das sogenannte Lectorium Rosicrucianum seinen Ausgang genommen hat. Also eine Bewegung, die sich auf diese Rosenkreuzer bezieht und die auch heute noch tätig ist, auch hier in Stuttgart tätig ist - Lectorium Rosicrucianum aus Holland“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Das historischen Auftreten des Rosenkreuzertums und das rosenkreuzerische Erbe in Amsterdam, im „Lectorium Rosicrucianum“ 00:17:27|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:17:27]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=1350s Die Anthroposophie hat in Italien deutlich stärker Fuß gefasst als in Frankreich, wo sie aufgrund der cartesianischen Philosophie stark verfolgt wurde 00:22:30] ===&lt;br /&gt;
Ein weiterer Zusammenhang, auf den ich im Zusammenhang noch mit der Kabbala zu sprechen kommen will; Woher stammten diese kabbalistischen Lehren, die also die Tochter des württembergischen Fürsten Johann Friedrich, Antonia … wie kam sie und wie kamen andere in die Kenntnis dieser Kabbala, die ja zunächst hebräisch natürlich verfasst war?Da spielte schon vorher im 16. Jahrhundert eine große Rolle &#039;&#039;Johannes Reuchlin&#039;&#039;, auch ein reformatorisch-protestantisch gesinnter Gelehrter hier aus dem württembergischen Raum, der eine Grammatik der hebräischen Sprache veröffentlicht hatte und sozusagen dafür sorgte, dass Hebräisch wieder gelehrt werden und dann eben auch verstanden werden konnte. Also er sorgte für diese Kenntniss.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auch andere, die sich nach Italien begeben hatten, hatten also von diesen kabbalistischen Schriften Kenntnis genommen. Die waren nach Italien dadurch gelangt, dass die jüdischen Gelehrten in Spanien vertrieben worden waren und dann nach Italien geflüchtet waren. Und dort fanden sie Aufnahme, nämlich in dem Umkreis der Platonischen Akademie in Florenz und bei den Renaissance-Humanisten Italiens, die sich sehr für diese Kabbala interessierten und darin sozusagen etwas erblickten, mit dem sie sich eben intensiv beschäftigten. Und das führte sozusagen zu dieser Umformung der kabbalistischen Lehren zu der sogenannten christlichen Kabbala. Das geschah also in dem Umfeld dieses italienischen Renaissance-Humanismus und gelangte von dort dann eben auch nach Deutschland, eben auch nach Württemberg, hier an den Stuttgarter Fürstenhof. Von daher ist es auch nicht ganz von der Hand zu weisen, dass die Anthroposophie in Italien doch deutlich stärker Fuß gefasst hat als beispielsweise in Frankreich, wo sie eben in der Folge der cartesianischen Philosophie dann stark verfolgt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=1493s Descartes als Verbündeter der jesuitischen Hexenjagd gegen den Rosenkreuzer-Impuls in Frankreich 00:24:53] ===&lt;br /&gt;
Descartes, nachdem er aus Deutschland zurückkam, weil er sich nämlich dann doch beteiligt hatte an diesem Feldzug gegen diesen Friedrich von der Pfalz da in Prag, der da gestürzt wurde, also dieser Winterkönig. Bei diesem Feldzug war Descartes dabei und hatte eben mit diesen jesuitischen Truppen sich nach Prag begeben. Er hatte selber eine jesuitische Ausbildung durchlaufen, war dann aber längere Zeit sozusagen auf der Suche und fragte sich, was ist das mit diesem Rosenkreuzertum, wie auch andere, wie gesagt, hat sich dann aber gegen diesen Rosenkreuzer-Impuls gewendet, wurde dann bei seiner Rückkehr in Paris sogar verdächtigt, einer dieser Unsichtbaren zu sein, was er widerlegen konnte, dadurch, dass er sich zeigt und sagt, ja schaut her, ich bin nicht unsichtbar. Gleichzeitig setzte aber so eine Art Hexenjagd sozusagen auf das Rosenkreuzertum ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab also Verfolgungen und Hexen- oder Ketzerprozesse, wodurch gerade in Frankreich eben die stärkste Gegnerschaft dann sich entwickelte und wenn man so will auch die Philosophie, die René Descartes dann entwickelt hat, eigentlich diesen Grundsätzen, wenn man so will, der rosenkreuzerischen Lehre, nämlich des Zusammenhangs des Menschen mit dem Kosmos, mit der Natur, dass Descartes eben genau das Gegenteil proklamiert, nämlich eine Trennung, eine Spaltung zwischen Subjekt und Objekt, zwischen Intellekt und äußerer Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Descartes|Descarte]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;s    Rosenkreuzer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] gerade in Frankreich […] die stärkste Gegnerschaft […] die René Descartes dann entwickelt hat […] rosenkreuzerischen Lehre, nämlich des Zusammenhangs des Menschen mit dem Kosmos, mit der Natur, dass Descartes eben genau das Gegenteil proklamiert, nämlich eine Trennung […] , zwischen Intellekt und äußerer Natur” [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Descartes als Verbündeter der jesuitischen Hexenjagd gegen den Rosenkreuzer-Impuls in Frankreich 00:24:53|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:24:53]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=1595s In England war Francis Bacon ein Gegner der Rosenkreuzer 00:26:35] ===&lt;br /&gt;
In England waren es, wie gesagt, auch Wissenschaftler wie Isaac Newton, die sich für das Rosenkreuzertum und deren Ideen auch im Zusammenhang mit der Alchemie interessierten und das hing einfach damit zusammen, dass die Naturwissenschaften ja noch ganz am Anfang waren, zum Beginn dieses 17. Jahrhunderts, noch keine, wenn man so will, materialistische Naturwissenschaft sich wirklich ausgebildet hatte. Das begann eigentlich erst durch einen weiteren Gegner dieser Rosenkreuzer, nämlich Francis Bacon, der in dieser Zeit seine grundlegenden Schriften eben auch veröffentlichte. Aber für viele war das eben noch nicht ausgemacht, in welche Richtung würde sich die Naturwissenschaft denn entwickeln. Und da waren diese Ideen, die ja sehr skizzenhaft waren, die in diesen Schriften, die da 1614 bis 16 erschienen waren, zum Ausdruck kamen und auch weiteren Schriften dieser englischen Rosenkreuzer, das irgendwie erschien als eine ganz andere Perspektive, die zu dieser Zeit eben noch nicht festgelegt war, sich dann aber auch in England durch die Royal Society immer mehr doch verfestigte, wodurch dann eben andere Anschauungen sofort in Verdacht kamen, eben nicht christlich oder ketzerisch oder was auch immer zu sein, sodass das dann sehr, sehr bald von der Bildfläche verschwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=1687s Christian Rosenkreutz als historische Persönlichkeit in der Esoterikforschung 00:28:07] ===&lt;br /&gt;
Und erst in jüngster Zeit, eigentlich jetzt auch wiederum von Holland ausgehend, fangen die universitären Wissenschaften an, sich jetzt mit diesen esoterischen Bewegungen doch intensiver zu beschäftigen. Die sogenannte Esoterikforschung, die eben auch von Amsterdam ausgegangen ist und die heute auch in Deutschland über einige Lehrstühle verfügt, in diesem Kontext beschäftigt man sich eben auch wieder mit diesen rosenkreuzerischen Lehren, auch mit der Gestalt des Christian Rosenkreutzselber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wodurch wir jetzt sozusagen auf das Zentrum der ganzen Thematik zu sprechen kommen, nämlich auf den Begründer dieser rosenkreuzerischen Bewegung, der ja in dieser &#039;&#039;Fama Fraternitatis&#039;&#039; auch biografisch genauer umschrieben wird, als eben der sogenannte Bruder Christian Rosenkreuz. Interessanterweise haben wir da jetzt seit dieser Woche endlich das Buch von &#039;&#039;Ronald Templeton&#039;&#039;, mit dem wir ja hier im Februar auch ein Tagesseminar veranstaltet haben - „&#039;&#039;Die Lebensreise des Christian Rosencreutz”&#039;&#039; vorliegen, auch draußen am Büchertisch erhältlich. Weil interessanterweise in allen Zusammenhängen, wo auch heute noch über Christian Rosenkreutz gesprochen wird, also auch bei dem „Lectorium Rosicrucianum”, aber insbesondere in der sogenannten Esoterikforschung, eigentlich nirgends davon ausgegangen wird, dass Christian Rosenkreutz tatsächlich gelebt hat, dass das also eine historische Persönlichkeit gewesen ist, so wie es in der &#039;&#039;Fama Fraternitatis&#039;&#039; dargestellt und eben auch von Rudolf Steiner dann ganz deutlich beschrieben worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überall, in allen anderen Zusammenhängen, die man auch heute noch hat, wird diese Gestalt als eine mythologische oder symbolische beschrieben. Also nicht historische Persönlichkeit, sondern insbesondere auch die Chymische Hochzeit, auch sein gesamter Lebensgang - alles, was über ihn erzählt wird, wird als etwas Symbolisches erlebt, als etwas, was sozusagen wie ein Urbild sein könne für eine esoterische Entwicklung, aber nicht eine historische Biografie beschreiben würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=1844s Ronald Templeton rekonstruiert in seiner Biografie über Christian Rosenkreutz, dass dieser auf seinen Reisen im 14.Jh. an verschiedenen Bildungsstätten das Wissen, die Geheimnisse und Mysterien des Orients studiert hatte 00:30:44] ===&lt;br /&gt;
Und nun hat Ronald Templeton interessanterweise auf dem Hintergrund eben immer wieder dieser immer wieder auftauchenden, wenn man so will, in Fragestellung der Historizität des Christian Rosenkreutz versucht, die Biografie, so wie sie in der Fama und auch von Rudolf Steiner beschrieben wird, diese Biografie zu rekonstruieren und eben als historisch nachzuweisen. Und das ist ihm dadurch gelungen, dass er den ja in der Fama und auch durch Rudolf Steiner sehr ausführlichen Bildungsgang, also die Bildungsbiografie des Christian Rosenkreuz, dass er die genauer untersucht hat. Und die Orte, an denen Christian Rosenkreutz gewesen sein soll, laut Fama und auch laut Rudolf Steiner, dass er diese Orte jetzt genauer untersucht hat im Hinblick auf die Lehrstätten bzw. Universitäten, die es dort gegeben haben soll, an denen sozusagen Christian Rosenkreutz seine Ausbildung erhalten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun zeigt sich, dass es dazu wirklich ausreichend historisches Material und Dokumente gibt, die genauestens nachweisen, in welcher Form welcher Unterricht dort stattgefunden hat an diesen verschiedenen Städten, die ich jetzt nicht im Detail beschreiben kann, das kann man alles nachlesen in dem neuen Buch vom Templeton. Dabei zeigt sich aber, dass tatsächlich an allen Orten, die da in der Fama erwähnt werden, dass es da tatsächlich Unterricht und Lehrstätten gegeben hat, meistens mit islamischem Hintergrund, aber eben esoterischem Islam. Wenn man so will, das Wissen des Orients, die Geheimnisse, die Mysterien des Orients, die an diesen Hochschulen, an denen eben auch Christian Rosenkreutzgelebt hat und Unterricht bezogen hat, dass es dort tatsächlich solche Schulen gab, bis dahin, dass man auch Details über die Art von Unterricht und die Inhalte, die da unterrichtet wurden, auch finden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sodass also diese Bildungsbiografie bis in Details hinein tatsächlich historisch rekonstruierbar ist. Wodurch eben deutlich wird, dass die Autoren dieser Schriften eben nicht eine symbolische Erfindung einer Bildungsbiografie dahingestellt haben, sondern dass sie tatsächlich einen Bildungsgang und diese Reisen beschrieben haben, die mindestens zu der Zeit, in der sie eben stattgefunden haben sollen, nämlich im 14. Jahrhundert. Dass die tatsächlich so im Detail stattgefunden haben können und dass eigentlich kein Grund besteht, anzunehmen, dass das nun alles erfunden sei, wenn die ganzen historischen zugrunde liegenden Fakten eben alle nachweislich so gewesen sind, wie sie dort in dieser Bildungsbiografie der Fama beschrieben worden sind. Also das ist eine ausgezeichnete Leistung von Ronald Templeton, dass er diesen historischen Hintergrund jetzt mal wirklich festmachen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Christian Rosenkreutz]]    [[Fama Fraternitatis]]    Rudolf Steiner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] dass Christian Rosenkreutz tatsächlich gelebt hat, dass das also eine historische Persönlichkeit gewesen ist, so wie es in der Fama Fraternitatis dargestellt und eben auch von Rudolf Steiner dann ganz deutlich beschrieben worden ist.” [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Christian Rosenkreutz als historische Persönlichkeit in der Esoterikforschung 00:28:07|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:28:07]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=2048s Spuren des Rosenkreuzertums in Goethes Leben 00:34:08] ===&lt;br /&gt;
Und das kann man jetzt, wenn man das jetzt geschichtlich weiter verfolgt, weil das Rosenkreuzertum äußerlich dann eben mit Beginn des 30-jährigen Krieges verschwindet von der Bildfläche. Das taucht wirklich nur sehr kurz auf, eben kzwischen 1614 und 1619, bis dann dieser Winterkönig gestürzt wird und die Anhänger nach Holland flüchten müssen, sich verbergen müssen. Valentin Andreae sich dann auch praktisch äußerlich abwendet und auch meint mit diesen Jugendschriften eigentlich nichts zu tun gehabt zu haben. Also in der Folge des 30-jährigen Krieges und dieser Verfolgung des Rosenkreuzertums distanziert er sich dann später davon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch taucht dieses Rosenkreuzertum dann in einer sehr merkwürdigen, uns aber wohl bekannten Form wieder auf, nämlich in Goethes Leben. Bei Goethe kann man eben ganz deutlich die Spuren des Rosenkreuzertums in seiner Biografie wiederfinden. Das hat eben Frank Teichmann in dem besagten Buch &#039;&#039;„Goethe und die Rosenkreuzer&#039;&#039;“ ja ausführlich dargestellt. Zunächst dadurch, dass er 19-jährig schwer erkrankt, an einer lebensgefährlichen Erkrankung, und dann durch eben einen rosenkreuzerischen Arzt gerettet wird, der ein Fluidum, ein Salz ihm verabreicht, das ihm dann das Leben rettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der dann später bei seiner Harzreise eine Art rosenkreuzerische Einweihung erlebt, die in anderer Gestalt von Rudolf Steiner dann später beschrieben worden ist in den Vorträgen mit Mysterienstätten des Mittelalters. Da gibt es zwei Vorträge, in denen Rudolf Steiner von einer sogenannten „rosenkreuzerischen Einweihung“ spricht, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie durch eine Begegnung auf einem Berg und eine andere Begegnung in einem Berg stattfindet. Also zwei Stufen, auf einem Berg und in einem Berg. Und Steiner weist nur darauf hin im Zusammenhang dieser Vorträge, dass sich diese Einweihung später immer wieder in einer gewissen Weise wiederholt hat oder wieder miterlebt worden ist. Und einer derjenigen, die eben diese Einweihung miterlebt oder wiedererlebt haben, war eben Goethe, dem eben genau das wiederfuhr, dass er da in einem Bergwerk, nämlich im Harz, eine bestimmte Begegnung erlebte und dann anschließend eben auch auf dem Berg, nämlich auf diesem Brocken bei der Besteigung dieses Berges, worüber er seiner Freundin Frau von Stein eben in Briefen berichtet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Kontext ist es auch interessant, dass Goethe der Frau von Stein auch schreibt, dass er die Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreutz gelesen habe und dann sagt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Christian Rosenkreutz, Hochzeit habe ich hinaus gelesen. Es gibt ein schön Märchen zur guten Stunde zu erzählen, wenn es wiedergeboren wird. In seiner alten Haut ist es nicht zu genießen.&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;1786 schreibt das Goethe. Also er fand vor allem diese zum Teil ja blutigen Bilder in dieser Chymischen Hochzeit nicht zu genießen und bringt dann 1795 eben sein Märchen, das Goethe-Märchen, als das, was er nennt „die Wiedergeburt dieser Chymischen Hochzeit.“ Das Goethe-Märchen hat ganz eindeutig diesen Hintergrund, bis auch dahin, dass diese Brücke, von der da die Rede ist, im Zusammenhang mit der Heidelberger Brücke steht, die auch heute noch in Heidelberg zu sehen ist. Also da auch taucht Heidelberg am Rande wieder auf. Und auch Rudolf Steiner weist auf diesen Kontext eben hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zweiter Text von Goethe ist natürlich das berühmte Fragment „Die Geheimnisse“, wo sich herausstellt, dass Goethe da etwas beschreibt, was später Rudolf Steiner dann rekonstruiert hat, als die eigentliche Einweihung des Christian Rosenkreuz. Steiner macht das so fest, das werde ich gleich noch etwas genauer beschreiben, dass sich diese eigentliche Einweihung im 13. Jahrhundert vollzogen hat, wo diese Persönlichkeit noch nicht Christian Rosenkreutzhieß, wo sie auch nicht so sehr lange lebte, wo sich aber dieser Umkreis, dieser 12. und dieser 13., der er eben gewesen ist, wo sich diese Gestaltung wiederfindet in einer sehr besonderen Konstellation, die ich gleich noch ausführlicher darstellen möchte. Auf jeden Fall so Steiner hat Goethe sozusagen da etwas beschrieben in diesem Text, Die Geheimnisse, was sich historisch gesehen im Zusammenhang mit dieser ursprünglichen Einweihung des Christian Rosenkreutzim 13. Jahrhundert tatsächlich ereignet hatte. So sehen wir also in Goethes Leben sozusagen Spuren des Rosenkreuzertums wieder aufscheinen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Goethe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Bei Goethe kann man eben ganz deutlich die Spuren des Rosenkreuzertums in seiner Biografie wiederfinden. Das hat eben Frank Teichmann in dem besagten Buch &#039;&#039;„Goethe und die Rosenkreuzer&#039;&#039;“ ja ausführlich dargestellt.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Spuren des Rosenkreuzertums in Goethes Leben 00:34:08|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:34:08]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christian Rosenkreutz   Einweihung    Rudolf Steiner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…]Text von Goethe ist natürlich das berühmte Fragment „Die Geheimnisse“, wo sich herausstellt, dass Goethe da etwas beschreibt, was später Rudolf Steiner dann rekonstruiert hat, als die eigentliche Einweihung des Christian Rosenkreutz.” [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Spuren des Rosenkreuzertums in Goethes Leben 00:34:08|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:34:08]]   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=2390s Die Anthroposophie als Kraftorganismus am Beispiel eines Mysteriendramas 00:39:50] ===&lt;br /&gt;
Und nun ist es so, dass ja eben Rudolf Steiner sich nicht umsonst ganz wesentlich bei der Begründung der Anthroposophie in vielen Punkten, sowohl naturwissenschaftlich wie auch vor allem von der künstlerischen Seite her, an Goethe anschließt. Und einer dieser Anschlusspunkte ist eben das erste Mysteriendrama, das ja zunächst eigentlich das goethesche Märchen auf die Bühne bringen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben also eine mehrfache Metamorphose. „Chymische Hochzeit“ von Valentin Andreae mit Christian Rosenkreutz im Zentrum, durch Goethe in das Märchen metamorphosiert - und durch Rudolf Steiner in sein erstes Mysteriendrama, das ja untertitelt wird mit „Ein Rosenkreuzer Mysterium“. Und das Siegel, was wir da haben von diesem ersten Drama, hat eben diese drei Rosenkreuzer-Worte zum Inhalt. Also:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ex Deo Nascimur, In Christo Morimur, Per Spiritum Sanctum Reviviscimus&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Das steht auf diesem Siegel des ersten Dramas. Wieso ist das ein Rosenkreuzer Mysterium? Zum einen haben wir sozusagen die historische Wurzel, die historischen Vorläufer, die aber nur ganz im Verborgenen jetzt da wieder auftauchen. Aber ein wesentlicher Aspekt, den ich jetzt hervorheben will und der für Rudolf Steiner sozusagen dann zentral wird, das ist der Aspekt der Kraft. Also das, was da umschrieben wird mit Kräften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hatte ja am Anfang gesagt, die anthroposophische Bewegung zeichnet sich dadurch aus, dass es nicht eine Weltanschauung, eine Lehre, eine religiöse Anschauung, eine esoterische Lehre allein ist, sondern dass alle diese Ideen, dass die sich praktisch auswirken. Dass die also, wenn man so will, Kraft haben, dass wir es zu tun haben mit einem Kraftorganismus, wenn wir auf die Anthroposophie hinschauen, einem Kraftorganismus, der wie alles Ätherische, was eben Lebenskräfte sind … nicht das Ätherische kann für sich alleine gar nicht existieren, sondern das Ätherische ist immer nur zusammenhängend denkbar oder überhaupt erlebbar mit etwas Physischem, was von diesem Ätherischen gestaltet und verlebendigt wird. Ein Ätherisches für sich gibt es gar nicht. Ein Ätherisches kann immer nur im Zusammenhang mit Physischem überhaupt beobachtet werden. So wie der Ätherleib eben einen physischen Leib gestaltet, gestalten eben diese Kräfte das Lebendige und, wenn man so will, unser Leben. Weshalb Rudolf Steiner auch darauf aufmerksam macht, dass er sagt, unsere Gedanken- und Vorstellungskräfte und alles, was wir sozusagen an Kultur hervorbringen, das sind umgewandelte Lebenskräfte. Wir denken mit denselben Kräften, mit denen wir wachsen. Das sind dieselben Kräfte, die sich nur umwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und mit diesem Kraftaspekt haben wir es sozusagen zu tun, wenn wir von der Anthroposophie sprechen. Und natürlich muss man sich fragen, woher kommen jetzt diese Kräfte? In dem Mysteriendrama taucht das an verschiedenen Stellen in dem ersten Bild schon auf, dass eben der Capesius, der ein Gedankenmensch ist, ein Professor ist, dass der etwas ganz Besonderes in diesem anthroposophischen Zusammenhang bemerkt. Er sagt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Was hier jedoch sich zeigt, gibt viel zu denken Menschen meiner Art. Erklärlich schien uns solche Wirkung, wo überhitzter Sektengeist die Seelen nur betörend sich über Menschen gießt. Doch hier ist nichts von solchem Geist zu sehen. Man will nur durch Vernunft zur Seele sprechen. Und doch, man schafft durch Worte echte Lebenskräfte und spricht zum tiefsten Herzensgrund. Und selbst des Wollens Reich ergreift das Sonderbare etwas, das jenen, die gleich mir in alten Bahnen wandeln, als blasses Denken nur erscheinen will.”&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Dem Capesius fällt auf, dass in diesem Zusammenhang des Benedictus und der Maria, dass diese Worte, die da gesprochen oder auch studiert werden, dass das Lebenskräfte sind, dass sie Kraft haben. Und das kommt dann auch noch zum Ausdruck an der Stelle, wo die andere Maria auftaucht. Auch noch in diesem ersten Bild. Die sagt nämlich:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Ich muss stets neue Kraft mir holen aus dem Reichtum, der hier aus Geistesquellen fließt. Die warme Zauberkraft der Worte, die hier ich höre, ergießt in meine Hände sich und fließt wie Balsam weiter, berührt die Hand den Leidbeladenen, sie wandelt sich auf meinen Lippen in rechte Trostesrede für schmerzdurchwühlte Herzen. Ich frage nach der Worte Ursprung nicht, ich schaue ihre Wahrheit. Wenn lebend, leben sie mir Spenden.”&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Das sagt jetzt diese andere Maria. Und die Maria sagt dann noch, um das zu erklären:&amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Doch unsere Freundin hat erschöpft des Lebens beste Kräfte durch ihre Arbeitsüberfülle und aller Lebensmut war ihr genommen durch schweren Schicksalsdruck, den sie erfahren, die Kräfte hatte sie geopfert, der Kinder sorglich Leitung, der Mut war hingesunken, als ihr ein früher Tod den teuren Gatten nahm.”&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Zunächst ist diese andere Maria sozusagen zusammengebrochen, hatte keine Kräfte mehr, sie war am Ende - ein Burnout würde man das heute nennen. Ihr Mann ist durch einen frühen Tod gestorben, sie hatte alles sozusagen der Erziehung der Kinder gewidmet und war jetzt kräftemäßig am Ende: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Da brachten Schicksalsmächte sie in unserer Geistes leeren Bann und ihre Lebenskräfte erblühten noch zum zweiten Mal.”&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;So dass sie dann eben jetzt sagt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Ich muss stets neue Kraft mir holen aus dem Reichtum, der hier aus Geistesquellen fließt. Die warme Zauberkraft der Worte, die hier ich höre, ergießt in meine Hände sich.”&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also sie schreibt jetzt ihre Wirksamkeit und ihr neues Leben den Worten zu, die sie jetzt da hört, in diesem Rosenkreuzer-Tempel eigentlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goethe [[Mysteriendramen von Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] das erste Mysteriendrama, das ja zunächst eigentlich das goethesche Märchen auf die Bühne bringen sollte […] das ja untertitelt wird mit „Ein Rosenkreuzer Mysterium“.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Die Anthroposophie als Kraftorganismus am Beispiel eines Mysteriendramas 00:39:50|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:39:50]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Äther]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] das Ätherische kann für sich alleine gar nicht existieren, sondern das Ätherische ist immer nur zusammenhängend denkbar oder überhaupt erlebbar mit etwas Physischem, was von diesem Ätherischen gestaltet und verlebendigt wird.” [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Die Anthroposophie als Kraftorganismus am Beispiel eines Mysteriendramas 00:39:50|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:39:50]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=2848s Jede Idee, die dir nicht zum Ideal wird, ertötet in deiner Seele eine Kraft. Jede Idee, die dir aber zum Ideal wird, erschafft in dir Lebenskräfte (Rudolf Steiner) 00:47:28] ===&lt;br /&gt;
Und nun, wenn man bei Rudolf Steiner jetzt selber nachliest, in seinem Buch »&#039;&#039;Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?&#039;&#039;«, dann findet man an ganz zentraler Stelle, ganz am Anfang, genau das eigentlich beschrieben. Nicht? Sie alle kennen ja dieses Buch, das da anfängt mit dem sogenannten »Pfad der Verehrung«. Und diese Verehrung, die da entwickelt wird, die bezeichnet Rudolf Steiner immer so, dass er sagt, daraus schöpft der Mensch Kraft. Wenn er diese Verehrung in der Lage ist zu entwickeln, dann schöpft er daraus Kräfte. Und umgekehrt, wenn er das nicht tut, dann raubt er sich Kräfte. Begegne ich einem Menschen und tadele ich seine Schwächen, so raube ich mir höhere Erkenntniskraft. Suche ich liebevoll mich in seine Vorzüge zu vertiefen, so sammle ich solche Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht, diese Übung, die dann später wieder auftaucht, in verwandelter Form als Positivitätsübung, das ist die Grundübung dieses Buches, die in mehrfacher Form in dem Buch mindestens viermal wieder auftaucht, dass man Kritik zurückhalten soll, dass man kritiklos Worte sich anhören soll, auch wenn sie noch so falsch klingen. Nicht, das, was da am Anfang als das Gefühl der Ehrfurcht beschrieben wird, taucht in verschiedenster Weise wieder auf, dann vor allem als Positivitätsübung. Aber es wird eben gleich am Anfang so beschrieben, dass das eine Kraftübung ist, dass das eine Übung ist, die Kraft verleiht. Und das wird dann noch verstärkt durch den Schluss dieses ersten Kapitels, wo es heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Jede Idee, die dir nicht zum Ideal wird, ertötet in deiner Seele eine Kraft. Jede Idee, die dir aber zum Ideal wird, erschafft in dir Lebenskräfte.”&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Nicht, da haben wir wieder diesen Zusammenhang, dass es etwas gibt, was abtötend ist. Davon ist auch in dem Mysteriendrama natürlich die Rede, auch in dieser Szene mit dem Geist der Elemente wird das ja deutlich, dass die Gedankenart von Strader und Capesius zunächst in dieser Lebenssphäre, in der ätherischen Welt Gewitter erzeugt und eigentlich Zerstörung hervorruft. Und dass andererseits die Märchen, die Frau Balde erzählt, in dieser Lebenssphäre des Geistes der Elemente, dass die da heilsam wirken. Weshalb die Frau Balde dann auch aufgefordert wird für die Schädigungen, die die beiden Irrlichter eigentlich - also Strader und Capesius in der elementarischen Welt hervorrufen - die also Kräfte rauben oder zerstören, dass die Frau Balde dafür bezahlen muss und da diese Kräfte wieder ausgleicht. Was übrigens der Capesius auch bestätigt, dadurch, dass er sagt, wenn ich erschöpft bin und keine Kraft mehr habe, gehe ich zu der Frau Balde und höre mir die Märchen an, die sie mir erzählt. Und die wiederum bringen ihm neue Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=3068s Der unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreutz als Kraftquelle 00:51:08] ===&lt;br /&gt;
Nun wissen wir auch durch Rudolf Steiner, dass diese Märchen, dass die den Ursprung haben in dem Rosenkreuzertum, dass diese mitteleuropäischen Märchen und auch die Märchen der Frau Balde eigentlich rosenkreuzerische Märchen sind. Aber woher kommt jetzt diese Kraft? Was ist das? Was sozusagen, vor allem wenn man auf Rudolf Steiner selber hinblickt, ja ungeheure schöpferische Kräfte zum Vorschein gebracht hat. Wenn man sich nicht nur sein schriftliches Werk, sondern vor allem sein künstlerisches Werk anschaut und etwa den Seelenkalender sich anschaut, wie der entstanden ist, dann fragt man sich, woher kommt jetzt diese dichterische Fähigkeit, diese enorme Schöpferkraft, die sich in dieser Gesamtkomposition eines Seelenkalenders oder etwa der zwölf Stimmungen dieser kosmologischen Dichtung zum Ausdruck bringt? Woher kommen diese Kräfte, die dann auch den ersten Bau des Goetheanums, also ein architektonisches Werk, zur Erscheinung bringen. Respektive natürlich die vier Mysteriendramen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Woher kommen diese schöpferischen Kräfte? Und da wird man jetzt durch Rudolf Steiner, und damit komme ich langsam zum Abschluss dieser Betrachtungen, da wird man jetzt durch Rudolf Steiner eben aufmerksam gemacht, auf das, was mit diesem Christian Rosenkreutz tatsächlich unsterblich verbunden ist. Das macht nämlich Rudolf Steiner - und diese Vorträge können Sie nachlesen, eben hier in diesem Sammelband - das sind die sogenannten Neuchâteler Vorträge, wo Steiner eben zwei Vorträge gehalten hat, über eben diese okkulte Biografie und diese Einweihung des Christian Rosenkreutz, die eben schon vor dem 14. Jahrhundert, also vor dieser Inkarnation, in der er dann auch diesen Namen erhält, gewesen sein soll. Dass da so ein Kollegium von zwölf Eingeweihten sich eben versammelt hat, um diesem 13. alle Weisheiten, die es bis dahin gegeben hatte, der atlantischen Zeit und der nachatlantischen Zeit, vermittelt haben. Woraufhin dieser Jüngling in einen todesartigen Zustand gekommen sei, bei dem sich aber sozusagen sein Leib wie durchsichtig hätte gezeigt. Und die Folge davon war, dass nach dem Tod dieses Eingeweihten jungen Mannes, dass dessen Ätherleib sich dann eben nicht mehr aufgelöst hat. Steiner nennt ihn dann den unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieser Ätherleib ist nun eben eine Kraftquelle. Denn ein ätherischer Leib ist etwas, was Kräfte beinhaltet, die in der Lage sind, Physisches zu gestalten, beziehungsweise dem Physischen eben Kräfte zu verleihen. Lebenskräfte, die dann umgewandelt werden in kulturelle oder Denk- und Vorstellungskräfte. Eine Kraftquelle, an die dadurch die Menschen anschließen können, dass sie sich eben auch verbinden mit diesem Geschehen, was eben Christian Rosenkreutz auszeichnet, was in den Rosenkreuzer-Worten zum Ausdruck kommt, mit diesem Mysterium von Golgatha. Das ist sozusagen der Schlüssel für diese Kraftquelle. Und daraus gibt es dann, wie Rudolf Steiner, Sie müssen das nachlesen in diesen Neuchâteler Vorträgen, wie er es dann wörtlich ausdrückt, dass sich die Wirksamkeit dieses Ätherleibes dann im Laufe der Jahrhunderte immer mehr verstärkt hätte dadurch, dass immer mehr Menschen sozusagen in diese Sphäre vorgedrungen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das sei nun seit dem Ende des Kali-Yuga, das nennt Rudolf Steiner in dem Zusammenhang auch das Jahr 1899, dass seit dem Zeitpunkt 1900, wo er dann eben anfängt über das goethesche Märchen, also diesen rosenkreuzerischen Zusammenhang erstmalig zu sprechen. Er sagt, in diesem Zusammenhang „&#039;&#039;wurde ich erstmalig esoterisch“&#039;&#039;. 1900, Goethes Märchen, Ende des Kali-Yuga und seit diesem 20. Jahrhundert sei es jetzt sozusagen immer mehr Menschen möglich, in diese Sphäre sich zu begeben, weil die sich auch dadurch verstärkt hat, dass nun andere Ätherleiber insofern auch teilweise jedenfalls sich unsterblich erwiesen haben, als sie eben sich mit dieser Sphäre verbinden konnten. Steiner nennt sie in diesem Zusammenhang „&#039;&#039;die Sphäre des Heiligen Geistes“&#039;&#039;. Also die Sphäre, wo die Ätherleiber eben jetzt unsterblich werden, insofern sie sich mit dem Christus verbinden konnten. Diese Sphäre des Heiligen Geistes, das sei die eigentliche Inspirations- und Kraftquelle der anthroposophischen Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also auf diesen Kontext kommt man sozusagen dann wieder zurück und entdeckt sozusagen da das Geheimnis, wenn man so will, auch für diese unglaubliche Schöpferkräfte, die Rudolf Steiner auf so vielen Gebieten eben, bis eben in diese praktischen, wissenschaftlichen Zusammenhänge medizinischer oder pädagogischer oder auch landwirtschaftlicher Art, dass er überall eben sich als enorm schöpferisch erwies und andere Menschen wiederum anleitete oder inspirierte, ebenfalls in dieser Weise tätig zu werden. Da hat man sozusagen diesen Hintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=3458s In den ersten drei Kindheitsjahren wirken die Christus- Kräfte, ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht 00:57:38] ===&lt;br /&gt;
Und abschließend will ich da noch ein Zitat bringen. Wenn man jetzt andere Vorträge in dem Zusammenhang nochmal studiert, auch wiederum von 1911, also diese Neuchâteler Vorträge, das ist 1911. Und da gibt es eben auch die Vorträge in Kopenhagen über die geistige Führung des Menschen und der Menschheit und da bringt Steiner das jetzt direkt mit dem Christus in Zusammenhang, dass er sagt: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;… die am Menschen im Kindheitsalter wirksamen Kräfte erkennen, heißt den Christus im Menschen erkennen&#039;&#039;. [Rudolf Steiner]&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also die Kräfte, wo Rudolf Steiner beschreibt, die im Gehen lernen, im Sprechen lernen, im Denken lernen, die also in der menschlichen Entwicklung das eigentlich Menschliche zum Vorschein bringen, diese wachstums- und ätherischen Kräfte, die in diesen ersten drei Jahren des Kindes wirksam sind, das seien eben die Christuskräfte. Denn eine wirkliche seelische Selbsterkenntnis führt für den gegenwärtigen Menschen dahin einzusehen, dass in der Menschenseele Kräfte gefunden werden können, welche von diesem Christus ausgehen. In den ersten drei Kindheitsjahren wirken diese Kräfte, ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht, daran sieht man, dass das eben alles nicht, wenn man so will, theologische oder erkenntnistheoretische Fragen sind, sondern dass alle diese anthroposophischen Erkenntnisbemühungen, dass die immer dahin münden, dass das eben Kräfte hervorbringt. Nicht ganz am Schluss, oder nicht ganz am Schluss, sondern hier in „&#039;&#039;Wie erlangt man …”&#039;&#039; kommt der Rudolf Steiner auch auf das Studium noch einmal zu sprechen, was ja immer mehr heutzutage auch infrage gestellt wird, weil gesagt wird, ja - die Texte sind zu schwierig. &amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Denn, weil diese Lehren aus dem lebendigen, inneren Worte, aus der lebendigen Einsprechung geschöpft sind, haben sie selbst geistiges Leben. Sie sind nicht bloß Worte, sie sind lebendige Kräfte. Und während du den Worten eines Geheimkundigen folgst, während du ein Buch liest, das einer wirklichen inneren Erfahrung entstammt, wirken in deiner Seele Kräfte, welche dich ebenso hellsehend machen, wie die Naturkräfte aus lebendigem Stoffe deine Augen und Ohren gebildet haben.”&#039;&#039; [Rudolf Steiner] &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also diese Kräfte, die in unserem Wachstum wirksam sind, verwandeln sich jetzt in diesen Kontext eben in Kräfte, die zu höherer Erkenntnis führen und damit eben die Anthroposophie begründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, so viel wollte ich Ihnen heute Abend zur Einführung in dieses neue Tertial gerne erzählen, über eben diesen historischen Zusammenhang dieser, wenn man so will, Kraftbewegung des Rosenkreuzertums. Vielen Dank für Ihr Interesse und Aufmerksamkeit! [Applaus] &lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Frank Teichmann: &#039;&#039;Goethe und die Rosenkreuzer&#039;&#039;, Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2007, &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 978-3772516160&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Neider, Andreas / Schukraft, Harald : &#039;&#039;Rudolf Steiner in Stuttgart&#039;&#039;, 168 S., kart. EUR 19,95, Belser Verlag, Stuttgart 2011&lt;br /&gt;
* Yates, Frances A.: &#039;&#039;Aufklärung im Zeichen des Rosenkreuzes&#039;&#039;, Klett-Cotta 1997, ISBN-13978-3608918830&lt;br /&gt;
* Templeton, Ronald: Die Lebensreise des Christian Rosencreutz - Eine biografische Rekonstruktion, Verlag Urachhaus, ISBN-13978-3825153557&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
{{GlossarNavigationArtikel|A}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|A}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Anthroposophie]]   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Steiner nennt sie in diesem Zusammenhang „&#039;&#039;die Sphäre des Heiligen Geistes“&#039;&#039; […] die Sphäre, wo die Ätherleiber eben jetzt unsterblich werden, insofern sie sich mit dem Christus verbinden konnten […] das sei die eigentliche Inspirations- und Kraftquelle der &#039;&#039;&#039;anthroposophischen&#039;&#039;&#039; Bewegung.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Der unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreutz als Kraftquelle 00:51:08|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:51:08]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Äther]]   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Steiner nennt sie in diesem Zusammenhang „&#039;&#039;die Sphäre des Heiligen Geistes“&#039;&#039; […] die Sphäre, wo die &#039;&#039;&#039;Ätherleiber&#039;&#039;&#039; eben jetzt unsterblich werden, insofern sie sich mit dem Christus verbinden konnten […] das sei die eigentliche Inspirations- und Kraftquelle der anthroposophischen Bewegung.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Der unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreutz als Kraftquelle 00:51:08|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:51:08]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Christus]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „In den ersten drei Kindheitsjahren wirken diese Kräfte [des &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;], ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#In den ersten drei Kindheitsjahren wirken die Christus- Kräfte, ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht 00:57:38|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:57:38]] &lt;br /&gt;
* „Steiner nennt sie in diesem Zusammenhang „&#039;&#039;die Sphäre des Heiligen Geistes“&#039;&#039; […] die Sphäre, wo die Ätherleiber eben jetzt unsterblich werden, insofern sie sich mit dem &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; verbinden konnten […] das sei die eigentliche Inspirations- und Kraftquelle der anthroposophischen Bewegung.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Der unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreutz als Kraftquelle 00:51:08|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:51:08]]&lt;br /&gt;
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[[Heiliger Geist]]  &lt;br /&gt;
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* „Steiner nennt sie in diesem Zusammenhang „&#039;&#039;die Sphäre des &#039;&#039;&#039;Heiligen Geistes&#039;&#039;&#039;“&#039;&#039; […] die Sphäre, wo die Ätherleiber eben jetzt unsterblich werden, insofern sie sich mit dem Christus verbinden konnten […] das sei die eigentliche Inspirations- und Kraftquelle der anthroposophischen Bewegung.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Der unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreutz als Kraftquelle 00:51:08|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:51:08]]&lt;br /&gt;
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[[Kind]]   &lt;br /&gt;
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* „In den ersten drei &#039;&#039;&#039;Kindheitsjahren&#039;&#039;&#039; wirken diese Kräfte [des Christus], ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#In den ersten drei Kindheitsjahren wirken die Christus- Kräfte, ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht 00:57:38|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:57:38]]&lt;br /&gt;
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[[Meditation]]&lt;br /&gt;
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* „In den ersten drei Kindheitsjahren wirken diese Kräfte [des Christus], ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch &#039;&#039;&#039;innere Versenkung&#039;&#039;&#039; den Christus in sich sucht.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#In den ersten drei Kindheitsjahren wirken die Christus- Kräfte, ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht 00:57:38|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:57:38]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Mensch]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „In den ersten drei Kindheitsjahren wirken diese Kräfte [des Christus], ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der &#039;&#039;&#039;Mensch&#039;&#039;&#039; durch innere Versenkung den Christus in sich sucht.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#In den ersten drei Kindheitsjahren wirken die Christus- Kräfte, ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht 00:57:38|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:57:38]] &lt;br /&gt;
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[[Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; […] Studium […] weil gesagt wird, die Texte sind zu schwierig […] &#039;&#039;denn&#039;&#039; &#039;&#039;weil diese Lehren aus dem lebendigen, inneren Worte, aus der lebendigen Einsprechung geschöpft sind, haben sie selbst geistiges Leben. Sie sind nicht bloß Worte, sie sind lebendige Kräfte.&#039;&#039; [Zitat: Rudolf Steiner]“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#In den ersten drei Kindheitsjahren wirken die Christus- Kräfte, ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht 00:57:38|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:57:38]] &lt;br /&gt;
* „&#039;&#039;&#039;Steiner&#039;&#039;&#039; nennt sie in diesem Zusammenhang „&#039;&#039;die Sphäre des Heiligen Geistes“&#039;&#039; […] die Sphäre, wo die Ätherleiber eben jetzt unsterblich werden, insofern sie sich mit dem Christus verbinden konnten […] das sei die eigentliche Inspirations- und Kraftquelle der anthroposophischen Bewegung.“ [[Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2026#Der unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreutz als Kraftquelle 00:51:08|| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:51:08]]&lt;br /&gt;
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[[Andreas Neider|| zurück zu Andreas Neider |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel mit Video]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Transkribiert von Elke Jurasszovich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar von Elke Jurasszovich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 100%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Das_Rosenkreuzertum_%E2%80%93_ein_Vortrag_von_Andreas_Neider,_2025&amp;diff=33001</id>
		<title>Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2025</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthro.world/index.php?title=Das_Rosenkreuzertum_%E2%80%93_ein_Vortrag_von_Andreas_Neider,_2025&amp;diff=33001"/>
		<updated>2026-10-15T18:31:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: /* Welche Beziehung haben Rudolf Steiner und die Anthroposophie eigentlich zu Stuttgart? 00:02:05 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Andreas Neider_2025-11-17.jpg|link=https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8|thumb|Bild: Anthroposophische Gesellschaft Stuttgart. Das Rosenkreuzertum - ein Vortrag vom 17. November 2025 von [[Andreas Neider]] in der Anthroposophischen Gesellschaft Stuttgart. [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8 Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
[[Andreas Neider|| zurück zu Andreas Neider |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkript vom Vortrag vom 17. November 2025 ==&lt;br /&gt;
Transkript und Glossar von Elke J., Oktober 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=16s Begrüßung 00:00:16] ===&lt;br /&gt;
Ja, herzlichen Dank, lieber Sebastian, und herzlich willkommen, guten Abend, sehr verehrte liebe Freunde!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=16s Rückblick auf Frank Teichmann und seinen letzten Vortrag über das Rosenkreuzertum 00:00:26] ===&lt;br /&gt;
Ja, unser Thema, das Rosenkreuzertum und seine Beziehung zur anthroposophischen Bewegung, beschäftigt mich schon sehr lange. Genauer gesprochen eigentlich seit 2006 oder 2007. Nämlich in dem Moment, wo &#039;&#039;Frank Teichmann&#039;&#039;, der lange hier ja für uns tätig war, über die Schwelle gegangen ist und kurz vor seinem Tod eben hier in diesem Saal noch einen Vortrag, einen letzten Vortrag hielt, in dem er wie testamentarisch eben auf dieses Rosenkreuzertum auch noch einmal zu sprechen kam. Ich werde das im Laufe dieses Abends auch noch einmal weiter vertiefen. Aber ihm verdanke ich letztlich eigentlich meine Beschäftigung mit diesem Thema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe dann 2007 eben nach seinem Tod zunächst sein eigenes hinterlassenes Werk noch veröffentlicht: „Goethe und die Rosenkreuzer” - das waren sechs Vorträge, die er hier gehalten hatte, bei einem Wochenende, die wir aufgenommen hatten, die aber noch nicht verschriftlicht waren zu dem Zeitpunkt seines Todes. Die haben dann Brigitte Teichmann und ich anschließend herausgebracht. Und gleichzeitig habe ich im Rudolf-Steiner-Verlag eben ein Buch über Anthroposophie und Rosenkreuzertum, das Sie auch draußen am Büchertisch finden, herausgegeben, in dem sehr zentrale Aussagen Rudolf Steiners zu diesem Thema veröffentlicht sind, auf die ich heute im Laufe des Abends eben auch zu sprechen kommen werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Teichmann, Frank]]    [[Goethe]]    [[Rosenkreuzer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] sein eigenes hinterlassenes Werk noch veröffentlicht: „Goethe und die Rosenkreuzer” [Frank Teichmann] - das waren sechs Vorträge, die er hier gehalten hatte […]“ | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:26&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=125s Welche Beziehung haben Rudolf Steiner und die Anthroposophie eigentlich zu Stuttgart? 00:02:05] ===&lt;br /&gt;
Eine Fragestellung, die mich dann weiterhin immer wieder begleitet hat und die auch zu einer weiteren Publikation geführt hat in dem Jubiläumsjahr 2011, also zu dem 150. Geburtstag Rudolf Steiners. Da trat an mich die Frage heran, ja welche Beziehung hat Rudolf Steiner und die Anthroposophie eigentlich zu Stuttgart? Und warum haben wir es hier an diesem Ort oder, wenn man so will, auch in diesem Land Baden-Württemberg, warum haben wir da mit so einer sehr starken Anhäufung anthroposophischer Initiativen es zu tun? Was hat das mit Stuttgart zu tun? Und ich habe damals in diesem Buch &#039;&#039;„Rudolf Steiner in Stuttgart”&#039;&#039; versucht, da eine Antwort zu geben, bin aber auf die Zusammenhänge, die ich jetzt heute erwähnen werde und darstellen werde, damals noch nicht eingegangen, weil mir das auch in dem Rahmen noch nicht wirklich alles deutlich vor Augen stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=185s Das Charakteristische für die Anthroposophie ist nicht ein theoretisches Lehrgebäude, sondern ihr Hineinwirken ins Praktische 00:03:05] ===&lt;br /&gt;
Aber wenn Sie das ausdehnen, diese Fragestellung - wie ist das geografisch und historisch? An welchen Orten hat sich die anthroposophische Bewegung besonders stark sozusagen etablieren können oder ist sie fruchtbar geworden? Und da kommt man natürlich zunächst auf diesen württembergischen Raum rund um Stuttgart. Auch andere Territorien in Deutschland wird man da finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn man ins Ausland geht, wird man zunächst in die Niederlande geführt, nach Holland, wo die Anthroposophie sich schon sehr, sehr früh etablieren konnte und eben bis heute auch wirklich sehr stark wirksam geworden ist in allen ihren Gebieten. Denn das ist eben das Charakteristische für die Anthroposophie, dass es eben nicht, wie andere Religionen oder Weltanschauungen, nur ein theoretisches oder, wenn man so will, Lehrgebäude ist, sondern dass die Anthroposophie überall, wo sie eben wirksam geworden ist, immer ins Praktische hinein gewirkt hat. Und das unterscheidet sie sowohl von anderen religiösen Bewegungen, wie etwa eben dem katholischen oder protestantischen Christentum oder dem Buddhismus oder dem Islam oder auch was auch immer an religiösen Bewegungen es sein mögen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine dieser ganzen Bewegungen hat eine eigenständige Medizin, eine eigenständige Pädagogik, eine eigenständige Landwirtschaft oder Heilpädagogik oder sozialwissenschaftliche Lehre entwickelt. Das zeichnet die Anthroposophie aus und das unterscheidet sie auch von allen esoterischen Bewegungen, in welcher Richtung auch immer, die sich entwickelt haben mögen. Aber keine von diesen heutigen sogenannten esoterischen Lehren verfügt über eben praktische Auswirkungen in allen diesen genannten Gebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=316s Die besondere Verbreitung der Anthroposophie in den Niederlanden, im südwestdeutschen und englischen Raum, sowie in Skandinavien 00:05:16] ===&lt;br /&gt;
Und das zeichnet eben die Anthroposophie aus und in dieser Weise hat sie sich eben neben eben diesem südwestdeutschen Raum vor allem in den Niederlanden ausgebreitet, dann auch deutlich im englischsprachigen, im englischen Raum und in Skandinavien. Und zunächst, wenn man jetzt äußerlich hinschaut, wird man da zunächst eine Übereinstimmung finden mit dem Protestantismus und besonders dem Calvinismus oder anderen strengeren, pietistisch ausgerichteten protestantischen Strömungen. Das ist auch für hier, für den württembergischen Raum ist das eindeutig, während man umgekehrt in katholischen Ländern, auch in Deutschland selber, in Bayern zum Beispiel, aber insbesondere in Frankreich, eben überhaupt gar nicht diese anthroposophische Bewegung in dieser Weise sich ausbreiten sieht, weder historisch noch gegenwärtig. Eher sogar, könnte man sagen, rückläufig, wenn man auf Frankreich hinblickt, dann wird die Anthroposophie dort nach wie vor oder manchmal auch verstärkt bekämpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=392s Das historische Auftreten des Rosenkreuzertums im Stuttgarter Raum im Kreis um Johann Valentin Andreae 00:06:32]   ===&lt;br /&gt;
Und dieses Phänomen, was ich jetzt historisch-geografisch hier beschreibe, das hat einen ganz konkreten Hintergrund, auf den ich jetzt eben zu sprechen kommen möchte. Weil man nämlich feststellt, wenn man sich mit diesen geografischen und historischen Zeiträumen beschäftigt, um die es hier geht, dass an all diesen genannten Orten, also insbesondere eben in dem württembergischen Raum, aber eben auch in den Niederlanden, in England vor allem, dass sich dort eben historisch gesehen das Rosenkreuzertum tatsächlich ausgebreitet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass es ursprünglich ja hier aus diesem Stuttgarter Raum von hier aus ausgegangen ist, genauer gesprochen eigentlich von Tübingen, von diesem dortigen Kreis um &#039;&#039;Johann Valentin Andreae&#039;&#039;, der damals aber noch sehr jung war und dessen drei Schriften in den Jahren 1614/15 und 16 ein europaweites Aufsehen erregt haben. Also diese drei Schriften, die „Fama Fraternitatis”, die „&#039;&#039;Confessio”&#039;&#039; und die sogenannte „&#039;&#039;Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreuz&#039;&#039;.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun, wenn man jetzt historisch sich fragt, ja was spielte sich denn ab in dieser Zeit, zum Beginn des 17. Jahrhunderts? Wie konnte eine solche Bewegung, diese rosenkreuzerische Bewegung, die aber weitestgehend unsichtbar blieb … man nannte die Rosenkreuzer eigentlich dann auch „die Unsichtbaren”, weil sie äußerlich im Grunde genommen gar nicht in Erscheinung traten, sondern nur durch diese Schriften, die wiederum dort gedruckt werden durften. Damals gab es ja ein Imprimatur, das von den jeweiligen Landesfürsten erteilt wurde und das waren durchgehend nur protestantische Landesfürsten, wie etwa der Moritz von Hessen-Kassel, wo eben die erste Auflage dieser „Fama Fraternitatis” erschienen war … also in Kassel, und das waren eben wiederum protestantische Landesfürsten. Ähnliches war dann in Straßburg oder auch hier in Württemberg eben auch der Fall. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=532s In den frühen Schriften der Rosenkreuzer ist die Anthroposophie in einer sehr rudimentären Form bereits enthalten. Ihre eigentliche praktische Wirksamkeit blieb im Unsichtbaren 00:08:52] ===&lt;br /&gt;
Und wenn man das historisch sich genauer anschaut, dann bemerkt man, dass diese Fürsten nicht nur protestantisch gesinnt waren, sondern dass sie, wenn man so will, esoterisch gesinnt waren. Und das hing damit zusammen, dass eben dieses Rosenkreuzertum, wenn man sich diese Schriften genauer anguckt, eigentlich etwas proklamierte, was wir tatsächlich 300 Jahre später wiederfinden in der Gestalt der Anthroposophie. Also das, was die Anthroposophie eben auszeichnet, dass sie in allen Lebensgebieten wirksam geworden ist, dass sie ihre Ideen, die im Wesentlichen den Zusammenhang des Makrokosmischen mit dem mikrokosmischen Menschen umfassen, die den Menschen also anbinden an einen kosmologischen Ursprung und ihn in Zusammenhang sehen mit den Phänomenen der Natur, die den Menschen also nicht abtrennen, sondern in Verbindung bringen mit der Natur, mit den Naturreichen und aus diesem Menschenverständnis heraus eben eine neue Medizin, eine neue Pädagogik und eine neue Wissenschaft entwickelt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieses Programm, was, wenn man so will, die heutige oder die Anthroposophie des 20. Jahrhunderts vor allem kennzeichnet, das ist in einer, wenn man so will, sehr frühen und noch sehr rudimentären Form in diesen Schriften der Rosenkreuzer eigentlich enthalten. Und das erweckte zu dieser Zeit eben das Interesse verschiedener Landesfürsten, aber auch anderer wissenschaftlich gesinnter Menschen, dass sie jetzt wissen wollten, wer sind diese Leute, die sowas proklamieren und was haben die eigentlich vor?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es erweckte ein großes Aufsehen, ein großes Interesse, ohne dass aber diejenigen, die das publiziert hatten, jetzt weiter in die Öffentlichkeit traten und sich dafür einsetzten. Sie blieben vielmehr, wie gesagt, im Verborgenen. Sie hatten sich auch als Programm sozusagen vorgenommen, dass sie äußerlich nicht durch irgendwelche Zeichen oder Uniformen oder anderes in Erscheinung treten würden, sondern dass sie im Wesentlichen anonym wirksam werden und vor allem im Bereich der Heilkunst tätig sein wollten. Also als Ärzte, aber ohne sich irgendwie zu outen und sich sozusagen als rosenkreuzerische Ärzte oder irgendwie mit dieser Bewegung in Verbindung zu erklären. Ihre eigentliche praktische Wirksamkeit blieb im Unsichtbaren, blieb anonym. Und auch Valentin Andreae hat sich relativ bald eigentlich von dieser Bewegung äußerlich gesehen abgewendet. Was allerdings den hauptsächlichen Grund hatte darin, dass sofort mit der Veröffentlichung dieser Schriften eine intensive Bekämpfung und Verfolgung seitens der katholischen Kirche und vor allem des Jesuitismus gegen diese Bewegung sich äußerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=744s Viele Parallelen einer kabbalistischen Lehrtafel mit den rosenkreuzerischen Ideen 00:12:24] ===&lt;br /&gt;
Konkreter gesprochen haben wir es in Stuttgart zu tun mit einem Fürsten, Friedrich I., der um die Wende des 16. zum 17. Jahrhundert hier in dem Stuttgarter Schloss, in dem alten Schloss, was heute auch noch steht, eben mit seiner Familie lebte, dessen Sohn Johann Friedrich, der ab 1608 in diesem Schloss regierte und der eine Tochter hatte, nämlich Antonia von Württemberg. Die wiederum dadurch bekannt geworden ist, dass sie eine sogenannte kabbalistische Lehrtafel hat gestalten lassen von einem Hofkünstler, einem Künstler, der am Hof des württembergischen Fürsten tätig war und diese sogenannte kabbalistische Lehrtafel dann in Bad Teinach, hier im Schwarzwald, aufstellen ließ, wo sie auch heute noch zu sehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man sich damit beschäftigt, mit dieser Kabbala, der sogenannten christlichen Kabbala, einer Art Geheimlehre, eigentlich ursprünglich jüdischer Geheimlehre, dann wird man sehr sehr viele Parallelen entdecken in dieser Lehrtafel und in dieser Kabbala mit den rosenkreuzerischen Ideen, die dadurch dann in der Folge dieser Schriften auch durch die sogenannten Lehrtafeln der Rosenkreuzer bekannt geworden sind. Da sind sehr viele Parallelen. Und die Kabbala ist, wenn man so will, auch nichts anderes als eben der Ausdruck eines Hermetismus, wo eben auch der Zusammenhang des Kosmischen mit dem irdischen Menschen beschrieben wird. Sie ist ja so aufgebaut, diese Zehn Sephiroth, aus denen diese Kabbala besteht, dass das eigentlich wie ein umgekehrter Mensch ist, also ein Mensch, der auf dem Kopf steht, der also nach oben in den Kosmos mit seinen Gliedmaßen hineinwächst. Und interessanterweise sind auf dieser Kabbala eben viele Persönlichkeiten abgebildet, die einerseits biblische, meist alttestamentarische Gestalten darstellen, gleichzeitig aber auch Zeitgenossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so findet man also auch den Lehrer Antonias von Württemberg, nämlich Johann Valentin Andreae, auf dieser Lehrtafel abgebildet. Wodurch eben deutlich wird, dass er eben in dem Umfeld dieses württembergischen Fürstenhofes tätig war und eben diese rosenkreuzerischen Ideen dort auch direkt weiter vermittelt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kabbala]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] dieser Kabbala, der sogenannten christlichen Kabbala, einer Art Geheimlehre, eigentlich ursprünglich jüdischer Geheimlehre“ | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:12:24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Johann Valentin Andreae]]    [[Rosenkreuzer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] so findet man also auch den Lehrer Antonias von Württemberg, nämlich Johann Valentin Andreae, auf dieser Lehrtafel abgebildet […] er eben in dem Umfeld dieses württembergischen Fürstenhofes tätig war und eben diese rosenkreuzerischen Ideen dort auch direkt weiter vermittelt hat.“ | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:12:24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=914s Rosenkreuzerische Bestrebungen am alchemistischen Hof von Friedrich V. in Heidelberg und die „Bibliotheca Palatina“ 00:15:14] ===&lt;br /&gt;
Ein weiterer Schwerpunkt oder das weitere Zentrum des rosenkreuzerischen und auch alchemistischen Wirkens war das Heidelberger Schloss von Friedrich V. von der Pfalz. Dieser Fürst, der in Heidelberg dieses Schloss errichtet hatte und dazu eben alchemistische sogenannte Wunderkammern und auch einen Garten, der damals auch bekannt war wegen seiner vielen Heilkräuter und auch eine große Bibliothek, die &#039;&#039;Bibliotheca Palatina&#039;&#039;, die in diesem Schloss sich befand. All das gab sozusagen den Ruf eines alchemistischen Hofes oder einer alchemistischen Herrschaft, die dort sozusagen in der Pfalz sich angesiedelt hatte und die dadurch dann politisch an Bedeutung gewann, dass Friedrich V. von der Pfalz durch Christian von Anhalt, einen weiteren Fürsten aus diesem Umkreis, der mit diesen Rosenkreuzer-Schriften in Verbindung sich stehen sah, dass er also durch diesen Christian von Anhalt und andere deutsche Fürsten zum König von Böhmen ernannt worden war und dann eben nach Prag übersiedelt war - 1619. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was allerdings in der Folge dazu führte, dass er zu einem Winterkönig wurde. Das heißt, er war nur einen Winter lang, nämlich 1619 bis 1620 war er dort in Prag böhmischer König und wurde dann vertrieben von dort durch eben die katholischen Truppen. Denn es hatte 1618 ja bereits, wie bekannt, der Dreißigjährige Krieg begonnen, der eben eine Art gegenreformatorische Offensive war gegen diese sich ausbreitenden, aus dem Protestantismus eigentlich herrührenden, rosenkreuzerischen Bestrebungen, die durch Friedrich von der Pfalz jetzt politisch an Bedeutung zu gewinnen schienen. Und das wurde dann eben hintertrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sephiroth]]   Kabbala&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Sie ist ja so aufgebaut, diese 10 Sephiroth, aus denen diese Kabbala besteht, dass das eigentlich wie ein umgekehrter Mensch ist, also ein Mensch, der auf dem Kopf steht, der also nach oben in den Kosmos mit seinen Gliedmaßen hineinwächst“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=1047s Das historischen Auftreten des Rosenkreuzertums und das rosenkreuzerische Erbe in Amsterdam, im „Lectorium Rosicrucianum“ 00:17:27] ===&lt;br /&gt;
Die ganze rosenkreuzerische Bewegung musste flüchten. Viele ihrer Anhänger sind dann eben in die Niederlande geflüchtet, wo sie dann aufgrund des protestantischen und calvinistischen Hintergrundes der Niederlande, die sich ja gegen Spanien gewehrt und diese katholische Herrschaft abgeschüttelt hatten - also in diesen freien Niederlanden - dort fanden die Flüchtenden vor eben der Gegenreformation und den Kriegern, im Dreißigjährigen Krieg Flüchtenden, fanden dort Aufnahme und konnten dort unterkommen. Dieses rosenkreuzerische Erbe zeigt sich bis heute noch in Amsterdam zum Beispiel dadurch, dass die größte Bibliothek mit alchemistisch-hermetischen und rosenkreuzerischen Schriften aus dieser Zeit und später sich eben dort in Amsterdam befindet, die „Bibliotheca Hermetica“ von Herrn &#039;&#039;Joost Ritman&#039;&#039; und gleichzeitig seit dem 20. Jahrhundert das sogenannte Lectorium Rosicrucianum seinen Ausgang genommen hat.  Also eine Bewegung, die sich auf diese Rosenkreuzer bezieht und die auch heute noch tätig ist, auch hier in Stuttgart tätig ist - Lectorium Rosicrucianum aus Holland. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also sieht man, dass dort eben, wenn man so will, eine Art Refugium gewesen ist für die Vertriebenen, die sich also flüchten mussten aus Deutschland. Und dass gleichzeitig aber in Frankreich eine Art Gegenbewegung, eine Art Verfolgung der Rosenkreuzer einsetzte. Interessanterweise im Umkreis von René Descartes, der sozusagen der Gegenspieler wurde, obwohl er ursprünglich noch als junger Mann eben 1619 nach Deutschland gekommen war, um diese Rosenkreuzer zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also er interessierte sich für die, wie auch viele andere übrigens, Isaac Newton zum Beispiel gehörte auch zu denen, die sich mit diesen englischen Rosenkreuzer-Schriften beschäftigten, von Robert Fludd und John Dee. Das waren zwei englische Rosenkreuzer, die im Umfeld des englischen Königs Jakob I. und seiner Mutter Elisabeth I., also in dieser sogenannten elisabethanischen englischen Gesellschaft, die immer wieder mit dem Rosenkreuzertum in Verbindung gesehen wurde, bis hin auch zu William Shakespeare. Also an dem englischen Hof war das durchaus auch verbreitet und es war auch charakteristisch, dass die Tochter Jakobs I., ebenfalls Elisabeth genannt, dass die mit eben jenem Friedrich von der Pfalz verheiratet wurde und diese Hochzeit auf diesem Heidelberger Schloss ein sehr sehr großes Aufsehen erregte. Das hat damals sozusagen die Regenbogenpresse gefüllt, was alles mit dieser Hochzeit verbunden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und interessanterweise findet man vieles, was mit dieser Hochzeit in Verbindung stand, bis hin auch zu diesem Heidelberger Schloss dann wieder in der Chymischen Hochzeit, die Johann Valentin Andreae verfasst hatte und die 1616 veröffentlicht wurde. Es gab von dieser Chymischen Hochzeit schon eine sehr frühe Jugendschrift, die Johann Valentin Andreae dann später eben umarbeitete, zu dem Buch eben die Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreuz. Ich komme darauf auch später nochmal zurück. Auf jeden Fall taucht da dieser Hintergrund dieser königlichen Hochzeit von eben Friedrich V. von der Pfalz mit dieser Elisabeth von England. Das machte also einen großen Eindruck und das ist sozusagen der äußere Hintergrund, sozusagen die Kulisse für das, was in der Chymischen Hochzeit da beschrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, soviel vielleicht zunächst einmal zu diesem historischen Auftreten des Rosenkreuzertums. Wenn jemand sich damit genauer noch beschäftigen will, historisch gesehen, weil das noch viel weitere Kreise gezogen hat, kann ich nur wärmstens empfehlen Frances A. Yates&#039; Aufklärung im Zeichen des Rosenkreuzes. So heißt dieses Buch, was leider schon lange vergriffen ist, nur noch in Bibliotheken zu finden. Aber da findet man im Grunde genommen alle historischen Zusammenhänge sehr, sehr gut beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rosenkreuzer]]    Lectorium Rosicrucianum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„seit dem 20. Jahrhundert das sogenannte Lectorium Rosicrucianum seinen Ausgang genommen hat. Also eine Bewegung, die sich auf diese Rosenkreuzer bezieht und die auch heute noch tätig ist, auch hier in Stuttgart tätig ist - Lectorium Rosicrucianum aus Holland“ | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=1350s Die Anthroposophie hat in Italien deutlich stärker Fuß gefasst als in Frankreich, wo sie aufgrund der cartesianischen Philosophie stark verfolgt wurde 00:22:30] ===&lt;br /&gt;
Ein weiterer Zusammenhang, auf den ich im Zusammenhang noch mit der Kabbala zu sprechen kommen will; Woher stammten diese kabbalistischen Lehren, die also die Tochter des württembergischen Fürsten Johann Friedrich, Antonia … wie kam sie und wie kamen andere in die Kenntnis dieser Kabbala, die ja zunächst hebräisch natürlich verfasst war?Da spielte schon vorher im 16. Jahrhundert eine große Rolle &#039;&#039;Johannes Reuchlin&#039;&#039;, auch ein reformatorisch-protestantisch gesinnter Gelehrter hier aus dem württembergischen Raum, der eine Grammatik der hebräischen Sprache veröffentlicht hatte und sozusagen dafür sorgte, dass Hebräisch wieder gelehrt werden und dann eben auch verstanden werden konnte. Also er sorgte für diese Kenntniss.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auch andere, die sich nach Italien begeben hatten, hatten also von diesen kabbalistischen Schriften Kenntnis genommen. Die waren nach Italien dadurch gelangt, dass die jüdischen Gelehrten in Spanien vertrieben worden waren und dann nach Italien geflüchtet waren. Und dort fanden sie Aufnahme, nämlich in dem Umkreis der Platonischen Akademie in Florenz und bei den Renaissance-Humanisten Italiens, die sich sehr für diese Kabbala interessierten und darin sozusagen etwas erblickten, mit dem sie sich eben intensiv beschäftigten. Und das führte sozusagen zu dieser Umformung der kabbalistischen Lehren zu der sogenannten christlichen Kabbala. Das geschah also in dem Umfeld dieses italienischen Renaissance-Humanismus und gelangte von dort dann eben auch nach Deutschland, eben auch nach Württemberg, hier an den Stuttgarter Fürstenhof. Von daher ist es auch nicht ganz von der Hand zu weisen, dass die Anthroposophie in Italien doch deutlich stärker Fuß gefasst hat als beispielsweise in Frankreich, wo sie eben in der Folge der cartesianischen Philosophie dann stark verfolgt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=1493s Descartes als Verbündeter der jesuitischen Hexenjagd gegen den Rosenkreuzer-Impuls in Frankreich 00:24:53] ===&lt;br /&gt;
Descartes, nachdem er aus Deutschland zurückkam, weil er sich nämlich dann doch beteiligt hatte an diesem Feldzug gegen diesen Friedrich von der Pfalz da in Prag, der da gestürzt wurde, also dieser Winterkönig. Bei diesem Feldzug war Descartes dabei und hatte eben mit diesen jesuitischen Truppen sich nach Prag begeben. Er hatte selber eine jesuitische Ausbildung durchlaufen, war dann aber längere Zeit sozusagen auf der Suche und fragte sich, was ist das mit diesem Rosenkreuzertum, wie auch andere, wie gesagt, hat sich dann aber gegen diesen Rosenkreuzer-Impuls gewendet, wurde dann bei seiner Rückkehr in Paris sogar verdächtigt, einer dieser Unsichtbaren zu sein, was er widerlegen konnte, dadurch, dass er sich zeigt und sagt, ja schaut her, ich bin nicht unsichtbar. Gleichzeitig setzte aber so eine Art Hexenjagd sozusagen auf das Rosenkreuzertum ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab also Verfolgungen und Hexen- oder Ketzerprozesse, wodurch gerade in Frankreich eben die stärkste Gegnerschaft dann sich entwickelte und wenn man so will auch die Philosophie, die René Descartes dann entwickelt hat, eigentlich diesen Grundsätzen, wenn man so will, der rosenkreuzerischen Lehre, nämlich des Zusammenhangs des Menschen mit dem Kosmos, mit der Natur, dass Descartes eben genau das Gegenteil proklamiert, nämlich eine Trennung, eine Spaltung zwischen Subjekt und Objekt, zwischen Intellekt und äußerer Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Descartes|Descarte]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;s    Rosenkreuzer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] gerade in Frankreich […] die stärkste Gegnerschaft […] die René Descartes dann entwickelt hat […] rosenkreuzerischen Lehre, nämlich des Zusammenhangs des Menschen mit dem Kosmos, mit der Natur, dass Descartes eben genau das Gegenteil proklamiert, nämlich eine Trennung […] , zwischen Intellekt und äußerer Natur”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:24:53   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=1595s In England war Francis Bacon ein Gegner der Rosenkreuzer 00:26:35] ===&lt;br /&gt;
In England waren es, wie gesagt, auch Wissenschaftler wie Isaac Newton, die sich für das Rosenkreuzertum und deren Ideen auch im Zusammenhang mit der Alchemie interessierten und das hing einfach damit zusammen, dass die Naturwissenschaften ja noch ganz am Anfang waren, zum Beginn dieses 17. Jahrhunderts, noch keine, wenn man so will, materialistische Naturwissenschaft sich wirklich ausgebildet hatte. Das begann eigentlich erst durch einen weiteren Gegner dieser Rosenkreuzer, nämlich Francis Bacon, der in dieser Zeit seine grundlegenden Schriften eben auch veröffentlichte. Aber für viele war das eben noch nicht ausgemacht, in welche Richtung würde sich die Naturwissenschaft denn entwickeln. Und da waren diese Ideen, die ja sehr skizzenhaft waren, die in diesen Schriften, die da 1614 bis 16 erschienen waren, zum Ausdruck kamen und auch weiteren Schriften dieser englischen Rosenkreuzer, das irgendwie erschien als eine ganz andere Perspektive, die zu dieser Zeit eben noch nicht festgelegt war, sich dann aber auch in England durch die Royal Society immer mehr doch verfestigte, wodurch dann eben andere Anschauungen sofort in Verdacht kamen, eben nicht christlich oder ketzerisch oder was auch immer zu sein, sodass das dann sehr, sehr bald von der Bildfläche verschwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=1687s Christian Rosenkreutz als historische Persönlichkeit in der Esoterikforschung 00:28:07] ===&lt;br /&gt;
Und erst in jüngster Zeit, eigentlich jetzt auch wiederum von Holland ausgehend, fangen die universitären Wissenschaften an, sich jetzt mit diesen esoterischen Bewegungen doch intensiver zu beschäftigen. Die sogenannte Esoterikforschung, die eben auch von Amsterdam ausgegangen ist und die heute auch in Deutschland über einige Lehrstühle verfügt, in diesem Kontext beschäftigt man sich eben auch wieder mit diesen rosenkreuzerischen Lehren, auch mit der Gestalt des Christian Rosenkreutzselber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wodurch wir jetzt sozusagen auf das Zentrum der ganzen Thematik zu sprechen kommen, nämlich auf den Begründer dieser rosenkreuzerischen Bewegung, der ja in dieser &#039;&#039;Fama Fraternitatis&#039;&#039; auch biografisch genauer umschrieben wird, als eben der sogenannte Bruder Christian Rosenkreuz. Interessanterweise haben wir da jetzt seit dieser Woche endlich das Buch von &#039;&#039;Ronald Templeton&#039;&#039;, mit dem wir ja hier im Februar auch ein Tagesseminar veranstaltet haben - „&#039;&#039;Die Lebensreise des Christian Rosencreutz”&#039;&#039; vorliegen, auch draußen am Büchertisch erhältlich. Weil interessanterweise in allen Zusammenhängen, wo auch heute noch über Christian Rosenkreutz gesprochen wird, also auch bei dem „Lectorium Rosicrucianum”, aber insbesondere in der sogenannten Esoterikforschung, eigentlich nirgends davon ausgegangen wird, dass Christian Rosenkreutz tatsächlich gelebt hat, dass das also eine historische Persönlichkeit gewesen ist, so wie es in der &#039;&#039;Fama Fraternitatis&#039;&#039; dargestellt und eben auch von Rudolf Steiner dann ganz deutlich beschrieben worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überall, in allen anderen Zusammenhängen, die man auch heute noch hat, wird diese Gestalt als eine mythologische oder symbolische beschrieben. Also nicht historische Persönlichkeit, sondern insbesondere auch die Chymische Hochzeit, auch sein gesamter Lebensgang - alles, was über ihn erzählt wird, wird als etwas Symbolisches erlebt, als etwas, was sozusagen wie ein Urbild sein könne für eine esoterische Entwicklung, aber nicht eine historische Biografie beschreiben würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=1844s Ronald Templeton rekonstruiert in seiner Biografie über Christian Rosenkreutz, dass dieser auf seinen Reisen im 14.Jh. an verschiedenen Bildungsstätten das Wissen, die Geheimnisse und Mysterien des Orients studiert hatte 00:30:44] ===&lt;br /&gt;
Und nun hat Ronald Templeton interessanterweise auf dem Hintergrund eben immer wieder dieser immer wieder auftauchenden, wenn man so will, in Fragestellung der Historizität des Christian Rosenkreutz versucht, die Biografie, so wie sie in der Fama und auch von Rudolf Steiner beschrieben wird, diese Biografie zu rekonstruieren und eben als historisch nachzuweisen. Und das ist ihm dadurch gelungen, dass er den ja in der Fama und auch durch Rudolf Steiner sehr ausführlichen Bildungsgang, also die Bildungsbiografie des Christian Rosenkreuz, dass er die genauer untersucht hat. Und die Orte, an denen Christian Rosenkreutz gewesen sein soll, laut Fama und auch laut Rudolf Steiner, dass er diese Orte jetzt genauer untersucht hat im Hinblick auf die Lehrstätten bzw. Universitäten, die es dort gegeben haben soll, an denen sozusagen Christian Rosenkreutz seine Ausbildung erhalten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun zeigt sich, dass es dazu wirklich ausreichend historisches Material und Dokumente gibt, die genauestens nachweisen, in welcher Form welcher Unterricht dort stattgefunden hat an diesen verschiedenen Städten, die ich jetzt nicht im Detail beschreiben kann, das kann man alles nachlesen in dem neuen Buch vom Templeton. Dabei zeigt sich aber, dass tatsächlich an allen Orten, die da in der Fama erwähnt werden, dass es da tatsächlich Unterricht und Lehrstätten gegeben hat, meistens mit islamischem Hintergrund, aber eben esoterischem Islam. Wenn man so will, das Wissen des Orients, die Geheimnisse, die Mysterien des Orients, die an diesen Hochschulen, an denen eben auch Christian Rosenkreutzgelebt hat und Unterricht bezogen hat, dass es dort tatsächlich solche Schulen gab, bis dahin, dass man auch Details über die Art von Unterricht und die Inhalte, die da unterrichtet wurden, auch finden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sodass also diese Bildungsbiografie bis in Details hinein tatsächlich historisch rekonstruierbar ist. Wodurch eben deutlich wird, dass die Autoren dieser Schriften eben nicht eine symbolische Erfindung einer Bildungsbiografie dahingestellt haben, sondern dass sie tatsächlich einen Bildungsgang und diese Reisen beschrieben haben, die mindestens zu der Zeit, in der sie eben stattgefunden haben sollen, nämlich im 14. Jahrhundert. Dass die tatsächlich so im Detail stattgefunden haben können und dass eigentlich kein Grund besteht, anzunehmen, dass das nun alles erfunden sei, wenn die ganzen historischen zugrunde liegenden Fakten eben alle nachweislich so gewesen sind, wie sie dort in dieser Bildungsbiografie der Fama beschrieben worden sind. Also das ist eine ausgezeichnete Leistung von Ronald Templeton, dass er diesen historischen Hintergrund jetzt mal wirklich festmachen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Christian Rosenkreutz]]    [[Fama Fraternitatis]]    Rudolf Steiner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] dass Christian Rosenkreutz tatsächlich gelebt hat, dass das also eine historische Persönlichkeit gewesen ist, so wie es in der Fama Fraternitatis dargestellt und eben auch von Rudolf Steiner dann ganz deutlich beschrieben worden ist.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:28:07   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=2048s Spuren des Rosenkreuzertums in Goethes Leben 00:34:08] ===&lt;br /&gt;
Und das kann man jetzt, wenn man das jetzt geschichtlich weiter verfolgt, weil das Rosenkreuzertum äußerlich dann eben mit Beginn des 30-jährigen Krieges verschwindet von der Bildfläche. Das taucht wirklich nur sehr kurz auf, eben zwischen 1614 und 1619, bis dann dieser Winterkönig gestürzt wird und die Anhänger nach Holland flüchten müssen, sich verbergen müssen. Valentin Andreae sich dann auch praktisch äußerlich abwendet und auch meint mit diesen Jugendschriften eigentlich nichts zu tun gehabt zu haben. Also in der Folge des 30-jährigen Krieges und dieser Verfolgung des Rosenkreuzertums distanziert er sich dann später davon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch taucht dieses Rosenkreuzertum dann in einer sehr merkwürdigen, uns aber wohl bekannten Form wieder auf, nämlich in Goethes Leben. Bei Goethe kann man eben ganz deutlich die Spuren des Rosenkreuzertums in seiner Biografie wiederfinden. Das hat eben Frank Teichmann in dem besagten Buch &#039;&#039;„Goethe und die Rosenkreuzer&#039;&#039;“ ja ausführlich dargestellt. Zunächst dadurch, dass er 19-jährig schwer erkrankt, an einer lebensgefährlichen Erkrankung, und dann durch eben einen rosenkreuzerischen Arzt gerettet wird, der ein Fluidum, ein Salz ihm verabreicht, das ihm dann das Leben rettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der dann später bei seiner Harzreise eine Art rosenkreuzerische Einweihung erlebt, die in anderer Gestalt von Rudolf Steiner dann später beschrieben worden ist in den Vorträgen mit Mysterienstätten des Mittelalters. Da gibt es zwei Vorträge, in denen Rudolf Steiner von einer sogenannten „rosenkreuzerischen Einweihung“ spricht, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie durch eine Begegnung auf einem Berg und eine andere Begegnung in einem Berg stattfindet. Also zwei Stufen, auf einem Berg und in einem Berg. Und Steiner weist nur darauf hin im Zusammenhang dieser Vorträge, dass sich diese Einweihung später immer wieder in einer gewissen Weise wiederholt hat oder wieder miterlebt worden ist. Und einer derjenigen, die eben diese Einweihung miterlebt oder wiedererlebt haben, war eben Goethe, dem eben genau das wiederfuhr, dass er da in einem Bergwerk, nämlich im Harz, eine bestimmte Begegnung erlebte und dann anschließend eben auch auf dem Berg, nämlich auf diesem Brocken bei der Besteigung dieses Berges, worüber er seiner Freundin Frau von Stein eben in Briefen berichtet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Kontext ist es auch interessant, dass Goethe der Frau von Stein auch schreibt, dass er die Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreutz gelesen habe und dann sagt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Christian Rosenkreutz, Hochzeit habe ich hinaus gelesen. Es gibt ein schön Märchen zur guten Stunde zu erzählen, wenn es wiedergeboren wird. In seiner alten Haut ist es nicht zu genießen.&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;1786 schreibt das Goethe. Also er fand vor allem diese zum Teil ja blutigen Bilder in dieser Chymischen Hochzeit nicht zu genießen und bringt dann 1795 eben sein Märchen, das Goethe-Märchen, als das, was er nennt „die Wiedergeburt dieser Chymischen Hochzeit.“ Das Goethe-Märchen hat ganz eindeutig diesen Hintergrund, bis auch dahin, dass diese Brücke, von der da die Rede ist, im Zusammenhang mit der Heidelberger Brücke steht, die auch heute noch in Heidelberg zu sehen ist. Also da auch taucht Heidelberg am Rande wieder auf. Und auch Rudolf Steiner weist auf diesen Kontext eben hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zweiter Text von Goethe ist natürlich das berühmte Fragment „Die Geheimnisse“, wo sich herausstellt, dass Goethe da etwas beschreibt, was später Rudolf Steiner dann rekonstruiert hat, als die eigentliche Einweihung des Christian Rosenkreuz. Steiner macht das so fest, das werde ich gleich noch etwas genauer beschreiben, dass sich diese eigentliche Einweihung im 13. Jahrhundert vollzogen hat, wo diese Persönlichkeit noch nicht Christian Rosenkreutzhieß, wo sie auch nicht so sehr lange lebte, wo sich aber dieser Umkreis, dieser 12. und dieser 13., der er eben gewesen ist, wo sich diese Gestaltung wiederfindet in einer sehr besonderen Konstellation, die ich gleich noch ausführlicher darstellen möchte. Auf jeden Fall so Steiner hat Goethe sozusagen da etwas beschrieben in diesem Text, Die Geheimnisse, was sich historisch gesehen im Zusammenhang mit dieser ursprünglichen Einweihung des Christian Rosenkreutzim 13. Jahrhundert tatsächlich ereignet hatte. So sehen wir also in Goethes Leben sozusagen Spuren des Rosenkreuzertums wieder aufscheinen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Goethe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Bei Goethe kann man eben ganz deutlich die Spuren des Rosenkreuzertums in seiner Biografie wiederfinden. Das hat eben Frank Teichmann in dem besagten Buch &#039;&#039;„Goethe und die Rosenkreuzer&#039;&#039;“ ja ausführlich dargestellt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christian Rosenkreutz   Einweihung    Rudolf Steiner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…]Text von Goethe ist natürlich das berühmte Fragment „Die Geheimnisse“, wo sich herausstellt, dass Goethe da etwas beschreibt, was später Rudolf Steiner dann rekonstruiert hat, als die eigentliche Einweihung des Christian Rosenkreutz.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:34:08   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=2390s Die Anthroposophie als Kraftorganismus am Beispiel eines Mysteriendramas 00:39:50] ===&lt;br /&gt;
Und nun ist es so, dass ja eben Rudolf Steiner sich nicht umsonst ganz wesentlich bei der Begründung der Anthroposophie in vielen Punkten, sowohl naturwissenschaftlich wie auch vor allem von der künstlerischen Seite her, an Goethe anschließt. Und einer dieser Anschlusspunkte ist eben das erste Mysteriendrama, das ja zunächst eigentlich das goethesche Märchen auf die Bühne bringen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben also eine mehrfache Metamorphose. „Chymische Hochzeit“ von Valentin Andreae mit Christian Rosenkreutz im Zentrum, durch Goethe in das Märchen metamorphosiert - und durch Rudolf Steiner in sein erstes Mysteriendrama, das ja untertitelt wird mit „Ein Rosenkreuzer Mysterium“. Und das Siegel, was wir da haben von diesem ersten Drama, hat eben diese drei Rosenkreuzer-Worte zum Inhalt. Also:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ex Deo Nascimur, In Christo Morimur, Per Spiritum Sanctum Reviviscimus&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Das steht auf diesem Siegel des ersten Dramas. Wieso ist das ein Rosenkreuzer Mysterium? Zum einen haben wir sozusagen die historische Wurzel, die historischen Vorläufer, die aber nur ganz im Verborgenen jetzt da wieder auftauchen. Aber ein wesentlicher Aspekt, den ich jetzt hervorheben will und der für Rudolf Steiner sozusagen dann zentral wird, das ist der Aspekt der Kraft. Also das, was da umschrieben wird mit Kräften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hatte ja am Anfang gesagt, die anthroposophische Bewegung zeichnet sich dadurch aus, dass es nicht eine Weltanschauung, eine Lehre, eine religiöse Anschauung, eine esoterische Lehre allein ist, sondern dass alle diese Ideen, dass die sich praktisch auswirken. Dass die also, wenn man so will, Kraft haben, dass wir es zu tun haben mit einem Kraftorganismus, wenn wir auf die Anthroposophie hinschauen, einem Kraftorganismus, der wie alles Ätherische, was eben Lebenskräfte sind … nicht das Ätherische kann für sich alleine gar nicht existieren, sondern das Ätherische ist immer nur zusammenhängend denkbar oder überhaupt erlebbar mit etwas Physischem, was von diesem Ätherischen gestaltet und verlebendigt wird. Ein Ätherisches für sich gibt es gar nicht. Ein Ätherisches kann immer nur im Zusammenhang mit Physischem überhaupt beobachtet werden. So wie der Ätherleib eben einen physischen Leib gestaltet, gestalten eben diese Kräfte das Lebendige und, wenn man so will, unser Leben. Weshalb Rudolf Steiner auch darauf aufmerksam macht, dass er sagt, unsere Gedanken- und Vorstellungskräfte und alles, was wir sozusagen an Kultur hervorbringen, das sind umgewandelte Lebenskräfte. Wir denken mit denselben Kräften, mit denen wir wachsen. Das sind dieselben Kräfte, die sich nur umwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und mit diesem Kraftaspekt haben wir es sozusagen zu tun, wenn wir von der Anthroposophie sprechen. Und natürlich muss man sich fragen, woher kommen jetzt diese Kräfte? In dem Mysteriendrama taucht das an verschiedenen Stellen in dem ersten Bild schon auf, dass eben der Capesius, der ein Gedankenmensch ist, ein Professor ist, dass der etwas ganz Besonderes in diesem anthroposophischen Zusammenhang bemerkt. Er sagt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Was hier jedoch sich zeigt, gibt viel zu denken Menschen meiner Art. Erklärlich schien uns solche Wirkung, wo überhitzter Sektengeist die Seelen nur betörend sich über Menschen gießt. Doch hier ist nichts von solchem Geist zu sehen. Man will nur durch Vernunft zur Seele sprechen. Und doch, man schafft durch Worte echte Lebenskräfte und spricht zum tiefsten Herzensgrund. Und selbst des Wollens Reich ergreift das Sonderbare etwas, das jenen, die gleich mir in alten Bahnen wandeln, als blasses Denken nur erscheinen will.”&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Dem Capesius fällt auf, dass in diesem Zusammenhang des Benedictus und der Maria, dass diese Worte, die da gesprochen oder auch studiert werden, dass das Lebenskräfte sind, dass sie Kraft haben. Und das kommt dann auch noch zum Ausdruck an der Stelle, wo die andere Maria auftaucht. Auch noch in diesem ersten Bild. Die sagt nämlich:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Ich muss stets neue Kraft mir holen aus dem Reichtum, der hier aus Geistesquellen fließt. Die warme Zauberkraft der Worte, die hier ich höre, ergießt in meine Hände sich und fließt wie Balsam weiter, berührt die Hand den Leidbeladenen, sie wandelt sich auf meinen Lippen in rechte Trostesrede für schmerzdurchwühlte Herzen. Ich frage nach der Worte Ursprung nicht, ich schaue ihre Wahrheit. Wenn lebend, leben sie mir Spenden.”&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Das sagt jetzt diese andere Maria. Und die Maria sagt dann noch, um das zu erklären:&amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Doch unsere Freundin hat erschöpft des Lebens beste Kräfte durch ihre Arbeitsüberfülle und aller Lebensmut war ihr genommen durch schweren Schicksalsdruck, den sie erfahren, die Kräfte hatte sie geopfert, der Kinder sorglich Leitung, der Mut war hingesunken, als ihr ein früher Tod den teuren Gatten nahm.”&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Zunächst ist diese andere Maria sozusagen zusammengebrochen, hatte keine Kräfte mehr, sie war am Ende - ein Burnout würde man das heute nennen. Ihr Mann ist durch einen frühen Tod gestorben, sie hatte alles sozusagen der Erziehung der Kinder gewidmet und war jetzt kräftemäßig am Ende: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Da brachten Schicksalsmächte sie in unserer Geistes leeren Bann und ihre Lebenskräfte erblühten noch zum zweiten Mal.”&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;So dass sie dann eben jetzt sagt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Ich muss stets neue Kraft mir holen aus dem Reichtum, der hier aus Geistesquellen fließt. Die warme Zauberkraft der Worte, die hier ich höre, ergießt in meine Hände sich.”&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also sie schreibt jetzt ihre Wirksamkeit und ihr neues Leben den Worten zu, die sie jetzt da hört, in diesem Rosenkreuzer-Tempel eigentlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goethe [[Mysteriendramen von Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] das erste Mysteriendrama, das ja zunächst eigentlich das goethesche Märchen auf die Bühne bringen sollte […] das ja untertitelt wird mit „Ein Rosenkreuzer Mysterium“.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Äther]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] das Ätherische kann für sich alleine gar nicht existieren, sondern das Ätherische ist immer nur zusammenhängend denkbar oder überhaupt erlebbar mit etwas Physischem, was von diesem Ätherischen gestaltet und verlebendigt wird.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:39:50   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=2848s Jede Idee, die dir nicht zum Ideal wird, ertötet in deiner Seele eine Kraft. Jede Idee, die dir aber zum Ideal wird, erschafft in dir Lebenskräfte (Rudolf Steiner) 00:47:28] ===&lt;br /&gt;
Und nun, wenn man bei Rudolf Steiner jetzt selber nachliest, in seinem Buch »Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?«, dann findet man an ganz zentraler Stelle, ganz am Anfang, genau das eigentlich beschrieben. Nicht? Sie alle kennen ja dieses Buch, das da anfängt mit dem sogenannten »Pfad der Verehrung«. Und diese Verehrung, die da entwickelt wird, die bezeichnet Rudolf Steiner immer so, dass er sagt, daraus schöpft der Mensch Kraft. Wenn er diese Verehrung in der Lage ist zu entwickeln, dann schöpft er daraus Kräfte. Und umgekehrt, wenn er das nicht tut, dann raubt er sich Kräfte. Begegne ich einem Menschen und tadele ich seine Schwächen, so raube ich mir höhere Erkenntniskraft. Suche ich liebevoll mich in seine Vorzüge zu vertiefen, so sammle ich solche Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht, diese Übung, die dann später wieder auftaucht, in verwandelter Form als Positivitätsübung, das ist die Grundübung dieses Buches, die in mehrfacher Form in dem Buch mindestens viermal wieder auftaucht, dass man Kritik zurückhalten soll, dass man kritiklos Worte sich anhören soll, auch wenn sie noch so falsch klingen. Nicht, das, was da am Anfang als das Gefühl der Ehrfurcht beschrieben wird, taucht in verschiedenster Weise wieder auf, dann vor allem als Positivitätsübung. Aber es wird eben gleich am Anfang so beschrieben, dass das eine Kraftübung ist, dass das eine Übung ist, die Kraft verleiht. Und das wird dann noch verstärkt durch den Schluss dieses ersten Kapitels, wo es heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Jede Idee, die dir nicht zum Ideal wird, ertötet in deiner Seele eine Kraft. Jede Idee, die dir aber zum Ideal wird, erschafft in dir Lebenskräfte.”&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Nicht, da haben wir wieder diesen Zusammenhang, dass es etwas gibt, was abtötend ist. Davon ist auch in dem Mysteriendrama natürlich die Rede, auch in dieser Szene mit dem Geist der Elemente wird das ja deutlich, dass die Gedankenart von Strader und Capesius zunächst in dieser Lebenssphäre, in der ätherischen Welt Gewitter erzeugt und eigentlich Zerstörung hervorruft. Und dass andererseits die Märchen, die Frau Balde erzählt, in dieser Lebenssphäre des Geistes der Elemente, dass die da heilsam wirken. Weshalb die Frau Balde dann auch aufgefordert wird für die Schädigungen, die die beiden Irrlichter eigentlich - also Strader und Capesius in der elementarischen Welt hervorrufen - die also Kräfte rauben oder zerstören, dass die Frau Balde dafür bezahlen muss und da diese Kräfte wieder ausgleicht. Was übrigens der Capesius auch bestätigt, dadurch, dass er sagt, wenn ich erschöpft bin und keine Kraft mehr habe, gehe ich zu der Frau Balde und höre mir die Märchen an, die sie mir erzählt. Und die wiederum bringen ihm neue Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=3068s Der unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreutz als Kraftquelle 00:51:08] ===&lt;br /&gt;
Nun wissen wir auch durch Rudolf Steiner, dass diese Märchen, dass die den Ursprung haben in dem Rosenkreuzertum, dass diese mitteleuropäischen Märchen und auch die Märchen der Frau Balde eigentlich rosenkreuzerische Märchen sind. Aber woher kommt jetzt diese Kraft? Was ist das? Was sozusagen, vor allem wenn man auf Rudolf Steiner selber hinblickt, ja ungeheure schöpferische Kräfte zum Vorschein gebracht hat. Wenn man sich nicht nur sein schriftliches Werk, sondern vor allem sein künstlerisches Werk anschaut und etwa den Seelenkalender sich anschaut, wie der entstanden ist, dann fragt man sich, woher kommt jetzt diese dichterische Fähigkeit, diese enorme Schöpferkraft, die sich in dieser Gesamtkomposition eines Seelenkalenders oder etwa der zwölf Stimmungen dieser kosmologischen Dichtung zum Ausdruck bringt? Woher kommen diese Kräfte, die dann auch den ersten Bau des Goetheanums, also ein architektonisches Werk, zur Erscheinung bringen. Respektive natürlich die vier Mysteriendramen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Woher kommen diese schöpferischen Kräfte? Und da wird man jetzt durch Rudolf Steiner, und damit komme ich langsam zum Abschluss dieser Betrachtungen, da wird man jetzt durch Rudolf Steiner eben aufmerksam gemacht, auf das, was mit diesem Christian Rosenkreutz tatsächlich unsterblich verbunden ist. Das macht nämlich Rudolf Steiner - und diese Vorträge können Sie nachlesen, eben hier in diesem Sammelband - das sind die sogenannten Neuchâteler Vorträge, wo Steiner eben zwei Vorträge gehalten hat, über eben diese okkulte Biografie und diese Einweihung des Christian Rosenkreutz, die eben schon vor dem 14. Jahrhundert, also vor dieser Inkarnation, in der er dann auch diesen Namen erhält, gewesen sein soll. Dass da so ein Kollegium von zwölf Eingeweihten sich eben versammelt hat, um diesem 13. alle Weisheiten, die es bis dahin gegeben hatte, der atlantischen Zeit und der nachatlantischen Zeit, vermittelt haben. Woraufhin dieser Jüngling in einen todesartigen Zustand gekommen sei, bei dem sich aber sozusagen sein Leib wie durchsichtig hätte gezeigt. Und die Folge davon war, dass nach dem Tod dieses Eingeweihten jungen Mannes, dass dessen Ätherleib sich dann eben nicht mehr aufgelöst hat. Steiner nennt ihn dann den unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieser Ätherleib ist nun eben eine Kraftquelle. Denn ein ätherischer Leib ist etwas, was Kräfte beinhaltet, die in der Lage sind, Physisches zu gestalten, beziehungsweise dem Physischen eben Kräfte zu verleihen. Lebenskräfte, die dann umgewandelt werden in kulturelle oder Denk- und Vorstellungskräfte. Eine Kraftquelle, an die dadurch die Menschen anschließen können, dass sie sich eben auch verbinden mit diesem Geschehen, was eben Christian Rosenkreutz auszeichnet, was in den Rosenkreuzer-Worten zum Ausdruck kommt, mit diesem Mysterium von Golgatha. Das ist sozusagen der Schlüssel für diese Kraftquelle. Und daraus gibt es dann, wie Rudolf Steiner, Sie müssen das nachlesen in diesen Neuchâteler Vorträgen, wie er es dann wörtlich ausdrückt, dass sich die Wirksamkeit dieses Ätherleibes dann im Laufe der Jahrhunderte immer mehr verstärkt hätte dadurch, dass immer mehr Menschen sozusagen in diese Sphäre vorgedrungen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das sei nun seit dem Ende des Kali-Yuga, das nennt Rudolf Steiner in dem Zusammenhang auch das Jahr 1899, dass seit dem Zeitpunkt 1900, wo er dann eben anfängt über das goethesche Märchen, also diesen rosenkreuzerischen Zusammenhang erstmalig zu sprechen. Er sagt, in diesem Zusammenhang „&#039;&#039;wurde ich erstmalig esoterisch“&#039;&#039;. 1900, Goethes Märchen, Ende des Kali-Yuga und seit diesem 20. Jahrhundert sei es jetzt sozusagen immer mehr Menschen möglich, in diese Sphäre sich zu begeben, weil die sich auch dadurch verstärkt hat, dass nun andere Ätherleiber insofern auch teilweise jedenfalls sich unsterblich erwiesen haben, als sie eben sich mit dieser Sphäre verbinden konnten. Steiner nennt sie in diesem Zusammenhang „&#039;&#039;die Sphäre des Heiligen Geistes“&#039;&#039;. Also die Sphäre, wo die Ätherleiber eben jetzt unsterblich werden, insofern sie sich mit dem Christus verbinden konnten. Diese Sphäre des Heiligen Geistes, das sei die eigentliche Inspirations- und Kraftquelle der anthroposophischen Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also auf diesen Kontext kommt man sozusagen dann wieder zurück und entdeckt sozusagen da das Geheimnis, wenn man so will, auch für diese unglaubliche Schöpferkräfte, die Rudolf Steiner auf so vielen Gebieten eben, bis eben in diese praktischen, wissenschaftlichen Zusammenhänge medizinischer oder pädagogischer oder auch landwirtschaftlicher Art, dass er überall eben sich als enorm schöpferisch erwies und andere Menschen wiederum anleitete oder inspirierte, ebenfalls in dieser Weise tätig zu werden. Da hat man sozusagen diesen Hintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äther   Rudolf Steiner    [[Heiliger Geist]]  Christus   [[Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Steiner nennt sie in diesem Zusammenhang „&#039;&#039;die Sphäre des Heiligen Geistes“&#039;&#039; […] die Sphäre, wo die Ätherleiber eben jetzt unsterblich werden, insofern sie sich mit dem Christus verbinden konnten […] das sei die eigentliche Inspirations- und Kraftquelle der anthroposophischen Bewegung.“  | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:47:28   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=3458s In den ersten drei Kindheitsjahren wirken die Christus- Kräfte, ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht 00:57:38] ===&lt;br /&gt;
Und abschließend will ich da noch ein Zitat bringen. Wenn man jetzt andere Vorträge in dem Zusammenhang nochmal studiert, auch wiederum von 1911, also diese Neuchâteler Vorträge, das ist 1911. Und da gibt es eben auch die Vorträge in Kopenhagen über die geistige Führung des Menschen und der Menschheit und da bringt Steiner das jetzt direkt mit dem Christus in Zusammenhang, dass er sagt: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;… die am Menschen im Kindheitsalter wirksamen Kräfte erkennen, heißt den Christus im Menschen erkennen&#039;&#039;. [Rudolf Steiner]&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also die Kräfte, wo Rudolf Steiner beschreibt, die im Gehen lernen, im Sprechen lernen, im Denken lernen, die also in der menschlichen Entwicklung das eigentlich Menschliche zum Vorschein bringen, diese wachstums- und ätherischen Kräfte, die in diesen ersten drei Jahren des Kindes wirksam sind, das seien eben die Christuskräfte. Denn eine wirkliche seelische Selbsterkenntnis führt für den gegenwärtigen Menschen dahin einzusehen, dass in der Menschenseele Kräfte gefunden werden können, welche von diesem Christus ausgehen. In den ersten drei Kindheitsjahren wirken diese Kräfte, ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht, daran sieht man, dass das eben alles nicht, wenn man so will, theologische oder erkenntnistheoretische Fragen sind, sondern dass alle diese anthroposophischen Erkenntnisbemühungen, dass die immer dahin münden, dass das eben Kräfte hervorbringt. Nicht ganz am Schluss, oder nicht ganz am Schluss, sondern hier in „&#039;&#039;Wie erlangt man …”&#039;&#039; kommt der Rudolf Steiner auch auf das Studium noch einmal zu sprechen, was ja immer mehr heutzutage auch infrage gestellt wird, weil gesagt wird, ja - die Texte sind zu schwierig. &amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Denn, weil diese Lehren aus dem lebendigen, inneren Worte, aus der lebendigen Einsprechung geschöpft sind, haben sie selbst geistiges Leben. Sie sind nicht bloß Worte, sie sind lebendige Kräfte. Und während du den Worten eines Geheimkundigen folgst, während du ein Buch liest, das einer wirklichen inneren Erfahrung entstammt, wirken in deiner Seele Kräfte, welche dich ebenso hellsehend machen, wie die Naturkräfte aus lebendigem Stoffe deine Augen und Ohren gebildet haben.”&#039;&#039; [Rudolf Steiner] &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also diese Kräfte, die in unserem Wachstum wirksam sind, verwandeln sich jetzt in diesen Kontext eben in Kräfte, die zu höherer Erkenntnis führen und damit eben die Anthroposophie begründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, so viel wollte ich Ihnen heute Abend zur Einführung in dieses neue Tertial gerne erzählen, über eben diesen historischen Zusammenhang dieser, wenn man so will, Kraftbewegung des Rosenkreuzertums. Vielen Dank für Ihr Interesse und Aufmerksamkeit! [Applaus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christus   Selbsterkenntnis   Seele   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eine wirkliche seelische Selbsterkenntnis führt für den gegenwärtigen Menschen dahin einzusehen, dass in der Menschenseele Kräfte gefunden werden können, welche von diesem Christus ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christus   Mensch   Kind     Meditation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den ersten drei Kindheitsjahren wirken diese Kräfte [des Christus], ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner […] Studium […] weil gesagt wird, die Texte sind zu schwierig […] &#039;&#039;denn&#039;&#039; &#039;&#039;weil diese Lehren aus dem lebendigen, inneren Worte, aus der lebendigen Einsprechung geschöpft sind, haben sie selbst geistiges Leben. Sie sind nicht bloß Worte, sie sind lebendige Kräfte.&#039;&#039; [Zitat: Rudolf Steiner]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:57:38   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Frank Teichmann: &#039;&#039;Goethe und die Rosenkreuzer&#039;&#039;, Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2007, &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 978-3772516160&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Neider, Andreas / Schukraft, Harald : &#039;&#039;Rudolf Steiner in Stuttgart&#039;&#039;, 168 S., kart. EUR 19,95, Belser Verlag, Stuttgart 2011&lt;br /&gt;
* Yates, Frances A.: &#039;&#039;Aufklärung im Zeichen des Rosenkreuzes&#039;&#039;, Klett-Cotta 1997, ISBN-13978-3608918830&lt;br /&gt;
* Templeton, Ronald: Die Lebensreise des Christian Rosencreutz - Eine biografische Rekonstruktion, Verlag Urachhaus, ISBN-13978-3825153557&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
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[[Andreas Neider|| zurück zu Andreas Neider |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel mit Video]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Andreas Neider]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Transkribiert von Elke Jurasszovich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar von Elke Jurasszovich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 100%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Das_Rosenkreuzertum_%E2%80%93_ein_Vortrag_von_Andreas_Neider,_2025&amp;diff=33000</id>
		<title>Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2025</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthro.world/index.php?title=Das_Rosenkreuzertum_%E2%80%93_ein_Vortrag_von_Andreas_Neider,_2025&amp;diff=33000"/>
		<updated>2026-10-15T18:16:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: /* Begrüßung 00:00:16 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Andreas Neider_2025-11-17.jpg|link=https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8|thumb|Bild: Anthroposophische Gesellschaft Stuttgart. Das Rosenkreuzertum - ein Vortrag vom 17. November 2025 von [[Andreas Neider]] in der Anthroposophischen Gesellschaft Stuttgart. [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8 Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
[[Andreas Neider|| zurück zu Andreas Neider |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkript vom Vortrag vom 17. November 2025 ==&lt;br /&gt;
Transkript und Glossar von Elke J., Oktober 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=16s Begrüßung 00:00:16] ===&lt;br /&gt;
Ja, herzlichen Dank, lieber Sebastian, und herzlich willkommen, guten Abend, sehr verehrte liebe Freunde!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8&amp;amp;t=16s Rückblick auf Frank Teichmann und seinen letzten Vortrag über das Rosenkreuzertum 00:00:26] ===&lt;br /&gt;
Ja, unser Thema, das Rosenkreuzertum und seine Beziehung zur anthroposophischen Bewegung, beschäftigt mich schon sehr lange. Genauer gesprochen eigentlich seit 2006 oder 2007. Nämlich in dem Moment, wo &#039;&#039;Frank Teichmann&#039;&#039;, der lange hier ja für uns tätig war, über die Schwelle gegangen ist und kurz vor seinem Tod eben hier in diesem Saal noch einen Vortrag, einen letzten Vortrag hielt, in dem er wie testamentarisch eben auf dieses Rosenkreuzertum auch noch einmal zu sprechen kam. Ich werde das im Laufe dieses Abends auch noch einmal weiter vertiefen. Aber ihm verdanke ich letztlich eigentlich meine Beschäftigung mit diesem Thema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe dann 2007 eben nach seinem Tod zunächst sein eigenes hinterlassenes Werk noch veröffentlicht: „Goethe und die Rosenkreuzer” - das waren sechs Vorträge, die er hier gehalten hatte, bei einem Wochenende, die wir aufgenommen hatten, die aber noch nicht verschriftlicht waren zu dem Zeitpunkt seines Todes. Die haben dann Brigitte Teichmann und ich anschließend herausgebracht. Und gleichzeitig habe ich im Rudolf-Steiner-Verlag eben ein Buch über Anthroposophie und Rosenkreuzertum, das Sie auch draußen am Büchertisch finden, herausgegeben, in dem sehr zentrale Aussagen Rudolf Steiners zu diesem Thema veröffentlicht sind, auf die ich heute im Laufe des Abends eben auch zu sprechen kommen werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Teichmann, Frank]]    [[Goethe]]    [[Rosenkreuzer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] sein eigenes hinterlassenes Werk noch veröffentlicht: „Goethe und die Rosenkreuzer” [Frank Teichmann] - das waren sechs Vorträge, die er hier gehalten hatte […]“ | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:26&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Welche Beziehung haben Rudolf Steiner und die Anthroposophie eigentlich zu Stuttgart? 00:02:05 ===&lt;br /&gt;
Eine Fragestellung, die mich dann weiterhin immer wieder begleitet hat und die auch zu einer weiteren Publikation geführt hat in dem Jubiläumsjahr 2011, also zu dem 150. Geburtstag Rudolf Steiners. Da trat an mich die Frage heran, ja welche Beziehung hat Rudolf Steiner und die Anthroposophie eigentlich zu Stuttgart? Und warum haben wir es hier an diesem Ort oder, wenn man so will, auch in diesem Land Baden-Württemberg, warum haben wir da mit so einer sehr starken Anhäufung anthroposophischer Initiativen es zu tun? Was hat das mit Stuttgart zu tun? Und ich habe damals in diesem Buch &#039;&#039;„Rudolf Steiner in Stuttgart”&#039;&#039; versucht, da eine Antwort zu geben, bin aber auf die Zusammenhänge, die ich jetzt heute erwähnen werde und darstellen werde, damals noch nicht eingegangen, weil mir das auch in dem Rahmen noch nicht wirklich alles deutlich vor Augen stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8=185s Das Charakteristische für die Anthroposophie ist nicht ein theoretisches Lehrgebäude, sondern ihr Hineinwirken ins Praktische 00:03:05] ===&lt;br /&gt;
Aber wenn Sie das ausdehnen, diese Fragestellung - wie ist das geografisch und historisch? An welchen Orten hat sich die anthroposophische Bewegung besonders stark sozusagen etablieren können oder ist sie fruchtbar geworden? Und da kommt man natürlich zunächst auf diesen württembergischen Raum rund um Stuttgart. Auch andere Territorien in Deutschland wird man da finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn man ins Ausland geht, wird man zunächst in die Niederlande geführt, nach Holland, wo die Anthroposophie sich schon sehr, sehr früh etablieren konnte und eben bis heute auch wirklich sehr stark wirksam geworden ist in allen ihren Gebieten. Denn das ist eben das Charakteristische für die Anthroposophie, dass es eben nicht, wie andere Religionen oder Weltanschauungen, nur ein theoretisches oder, wenn man so will, Lehrgebäude ist, sondern dass die Anthroposophie überall, wo sie eben wirksam geworden ist, immer ins Praktische hinein gewirkt hat. Und das unterscheidet sie sowohl von anderen religiösen Bewegungen, wie etwa eben dem katholischen oder protestantischen Christentum oder dem Buddhismus oder dem Islam oder auch was auch immer an religiösen Bewegungen es sein mögen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine dieser ganzen Bewegungen hat eine eigenständige Medizin, eine eigenständige Pädagogik, eine eigenständige Landwirtschaft oder Heilpädagogik oder sozialwissenschaftliche Lehre entwickelt. Das zeichnet die Anthroposophie aus und das unterscheidet sie auch von allen esoterischen Bewegungen, in welcher Richtung auch immer, die sich entwickelt haben mögen. Aber keine von diesen heutigen sogenannten esoterischen Lehren verfügt über eben praktische Auswirkungen in allen diesen genannten Gebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8=316s Die besondere Verbreitung der Anthroposophie in den Niederlanden, im südwestdeutschen und englischen Raum, sowie in Skandinavien 00:05:16] ===&lt;br /&gt;
Und das zeichnet eben die Anthroposophie aus und in dieser Weise hat sie sich eben neben eben diesem südwestdeutschen Raum vor allem in den Niederlanden ausgebreitet, dann auch deutlich im englischsprachigen, im englischen Raum und in Skandinavien. Und zunächst, wenn man jetzt äußerlich hinschaut, wird man da zunächst eine Übereinstimmung finden mit dem Protestantismus und besonders dem Calvinismus oder anderen strengeren, pietistisch ausgerichteten protestantischen Strömungen. Das ist auch für hier, für den württembergischen Raum ist das eindeutig, während man umgekehrt in katholischen Ländern, auch in Deutschland selber, in Bayern zum Beispiel, aber insbesondere in Frankreich, eben überhaupt gar nicht diese anthroposophische Bewegung in dieser Weise sich ausbreiten sieht, weder historisch noch gegenwärtig. Eher sogar, könnte man sagen, rückläufig, wenn man auf Frankreich hinblickt, dann wird die Anthroposophie dort nach wie vor oder manchmal auch verstärkt bekämpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8=392s Das historische Auftreten des Rosenkreuzertums im Stuttgarter Raum im Kreis um Johann Valentin Andreae 00:06:32]   ===&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieses Phänomen, was ich jetzt historisch-geografisch hier beschreibe, das hat einen ganz konkreten Hintergrund, auf den ich jetzt eben zu sprechen kommen möchte. Weil man nämlich feststellt, wenn man sich mit diesen geografischen und historischen Zeiträumen beschäftigt, um die es hier geht, dass an all diesen genannten Orten, also insbesondere eben in dem württembergischen Raum, aber eben auch in den Niederlanden, in England vor allem, dass sich dort eben historisch gesehen das Rosenkreuzertum tatsächlich ausgebreitet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass es ursprünglich ja hier aus diesem Stuttgarter Raum von hier aus ausgegangen ist, genauer gesprochen eigentlich von Tübingen, von diesem dortigen Kreis um &#039;&#039;Johann Valentin Andreae&#039;&#039;, der damals aber noch sehr jung war und dessen drei Schriften in den Jahren 1614/15 und 16 ein europaweites Aufsehen erregt haben. Also diese drei Schriften, die „Fama Fraternitatis”, die „&#039;&#039;Confessio”&#039;&#039; und die sogenannte „&#039;&#039;Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreuz&#039;&#039;.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun, wenn man jetzt historisch sich fragt, ja was spielte sich denn ab in dieser Zeit, zum Beginn des 17. Jahrhunderts? Wie konnte eine solche Bewegung, diese rosenkreuzerische Bewegung, die aber weitestgehend unsichtbar blieb … man nannte die Rosenkreuzer eigentlich dann auch „die Unsichtbaren”, weil sie äußerlich im Grunde genommen gar nicht in Erscheinung traten, sondern nur durch diese Schriften, die wiederum dort gedruckt werden durften. Damals gab es ja ein Imprimatur, das von den jeweiligen Landesfürsten erteilt wurde und das waren durchgehend nur protestantische Landesfürsten, wie etwa der Moritz von Hessen-Kassel, wo eben die erste Auflage dieser „Fama Fraternitatis” erschienen war … also in Kassel, und das waren eben wiederum protestantische Landesfürsten. Ähnliches war dann in Straßburg oder auch hier in Württemberg eben auch der Fall. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8=532s In den frühen Schriften der Rosenkreuzer ist die Anthroposophie in einer sehr rudimentären Form bereits enthalten. Ihre eigentliche praktische Wirksamkeit blieb im Unsichtbaren 00:08:52] ===&lt;br /&gt;
Und wenn man das historisch sich genauer anschaut, dann bemerkt man, dass diese Fürsten nicht nur protestantisch gesinnt waren, sondern dass sie, wenn man so will, esoterisch gesinnt waren. Und das hing damit zusammen, dass eben dieses Rosenkreuzertum, wenn man sich diese Schriften genauer anguckt, eigentlich etwas proklamierte, was wir tatsächlich 300 Jahre später wiederfinden in der Gestalt der Anthroposophie. Also das, was die Anthroposophie eben auszeichnet, dass sie in allen Lebensgebieten wirksam geworden ist, dass sie ihre Ideen, die im Wesentlichen den Zusammenhang des Makrokosmischen mit dem mikrokosmischen Menschen umfassen, die den Menschen also anbinden an einen kosmologischen Ursprung und ihn in Zusammenhang sehen mit den Phänomenen der Natur, die den Menschen also nicht abtrennen, sondern in Verbindung bringen mit der Natur, mit den Naturreichen und aus diesem Menschenverständnis heraus eben eine neue Medizin, eine neue Pädagogik und eine neue Wissenschaft entwickelt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieses Programm, was, wenn man so will, die heutige oder die Anthroposophie des 20. Jahrhunderts vor allem kennzeichnet, das ist in einer, wenn man so will, sehr frühen und noch sehr rudimentären Form in diesen Schriften der Rosenkreuzer eigentlich enthalten. Und das erweckte zu dieser Zeit eben das Interesse verschiedener Landesfürsten, aber auch anderer wissenschaftlich gesinnter Menschen, dass sie jetzt wissen wollten, wer sind diese Leute, die sowas proklamieren und was haben die eigentlich vor?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es erweckte ein großes Aufsehen, ein großes Interesse, ohne dass aber diejenigen, die das publiziert hatten, jetzt weiter in die Öffentlichkeit traten und sich dafür einsetzten. Sie blieben vielmehr, wie gesagt, im Verborgenen. Sie hatten sich auch als Programm sozusagen vorgenommen, dass sie äußerlich nicht durch irgendwelche Zeichen oder Uniformen oder anderes in Erscheinung treten würden, sondern dass sie im Wesentlichen anonym wirksam werden und vor allem im Bereich der Heilkunst tätig sein wollten. Also als Ärzte, aber ohne sich irgendwie zu outen und sich sozusagen als rosenkreuzerische Ärzte oder irgendwie mit dieser Bewegung in Verbindung zu erklären. Ihre eigentliche praktische Wirksamkeit blieb im Unsichtbaren, blieb anonym. Und auch Valentin Andreae hat sich relativ bald eigentlich von dieser Bewegung äußerlich gesehen abgewendet. Was allerdings den hauptsächlichen Grund hatte darin, dass sofort mit der Veröffentlichung dieser Schriften eine intensive Bekämpfung und Verfolgung seitens der katholischen Kirche und vor allem des Jesuitismus gegen diese Bewegung sich äußerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8=744s Viele Parallelen einer kabbalistischen Lehrtafel mit den rosenkreuzerischen Ideen 00:12:24] ===&lt;br /&gt;
Konkreter gesprochen haben wir es in Stuttgart zu tun mit einem Fürsten, Friedrich I., der um die Wende des 16. zum 17. Jahrhundert hier in dem Stuttgarter Schloss, in dem alten Schloss, was heute auch noch steht, eben mit seiner Familie lebte, dessen Sohn Johann Friedrich, der ab 1608 in diesem Schloss regierte und der eine Tochter hatte, nämlich Antonia von Württemberg. Die wiederum dadurch bekannt geworden ist, dass sie eine sogenannte kabbalistische Lehrtafel hat gestalten lassen von einem Hofkünstler, einem Künstler, der am Hof des württembergischen Fürsten tätig war und diese sogenannte kabbalistische Lehrtafel dann in Bad Teinach, hier im Schwarzwald, aufstellen ließ, wo sie auch heute noch zu sehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man sich damit beschäftigt, mit dieser Kabbala, der sogenannten christlichen Kabbala, einer Art Geheimlehre, eigentlich ursprünglich jüdischer Geheimlehre, dann wird man sehr sehr viele Parallelen entdecken in dieser Lehrtafel und in dieser Kabbala mit den rosenkreuzerischen Ideen, die dadurch dann in der Folge dieser Schriften auch durch die sogenannten Lehrtafeln der Rosenkreuzer bekannt geworden sind. Da sind sehr viele Parallelen. Und die Kabbala ist, wenn man so will, auch nichts anderes als eben der Ausdruck eines Hermetismus, wo eben auch der Zusammenhang des Kosmischen mit dem irdischen Menschen beschrieben wird. Sie ist ja so aufgebaut, diese Zehn Sephiroth, aus denen diese Kabbala besteht, dass das eigentlich wie ein umgekehrter Mensch ist, also ein Mensch, der auf dem Kopf steht, der also nach oben in den Kosmos mit seinen Gliedmaßen hineinwächst. Und interessanterweise sind auf dieser Kabbala eben viele Persönlichkeiten abgebildet, die einerseits biblische, meist alttestamentarische Gestalten darstellen, gleichzeitig aber auch Zeitgenossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so findet man also auch den Lehrer Antonias von Württemberg, nämlich Johann Valentin Andreae, auf dieser Lehrtafel abgebildet. Wodurch eben deutlich wird, dass er eben in dem Umfeld dieses württembergischen Fürstenhofes tätig war und eben diese rosenkreuzerischen Ideen dort auch direkt weiter vermittelt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kabbala]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] dieser Kabbala, der sogenannten christlichen Kabbala, einer Art Geheimlehre, eigentlich ursprünglich jüdischer Geheimlehre“ | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:12:24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Johann Valentin Andreae]]    [[Rosenkreuzer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] so findet man also auch den Lehrer Antonias von Württemberg, nämlich Johann Valentin Andreae, auf dieser Lehrtafel abgebildet […] er eben in dem Umfeld dieses württembergischen Fürstenhofes tätig war und eben diese rosenkreuzerischen Ideen dort auch direkt weiter vermittelt hat.“ | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:12:24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8=914s Rosenkreuzerische Bestrebungen am alchemistischen Hof von Friedrich V. in Heidelberg und die „Bibliotheca Palatina“ 00:15:14] ===&lt;br /&gt;
Ein weiterer Schwerpunkt oder das weitere Zentrum des rosenkreuzerischen und auch alchemistischen Wirkens war das Heidelberger Schloss von Friedrich V. von der Pfalz. Dieser Fürst, der in Heidelberg dieses Schloss errichtet hatte und dazu eben alchemistische sogenannte Wunderkammern und auch einen Garten, der damals auch bekannt war wegen seiner vielen Heilkräuter und auch eine große Bibliothek, die &#039;&#039;Bibliotheca Palatina&#039;&#039;, die in diesem Schloss sich befand. All das gab sozusagen den Ruf eines alchemistischen Hofes oder einer alchemistischen Herrschaft, die dort sozusagen in der Pfalz sich angesiedelt hatte und die dadurch dann politisch an Bedeutung gewann, dass Friedrich V. von der Pfalz durch Christian von Anhalt, einen weiteren Fürsten aus diesem Umkreis, der mit diesen Rosenkreuzer-Schriften in Verbindung sich stehen sah, dass er also durch diesen Christian von Anhalt und andere deutsche Fürsten zum König von Böhmen ernannt worden war und dann eben nach Prag übersiedelt war - 1619. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was allerdings in der Folge dazu führte, dass er zu einem Winterkönig wurde. Das heißt, er war nur einen Winter lang, nämlich 1619 bis 1620 war er dort in Prag böhmischer König und wurde dann vertrieben von dort durch eben die katholischen Truppen. Denn es hatte 1618 ja bereits, wie bekannt, der Dreißigjährige Krieg begonnen, der eben eine Art gegenreformatorische Offensive war gegen diese sich ausbreitenden, aus dem Protestantismus eigentlich herrührenden, rosenkreuzerischen Bestrebungen, die durch Friedrich von der Pfalz jetzt politisch an Bedeutung zu gewinnen schienen. Und das wurde dann eben hintertrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sephiroth]]   Kabbala&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Sie ist ja so aufgebaut, diese 10 Sephiroth, aus denen diese Kabbala besteht, dass das eigentlich wie ein umgekehrter Mensch ist, also ein Mensch, der auf dem Kopf steht, der also nach oben in den Kosmos mit seinen Gliedmaßen hineinwächst“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8=1047s Das historischen Auftreten des Rosenkreuzertums und das rosenkreuzerische Erbe in Amsterdam, im „Lectorium Rosicrucianum“ 00:17:27] ===&lt;br /&gt;
Die ganze rosenkreuzerische Bewegung musste flüchten. Viele ihrer Anhänger sind dann eben in die Niederlande geflüchtet, wo sie dann aufgrund des protestantischen und calvinistischen Hintergrundes der Niederlande, die sich ja gegen Spanien gewehrt und diese katholische Herrschaft abgeschüttelt hatten - also in diesen freien Niederlanden - dort fanden die Flüchtenden vor eben der Gegenreformation und den Kriegern, im Dreißigjährigen Krieg Flüchtenden, fanden dort Aufnahme und konnten dort unterkommen. Dieses rosenkreuzerische Erbe zeigt sich bis heute noch in Amsterdam zum Beispiel dadurch, dass die größte Bibliothek mit alchemistisch-hermetischen und rosenkreuzerischen Schriften aus dieser Zeit und später sich eben dort in Amsterdam befindet, die „Bibliotheca Hermetica“ von Herrn &#039;&#039;Joost Ritman&#039;&#039; und gleichzeitig seit dem 20. Jahrhundert das sogenannte Lectorium Rosicrucianum seinen Ausgang genommen hat.  Also eine Bewegung, die sich auf diese Rosenkreuzer bezieht und die auch heute noch tätig ist, auch hier in Stuttgart tätig ist - Lectorium Rosicrucianum aus Holland. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also sieht man, dass dort eben, wenn man so will, eine Art Refugium gewesen ist für die Vertriebenen, die sich also flüchten mussten aus Deutschland. Und dass gleichzeitig aber in Frankreich eine Art Gegenbewegung, eine Art Verfolgung der Rosenkreuzer einsetzte. Interessanterweise im Umkreis von René Descartes, der sozusagen der Gegenspieler wurde, obwohl er ursprünglich noch als junger Mann eben 1619 nach Deutschland gekommen war, um diese Rosenkreuzer zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also er interessierte sich für die, wie auch viele andere übrigens, Isaac Newton zum Beispiel gehörte auch zu denen, die sich mit diesen englischen Rosenkreuzer-Schriften beschäftigten, von Robert Fludd und John Dee. Das waren zwei englische Rosenkreuzer, die im Umfeld des englischen Königs Jakob I. und seiner Mutter Elisabeth I., also in dieser sogenannten elisabethanischen englischen Gesellschaft, die immer wieder mit dem Rosenkreuzertum in Verbindung gesehen wurde, bis hin auch zu William Shakespeare. Also an dem englischen Hof war das durchaus auch verbreitet und es war auch charakteristisch, dass die Tochter Jakobs I., ebenfalls Elisabeth genannt, dass die mit eben jenem Friedrich von der Pfalz verheiratet wurde und diese Hochzeit auf diesem Heidelberger Schloss ein sehr sehr großes Aufsehen erregte. Das hat damals sozusagen die Regenbogenpresse gefüllt, was alles mit dieser Hochzeit verbunden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und interessanterweise findet man vieles, was mit dieser Hochzeit in Verbindung stand, bis hin auch zu diesem Heidelberger Schloss dann wieder in der Chymischen Hochzeit, die Johann Valentin Andreae verfasst hatte und die 1616 veröffentlicht wurde. Es gab von dieser Chymischen Hochzeit schon eine sehr frühe Jugendschrift, die Johann Valentin Andreae dann später eben umarbeitete, zu dem Buch eben die Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreuz. Ich komme darauf auch später nochmal zurück. Auf jeden Fall taucht da dieser Hintergrund dieser königlichen Hochzeit von eben Friedrich V. von der Pfalz mit dieser Elisabeth von England. Das machte also einen großen Eindruck und das ist sozusagen der äußere Hintergrund, sozusagen die Kulisse für das, was in der Chymischen Hochzeit da beschrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, soviel vielleicht zunächst einmal zu diesem historischen Auftreten des Rosenkreuzertums. Wenn jemand sich damit genauer noch beschäftigen will, historisch gesehen, weil das noch viel weitere Kreise gezogen hat, kann ich nur wärmstens empfehlen Frances A. Yates&#039; Aufklärung im Zeichen des Rosenkreuzes. So heißt dieses Buch, was leider schon lange vergriffen ist, nur noch in Bibliotheken zu finden. Aber da findet man im Grunde genommen alle historischen Zusammenhänge sehr, sehr gut beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rosenkreuzer]]    Lectorium Rosicrucianum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„seit dem 20. Jahrhundert das sogenannte Lectorium Rosicrucianum seinen Ausgang genommen hat. Also eine Bewegung, die sich auf diese Rosenkreuzer bezieht und die auch heute noch tätig ist, auch hier in Stuttgart tätig ist - Lectorium Rosicrucianum aus Holland“ | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8=1350s Die Anthroposophie hat in Italien deutlich stärker Fuß gefasst als in Frankreich, wo sie aufgrund der cartesianischen Philosophie stark verfolgt wurde 00:22:30] ===&lt;br /&gt;
Ein weiterer Zusammenhang, auf den ich im Zusammenhang noch mit der Kabbala zu sprechen kommen will; Woher stammten diese kabbalistischen Lehren, die also die Tochter des württembergischen Fürsten Johann Friedrich, Antonia … wie kam sie und wie kamen andere in die Kenntnis dieser Kabbala, die ja zunächst hebräisch natürlich verfasst war?Da spielte schon vorher im 16. Jahrhundert eine große Rolle &#039;&#039;Johannes Reuchlin&#039;&#039;, auch ein reformatorisch-protestantisch gesinnter Gelehrter hier aus dem württembergischen Raum, der eine Grammatik der hebräischen Sprache veröffentlicht hatte und sozusagen dafür sorgte, dass Hebräisch wieder gelehrt werden und dann eben auch verstanden werden konnte. Also er sorgte für diese Kenntniss.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auch andere, die sich nach Italien begeben hatten, hatten also von diesen kabbalistischen Schriften Kenntnis genommen. Die waren nach Italien dadurch gelangt, dass die jüdischen Gelehrten in Spanien vertrieben worden waren und dann nach Italien geflüchtet waren. Und dort fanden sie Aufnahme, nämlich in dem Umkreis der Platonischen Akademie in Florenz und bei den Renaissance-Humanisten Italiens, die sich sehr für diese Kabbala interessierten und darin sozusagen etwas erblickten, mit dem sie sich eben intensiv beschäftigten. Und das führte sozusagen zu dieser Umformung der kabbalistischen Lehren zu der sogenannten christlichen Kabbala. Das geschah also in dem Umfeld dieses italienischen Renaissance-Humanismus und gelangte von dort dann eben auch nach Deutschland, eben auch nach Württemberg, hier an den Stuttgarter Fürstenhof. Von daher ist es auch nicht ganz von der Hand zu weisen, dass die Anthroposophie in Italien doch deutlich stärker Fuß gefasst hat als beispielsweise in Frankreich, wo sie eben in der Folge der cartesianischen Philosophie dann stark verfolgt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8=1493s Descartes als Verbündeter der jesuitischen Hexenjagd gegen den Rosenkreuzer-Impuls in Frankreich 00:24:53] ===&lt;br /&gt;
Descartes, nachdem er aus Deutschland zurückkam, weil er sich nämlich dann doch beteiligt hatte an diesem Feldzug gegen diesen Friedrich von der Pfalz da in Prag, der da gestürzt wurde, also dieser Winterkönig. Bei diesem Feldzug war Descartes dabei und hatte eben mit diesen jesuitischen Truppen sich nach Prag begeben. Er hatte selber eine jesuitische Ausbildung durchlaufen, war dann aber längere Zeit sozusagen auf der Suche und fragte sich, was ist das mit diesem Rosenkreuzertum, wie auch andere, wie gesagt, hat sich dann aber gegen diesen Rosenkreuzer-Impuls gewendet, wurde dann bei seiner Rückkehr in Paris sogar verdächtigt, einer dieser Unsichtbaren zu sein, was er widerlegen konnte, dadurch, dass er sich zeigt und sagt, ja schaut her, ich bin nicht unsichtbar. Gleichzeitig setzte aber so eine Art Hexenjagd sozusagen auf das Rosenkreuzertum ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab also Verfolgungen und Hexen- oder Ketzerprozesse, wodurch gerade in Frankreich eben die stärkste Gegnerschaft dann sich entwickelte und wenn man so will auch die Philosophie, die René Descartes dann entwickelt hat, eigentlich diesen Grundsätzen, wenn man so will, der rosenkreuzerischen Lehre, nämlich des Zusammenhangs des Menschen mit dem Kosmos, mit der Natur, dass Descartes eben genau das Gegenteil proklamiert, nämlich eine Trennung, eine Spaltung zwischen Subjekt und Objekt, zwischen Intellekt und äußerer Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Descartes|Descarte]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;s    Rosenkreuzer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] gerade in Frankreich […] die stärkste Gegnerschaft […] die René Descartes dann entwickelt hat […] rosenkreuzerischen Lehre, nämlich des Zusammenhangs des Menschen mit dem Kosmos, mit der Natur, dass Descartes eben genau das Gegenteil proklamiert, nämlich eine Trennung […] , zwischen Intellekt und äußerer Natur”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:24:53   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8=1595s In England war Francis Bacon ein Gegner der Rosenkreuzer 00:26:35] ===&lt;br /&gt;
In England waren es, wie gesagt, auch Wissenschaftler wie Isaac Newton, die sich für das Rosenkreuzertum und deren Ideen auch im Zusammenhang mit der Alchemie interessierten und das hing einfach damit zusammen, dass die Naturwissenschaften ja noch ganz am Anfang waren, zum Beginn dieses 17. Jahrhunderts, noch keine, wenn man so will, materialistische Naturwissenschaft sich wirklich ausgebildet hatte. Das begann eigentlich erst durch einen weiteren Gegner dieser Rosenkreuzer, nämlich Francis Bacon, der in dieser Zeit seine grundlegenden Schriften eben auch veröffentlichte. Aber für viele war das eben noch nicht ausgemacht, in welche Richtung würde sich die Naturwissenschaft denn entwickeln. Und da waren diese Ideen, die ja sehr skizzenhaft waren, die in diesen Schriften, die da 1614 bis 16 erschienen waren, zum Ausdruck kamen und auch weiteren Schriften dieser englischen Rosenkreuzer, das irgendwie erschien als eine ganz andere Perspektive, die zu dieser Zeit eben noch nicht festgelegt war, sich dann aber auch in England durch die Royal Society immer mehr doch verfestigte, wodurch dann eben andere Anschauungen sofort in Verdacht kamen, eben nicht christlich oder ketzerisch oder was auch immer zu sein, sodass das dann sehr, sehr bald von der Bildfläche verschwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8=1687s Christian Rosenkreutz als historische Persönlichkeit in der Esoterikforschung 00:28:07] ===&lt;br /&gt;
Und erst in jüngster Zeit, eigentlich jetzt auch wiederum von Holland ausgehend, fangen die universitären Wissenschaften an, sich jetzt mit diesen esoterischen Bewegungen doch intensiver zu beschäftigen. Die sogenannte Esoterikforschung, die eben auch von Amsterdam ausgegangen ist und die heute auch in Deutschland über einige Lehrstühle verfügt, in diesem Kontext beschäftigt man sich eben auch wieder mit diesen rosenkreuzerischen Lehren, auch mit der Gestalt des Christian Rosenkreutzselber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wodurch wir jetzt sozusagen auf das Zentrum der ganzen Thematik zu sprechen kommen, nämlich auf den Begründer dieser rosenkreuzerischen Bewegung, der ja in dieser &#039;&#039;Fama Fraternitatis&#039;&#039; auch biografisch genauer umschrieben wird, als eben der sogenannte Bruder Christian Rosenkreuz. Interessanterweise haben wir da jetzt seit dieser Woche endlich das Buch von &#039;&#039;Ronald Templeton&#039;&#039;, mit dem wir ja hier im Februar auch ein Tagesseminar veranstaltet haben - „&#039;&#039;Die Lebensreise des Christian Rosencreutz”&#039;&#039; vorliegen, auch draußen am Büchertisch erhältlich. Weil interessanterweise in allen Zusammenhängen, wo auch heute noch über Christian Rosenkreutz gesprochen wird, also auch bei dem „Lectorium Rosicrucianum”, aber insbesondere in der sogenannten Esoterikforschung, eigentlich nirgends davon ausgegangen wird, dass Christian Rosenkreutz tatsächlich gelebt hat, dass das also eine historische Persönlichkeit gewesen ist, so wie es in der &#039;&#039;Fama Fraternitatis&#039;&#039; dargestellt und eben auch von Rudolf Steiner dann ganz deutlich beschrieben worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überall, in allen anderen Zusammenhängen, die man auch heute noch hat, wird diese Gestalt als eine mythologische oder symbolische beschrieben. Also nicht historische Persönlichkeit, sondern insbesondere auch die Chymische Hochzeit, auch sein gesamter Lebensgang - alles, was über ihn erzählt wird, wird als etwas Symbolisches erlebt, als etwas, was sozusagen wie ein Urbild sein könne für eine esoterische Entwicklung, aber nicht eine historische Biografie beschreiben würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8=1844s Ronald Templeton rekonstruiert in seiner Biografie über Christian Rosenkreutz, dass dieser auf seinen Reisen im 14.Jh. an verschiedenen Bildungsstätten das Wissen, die Geheimnisse und Mysterien des Orients studiert hatte 00:30:44] ===&lt;br /&gt;
Und nun hat Ronald Templeton interessanterweise auf dem Hintergrund eben immer wieder dieser immer wieder auftauchenden, wenn man so will, in Fragestellung der Historizität des Christian Rosenkreutz versucht, die Biografie, so wie sie in der Fama und auch von Rudolf Steiner beschrieben wird, diese Biografie zu rekonstruieren und eben als historisch nachzuweisen. Und das ist ihm dadurch gelungen, dass er den ja in der Fama und auch durch Rudolf Steiner sehr ausführlichen Bildungsgang, also die Bildungsbiografie des Christian Rosenkreuz, dass er die genauer untersucht hat. Und die Orte, an denen Christian Rosenkreutz gewesen sein soll, laut Fama und auch laut Rudolf Steiner, dass er diese Orte jetzt genauer untersucht hat im Hinblick auf die Lehrstätten bzw. Universitäten, die es dort gegeben haben soll, an denen sozusagen Christian Rosenkreutz seine Ausbildung erhalten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun zeigt sich, dass es dazu wirklich ausreichend historisches Material und Dokumente gibt, die genauestens nachweisen, in welcher Form welcher Unterricht dort stattgefunden hat an diesen verschiedenen Städten, die ich jetzt nicht im Detail beschreiben kann, das kann man alles nachlesen in dem neuen Buch vom Templeton. Dabei zeigt sich aber, dass tatsächlich an allen Orten, die da in der Fama erwähnt werden, dass es da tatsächlich Unterricht und Lehrstätten gegeben hat, meistens mit islamischem Hintergrund, aber eben esoterischem Islam. Wenn man so will, das Wissen des Orients, die Geheimnisse, die Mysterien des Orients, die an diesen Hochschulen, an denen eben auch Christian Rosenkreutzgelebt hat und Unterricht bezogen hat, dass es dort tatsächlich solche Schulen gab, bis dahin, dass man auch Details über die Art von Unterricht und die Inhalte, die da unterrichtet wurden, auch finden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sodass also diese Bildungsbiografie bis in Details hinein tatsächlich historisch rekonstruierbar ist. Wodurch eben deutlich wird, dass die Autoren dieser Schriften eben nicht eine symbolische Erfindung einer Bildungsbiografie dahingestellt haben, sondern dass sie tatsächlich einen Bildungsgang und diese Reisen beschrieben haben, die mindestens zu der Zeit, in der sie eben stattgefunden haben sollen, nämlich im 14. Jahrhundert. Dass die tatsächlich so im Detail stattgefunden haben können und dass eigentlich kein Grund besteht, anzunehmen, dass das nun alles erfunden sei, wenn die ganzen historischen zugrunde liegenden Fakten eben alle nachweislich so gewesen sind, wie sie dort in dieser Bildungsbiografie der Fama beschrieben worden sind. Also das ist eine ausgezeichnete Leistung von Ronald Templeton, dass er diesen historischen Hintergrund jetzt mal wirklich festmachen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Christian Rosenkreutz]]    [[Fama Fraternitatis]]    Rudolf Steiner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] dass Christian Rosenkreutz tatsächlich gelebt hat, dass das also eine historische Persönlichkeit gewesen ist, so wie es in der Fama Fraternitatis dargestellt und eben auch von Rudolf Steiner dann ganz deutlich beschrieben worden ist.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:28:07   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8=2048s Spuren des Rosenkreuzertums in Goethes Leben 00:34:08] ===&lt;br /&gt;
Und das kann man jetzt, wenn man das jetzt geschichtlich weiter verfolgt, weil das Rosenkreuzertum äußerlich dann eben mit Beginn des 30-jährigen Krieges verschwindet von der Bildfläche. Das taucht wirklich nur sehr kurz auf, eben zwischen 1614 und 1619, bis dann dieser Winterkönig gestürzt wird und die Anhänger nach Holland flüchten müssen, sich verbergen müssen. Valentin Andreae sich dann auch praktisch äußerlich abwendet und auch meint mit diesen Jugendschriften eigentlich nichts zu tun gehabt zu haben. Also in der Folge des 30-jährigen Krieges und dieser Verfolgung des Rosenkreuzertums distanziert er sich dann später davon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch taucht dieses Rosenkreuzertum dann in einer sehr merkwürdigen, uns aber wohl bekannten Form wieder auf, nämlich in Goethes Leben. Bei Goethe kann man eben ganz deutlich die Spuren des Rosenkreuzertums in seiner Biografie wiederfinden. Das hat eben Frank Teichmann in dem besagten Buch &#039;&#039;„Goethe und die Rosenkreuzer&#039;&#039;“ ja ausführlich dargestellt. Zunächst dadurch, dass er 19-jährig schwer erkrankt, an einer lebensgefährlichen Erkrankung, und dann durch eben einen rosenkreuzerischen Arzt gerettet wird, der ein Fluidum, ein Salz ihm verabreicht, das ihm dann das Leben rettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der dann später bei seiner Harzreise eine Art rosenkreuzerische Einweihung erlebt, die in anderer Gestalt von Rudolf Steiner dann später beschrieben worden ist in den Vorträgen mit Mysterienstätten des Mittelalters. Da gibt es zwei Vorträge, in denen Rudolf Steiner von einer sogenannten „rosenkreuzerischen Einweihung“ spricht, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie durch eine Begegnung auf einem Berg und eine andere Begegnung in einem Berg stattfindet. Also zwei Stufen, auf einem Berg und in einem Berg. Und Steiner weist nur darauf hin im Zusammenhang dieser Vorträge, dass sich diese Einweihung später immer wieder in einer gewissen Weise wiederholt hat oder wieder miterlebt worden ist. Und einer derjenigen, die eben diese Einweihung miterlebt oder wiedererlebt haben, war eben Goethe, dem eben genau das wiederfuhr, dass er da in einem Bergwerk, nämlich im Harz, eine bestimmte Begegnung erlebte und dann anschließend eben auch auf dem Berg, nämlich auf diesem Brocken bei der Besteigung dieses Berges, worüber er seiner Freundin Frau von Stein eben in Briefen berichtet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Kontext ist es auch interessant, dass Goethe der Frau von Stein auch schreibt, dass er die Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreutz gelesen habe und dann sagt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Christian Rosenkreutz, Hochzeit habe ich hinaus gelesen. Es gibt ein schön Märchen zur guten Stunde zu erzählen, wenn es wiedergeboren wird. In seiner alten Haut ist es nicht zu genießen.&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;1786 schreibt das Goethe. Also er fand vor allem diese zum Teil ja blutigen Bilder in dieser Chymischen Hochzeit nicht zu genießen und bringt dann 1795 eben sein Märchen, das Goethe-Märchen, als das, was er nennt „die Wiedergeburt dieser Chymischen Hochzeit.“ Das Goethe-Märchen hat ganz eindeutig diesen Hintergrund, bis auch dahin, dass diese Brücke, von der da die Rede ist, im Zusammenhang mit der Heidelberger Brücke steht, die auch heute noch in Heidelberg zu sehen ist. Also da auch taucht Heidelberg am Rande wieder auf. Und auch Rudolf Steiner weist auf diesen Kontext eben hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zweiter Text von Goethe ist natürlich das berühmte Fragment „Die Geheimnisse“, wo sich herausstellt, dass Goethe da etwas beschreibt, was später Rudolf Steiner dann rekonstruiert hat, als die eigentliche Einweihung des Christian Rosenkreuz. Steiner macht das so fest, das werde ich gleich noch etwas genauer beschreiben, dass sich diese eigentliche Einweihung im 13. Jahrhundert vollzogen hat, wo diese Persönlichkeit noch nicht Christian Rosenkreutzhieß, wo sie auch nicht so sehr lange lebte, wo sich aber dieser Umkreis, dieser 12. und dieser 13., der er eben gewesen ist, wo sich diese Gestaltung wiederfindet in einer sehr besonderen Konstellation, die ich gleich noch ausführlicher darstellen möchte. Auf jeden Fall so Steiner hat Goethe sozusagen da etwas beschrieben in diesem Text, Die Geheimnisse, was sich historisch gesehen im Zusammenhang mit dieser ursprünglichen Einweihung des Christian Rosenkreutzim 13. Jahrhundert tatsächlich ereignet hatte. So sehen wir also in Goethes Leben sozusagen Spuren des Rosenkreuzertums wieder aufscheinen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Goethe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Bei Goethe kann man eben ganz deutlich die Spuren des Rosenkreuzertums in seiner Biografie wiederfinden. Das hat eben Frank Teichmann in dem besagten Buch &#039;&#039;„Goethe und die Rosenkreuzer&#039;&#039;“ ja ausführlich dargestellt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christian Rosenkreutz   Einweihung    Rudolf Steiner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…]Text von Goethe ist natürlich das berühmte Fragment „Die Geheimnisse“, wo sich herausstellt, dass Goethe da etwas beschreibt, was später Rudolf Steiner dann rekonstruiert hat, als die eigentliche Einweihung des Christian Rosenkreutz.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:34:08   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8=2390s Die Anthroposophie als Kraftorganismus am Beispiel eines Mysteriendramas 00:39:50] ===&lt;br /&gt;
Und nun ist es so, dass ja eben Rudolf Steiner sich nicht umsonst ganz wesentlich bei der Begründung der Anthroposophie in vielen Punkten, sowohl naturwissenschaftlich wie auch vor allem von der künstlerischen Seite her, an Goethe anschließt. Und einer dieser Anschlusspunkte ist eben das erste Mysteriendrama, das ja zunächst eigentlich das goethesche Märchen auf die Bühne bringen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben also eine mehrfache Metamorphose. „Chymische Hochzeit“ von Valentin Andreae mit Christian Rosenkreutz im Zentrum, durch Goethe in das Märchen metamorphosiert - und durch Rudolf Steiner in sein erstes Mysteriendrama, das ja untertitelt wird mit „Ein Rosenkreuzer Mysterium“. Und das Siegel, was wir da haben von diesem ersten Drama, hat eben diese drei Rosenkreuzer-Worte zum Inhalt. Also:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ex Deo Nascimur, In Christo Morimur, Per Spiritum Sanctum Reviviscimus&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Das steht auf diesem Siegel des ersten Dramas. Wieso ist das ein Rosenkreuzer Mysterium? Zum einen haben wir sozusagen die historische Wurzel, die historischen Vorläufer, die aber nur ganz im Verborgenen jetzt da wieder auftauchen. Aber ein wesentlicher Aspekt, den ich jetzt hervorheben will und der für Rudolf Steiner sozusagen dann zentral wird, das ist der Aspekt der Kraft. Also das, was da umschrieben wird mit Kräften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hatte ja am Anfang gesagt, die anthroposophische Bewegung zeichnet sich dadurch aus, dass es nicht eine Weltanschauung, eine Lehre, eine religiöse Anschauung, eine esoterische Lehre allein ist, sondern dass alle diese Ideen, dass die sich praktisch auswirken. Dass die also, wenn man so will, Kraft haben, dass wir es zu tun haben mit einem Kraftorganismus, wenn wir auf die Anthroposophie hinschauen, einem Kraftorganismus, der wie alles Ätherische, was eben Lebenskräfte sind … nicht das Ätherische kann für sich alleine gar nicht existieren, sondern das Ätherische ist immer nur zusammenhängend denkbar oder überhaupt erlebbar mit etwas Physischem, was von diesem Ätherischen gestaltet und verlebendigt wird. Ein Ätherisches für sich gibt es gar nicht. Ein Ätherisches kann immer nur im Zusammenhang mit Physischem überhaupt beobachtet werden. So wie der Ätherleib eben einen physischen Leib gestaltet, gestalten eben diese Kräfte das Lebendige und, wenn man so will, unser Leben. Weshalb Rudolf Steiner auch darauf aufmerksam macht, dass er sagt, unsere Gedanken- und Vorstellungskräfte und alles, was wir sozusagen an Kultur hervorbringen, das sind umgewandelte Lebenskräfte. Wir denken mit denselben Kräften, mit denen wir wachsen. Das sind dieselben Kräfte, die sich nur umwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und mit diesem Kraftaspekt haben wir es sozusagen zu tun, wenn wir von der Anthroposophie sprechen. Und natürlich muss man sich fragen, woher kommen jetzt diese Kräfte? In dem Mysteriendrama taucht das an verschiedenen Stellen in dem ersten Bild schon auf, dass eben der Capesius, der ein Gedankenmensch ist, ein Professor ist, dass der etwas ganz Besonderes in diesem anthroposophischen Zusammenhang bemerkt. Er sagt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Was hier jedoch sich zeigt, gibt viel zu denken Menschen meiner Art. Erklärlich schien uns solche Wirkung, wo überhitzter Sektengeist die Seelen nur betörend sich über Menschen gießt. Doch hier ist nichts von solchem Geist zu sehen. Man will nur durch Vernunft zur Seele sprechen. Und doch, man schafft durch Worte echte Lebenskräfte und spricht zum tiefsten Herzensgrund. Und selbst des Wollens Reich ergreift das Sonderbare etwas, das jenen, die gleich mir in alten Bahnen wandeln, als blasses Denken nur erscheinen will.”&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Dem Capesius fällt auf, dass in diesem Zusammenhang des Benedictus und der Maria, dass diese Worte, die da gesprochen oder auch studiert werden, dass das Lebenskräfte sind, dass sie Kraft haben. Und das kommt dann auch noch zum Ausdruck an der Stelle, wo die andere Maria auftaucht. Auch noch in diesem ersten Bild. Die sagt nämlich:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Ich muss stets neue Kraft mir holen aus dem Reichtum, der hier aus Geistesquellen fließt. Die warme Zauberkraft der Worte, die hier ich höre, ergießt in meine Hände sich und fließt wie Balsam weiter, berührt die Hand den Leidbeladenen, sie wandelt sich auf meinen Lippen in rechte Trostesrede für schmerzdurchwühlte Herzen. Ich frage nach der Worte Ursprung nicht, ich schaue ihre Wahrheit. Wenn lebend, leben sie mir Spenden.”&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Das sagt jetzt diese andere Maria. Und die Maria sagt dann noch, um das zu erklären:&amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Doch unsere Freundin hat erschöpft des Lebens beste Kräfte durch ihre Arbeitsüberfülle und aller Lebensmut war ihr genommen durch schweren Schicksalsdruck, den sie erfahren, die Kräfte hatte sie geopfert, der Kinder sorglich Leitung, der Mut war hingesunken, als ihr ein früher Tod den teuren Gatten nahm.”&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Zunächst ist diese andere Maria sozusagen zusammengebrochen, hatte keine Kräfte mehr, sie war am Ende - ein Burnout würde man das heute nennen. Ihr Mann ist durch einen frühen Tod gestorben, sie hatte alles sozusagen der Erziehung der Kinder gewidmet und war jetzt kräftemäßig am Ende: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Da brachten Schicksalsmächte sie in unserer Geistes leeren Bann und ihre Lebenskräfte erblühten noch zum zweiten Mal.”&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;So dass sie dann eben jetzt sagt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Ich muss stets neue Kraft mir holen aus dem Reichtum, der hier aus Geistesquellen fließt. Die warme Zauberkraft der Worte, die hier ich höre, ergießt in meine Hände sich.”&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also sie schreibt jetzt ihre Wirksamkeit und ihr neues Leben den Worten zu, die sie jetzt da hört, in diesem Rosenkreuzer-Tempel eigentlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goethe [[Mysteriendramen von Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] das erste Mysteriendrama, das ja zunächst eigentlich das goethesche Märchen auf die Bühne bringen sollte […] das ja untertitelt wird mit „Ein Rosenkreuzer Mysterium“.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Äther]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] das Ätherische kann für sich alleine gar nicht existieren, sondern das Ätherische ist immer nur zusammenhängend denkbar oder überhaupt erlebbar mit etwas Physischem, was von diesem Ätherischen gestaltet und verlebendigt wird.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:39:50   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8=2848s Jede Idee, die dir nicht zum Ideal wird, ertötet in deiner Seele eine Kraft. Jede Idee, die dir aber zum Ideal wird, erschafft in dir Lebenskräfte (Rudolf Steiner) 00:47:28] ===&lt;br /&gt;
Und nun, wenn man bei Rudolf Steiner jetzt selber nachliest, in seinem Buch »Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?«, dann findet man an ganz zentraler Stelle, ganz am Anfang, genau das eigentlich beschrieben. Nicht? Sie alle kennen ja dieses Buch, das da anfängt mit dem sogenannten »Pfad der Verehrung«. Und diese Verehrung, die da entwickelt wird, die bezeichnet Rudolf Steiner immer so, dass er sagt, daraus schöpft der Mensch Kraft. Wenn er diese Verehrung in der Lage ist zu entwickeln, dann schöpft er daraus Kräfte. Und umgekehrt, wenn er das nicht tut, dann raubt er sich Kräfte. Begegne ich einem Menschen und tadele ich seine Schwächen, so raube ich mir höhere Erkenntniskraft. Suche ich liebevoll mich in seine Vorzüge zu vertiefen, so sammle ich solche Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht, diese Übung, die dann später wieder auftaucht, in verwandelter Form als Positivitätsübung, das ist die Grundübung dieses Buches, die in mehrfacher Form in dem Buch mindestens viermal wieder auftaucht, dass man Kritik zurückhalten soll, dass man kritiklos Worte sich anhören soll, auch wenn sie noch so falsch klingen. Nicht, das, was da am Anfang als das Gefühl der Ehrfurcht beschrieben wird, taucht in verschiedenster Weise wieder auf, dann vor allem als Positivitätsübung. Aber es wird eben gleich am Anfang so beschrieben, dass das eine Kraftübung ist, dass das eine Übung ist, die Kraft verleiht. Und das wird dann noch verstärkt durch den Schluss dieses ersten Kapitels, wo es heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Jede Idee, die dir nicht zum Ideal wird, ertötet in deiner Seele eine Kraft. Jede Idee, die dir aber zum Ideal wird, erschafft in dir Lebenskräfte.”&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Nicht, da haben wir wieder diesen Zusammenhang, dass es etwas gibt, was abtötend ist. Davon ist auch in dem Mysteriendrama natürlich die Rede, auch in dieser Szene mit dem Geist der Elemente wird das ja deutlich, dass die Gedankenart von Strader und Capesius zunächst in dieser Lebenssphäre, in der ätherischen Welt Gewitter erzeugt und eigentlich Zerstörung hervorruft. Und dass andererseits die Märchen, die Frau Balde erzählt, in dieser Lebenssphäre des Geistes der Elemente, dass die da heilsam wirken. Weshalb die Frau Balde dann auch aufgefordert wird für die Schädigungen, die die beiden Irrlichter eigentlich - also Strader und Capesius in der elementarischen Welt hervorrufen - die also Kräfte rauben oder zerstören, dass die Frau Balde dafür bezahlen muss und da diese Kräfte wieder ausgleicht. Was übrigens der Capesius auch bestätigt, dadurch, dass er sagt, wenn ich erschöpft bin und keine Kraft mehr habe, gehe ich zu der Frau Balde und höre mir die Märchen an, die sie mir erzählt. Und die wiederum bringen ihm neue Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8=3068s Der unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreutz als Kraftquelle 00:51:08] ===&lt;br /&gt;
Nun wissen wir auch durch Rudolf Steiner, dass diese Märchen, dass die den Ursprung haben in dem Rosenkreuzertum, dass diese mitteleuropäischen Märchen und auch die Märchen der Frau Balde eigentlich rosenkreuzerische Märchen sind. Aber woher kommt jetzt diese Kraft? Was ist das? Was sozusagen, vor allem wenn man auf Rudolf Steiner selber hinblickt, ja ungeheure schöpferische Kräfte zum Vorschein gebracht hat. Wenn man sich nicht nur sein schriftliches Werk, sondern vor allem sein künstlerisches Werk anschaut und etwa den Seelenkalender sich anschaut, wie der entstanden ist, dann fragt man sich, woher kommt jetzt diese dichterische Fähigkeit, diese enorme Schöpferkraft, die sich in dieser Gesamtkomposition eines Seelenkalenders oder etwa der zwölf Stimmungen dieser kosmologischen Dichtung zum Ausdruck bringt? Woher kommen diese Kräfte, die dann auch den ersten Bau des Goetheanums, also ein architektonisches Werk, zur Erscheinung bringen. Respektive natürlich die vier Mysteriendramen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Woher kommen diese schöpferischen Kräfte? Und da wird man jetzt durch Rudolf Steiner, und damit komme ich langsam zum Abschluss dieser Betrachtungen, da wird man jetzt durch Rudolf Steiner eben aufmerksam gemacht, auf das, was mit diesem Christian Rosenkreutz tatsächlich unsterblich verbunden ist. Das macht nämlich Rudolf Steiner - und diese Vorträge können Sie nachlesen, eben hier in diesem Sammelband - das sind die sogenannten Neuchâteler Vorträge, wo Steiner eben zwei Vorträge gehalten hat, über eben diese okkulte Biografie und diese Einweihung des Christian Rosenkreutz, die eben schon vor dem 14. Jahrhundert, also vor dieser Inkarnation, in der er dann auch diesen Namen erhält, gewesen sein soll. Dass da so ein Kollegium von zwölf Eingeweihten sich eben versammelt hat, um diesem 13. alle Weisheiten, die es bis dahin gegeben hatte, der atlantischen Zeit und der nachatlantischen Zeit, vermittelt haben. Woraufhin dieser Jüngling in einen todesartigen Zustand gekommen sei, bei dem sich aber sozusagen sein Leib wie durchsichtig hätte gezeigt. Und die Folge davon war, dass nach dem Tod dieses Eingeweihten jungen Mannes, dass dessen Ätherleib sich dann eben nicht mehr aufgelöst hat. Steiner nennt ihn dann den unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieser Ätherleib ist nun eben eine Kraftquelle. Denn ein ätherischer Leib ist etwas, was Kräfte beinhaltet, die in der Lage sind, Physisches zu gestalten, beziehungsweise dem Physischen eben Kräfte zu verleihen. Lebenskräfte, die dann umgewandelt werden in kulturelle oder Denk- und Vorstellungskräfte. Eine Kraftquelle, an die dadurch die Menschen anschließen können, dass sie sich eben auch verbinden mit diesem Geschehen, was eben Christian Rosenkreutz auszeichnet, was in den Rosenkreuzer-Worten zum Ausdruck kommt, mit diesem Mysterium von Golgatha. Das ist sozusagen der Schlüssel für diese Kraftquelle. Und daraus gibt es dann, wie Rudolf Steiner, Sie müssen das nachlesen in diesen Neuchâteler Vorträgen, wie er es dann wörtlich ausdrückt, dass sich die Wirksamkeit dieses Ätherleibes dann im Laufe der Jahrhunderte immer mehr verstärkt hätte dadurch, dass immer mehr Menschen sozusagen in diese Sphäre vorgedrungen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das sei nun seit dem Ende des Kali-Yuga, das nennt Rudolf Steiner in dem Zusammenhang auch das Jahr 1899, dass seit dem Zeitpunkt 1900, wo er dann eben anfängt über das goethesche Märchen, also diesen rosenkreuzerischen Zusammenhang erstmalig zu sprechen. Er sagt, in diesem Zusammenhang „&#039;&#039;wurde ich erstmalig esoterisch“&#039;&#039;. 1900, Goethes Märchen, Ende des Kali-Yuga und seit diesem 20. Jahrhundert sei es jetzt sozusagen immer mehr Menschen möglich, in diese Sphäre sich zu begeben, weil die sich auch dadurch verstärkt hat, dass nun andere Ätherleiber insofern auch teilweise jedenfalls sich unsterblich erwiesen haben, als sie eben sich mit dieser Sphäre verbinden konnten. Steiner nennt sie in diesem Zusammenhang „&#039;&#039;die Sphäre des Heiligen Geistes“&#039;&#039;. Also die Sphäre, wo die Ätherleiber eben jetzt unsterblich werden, insofern sie sich mit dem Christus verbinden konnten. Diese Sphäre des Heiligen Geistes, das sei die eigentliche Inspirations- und Kraftquelle der anthroposophischen Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also auf diesen Kontext kommt man sozusagen dann wieder zurück und entdeckt sozusagen da das Geheimnis, wenn man so will, auch für diese unglaubliche Schöpferkräfte, die Rudolf Steiner auf so vielen Gebieten eben, bis eben in diese praktischen, wissenschaftlichen Zusammenhänge medizinischer oder pädagogischer oder auch landwirtschaftlicher Art, dass er überall eben sich als enorm schöpferisch erwies und andere Menschen wiederum anleitete oder inspirierte, ebenfalls in dieser Weise tätig zu werden. Da hat man sozusagen diesen Hintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äther   Rudolf Steiner    [[Heiliger Geist]]  Christus   [[Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Steiner nennt sie in diesem Zusammenhang „&#039;&#039;die Sphäre des Heiligen Geistes“&#039;&#039; […] die Sphäre, wo die Ätherleiber eben jetzt unsterblich werden, insofern sie sich mit dem Christus verbinden konnten […] das sei die eigentliche Inspirations- und Kraftquelle der anthroposophischen Bewegung.“  | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:47:28   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8=3458s In den ersten drei Kindheitsjahren wirken die Christus- Kräfte, ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht 00:57:38] ===&lt;br /&gt;
Und abschließend will ich da noch ein Zitat bringen. Wenn man jetzt andere Vorträge in dem Zusammenhang nochmal studiert, auch wiederum von 1911, also diese Neuchâteler Vorträge, das ist 1911. Und da gibt es eben auch die Vorträge in Kopenhagen über die geistige Führung des Menschen und der Menschheit und da bringt Steiner das jetzt direkt mit dem Christus in Zusammenhang, dass er sagt: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;… die am Menschen im Kindheitsalter wirksamen Kräfte erkennen, heißt den Christus im Menschen erkennen&#039;&#039;. [Rudolf Steiner]&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also die Kräfte, wo Rudolf Steiner beschreibt, die im Gehen lernen, im Sprechen lernen, im Denken lernen, die also in der menschlichen Entwicklung das eigentlich Menschliche zum Vorschein bringen, diese wachstums- und ätherischen Kräfte, die in diesen ersten drei Jahren des Kindes wirksam sind, das seien eben die Christuskräfte. Denn eine wirkliche seelische Selbsterkenntnis führt für den gegenwärtigen Menschen dahin einzusehen, dass in der Menschenseele Kräfte gefunden werden können, welche von diesem Christus ausgehen. In den ersten drei Kindheitsjahren wirken diese Kräfte, ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht, daran sieht man, dass das eben alles nicht, wenn man so will, theologische oder erkenntnistheoretische Fragen sind, sondern dass alle diese anthroposophischen Erkenntnisbemühungen, dass die immer dahin münden, dass das eben Kräfte hervorbringt. Nicht ganz am Schluss, oder nicht ganz am Schluss, sondern hier in „&#039;&#039;Wie erlangt man …”&#039;&#039; kommt der Rudolf Steiner auch auf das Studium noch einmal zu sprechen, was ja immer mehr heutzutage auch infrage gestellt wird, weil gesagt wird, ja - die Texte sind zu schwierig. &amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Denn, weil diese Lehren aus dem lebendigen, inneren Worte, aus der lebendigen Einsprechung geschöpft sind, haben sie selbst geistiges Leben. Sie sind nicht bloß Worte, sie sind lebendige Kräfte. Und während du den Worten eines Geheimkundigen folgst, während du ein Buch liest, das einer wirklichen inneren Erfahrung entstammt, wirken in deiner Seele Kräfte, welche dich ebenso hellsehend machen, wie die Naturkräfte aus lebendigem Stoffe deine Augen und Ohren gebildet haben.”&#039;&#039; [Rudolf Steiner] &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also diese Kräfte, die in unserem Wachstum wirksam sind, verwandeln sich jetzt in diesen Kontext eben in Kräfte, die zu höherer Erkenntnis führen und damit eben die Anthroposophie begründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, so viel wollte ich Ihnen heute Abend zur Einführung in dieses neue Tertial gerne erzählen, über eben diesen historischen Zusammenhang dieser, wenn man so will, Kraftbewegung des Rosenkreuzertums. Vielen Dank für Ihr Interesse und Aufmerksamkeit! [Applaus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christus   Selbsterkenntnis   Seele   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eine wirkliche seelische Selbsterkenntnis führt für den gegenwärtigen Menschen dahin einzusehen, dass in der Menschenseele Kräfte gefunden werden können, welche von diesem Christus ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christus   Mensch   Kind     Meditation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den ersten drei Kindheitsjahren wirken diese Kräfte [des Christus], ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner […] Studium […] weil gesagt wird, die Texte sind zu schwierig […] &#039;&#039;denn&#039;&#039; &#039;&#039;weil diese Lehren aus dem lebendigen, inneren Worte, aus der lebendigen Einsprechung geschöpft sind, haben sie selbst geistiges Leben. Sie sind nicht bloß Worte, sie sind lebendige Kräfte.&#039;&#039; [Zitat: Rudolf Steiner]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:57:38   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Frank Teichmann: &#039;&#039;Goethe und die Rosenkreuzer&#039;&#039;, Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2007, &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 978-3772516160&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Neider, Andreas / Schukraft, Harald : &#039;&#039;Rudolf Steiner in Stuttgart&#039;&#039;, 168 S., kart. EUR 19,95, Belser Verlag, Stuttgart 2011&lt;br /&gt;
* Yates, Frances A.: &#039;&#039;Aufklärung im Zeichen des Rosenkreuzes&#039;&#039;, Klett-Cotta 1997, ISBN-13978-3608918830&lt;br /&gt;
* Templeton, Ronald: Die Lebensreise des Christian Rosencreutz - Eine biografische Rekonstruktion, Verlag Urachhaus, ISBN-13978-3825153557&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
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[[Andreas Neider|| zurück zu Andreas Neider |]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>ElkeJura</name></author>
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	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Das_Rosenkreuzertum_%E2%80%93_ein_Vortrag_von_Andreas_Neider,_2025&amp;diff=32999</id>
		<title>Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2025</title>
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		<updated>2026-10-15T18:09:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: /* Begrüßung 00:00:16 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Andreas Neider_2025-11-17.jpg|link=https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8|thumb|Bild: Anthroposophische Gesellschaft Stuttgart. Das Rosenkreuzertum - ein Vortrag vom 17. November 2025 von [[Andreas Neider]] in der Anthroposophischen Gesellschaft Stuttgart. [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8 Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
[[Andreas Neider|| zurück zu Andreas Neider |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkript vom Vortrag vom 17. November 2025 ==&lt;br /&gt;
Transkript und Glossar von Elke J., Oktober 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8=16s Begrüßung 00:00:16] ===&lt;br /&gt;
Ja, herzlichen Dank, lieber Sebastian, und herzlich willkommen, guten Abend, sehr verehrte liebe Freunde!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8=26s Rückblick auf Frank Teichmann und seinen letzten Vortrag über das Rosenkreuzertum 00:00:26] ===&lt;br /&gt;
Ja, unser Thema, das Rosenkreuzertum und seine Beziehung zur anthroposophischen Bewegung, beschäftigt mich schon sehr lange. Genauer gesprochen eigentlich seit 2006 oder 2007. Nämlich in dem Moment, wo &#039;&#039;Frank Teichmann&#039;&#039;, der lange hier ja für uns tätig war, über die Schwelle gegangen ist und kurz vor seinem Tod eben hier in diesem Saal noch einen Vortrag, einen letzten Vortrag hielt, in dem er wie testamentarisch eben auf dieses Rosenkreuzertum auch noch einmal zu sprechen kam. Ich werde das im Laufe dieses Abends auch noch einmal weiter vertiefen. Aber ihm verdanke ich letztlich eigentlich meine Beschäftigung mit diesem Thema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe dann 2007 eben nach seinem Tod zunächst sein eigenes hinterlassenes Werk noch veröffentlicht: „Goethe und die Rosenkreuzer” - das waren sechs Vorträge, die er hier gehalten hatte, bei einem Wochenende, die wir aufgenommen hatten, die aber noch nicht verschriftlicht waren zu dem Zeitpunkt seines Todes. Die haben dann Brigitte Teichmann und ich anschließend herausgebracht. Und gleichzeitig habe ich im Rudolf-Steiner-Verlag eben ein Buch über Anthroposophie und Rosenkreuzertum, das Sie auch draußen am Büchertisch finden, herausgegeben, in dem sehr zentrale Aussagen Rudolf Steiners zu diesem Thema veröffentlicht sind, auf die ich heute im Laufe des Abends eben auch zu sprechen kommen werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Teichmann, Frank]]    [[Goethe]]    [[Rosenkreuzer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] sein eigenes hinterlassenes Werk noch veröffentlicht: „Goethe und die Rosenkreuzer” [Frank Teichmann] - das waren sechs Vorträge, die er hier gehalten hatte […]“ | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:26&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8=125s Welche Beziehung haben Rudolf Steiner und die Anthroposophie eigentlich zu Stuttgart? 00:02:05] ===&lt;br /&gt;
Eine Fragestellung, die mich dann weiterhin immer wieder begleitet hat und die auch zu einer weiteren Publikation geführt hat in dem Jubiläumsjahr 2011, also zu dem 150. Geburtstag Rudolf Steiners. Da trat an mich die Frage heran, ja welche Beziehung hat Rudolf Steiner und die Anthroposophie eigentlich zu Stuttgart? Und warum haben wir es hier an diesem Ort oder, wenn man so will, auch in diesem Land Baden-Württemberg, warum haben wir da mit so einer sehr starken Anhäufung anthroposophischer Initiativen es zu tun? Was hat das mit Stuttgart zu tun? Und ich habe damals in diesem Buch &#039;&#039;„Rudolf Steiner in Stuttgart”&#039;&#039; versucht, da eine Antwort zu geben, bin aber auf die Zusammenhänge, die ich jetzt heute erwähnen werde und darstellen werde, damals noch nicht eingegangen, weil mir das auch in dem Rahmen noch nicht wirklich alles deutlich vor Augen stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8=185s Das Charakteristische für die Anthroposophie ist nicht ein theoretisches Lehrgebäude, sondern ihr Hineinwirken ins Praktische 00:03:05] ===&lt;br /&gt;
Aber wenn Sie das ausdehnen, diese Fragestellung - wie ist das geografisch und historisch? An welchen Orten hat sich die anthroposophische Bewegung besonders stark sozusagen etablieren können oder ist sie fruchtbar geworden? Und da kommt man natürlich zunächst auf diesen württembergischen Raum rund um Stuttgart. Auch andere Territorien in Deutschland wird man da finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn man ins Ausland geht, wird man zunächst in die Niederlande geführt, nach Holland, wo die Anthroposophie sich schon sehr, sehr früh etablieren konnte und eben bis heute auch wirklich sehr stark wirksam geworden ist in allen ihren Gebieten. Denn das ist eben das Charakteristische für die Anthroposophie, dass es eben nicht, wie andere Religionen oder Weltanschauungen, nur ein theoretisches oder, wenn man so will, Lehrgebäude ist, sondern dass die Anthroposophie überall, wo sie eben wirksam geworden ist, immer ins Praktische hinein gewirkt hat. Und das unterscheidet sie sowohl von anderen religiösen Bewegungen, wie etwa eben dem katholischen oder protestantischen Christentum oder dem Buddhismus oder dem Islam oder auch was auch immer an religiösen Bewegungen es sein mögen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine dieser ganzen Bewegungen hat eine eigenständige Medizin, eine eigenständige Pädagogik, eine eigenständige Landwirtschaft oder Heilpädagogik oder sozialwissenschaftliche Lehre entwickelt. Das zeichnet die Anthroposophie aus und das unterscheidet sie auch von allen esoterischen Bewegungen, in welcher Richtung auch immer, die sich entwickelt haben mögen. Aber keine von diesen heutigen sogenannten esoterischen Lehren verfügt über eben praktische Auswirkungen in allen diesen genannten Gebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8=316s Die besondere Verbreitung der Anthroposophie in den Niederlanden, im südwestdeutschen und englischen Raum, sowie in Skandinavien 00:05:16] ===&lt;br /&gt;
Und das zeichnet eben die Anthroposophie aus und in dieser Weise hat sie sich eben neben eben diesem südwestdeutschen Raum vor allem in den Niederlanden ausgebreitet, dann auch deutlich im englischsprachigen, im englischen Raum und in Skandinavien. Und zunächst, wenn man jetzt äußerlich hinschaut, wird man da zunächst eine Übereinstimmung finden mit dem Protestantismus und besonders dem Calvinismus oder anderen strengeren, pietistisch ausgerichteten protestantischen Strömungen. Das ist auch für hier, für den württembergischen Raum ist das eindeutig, während man umgekehrt in katholischen Ländern, auch in Deutschland selber, in Bayern zum Beispiel, aber insbesondere in Frankreich, eben überhaupt gar nicht diese anthroposophische Bewegung in dieser Weise sich ausbreiten sieht, weder historisch noch gegenwärtig. Eher sogar, könnte man sagen, rückläufig, wenn man auf Frankreich hinblickt, dann wird die Anthroposophie dort nach wie vor oder manchmal auch verstärkt bekämpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8=392s Das historische Auftreten des Rosenkreuzertums im Stuttgarter Raum im Kreis um Johann Valentin Andreae 00:06:32]   ===&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieses Phänomen, was ich jetzt historisch-geografisch hier beschreibe, das hat einen ganz konkreten Hintergrund, auf den ich jetzt eben zu sprechen kommen möchte. Weil man nämlich feststellt, wenn man sich mit diesen geografischen und historischen Zeiträumen beschäftigt, um die es hier geht, dass an all diesen genannten Orten, also insbesondere eben in dem württembergischen Raum, aber eben auch in den Niederlanden, in England vor allem, dass sich dort eben historisch gesehen das Rosenkreuzertum tatsächlich ausgebreitet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass es ursprünglich ja hier aus diesem Stuttgarter Raum von hier aus ausgegangen ist, genauer gesprochen eigentlich von Tübingen, von diesem dortigen Kreis um &#039;&#039;Johann Valentin Andreae&#039;&#039;, der damals aber noch sehr jung war und dessen drei Schriften in den Jahren 1614/15 und 16 ein europaweites Aufsehen erregt haben. Also diese drei Schriften, die „Fama Fraternitatis”, die „&#039;&#039;Confessio”&#039;&#039; und die sogenannte „&#039;&#039;Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreuz&#039;&#039;.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun, wenn man jetzt historisch sich fragt, ja was spielte sich denn ab in dieser Zeit, zum Beginn des 17. Jahrhunderts? Wie konnte eine solche Bewegung, diese rosenkreuzerische Bewegung, die aber weitestgehend unsichtbar blieb … man nannte die Rosenkreuzer eigentlich dann auch „die Unsichtbaren”, weil sie äußerlich im Grunde genommen gar nicht in Erscheinung traten, sondern nur durch diese Schriften, die wiederum dort gedruckt werden durften. Damals gab es ja ein Imprimatur, das von den jeweiligen Landesfürsten erteilt wurde und das waren durchgehend nur protestantische Landesfürsten, wie etwa der Moritz von Hessen-Kassel, wo eben die erste Auflage dieser „Fama Fraternitatis” erschienen war … also in Kassel, und das waren eben wiederum protestantische Landesfürsten. Ähnliches war dann in Straßburg oder auch hier in Württemberg eben auch der Fall. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8=532s In den frühen Schriften der Rosenkreuzer ist die Anthroposophie in einer sehr rudimentären Form bereits enthalten. Ihre eigentliche praktische Wirksamkeit blieb im Unsichtbaren 00:08:52] ===&lt;br /&gt;
Und wenn man das historisch sich genauer anschaut, dann bemerkt man, dass diese Fürsten nicht nur protestantisch gesinnt waren, sondern dass sie, wenn man so will, esoterisch gesinnt waren. Und das hing damit zusammen, dass eben dieses Rosenkreuzertum, wenn man sich diese Schriften genauer anguckt, eigentlich etwas proklamierte, was wir tatsächlich 300 Jahre später wiederfinden in der Gestalt der Anthroposophie. Also das, was die Anthroposophie eben auszeichnet, dass sie in allen Lebensgebieten wirksam geworden ist, dass sie ihre Ideen, die im Wesentlichen den Zusammenhang des Makrokosmischen mit dem mikrokosmischen Menschen umfassen, die den Menschen also anbinden an einen kosmologischen Ursprung und ihn in Zusammenhang sehen mit den Phänomenen der Natur, die den Menschen also nicht abtrennen, sondern in Verbindung bringen mit der Natur, mit den Naturreichen und aus diesem Menschenverständnis heraus eben eine neue Medizin, eine neue Pädagogik und eine neue Wissenschaft entwickelt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieses Programm, was, wenn man so will, die heutige oder die Anthroposophie des 20. Jahrhunderts vor allem kennzeichnet, das ist in einer, wenn man so will, sehr frühen und noch sehr rudimentären Form in diesen Schriften der Rosenkreuzer eigentlich enthalten. Und das erweckte zu dieser Zeit eben das Interesse verschiedener Landesfürsten, aber auch anderer wissenschaftlich gesinnter Menschen, dass sie jetzt wissen wollten, wer sind diese Leute, die sowas proklamieren und was haben die eigentlich vor?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es erweckte ein großes Aufsehen, ein großes Interesse, ohne dass aber diejenigen, die das publiziert hatten, jetzt weiter in die Öffentlichkeit traten und sich dafür einsetzten. Sie blieben vielmehr, wie gesagt, im Verborgenen. Sie hatten sich auch als Programm sozusagen vorgenommen, dass sie äußerlich nicht durch irgendwelche Zeichen oder Uniformen oder anderes in Erscheinung treten würden, sondern dass sie im Wesentlichen anonym wirksam werden und vor allem im Bereich der Heilkunst tätig sein wollten. Also als Ärzte, aber ohne sich irgendwie zu outen und sich sozusagen als rosenkreuzerische Ärzte oder irgendwie mit dieser Bewegung in Verbindung zu erklären. Ihre eigentliche praktische Wirksamkeit blieb im Unsichtbaren, blieb anonym. Und auch Valentin Andreae hat sich relativ bald eigentlich von dieser Bewegung äußerlich gesehen abgewendet. Was allerdings den hauptsächlichen Grund hatte darin, dass sofort mit der Veröffentlichung dieser Schriften eine intensive Bekämpfung und Verfolgung seitens der katholischen Kirche und vor allem des Jesuitismus gegen diese Bewegung sich äußerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8=744s Viele Parallelen einer kabbalistischen Lehrtafel mit den rosenkreuzerischen Ideen 00:12:24] ===&lt;br /&gt;
Konkreter gesprochen haben wir es in Stuttgart zu tun mit einem Fürsten, Friedrich I., der um die Wende des 16. zum 17. Jahrhundert hier in dem Stuttgarter Schloss, in dem alten Schloss, was heute auch noch steht, eben mit seiner Familie lebte, dessen Sohn Johann Friedrich, der ab 1608 in diesem Schloss regierte und der eine Tochter hatte, nämlich Antonia von Württemberg. Die wiederum dadurch bekannt geworden ist, dass sie eine sogenannte kabbalistische Lehrtafel hat gestalten lassen von einem Hofkünstler, einem Künstler, der am Hof des württembergischen Fürsten tätig war und diese sogenannte kabbalistische Lehrtafel dann in Bad Teinach, hier im Schwarzwald, aufstellen ließ, wo sie auch heute noch zu sehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man sich damit beschäftigt, mit dieser Kabbala, der sogenannten christlichen Kabbala, einer Art Geheimlehre, eigentlich ursprünglich jüdischer Geheimlehre, dann wird man sehr sehr viele Parallelen entdecken in dieser Lehrtafel und in dieser Kabbala mit den rosenkreuzerischen Ideen, die dadurch dann in der Folge dieser Schriften auch durch die sogenannten Lehrtafeln der Rosenkreuzer bekannt geworden sind. Da sind sehr viele Parallelen. Und die Kabbala ist, wenn man so will, auch nichts anderes als eben der Ausdruck eines Hermetismus, wo eben auch der Zusammenhang des Kosmischen mit dem irdischen Menschen beschrieben wird. Sie ist ja so aufgebaut, diese Zehn Sephiroth, aus denen diese Kabbala besteht, dass das eigentlich wie ein umgekehrter Mensch ist, also ein Mensch, der auf dem Kopf steht, der also nach oben in den Kosmos mit seinen Gliedmaßen hineinwächst. Und interessanterweise sind auf dieser Kabbala eben viele Persönlichkeiten abgebildet, die einerseits biblische, meist alttestamentarische Gestalten darstellen, gleichzeitig aber auch Zeitgenossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so findet man also auch den Lehrer Antonias von Württemberg, nämlich Johann Valentin Andreae, auf dieser Lehrtafel abgebildet. Wodurch eben deutlich wird, dass er eben in dem Umfeld dieses württembergischen Fürstenhofes tätig war und eben diese rosenkreuzerischen Ideen dort auch direkt weiter vermittelt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kabbala]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] dieser Kabbala, der sogenannten christlichen Kabbala, einer Art Geheimlehre, eigentlich ursprünglich jüdischer Geheimlehre“ | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:12:24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Johann Valentin Andreae]]    [[Rosenkreuzer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] so findet man also auch den Lehrer Antonias von Württemberg, nämlich Johann Valentin Andreae, auf dieser Lehrtafel abgebildet […] er eben in dem Umfeld dieses württembergischen Fürstenhofes tätig war und eben diese rosenkreuzerischen Ideen dort auch direkt weiter vermittelt hat.“ | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:12:24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8=914s Rosenkreuzerische Bestrebungen am alchemistischen Hof von Friedrich V. in Heidelberg und die „Bibliotheca Palatina“ 00:15:14] ===&lt;br /&gt;
Ein weiterer Schwerpunkt oder das weitere Zentrum des rosenkreuzerischen und auch alchemistischen Wirkens war das Heidelberger Schloss von Friedrich V. von der Pfalz. Dieser Fürst, der in Heidelberg dieses Schloss errichtet hatte und dazu eben alchemistische sogenannte Wunderkammern und auch einen Garten, der damals auch bekannt war wegen seiner vielen Heilkräuter und auch eine große Bibliothek, die &#039;&#039;Bibliotheca Palatina&#039;&#039;, die in diesem Schloss sich befand. All das gab sozusagen den Ruf eines alchemistischen Hofes oder einer alchemistischen Herrschaft, die dort sozusagen in der Pfalz sich angesiedelt hatte und die dadurch dann politisch an Bedeutung gewann, dass Friedrich V. von der Pfalz durch Christian von Anhalt, einen weiteren Fürsten aus diesem Umkreis, der mit diesen Rosenkreuzer-Schriften in Verbindung sich stehen sah, dass er also durch diesen Christian von Anhalt und andere deutsche Fürsten zum König von Böhmen ernannt worden war und dann eben nach Prag übersiedelt war - 1619. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was allerdings in der Folge dazu führte, dass er zu einem Winterkönig wurde. Das heißt, er war nur einen Winter lang, nämlich 1619 bis 1620 war er dort in Prag böhmischer König und wurde dann vertrieben von dort durch eben die katholischen Truppen. Denn es hatte 1618 ja bereits, wie bekannt, der Dreißigjährige Krieg begonnen, der eben eine Art gegenreformatorische Offensive war gegen diese sich ausbreitenden, aus dem Protestantismus eigentlich herrührenden, rosenkreuzerischen Bestrebungen, die durch Friedrich von der Pfalz jetzt politisch an Bedeutung zu gewinnen schienen. Und das wurde dann eben hintertrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sephiroth]]   Kabbala&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Sie ist ja so aufgebaut, diese 10 Sephiroth, aus denen diese Kabbala besteht, dass das eigentlich wie ein umgekehrter Mensch ist, also ein Mensch, der auf dem Kopf steht, der also nach oben in den Kosmos mit seinen Gliedmaßen hineinwächst“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8=1047s Das historischen Auftreten des Rosenkreuzertums und das rosenkreuzerische Erbe in Amsterdam, im „Lectorium Rosicrucianum“ 00:17:27] ===&lt;br /&gt;
Die ganze rosenkreuzerische Bewegung musste flüchten. Viele ihrer Anhänger sind dann eben in die Niederlande geflüchtet, wo sie dann aufgrund des protestantischen und calvinistischen Hintergrundes der Niederlande, die sich ja gegen Spanien gewehrt und diese katholische Herrschaft abgeschüttelt hatten - also in diesen freien Niederlanden - dort fanden die Flüchtenden vor eben der Gegenreformation und den Kriegern, im Dreißigjährigen Krieg Flüchtenden, fanden dort Aufnahme und konnten dort unterkommen. Dieses rosenkreuzerische Erbe zeigt sich bis heute noch in Amsterdam zum Beispiel dadurch, dass die größte Bibliothek mit alchemistisch-hermetischen und rosenkreuzerischen Schriften aus dieser Zeit und später sich eben dort in Amsterdam befindet, die „Bibliotheca Hermetica“ von Herrn &#039;&#039;Joost Ritman&#039;&#039; und gleichzeitig seit dem 20. Jahrhundert das sogenannte Lectorium Rosicrucianum seinen Ausgang genommen hat.  Also eine Bewegung, die sich auf diese Rosenkreuzer bezieht und die auch heute noch tätig ist, auch hier in Stuttgart tätig ist - Lectorium Rosicrucianum aus Holland. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also sieht man, dass dort eben, wenn man so will, eine Art Refugium gewesen ist für die Vertriebenen, die sich also flüchten mussten aus Deutschland. Und dass gleichzeitig aber in Frankreich eine Art Gegenbewegung, eine Art Verfolgung der Rosenkreuzer einsetzte. Interessanterweise im Umkreis von René Descartes, der sozusagen der Gegenspieler wurde, obwohl er ursprünglich noch als junger Mann eben 1619 nach Deutschland gekommen war, um diese Rosenkreuzer zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also er interessierte sich für die, wie auch viele andere übrigens, Isaac Newton zum Beispiel gehörte auch zu denen, die sich mit diesen englischen Rosenkreuzer-Schriften beschäftigten, von Robert Fludd und John Dee. Das waren zwei englische Rosenkreuzer, die im Umfeld des englischen Königs Jakob I. und seiner Mutter Elisabeth I., also in dieser sogenannten elisabethanischen englischen Gesellschaft, die immer wieder mit dem Rosenkreuzertum in Verbindung gesehen wurde, bis hin auch zu William Shakespeare. Also an dem englischen Hof war das durchaus auch verbreitet und es war auch charakteristisch, dass die Tochter Jakobs I., ebenfalls Elisabeth genannt, dass die mit eben jenem Friedrich von der Pfalz verheiratet wurde und diese Hochzeit auf diesem Heidelberger Schloss ein sehr sehr großes Aufsehen erregte. Das hat damals sozusagen die Regenbogenpresse gefüllt, was alles mit dieser Hochzeit verbunden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und interessanterweise findet man vieles, was mit dieser Hochzeit in Verbindung stand, bis hin auch zu diesem Heidelberger Schloss dann wieder in der Chymischen Hochzeit, die Johann Valentin Andreae verfasst hatte und die 1616 veröffentlicht wurde. Es gab von dieser Chymischen Hochzeit schon eine sehr frühe Jugendschrift, die Johann Valentin Andreae dann später eben umarbeitete, zu dem Buch eben die Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreuz. Ich komme darauf auch später nochmal zurück. Auf jeden Fall taucht da dieser Hintergrund dieser königlichen Hochzeit von eben Friedrich V. von der Pfalz mit dieser Elisabeth von England. Das machte also einen großen Eindruck und das ist sozusagen der äußere Hintergrund, sozusagen die Kulisse für das, was in der Chymischen Hochzeit da beschrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, soviel vielleicht zunächst einmal zu diesem historischen Auftreten des Rosenkreuzertums. Wenn jemand sich damit genauer noch beschäftigen will, historisch gesehen, weil das noch viel weitere Kreise gezogen hat, kann ich nur wärmstens empfehlen Frances A. Yates&#039; Aufklärung im Zeichen des Rosenkreuzes. So heißt dieses Buch, was leider schon lange vergriffen ist, nur noch in Bibliotheken zu finden. Aber da findet man im Grunde genommen alle historischen Zusammenhänge sehr, sehr gut beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rosenkreuzer]]    Lectorium Rosicrucianum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„seit dem 20. Jahrhundert das sogenannte Lectorium Rosicrucianum seinen Ausgang genommen hat. Also eine Bewegung, die sich auf diese Rosenkreuzer bezieht und die auch heute noch tätig ist, auch hier in Stuttgart tätig ist - Lectorium Rosicrucianum aus Holland“ | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8=1350s Die Anthroposophie hat in Italien deutlich stärker Fuß gefasst als in Frankreich, wo sie aufgrund der cartesianischen Philosophie stark verfolgt wurde 00:22:30] ===&lt;br /&gt;
Ein weiterer Zusammenhang, auf den ich im Zusammenhang noch mit der Kabbala zu sprechen kommen will; Woher stammten diese kabbalistischen Lehren, die also die Tochter des württembergischen Fürsten Johann Friedrich, Antonia … wie kam sie und wie kamen andere in die Kenntnis dieser Kabbala, die ja zunächst hebräisch natürlich verfasst war?Da spielte schon vorher im 16. Jahrhundert eine große Rolle &#039;&#039;Johannes Reuchlin&#039;&#039;, auch ein reformatorisch-protestantisch gesinnter Gelehrter hier aus dem württembergischen Raum, der eine Grammatik der hebräischen Sprache veröffentlicht hatte und sozusagen dafür sorgte, dass Hebräisch wieder gelehrt werden und dann eben auch verstanden werden konnte. Also er sorgte für diese Kenntniss.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auch andere, die sich nach Italien begeben hatten, hatten also von diesen kabbalistischen Schriften Kenntnis genommen. Die waren nach Italien dadurch gelangt, dass die jüdischen Gelehrten in Spanien vertrieben worden waren und dann nach Italien geflüchtet waren. Und dort fanden sie Aufnahme, nämlich in dem Umkreis der Platonischen Akademie in Florenz und bei den Renaissance-Humanisten Italiens, die sich sehr für diese Kabbala interessierten und darin sozusagen etwas erblickten, mit dem sie sich eben intensiv beschäftigten. Und das führte sozusagen zu dieser Umformung der kabbalistischen Lehren zu der sogenannten christlichen Kabbala. Das geschah also in dem Umfeld dieses italienischen Renaissance-Humanismus und gelangte von dort dann eben auch nach Deutschland, eben auch nach Württemberg, hier an den Stuttgarter Fürstenhof. Von daher ist es auch nicht ganz von der Hand zu weisen, dass die Anthroposophie in Italien doch deutlich stärker Fuß gefasst hat als beispielsweise in Frankreich, wo sie eben in der Folge der cartesianischen Philosophie dann stark verfolgt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8=1493s Descartes als Verbündeter der jesuitischen Hexenjagd gegen den Rosenkreuzer-Impuls in Frankreich 00:24:53] ===&lt;br /&gt;
Descartes, nachdem er aus Deutschland zurückkam, weil er sich nämlich dann doch beteiligt hatte an diesem Feldzug gegen diesen Friedrich von der Pfalz da in Prag, der da gestürzt wurde, also dieser Winterkönig. Bei diesem Feldzug war Descartes dabei und hatte eben mit diesen jesuitischen Truppen sich nach Prag begeben. Er hatte selber eine jesuitische Ausbildung durchlaufen, war dann aber längere Zeit sozusagen auf der Suche und fragte sich, was ist das mit diesem Rosenkreuzertum, wie auch andere, wie gesagt, hat sich dann aber gegen diesen Rosenkreuzer-Impuls gewendet, wurde dann bei seiner Rückkehr in Paris sogar verdächtigt, einer dieser Unsichtbaren zu sein, was er widerlegen konnte, dadurch, dass er sich zeigt und sagt, ja schaut her, ich bin nicht unsichtbar. Gleichzeitig setzte aber so eine Art Hexenjagd sozusagen auf das Rosenkreuzertum ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab also Verfolgungen und Hexen- oder Ketzerprozesse, wodurch gerade in Frankreich eben die stärkste Gegnerschaft dann sich entwickelte und wenn man so will auch die Philosophie, die René Descartes dann entwickelt hat, eigentlich diesen Grundsätzen, wenn man so will, der rosenkreuzerischen Lehre, nämlich des Zusammenhangs des Menschen mit dem Kosmos, mit der Natur, dass Descartes eben genau das Gegenteil proklamiert, nämlich eine Trennung, eine Spaltung zwischen Subjekt und Objekt, zwischen Intellekt und äußerer Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Descartes|Descarte]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;s    Rosenkreuzer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] gerade in Frankreich […] die stärkste Gegnerschaft […] die René Descartes dann entwickelt hat […] rosenkreuzerischen Lehre, nämlich des Zusammenhangs des Menschen mit dem Kosmos, mit der Natur, dass Descartes eben genau das Gegenteil proklamiert, nämlich eine Trennung […] , zwischen Intellekt und äußerer Natur”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:24:53   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8=1595s In England war Francis Bacon ein Gegner der Rosenkreuzer 00:26:35] ===&lt;br /&gt;
In England waren es, wie gesagt, auch Wissenschaftler wie Isaac Newton, die sich für das Rosenkreuzertum und deren Ideen auch im Zusammenhang mit der Alchemie interessierten und das hing einfach damit zusammen, dass die Naturwissenschaften ja noch ganz am Anfang waren, zum Beginn dieses 17. Jahrhunderts, noch keine, wenn man so will, materialistische Naturwissenschaft sich wirklich ausgebildet hatte. Das begann eigentlich erst durch einen weiteren Gegner dieser Rosenkreuzer, nämlich Francis Bacon, der in dieser Zeit seine grundlegenden Schriften eben auch veröffentlichte. Aber für viele war das eben noch nicht ausgemacht, in welche Richtung würde sich die Naturwissenschaft denn entwickeln. Und da waren diese Ideen, die ja sehr skizzenhaft waren, die in diesen Schriften, die da 1614 bis 16 erschienen waren, zum Ausdruck kamen und auch weiteren Schriften dieser englischen Rosenkreuzer, das irgendwie erschien als eine ganz andere Perspektive, die zu dieser Zeit eben noch nicht festgelegt war, sich dann aber auch in England durch die Royal Society immer mehr doch verfestigte, wodurch dann eben andere Anschauungen sofort in Verdacht kamen, eben nicht christlich oder ketzerisch oder was auch immer zu sein, sodass das dann sehr, sehr bald von der Bildfläche verschwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8=1687s Christian Rosenkreutz als historische Persönlichkeit in der Esoterikforschung 00:28:07] ===&lt;br /&gt;
Und erst in jüngster Zeit, eigentlich jetzt auch wiederum von Holland ausgehend, fangen die universitären Wissenschaften an, sich jetzt mit diesen esoterischen Bewegungen doch intensiver zu beschäftigen. Die sogenannte Esoterikforschung, die eben auch von Amsterdam ausgegangen ist und die heute auch in Deutschland über einige Lehrstühle verfügt, in diesem Kontext beschäftigt man sich eben auch wieder mit diesen rosenkreuzerischen Lehren, auch mit der Gestalt des Christian Rosenkreutzselber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wodurch wir jetzt sozusagen auf das Zentrum der ganzen Thematik zu sprechen kommen, nämlich auf den Begründer dieser rosenkreuzerischen Bewegung, der ja in dieser &#039;&#039;Fama Fraternitatis&#039;&#039; auch biografisch genauer umschrieben wird, als eben der sogenannte Bruder Christian Rosenkreuz. Interessanterweise haben wir da jetzt seit dieser Woche endlich das Buch von &#039;&#039;Ronald Templeton&#039;&#039;, mit dem wir ja hier im Februar auch ein Tagesseminar veranstaltet haben - „&#039;&#039;Die Lebensreise des Christian Rosencreutz”&#039;&#039; vorliegen, auch draußen am Büchertisch erhältlich. Weil interessanterweise in allen Zusammenhängen, wo auch heute noch über Christian Rosenkreutz gesprochen wird, also auch bei dem „Lectorium Rosicrucianum”, aber insbesondere in der sogenannten Esoterikforschung, eigentlich nirgends davon ausgegangen wird, dass Christian Rosenkreutz tatsächlich gelebt hat, dass das also eine historische Persönlichkeit gewesen ist, so wie es in der &#039;&#039;Fama Fraternitatis&#039;&#039; dargestellt und eben auch von Rudolf Steiner dann ganz deutlich beschrieben worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überall, in allen anderen Zusammenhängen, die man auch heute noch hat, wird diese Gestalt als eine mythologische oder symbolische beschrieben. Also nicht historische Persönlichkeit, sondern insbesondere auch die Chymische Hochzeit, auch sein gesamter Lebensgang - alles, was über ihn erzählt wird, wird als etwas Symbolisches erlebt, als etwas, was sozusagen wie ein Urbild sein könne für eine esoterische Entwicklung, aber nicht eine historische Biografie beschreiben würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8=1844s Ronald Templeton rekonstruiert in seiner Biografie über Christian Rosenkreutz, dass dieser auf seinen Reisen im 14.Jh. an verschiedenen Bildungsstätten das Wissen, die Geheimnisse und Mysterien des Orients studiert hatte 00:30:44] ===&lt;br /&gt;
Und nun hat Ronald Templeton interessanterweise auf dem Hintergrund eben immer wieder dieser immer wieder auftauchenden, wenn man so will, in Fragestellung der Historizität des Christian Rosenkreutz versucht, die Biografie, so wie sie in der Fama und auch von Rudolf Steiner beschrieben wird, diese Biografie zu rekonstruieren und eben als historisch nachzuweisen. Und das ist ihm dadurch gelungen, dass er den ja in der Fama und auch durch Rudolf Steiner sehr ausführlichen Bildungsgang, also die Bildungsbiografie des Christian Rosenkreuz, dass er die genauer untersucht hat. Und die Orte, an denen Christian Rosenkreutz gewesen sein soll, laut Fama und auch laut Rudolf Steiner, dass er diese Orte jetzt genauer untersucht hat im Hinblick auf die Lehrstätten bzw. Universitäten, die es dort gegeben haben soll, an denen sozusagen Christian Rosenkreutz seine Ausbildung erhalten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun zeigt sich, dass es dazu wirklich ausreichend historisches Material und Dokumente gibt, die genauestens nachweisen, in welcher Form welcher Unterricht dort stattgefunden hat an diesen verschiedenen Städten, die ich jetzt nicht im Detail beschreiben kann, das kann man alles nachlesen in dem neuen Buch vom Templeton. Dabei zeigt sich aber, dass tatsächlich an allen Orten, die da in der Fama erwähnt werden, dass es da tatsächlich Unterricht und Lehrstätten gegeben hat, meistens mit islamischem Hintergrund, aber eben esoterischem Islam. Wenn man so will, das Wissen des Orients, die Geheimnisse, die Mysterien des Orients, die an diesen Hochschulen, an denen eben auch Christian Rosenkreutzgelebt hat und Unterricht bezogen hat, dass es dort tatsächlich solche Schulen gab, bis dahin, dass man auch Details über die Art von Unterricht und die Inhalte, die da unterrichtet wurden, auch finden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sodass also diese Bildungsbiografie bis in Details hinein tatsächlich historisch rekonstruierbar ist. Wodurch eben deutlich wird, dass die Autoren dieser Schriften eben nicht eine symbolische Erfindung einer Bildungsbiografie dahingestellt haben, sondern dass sie tatsächlich einen Bildungsgang und diese Reisen beschrieben haben, die mindestens zu der Zeit, in der sie eben stattgefunden haben sollen, nämlich im 14. Jahrhundert. Dass die tatsächlich so im Detail stattgefunden haben können und dass eigentlich kein Grund besteht, anzunehmen, dass das nun alles erfunden sei, wenn die ganzen historischen zugrunde liegenden Fakten eben alle nachweislich so gewesen sind, wie sie dort in dieser Bildungsbiografie der Fama beschrieben worden sind. Also das ist eine ausgezeichnete Leistung von Ronald Templeton, dass er diesen historischen Hintergrund jetzt mal wirklich festmachen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Christian Rosenkreutz]]    [[Fama Fraternitatis]]    Rudolf Steiner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] dass Christian Rosenkreutz tatsächlich gelebt hat, dass das also eine historische Persönlichkeit gewesen ist, so wie es in der Fama Fraternitatis dargestellt und eben auch von Rudolf Steiner dann ganz deutlich beschrieben worden ist.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:28:07   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8=2048s Spuren des Rosenkreuzertums in Goethes Leben 00:34:08] ===&lt;br /&gt;
Und das kann man jetzt, wenn man das jetzt geschichtlich weiter verfolgt, weil das Rosenkreuzertum äußerlich dann eben mit Beginn des 30-jährigen Krieges verschwindet von der Bildfläche. Das taucht wirklich nur sehr kurz auf, eben zwischen 1614 und 1619, bis dann dieser Winterkönig gestürzt wird und die Anhänger nach Holland flüchten müssen, sich verbergen müssen. Valentin Andreae sich dann auch praktisch äußerlich abwendet und auch meint mit diesen Jugendschriften eigentlich nichts zu tun gehabt zu haben. Also in der Folge des 30-jährigen Krieges und dieser Verfolgung des Rosenkreuzertums distanziert er sich dann später davon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch taucht dieses Rosenkreuzertum dann in einer sehr merkwürdigen, uns aber wohl bekannten Form wieder auf, nämlich in Goethes Leben. Bei Goethe kann man eben ganz deutlich die Spuren des Rosenkreuzertums in seiner Biografie wiederfinden. Das hat eben Frank Teichmann in dem besagten Buch &#039;&#039;„Goethe und die Rosenkreuzer&#039;&#039;“ ja ausführlich dargestellt. Zunächst dadurch, dass er 19-jährig schwer erkrankt, an einer lebensgefährlichen Erkrankung, und dann durch eben einen rosenkreuzerischen Arzt gerettet wird, der ein Fluidum, ein Salz ihm verabreicht, das ihm dann das Leben rettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der dann später bei seiner Harzreise eine Art rosenkreuzerische Einweihung erlebt, die in anderer Gestalt von Rudolf Steiner dann später beschrieben worden ist in den Vorträgen mit Mysterienstätten des Mittelalters. Da gibt es zwei Vorträge, in denen Rudolf Steiner von einer sogenannten „rosenkreuzerischen Einweihung“ spricht, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie durch eine Begegnung auf einem Berg und eine andere Begegnung in einem Berg stattfindet. Also zwei Stufen, auf einem Berg und in einem Berg. Und Steiner weist nur darauf hin im Zusammenhang dieser Vorträge, dass sich diese Einweihung später immer wieder in einer gewissen Weise wiederholt hat oder wieder miterlebt worden ist. Und einer derjenigen, die eben diese Einweihung miterlebt oder wiedererlebt haben, war eben Goethe, dem eben genau das wiederfuhr, dass er da in einem Bergwerk, nämlich im Harz, eine bestimmte Begegnung erlebte und dann anschließend eben auch auf dem Berg, nämlich auf diesem Brocken bei der Besteigung dieses Berges, worüber er seiner Freundin Frau von Stein eben in Briefen berichtet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Kontext ist es auch interessant, dass Goethe der Frau von Stein auch schreibt, dass er die Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreutz gelesen habe und dann sagt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Christian Rosenkreutz, Hochzeit habe ich hinaus gelesen. Es gibt ein schön Märchen zur guten Stunde zu erzählen, wenn es wiedergeboren wird. In seiner alten Haut ist es nicht zu genießen.&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;1786 schreibt das Goethe. Also er fand vor allem diese zum Teil ja blutigen Bilder in dieser Chymischen Hochzeit nicht zu genießen und bringt dann 1795 eben sein Märchen, das Goethe-Märchen, als das, was er nennt „die Wiedergeburt dieser Chymischen Hochzeit.“ Das Goethe-Märchen hat ganz eindeutig diesen Hintergrund, bis auch dahin, dass diese Brücke, von der da die Rede ist, im Zusammenhang mit der Heidelberger Brücke steht, die auch heute noch in Heidelberg zu sehen ist. Also da auch taucht Heidelberg am Rande wieder auf. Und auch Rudolf Steiner weist auf diesen Kontext eben hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zweiter Text von Goethe ist natürlich das berühmte Fragment „Die Geheimnisse“, wo sich herausstellt, dass Goethe da etwas beschreibt, was später Rudolf Steiner dann rekonstruiert hat, als die eigentliche Einweihung des Christian Rosenkreuz. Steiner macht das so fest, das werde ich gleich noch etwas genauer beschreiben, dass sich diese eigentliche Einweihung im 13. Jahrhundert vollzogen hat, wo diese Persönlichkeit noch nicht Christian Rosenkreutzhieß, wo sie auch nicht so sehr lange lebte, wo sich aber dieser Umkreis, dieser 12. und dieser 13., der er eben gewesen ist, wo sich diese Gestaltung wiederfindet in einer sehr besonderen Konstellation, die ich gleich noch ausführlicher darstellen möchte. Auf jeden Fall so Steiner hat Goethe sozusagen da etwas beschrieben in diesem Text, Die Geheimnisse, was sich historisch gesehen im Zusammenhang mit dieser ursprünglichen Einweihung des Christian Rosenkreutzim 13. Jahrhundert tatsächlich ereignet hatte. So sehen wir also in Goethes Leben sozusagen Spuren des Rosenkreuzertums wieder aufscheinen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Goethe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Bei Goethe kann man eben ganz deutlich die Spuren des Rosenkreuzertums in seiner Biografie wiederfinden. Das hat eben Frank Teichmann in dem besagten Buch &#039;&#039;„Goethe und die Rosenkreuzer&#039;&#039;“ ja ausführlich dargestellt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christian Rosenkreutz   Einweihung    Rudolf Steiner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…]Text von Goethe ist natürlich das berühmte Fragment „Die Geheimnisse“, wo sich herausstellt, dass Goethe da etwas beschreibt, was später Rudolf Steiner dann rekonstruiert hat, als die eigentliche Einweihung des Christian Rosenkreutz.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:34:08   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8=2390s Die Anthroposophie als Kraftorganismus am Beispiel eines Mysteriendramas 00:39:50] ===&lt;br /&gt;
Und nun ist es so, dass ja eben Rudolf Steiner sich nicht umsonst ganz wesentlich bei der Begründung der Anthroposophie in vielen Punkten, sowohl naturwissenschaftlich wie auch vor allem von der künstlerischen Seite her, an Goethe anschließt. Und einer dieser Anschlusspunkte ist eben das erste Mysteriendrama, das ja zunächst eigentlich das goethesche Märchen auf die Bühne bringen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben also eine mehrfache Metamorphose. „Chymische Hochzeit“ von Valentin Andreae mit Christian Rosenkreutz im Zentrum, durch Goethe in das Märchen metamorphosiert - und durch Rudolf Steiner in sein erstes Mysteriendrama, das ja untertitelt wird mit „Ein Rosenkreuzer Mysterium“. Und das Siegel, was wir da haben von diesem ersten Drama, hat eben diese drei Rosenkreuzer-Worte zum Inhalt. Also:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ex Deo Nascimur, In Christo Morimur, Per Spiritum Sanctum Reviviscimus&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Das steht auf diesem Siegel des ersten Dramas. Wieso ist das ein Rosenkreuzer Mysterium? Zum einen haben wir sozusagen die historische Wurzel, die historischen Vorläufer, die aber nur ganz im Verborgenen jetzt da wieder auftauchen. Aber ein wesentlicher Aspekt, den ich jetzt hervorheben will und der für Rudolf Steiner sozusagen dann zentral wird, das ist der Aspekt der Kraft. Also das, was da umschrieben wird mit Kräften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hatte ja am Anfang gesagt, die anthroposophische Bewegung zeichnet sich dadurch aus, dass es nicht eine Weltanschauung, eine Lehre, eine religiöse Anschauung, eine esoterische Lehre allein ist, sondern dass alle diese Ideen, dass die sich praktisch auswirken. Dass die also, wenn man so will, Kraft haben, dass wir es zu tun haben mit einem Kraftorganismus, wenn wir auf die Anthroposophie hinschauen, einem Kraftorganismus, der wie alles Ätherische, was eben Lebenskräfte sind … nicht das Ätherische kann für sich alleine gar nicht existieren, sondern das Ätherische ist immer nur zusammenhängend denkbar oder überhaupt erlebbar mit etwas Physischem, was von diesem Ätherischen gestaltet und verlebendigt wird. Ein Ätherisches für sich gibt es gar nicht. Ein Ätherisches kann immer nur im Zusammenhang mit Physischem überhaupt beobachtet werden. So wie der Ätherleib eben einen physischen Leib gestaltet, gestalten eben diese Kräfte das Lebendige und, wenn man so will, unser Leben. Weshalb Rudolf Steiner auch darauf aufmerksam macht, dass er sagt, unsere Gedanken- und Vorstellungskräfte und alles, was wir sozusagen an Kultur hervorbringen, das sind umgewandelte Lebenskräfte. Wir denken mit denselben Kräften, mit denen wir wachsen. Das sind dieselben Kräfte, die sich nur umwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und mit diesem Kraftaspekt haben wir es sozusagen zu tun, wenn wir von der Anthroposophie sprechen. Und natürlich muss man sich fragen, woher kommen jetzt diese Kräfte? In dem Mysteriendrama taucht das an verschiedenen Stellen in dem ersten Bild schon auf, dass eben der Capesius, der ein Gedankenmensch ist, ein Professor ist, dass der etwas ganz Besonderes in diesem anthroposophischen Zusammenhang bemerkt. Er sagt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Was hier jedoch sich zeigt, gibt viel zu denken Menschen meiner Art. Erklärlich schien uns solche Wirkung, wo überhitzter Sektengeist die Seelen nur betörend sich über Menschen gießt. Doch hier ist nichts von solchem Geist zu sehen. Man will nur durch Vernunft zur Seele sprechen. Und doch, man schafft durch Worte echte Lebenskräfte und spricht zum tiefsten Herzensgrund. Und selbst des Wollens Reich ergreift das Sonderbare etwas, das jenen, die gleich mir in alten Bahnen wandeln, als blasses Denken nur erscheinen will.”&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Dem Capesius fällt auf, dass in diesem Zusammenhang des Benedictus und der Maria, dass diese Worte, die da gesprochen oder auch studiert werden, dass das Lebenskräfte sind, dass sie Kraft haben. Und das kommt dann auch noch zum Ausdruck an der Stelle, wo die andere Maria auftaucht. Auch noch in diesem ersten Bild. Die sagt nämlich:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Ich muss stets neue Kraft mir holen aus dem Reichtum, der hier aus Geistesquellen fließt. Die warme Zauberkraft der Worte, die hier ich höre, ergießt in meine Hände sich und fließt wie Balsam weiter, berührt die Hand den Leidbeladenen, sie wandelt sich auf meinen Lippen in rechte Trostesrede für schmerzdurchwühlte Herzen. Ich frage nach der Worte Ursprung nicht, ich schaue ihre Wahrheit. Wenn lebend, leben sie mir Spenden.”&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Das sagt jetzt diese andere Maria. Und die Maria sagt dann noch, um das zu erklären:&amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Doch unsere Freundin hat erschöpft des Lebens beste Kräfte durch ihre Arbeitsüberfülle und aller Lebensmut war ihr genommen durch schweren Schicksalsdruck, den sie erfahren, die Kräfte hatte sie geopfert, der Kinder sorglich Leitung, der Mut war hingesunken, als ihr ein früher Tod den teuren Gatten nahm.”&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Zunächst ist diese andere Maria sozusagen zusammengebrochen, hatte keine Kräfte mehr, sie war am Ende - ein Burnout würde man das heute nennen. Ihr Mann ist durch einen frühen Tod gestorben, sie hatte alles sozusagen der Erziehung der Kinder gewidmet und war jetzt kräftemäßig am Ende: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Da brachten Schicksalsmächte sie in unserer Geistes leeren Bann und ihre Lebenskräfte erblühten noch zum zweiten Mal.”&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;So dass sie dann eben jetzt sagt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Ich muss stets neue Kraft mir holen aus dem Reichtum, der hier aus Geistesquellen fließt. Die warme Zauberkraft der Worte, die hier ich höre, ergießt in meine Hände sich.”&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also sie schreibt jetzt ihre Wirksamkeit und ihr neues Leben den Worten zu, die sie jetzt da hört, in diesem Rosenkreuzer-Tempel eigentlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goethe [[Mysteriendramen von Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] das erste Mysteriendrama, das ja zunächst eigentlich das goethesche Märchen auf die Bühne bringen sollte […] das ja untertitelt wird mit „Ein Rosenkreuzer Mysterium“.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Äther]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] das Ätherische kann für sich alleine gar nicht existieren, sondern das Ätherische ist immer nur zusammenhängend denkbar oder überhaupt erlebbar mit etwas Physischem, was von diesem Ätherischen gestaltet und verlebendigt wird.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:39:50   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8=2848s Jede Idee, die dir nicht zum Ideal wird, ertötet in deiner Seele eine Kraft. Jede Idee, die dir aber zum Ideal wird, erschafft in dir Lebenskräfte (Rudolf Steiner) 00:47:28] ===&lt;br /&gt;
Und nun, wenn man bei Rudolf Steiner jetzt selber nachliest, in seinem Buch »Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?«, dann findet man an ganz zentraler Stelle, ganz am Anfang, genau das eigentlich beschrieben. Nicht? Sie alle kennen ja dieses Buch, das da anfängt mit dem sogenannten »Pfad der Verehrung«. Und diese Verehrung, die da entwickelt wird, die bezeichnet Rudolf Steiner immer so, dass er sagt, daraus schöpft der Mensch Kraft. Wenn er diese Verehrung in der Lage ist zu entwickeln, dann schöpft er daraus Kräfte. Und umgekehrt, wenn er das nicht tut, dann raubt er sich Kräfte. Begegne ich einem Menschen und tadele ich seine Schwächen, so raube ich mir höhere Erkenntniskraft. Suche ich liebevoll mich in seine Vorzüge zu vertiefen, so sammle ich solche Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht, diese Übung, die dann später wieder auftaucht, in verwandelter Form als Positivitätsübung, das ist die Grundübung dieses Buches, die in mehrfacher Form in dem Buch mindestens viermal wieder auftaucht, dass man Kritik zurückhalten soll, dass man kritiklos Worte sich anhören soll, auch wenn sie noch so falsch klingen. Nicht, das, was da am Anfang als das Gefühl der Ehrfurcht beschrieben wird, taucht in verschiedenster Weise wieder auf, dann vor allem als Positivitätsübung. Aber es wird eben gleich am Anfang so beschrieben, dass das eine Kraftübung ist, dass das eine Übung ist, die Kraft verleiht. Und das wird dann noch verstärkt durch den Schluss dieses ersten Kapitels, wo es heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Jede Idee, die dir nicht zum Ideal wird, ertötet in deiner Seele eine Kraft. Jede Idee, die dir aber zum Ideal wird, erschafft in dir Lebenskräfte.”&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Nicht, da haben wir wieder diesen Zusammenhang, dass es etwas gibt, was abtötend ist. Davon ist auch in dem Mysteriendrama natürlich die Rede, auch in dieser Szene mit dem Geist der Elemente wird das ja deutlich, dass die Gedankenart von Strader und Capesius zunächst in dieser Lebenssphäre, in der ätherischen Welt Gewitter erzeugt und eigentlich Zerstörung hervorruft. Und dass andererseits die Märchen, die Frau Balde erzählt, in dieser Lebenssphäre des Geistes der Elemente, dass die da heilsam wirken. Weshalb die Frau Balde dann auch aufgefordert wird für die Schädigungen, die die beiden Irrlichter eigentlich - also Strader und Capesius in der elementarischen Welt hervorrufen - die also Kräfte rauben oder zerstören, dass die Frau Balde dafür bezahlen muss und da diese Kräfte wieder ausgleicht. Was übrigens der Capesius auch bestätigt, dadurch, dass er sagt, wenn ich erschöpft bin und keine Kraft mehr habe, gehe ich zu der Frau Balde und höre mir die Märchen an, die sie mir erzählt. Und die wiederum bringen ihm neue Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8=3068s Der unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreutz als Kraftquelle 00:51:08] ===&lt;br /&gt;
Nun wissen wir auch durch Rudolf Steiner, dass diese Märchen, dass die den Ursprung haben in dem Rosenkreuzertum, dass diese mitteleuropäischen Märchen und auch die Märchen der Frau Balde eigentlich rosenkreuzerische Märchen sind. Aber woher kommt jetzt diese Kraft? Was ist das? Was sozusagen, vor allem wenn man auf Rudolf Steiner selber hinblickt, ja ungeheure schöpferische Kräfte zum Vorschein gebracht hat. Wenn man sich nicht nur sein schriftliches Werk, sondern vor allem sein künstlerisches Werk anschaut und etwa den Seelenkalender sich anschaut, wie der entstanden ist, dann fragt man sich, woher kommt jetzt diese dichterische Fähigkeit, diese enorme Schöpferkraft, die sich in dieser Gesamtkomposition eines Seelenkalenders oder etwa der zwölf Stimmungen dieser kosmologischen Dichtung zum Ausdruck bringt? Woher kommen diese Kräfte, die dann auch den ersten Bau des Goetheanums, also ein architektonisches Werk, zur Erscheinung bringen. Respektive natürlich die vier Mysteriendramen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Woher kommen diese schöpferischen Kräfte? Und da wird man jetzt durch Rudolf Steiner, und damit komme ich langsam zum Abschluss dieser Betrachtungen, da wird man jetzt durch Rudolf Steiner eben aufmerksam gemacht, auf das, was mit diesem Christian Rosenkreutz tatsächlich unsterblich verbunden ist. Das macht nämlich Rudolf Steiner - und diese Vorträge können Sie nachlesen, eben hier in diesem Sammelband - das sind die sogenannten Neuchâteler Vorträge, wo Steiner eben zwei Vorträge gehalten hat, über eben diese okkulte Biografie und diese Einweihung des Christian Rosenkreutz, die eben schon vor dem 14. Jahrhundert, also vor dieser Inkarnation, in der er dann auch diesen Namen erhält, gewesen sein soll. Dass da so ein Kollegium von zwölf Eingeweihten sich eben versammelt hat, um diesem 13. alle Weisheiten, die es bis dahin gegeben hatte, der atlantischen Zeit und der nachatlantischen Zeit, vermittelt haben. Woraufhin dieser Jüngling in einen todesartigen Zustand gekommen sei, bei dem sich aber sozusagen sein Leib wie durchsichtig hätte gezeigt. Und die Folge davon war, dass nach dem Tod dieses Eingeweihten jungen Mannes, dass dessen Ätherleib sich dann eben nicht mehr aufgelöst hat. Steiner nennt ihn dann den unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieser Ätherleib ist nun eben eine Kraftquelle. Denn ein ätherischer Leib ist etwas, was Kräfte beinhaltet, die in der Lage sind, Physisches zu gestalten, beziehungsweise dem Physischen eben Kräfte zu verleihen. Lebenskräfte, die dann umgewandelt werden in kulturelle oder Denk- und Vorstellungskräfte. Eine Kraftquelle, an die dadurch die Menschen anschließen können, dass sie sich eben auch verbinden mit diesem Geschehen, was eben Christian Rosenkreutz auszeichnet, was in den Rosenkreuzer-Worten zum Ausdruck kommt, mit diesem Mysterium von Golgatha. Das ist sozusagen der Schlüssel für diese Kraftquelle. Und daraus gibt es dann, wie Rudolf Steiner, Sie müssen das nachlesen in diesen Neuchâteler Vorträgen, wie er es dann wörtlich ausdrückt, dass sich die Wirksamkeit dieses Ätherleibes dann im Laufe der Jahrhunderte immer mehr verstärkt hätte dadurch, dass immer mehr Menschen sozusagen in diese Sphäre vorgedrungen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das sei nun seit dem Ende des Kali-Yuga, das nennt Rudolf Steiner in dem Zusammenhang auch das Jahr 1899, dass seit dem Zeitpunkt 1900, wo er dann eben anfängt über das goethesche Märchen, also diesen rosenkreuzerischen Zusammenhang erstmalig zu sprechen. Er sagt, in diesem Zusammenhang „&#039;&#039;wurde ich erstmalig esoterisch“&#039;&#039;. 1900, Goethes Märchen, Ende des Kali-Yuga und seit diesem 20. Jahrhundert sei es jetzt sozusagen immer mehr Menschen möglich, in diese Sphäre sich zu begeben, weil die sich auch dadurch verstärkt hat, dass nun andere Ätherleiber insofern auch teilweise jedenfalls sich unsterblich erwiesen haben, als sie eben sich mit dieser Sphäre verbinden konnten. Steiner nennt sie in diesem Zusammenhang „&#039;&#039;die Sphäre des Heiligen Geistes“&#039;&#039;. Also die Sphäre, wo die Ätherleiber eben jetzt unsterblich werden, insofern sie sich mit dem Christus verbinden konnten. Diese Sphäre des Heiligen Geistes, das sei die eigentliche Inspirations- und Kraftquelle der anthroposophischen Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also auf diesen Kontext kommt man sozusagen dann wieder zurück und entdeckt sozusagen da das Geheimnis, wenn man so will, auch für diese unglaubliche Schöpferkräfte, die Rudolf Steiner auf so vielen Gebieten eben, bis eben in diese praktischen, wissenschaftlichen Zusammenhänge medizinischer oder pädagogischer oder auch landwirtschaftlicher Art, dass er überall eben sich als enorm schöpferisch erwies und andere Menschen wiederum anleitete oder inspirierte, ebenfalls in dieser Weise tätig zu werden. Da hat man sozusagen diesen Hintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äther   Rudolf Steiner    [[Heiliger Geist]]  Christus   [[Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Steiner nennt sie in diesem Zusammenhang „&#039;&#039;die Sphäre des Heiligen Geistes“&#039;&#039; […] die Sphäre, wo die Ätherleiber eben jetzt unsterblich werden, insofern sie sich mit dem Christus verbinden konnten […] das sei die eigentliche Inspirations- und Kraftquelle der anthroposophischen Bewegung.“  | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:47:28   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8=3458s In den ersten drei Kindheitsjahren wirken die Christus- Kräfte, ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht 00:57:38] ===&lt;br /&gt;
Und abschließend will ich da noch ein Zitat bringen. Wenn man jetzt andere Vorträge in dem Zusammenhang nochmal studiert, auch wiederum von 1911, also diese Neuchâteler Vorträge, das ist 1911. Und da gibt es eben auch die Vorträge in Kopenhagen über die geistige Führung des Menschen und der Menschheit und da bringt Steiner das jetzt direkt mit dem Christus in Zusammenhang, dass er sagt: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;… die am Menschen im Kindheitsalter wirksamen Kräfte erkennen, heißt den Christus im Menschen erkennen&#039;&#039;. [Rudolf Steiner]&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also die Kräfte, wo Rudolf Steiner beschreibt, die im Gehen lernen, im Sprechen lernen, im Denken lernen, die also in der menschlichen Entwicklung das eigentlich Menschliche zum Vorschein bringen, diese wachstums- und ätherischen Kräfte, die in diesen ersten drei Jahren des Kindes wirksam sind, das seien eben die Christuskräfte. Denn eine wirkliche seelische Selbsterkenntnis führt für den gegenwärtigen Menschen dahin einzusehen, dass in der Menschenseele Kräfte gefunden werden können, welche von diesem Christus ausgehen. In den ersten drei Kindheitsjahren wirken diese Kräfte, ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht, daran sieht man, dass das eben alles nicht, wenn man so will, theologische oder erkenntnistheoretische Fragen sind, sondern dass alle diese anthroposophischen Erkenntnisbemühungen, dass die immer dahin münden, dass das eben Kräfte hervorbringt. Nicht ganz am Schluss, oder nicht ganz am Schluss, sondern hier in „&#039;&#039;Wie erlangt man …”&#039;&#039; kommt der Rudolf Steiner auch auf das Studium noch einmal zu sprechen, was ja immer mehr heutzutage auch infrage gestellt wird, weil gesagt wird, ja - die Texte sind zu schwierig. &amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Denn, weil diese Lehren aus dem lebendigen, inneren Worte, aus der lebendigen Einsprechung geschöpft sind, haben sie selbst geistiges Leben. Sie sind nicht bloß Worte, sie sind lebendige Kräfte. Und während du den Worten eines Geheimkundigen folgst, während du ein Buch liest, das einer wirklichen inneren Erfahrung entstammt, wirken in deiner Seele Kräfte, welche dich ebenso hellsehend machen, wie die Naturkräfte aus lebendigem Stoffe deine Augen und Ohren gebildet haben.”&#039;&#039; [Rudolf Steiner] &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also diese Kräfte, die in unserem Wachstum wirksam sind, verwandeln sich jetzt in diesen Kontext eben in Kräfte, die zu höherer Erkenntnis führen und damit eben die Anthroposophie begründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, so viel wollte ich Ihnen heute Abend zur Einführung in dieses neue Tertial gerne erzählen, über eben diesen historischen Zusammenhang dieser, wenn man so will, Kraftbewegung des Rosenkreuzertums. Vielen Dank für Ihr Interesse und Aufmerksamkeit! [Applaus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christus   Selbsterkenntnis   Seele   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eine wirkliche seelische Selbsterkenntnis führt für den gegenwärtigen Menschen dahin einzusehen, dass in der Menschenseele Kräfte gefunden werden können, welche von diesem Christus ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christus   Mensch   Kind     Meditation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den ersten drei Kindheitsjahren wirken diese Kräfte [des Christus], ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner […] Studium […] weil gesagt wird, die Texte sind zu schwierig […] &#039;&#039;denn&#039;&#039; &#039;&#039;weil diese Lehren aus dem lebendigen, inneren Worte, aus der lebendigen Einsprechung geschöpft sind, haben sie selbst geistiges Leben. Sie sind nicht bloß Worte, sie sind lebendige Kräfte.&#039;&#039; [Zitat: Rudolf Steiner]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:57:38   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Frank Teichmann: &#039;&#039;Goethe und die Rosenkreuzer&#039;&#039;, Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2007, &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 978-3772516160&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Neider, Andreas / Schukraft, Harald : &#039;&#039;Rudolf Steiner in Stuttgart&#039;&#039;, 168 S., kart. EUR 19,95, Belser Verlag, Stuttgart 2011&lt;br /&gt;
* Yates, Frances A.: &#039;&#039;Aufklärung im Zeichen des Rosenkreuzes&#039;&#039;, Klett-Cotta 1997, ISBN-13978-3608918830&lt;br /&gt;
* Templeton, Ronald: Die Lebensreise des Christian Rosencreutz - Eine biografische Rekonstruktion, Verlag Urachhaus, ISBN-13978-3825153557&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Vortrag]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Das_Rosenkreuzertum_%E2%80%93_ein_Vortrag_von_Andreas_Neider,_2025&amp;diff=32998</id>
		<title>Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2025</title>
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		<updated>2026-10-15T17:48:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Andreas Neider_2025-11-17.jpg|link=https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8|thumb|Bild: Anthroposophische Gesellschaft Stuttgart. Das Rosenkreuzertum - ein Vortrag vom 17. November 2025 von [[Andreas Neider]] in der Anthroposophischen Gesellschaft Stuttgart. [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8 Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
[[Andreas Neider|| zurück zu Andreas Neider |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkript vom Vortrag vom 17. November 2025 ==&lt;br /&gt;
Transkript und Glossar von Elke J., Oktober 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrüßung 00:00:16 ===&lt;br /&gt;
Ja, herzlichen Dank, lieber Sebastian, und herzlich willkommen, guten Abend, sehr verehrte liebe Freunde!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückblick auf Frank Teichmann und seinen letzten Vortrag über das Rosenkreuzertum 00:00:26 ===&lt;br /&gt;
Ja, unser Thema, das Rosenkreuzertum und seine Beziehung zur anthroposophischen Bewegung, beschäftigt mich schon sehr lange. Genauer gesprochen eigentlich seit 2006 oder 2007. Nämlich in dem Moment, wo &#039;&#039;Frank Teichmann&#039;&#039;, der lange hier ja für uns tätig war, über die Schwelle gegangen ist und kurz vor seinem Tod eben hier in diesem Saal noch einen Vortrag, einen letzten Vortrag hielt, in dem er wie testamentarisch eben auf dieses Rosenkreuzertum auch noch einmal zu sprechen kam. Ich werde das im Laufe dieses Abends auch noch einmal weiter vertiefen. Aber ihm verdanke ich letztlich eigentlich meine Beschäftigung mit diesem Thema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe dann 2007 eben nach seinem Tod zunächst sein eigenes hinterlassenes Werk noch veröffentlicht: „Goethe und die Rosenkreuzer” - das waren sechs Vorträge, die er hier gehalten hatte, bei einem Wochenende, die wir aufgenommen hatten, die aber noch nicht verschriftlicht waren zu dem Zeitpunkt seines Todes. Die haben dann Brigitte Teichmann und ich anschließend herausgebracht. Und gleichzeitig habe ich im Rudolf-Steiner-Verlag eben ein Buch über Anthroposophie und Rosenkreuzertum, das Sie auch draußen am Büchertisch finden, herausgegeben, in dem sehr zentrale Aussagen Rudolf Steiners zu diesem Thema veröffentlicht sind, auf die ich heute im Laufe des Abends eben auch zu sprechen kommen werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Teichmann, Frank]]    [[Goethe]]    [[Rosenkreuzer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] sein eigenes hinterlassenes Werk noch veröffentlicht: „Goethe und die Rosenkreuzer” [Frank Teichmann] - das waren sechs Vorträge, die er hier gehalten hatte […]“ | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:26&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Welche Beziehung haben Rudolf Steiner und die Anthroposophie eigentlich zu Stuttgart? 00:02:05 ===&lt;br /&gt;
Eine Fragestellung, die mich dann weiterhin immer wieder begleitet hat und die auch zu einer weiteren Publikation geführt hat in dem Jubiläumsjahr 2011, also zu dem 150. Geburtstag Rudolf Steiners. Da trat an mich die Frage heran, ja welche Beziehung hat Rudolf Steiner und die Anthroposophie eigentlich zu Stuttgart? Und warum haben wir es hier an diesem Ort oder, wenn man so will, auch in diesem Land Baden-Württemberg, warum haben wir da mit so einer sehr starken Anhäufung anthroposophischer Initiativen es zu tun? Was hat das mit Stuttgart zu tun? Und ich habe damals in diesem Buch &#039;&#039;„Rudolf Steiner in Stuttgart”&#039;&#039; versucht, da eine Antwort zu geben, bin aber auf die Zusammenhänge, die ich jetzt heute erwähnen werde und darstellen werde, damals noch nicht eingegangen, weil mir das auch in dem Rahmen noch nicht wirklich alles deutlich vor Augen stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Charakteristische für die Anthroposophie ist nicht ein theoretisches Lehrgebäude, sondern ihr Hineinwirken ins Praktische 00:03:05 ===&lt;br /&gt;
Aber wenn Sie das ausdehnen, diese Fragestellung - wie ist das geografisch und historisch? An welchen Orten hat sich die anthroposophische Bewegung besonders stark sozusagen etablieren können oder ist sie fruchtbar geworden? Und da kommt man natürlich zunächst auf diesen württembergischen Raum rund um Stuttgart. Auch andere Territorien in Deutschland wird man da finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn man ins Ausland geht, wird man zunächst in die Niederlande geführt, nach Holland, wo die Anthroposophie sich schon sehr, sehr früh etablieren konnte und eben bis heute auch wirklich sehr stark wirksam geworden ist in allen ihren Gebieten. Denn das ist eben das Charakteristische für die Anthroposophie, dass es eben nicht, wie andere Religionen oder Weltanschauungen, nur ein theoretisches oder, wenn man so will, Lehrgebäude ist, sondern dass die Anthroposophie überall, wo sie eben wirksam geworden ist, immer ins Praktische hinein gewirkt hat. Und das unterscheidet sie sowohl von anderen religiösen Bewegungen, wie etwa eben dem katholischen oder protestantischen Christentum oder dem Buddhismus oder dem Islam oder auch was auch immer an religiösen Bewegungen es sein mögen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine dieser ganzen Bewegungen hat eine eigenständige Medizin, eine eigenständige Pädagogik, eine eigenständige Landwirtschaft oder Heilpädagogik oder sozialwissenschaftliche Lehre entwickelt. Das zeichnet die Anthroposophie aus und das unterscheidet sie auch von allen esoterischen Bewegungen, in welcher Richtung auch immer, die sich entwickelt haben mögen. Aber keine von diesen heutigen sogenannten esoterischen Lehren verfügt über eben praktische Auswirkungen in allen diesen genannten Gebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die besondere Verbreitung der Anthroposophie in den Niederlanden, im südwestdeutschen und englischen Raum, sowie in Skandinavien 00:05:16 ===&lt;br /&gt;
Und das zeichnet eben die Anthroposophie aus und in dieser Weise hat sie sich eben neben eben diesem südwestdeutschen Raum vor allem in den Niederlanden ausgebreitet, dann auch deutlich im englischsprachigen, im englischen Raum und in Skandinavien. Und zunächst, wenn man jetzt äußerlich hinschaut, wird man da zunächst eine Übereinstimmung finden mit dem Protestantismus und besonders dem Calvinismus oder anderen strengeren, pietistisch ausgerichteten protestantischen Strömungen. Das ist auch für hier, für den württembergischen Raum ist das eindeutig, während man umgekehrt in katholischen Ländern, auch in Deutschland selber, in Bayern zum Beispiel, aber insbesondere in Frankreich, eben überhaupt gar nicht diese anthroposophische Bewegung in dieser Weise sich ausbreiten sieht, weder historisch noch gegenwärtig. Eher sogar, könnte man sagen, rückläufig, wenn man auf Frankreich hinblickt, dann wird die Anthroposophie dort nach wie vor oder manchmal auch verstärkt bekämpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das historische Auftreten des Rosenkreuzertums im Stuttgarter Raum im Kreis um Johann Valentin Andreae 00:06:32 ===&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieses Phänomen, was ich jetzt historisch-geografisch hier beschreibe, das hat einen ganz konkreten Hintergrund, auf den ich jetzt eben zu sprechen kommen möchte. Weil man nämlich feststellt, wenn man sich mit diesen geografischen und historischen Zeiträumen beschäftigt, um die es hier geht, dass an all diesen genannten Orten, also insbesondere eben in dem württembergischen Raum, aber eben auch in den Niederlanden, in England vor allem, dass sich dort eben historisch gesehen das Rosenkreuzertum tatsächlich ausgebreitet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass es ursprünglich ja hier aus diesem Stuttgarter Raum von hier aus ausgegangen ist, genauer gesprochen eigentlich von Tübingen, von diesem dortigen Kreis um &#039;&#039;Johann Valentin Andreae&#039;&#039;, der damals aber noch sehr jung war und dessen drei Schriften in den Jahren 1614/15 und 16 ein europaweites Aufsehen erregt haben. Also diese drei Schriften, die „Fama Fraternitatis”, die „&#039;&#039;Confessio”&#039;&#039; und die sogenannte „&#039;&#039;Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreuz&#039;&#039;.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun, wenn man jetzt historisch sich fragt, ja was spielte sich denn ab in dieser Zeit, zum Beginn des 17. Jahrhunderts? Wie konnte eine solche Bewegung, diese rosenkreuzerische Bewegung, die aber weitestgehend unsichtbar blieb … man nannte die Rosenkreuzer eigentlich dann auch „die Unsichtbaren”, weil sie äußerlich im Grunde genommen gar nicht in Erscheinung traten, sondern nur durch diese Schriften, die wiederum dort gedruckt werden durften. Damals gab es ja ein Imprimatur, das von den jeweiligen Landesfürsten erteilt wurde und das waren durchgehend nur protestantische Landesfürsten, wie etwa der Moritz von Hessen-Kassel, wo eben die erste Auflage dieser „Fama Fraternitatis” erschienen war … also in Kassel, und das waren eben wiederum protestantische Landesfürsten. Ähnliches war dann in Straßburg oder auch hier in Württemberg eben auch der Fall. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In den frühen Schriften der Rosenkreuzer ist die Anthroposophie in einer sehr rudimentären Form bereits enthalten. Ihre eigentliche praktische Wirksamkeit blieb im Unsichtbaren 00:08:52 ===&lt;br /&gt;
Und wenn man das historisch sich genauer anschaut, dann bemerkt man, dass diese Fürsten nicht nur protestantisch gesinnt waren, sondern dass sie, wenn man so will, esoterisch gesinnt waren. Und das hing damit zusammen, dass eben dieses Rosenkreuzertum, wenn man sich diese Schriften genauer anguckt, eigentlich etwas proklamierte, was wir tatsächlich 300 Jahre später wiederfinden in der Gestalt der Anthroposophie. Also das, was die Anthroposophie eben auszeichnet, dass sie in allen Lebensgebieten wirksam geworden ist, dass sie ihre Ideen, die im Wesentlichen den Zusammenhang des Makrokosmischen mit dem mikrokosmischen Menschen umfassen, die den Menschen also anbinden an einen kosmologischen Ursprung und ihn in Zusammenhang sehen mit den Phänomenen der Natur, die den Menschen also nicht abtrennen, sondern in Verbindung bringen mit der Natur, mit den Naturreichen und aus diesem Menschenverständnis heraus eben eine neue Medizin, eine neue Pädagogik und eine neue Wissenschaft entwickelt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieses Programm, was, wenn man so will, die heutige oder die Anthroposophie des 20. Jahrhunderts vor allem kennzeichnet, das ist in einer, wenn man so will, sehr frühen und noch sehr rudimentären Form in diesen Schriften der Rosenkreuzer eigentlich enthalten. Und das erweckte zu dieser Zeit eben das Interesse verschiedener Landesfürsten, aber auch anderer wissenschaftlich gesinnter Menschen, dass sie jetzt wissen wollten, wer sind diese Leute, die sowas proklamieren und was haben die eigentlich vor?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es erweckte ein großes Aufsehen, ein großes Interesse, ohne dass aber diejenigen, die das publiziert hatten, jetzt weiter in die Öffentlichkeit traten und sich dafür einsetzten. Sie blieben vielmehr, wie gesagt, im Verborgenen. Sie hatten sich auch als Programm sozusagen vorgenommen, dass sie äußerlich nicht durch irgendwelche Zeichen oder Uniformen oder anderes in Erscheinung treten würden, sondern dass sie im Wesentlichen anonym wirksam werden und vor allem im Bereich der Heilkunst tätig sein wollten. Also als Ärzte, aber ohne sich irgendwie zu outen und sich sozusagen als rosenkreuzerische Ärzte oder irgendwie mit dieser Bewegung in Verbindung zu erklären. Ihre eigentliche praktische Wirksamkeit blieb im Unsichtbaren, blieb anonym. Und auch Valentin Andreae hat sich relativ bald eigentlich von dieser Bewegung äußerlich gesehen abgewendet. Was allerdings den hauptsächlichen Grund hatte darin, dass sofort mit der Veröffentlichung dieser Schriften eine intensive Bekämpfung und Verfolgung seitens der katholischen Kirche und vor allem des Jesuitismus gegen diese Bewegung sich äußerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Viele Parallelen einer kabbalistischen Lehrtafel mit den rosenkreuzerischen Ideen 00:12:24 ===&lt;br /&gt;
Konkreter gesprochen haben wir es in Stuttgart zu tun mit einem Fürsten, Friedrich I., der um die Wende des 16. zum 17. Jahrhundert hier in dem Stuttgarter Schloss, in dem alten Schloss, was heute auch noch steht, eben mit seiner Familie lebte, dessen Sohn Johann Friedrich, der ab 1608 in diesem Schloss regierte und der eine Tochter hatte, nämlich Antonia von Württemberg. Die wiederum dadurch bekannt geworden ist, dass sie eine sogenannte kabbalistische Lehrtafel hat gestalten lassen von einem Hofkünstler, einem Künstler, der am Hof des württembergischen Fürsten tätig war und diese sogenannte kabbalistische Lehrtafel dann in Bad Teinach, hier im Schwarzwald, aufstellen ließ, wo sie auch heute noch zu sehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man sich damit beschäftigt, mit dieser Kabbala, der sogenannten christlichen Kabbala, einer Art Geheimlehre, eigentlich ursprünglich jüdischer Geheimlehre, dann wird man sehr sehr viele Parallelen entdecken in dieser Lehrtafel und in dieser Kabbala mit den rosenkreuzerischen Ideen, die dadurch dann in der Folge dieser Schriften auch durch die sogenannten Lehrtafeln der Rosenkreuzer bekannt geworden sind. Da sind sehr viele Parallelen. Und die Kabbala ist, wenn man so will, auch nichts anderes als eben der Ausdruck eines Hermetismus, wo eben auch der Zusammenhang des Kosmischen mit dem irdischen Menschen beschrieben wird. Sie ist ja so aufgebaut, diese Zehn Sephiroth, aus denen diese Kabbala besteht, dass das eigentlich wie ein umgekehrter Mensch ist, also ein Mensch, der auf dem Kopf steht, der also nach oben in den Kosmos mit seinen Gliedmaßen hineinwächst. Und interessanterweise sind auf dieser Kabbala eben viele Persönlichkeiten abgebildet, die einerseits biblische, meist alttestamentarische Gestalten darstellen, gleichzeitig aber auch Zeitgenossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so findet man also auch den Lehrer Antonias von Württemberg, nämlich Johann Valentin Andreae, auf dieser Lehrtafel abgebildet. Wodurch eben deutlich wird, dass er eben in dem Umfeld dieses württembergischen Fürstenhofes tätig war und eben diese rosenkreuzerischen Ideen dort auch direkt weiter vermittelt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kabbala]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] dieser Kabbala, der sogenannten christlichen Kabbala, einer Art Geheimlehre, eigentlich ursprünglich jüdischer Geheimlehre“ | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:12:24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Johann Valentin Andreae]]    [[Rosenkreuzer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] so findet man also auch den Lehrer Antonias von Württemberg, nämlich Johann Valentin Andreae, auf dieser Lehrtafel abgebildet […] er eben in dem Umfeld dieses württembergischen Fürstenhofes tätig war und eben diese rosenkreuzerischen Ideen dort auch direkt weiter vermittelt hat.“ | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:12:24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rosenkreuzerische Bestrebungen am alchemistischen Hof von Friedrich V. in Heidelberg und die „Bibliotheca Palatina“ 00:15:14 ===&lt;br /&gt;
Ein weiterer Schwerpunkt oder das weitere Zentrum des rosenkreuzerischen und auch alchemistischen Wirkens war das Heidelberger Schloss von Friedrich V. von der Pfalz. Dieser Fürst, der in Heidelberg dieses Schloss errichtet hatte und dazu eben alchemistische sogenannte Wunderkammern und auch einen Garten, der damals auch bekannt war wegen seiner vielen Heilkräuter und auch eine große Bibliothek, die &#039;&#039;Bibliotheca Palatina&#039;&#039;, die in diesem Schloss sich befand. All das gab sozusagen den Ruf eines alchemistischen Hofes oder einer alchemistischen Herrschaft, die dort sozusagen in der Pfalz sich angesiedelt hatte und die dadurch dann politisch an Bedeutung gewann, dass Friedrich V. von der Pfalz durch Christian von Anhalt, einen weiteren Fürsten aus diesem Umkreis, der mit diesen Rosenkreuzer-Schriften in Verbindung sich stehen sah, dass er also durch diesen Christian von Anhalt und andere deutsche Fürsten zum König von Böhmen ernannt worden war und dann eben nach Prag übersiedelt war - 1619. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was allerdings in der Folge dazu führte, dass er zu einem Winterkönig wurde. Das heißt, er war nur einen Winter lang, nämlich 1619 bis 1620 war er dort in Prag böhmischer König und wurde dann vertrieben von dort durch eben die katholischen Truppen. Denn es hatte 1618 ja bereits, wie bekannt, der Dreißigjährige Krieg begonnen, der eben eine Art gegenreformatorische Offensive war gegen diese sich ausbreitenden, aus dem Protestantismus eigentlich herrührenden, rosenkreuzerischen Bestrebungen, die durch Friedrich von der Pfalz jetzt politisch an Bedeutung zu gewinnen schienen. Und das wurde dann eben hintertrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sephiroth]]   Kabbala&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Sie ist ja so aufgebaut, diese 10 Sephiroth, aus denen diese Kabbala besteht, dass das eigentlich wie ein umgekehrter Mensch ist, also ein Mensch, der auf dem Kopf steht, der also nach oben in den Kosmos mit seinen Gliedmaßen hineinwächst“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das historischen Auftreten des Rosenkreuzertums und das rosenkreuzerische Erbe in Amsterdam, im „Lectorium Rosicrucianum“ 00:17:27 ===&lt;br /&gt;
Die ganze rosenkreuzerische Bewegung musste flüchten. Viele ihrer Anhänger sind dann eben in die Niederlande geflüchtet, wo sie dann aufgrund des protestantischen und calvinistischen Hintergrundes der Niederlande, die sich ja gegen Spanien gewehrt und diese katholische Herrschaft abgeschüttelt hatten - also in diesen freien Niederlanden - dort fanden die Flüchtenden vor eben der Gegenreformation und den Kriegern, im Dreißigjährigen Krieg Flüchtenden, fanden dort Aufnahme und konnten dort unterkommen. Dieses rosenkreuzerische Erbe zeigt sich bis heute noch in Amsterdam zum Beispiel dadurch, dass die größte Bibliothek mit alchemistisch-hermetischen und rosenkreuzerischen Schriften aus dieser Zeit und später sich eben dort in Amsterdam befindet, die „Bibliotheca Hermetica“ von Herrn &#039;&#039;Joost Ritman&#039;&#039; und gleichzeitig seit dem 20. Jahrhundert das sogenannte Lectorium Rosicrucianum seinen Ausgang genommen hat.  Also eine Bewegung, die sich auf diese Rosenkreuzer bezieht und die auch heute noch tätig ist, auch hier in Stuttgart tätig ist - Lectorium Rosicrucianum aus Holland. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also sieht man, dass dort eben, wenn man so will, eine Art Refugium gewesen ist für die Vertriebenen, die sich also flüchten mussten aus Deutschland. Und dass gleichzeitig aber in Frankreich eine Art Gegenbewegung, eine Art Verfolgung der Rosenkreuzer einsetzte. Interessanterweise im Umkreis von René Descartes, der sozusagen der Gegenspieler wurde, obwohl er ursprünglich noch als junger Mann eben 1619 nach Deutschland gekommen war, um diese Rosenkreuzer zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also er interessierte sich für die, wie auch viele andere übrigens, Isaac Newton zum Beispiel gehörte auch zu denen, die sich mit diesen englischen Rosenkreuzer-Schriften beschäftigten, von Robert Fludd und John Dee. Das waren zwei englische Rosenkreuzer, die im Umfeld des englischen Königs Jakob I. und seiner Mutter Elisabeth I., also in dieser sogenannten elisabethanischen englischen Gesellschaft, die immer wieder mit dem Rosenkreuzertum in Verbindung gesehen wurde, bis hin auch zu William Shakespeare. Also an dem englischen Hof war das durchaus auch verbreitet und es war auch charakteristisch, dass die Tochter Jakobs I., ebenfalls Elisabeth genannt, dass die mit eben jenem Friedrich von der Pfalz verheiratet wurde und diese Hochzeit auf diesem Heidelberger Schloss ein sehr sehr großes Aufsehen erregte. Das hat damals sozusagen die Regenbogenpresse gefüllt, was alles mit dieser Hochzeit verbunden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und interessanterweise findet man vieles, was mit dieser Hochzeit in Verbindung stand, bis hin auch zu diesem Heidelberger Schloss dann wieder in der Chymischen Hochzeit, die Johann Valentin Andreae verfasst hatte und die 1616 veröffentlicht wurde. Es gab von dieser Chymischen Hochzeit schon eine sehr frühe Jugendschrift, die Johann Valentin Andreae dann später eben umarbeitete, zu dem Buch eben die Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreuz. Ich komme darauf auch später nochmal zurück. Auf jeden Fall taucht da dieser Hintergrund dieser königlichen Hochzeit von eben Friedrich V. von der Pfalz mit dieser Elisabeth von England. Das machte also einen großen Eindruck und das ist sozusagen der äußere Hintergrund, sozusagen die Kulisse für das, was in der Chymischen Hochzeit da beschrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, soviel vielleicht zunächst einmal zu diesem historischen Auftreten des Rosenkreuzertums. Wenn jemand sich damit genauer noch beschäftigen will, historisch gesehen, weil das noch viel weitere Kreise gezogen hat, kann ich nur wärmstens empfehlen Frances A. Yates&#039; Aufklärung im Zeichen des Rosenkreuzes. So heißt dieses Buch, was leider schon lange vergriffen ist, nur noch in Bibliotheken zu finden. Aber da findet man im Grunde genommen alle historischen Zusammenhänge sehr, sehr gut beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rosenkreuzer]]    Lectorium Rosicrucianum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„seit dem 20. Jahrhundert das sogenannte Lectorium Rosicrucianum seinen Ausgang genommen hat. Also eine Bewegung, die sich auf diese Rosenkreuzer bezieht und die auch heute noch tätig ist, auch hier in Stuttgart tätig ist - Lectorium Rosicrucianum aus Holland“ | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Anthroposophie hat in Italien deutlich stärker Fuß gefasst als in Frankreich, wo sie aufgrund der cartesianischen Philosophie stark verfolgt wurde 00:22:30 ===&lt;br /&gt;
Ein weiterer Zusammenhang, auf den ich im Zusammenhang noch mit der Kabbala zu sprechen kommen will; Woher stammten diese kabbalistischen Lehren, die also die Tochter des württembergischen Fürsten Johann Friedrich, Antonia … wie kam sie und wie kamen andere in die Kenntnis dieser Kabbala, die ja zunächst hebräisch natürlich verfasst war?Da spielte schon vorher im 16. Jahrhundert eine große Rolle &#039;&#039;Johannes Reuchlin&#039;&#039;, auch ein reformatorisch-protestantisch gesinnter Gelehrter hier aus dem württembergischen Raum, der eine Grammatik der hebräischen Sprache veröffentlicht hatte und sozusagen dafür sorgte, dass Hebräisch wieder gelehrt werden und dann eben auch verstanden werden konnte. Also er sorgte für diese Kenntniss.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auch andere, die sich nach Italien begeben hatten, hatten also von diesen kabbalistischen Schriften Kenntnis genommen. Die waren nach Italien dadurch gelangt, dass die jüdischen Gelehrten in Spanien vertrieben worden waren und dann nach Italien geflüchtet waren. Und dort fanden sie Aufnahme, nämlich in dem Umkreis der Platonischen Akademie in Florenz und bei den Renaissance-Humanisten Italiens, die sich sehr für diese Kabbala interessierten und darin sozusagen etwas erblickten, mit dem sie sich eben intensiv beschäftigten. Und das führte sozusagen zu dieser Umformung der kabbalistischen Lehren zu der sogenannten christlichen Kabbala. Das geschah also in dem Umfeld dieses italienischen Renaissance-Humanismus und gelangte von dort dann eben auch nach Deutschland, eben auch nach Württemberg, hier an den Stuttgarter Fürstenhof. Von daher ist es auch nicht ganz von der Hand zu weisen, dass die Anthroposophie in Italien doch deutlich stärker Fuß gefasst hat als beispielsweise in Frankreich, wo sie eben in der Folge der cartesianischen Philosophie dann stark verfolgt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Descartes als Verbündeter der jesuitischen Hexenjagd gegen den Rosenkreuzer-Impuls in Frankreich 00:24:53 ===&lt;br /&gt;
Descartes, nachdem er aus Deutschland zurückkam, weil er sich nämlich dann doch beteiligt hatte an diesem Feldzug gegen diesen Friedrich von der Pfalz da in Prag, der da gestürzt wurde, also dieser Winterkönig. Bei diesem Feldzug war Descartes dabei und hatte eben mit diesen jesuitischen Truppen sich nach Prag begeben. Er hatte selber eine jesuitische Ausbildung durchlaufen, war dann aber längere Zeit sozusagen auf der Suche und fragte sich, was ist das mit diesem Rosenkreuzertum, wie auch andere, wie gesagt, hat sich dann aber gegen diesen Rosenkreuzer-Impuls gewendet, wurde dann bei seiner Rückkehr in Paris sogar verdächtigt, einer dieser Unsichtbaren zu sein, was er widerlegen konnte, dadurch, dass er sich zeigt und sagt, ja schaut her, ich bin nicht unsichtbar. Gleichzeitig setzte aber so eine Art Hexenjagd sozusagen auf das Rosenkreuzertum ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab also Verfolgungen und Hexen- oder Ketzerprozesse, wodurch gerade in Frankreich eben die stärkste Gegnerschaft dann sich entwickelte und wenn man so will auch die Philosophie, die René Descartes dann entwickelt hat, eigentlich diesen Grundsätzen, wenn man so will, der rosenkreuzerischen Lehre, nämlich des Zusammenhangs des Menschen mit dem Kosmos, mit der Natur, dass Descartes eben genau das Gegenteil proklamiert, nämlich eine Trennung, eine Spaltung zwischen Subjekt und Objekt, zwischen Intellekt und äußerer Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Descartes|Descarte]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;s    Rosenkreuzer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] gerade in Frankreich […] die stärkste Gegnerschaft […] die René Descartes dann entwickelt hat […] rosenkreuzerischen Lehre, nämlich des Zusammenhangs des Menschen mit dem Kosmos, mit der Natur, dass Descartes eben genau das Gegenteil proklamiert, nämlich eine Trennung […] , zwischen Intellekt und äußerer Natur”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:24:53   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In England war Francis Bacon ein Gegner der Rosenkreuzer 00:26:35 ===&lt;br /&gt;
In England waren es, wie gesagt, auch Wissenschaftler wie Isaac Newton, die sich für das Rosenkreuzertum und deren Ideen auch im Zusammenhang mit der Alchemie interessierten und das hing einfach damit zusammen, dass die Naturwissenschaften ja noch ganz am Anfang waren, zum Beginn dieses 17. Jahrhunderts, noch keine, wenn man so will, materialistische Naturwissenschaft sich wirklich ausgebildet hatte. Das begann eigentlich erst durch einen weiteren Gegner dieser Rosenkreuzer, nämlich Francis Bacon, der in dieser Zeit seine grundlegenden Schriften eben auch veröffentlichte. Aber für viele war das eben noch nicht ausgemacht, in welche Richtung würde sich die Naturwissenschaft denn entwickeln. Und da waren diese Ideen, die ja sehr skizzenhaft waren, die in diesen Schriften, die da 1614 bis 16 erschienen waren, zum Ausdruck kamen und auch weiteren Schriften dieser englischen Rosenkreuzer, das irgendwie erschien als eine ganz andere Perspektive, die zu dieser Zeit eben noch nicht festgelegt war, sich dann aber auch in England durch die Royal Society immer mehr doch verfestigte, wodurch dann eben andere Anschauungen sofort in Verdacht kamen, eben nicht christlich oder ketzerisch oder was auch immer zu sein, sodass das dann sehr, sehr bald von der Bildfläche verschwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Christian Rosenkreutz als historische Persönlichkeit in der Esoterikforschung 00:28:07 ===&lt;br /&gt;
Und erst in jüngster Zeit, eigentlich jetzt auch wiederum von Holland ausgehend, fangen die universitären Wissenschaften an, sich jetzt mit diesen esoterischen Bewegungen doch intensiver zu beschäftigen. Die sogenannte Esoterikforschung, die eben auch von Amsterdam ausgegangen ist und die heute auch in Deutschland über einige Lehrstühle verfügt, in diesem Kontext beschäftigt man sich eben auch wieder mit diesen rosenkreuzerischen Lehren, auch mit der Gestalt des Christian Rosenkreutzselber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wodurch wir jetzt sozusagen auf das Zentrum der ganzen Thematik zu sprechen kommen, nämlich auf den Begründer dieser rosenkreuzerischen Bewegung, der ja in dieser &#039;&#039;Fama Fraternitatis&#039;&#039; auch biografisch genauer umschrieben wird, als eben der sogenannte Bruder Christian Rosenkreuz. Interessanterweise haben wir da jetzt seit dieser Woche endlich das Buch von &#039;&#039;Ronald Templeton&#039;&#039;, mit dem wir ja hier im Februar auch ein Tagesseminar veranstaltet haben - „&#039;&#039;Die Lebensreise des Christian Rosencreutz”&#039;&#039; vorliegen, auch draußen am Büchertisch erhältlich. Weil interessanterweise in allen Zusammenhängen, wo auch heute noch über Christian Rosenkreutz gesprochen wird, also auch bei dem „Lectorium Rosicrucianum”, aber insbesondere in der sogenannten Esoterikforschung, eigentlich nirgends davon ausgegangen wird, dass Christian Rosenkreutz tatsächlich gelebt hat, dass das also eine historische Persönlichkeit gewesen ist, so wie es in der &#039;&#039;Fama Fraternitatis&#039;&#039; dargestellt und eben auch von Rudolf Steiner dann ganz deutlich beschrieben worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überall, in allen anderen Zusammenhängen, die man auch heute noch hat, wird diese Gestalt als eine mythologische oder symbolische beschrieben. Also nicht historische Persönlichkeit, sondern insbesondere auch die Chymische Hochzeit, auch sein gesamter Lebensgang - alles, was über ihn erzählt wird, wird als etwas Symbolisches erlebt, als etwas, was sozusagen wie ein Urbild sein könne für eine esoterische Entwicklung, aber nicht eine historische Biografie beschreiben würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ronald Templeton rekonstruiert in seiner Biografie über Christian Rosenkreutz, dass dieser auf seinen Reisen im 14.Jh. an verschiedenen Bildungsstätten das Wissen, die Geheimnisse und Mysterien des Orients studiert hatte 00:30:44 ===&lt;br /&gt;
Und nun hat Ronald Templeton interessanterweise auf dem Hintergrund eben immer wieder dieser immer wieder auftauchenden, wenn man so will, in Fragestellung der Historizität des Christian Rosenkreutz versucht, die Biografie, so wie sie in der Fama und auch von Rudolf Steiner beschrieben wird, diese Biografie zu rekonstruieren und eben als historisch nachzuweisen. Und das ist ihm dadurch gelungen, dass er den ja in der Fama und auch durch Rudolf Steiner sehr ausführlichen Bildungsgang, also die Bildungsbiografie des Christian Rosenkreuz, dass er die genauer untersucht hat. Und die Orte, an denen Christian Rosenkreutz gewesen sein soll, laut Fama und auch laut Rudolf Steiner, dass er diese Orte jetzt genauer untersucht hat im Hinblick auf die Lehrstätten bzw. Universitäten, die es dort gegeben haben soll, an denen sozusagen Christian Rosenkreutz seine Ausbildung erhalten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun zeigt sich, dass es dazu wirklich ausreichend historisches Material und Dokumente gibt, die genauestens nachweisen, in welcher Form welcher Unterricht dort stattgefunden hat an diesen verschiedenen Städten, die ich jetzt nicht im Detail beschreiben kann, das kann man alles nachlesen in dem neuen Buch vom Templeton. Dabei zeigt sich aber, dass tatsächlich an allen Orten, die da in der Fama erwähnt werden, dass es da tatsächlich Unterricht und Lehrstätten gegeben hat, meistens mit islamischem Hintergrund, aber eben esoterischem Islam. Wenn man so will, das Wissen des Orients, die Geheimnisse, die Mysterien des Orients, die an diesen Hochschulen, an denen eben auch Christian Rosenkreutzgelebt hat und Unterricht bezogen hat, dass es dort tatsächlich solche Schulen gab, bis dahin, dass man auch Details über die Art von Unterricht und die Inhalte, die da unterrichtet wurden, auch finden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sodass also diese Bildungsbiografie bis in Details hinein tatsächlich historisch rekonstruierbar ist. Wodurch eben deutlich wird, dass die Autoren dieser Schriften eben nicht eine symbolische Erfindung einer Bildungsbiografie dahingestellt haben, sondern dass sie tatsächlich einen Bildungsgang und diese Reisen beschrieben haben, die mindestens zu der Zeit, in der sie eben stattgefunden haben sollen, nämlich im 14. Jahrhundert. Dass die tatsächlich so im Detail stattgefunden haben können und dass eigentlich kein Grund besteht, anzunehmen, dass das nun alles erfunden sei, wenn die ganzen historischen zugrunde liegenden Fakten eben alle nachweislich so gewesen sind, wie sie dort in dieser Bildungsbiografie der Fama beschrieben worden sind. Also das ist eine ausgezeichnete Leistung von Ronald Templeton, dass er diesen historischen Hintergrund jetzt mal wirklich festmachen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Christian Rosenkreutz]]    [[Fama Fraternitatis]]    Rudolf Steiner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] dass Christian Rosenkreutz tatsächlich gelebt hat, dass das also eine historische Persönlichkeit gewesen ist, so wie es in der Fama Fraternitatis dargestellt und eben auch von Rudolf Steiner dann ganz deutlich beschrieben worden ist.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:28:07   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spuren des Rosenkreuzertums in Goethes Leben 00:34:08 ===&lt;br /&gt;
Und das kann man jetzt, wenn man das jetzt geschichtlich weiter verfolgt, weil das Rosenkreuzertum äußerlich dann eben mit Beginn des 30-jährigen Krieges verschwindet von der Bildfläche. Das taucht wirklich nur sehr kurz auf, eben zwischen 1614 und 1619, bis dann dieser Winterkönig gestürzt wird und die Anhänger nach Holland flüchten müssen, sich verbergen müssen. Valentin Andreae sich dann auch praktisch äußerlich abwendet und auch meint mit diesen Jugendschriften eigentlich nichts zu tun gehabt zu haben. Also in der Folge des 30-jährigen Krieges und dieser Verfolgung des Rosenkreuzertums distanziert er sich dann später davon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch taucht dieses Rosenkreuzertum dann in einer sehr merkwürdigen, uns aber wohl bekannten Form wieder auf, nämlich in Goethes Leben. Bei Goethe kann man eben ganz deutlich die Spuren des Rosenkreuzertums in seiner Biografie wiederfinden. Das hat eben Frank Teichmann in dem besagten Buch &#039;&#039;„Goethe und die Rosenkreuzer&#039;&#039;“ ja ausführlich dargestellt. Zunächst dadurch, dass er 19-jährig schwer erkrankt, an einer lebensgefährlichen Erkrankung, und dann durch eben einen rosenkreuzerischen Arzt gerettet wird, der ein Fluidum, ein Salz ihm verabreicht, das ihm dann das Leben rettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der dann später bei seiner Harzreise eine Art rosenkreuzerische Einweihung erlebt, die in anderer Gestalt von Rudolf Steiner dann später beschrieben worden ist in den Vorträgen mit Mysterienstätten des Mittelalters. Da gibt es zwei Vorträge, in denen Rudolf Steiner von einer sogenannten „rosenkreuzerischen Einweihung“ spricht, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie durch eine Begegnung auf einem Berg und eine andere Begegnung in einem Berg stattfindet. Also zwei Stufen, auf einem Berg und in einem Berg. Und Steiner weist nur darauf hin im Zusammenhang dieser Vorträge, dass sich diese Einweihung später immer wieder in einer gewissen Weise wiederholt hat oder wieder miterlebt worden ist. Und einer derjenigen, die eben diese Einweihung miterlebt oder wiedererlebt haben, war eben Goethe, dem eben genau das wiederfuhr, dass er da in einem Bergwerk, nämlich im Harz, eine bestimmte Begegnung erlebte und dann anschließend eben auch auf dem Berg, nämlich auf diesem Brocken bei der Besteigung dieses Berges, worüber er seiner Freundin Frau von Stein eben in Briefen berichtet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Kontext ist es auch interessant, dass Goethe der Frau von Stein auch schreibt, dass er die Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreutz gelesen habe und dann sagt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Christian Rosenkreutz, Hochzeit habe ich hinaus gelesen. Es gibt ein schön Märchen zur guten Stunde zu erzählen, wenn es wiedergeboren wird. In seiner alten Haut ist es nicht zu genießen.&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;1786 schreibt das Goethe. Also er fand vor allem diese zum Teil ja blutigen Bilder in dieser Chymischen Hochzeit nicht zu genießen und bringt dann 1795 eben sein Märchen, das Goethe-Märchen, als das, was er nennt „die Wiedergeburt dieser Chymischen Hochzeit.“ Das Goethe-Märchen hat ganz eindeutig diesen Hintergrund, bis auch dahin, dass diese Brücke, von der da die Rede ist, im Zusammenhang mit der Heidelberger Brücke steht, die auch heute noch in Heidelberg zu sehen ist. Also da auch taucht Heidelberg am Rande wieder auf. Und auch Rudolf Steiner weist auf diesen Kontext eben hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zweiter Text von Goethe ist natürlich das berühmte Fragment „Die Geheimnisse“, wo sich herausstellt, dass Goethe da etwas beschreibt, was später Rudolf Steiner dann rekonstruiert hat, als die eigentliche Einweihung des Christian Rosenkreuz. Steiner macht das so fest, das werde ich gleich noch etwas genauer beschreiben, dass sich diese eigentliche Einweihung im 13. Jahrhundert vollzogen hat, wo diese Persönlichkeit noch nicht Christian Rosenkreutzhieß, wo sie auch nicht so sehr lange lebte, wo sich aber dieser Umkreis, dieser 12. und dieser 13., der er eben gewesen ist, wo sich diese Gestaltung wiederfindet in einer sehr besonderen Konstellation, die ich gleich noch ausführlicher darstellen möchte. Auf jeden Fall so Steiner hat Goethe sozusagen da etwas beschrieben in diesem Text, Die Geheimnisse, was sich historisch gesehen im Zusammenhang mit dieser ursprünglichen Einweihung des Christian Rosenkreutzim 13. Jahrhundert tatsächlich ereignet hatte. So sehen wir also in Goethes Leben sozusagen Spuren des Rosenkreuzertums wieder aufscheinen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Goethe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Bei Goethe kann man eben ganz deutlich die Spuren des Rosenkreuzertums in seiner Biografie wiederfinden. Das hat eben Frank Teichmann in dem besagten Buch &#039;&#039;„Goethe und die Rosenkreuzer&#039;&#039;“ ja ausführlich dargestellt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christian Rosenkreutz   Einweihung    Rudolf Steiner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…]Text von Goethe ist natürlich das berühmte Fragment „Die Geheimnisse“, wo sich herausstellt, dass Goethe da etwas beschreibt, was später Rudolf Steiner dann rekonstruiert hat, als die eigentliche Einweihung des Christian Rosenkreutz.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:34:08   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Anthroposophie als Kraftorganismus am Beispiel eines Mysteriendramas 00:39:50 ===&lt;br /&gt;
Und nun ist es so, dass ja eben Rudolf Steiner sich nicht umsonst ganz wesentlich bei der Begründung der Anthroposophie in vielen Punkten, sowohl naturwissenschaftlich wie auch vor allem von der künstlerischen Seite her, an Goethe anschließt. Und einer dieser Anschlusspunkte ist eben das erste Mysteriendrama, das ja zunächst eigentlich das goethesche Märchen auf die Bühne bringen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben also eine mehrfache Metamorphose. „Chymische Hochzeit“ von Valentin Andreae mit Christian Rosenkreutz im Zentrum, durch Goethe in das Märchen metamorphosiert - und durch Rudolf Steiner in sein erstes Mysteriendrama, das ja untertitelt wird mit „Ein Rosenkreuzer Mysterium“. Und das Siegel, was wir da haben von diesem ersten Drama, hat eben diese drei Rosenkreuzer-Worte zum Inhalt. Also:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ex Deo Nascimur, In Christo Morimur, Per Spiritum Sanctum Reviviscimus&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Das steht auf diesem Siegel des ersten Dramas. Wieso ist das ein Rosenkreuzer Mysterium? Zum einen haben wir sozusagen die historische Wurzel, die historischen Vorläufer, die aber nur ganz im Verborgenen jetzt da wieder auftauchen. Aber ein wesentlicher Aspekt, den ich jetzt hervorheben will und der für Rudolf Steiner sozusagen dann zentral wird, das ist der Aspekt der Kraft. Also das, was da umschrieben wird mit Kräften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hatte ja am Anfang gesagt, die anthroposophische Bewegung zeichnet sich dadurch aus, dass es nicht eine Weltanschauung, eine Lehre, eine religiöse Anschauung, eine esoterische Lehre allein ist, sondern dass alle diese Ideen, dass die sich praktisch auswirken. Dass die also, wenn man so will, Kraft haben, dass wir es zu tun haben mit einem Kraftorganismus, wenn wir auf die Anthroposophie hinschauen, einem Kraftorganismus, der wie alles Ätherische, was eben Lebenskräfte sind … nicht das Ätherische kann für sich alleine gar nicht existieren, sondern das Ätherische ist immer nur zusammenhängend denkbar oder überhaupt erlebbar mit etwas Physischem, was von diesem Ätherischen gestaltet und verlebendigt wird. Ein Ätherisches für sich gibt es gar nicht. Ein Ätherisches kann immer nur im Zusammenhang mit Physischem überhaupt beobachtet werden. So wie der Ätherleib eben einen physischen Leib gestaltet, gestalten eben diese Kräfte das Lebendige und, wenn man so will, unser Leben. Weshalb Rudolf Steiner auch darauf aufmerksam macht, dass er sagt, unsere Gedanken- und Vorstellungskräfte und alles, was wir sozusagen an Kultur hervorbringen, das sind umgewandelte Lebenskräfte. Wir denken mit denselben Kräften, mit denen wir wachsen. Das sind dieselben Kräfte, die sich nur umwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und mit diesem Kraftaspekt haben wir es sozusagen zu tun, wenn wir von der Anthroposophie sprechen. Und natürlich muss man sich fragen, woher kommen jetzt diese Kräfte? In dem Mysteriendrama taucht das an verschiedenen Stellen in dem ersten Bild schon auf, dass eben der Capesius, der ein Gedankenmensch ist, ein Professor ist, dass der etwas ganz Besonderes in diesem anthroposophischen Zusammenhang bemerkt. Er sagt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Was hier jedoch sich zeigt, gibt viel zu denken Menschen meiner Art. Erklärlich schien uns solche Wirkung, wo überhitzter Sektengeist die Seelen nur betörend sich über Menschen gießt. Doch hier ist nichts von solchem Geist zu sehen. Man will nur durch Vernunft zur Seele sprechen. Und doch, man schafft durch Worte echte Lebenskräfte und spricht zum tiefsten Herzensgrund. Und selbst des Wollens Reich ergreift das Sonderbare etwas, das jenen, die gleich mir in alten Bahnen wandeln, als blasses Denken nur erscheinen will.”&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Dem Capesius fällt auf, dass in diesem Zusammenhang des Benedictus und der Maria, dass diese Worte, die da gesprochen oder auch studiert werden, dass das Lebenskräfte sind, dass sie Kraft haben. Und das kommt dann auch noch zum Ausdruck an der Stelle, wo die andere Maria auftaucht. Auch noch in diesem ersten Bild. Die sagt nämlich:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Ich muss stets neue Kraft mir holen aus dem Reichtum, der hier aus Geistesquellen fließt. Die warme Zauberkraft der Worte, die hier ich höre, ergießt in meine Hände sich und fließt wie Balsam weiter, berührt die Hand den Leidbeladenen, sie wandelt sich auf meinen Lippen in rechte Trostesrede für schmerzdurchwühlte Herzen. Ich frage nach der Worte Ursprung nicht, ich schaue ihre Wahrheit. Wenn lebend, leben sie mir Spenden.”&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Das sagt jetzt diese andere Maria. Und die Maria sagt dann noch, um das zu erklären:&amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Doch unsere Freundin hat erschöpft des Lebens beste Kräfte durch ihre Arbeitsüberfülle und aller Lebensmut war ihr genommen durch schweren Schicksalsdruck, den sie erfahren, die Kräfte hatte sie geopfert, der Kinder sorglich Leitung, der Mut war hingesunken, als ihr ein früher Tod den teuren Gatten nahm.”&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Zunächst ist diese andere Maria sozusagen zusammengebrochen, hatte keine Kräfte mehr, sie war am Ende - ein Burnout würde man das heute nennen. Ihr Mann ist durch einen frühen Tod gestorben, sie hatte alles sozusagen der Erziehung der Kinder gewidmet und war jetzt kräftemäßig am Ende: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Da brachten Schicksalsmächte sie in unserer Geistes leeren Bann und ihre Lebenskräfte erblühten noch zum zweiten Mal.”&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;So dass sie dann eben jetzt sagt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Ich muss stets neue Kraft mir holen aus dem Reichtum, der hier aus Geistesquellen fließt. Die warme Zauberkraft der Worte, die hier ich höre, ergießt in meine Hände sich.”&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also sie schreibt jetzt ihre Wirksamkeit und ihr neues Leben den Worten zu, die sie jetzt da hört, in diesem Rosenkreuzer-Tempel eigentlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goethe [[Mysteriendramen von Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] das erste Mysteriendrama, das ja zunächst eigentlich das goethesche Märchen auf die Bühne bringen sollte […] das ja untertitelt wird mit „Ein Rosenkreuzer Mysterium“.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Äther]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] das Ätherische kann für sich alleine gar nicht existieren, sondern das Ätherische ist immer nur zusammenhängend denkbar oder überhaupt erlebbar mit etwas Physischem, was von diesem Ätherischen gestaltet und verlebendigt wird.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:39:50   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jede Idee, die dir nicht zum Ideal wird, ertötet in deiner Seele eine Kraft. Jede Idee, die dir aber zum Ideal wird, erschafft in dir Lebenskräfte (Rudolf Steiner) 00:47:28 ===&lt;br /&gt;
Und nun, wenn man bei Rudolf Steiner jetzt selber nachliest, in seinem Buch »Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?«, dann findet man an ganz zentraler Stelle, ganz am Anfang, genau das eigentlich beschrieben. Nicht? Sie alle kennen ja dieses Buch, das da anfängt mit dem sogenannten »Pfad der Verehrung«. Und diese Verehrung, die da entwickelt wird, die bezeichnet Rudolf Steiner immer so, dass er sagt, daraus schöpft der Mensch Kraft. Wenn er diese Verehrung in der Lage ist zu entwickeln, dann schöpft er daraus Kräfte. Und umgekehrt, wenn er das nicht tut, dann raubt er sich Kräfte. Begegne ich einem Menschen und tadele ich seine Schwächen, so raube ich mir höhere Erkenntniskraft. Suche ich liebevoll mich in seine Vorzüge zu vertiefen, so sammle ich solche Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht, diese Übung, die dann später wieder auftaucht, in verwandelter Form als Positivitätsübung, das ist die Grundübung dieses Buches, die in mehrfacher Form in dem Buch mindestens viermal wieder auftaucht, dass man Kritik zurückhalten soll, dass man kritiklos Worte sich anhören soll, auch wenn sie noch so falsch klingen. Nicht, das, was da am Anfang als das Gefühl der Ehrfurcht beschrieben wird, taucht in verschiedenster Weise wieder auf, dann vor allem als Positivitätsübung. Aber es wird eben gleich am Anfang so beschrieben, dass das eine Kraftübung ist, dass das eine Übung ist, die Kraft verleiht. Und das wird dann noch verstärkt durch den Schluss dieses ersten Kapitels, wo es heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Jede Idee, die dir nicht zum Ideal wird, ertötet in deiner Seele eine Kraft. Jede Idee, die dir aber zum Ideal wird, erschafft in dir Lebenskräfte.”&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Nicht, da haben wir wieder diesen Zusammenhang, dass es etwas gibt, was abtötend ist. Davon ist auch in dem Mysteriendrama natürlich die Rede, auch in dieser Szene mit dem Geist der Elemente wird das ja deutlich, dass die Gedankenart von Strader und Capesius zunächst in dieser Lebenssphäre, in der ätherischen Welt Gewitter erzeugt und eigentlich Zerstörung hervorruft. Und dass andererseits die Märchen, die Frau Balde erzählt, in dieser Lebenssphäre des Geistes der Elemente, dass die da heilsam wirken. Weshalb die Frau Balde dann auch aufgefordert wird für die Schädigungen, die die beiden Irrlichter eigentlich - also Strader und Capesius in der elementarischen Welt hervorrufen - die also Kräfte rauben oder zerstören, dass die Frau Balde dafür bezahlen muss und da diese Kräfte wieder ausgleicht. Was übrigens der Capesius auch bestätigt, dadurch, dass er sagt, wenn ich erschöpft bin und keine Kraft mehr habe, gehe ich zu der Frau Balde und höre mir die Märchen an, die sie mir erzählt. Und die wiederum bringen ihm neue Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreutz als Kraftquelle 00:51:08 ===&lt;br /&gt;
Nun wissen wir auch durch Rudolf Steiner, dass diese Märchen, dass die den Ursprung haben in dem Rosenkreuzertum, dass diese mitteleuropäischen Märchen und auch die Märchen der Frau Balde eigentlich rosenkreuzerische Märchen sind. Aber woher kommt jetzt diese Kraft? Was ist das? Was sozusagen, vor allem wenn man auf Rudolf Steiner selber hinblickt, ja ungeheure schöpferische Kräfte zum Vorschein gebracht hat. Wenn man sich nicht nur sein schriftliches Werk, sondern vor allem sein künstlerisches Werk anschaut und etwa den Seelenkalender sich anschaut, wie der entstanden ist, dann fragt man sich, woher kommt jetzt diese dichterische Fähigkeit, diese enorme Schöpferkraft, die sich in dieser Gesamtkomposition eines Seelenkalenders oder etwa der zwölf Stimmungen dieser kosmologischen Dichtung zum Ausdruck bringt? Woher kommen diese Kräfte, die dann auch den ersten Bau des Goetheanums, also ein architektonisches Werk, zur Erscheinung bringen. Respektive natürlich die vier Mysteriendramen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Woher kommen diese schöpferischen Kräfte? Und da wird man jetzt durch Rudolf Steiner, und damit komme ich langsam zum Abschluss dieser Betrachtungen, da wird man jetzt durch Rudolf Steiner eben aufmerksam gemacht, auf das, was mit diesem Christian Rosenkreutz tatsächlich unsterblich verbunden ist. Das macht nämlich Rudolf Steiner - und diese Vorträge können Sie nachlesen, eben hier in diesem Sammelband - das sind die sogenannten Neuchâteler Vorträge, wo Steiner eben zwei Vorträge gehalten hat, über eben diese okkulte Biografie und diese Einweihung des Christian Rosenkreutz, die eben schon vor dem 14. Jahrhundert, also vor dieser Inkarnation, in der er dann auch diesen Namen erhält, gewesen sein soll. Dass da so ein Kollegium von zwölf Eingeweihten sich eben versammelt hat, um diesem 13. alle Weisheiten, die es bis dahin gegeben hatte, der atlantischen Zeit und der nachatlantischen Zeit, vermittelt haben. Woraufhin dieser Jüngling in einen todesartigen Zustand gekommen sei, bei dem sich aber sozusagen sein Leib wie durchsichtig hätte gezeigt. Und die Folge davon war, dass nach dem Tod dieses Eingeweihten jungen Mannes, dass dessen Ätherleib sich dann eben nicht mehr aufgelöst hat. Steiner nennt ihn dann den unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieser Ätherleib ist nun eben eine Kraftquelle. Denn ein ätherischer Leib ist etwas, was Kräfte beinhaltet, die in der Lage sind, Physisches zu gestalten, beziehungsweise dem Physischen eben Kräfte zu verleihen. Lebenskräfte, die dann umgewandelt werden in kulturelle oder Denk- und Vorstellungskräfte. Eine Kraftquelle, an die dadurch die Menschen anschließen können, dass sie sich eben auch verbinden mit diesem Geschehen, was eben Christian Rosenkreutz auszeichnet, was in den Rosenkreuzer-Worten zum Ausdruck kommt, mit diesem Mysterium von Golgatha. Das ist sozusagen der Schlüssel für diese Kraftquelle. Und daraus gibt es dann, wie Rudolf Steiner, Sie müssen das nachlesen in diesen Neuchâteler Vorträgen, wie er es dann wörtlich ausdrückt, dass sich die Wirksamkeit dieses Ätherleibes dann im Laufe der Jahrhunderte immer mehr verstärkt hätte dadurch, dass immer mehr Menschen sozusagen in diese Sphäre vorgedrungen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das sei nun seit dem Ende des Kali-Yuga, das nennt Rudolf Steiner in dem Zusammenhang auch das Jahr 1899, dass seit dem Zeitpunkt 1900, wo er dann eben anfängt über das goethesche Märchen, also diesen rosenkreuzerischen Zusammenhang erstmalig zu sprechen. Er sagt, in diesem Zusammenhang „&#039;&#039;wurde ich erstmalig esoterisch“&#039;&#039;. 1900, Goethes Märchen, Ende des Kali-Yuga und seit diesem 20. Jahrhundert sei es jetzt sozusagen immer mehr Menschen möglich, in diese Sphäre sich zu begeben, weil die sich auch dadurch verstärkt hat, dass nun andere Ätherleiber insofern auch teilweise jedenfalls sich unsterblich erwiesen haben, als sie eben sich mit dieser Sphäre verbinden konnten. Steiner nennt sie in diesem Zusammenhang „&#039;&#039;die Sphäre des Heiligen Geistes“&#039;&#039;. Also die Sphäre, wo die Ätherleiber eben jetzt unsterblich werden, insofern sie sich mit dem Christus verbinden konnten. Diese Sphäre des Heiligen Geistes, das sei die eigentliche Inspirations- und Kraftquelle der anthroposophischen Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also auf diesen Kontext kommt man sozusagen dann wieder zurück und entdeckt sozusagen da das Geheimnis, wenn man so will, auch für diese unglaubliche Schöpferkräfte, die Rudolf Steiner auf so vielen Gebieten eben, bis eben in diese praktischen, wissenschaftlichen Zusammenhänge medizinischer oder pädagogischer oder auch landwirtschaftlicher Art, dass er überall eben sich als enorm schöpferisch erwies und andere Menschen wiederum anleitete oder inspirierte, ebenfalls in dieser Weise tätig zu werden. Da hat man sozusagen diesen Hintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äther   Rudolf Steiner    [[Heiliger Geist]]  Christus   [[Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Steiner nennt sie in diesem Zusammenhang „&#039;&#039;die Sphäre des Heiligen Geistes“&#039;&#039; […] die Sphäre, wo die Ätherleiber eben jetzt unsterblich werden, insofern sie sich mit dem Christus verbinden konnten […] das sei die eigentliche Inspirations- und Kraftquelle der anthroposophischen Bewegung.“  | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:47:28   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In den ersten drei Kindheitsjahren wirken die Christus- Kräfte, ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht 00:57:38 ===&lt;br /&gt;
Und abschließend will ich da noch ein Zitat bringen. Wenn man jetzt andere Vorträge in dem Zusammenhang nochmal studiert, auch wiederum von 1911, also diese Neuchâteler Vorträge, das ist 1911. Und da gibt es eben auch die Vorträge in Kopenhagen über die geistige Führung des Menschen und der Menschheit und da bringt Steiner das jetzt direkt mit dem Christus in Zusammenhang, dass er sagt: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;… die am Menschen im Kindheitsalter wirksamen Kräfte erkennen, heißt den Christus im Menschen erkennen&#039;&#039;. [Rudolf Steiner]&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also die Kräfte, wo Rudolf Steiner beschreibt, die im Gehen lernen, im Sprechen lernen, im Denken lernen, die also in der menschlichen Entwicklung das eigentlich Menschliche zum Vorschein bringen, diese wachstums- und ätherischen Kräfte, die in diesen ersten drei Jahren des Kindes wirksam sind, das seien eben die Christuskräfte. Denn eine wirkliche seelische Selbsterkenntnis führt für den gegenwärtigen Menschen dahin einzusehen, dass in der Menschenseele Kräfte gefunden werden können, welche von diesem Christus ausgehen. In den ersten drei Kindheitsjahren wirken diese Kräfte, ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht, daran sieht man, dass das eben alles nicht, wenn man so will, theologische oder erkenntnistheoretische Fragen sind, sondern dass alle diese anthroposophischen Erkenntnisbemühungen, dass die immer dahin münden, dass das eben Kräfte hervorbringt. Nicht ganz am Schluss, oder nicht ganz am Schluss, sondern hier in „&#039;&#039;Wie erlangt man …”&#039;&#039; kommt der Rudolf Steiner auch auf das Studium noch einmal zu sprechen, was ja immer mehr heutzutage auch infrage gestellt wird, weil gesagt wird, ja - die Texte sind zu schwierig. &amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Denn, weil diese Lehren aus dem lebendigen, inneren Worte, aus der lebendigen Einsprechung geschöpft sind, haben sie selbst geistiges Leben. Sie sind nicht bloß Worte, sie sind lebendige Kräfte. Und während du den Worten eines Geheimkundigen folgst, während du ein Buch liest, das einer wirklichen inneren Erfahrung entstammt, wirken in deiner Seele Kräfte, welche dich ebenso hellsehend machen, wie die Naturkräfte aus lebendigem Stoffe deine Augen und Ohren gebildet haben.”&#039;&#039; [Rudolf Steiner] &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also diese Kräfte, die in unserem Wachstum wirksam sind, verwandeln sich jetzt in diesen Kontext eben in Kräfte, die zu höherer Erkenntnis führen und damit eben die Anthroposophie begründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, so viel wollte ich Ihnen heute Abend zur Einführung in dieses neue Tertial gerne erzählen, über eben diesen historischen Zusammenhang dieser, wenn man so will, Kraftbewegung des Rosenkreuzertums. Vielen Dank für Ihr Interesse und Aufmerksamkeit! [Applaus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christus   Selbsterkenntnis   Seele   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eine wirkliche seelische Selbsterkenntnis führt für den gegenwärtigen Menschen dahin einzusehen, dass in der Menschenseele Kräfte gefunden werden können, welche von diesem Christus ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christus   Mensch   Kind     Meditation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den ersten drei Kindheitsjahren wirken diese Kräfte [des Christus], ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner […] Studium […] weil gesagt wird, die Texte sind zu schwierig […] &#039;&#039;denn&#039;&#039; &#039;&#039;weil diese Lehren aus dem lebendigen, inneren Worte, aus der lebendigen Einsprechung geschöpft sind, haben sie selbst geistiges Leben. Sie sind nicht bloß Worte, sie sind lebendige Kräfte.&#039;&#039; [Zitat: Rudolf Steiner]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:57:38   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Frank Teichmann: &#039;&#039;Goethe und die Rosenkreuzer&#039;&#039;, Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2007, &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 978-3772516160&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Neider, Andreas / Schukraft, Harald : &#039;&#039;Rudolf Steiner in Stuttgart&#039;&#039;, 168 S., kart. EUR 19,95, Belser Verlag, Stuttgart 2011&lt;br /&gt;
* Yates, Frances A.: &#039;&#039;Aufklärung im Zeichen des Rosenkreuzes&#039;&#039;, Klett-Cotta 1997, ISBN-13978-3608918830&lt;br /&gt;
* Templeton, Ronald: Die Lebensreise des Christian Rosencreutz - Eine biografische Rekonstruktion, Verlag Urachhaus, ISBN-13978-3825153557&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
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[[Andreas Neider|| zurück zu Andreas Neider |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel mit Video]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Glossar von Elke Jurasszovich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 100%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Das_Rosenkreuzertum_%E2%80%93_ein_Vortrag_von_Andreas_Neider,_2025&amp;diff=32997</id>
		<title>Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2025</title>
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		<updated>2026-10-15T10:09:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: /* Der unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreutz als Kraftquelle 00:51:08 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Andreas Neider_2025-11-17.jpg|link=https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8|thumb|Bild: Anthroposophische Gesellschaft Stuttgart. Das Rosenkreuzertum - ein Vortrag vom 17. November 2025 von [[Andreas Neider]] in der Anthroposophischen Gesellschaft Stuttgart. [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8 Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
[[Andreas Neider|| zurück zu Andreas Neider |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkript vom Vortrag vom 17. November 2025 ==&lt;br /&gt;
Transkript und Glossar von Elke J., Oktober 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrüßung 00:00:16 ===&lt;br /&gt;
Ja, herzlichen Dank, lieber Sebastian, und herzlich willkommen, guten Abend, sehr verehrte liebe Freunde!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückblick auf Frank Teichmann und seinen letzten Vortrag über das Rosenkreuzertum 00:00:26 ===&lt;br /&gt;
Ja, unser Thema, das Rosenkreuzertum und seine Beziehung zur anthroposophischen Bewegung, beschäftigt mich schon sehr lange. Genauer gesprochen eigentlich seit 2006 oder 2007. Nämlich in dem Moment, wo &#039;&#039;Frank Teichmann&#039;&#039;, der lange hier ja für uns tätig war, über die Schwelle gegangen ist und kurz vor seinem Tod eben hier in diesem Saal noch einen Vortrag, einen letzten Vortrag hielt, in dem er wie testamentarisch eben auf dieses Rosenkreuzertum auch noch einmal zu sprechen kam. Ich werde das im Laufe dieses Abends auch noch einmal weiter vertiefen. Aber ihm verdanke ich letztlich eigentlich meine Beschäftigung mit diesem Thema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe dann 2007 eben nach seinem Tod zunächst sein eigenes hinterlassenes Werk noch veröffentlicht: „Goethe und die Rosenkreuzer” - das waren sechs Vorträge, die er hier gehalten hatte, bei einem Wochenende, die wir aufgenommen hatten, die aber noch nicht verschriftlicht waren zu dem Zeitpunkt seines Todes. Die haben dann Brigitte Teichmann und ich anschließend herausgebracht. Und gleichzeitig habe ich im Rudolf-Steiner-Verlag eben ein Buch über Anthroposophie und Rosenkreuzertum, das Sie auch draußen am Büchertisch finden, herausgegeben, in dem sehr zentrale Aussagen Rudolf Steiners zu diesem Thema veröffentlicht sind, auf die ich heute im Laufe des Abends eben auch zu sprechen kommen werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Teichmann, Frank]]    [[Goethe]]    [[Rosenkreuzer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] sein eigenes hinterlassenes Werk noch veröffentlicht: „Goethe und die Rosenkreuzer” [Frank Teichmann] - das waren sechs Vorträge, die er hier gehalten hatte […]“ | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:26&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Welche Beziehung haben Rudolf Steiner und die Anthroposophie eigentlich zu Stuttgart? 00:02:05 ===&lt;br /&gt;
Eine Fragestellung, die mich dann weiterhin immer wieder begleitet hat und die auch zu einer weiteren Publikation geführt hat in dem Jubiläumsjahr 2011, also zu dem 150. Geburtstag Rudolf Steiners. Da trat an mich die Frage heran, ja welche Beziehung hat Rudolf Steiner und die Anthroposophie eigentlich zu Stuttgart? Und warum haben wir es hier an diesem Ort oder, wenn man so will, auch in diesem Land Baden-Württemberg, warum haben wir da mit so einer sehr starken Anhäufung anthroposophischer Initiativen es zu tun? Was hat das mit Stuttgart zu tun? Und ich habe damals in diesem Buch &#039;&#039;„Rudolf Steiner in Stuttgart”&#039;&#039; versucht, da eine Antwort zu geben, bin aber auf die Zusammenhänge, die ich jetzt heute erwähnen werde und darstellen werde, damals noch nicht eingegangen, weil mir das auch in dem Rahmen noch nicht wirklich alles deutlich vor Augen stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Charakteristische für die Anthroposophie ist nicht ein theoretisches Lehrgebäude, sondern ihr Hineinwirken ins Praktische 00:03:05 ===&lt;br /&gt;
Aber wenn Sie das ausdehnen, diese Fragestellung - wie ist das geografisch und historisch? An welchen Orten hat sich die anthroposophische Bewegung besonders stark sozusagen etablieren können oder ist sie fruchtbar geworden? Und da kommt man natürlich zunächst auf diesen württembergischen Raum rund um Stuttgart. Auch andere Territorien in Deutschland wird man da finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn man ins Ausland geht, wird man zunächst in die Niederlande geführt, nach Holland, wo die Anthroposophie sich schon sehr, sehr früh etablieren konnte und eben bis heute auch wirklich sehr stark wirksam geworden ist in allen ihren Gebieten. Denn das ist eben das Charakteristische für die Anthroposophie, dass es eben nicht, wie andere Religionen oder Weltanschauungen, nur ein theoretisches oder, wenn man so will, Lehrgebäude ist, sondern dass die Anthroposophie überall, wo sie eben wirksam geworden ist, immer ins Praktische hinein gewirkt hat. Und das unterscheidet sie sowohl von anderen religiösen Bewegungen, wie etwa eben dem katholischen oder protestantischen Christentum oder dem Buddhismus oder dem Islam oder auch was auch immer an religiösen Bewegungen es sein mögen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine dieser ganzen Bewegungen hat eine eigenständige Medizin, eine eigenständige Pädagogik, eine eigenständige Landwirtschaft oder Heilpädagogik oder sozialwissenschaftliche Lehre entwickelt. Das zeichnet die Anthroposophie aus und das unterscheidet sie auch von allen esoterischen Bewegungen, in welcher Richtung auch immer, die sich entwickelt haben mögen. Aber keine von diesen heutigen sogenannten esoterischen Lehren verfügt über eben praktische Auswirkungen in allen diesen genannten Gebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die besondere Verbreitung der Anthroposophie in den Niederlanden, im südwestdeutschen und englischen Raum, sowie in Skandinavien 00:05:16 ===&lt;br /&gt;
Und das zeichnet eben die Anthroposophie aus und in dieser Weise hat sie sich eben neben eben diesem südwestdeutschen Raum vor allem in den Niederlanden ausgebreitet, dann auch deutlich im englischsprachigen, im englischen Raum und in Skandinavien. Und zunächst, wenn man jetzt äußerlich hinschaut, wird man da zunächst eine Übereinstimmung finden mit dem Protestantismus und besonders dem Calvinismus oder anderen strengeren, pietistisch ausgerichteten protestantischen Strömungen. Das ist auch für hier, für den württembergischen Raum ist das eindeutig, während man umgekehrt in katholischen Ländern, auch in Deutschland selber, in Bayern zum Beispiel, aber insbesondere in Frankreich, eben überhaupt gar nicht diese anthroposophische Bewegung in dieser Weise sich ausbreiten sieht, weder historisch noch gegenwärtig. Eher sogar, könnte man sagen, rückläufig, wenn man auf Frankreich hinblickt, dann wird die Anthroposophie dort nach wie vor oder manchmal auch verstärkt bekämpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das historische Auftreten des Rosenkreuzertums im Stuttgarter Raum im Kreis um Johann Valentin Andreae 00:06:32 ===&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieses Phänomen, was ich jetzt historisch-geografisch hier beschreibe, das hat einen ganz konkreten Hintergrund, auf den ich jetzt eben zu sprechen kommen möchte. Weil man nämlich feststellt, wenn man sich mit diesen geografischen und historischen Zeiträumen beschäftigt, um die es hier geht, dass an all diesen genannten Orten, also insbesondere eben in dem württembergischen Raum, aber eben auch in den Niederlanden, in England vor allem, dass sich dort eben historisch gesehen das Rosenkreuzertum tatsächlich ausgebreitet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass es ursprünglich ja hier aus diesem Stuttgarter Raum von hier aus ausgegangen ist, genauer gesprochen eigentlich von Tübingen, von diesem dortigen Kreis um &#039;&#039;Johann Valentin Andreae&#039;&#039;, der damals aber noch sehr jung war und dessen drei Schriften in den Jahren 1614/15 und 16 ein europaweites Aufsehen erregt haben. Also diese drei Schriften, die „Fama Fraternitatis”, die „&#039;&#039;Confessio”&#039;&#039; und die sogenannte „&#039;&#039;Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreuz&#039;&#039;.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun, wenn man jetzt historisch sich fragt, ja was spielte sich denn ab in dieser Zeit, zum Beginn des 17. Jahrhunderts? Wie konnte eine solche Bewegung, diese rosenkreuzerische Bewegung, die aber weitestgehend unsichtbar blieb … man nannte die Rosenkreuzer eigentlich dann auch „die Unsichtbaren”, weil sie äußerlich im Grunde genommen gar nicht in Erscheinung traten, sondern nur durch diese Schriften, die wiederum dort gedruckt werden durften. Damals gab es ja ein Imprimatur, das von den jeweiligen Landesfürsten erteilt wurde und das waren durchgehend nur protestantische Landesfürsten, wie etwa der Moritz von Hessen-Kassel, wo eben die erste Auflage dieser „Fama Fraternitatis” erschienen war … also in Kassel, und das waren eben wiederum protestantische Landesfürsten. Ähnliches war dann in Straßburg oder auch hier in Württemberg eben auch der Fall. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In den frühen Schriften der Rosenkreuzer ist die Anthroposophie in einer sehr rudimentären Form bereits enthalten. Ihre eigentliche praktische Wirksamkeit blieb im Unsichtbaren 00:08:52 ===&lt;br /&gt;
Und wenn man das historisch sich genauer anschaut, dann bemerkt man, dass diese Fürsten nicht nur protestantisch gesinnt waren, sondern dass sie, wenn man so will, esoterisch gesinnt waren. Und das hing damit zusammen, dass eben dieses Rosenkreuzertum, wenn man sich diese Schriften genauer anguckt, eigentlich etwas proklamierte, was wir tatsächlich 300 Jahre später wiederfinden in der Gestalt der Anthroposophie. Also das, was die Anthroposophie eben auszeichnet, dass sie in allen Lebensgebieten wirksam geworden ist, dass sie ihre Ideen, die im Wesentlichen den Zusammenhang des Makrokosmischen mit dem mikrokosmischen Menschen umfassen, die den Menschen also anbinden an einen kosmologischen Ursprung und ihn in Zusammenhang sehen mit den Phänomenen der Natur, die den Menschen also nicht abtrennen, sondern in Verbindung bringen mit der Natur, mit den Naturreichen und aus diesem Menschenverständnis heraus eben eine neue Medizin, eine neue Pädagogik und eine neue Wissenschaft entwickelt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieses Programm, was, wenn man so will, die heutige oder die Anthroposophie des 20. Jahrhunderts vor allem kennzeichnet, das ist in einer, wenn man so will, sehr frühen und noch sehr rudimentären Form in diesen Schriften der Rosenkreuzer eigentlich enthalten. Und das erweckte zu dieser Zeit eben das Interesse verschiedener Landesfürsten, aber auch anderer wissenschaftlich gesinnter Menschen, dass sie jetzt wissen wollten, wer sind diese Leute, die sowas proklamieren und was haben die eigentlich vor?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es erweckte ein großes Aufsehen, ein großes Interesse, ohne dass aber diejenigen, die das publiziert hatten, jetzt weiter in die Öffentlichkeit traten und sich dafür einsetzten. Sie blieben vielmehr, wie gesagt, im Verborgenen. Sie hatten sich auch als Programm sozusagen vorgenommen, dass sie äußerlich nicht durch irgendwelche Zeichen oder Uniformen oder anderes in Erscheinung treten würden, sondern dass sie im Wesentlichen anonym wirksam werden und vor allem im Bereich der Heilkunst tätig sein wollten. Also als Ärzte, aber ohne sich irgendwie zu outen und sich sozusagen als rosenkreuzerische Ärzte oder irgendwie mit dieser Bewegung in Verbindung zu erklären. Ihre eigentliche praktische Wirksamkeit blieb im Unsichtbaren, blieb anonym. Und auch Valentin Andreae hat sich relativ bald eigentlich von dieser Bewegung äußerlich gesehen abgewendet. Was allerdings den hauptsächlichen Grund hatte darin, dass sofort mit der Veröffentlichung dieser Schriften eine intensive Bekämpfung und Verfolgung seitens der katholischen Kirche und vor allem des Jesuitismus gegen diese Bewegung sich äußerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Viele Parallelen einer kabbalistischen Lehrtafel mit den rosenkreuzerischen Ideen 00:12:24 ===&lt;br /&gt;
Konkreter gesprochen haben wir es in Stuttgart zu tun mit einem Fürsten, Friedrich I., der um die Wende des 16. zum 17. Jahrhundert hier in dem Stuttgarter Schloss, in dem alten Schloss, was heute auch noch steht, eben mit seiner Familie lebte, dessen Sohn Johann Friedrich, der ab 1608 in diesem Schloss regierte und der eine Tochter hatte, nämlich Antonia von Württemberg. Die wiederum dadurch bekannt geworden ist, dass sie eine sogenannte kabbalistische Lehrtafel hat gestalten lassen von einem Hofkünstler, einem Künstler, der am Hof des württembergischen Fürsten tätig war und diese sogenannte kabbalistische Lehrtafel dann in Bad Teinach, hier im Schwarzwald, aufstellen ließ, wo sie auch heute noch zu sehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man sich damit beschäftigt, mit dieser Kabbala, der sogenannten christlichen Kabbala, einer Art Geheimlehre, eigentlich ursprünglich jüdischer Geheimlehre, dann wird man sehr sehr viele Parallelen entdecken in dieser Lehrtafel und in dieser Kabbala mit den rosenkreuzerischen Ideen, die dadurch dann in der Folge dieser Schriften auch durch die sogenannten Lehrtafeln der Rosenkreuzer bekannt geworden sind. Da sind sehr viele Parallelen. Und die Kabbala ist, wenn man so will, auch nichts anderes als eben der Ausdruck eines Hermetismus, wo eben auch der Zusammenhang des Kosmischen mit dem irdischen Menschen beschrieben wird. Sie ist ja so aufgebaut, diese Zehn Sephiroth, aus denen diese Kabbala besteht, dass das eigentlich wie ein umgekehrter Mensch ist, also ein Mensch, der auf dem Kopf steht, der also nach oben in den Kosmos mit seinen Gliedmaßen hineinwächst. Und interessanterweise sind auf dieser Kabbala eben viele Persönlichkeiten abgebildet, die einerseits biblische, meist alttestamentarische Gestalten darstellen, gleichzeitig aber auch Zeitgenossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so findet man also auch den Lehrer Antonias von Württemberg, nämlich Johann Valentin Andreae, auf dieser Lehrtafel abgebildet. Wodurch eben deutlich wird, dass er eben in dem Umfeld dieses württembergischen Fürstenhofes tätig war und eben diese rosenkreuzerischen Ideen dort auch direkt weiter vermittelt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kabbala]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] dieser Kabbala, der sogenannten christlichen Kabbala, einer Art Geheimlehre, eigentlich ursprünglich jüdischer Geheimlehre“ | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:12:24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Johann Valentin Andreae]]    [[Rosenkreuzer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] so findet man also auch den Lehrer Antonias von Württemberg, nämlich Johann Valentin Andreae, auf dieser Lehrtafel abgebildet […] er eben in dem Umfeld dieses württembergischen Fürstenhofes tätig war und eben diese rosenkreuzerischen Ideen dort auch direkt weiter vermittelt hat.“ | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:12:24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rosenkreuzerische Bestrebungen am alchemistischen Hof von Friedrich V. in Heidelberg und die „Bibliotheca Palatina“ 00:15:14 ===&lt;br /&gt;
Ein weiterer Schwerpunkt oder das weitere Zentrum des rosenkreuzerischen und auch alchemistischen Wirkens war das Heidelberger Schloss von Friedrich V. von der Pfalz. Dieser Fürst, der in Heidelberg dieses Schloss errichtet hatte und dazu eben alchemistische sogenannte Wunderkammern und auch einen Garten, der damals auch bekannt war wegen seiner vielen Heilkräuter und auch eine große Bibliothek, die &#039;&#039;Bibliotheca Palatina&#039;&#039;, die in diesem Schloss sich befand. All das gab sozusagen den Ruf eines alchemistischen Hofes oder einer alchemistischen Herrschaft, die dort sozusagen in der Pfalz sich angesiedelt hatte und die dadurch dann politisch an Bedeutung gewann, dass Friedrich V. von der Pfalz durch Christian von Anhalt, einen weiteren Fürsten aus diesem Umkreis, der mit diesen Rosenkreuzer-Schriften in Verbindung sich stehen sah, dass er also durch diesen Christian von Anhalt und andere deutsche Fürsten zum König von Böhmen ernannt worden war und dann eben nach Prag übersiedelt war - 1619. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was allerdings in der Folge dazu führte, dass er zu einem Winterkönig wurde. Das heißt, er war nur einen Winter lang, nämlich 1619 bis 1620 war er dort in Prag böhmischer König und wurde dann vertrieben von dort durch eben die katholischen Truppen. Denn es hatte 1618 ja bereits, wie bekannt, der Dreißigjährige Krieg begonnen, der eben eine Art gegenreformatorische Offensive war gegen diese sich ausbreitenden, aus dem Protestantismus eigentlich herrührenden, rosenkreuzerischen Bestrebungen, die durch Friedrich von der Pfalz jetzt politisch an Bedeutung zu gewinnen schienen. Und das wurde dann eben hintertrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sephiroth]]   Kabbala&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Sie ist ja so aufgebaut, diese 10 Sephiroth, aus denen diese Kabbala besteht, dass das eigentlich wie ein umgekehrter Mensch ist, also ein Mensch, der auf dem Kopf steht, der also nach oben in den Kosmos mit seinen Gliedmaßen hineinwächst“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das historischen Auftreten des Rosenkreuzertums und das rosenkreuzerische Erbe in Amsterdam, im „Lectorium Rosicrucianum“ 00:17:27 ===&lt;br /&gt;
Die ganze rosenkreuzerische Bewegung musste flüchten. Viele ihrer Anhänger sind dann eben in die Niederlande geflüchtet, wo sie dann aufgrund des protestantischen und calvinistischen Hintergrundes der Niederlande, die sich ja gegen Spanien gewehrt und diese katholische Herrschaft abgeschüttelt hatten - also in diesen freien Niederlanden - dort fanden die Flüchtenden vor eben der Gegenreformation und den Kriegern, im Dreißigjährigen Krieg Flüchtenden, fanden dort Aufnahme und konnten dort unterkommen. Dieses rosenkreuzerische Erbe zeigt sich bis heute noch in Amsterdam zum Beispiel dadurch, dass die größte Bibliothek mit alchemistisch-hermetischen und rosenkreuzerischen Schriften aus dieser Zeit und später sich eben dort in Amsterdam befindet, die „Bibliotheca Hermetica“ von Herrn &#039;&#039;Joost Ritman&#039;&#039; und gleichzeitig seit dem 20. Jahrhundert das sogenannte Lectorium Rosicrucianum seinen Ausgang genommen hat.  Also eine Bewegung, die sich auf diese Rosenkreuzer bezieht und die auch heute noch tätig ist, auch hier in Stuttgart tätig ist - Lectorium Rosicrucianum aus Holland. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also sieht man, dass dort eben, wenn man so will, eine Art Refugium gewesen ist für die Vertriebenen, die sich also flüchten mussten aus Deutschland. Und dass gleichzeitig aber in Frankreich eine Art Gegenbewegung, eine Art Verfolgung der Rosenkreuzer einsetzte. Interessanterweise im Umkreis von René Descartes, der sozusagen der Gegenspieler wurde, obwohl er ursprünglich noch als junger Mann eben 1619 nach Deutschland gekommen war, um diese Rosenkreuzer zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also er interessierte sich für die, wie auch viele andere übrigens, Isaac Newton zum Beispiel gehörte auch zu denen, die sich mit diesen englischen Rosenkreuzer-Schriften beschäftigten, von Robert Fludd und John Dee. Das waren zwei englische Rosenkreuzer, die im Umfeld des englischen Königs Jakob I. und seiner Mutter Elisabeth I., also in dieser sogenannten elisabethanischen englischen Gesellschaft, die immer wieder mit dem Rosenkreuzertum in Verbindung gesehen wurde, bis hin auch zu William Shakespeare. Also an dem englischen Hof war das durchaus auch verbreitet und es war auch charakteristisch, dass die Tochter Jakobs I., ebenfalls Elisabeth genannt, dass die mit eben jenem Friedrich von der Pfalz verheiratet wurde und diese Hochzeit auf diesem Heidelberger Schloss ein sehr sehr großes Aufsehen erregte. Das hat damals sozusagen die Regenbogenpresse gefüllt, was alles mit dieser Hochzeit verbunden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und interessanterweise findet man vieles, was mit dieser Hochzeit in Verbindung stand, bis hin auch zu diesem Heidelberger Schloss dann wieder in der Chymischen Hochzeit, die Johann Valentin Andreae verfasst hatte und die 1616 veröffentlicht wurde. Es gab von dieser Chymischen Hochzeit schon eine sehr frühe Jugendschrift, die Johann Valentin Andreae dann später eben umarbeitete, zu dem Buch eben die Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreuz. Ich komme darauf auch später nochmal zurück. Auf jeden Fall taucht da dieser Hintergrund dieser königlichen Hochzeit von eben Friedrich V. von der Pfalz mit dieser Elisabeth von England. Das machte also einen großen Eindruck und das ist sozusagen der äußere Hintergrund, sozusagen die Kulisse für das, was in der Chymischen Hochzeit da beschrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, soviel vielleicht zunächst einmal zu diesem historischen Auftreten des Rosenkreuzertums. Wenn jemand sich damit genauer noch beschäftigen will, historisch gesehen, weil das noch viel weitere Kreise gezogen hat, kann ich nur wärmstens empfehlen Frances A. Yates&#039; Aufklärung im Zeichen des Rosenkreuzes. So heißt dieses Buch, was leider schon lange vergriffen ist, nur noch in Bibliotheken zu finden. Aber da findet man im Grunde genommen alle historischen Zusammenhänge sehr, sehr gut beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rosenkreuzer]]    Lectorium Rosicrucianum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„seit dem 20. Jahrhundert das sogenannte Lectorium Rosicrucianum seinen Ausgang genommen hat. Also eine Bewegung, die sich auf diese Rosenkreuzer bezieht und die auch heute noch tätig ist, auch hier in Stuttgart tätig ist - Lectorium Rosicrucianum aus Holland“ | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Anthroposophie hat in Italien deutlich stärker Fuß gefasst als in Frankreich, wo sie aufgrund der cartesianischen Philosophie stark verfolgt wurde 00:22:30 ===&lt;br /&gt;
Ein weiterer Zusammenhang, auf den ich im Zusammenhang noch mit der Kabbala zu sprechen kommen will; Woher stammten diese kabbalistischen Lehren, die also die Tochter des württembergischen Fürsten Johann Friedrich, Antonia … wie kam sie und wie kamen andere in die Kenntnis dieser Kabbala, die ja zunächst hebräisch natürlich verfasst war?Da spielte schon vorher im 16. Jahrhundert eine große Rolle &#039;&#039;Johannes Reuchlin&#039;&#039;, auch ein reformatorisch-protestantisch gesinnter Gelehrter hier aus dem württembergischen Raum, der eine Grammatik der hebräischen Sprache veröffentlicht hatte und sozusagen dafür sorgte, dass Hebräisch wieder gelehrt werden und dann eben auch verstanden werden konnte. Also er sorgte für diese Kenntniss.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auch andere, die sich nach Italien begeben hatten, hatten also von diesen kabbalistischen Schriften Kenntnis genommen. Die waren nach Italien dadurch gelangt, dass die jüdischen Gelehrten in Spanien vertrieben worden waren und dann nach Italien geflüchtet waren. Und dort fanden sie Aufnahme, nämlich in dem Umkreis der Platonischen Akademie in Florenz und bei den Renaissance-Humanisten Italiens, die sich sehr für diese Kabbala interessierten und darin sozusagen etwas erblickten, mit dem sie sich eben intensiv beschäftigten. Und das führte sozusagen zu dieser Umformung der kabbalistischen Lehren zu der sogenannten christlichen Kabbala. Das geschah also in dem Umfeld dieses italienischen Renaissance-Humanismus und gelangte von dort dann eben auch nach Deutschland, eben auch nach Württemberg, hier an den Stuttgarter Fürstenhof. Von daher ist es auch nicht ganz von der Hand zu weisen, dass die Anthroposophie in Italien doch deutlich stärker Fuß gefasst hat als beispielsweise in Frankreich, wo sie eben in der Folge der cartesianischen Philosophie dann stark verfolgt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Descartes als Verbündeter der jesuitischen Hexenjagd gegen den Rosenkreuzer-Impuls in Frankreich 00:24:53 ===&lt;br /&gt;
Descartes, nachdem er aus Deutschland zurückkam, weil er sich nämlich dann doch beteiligt hatte an diesem Feldzug gegen diesen Friedrich von der Pfalz da in Prag, der da gestürzt wurde, also dieser Winterkönig. Bei diesem Feldzug war Descartes dabei und hatte eben mit diesen jesuitischen Truppen sich nach Prag begeben. Er hatte selber eine jesuitische Ausbildung durchlaufen, war dann aber längere Zeit sozusagen auf der Suche und fragte sich, was ist das mit diesem Rosenkreuzertum, wie auch andere, wie gesagt, hat sich dann aber gegen diesen Rosenkreuzer-Impuls gewendet, wurde dann bei seiner Rückkehr in Paris sogar verdächtigt, einer dieser Unsichtbaren zu sein, was er widerlegen konnte, dadurch, dass er sich zeigt und sagt, ja schaut her, ich bin nicht unsichtbar. Gleichzeitig setzte aber so eine Art Hexenjagd sozusagen auf das Rosenkreuzertum ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab also Verfolgungen und Hexen- oder Ketzerprozesse, wodurch gerade in Frankreich eben die stärkste Gegnerschaft dann sich entwickelte und wenn man so will auch die Philosophie, die René Descartes dann entwickelt hat, eigentlich diesen Grundsätzen, wenn man so will, der rosenkreuzerischen Lehre, nämlich des Zusammenhangs des Menschen mit dem Kosmos, mit der Natur, dass Descartes eben genau das Gegenteil proklamiert, nämlich eine Trennung, eine Spaltung zwischen Subjekt und Objekt, zwischen Intellekt und äußerer Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Descartes|Descarte]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;s    Rosenkreuzer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] gerade in Frankreich […] die stärkste Gegnerschaft […] die René Descartes dann entwickelt hat […] rosenkreuzerischen Lehre, nämlich des Zusammenhangs des Menschen mit dem Kosmos, mit der Natur, dass Descartes eben genau das Gegenteil proklamiert, nämlich eine Trennung […] , zwischen Intellekt und äußerer Natur”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:24:53   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In England war Francis Bacon ein Gegner der Rosenkreuzer 00:26:35 ===&lt;br /&gt;
In England waren es, wie gesagt, auch Wissenschaftler wie Isaac Newton, die sich für das Rosenkreuzertum und deren Ideen auch im Zusammenhang mit der Alchemie interessierten und das hing einfach damit zusammen, dass die Naturwissenschaften ja noch ganz am Anfang waren, zum Beginn dieses 17. Jahrhunderts, noch keine, wenn man so will, materialistische Naturwissenschaft sich wirklich ausgebildet hatte. Das begann eigentlich erst durch einen weiteren Gegner dieser Rosenkreuzer, nämlich Francis Bacon, der in dieser Zeit seine grundlegenden Schriften eben auch veröffentlichte. Aber für viele war das eben noch nicht ausgemacht, in welche Richtung würde sich die Naturwissenschaft denn entwickeln. Und da waren diese Ideen, die ja sehr skizzenhaft waren, die in diesen Schriften, die da 1614 bis 16 erschienen waren, zum Ausdruck kamen und auch weiteren Schriften dieser englischen Rosenkreuzer, das irgendwie erschien als eine ganz andere Perspektive, die zu dieser Zeit eben noch nicht festgelegt war, sich dann aber auch in England durch die Royal Society immer mehr doch verfestigte, wodurch dann eben andere Anschauungen sofort in Verdacht kamen, eben nicht christlich oder ketzerisch oder was auch immer zu sein, sodass das dann sehr, sehr bald von der Bildfläche verschwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Christian Rosenkreutz als historische Persönlichkeit in der Esoterikforschung 00:28:07 ===&lt;br /&gt;
Und erst in jüngster Zeit, eigentlich jetzt auch wiederum von Holland ausgehend, fangen die universitären Wissenschaften an, sich jetzt mit diesen esoterischen Bewegungen doch intensiver zu beschäftigen. Die sogenannte Esoterikforschung, die eben auch von Amsterdam ausgegangen ist und die heute auch in Deutschland über einige Lehrstühle verfügt, in diesem Kontext beschäftigt man sich eben auch wieder mit diesen rosenkreuzerischen Lehren, auch mit der Gestalt des Christian Rosenkreutzselber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wodurch wir jetzt sozusagen auf das Zentrum der ganzen Thematik zu sprechen kommen, nämlich auf den Begründer dieser rosenkreuzerischen Bewegung, der ja in dieser &#039;&#039;Fama Fraternitatis&#039;&#039; auch biografisch genauer umschrieben wird, als eben der sogenannte Bruder Christian Rosenkreuz. Interessanterweise haben wir da jetzt seit dieser Woche endlich das Buch von &#039;&#039;Ronald Templeton&#039;&#039;, mit dem wir ja hier im Februar auch ein Tagesseminar veranstaltet haben - „&#039;&#039;Die Lebensreise des Christian Rosencreutz”&#039;&#039; vorliegen, auch draußen am Büchertisch erhältlich. Weil interessanterweise in allen Zusammenhängen, wo auch heute noch über Christian Rosenkreutz gesprochen wird, also auch bei dem „Lectorium Rosicrucianum”, aber insbesondere in der sogenannten Esoterikforschung, eigentlich nirgends davon ausgegangen wird, dass Christian Rosenkreutz tatsächlich gelebt hat, dass das also eine historische Persönlichkeit gewesen ist, so wie es in der &#039;&#039;Fama Fraternitatis&#039;&#039; dargestellt und eben auch von Rudolf Steiner dann ganz deutlich beschrieben worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überall, in allen anderen Zusammenhängen, die man auch heute noch hat, wird diese Gestalt als eine mythologische oder symbolische beschrieben. Also nicht historische Persönlichkeit, sondern insbesondere auch die Chymische Hochzeit, auch sein gesamter Lebensgang - alles, was über ihn erzählt wird, wird als etwas Symbolisches erlebt, als etwas, was sozusagen wie ein Urbild sein könne für eine esoterische Entwicklung, aber nicht eine historische Biografie beschreiben würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ronald Templeton rekonstruiert in seiner Biografie über Christian Rosenkreutz, dass dieser auf seinen Reisen im 14.Jh. an verschiedenen Bildungsstätten das Wissen, die Geheimnisse und Mysterien des Orients studiert hatte 00:30:44 ===&lt;br /&gt;
Und nun hat Ronald Templeton interessanterweise auf dem Hintergrund eben immer wieder dieser immer wieder auftauchenden, wenn man so will, in Fragestellung der Historizität des Christian Rosenkreutz versucht, die Biografie, so wie sie in der Fama und auch von Rudolf Steiner beschrieben wird, diese Biografie zu rekonstruieren und eben als historisch nachzuweisen. Und das ist ihm dadurch gelungen, dass er den ja in der Fama und auch durch Rudolf Steiner sehr ausführlichen Bildungsgang, also die Bildungsbiografie des Christian Rosenkreuz, dass er die genauer untersucht hat. Und die Orte, an denen Christian Rosenkreutz gewesen sein soll, laut Fama und auch laut Rudolf Steiner, dass er diese Orte jetzt genauer untersucht hat im Hinblick auf die Lehrstätten bzw. Universitäten, die es dort gegeben haben soll, an denen sozusagen Christian Rosenkreutz seine Ausbildung erhalten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun zeigt sich, dass es dazu wirklich ausreichend historisches Material und Dokumente gibt, die genauestens nachweisen, in welcher Form welcher Unterricht dort stattgefunden hat an diesen verschiedenen Städten, die ich jetzt nicht im Detail beschreiben kann, das kann man alles nachlesen in dem neuen Buch vom Templeton. Dabei zeigt sich aber, dass tatsächlich an allen Orten, die da in der Fama erwähnt werden, dass es da tatsächlich Unterricht und Lehrstätten gegeben hat, meistens mit islamischem Hintergrund, aber eben esoterischem Islam. Wenn man so will, das Wissen des Orients, die Geheimnisse, die Mysterien des Orients, die an diesen Hochschulen, an denen eben auch Christian Rosenkreutzgelebt hat und Unterricht bezogen hat, dass es dort tatsächlich solche Schulen gab, bis dahin, dass man auch Details über die Art von Unterricht und die Inhalte, die da unterrichtet wurden, auch finden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sodass also diese Bildungsbiografie bis in Details hinein tatsächlich historisch rekonstruierbar ist. Wodurch eben deutlich wird, dass die Autoren dieser Schriften eben nicht eine symbolische Erfindung einer Bildungsbiografie dahingestellt haben, sondern dass sie tatsächlich einen Bildungsgang und diese Reisen beschrieben haben, die mindestens zu der Zeit, in der sie eben stattgefunden haben sollen, nämlich im 14. Jahrhundert. Dass die tatsächlich so im Detail stattgefunden haben können und dass eigentlich kein Grund besteht, anzunehmen, dass das nun alles erfunden sei, wenn die ganzen historischen zugrunde liegenden Fakten eben alle nachweislich so gewesen sind, wie sie dort in dieser Bildungsbiografie der Fama beschrieben worden sind. Also das ist eine ausgezeichnete Leistung von Ronald Templeton, dass er diesen historischen Hintergrund jetzt mal wirklich festmachen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Christian Rosenkreutz]]    [[Fama Fraternitatis]]    Rudolf Steiner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] dass Christian Rosenkreutz tatsächlich gelebt hat, dass das also eine historische Persönlichkeit gewesen ist, so wie es in der Fama Fraternitatis dargestellt und eben auch von Rudolf Steiner dann ganz deutlich beschrieben worden ist.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:28:07   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spuren des Rosenkreuzertums in Goethes Leben 00:34:08 ===&lt;br /&gt;
Und das kann man jetzt, wenn man das jetzt geschichtlich weiter verfolgt, weil das Rosenkreuzertum äußerlich dann eben mit Beginn des 30-jährigen Krieges verschwindet von der Bildfläche. Das taucht wirklich nur sehr kurz auf, eben zwischen 1614 und 1619, bis dann dieser Winterkönig gestürzt wird und die Anhänger nach Holland flüchten müssen, sich verbergen müssen. Valentin Andreae sich dann auch praktisch äußerlich abwendet und auch meint mit diesen Jugendschriften eigentlich nichts zu tun gehabt zu haben. Also in der Folge des 30-jährigen Krieges und dieser Verfolgung des Rosenkreuzertums distanziert er sich dann später davon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch taucht dieses Rosenkreuzertum dann in einer sehr merkwürdigen, uns aber wohl bekannten Form wieder auf, nämlich in Goethes Leben. Bei Goethe kann man eben ganz deutlich die Spuren des Rosenkreuzertums in seiner Biografie wiederfinden. Das hat eben Frank Teichmann in dem besagten Buch &#039;&#039;„Goethe und die Rosenkreuzer&#039;&#039;“ ja ausführlich dargestellt. Zunächst dadurch, dass er 19-jährig schwer erkrankt, an einer lebensgefährlichen Erkrankung, und dann durch eben einen rosenkreuzerischen Arzt gerettet wird, der ein Fluidum, ein Salz ihm verabreicht, das ihm dann das Leben rettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der dann später bei seiner Harzreise eine Art rosenkreuzerische Einweihung erlebt, die in anderer Gestalt von Rudolf Steiner dann später beschrieben worden ist in den Vorträgen mit Mysterienstätten des Mittelalters. Da gibt es zwei Vorträge, in denen Rudolf Steiner von einer sogenannten „rosenkreuzerischen Einweihung“ spricht, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie durch eine Begegnung auf einem Berg und eine andere Begegnung in einem Berg stattfindet. Also zwei Stufen, auf einem Berg und in einem Berg. Und Steiner weist nur darauf hin im Zusammenhang dieser Vorträge, dass sich diese Einweihung später immer wieder in einer gewissen Weise wiederholt hat oder wieder miterlebt worden ist. Und einer derjenigen, die eben diese Einweihung miterlebt oder wiedererlebt haben, war eben Goethe, dem eben genau das wiederfuhr, dass er da in einem Bergwerk, nämlich im Harz, eine bestimmte Begegnung erlebte und dann anschließend eben auch auf dem Berg, nämlich auf diesem Brocken bei der Besteigung dieses Berges, worüber er seiner Freundin Frau von Stein eben in Briefen berichtet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Kontext ist es auch interessant, dass Goethe der Frau von Stein auch schreibt, dass er die Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreutz gelesen habe und dann sagt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Christian Rosenkreutz, Hochzeit habe ich hinaus gelesen. Es gibt ein schön Märchen zur guten Stunde zu erzählen, wenn es wiedergeboren wird. In seiner alten Haut ist es nicht zu genießen.&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;1786 schreibt das Goethe. Also er fand vor allem diese zum Teil ja blutigen Bilder in dieser Chymischen Hochzeit nicht zu genießen und bringt dann 1795 eben sein Märchen, das Goethe-Märchen, als das, was er nennt „die Wiedergeburt dieser Chymischen Hochzeit.“ Das Goethe-Märchen hat ganz eindeutig diesen Hintergrund, bis auch dahin, dass diese Brücke, von der da die Rede ist, im Zusammenhang mit der Heidelberger Brücke steht, die auch heute noch in Heidelberg zu sehen ist. Also da auch taucht Heidelberg am Rande wieder auf. Und auch Rudolf Steiner weist auf diesen Kontext eben hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zweiter Text von Goethe ist natürlich das berühmte Fragment „Die Geheimnisse“, wo sich herausstellt, dass Goethe da etwas beschreibt, was später Rudolf Steiner dann rekonstruiert hat, als die eigentliche Einweihung des Christian Rosenkreuz. Steiner macht das so fest, das werde ich gleich noch etwas genauer beschreiben, dass sich diese eigentliche Einweihung im 13. Jahrhundert vollzogen hat, wo diese Persönlichkeit noch nicht Christian Rosenkreutzhieß, wo sie auch nicht so sehr lange lebte, wo sich aber dieser Umkreis, dieser 12. und dieser 13., der er eben gewesen ist, wo sich diese Gestaltung wiederfindet in einer sehr besonderen Konstellation, die ich gleich noch ausführlicher darstellen möchte. Auf jeden Fall so Steiner hat Goethe sozusagen da etwas beschrieben in diesem Text, Die Geheimnisse, was sich historisch gesehen im Zusammenhang mit dieser ursprünglichen Einweihung des Christian Rosenkreutzim 13. Jahrhundert tatsächlich ereignet hatte. So sehen wir also in Goethes Leben sozusagen Spuren des Rosenkreuzertums wieder aufscheinen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Goethe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Bei Goethe kann man eben ganz deutlich die Spuren des Rosenkreuzertums in seiner Biografie wiederfinden. Das hat eben Frank Teichmann in dem besagten Buch &#039;&#039;„Goethe und die Rosenkreuzer&#039;&#039;“ ja ausführlich dargestellt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christian Rosenkreutz   Einweihung    Rudolf Steiner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…]Text von Goethe ist natürlich das berühmte Fragment „Die Geheimnisse“, wo sich herausstellt, dass Goethe da etwas beschreibt, was später Rudolf Steiner dann rekonstruiert hat, als die eigentliche Einweihung des Christian Rosenkreutz.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:34:08   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Anthroposophie als Kraftorganismus am Beispiel eines Mysteriendramas 00:39:50 ===&lt;br /&gt;
Und nun ist es so, dass ja eben Rudolf Steiner sich nicht umsonst ganz wesentlich bei der Begründung der Anthroposophie in vielen Punkten, sowohl naturwissenschaftlich wie auch vor allem von der künstlerischen Seite her, an Goethe anschließt. Und einer dieser Anschlusspunkte ist eben das erste Mysteriendrama, das ja zunächst eigentlich das goethesche Märchen auf die Bühne bringen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben also eine mehrfache Metamorphose. „Chymische Hochzeit“ von Valentin Andreae mit Christian Rosenkreutz im Zentrum, durch Goethe in das Märchen metamorphosiert - und durch Rudolf Steiner in sein erstes Mysteriendrama, das ja untertitelt wird mit „Ein Rosenkreuzer Mysterium“. Und das Siegel, was wir da haben von diesem ersten Drama, hat eben diese drei Rosenkreuzer-Worte zum Inhalt. Also:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ex Deo Nascimur, In Christo Morimur, Per Spiritum Sanctum Reviviscimus&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Das steht auf diesem Siegel des ersten Dramas. Wieso ist das ein Rosenkreuzer Mysterium? Zum einen haben wir sozusagen die historische Wurzel, die historischen Vorläufer, die aber nur ganz im Verborgenen jetzt da wieder auftauchen. Aber ein wesentlicher Aspekt, den ich jetzt hervorheben will und der für Rudolf Steiner sozusagen dann zentral wird, das ist der Aspekt der Kraft. Also das, was da umschrieben wird mit Kräften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hatte ja am Anfang gesagt, die anthroposophische Bewegung zeichnet sich dadurch aus, dass es nicht eine Weltanschauung, eine Lehre, eine religiöse Anschauung, eine esoterische Lehre allein ist, sondern dass alle diese Ideen, dass die sich praktisch auswirken. Dass die also, wenn man so will, Kraft haben, dass wir es zu tun haben mit einem Kraftorganismus, wenn wir auf die Anthroposophie hinschauen, einem Kraftorganismus, der wie alles Ätherische, was eben Lebenskräfte sind … nicht das Ätherische kann für sich alleine gar nicht existieren, sondern das Ätherische ist immer nur zusammenhängend denkbar oder überhaupt erlebbar mit etwas Physischem, was von diesem Ätherischen gestaltet und verlebendigt wird. Ein Ätherisches für sich gibt es gar nicht. Ein Ätherisches kann immer nur im Zusammenhang mit Physischem überhaupt beobachtet werden. So wie der Ätherleib eben einen physischen Leib gestaltet, gestalten eben diese Kräfte das Lebendige und, wenn man so will, unser Leben. Weshalb Rudolf Steiner auch darauf aufmerksam macht, dass er sagt, unsere Gedanken- und Vorstellungskräfte und alles, was wir sozusagen an Kultur hervorbringen, das sind umgewandelte Lebenskräfte. Wir denken mit denselben Kräften, mit denen wir wachsen. Das sind dieselben Kräfte, die sich nur umwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und mit diesem Kraftaspekt haben wir es sozusagen zu tun, wenn wir von der Anthroposophie sprechen. Und natürlich muss man sich fragen, woher kommen jetzt diese Kräfte? In dem Mysteriendrama taucht das an verschiedenen Stellen in dem ersten Bild schon auf, dass eben der Capesius, der ein Gedankenmensch ist, ein Professor ist, dass der etwas ganz Besonderes in diesem anthroposophischen Zusammenhang bemerkt. Er sagt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Was hier jedoch sich zeigt, gibt viel zu denken Menschen meiner Art. Erklärlich schien uns solche Wirkung, wo überhitzter Sektengeist die Seelen nur betörend sich über Menschen gießt. Doch hier ist nichts von solchem Geist zu sehen. Man will nur durch Vernunft zur Seele sprechen. Und doch, man schafft durch Worte echte Lebenskräfte und spricht zum tiefsten Herzensgrund. Und selbst des Wollens Reich ergreift das Sonderbare etwas, das jenen, die gleich mir in alten Bahnen wandeln, als blasses Denken nur erscheinen will.”&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Dem Capesius fällt auf, dass in diesem Zusammenhang des Benedictus und der Maria, dass diese Worte, die da gesprochen oder auch studiert werden, dass das Lebenskräfte sind, dass sie Kraft haben. Und das kommt dann auch noch zum Ausdruck an der Stelle, wo die andere Maria auftaucht. Auch noch in diesem ersten Bild. Die sagt nämlich:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Ich muss stets neue Kraft mir holen aus dem Reichtum, der hier aus Geistesquellen fließt. Die warme Zauberkraft der Worte, die hier ich höre, ergießt in meine Hände sich und fließt wie Balsam weiter, berührt die Hand den Leidbeladenen, sie wandelt sich auf meinen Lippen in rechte Trostesrede für schmerzdurchwühlte Herzen. Ich frage nach der Worte Ursprung nicht, ich schaue ihre Wahrheit. Wenn lebend, leben sie mir Spenden.”&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Das sagt jetzt diese andere Maria. Und die Maria sagt dann noch, um das zu erklären:&amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Doch unsere Freundin hat erschöpft des Lebens beste Kräfte durch ihre Arbeitsüberfülle und aller Lebensmut war ihr genommen durch schweren Schicksalsdruck, den sie erfahren, die Kräfte hatte sie geopfert, der Kinder sorglich Leitung, der Mut war hingesunken, als ihr ein früher Tod den teuren Gatten nahm.”&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Zunächst ist diese andere Maria sozusagen zusammengebrochen, hatte keine Kräfte mehr, sie war am Ende - ein Burnout würde man das heute nennen. Ihr Mann ist durch einen frühen Tod gestorben, sie hatte alles sozusagen der Erziehung der Kinder gewidmet und war jetzt kräftemäßig am Ende: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Da brachten Schicksalsmächte sie in unserer Geistes leeren Bann und ihre Lebenskräfte erblühten noch zum zweiten Mal.”&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;So dass sie dann eben jetzt sagt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Ich muss stets neue Kraft mir holen aus dem Reichtum, der hier aus Geistesquellen fließt. Die warme Zauberkraft der Worte, die hier ich höre, ergießt in meine Hände sich.”&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also sie schreibt jetzt ihre Wirksamkeit und ihr neues Leben den Worten zu, die sie jetzt da hört, in diesem Rosenkreuzer-Tempel eigentlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goethe [[Mysteriendramen von Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] das erste Mysteriendrama, das ja zunächst eigentlich das goethesche Märchen auf die Bühne bringen sollte […] das ja untertitelt wird mit „Ein Rosenkreuzer Mysterium“.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Äther]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] das Ätherische kann für sich alleine gar nicht existieren, sondern das Ätherische ist immer nur zusammenhängend denkbar oder überhaupt erlebbar mit etwas Physischem, was von diesem Ätherischen gestaltet und verlebendigt wird.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:39:50   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jede Idee, die dir nicht zum Ideal wird, ertötet in deiner Seele eine Kraft. Jede Idee, die dir aber zum Ideal wird, erschafft in dir Lebenskräfte (Rudolf Steiner) 00:47:28 ===&lt;br /&gt;
Und nun, wenn man bei Rudolf Steiner jetzt selber nachliest, in seinem Buch »Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?«, dann findet man an ganz zentraler Stelle, ganz am Anfang, genau das eigentlich beschrieben. Nicht? Sie alle kennen ja dieses Buch, das da anfängt mit dem sogenannten »Pfad der Verehrung«. Und diese Verehrung, die da entwickelt wird, die bezeichnet Rudolf Steiner immer so, dass er sagt, daraus schöpft der Mensch Kraft. Wenn er diese Verehrung in der Lage ist zu entwickeln, dann schöpft er daraus Kräfte. Und umgekehrt, wenn er das nicht tut, dann raubt er sich Kräfte. Begegne ich einem Menschen und tadele ich seine Schwächen, so raube ich mir höhere Erkenntniskraft. Suche ich liebevoll mich in seine Vorzüge zu vertiefen, so sammle ich solche Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht, diese Übung, die dann später wieder auftaucht, in verwandelter Form als Positivitätsübung, das ist die Grundübung dieses Buches, die in mehrfacher Form in dem Buch mindestens viermal wieder auftaucht, dass man Kritik zurückhalten soll, dass man kritiklos Worte sich anhören soll, auch wenn sie noch so falsch klingen. Nicht, das, was da am Anfang als das Gefühl der Ehrfurcht beschrieben wird, taucht in verschiedenster Weise wieder auf, dann vor allem als Positivitätsübung. Aber es wird eben gleich am Anfang so beschrieben, dass das eine Kraftübung ist, dass das eine Übung ist, die Kraft verleiht. Und das wird dann noch verstärkt durch den Schluss dieses ersten Kapitels, wo es heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Jede Idee, die dir nicht zum Ideal wird, ertötet in deiner Seele eine Kraft. Jede Idee, die dir aber zum Ideal wird, erschafft in dir Lebenskräfte.”&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Nicht, da haben wir wieder diesen Zusammenhang, dass es etwas gibt, was abtötend ist. Davon ist auch in dem Mysteriendrama natürlich die Rede, auch in dieser Szene mit dem Geist der Elemente wird das ja deutlich, dass die Gedankenart von Strader und Capesius zunächst in dieser Lebenssphäre, in der ätherischen Welt Gewitter erzeugt und eigentlich Zerstörung hervorruft. Und dass andererseits die Märchen, die Frau Balde erzählt, in dieser Lebenssphäre des Geistes der Elemente, dass die da heilsam wirken. Weshalb die Frau Balde dann auch aufgefordert wird für die Schädigungen, die die beiden Irrlichter eigentlich - also Strader und Capesius in der elementarischen Welt hervorrufen - die also Kräfte rauben oder zerstören, dass die Frau Balde dafür bezahlen muss und da diese Kräfte wieder ausgleicht. Was übrigens der Capesius auch bestätigt, dadurch, dass er sagt, wenn ich erschöpft bin und keine Kraft mehr habe, gehe ich zu der Frau Balde und höre mir die Märchen an, die sie mir erzählt. Und die wiederum bringen ihm neue Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreutz als Kraftquelle 00:51:08 ===&lt;br /&gt;
Nun wissen wir auch durch Rudolf Steiner, dass diese Märchen, dass die den Ursprung haben in dem Rosenkreuzertum, dass diese mitteleuropäischen Märchen und auch die Märchen der Frau Balde eigentlich rosenkreuzerische Märchen sind. Aber woher kommt jetzt diese Kraft? Was ist das? Was sozusagen, vor allem wenn man auf Rudolf Steiner selber hinblickt, ja ungeheure schöpferische Kräfte zum Vorschein gebracht hat. Wenn man sich nicht nur sein schriftliches Werk, sondern vor allem sein künstlerisches Werk anschaut und etwa den Seelenkalender sich anschaut, wie der entstanden ist, dann fragt man sich, woher kommt jetzt diese dichterische Fähigkeit, diese enorme Schöpferkraft, die sich in dieser Gesamtkomposition eines Seelenkalenders oder etwa der zwölf Stimmungen dieser kosmologischen Dichtung zum Ausdruck bringt? Woher kommen diese Kräfte, die dann auch den ersten Bau des Goetheanums, also ein architektonisches Werk, zur Erscheinung bringen. Respektive natürlich die vier Mysteriendramen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Woher kommen diese schöpferischen Kräfte? Und da wird man jetzt durch Rudolf Steiner, und damit komme ich langsam zum Abschluss dieser Betrachtungen, da wird man jetzt durch Rudolf Steiner eben aufmerksam gemacht, auf das, was mit diesem Christian Rosenkreutz tatsächlich unsterblich verbunden ist. Das macht nämlich Rudolf Steiner - und diese Vorträge können Sie nachlesen, eben hier in diesem Sammelband - das sind die sogenannten Neuchâteler Vorträge, wo Steiner eben zwei Vorträge gehalten hat, über eben diese okkulte Biografie und diese Einweihung des Christian Rosenkreutz, die eben schon vor dem 14. Jahrhundert, also vor dieser Inkarnation, in der er dann auch diesen Namen erhält, gewesen sein soll. Dass da so ein Kollegium von zwölf Eingeweihten sich eben versammelt hat, um diesem 13. alle Weisheiten, die es bis dahin gegeben hatte, der atlantischen Zeit und der nachatlantischen Zeit, vermittelt haben. Woraufhin dieser Jüngling in einen todesartigen Zustand gekommen sei, bei dem sich aber sozusagen sein Leib wie durchsichtig hätte gezeigt. Und die Folge davon war, dass nach dem Tod dieses Eingeweihten jungen Mannes, dass dessen Ätherleib sich dann eben nicht mehr aufgelöst hat. Steiner nennt ihn dann den unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieser Ätherleib ist nun eben eine Kraftquelle. Denn ein ätherischer Leib ist etwas, was Kräfte beinhaltet, die in der Lage sind, Physisches zu gestalten, beziehungsweise dem Physischen eben Kräfte zu verleihen. Lebenskräfte, die dann umgewandelt werden in kulturelle oder Denk- und Vorstellungskräfte. Eine Kraftquelle, an die dadurch die Menschen anschließen können, dass sie sich eben auch verbinden mit diesem Geschehen, was eben Christian Rosenkreutz auszeichnet, was in den Rosenkreuzer-Worten zum Ausdruck kommt, mit diesem Mysterium von Golgatha. Das ist sozusagen der Schlüssel für diese Kraftquelle. Und daraus gibt es dann, wie Rudolf Steiner, Sie müssen das nachlesen in diesen Neuchâteler Vorträgen, wie er es dann wörtlich ausdrückt, dass sich die Wirksamkeit dieses Ätherleibes dann im Laufe der Jahrhunderte immer mehr verstärkt hätte dadurch, dass immer mehr Menschen sozusagen in diese Sphäre vorgedrungen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das sei nun seit dem Ende des Kali-Yuga, das nennt Rudolf Steiner in dem Zusammenhang auch das Jahr 1899, dass seit dem Zeitpunkt 1900, wo er dann eben anfängt über das goethesche Märchen, also diesen rosenkreuzerischen Zusammenhang erstmalig zu sprechen. Er sagt, in diesem Zusammenhang „&#039;&#039;wurde ich erstmalig esoterisch“&#039;&#039;. 1900, Goethes Märchen, Ende des Kali-Yuga und seit diesem 20. Jahrhundert sei es jetzt sozusagen immer mehr Menschen möglich, in diese Sphäre sich zu begeben, weil die sich auch dadurch verstärkt hat, dass nun andere Ätherleiber insofern auch teilweise jedenfalls sich unsterblich erwiesen haben, als sie eben sich mit dieser Sphäre verbinden konnten. Steiner nennt sie in diesem Zusammenhang „&#039;&#039;die Sphäre des Heiligen Geistes“&#039;&#039;. Also die Sphäre, wo die Ätherleiber eben jetzt unsterblich werden, insofern sie sich mit dem Christus verbinden konnten. Diese Sphäre des Heiligen Geistes, das sei die eigentliche Inspirations- und Kraftquelle der anthroposophischen Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also auf diesen Kontext kommt man sozusagen dann wieder zurück und entdeckt sozusagen da das Geheimnis, wenn man so will, auch für diese unglaubliche Schöpferkräfte, die Rudolf Steiner auf so vielen Gebieten eben, bis eben in diese praktischen, wissenschaftlichen Zusammenhänge medizinischer oder pädagogischer oder auch landwirtschaftlicher Art, dass er überall eben sich als enorm schöpferisch erwies und andere Menschen wiederum anleitete oder inspirierte, ebenfalls in dieser Weise tätig zu werden. Da hat man sozusagen diesen Hintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äther   Rudolf Steiner    [[Heiliger Geist]]  Christus   [[Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Steiner nennt sie in diesem Zusammenhang „&#039;&#039;die Sphäre des Heiligen Geistes“&#039;&#039; […] die Sphäre, wo die Ätherleiber eben jetzt unsterblich werden, insofern sie sich mit dem Christus verbinden konnten […] das sei die eigentliche Inspirations- und Kraftquelle der anthroposophischen Bewegung.“  | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:47:28   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In den ersten drei Kindheitsjahren wirken die Christus- Kräfte, ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht 00:57:38 ===&lt;br /&gt;
Und abschließend will ich da noch ein Zitat bringen. Wenn man jetzt andere Vorträge in dem Zusammenhang nochmal studiert, auch wiederum von 1911, also diese Neuchâteler Vorträge, das ist 1911. Und da gibt es eben auch die Vorträge in Kopenhagen über die geistige Führung des Menschen und der Menschheit und da bringt Steiner das jetzt direkt mit dem Christus in Zusammenhang, dass er sagt: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;… die am Menschen im Kindheitsalter wirksamen Kräfte erkennen, heißt den Christus im Menschen erkennen&#039;&#039;. [Rudolf Steiner]&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also die Kräfte, wo Rudolf Steiner beschreibt, die im Gehen lernen, im Sprechen lernen, im Denken lernen, die also in der menschlichen Entwicklung das eigentlich Menschliche zum Vorschein bringen, diese wachstums- und ätherischen Kräfte, die in diesen ersten drei Jahren des Kindes wirksam sind, das seien eben die Christuskräfte. Denn eine wirkliche seelische Selbsterkenntnis führt für den gegenwärtigen Menschen dahin einzusehen, dass in der Menschenseele Kräfte gefunden werden können, welche von diesem Christus ausgehen. In den ersten drei Kindheitsjahren wirken diese Kräfte, ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht, daran sieht man, dass das eben alles nicht, wenn man so will, theologische oder erkenntnistheoretische Fragen sind, sondern dass alle diese anthroposophischen Erkenntnisbemühungen, dass die immer dahin münden, dass das eben Kräfte hervorbringt. Nicht ganz am Schluss, oder nicht ganz am Schluss, sondern hier in „&#039;&#039;Wie erlangt man …”&#039;&#039; kommt der Rudolf Steiner auch auf das Studium noch einmal zu sprechen, was ja immer mehr heutzutage auch infrage gestellt wird, weil gesagt wird, ja - die Texte sind zu schwierig. &amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Denn, weil diese Lehren aus dem lebendigen, inneren Worte, aus der lebendigen Einsprechung geschöpft sind, haben sie selbst geistiges Leben. Sie sind nicht bloß Worte, sie sind lebendige Kräfte. Und während du den Worten eines Geheimkundigen folgst, während du ein Buch liest, das einer wirklichen inneren Erfahrung entstammt, wirken in deiner Seele Kräfte, welche dich ebenso hellsehend machen, wie die Naturkräfte aus lebendigem Stoffe deine Augen und Ohren gebildet haben.”&#039;&#039; [Rudolf Steiner] &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also diese Kräfte, die in unserem Wachstum wirksam sind, verwandeln sich jetzt in diesen Kontext eben in Kräfte, die zu höherer Erkenntnis führen und damit eben die Anthroposophie begründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, so viel wollte ich Ihnen heute Abend zur Einführung in dieses neue Tertial gerne erzählen, über eben diesen historischen Zusammenhang dieser, wenn man so will, Kraftbewegung des Rosenkreuzertums. Vielen Dank für Ihr Interesse und Aufmerksamkeit! [Applaus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christus   Selbsterkenntnis   Seele   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eine wirkliche seelische Selbsterkenntnis führt für den gegenwärtigen Menschen dahin einzusehen, dass in der Menschenseele Kräfte gefunden werden können, welche von diesem Christus ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christus   Mensch   Kind     Meditation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den ersten drei Kindheitsjahren wirken diese Kräfte [des Christus], ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner […] Studium […] weil gesagt wird, die Texte sind zu schwierig […] &#039;&#039;denn&#039;&#039; &#039;&#039;weil diese Lehren aus dem lebendigen, inneren Worte, aus der lebendigen Einsprechung geschöpft sind, haben sie selbst geistiges Leben. Sie sind nicht bloß Worte, sie sind lebendige Kräfte.&#039;&#039; [Zitat: Rudolf Steiner]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:57:38   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Frank Teichmann: &#039;&#039;Goethe und die Rosenkreuzer&#039;&#039;, Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2007, &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 978-3772516160&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Neider, Andreas / Schukraft, Harald : &#039;&#039;Rudolf Steiner in Stuttgart&#039;&#039;, 168 S., kart. EUR 19,95, Belser Verlag, Stuttgart 2011&lt;br /&gt;
* Yates, Frances A.: &#039;&#039;Aufklärung im Zeichen des Rosenkreuzes&#039;&#039;, Klett-Cotta 1997, ISBN-13978-3608918830&lt;br /&gt;
* Templeton, Ronald: Die Lebensreise des Christian Rosencreutz - Eine biografische Rekonstruktion, Verlag Urachhaus, ISBN-13978-3825153557&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Die Lebensreise des Christian Rosencreutz: Eine biografische Rekonstruktion =&lt;br /&gt;
von Ronald Templeton &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
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[[Andreas Neider|| zurück zu Andreas Neider |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Vortrag]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<id>https://anthro.world/index.php?title=Das_Rosenkreuzertum_%E2%80%93_ein_Vortrag_von_Andreas_Neider,_2025&amp;diff=32995</id>
		<title>Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2025</title>
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		<updated>2026-10-14T20:46:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: /* Goethe und die Spuren des Rosenkreuzertums 00:34:08 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Andreas Neider_2025-11-17.jpg|link=https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8|thumb|Bild: Anthroposophische Gesellschaft Stuttgart. Das Rosenkreuzertum - ein Vortrag vom 17. November 2025 von [[Andreas Neider]] in der Anthroposophischen Gesellschaft Stuttgart. [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8 Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
[[Andreas Neider|| zurück zu Andreas Neider |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkript vom Vortrag vom 17. November 2025 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., Oktober 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prüfe die Stelle „hier in Via Langmann&amp;quot;, wo im Rohtext offenbar ein Buch- oder Ortsname verstümmelt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrüßung 00:00:16 ===&lt;br /&gt;
Ja, herzlichen Dank, lieber Sebastian, und herzlich willkommen, guten Abend, sehr verehrte liebe Freunde!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückblick auf Frank Teichmann und seinen letzten Vortrag über das Rosenkreuzertum 00:00:26 ===&lt;br /&gt;
Ja, unser Thema, das Rosenkreuzertum und seine Beziehung zur anthroposophischen Bewegung, beschäftigt mich schon sehr lange. Genauer gesprochen eigentlich seit 2006 oder 2007. Nämlich in dem Moment, wo &#039;&#039;Frank Teichmann&#039;&#039;, der lange hier ja für uns tätig war, über die Schwelle gegangen ist und kurz vor seinem Tod eben hier in diesem Saal noch einen Vortrag, einen letzten Vortrag hielt, in dem er wie testamentarisch eben auf dieses Rosenkreuzertum auch noch einmal zu sprechen kam. Ich werde das im Laufe dieses Abends auch noch einmal weiter vertiefen. Aber ihm verdanke ich letztlich eigentlich meine Beschäftigung mit diesem Thema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe dann 2007 eben nach seinem Tod zunächst sein eigenes hinterlassenes Werk noch veröffentlicht: „Goethe und die Rosenkreuzer” - das waren sechs Vorträge, die er hier gehalten hatte, bei einem Wochenende, die wir aufgenommen hatten, die aber noch nicht verschriftlicht waren zu dem Zeitpunkt seines Todes. Die haben dann Brigitte Teichmann und ich anschließend herausgebracht. Und gleichzeitig habe ich im Rudolf-Steiner-Verlag eben ein Buch über Anthroposophie und Rosenkreuzertum, das Sie auch draußen am Büchertisch finden, herausgegeben, in dem sehr zentrale Aussagen Rudolf Steiners zu diesem Thema veröffentlicht sind, auf die ich heute im Laufe des Abends eben auch zu sprechen kommen werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Teichmann, Frank]]    [[Goethe]]    [[Rosenkreuzer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] sein eigenes hinterlassenes Werk noch veröffentlicht: „Goethe und die Rosenkreuzer” [Frank Teichmann] - das waren sechs Vorträge, die er hier gehalten hatte […]“ | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:26&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Welche Beziehung haben Rudolf Steiner und die Anthroposophie eigentlich zu Stuttgart? 00:02:05 ===&lt;br /&gt;
Eine Fragestellung, die mich dann weiterhin immer wieder begleitet hat und die auch zu einer weiteren Publikation geführt hat in dem Jubiläumsjahr 2011, also zu dem 150. Geburtstag Rudolf Steiners. Da trat an mich die Frage heran, ja welche Beziehung hat Rudolf Steiner und die Anthroposophie eigentlich zu Stuttgart? Und warum haben wir es hier an diesem Ort oder, wenn man so will, auch in diesem Land Baden-Württemberg, warum haben wir da mit so einer sehr starken Anhäufung anthroposophischer Initiativen es zu tun? Was hat das mit Stuttgart zu tun? Und ich habe damals in diesem Buch &#039;&#039;„Rudolf Steiner in Stuttgart”&#039;&#039; versucht, da eine Antwort zu geben, bin aber auf die Zusammenhänge, die ich jetzt heute erwähnen werde und darstellen werde, damals noch nicht eingegangen, weil mir das auch in dem Rahmen noch nicht wirklich alles deutlich vor Augen stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Charakteristische für die Anthroposophie ist nicht ein theoretisches Lehrgebäude, sondern ihr Hineinwirken ins Praktische 00:03:05 ===&lt;br /&gt;
Aber wenn Sie das ausdehnen, diese Fragestellung - wie ist das geografisch und historisch? An welchen Orten hat sich die anthroposophische Bewegung besonders stark sozusagen etablieren können oder ist sie fruchtbar geworden? Und da kommt man natürlich zunächst auf diesen württembergischen Raum rund um Stuttgart. Auch andere Territorien in Deutschland wird man da finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn man ins Ausland geht, wird man zunächst in die Niederlande geführt, nach Holland, wo die Anthroposophie sich schon sehr, sehr früh etablieren konnte und eben bis heute auch wirklich sehr stark wirksam geworden ist in allen ihren Gebieten. Denn das ist eben das Charakteristische für die Anthroposophie, dass es eben nicht, wie andere Religionen oder Weltanschauungen, nur ein theoretisches oder, wenn man so will, Lehrgebäude ist, sondern dass die Anthroposophie überall, wo sie eben wirksam geworden ist, immer ins Praktische hinein gewirkt hat. Und das unterscheidet sie sowohl von anderen religiösen Bewegungen, wie etwa eben dem katholischen oder protestantischen Christentum oder dem Buddhismus oder dem Islam oder auch was auch immer an religiösen Bewegungen es sein mögen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine dieser ganzen Bewegungen hat eine eigenständige Medizin, eine eigenständige Pädagogik, eine eigenständige Landwirtschaft oder Heilpädagogik oder sozialwissenschaftliche Lehre entwickelt. Das zeichnet die Anthroposophie aus und das unterscheidet sie auch von allen esoterischen Bewegungen, in welcher Richtung auch immer, die sich entwickelt haben mögen. Aber keine von diesen heutigen sogenannten esoterischen Lehren verfügt über eben praktische Auswirkungen in allen diesen genannten Gebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die besondere Verbreitung der Anthroposophie in den Niederlanden, im südwestdeutschen und englischen Raum, sowie in Skandinavien 00:05:16 ===&lt;br /&gt;
Und das zeichnet eben die Anthroposophie aus und in dieser Weise hat sie sich eben neben eben diesem südwestdeutschen Raum vor allem in den Niederlanden ausgebreitet, dann auch deutlich im englischsprachigen, im englischen Raum und in Skandinavien. Und zunächst, wenn man jetzt äußerlich hinschaut, wird man da zunächst eine Übereinstimmung finden mit dem Protestantismus und besonders dem Calvinismus oder anderen strengeren, pietistisch ausgerichteten protestantischen Strömungen. Das ist auch für hier, für den württembergischen Raum ist das eindeutig, während man umgekehrt in katholischen Ländern, auch in Deutschland selber, in Bayern zum Beispiel, aber insbesondere in Frankreich, eben überhaupt gar nicht diese anthroposophische Bewegung in dieser Weise sich ausbreiten sieht, weder historisch noch gegenwärtig. Eher sogar, könnte man sagen, rückläufig, wenn man auf Frankreich hinblickt, dann wird die Anthroposophie dort nach wie vor oder manchmal auch verstärkt bekämpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das historische Auftreten des Rosenkreuzertums im Stuttgarter Raum im Kreis um Johann Valentin Andreae 00:06:32 ===&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieses Phänomen, was ich jetzt historisch-geografisch hier beschreibe, das hat einen ganz konkreten Hintergrund, auf den ich jetzt eben zu sprechen kommen möchte. Weil man nämlich feststellt, wenn man sich mit diesen geografischen und historischen Zeiträumen beschäftigt, um die es hier geht, dass an all diesen genannten Orten, also insbesondere eben in dem württembergischen Raum, aber eben auch in den Niederlanden, in England vor allem, dass sich dort eben historisch gesehen das Rosenkreuzertum tatsächlich ausgebreitet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass es ursprünglich ja hier aus diesem Stuttgarter Raum von hier aus ausgegangen ist, genauer gesprochen eigentlich von Tübingen, von diesem dortigen Kreis um &#039;&#039;Johann Valentin Andreae&#039;&#039;, der damals aber noch sehr jung war und dessen drei Schriften in den Jahren 1614/15 und 16 ein europaweites Aufsehen erregt haben. Also diese drei Schriften, die „Fama Fraternitatis”, die „&#039;&#039;Confessio”&#039;&#039; und die sogenannte „&#039;&#039;Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreuz&#039;&#039;.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun, wenn man jetzt historisch sich fragt, ja was spielte sich denn ab in dieser Zeit, zum Beginn des 17. Jahrhunderts? Wie konnte eine solche Bewegung, diese rosenkreuzerische Bewegung, die aber weitestgehend unsichtbar blieb … man nannte die Rosenkreuzer eigentlich dann auch „die Unsichtbaren”, weil sie äußerlich im Grunde genommen gar nicht in Erscheinung traten, sondern nur durch diese Schriften, die wiederum dort gedruckt werden durften. Damals gab es ja ein Imprimatur, das von den jeweiligen Landesfürsten erteilt wurde und das waren durchgehend nur protestantische Landesfürsten, wie etwa der Moritz von Hessen-Kassel, wo eben die erste Auflage dieser „Fama Fraternitatis” erschienen war … also in Kassel, und das waren eben wiederum protestantische Landesfürsten. Ähnliches war dann in Straßburg oder auch hier in Württemberg eben auch der Fall. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In den frühen Schriften der Rosenkreuzer ist die Anthroposophie in einer sehr rudimentären Form bereits enthalten. Ihre eigentliche praktische Wirksamkeit blieb im Unsichtbaren 00:08:52 ===&lt;br /&gt;
Und wenn man das historisch sich genauer anschaut, dann bemerkt man, dass diese Fürsten nicht nur protestantisch gesinnt waren, sondern dass sie, wenn man so will, esoterisch gesinnt waren. Und das hing damit zusammen, dass eben dieses Rosenkreuzertum, wenn man sich diese Schriften genauer anguckt, eigentlich etwas proklamierte, was wir tatsächlich 300 Jahre später wiederfinden in der Gestalt der Anthroposophie. Also das, was die Anthroposophie eben auszeichnet, dass sie in allen Lebensgebieten wirksam geworden ist, dass sie ihre Ideen, die im Wesentlichen den Zusammenhang des Makrokosmischen mit dem mikrokosmischen Menschen umfassen, die den Menschen also anbinden an einen kosmologischen Ursprung und ihn in Zusammenhang sehen mit den Phänomenen der Natur, die den Menschen also nicht abtrennen, sondern in Verbindung bringen mit der Natur, mit den Naturreichen und aus diesem Menschenverständnis heraus eben eine neue Medizin, eine neue Pädagogik und eine neue Wissenschaft entwickelt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieses Programm, was, wenn man so will, die heutige oder die Anthroposophie des 20. Jahrhunderts vor allem kennzeichnet, das ist in einer, wenn man so will, sehr frühen und noch sehr rudimentären Form in diesen Schriften der Rosenkreuzer eigentlich enthalten. Und das erweckte zu dieser Zeit eben das Interesse verschiedener Landesfürsten, aber auch anderer wissenschaftlich gesinnter Menschen, dass sie jetzt wissen wollten, wer sind diese Leute, die sowas proklamieren und was haben die eigentlich vor?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es erweckte ein großes Aufsehen, ein großes Interesse, ohne dass aber diejenigen, die das publiziert hatten, jetzt weiter in die Öffentlichkeit traten und sich dafür einsetzten. Sie blieben vielmehr, wie gesagt, im Verborgenen. Sie hatten sich auch als Programm sozusagen vorgenommen, dass sie äußerlich nicht durch irgendwelche Zeichen oder Uniformen oder anderes in Erscheinung treten würden, sondern dass sie im Wesentlichen anonym wirksam werden und vor allem im Bereich der Heilkunst tätig sein wollten. Also als Ärzte, aber ohne sich irgendwie zu outen und sich sozusagen als rosenkreuzerische Ärzte oder irgendwie mit dieser Bewegung in Verbindung zu erklären. Ihre eigentliche praktische Wirksamkeit blieb im Unsichtbaren, blieb anonym. Und auch Valentin Andreae hat sich relativ bald eigentlich von dieser Bewegung äußerlich gesehen abgewendet. Was allerdings den hauptsächlichen Grund hatte darin, dass sofort mit der Veröffentlichung dieser Schriften eine intensive Bekämpfung und Verfolgung seitens der katholischen Kirche und vor allem des Jesuitismus gegen diese Bewegung sich äußerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Viele Parallelen einer kabbalistischen Lehrtafel mit den rosenkreuzerischen Ideen 00:12:24 ===&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konkreter gesprochen haben wir es in Stuttgart zu tun mit einem Fürsten, Friedrich I., der um die Wende des 16. zum 17. Jahrhundert hier in dem Stuttgarter Schloss, in dem alten Schloss, was heute auch noch steht, eben mit seiner Familie lebte, dessen Sohn Johann Friedrich, der ab 1608 in diesem Schloss regierte und der eine Tochter hatte, nämlich Antonia von Württemberg. Die wiederum dadurch bekannt geworden ist, dass sie eine sogenannte kabbalistische Lehrtafel hat gestalten lassen von einem Hofkünstler, einem Künstler, der am Hof des württembergischen Fürsten tätig war und diese sogenannte kabbalistische Lehrtafel dann in Bad Teinach, hier im Schwarzwald, aufstellen ließ, wo sie auch heute noch zu sehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weiter 00:13:26&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man sich damit beschäftigt, mit dieser Kabbala, der sogenannten christlichen Kabbala, einer Art Geheimlehre, eigentlich ursprünglich jüdischer Geheimlehre, dann wird man sehr sehr viele Parallelen entdecken in dieser Lehrtafel und in dieser Kabbala mit den rosenkreuzerischen Ideen, die dadurch dann in der Folge dieser Schriften auch durch die sogenannten Lehrtafeln der Rosenkreuzer bekannt geworden sind. Da sind sehr viele Parallelen. Und die Kabbala ist, wenn man so will, auch nichts anderes als eben der Ausdruck eines Hermetismus, wo eben auch der Zusammenhang des Kosmischen mit dem irdischen Menschen beschrieben wird. Sie ist ja so aufgebaut, diese Zehn Sephiroth, aus denen diese Kabbala besteht, dass das eigentlich wie ein umgekehrter Mensch ist, also ein Mensch, der auf dem Kopf steht, der also nach oben in den Kosmos mit seinen Gliedmaßen hineinwächst. Und interessanterweise sind auf dieser Kabbala eben viele Persönlichkeiten abgebildet, die einerseits biblische, meist alttestamentarische Gestalten darstellen, gleichzeitig aber auch Zeitgenossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so findet man also auch den Lehrer Antonias von Württemberg, nämlich Johann Valentin Andreae, auf dieser Lehrtafel abgebildet. Wodurch eben deutlich wird, dass er eben in dem Umfeld dieses württembergischen Fürstenhofes tätig war und eben diese rosenkreuzerischen Ideen dort auch direkt weiter vermittelt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kabbala]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] dieser Kabbala, der sogenannten christlichen Kabbala, einer Art Geheimlehre, eigentlich ursprünglich jüdischer Geheimlehre“ | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:12:24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Johann Valentin Andreae]]    [[Rosenkreuzer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] so findet man also auch den Lehrer Antonias von Württemberg, nämlich Johann Valentin Andreae, auf dieser Lehrtafel abgebildet […] er eben in dem Umfeld dieses württembergischen Fürstenhofes tätig war und eben diese rosenkreuzerischen Ideen dort auch direkt weiter vermittelt hat.“ | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:12:24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rosenkreuzerische Bestrebungen am alchemistischen Hof von Friedrich V. in Heidelberg und die „Bibliotheca Palatina“ 00:15:14 ===&lt;br /&gt;
Ein weiterer Schwerpunkt oder das weitere Zentrum des rosenkreuzerischen und auch alchemistischen Wirkens war das Heidelberger Schloss von Friedrich V. von der Pfalz. Dieser Fürst, der in Heidelberg dieses Schloss errichtet hatte und dazu eben alchemistische sogenannte Wunderkammern und auch einen Garten, der damals auch bekannt war wegen seiner vielen Heilkräuter und auch eine große Bibliothek, die &#039;&#039;Bibliotheca Palatina&#039;&#039;, die in diesem Schloss sich befand. All das gab sozusagen den Ruf eines alchemistischen Hofes oder einer alchemistischen Herrschaft, die dort sozusagen in der Pfalz sich angesiedelt hatte und die dadurch dann politisch an Bedeutung gewann, dass Friedrich V. von der Pfalz durch Christian von Anhalt, einen weiteren Fürsten aus diesem Umkreis, der mit diesen Rosenkreuzer-Schriften in Verbindung sich stehen sah, dass er also durch diesen Christian von Anhalt und andere deutsche Fürsten zum König von Böhmen ernannt worden war und dann eben nach Prag übersiedelt war - 1619. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was allerdings in der Folge dazu führte, dass er zu einem Winterkönig wurde. Das heißt, er war nur einen Winter lang, nämlich 1619 bis 1620 war er dort in Prag böhmischer König und wurde dann vertrieben von dort durch eben die katholischen Truppen. Denn es hatte 1618 ja bereits, wie bekannt, der Dreißigjährige Krieg begonnen, der eben eine Art gegenreformatorische Offensive war gegen diese sich ausbreitenden, aus dem Protestantismus eigentlich herrührenden, rosenkreuzerischen Bestrebungen, die durch Friedrich von der Pfalz jetzt politisch an Bedeutung zu gewinnen schienen. Und das wurde dann eben hintertrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sephiroth]]   Kabbala&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Sie ist ja so aufgebaut, diese 10 Sephiroth, aus denen diese Kabbala besteht, dass das eigentlich wie ein umgekehrter Mensch ist, also ein Mensch, der auf dem Kopf steht, der also nach oben in den Kosmos mit seinen Gliedmaßen hineinwächst“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das historischen Auftreten des Rosenkreuzertums und das rosenkreuzerische Erbe in Amsterdam und im „Lectorium Rosicrucianum“ 00:17:27 ===&lt;br /&gt;
Die ganze rosenkreuzerische Bewegung musste flüchten. Viele ihrer Anhänger sind dann eben in die Niederlande geflüchtet, wo sie dann aufgrund des protestantischen und calvinistischen Hintergrundes der Niederlande, die sich ja gegen Spanien gewehrt und diese katholische Herrschaft abgeschüttelt hatten - also in diesen freien Niederlanden - dort fanden die Flüchtenden vor eben der Gegenreformation und den Kriegern, im Dreißigjährigen Krieg Flüchtenden, fanden dort Aufnahme und konnten dort unterkommen. Dieses rosenkreuzerische Erbe zeigt sich bis heute noch in Amsterdam zum Beispiel dadurch, dass die größte Bibliothek mit alchemistisch-hermetischen und rosenkreuzerischen Schriften aus dieser Zeit und später sich eben dort in Amsterdam befindet, die „Bibliotheca Hermetica“ von Herrn &#039;&#039;Joost Ritman&#039;&#039; und gleichzeitig seit dem 20. Jahrhundert das sogenannte Lectorium Rosicrucianum seinen Ausgang genommen hat.  Also eine Bewegung, die sich auf diese Rosenkreuzer bezieht und die auch heute noch tätig ist, auch hier in Stuttgart tätig ist - Lectorium Rosicrucianum aus Holland. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also sieht man, dass dort eben, wenn man so will, eine Art Refugium gewesen ist für die Vertriebenen, die sich also flüchten mussten aus Deutschland. Und dass gleichzeitig aber in Frankreich eine Art Gegenbewegung, eine Art Verfolgung der Rosenkreuzer einsetzte. Interessanterweise im Umkreis von René Descartes, der sozusagen der Gegenspieler wurde, obwohl er ursprünglich noch als junger Mann eben 1619 nach Deutschland gekommen war, um diese Rosenkreuzer zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also er interessierte sich für die, wie auch viele andere übrigens, Isaac Newton zum Beispiel gehörte auch zu denen, die sich mit diesen englischen Rosenkreuzer-Schriften beschäftigten, von Robert Fludd und John Dee. Das waren zwei englische Rosenkreuzer, die im Umfeld des englischen Königs Jakob I. und seiner Mutter Elisabeth I., also in dieser sogenannten elisabethanischen englischen Gesellschaft, die immer wieder mit dem Rosenkreuzertum in Verbindung gesehen wurde, bis hin auch zu William Shakespeare. Also an dem englischen Hof war das durchaus auch verbreitet und es war auch charakteristisch, dass die Tochter Jakobs I., ebenfalls Elisabeth genannt, dass die mit eben jenem Friedrich von der Pfalz verheiratet wurde und diese Hochzeit auf diesem Heidelberger Schloss ein sehr sehr großes Aufsehen erregte. Das hat damals sozusagen die Regenbogenpresse gefüllt, was alles mit dieser Hochzeit verbunden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und interessanterweise findet man vieles, was mit dieser Hochzeit in Verbindung stand, bis hin auch zu diesem Heidelberger Schloss dann wieder in der Chymischen Hochzeit, die Johann Valentin Andreae verfasst hatte und die 1616 veröffentlicht wurde. Es gab von dieser Chymischen Hochzeit schon eine sehr frühe Jugendschrift, die Johann Valentin Andreae dann später eben umarbeitete, zu dem Buch eben die Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreuz. Ich komme darauf auch später nochmal zurück. Auf jeden Fall taucht da dieser Hintergrund dieser königlichen Hochzeit von eben Friedrich V. von der Pfalz mit dieser Elisabeth von England. Das machte also einen großen Eindruck und das ist sozusagen der äußere Hintergrund, sozusagen die Kulisse für das, was in der Chymischen Hochzeit da beschrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, soviel vielleicht zunächst einmal zu diesem historischen Auftreten des Rosenkreuzertums. Wenn jemand sich damit genauer noch beschäftigen will, historisch gesehen, weil das noch viel weitere Kreise gezogen hat, kann ich nur wärmstens empfehlen Frances A. Yates&#039; Aufklärung im Zeichen des Rosenkreuzes. So heißt dieses Buch, was leider schon lange vergriffen ist, nur noch in Bibliotheken zu finden. Aber da findet man im Grunde genommen alle historischen Zusammenhänge sehr, sehr gut beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rosenkreuzer]]    Lectorium Rosicrucianum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„seit dem 20. Jahrhundert das sogenannte Lectorium Rosicrucianum seinen Ausgang genommen hat. Also eine Bewegung, die sich auf diese Rosenkreuzer bezieht und die auch heute noch tätig ist, auch hier in Stuttgart tätig ist - Lectorium Rosicrucianum aus Holland“ | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Anthroposophie hat in Italien deutlich stärker Fuß gefasst als in Frankreich, wo sie aufgrund der cartesianischen Philosophie stark verfolgt wurde 00:22:30 ===&lt;br /&gt;
Ein weiterer Zusammenhang, auf den ich im Zusammenhang noch mit der Kabbala zu sprechen kommen will; Woher stammten diese kabbalistischen Lehren, die also die Tochter des württembergischen Fürsten Johann Friedrich, Antonia … wie kam sie und wie kamen andere in die Kenntnis dieser Kabbala, die ja zunächst hebräisch natürlich verfasst war?Da spielte schon vorher im 16. Jahrhundert eine große Rolle &#039;&#039;Johannes Reuchlin&#039;&#039;, auch ein reformatorisch-protestantisch gesinnter Gelehrter hier aus dem württembergischen Raum, der eine Grammatik der hebräischen Sprache veröffentlicht hatte und sozusagen dafür sorgte, dass Hebräisch wieder gelehrt werden und dann eben auch verstanden werden konnte. Also er sorgte für diese Kenntniss.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auch andere, die sich nach Italien begeben hatten, hatten also von diesen kabbalistischen Schriften Kenntnis genommen. Die waren nach Italien dadurch gelangt, dass die jüdischen Gelehrten in Spanien vertrieben worden waren und dann nach Italien geflüchtet waren. Und dort fanden sie Aufnahme, nämlich in dem Umkreis der Platonischen Akademie in Florenz und bei den Renaissance-Humanisten Italiens, die sich sehr für diese Kabbala interessierten und darin sozusagen etwas erblickten, mit dem sie sich eben intensiv beschäftigten. Und das führte sozusagen zu dieser Umformung der kabbalistischen Lehren zu der sogenannten christlichen Kabbala. Das geschah also in dem Umfeld dieses italienischen Renaissance-Humanismus und gelangte von dort dann eben auch nach Deutschland, eben auch nach Württemberg, hier an den Stuttgarter Fürstenhof. Von daher ist es auch nicht ganz von der Hand zu weisen, dass die Anthroposophie in Italien doch deutlich stärker Fuß gefasst hat als beispielsweise in Frankreich, wo sie eben in der Folge der cartesianischen Philosophie dann stark verfolgt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Descartes als Verbündeter der jesuitischen Hexenjagd gegen den Rosenkreuzer-Impuls in Frankreich 00:24:53 ===&lt;br /&gt;
Descartes, nachdem er aus Deutschland zurückkam, weil er sich nämlich dann doch beteiligt hatte an diesem Feldzug gegen diesen Friedrich von der Pfalz da in Prag, der da gestürzt wurde, also dieser Winterkönig. Bei diesem Feldzug war Descartes dabei und hatte eben mit diesen jesuitischen Truppen sich nach Prag begeben. Er hatte selber eine jesuitische Ausbildung durchlaufen, war dann aber längere Zeit sozusagen auf der Suche und fragte sich, was ist das mit diesem Rosenkreuzertum, wie auch andere, wie gesagt, hat sich dann aber gegen diesen Rosenkreuzer-Impuls gewendet, wurde dann bei seiner Rückkehr in Paris sogar verdächtigt, einer dieser Unsichtbaren zu sein, was er widerlegen konnte, dadurch, dass er sich zeigt und sagt, ja schaut her, ich bin nicht unsichtbar. Gleichzeitig setzte aber so eine Art Hexenjagd sozusagen auf das Rosenkreuzertum ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab also Verfolgungen und Hexen- oder Ketzerprozesse, wodurch gerade in Frankreich eben die stärkste Gegnerschaft dann sich entwickelte und wenn man so will auch die Philosophie, die René Descartes dann entwickelt hat, eigentlich diesen Grundsätzen, wenn man so will, der rosenkreuzerischen Lehre, nämlich des Zusammenhangs des Menschen mit dem Kosmos, mit der Natur, dass Descartes eben genau das Gegenteil proklamiert, nämlich eine Trennung, eine Spaltung zwischen Subjekt und Objekt, zwischen Intellekt und äußerer Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Descartes|Descarte]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;s    Rosenkreuzer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] gerade in Frankreich […] die stärkste Gegnerschaft […] die René Descartes dann entwickelt hat […] rosenkreuzerischen Lehre, nämlich des Zusammenhangs des Menschen mit dem Kosmos, mit der Natur, dass Descartes eben genau das Gegenteil proklamiert, nämlich eine Trennung […] , zwischen Intellekt und äußerer Natur”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:24:53   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In England war Francis Bacon ein Gegner der Rosenkreuzer 00:26:35 ===&lt;br /&gt;
In England waren es, wie gesagt, auch Wissenschaftler wie Isaac Newton, die sich für das Rosenkreuzertum und deren Ideen auch im Zusammenhang mit der Alchemie interessierten und das hing einfach damit zusammen, dass die Naturwissenschaften ja noch ganz am Anfang waren, zum Beginn dieses 17. Jahrhunderts, noch keine, wenn man so will, materialistische Naturwissenschaft sich wirklich ausgebildet hatte. Das begann eigentlich erst durch einen weiteren Gegner dieser Rosenkreuzer, nämlich Francis Bacon, der in dieser Zeit seine grundlegenden Schriften eben auch veröffentlichte. Aber für viele war das eben noch nicht ausgemacht, in welche Richtung würde sich die Naturwissenschaft denn entwickeln. Und da waren diese Ideen, die ja sehr skizzenhaft waren, die in diesen Schriften, die da 1614 bis 16 erschienen waren, zum Ausdruck kamen und auch weiteren Schriften dieser englischen Rosenkreuzer, das irgendwie erschien als eine ganz andere Perspektive, die zu dieser Zeit eben noch nicht festgelegt war, sich dann aber auch in England durch die Royal Society immer mehr doch verfestigte, wodurch dann eben andere Anschauungen sofort in Verdacht kamen, eben nicht christlich oder ketzerisch oder was auch immer zu sein, sodass das dann sehr, sehr bald von der Bildfläche verschwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Christian Rosenkreutz als historische Persönlichkeit in der Esoterikforschung 00:28:07 ===&lt;br /&gt;
Und erst in jüngster Zeit, eigentlich jetzt auch wiederum von Holland ausgehend, fangen die universitären Wissenschaften an, sich jetzt mit diesen esoterischen Bewegungen doch intensiver zu beschäftigen. Die sogenannte Esoterikforschung, die eben auch von Amsterdam ausgegangen ist und die heute auch in Deutschland über einige Lehrstühle verfügt, in diesem Kontext beschäftigt man sich eben auch wieder mit diesen rosenkreuzerischen Lehren, auch mit der Gestalt des Christian Rosenkreutzselber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wodurch wir jetzt sozusagen auf das Zentrum der ganzen Thematik zu sprechen kommen, nämlich auf den Begründer dieser rosenkreuzerischen Bewegung, der ja in dieser &#039;&#039;Fama Fraternitatis&#039;&#039; auch biografisch genauer umschrieben wird, als eben der sogenannte Bruder Christian Rosenkreuz. Interessanterweise haben wir da jetzt seit dieser Woche endlich das Buch von &#039;&#039;Ronald Templeton&#039;&#039;, mit dem wir ja hier im Februar auch ein Tagesseminar veranstaltet haben - „&#039;&#039;Die Lebensreise des Christian Rosencreutz”&#039;&#039; vorliegen, auch draußen am Büchertisch erhältlich. Weil interessanterweise in allen Zusammenhängen, wo auch heute noch über Christian Rosenkreutz gesprochen wird, also auch bei dem „Lectorium Rosicrucianum”, aber insbesondere in der sogenannten Esoterikforschung, eigentlich nirgends davon ausgegangen wird, dass Christian Rosenkreutz tatsächlich gelebt hat, dass das also eine historische Persönlichkeit gewesen ist, so wie es in der &#039;&#039;Fama Fraternitatis&#039;&#039; dargestellt und eben auch von Rudolf Steiner dann ganz deutlich beschrieben worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überall, in allen anderen Zusammenhängen, die man auch heute noch hat, wird diese Gestalt als eine mythologische oder symbolische beschrieben. Also nicht historische Persönlichkeit, sondern insbesondere auch die Chymische Hochzeit, auch sein gesamter Lebensgang - alles, was über ihn erzählt wird, wird als etwas Symbolisches erlebt, als etwas, was sozusagen wie ein Urbild sein könne für eine esoterische Entwicklung, aber nicht eine historische Biografie beschreiben würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ronald Templeton rekonstruiert in seiner Bildungsbiografie über Christian Rosenkreutz, dass dieser auf seinen Reisen im 14.Jh. an verschiedenen Bildungsstätten das Wissen, die Geheimnisse und Mysterien des Orients studiert hatte 00:30:44 ===&lt;br /&gt;
Und nun hat Ronald Templeton interessanterweise auf dem Hintergrund eben immer wieder dieser immer wieder auftauchenden, wenn man so will, in Fragestellung der Historizität des Christian Rosenkreutz versucht, die Biografie, so wie sie in der Fama und auch von Rudolf Steiner beschrieben wird, diese Biografie zu rekonstruieren und eben als historisch nachzuweisen. Und das ist ihm dadurch gelungen, dass er den ja in der Fama und auch durch Rudolf Steiner sehr ausführlichen Bildungsgang, also die Bildungsbiografie des Christian Rosenkreuz, dass er die genauer untersucht hat. Und die Orte, an denen Christian Rosenkreutz gewesen sein soll, laut Fama und auch laut Rudolf Steiner, dass er diese Orte jetzt genauer untersucht hat im Hinblick auf die Lehrstätten bzw. Universitäten, die es dort gegeben haben soll, an denen sozusagen Christian Rosenkreutz seine Ausbildung erhalten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun zeigt sich, dass es dazu wirklich ausreichend historisches Material und Dokumente gibt, die genauestens nachweisen, in welcher Form welcher Unterricht dort stattgefunden hat an diesen verschiedenen Städten, die ich jetzt nicht im Detail beschreiben kann, das kann man alles nachlesen in dem neuen Buch vom Templeton. Dabei zeigt sich aber, dass tatsächlich an allen Orten, die da in der Fama erwähnt werden, dass es da tatsächlich Unterricht und Lehrstätten gegeben hat, meistens mit islamischem Hintergrund, aber eben esoterischem Islam. Wenn man so will, das Wissen des Orients, die Geheimnisse, die Mysterien des Orients, die an diesen Hochschulen, an denen eben auch Christian Rosenkreutzgelebt hat und Unterricht bezogen hat, dass es dort tatsächlich solche Schulen gab, bis dahin, dass man auch Details über die Art von Unterricht und die Inhalte, die da unterrichtet wurden, auch finden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sodass also diese Bildungsbiografie bis in Details hinein tatsächlich historisch rekonstruierbar ist. Wodurch eben deutlich wird, dass die Autoren dieser Schriften eben nicht eine symbolische Erfindung einer Bildungsbiografie dahingestellt haben, sondern dass sie tatsächlich einen Bildungsgang und diese Reisen beschrieben haben, die mindestens zu der Zeit, in der sie eben stattgefunden haben sollen, nämlich im 14. Jahrhundert. Dass die tatsächlich so im Detail stattgefunden haben können und dass eigentlich kein Grund besteht, anzunehmen, dass das nun alles erfunden sei, wenn die ganzen historischen zugrunde liegenden Fakten eben alle nachweislich so gewesen sind, wie sie dort in dieser Bildungsbiografie der Fama beschrieben worden sind. Also das ist eine ausgezeichnete Leistung von Ronald Templeton, dass er diesen historischen Hintergrund jetzt mal wirklich festmachen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Christian Rosenkreutz]]    [[Fama Fraternitatis]]    Rudolf Steiner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] dass Christian Rosenkreutz tatsächlich gelebt hat, dass das also eine historische Persönlichkeit gewesen ist, so wie es in der Fama Fraternitatis dargestellt und eben auch von Rudolf Steiner dann ganz deutlich beschrieben worden ist.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:28:07   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spuren des Rosenkreuzertums in Goethes Leben 00:34:08 ===&lt;br /&gt;
Und das kann man jetzt, wenn man das jetzt geschichtlich weiter verfolgt, weil das Rosenkreuzertum äußerlich dann eben mit Beginn des 30-jährigen Krieges verschwindet von der Bildfläche. Das taucht wirklich nur sehr kurz auf, eben zwischen 1614 und 1619, bis dann dieser Winterkönig gestürzt wird und die Anhänger nach Holland flüchten müssen, sich verbergen müssen. Valentin Andreae sich dann auch praktisch äußerlich abwendet und auch meint mit diesen Jugendschriften eigentlich nichts zu tun gehabt zu haben. Also in der Folge des 30-jährigen Krieges und dieser Verfolgung des Rosenkreuzertums distanziert er sich dann später davon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch taucht dieses Rosenkreuzertum dann in einer sehr merkwürdigen, uns aber wohl bekannten Form wieder auf, nämlich in Goethes Leben. Bei Goethe kann man eben ganz deutlich die Spuren des Rosenkreuzertums in seiner Biografie wiederfinden. Das hat eben Frank Teichmann in dem besagten Buch &#039;&#039;„Goethe und die Rosenkreuzer&#039;&#039;“ ja ausführlich dargestellt. Zunächst dadurch, dass er 19-jährig schwer erkrankt, an einer lebensgefährlichen Erkrankung, und dann durch eben einen rosenkreuzerischen Arzt gerettet wird, der ein Fluidum, ein Salz ihm verabreicht, das ihm dann das Leben rettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der dann später bei seiner Harzreise eine Art rosenkreuzerische Einweihung erlebt, die in anderer Gestalt von Rudolf Steiner dann später beschrieben worden ist in den Vorträgen mit Mysterienstätten des Mittelalters. Da gibt es zwei Vorträge, in denen Rudolf Steiner von einer sogenannten „rosenkreuzerischen Einweihung“ spricht, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie durch eine Begegnung auf einem Berg und eine andere Begegnung in einem Berg stattfindet. Also zwei Stufen, auf einem Berg und in einem Berg. Und Steiner weist nur darauf hin im Zusammenhang dieser Vorträge, dass sich diese Einweihung später immer wieder in einer gewissen Weise wiederholt hat oder wieder miterlebt worden ist. Und einer derjenigen, die eben diese Einweihung miterlebt oder wiedererlebt haben, war eben Goethe, dem eben genau das wiederfuhr, dass er da in einem Bergwerk, nämlich im Harz, eine bestimmte Begegnung erlebte und dann anschließend eben auch auf dem Berg, nämlich auf diesem Brocken bei der Besteigung dieses Berges, worüber er seiner Freundin Frau von Stein eben in Briefen berichtet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Kontext ist es auch interessant, dass Goethe der Frau von Stein auch schreibt, dass er die Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreutz gelesen habe und dann sagt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Christian Rosenkreutz, Hochzeit habe ich hinaus gelesen. Es gibt ein schön Märchen zur guten Stunde zu erzählen, wenn es wiedergeboren wird. In seiner alten Haut ist es nicht zu genießen.&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;1786 schreibt das Goethe. Also er fand vor allem diese zum Teil ja blutigen Bilder in dieser Chymischen Hochzeit nicht zu genießen und bringt dann 1795 eben sein Märchen, das Goethe-Märchen, als das, was er nennt „die Wiedergeburt dieser Chymischen Hochzeit.“ Das Goethe-Märchen hat ganz eindeutig diesen Hintergrund, bis auch dahin, dass diese Brücke, von der da die Rede ist, im Zusammenhang mit der Heidelberger Brücke steht, die auch heute noch in Heidelberg zu sehen ist. Also da auch taucht Heidelberg am Rande wieder auf. Und auch Rudolf Steiner weist auf diesen Kontext eben hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zweiter Text von Goethe ist natürlich das berühmte Fragment „Die Geheimnisse“, wo sich herausstellt, dass Goethe da etwas beschreibt, was später Rudolf Steiner dann rekonstruiert hat, als die eigentliche Einweihung des Christian Rosenkreuz. Steiner macht das so fest, das werde ich gleich noch etwas genauer beschreiben, dass sich diese eigentliche Einweihung im 13. Jahrhundert vollzogen hat, wo diese Persönlichkeit noch nicht Christian Rosenkreutzhieß, wo sie auch nicht so sehr lange lebte, wo sich aber dieser Umkreis, dieser 12. und dieser 13., der er eben gewesen ist, wo sich diese Gestaltung wiederfindet in einer sehr besonderen Konstellation, die ich gleich noch ausführlicher darstellen möchte. Auf jeden Fall so Steiner hat Goethe sozusagen da etwas beschrieben in diesem Text, Die Geheimnisse, was sich historisch gesehen im Zusammenhang mit dieser ursprünglichen Einweihung des Christian Rosenkreutzim 13. Jahrhundert tatsächlich ereignet hatte. So sehen wir also in Goethes Leben sozusagen Spuren des Rosenkreuzertums wieder aufscheinen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Goethe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Bei Goethe kann man eben ganz deutlich die Spuren des Rosenkreuzertums in seiner Biografie wiederfinden. Das hat eben Frank Teichmann in dem besagten Buch &#039;&#039;„Goethe und die Rosenkreuzer&#039;&#039;“ ja ausführlich dargestellt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christian Rosenkreutz   Einweihung    Rudolf Steiner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…]Text von Goethe ist natürlich das berühmte Fragment „Die Geheimnisse“, wo sich herausstellt, dass Goethe da etwas beschreibt, was später Rudolf Steiner dann rekonstruiert hat, als die eigentliche Einweihung des Christian Rosenkreutz.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:34:08   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Woher kommt die Kraft? Die Anthroposophie als Kraftorganismus am Beispiel des Mysteriendramas 00:39:50 ===&lt;br /&gt;
Und nun ist es so, dass ja eben Rudolf Steiner sich nicht umsonst ganz wesentlich bei der Begründung der Anthroposophie in vielen Punkten, sowohl naturwissenschaftlich wie auch vor allem von der künstlerischen Seite her, an Goethe anschließt. Und einer dieser Anschlusspunkte ist eben das erste Mysteriendrama, das ja zunächst eigentlich das goethesche Märchen auf die Bühne bringen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben also eine mehrfache Metamorphose. „Chymische Hochzeit“ von Valentin Andreae mit Christian Rosenkreutz im Zentrum, durch Goethe in das Märchen metamorphosiert - und durch Rudolf Steiner in sein erstes Mysteriendrama, das ja untertitelt wird mit „Ein Rosenkreuzer Mysterium“. Und das Siegel, was wir da haben von diesem ersten Drama, hat eben diese drei Rosenkreuzer-Worte zum Inhalt. Also:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ex Deo Nascimur, In Christo Morimur, Per Spiritum Sanctum Reviviscimus&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Das steht auf diesem Siegel des ersten Dramas. Wieso ist das ein Rosenkreuzer Mysterium? Zum einen haben wir sozusagen die historische Wurzel, die historischen Vorläufer, die aber nur ganz im Verborgenen jetzt da wieder auftauchen. Aber ein wesentlicher Aspekt, den ich jetzt hervorheben will und der für Rudolf Steiner sozusagen dann zentral wird, das ist der Aspekt der Kraft. Also das, was da umschrieben wird mit Kräften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hatte ja am Anfang gesagt, die anthroposophische Bewegung zeichnet sich dadurch aus, dass es nicht eine Weltanschauung, eine Lehre, eine religiöse Anschauung, eine esoterische Lehre allein ist, sondern dass alle diese Ideen, dass die sich praktisch auswirken. Dass die also, wenn man so will, Kraft haben, dass wir es zu tun haben mit einem Kraftorganismus, wenn wir auf die Anthroposophie hinschauen, einem Kraftorganismus, der wie alles Ätherische, was eben Lebenskräfte sind … nicht das Ätherische kann für sich alleine gar nicht existieren, sondern das Ätherische ist immer nur zusammenhängend denkbar oder überhaupt erlebbar mit etwas Physischem, was von diesem Ätherischen gestaltet und verlebendigt wird. Ein Ätherisches für sich gibt es gar nicht. Ein Ätherisches kann immer nur im Zusammenhang mit Physischem überhaupt beobachtet werden. So wie der Ätherleib eben einen physischen Leib gestaltet, gestalten eben diese Kräfte das Lebendige und, wenn man so will, unser Leben. Weshalb Rudolf Steiner auch darauf aufmerksam macht, dass er sagt, unsere Gedanken- und Vorstellungskräfte und alles, was wir sozusagen an Kultur hervorbringen, das sind umgewandelte Lebenskräfte. Wir denken mit denselben Kräften, mit denen wir wachsen. Das sind dieselben Kräfte, die sich nur umwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und mit diesem Kraftaspekt haben wir es sozusagen zu tun, wenn wir von der Anthroposophie sprechen. Und natürlich muss man sich fragen, woher kommen jetzt diese Kräfte? In dem Mysteriendrama taucht das an verschiedenen Stellen in dem ersten Bild schon auf, dass eben der Capesius, der ein Gedankenmensch ist, ein Professor ist, dass der etwas ganz Besonderes in diesem anthroposophischen Zusammenhang bemerkt. Er sagt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Was hier jedoch sich zeigt, gibt viel zu denken Menschen meiner Art. Erklärlich schien uns solche Wirkung, wo überhitzter Sektengeist die Seelen nur betörend sich über Menschen gießt. Doch hier ist nichts von solchem Geist zu sehen. Man will nur durch Vernunft zur Seele sprechen. Und doch, man schafft durch Worte echte Lebenskräfte und spricht zum tiefsten Herzensgrund. Und selbst des Wollens Reich ergreift das Sonderbare etwas, das jenen, die gleich mir in alten Bahnen wandeln, als blasses Denken nur erscheinen will.”&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Dem Capesius fällt auf, dass in diesem Zusammenhang des Benedictus und der Maria, dass diese Worte, die da gesprochen oder auch studiert werden, dass das Lebenskräfte sind, dass sie Kraft haben. Und das kommt dann auch noch zum Ausdruck an der Stelle, wo die andere Maria auftaucht. Auch noch in diesem ersten Bild. Die sagt nämlich:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Ich muss stets neue Kraft mir holen aus dem Reichtum, der hier aus Geistesquellen fließt. Die warme Zauberkraft der Worte, die hier ich höre, ergießt in meine Hände sich und fließt wie Balsam weiter, berührt die Hand den Leidbeladenen, sie wandelt sich auf meinen Lippen in rechte Trostesrede für schmerzdurchwühlte Herzen. Ich frage nach der Worte Ursprung nicht, ich schaue ihre Wahrheit. Wenn lebend, leben sie mir Spenden.”&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Das sagt jetzt diese andere Maria. Und die Maria sagt dann noch, um das zu erklären:&amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Doch unsere Freundin hat erschöpft des Lebens beste Kräfte durch ihre Arbeitsüberfülle und aller Lebensmut war ihr genommen durch schweren Schicksalsdruck, den sie erfahren, die Kräfte hatte sie geopfert, der Kinder sorglich Leitung, der Mut war hingesunken, als ihr ein früher Tod den teuren Gatten nahm.”&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Zunächst ist diese andere Maria sozusagen zusammengebrochen, hatte keine Kräfte mehr, sie war am Ende - ein Burnout würde man das heute nennen. Ihr Mann ist durch einen frühen Tod gestorben, sie hatte alles sozusagen der Erziehung der Kinder gewidmet und war jetzt kräftemäßig am Ende: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Da brachten Schicksalsmächte sie in unserer Geistes leeren Bann und ihre Lebenskräfte erblühten noch zum zweiten Mal.”&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;So dass sie dann eben jetzt sagt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;„&#039;&#039;Ich muss stets neue Kraft mir holen aus dem Reichtum, der hier aus Geistesquellen fließt. Die warme Zauberkraft der Worte, die hier ich höre, ergießt in meine Hände sich.”&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also sie schreibt jetzt ihre Wirksamkeit und ihr neues Leben den Worten zu, die sie jetzt da hört, in diesem Rosenkreuzer-Tempel eigentlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goethe [[Mysteriendramen von Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] das erste Mysteriendrama, das ja zunächst eigentlich das goethesche Märchen auf die Bühne bringen sollte […] das ja untertitelt wird mit „Ein Rosenkreuzer Mysterium“.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Äther]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] das Ätherische kann für sich alleine gar nicht existieren, sondern das Ätherische ist immer nur zusammenhängend denkbar oder überhaupt erlebbar mit etwas Physischem, was von diesem Ätherischen gestaltet und verlebendigt wird.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:39:50   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jede Idee, die dir nicht zum Ideal wird, ertötet in deiner Seele eine Kraft. Jede Idee, die dir aber zum Ideal wird, erschafft in dir Lebenskräfte (Rudolf Steiner) 00:47:28 ===&lt;br /&gt;
Und nun, wenn man bei Rudolf Steiner jetzt selber nachliest, in seinem Buch »Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?«, dann findet man an ganz zentraler Stelle, ganz am Anfang, genau das eigentlich beschrieben. Nicht? Sie alle kennen ja dieses Buch, das da anfängt mit dem sogenannten »Pfad der Verehrung«. Und diese Verehrung, die da entwickelt wird, die bezeichnet Rudolf Steiner immer so, dass er sagt, daraus schöpft der Mensch Kraft. Wenn er diese Verehrung in der Lage ist zu entwickeln, dann schöpft er daraus Kräfte. Und umgekehrt, wenn er das nicht tut, dann raubt er sich Kräfte. Begegne ich einem Menschen und tadele ich seine Schwächen, so raube ich mir höhere Erkenntniskraft. Suche ich liebevoll mich in seine Vorzüge zu vertiefen, so sammle ich solche Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht, diese Übung, die dann später wieder auftaucht, in verwandelter Form als Positivitätsübung, das ist die Grundübung dieses Buches, die in mehrfacher Form in dem Buch mindestens viermal wieder auftaucht, dass man Kritik zurückhalten soll, dass man kritiklos Worte sich anhören soll, auch wenn sie noch so falsch klingen. Nicht, das, was da am Anfang als das Gefühl der Ehrfurcht beschrieben wird, taucht in verschiedenster Weise wieder auf, dann vor allem als Positivitätsübung. Aber es wird eben gleich am Anfang so beschrieben, dass das eine Kraftübung ist, dass das eine Übung ist, die Kraft verleiht. Und das wird dann noch verstärkt durch den Schluss dieses ersten Kapitels, wo es heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Jede Idee, die dir nicht zum Ideal wird, ertötet in deiner Seele eine Kraft. Jede Idee, die dir aber zum Ideal wird, erschafft in dir Lebenskräfte.”&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Nicht, da haben wir wieder diesen Zusammenhang, dass es etwas gibt, was abtötend ist. Davon ist auch in dem Mysteriendrama natürlich die Rede, auch in dieser Szene mit dem Geist der Elemente wird das ja deutlich, dass die Gedankenart von Strader und Capesius zunächst in dieser Lebenssphäre, in der ätherischen Welt Gewitter erzeugt und eigentlich Zerstörung hervorruft. Und dass andererseits die Märchen, die Frau Balde erzählt, in dieser Lebenssphäre des Geistes der Elemente, dass die da heilsam wirken. Weshalb die Frau Balde dann auch aufgefordert wird für die Schädigungen, die die beiden Irrlichter eigentlich - also Strader und Capesius in der elementarischen Welt hervorrufen - die also Kräfte rauben oder zerstören, dass die Frau Balde dafür bezahlen muss und da diese Kräfte wieder ausgleicht. Was übrigens der Capesius auch bestätigt, dadurch, dass er sagt, wenn ich erschöpft bin und keine Kraft mehr habe, gehe ich zu der Frau Balde und höre mir die Märchen an, die sie mir erzählt. Und die wiederum bringen ihm neue Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreutz als Kraftquelle 00:51:08 ===&lt;br /&gt;
Nun wissen wir auch durch Rudolf Steiner, dass diese Märchen, dass die den Ursprung haben in dem Rosenkreuzertum, dass diese mitteleuropäischen Märchen und auch die Märchen der Frau Balde eigentlich rosenkreuzerische Märchen sind. Aber woher kommt jetzt diese Kraft? Was ist das? Was sozusagen, vor allem wenn man auf Rudolf Steiner selber hinblickt, ja ungeheure schöpferische Kräfte zum Vorschein gebracht hat. Wenn man sich nicht nur sein schriftliches Werk, sondern vor allem sein künstlerisches Werk anschaut und etwa den Seelenkalender sich anschaut, wie der entstanden ist, dann fragt man sich, woher kommt jetzt diese dichterische Fähigkeit, diese enorme Schöpferkraft, die sich in dieser Gesamtkomposition eines Seelenkalenders oder etwa der zwölf Stimmungen dieser kosmologischen Dichtung zum Ausdruck bringt? Woher kommen diese Kräfte, die dann auch den ersten Bau des Goetheanums, also ein architektonisches Werk, zur Erscheinung bringen. Respektive natürlich die vier Mysteriendramen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Woher kommen diese schöpferischen Kräfte? Und da wird man jetzt durch Rudolf Steiner, und damit komme ich langsam zum Abschluss dieser Betrachtungen, da wird man jetzt durch Rudolf Steiner eben aufmerksam gemacht, auf das, was mit diesem Christian Rosenkreutz tatsächlich unsterblich verbunden ist. Das macht nämlich Rudolf Steiner - und diese Vorträge können Sie nachlesen, eben hier in diesem Sammelband - das sind die sogenannten Neuchâteler Vorträge, wo Steiner eben zwei Vorträge gehalten hat, über eben diese okkulte Biografie und diese Einweihung des Christian Rosenkreutz, die eben schon vor dem 14. Jahrhundert, also vor dieser Inkarnation, in der er dann auch diesen Namen erhält, gewesen sein soll. Dass da so ein Kollegium von zwölf Eingeweihten sich eben versammelt hat, um diesem 13. alle Weisheiten, die es bis dahin gegeben hatte, der atlantischen Zeit und der nachatlantischen Zeit, vermittelt haben. Woraufhin dieser Jüngling in einen todesartigen Zustand gekommen sei, bei dem sich aber sozusagen sein Leib wie durchsichtig hätte gezeigt. Und die Folge davon war, dass nach dem Tod dieses Eingeweihten jungen Mannes, dass dessen Ätherleib sich dann eben nicht mehr aufgelöst hat. Steiner nennt ihn dann den unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hier weiter 00:54:10&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieser Ätherleib ist nun eben eine Kraftquelle. Denn ein ätherischer Leib ist etwas, was Kräfte beinhaltet, die in der Lage sind, Physisches zu gestalten, beziehungsweise dem Physischen eben Kräfte zu verleihen. Lebenskräfte, die dann umgewandelt werden in kulturelle oder Denk- und Vorstellungskräfte. Nicht, eine Kraftquelle, an die dadurch die Menschen anschließen können, dass sie sich eben auch verbinden mit diesem Geschehen, was eben Christian Rosenkreutzauszeichnet, was in den Rosenkreuzer-Worten zum Ausdruck kommt, mit diesem Mysterium von Golgatha. Das ist sozusagen der Schlüssel für diese Kraftquelle. Und daraus gibt es dann, wie Rudolf Steiner, Sie müssen das nachlesen in diesen Neuchâteler Vorträgen, wie er es dann wörtlich ausdrückt, dass sich die Wirksamkeit dieses Ätherleibes dann im Laufe der Jahrhunderte immer mehr verstärkt hätte dadurch, dass immer mehr Menschen sozusagen in diese Sphäre vorgedrungen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das sei nun seit dem Ende des Kali-Yuga, das nennt Rudolf Steiner in dem Zusammenhang auch das Jahr 1899, dass seit dem Zeitpunkt 1900, wo er dann eben anfängt über das goethesche Märchen, also diesen rosenkreuzerischen Zusammenhang erstmalig zu sprechen, er sagt, in diesem Zusammenhang wurde ich erstmalig esoterisch. 1900, Goethes Märchen, Ende des Kali-Yuga und seit diesem 20. Jahrhundert sei es jetzt sozusagen immer mehr Menschen möglich, in diese Sphäre sich zu begeben, weil die sich auch dadurch verstärkt hat, dass nun andere Ätherleiber insofern auch teilweise jedenfalls sich unsterblich erwiesen haben, als sie eben sich mit dieser Sphäre verbinden konnten. Steiner nennt sie in diesem Zusammenhang die Sphäre des Heiligen Geistes. Also die Sphäre, wo die Ätherleiber eben jetzt unsterblich werden, insofern sie sich mit dem Christus verbinden konnten. Diese Sphäre des Heiligen Geistes, das sei die eigentliche Inspirations- und Kraftquelle der anthroposophischen Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schluss: Die Christuskräfte im Menschen 00:56:49 ===&lt;br /&gt;
Also auf diesen Kontext kommt man sozusagen dann wieder zurück und entdeckt sozusagen da das Geheimnis, wenn man so will, auch für diese unglaubliche Schöpferkräfte, die Rudolf Steiner auf so vielen Gebieten eben, bis eben in diese praktischen, wissenschaftlichen Zusammenhänge medizinischer oder pädagogischer oder auch landwirtschaftlicher Art, dass er überall eben sich als enorm schöpferisch erwies und andere Menschen wiederum anleitete oder inspirierte, ebenfalls in dieser Weise tätig zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da hat man sozusagen diesen Hintergrund und abschließend will ich da noch ein Zitat bringen, wenn man jetzt andere Vorträge in dem Zusammenhang nochmal studiert, auch wiederum von 1911, also diese Neuchâteler Vorträge, das ist 1911 und da gibt es eben auch die Vorträge in Kopenhagen über die geistige Führung des Menschen und der Menschheit und da bringt Steiner das jetzt direkt mit dem Christus in Zusammenhang, dass er sagt, die am Menschen im Kindheitsalter wirksamen Kräfte erkennen, heißt den Christus im Menschen erkennen. Also die Kräfte, wo Rudolf Steiner beschreibt, die im Gehen lernen, im Sprechen lernen, im Denken lernen, die also in der menschlichen Entwicklung das eigentlich Menschliche zum Vorschein bringen, diese wachstums- und ätherischen Kräfte, die in diesen ersten drei Jahren des Kindes wirksam sind, das seien eben die Christuskräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn eine wirkliche seelische Selbsterkenntnis führt für den gegenwärtigen Menschen dahin einzusehen, dass in der Menschenseele Kräfte gefunden werden können, welche von diesem Christus ausgehen. In den ersten drei Kindheitsjahren wirken diese Kräfte, ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht, daran sieht man, dass das eben alles nicht, wenn man so will, theologische oder erkenntnistheoretische Fragen sind, sondern dass alle diese anthroposophischen Erkenntnisbemühungen, dass die immer dahin münden, dass das eben Kräfte hervorbringt. Nicht ganz am Schluss, oder nicht ganz am Schluss, sondern hier in Via Langmann *[?]* kommt der Rudolf Steiner auch auf das Studium noch einmal zu sprechen, was ja immer mehr heutzutage auch infrage gestellt wird, weil gesagt wird, die Texte sind zu schwierig. Denn weil diese Lehren aus dem lebendigen, inneren Worte, aus der lebendigen Einsprechung geschöpft sind, haben sie selbst geistiges Leben. Sie sind nicht bloß Worte, sie sind lebendige Kräfte. Und während du den Worten eines Geheimkundigen folgst, während du ein Buch liest, das einer wirklichen inneren Erfahrung entstammt, wirken in deiner Seele Kräfte, welche dich ebenso hellsehend machen, wie die Naturkräfte aus lebendigem Stoffe deine Augen und Ohren gebildet haben. Nicht, also diese Kräfte, die in unserem Wachstum wirksam sind, verwandeln sich jetzt in diesen Kontext eben in Kräfte, die zu höherer Erkenntnis führen und damit eben die Anthroposophie begründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So viel wollte ich Ihnen heute Abend zur Einführung in dieses neue Tertial gerne erzählen, über eben diesen historischen Zusammenhang dieser, wenn man so will, Kraftbewegung des Rosenkreuzertums. Vielen Dank für Ihr Interesse und Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Frank Teichmann: &#039;&#039;Goethe und die Rosenkreuzer&#039;&#039;, Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2007, &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 978-3772516160&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Neider, Andreas / Schukraft, Harald : &#039;&#039;Rudolf Steiner in Stuttgart&#039;&#039;, 168 S., kart. EUR 19,95, Belser Verlag, Stuttgart 2011&lt;br /&gt;
* Yates, Frances A.: &#039;&#039;Aufklärung im Zeichen des Rosenkreuzes&#039;&#039;, Klett-Cotta 1997, ISBN-13978-3608918830&lt;br /&gt;
* Templeton, Ronald: Die Lebensreise des Christian Rosencreutz - Eine biografische Rekonstruktion, Verlag Urachhaus, ISBN-13978-3825153557&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Die Lebensreise des Christian Rosencreutz: Eine biografische Rekonstruktion =&lt;br /&gt;
von Ronald Templeton &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
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[[Andreas Neider|| zurück zu Andreas Neider |]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Vortrag]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<id>https://anthro.world/index.php?title=Das_Rosenkreuzertum_%E2%80%93_ein_Vortrag_von_Andreas_Neider,_2025&amp;diff=32991</id>
		<title>Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2025</title>
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		<updated>2026-10-14T16:46:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: /* Goethe und die Spuren des Rosenkreuzertums 00:34:08 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Andreas Neider_2025-11-17.jpg|link=https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8|thumb|Bild: Anthroposophische Gesellschaft Stuttgart. Das Rosenkreuzertum - ein Vortrag vom 17. November 2025 von [[Andreas Neider]] in der Anthroposophischen Gesellschaft Stuttgart. [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8 Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
[[Andreas Neider|| zurück zu Andreas Neider |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkript vom Vortrag vom 17. November 2025 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., Oktober 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prüfe die Stelle „hier in Via Langmann&amp;quot;, wo im Rohtext offenbar ein Buch- oder Ortsname verstümmelt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrüßung 00:00:16 ===&lt;br /&gt;
Ja, herzlichen Dank, lieber Sebastian, und herzlich willkommen, guten Abend, sehr verehrte liebe Freunde!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückblick auf Frank Teichmann und seinen letzten Vortrag über das Rosenkreuzertum 00:00:26 ===&lt;br /&gt;
Ja, unser Thema, das Rosenkreuzertum und seine Beziehung zur anthroposophischen Bewegung, beschäftigt mich schon sehr lange. Genauer gesprochen eigentlich seit 2006 oder 2007. Nämlich in dem Moment, wo &#039;&#039;Frank Teichmann&#039;&#039;, der lange hier ja für uns tätig war, über die Schwelle gegangen ist und kurz vor seinem Tod eben hier in diesem Saal noch einen Vortrag, einen letzten Vortrag hielt, in dem er wie testamentarisch eben auf dieses Rosenkreuzertum auch noch einmal zu sprechen kam. Ich werde das im Laufe dieses Abends auch noch einmal weiter vertiefen. Aber ihm verdanke ich letztlich eigentlich meine Beschäftigung mit diesem Thema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe dann 2007 eben nach seinem Tod zunächst sein eigenes hinterlassenes Werk noch veröffentlicht: „Goethe und die Rosenkreuzer” - das waren sechs Vorträge, die er hier gehalten hatte, bei einem Wochenende, die wir aufgenommen hatten, die aber noch nicht verschriftlicht waren zu dem Zeitpunkt seines Todes. Die haben dann Brigitte Teichmann und ich anschließend herausgebracht. Und gleichzeitig habe ich im Rudolf-Steiner-Verlag eben ein Buch über Anthroposophie und Rosenkreuzertum, das Sie auch draußen am Büchertisch finden, herausgegeben, in dem sehr zentrale Aussagen Rudolf Steiners zu diesem Thema veröffentlicht sind, auf die ich heute im Laufe des Abends eben auch zu sprechen kommen werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Teichmann, Frank]]    [[Goethe]]    [[Rosenkreuzer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] sein eigenes hinterlassenes Werk noch veröffentlicht: „Goethe und die Rosenkreuzer” [Frank Teichmann] - das waren sechs Vorträge, die er hier gehalten hatte […]“ | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:26&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Welche Beziehung haben Rudolf Steiner und die Anthroposophie eigentlich zu Stuttgart? 00:02:05 ===&lt;br /&gt;
Eine Fragestellung, die mich dann weiterhin immer wieder begleitet hat und die auch zu einer weiteren Publikation geführt hat in dem Jubiläumsjahr 2011, also zu dem 150. Geburtstag Rudolf Steiners. Da trat an mich die Frage heran, ja welche Beziehung hat Rudolf Steiner und die Anthroposophie eigentlich zu Stuttgart? Und warum haben wir es hier an diesem Ort oder, wenn man so will, auch in diesem Land Baden-Württemberg, warum haben wir da mit so einer sehr starken Anhäufung anthroposophischer Initiativen es zu tun? Was hat das mit Stuttgart zu tun? Und ich habe damals in diesem Buch &#039;&#039;„Rudolf Steiner in Stuttgart”&#039;&#039; versucht, da eine Antwort zu geben, bin aber auf die Zusammenhänge, die ich jetzt heute erwähnen werde und darstellen werde, damals noch nicht eingegangen, weil mir das auch in dem Rahmen noch nicht wirklich alles deutlich vor Augen stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Charakteristische für die Anthroposophie ist nicht ein theoretisches Lehrgebäude, sondern ihr Hineinwirken ins Praktische 00:03:05 ===&lt;br /&gt;
Aber wenn Sie das ausdehnen, diese Fragestellung - wie ist das geografisch und historisch? An welchen Orten hat sich die anthroposophische Bewegung besonders stark sozusagen etablieren können oder ist sie fruchtbar geworden? Und da kommt man natürlich zunächst auf diesen württembergischen Raum rund um Stuttgart. Auch andere Territorien in Deutschland wird man da finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn man ins Ausland geht, wird man zunächst in die Niederlande geführt, nach Holland, wo die Anthroposophie sich schon sehr, sehr früh etablieren konnte und eben bis heute auch wirklich sehr stark wirksam geworden ist in allen ihren Gebieten. Denn das ist eben das Charakteristische für die Anthroposophie, dass es eben nicht, wie andere Religionen oder Weltanschauungen, nur ein theoretisches oder, wenn man so will, Lehrgebäude ist, sondern dass die Anthroposophie überall, wo sie eben wirksam geworden ist, immer ins Praktische hinein gewirkt hat. Und das unterscheidet sie sowohl von anderen religiösen Bewegungen, wie etwa eben dem katholischen oder protestantischen Christentum oder dem Buddhismus oder dem Islam oder auch was auch immer an religiösen Bewegungen es sein mögen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine dieser ganzen Bewegungen hat eine eigenständige Medizin, eine eigenständige Pädagogik, eine eigenständige Landwirtschaft oder Heilpädagogik oder sozialwissenschaftliche Lehre entwickelt. Das zeichnet die Anthroposophie aus und das unterscheidet sie auch von allen esoterischen Bewegungen, in welcher Richtung auch immer, die sich entwickelt haben mögen. Aber keine von diesen heutigen sogenannten esoterischen Lehren verfügt über eben praktische Auswirkungen in allen diesen genannten Gebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die besondere Verbreitung der Anthroposophie in den Niederlanden, im südwestdeutschen und englischen Raum, sowie in Skandinavien 00:05:16 ===&lt;br /&gt;
Und das zeichnet eben die Anthroposophie aus und in dieser Weise hat sie sich eben neben eben diesem südwestdeutschen Raum vor allem in den Niederlanden ausgebreitet, dann auch deutlich im englischsprachigen, im englischen Raum und in Skandinavien. Und zunächst, wenn man jetzt äußerlich hinschaut, wird man da zunächst eine Übereinstimmung finden mit dem Protestantismus und besonders dem Calvinismus oder anderen strengeren, pietistisch ausgerichteten protestantischen Strömungen. Das ist auch für hier, für den württembergischen Raum ist das eindeutig, während man umgekehrt in katholischen Ländern, auch in Deutschland selber, in Bayern zum Beispiel, aber insbesondere in Frankreich, eben überhaupt gar nicht diese anthroposophische Bewegung in dieser Weise sich ausbreiten sieht, weder historisch noch gegenwärtig. Eher sogar, könnte man sagen, rückläufig, wenn man auf Frankreich hinblickt, dann wird die Anthroposophie dort nach wie vor oder manchmal auch verstärkt bekämpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das historische Auftreten des Rosenkreuzertums im Stuttgarter Raum im Kreis um Johann Valentin Andreae 00:06:32 ===&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieses Phänomen, was ich jetzt historisch-geografisch hier beschreibe, das hat einen ganz konkreten Hintergrund, auf den ich jetzt eben zu sprechen kommen möchte. Weil man nämlich feststellt, wenn man sich mit diesen geografischen und historischen Zeiträumen beschäftigt, um die es hier geht, dass an all diesen genannten Orten, also insbesondere eben in dem württembergischen Raum, aber eben auch in den Niederlanden, in England vor allem, dass sich dort eben historisch gesehen das Rosenkreuzertum tatsächlich ausgebreitet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass es ursprünglich ja hier aus diesem Stuttgarter Raum von hier aus ausgegangen ist, genauer gesprochen eigentlich von Tübingen, von diesem dortigen Kreis um &#039;&#039;Johann Valentin Andreae&#039;&#039;, der damals aber noch sehr jung war und dessen drei Schriften in den Jahren 1614/15 und 16 ein europaweites Aufsehen erregt haben. Also diese drei Schriften, die „Fama Fraternitatis”, die „&#039;&#039;Confessio”&#039;&#039; und die sogenannte „&#039;&#039;Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreuz&#039;&#039;.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun, wenn man jetzt historisch sich fragt, ja was spielte sich denn ab in dieser Zeit, zum Beginn des 17. Jahrhunderts? Wie konnte eine solche Bewegung, diese rosenkreuzerische Bewegung, die aber weitestgehend unsichtbar blieb … man nannte die Rosenkreuzer eigentlich dann auch „die Unsichtbaren”, weil sie äußerlich im Grunde genommen gar nicht in Erscheinung traten, sondern nur durch diese Schriften, die wiederum dort gedruckt werden durften. Damals gab es ja ein Imprimatur, das von den jeweiligen Landesfürsten erteilt wurde und das waren durchgehend nur protestantische Landesfürsten, wie etwa der Moritz von Hessen-Kassel, wo eben die erste Auflage dieser „Fama Fraternitatis” erschienen war … also in Kassel, und das waren eben wiederum protestantische Landesfürsten. Ähnliches war dann in Straßburg oder auch hier in Württemberg eben auch der Fall. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In den frühen Schriften der Rosenkreuzer ist die Anthroposophie in einer sehr rudimentären Form bereits enthalten. Ihre eigentliche praktische Wirksamkeit blieb im Unsichtbaren 00:08:52 ===&lt;br /&gt;
Und wenn man das historisch sich genauer anschaut, dann bemerkt man, dass diese Fürsten nicht nur protestantisch gesinnt waren, sondern dass sie, wenn man so will, esoterisch gesinnt waren. Und das hing damit zusammen, dass eben dieses Rosenkreuzertum, wenn man sich diese Schriften genauer anguckt, eigentlich etwas proklamierte, was wir tatsächlich 300 Jahre später wiederfinden in der Gestalt der Anthroposophie. Also das, was die Anthroposophie eben auszeichnet, dass sie in allen Lebensgebieten wirksam geworden ist, dass sie ihre Ideen, die im Wesentlichen den Zusammenhang des Makrokosmischen mit dem mikrokosmischen Menschen umfassen, die den Menschen also anbinden an einen kosmologischen Ursprung und ihn in Zusammenhang sehen mit den Phänomenen der Natur, die den Menschen also nicht abtrennen, sondern in Verbindung bringen mit der Natur, mit den Naturreichen und aus diesem Menschenverständnis heraus eben eine neue Medizin, eine neue Pädagogik und eine neue Wissenschaft entwickelt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieses Programm, was, wenn man so will, die heutige oder die Anthroposophie des 20. Jahrhunderts vor allem kennzeichnet, das ist in einer, wenn man so will, sehr frühen und noch sehr rudimentären Form in diesen Schriften der Rosenkreuzer eigentlich enthalten. Und das erweckte zu dieser Zeit eben das Interesse verschiedener Landesfürsten, aber auch anderer wissenschaftlich gesinnter Menschen, dass sie jetzt wissen wollten, wer sind diese Leute, die sowas proklamieren und was haben die eigentlich vor?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es erweckte ein großes Aufsehen, ein großes Interesse, ohne dass aber diejenigen, die das publiziert hatten, jetzt weiter in die Öffentlichkeit traten und sich dafür einsetzten. Sie blieben vielmehr, wie gesagt, im Verborgenen. Sie hatten sich auch als Programm sozusagen vorgenommen, dass sie äußerlich nicht durch irgendwelche Zeichen oder Uniformen oder anderes in Erscheinung treten würden, sondern dass sie im Wesentlichen anonym wirksam werden und vor allem im Bereich der Heilkunst tätig sein wollten. Also als Ärzte, aber ohne sich irgendwie zu outen und sich sozusagen als rosenkreuzerische Ärzte oder irgendwie mit dieser Bewegung in Verbindung zu erklären. Ihre eigentliche praktische Wirksamkeit blieb im Unsichtbaren, blieb anonym. Und auch Valentin Andreae hat sich relativ bald eigentlich von dieser Bewegung äußerlich gesehen abgewendet. Was allerdings den hauptsächlichen Grund hatte darin, dass sofort mit der Veröffentlichung dieser Schriften eine intensive Bekämpfung und Verfolgung seitens der katholischen Kirche und vor allem des Jesuitismus gegen diese Bewegung sich äußerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Viele Parallelen einer kabbalistischen Lehrtafel mit den rosenkreuzerischen Ideen 00:12:24 ===&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konkreter gesprochen haben wir es in Stuttgart zu tun mit einem Fürsten, Friedrich I., der um die Wende des 16. zum 17. Jahrhundert hier in dem Stuttgarter Schloss, in dem alten Schloss, was heute auch noch steht, eben mit seiner Familie lebte, dessen Sohn Johann Friedrich, der ab 1608 in diesem Schloss regierte und der eine Tochter hatte, nämlich Antonia von Württemberg. Die wiederum dadurch bekannt geworden ist, dass sie eine sogenannte kabbalistische Lehrtafel hat gestalten lassen von einem Hofkünstler, einem Künstler, der am Hof des württembergischen Fürsten tätig war und diese sogenannte kabbalistische Lehrtafel dann in Bad Teinach, hier im Schwarzwald, aufstellen ließ, wo sie auch heute noch zu sehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weiter 00:13:26&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man sich damit beschäftigt, mit dieser Kabbala, der sogenannten christlichen Kabbala, einer Art Geheimlehre, eigentlich ursprünglich jüdischer Geheimlehre, dann wird man sehr sehr viele Parallelen entdecken in dieser Lehrtafel und in dieser Kabbala mit den rosenkreuzerischen Ideen, die dadurch dann in der Folge dieser Schriften auch durch die sogenannten Lehrtafeln der Rosenkreuzer bekannt geworden sind. Da sind sehr viele Parallelen. Und die Kabbala ist, wenn man so will, auch nichts anderes als eben der Ausdruck eines Hermetismus, wo eben auch der Zusammenhang des Kosmischen mit dem irdischen Menschen beschrieben wird. Sie ist ja so aufgebaut, diese Zehn Sephiroth, aus denen diese Kabbala besteht, dass das eigentlich wie ein umgekehrter Mensch ist, also ein Mensch, der auf dem Kopf steht, der also nach oben in den Kosmos mit seinen Gliedmaßen hineinwächst. Und interessanterweise sind auf dieser Kabbala eben viele Persönlichkeiten abgebildet, die einerseits biblische, meist alttestamentarische Gestalten darstellen, gleichzeitig aber auch Zeitgenossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so findet man also auch den Lehrer Antonias von Württemberg, nämlich Johann Valentin Andreae, auf dieser Lehrtafel abgebildet. Wodurch eben deutlich wird, dass er eben in dem Umfeld dieses württembergischen Fürstenhofes tätig war und eben diese rosenkreuzerischen Ideen dort auch direkt weiter vermittelt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kabbala]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] dieser Kabbala, der sogenannten christlichen Kabbala, einer Art Geheimlehre, eigentlich ursprünglich jüdischer Geheimlehre“ | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:12:24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Johann Valentin Andreae]]    [[Rosenkreuzer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] so findet man also auch den Lehrer Antonias von Württemberg, nämlich Johann Valentin Andreae, auf dieser Lehrtafel abgebildet […] er eben in dem Umfeld dieses württembergischen Fürstenhofes tätig war und eben diese rosenkreuzerischen Ideen dort auch direkt weiter vermittelt hat.“ | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:12:24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rosenkreuzerische Bestrebungen am alchemistischen Hof von Friedrich V. in Heidelberg und die „Bibliotheca Palatina“ 00:15:14 ===&lt;br /&gt;
Ein weiterer Schwerpunkt oder das weitere Zentrum des rosenkreuzerischen und auch alchemistischen Wirkens war das Heidelberger Schloss von Friedrich V. von der Pfalz. Dieser Fürst, der in Heidelberg dieses Schloss errichtet hatte und dazu eben alchemistische sogenannte Wunderkammern und auch einen Garten, der damals auch bekannt war wegen seiner vielen Heilkräuter und auch eine große Bibliothek, die &#039;&#039;Bibliotheca Palatina&#039;&#039;, die in diesem Schloss sich befand. All das gab sozusagen den Ruf eines alchemistischen Hofes oder einer alchemistischen Herrschaft, die dort sozusagen in der Pfalz sich angesiedelt hatte und die dadurch dann politisch an Bedeutung gewann, dass Friedrich V. von der Pfalz durch Christian von Anhalt, einen weiteren Fürsten aus diesem Umkreis, der mit diesen Rosenkreuzer-Schriften in Verbindung sich stehen sah, dass er also durch diesen Christian von Anhalt und andere deutsche Fürsten zum König von Böhmen ernannt worden war und dann eben nach Prag übersiedelt war - 1619. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was allerdings in der Folge dazu führte, dass er zu einem Winterkönig wurde. Das heißt, er war nur einen Winter lang, nämlich 1619 bis 1620 war er dort in Prag böhmischer König und wurde dann vertrieben von dort durch eben die katholischen Truppen. Denn es hatte 1618 ja bereits, wie bekannt, der Dreißigjährige Krieg begonnen, der eben eine Art gegenreformatorische Offensive war gegen diese sich ausbreitenden, aus dem Protestantismus eigentlich herrührenden, rosenkreuzerischen Bestrebungen, die durch Friedrich von der Pfalz jetzt politisch an Bedeutung zu gewinnen schienen. Und das wurde dann eben hintertrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sephiroth]]   Kabbala&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Sie ist ja so aufgebaut, diese 10 Sephiroth, aus denen diese Kabbala besteht, dass das eigentlich wie ein umgekehrter Mensch ist, also ein Mensch, der auf dem Kopf steht, der also nach oben in den Kosmos mit seinen Gliedmaßen hineinwächst“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das historischen Auftreten des Rosenkreuzertums und das rosenkreuzerische Erbe in Amsterdam und im „Lectorium Rosicrucianum“ 00:17:27 ===&lt;br /&gt;
Die ganze rosenkreuzerische Bewegung musste flüchten. Viele ihrer Anhänger sind dann eben in die Niederlande geflüchtet, wo sie dann aufgrund des protestantischen und calvinistischen Hintergrundes der Niederlande, die sich ja gegen Spanien gewehrt und diese katholische Herrschaft abgeschüttelt hatten - also in diesen freien Niederlanden - dort fanden die Flüchtenden vor eben der Gegenreformation und den Kriegern, im Dreißigjährigen Krieg Flüchtenden, fanden dort Aufnahme und konnten dort unterkommen. Dieses rosenkreuzerische Erbe zeigt sich bis heute noch in Amsterdam zum Beispiel dadurch, dass die größte Bibliothek mit alchemistisch-hermetischen und rosenkreuzerischen Schriften aus dieser Zeit und später sich eben dort in Amsterdam befindet, die „Bibliotheca Hermetica“ von Herrn &#039;&#039;Joost Ritman&#039;&#039; und gleichzeitig seit dem 20. Jahrhundert das sogenannte Lectorium Rosicrucianum seinen Ausgang genommen hat.  Also eine Bewegung, die sich auf diese Rosenkreuzer bezieht und die auch heute noch tätig ist, auch hier in Stuttgart tätig ist - Lectorium Rosicrucianum aus Holland. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also sieht man, dass dort eben, wenn man so will, eine Art Refugium gewesen ist für die Vertriebenen, die sich also flüchten mussten aus Deutschland. Und dass gleichzeitig aber in Frankreich eine Art Gegenbewegung, eine Art Verfolgung der Rosenkreuzer einsetzte. Interessanterweise im Umkreis von René Descartes, der sozusagen der Gegenspieler wurde, obwohl er ursprünglich noch als junger Mann eben 1619 nach Deutschland gekommen war, um diese Rosenkreuzer zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also er interessierte sich für die, wie auch viele andere übrigens, Isaac Newton zum Beispiel gehörte auch zu denen, die sich mit diesen englischen Rosenkreuzer-Schriften beschäftigten, von Robert Fludd und John Dee. Das waren zwei englische Rosenkreuzer, die im Umfeld des englischen Königs Jakob I. und seiner Mutter Elisabeth I., also in dieser sogenannten elisabethanischen englischen Gesellschaft, die immer wieder mit dem Rosenkreuzertum in Verbindung gesehen wurde, bis hin auch zu William Shakespeare. Also an dem englischen Hof war das durchaus auch verbreitet und es war auch charakteristisch, dass die Tochter Jakobs I., ebenfalls Elisabeth genannt, dass die mit eben jenem Friedrich von der Pfalz verheiratet wurde und diese Hochzeit auf diesem Heidelberger Schloss ein sehr sehr großes Aufsehen erregte. Das hat damals sozusagen die Regenbogenpresse gefüllt, was alles mit dieser Hochzeit verbunden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und interessanterweise findet man vieles, was mit dieser Hochzeit in Verbindung stand, bis hin auch zu diesem Heidelberger Schloss dann wieder in der Chymischen Hochzeit, die Johann Valentin Andreae verfasst hatte und die 1616 veröffentlicht wurde. Es gab von dieser Chymischen Hochzeit schon eine sehr frühe Jugendschrift, die Johann Valentin Andreae dann später eben umarbeitete, zu dem Buch eben die Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreuz. Ich komme darauf auch später nochmal zurück. Auf jeden Fall taucht da dieser Hintergrund dieser königlichen Hochzeit von eben Friedrich V. von der Pfalz mit dieser Elisabeth von England. Das machte also einen großen Eindruck und das ist sozusagen der äußere Hintergrund, sozusagen die Kulisse für das, was in der Chymischen Hochzeit da beschrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, soviel vielleicht zunächst einmal zu diesem historischen Auftreten des Rosenkreuzertums. Wenn jemand sich damit genauer noch beschäftigen will, historisch gesehen, weil das noch viel weitere Kreise gezogen hat, kann ich nur wärmstens empfehlen Frances A. Yates&#039; Aufklärung im Zeichen des Rosenkreuzes. So heißt dieses Buch, was leider schon lange vergriffen ist, nur noch in Bibliotheken zu finden. Aber da findet man im Grunde genommen alle historischen Zusammenhänge sehr, sehr gut beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rosenkreuzer]]    Lectorium Rosicrucianum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„seit dem 20. Jahrhundert das sogenannte Lectorium Rosicrucianum seinen Ausgang genommen hat. Also eine Bewegung, die sich auf diese Rosenkreuzer bezieht und die auch heute noch tätig ist, auch hier in Stuttgart tätig ist - Lectorium Rosicrucianum aus Holland“ | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Anthroposophie hat in Italien deutlich stärker Fuß gefasst als in Frankreich, wo sie aufgrund der cartesianischen Philosophie stark verfolgt wurde 00:22:30 ===&lt;br /&gt;
Ein weiterer Zusammenhang, auf den ich im Zusammenhang noch mit der Kabbala zu sprechen kommen will; Woher stammten diese kabbalistischen Lehren, die also die Tochter des württembergischen Fürsten Johann Friedrich, Antonia … wie kam sie und wie kamen andere in die Kenntnis dieser Kabbala, die ja zunächst hebräisch natürlich verfasst war?Da spielte schon vorher im 16. Jahrhundert eine große Rolle &#039;&#039;Johannes Reuchlin&#039;&#039;, auch ein reformatorisch-protestantisch gesinnter Gelehrter hier aus dem württembergischen Raum, der eine Grammatik der hebräischen Sprache veröffentlicht hatte und sozusagen dafür sorgte, dass Hebräisch wieder gelehrt werden und dann eben auch verstanden werden konnte. Also er sorgte für diese Kenntniss.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auch andere, die sich nach Italien begeben hatten, hatten also von diesen kabbalistischen Schriften Kenntnis genommen. Die waren nach Italien dadurch gelangt, dass die jüdischen Gelehrten in Spanien vertrieben worden waren und dann nach Italien geflüchtet waren. Und dort fanden sie Aufnahme, nämlich in dem Umkreis der Platonischen Akademie in Florenz und bei den Renaissance-Humanisten Italiens, die sich sehr für diese Kabbala interessierten und darin sozusagen etwas erblickten, mit dem sie sich eben intensiv beschäftigten. Und das führte sozusagen zu dieser Umformung der kabbalistischen Lehren zu der sogenannten christlichen Kabbala. Das geschah also in dem Umfeld dieses italienischen Renaissance-Humanismus und gelangte von dort dann eben auch nach Deutschland, eben auch nach Württemberg, hier an den Stuttgarter Fürstenhof. Von daher ist es auch nicht ganz von der Hand zu weisen, dass die Anthroposophie in Italien doch deutlich stärker Fuß gefasst hat als beispielsweise in Frankreich, wo sie eben in der Folge der cartesianischen Philosophie dann stark verfolgt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Descartes als Verbündeter der jesuitischen Hexenjagd gegen den Rosenkreuzer-Impuls in Frankreich 00:24:53 ===&lt;br /&gt;
Descartes, nachdem er aus Deutschland zurückkam, weil er sich nämlich dann doch beteiligt hatte an diesem Feldzug gegen diesen Friedrich von der Pfalz da in Prag, der da gestürzt wurde, also dieser Winterkönig. Bei diesem Feldzug war Descartes dabei und hatte eben mit diesen jesuitischen Truppen sich nach Prag begeben. Er hatte selber eine jesuitische Ausbildung durchlaufen, war dann aber längere Zeit sozusagen auf der Suche und fragte sich, was ist das mit diesem Rosenkreuzertum, wie auch andere, wie gesagt, hat sich dann aber gegen diesen Rosenkreuzer-Impuls gewendet, wurde dann bei seiner Rückkehr in Paris sogar verdächtigt, einer dieser Unsichtbaren zu sein, was er widerlegen konnte, dadurch, dass er sich zeigt und sagt, ja schaut her, ich bin nicht unsichtbar. Gleichzeitig setzte aber so eine Art Hexenjagd sozusagen auf das Rosenkreuzertum ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab also Verfolgungen und Hexen- oder Ketzerprozesse, wodurch gerade in Frankreich eben die stärkste Gegnerschaft dann sich entwickelte und wenn man so will auch die Philosophie, die René Descartes dann entwickelt hat, eigentlich diesen Grundsätzen, wenn man so will, der rosenkreuzerischen Lehre, nämlich des Zusammenhangs des Menschen mit dem Kosmos, mit der Natur, dass Descartes eben genau das Gegenteil proklamiert, nämlich eine Trennung, eine Spaltung zwischen Subjekt und Objekt, zwischen Intellekt und äußerer Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Descartes|Descarte]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;s    Rosenkreuzer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] gerade in Frankreich […] die stärkste Gegnerschaft […] die René Descartes dann entwickelt hat […] rosenkreuzerischen Lehre, nämlich des Zusammenhangs des Menschen mit dem Kosmos, mit der Natur, dass Descartes eben genau das Gegenteil proklamiert, nämlich eine Trennung […] , zwischen Intellekt und äußerer Natur”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:24:53   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In England war Francis Bacon ein Gegner der Rosenkreuzer 00:26:35 ===&lt;br /&gt;
In England waren es, wie gesagt, auch Wissenschaftler wie Isaac Newton, die sich für das Rosenkreuzertum und deren Ideen auch im Zusammenhang mit der Alchemie interessierten und das hing einfach damit zusammen, dass die Naturwissenschaften ja noch ganz am Anfang waren, zum Beginn dieses 17. Jahrhunderts, noch keine, wenn man so will, materialistische Naturwissenschaft sich wirklich ausgebildet hatte. Das begann eigentlich erst durch einen weiteren Gegner dieser Rosenkreuzer, nämlich Francis Bacon, der in dieser Zeit seine grundlegenden Schriften eben auch veröffentlichte. Aber für viele war das eben noch nicht ausgemacht, in welche Richtung würde sich die Naturwissenschaft denn entwickeln. Und da waren diese Ideen, die ja sehr skizzenhaft waren, die in diesen Schriften, die da 1614 bis 16 erschienen waren, zum Ausdruck kamen und auch weiteren Schriften dieser englischen Rosenkreuzer, das irgendwie erschien als eine ganz andere Perspektive, die zu dieser Zeit eben noch nicht festgelegt war, sich dann aber auch in England durch die Royal Society immer mehr doch verfestigte, wodurch dann eben andere Anschauungen sofort in Verdacht kamen, eben nicht christlich oder ketzerisch oder was auch immer zu sein, sodass das dann sehr, sehr bald von der Bildfläche verschwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Christian Rosenkreutz als historische Persönlichkeit in der Esoterikforschung 00:28:07 ===&lt;br /&gt;
Und erst in jüngster Zeit, eigentlich jetzt auch wiederum von Holland ausgehend, fangen die universitären Wissenschaften an, sich jetzt mit diesen esoterischen Bewegungen doch intensiver zu beschäftigen. Die sogenannte Esoterikforschung, die eben auch von Amsterdam ausgegangen ist und die heute auch in Deutschland über einige Lehrstühle verfügt, in diesem Kontext beschäftigt man sich eben auch wieder mit diesen rosenkreuzerischen Lehren, auch mit der Gestalt des Christian Rosenkreutzselber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wodurch wir jetzt sozusagen auf das Zentrum der ganzen Thematik zu sprechen kommen, nämlich auf den Begründer dieser rosenkreuzerischen Bewegung, der ja in dieser &#039;&#039;Fama Fraternitatis&#039;&#039; auch biografisch genauer umschrieben wird, als eben der sogenannte Bruder Christian Rosenkreuz. Interessanterweise haben wir da jetzt seit dieser Woche endlich das Buch von &#039;&#039;Ronald Templeton&#039;&#039;, mit dem wir ja hier im Februar auch ein Tagesseminar veranstaltet haben - „&#039;&#039;Die Lebensreise des Christian Rosencreutz”&#039;&#039; vorliegen, auch draußen am Büchertisch erhältlich. Weil interessanterweise in allen Zusammenhängen, wo auch heute noch über Christian Rosenkreutz gesprochen wird, also auch bei dem „Lectorium Rosicrucianum”, aber insbesondere in der sogenannten Esoterikforschung, eigentlich nirgends davon ausgegangen wird, dass Christian Rosenkreutz tatsächlich gelebt hat, dass das also eine historische Persönlichkeit gewesen ist, so wie es in der &#039;&#039;Fama Fraternitatis&#039;&#039; dargestellt und eben auch von Rudolf Steiner dann ganz deutlich beschrieben worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überall, in allen anderen Zusammenhängen, die man auch heute noch hat, wird diese Gestalt als eine mythologische oder symbolische beschrieben. Also nicht historische Persönlichkeit, sondern insbesondere auch die Chymische Hochzeit, auch sein gesamter Lebensgang - alles, was über ihn erzählt wird, wird als etwas Symbolisches erlebt, als etwas, was sozusagen wie ein Urbild sein könne für eine esoterische Entwicklung, aber nicht eine historische Biografie beschreiben würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ronald Templeton rekonstruiert in seiner Bildungsbiografie über Christian Rosenkreutz, dass dieser auf seinen Reisen im 14.Jh. an verschiedenen Bildungsstätten das Wissen, die Geheimnisse und Mysterien des Orients studiert hatte 00:30:44 ===&lt;br /&gt;
Und nun hat Ronald Templeton interessanterweise auf dem Hintergrund eben immer wieder dieser immer wieder auftauchenden, wenn man so will, in Fragestellung der Historizität des Christian Rosenkreutz versucht, die Biografie, so wie sie in der Fama und auch von Rudolf Steiner beschrieben wird, diese Biografie zu rekonstruieren und eben als historisch nachzuweisen. Und das ist ihm dadurch gelungen, dass er den ja in der Fama und auch durch Rudolf Steiner sehr ausführlichen Bildungsgang, also die Bildungsbiografie des Christian Rosenkreuz, dass er die genauer untersucht hat. Und die Orte, an denen Christian Rosenkreutz gewesen sein soll, laut Fama und auch laut Rudolf Steiner, dass er diese Orte jetzt genauer untersucht hat im Hinblick auf die Lehrstätten bzw. Universitäten, die es dort gegeben haben soll, an denen sozusagen Christian Rosenkreutz seine Ausbildung erhalten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun zeigt sich, dass es dazu wirklich ausreichend historisches Material und Dokumente gibt, die genauestens nachweisen, in welcher Form welcher Unterricht dort stattgefunden hat an diesen verschiedenen Städten, die ich jetzt nicht im Detail beschreiben kann, das kann man alles nachlesen in dem neuen Buch vom Templeton. Dabei zeigt sich aber, dass tatsächlich an allen Orten, die da in der Fama erwähnt werden, dass es da tatsächlich Unterricht und Lehrstätten gegeben hat, meistens mit islamischem Hintergrund, aber eben esoterischem Islam. Wenn man so will, das Wissen des Orients, die Geheimnisse, die Mysterien des Orients, die an diesen Hochschulen, an denen eben auch Christian Rosenkreutzgelebt hat und Unterricht bezogen hat, dass es dort tatsächlich solche Schulen gab, bis dahin, dass man auch Details über die Art von Unterricht und die Inhalte, die da unterrichtet wurden, auch finden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sodass also diese Bildungsbiografie bis in Details hinein tatsächlich historisch rekonstruierbar ist. Wodurch eben deutlich wird, dass die Autoren dieser Schriften eben nicht eine symbolische Erfindung einer Bildungsbiografie dahingestellt haben, sondern dass sie tatsächlich einen Bildungsgang und diese Reisen beschrieben haben, die mindestens zu der Zeit, in der sie eben stattgefunden haben sollen, nämlich im 14. Jahrhundert. Dass die tatsächlich so im Detail stattgefunden haben können und dass eigentlich kein Grund besteht, anzunehmen, dass das nun alles erfunden sei, wenn die ganzen historischen zugrunde liegenden Fakten eben alle nachweislich so gewesen sind, wie sie dort in dieser Bildungsbiografie der Fama beschrieben worden sind. Also das ist eine ausgezeichnete Leistung von Ronald Templeton, dass er diesen historischen Hintergrund jetzt mal wirklich festmachen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Christian Rosenkreutz]]    [[Fama Fraternitatis]]    Rudolf Steiner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] dass Christian Rosenkreutz tatsächlich gelebt hat, dass das also eine historische Persönlichkeit gewesen ist, so wie es in der Fama Fraternitatis dargestellt und eben auch von Rudolf Steiner dann ganz deutlich beschrieben worden ist.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:28:07   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Goethe und die Spuren des Rosenkreuzertums 00:34:08 ===&lt;br /&gt;
Und das kann man jetzt, wenn man das jetzt geschichtlich weiter verfolgt, weil das Rosenkreuzertum äußerlich dann eben mit Beginn des 30-jährigen Krieges verschwindet von der Bildfläche. Das taucht wirklich nur sehr kurz auf, eben zwischen 1614 und 1619, bis dann dieser Winterkönig gestürzt wird und die Anhänger nach Holland flüchten müssen, sich verbergen müssen. Valentin Andreae sich dann auch praktisch äußerlich abwendet und auch meint mit diesen Jugendschriften eigentlich nichts zu tun gehabt zu haben. Also in der Folge des 30-jährigen Krieges und dieser Verfolgung des Rosenkreuzertums distanziert er sich dann später davon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch taucht dieses Rosenkreuzertum dann in einer sehr merkwürdigen, uns aber wohl bekannten Form wieder auf, nämlich in Goethes Leben. Bei Goethe kann man eben ganz deutlich die Spuren des Rosenkreuzertums in seiner Biografie wiederfinden. Das hat eben Frank Teichmann in dem besagten Buch &#039;&#039;„Goethe und die Rosenkreuzer&#039;&#039;“ ja ausführlich dargestellt. Zunächst dadurch, dass er 19-jährig schwer erkrankt, an einer lebensgefährlichen Erkrankung, und dann durch eben einen rosenkreuzerischen Arzt gerettet wird, der ein Fluidum, ein Salz ihm verabreicht, das ihm dann das Leben rettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der dann später bei seiner Harzreise eine Art rosenkreuzerische Einweihung erlebt, die in anderer Gestalt von Rudolf Steiner dann später beschrieben worden ist in den Vorträgen mit Mysterienstätten des Mittelalters. Da gibt es zwei Vorträge, in denen Rudolf Steiner von einer sogenannten „rosenkreuzerischen Einweihung“ spricht, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie durch eine Begegnung auf einem Berg und eine andere Begegnung in einem Berg stattfindet. Also zwei Stufen, auf einem Berg und in einem Berg. Und Steiner weist nur darauf hin im Zusammenhang dieser Vorträge, dass sich diese Einweihung später immer wieder in einer gewissen Weise wiederholt hat oder wieder miterlebt worden ist. Und einer derjenigen, die eben diese Einweihung miterlebt oder wiedererlebt haben, war eben Goethe, dem eben genau das wiederfuhr, dass er da in einem Bergwerk, nämlich im Harz, eine bestimmte Begegnung erlebte und dann anschließend eben auch auf dem Berg, nämlich auf diesem Brocken bei der Besteigung dieses Berges, worüber er seiner Freundin Frau von Stein eben in Briefen berichtet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Kontext ist es auch interessant, dass Goethe der Frau von Stein auch schreibt, dass er die Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreutz gelesen habe und dann sagt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Christian Rosenkreutz, Hochzeit habe ich hinaus gelesen. Es gibt ein schön Märchen zur guten Stunde zu erzählen, wenn es wiedergeboren wird. In seiner alten Haut ist es nicht zu genießen.&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;1786 schreibt das Goethe. Also er fand vor allem diese zum Teil ja blutigen Bilder in dieser Chymischen Hochzeit nicht zu genießen und bringt dann 1795 eben sein Märchen, das Goethe-Märchen, als das, was er nennt „die Wiedergeburt dieser Chymischen Hochzeit.“ Das Goethe-Märchen hat ganz eindeutig diesen Hintergrund, bis auch dahin, dass diese Brücke, von der da die Rede ist, im Zusammenhang mit der Heidelberger Brücke steht, die auch heute noch in Heidelberg zu sehen ist. Also da auch taucht Heidelberg am Rande wieder auf. Und auch Rudolf Steiner weist auf diesen Kontext eben hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zweiter Text von Goethe ist natürlich das berühmte Fragment „Die Geheimnisse“, wo sich herausstellt, dass Goethe da etwas beschreibt, was später Rudolf Steiner dann rekonstruiert hat, als die eigentliche Einweihung des Christian Rosenkreuz. Steiner macht das so fest, das werde ich gleich noch etwas genauer beschreiben, dass sich diese eigentliche Einweihung im 13. Jahrhundert vollzogen hat, wo diese Persönlichkeit noch nicht Christian Rosenkreutzhieß, wo sie auch nicht so sehr lange lebte, wo sich aber dieser Umkreis, dieser 12. und dieser 13., der er eben gewesen ist, wo sich diese Gestaltung wiederfindet in einer sehr besonderen Konstellation, die ich gleich noch ausführlicher darstellen möchte. Auf jeden Fall so Steiner hat Goethe sozusagen da etwas beschrieben in diesem Text, Die Geheimnisse, was sich historisch gesehen im Zusammenhang mit dieser ursprünglichen Einweihung des Christian Rosenkreutzim 13. Jahrhundert tatsächlich ereignet hatte. So sehen wir also in Goethes Leben sozusagen Spuren des Rosenkreuzertums wieder aufscheinen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Goethe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Bei Goethe kann man eben ganz deutlich die Spuren des Rosenkreuzertums in seiner Biografie wiederfinden. Das hat eben Frank Teichmann in dem besagten Buch &#039;&#039;„Goethe und die Rosenkreuzer&#039;&#039;“ ja ausführlich dargestellt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christian Rosenkreutz   Einweihung    Rudolf Steiner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text von Goethe ist natürlich das berühmte Fragment „Die Geheimnisse“, wo sich herausstellt, dass Goethe da etwas beschreibt, was später Rudolf Steiner dann rekonstruiert hat, als die eigentliche Einweihung des Christian Rosenkreutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:34:08   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Mysteriendrama und der Aspekt der Kraft 00:39:40 ===&lt;br /&gt;
Und nun ist es so, dass ja eben Rudolf Steiner sich nicht umsonst ganz wesentlich bei der Begründung der Anthroposophie in vielen Punkten, sowohl naturwissenschaftlich wie auch vor allem von der künstlerischen Seite her, an Goethe anschließt. Und einer dieser Anschlusspunkte ist eben das erste Mysteriendrama, das ja zunächst eigentlich das goethesche Märchen auf die Bühne bringen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben also eine mehrfache Metamorphose. „Chymische Hochzeit“ von Valentin Andreae mit Christian Rosenkreutz im Zentrum, durch Goethe in das Märchen metamorphosiert - und durch Rudolf Steiner in sein erstes Mysteriendrama, das ja untertitelt wird mit „Ein Rosenkreuzer Mysterium“. Und das Siegel, was wir da haben von diesem ersten Drama, hat eben diese drei Rosenkreuzer-Worte zum Inhalt. Also :&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ex Deo Nascimur, In Christo Morimur, Per Spiritum Sanctum Reviviscimus&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;das steht auf diesem Siegel des ersten Dramas. Wieso ist das ein Rosenkreuzer Mysterium? Zum einen haben wir sozusagen die historische Wurzel, die historischen Vorläufer, die aber nur ganz im Verborgenen jetzt da wieder auftauchen. Aber ein wesentlicher Aspekt, den ich jetzt hervorheben will und der für Rudolf Steiner sozusagen dann zentral wird, das ist der Aspekt der Kraft. Also das, was da umschrieben wird mit Kräften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hier weiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hatte ja am Anfang gesagt, die anthroposophische Bewegung zeichnet sich dadurch aus, dass es nicht eine Weltanschauung, eine Lehre, eine religiöse Anschauung, eine esoterische Lehre allein ist, sondern dass alle diese Ideen, dass die sich praktisch auswirken, dass die also, wenn man so will, Kraft haben, dass wir es zu tun haben mit einem Kraftorganismus, wenn wir auf die Anthroposophie hinschauen, einem Kraftorganismus, der wie alles Ätherische, was eben Lebenskräfte sind, nicht das Ätherische kann für sich alleine gar nicht existieren, sondern das Ätherische ist immer nur zusammenhängend denkbar oder überhaupt erlebbar mit etwas Physischem, was von diesem Ätherischen gestaltet und verlebendigt wird. Ein Ätherisches für sich gibt es gar nicht. Ein Ätherisches kann immer nur im Zusammenhang mit Physischem überhaupt beobachtet werden. So wie der Ätherleib eben einen physischen Leib gestaltet, gestalten eben diese Kräfte das Lebendige und, wenn man so will, unser Leben. Weshalb Rudolf Steiner auch darauf aufmerksam macht, dass er sagt, unsere Gedanken- und Vorstellungskräfte und alles, was wir sozusagen an Kultur hervorbringen, das sind umgewandelte Lebenskräfte. Wir denken mit denselben Kräften, mit denen wir wachsen. Das sind dieselben Kräfte, die sich nur umwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und mit diesem Kraftaspekt haben wir es sozusagen zu tun, wenn wir von der Anthroposophie sprechen. Und natürlich muss man sich fragen, woher kommen jetzt diese Kräfte? In dem Mysteriendrama taucht das an verschiedenen Stellen in dem ersten Bild schon auf, dass eben der Capesius, der ein Gedankenmensch ist, ein Professor ist, dass der etwas ganz Besonderes in diesem anthroposophischen Zusammenhang bemerkt. Er sagt, was hier jedoch sich zeigt, gibt viel zu denken Menschen meiner Art. Erklärlich schien uns solche Wirkung, wo überhitzter Sektengeist die Seelen nur betörend sich über Menschen gießt. Doch hier ist nichts von solchem Geist zu sehen. Man will nur durch Vernunft zur Seele sprechen. Und doch, man schafft durch Worte echte Lebenskräfte und spricht zum tiefsten Herzensgrund. Und selbst des Wollens Reich ergreift das Sonderbare etwas, das jenen, die gleich mir in alten Bahnen wandeln, als blasses Denken nur erscheinen will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Capesius fällt auf, dass in diesem Zusammenhang des Benedictus und der Maria, dass diese Worte, die da gesprochen oder auch studiert werden, dass das Lebenskräfte sind, dass sie Kraft haben. Und das kommt dann auch noch zum Ausdruck an der Stelle, wo die andere Maria auftaucht. Auch noch in diesem ersten Bild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagt nämlich, ich muss stets neue Kraft mir holen aus dem Reichtum, der hier aus Geistesquellen fließt. Die warme Zauberkraft der Worte, die hier ich höre, ergießt in meine Hände sich und fließt wie Balsam weiter, berührt die Hand den Leidbeladenen, sie wandelt sich auf meinen Lippen in rechte Trostesrede für schmerzdurchwühlte Herzen. Ich frage nach der Worte Ursprung nicht, ich schaue ihre Wahrheit. Wenn lebend, leben sie mir Spenden. Das sagt jetzt diese andere Maria.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Maria sagt dann noch, um das zu erklären, doch unsere Freundin hat erschöpft des Lebens beste Kräfte durch ihre Arbeitsüberfülle und aller Lebensmut war ihr genommen durch schweren Schicksalsdruck, den sie erfahren, die Kräfte hatte sie geopfert, der Kinder sorglich Leitung, der Mut war hingesunken, als ihr ein früher Tod den teuren Gatten nahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst ist diese andere Maria sozusagen zusammengebrochen, hatte keine Kräfte mehr, sie war am Ende, ein Burnout würde man das heute nennen. Ihr Mann ist durch einen frühen Tod gestorben, sie hatte alles sozusagen der Erziehung der Kinder gewidmet und war jetzt kräftemäßig am Ende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da brachten Schicksalsmächte sie in unserer Geistes leere Bann &#039;&#039;[?]&#039;&#039; und ihre Lebenskräfte erblühten noch zum zweiten Mal. Nicht so, dass sie dann eben jetzt sagt, ich muss stets neue Kraft mir holen aus dem Reichtum, der hier aus Geistesquellen fließt. Die warme Zauberkraft der Worte, die hier ich höre, ergießt in meine Hände sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also sie schreibt jetzt ihre Wirksamkeit und ihr neues Leben den Worten zu, die sie jetzt da hört, in diesem Rosenkreuzer-Tempel eigentlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goethe [[Mysteriendramen von Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] das erste Mysteriendrama, das ja zunächst eigentlich das goethesche Märchen auf die Bühne bringen sollte […] das ja untertitelt wird mit „Ein Rosenkreuzer Mysterium“.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der unsterbliche Ätherleib als Kraftquelle 00:47:29 ===&lt;br /&gt;
Und nun, wenn man bei Rudolf Steiner jetzt selber nachliest, in seinem Buch »Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?«, dann findet man an ganz zentraler Stelle, ganz am Anfang, genau das eigentlich beschrieben. Nicht, Sie alle kennen ja dieses Buch, das da anfängt mit dem sogenannten »Pfad der Verehrung«. Und diese Verehrung, die da entwickelt wird, die bezeichnet Rudolf Steiner immer so, dass er sagt, daraus schöpft der Mensch Kraft. Wenn er diese Verehrung in der Lage ist zu entwickeln, dann schöpft er daraus Kräfte. Und umgekehrt, wenn er das nicht tut, dann raubt er sich Kräfte. Begegne ich einem Menschen und tadele ich seine Schwächen, so raube ich mir höhere Erkenntniskraft. Suche ich liebevoll mich in seine Vorzüge zu vertiefen, so sammle ich solche Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht, diese Übung, die dann später wieder auftaucht, in verwandelter Form als Positivitätsübung, das ist die Grundübung dieses Buches, die in mehrfacher Form in dem Buch mindestens viermal wieder auftaucht, dass man Kritik zurückhalten soll, dass man kritiklos Worte sich anhören soll, auch wenn sie noch so falsch klingen. Nicht, das, was da am Anfang als das Gefühl der Ehrfurcht beschrieben wird, taucht in verschiedenster Weise wieder auf, dann vor allem als Positivitätsübung. Aber es wird eben gleich am Anfang so beschrieben, dass das eine Kraftübung ist, dass das eine Übung ist, die Kraft verleiht. Und das wird dann noch verstärkt durch den Schluss dieses ersten Kapitels, wo es heißt, jede Idee, die dir nicht zum Ideal wird, ertötet in deiner Seele eine Kraft. Jede Idee, die dir aber zum Ideal wird, erschafft in dir Lebenskräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht, da haben wir wieder diesen Zusammenhang, dass es etwas gibt, was abtötend ist, davon ist auch in dem Mysteriendrama natürlich die Rede, auch in dieser Szene mit dem Geist der Elemente wird das ja deutlich, dass die Gedankenart von Strader und Capesius zunächst in dieser Lebenssphäre, in der ätherischen Welt Gewitter erzeugt und eigentlich Zerstörung hervorruft und dass andererseits die Märchen, die Frau Balde erzählt, in dieser Lebenssphäre des Geistes der Elemente, dass die da heilsam wirken, weshalb die Frau Balde dann auch aufgefordert wird für die Schädigungen, die die beiden Irrlichter eigentlich, also Strader und Capesius in der elementarischen Welt hervorrufen, die also Kräfte rauben oder zerstören, dass die Frau Balde dafür bezahlen muss und da diese Kräfte wieder ausgleicht. Was übrigens der Capesius auch bestätigt, dadurch, dass er sagt, wenn ich erschöpft bin und keine Kraft mehr habe, gehe ich zu der Frau Balde und höre mir die Märchen an, die sie mir erzählt. Und die wiederum bringen ihm neue Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wissen wir auch durch Rudolf Steiner, dass diese Märchen, dass die den Ursprung haben in dem Rosenkreuzertum, dass diese mitteleuropäischen Märchen und auch die Märchen der Frau Balde eigentlich rosenkreuzerische Märchen sind. Aber woher kommt jetzt diese Kraft? Was ist das? Was sozusagen, vor allem wenn man auf Rudolf Steiner selber hinblickt, ja ungeheure schöpferische Kräfte zum Vorschein gebracht hat. Wenn man sich nicht nur sein schriftliches Werk, sondern vor allem sein künstlerisches Werk anschaut und etwa den Seelenkalender sich anschaut, wie der entstanden ist, dann fragt man sich, woher kommt jetzt diese dichterische Fähigkeit, diese enorme Schöpferkraft, die sich in dieser Gesamtkomposition eines Seelenkalenders oder etwa der zwölf Stimmungen dieser kosmologischen Dichtung zum Ausdruck bringt. Woher kommen diese Kräfte, die dann auch den ersten Bau des Goetheanums, also ein architektonisches Werk, zur Erscheinung bringen. Respektive natürlich die vier Mysteriendramen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Woher kommen diese schöpferischen Kräfte? Und da wird man jetzt durch Rudolf Steiner, und damit komme ich langsam zum Abschluss dieser Betrachtungen, da wird man jetzt durch Rudolf Steiner eben aufmerksam gemacht, auf das, was mit diesem Christian Rosenkreutztatsächlich unsterblich verbunden ist. Das macht nämlich Rudolf Steiner, und diese Vorträge können Sie nachlesen, eben hier in diesem Sammelband. Das sind die sogenannten Neuchâteler Vorträge, wo Steiner eben zwei Vorträge gehalten hat, über eben diese okkulte Biografie und diese Einweihung des Christian Rosenkreuz, die eben schon vor dem 14. Jahrhundert, also vor dieser Inkarnation, in der er dann auch diesen Namen erhält, gewesen sein soll. Dass da so ein Kollegium von zwölf Eingeweihten sich eben versammelt hat, um diesen 13. alle Weisheiten, die es bis dahin gegeben hatte, der atlantischen Zeit und der nachatlantischen Zeit, vermittelt haben. Woraufhin dieser Jüngling in einen todesartigen Zustand gekommen sei, bei dem sich aber sozusagen sein Leib wie durchsichtig hätte gezeigt. Und die Folge davon war, dass nach dem Tod dieses Eingeweihten jungen Mannes, dass dessen Ätherleib sich dann eben nicht mehr aufgelöst hat. Steiner nennt ihn dann den unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreuz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieser Ätherleib ist nun eben eine Kraftquelle. Nicht, denn ein ätherischer Leib ist etwas, was Kräfte beinhaltet, die in der Lage sind, Physisches zu gestalten, beziehungsweise dem Physischen eben Kräfte zu verleihen. Lebenskräfte, die dann umgewandelt werden in kulturelle oder Denk- und Vorstellungskräfte. Nicht, eine Kraftquelle, an die dadurch die Menschen anschließen können, dass sie sich eben auch verbinden mit diesem Geschehen, was eben Christian Rosenkreutzauszeichnet, was in den Rosenkreuzer-Worten zum Ausdruck kommt, mit diesem Mysterium von Golgatha. Das ist sozusagen der Schlüssel für diese Kraftquelle. Und daraus gibt es dann, wie Rudolf Steiner, Sie müssen das nachlesen in diesen Neuchâteler Vorträgen, wie er es dann wörtlich ausdrückt, dass sich die Wirksamkeit dieses Ätherleibes dann im Laufe der Jahrhunderte immer mehr verstärkt hätte dadurch, dass immer mehr Menschen sozusagen in diese Sphäre vorgedrungen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das sei nun seit dem Ende des Kali-Yuga, das nennt Rudolf Steiner in dem Zusammenhang auch das Jahr 1899, dass seit dem Zeitpunkt 1900, wo er dann eben anfängt über das goethesche Märchen, also diesen rosenkreuzerischen Zusammenhang erstmalig zu sprechen, er sagt, in diesem Zusammenhang wurde ich erstmalig esoterisch. 1900, Goethes Märchen, Ende des Kali-Yuga und seit diesem 20. Jahrhundert sei es jetzt sozusagen immer mehr Menschen möglich, in diese Sphäre sich zu begeben, weil die sich auch dadurch verstärkt hat, dass nun andere Ätherleiber insofern auch teilweise jedenfalls sich unsterblich erwiesen haben, als sie eben sich mit dieser Sphäre verbinden konnten. Steiner nennt sie in diesem Zusammenhang die Sphäre des Heiligen Geistes. Also die Sphäre, wo die Ätherleiber eben jetzt unsterblich werden, insofern sie sich mit dem Christus verbinden konnten. Diese Sphäre des Heiligen Geistes, das sei die eigentliche Inspirations- und Kraftquelle der anthroposophischen Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schluss: Die Christuskräfte im Menschen 00:56:49 ===&lt;br /&gt;
Also auf diesen Kontext kommt man sozusagen dann wieder zurück und entdeckt sozusagen da das Geheimnis, wenn man so will, auch für diese unglaubliche Schöpferkräfte, die Rudolf Steiner auf so vielen Gebieten eben, bis eben in diese praktischen, wissenschaftlichen Zusammenhänge medizinischer oder pädagogischer oder auch landwirtschaftlicher Art, dass er überall eben sich als enorm schöpferisch erwies und andere Menschen wiederum anleitete oder inspirierte, ebenfalls in dieser Weise tätig zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da hat man sozusagen diesen Hintergrund und abschließend will ich da noch ein Zitat bringen, wenn man jetzt andere Vorträge in dem Zusammenhang nochmal studiert, auch wiederum von 1911, also diese Neuchâteler Vorträge, das ist 1911 und da gibt es eben auch die Vorträge in Kopenhagen über die geistige Führung des Menschen und der Menschheit und da bringt Steiner das jetzt direkt mit dem Christus in Zusammenhang, dass er sagt, die am Menschen im Kindheitsalter wirksamen Kräfte erkennen, heißt den Christus im Menschen erkennen. Also die Kräfte, wo Rudolf Steiner beschreibt, die im Gehen lernen, im Sprechen lernen, im Denken lernen, die also in der menschlichen Entwicklung das eigentlich Menschliche zum Vorschein bringen, diese wachstums- und ätherischen Kräfte, die in diesen ersten drei Jahren des Kindes wirksam sind, das seien eben die Christuskräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn eine wirkliche seelische Selbsterkenntnis führt für den gegenwärtigen Menschen dahin einzusehen, dass in der Menschenseele Kräfte gefunden werden können, welche von diesem Christus ausgehen. In den ersten drei Kindheitsjahren wirken diese Kräfte, ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht, daran sieht man, dass das eben alles nicht, wenn man so will, theologische oder erkenntnistheoretische Fragen sind, sondern dass alle diese anthroposophischen Erkenntnisbemühungen, dass die immer dahin münden, dass das eben Kräfte hervorbringt. Nicht ganz am Schluss, oder nicht ganz am Schluss, sondern hier in Via Langmann *[?]* kommt der Rudolf Steiner auch auf das Studium noch einmal zu sprechen, was ja immer mehr heutzutage auch infrage gestellt wird, weil gesagt wird, die Texte sind zu schwierig. Denn weil diese Lehren aus dem lebendigen, inneren Worte, aus der lebendigen Einsprechung geschöpft sind, haben sie selbst geistiges Leben. Sie sind nicht bloß Worte, sie sind lebendige Kräfte. Und während du den Worten eines Geheimkundigen folgst, während du ein Buch liest, das einer wirklichen inneren Erfahrung entstammt, wirken in deiner Seele Kräfte, welche dich ebenso hellsehend machen, wie die Naturkräfte aus lebendigem Stoffe deine Augen und Ohren gebildet haben. Nicht, also diese Kräfte, die in unserem Wachstum wirksam sind, verwandeln sich jetzt in diesen Kontext eben in Kräfte, die zu höherer Erkenntnis führen und damit eben die Anthroposophie begründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So viel wollte ich Ihnen heute Abend zur Einführung in dieses neue Tertial gerne erzählen, über eben diesen historischen Zusammenhang dieser, wenn man so will, Kraftbewegung des Rosenkreuzertums. Vielen Dank für Ihr Interesse und Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Frank Teichmann: &#039;&#039;Goethe und die Rosenkreuzer&#039;&#039;, Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2007, &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 978-3772516160&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Neider, Andreas / Schukraft, Harald : &#039;&#039;Rudolf Steiner in Stuttgart&#039;&#039;, 168 S., kart. EUR 19,95, Belser Verlag, Stuttgart 2011&lt;br /&gt;
* Yates, Frances A.: &#039;&#039;Aufklärung im Zeichen des Rosenkreuzes&#039;&#039;, Klett-Cotta 1997, ISBN-13978-3608918830&lt;br /&gt;
* Templeton, Ronald: Die Lebensreise des Christian Rosencreutz - Eine biografische Rekonstruktion, Verlag Urachhaus, ISBN-13978-3825153557&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Die Lebensreise des Christian Rosencreutz: Eine biografische Rekonstruktion =&lt;br /&gt;
von Ronald Templeton &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Transkribiert von Elke Jurasszovich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar von Elke Jurasszovich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 100%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;[[Gesamtglossar H|H ◁]]&amp;lt;nowiki&amp;gt; | &amp;lt;/nowiki&amp;gt;[[Gesamtglossar J|▷ J]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;column-count: 2;&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|I}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ich]]&lt;br /&gt;
* [[Ichlose Menschen]]&lt;br /&gt;
* [[Ideal]]&lt;br /&gt;
* [[Idee]]&lt;br /&gt;
* [[Illusion]]&lt;br /&gt;
* [[Imagination]]&lt;br /&gt;
* [[Impfung]]&lt;br /&gt;
* [[Indien]]&lt;br /&gt;
* [[Individuum]]&lt;br /&gt;
* [[Inkarnation]]&lt;br /&gt;
** Ende der Inkarnation&lt;br /&gt;
* [[Inkarnation des Christus]]&lt;br /&gt;
* [[Inkarnation des Ich]]&lt;br /&gt;
* [[Inkorporation]]&lt;br /&gt;
* [[Inspiration]]&lt;br /&gt;
* [[Intellekt]]&lt;br /&gt;
* [[Intellektueller Sündenfall]]&lt;br /&gt;
* [[Intelligenz]]&lt;br /&gt;
* [[Intuition]]&lt;br /&gt;
* [[Iran]]&lt;br /&gt;
* [[Isis und Osiris|Isis und Osiri]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Isis und Osiris|s]]&lt;br /&gt;
* [[Islam]]&lt;br /&gt;
* [[Israel]]&lt;br /&gt;
* [[Israeliten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;[[Gesamtglossar H|H ◁]]&amp;lt;nowiki&amp;gt; | &amp;lt;/nowiki&amp;gt;[[Gesamtglossar J|▷ J]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
	</entry>
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		<id>https://anthro.world/index.php?title=Inkarnation&amp;diff=32989</id>
		<title>Inkarnation</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
{{Anthrowiki.at|Inkarnation}} &amp;lt;blockquote&amp;gt;„Als Inkarnation (von lat. incarnatio „Fleischwerdung“), Verkörperung, Verleiblichung, irdisches Leben oder Erdenleben wird ganz allgemein die Menschwerdung bzw. Fleischwerdung eines geistigen Wesens bezeichnet, das nach und nach vollständig alle Wesensglieder gestaltend durchdringt.&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Inkarnation =====&lt;br /&gt;
# Die erste &#039;&#039;&#039;Inkarnation&#039;&#039;&#039; beginnt mit dem Urmenschen-Ich. [[Die Apokalypse des Johannes - 152. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Elias existierte vorwiegend im Astralischen 00:39:23|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 152. Folge, 2023, 00:39:23]]&lt;br /&gt;
# Im ersten Kapitel der [[Genesis]] verkörpert sich der Mensch im Wärme-Element, womit die erste &#039;&#039;&#039;Inkarnation&#039;&#039;&#039; beginnt. [[Die Apokalypse des Johannes - 152. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Elias existierte vorwiegend im Astralischen 00:39:23|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 152. Folge, 2023, 00:39:23]]&lt;br /&gt;
# Alle seelischen Verfehlungen, die in unserem [[Karma]] liegen, werden nach dem [[Tod]] im Bereich der Monden-Sphäre oder des [[Kamaloka]] abgelagert und bei der nächsten &#039;&#039;&#039;Inkarnation&#039;&#039;&#039; erneut bearbeitet. [[Die Apokalypse des Johannes - 150. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Das seelisch Verdorbene ins Nichts hinein führen, um bessere seelische Kräfte aus dem Nichts zu schöpfen. Das ist erst seit dem Mysterium von Golgatha möglich 00:03:36|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 150. Folge, 2023, 00:03:36]]&lt;br /&gt;
# Jeder [[Mensch]] braucht wenigstens eine &#039;&#039;&#039;Inkarnation&#039;&#039;&#039;, wo er so ans Materielle gebunden ist, dass er das Geistige nicht sieht. Das ist der notwendige Schritt, um wirklich aus Freiheit ans Geistige heranzukommen. [[Die Apokalypse des Johannes - 150. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Ganz ins Materialistische einzutauchen ist für manche Menschen eine Notwendigkeit 01:48:24|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 150. Folge, 2023, 01:48:24]]&lt;br /&gt;
# Reine Materialisten werden in der nächsten &#039;&#039;&#039;Inkarnation&#039;&#039;&#039; einen starken Hang zum Geistigen haben. Bei ihnen wird im Moment des Todes besonders stark das Licht aufleuchten. [[Die Apokalypse des Johannes - 150. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Die Anthroposophie - ein Weg, der mit klarem Bewusstsein nachvollziehbar ist. Sie ist kein bloßer Glaube, sondern ein Wissen, das man sich aneignen kann 02:00:23|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 150. Folge, 2023, 02:00:23]]&lt;br /&gt;
# Wir müssen die Kräfte, die wir mitgebracht haben entfalten, aber dann neue vorbereiten für die folgende &#039;&#039;&#039;Inkarnation&#039;&#039;&#039;. [[Die Apokalypse des Johannes - 167. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Kultur muss gestaltende Kraft werden 00:39:02|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 167. Folge, 2023, 00:43:29]]&lt;br /&gt;
# In der nächsten &#039;&#039;&#039;Inkarnation&#039;&#039;&#039; geht es darum, im Geistigen jetzt ganz neue Impulse zu schaffen. [[Die Apokalypse des Johannes - 167. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Wir müssen neue Kräfte entfalten, um die nächste Inkarnation vorzubereiten 00:47:17|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 167. Folge, 2023, 00:47:17]]&lt;br /&gt;
# Dem Hineingehen in die stoffliche Verkörperung verdanken wir, dass wir durch die vielen &#039;&#039;&#039;Inkarnationen&#039;&#039;&#039; gehen können, die immer wieder bis hinunter führen in diese Berührung mit dem ahrimanischen Reich, aber auch uns wieder hinaufführt bis in die höchsten geistigen Bereiche. [[Die Apokalypse des Johannes - 167. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Umarbeitung der Erde, um die Liebe als Naturkraft der vergeistigten Erde einzupflanzen 01:18:21|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 167. Folge, 2023, 01:18:21]]&lt;br /&gt;
# Atheisten wollen sich nicht in etwas flüchten, woran sie nicht glauben können. Jeder Mensch muss zumindest einmal durch eine ganz materialistische &#039;&#039;&#039;Inkarnation&#039;&#039;&#039; durchgegangen sein, wo er nicht die Spur der Stimme Gottes vernimmt. [[Die Apokalypse des Johannes - 139. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Wirkliche Schöpferkraft ist nicht das Verschenken dessen, was ich habe, sondern was ich im Moment des Schenkens hervorbringe 01:28:16|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 139. Folge, 2022, 01:28:16]]&lt;br /&gt;
# In jeder &#039;&#039;&#039;Inkarnation&#039;&#039;&#039; erscheinen wir in Form einer anderen Persönlichkeit. In den kommenden Inkarnationen werden wir einander immer ähnlicher, bis zum Aussterben der physischen Menschheit. [[Die Apokalypse des Johannes - 141. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Der Ursprung des Bösen. Indem wir es überwinden, erlangen wir die Freiheit 00:52:26|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 141. Folge, 2022, 00:52:26]]&lt;br /&gt;
# Das sich-schuldig-Sprechen geht in Wahrheit von Ich aus. Wir werden es erkennen und den Willen entwickeln, dasjenige was wir zerstört haben, im Laufe der verschiedenen &#039;&#039;&#039;Inkarnationen&#039;&#039;&#039; aufzuarbeiten. [[Die Apokalypse des Johannes - 137. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die Kraft aufbringen, in die Tiefen hinab zu steigen und die Hölle in mir sehen 01:05:09|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 137. Folge, 2022, 01:05:09]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Inkarnation&#039;&#039;&#039;sreihe des Christian Rosenkreutz: Hiram - Lazarus/Johannes - Christian Rosenkreutz. [[Die Apokalypse des Johannes - 136. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die große Aufgabe des Christian Rosenkreutz besteht darin, die Menschheit darauf vorzubereiten, dass die Bewusstseinsseele reif wird dafür, das Geistige zu schauen - und zwar auf einem voll bewussten Weg 01:43:54|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 136. Folge, 2022, 01:43:54]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Inkarnation&#039;&#039;&#039;sabfolge: Elias – [[Johannes der Täufer]] – [[Raffael]] – [[Novalis]]. [[Die Apokalypse des Johannes - 8. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Elias - Johannes der Täufer - Raffael - Novalis: eine Inkarnationsabfolge 01:38:17|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 8. Folge, 2020, 01:38:17]]&lt;br /&gt;
# Die große Aufgabe des jüdischen Volkes besteht darin, die &#039;&#039;&#039;Inkarnation&#039;&#039;&#039; Christi zu ermöglichen, indem eine möglichst reine Körperlichkeit zur Verfügung gestellt wird. [[Die Apokalypse des Johannes - 8. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Die große Aufgabe des jüdischen Volkes: Die Inkarnation Christi zu ermöglichen, indem eine möglichst reine Körperlichkeit zur Verfügung gestellt wird 01:19:06|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 8. Folge, 2020, 01:19:06]]&lt;br /&gt;
# Die Ur-Adamwesenheit bittet den Christus, sich mit ihr zu verbinden, um der auf Erden abgestiegenen Menschheit zu helfen. Dies ist gleichzeitig die Vorbereitung für den langen Weg zur &#039;&#039;&#039;Inkarnation&#039;&#039;&#039; Christi auf Erden. [[Die Apokalypse des Johannes - 8. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Die Ur-Adamwesenheit bittet den Christus sich mit ihr zu verbinden, um der auf Erden abgestiegenen Menschheit zu helfen. Dies ist gleichzeitig die Vorbereitung für den langen Weg zur Inkarnation Christi auf Erden Die Verbindung erfolgt in drei Stufen 01:07:52|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 8. Folge, 2020, 01:07:52]]&lt;br /&gt;
# Der lange Weg zur &#039;&#039;&#039;Inkarnation&#039;&#039;&#039; des Christus: Ein Teil der Ur-Adamwesenheit bleibt im Geistigen zurück und steigt nicht ab auf Erden. [[Die Apokalypse des Johannes - 8. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Der lange Weg zur Inkarnation des Christus: Ein Teil der Ur-Adamwesenheit bleibt im Geistigen zurück und steigt nicht ab auf Erden 01:01:11|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 8. Folge, 2020, 01:01:11]]&lt;br /&gt;
# Ausstieg aus dem Kreislauf der Wiedergeburten: In den östlichen Religionen scheint eine Verwechslung von kleinem Ich (Ego) und höherem, wirklichen Ich vorzuliegen. Gemäß der Anthroposophie geht in Wahrheit das höhere Ich, die eigentliche Individualität des Menschen durch viele &#039;&#039;&#039;Inkarnationen&#039;&#039;&#039; hindurch. [[Die Apokalypse des Johannes - 8. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Das Ich bei den Buddhisten: Eine Verwechslung zwischen Ego und eigentlichem Ich 00:06:10|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 8. Folge, 2020, 00:06:10]]&lt;br /&gt;
# „Und damit schaukelt sich jetzt im Moment sehr stark dieses Tempo der &#039;&#039;&#039;Inkarnationen&#039;&#039;&#039; hoch [ […] ] Also es ist durchaus zu erwarten, dass Menschen vom Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts teilweise schon von der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts schon wieder da sind.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 14. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Das Tempo der erneuten Inkarnationen beschleunigt sich enorm 01:37:57|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 14. Folge, 2020, 01:37:57]]&lt;br /&gt;
# „[…] es gibt so ein von Rudolf Steiner genanntes kosmisches Maß, dass man sich während einer Kulturepoche zweimal &#039;&#039;&#039;inkarniert&#039;&#039;&#039;. Einmal als Mann, einmal als Frau.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 14. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#R. Steiners kosmisches Maß der Dauer von Inkarnationsabfolgen 00:01:27|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 14. Folge, 2020, 00:01:27]]&lt;br /&gt;
# „Aber zunächst einmal ist es so, dass […] dieses verdorbene Seelische, das ist der Hauptteil, was das Karma ausmacht, dass das auf Erden- oder in der Erdensphäre zwischengelagert wird. Und bei unserer nächsten &#039;&#039;&#039;Inkarnation&#039;&#039;&#039; müssen wir diese Kräfte wieder aufnehmen.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 17. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Der Hauptanteil des Karmas, das verdorbene Seelische, wird - wenn wir mit dem Tod in die geistige Welt übergehen - in der Erdenmondensphäre zwischengelagert. Bei unserer nächsten Inkarnation müssen wir diese Kräfte wieder aufnehmen 01:24:03|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 17. Folge, 2020, 01:24:03]]&lt;br /&gt;
# „[…] es ist auch kein Zufall, dass in unserer Zeit so viele Menschen &#039;&#039;&#039;inkarniert&#039;&#039;&#039; sind, was mit einer der Ursachen ist, warum jetzt die Bevölkerung so stark ist. Weil sich einfach unheimlich viele Menschen gleichzeitig &#039;&#039;&#039;inkarnieren&#039;&#039;&#039; wollen.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 20. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Wir leben in einer sehr spannenden Zeit, im Höchsttempo der geistigen Entwicklung - deshalb sind so zahlreich Menschen auf der Erde inkarniert 01:30:47|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 20. Folge, 2020, 01:30:47]]&lt;br /&gt;
# „[…] jetzt im Moment sind die &#039;&#039;&#039;Inkarnation&#039;&#039;&#039;en sehr dicht, also die Menschen gehen nur sehr kurze Zeit nach dem Tod durch die geistige Welt durch und inkarnieren sich schon nach 20, 30 oder 50 Jahren. So eng war es noch nie und es wird noch enger werden.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 24. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Als Menschheit gemeinsam nehmen wir Impulse anderer auf, machen etwas Neues daraus und verschenken es weiter. Wir lernen, die Erde aus Liebe umzugestalten 00:31:34|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 24. Folge, 2020, 00:31:34]]&lt;br /&gt;
# „[…] es wird […] während unserer Erdenentwicklung […] hoffentlich immer öfter vorkommen, dass eine irdische &#039;&#039;&#039;Inkarnation&#039;&#039;&#039; gar nicht mehr anders denkbar ist als in Verbindung mit einem anderen Menschen, der gerade drüben ist […] der soziale Kontakt zwischen den Menschen im Grunde ja auch auf dem Prinzip ansatzweise beruht.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 29. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Verbindung zweier Menschen hüben und drüben 00:47:15|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 29. Folge, 2020, 00:47:15]]&lt;br /&gt;
# „[…] die &#039;&#039;&#039;Inkarnationen&#039;&#039;&#039; beginnen […] in der lemurischen Zeit […] ist immer nur als zartes Berühren in Wahrheit der Erde und ein bissl Eintauchen in die Luftsphäre zunächst.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 36. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#In der lemurischen Zeit: Beginn der ersten Inkarnationen des Menschen auf der Erde als zarte Berührung der Erde uns Eintauchen in die Luftsphäre 01:04:27|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 36. Folge, 2020, 01:04:27]]&lt;br /&gt;
# „Das ist das, was wir jetzt haben […] durch die Todeskräfte, die namentlich da oben wirken […] dadurch haben wir […] unser bewusstes Denken auch, aber dadurch haben wir auch den Tod […] dadurch, dass wir sterben können […] haben wir das Privileg […] wieder in eine neue &#039;&#039;&#039;Inkarnation&#039;&#039;&#039; hinein gehen zu können.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 38. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Das letzte Haupt, die letzte ätherische Anlage, ist tödlich verwundet. Es ist das, was wir jetzt haben. Wir sterben an unserem Bewusstsein. Dadurch dass wir unser Bewusstsein haben, sind wir sterblich geworden und können durch verschiedene Inkarnationen gehen 01:12:37|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 38. Folge, 2021, 01:12:37]]&lt;br /&gt;
# „[…] Ja, was bringt denn dieser Mensch mit? Weil er war in Wahrheit nicht nur einmal auf Erden, nicht nur jetzt, so wie er hier vor mir steht, sondern da gab es frühere Erdenleben [&#039;&#039;&#039;Inkarnation&#039;&#039;&#039;]. Und da nimmt man etwas […] an Kräften mit.“ [[2. Mysteriendrama, Die Prüfung der Seele - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Menschen bringen geistige Kräfte aus früheren Inkarnationen mit 00:30:17|| Peter, W. Die Prüfung der Seele, 2025, 00:30:17]]&lt;br /&gt;
# „Ein Bewusstsein für den &#039;&#039;&#039;Inkarnationsprozess&#039;&#039;&#039;, dass der bewusst geleitet wird. Dass also bewusst das Elternpaar im Grunde schon sich verbindet mit der Seele, die sich verkörpern will. “ [[Die Apokalypse des Johannes - 43. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Es wird wichtig werden ein Bewusstsein für den Inkarnationsprozess zu bekommen, also ein Bewusstsein dafür, welche Seele kommt da herein. Dass das Elternpaar sich bewusst verbindet mit der Seele, die kommen will 01:48:07|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 43. Folge, 2021, 01:48:07]]&lt;br /&gt;
# „Bei der künstlichen Befruchtung […] dass durch die Einwirkung der Widersacherkräfte da dann in der Zukunft vor allem einiges schiefgehen kann, nämlich […] bezüglich des &#039;&#039;&#039;Inkarnationsweges&#039;&#039;&#039; der Seele, die hereinwirkt.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 43. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Das Wesentliche der Liebe sind die Lebenskräfte. Sie Befähigen ein Elternpaar zur Zeugung 01:42:05|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 43. Folge, 2021, 01:42:05]] &lt;br /&gt;
# „[…] auch wenn er sich umgebracht hat, dann erst recht, weil sein Schicksal nach dem Tod ist dann kein leichtes. Weil das Erste, was er erlebt, ist der riesige Fehler, den er gemacht hat. Und der nicht mehr gut gemacht werden kann […] in dem Leben, weil das hat er ja weggeworfen […] Und die Folgen sind sehr, sehr nachhaltig dann für die nächsten &#039;&#039;&#039;Inkarnationen&#039;&#039;&#039;.“ [[Zunehmende Gewalt als Zeitphänomen - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Manipulation und Fanatismus: Die karmischen Folgen sind fatal 00:33:08|| Peter, W. Zunehmende Gewalt als Zeitphänomen, 2025, 00:33:08]]&lt;br /&gt;
# „[…] die Widersacher […] von dieser Möglichkeit machen sie Gebrauch. Das heißt, sie verhindern, dass man dort geboren wird, wo man eigentlich geboren werden sollte oder wollte. Sondern einfach haarscharf daneben irgendwo. Das heißt, es gibt […] Fehler im &#039;&#039;&#039;Inkarnationsprozess&#039;&#039;&#039;. “ [[Die Apokalypse des Johannes - 44. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Die Widersacher machen immer mehr von der Möglichkeit Gebrauch, in die Inkarnationsprozesse hineinzupfuschen 01:01:33|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 44. Folge, 2021, 01:01:33]]&lt;br /&gt;
# „[…] wir müssen denken, die Widersacher zehren schon sehr lang an uns […] Sonst können wir uns gar nicht inkarnieren […] &#039;&#039;&#039;Inkarnation&#039;&#039;&#039; in einem fleischlichen-physischen Leib heißt, ich gehe das Bündnis mit dem Ahriman ein.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 44. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Inkarnation in einem physisch-stofflich-fleischlichen Leib heißt, ich gehe ein Bündnis mit Ahriman ein. Dessen sollten wir uns seit Beginn des Bewusstseinsseelenzeitalters langsam bewusst werden 01:59:48|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 44. Folge, 2021, 01:59:48]]&lt;br /&gt;
# […] je weiter wir fortschreiten in der Entwicklung, desto mehr werden die Persönlichkeiten von &#039;&#039;&#039;Inkarnation&#039;&#039;&#039; zu Inkarnation einander ähnlich […] desto reicher wird unsere Persönlichkeit. [[Die Apokalypse des Johannes - 49. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Unsere Persönlichkeit entsteht durch die Arbeit des Ich am Astralischen durch verschiedene aufeinander folgenden Inkarnationen auf Erden 00:23:58|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 49. Folge, 2021, 00:23:58]]&lt;br /&gt;
# „[…] die &#039;&#039;&#039;Inkarnationen&#039;&#039;&#039; folgen jetzt immer schneller aufeinander. Es ist eine Beschleunigung eingetreten.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 49. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Die Aufeinanderfolge von Inkarnationen beschleunigt sich 00:26:39|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 49. Folge, 2021, 00:26:39]]&lt;br /&gt;
# „Karma hat ja auch die positive Seite. Also einfach Fähigkeiten kommen dadurch herein, die ich in früheren &#039;&#039;&#039;Inkarnationen&#039;&#039;&#039; vorbereitet habe und die jetzt vielleicht reif sind, verwirklicht zu werden […]” [[Die Apokalypse des Johannes - 46. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Das Ich-Erlebnis Rudolf Steiners beim Studium der Philosophie Schellings 00:13:32|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 46. Folge, 2021, 00:13:32]]&lt;br /&gt;
# „[…] wir müssen jedes dieser Erdenleben ja durchmachen, um dann die Kraft zu haben, im Todesmoment, im Sterbensmoment uns zugleich am Allertiefstmöglichsten für diese &#039;&#039;&#039;Inkarnation&#039;&#039;&#039; zu inkarnieren […] Im Moment des Todes sind wir am stärksten inkarniert.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 59. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Die Bedeutung des Todes, des Sterbens für die Entwicklung des Menschen 00:29:35|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 59. Folge, 2021, 00:29:35]]&lt;br /&gt;
# „[…] zu solchen Wesenheiten zählt der Meister Jesus zum Beispiel oder Christian Rosenkreutz […] Das sind also hohe Eingeweihte, Meister, die sehr sehr oft wiederkommen und da liegen oft zehn, zwölf Jahre zwischen den &#039;&#039;&#039;Inkarnationen&#039;&#039;&#039;.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 65. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Manche hohe Eingeweihte geben ihre Impulse durch oftmalige Verkörperungen weiter, andere unmittelbar aus der geistigen Welt 01:19:47|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 65. Folge, 2021, 01:19:47]]&lt;br /&gt;
# „Wobei da heute die &#039;&#039;&#039;Inkarnationen&#039;&#039;&#039; häufiger erfolgen […] heute sind es vielleicht Jahrzehnte, die dazwischen liegen. In ganz seltenen Fällen noch kürzer. Also namentlich, aber dann ganz bewusst bei hohen Eingeweihten, die vielleicht wirklich nur wenige Jahre zwischen den Inkarnationen haben.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 65. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Inkarnationen erfolgen heute in kürzeren Zeitabschnitten 01:15:46|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 65. Folge, 2021, 01:15:46]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende der Inkarnation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# „[…] Rudolf Steiner sagt, ja, die leiblichen &#039;&#039;&#039;Inkarnationen&#039;&#039;&#039; auf Erden in einem physischen Leib werden bereits ab dem 6., 7., 8. Jahrtausend aufhören.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 49. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#In dem Moment wo die Entwicklung ins Ätherische übergeht, in der urindischen Kulturepoche. beschleunigt sich das. Und heute haben wir ein Höllentempo 00:32:13|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 49. Folge, 2021, 00:32:13]]&lt;br /&gt;
# „[…] wie ist denn das, wenn wir uns nicht mehr &#039;&#039;&#039;inkarnieren&#039;&#039;&#039;?[…]  zunächst einmal sind wir halt zwar nicht mehr verkörpert im kristallinen Erdelement, aber wir sind sehr wohl im Wasserelement verkörpert […]  Wir sind dann sehr ähnlich wie die Engelwesenheiten“ [[Die Apokalypse des Johannes - 44. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Wie wird das sein, wenn wir uns nicht mehr inkarnieren? Wo werden wir dann leben? 00:43:23|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 44. Folge, 2021, 00:43:23]]&lt;br /&gt;
# „Also die Menschen, die sich nicht mehr direkt inkarnieren, &#039;&#039;&#039;inkarnieren&#039;&#039;&#039; sich dann eben in Wasserströmungen, in Luftströmungen […] sind wir sehr nahe den Engelwesenheiten […] Da gibt es nichts Abgegrenztes mehr […] haben wir eben auch keinen geschlossenen Körper mehr.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 43. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Wenn wir uns nicht mehr auf Erden inkarnieren, leben wir in Wasserströmungen, Luftströmungen, Wärmeströmungen. Diese Veränderungen werden nicht mehr als Geburt und Tod empfunden, sondern als Verwandlungen 01:15:04|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 43. Folge, 2021, 01:15:04]]&lt;br /&gt;
# „Aber es wird die Zeit kommen, wo die Menschen einfach unfruchtbar werden […] auch Ausreifung des Embryos außerhalb des Körpers in künstlichen Gebärmuttern […] ein unheimlich ahrimanisches Zeug […] sie müssen kommen für die Menschen, die es nicht mehr schaffen auf einem natürlichen Weg hereinzukommen, aber dieser &#039;&#039;&#039;Inkarnationen&#039;&#039;&#039; noch bedürfen.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 39. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Rudolf Steiner erwähnte, dass die Menschheit im 6. oder 7. Jahrtausend sich Großteils nicht mehr auf Erden inkarnieren wird, weil die Menschen für ihre Entwicklung eines Erdenlebens nicht mehr bedürfen 00:56:21|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 39. Folge, 2021, 00:56:21]]&lt;br /&gt;
# „Weshalb [[Rudolf Steiner]] davon spricht: Im 5., 6., 7., 8. Jahrtausend werden sich die Menschen nicht mehr &#039;&#039;&#039;verkörpern&#039;&#039;&#039; auf Erden. Wir werden die Spezies sein auf Erden, die die kürzeste Zeit auf Erden verbringt von allen.“ [[Vom rettenden Wesen der Schönheit mit praktischen Sprachübungen - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Der Mensch wird jene Spezies auf Erden sein, der in dieser körperlichen Form am frühesten verschwindet 00:09:21|| Peter, W. Vom rettenden Wesen der Schönheit, 2025, 00:09:21]]&lt;br /&gt;
# „[…] was Rudolf Steiner immer wieder erwähnt, die Zeit der irdischen &#039;&#039;&#039;Inkarnationen&#039;&#039;&#039; beginnt bereits im 6. bis 7. Jahrtausend zu Ende zu gehen.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 39. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Rudolf Steiner erwähnte, dass die Menschheit im 6. oder 7. Jahrtausend sich Großteils nicht mehr auf Erden inkarnieren wird, weil die Menschen für ihre Entwicklung eines Erdenlebens nicht mehr bedürfen 00:56:21|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 39. Folge, 2021, 00:56:21]]&lt;br /&gt;
# „[…] es fängt im 6. bis 7. Jahrtausend an, dass die ersten Menschen beginnen, sich nicht mehr zu &#039;&#039;&#039;inkarnieren&#039;&#039;&#039; […] Rudolf Steiner nennt ganz konkret ein Datum, wo das beginnt. Um das Jahr 5700 fängt es an.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 17. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Ein paar Jahrtausende noch, dann fängt es an, dass sich Menschen nicht mehr auf Erden inkarnieren werden 00:46:21|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 17. Folge, 2020, 00:46:21]]&lt;br /&gt;
# „[…] das Ende der irdischen &#039;&#039;&#039;Inkarnation&#039;&#039;&#039;en kommt […] Also es ist gar nicht so eine ferne Zukunft, wo zumindest der größere Teil der Menschheit so weit sein wird, dass sie eine irdische Inkarnation nicht mehr brauchen, um ihre geistige Entwicklung fortzusetzen.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 15. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Vom Ende der irdischen Inkarnationen der Menschen - Buddha -Würde 00:01:56|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 15. Folge, 2020, 00:01:56]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Das_Rosenkreuzertum_%E2%80%93_ein_Vortrag_von_Andreas_Neider,_2025&amp;diff=32973</id>
		<title>Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2025</title>
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		<updated>2026-10-13T19:23:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: /* Christian Rosenkreutzals historische Persönlichkeit in der Esoterikforschung 00:28:07 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Andreas Neider_2025-11-17.jpg|link=https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8|thumb|Bild: Anthroposophische Gesellschaft Stuttgart. Das Rosenkreuzertum - ein Vortrag vom 17. November 2025 von [[Andreas Neider]] in der Anthroposophischen Gesellschaft Stuttgart. [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8 Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
[[Andreas Neider|| zurück zu Andreas Neider |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkript vom Vortrag vom 17. November 2025 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., Oktober 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prüfe die Stelle „hier in Via Langmann&amp;quot;, wo im Rohtext offenbar ein Buch- oder Ortsname verstümmelt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrüßung 00:00:16 ===&lt;br /&gt;
Ja, herzlichen Dank, lieber Sebastian, und herzlich willkommen, guten Abend, sehr verehrte liebe Freunde!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückblick auf Frank Teichmann und seinen letzten Vortrag über das Rosenkreuzertum 00:00:26 ===&lt;br /&gt;
Ja, unser Thema, das Rosenkreuzertum und seine Beziehung zur anthroposophischen Bewegung, beschäftigt mich schon sehr lange. Genauer gesprochen eigentlich seit 2006 oder 2007. Nämlich in dem Moment, wo &#039;&#039;Frank Teichmann&#039;&#039;, der lange hier ja für uns tätig war, über die Schwelle gegangen ist und kurz vor seinem Tod eben hier in diesem Saal noch einen Vortrag, einen letzten Vortrag hielt, in dem er wie testamentarisch eben auf dieses Rosenkreuzertum auch noch einmal zu sprechen kam. Ich werde das im Laufe dieses Abends auch noch einmal weiter vertiefen. Aber ihm verdanke ich letztlich eigentlich meine Beschäftigung mit diesem Thema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe dann 2007 eben nach seinem Tod zunächst sein eigenes hinterlassenes Werk noch veröffentlicht: „Goethe und die Rosenkreuzer” - das waren sechs Vorträge, die er hier gehalten hatte, bei einem Wochenende, die wir aufgenommen hatten, die aber noch nicht verschriftlicht waren zu dem Zeitpunkt seines Todes. Die haben dann Brigitte Teichmann und ich anschließend herausgebracht. Und gleichzeitig habe ich im Rudolf-Steiner-Verlag eben ein Buch über Anthroposophie und Rosenkreuzertum, das Sie auch draußen am Büchertisch finden, herausgegeben, in dem sehr zentrale Aussagen Rudolf Steiners zu diesem Thema veröffentlicht sind, auf die ich heute im Laufe des Abends eben auch zu sprechen kommen werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Teichmann, Frank]]    [[Goethe]]    [[Rosenkreuzer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] sein eigenes hinterlassenes Werk noch veröffentlicht: „Goethe und die Rosenkreuzer” [Frank Teichmann] - das waren sechs Vorträge, die er hier gehalten hatte […]“ | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:26&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Welche Beziehung haben Rudolf Steiner und die Anthroposophie eigentlich zu Stuttgart? 00:02:05 ===&lt;br /&gt;
Eine Fragestellung, die mich dann weiterhin immer wieder begleitet hat und die auch zu einer weiteren Publikation geführt hat in dem Jubiläumsjahr 2011, also zu dem 150. Geburtstag Rudolf Steiners. Da trat an mich die Frage heran, ja welche Beziehung hat Rudolf Steiner und die Anthroposophie eigentlich zu Stuttgart? Und warum haben wir es hier an diesem Ort oder, wenn man so will, auch in diesem Land Baden-Württemberg, warum haben wir da mit so einer sehr starken Anhäufung anthroposophischer Initiativen es zu tun? Was hat das mit Stuttgart zu tun? Und ich habe damals in diesem Buch &#039;&#039;„Rudolf Steiner in Stuttgart”&#039;&#039; versucht, da eine Antwort zu geben, bin aber auf die Zusammenhänge, die ich jetzt heute erwähnen werde und darstellen werde, damals noch nicht eingegangen, weil mir das auch in dem Rahmen noch nicht wirklich alles deutlich vor Augen stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Charakteristische für die Anthroposophie ist nicht ein theoretisches Lehrgebäude, sondern ihr Hineinwirken ins Praktische 00:03:05 ===&lt;br /&gt;
Aber wenn Sie das ausdehnen, diese Fragestellung - wie ist das geografisch und historisch? An welchen Orten hat sich die anthroposophische Bewegung besonders stark sozusagen etablieren können oder ist sie fruchtbar geworden? Und da kommt man natürlich zunächst auf diesen württembergischen Raum rund um Stuttgart. Auch andere Territorien in Deutschland wird man da finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn man ins Ausland geht, wird man zunächst in die Niederlande geführt, nach Holland, wo die Anthroposophie sich schon sehr, sehr früh etablieren konnte und eben bis heute auch wirklich sehr stark wirksam geworden ist in allen ihren Gebieten. Denn das ist eben das Charakteristische für die Anthroposophie, dass es eben nicht, wie andere Religionen oder Weltanschauungen, nur ein theoretisches oder, wenn man so will, Lehrgebäude ist, sondern dass die Anthroposophie überall, wo sie eben wirksam geworden ist, immer ins Praktische hinein gewirkt hat. Und das unterscheidet sie sowohl von anderen religiösen Bewegungen, wie etwa eben dem katholischen oder protestantischen Christentum oder dem Buddhismus oder dem Islam oder auch was auch immer an religiösen Bewegungen es sein mögen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine dieser ganzen Bewegungen hat eine eigenständige Medizin, eine eigenständige Pädagogik, eine eigenständige Landwirtschaft oder Heilpädagogik oder sozialwissenschaftliche Lehre entwickelt. Das zeichnet die Anthroposophie aus und das unterscheidet sie auch von allen esoterischen Bewegungen, in welcher Richtung auch immer, die sich entwickelt haben mögen. Aber keine von diesen heutigen sogenannten esoterischen Lehren verfügt über eben praktische Auswirkungen in allen diesen genannten Gebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die besondere Verbreitung der Anthroposophie in den Niederlanden, im südwestdeutschen und englischen Raum, sowie in Skandinavien 00:05:16 ===&lt;br /&gt;
Und das zeichnet eben die Anthroposophie aus und in dieser Weise hat sie sich eben neben eben diesem südwestdeutschen Raum vor allem in den Niederlanden ausgebreitet, dann auch deutlich im englischsprachigen, im englischen Raum und in Skandinavien. Und zunächst, wenn man jetzt äußerlich hinschaut, wird man da zunächst eine Übereinstimmung finden mit dem Protestantismus und besonders dem Calvinismus oder anderen strengeren, pietistisch ausgerichteten protestantischen Strömungen. Das ist auch für hier, für den württembergischen Raum ist das eindeutig, während man umgekehrt in katholischen Ländern, auch in Deutschland selber, in Bayern zum Beispiel, aber insbesondere in Frankreich, eben überhaupt gar nicht diese anthroposophische Bewegung in dieser Weise sich ausbreiten sieht, weder historisch noch gegenwärtig. Eher sogar, könnte man sagen, rückläufig, wenn man auf Frankreich hinblickt, dann wird die Anthroposophie dort nach wie vor oder manchmal auch verstärkt bekämpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das historische Auftreten des Rosenkreuzertums im Stuttgarter Raum im Kreis um Johann Valentin Andreae 00:06:32 ===&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieses Phänomen, was ich jetzt historisch-geografisch hier beschreibe, das hat einen ganz konkreten Hintergrund, auf den ich jetzt eben zu sprechen kommen möchte. Weil man nämlich feststellt, wenn man sich mit diesen geografischen und historischen Zeiträumen beschäftigt, um die es hier geht, dass an all diesen genannten Orten, also insbesondere eben in dem württembergischen Raum, aber eben auch in den Niederlanden, in England vor allem, dass sich dort eben historisch gesehen das Rosenkreuzertum tatsächlich ausgebreitet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass es ursprünglich ja hier aus diesem Stuttgarter Raum von hier aus ausgegangen ist, genauer gesprochen eigentlich von Tübingen, von diesem dortigen Kreis um &#039;&#039;Johann Valentin Andreae&#039;&#039;, der damals aber noch sehr jung war und dessen drei Schriften in den Jahren 1614/15 und 16 ein europaweites Aufsehen erregt haben. Also diese drei Schriften, die „Fama Fraternitatis”, die „&#039;&#039;Confessio”&#039;&#039; und die sogenannte „&#039;&#039;Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreuz&#039;&#039;.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun, wenn man jetzt historisch sich fragt, ja was spielte sich denn ab in dieser Zeit, zum Beginn des 17. Jahrhunderts? Wie konnte eine solche Bewegung, diese rosenkreuzerische Bewegung, die aber weitestgehend unsichtbar blieb … man nannte die Rosenkreuzer eigentlich dann auch „die Unsichtbaren”, weil sie äußerlich im Grunde genommen gar nicht in Erscheinung traten, sondern nur durch diese Schriften, die wiederum dort gedruckt werden durften. Damals gab es ja ein Imprimatur, das von den jeweiligen Landesfürsten erteilt wurde und das waren durchgehend nur protestantische Landesfürsten, wie etwa der Moritz von Hessen-Kassel, wo eben die erste Auflage dieser „Fama Fraternitatis” erschienen war … also in Kassel, und das waren eben wiederum protestantische Landesfürsten. Ähnliches war dann in Straßburg oder auch hier in Württemberg eben auch der Fall. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In den frühen Schriften der Rosenkreuzer ist die Anthroposophie in einer sehr rudimentären Form bereits enthalten. Ihre eigentliche praktische Wirksamkeit blieb im Unsichtbaren 00:08:52 ===&lt;br /&gt;
Und wenn man das historisch sich genauer anschaut, dann bemerkt man, dass diese Fürsten nicht nur protestantisch gesinnt waren, sondern dass sie, wenn man so will, esoterisch gesinnt waren. Und das hing damit zusammen, dass eben dieses Rosenkreuzertum, wenn man sich diese Schriften genauer anguckt, eigentlich etwas proklamierte, was wir tatsächlich 300 Jahre später wiederfinden in der Gestalt der Anthroposophie. Also das, was die Anthroposophie eben auszeichnet, dass sie in allen Lebensgebieten wirksam geworden ist, dass sie ihre Ideen, die im Wesentlichen den Zusammenhang des Makrokosmischen mit dem mikrokosmischen Menschen umfassen, die den Menschen also anbinden an einen kosmologischen Ursprung und ihn in Zusammenhang sehen mit den Phänomenen der Natur, die den Menschen also nicht abtrennen, sondern in Verbindung bringen mit der Natur, mit den Naturreichen und aus diesem Menschenverständnis heraus eben eine neue Medizin, eine neue Pädagogik und eine neue Wissenschaft entwickelt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieses Programm, was, wenn man so will, die heutige oder die Anthroposophie des 20. Jahrhunderts vor allem kennzeichnet, das ist in einer, wenn man so will, sehr frühen und noch sehr rudimentären Form in diesen Schriften der Rosenkreuzer eigentlich enthalten. Und das erweckte zu dieser Zeit eben das Interesse verschiedener Landesfürsten, aber auch anderer wissenschaftlich gesinnter Menschen, dass sie jetzt wissen wollten, wer sind diese Leute, die sowas proklamieren und was haben die eigentlich vor?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es erweckte ein großes Aufsehen, ein großes Interesse, ohne dass aber diejenigen, die das publiziert hatten, jetzt weiter in die Öffentlichkeit traten und sich dafür einsetzten. Sie blieben vielmehr, wie gesagt, im Verborgenen. Sie hatten sich auch als Programm sozusagen vorgenommen, dass sie äußerlich nicht durch irgendwelche Zeichen oder Uniformen oder anderes in Erscheinung treten würden, sondern dass sie im Wesentlichen anonym wirksam werden und vor allem im Bereich der Heilkunst tätig sein wollten. Also als Ärzte, aber ohne sich irgendwie zu outen und sich sozusagen als rosenkreuzerische Ärzte oder irgendwie mit dieser Bewegung in Verbindung zu erklären. Ihre eigentliche praktische Wirksamkeit blieb im Unsichtbaren, blieb anonym. Und auch Valentin Andreae hat sich relativ bald eigentlich von dieser Bewegung äußerlich gesehen abgewendet. Was allerdings den hauptsächlichen Grund hatte darin, dass sofort mit der Veröffentlichung dieser Schriften eine intensive Bekämpfung und Verfolgung seitens der katholischen Kirche und vor allem des Jesuitismus gegen diese Bewegung sich äußerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Viele Parallelen einer kabbalistischen Lehrtafel mit den rosenkreuzerischen Ideen 00:12:24 ===&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konkreter gesprochen haben wir es in Stuttgart zu tun mit einem Fürsten, Friedrich I., der um die Wende des 16. zum 17. Jahrhundert hier in dem Stuttgarter Schloss, in dem alten Schloss, was heute auch noch steht, eben mit seiner Familie lebte, dessen Sohn Johann Friedrich, der ab 1608 in diesem Schloss regierte und der eine Tochter hatte, nämlich Antonia von Württemberg. Die wiederum dadurch bekannt geworden ist, dass sie eine sogenannte kabbalistische Lehrtafel hat gestalten lassen von einem Hofkünstler, einem Künstler, der am Hof des württembergischen Fürsten tätig war und diese sogenannte kabbalistische Lehrtafel dann in Bad Teinach, hier im Schwarzwald, aufstellen ließ, wo sie auch heute noch zu sehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weiter 00:13:26&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man sich damit beschäftigt, mit dieser Kabbala, der sogenannten christlichen Kabbala, einer Art Geheimlehre, eigentlich ursprünglich jüdischer Geheimlehre, dann wird man sehr sehr viele Parallelen entdecken in dieser Lehrtafel und in dieser Kabbala mit den rosenkreuzerischen Ideen, die dadurch dann in der Folge dieser Schriften auch durch die sogenannten Lehrtafeln der Rosenkreuzer bekannt geworden sind. Da sind sehr viele Parallelen. Und die Kabbala ist, wenn man so will, auch nichts anderes als eben der Ausdruck eines Hermetismus, wo eben auch der Zusammenhang des Kosmischen mit dem irdischen Menschen beschrieben wird. Sie ist ja so aufgebaut, diese Zehn Sephiroth, aus denen diese Kabbala besteht, dass das eigentlich wie ein umgekehrter Mensch ist, also ein Mensch, der auf dem Kopf steht, der also nach oben in den Kosmos mit seinen Gliedmaßen hineinwächst. Und interessanterweise sind auf dieser Kabbala eben viele Persönlichkeiten abgebildet, die einerseits biblische, meist alttestamentarische Gestalten darstellen, gleichzeitig aber auch Zeitgenossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so findet man also auch den Lehrer Antonias von Württemberg, nämlich Johann Valentin Andreae, auf dieser Lehrtafel abgebildet. Wodurch eben deutlich wird, dass er eben in dem Umfeld dieses württembergischen Fürstenhofes tätig war und eben diese rosenkreuzerischen Ideen dort auch direkt weiter vermittelt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kabbala]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] dieser Kabbala, der sogenannten christlichen Kabbala, einer Art Geheimlehre, eigentlich ursprünglich jüdischer Geheimlehre“ | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:12:24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Johann Valentin Andreae]]    [[Rosenkreuzer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] so findet man also auch den Lehrer Antonias von Württemberg, nämlich Johann Valentin Andreae, auf dieser Lehrtafel abgebildet […] er eben in dem Umfeld dieses württembergischen Fürstenhofes tätig war und eben diese rosenkreuzerischen Ideen dort auch direkt weiter vermittelt hat.“ | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:12:24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rosenkreuzerische Bestrebungen am alchemistischen Hof von Friedrich V. in Heidelberg und die „Bibliotheca Palatina“ 00:15:14 ===&lt;br /&gt;
Ein weiterer Schwerpunkt oder das weitere Zentrum des rosenkreuzerischen und auch alchemistischen Wirkens war das Heidelberger Schloss von Friedrich V. von der Pfalz. Dieser Fürst, der in Heidelberg dieses Schloss errichtet hatte und dazu eben alchemistische sogenannte Wunderkammern und auch einen Garten, der damals auch bekannt war wegen seiner vielen Heilkräuter und auch eine große Bibliothek, die &#039;&#039;Bibliotheca Palatina&#039;&#039;, die in diesem Schloss sich befand. All das gab sozusagen den Ruf eines alchemistischen Hofes oder einer alchemistischen Herrschaft, die dort sozusagen in der Pfalz sich angesiedelt hatte und die dadurch dann politisch an Bedeutung gewann, dass Friedrich V. von der Pfalz durch Christian von Anhalt, einen weiteren Fürsten aus diesem Umkreis, der mit diesen Rosenkreuzer-Schriften in Verbindung sich stehen sah, dass er also durch diesen Christian von Anhalt und andere deutsche Fürsten zum König von Böhmen ernannt worden war und dann eben nach Prag übersiedelt war - 1619. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was allerdings in der Folge dazu führte, dass er zu einem Winterkönig wurde. Das heißt, er war nur einen Winter lang, nämlich 1619 bis 1620 war er dort in Prag böhmischer König und wurde dann vertrieben von dort durch eben die katholischen Truppen. Denn es hatte 1618 ja bereits, wie bekannt, der Dreißigjährige Krieg begonnen, der eben eine Art gegenreformatorische Offensive war gegen diese sich ausbreitenden, aus dem Protestantismus eigentlich herrührenden, rosenkreuzerischen Bestrebungen, die durch Friedrich von der Pfalz jetzt politisch an Bedeutung zu gewinnen schienen. Und das wurde dann eben hintertrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sephiroth]]   Kabbala&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Sie ist ja so aufgebaut, diese 10 Sephiroth, aus denen diese Kabbala besteht, dass das eigentlich wie ein umgekehrter Mensch ist, also ein Mensch, der auf dem Kopf steht, der also nach oben in den Kosmos mit seinen Gliedmaßen hineinwächst“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das historischen Auftreten des Rosenkreuzertums und das rosenkreuzerische Erbe in Amsterdam und im „Lectorium Rosicrucianum“ 00:17:27 ===&lt;br /&gt;
Die ganze rosenkreuzerische Bewegung musste flüchten. Viele ihrer Anhänger sind dann eben in die Niederlande geflüchtet, wo sie dann aufgrund des protestantischen und calvinistischen Hintergrundes der Niederlande, die sich ja gegen Spanien gewehrt und diese katholische Herrschaft abgeschüttelt hatten - also in diesen freien Niederlanden - dort fanden die Flüchtenden vor eben der Gegenreformation und den Kriegern, im Dreißigjährigen Krieg Flüchtenden, fanden dort Aufnahme und konnten dort unterkommen. Dieses rosenkreuzerische Erbe zeigt sich bis heute noch in Amsterdam zum Beispiel dadurch, dass die größte Bibliothek mit alchemistisch-hermetischen und rosenkreuzerischen Schriften aus dieser Zeit und später sich eben dort in Amsterdam befindet, die „Bibliotheca Hermetica“ von Herrn &#039;&#039;Joost Ritman&#039;&#039; und gleichzeitig seit dem 20. Jahrhundert das sogenannte Lectorium Rosicrucianum seinen Ausgang genommen hat.  Also eine Bewegung, die sich auf diese Rosenkreuzer bezieht und die auch heute noch tätig ist, auch hier in Stuttgart tätig ist - Lectorium Rosicrucianum aus Holland. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also sieht man, dass dort eben, wenn man so will, eine Art Refugium gewesen ist für die Vertriebenen, die sich also flüchten mussten aus Deutschland. Und dass gleichzeitig aber in Frankreich eine Art Gegenbewegung, eine Art Verfolgung der Rosenkreuzer einsetzte. Interessanterweise im Umkreis von René Descartes, der sozusagen der Gegenspieler wurde, obwohl er ursprünglich noch als junger Mann eben 1619 nach Deutschland gekommen war, um diese Rosenkreuzer zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also er interessierte sich für die, wie auch viele andere übrigens, Isaac Newton zum Beispiel gehörte auch zu denen, die sich mit diesen englischen Rosenkreuzer-Schriften beschäftigten, von Robert Fludd und John Dee. Das waren zwei englische Rosenkreuzer, die im Umfeld des englischen Königs Jakob I. und seiner Mutter Elisabeth I., also in dieser sogenannten elisabethanischen englischen Gesellschaft, die immer wieder mit dem Rosenkreuzertum in Verbindung gesehen wurde, bis hin auch zu William Shakespeare. Also an dem englischen Hof war das durchaus auch verbreitet und es war auch charakteristisch, dass die Tochter Jakobs I., ebenfalls Elisabeth genannt, dass die mit eben jenem Friedrich von der Pfalz verheiratet wurde und diese Hochzeit auf diesem Heidelberger Schloss ein sehr sehr großes Aufsehen erregte. Das hat damals sozusagen die Regenbogenpresse gefüllt, was alles mit dieser Hochzeit verbunden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und interessanterweise findet man vieles, was mit dieser Hochzeit in Verbindung stand, bis hin auch zu diesem Heidelberger Schloss dann wieder in der Chymischen Hochzeit, die Johann Valentin Andreae verfasst hatte und die 1616 veröffentlicht wurde. Es gab von dieser Chymischen Hochzeit schon eine sehr frühe Jugendschrift, die Johann Valentin Andreae dann später eben umarbeitete, zu dem Buch eben die Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreuz. Ich komme darauf auch später nochmal zurück. Auf jeden Fall taucht da dieser Hintergrund dieser königlichen Hochzeit von eben Friedrich V. von der Pfalz mit dieser Elisabeth von England. Das machte also einen großen Eindruck und das ist sozusagen der äußere Hintergrund, sozusagen die Kulisse für das, was in der Chymischen Hochzeit da beschrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, soviel vielleicht zunächst einmal zu diesem historischen Auftreten des Rosenkreuzertums. Wenn jemand sich damit genauer noch beschäftigen will, historisch gesehen, weil das noch viel weitere Kreise gezogen hat, kann ich nur wärmstens empfehlen Frances A. Yates&#039; Aufklärung im Zeichen des Rosenkreuzes. So heißt dieses Buch, was leider schon lange vergriffen ist, nur noch in Bibliotheken zu finden. Aber da findet man im Grunde genommen alle historischen Zusammenhänge sehr, sehr gut beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rosenkreuzer]]    Lectorium Rosicrucianum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„seit dem 20. Jahrhundert das sogenannte Lectorium Rosicrucianum seinen Ausgang genommen hat. Also eine Bewegung, die sich auf diese Rosenkreuzer bezieht und die auch heute noch tätig ist, auch hier in Stuttgart tätig ist - Lectorium Rosicrucianum aus Holland“ | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Anthroposophie hat in Italien deutlich stärker Fuß gefasst als in Frankreich, wo sie aufgrund der cartesianischen Philosophie stark verfolgt wurde 00:22:30 ===&lt;br /&gt;
Ein weiterer Zusammenhang, auf den ich im Zusammenhang noch mit der Kabbala zu sprechen kommen will; Woher stammten diese kabbalistischen Lehren, die also die Tochter des württembergischen Fürsten Johann Friedrich, Antonia … wie kam sie und wie kamen andere in die Kenntnis dieser Kabbala, die ja zunächst hebräisch natürlich verfasst war?Da spielte schon vorher im 16. Jahrhundert eine große Rolle &#039;&#039;Johannes Reuchlin&#039;&#039;, auch ein reformatorisch-protestantisch gesinnter Gelehrter hier aus dem württembergischen Raum, der eine Grammatik der hebräischen Sprache veröffentlicht hatte und sozusagen dafür sorgte, dass Hebräisch wieder gelehrt werden und dann eben auch verstanden werden konnte. Also er sorgte für diese Kenntniss.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auch andere, die sich nach Italien begeben hatten, hatten also von diesen kabbalistischen Schriften Kenntnis genommen. Die waren nach Italien dadurch gelangt, dass die jüdischen Gelehrten in Spanien vertrieben worden waren und dann nach Italien geflüchtet waren. Und dort fanden sie Aufnahme, nämlich in dem Umkreis der Platonischen Akademie in Florenz und bei den Renaissance-Humanisten Italiens, die sich sehr für diese Kabbala interessierten und darin sozusagen etwas erblickten, mit dem sie sich eben intensiv beschäftigten. Und das führte sozusagen zu dieser Umformung der kabbalistischen Lehren zu der sogenannten christlichen Kabbala. Das geschah also in dem Umfeld dieses italienischen Renaissance-Humanismus und gelangte von dort dann eben auch nach Deutschland, eben auch nach Württemberg, hier an den Stuttgarter Fürstenhof. Von daher ist es auch nicht ganz von der Hand zu weisen, dass die Anthroposophie in Italien doch deutlich stärker Fuß gefasst hat als beispielsweise in Frankreich, wo sie eben in der Folge der cartesianischen Philosophie dann stark verfolgt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Descartes als Verbündeter der jesuitischen Hexenjagd gegen den Rosenkreuzer-Impuls in Frankreich 00:24:53 ===&lt;br /&gt;
Descartes, nachdem er aus Deutschland zurückkam, weil er sich nämlich dann doch beteiligt hatte an diesem Feldzug gegen diesen Friedrich von der Pfalz da in Prag, der da gestürzt wurde, also dieser Winterkönig. Bei diesem Feldzug war Descartes dabei und hatte eben mit diesen jesuitischen Truppen sich nach Prag begeben. Er hatte selber eine jesuitische Ausbildung durchlaufen, war dann aber längere Zeit sozusagen auf der Suche und fragte sich, was ist das mit diesem Rosenkreuzertum, wie auch andere, wie gesagt, hat sich dann aber gegen diesen Rosenkreuzer-Impuls gewendet, wurde dann bei seiner Rückkehr in Paris sogar verdächtigt, einer dieser Unsichtbaren zu sein, was er widerlegen konnte, dadurch, dass er sich zeigt und sagt, ja schaut her, ich bin nicht unsichtbar. Gleichzeitig setzte aber so eine Art Hexenjagd sozusagen auf das Rosenkreuzertum ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab also Verfolgungen und Hexen- oder Ketzerprozesse, wodurch gerade in Frankreich eben die stärkste Gegnerschaft dann sich entwickelte und wenn man so will auch die Philosophie, die René Descartes dann entwickelt hat, eigentlich diesen Grundsätzen, wenn man so will, der rosenkreuzerischen Lehre, nämlich des Zusammenhangs des Menschen mit dem Kosmos, mit der Natur, dass Descartes eben genau das Gegenteil proklamiert, nämlich eine Trennung, eine Spaltung zwischen Subjekt und Objekt, zwischen Intellekt und äußerer Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Descartes|Descarte]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;s    Rosenkreuzer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] gerade in Frankreich […] die stärkste Gegnerschaft […] die René Descartes dann entwickelt hat […] rosenkreuzerischen Lehre, nämlich des Zusammenhangs des Menschen mit dem Kosmos, mit der Natur, dass Descartes eben genau das Gegenteil proklamiert, nämlich eine Trennung […] , zwischen Intellekt und äußerer Natur”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:24:53   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In England war Francis Bacon ein Gegner der Rosenkreuzer 00:26:35 ===&lt;br /&gt;
In England waren es, wie gesagt, auch Wissenschaftler wie Isaac Newton, die sich für das Rosenkreuzertum und deren Ideen auch im Zusammenhang mit der Alchemie interessierten und das hing einfach damit zusammen, dass die Naturwissenschaften ja noch ganz am Anfang waren, zum Beginn dieses 17. Jahrhunderts, noch keine, wenn man so will, materialistische Naturwissenschaft sich wirklich ausgebildet hatte. Das begann eigentlich erst durch einen weiteren Gegner dieser Rosenkreuzer, nämlich Francis Bacon, der in dieser Zeit seine grundlegenden Schriften eben auch veröffentlichte. Aber für viele war das eben noch nicht ausgemacht, in welche Richtung würde sich die Naturwissenschaft denn entwickeln. Und da waren diese Ideen, die ja sehr skizzenhaft waren, die in diesen Schriften, die da 1614 bis 16 erschienen waren, zum Ausdruck kamen und auch weiteren Schriften dieser englischen Rosenkreuzer, das irgendwie erschien als eine ganz andere Perspektive, die zu dieser Zeit eben noch nicht festgelegt war, sich dann aber auch in England durch die Royal Society immer mehr doch verfestigte, wodurch dann eben andere Anschauungen sofort in Verdacht kamen, eben nicht christlich oder ketzerisch oder was auch immer zu sein, sodass das dann sehr, sehr bald von der Bildfläche verschwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Christian Rosenkreutz als historische Persönlichkeit in der Esoterikforschung 00:28:07 ===&lt;br /&gt;
Und erst in jüngster Zeit, eigentlich jetzt auch wiederum von Holland ausgehend, fangen die universitären Wissenschaften an, sich jetzt mit diesen esoterischen Bewegungen doch intensiver zu beschäftigen. Die sogenannte Esoterikforschung, die eben auch von Amsterdam ausgegangen ist und die heute auch in Deutschland über einige Lehrstühle verfügt, in diesem Kontext beschäftigt man sich eben auch wieder mit diesen rosenkreuzerischen Lehren, auch mit der Gestalt des Christian Rosenkreutzselber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wodurch wir jetzt sozusagen auf das Zentrum der ganzen Thematik zu sprechen kommen, nämlich auf den Begründer dieser rosenkreuzerischen Bewegung, der ja in dieser &#039;&#039;Fama Fraternitatis&#039;&#039; auch biografisch genauer umschrieben wird, als eben der sogenannte Bruder Christian Rosenkreuz. Interessanterweise haben wir da jetzt seit dieser Woche endlich das Buch von &#039;&#039;Ronald Templeton&#039;&#039;, mit dem wir ja hier im Februar auch ein Tagesseminar veranstaltet haben - „&#039;&#039;Die Lebensreise des Christian Rosencreutz”&#039;&#039; vorliegen, auch draußen am Büchertisch erhältlich. Weil interessanterweise in allen Zusammenhängen, wo auch heute noch über Christian Rosenkreutz gesprochen wird, also auch bei dem „Lectorium Rosicrucianum”, aber insbesondere in der sogenannten Esoterikforschung, eigentlich nirgends davon ausgegangen wird, dass Christian Rosenkreutz tatsächlich gelebt hat, dass das also eine historische Persönlichkeit gewesen ist, so wie es in der &#039;&#039;Fama Fraternitatis&#039;&#039; dargestellt und eben auch von Rudolf Steiner dann ganz deutlich beschrieben worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überall, in allen anderen Zusammenhängen, die man auch heute noch hat, wird diese Gestalt als eine mythologische oder symbolische beschrieben. Also nicht historische Persönlichkeit, sondern insbesondere auch die Chymische Hochzeit, auch sein gesamter Lebensgang - alles, was über ihn erzählt wird, wird als etwas Symbolisches erlebt, als etwas, was sozusagen wie ein Urbild sein könne für eine esoterische Entwicklung, aber nicht eine historische Biografie beschreiben würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ronald Templeton rekonstruiert in seiner Bildungsbiografie über Christian Rosenkreutz, dass dieser auf seinen Reisen im 14.Jh. an verschiedenen Bildungsstätten das Wissen, die Geheimnisse und Mysterien des Orients studiert hatte 00:30:44 ===&lt;br /&gt;
Und nun hat Ronald Templeton interessanterweise auf dem Hintergrund eben immer wieder dieser immer wieder auftauchenden, wenn man so will, in Fragestellung der Historizität des Christian Rosenkreutz versucht, die Biografie, so wie sie in der Fama und auch von Rudolf Steiner beschrieben wird, diese Biografie zu rekonstruieren und eben als historisch nachzuweisen. Und das ist ihm dadurch gelungen, dass er den ja in der Fama und auch durch Rudolf Steiner sehr ausführlichen Bildungsgang, also die Bildungsbiografie des Christian Rosenkreuz, dass er die genauer untersucht hat. Und die Orte, an denen Christian Rosenkreutz gewesen sein soll, laut Fama und auch laut Rudolf Steiner, dass er diese Orte jetzt genauer untersucht hat im Hinblick auf die Lehrstätten bzw. Universitäten, die es dort gegeben haben soll, an denen sozusagen Christian Rosenkreutz seine Ausbildung erhalten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun zeigt sich, dass es dazu wirklich ausreichend historisches Material und Dokumente gibt, die genauestens nachweisen, in welcher Form welcher Unterricht dort stattgefunden hat an diesen verschiedenen Städten, die ich jetzt nicht im Detail beschreiben kann, das kann man alles nachlesen in dem neuen Buch vom Templeton. Dabei zeigt sich aber, dass tatsächlich an allen Orten, die da in der Fama erwähnt werden, dass es da tatsächlich Unterricht und Lehrstätten gegeben hat, meistens mit islamischem Hintergrund, aber eben esoterischem Islam. Wenn man so will, das Wissen des Orients, die Geheimnisse, die Mysterien des Orients, die an diesen Hochschulen, an denen eben auch Christian Rosenkreutzgelebt hat und Unterricht bezogen hat, dass es dort tatsächlich solche Schulen gab, bis dahin, dass man auch Details über die Art von Unterricht und die Inhalte, die da unterrichtet wurden, auch finden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sodass also diese Bildungsbiografie bis in Details hinein tatsächlich historisch rekonstruierbar ist. Wodurch eben deutlich wird, dass die Autoren dieser Schriften eben nicht eine symbolische Erfindung einer Bildungsbiografie dahingestellt haben, sondern dass sie tatsächlich einen Bildungsgang und diese Reisen beschrieben haben, die mindestens zu der Zeit, in der sie eben stattgefunden haben sollen, nämlich im 14. Jahrhundert. Dass die tatsächlich so im Detail stattgefunden haben können und dass eigentlich kein Grund besteht, anzunehmen, dass das nun alles erfunden sei, wenn die ganzen historischen zugrunde liegenden Fakten eben alle nachweislich so gewesen sind, wie sie dort in dieser Bildungsbiografie der Fama beschrieben worden sind. Also das ist eine ausgezeichnete Leistung von Ronald Templeton, dass er diesen historischen Hintergrund jetzt mal wirklich festmachen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Christian Rosenkreutz]]    [[Fama Fraternitatis]]    Rudolf Steiner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] dass Christian Rosenkreutz tatsächlich gelebt hat, dass das also eine historische Persönlichkeit gewesen ist, so wie es in der Fama Fraternitatis dargestellt und eben auch von Rudolf Steiner dann ganz deutlich beschrieben worden ist.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:28:07   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Goethe und die Spuren des Rosenkreuzertums 00:34:08 ===&lt;br /&gt;
Und das kann man jetzt, wenn man das jetzt geschichtlich weiter verfolgt, weil das Rosenkreuzertum äußerlich dann eben mit Beginn des 30-jährigen Krieges verschwindet von der Bildfläche. Das taucht wirklich nur sehr kurz auf, eben zwischen 1614 und 1619, bis dann dieser Winterkönig gestürzt wird und die Anhänger nach Holland flüchten müssen, sich verbergen müssen. Valentin Andreae sich dann auch praktisch äußerlich abwendet und auch meint mit diesen Jugendschriften eigentlich nichts zu tun gehabt zu haben. Also in der Folge des 30-jährigen Krieges und dieser Verfolgung des Rosenkreuzertums distanziert er sich dann später davon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch taucht dieses Rosenkreuzertum dann in einer sehr merkwürdigen, uns aber wohl bekannten Form wieder auf, nämlich in Goethes Leben. Bei Goethe kann man eben ganz deutlich die Spuren des Rosenkreuzertums in seiner Biografie wiederfinden. Das hat eben Frank Teichmann in dem besagten Buch Goethe und die Rosenkreuzer ja ausführlich dargestellt. Zunächst dadurch, dass er 19-jährig schwer erkrankt, an einer lebensgefährlichen Erkrankung, und dann durch eben einen rosenkreuzerischen Arzt gerettet wird, der ein Fluidum, ein Salz ihm verabreicht, das ihm dann das Leben rettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der dann später bei seiner Harzreise eine Art rosenkreuzerische Einweihung erlebt, die in anderer Gestalt von Rudolf Steiner dann später beschrieben worden ist in den Vorträgen mit Mysterienstätten des Mittelalters. Da gibt es zwei Vorträge, in denen Rudolf Steiner von einer sogenannten rosenkreuzerischen Einweihung spricht, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie durch eine Begegnung auf einem Berg und eine andere Begegnung in einem Berg stattfindet. Also zwei Stufen, auf einem Berg und in einem Berg. Und Steiner weist nur darauf hin im Zusammenhang dieser Vorträge, dass sich diese Einweihung später immer wieder in einer gewissen Weise wiederholt hat oder wieder miterlebt worden ist. Und einer derjenigen, die eben diese Einweihung miterlebt oder wiedererlebt haben, war eben Goethe, dem eben genau das wiederfuhr, dass er da in einem Bergwerk, nämlich im Harz, eine bestimmte Begegnung erlebte und dann anschließend eben auch auf dem Berg, nämlich auf diesem Brocken bei der Besteigung dieses Berges, worüber er seiner Freundin Frau von Stein eben in Briefen berichtet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Kontext ist es auch interessant, dass Goethe der Frau von Stein auch schreibt, dass er die Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreutzgelesen habe und dann sagt, Christian Rosenkreuz, Hochzeit habe ich hinaus gelesen. Es gibt ein schön Märchen zur guten Stunde zu erzählen, wenn es wiedergeboren wird. In seiner alten Haut ist es nicht zu genießen. 1786 schreibt das Goethe, also er fand vor allem diese zum Teil ja blutigen Bilder in dieser Chymischen Hochzeit nicht zu genießen und bringt dann 1795 eben sein Märchen, das Goethe-Märchen, als das, was er nennt die Wiedergeburt dieser Chymischen Hochzeit. Das Goethe-Märchen hat ganz eindeutig diesen Hintergrund, bis auch dahin, dass diese Brücke, von der da die Rede ist, im Zusammenhang mit der Heidelberger Brücke steht, die auch heute noch in Heidelberg zu sehen ist, also da auch taucht Heidelberg am Rande wieder auf. Und auch Rudolf Steiner weist auf diesen Kontext eben hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zweiter Text von Goethe ist natürlich das berühmte Fragment Die Geheimnisse, wo sich herausstellt, dass Goethe da etwas beschreibt, was später Rudolf Steiner dann rekonstruiert hat, als die eigentliche Einweihung des Christian Rosenkreuz. Steiner macht das so fest, das werde ich gleich noch etwas genauer beschreiben, dass sich diese eigentliche Einweihung im 13. Jahrhundert vollzogen hat, wo diese Persönlichkeit noch nicht Christian Rosenkreutzhieß, wo sie auch nicht so sehr lange lebte, wo sich aber dieser Umkreis, dieser 12. und dieser 13., der er eben gewesen ist, wo sich diese Gestaltung wiederfindet in einer sehr besonderen Konstellation, die ich gleich noch ausführlicher darstellen möchte. Auf jeden Fall so Steiner hat Goethe sozusagen da etwas beschrieben in diesem Text, Die Geheimnisse, was sich historisch gesehen im Zusammenhang mit dieser ursprünglichen Einweihung des Christian Rosenkreutzim 13. Jahrhundert tatsächlich ereignet hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Mysteriendrama und der Aspekt der Kraft 00:39:40 ===&lt;br /&gt;
So sehen wir also in Goethes Leben sozusagen Spuren des Rosenkreuzertums wieder aufscheinen. Und nun ist es so, dass ja eben Rudolf Steiner sich nicht umsonst ganz wesentlich bei der Begründung der Anthroposophie in vielen Punkten, sowohl naturwissenschaftlich wie auch vor allem von der künstlerischen Seite her, an Goethe anschließt. Und einer dieser Anschlusspunkte ist eben das erste Mysteriendrama, das ja zunächst eigentlich das goethesche Märchen auf die Bühne bringen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben also eine mehrfache Metamorphose. Chymische Hochzeit von Valentin Andreae mit Christian Rosenkreutzim Zentrum, durch Goethe in das Märchen metamorphosiert und durch Rudolf Steiner in sein erstes Mysteriendrama, das ja untertitelt wird mit ein Rosenkreuzer Mysterium. Und das Siegel, was wir da haben von diesem ersten Drama, hat eben diese drei Rosenkreuzer-Worte zum Inhalt. Also Ex Deo Nascimur, In Christo Morimur, Per Spiritum Sanctum Reviviscimus, das steht auf diesem Siegel des ersten Dramas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wieso ist das ein Rosenkreuzer Mysterium? Zum einen haben wir sozusagen die historische Wurzel, die historischen Vorläufer, die aber nur ganz im Verborgenen jetzt da wieder auftauchen. Aber ein wesentlicher Aspekt, den ich jetzt hervorheben will und der für Rudolf Steiner sozusagen dann zentral wird, das ist der Aspekt der Kraft. Also das, was da umschrieben wird mit Kräften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hatte ja am Anfang gesagt, die anthroposophische Bewegung zeichnet sich dadurch aus, dass es nicht eine Weltanschauung, eine Lehre, eine religiöse Anschauung, eine esoterische Lehre allein ist, sondern dass alle diese Ideen, dass die sich praktisch auswirken, dass die also, wenn man so will, Kraft haben, dass wir es zu tun haben mit einem Kraftorganismus, wenn wir auf die Anthroposophie hinschauen, einem Kraftorganismus, der wie alles Ätherische, was eben Lebenskräfte sind, nicht das Ätherische kann für sich alleine gar nicht existieren, sondern das Ätherische ist immer nur zusammenhängend denkbar oder überhaupt erlebbar mit etwas Physischem, was von diesem Ätherischen gestaltet und verlebendigt wird. Ein Ätherisches für sich gibt es gar nicht. Ein Ätherisches kann immer nur im Zusammenhang mit Physischem überhaupt beobachtet werden. So wie der Ätherleib eben einen physischen Leib gestaltet, gestalten eben diese Kräfte das Lebendige und, wenn man so will, unser Leben. Weshalb Rudolf Steiner auch darauf aufmerksam macht, dass er sagt, unsere Gedanken- und Vorstellungskräfte und alles, was wir sozusagen an Kultur hervorbringen, das sind umgewandelte Lebenskräfte. Wir denken mit denselben Kräften, mit denen wir wachsen. Das sind dieselben Kräfte, die sich nur umwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und mit diesem Kraftaspekt haben wir es sozusagen zu tun, wenn wir von der Anthroposophie sprechen. Und natürlich muss man sich fragen, woher kommen jetzt diese Kräfte? In dem Mysteriendrama taucht das an verschiedenen Stellen in dem ersten Bild schon auf, dass eben der Capesius, der ein Gedankenmensch ist, ein Professor ist, dass der etwas ganz Besonderes in diesem anthroposophischen Zusammenhang bemerkt. Er sagt, was hier jedoch sich zeigt, gibt viel zu denken Menschen meiner Art. Erklärlich schien uns solche Wirkung, wo überhitzter Sektengeist die Seelen nur betörend sich über Menschen gießt. Doch hier ist nichts von solchem Geist zu sehen. Man will nur durch Vernunft zur Seele sprechen. Und doch, man schafft durch Worte echte Lebenskräfte und spricht zum tiefsten Herzensgrund. Und selbst des Wollens Reich ergreift das Sonderbare etwas, das jenen, die gleich mir in alten Bahnen wandeln, als blasses Denken nur erscheinen will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Capesius fällt auf, dass in diesem Zusammenhang des Benedictus und der Maria, dass diese Worte, die da gesprochen oder auch studiert werden, dass das Lebenskräfte sind, dass sie Kraft haben. Und das kommt dann auch noch zum Ausdruck an der Stelle, wo die andere Maria auftaucht. Auch noch in diesem ersten Bild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagt nämlich, ich muss stets neue Kraft mir holen aus dem Reichtum, der hier aus Geistesquellen fließt. Die warme Zauberkraft der Worte, die hier ich höre, ergießt in meine Hände sich und fließt wie Balsam weiter, berührt die Hand den Leidbeladenen, sie wandelt sich auf meinen Lippen in rechte Trostesrede für schmerzdurchwühlte Herzen. Ich frage nach der Worte Ursprung nicht, ich schaue ihre Wahrheit. Wenn lebend, leben sie mir Spenden. Das sagt jetzt diese andere Maria.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Maria sagt dann noch, um das zu erklären, doch unsere Freundin hat erschöpft des Lebens beste Kräfte durch ihre Arbeitsüberfülle und aller Lebensmut war ihr genommen durch schweren Schicksalsdruck, den sie erfahren, die Kräfte hatte sie geopfert, der Kinder sorglich Leitung, der Mut war hingesunken, als ihr ein früher Tod den teuren Gatten nahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst ist diese andere Maria sozusagen zusammengebrochen, hatte keine Kräfte mehr, sie war am Ende, ein Burnout würde man das heute nennen. Ihr Mann ist durch einen frühen Tod gestorben, sie hatte alles sozusagen der Erziehung der Kinder gewidmet und war jetzt kräftemäßig am Ende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da brachten Schicksalsmächte sie in unserer Geistes leere Bann &#039;&#039;[?]&#039;&#039; und ihre Lebenskräfte erblühten noch zum zweiten Mal. Nicht so, dass sie dann eben jetzt sagt, ich muss stets neue Kraft mir holen aus dem Reichtum, der hier aus Geistesquellen fließt. Die warme Zauberkraft der Worte, die hier ich höre, ergießt in meine Hände sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also sie schreibt jetzt ihre Wirksamkeit und ihr neues Leben den Worten zu, die sie jetzt da hört, in diesem Rosenkreuzer-Tempel eigentlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der unsterbliche Ätherleib als Kraftquelle 00:47:29 ===&lt;br /&gt;
Und nun, wenn man bei Rudolf Steiner jetzt selber nachliest, in seinem Buch »Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?«, dann findet man an ganz zentraler Stelle, ganz am Anfang, genau das eigentlich beschrieben. Nicht, Sie alle kennen ja dieses Buch, das da anfängt mit dem sogenannten »Pfad der Verehrung«. Und diese Verehrung, die da entwickelt wird, die bezeichnet Rudolf Steiner immer so, dass er sagt, daraus schöpft der Mensch Kraft. Wenn er diese Verehrung in der Lage ist zu entwickeln, dann schöpft er daraus Kräfte. Und umgekehrt, wenn er das nicht tut, dann raubt er sich Kräfte. Begegne ich einem Menschen und tadele ich seine Schwächen, so raube ich mir höhere Erkenntniskraft. Suche ich liebevoll mich in seine Vorzüge zu vertiefen, so sammle ich solche Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht, diese Übung, die dann später wieder auftaucht, in verwandelter Form als Positivitätsübung, das ist die Grundübung dieses Buches, die in mehrfacher Form in dem Buch mindestens viermal wieder auftaucht, dass man Kritik zurückhalten soll, dass man kritiklos Worte sich anhören soll, auch wenn sie noch so falsch klingen. Nicht, das, was da am Anfang als das Gefühl der Ehrfurcht beschrieben wird, taucht in verschiedenster Weise wieder auf, dann vor allem als Positivitätsübung. Aber es wird eben gleich am Anfang so beschrieben, dass das eine Kraftübung ist, dass das eine Übung ist, die Kraft verleiht. Und das wird dann noch verstärkt durch den Schluss dieses ersten Kapitels, wo es heißt, jede Idee, die dir nicht zum Ideal wird, ertötet in deiner Seele eine Kraft. Jede Idee, die dir aber zum Ideal wird, erschafft in dir Lebenskräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht, da haben wir wieder diesen Zusammenhang, dass es etwas gibt, was abtötend ist, davon ist auch in dem Mysteriendrama natürlich die Rede, auch in dieser Szene mit dem Geist der Elemente wird das ja deutlich, dass die Gedankenart von Strader und Capesius zunächst in dieser Lebenssphäre, in der ätherischen Welt Gewitter erzeugt und eigentlich Zerstörung hervorruft und dass andererseits die Märchen, die Frau Balde erzählt, in dieser Lebenssphäre des Geistes der Elemente, dass die da heilsam wirken, weshalb die Frau Balde dann auch aufgefordert wird für die Schädigungen, die die beiden Irrlichter eigentlich, also Strader und Capesius in der elementarischen Welt hervorrufen, die also Kräfte rauben oder zerstören, dass die Frau Balde dafür bezahlen muss und da diese Kräfte wieder ausgleicht. Was übrigens der Capesius auch bestätigt, dadurch, dass er sagt, wenn ich erschöpft bin und keine Kraft mehr habe, gehe ich zu der Frau Balde und höre mir die Märchen an, die sie mir erzählt. Und die wiederum bringen ihm neue Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wissen wir auch durch Rudolf Steiner, dass diese Märchen, dass die den Ursprung haben in dem Rosenkreuzertum, dass diese mitteleuropäischen Märchen und auch die Märchen der Frau Balde eigentlich rosenkreuzerische Märchen sind. Aber woher kommt jetzt diese Kraft? Was ist das? Was sozusagen, vor allem wenn man auf Rudolf Steiner selber hinblickt, ja ungeheure schöpferische Kräfte zum Vorschein gebracht hat. Wenn man sich nicht nur sein schriftliches Werk, sondern vor allem sein künstlerisches Werk anschaut und etwa den Seelenkalender sich anschaut, wie der entstanden ist, dann fragt man sich, woher kommt jetzt diese dichterische Fähigkeit, diese enorme Schöpferkraft, die sich in dieser Gesamtkomposition eines Seelenkalenders oder etwa der zwölf Stimmungen dieser kosmologischen Dichtung zum Ausdruck bringt. Woher kommen diese Kräfte, die dann auch den ersten Bau des Goetheanums, also ein architektonisches Werk, zur Erscheinung bringen. Respektive natürlich die vier Mysteriendramen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Woher kommen diese schöpferischen Kräfte? Und da wird man jetzt durch Rudolf Steiner, und damit komme ich langsam zum Abschluss dieser Betrachtungen, da wird man jetzt durch Rudolf Steiner eben aufmerksam gemacht, auf das, was mit diesem Christian Rosenkreutztatsächlich unsterblich verbunden ist. Das macht nämlich Rudolf Steiner, und diese Vorträge können Sie nachlesen, eben hier in diesem Sammelband. Das sind die sogenannten Neuchâteler Vorträge, wo Steiner eben zwei Vorträge gehalten hat, über eben diese okkulte Biografie und diese Einweihung des Christian Rosenkreuz, die eben schon vor dem 14. Jahrhundert, also vor dieser Inkarnation, in der er dann auch diesen Namen erhält, gewesen sein soll. Dass da so ein Kollegium von zwölf Eingeweihten sich eben versammelt hat, um diesen 13. alle Weisheiten, die es bis dahin gegeben hatte, der atlantischen Zeit und der nachatlantischen Zeit, vermittelt haben. Woraufhin dieser Jüngling in einen todesartigen Zustand gekommen sei, bei dem sich aber sozusagen sein Leib wie durchsichtig hätte gezeigt. Und die Folge davon war, dass nach dem Tod dieses Eingeweihten jungen Mannes, dass dessen Ätherleib sich dann eben nicht mehr aufgelöst hat. Steiner nennt ihn dann den unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreuz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieser Ätherleib ist nun eben eine Kraftquelle. Nicht, denn ein ätherischer Leib ist etwas, was Kräfte beinhaltet, die in der Lage sind, Physisches zu gestalten, beziehungsweise dem Physischen eben Kräfte zu verleihen. Lebenskräfte, die dann umgewandelt werden in kulturelle oder Denk- und Vorstellungskräfte. Nicht, eine Kraftquelle, an die dadurch die Menschen anschließen können, dass sie sich eben auch verbinden mit diesem Geschehen, was eben Christian Rosenkreutzauszeichnet, was in den Rosenkreuzer-Worten zum Ausdruck kommt, mit diesem Mysterium von Golgatha. Das ist sozusagen der Schlüssel für diese Kraftquelle. Und daraus gibt es dann, wie Rudolf Steiner, Sie müssen das nachlesen in diesen Neuchâteler Vorträgen, wie er es dann wörtlich ausdrückt, dass sich die Wirksamkeit dieses Ätherleibes dann im Laufe der Jahrhunderte immer mehr verstärkt hätte dadurch, dass immer mehr Menschen sozusagen in diese Sphäre vorgedrungen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das sei nun seit dem Ende des Kali-Yuga, das nennt Rudolf Steiner in dem Zusammenhang auch das Jahr 1899, dass seit dem Zeitpunkt 1900, wo er dann eben anfängt über das goethesche Märchen, also diesen rosenkreuzerischen Zusammenhang erstmalig zu sprechen, er sagt, in diesem Zusammenhang wurde ich erstmalig esoterisch. 1900, Goethes Märchen, Ende des Kali-Yuga und seit diesem 20. Jahrhundert sei es jetzt sozusagen immer mehr Menschen möglich, in diese Sphäre sich zu begeben, weil die sich auch dadurch verstärkt hat, dass nun andere Ätherleiber insofern auch teilweise jedenfalls sich unsterblich erwiesen haben, als sie eben sich mit dieser Sphäre verbinden konnten. Steiner nennt sie in diesem Zusammenhang die Sphäre des Heiligen Geistes. Also die Sphäre, wo die Ätherleiber eben jetzt unsterblich werden, insofern sie sich mit dem Christus verbinden konnten. Diese Sphäre des Heiligen Geistes, das sei die eigentliche Inspirations- und Kraftquelle der anthroposophischen Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schluss: Die Christuskräfte im Menschen 00:56:49 ===&lt;br /&gt;
Also auf diesen Kontext kommt man sozusagen dann wieder zurück und entdeckt sozusagen da das Geheimnis, wenn man so will, auch für diese unglaubliche Schöpferkräfte, die Rudolf Steiner auf so vielen Gebieten eben, bis eben in diese praktischen, wissenschaftlichen Zusammenhänge medizinischer oder pädagogischer oder auch landwirtschaftlicher Art, dass er überall eben sich als enorm schöpferisch erwies und andere Menschen wiederum anleitete oder inspirierte, ebenfalls in dieser Weise tätig zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da hat man sozusagen diesen Hintergrund und abschließend will ich da noch ein Zitat bringen, wenn man jetzt andere Vorträge in dem Zusammenhang nochmal studiert, auch wiederum von 1911, also diese Neuchâteler Vorträge, das ist 1911 und da gibt es eben auch die Vorträge in Kopenhagen über die geistige Führung des Menschen und der Menschheit und da bringt Steiner das jetzt direkt mit dem Christus in Zusammenhang, dass er sagt, die am Menschen im Kindheitsalter wirksamen Kräfte erkennen, heißt den Christus im Menschen erkennen. Also die Kräfte, wo Rudolf Steiner beschreibt, die im Gehen lernen, im Sprechen lernen, im Denken lernen, die also in der menschlichen Entwicklung das eigentlich Menschliche zum Vorschein bringen, diese wachstums- und ätherischen Kräfte, die in diesen ersten drei Jahren des Kindes wirksam sind, das seien eben die Christuskräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn eine wirkliche seelische Selbsterkenntnis führt für den gegenwärtigen Menschen dahin einzusehen, dass in der Menschenseele Kräfte gefunden werden können, welche von diesem Christus ausgehen. In den ersten drei Kindheitsjahren wirken diese Kräfte, ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht, daran sieht man, dass das eben alles nicht, wenn man so will, theologische oder erkenntnistheoretische Fragen sind, sondern dass alle diese anthroposophischen Erkenntnisbemühungen, dass die immer dahin münden, dass das eben Kräfte hervorbringt. Nicht ganz am Schluss, oder nicht ganz am Schluss, sondern hier in Via Langmann *[?]* kommt der Rudolf Steiner auch auf das Studium noch einmal zu sprechen, was ja immer mehr heutzutage auch infrage gestellt wird, weil gesagt wird, die Texte sind zu schwierig. Denn weil diese Lehren aus dem lebendigen, inneren Worte, aus der lebendigen Einsprechung geschöpft sind, haben sie selbst geistiges Leben. Sie sind nicht bloß Worte, sie sind lebendige Kräfte. Und während du den Worten eines Geheimkundigen folgst, während du ein Buch liest, das einer wirklichen inneren Erfahrung entstammt, wirken in deiner Seele Kräfte, welche dich ebenso hellsehend machen, wie die Naturkräfte aus lebendigem Stoffe deine Augen und Ohren gebildet haben. Nicht, also diese Kräfte, die in unserem Wachstum wirksam sind, verwandeln sich jetzt in diesen Kontext eben in Kräfte, die zu höherer Erkenntnis führen und damit eben die Anthroposophie begründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So viel wollte ich Ihnen heute Abend zur Einführung in dieses neue Tertial gerne erzählen, über eben diesen historischen Zusammenhang dieser, wenn man so will, Kraftbewegung des Rosenkreuzertums. Vielen Dank für Ihr Interesse und Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Frank Teichmann: &#039;&#039;Goethe und die Rosenkreuzer&#039;&#039;, Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2007, &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 978-3772516160&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Neider, Andreas / Schukraft, Harald : &#039;&#039;Rudolf Steiner in Stuttgart&#039;&#039;, 168 S., kart. EUR 19,95, Belser Verlag, Stuttgart 2011&lt;br /&gt;
* Yates, Frances A.: &#039;&#039;Aufklärung im Zeichen des Rosenkreuzes&#039;&#039;, Klett-Cotta 1997, ISBN-13978-3608918830&lt;br /&gt;
* Templeton, Ronald: Die Lebensreise des Christian Rosencreutz - Eine biografische Rekonstruktion, Verlag Urachhaus, ISBN-13978-3825153557&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Die Lebensreise des Christian Rosencreutz: Eine biografische Rekonstruktion =&lt;br /&gt;
von Ronald Templeton &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Transkriptionsstufe 100%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Das_Rosenkreuzertum_%E2%80%93_ein_Vortrag_von_Andreas_Neider,_2025&amp;diff=32972</id>
		<title>Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2025</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthro.world/index.php?title=Das_Rosenkreuzertum_%E2%80%93_ein_Vortrag_von_Andreas_Neider,_2025&amp;diff=32972"/>
		<updated>2026-10-13T19:22:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: /* Rosenkreuzerische Bestrebungen am alchemistischen Hof von Friedrich V. in Heidelberg und die „Bibliotheca Palatina“ 00: */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Andreas Neider_2025-11-17.jpg|link=https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8|thumb|Bild: Anthroposophische Gesellschaft Stuttgart. Das Rosenkreuzertum - ein Vortrag vom 17. November 2025 von [[Andreas Neider]] in der Anthroposophischen Gesellschaft Stuttgart. [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8 Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
[[Andreas Neider|| zurück zu Andreas Neider |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkript vom Vortrag vom 17. November 2025 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., Oktober 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prüfe die Stelle „hier in Via Langmann&amp;quot;, wo im Rohtext offenbar ein Buch- oder Ortsname verstümmelt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrüßung 00:00:16 ===&lt;br /&gt;
Ja, herzlichen Dank, lieber Sebastian, und herzlich willkommen, guten Abend, sehr verehrte liebe Freunde!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückblick auf Frank Teichmann und seinen letzten Vortrag über das Rosenkreuzertum 00:00:26 ===&lt;br /&gt;
Ja, unser Thema, das Rosenkreuzertum und seine Beziehung zur anthroposophischen Bewegung, beschäftigt mich schon sehr lange. Genauer gesprochen eigentlich seit 2006 oder 2007. Nämlich in dem Moment, wo &#039;&#039;Frank Teichmann&#039;&#039;, der lange hier ja für uns tätig war, über die Schwelle gegangen ist und kurz vor seinem Tod eben hier in diesem Saal noch einen Vortrag, einen letzten Vortrag hielt, in dem er wie testamentarisch eben auf dieses Rosenkreuzertum auch noch einmal zu sprechen kam. Ich werde das im Laufe dieses Abends auch noch einmal weiter vertiefen. Aber ihm verdanke ich letztlich eigentlich meine Beschäftigung mit diesem Thema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe dann 2007 eben nach seinem Tod zunächst sein eigenes hinterlassenes Werk noch veröffentlicht: „Goethe und die Rosenkreuzer” - das waren sechs Vorträge, die er hier gehalten hatte, bei einem Wochenende, die wir aufgenommen hatten, die aber noch nicht verschriftlicht waren zu dem Zeitpunkt seines Todes. Die haben dann Brigitte Teichmann und ich anschließend herausgebracht. Und gleichzeitig habe ich im Rudolf-Steiner-Verlag eben ein Buch über Anthroposophie und Rosenkreuzertum, das Sie auch draußen am Büchertisch finden, herausgegeben, in dem sehr zentrale Aussagen Rudolf Steiners zu diesem Thema veröffentlicht sind, auf die ich heute im Laufe des Abends eben auch zu sprechen kommen werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Teichmann, Frank]]    [[Goethe]]    [[Rosenkreuzer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] sein eigenes hinterlassenes Werk noch veröffentlicht: „Goethe und die Rosenkreuzer” [Frank Teichmann] - das waren sechs Vorträge, die er hier gehalten hatte […]“ | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:26&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Welche Beziehung haben Rudolf Steiner und die Anthroposophie eigentlich zu Stuttgart? 00:02:05 ===&lt;br /&gt;
Eine Fragestellung, die mich dann weiterhin immer wieder begleitet hat und die auch zu einer weiteren Publikation geführt hat in dem Jubiläumsjahr 2011, also zu dem 150. Geburtstag Rudolf Steiners. Da trat an mich die Frage heran, ja welche Beziehung hat Rudolf Steiner und die Anthroposophie eigentlich zu Stuttgart? Und warum haben wir es hier an diesem Ort oder, wenn man so will, auch in diesem Land Baden-Württemberg, warum haben wir da mit so einer sehr starken Anhäufung anthroposophischer Initiativen es zu tun? Was hat das mit Stuttgart zu tun? Und ich habe damals in diesem Buch &#039;&#039;„Rudolf Steiner in Stuttgart”&#039;&#039; versucht, da eine Antwort zu geben, bin aber auf die Zusammenhänge, die ich jetzt heute erwähnen werde und darstellen werde, damals noch nicht eingegangen, weil mir das auch in dem Rahmen noch nicht wirklich alles deutlich vor Augen stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Charakteristische für die Anthroposophie ist nicht ein theoretisches Lehrgebäude, sondern ihr Hineinwirken ins Praktische 00:03:05 ===&lt;br /&gt;
Aber wenn Sie das ausdehnen, diese Fragestellung - wie ist das geografisch und historisch? An welchen Orten hat sich die anthroposophische Bewegung besonders stark sozusagen etablieren können oder ist sie fruchtbar geworden? Und da kommt man natürlich zunächst auf diesen württembergischen Raum rund um Stuttgart. Auch andere Territorien in Deutschland wird man da finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn man ins Ausland geht, wird man zunächst in die Niederlande geführt, nach Holland, wo die Anthroposophie sich schon sehr, sehr früh etablieren konnte und eben bis heute auch wirklich sehr stark wirksam geworden ist in allen ihren Gebieten. Denn das ist eben das Charakteristische für die Anthroposophie, dass es eben nicht, wie andere Religionen oder Weltanschauungen, nur ein theoretisches oder, wenn man so will, Lehrgebäude ist, sondern dass die Anthroposophie überall, wo sie eben wirksam geworden ist, immer ins Praktische hinein gewirkt hat. Und das unterscheidet sie sowohl von anderen religiösen Bewegungen, wie etwa eben dem katholischen oder protestantischen Christentum oder dem Buddhismus oder dem Islam oder auch was auch immer an religiösen Bewegungen es sein mögen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine dieser ganzen Bewegungen hat eine eigenständige Medizin, eine eigenständige Pädagogik, eine eigenständige Landwirtschaft oder Heilpädagogik oder sozialwissenschaftliche Lehre entwickelt. Das zeichnet die Anthroposophie aus und das unterscheidet sie auch von allen esoterischen Bewegungen, in welcher Richtung auch immer, die sich entwickelt haben mögen. Aber keine von diesen heutigen sogenannten esoterischen Lehren verfügt über eben praktische Auswirkungen in allen diesen genannten Gebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die besondere Verbreitung der Anthroposophie in den Niederlanden, im südwestdeutschen und englischen Raum, sowie in Skandinavien 00:05:16 ===&lt;br /&gt;
Und das zeichnet eben die Anthroposophie aus und in dieser Weise hat sie sich eben neben eben diesem südwestdeutschen Raum vor allem in den Niederlanden ausgebreitet, dann auch deutlich im englischsprachigen, im englischen Raum und in Skandinavien. Und zunächst, wenn man jetzt äußerlich hinschaut, wird man da zunächst eine Übereinstimmung finden mit dem Protestantismus und besonders dem Calvinismus oder anderen strengeren, pietistisch ausgerichteten protestantischen Strömungen. Das ist auch für hier, für den württembergischen Raum ist das eindeutig, während man umgekehrt in katholischen Ländern, auch in Deutschland selber, in Bayern zum Beispiel, aber insbesondere in Frankreich, eben überhaupt gar nicht diese anthroposophische Bewegung in dieser Weise sich ausbreiten sieht, weder historisch noch gegenwärtig. Eher sogar, könnte man sagen, rückläufig, wenn man auf Frankreich hinblickt, dann wird die Anthroposophie dort nach wie vor oder manchmal auch verstärkt bekämpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das historische Auftreten des Rosenkreuzertums im Stuttgarter Raum im Kreis um Johann Valentin Andreae 00:06:32 ===&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieses Phänomen, was ich jetzt historisch-geografisch hier beschreibe, das hat einen ganz konkreten Hintergrund, auf den ich jetzt eben zu sprechen kommen möchte. Weil man nämlich feststellt, wenn man sich mit diesen geografischen und historischen Zeiträumen beschäftigt, um die es hier geht, dass an all diesen genannten Orten, also insbesondere eben in dem württembergischen Raum, aber eben auch in den Niederlanden, in England vor allem, dass sich dort eben historisch gesehen das Rosenkreuzertum tatsächlich ausgebreitet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass es ursprünglich ja hier aus diesem Stuttgarter Raum von hier aus ausgegangen ist, genauer gesprochen eigentlich von Tübingen, von diesem dortigen Kreis um &#039;&#039;Johann Valentin Andreae&#039;&#039;, der damals aber noch sehr jung war und dessen drei Schriften in den Jahren 1614/15 und 16 ein europaweites Aufsehen erregt haben. Also diese drei Schriften, die „Fama Fraternitatis”, die „&#039;&#039;Confessio”&#039;&#039; und die sogenannte „&#039;&#039;Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreuz&#039;&#039;.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun, wenn man jetzt historisch sich fragt, ja was spielte sich denn ab in dieser Zeit, zum Beginn des 17. Jahrhunderts? Wie konnte eine solche Bewegung, diese rosenkreuzerische Bewegung, die aber weitestgehend unsichtbar blieb … man nannte die Rosenkreuzer eigentlich dann auch „die Unsichtbaren”, weil sie äußerlich im Grunde genommen gar nicht in Erscheinung traten, sondern nur durch diese Schriften, die wiederum dort gedruckt werden durften. Damals gab es ja ein Imprimatur, das von den jeweiligen Landesfürsten erteilt wurde und das waren durchgehend nur protestantische Landesfürsten, wie etwa der Moritz von Hessen-Kassel, wo eben die erste Auflage dieser „Fama Fraternitatis” erschienen war … also in Kassel, und das waren eben wiederum protestantische Landesfürsten. Ähnliches war dann in Straßburg oder auch hier in Württemberg eben auch der Fall. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In den frühen Schriften der Rosenkreuzer ist die Anthroposophie in einer sehr rudimentären Form bereits enthalten. Ihre eigentliche praktische Wirksamkeit blieb im Unsichtbaren 00:08:52 ===&lt;br /&gt;
Und wenn man das historisch sich genauer anschaut, dann bemerkt man, dass diese Fürsten nicht nur protestantisch gesinnt waren, sondern dass sie, wenn man so will, esoterisch gesinnt waren. Und das hing damit zusammen, dass eben dieses Rosenkreuzertum, wenn man sich diese Schriften genauer anguckt, eigentlich etwas proklamierte, was wir tatsächlich 300 Jahre später wiederfinden in der Gestalt der Anthroposophie. Also das, was die Anthroposophie eben auszeichnet, dass sie in allen Lebensgebieten wirksam geworden ist, dass sie ihre Ideen, die im Wesentlichen den Zusammenhang des Makrokosmischen mit dem mikrokosmischen Menschen umfassen, die den Menschen also anbinden an einen kosmologischen Ursprung und ihn in Zusammenhang sehen mit den Phänomenen der Natur, die den Menschen also nicht abtrennen, sondern in Verbindung bringen mit der Natur, mit den Naturreichen und aus diesem Menschenverständnis heraus eben eine neue Medizin, eine neue Pädagogik und eine neue Wissenschaft entwickelt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieses Programm, was, wenn man so will, die heutige oder die Anthroposophie des 20. Jahrhunderts vor allem kennzeichnet, das ist in einer, wenn man so will, sehr frühen und noch sehr rudimentären Form in diesen Schriften der Rosenkreuzer eigentlich enthalten. Und das erweckte zu dieser Zeit eben das Interesse verschiedener Landesfürsten, aber auch anderer wissenschaftlich gesinnter Menschen, dass sie jetzt wissen wollten, wer sind diese Leute, die sowas proklamieren und was haben die eigentlich vor?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es erweckte ein großes Aufsehen, ein großes Interesse, ohne dass aber diejenigen, die das publiziert hatten, jetzt weiter in die Öffentlichkeit traten und sich dafür einsetzten. Sie blieben vielmehr, wie gesagt, im Verborgenen. Sie hatten sich auch als Programm sozusagen vorgenommen, dass sie äußerlich nicht durch irgendwelche Zeichen oder Uniformen oder anderes in Erscheinung treten würden, sondern dass sie im Wesentlichen anonym wirksam werden und vor allem im Bereich der Heilkunst tätig sein wollten. Also als Ärzte, aber ohne sich irgendwie zu outen und sich sozusagen als rosenkreuzerische Ärzte oder irgendwie mit dieser Bewegung in Verbindung zu erklären. Ihre eigentliche praktische Wirksamkeit blieb im Unsichtbaren, blieb anonym. Und auch Valentin Andreae hat sich relativ bald eigentlich von dieser Bewegung äußerlich gesehen abgewendet. Was allerdings den hauptsächlichen Grund hatte darin, dass sofort mit der Veröffentlichung dieser Schriften eine intensive Bekämpfung und Verfolgung seitens der katholischen Kirche und vor allem des Jesuitismus gegen diese Bewegung sich äußerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Viele Parallelen einer kabbalistischen Lehrtafel mit den rosenkreuzerischen Ideen 00:12:24 ===&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konkreter gesprochen haben wir es in Stuttgart zu tun mit einem Fürsten, Friedrich I., der um die Wende des 16. zum 17. Jahrhundert hier in dem Stuttgarter Schloss, in dem alten Schloss, was heute auch noch steht, eben mit seiner Familie lebte, dessen Sohn Johann Friedrich, der ab 1608 in diesem Schloss regierte und der eine Tochter hatte, nämlich Antonia von Württemberg. Die wiederum dadurch bekannt geworden ist, dass sie eine sogenannte kabbalistische Lehrtafel hat gestalten lassen von einem Hofkünstler, einem Künstler, der am Hof des württembergischen Fürsten tätig war und diese sogenannte kabbalistische Lehrtafel dann in Bad Teinach, hier im Schwarzwald, aufstellen ließ, wo sie auch heute noch zu sehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weiter 00:13:26&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man sich damit beschäftigt, mit dieser Kabbala, der sogenannten christlichen Kabbala, einer Art Geheimlehre, eigentlich ursprünglich jüdischer Geheimlehre, dann wird man sehr sehr viele Parallelen entdecken in dieser Lehrtafel und in dieser Kabbala mit den rosenkreuzerischen Ideen, die dadurch dann in der Folge dieser Schriften auch durch die sogenannten Lehrtafeln der Rosenkreuzer bekannt geworden sind. Da sind sehr viele Parallelen. Und die Kabbala ist, wenn man so will, auch nichts anderes als eben der Ausdruck eines Hermetismus, wo eben auch der Zusammenhang des Kosmischen mit dem irdischen Menschen beschrieben wird. Sie ist ja so aufgebaut, diese Zehn Sephiroth, aus denen diese Kabbala besteht, dass das eigentlich wie ein umgekehrter Mensch ist, also ein Mensch, der auf dem Kopf steht, der also nach oben in den Kosmos mit seinen Gliedmaßen hineinwächst. Und interessanterweise sind auf dieser Kabbala eben viele Persönlichkeiten abgebildet, die einerseits biblische, meist alttestamentarische Gestalten darstellen, gleichzeitig aber auch Zeitgenossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so findet man also auch den Lehrer Antonias von Württemberg, nämlich Johann Valentin Andreae, auf dieser Lehrtafel abgebildet. Wodurch eben deutlich wird, dass er eben in dem Umfeld dieses württembergischen Fürstenhofes tätig war und eben diese rosenkreuzerischen Ideen dort auch direkt weiter vermittelt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kabbala]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] dieser Kabbala, der sogenannten christlichen Kabbala, einer Art Geheimlehre, eigentlich ursprünglich jüdischer Geheimlehre“ | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:12:24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Johann Valentin Andreae]]    [[Rosenkreuzer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] so findet man also auch den Lehrer Antonias von Württemberg, nämlich Johann Valentin Andreae, auf dieser Lehrtafel abgebildet […] er eben in dem Umfeld dieses württembergischen Fürstenhofes tätig war und eben diese rosenkreuzerischen Ideen dort auch direkt weiter vermittelt hat.“ | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:12:24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rosenkreuzerische Bestrebungen am alchemistischen Hof von Friedrich V. in Heidelberg und die „Bibliotheca Palatina“ 00:15:14 ===&lt;br /&gt;
Ein weiterer Schwerpunkt oder das weitere Zentrum des rosenkreuzerischen und auch alchemistischen Wirkens war das Heidelberger Schloss von Friedrich V. von der Pfalz. Dieser Fürst, der in Heidelberg dieses Schloss errichtet hatte und dazu eben alchemistische sogenannte Wunderkammern und auch einen Garten, der damals auch bekannt war wegen seiner vielen Heilkräuter und auch eine große Bibliothek, die &#039;&#039;Bibliotheca Palatina&#039;&#039;, die in diesem Schloss sich befand. All das gab sozusagen den Ruf eines alchemistischen Hofes oder einer alchemistischen Herrschaft, die dort sozusagen in der Pfalz sich angesiedelt hatte und die dadurch dann politisch an Bedeutung gewann, dass Friedrich V. von der Pfalz durch Christian von Anhalt, einen weiteren Fürsten aus diesem Umkreis, der mit diesen Rosenkreuzer-Schriften in Verbindung sich stehen sah, dass er also durch diesen Christian von Anhalt und andere deutsche Fürsten zum König von Böhmen ernannt worden war und dann eben nach Prag übersiedelt war - 1619. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was allerdings in der Folge dazu führte, dass er zu einem Winterkönig wurde. Das heißt, er war nur einen Winter lang, nämlich 1619 bis 1620 war er dort in Prag böhmischer König und wurde dann vertrieben von dort durch eben die katholischen Truppen. Denn es hatte 1618 ja bereits, wie bekannt, der Dreißigjährige Krieg begonnen, der eben eine Art gegenreformatorische Offensive war gegen diese sich ausbreitenden, aus dem Protestantismus eigentlich herrührenden, rosenkreuzerischen Bestrebungen, die durch Friedrich von der Pfalz jetzt politisch an Bedeutung zu gewinnen schienen. Und das wurde dann eben hintertrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sephiroth]]   Kabbala&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Sie ist ja so aufgebaut, diese 10 Sephiroth, aus denen diese Kabbala besteht, dass das eigentlich wie ein umgekehrter Mensch ist, also ein Mensch, der auf dem Kopf steht, der also nach oben in den Kosmos mit seinen Gliedmaßen hineinwächst“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das historischen Auftreten des Rosenkreuzertums und das rosenkreuzerische Erbe in Amsterdam und im „Lectorium Rosicrucianum“ 00:17:27 ===&lt;br /&gt;
Die ganze rosenkreuzerische Bewegung musste flüchten. Viele ihrer Anhänger sind dann eben in die Niederlande geflüchtet, wo sie dann aufgrund des protestantischen und calvinistischen Hintergrundes der Niederlande, die sich ja gegen Spanien gewehrt und diese katholische Herrschaft abgeschüttelt hatten - also in diesen freien Niederlanden - dort fanden die Flüchtenden vor eben der Gegenreformation und den Kriegern, im Dreißigjährigen Krieg Flüchtenden, fanden dort Aufnahme und konnten dort unterkommen. Dieses rosenkreuzerische Erbe zeigt sich bis heute noch in Amsterdam zum Beispiel dadurch, dass die größte Bibliothek mit alchemistisch-hermetischen und rosenkreuzerischen Schriften aus dieser Zeit und später sich eben dort in Amsterdam befindet, die „Bibliotheca Hermetica“ von Herrn &#039;&#039;Joost Ritman&#039;&#039; und gleichzeitig seit dem 20. Jahrhundert das sogenannte Lectorium Rosicrucianum seinen Ausgang genommen hat.  Also eine Bewegung, die sich auf diese Rosenkreuzer bezieht und die auch heute noch tätig ist, auch hier in Stuttgart tätig ist - Lectorium Rosicrucianum aus Holland. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also sieht man, dass dort eben, wenn man so will, eine Art Refugium gewesen ist für die Vertriebenen, die sich also flüchten mussten aus Deutschland. Und dass gleichzeitig aber in Frankreich eine Art Gegenbewegung, eine Art Verfolgung der Rosenkreuzer einsetzte. Interessanterweise im Umkreis von René Descartes, der sozusagen der Gegenspieler wurde, obwohl er ursprünglich noch als junger Mann eben 1619 nach Deutschland gekommen war, um diese Rosenkreuzer zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also er interessierte sich für die, wie auch viele andere übrigens, Isaac Newton zum Beispiel gehörte auch zu denen, die sich mit diesen englischen Rosenkreuzer-Schriften beschäftigten, von Robert Fludd und John Dee. Das waren zwei englische Rosenkreuzer, die im Umfeld des englischen Königs Jakob I. und seiner Mutter Elisabeth I., also in dieser sogenannten elisabethanischen englischen Gesellschaft, die immer wieder mit dem Rosenkreuzertum in Verbindung gesehen wurde, bis hin auch zu William Shakespeare. Also an dem englischen Hof war das durchaus auch verbreitet und es war auch charakteristisch, dass die Tochter Jakobs I., ebenfalls Elisabeth genannt, dass die mit eben jenem Friedrich von der Pfalz verheiratet wurde und diese Hochzeit auf diesem Heidelberger Schloss ein sehr sehr großes Aufsehen erregte. Das hat damals sozusagen die Regenbogenpresse gefüllt, was alles mit dieser Hochzeit verbunden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und interessanterweise findet man vieles, was mit dieser Hochzeit in Verbindung stand, bis hin auch zu diesem Heidelberger Schloss dann wieder in der Chymischen Hochzeit, die Johann Valentin Andreae verfasst hatte und die 1616 veröffentlicht wurde. Es gab von dieser Chymischen Hochzeit schon eine sehr frühe Jugendschrift, die Johann Valentin Andreae dann später eben umarbeitete, zu dem Buch eben die Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreuz. Ich komme darauf auch später nochmal zurück. Auf jeden Fall taucht da dieser Hintergrund dieser königlichen Hochzeit von eben Friedrich V. von der Pfalz mit dieser Elisabeth von England. Das machte also einen großen Eindruck und das ist sozusagen der äußere Hintergrund, sozusagen die Kulisse für das, was in der Chymischen Hochzeit da beschrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, soviel vielleicht zunächst einmal zu diesem historischen Auftreten des Rosenkreuzertums. Wenn jemand sich damit genauer noch beschäftigen will, historisch gesehen, weil das noch viel weitere Kreise gezogen hat, kann ich nur wärmstens empfehlen Frances A. Yates&#039; Aufklärung im Zeichen des Rosenkreuzes. So heißt dieses Buch, was leider schon lange vergriffen ist, nur noch in Bibliotheken zu finden. Aber da findet man im Grunde genommen alle historischen Zusammenhänge sehr, sehr gut beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rosenkreuzer]]    Lectorium Rosicrucianum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„seit dem 20. Jahrhundert das sogenannte Lectorium Rosicrucianum seinen Ausgang genommen hat. Also eine Bewegung, die sich auf diese Rosenkreuzer bezieht und die auch heute noch tätig ist, auch hier in Stuttgart tätig ist - Lectorium Rosicrucianum aus Holland“ | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Anthroposophie hat in Italien deutlich stärker Fuß gefasst als in Frankreich, wo sie aufgrund der cartesianischen Philosophie stark verfolgt wurde 00:22:30 ===&lt;br /&gt;
Ein weiterer Zusammenhang, auf den ich im Zusammenhang noch mit der Kabbala zu sprechen kommen will; Woher stammten diese kabbalistischen Lehren, die also die Tochter des württembergischen Fürsten Johann Friedrich, Antonia … wie kam sie und wie kamen andere in die Kenntnis dieser Kabbala, die ja zunächst hebräisch natürlich verfasst war?Da spielte schon vorher im 16. Jahrhundert eine große Rolle &#039;&#039;Johannes Reuchlin&#039;&#039;, auch ein reformatorisch-protestantisch gesinnter Gelehrter hier aus dem württembergischen Raum, der eine Grammatik der hebräischen Sprache veröffentlicht hatte und sozusagen dafür sorgte, dass Hebräisch wieder gelehrt werden und dann eben auch verstanden werden konnte. Also er sorgte für diese Kenntniss.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auch andere, die sich nach Italien begeben hatten, hatten also von diesen kabbalistischen Schriften Kenntnis genommen. Die waren nach Italien dadurch gelangt, dass die jüdischen Gelehrten in Spanien vertrieben worden waren und dann nach Italien geflüchtet waren. Und dort fanden sie Aufnahme, nämlich in dem Umkreis der Platonischen Akademie in Florenz und bei den Renaissance-Humanisten Italiens, die sich sehr für diese Kabbala interessierten und darin sozusagen etwas erblickten, mit dem sie sich eben intensiv beschäftigten. Und das führte sozusagen zu dieser Umformung der kabbalistischen Lehren zu der sogenannten christlichen Kabbala. Das geschah also in dem Umfeld dieses italienischen Renaissance-Humanismus und gelangte von dort dann eben auch nach Deutschland, eben auch nach Württemberg, hier an den Stuttgarter Fürstenhof. Von daher ist es auch nicht ganz von der Hand zu weisen, dass die Anthroposophie in Italien doch deutlich stärker Fuß gefasst hat als beispielsweise in Frankreich, wo sie eben in der Folge der cartesianischen Philosophie dann stark verfolgt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Descartes als Verbündeter der jesuitischen Hexenjagd gegen den Rosenkreuzer-Impuls in Frankreich 00:24:53 ===&lt;br /&gt;
Descartes, nachdem er aus Deutschland zurückkam, weil er sich nämlich dann doch beteiligt hatte an diesem Feldzug gegen diesen Friedrich von der Pfalz da in Prag, der da gestürzt wurde, also dieser Winterkönig. Bei diesem Feldzug war Descartes dabei und hatte eben mit diesen jesuitischen Truppen sich nach Prag begeben. Er hatte selber eine jesuitische Ausbildung durchlaufen, war dann aber längere Zeit sozusagen auf der Suche und fragte sich, was ist das mit diesem Rosenkreuzertum, wie auch andere, wie gesagt, hat sich dann aber gegen diesen Rosenkreuzer-Impuls gewendet, wurde dann bei seiner Rückkehr in Paris sogar verdächtigt, einer dieser Unsichtbaren zu sein, was er widerlegen konnte, dadurch, dass er sich zeigt und sagt, ja schaut her, ich bin nicht unsichtbar. Gleichzeitig setzte aber so eine Art Hexenjagd sozusagen auf das Rosenkreuzertum ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab also Verfolgungen und Hexen- oder Ketzerprozesse, wodurch gerade in Frankreich eben die stärkste Gegnerschaft dann sich entwickelte und wenn man so will auch die Philosophie, die René Descartes dann entwickelt hat, eigentlich diesen Grundsätzen, wenn man so will, der rosenkreuzerischen Lehre, nämlich des Zusammenhangs des Menschen mit dem Kosmos, mit der Natur, dass Descartes eben genau das Gegenteil proklamiert, nämlich eine Trennung, eine Spaltung zwischen Subjekt und Objekt, zwischen Intellekt und äußerer Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Descartes|Descarte]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;s    Rosenkreuzer  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] gerade in Frankreich […] die stärkste Gegnerschaft […] die René Descartes dann entwickelt hat […] rosenkreuzerischen Lehre, nämlich des Zusammenhangs des Menschen mit dem Kosmos, mit der Natur, dass Descartes eben genau das Gegenteil proklamiert, nämlich eine Trennung […] , zwischen Intellekt und äußerer Natur”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:24:53   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In England war Francis Bacon ein Gegner der Rosenkreuzer 00:26:35 ===&lt;br /&gt;
In England waren es, wie gesagt, auch Wissenschaftler wie Isaac Newton, die sich für das Rosenkreuzertum und deren Ideen auch im Zusammenhang mit der Alchemie interessierten und das hing einfach damit zusammen, dass die Naturwissenschaften ja noch ganz am Anfang waren, zum Beginn dieses 17. Jahrhunderts, noch keine, wenn man so will, materialistische Naturwissenschaft sich wirklich ausgebildet hatte. Das begann eigentlich erst durch einen weiteren Gegner dieser Rosenkreuzer, nämlich Francis Bacon, der in dieser Zeit seine grundlegenden Schriften eben auch veröffentlichte. Aber für viele war das eben noch nicht ausgemacht, in welche Richtung würde sich die Naturwissenschaft denn entwickeln. Und da waren diese Ideen, die ja sehr skizzenhaft waren, die in diesen Schriften, die da 1614 bis 16 erschienen waren, zum Ausdruck kamen und auch weiteren Schriften dieser englischen Rosenkreuzer, das irgendwie erschien als eine ganz andere Perspektive, die zu dieser Zeit eben noch nicht festgelegt war, sich dann aber auch in England durch die Royal Society immer mehr doch verfestigte, wodurch dann eben andere Anschauungen sofort in Verdacht kamen, eben nicht christlich oder ketzerisch oder was auch immer zu sein, sodass das dann sehr, sehr bald von der Bildfläche verschwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Christian Rosenkreutzals historische Persönlichkeit in der Esoterikforschung 00:28:07 ===&lt;br /&gt;
Und erst in jüngster Zeit, eigentlich jetzt auch wiederum von Holland ausgehend, fangen die universitären Wissenschaften an, sich jetzt mit diesen esoterischen Bewegungen doch intensiver zu beschäftigen. Die sogenannte Esoterikforschung, die eben auch von Amsterdam ausgegangen ist und die heute auch in Deutschland über einige Lehrstühle verfügt, in diesem Kontext beschäftigt man sich eben auch wieder mit diesen rosenkreuzerischen Lehren, auch mit der Gestalt des Christian Rosenkreutzselber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wodurch wir jetzt sozusagen auf das Zentrum der ganzen Thematik zu sprechen kommen, nämlich auf den Begründer dieser rosenkreuzerischen Bewegung, der ja in dieser &#039;&#039;Fama Fraternitatis&#039;&#039; auch biografisch genauer umschrieben wird, als eben der sogenannte Bruder Christian Rosenkreuz. Interessanterweise haben wir da jetzt seit dieser Woche endlich das Buch von &#039;&#039;Ronald Templeton&#039;&#039;, mit dem wir ja hier im Februar auch ein Tagesseminar veranstaltet haben - „&#039;&#039;Die Lebensreise des Christian Rosencreutz”&#039;&#039; vorliegen, auch draußen am Büchertisch erhältlich. Weil interessanterweise in allen Zusammenhängen, wo auch heute noch über Christian Rosenkreutz gesprochen wird, also auch bei dem „Lectorium Rosicrucianum”, aber insbesondere in der sogenannten Esoterikforschung, eigentlich nirgends davon ausgegangen wird, dass Christian Rosenkreutz tatsächlich gelebt hat, dass das also eine historische Persönlichkeit gewesen ist, so wie es in der &#039;&#039;Fama Fraternitatis&#039;&#039; dargestellt und eben auch von Rudolf Steiner dann ganz deutlich beschrieben worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überall, in allen anderen Zusammenhängen, die man auch heute noch hat, wird diese Gestalt als eine mythologische oder symbolische beschrieben. Also nicht historische Persönlichkeit, sondern insbesondere auch die Chymische Hochzeit, auch sein gesamter Lebensgang - alles, was über ihn erzählt wird, wird als etwas Symbolisches erlebt, als etwas, was sozusagen wie ein Urbild sein könne für eine esoterische Entwicklung, aber nicht eine historische Biografie beschreiben würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ronald Templeton rekonstruiert in seiner Bildungsbiografie über Christian Rosenkreutz, dass dieser auf seinen Reisen im 14.Jh. an verschiedenen Bildungsstätten das Wissen, die Geheimnisse und Mysterien des Orients studiert hatte 00:30:44 ===&lt;br /&gt;
Und nun hat Ronald Templeton interessanterweise auf dem Hintergrund eben immer wieder dieser immer wieder auftauchenden, wenn man so will, in Fragestellung der Historizität des Christian Rosenkreutz versucht, die Biografie, so wie sie in der Fama und auch von Rudolf Steiner beschrieben wird, diese Biografie zu rekonstruieren und eben als historisch nachzuweisen. Und das ist ihm dadurch gelungen, dass er den ja in der Fama und auch durch Rudolf Steiner sehr ausführlichen Bildungsgang, also die Bildungsbiografie des Christian Rosenkreuz, dass er die genauer untersucht hat. Und die Orte, an denen Christian Rosenkreutz gewesen sein soll, laut Fama und auch laut Rudolf Steiner, dass er diese Orte jetzt genauer untersucht hat im Hinblick auf die Lehrstätten bzw. Universitäten, die es dort gegeben haben soll, an denen sozusagen Christian Rosenkreutz seine Ausbildung erhalten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun zeigt sich, dass es dazu wirklich ausreichend historisches Material und Dokumente gibt, die genauestens nachweisen, in welcher Form welcher Unterricht dort stattgefunden hat an diesen verschiedenen Städten, die ich jetzt nicht im Detail beschreiben kann, das kann man alles nachlesen in dem neuen Buch vom Templeton. Dabei zeigt sich aber, dass tatsächlich an allen Orten, die da in der Fama erwähnt werden, dass es da tatsächlich Unterricht und Lehrstätten gegeben hat, meistens mit islamischem Hintergrund, aber eben esoterischem Islam. Wenn man so will, das Wissen des Orients, die Geheimnisse, die Mysterien des Orients, die an diesen Hochschulen, an denen eben auch Christian Rosenkreutzgelebt hat und Unterricht bezogen hat, dass es dort tatsächlich solche Schulen gab, bis dahin, dass man auch Details über die Art von Unterricht und die Inhalte, die da unterrichtet wurden, auch finden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sodass also diese Bildungsbiografie bis in Details hinein tatsächlich historisch rekonstruierbar ist. Wodurch eben deutlich wird, dass die Autoren dieser Schriften eben nicht eine symbolische Erfindung einer Bildungsbiografie dahingestellt haben, sondern dass sie tatsächlich einen Bildungsgang und diese Reisen beschrieben haben, die mindestens zu der Zeit, in der sie eben stattgefunden haben sollen, nämlich im 14. Jahrhundert. Dass die tatsächlich so im Detail stattgefunden haben können und dass eigentlich kein Grund besteht, anzunehmen, dass das nun alles erfunden sei, wenn die ganzen historischen zugrunde liegenden Fakten eben alle nachweislich so gewesen sind, wie sie dort in dieser Bildungsbiografie der Fama beschrieben worden sind. Also das ist eine ausgezeichnete Leistung von Ronald Templeton, dass er diesen historischen Hintergrund jetzt mal wirklich festmachen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Christian Rosenkreutz]]    [[Fama Fraternitatis]]    Rudolf Steiner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] dass Christian Rosenkreutz tatsächlich gelebt hat, dass das also eine historische Persönlichkeit gewesen ist, so wie es in der Fama Fraternitatis dargestellt und eben auch von Rudolf Steiner dann ganz deutlich beschrieben worden ist.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:28:07   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Goethe und die Spuren des Rosenkreuzertums 00:34:08 ===&lt;br /&gt;
Und das kann man jetzt, wenn man das jetzt geschichtlich weiter verfolgt, weil das Rosenkreuzertum äußerlich dann eben mit Beginn des 30-jährigen Krieges verschwindet von der Bildfläche. Das taucht wirklich nur sehr kurz auf, eben zwischen 1614 und 1619, bis dann dieser Winterkönig gestürzt wird und die Anhänger nach Holland flüchten müssen, sich verbergen müssen. Valentin Andreae sich dann auch praktisch äußerlich abwendet und auch meint mit diesen Jugendschriften eigentlich nichts zu tun gehabt zu haben. Also in der Folge des 30-jährigen Krieges und dieser Verfolgung des Rosenkreuzertums distanziert er sich dann später davon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch taucht dieses Rosenkreuzertum dann in einer sehr merkwürdigen, uns aber wohl bekannten Form wieder auf, nämlich in Goethes Leben. Bei Goethe kann man eben ganz deutlich die Spuren des Rosenkreuzertums in seiner Biografie wiederfinden. Das hat eben Frank Teichmann in dem besagten Buch Goethe und die Rosenkreuzer ja ausführlich dargestellt. Zunächst dadurch, dass er 19-jährig schwer erkrankt, an einer lebensgefährlichen Erkrankung, und dann durch eben einen rosenkreuzerischen Arzt gerettet wird, der ein Fluidum, ein Salz ihm verabreicht, das ihm dann das Leben rettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der dann später bei seiner Harzreise eine Art rosenkreuzerische Einweihung erlebt, die in anderer Gestalt von Rudolf Steiner dann später beschrieben worden ist in den Vorträgen mit Mysterienstätten des Mittelalters. Da gibt es zwei Vorträge, in denen Rudolf Steiner von einer sogenannten rosenkreuzerischen Einweihung spricht, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie durch eine Begegnung auf einem Berg und eine andere Begegnung in einem Berg stattfindet. Also zwei Stufen, auf einem Berg und in einem Berg. Und Steiner weist nur darauf hin im Zusammenhang dieser Vorträge, dass sich diese Einweihung später immer wieder in einer gewissen Weise wiederholt hat oder wieder miterlebt worden ist. Und einer derjenigen, die eben diese Einweihung miterlebt oder wiedererlebt haben, war eben Goethe, dem eben genau das wiederfuhr, dass er da in einem Bergwerk, nämlich im Harz, eine bestimmte Begegnung erlebte und dann anschließend eben auch auf dem Berg, nämlich auf diesem Brocken bei der Besteigung dieses Berges, worüber er seiner Freundin Frau von Stein eben in Briefen berichtet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Kontext ist es auch interessant, dass Goethe der Frau von Stein auch schreibt, dass er die Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreutzgelesen habe und dann sagt, Christian Rosenkreuz, Hochzeit habe ich hinaus gelesen. Es gibt ein schön Märchen zur guten Stunde zu erzählen, wenn es wiedergeboren wird. In seiner alten Haut ist es nicht zu genießen. 1786 schreibt das Goethe, also er fand vor allem diese zum Teil ja blutigen Bilder in dieser Chymischen Hochzeit nicht zu genießen und bringt dann 1795 eben sein Märchen, das Goethe-Märchen, als das, was er nennt die Wiedergeburt dieser Chymischen Hochzeit. Das Goethe-Märchen hat ganz eindeutig diesen Hintergrund, bis auch dahin, dass diese Brücke, von der da die Rede ist, im Zusammenhang mit der Heidelberger Brücke steht, die auch heute noch in Heidelberg zu sehen ist, also da auch taucht Heidelberg am Rande wieder auf. Und auch Rudolf Steiner weist auf diesen Kontext eben hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zweiter Text von Goethe ist natürlich das berühmte Fragment Die Geheimnisse, wo sich herausstellt, dass Goethe da etwas beschreibt, was später Rudolf Steiner dann rekonstruiert hat, als die eigentliche Einweihung des Christian Rosenkreuz. Steiner macht das so fest, das werde ich gleich noch etwas genauer beschreiben, dass sich diese eigentliche Einweihung im 13. Jahrhundert vollzogen hat, wo diese Persönlichkeit noch nicht Christian Rosenkreutzhieß, wo sie auch nicht so sehr lange lebte, wo sich aber dieser Umkreis, dieser 12. und dieser 13., der er eben gewesen ist, wo sich diese Gestaltung wiederfindet in einer sehr besonderen Konstellation, die ich gleich noch ausführlicher darstellen möchte. Auf jeden Fall so Steiner hat Goethe sozusagen da etwas beschrieben in diesem Text, Die Geheimnisse, was sich historisch gesehen im Zusammenhang mit dieser ursprünglichen Einweihung des Christian Rosenkreutzim 13. Jahrhundert tatsächlich ereignet hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Mysteriendrama und der Aspekt der Kraft 00:39:40 ===&lt;br /&gt;
So sehen wir also in Goethes Leben sozusagen Spuren des Rosenkreuzertums wieder aufscheinen. Und nun ist es so, dass ja eben Rudolf Steiner sich nicht umsonst ganz wesentlich bei der Begründung der Anthroposophie in vielen Punkten, sowohl naturwissenschaftlich wie auch vor allem von der künstlerischen Seite her, an Goethe anschließt. Und einer dieser Anschlusspunkte ist eben das erste Mysteriendrama, das ja zunächst eigentlich das goethesche Märchen auf die Bühne bringen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben also eine mehrfache Metamorphose. Chymische Hochzeit von Valentin Andreae mit Christian Rosenkreutzim Zentrum, durch Goethe in das Märchen metamorphosiert und durch Rudolf Steiner in sein erstes Mysteriendrama, das ja untertitelt wird mit ein Rosenkreuzer Mysterium. Und das Siegel, was wir da haben von diesem ersten Drama, hat eben diese drei Rosenkreuzer-Worte zum Inhalt. Also Ex Deo Nascimur, In Christo Morimur, Per Spiritum Sanctum Reviviscimus, das steht auf diesem Siegel des ersten Dramas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wieso ist das ein Rosenkreuzer Mysterium? Zum einen haben wir sozusagen die historische Wurzel, die historischen Vorläufer, die aber nur ganz im Verborgenen jetzt da wieder auftauchen. Aber ein wesentlicher Aspekt, den ich jetzt hervorheben will und der für Rudolf Steiner sozusagen dann zentral wird, das ist der Aspekt der Kraft. Also das, was da umschrieben wird mit Kräften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hatte ja am Anfang gesagt, die anthroposophische Bewegung zeichnet sich dadurch aus, dass es nicht eine Weltanschauung, eine Lehre, eine religiöse Anschauung, eine esoterische Lehre allein ist, sondern dass alle diese Ideen, dass die sich praktisch auswirken, dass die also, wenn man so will, Kraft haben, dass wir es zu tun haben mit einem Kraftorganismus, wenn wir auf die Anthroposophie hinschauen, einem Kraftorganismus, der wie alles Ätherische, was eben Lebenskräfte sind, nicht das Ätherische kann für sich alleine gar nicht existieren, sondern das Ätherische ist immer nur zusammenhängend denkbar oder überhaupt erlebbar mit etwas Physischem, was von diesem Ätherischen gestaltet und verlebendigt wird. Ein Ätherisches für sich gibt es gar nicht. Ein Ätherisches kann immer nur im Zusammenhang mit Physischem überhaupt beobachtet werden. So wie der Ätherleib eben einen physischen Leib gestaltet, gestalten eben diese Kräfte das Lebendige und, wenn man so will, unser Leben. Weshalb Rudolf Steiner auch darauf aufmerksam macht, dass er sagt, unsere Gedanken- und Vorstellungskräfte und alles, was wir sozusagen an Kultur hervorbringen, das sind umgewandelte Lebenskräfte. Wir denken mit denselben Kräften, mit denen wir wachsen. Das sind dieselben Kräfte, die sich nur umwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und mit diesem Kraftaspekt haben wir es sozusagen zu tun, wenn wir von der Anthroposophie sprechen. Und natürlich muss man sich fragen, woher kommen jetzt diese Kräfte? In dem Mysteriendrama taucht das an verschiedenen Stellen in dem ersten Bild schon auf, dass eben der Capesius, der ein Gedankenmensch ist, ein Professor ist, dass der etwas ganz Besonderes in diesem anthroposophischen Zusammenhang bemerkt. Er sagt, was hier jedoch sich zeigt, gibt viel zu denken Menschen meiner Art. Erklärlich schien uns solche Wirkung, wo überhitzter Sektengeist die Seelen nur betörend sich über Menschen gießt. Doch hier ist nichts von solchem Geist zu sehen. Man will nur durch Vernunft zur Seele sprechen. Und doch, man schafft durch Worte echte Lebenskräfte und spricht zum tiefsten Herzensgrund. Und selbst des Wollens Reich ergreift das Sonderbare etwas, das jenen, die gleich mir in alten Bahnen wandeln, als blasses Denken nur erscheinen will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Capesius fällt auf, dass in diesem Zusammenhang des Benedictus und der Maria, dass diese Worte, die da gesprochen oder auch studiert werden, dass das Lebenskräfte sind, dass sie Kraft haben. Und das kommt dann auch noch zum Ausdruck an der Stelle, wo die andere Maria auftaucht. Auch noch in diesem ersten Bild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagt nämlich, ich muss stets neue Kraft mir holen aus dem Reichtum, der hier aus Geistesquellen fließt. Die warme Zauberkraft der Worte, die hier ich höre, ergießt in meine Hände sich und fließt wie Balsam weiter, berührt die Hand den Leidbeladenen, sie wandelt sich auf meinen Lippen in rechte Trostesrede für schmerzdurchwühlte Herzen. Ich frage nach der Worte Ursprung nicht, ich schaue ihre Wahrheit. Wenn lebend, leben sie mir Spenden. Das sagt jetzt diese andere Maria.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Maria sagt dann noch, um das zu erklären, doch unsere Freundin hat erschöpft des Lebens beste Kräfte durch ihre Arbeitsüberfülle und aller Lebensmut war ihr genommen durch schweren Schicksalsdruck, den sie erfahren, die Kräfte hatte sie geopfert, der Kinder sorglich Leitung, der Mut war hingesunken, als ihr ein früher Tod den teuren Gatten nahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst ist diese andere Maria sozusagen zusammengebrochen, hatte keine Kräfte mehr, sie war am Ende, ein Burnout würde man das heute nennen. Ihr Mann ist durch einen frühen Tod gestorben, sie hatte alles sozusagen der Erziehung der Kinder gewidmet und war jetzt kräftemäßig am Ende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da brachten Schicksalsmächte sie in unserer Geistes leere Bann &#039;&#039;[?]&#039;&#039; und ihre Lebenskräfte erblühten noch zum zweiten Mal. Nicht so, dass sie dann eben jetzt sagt, ich muss stets neue Kraft mir holen aus dem Reichtum, der hier aus Geistesquellen fließt. Die warme Zauberkraft der Worte, die hier ich höre, ergießt in meine Hände sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also sie schreibt jetzt ihre Wirksamkeit und ihr neues Leben den Worten zu, die sie jetzt da hört, in diesem Rosenkreuzer-Tempel eigentlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der unsterbliche Ätherleib als Kraftquelle 00:47:29 ===&lt;br /&gt;
Und nun, wenn man bei Rudolf Steiner jetzt selber nachliest, in seinem Buch »Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?«, dann findet man an ganz zentraler Stelle, ganz am Anfang, genau das eigentlich beschrieben. Nicht, Sie alle kennen ja dieses Buch, das da anfängt mit dem sogenannten »Pfad der Verehrung«. Und diese Verehrung, die da entwickelt wird, die bezeichnet Rudolf Steiner immer so, dass er sagt, daraus schöpft der Mensch Kraft. Wenn er diese Verehrung in der Lage ist zu entwickeln, dann schöpft er daraus Kräfte. Und umgekehrt, wenn er das nicht tut, dann raubt er sich Kräfte. Begegne ich einem Menschen und tadele ich seine Schwächen, so raube ich mir höhere Erkenntniskraft. Suche ich liebevoll mich in seine Vorzüge zu vertiefen, so sammle ich solche Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht, diese Übung, die dann später wieder auftaucht, in verwandelter Form als Positivitätsübung, das ist die Grundübung dieses Buches, die in mehrfacher Form in dem Buch mindestens viermal wieder auftaucht, dass man Kritik zurückhalten soll, dass man kritiklos Worte sich anhören soll, auch wenn sie noch so falsch klingen. Nicht, das, was da am Anfang als das Gefühl der Ehrfurcht beschrieben wird, taucht in verschiedenster Weise wieder auf, dann vor allem als Positivitätsübung. Aber es wird eben gleich am Anfang so beschrieben, dass das eine Kraftübung ist, dass das eine Übung ist, die Kraft verleiht. Und das wird dann noch verstärkt durch den Schluss dieses ersten Kapitels, wo es heißt, jede Idee, die dir nicht zum Ideal wird, ertötet in deiner Seele eine Kraft. Jede Idee, die dir aber zum Ideal wird, erschafft in dir Lebenskräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht, da haben wir wieder diesen Zusammenhang, dass es etwas gibt, was abtötend ist, davon ist auch in dem Mysteriendrama natürlich die Rede, auch in dieser Szene mit dem Geist der Elemente wird das ja deutlich, dass die Gedankenart von Strader und Capesius zunächst in dieser Lebenssphäre, in der ätherischen Welt Gewitter erzeugt und eigentlich Zerstörung hervorruft und dass andererseits die Märchen, die Frau Balde erzählt, in dieser Lebenssphäre des Geistes der Elemente, dass die da heilsam wirken, weshalb die Frau Balde dann auch aufgefordert wird für die Schädigungen, die die beiden Irrlichter eigentlich, also Strader und Capesius in der elementarischen Welt hervorrufen, die also Kräfte rauben oder zerstören, dass die Frau Balde dafür bezahlen muss und da diese Kräfte wieder ausgleicht. Was übrigens der Capesius auch bestätigt, dadurch, dass er sagt, wenn ich erschöpft bin und keine Kraft mehr habe, gehe ich zu der Frau Balde und höre mir die Märchen an, die sie mir erzählt. Und die wiederum bringen ihm neue Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wissen wir auch durch Rudolf Steiner, dass diese Märchen, dass die den Ursprung haben in dem Rosenkreuzertum, dass diese mitteleuropäischen Märchen und auch die Märchen der Frau Balde eigentlich rosenkreuzerische Märchen sind. Aber woher kommt jetzt diese Kraft? Was ist das? Was sozusagen, vor allem wenn man auf Rudolf Steiner selber hinblickt, ja ungeheure schöpferische Kräfte zum Vorschein gebracht hat. Wenn man sich nicht nur sein schriftliches Werk, sondern vor allem sein künstlerisches Werk anschaut und etwa den Seelenkalender sich anschaut, wie der entstanden ist, dann fragt man sich, woher kommt jetzt diese dichterische Fähigkeit, diese enorme Schöpferkraft, die sich in dieser Gesamtkomposition eines Seelenkalenders oder etwa der zwölf Stimmungen dieser kosmologischen Dichtung zum Ausdruck bringt. Woher kommen diese Kräfte, die dann auch den ersten Bau des Goetheanums, also ein architektonisches Werk, zur Erscheinung bringen. Respektive natürlich die vier Mysteriendramen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Woher kommen diese schöpferischen Kräfte? Und da wird man jetzt durch Rudolf Steiner, und damit komme ich langsam zum Abschluss dieser Betrachtungen, da wird man jetzt durch Rudolf Steiner eben aufmerksam gemacht, auf das, was mit diesem Christian Rosenkreutztatsächlich unsterblich verbunden ist. Das macht nämlich Rudolf Steiner, und diese Vorträge können Sie nachlesen, eben hier in diesem Sammelband. Das sind die sogenannten Neuchâteler Vorträge, wo Steiner eben zwei Vorträge gehalten hat, über eben diese okkulte Biografie und diese Einweihung des Christian Rosenkreuz, die eben schon vor dem 14. Jahrhundert, also vor dieser Inkarnation, in der er dann auch diesen Namen erhält, gewesen sein soll. Dass da so ein Kollegium von zwölf Eingeweihten sich eben versammelt hat, um diesen 13. alle Weisheiten, die es bis dahin gegeben hatte, der atlantischen Zeit und der nachatlantischen Zeit, vermittelt haben. Woraufhin dieser Jüngling in einen todesartigen Zustand gekommen sei, bei dem sich aber sozusagen sein Leib wie durchsichtig hätte gezeigt. Und die Folge davon war, dass nach dem Tod dieses Eingeweihten jungen Mannes, dass dessen Ätherleib sich dann eben nicht mehr aufgelöst hat. Steiner nennt ihn dann den unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreuz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieser Ätherleib ist nun eben eine Kraftquelle. Nicht, denn ein ätherischer Leib ist etwas, was Kräfte beinhaltet, die in der Lage sind, Physisches zu gestalten, beziehungsweise dem Physischen eben Kräfte zu verleihen. Lebenskräfte, die dann umgewandelt werden in kulturelle oder Denk- und Vorstellungskräfte. Nicht, eine Kraftquelle, an die dadurch die Menschen anschließen können, dass sie sich eben auch verbinden mit diesem Geschehen, was eben Christian Rosenkreutzauszeichnet, was in den Rosenkreuzer-Worten zum Ausdruck kommt, mit diesem Mysterium von Golgatha. Das ist sozusagen der Schlüssel für diese Kraftquelle. Und daraus gibt es dann, wie Rudolf Steiner, Sie müssen das nachlesen in diesen Neuchâteler Vorträgen, wie er es dann wörtlich ausdrückt, dass sich die Wirksamkeit dieses Ätherleibes dann im Laufe der Jahrhunderte immer mehr verstärkt hätte dadurch, dass immer mehr Menschen sozusagen in diese Sphäre vorgedrungen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das sei nun seit dem Ende des Kali-Yuga, das nennt Rudolf Steiner in dem Zusammenhang auch das Jahr 1899, dass seit dem Zeitpunkt 1900, wo er dann eben anfängt über das goethesche Märchen, also diesen rosenkreuzerischen Zusammenhang erstmalig zu sprechen, er sagt, in diesem Zusammenhang wurde ich erstmalig esoterisch. 1900, Goethes Märchen, Ende des Kali-Yuga und seit diesem 20. Jahrhundert sei es jetzt sozusagen immer mehr Menschen möglich, in diese Sphäre sich zu begeben, weil die sich auch dadurch verstärkt hat, dass nun andere Ätherleiber insofern auch teilweise jedenfalls sich unsterblich erwiesen haben, als sie eben sich mit dieser Sphäre verbinden konnten. Steiner nennt sie in diesem Zusammenhang die Sphäre des Heiligen Geistes. Also die Sphäre, wo die Ätherleiber eben jetzt unsterblich werden, insofern sie sich mit dem Christus verbinden konnten. Diese Sphäre des Heiligen Geistes, das sei die eigentliche Inspirations- und Kraftquelle der anthroposophischen Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schluss: Die Christuskräfte im Menschen 00:56:49 ===&lt;br /&gt;
Also auf diesen Kontext kommt man sozusagen dann wieder zurück und entdeckt sozusagen da das Geheimnis, wenn man so will, auch für diese unglaubliche Schöpferkräfte, die Rudolf Steiner auf so vielen Gebieten eben, bis eben in diese praktischen, wissenschaftlichen Zusammenhänge medizinischer oder pädagogischer oder auch landwirtschaftlicher Art, dass er überall eben sich als enorm schöpferisch erwies und andere Menschen wiederum anleitete oder inspirierte, ebenfalls in dieser Weise tätig zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da hat man sozusagen diesen Hintergrund und abschließend will ich da noch ein Zitat bringen, wenn man jetzt andere Vorträge in dem Zusammenhang nochmal studiert, auch wiederum von 1911, also diese Neuchâteler Vorträge, das ist 1911 und da gibt es eben auch die Vorträge in Kopenhagen über die geistige Führung des Menschen und der Menschheit und da bringt Steiner das jetzt direkt mit dem Christus in Zusammenhang, dass er sagt, die am Menschen im Kindheitsalter wirksamen Kräfte erkennen, heißt den Christus im Menschen erkennen. Also die Kräfte, wo Rudolf Steiner beschreibt, die im Gehen lernen, im Sprechen lernen, im Denken lernen, die also in der menschlichen Entwicklung das eigentlich Menschliche zum Vorschein bringen, diese wachstums- und ätherischen Kräfte, die in diesen ersten drei Jahren des Kindes wirksam sind, das seien eben die Christuskräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn eine wirkliche seelische Selbsterkenntnis führt für den gegenwärtigen Menschen dahin einzusehen, dass in der Menschenseele Kräfte gefunden werden können, welche von diesem Christus ausgehen. In den ersten drei Kindheitsjahren wirken diese Kräfte, ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht, daran sieht man, dass das eben alles nicht, wenn man so will, theologische oder erkenntnistheoretische Fragen sind, sondern dass alle diese anthroposophischen Erkenntnisbemühungen, dass die immer dahin münden, dass das eben Kräfte hervorbringt. Nicht ganz am Schluss, oder nicht ganz am Schluss, sondern hier in Via Langmann *[?]* kommt der Rudolf Steiner auch auf das Studium noch einmal zu sprechen, was ja immer mehr heutzutage auch infrage gestellt wird, weil gesagt wird, die Texte sind zu schwierig. Denn weil diese Lehren aus dem lebendigen, inneren Worte, aus der lebendigen Einsprechung geschöpft sind, haben sie selbst geistiges Leben. Sie sind nicht bloß Worte, sie sind lebendige Kräfte. Und während du den Worten eines Geheimkundigen folgst, während du ein Buch liest, das einer wirklichen inneren Erfahrung entstammt, wirken in deiner Seele Kräfte, welche dich ebenso hellsehend machen, wie die Naturkräfte aus lebendigem Stoffe deine Augen und Ohren gebildet haben. Nicht, also diese Kräfte, die in unserem Wachstum wirksam sind, verwandeln sich jetzt in diesen Kontext eben in Kräfte, die zu höherer Erkenntnis führen und damit eben die Anthroposophie begründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So viel wollte ich Ihnen heute Abend zur Einführung in dieses neue Tertial gerne erzählen, über eben diesen historischen Zusammenhang dieser, wenn man so will, Kraftbewegung des Rosenkreuzertums. Vielen Dank für Ihr Interesse und Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Frank Teichmann: &#039;&#039;Goethe und die Rosenkreuzer&#039;&#039;, Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2007, &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 978-3772516160&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Neider, Andreas / Schukraft, Harald : &#039;&#039;Rudolf Steiner in Stuttgart&#039;&#039;, 168 S., kart. EUR 19,95, Belser Verlag, Stuttgart 2011&lt;br /&gt;
* Yates, Frances A.: &#039;&#039;Aufklärung im Zeichen des Rosenkreuzes&#039;&#039;, Klett-Cotta 1997, ISBN-13978-3608918830&lt;br /&gt;
* Templeton, Ronald: Die Lebensreise des Christian Rosencreutz - Eine biografische Rekonstruktion, Verlag Urachhaus, ISBN-13978-3825153557&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Die Lebensreise des Christian Rosencreutz: Eine biografische Rekonstruktion =&lt;br /&gt;
von Ronald Templeton &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Transkriptionsstufe 100%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Das_Rosenkreuzertum_%E2%80%93_ein_Vortrag_von_Andreas_Neider,_2025&amp;diff=32970</id>
		<title>Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2025</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthro.world/index.php?title=Das_Rosenkreuzertum_%E2%80%93_ein_Vortrag_von_Andreas_Neider,_2025&amp;diff=32970"/>
		<updated>2026-10-13T16:40:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: /* Rosenkreuzerische Bestrebungen am alchemistischen Hof von Friedrich V. in Heidelberg und die „Bibliotheca Palatina“ 00: */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Andreas Neider_2025-11-17.jpg|link=https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8|thumb|Bild: Anthroposophische Gesellschaft Stuttgart. Das Rosenkreuzertum - ein Vortrag vom 17. November 2025 von [[Andreas Neider]] in der Anthroposophischen Gesellschaft Stuttgart. [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8 Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
[[Andreas Neider|| zurück zu Andreas Neider |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkript vom Vortrag vom 17. November 2025 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., Oktober 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prüfe die Stelle „hier in Via Langmann&amp;quot;, wo im Rohtext offenbar ein Buch- oder Ortsname verstümmelt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrüßung 00:00:16 ===&lt;br /&gt;
Ja, herzlichen Dank, lieber Sebastian, und herzlich willkommen, guten Abend, sehr verehrte liebe Freunde!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückblick auf Frank Teichmann und seinen letzten Vortrag über das Rosenkreuzertum 00:00:26 ===&lt;br /&gt;
Ja, unser Thema, das Rosenkreuzertum und seine Beziehung zur anthroposophischen Bewegung, beschäftigt mich schon sehr lange. Genauer gesprochen eigentlich seit 2006 oder 2007. Nämlich in dem Moment, wo &#039;&#039;Frank Teichmann&#039;&#039;, der lange hier ja für uns tätig war, über die Schwelle gegangen ist und kurz vor seinem Tod eben hier in diesem Saal noch einen Vortrag, einen letzten Vortrag hielt, in dem er wie testamentarisch eben auf dieses Rosenkreuzertum auch noch einmal zu sprechen kam. Ich werde das im Laufe dieses Abends auch noch einmal weiter vertiefen. Aber ihm verdanke ich letztlich eigentlich meine Beschäftigung mit diesem Thema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe dann 2007 eben nach seinem Tod zunächst sein eigenes hinterlassenes Werk noch veröffentlicht: „Goethe und die Rosenkreuzer” - das waren sechs Vorträge, die er hier gehalten hatte, bei einem Wochenende, die wir aufgenommen hatten, die aber noch nicht verschriftlicht waren zu dem Zeitpunkt seines Todes. Die haben dann Brigitte Teichmann und ich anschließend herausgebracht. Und gleichzeitig habe ich im Rudolf-Steiner-Verlag eben ein Buch über Anthroposophie und Rosenkreuzertum, das Sie auch draußen am Büchertisch finden, herausgegeben, in dem sehr zentrale Aussagen Rudolf Steiners zu diesem Thema veröffentlicht sind, auf die ich heute im Laufe des Abends eben auch zu sprechen kommen werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Teichmann, Frank]]    [[Goethe]]    [[Rosenkreuzer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] sein eigenes hinterlassenes Werk noch veröffentlicht: „Goethe und die Rosenkreuzer” [Frank Teichmann] - das waren sechs Vorträge, die er hier gehalten hatte […]“ | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:26&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Welche Beziehung haben Rudolf Steiner und die Anthroposophie eigentlich zu Stuttgart? 00:02:05 ===&lt;br /&gt;
Eine Fragestellung, die mich dann weiterhin immer wieder begleitet hat und die auch zu einer weiteren Publikation geführt hat in dem Jubiläumsjahr 2011, also zu dem 150. Geburtstag Rudolf Steiners. Da trat an mich die Frage heran, ja welche Beziehung hat Rudolf Steiner und die Anthroposophie eigentlich zu Stuttgart? Und warum haben wir es hier an diesem Ort oder, wenn man so will, auch in diesem Land Baden-Württemberg, warum haben wir da mit so einer sehr starken Anhäufung anthroposophischer Initiativen es zu tun? Was hat das mit Stuttgart zu tun? Und ich habe damals in diesem Buch &#039;&#039;„Rudolf Steiner in Stuttgart”&#039;&#039; versucht, da eine Antwort zu geben, bin aber auf die Zusammenhänge, die ich jetzt heute erwähnen werde und darstellen werde, damals noch nicht eingegangen, weil mir das auch in dem Rahmen noch nicht wirklich alles deutlich vor Augen stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Charakteristische für die Anthroposophie ist nicht ein theoretisches Lehrgebäude, sondern ihr Hineinwirken ins Praktische 00:03:05 ===&lt;br /&gt;
Aber wenn Sie das ausdehnen, diese Fragestellung - wie ist das geografisch und historisch? An welchen Orten hat sich die anthroposophische Bewegung besonders stark sozusagen etablieren können oder ist sie fruchtbar geworden? Und da kommt man natürlich zunächst auf diesen württembergischen Raum rund um Stuttgart. Auch andere Territorien in Deutschland wird man da finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn man ins Ausland geht, wird man zunächst in die Niederlande geführt, nach Holland, wo die Anthroposophie sich schon sehr, sehr früh etablieren konnte und eben bis heute auch wirklich sehr stark wirksam geworden ist in allen ihren Gebieten. Denn das ist eben das Charakteristische für die Anthroposophie, dass es eben nicht, wie andere Religionen oder Weltanschauungen, nur ein theoretisches oder, wenn man so will, Lehrgebäude ist, sondern dass die Anthroposophie überall, wo sie eben wirksam geworden ist, immer ins Praktische hinein gewirkt hat. Und das unterscheidet sie sowohl von anderen religiösen Bewegungen, wie etwa eben dem katholischen oder protestantischen Christentum oder dem Buddhismus oder dem Islam oder auch was auch immer an religiösen Bewegungen es sein mögen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine dieser ganzen Bewegungen hat eine eigenständige Medizin, eine eigenständige Pädagogik, eine eigenständige Landwirtschaft oder Heilpädagogik oder sozialwissenschaftliche Lehre entwickelt. Das zeichnet die Anthroposophie aus und das unterscheidet sie auch von allen esoterischen Bewegungen, in welcher Richtung auch immer, die sich entwickelt haben mögen. Aber keine von diesen heutigen sogenannten esoterischen Lehren verfügt über eben praktische Auswirkungen in allen diesen genannten Gebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die besondere Verbreitung der Anthroposophie in den Niederlanden, im südwestdeutschen und englischen Raum, sowie in Skandinavien 00:05:16 ===&lt;br /&gt;
Und das zeichnet eben die Anthroposophie aus und in dieser Weise hat sie sich eben neben eben diesem südwestdeutschen Raum vor allem in den Niederlanden ausgebreitet, dann auch deutlich im englischsprachigen, im englischen Raum und in Skandinavien. Und zunächst, wenn man jetzt äußerlich hinschaut, wird man da zunächst eine Übereinstimmung finden mit dem Protestantismus und besonders dem Calvinismus oder anderen strengeren, pietistisch ausgerichteten protestantischen Strömungen. Das ist auch für hier, für den württembergischen Raum ist das eindeutig, während man umgekehrt in katholischen Ländern, auch in Deutschland selber, in Bayern zum Beispiel, aber insbesondere in Frankreich, eben überhaupt gar nicht diese anthroposophische Bewegung in dieser Weise sich ausbreiten sieht, weder historisch noch gegenwärtig. Eher sogar, könnte man sagen, rückläufig, wenn man auf Frankreich hinblickt, dann wird die Anthroposophie dort nach wie vor oder manchmal auch verstärkt bekämpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das historische Auftreten des Rosenkreuzertums im Stuttgarter Raum im Kreis um Johann Valentin Andreae 00:06:32 ===&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieses Phänomen, was ich jetzt historisch-geografisch hier beschreibe, das hat einen ganz konkreten Hintergrund, auf den ich jetzt eben zu sprechen kommen möchte. Weil man nämlich feststellt, wenn man sich mit diesen geografischen und historischen Zeiträumen beschäftigt, um die es hier geht, dass an all diesen genannten Orten, also insbesondere eben in dem württembergischen Raum, aber eben auch in den Niederlanden, in England vor allem, dass sich dort eben historisch gesehen das Rosenkreuzertum tatsächlich ausgebreitet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass es ursprünglich ja hier aus diesem Stuttgarter Raum von hier aus ausgegangen ist, genauer gesprochen eigentlich von Tübingen, von diesem dortigen Kreis um &#039;&#039;Johann Valentin Andreae&#039;&#039;, der damals aber noch sehr jung war und dessen drei Schriften in den Jahren 1614/15 und 16 ein europaweites Aufsehen erregt haben. Also diese drei Schriften, die „Fama Fraternitatis”, die „&#039;&#039;Confessio”&#039;&#039; und die sogenannte „&#039;&#039;Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreuz&#039;&#039;.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun, wenn man jetzt historisch sich fragt, ja was spielte sich denn ab in dieser Zeit, zum Beginn des 17. Jahrhunderts? Wie konnte eine solche Bewegung, diese rosenkreuzerische Bewegung, die aber weitestgehend unsichtbar blieb … man nannte die Rosenkreuzer eigentlich dann auch „die Unsichtbaren”, weil sie äußerlich im Grunde genommen gar nicht in Erscheinung traten, sondern nur durch diese Schriften, die wiederum dort gedruckt werden durften. Damals gab es ja ein Imprimatur, das von den jeweiligen Landesfürsten erteilt wurde und das waren durchgehend nur protestantische Landesfürsten, wie etwa der Moritz von Hessen-Kassel, wo eben die erste Auflage dieser „Fama Fraternitatis” erschienen war … also in Kassel, und das waren eben wiederum protestantische Landesfürsten. Ähnliches war dann in Straßburg oder auch hier in Württemberg eben auch der Fall. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In den frühen Schriften der Rosenkreuzer ist die Anthroposophie in einer sehr rudimentären Form bereits enthalten. Ihre eigentliche praktische Wirksamkeit blieb im Unsichtbaren 00:08:52 ===&lt;br /&gt;
Und wenn man das historisch sich genauer anschaut, dann bemerkt man, dass diese Fürsten nicht nur protestantisch gesinnt waren, sondern dass sie, wenn man so will, esoterisch gesinnt waren. Und das hing damit zusammen, dass eben dieses Rosenkreuzertum, wenn man sich diese Schriften genauer anguckt, eigentlich etwas proklamierte, was wir tatsächlich 300 Jahre später wiederfinden in der Gestalt der Anthroposophie. Also das, was die Anthroposophie eben auszeichnet, dass sie in allen Lebensgebieten wirksam geworden ist, dass sie ihre Ideen, die im Wesentlichen den Zusammenhang des Makrokosmischen mit dem mikrokosmischen Menschen umfassen, die den Menschen also anbinden an einen kosmologischen Ursprung und ihn in Zusammenhang sehen mit den Phänomenen der Natur, die den Menschen also nicht abtrennen, sondern in Verbindung bringen mit der Natur, mit den Naturreichen und aus diesem Menschenverständnis heraus eben eine neue Medizin, eine neue Pädagogik und eine neue Wissenschaft entwickelt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieses Programm, was, wenn man so will, die heutige oder die Anthroposophie des 20. Jahrhunderts vor allem kennzeichnet, das ist in einer, wenn man so will, sehr frühen und noch sehr rudimentären Form in diesen Schriften der Rosenkreuzer eigentlich enthalten. Und das erweckte zu dieser Zeit eben das Interesse verschiedener Landesfürsten, aber auch anderer wissenschaftlich gesinnter Menschen, dass sie jetzt wissen wollten, wer sind diese Leute, die sowas proklamieren und was haben die eigentlich vor?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es erweckte ein großes Aufsehen, ein großes Interesse, ohne dass aber diejenigen, die das publiziert hatten, jetzt weiter in die Öffentlichkeit traten und sich dafür einsetzten. Sie blieben vielmehr, wie gesagt, im Verborgenen. Sie hatten sich auch als Programm sozusagen vorgenommen, dass sie äußerlich nicht durch irgendwelche Zeichen oder Uniformen oder anderes in Erscheinung treten würden, sondern dass sie im Wesentlichen anonym wirksam werden und vor allem im Bereich der Heilkunst tätig sein wollten. Also als Ärzte, aber ohne sich irgendwie zu outen und sich sozusagen als rosenkreuzerische Ärzte oder irgendwie mit dieser Bewegung in Verbindung zu erklären. Ihre eigentliche praktische Wirksamkeit blieb im Unsichtbaren, blieb anonym. Und auch Valentin Andreae hat sich relativ bald eigentlich von dieser Bewegung äußerlich gesehen abgewendet. Was allerdings den hauptsächlichen Grund hatte darin, dass sofort mit der Veröffentlichung dieser Schriften eine intensive Bekämpfung und Verfolgung seitens der katholischen Kirche und vor allem des Jesuitismus gegen diese Bewegung sich äußerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Viele Parallelen einer kabbalistischen Lehrtafel mit den rosenkreuzerischen Ideen 00:12:24 ===&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konkreter gesprochen haben wir es in Stuttgart zu tun mit einem Fürsten, Friedrich I., der um die Wende des 16. zum 17. Jahrhundert hier in dem Stuttgarter Schloss, in dem alten Schloss, was heute auch noch steht, eben mit seiner Familie lebte, dessen Sohn Johann Friedrich, der ab 1608 in diesem Schloss regierte und der eine Tochter hatte, nämlich Antonia von Württemberg. Die wiederum dadurch bekannt geworden ist, dass sie eine sogenannte kabbalistische Lehrtafel hat gestalten lassen von einem Hofkünstler, einem Künstler, der am Hof des württembergischen Fürsten tätig war und diese sogenannte kabbalistische Lehrtafel dann in Bad Teinach, hier im Schwarzwald, aufstellen ließ, wo sie auch heute noch zu sehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weiter 00:13:26&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man sich damit beschäftigt, mit dieser Kabbala, der sogenannten christlichen Kabbala, einer Art Geheimlehre, eigentlich ursprünglich jüdischer Geheimlehre, dann wird man sehr sehr viele Parallelen entdecken in dieser Lehrtafel und in dieser Kabbala mit den rosenkreuzerischen Ideen, die dadurch dann in der Folge dieser Schriften auch durch die sogenannten Lehrtafeln der Rosenkreuzer bekannt geworden sind. Da sind sehr viele Parallelen. Und die Kabbala ist, wenn man so will, auch nichts anderes als eben der Ausdruck eines Hermetismus, wo eben auch der Zusammenhang des Kosmischen mit dem irdischen Menschen beschrieben wird. Sie ist ja so aufgebaut, diese Zehn Sephiroth, aus denen diese Kabbala besteht, dass das eigentlich wie ein umgekehrter Mensch ist, also ein Mensch, der auf dem Kopf steht, der also nach oben in den Kosmos mit seinen Gliedmaßen hineinwächst. Und interessanterweise sind auf dieser Kabbala eben viele Persönlichkeiten abgebildet, die einerseits biblische, meist alttestamentarische Gestalten darstellen, gleichzeitig aber auch Zeitgenossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so findet man also auch den Lehrer Antonias von Württemberg, nämlich Johann Valentin Andreae, auf dieser Lehrtafel abgebildet. Wodurch eben deutlich wird, dass er eben in dem Umfeld dieses württembergischen Fürstenhofes tätig war und eben diese rosenkreuzerischen Ideen dort auch direkt weiter vermittelt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kabbala]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] dieser Kabbala, der sogenannten christlichen Kabbala, einer Art Geheimlehre, eigentlich ursprünglich jüdischer Geheimlehre“ | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:12:24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Johann Valentin Andreae]]    [[Rosenkreuzer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] so findet man also auch den Lehrer Antonias von Württemberg, nämlich Johann Valentin Andreae, auf dieser Lehrtafel abgebildet […] er eben in dem Umfeld dieses württembergischen Fürstenhofes tätig war und eben diese rosenkreuzerischen Ideen dort auch direkt weiter vermittelt hat.“ | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:12:24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rosenkreuzerische Bestrebungen am alchemistischen Hof von Friedrich V. in Heidelberg und die „Bibliotheca Palatina“ 00: ===&lt;br /&gt;
Ein weiterer Schwerpunkt oder das weitere Zentrum des rosenkreuzerischen und auch alchemistischen Wirkens war das Heidelberger Schloss von Friedrich V. von der Pfalz. Dieser Fürst, der in Heidelberg dieses Schloss errichtet hatte und dazu eben alchemistische sogenannte Wunderkammern und auch einen Garten, der damals auch bekannt war wegen seiner vielen Heilkräuter und auch eine große Bibliothek, die &#039;&#039;Bibliotheca Palatina&#039;&#039;, die in diesem Schloss sich befand. All das gab sozusagen den Ruf eines alchemistischen Hofes oder einer alchemistischen Herrschaft, die dort sozusagen in der Pfalz sich angesiedelt hatte und die dadurch dann politisch an Bedeutung gewann, dass Friedrich V. von der Pfalz durch Christian von Anhalt, einen weiteren Fürsten aus diesem Umkreis, der mit diesen Rosenkreuzer-Schriften in Verbindung sich stehen sah, dass er also durch diesen Christian von Anhalt und andere deutsche Fürsten zum König von Böhmen ernannt worden war und dann eben nach Prag übersiedelt war - 1619. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was allerdings in der Folge dazu führte, dass er zu einem Winterkönig wurde. Das heißt, er war nur einen Winter lang, nämlich 1619 bis 1620 war er dort in Prag böhmischer König und wurde dann vertrieben von dort durch eben die katholischen Truppen. Denn es hatte 1618 ja bereits, wie bekannt, der Dreißigjährige Krieg begonnen, der eben eine Art gegenreformatorische Offensive war gegen diese sich ausbreitenden, aus dem Protestantismus eigentlich herrührenden, rosenkreuzerischen Bestrebungen, die durch Friedrich von der Pfalz jetzt politisch an Bedeutung zu gewinnen schienen. Und das wurde dann eben hintertrieben. Die ganze rosenkreuzerische Bewegung musste flüchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sephiroth]]   Kabbala&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Sie ist ja so aufgebaut, diese 10 Sephiroth, aus denen diese Kabbala besteht, dass das eigentlich wie ein umgekehrter Mensch ist, also ein Mensch, der auf dem Kopf steht, der also nach oben in den Kosmos mit seinen Gliedmaßen hineinwächst“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das rosenkreuzerische Erbe zeigt sich bis heute in Amsterdam, in der „Bibliotheca Hermetica“ von Herrn Joost Ritman ind im „Lectorium Rosicrucianum“ 00:17:31 ===&lt;br /&gt;
Viele ihrer Anhänger sind dann eben in die Niederlande geflüchtet, wo sie dann aufgrund des protestantischen und calvinistischen Hintergrundes der Niederlande, die sich ja gegen Spanien gewehrt und diese katholische Herrschaft abgeschüttelt hatten - also in diesen freien Niederlanden - dort fanden die Flüchtenden vor eben der Gegenreformation und den Kriegern, im Dreißigjährigen Krieg Flüchtenden, fanden dort Aufnahme und konnten dort unterkommen. Dieses rosenkreuzerische Erbe zeigt sich bis heute noch in Amsterdam zum Beispiel dadurch, dass die größte Bibliothek mit alchemistisch-hermetischen und rosenkreuzerischen Schriften aus dieser Zeit und später sich eben dort in Amsterdam befindet, die „Bibliotheca Hermetica“ von Herrn &#039;&#039;Joost Ritman&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und gleichzeitig seit dem 20. Jahrhundert das sogenannte Lectorium Rosicrucianum seinen Ausgang genommen hat. Also eine Bewegung, die sich auf diese Rosenkreuzer bezieht und die auch heute noch tätig ist, auch hier in Stuttgart tätig ist - Lectorium Rosicrucianum aus Holland. Also sieht man, dass dort eben, wenn man so will, eine Art Refugium gewesen ist für die Vertriebenen, die sich also flüchten mussten aus Deutschland und das gleichzeitig aber in Frankreich eine Art Gegenbewegung, eine Art Verfolgung der Rosenkreuzer einsetzte, interessanterweise im Umkreis von René Descartes, der sozusagen der Gegenspieler wurde, obwohl er ursprünglich noch als junger Mann eben 1619 nach Deutschland gekommen war, um diese Rosenkreuzer zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also er interessierte sich für die, wie auch viele andere übrigens, Isaac Newton zum Beispiel gehörte auch zu denen, die sich mit diesen englischen Rosenkreuzer-Schriften beschäftigten, von Robert Fludd und John Dee. Das waren zwei englische Rosenkreuzer, die im Umfeld des englischen Königs Jakob I. und seiner Mutter Elisabeth I., also in dieser sogenannten elisabethanischen englischen Gesellschaft, die immer wieder mit dem Rosenkreuzertum in Verbindung gesehen wurde, bis hin auch zu William Shakespeare. Also an dem englischen Hof war das durchaus auch verbreitet und es war auch charakteristisch, dass die Tochter Jakobs I., ebenfalls Elisabeth genannt, dass die mit eben jenem Friedrich von der Pfalz verheiratet wurde und diese Hochzeit auf diesem Heidelberger Schloss ein sehr sehr großes Aufsehen erregte. Das hat damals sozusagen die Regenbogenpresse gefüllt, was alles mit dieser Hochzeit verbunden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und interessanterweise findet man vieles, was mit dieser Hochzeit in Verbindung stand, bis hin auch zu diesem Heidelberger Schloss. Dann wieder in der Chymischen Hochzeit, die Johann Valentin Andreae verfasst hatte und die 1616 veröffentlicht wurde. Es gab von dieser Chymischen Hochzeit schon eine sehr frühe Jugendschrift, die Johann Valentin Andreae dann später eben umarbeitete, zu dem Buch eben die Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreuz. Ich komme darauf auch später nochmal zurück. Auf jeden Fall taucht da dieser Hintergrund dieser königlichen Hochzeit von eben Friedrich V. von der Pfalz mit dieser Elisabeth von England. Das machte also einen großen Eindruck und das ist sozusagen der äußere Hintergrund, sozusagen die Kulisse für das, was in der Chymischen Hochzeit da beschrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, soviel vielleicht zunächst einmal zu diesem historischen Auftreten des Rosenkreuzertums. Wenn jemand sich damit genauer noch beschäftigen will, historisch gesehen, weil das noch viel weitere Kreise gezogen hat, kann ich nur wärmstens empfehlen Frances A. Yates&#039; Aufklärung im Zeichen des Rosenkreuzes. So heißt dieses Buch, was leider schon lange vergriffen ist, nur noch in Bibliotheken zu finden. Aber da findet man im Grunde genommen alle historischen Zusammenhänge sehr, sehr gut beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rosenkreuzer]]    Lectorium Rosicrucianum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„seit dem 20. Jahrhundert das sogenannte Lectorium Rosicrucianum seinen Ausgang genommen hat. Also eine Bewegung, die sich auf diese Rosenkreuzer bezieht und die auch heute noch tätig ist, auch hier in Stuttgart tätig ist - Lectorium Rosicrucianum aus Holland“ | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Herkunft der christlichen Kabbala, und Descartes als Gegenspieler 00:22:30 ===&lt;br /&gt;
Ein weiterer Zusammenhang, auf den ich im Zusammenhang noch mit der Kabbala zu sprechen kommen will. Woher stammten diese kabbalistischen Lehren, die also die Tochter des württembergischen Fürsten Johann Friedrich Antonia … wie kam sie und wie kamen andere in die Kenntnis dieser Kabbala, die ja zunächst hebräisch natürlich verfasst war? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da spielte schon vorher im 16. Jahrhundert eine große Rolle Johannes Reuchlin, auch ein reformatorisch-protestantisch gesinnter Gelehrter hier aus dem württembergischen Raum, der eine Grammatik der hebräischen Sprache veröffentlicht hatte und sozusagen dafür sorgte, dass Hebräisch wieder gelehrt werden und dann eben auch verstanden werden konnte. Also er sorgte für diese Kenntnisse und auch andere, die sich nach Italien begeben hatten, hatten also von diesen kabbalistischen Schriften Kenntnis genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die waren nach Italien dadurch gelangt, dass die jüdischen Gelehrten in Spanien vertrieben worden waren und dann nach Italien geflüchtet waren. Und dort fanden sie Aufnahme, nämlich in dem Umkreis der Platonischen Akademie in Florenz und bei den Renaissance-Humanisten Italiens, die sich sehr für diese Kabbala interessierten und darin sozusagen etwas erblickten, mit dem sie sich eben intensiv beschäftigten. Und das führte sozusagen zu dieser Umformung der kabbalistischen Lehren zu der sogenannten christlichen Kabbala. Das geschah also in dem Umfeld dieses italienischen Renaissance-Humanismus und gelangte von dort dann eben auch nach Deutschland, eben auch nach Württemberg, hier an den Stuttgarter Fürstenhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von daher ist es auch nicht ganz von der Hand zu weisen, dass die Anthroposophie in Italien doch deutlich stärker Fuß gefasst hat als beispielsweise in Frankreich, wo sie eben in der Folge der cartesianischen Philosophie dann stark verfolgt wurde. Descartes, nachdem er aus Deutschland zurückkam, weil er sich nämlich dann doch beteiligt hatte an diesem Feldzug gegen diesen Friedrich von der Pfalz da in Prag, der da gestürzt wurde, also dieser Winterkönig. Bei diesem Feldzug war Descartes dabei und hatte eben mit diesen jesuitischen Truppen sich nach Prag begeben. Er hatte selber eine jesuitische Ausbildung durchlaufen, war dann aber längere Zeit sozusagen auf der Suche und fragte sich, was ist das mit diesem Rosenkreuzertum, wie auch andere, wie gesagt, hat sich dann aber gegen diesen Rosenkreuzerimpuls gewendet, wurde dann bei seiner Rückkehr in Paris sogar verdächtigt, einer dieser Unsichtbaren zu sein, was er widerlegen konnte, dadurch, dass er sich zeigt und sagt, ja schaut her, ich bin nicht unsichtbar. Gleichzeitig setzte aber so eine Art Hexenjagd sozusagen auf das Rosenkreuzertum ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab also Verfolgungen und Hexen- oder Ketzerprozesse, wodurch gerade in Frankreich eben die stärkste Gegnerschaft dann sich entwickelte und wenn man so will auch die Philosophie, die René Descartes dann entwickelt hat, eigentlich diesen Grundsätzen, wenn man so will, der rosenkreuzerischen Lehre, nämlich des Zusammenhangs des Menschen mit dem Kosmos, mit der Natur, dass Descartes eben genau das Gegenteil proklamiert, nämlich eine Trennung, eine Spaltung zwischen Subjekt und Objekt, zwischen Intellekt und äußerer Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In England waren es wie gesagt auch Wissenschaftler wie Isaac Newton, die sich für das Rosenkreuzertum und deren Ideen auch im Zusammenhang mit der Alchemie interessierten und das hing einfach damit zusammen, dass die Naturwissenschaften ja noch ganz am Anfang waren, zum Beginn dieses 17. Jahrhunderts, noch keine, wenn man so will, materialistische Naturwissenschaft sich wirklich ausgebildet hatte. Das begann eigentlich erst durch einen weiteren Gegner dieser Rosenkreuzer, nämlich Francis Bacon, der in dieser Zeit seine grundlegenden Schriften eben auch veröffentlichte. Aber für viele war das eben noch nicht ausgemacht, in welche Richtung würde sich die Naturwissenschaft denn entwickeln. Und da waren diese Ideen, die ja sehr skizzenhaft waren, die in diesen Schriften, die da 1614 bis 16 erschienen waren, zum Ausdruck kamen und auch weiteren Schriften dieser englischen Rosenkreuzer, das irgendwie erschien als eine ganz andere Perspektive, die zu dieser Zeit eben noch nicht festgelegt war, sich dann aber auch in England durch die Royal Society immer mehr doch verfestigte, wodurch dann eben andere Anschauungen sofort in Verdacht kamen, eben nicht christlich oder ketzerisch oder was auch immer zu sein, sodass das dann sehr, sehr bald von der Bildfläche verschwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Christian Rosenkreuz als historische Persönlichkeit 00:28:07 ===&lt;br /&gt;
Und erst in jüngster Zeit, eigentlich jetzt auch wiederum von Holland ausgehend, fangen die universitären Wissenschaften an, sich jetzt mit diesen esoterischen Bewegungen doch intensiver zu beschäftigen. Die sogenannte Esoterikforschung, die eben auch von Amsterdam ausgegangen ist und die heute auch in Deutschland über einige Lehrstühle verfügt, in diesem Kontext beschäftigt man sich eben auch wieder mit diesen rosenkreuzerischen Lehren, auch mit der Gestalt des Christian Rosenkreuz selber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wodurch wir jetzt sozusagen auf das Zentrum der ganzen Thematik zu sprechen kommen, nämlich auf den Begründer dieser rosenkreuzerischen Bewegung, der ja in dieser Fama Fraternitatis auch biografisch genauer umschrieben wird, als eben der sogenannte Bruder Christian Rosenkreuz. Interessanterweise haben wir da jetzt seit dieser Woche endlich das Buch von Ronald Templeton, mit dem wir ja hier im Februar auch ein Tagesseminar veranstaltet haben, die Lebensreise des Christian Rosenkreuz vorliegen, auch draußen am Büchertisch erhältlich, weil interessanterweise in allen Zusammenhängen, wo auch heute noch über Christian Rosenkreuz gesprochen wird, also auch bei dem Lectorium Rosicrucianum, aber insbesondere in der sogenannten Esoterikforschung, eigentlich nirgends davon ausgegangen wird, dass Christian Rosenkreuz tatsächlich gelebt hat, dass das also eine historische Persönlichkeit gewesen ist, so wie es in der Fama Fraternitatis dargestellt und eben auch von Rudolf Steiner dann ganz deutlich beschrieben worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überall, in allen anderen Zusammenhängen, die man auch heute noch hat, wird diese Gestalt als eine mythologische oder symbolische beschrieben. Also nicht historische Persönlichkeit, sondern insbesondere auch die Chymische Hochzeit, auch sein gesamter Lebensgang. Alles, was über ihn erzählt wird, wird als etwas Symbolisches erlebt, als etwas, was sozusagen wie ein Urbild sein könne für eine esoterische Entwicklung, aber nicht eine historische Biografie beschreiben würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun hat Ronald Templeton interessanterweise auf dem Hintergrund eben immer wieder dieser immer wieder auftauchenden, wenn man so will, in Fragestellung der Historizität des Christian Rosenkreuz versucht, die Biografie, so wie sie in der Fama und auch von Rudolf Steiner beschrieben wird, diese Biografie zu rekonstruieren und eben als historisch nachzuweisen. Und das ist ihm dadurch gelungen, dass er den ja in der Fama und auch durch Rudolf Steiner sehr ausführlichen Bildungsgang, also die Bildungsbiografie des Christian Rosenkreuz, dass er die genauer untersucht hat. Und die Orte, an denen Christian Rosenkreuz gewesen sein soll, laut Fama und auch laut Rudolf Steiner, dass er diese Orte jetzt genauer untersucht hat im Hinblick auf die Lehrstätten bzw. Universitäten, die es dort gegeben haben soll, an denen sozusagen Christian Rosenkreuz seine Ausbildung erhalten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun zeigt sich, dass es dazu wirklich ausreichend historisches Material und Dokumente gibt, die genauestens nachweisen, in welcher Form welcher Unterricht dort stattgefunden hat an diesen verschiedenen Städten, die ich jetzt nicht im Detail beschreiben kann, das kann man alles nachlesen in dem neuen Buch vom Templeton. Dabei zeigt sich aber, dass tatsächlich an allen Orten, die da in der Fama erwähnt werden, dass es da tatsächlich Unterricht und Lehrstätten gegeben hat, meistens mit islamischem Hintergrund, aber eben esoterischem Islam. Wenn man so will, das Wissen des Orients, die Geheimnisse, die Mysterien des Orients, die an diesen Hochschulen, an denen eben auch Christian Rosenkreuz gelebt hat und Unterricht bezogen hat, dass es dort tatsächlich solche Schulen gab, bis dahin, dass man auch Details über die Art von Unterricht und die Inhalte, die da unterrichtet wurden, auch finden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sodass also diese Bildungsbiografie bis in Details hinein tatsächlich historisch rekonstruierbar ist, wodurch eben deutlich wird, dass die Autoren dieser Schriften eben nicht eine symbolische Erfindung einer Bildungsbiografie dahingestellt haben, sondern dass sie tatsächlich einen Bildungsgang und diese Reisen beschrieben haben, die mindestens zu der Zeit, in der sie eben stattgefunden haben sollen, nämlich im 14. Jahrhundert, dass die tatsächlich so im Detail stattgefunden haben können und dass eigentlich kein Grund besteht, anzunehmen, dass das nun alles erfunden sei, wenn die ganzen historischen zugrunde liegenden Fakten eben alle nachweislich so gewesen sind, wie sie dort in dieser Bildungsbiografie der Fama beschrieben worden sind. Also das ist eine ausgezeichnete Leistung von Ronald Templeton, dass er diesen historischen Hintergrund jetzt mal wirklich festmachen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Goethe und die Spuren des Rosenkreuzertums 00:34:09 ===&lt;br /&gt;
Und das kann man jetzt, wenn man das jetzt geschichtlich weiter verfolgt, weil das Rosenkreuzertum äußerlich dann eben mit Beginn des 30-jährigen Krieges verschwindet von der Bildfläche. Das taucht wirklich nur sehr kurz auf, eben zwischen 1614 und 1619, bis dann dieser Winterkönig gestürzt wird und die Anhänger nach Holland flüchten müssen, sich verbergen müssen. Valentin Andreae sich dann auch praktisch äußerlich abwendet und auch meint mit diesen Jugendschriften eigentlich nichts zu tun gehabt zu haben. Also in der Folge des 30-jährigen Krieges und dieser Verfolgung des Rosenkreuzertums distanziert er sich dann später davon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch taucht dieses Rosenkreuzertum dann in einer sehr merkwürdigen, uns aber wohl bekannten Form wieder auf, nämlich in Goethes Leben. Bei Goethe kann man eben ganz deutlich die Spuren des Rosenkreuzertums in seiner Biografie wiederfinden. Das hat eben Frank Teichmann in dem besagten Buch Goethe und die Rosenkreuzer ja ausführlich dargestellt. Zunächst dadurch, dass er 19-jährig schwer erkrankt, an einer lebensgefährlichen Erkrankung, und dann durch eben einen rosenkreuzerischen Arzt gerettet wird, der ein Fluidum, ein Salz ihm verabreicht, das ihm dann das Leben rettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der dann später bei seiner Harzreise eine Art rosenkreuzerische Einweihung erlebt, die in anderer Gestalt von Rudolf Steiner dann später beschrieben worden ist in den Vorträgen mit Mysterienstätten des Mittelalters. Da gibt es zwei Vorträge, in denen Rudolf Steiner von einer sogenannten rosenkreuzerischen Einweihung spricht, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie durch eine Begegnung auf einem Berg und eine andere Begegnung in einem Berg stattfindet. Also zwei Stufen, auf einem Berg und in einem Berg. Und Steiner weist nur darauf hin im Zusammenhang dieser Vorträge, dass sich diese Einweihung später immer wieder in einer gewissen Weise wiederholt hat oder wieder miterlebt worden ist. Und einer derjenigen, die eben diese Einweihung miterlebt oder wiedererlebt haben, war eben Goethe, dem eben genau das wiederfuhr, dass er da in einem Bergwerk, nämlich im Harz, eine bestimmte Begegnung erlebte und dann anschließend eben auch auf dem Berg, nämlich auf diesem Brocken bei der Besteigung dieses Berges, worüber er seiner Freundin Frau von Stein eben in Briefen berichtet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Kontext ist es auch interessant, dass Goethe der Frau von Stein auch schreibt, dass er die Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreuz gelesen habe und dann sagt, Christian Rosenkreuz, Hochzeit habe ich hinaus gelesen. Es gibt ein schön Märchen zur guten Stunde zu erzählen, wenn es wiedergeboren wird. In seiner alten Haut ist es nicht zu genießen. 1786 schreibt das Goethe, also er fand vor allem diese zum Teil ja blutigen Bilder in dieser Chymischen Hochzeit nicht zu genießen und bringt dann 1795 eben sein Märchen, das Goethe-Märchen, als das, was er nennt die Wiedergeburt dieser Chymischen Hochzeit. Das Goethe-Märchen hat ganz eindeutig diesen Hintergrund, bis auch dahin, dass diese Brücke, von der da die Rede ist, im Zusammenhang mit der Heidelberger Brücke steht, die auch heute noch in Heidelberg zu sehen ist, also da auch taucht Heidelberg am Rande wieder auf. Und auch Rudolf Steiner weist auf diesen Kontext eben hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zweiter Text von Goethe ist natürlich das berühmte Fragment Die Geheimnisse, wo sich herausstellt, dass Goethe da etwas beschreibt, was später Rudolf Steiner dann rekonstruiert hat, als die eigentliche Einweihung des Christian Rosenkreuz. Steiner macht das so fest, das werde ich gleich noch etwas genauer beschreiben, dass sich diese eigentliche Einweihung im 13. Jahrhundert vollzogen hat, wo diese Persönlichkeit noch nicht Christian Rosenkreuz hieß, wo sie auch nicht so sehr lange lebte, wo sich aber dieser Umkreis, dieser 12. und dieser 13., der er eben gewesen ist, wo sich diese Gestaltung wiederfindet in einer sehr besonderen Konstellation, die ich gleich noch ausführlicher darstellen möchte. Auf jeden Fall so Steiner hat Goethe sozusagen da etwas beschrieben in diesem Text, Die Geheimnisse, was sich historisch gesehen im Zusammenhang mit dieser ursprünglichen Einweihung des Christian Rosenkreuz im 13. Jahrhundert tatsächlich ereignet hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Mysteriendrama und der Aspekt der Kraft 00:39:40 ===&lt;br /&gt;
So sehen wir also in Goethes Leben sozusagen Spuren des Rosenkreuzertums wieder aufscheinen. Und nun ist es so, dass ja eben Rudolf Steiner sich nicht umsonst ganz wesentlich bei der Begründung der Anthroposophie in vielen Punkten, sowohl naturwissenschaftlich wie auch vor allem von der künstlerischen Seite her, an Goethe anschließt. Und einer dieser Anschlusspunkte ist eben das erste Mysteriendrama, das ja zunächst eigentlich das goethesche Märchen auf die Bühne bringen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben also eine mehrfache Metamorphose. Chymische Hochzeit von Valentin Andreae mit Christian Rosenkreuz im Zentrum, durch Goethe in das Märchen metamorphosiert und durch Rudolf Steiner in sein erstes Mysteriendrama, das ja untertitelt wird mit ein Rosenkreuzer Mysterium. Und das Siegel, was wir da haben von diesem ersten Drama, hat eben diese drei Rosenkreuzer-Worte zum Inhalt. Also Ex Deo Nascimur, In Christo Morimur, Per Spiritum Sanctum Reviviscimus, das steht auf diesem Siegel des ersten Dramas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wieso ist das ein Rosenkreuzer Mysterium? Zum einen haben wir sozusagen die historische Wurzel, die historischen Vorläufer, die aber nur ganz im Verborgenen jetzt da wieder auftauchen. Aber ein wesentlicher Aspekt, den ich jetzt hervorheben will und der für Rudolf Steiner sozusagen dann zentral wird, das ist der Aspekt der Kraft. Also das, was da umschrieben wird mit Kräften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hatte ja am Anfang gesagt, die anthroposophische Bewegung zeichnet sich dadurch aus, dass es nicht eine Weltanschauung, eine Lehre, eine religiöse Anschauung, eine esoterische Lehre allein ist, sondern dass alle diese Ideen, dass die sich praktisch auswirken, dass die also, wenn man so will, Kraft haben, dass wir es zu tun haben mit einem Kraftorganismus, wenn wir auf die Anthroposophie hinschauen, einem Kraftorganismus, der wie alles Ätherische, was eben Lebenskräfte sind, nicht das Ätherische kann für sich alleine gar nicht existieren, sondern das Ätherische ist immer nur zusammenhängend denkbar oder überhaupt erlebbar mit etwas Physischem, was von diesem Ätherischen gestaltet und verlebendigt wird. Ein Ätherisches für sich gibt es gar nicht. Ein Ätherisches kann immer nur im Zusammenhang mit Physischem überhaupt beobachtet werden. So wie der Ätherleib eben einen physischen Leib gestaltet, gestalten eben diese Kräfte das Lebendige und, wenn man so will, unser Leben. Weshalb Rudolf Steiner auch darauf aufmerksam macht, dass er sagt, unsere Gedanken- und Vorstellungskräfte und alles, was wir sozusagen an Kultur hervorbringen, das sind umgewandelte Lebenskräfte. Wir denken mit denselben Kräften, mit denen wir wachsen. Das sind dieselben Kräfte, die sich nur umwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und mit diesem Kraftaspekt haben wir es sozusagen zu tun, wenn wir von der Anthroposophie sprechen. Und natürlich muss man sich fragen, woher kommen jetzt diese Kräfte? In dem Mysteriendrama taucht das an verschiedenen Stellen in dem ersten Bild schon auf, dass eben der Capesius, der ein Gedankenmensch ist, ein Professor ist, dass der etwas ganz Besonderes in diesem anthroposophischen Zusammenhang bemerkt. Er sagt, was hier jedoch sich zeigt, gibt viel zu denken Menschen meiner Art. Erklärlich schien uns solche Wirkung, wo überhitzter Sektengeist die Seelen nur betörend sich über Menschen gießt. Doch hier ist nichts von solchem Geist zu sehen. Man will nur durch Vernunft zur Seele sprechen. Und doch, man schafft durch Worte echte Lebenskräfte und spricht zum tiefsten Herzensgrund. Und selbst des Wollens Reich ergreift das Sonderbare etwas, das jenen, die gleich mir in alten Bahnen wandeln, als blasses Denken nur erscheinen will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Capesius fällt auf, dass in diesem Zusammenhang des Benedictus und der Maria, dass diese Worte, die da gesprochen oder auch studiert werden, dass das Lebenskräfte sind, dass sie Kraft haben. Und das kommt dann auch noch zum Ausdruck an der Stelle, wo die andere Maria auftaucht. Auch noch in diesem ersten Bild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagt nämlich, ich muss stets neue Kraft mir holen aus dem Reichtum, der hier aus Geistesquellen fließt. Die warme Zauberkraft der Worte, die hier ich höre, ergießt in meine Hände sich und fließt wie Balsam weiter, berührt die Hand den Leidbeladenen, sie wandelt sich auf meinen Lippen in rechte Trostesrede für schmerzdurchwühlte Herzen. Ich frage nach der Worte Ursprung nicht, ich schaue ihre Wahrheit. Wenn lebend, leben sie mir Spenden. Das sagt jetzt diese andere Maria.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Maria sagt dann noch, um das zu erklären, doch unsere Freundin hat erschöpft des Lebens beste Kräfte durch ihre Arbeitsüberfülle und aller Lebensmut war ihr genommen durch schweren Schicksalsdruck, den sie erfahren, die Kräfte hatte sie geopfert, der Kinder sorglich Leitung, der Mut war hingesunken, als ihr ein früher Tod den teuren Gatten nahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst ist diese andere Maria sozusagen zusammengebrochen, hatte keine Kräfte mehr, sie war am Ende, ein Burnout würde man das heute nennen. Ihr Mann ist durch einen frühen Tod gestorben, sie hatte alles sozusagen der Erziehung der Kinder gewidmet und war jetzt kräftemäßig am Ende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da brachten Schicksalsmächte sie in unserer Geistes leere Bann &#039;&#039;[?]&#039;&#039; und ihre Lebenskräfte erblühten noch zum zweiten Mal. Nicht so, dass sie dann eben jetzt sagt, ich muss stets neue Kraft mir holen aus dem Reichtum, der hier aus Geistesquellen fließt. Die warme Zauberkraft der Worte, die hier ich höre, ergießt in meine Hände sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also sie schreibt jetzt ihre Wirksamkeit und ihr neues Leben den Worten zu, die sie jetzt da hört, in diesem Rosenkreuzer-Tempel eigentlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der unsterbliche Ätherleib als Kraftquelle 00:47:29 ===&lt;br /&gt;
Und nun, wenn man bei Rudolf Steiner jetzt selber nachliest, in seinem Buch »Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?«, dann findet man an ganz zentraler Stelle, ganz am Anfang, genau das eigentlich beschrieben. Nicht, Sie alle kennen ja dieses Buch, das da anfängt mit dem sogenannten »Pfad der Verehrung«. Und diese Verehrung, die da entwickelt wird, die bezeichnet Rudolf Steiner immer so, dass er sagt, daraus schöpft der Mensch Kraft. Wenn er diese Verehrung in der Lage ist zu entwickeln, dann schöpft er daraus Kräfte. Und umgekehrt, wenn er das nicht tut, dann raubt er sich Kräfte. Begegne ich einem Menschen und tadele ich seine Schwächen, so raube ich mir höhere Erkenntniskraft. Suche ich liebevoll mich in seine Vorzüge zu vertiefen, so sammle ich solche Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht, diese Übung, die dann später wieder auftaucht, in verwandelter Form als Positivitätsübung, das ist die Grundübung dieses Buches, die in mehrfacher Form in dem Buch mindestens viermal wieder auftaucht, dass man Kritik zurückhalten soll, dass man kritiklos Worte sich anhören soll, auch wenn sie noch so falsch klingen. Nicht, das, was da am Anfang als das Gefühl der Ehrfurcht beschrieben wird, taucht in verschiedenster Weise wieder auf, dann vor allem als Positivitätsübung. Aber es wird eben gleich am Anfang so beschrieben, dass das eine Kraftübung ist, dass das eine Übung ist, die Kraft verleiht. Und das wird dann noch verstärkt durch den Schluss dieses ersten Kapitels, wo es heißt, jede Idee, die dir nicht zum Ideal wird, ertötet in deiner Seele eine Kraft. Jede Idee, die dir aber zum Ideal wird, erschafft in dir Lebenskräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht, da haben wir wieder diesen Zusammenhang, dass es etwas gibt, was abtötend ist, davon ist auch in dem Mysteriendrama natürlich die Rede, auch in dieser Szene mit dem Geist der Elemente wird das ja deutlich, dass die Gedankenart von Strader und Capesius zunächst in dieser Lebenssphäre, in der ätherischen Welt Gewitter erzeugt und eigentlich Zerstörung hervorruft und dass andererseits die Märchen, die Frau Balde erzählt, in dieser Lebenssphäre des Geistes der Elemente, dass die da heilsam wirken, weshalb die Frau Balde dann auch aufgefordert wird für die Schädigungen, die die beiden Irrlichter eigentlich, also Strader und Capesius in der elementarischen Welt hervorrufen, die also Kräfte rauben oder zerstören, dass die Frau Balde dafür bezahlen muss und da diese Kräfte wieder ausgleicht. Was übrigens der Capesius auch bestätigt, dadurch, dass er sagt, wenn ich erschöpft bin und keine Kraft mehr habe, gehe ich zu der Frau Balde und höre mir die Märchen an, die sie mir erzählt. Und die wiederum bringen ihm neue Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wissen wir auch durch Rudolf Steiner, dass diese Märchen, dass die den Ursprung haben in dem Rosenkreuzertum, dass diese mitteleuropäischen Märchen und auch die Märchen der Frau Balde eigentlich rosenkreuzerische Märchen sind. Aber woher kommt jetzt diese Kraft? Was ist das? Was sozusagen, vor allem wenn man auf Rudolf Steiner selber hinblickt, ja ungeheure schöpferische Kräfte zum Vorschein gebracht hat. Wenn man sich nicht nur sein schriftliches Werk, sondern vor allem sein künstlerisches Werk anschaut und etwa den Seelenkalender sich anschaut, wie der entstanden ist, dann fragt man sich, woher kommt jetzt diese dichterische Fähigkeit, diese enorme Schöpferkraft, die sich in dieser Gesamtkomposition eines Seelenkalenders oder etwa der zwölf Stimmungen dieser kosmologischen Dichtung zum Ausdruck bringt. Woher kommen diese Kräfte, die dann auch den ersten Bau des Goetheanums, also ein architektonisches Werk, zur Erscheinung bringen. Respektive natürlich die vier Mysteriendramen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Woher kommen diese schöpferischen Kräfte? Und da wird man jetzt durch Rudolf Steiner, und damit komme ich langsam zum Abschluss dieser Betrachtungen, da wird man jetzt durch Rudolf Steiner eben aufmerksam gemacht, auf das, was mit diesem Christian Rosenkreuz tatsächlich unsterblich verbunden ist. Das macht nämlich Rudolf Steiner, und diese Vorträge können Sie nachlesen, eben hier in diesem Sammelband. Das sind die sogenannten Neuchâteler Vorträge, wo Steiner eben zwei Vorträge gehalten hat, über eben diese okkulte Biografie und diese Einweihung des Christian Rosenkreuz, die eben schon vor dem 14. Jahrhundert, also vor dieser Inkarnation, in der er dann auch diesen Namen erhält, gewesen sein soll. Dass da so ein Kollegium von zwölf Eingeweihten sich eben versammelt hat, um diesen 13. alle Weisheiten, die es bis dahin gegeben hatte, der atlantischen Zeit und der nachatlantischen Zeit, vermittelt haben. Woraufhin dieser Jüngling in einen todesartigen Zustand gekommen sei, bei dem sich aber sozusagen sein Leib wie durchsichtig hätte gezeigt. Und die Folge davon war, dass nach dem Tod dieses Eingeweihten jungen Mannes, dass dessen Ätherleib sich dann eben nicht mehr aufgelöst hat. Steiner nennt ihn dann den unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreuz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieser Ätherleib ist nun eben eine Kraftquelle. Nicht, denn ein ätherischer Leib ist etwas, was Kräfte beinhaltet, die in der Lage sind, Physisches zu gestalten, beziehungsweise dem Physischen eben Kräfte zu verleihen. Lebenskräfte, die dann umgewandelt werden in kulturelle oder Denk- und Vorstellungskräfte. Nicht, eine Kraftquelle, an die dadurch die Menschen anschließen können, dass sie sich eben auch verbinden mit diesem Geschehen, was eben Christian Rosenkreuz auszeichnet, was in den Rosenkreuzer-Worten zum Ausdruck kommt, mit diesem Mysterium von Golgatha. Das ist sozusagen der Schlüssel für diese Kraftquelle. Und daraus gibt es dann, wie Rudolf Steiner, Sie müssen das nachlesen in diesen Neuchâteler Vorträgen, wie er es dann wörtlich ausdrückt, dass sich die Wirksamkeit dieses Ätherleibes dann im Laufe der Jahrhunderte immer mehr verstärkt hätte dadurch, dass immer mehr Menschen sozusagen in diese Sphäre vorgedrungen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das sei nun seit dem Ende des Kali-Yuga, das nennt Rudolf Steiner in dem Zusammenhang auch das Jahr 1899, dass seit dem Zeitpunkt 1900, wo er dann eben anfängt über das goethesche Märchen, also diesen rosenkreuzerischen Zusammenhang erstmalig zu sprechen, er sagt, in diesem Zusammenhang wurde ich erstmalig esoterisch. 1900, Goethes Märchen, Ende des Kali-Yuga und seit diesem 20. Jahrhundert sei es jetzt sozusagen immer mehr Menschen möglich, in diese Sphäre sich zu begeben, weil die sich auch dadurch verstärkt hat, dass nun andere Ätherleiber insofern auch teilweise jedenfalls sich unsterblich erwiesen haben, als sie eben sich mit dieser Sphäre verbinden konnten. Steiner nennt sie in diesem Zusammenhang die Sphäre des Heiligen Geistes. Also die Sphäre, wo die Ätherleiber eben jetzt unsterblich werden, insofern sie sich mit dem Christus verbinden konnten. Diese Sphäre des Heiligen Geistes, das sei die eigentliche Inspirations- und Kraftquelle der anthroposophischen Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schluss: Die Christuskräfte im Menschen 00:56:49 ===&lt;br /&gt;
Also auf diesen Kontext kommt man sozusagen dann wieder zurück und entdeckt sozusagen da das Geheimnis, wenn man so will, auch für diese unglaubliche Schöpferkräfte, die Rudolf Steiner auf so vielen Gebieten eben, bis eben in diese praktischen, wissenschaftlichen Zusammenhänge medizinischer oder pädagogischer oder auch landwirtschaftlicher Art, dass er überall eben sich als enorm schöpferisch erwies und andere Menschen wiederum anleitete oder inspirierte, ebenfalls in dieser Weise tätig zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da hat man sozusagen diesen Hintergrund und abschließend will ich da noch ein Zitat bringen, wenn man jetzt andere Vorträge in dem Zusammenhang nochmal studiert, auch wiederum von 1911, also diese Neuchâteler Vorträge, das ist 1911 und da gibt es eben auch die Vorträge in Kopenhagen über die geistige Führung des Menschen und der Menschheit und da bringt Steiner das jetzt direkt mit dem Christus in Zusammenhang, dass er sagt, die am Menschen im Kindheitsalter wirksamen Kräfte erkennen, heißt den Christus im Menschen erkennen. Also die Kräfte, wo Rudolf Steiner beschreibt, die im Gehen lernen, im Sprechen lernen, im Denken lernen, die also in der menschlichen Entwicklung das eigentlich Menschliche zum Vorschein bringen, diese wachstums- und ätherischen Kräfte, die in diesen ersten drei Jahren des Kindes wirksam sind, das seien eben die Christuskräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn eine wirkliche seelische Selbsterkenntnis führt für den gegenwärtigen Menschen dahin einzusehen, dass in der Menschenseele Kräfte gefunden werden können, welche von diesem Christus ausgehen. In den ersten drei Kindheitsjahren wirken diese Kräfte, ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht, daran sieht man, dass das eben alles nicht, wenn man so will, theologische oder erkenntnistheoretische Fragen sind, sondern dass alle diese anthroposophischen Erkenntnisbemühungen, dass die immer dahin münden, dass das eben Kräfte hervorbringt. Nicht ganz am Schluss, oder nicht ganz am Schluss, sondern hier in Via Langmann *[?]* kommt der Rudolf Steiner auch auf das Studium noch einmal zu sprechen, was ja immer mehr heutzutage auch infrage gestellt wird, weil gesagt wird, die Texte sind zu schwierig. Denn weil diese Lehren aus dem lebendigen, inneren Worte, aus der lebendigen Einsprechung geschöpft sind, haben sie selbst geistiges Leben. Sie sind nicht bloß Worte, sie sind lebendige Kräfte. Und während du den Worten eines Geheimkundigen folgst, während du ein Buch liest, das einer wirklichen inneren Erfahrung entstammt, wirken in deiner Seele Kräfte, welche dich ebenso hellsehend machen, wie die Naturkräfte aus lebendigem Stoffe deine Augen und Ohren gebildet haben. Nicht, also diese Kräfte, die in unserem Wachstum wirksam sind, verwandeln sich jetzt in diesen Kontext eben in Kräfte, die zu höherer Erkenntnis führen und damit eben die Anthroposophie begründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So viel wollte ich Ihnen heute Abend zur Einführung in dieses neue Tertial gerne erzählen, über eben diesen historischen Zusammenhang dieser, wenn man so will, Kraftbewegung des Rosenkreuzertums. Vielen Dank für Ihr Interesse und Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Frank Teichmann: &#039;&#039;Goethe und die Rosenkreuzer&#039;&#039;, Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2007, &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 978-3772516160&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Neider, Andreas / Schukraft, Harald : &#039;&#039;Rudolf Steiner in Stuttgart&#039;&#039;, 168 S., kart. EUR 19,95, Belser Verlag, Stuttgart 2011&lt;br /&gt;
* Yates, Frances A.: &#039;&#039;Aufklärung im Zeichen des Rosenkreuzes&#039;&#039;, Klett-Cotta 1997, ISBN-13978-3608918830&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
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[[Andreas Neider|| zurück zu Andreas Neider |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Transkriptionsstufe 100%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Das_Rosenkreuzertum_%E2%80%93_ein_Vortrag_von_Andreas_Neider,_2025&amp;diff=32969</id>
		<title>Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2025</title>
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		<updated>2026-10-13T16:25:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Andreas Neider_2025-11-17.jpg|link=https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8|thumb|Bild: Anthroposophische Gesellschaft Stuttgart. Das Rosenkreuzertum - ein Vortrag vom 17. November 2025 von [[Andreas Neider]] in der Anthroposophischen Gesellschaft Stuttgart. [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8 Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
[[Andreas Neider|| zurück zu Andreas Neider |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkript vom Vortrag vom 17. November 2025 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., Oktober 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prüfe die Stelle „hier in Via Langmann&amp;quot;, wo im Rohtext offenbar ein Buch- oder Ortsname verstümmelt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrüßung 00:00:16 ===&lt;br /&gt;
Ja, herzlichen Dank, lieber Sebastian, und herzlich willkommen, guten Abend, sehr verehrte liebe Freunde!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückblick auf Frank Teichmann und seinen letzten Vortrag über das Rosenkreuzertum 00:00:26 ===&lt;br /&gt;
Ja, unser Thema, das Rosenkreuzertum und seine Beziehung zur anthroposophischen Bewegung, beschäftigt mich schon sehr lange. Genauer gesprochen eigentlich seit 2006 oder 2007. Nämlich in dem Moment, wo &#039;&#039;Frank Teichmann&#039;&#039;, der lange hier ja für uns tätig war, über die Schwelle gegangen ist und kurz vor seinem Tod eben hier in diesem Saal noch einen Vortrag, einen letzten Vortrag hielt, in dem er wie testamentarisch eben auf dieses Rosenkreuzertum auch noch einmal zu sprechen kam. Ich werde das im Laufe dieses Abends auch noch einmal weiter vertiefen. Aber ihm verdanke ich letztlich eigentlich meine Beschäftigung mit diesem Thema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe dann 2007 eben nach seinem Tod zunächst sein eigenes hinterlassenes Werk noch veröffentlicht: „Goethe und die Rosenkreuzer” - das waren sechs Vorträge, die er hier gehalten hatte, bei einem Wochenende, die wir aufgenommen hatten, die aber noch nicht verschriftlicht waren zu dem Zeitpunkt seines Todes. Die haben dann Brigitte Teichmann und ich anschließend herausgebracht. Und gleichzeitig habe ich im Rudolf-Steiner-Verlag eben ein Buch über Anthroposophie und Rosenkreuzertum, das Sie auch draußen am Büchertisch finden, herausgegeben, in dem sehr zentrale Aussagen Rudolf Steiners zu diesem Thema veröffentlicht sind, auf die ich heute im Laufe des Abends eben auch zu sprechen kommen werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Teichmann, Frank]]    [[Goethe]]    [[Rosenkreuzer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] sein eigenes hinterlassenes Werk noch veröffentlicht: „Goethe und die Rosenkreuzer” [Frank Teichmann] - das waren sechs Vorträge, die er hier gehalten hatte […]“ | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:26&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Welche Beziehung haben Rudolf Steiner und die Anthroposophie eigentlich zu Stuttgart? 00:02:05 ===&lt;br /&gt;
Eine Fragestellung, die mich dann weiterhin immer wieder begleitet hat und die auch zu einer weiteren Publikation geführt hat in dem Jubiläumsjahr 2011, also zu dem 150. Geburtstag Rudolf Steiners. Da trat an mich die Frage heran, ja welche Beziehung hat Rudolf Steiner und die Anthroposophie eigentlich zu Stuttgart? Und warum haben wir es hier an diesem Ort oder, wenn man so will, auch in diesem Land Baden-Württemberg, warum haben wir da mit so einer sehr starken Anhäufung anthroposophischer Initiativen es zu tun? Was hat das mit Stuttgart zu tun? Und ich habe damals in diesem Buch &#039;&#039;„Rudolf Steiner in Stuttgart”&#039;&#039; versucht, da eine Antwort zu geben, bin aber auf die Zusammenhänge, die ich jetzt heute erwähnen werde und darstellen werde, damals noch nicht eingegangen, weil mir das auch in dem Rahmen noch nicht wirklich alles deutlich vor Augen stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Charakteristische für die Anthroposophie ist nicht ein theoretisches Lehrgebäude, sondern ihr Hineinwirken ins Praktische 00:03:05 ===&lt;br /&gt;
Aber wenn Sie das ausdehnen, diese Fragestellung - wie ist das geografisch und historisch? An welchen Orten hat sich die anthroposophische Bewegung besonders stark sozusagen etablieren können oder ist sie fruchtbar geworden? Und da kommt man natürlich zunächst auf diesen württembergischen Raum rund um Stuttgart. Auch andere Territorien in Deutschland wird man da finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn man ins Ausland geht, wird man zunächst in die Niederlande geführt, nach Holland, wo die Anthroposophie sich schon sehr, sehr früh etablieren konnte und eben bis heute auch wirklich sehr stark wirksam geworden ist in allen ihren Gebieten. Denn das ist eben das Charakteristische für die Anthroposophie, dass es eben nicht, wie andere Religionen oder Weltanschauungen, nur ein theoretisches oder, wenn man so will, Lehrgebäude ist, sondern dass die Anthroposophie überall, wo sie eben wirksam geworden ist, immer ins Praktische hinein gewirkt hat. Und das unterscheidet sie sowohl von anderen religiösen Bewegungen, wie etwa eben dem katholischen oder protestantischen Christentum oder dem Buddhismus oder dem Islam oder auch was auch immer an religiösen Bewegungen es sein mögen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine dieser ganzen Bewegungen hat eine eigenständige Medizin, eine eigenständige Pädagogik, eine eigenständige Landwirtschaft oder Heilpädagogik oder sozialwissenschaftliche Lehre entwickelt. Das zeichnet die Anthroposophie aus und das unterscheidet sie auch von allen esoterischen Bewegungen, in welcher Richtung auch immer, die sich entwickelt haben mögen. Aber keine von diesen heutigen sogenannten esoterischen Lehren verfügt über eben praktische Auswirkungen in allen diesen genannten Gebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die besondere Verbreitung der Anthroposophie in den Niederlanden, im südwestdeutschen und englischen Raum, sowie in Skandinavien 00:05:16 ===&lt;br /&gt;
Und das zeichnet eben die Anthroposophie aus und in dieser Weise hat sie sich eben neben eben diesem südwestdeutschen Raum vor allem in den Niederlanden ausgebreitet, dann auch deutlich im englischsprachigen, im englischen Raum und in Skandinavien. Und zunächst, wenn man jetzt äußerlich hinschaut, wird man da zunächst eine Übereinstimmung finden mit dem Protestantismus und besonders dem Calvinismus oder anderen strengeren, pietistisch ausgerichteten protestantischen Strömungen. Das ist auch für hier, für den württembergischen Raum ist das eindeutig, während man umgekehrt in katholischen Ländern, auch in Deutschland selber, in Bayern zum Beispiel, aber insbesondere in Frankreich, eben überhaupt gar nicht diese anthroposophische Bewegung in dieser Weise sich ausbreiten sieht, weder historisch noch gegenwärtig. Eher sogar, könnte man sagen, rückläufig, wenn man auf Frankreich hinblickt, dann wird die Anthroposophie dort nach wie vor oder manchmal auch verstärkt bekämpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das historische Auftreten des Rosenkreuzertums im Stuttgarter Raum im Kreis um Johann Valentin Andreae 00:06:32 ===&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieses Phänomen, was ich jetzt historisch-geografisch hier beschreibe, das hat einen ganz konkreten Hintergrund, auf den ich jetzt eben zu sprechen kommen möchte. Weil man nämlich feststellt, wenn man sich mit diesen geografischen und historischen Zeiträumen beschäftigt, um die es hier geht, dass an all diesen genannten Orten, also insbesondere eben in dem württembergischen Raum, aber eben auch in den Niederlanden, in England vor allem, dass sich dort eben historisch gesehen das Rosenkreuzertum tatsächlich ausgebreitet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass es ursprünglich ja hier aus diesem Stuttgarter Raum von hier aus ausgegangen ist, genauer gesprochen eigentlich von Tübingen, von diesem dortigen Kreis um &#039;&#039;Johann Valentin Andreae&#039;&#039;, der damals aber noch sehr jung war und dessen drei Schriften in den Jahren 1614/15 und 16 ein europaweites Aufsehen erregt haben. Also diese drei Schriften, die „Fama Fraternitatis”, die „&#039;&#039;Confessio”&#039;&#039; und die sogenannte „&#039;&#039;Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreuz&#039;&#039;.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun, wenn man jetzt historisch sich fragt, ja was spielte sich denn ab in dieser Zeit, zum Beginn des 17. Jahrhunderts? Wie konnte eine solche Bewegung, diese rosenkreuzerische Bewegung, die aber weitestgehend unsichtbar blieb … man nannte die Rosenkreuzer eigentlich dann auch „die Unsichtbaren”, weil sie äußerlich im Grunde genommen gar nicht in Erscheinung traten, sondern nur durch diese Schriften, die wiederum dort gedruckt werden durften. Damals gab es ja ein Imprimatur, das von den jeweiligen Landesfürsten erteilt wurde und das waren durchgehend nur protestantische Landesfürsten, wie etwa der Moritz von Hessen-Kassel, wo eben die erste Auflage dieser „Fama Fraternitatis” erschienen war … also in Kassel, und das waren eben wiederum protestantische Landesfürsten. Ähnliches war dann in Straßburg oder auch hier in Württemberg eben auch der Fall. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In den frühen Schriften der Rosenkreuzer ist die Anthroposophie in einer sehr rudimentären Form bereits enthalten. Ihre eigentliche praktische Wirksamkeit blieb im Unsichtbaren 00:08:52 ===&lt;br /&gt;
Und wenn man das historisch sich genauer anschaut, dann bemerkt man, dass diese Fürsten nicht nur protestantisch gesinnt waren, sondern dass sie, wenn man so will, esoterisch gesinnt waren. Und das hing damit zusammen, dass eben dieses Rosenkreuzertum, wenn man sich diese Schriften genauer anguckt, eigentlich etwas proklamierte, was wir tatsächlich 300 Jahre später wiederfinden in der Gestalt der Anthroposophie. Also das, was die Anthroposophie eben auszeichnet, dass sie in allen Lebensgebieten wirksam geworden ist, dass sie ihre Ideen, die im Wesentlichen den Zusammenhang des Makrokosmischen mit dem mikrokosmischen Menschen umfassen, die den Menschen also anbinden an einen kosmologischen Ursprung und ihn in Zusammenhang sehen mit den Phänomenen der Natur, die den Menschen also nicht abtrennen, sondern in Verbindung bringen mit der Natur, mit den Naturreichen und aus diesem Menschenverständnis heraus eben eine neue Medizin, eine neue Pädagogik und eine neue Wissenschaft entwickelt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieses Programm, was, wenn man so will, die heutige oder die Anthroposophie des 20. Jahrhunderts vor allem kennzeichnet, das ist in einer, wenn man so will, sehr frühen und noch sehr rudimentären Form in diesen Schriften der Rosenkreuzer eigentlich enthalten. Und das erweckte zu dieser Zeit eben das Interesse verschiedener Landesfürsten, aber auch anderer wissenschaftlich gesinnter Menschen, dass sie jetzt wissen wollten, wer sind diese Leute, die sowas proklamieren und was haben die eigentlich vor?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es erweckte ein großes Aufsehen, ein großes Interesse, ohne dass aber diejenigen, die das publiziert hatten, jetzt weiter in die Öffentlichkeit traten und sich dafür einsetzten. Sie blieben vielmehr, wie gesagt, im Verborgenen. Sie hatten sich auch als Programm sozusagen vorgenommen, dass sie äußerlich nicht durch irgendwelche Zeichen oder Uniformen oder anderes in Erscheinung treten würden, sondern dass sie im Wesentlichen anonym wirksam werden und vor allem im Bereich der Heilkunst tätig sein wollten. Also als Ärzte, aber ohne sich irgendwie zu outen und sich sozusagen als rosenkreuzerische Ärzte oder irgendwie mit dieser Bewegung in Verbindung zu erklären. Ihre eigentliche praktische Wirksamkeit blieb im Unsichtbaren, blieb anonym. Und auch Valentin Andreae hat sich relativ bald eigentlich von dieser Bewegung äußerlich gesehen abgewendet. Was allerdings den hauptsächlichen Grund hatte darin, dass sofort mit der Veröffentlichung dieser Schriften eine intensive Bekämpfung und Verfolgung seitens der katholischen Kirche und vor allem des Jesuitismus gegen diese Bewegung sich äußerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Viele Parallelen einer kabbalistischen Lehrtafel mit den rosenkreuzerischen Ideen 00:12:24 ===&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konkreter gesprochen haben wir es in Stuttgart zu tun mit einem Fürsten, Friedrich I., der um die Wende des 16. zum 17. Jahrhundert hier in dem Stuttgarter Schloss, in dem alten Schloss, was heute auch noch steht, eben mit seiner Familie lebte, dessen Sohn Johann Friedrich, der ab 1608 in diesem Schloss regierte und der eine Tochter hatte, nämlich Antonia von Württemberg. Die wiederum dadurch bekannt geworden ist, dass sie eine sogenannte kabbalistische Lehrtafel hat gestalten lassen von einem Hofkünstler, einem Künstler, der am Hof des württembergischen Fürsten tätig war und diese sogenannte kabbalistische Lehrtafel dann in Bad Teinach, hier im Schwarzwald, aufstellen ließ, wo sie auch heute noch zu sehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weiter 00:13:26&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man sich damit beschäftigt, mit dieser Kabbala, der sogenannten christlichen Kabbala, einer Art Geheimlehre, eigentlich ursprünglich jüdischer Geheimlehre, dann wird man sehr sehr viele Parallelen entdecken in dieser Lehrtafel und in dieser Kabbala mit den rosenkreuzerischen Ideen, die dadurch dann in der Folge dieser Schriften auch durch die sogenannten Lehrtafeln der Rosenkreuzer bekannt geworden sind. Da sind sehr viele Parallelen. Und die Kabbala ist, wenn man so will, auch nichts anderes als eben der Ausdruck eines Hermetismus, wo eben auch der Zusammenhang des Kosmischen mit dem irdischen Menschen beschrieben wird. Sie ist ja so aufgebaut, diese Zehn Sephiroth, aus denen diese Kabbala besteht, dass das eigentlich wie ein umgekehrter Mensch ist, also ein Mensch, der auf dem Kopf steht, der also nach oben in den Kosmos mit seinen Gliedmaßen hineinwächst. Und interessanterweise sind auf dieser Kabbala eben viele Persönlichkeiten abgebildet, die einerseits biblische, meist alttestamentarische Gestalten darstellen, gleichzeitig aber auch Zeitgenossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so findet man also auch den Lehrer Antonias von Württemberg, nämlich Johann Valentin Andreae, auf dieser Lehrtafel abgebildet. Wodurch eben deutlich wird, dass er eben in dem Umfeld dieses württembergischen Fürstenhofes tätig war und eben diese rosenkreuzerischen Ideen dort auch direkt weiter vermittelt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rosenkreuzerische Bestrebungen am alchemistischen Hof von Friedrich V. in Heidelberg und die „Bibliotheca Palatina“ 00: ===&lt;br /&gt;
Ein weiterer Schwerpunkt oder das weitere Zentrum des rosenkreuzerischen und auch alchemistischen Wirkens war das Heidelberger Schloss von Friedrich V. von der Pfalz. Dieser Fürst, der in Heidelberg dieses Schloss errichtet hatte und dazu eben alchemistische sogenannte Wunderkammern und auch einen Garten, der damals auch bekannt war wegen seiner vielen Heilkräuter und auch eine große Bibliothek, die Bibliotheca Palatina, die in diesem Schloss sich befand. All das gab sozusagen den Ruf eines alchemistischen Hofes oder einer alchemistischen Herrschaft, die dort sozusagen in der Pfalz sich angesiedelt hatte und die dadurch dann politisch an Bedeutung gewann, dass Friedrich V. von der Pfalz durch Christian von Anhalt, einen weiteren Fürsten aus diesem Umkreis, der mit diesen Rosenkreuzer-Schriften in Verbindung sich stehen sah, dass er also durch diesen Christian von Anhalt und andere deutsche Fürsten zum König von Böhmen ernannt worden war und dann eben nach Prag übersiedelt war, 1619. Was allerdings in der Folge dazu führte, dass er zu einem Winterkönig wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, er war nur einen Winter lang, nämlich 1619 bis 1620 war er dort in Prag böhmischer König und wurde dann vertrieben von dort durch eben die katholischen Truppen, denn es hatte 1618 ja bereits, wie bekannt, der Dreißigjährige Krieg begonnen, der eben eine Art gegenreformatorische Offensive war gegen diese sich ausbreitenden, aus dem Protestantismus eigentlich herrührenden, rosenkreuzerischen Bestrebungen, die durch Friedrich von der Pfalz jetzt politisch an Bedeutung zu gewinnen schienen. Und das wurde dann eben hintertrieben. Die ganze rosenkreuzerische Bewegung musste flüchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kabbala]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] dieser Kabbala, der sogenannten christlichen Kabbala, einer Art Geheimlehre, eigentlich ursprünglich jüdischer Geheimlehre“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sephiroth]]   Kabbala&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Sie ist ja so aufgebaut, diese 10 Sephiroth, aus denen diese Kabbala besteht, dass das eigentlich wie ein umgekehrter Mensch ist, also ein Mensch, der auf dem Kopf steht, der also nach oben in den Kosmos mit seinen Gliedmaßen hineinwächst“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flucht in die Niederlande, Gegnerschaft in Frankreich 00:17:31 ===&lt;br /&gt;
Viele ihrer Anhänger sind dann eben in die Niederlande geflüchtet, wo sie dann aufgrund des protestantischen und calvinistischen Hintergrundes der Niederlande, die sich ja gegen Spanien gewehrt und diese katholische Herrschaft abgeschüttelt hatten - also in diesen freien Niederlanden - dort fanden die Flüchtenden vor eben der Gegenreformation und den Kriegern, im Dreißigjährigen Krieg Flüchtenden, fanden dort Aufnahme und konnten dort unterkommen. Dieses rosenkreuzerische Erbe zeigt sich bis heute noch in Amsterdam zum Beispiel dadurch, dass die größte Bibliothek mit alchemistisch-hermetischen und rosenkreuzerischen Schriften aus dieser Zeit und später sich eben dort in Amsterdam befindet, die „Bibliotheca Hermetica“ von Herrn &#039;&#039;Joost Ritman&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und gleichzeitig seit dem 20. Jahrhundert das sogenannte Lectorium Rosicrucianum seinen Ausgang genommen hat. Also eine Bewegung, die sich auf diese Rosenkreuzer bezieht und die auch heute noch tätig ist, auch hier in Stuttgart tätig ist - Lectorium Rosicrucianum aus Holland. Also sieht man, dass dort eben, wenn man so will, eine Art Refugium gewesen ist für die Vertriebenen, die sich also flüchten mussten aus Deutschland und das gleichzeitig aber in Frankreich eine Art Gegenbewegung, eine Art Verfolgung der Rosenkreuzer einsetzte, interessanterweise im Umkreis von René Descartes, der sozusagen der Gegenspieler wurde, obwohl er ursprünglich noch als junger Mann eben 1619 nach Deutschland gekommen war, um diese Rosenkreuzer zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also er interessierte sich für die, wie auch viele andere übrigens, Isaac Newton zum Beispiel gehörte auch zu denen, die sich mit diesen englischen Rosenkreuzer-Schriften beschäftigten, von Robert Fludd und John Dee. Das waren zwei englische Rosenkreuzer, die im Umfeld des englischen Königs Jakob I. und seiner Mutter Elisabeth I., also in dieser sogenannten elisabethanischen englischen Gesellschaft, die immer wieder mit dem Rosenkreuzertum in Verbindung gesehen wurde, bis hin auch zu William Shakespeare. Also an dem englischen Hof war das durchaus auch verbreitet und es war auch charakteristisch, dass die Tochter Jakobs I., ebenfalls Elisabeth genannt, dass die mit eben jenem Friedrich von der Pfalz verheiratet wurde und diese Hochzeit auf diesem Heidelberger Schloss ein sehr sehr großes Aufsehen erregte. Das hat damals sozusagen die Regenbogenpresse gefüllt, was alles mit dieser Hochzeit verbunden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und interessanterweise findet man vieles, was mit dieser Hochzeit in Verbindung stand, bis hin auch zu diesem Heidelberger Schloss. Dann wieder in der Chymischen Hochzeit, die Johann Valentin Andreae verfasst hatte und die 1616 veröffentlicht wurde. Es gab von dieser Chymischen Hochzeit schon eine sehr frühe Jugendschrift, die Johann Valentin Andreae dann später eben umarbeitete, zu dem Buch eben die Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreuz. Ich komme darauf auch später nochmal zurück. Auf jeden Fall taucht da dieser Hintergrund dieser königlichen Hochzeit von eben Friedrich V. von der Pfalz mit dieser Elisabeth von England. Das machte also einen großen Eindruck und das ist sozusagen der äußere Hintergrund, sozusagen die Kulisse für das, was in der Chymischen Hochzeit da beschrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, soviel vielleicht zunächst einmal zu diesem historischen Auftreten des Rosenkreuzertums. Wenn jemand sich damit genauer noch beschäftigen will, historisch gesehen, weil das noch viel weitere Kreise gezogen hat, kann ich nur wärmstens empfehlen Frances A. Yates&#039; Aufklärung im Zeichen des Rosenkreuzes. So heißt dieses Buch, was leider schon lange vergriffen ist, nur noch in Bibliotheken zu finden. Aber da findet man im Grunde genommen alle historischen Zusammenhänge sehr, sehr gut beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rosenkreuzer]]    Lectorium Rosicrucianum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
seit dem 20. Jahrhundert das sogenannte Lectorium Rosicrucianum seinen Ausgang genommen hat. Also eine Bewegung, die sich auf diese Rosenkreuzer bezieht und die auch heute noch tätig ist, auch hier in Stuttgart tätig ist - Lectorium Rosicrucianum aus Holland. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Herkunft der christlichen Kabbala, und Descartes als Gegenspieler 00:22:30 ===&lt;br /&gt;
Ein weiterer Zusammenhang, auf den ich im Zusammenhang noch mit der Kabbala zu sprechen kommen will. Woher stammten diese kabbalistischen Lehren, die also die Tochter des württembergischen Fürsten Johann Friedrich Antonia, wie kam sie und wie kamen andere in die Kenntnis dieser Kabbala, die ja zunächst hebräisch natürlich verfasst war? Da spielte schon vorher im 16. Jahrhundert eine große Rolle Johannes Reuchlin, auch ein reformatorisch-protestantisch gesinnter Gelehrter hier aus dem württembergischen Raum, der eine Grammatik der hebräischen Sprache veröffentlicht hatte und sozusagen dafür sorgte, dass Hebräisch wieder gelehrt werden und dann eben auch verstanden werden konnte. Also er sorgte für diese Kenntnisse und auch andere, die sich nach Italien begeben hatten, hatten also von diesen kabbalistischen Schriften Kenntnis genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die waren nach Italien dadurch gelangt, dass die jüdischen Gelehrten in Spanien vertrieben worden waren und dann nach Italien geflüchtet waren. Und dort fanden sie Aufnahme, nämlich in dem Umkreis der Platonischen Akademie in Florenz und bei den Renaissance-Humanisten Italiens, die sich sehr für diese Kabbala interessierten und darin sozusagen etwas erblickten, mit dem sie sich eben intensiv beschäftigten. Und das führte sozusagen zu dieser Umformung der kabbalistischen Lehren zu der sogenannten christlichen Kabbala. Das geschah also in dem Umfeld dieses italienischen Renaissance-Humanismus und gelangte von dort dann eben auch nach Deutschland, eben auch nach Württemberg, hier an den Stuttgarter Fürstenhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von daher ist es auch nicht ganz von der Hand zu weisen, dass die Anthroposophie in Italien doch deutlich stärker Fuß gefasst hat als beispielsweise in Frankreich, wo sie eben in der Folge der cartesianischen Philosophie dann stark verfolgt wurde. Descartes, nachdem er aus Deutschland zurückkam, weil er sich nämlich dann doch beteiligt hatte an diesem Feldzug gegen diesen Friedrich von der Pfalz da in Prag, der da gestürzt wurde, also dieser Winterkönig. Bei diesem Feldzug war Descartes dabei und hatte eben mit diesen jesuitischen Truppen sich nach Prag begeben. Er hatte selber eine jesuitische Ausbildung durchlaufen, war dann aber längere Zeit sozusagen auf der Suche und fragte sich, was ist das mit diesem Rosenkreuzertum, wie auch andere, wie gesagt, hat sich dann aber gegen diesen Rosenkreuzerimpuls gewendet, wurde dann bei seiner Rückkehr in Paris sogar verdächtigt, einer dieser Unsichtbaren zu sein, was er widerlegen konnte, dadurch, dass er sich zeigt und sagt, ja schaut her, ich bin nicht unsichtbar. Gleichzeitig setzte aber so eine Art Hexenjagd sozusagen auf das Rosenkreuzertum ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab also Verfolgungen und Hexen- oder Ketzerprozesse, wodurch gerade in Frankreich eben die stärkste Gegnerschaft dann sich entwickelte und wenn man so will auch die Philosophie, die René Descartes dann entwickelt hat, eigentlich diesen Grundsätzen, wenn man so will, der rosenkreuzerischen Lehre, nämlich des Zusammenhangs des Menschen mit dem Kosmos, mit der Natur, dass Descartes eben genau das Gegenteil proklamiert, nämlich eine Trennung, eine Spaltung zwischen Subjekt und Objekt, zwischen Intellekt und äußerer Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In England waren es wie gesagt auch Wissenschaftler wie Isaac Newton, die sich für das Rosenkreuzertum und deren Ideen auch im Zusammenhang mit der Alchemie interessierten und das hing einfach damit zusammen, dass die Naturwissenschaften ja noch ganz am Anfang waren, zum Beginn dieses 17. Jahrhunderts, noch keine, wenn man so will, materialistische Naturwissenschaft sich wirklich ausgebildet hatte. Das begann eigentlich erst durch einen weiteren Gegner dieser Rosenkreuzer, nämlich Francis Bacon, der in dieser Zeit seine grundlegenden Schriften eben auch veröffentlichte. Aber für viele war das eben noch nicht ausgemacht, in welche Richtung würde sich die Naturwissenschaft denn entwickeln. Und da waren diese Ideen, die ja sehr skizzenhaft waren, die in diesen Schriften, die da 1614 bis 16 erschienen waren, zum Ausdruck kamen und auch weiteren Schriften dieser englischen Rosenkreuzer, das irgendwie erschien als eine ganz andere Perspektive, die zu dieser Zeit eben noch nicht festgelegt war, sich dann aber auch in England durch die Royal Society immer mehr doch verfestigte, wodurch dann eben andere Anschauungen sofort in Verdacht kamen, eben nicht christlich oder ketzerisch oder was auch immer zu sein, sodass das dann sehr, sehr bald von der Bildfläche verschwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Christian Rosenkreuz als historische Persönlichkeit 00:28:07 ===&lt;br /&gt;
Und erst in jüngster Zeit, eigentlich jetzt auch wiederum von Holland ausgehend, fangen die universitären Wissenschaften an, sich jetzt mit diesen esoterischen Bewegungen doch intensiver zu beschäftigen. Die sogenannte Esoterikforschung, die eben auch von Amsterdam ausgegangen ist und die heute auch in Deutschland über einige Lehrstühle verfügt, in diesem Kontext beschäftigt man sich eben auch wieder mit diesen rosenkreuzerischen Lehren, auch mit der Gestalt des Christian Rosenkreuz selber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wodurch wir jetzt sozusagen auf das Zentrum der ganzen Thematik zu sprechen kommen, nämlich auf den Begründer dieser rosenkreuzerischen Bewegung, der ja in dieser Fama Fraternitatis auch biografisch genauer umschrieben wird, als eben der sogenannte Bruder Christian Rosenkreuz. Interessanterweise haben wir da jetzt seit dieser Woche endlich das Buch von Ronald Templeton, mit dem wir ja hier im Februar auch ein Tagesseminar veranstaltet haben, die Lebensreise des Christian Rosenkreuz vorliegen, auch draußen am Büchertisch erhältlich, weil interessanterweise in allen Zusammenhängen, wo auch heute noch über Christian Rosenkreuz gesprochen wird, also auch bei dem Lectorium Rosicrucianum, aber insbesondere in der sogenannten Esoterikforschung, eigentlich nirgends davon ausgegangen wird, dass Christian Rosenkreuz tatsächlich gelebt hat, dass das also eine historische Persönlichkeit gewesen ist, so wie es in der Fama Fraternitatis dargestellt und eben auch von Rudolf Steiner dann ganz deutlich beschrieben worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überall, in allen anderen Zusammenhängen, die man auch heute noch hat, wird diese Gestalt als eine mythologische oder symbolische beschrieben. Also nicht historische Persönlichkeit, sondern insbesondere auch die Chymische Hochzeit, auch sein gesamter Lebensgang. Alles, was über ihn erzählt wird, wird als etwas Symbolisches erlebt, als etwas, was sozusagen wie ein Urbild sein könne für eine esoterische Entwicklung, aber nicht eine historische Biografie beschreiben würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun hat Ronald Templeton interessanterweise auf dem Hintergrund eben immer wieder dieser immer wieder auftauchenden, wenn man so will, in Fragestellung der Historizität des Christian Rosenkreuz versucht, die Biografie, so wie sie in der Fama und auch von Rudolf Steiner beschrieben wird, diese Biografie zu rekonstruieren und eben als historisch nachzuweisen. Und das ist ihm dadurch gelungen, dass er den ja in der Fama und auch durch Rudolf Steiner sehr ausführlichen Bildungsgang, also die Bildungsbiografie des Christian Rosenkreuz, dass er die genauer untersucht hat. Und die Orte, an denen Christian Rosenkreuz gewesen sein soll, laut Fama und auch laut Rudolf Steiner, dass er diese Orte jetzt genauer untersucht hat im Hinblick auf die Lehrstätten bzw. Universitäten, die es dort gegeben haben soll, an denen sozusagen Christian Rosenkreuz seine Ausbildung erhalten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun zeigt sich, dass es dazu wirklich ausreichend historisches Material und Dokumente gibt, die genauestens nachweisen, in welcher Form welcher Unterricht dort stattgefunden hat an diesen verschiedenen Städten, die ich jetzt nicht im Detail beschreiben kann, das kann man alles nachlesen in dem neuen Buch vom Templeton. Dabei zeigt sich aber, dass tatsächlich an allen Orten, die da in der Fama erwähnt werden, dass es da tatsächlich Unterricht und Lehrstätten gegeben hat, meistens mit islamischem Hintergrund, aber eben esoterischem Islam. Wenn man so will, das Wissen des Orients, die Geheimnisse, die Mysterien des Orients, die an diesen Hochschulen, an denen eben auch Christian Rosenkreuz gelebt hat und Unterricht bezogen hat, dass es dort tatsächlich solche Schulen gab, bis dahin, dass man auch Details über die Art von Unterricht und die Inhalte, die da unterrichtet wurden, auch finden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sodass also diese Bildungsbiografie bis in Details hinein tatsächlich historisch rekonstruierbar ist, wodurch eben deutlich wird, dass die Autoren dieser Schriften eben nicht eine symbolische Erfindung einer Bildungsbiografie dahingestellt haben, sondern dass sie tatsächlich einen Bildungsgang und diese Reisen beschrieben haben, die mindestens zu der Zeit, in der sie eben stattgefunden haben sollen, nämlich im 14. Jahrhundert, dass die tatsächlich so im Detail stattgefunden haben können und dass eigentlich kein Grund besteht, anzunehmen, dass das nun alles erfunden sei, wenn die ganzen historischen zugrunde liegenden Fakten eben alle nachweislich so gewesen sind, wie sie dort in dieser Bildungsbiografie der Fama beschrieben worden sind. Also das ist eine ausgezeichnete Leistung von Ronald Templeton, dass er diesen historischen Hintergrund jetzt mal wirklich festmachen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Goethe und die Spuren des Rosenkreuzertums 00:34:09 ===&lt;br /&gt;
Und das kann man jetzt, wenn man das jetzt geschichtlich weiter verfolgt, weil das Rosenkreuzertum äußerlich dann eben mit Beginn des 30-jährigen Krieges verschwindet von der Bildfläche. Das taucht wirklich nur sehr kurz auf, eben zwischen 1614 und 1619, bis dann dieser Winterkönig gestürzt wird und die Anhänger nach Holland flüchten müssen, sich verbergen müssen. Valentin Andreae sich dann auch praktisch äußerlich abwendet und auch meint mit diesen Jugendschriften eigentlich nichts zu tun gehabt zu haben. Also in der Folge des 30-jährigen Krieges und dieser Verfolgung des Rosenkreuzertums distanziert er sich dann später davon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch taucht dieses Rosenkreuzertum dann in einer sehr merkwürdigen, uns aber wohl bekannten Form wieder auf, nämlich in Goethes Leben. Bei Goethe kann man eben ganz deutlich die Spuren des Rosenkreuzertums in seiner Biografie wiederfinden. Das hat eben Frank Teichmann in dem besagten Buch Goethe und die Rosenkreuzer ja ausführlich dargestellt. Zunächst dadurch, dass er 19-jährig schwer erkrankt, an einer lebensgefährlichen Erkrankung, und dann durch eben einen rosenkreuzerischen Arzt gerettet wird, der ein Fluidum, ein Salz ihm verabreicht, das ihm dann das Leben rettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der dann später bei seiner Harzreise eine Art rosenkreuzerische Einweihung erlebt, die in anderer Gestalt von Rudolf Steiner dann später beschrieben worden ist in den Vorträgen mit Mysterienstätten des Mittelalters. Da gibt es zwei Vorträge, in denen Rudolf Steiner von einer sogenannten rosenkreuzerischen Einweihung spricht, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie durch eine Begegnung auf einem Berg und eine andere Begegnung in einem Berg stattfindet. Also zwei Stufen, auf einem Berg und in einem Berg. Und Steiner weist nur darauf hin im Zusammenhang dieser Vorträge, dass sich diese Einweihung später immer wieder in einer gewissen Weise wiederholt hat oder wieder miterlebt worden ist. Und einer derjenigen, die eben diese Einweihung miterlebt oder wiedererlebt haben, war eben Goethe, dem eben genau das wiederfuhr, dass er da in einem Bergwerk, nämlich im Harz, eine bestimmte Begegnung erlebte und dann anschließend eben auch auf dem Berg, nämlich auf diesem Brocken bei der Besteigung dieses Berges, worüber er seiner Freundin Frau von Stein eben in Briefen berichtet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Kontext ist es auch interessant, dass Goethe der Frau von Stein auch schreibt, dass er die Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreuz gelesen habe und dann sagt, Christian Rosenkreuz, Hochzeit habe ich hinaus gelesen. Es gibt ein schön Märchen zur guten Stunde zu erzählen, wenn es wiedergeboren wird. In seiner alten Haut ist es nicht zu genießen. 1786 schreibt das Goethe, also er fand vor allem diese zum Teil ja blutigen Bilder in dieser Chymischen Hochzeit nicht zu genießen und bringt dann 1795 eben sein Märchen, das Goethe-Märchen, als das, was er nennt die Wiedergeburt dieser Chymischen Hochzeit. Das Goethe-Märchen hat ganz eindeutig diesen Hintergrund, bis auch dahin, dass diese Brücke, von der da die Rede ist, im Zusammenhang mit der Heidelberger Brücke steht, die auch heute noch in Heidelberg zu sehen ist, also da auch taucht Heidelberg am Rande wieder auf. Und auch Rudolf Steiner weist auf diesen Kontext eben hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zweiter Text von Goethe ist natürlich das berühmte Fragment Die Geheimnisse, wo sich herausstellt, dass Goethe da etwas beschreibt, was später Rudolf Steiner dann rekonstruiert hat, als die eigentliche Einweihung des Christian Rosenkreuz. Steiner macht das so fest, das werde ich gleich noch etwas genauer beschreiben, dass sich diese eigentliche Einweihung im 13. Jahrhundert vollzogen hat, wo diese Persönlichkeit noch nicht Christian Rosenkreuz hieß, wo sie auch nicht so sehr lange lebte, wo sich aber dieser Umkreis, dieser 12. und dieser 13., der er eben gewesen ist, wo sich diese Gestaltung wiederfindet in einer sehr besonderen Konstellation, die ich gleich noch ausführlicher darstellen möchte. Auf jeden Fall so Steiner hat Goethe sozusagen da etwas beschrieben in diesem Text, Die Geheimnisse, was sich historisch gesehen im Zusammenhang mit dieser ursprünglichen Einweihung des Christian Rosenkreuz im 13. Jahrhundert tatsächlich ereignet hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Mysteriendrama und der Aspekt der Kraft 00:39:40 ===&lt;br /&gt;
So sehen wir also in Goethes Leben sozusagen Spuren des Rosenkreuzertums wieder aufscheinen. Und nun ist es so, dass ja eben Rudolf Steiner sich nicht umsonst ganz wesentlich bei der Begründung der Anthroposophie in vielen Punkten, sowohl naturwissenschaftlich wie auch vor allem von der künstlerischen Seite her, an Goethe anschließt. Und einer dieser Anschlusspunkte ist eben das erste Mysteriendrama, das ja zunächst eigentlich das goethesche Märchen auf die Bühne bringen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben also eine mehrfache Metamorphose. Chymische Hochzeit von Valentin Andreae mit Christian Rosenkreuz im Zentrum, durch Goethe in das Märchen metamorphosiert und durch Rudolf Steiner in sein erstes Mysteriendrama, das ja untertitelt wird mit ein Rosenkreuzer Mysterium. Und das Siegel, was wir da haben von diesem ersten Drama, hat eben diese drei Rosenkreuzer-Worte zum Inhalt. Also Ex Deo Nascimur, In Christo Morimur, Per Spiritum Sanctum Reviviscimus, das steht auf diesem Siegel des ersten Dramas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wieso ist das ein Rosenkreuzer Mysterium? Zum einen haben wir sozusagen die historische Wurzel, die historischen Vorläufer, die aber nur ganz im Verborgenen jetzt da wieder auftauchen. Aber ein wesentlicher Aspekt, den ich jetzt hervorheben will und der für Rudolf Steiner sozusagen dann zentral wird, das ist der Aspekt der Kraft. Also das, was da umschrieben wird mit Kräften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hatte ja am Anfang gesagt, die anthroposophische Bewegung zeichnet sich dadurch aus, dass es nicht eine Weltanschauung, eine Lehre, eine religiöse Anschauung, eine esoterische Lehre allein ist, sondern dass alle diese Ideen, dass die sich praktisch auswirken, dass die also, wenn man so will, Kraft haben, dass wir es zu tun haben mit einem Kraftorganismus, wenn wir auf die Anthroposophie hinschauen, einem Kraftorganismus, der wie alles Ätherische, was eben Lebenskräfte sind, nicht das Ätherische kann für sich alleine gar nicht existieren, sondern das Ätherische ist immer nur zusammenhängend denkbar oder überhaupt erlebbar mit etwas Physischem, was von diesem Ätherischen gestaltet und verlebendigt wird. Ein Ätherisches für sich gibt es gar nicht. Ein Ätherisches kann immer nur im Zusammenhang mit Physischem überhaupt beobachtet werden. So wie der Ätherleib eben einen physischen Leib gestaltet, gestalten eben diese Kräfte das Lebendige und, wenn man so will, unser Leben. Weshalb Rudolf Steiner auch darauf aufmerksam macht, dass er sagt, unsere Gedanken- und Vorstellungskräfte und alles, was wir sozusagen an Kultur hervorbringen, das sind umgewandelte Lebenskräfte. Wir denken mit denselben Kräften, mit denen wir wachsen. Das sind dieselben Kräfte, die sich nur umwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und mit diesem Kraftaspekt haben wir es sozusagen zu tun, wenn wir von der Anthroposophie sprechen. Und natürlich muss man sich fragen, woher kommen jetzt diese Kräfte? In dem Mysteriendrama taucht das an verschiedenen Stellen in dem ersten Bild schon auf, dass eben der Capesius, der ein Gedankenmensch ist, ein Professor ist, dass der etwas ganz Besonderes in diesem anthroposophischen Zusammenhang bemerkt. Er sagt, was hier jedoch sich zeigt, gibt viel zu denken Menschen meiner Art. Erklärlich schien uns solche Wirkung, wo überhitzter Sektengeist die Seelen nur betörend sich über Menschen gießt. Doch hier ist nichts von solchem Geist zu sehen. Man will nur durch Vernunft zur Seele sprechen. Und doch, man schafft durch Worte echte Lebenskräfte und spricht zum tiefsten Herzensgrund. Und selbst des Wollens Reich ergreift das Sonderbare etwas, das jenen, die gleich mir in alten Bahnen wandeln, als blasses Denken nur erscheinen will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Capesius fällt auf, dass in diesem Zusammenhang des Benedictus und der Maria, dass diese Worte, die da gesprochen oder auch studiert werden, dass das Lebenskräfte sind, dass sie Kraft haben. Und das kommt dann auch noch zum Ausdruck an der Stelle, wo die andere Maria auftaucht. Auch noch in diesem ersten Bild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagt nämlich, ich muss stets neue Kraft mir holen aus dem Reichtum, der hier aus Geistesquellen fließt. Die warme Zauberkraft der Worte, die hier ich höre, ergießt in meine Hände sich und fließt wie Balsam weiter, berührt die Hand den Leidbeladenen, sie wandelt sich auf meinen Lippen in rechte Trostesrede für schmerzdurchwühlte Herzen. Ich frage nach der Worte Ursprung nicht, ich schaue ihre Wahrheit. Wenn lebend, leben sie mir Spenden. Das sagt jetzt diese andere Maria.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Maria sagt dann noch, um das zu erklären, doch unsere Freundin hat erschöpft des Lebens beste Kräfte durch ihre Arbeitsüberfülle und aller Lebensmut war ihr genommen durch schweren Schicksalsdruck, den sie erfahren, die Kräfte hatte sie geopfert, der Kinder sorglich Leitung, der Mut war hingesunken, als ihr ein früher Tod den teuren Gatten nahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst ist diese andere Maria sozusagen zusammengebrochen, hatte keine Kräfte mehr, sie war am Ende, ein Burnout würde man das heute nennen. Ihr Mann ist durch einen frühen Tod gestorben, sie hatte alles sozusagen der Erziehung der Kinder gewidmet und war jetzt kräftemäßig am Ende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da brachten Schicksalsmächte sie in unserer Geistes leere Bann &#039;&#039;[?]&#039;&#039; und ihre Lebenskräfte erblühten noch zum zweiten Mal. Nicht so, dass sie dann eben jetzt sagt, ich muss stets neue Kraft mir holen aus dem Reichtum, der hier aus Geistesquellen fließt. Die warme Zauberkraft der Worte, die hier ich höre, ergießt in meine Hände sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also sie schreibt jetzt ihre Wirksamkeit und ihr neues Leben den Worten zu, die sie jetzt da hört, in diesem Rosenkreuzer-Tempel eigentlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der unsterbliche Ätherleib als Kraftquelle 00:47:29 ===&lt;br /&gt;
Und nun, wenn man bei Rudolf Steiner jetzt selber nachliest, in seinem Buch »Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?«, dann findet man an ganz zentraler Stelle, ganz am Anfang, genau das eigentlich beschrieben. Nicht, Sie alle kennen ja dieses Buch, das da anfängt mit dem sogenannten »Pfad der Verehrung«. Und diese Verehrung, die da entwickelt wird, die bezeichnet Rudolf Steiner immer so, dass er sagt, daraus schöpft der Mensch Kraft. Wenn er diese Verehrung in der Lage ist zu entwickeln, dann schöpft er daraus Kräfte. Und umgekehrt, wenn er das nicht tut, dann raubt er sich Kräfte. Begegne ich einem Menschen und tadele ich seine Schwächen, so raube ich mir höhere Erkenntniskraft. Suche ich liebevoll mich in seine Vorzüge zu vertiefen, so sammle ich solche Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht, diese Übung, die dann später wieder auftaucht, in verwandelter Form als Positivitätsübung, das ist die Grundübung dieses Buches, die in mehrfacher Form in dem Buch mindestens viermal wieder auftaucht, dass man Kritik zurückhalten soll, dass man kritiklos Worte sich anhören soll, auch wenn sie noch so falsch klingen. Nicht, das, was da am Anfang als das Gefühl der Ehrfurcht beschrieben wird, taucht in verschiedenster Weise wieder auf, dann vor allem als Positivitätsübung. Aber es wird eben gleich am Anfang so beschrieben, dass das eine Kraftübung ist, dass das eine Übung ist, die Kraft verleiht. Und das wird dann noch verstärkt durch den Schluss dieses ersten Kapitels, wo es heißt, jede Idee, die dir nicht zum Ideal wird, ertötet in deiner Seele eine Kraft. Jede Idee, die dir aber zum Ideal wird, erschafft in dir Lebenskräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht, da haben wir wieder diesen Zusammenhang, dass es etwas gibt, was abtötend ist, davon ist auch in dem Mysteriendrama natürlich die Rede, auch in dieser Szene mit dem Geist der Elemente wird das ja deutlich, dass die Gedankenart von Strader und Capesius zunächst in dieser Lebenssphäre, in der ätherischen Welt Gewitter erzeugt und eigentlich Zerstörung hervorruft und dass andererseits die Märchen, die Frau Balde erzählt, in dieser Lebenssphäre des Geistes der Elemente, dass die da heilsam wirken, weshalb die Frau Balde dann auch aufgefordert wird für die Schädigungen, die die beiden Irrlichter eigentlich, also Strader und Capesius in der elementarischen Welt hervorrufen, die also Kräfte rauben oder zerstören, dass die Frau Balde dafür bezahlen muss und da diese Kräfte wieder ausgleicht. Was übrigens der Capesius auch bestätigt, dadurch, dass er sagt, wenn ich erschöpft bin und keine Kraft mehr habe, gehe ich zu der Frau Balde und höre mir die Märchen an, die sie mir erzählt. Und die wiederum bringen ihm neue Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wissen wir auch durch Rudolf Steiner, dass diese Märchen, dass die den Ursprung haben in dem Rosenkreuzertum, dass diese mitteleuropäischen Märchen und auch die Märchen der Frau Balde eigentlich rosenkreuzerische Märchen sind. Aber woher kommt jetzt diese Kraft? Was ist das? Was sozusagen, vor allem wenn man auf Rudolf Steiner selber hinblickt, ja ungeheure schöpferische Kräfte zum Vorschein gebracht hat. Wenn man sich nicht nur sein schriftliches Werk, sondern vor allem sein künstlerisches Werk anschaut und etwa den Seelenkalender sich anschaut, wie der entstanden ist, dann fragt man sich, woher kommt jetzt diese dichterische Fähigkeit, diese enorme Schöpferkraft, die sich in dieser Gesamtkomposition eines Seelenkalenders oder etwa der zwölf Stimmungen dieser kosmologischen Dichtung zum Ausdruck bringt. Woher kommen diese Kräfte, die dann auch den ersten Bau des Goetheanums, also ein architektonisches Werk, zur Erscheinung bringen. Respektive natürlich die vier Mysteriendramen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Woher kommen diese schöpferischen Kräfte? Und da wird man jetzt durch Rudolf Steiner, und damit komme ich langsam zum Abschluss dieser Betrachtungen, da wird man jetzt durch Rudolf Steiner eben aufmerksam gemacht, auf das, was mit diesem Christian Rosenkreuz tatsächlich unsterblich verbunden ist. Das macht nämlich Rudolf Steiner, und diese Vorträge können Sie nachlesen, eben hier in diesem Sammelband. Das sind die sogenannten Neuchâteler Vorträge, wo Steiner eben zwei Vorträge gehalten hat, über eben diese okkulte Biografie und diese Einweihung des Christian Rosenkreuz, die eben schon vor dem 14. Jahrhundert, also vor dieser Inkarnation, in der er dann auch diesen Namen erhält, gewesen sein soll. Dass da so ein Kollegium von zwölf Eingeweihten sich eben versammelt hat, um diesen 13. alle Weisheiten, die es bis dahin gegeben hatte, der atlantischen Zeit und der nachatlantischen Zeit, vermittelt haben. Woraufhin dieser Jüngling in einen todesartigen Zustand gekommen sei, bei dem sich aber sozusagen sein Leib wie durchsichtig hätte gezeigt. Und die Folge davon war, dass nach dem Tod dieses Eingeweihten jungen Mannes, dass dessen Ätherleib sich dann eben nicht mehr aufgelöst hat. Steiner nennt ihn dann den unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreuz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieser Ätherleib ist nun eben eine Kraftquelle. Nicht, denn ein ätherischer Leib ist etwas, was Kräfte beinhaltet, die in der Lage sind, Physisches zu gestalten, beziehungsweise dem Physischen eben Kräfte zu verleihen. Lebenskräfte, die dann umgewandelt werden in kulturelle oder Denk- und Vorstellungskräfte. Nicht, eine Kraftquelle, an die dadurch die Menschen anschließen können, dass sie sich eben auch verbinden mit diesem Geschehen, was eben Christian Rosenkreuz auszeichnet, was in den Rosenkreuzer-Worten zum Ausdruck kommt, mit diesem Mysterium von Golgatha. Das ist sozusagen der Schlüssel für diese Kraftquelle. Und daraus gibt es dann, wie Rudolf Steiner, Sie müssen das nachlesen in diesen Neuchâteler Vorträgen, wie er es dann wörtlich ausdrückt, dass sich die Wirksamkeit dieses Ätherleibes dann im Laufe der Jahrhunderte immer mehr verstärkt hätte dadurch, dass immer mehr Menschen sozusagen in diese Sphäre vorgedrungen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das sei nun seit dem Ende des Kali-Yuga, das nennt Rudolf Steiner in dem Zusammenhang auch das Jahr 1899, dass seit dem Zeitpunkt 1900, wo er dann eben anfängt über das goethesche Märchen, also diesen rosenkreuzerischen Zusammenhang erstmalig zu sprechen, er sagt, in diesem Zusammenhang wurde ich erstmalig esoterisch. 1900, Goethes Märchen, Ende des Kali-Yuga und seit diesem 20. Jahrhundert sei es jetzt sozusagen immer mehr Menschen möglich, in diese Sphäre sich zu begeben, weil die sich auch dadurch verstärkt hat, dass nun andere Ätherleiber insofern auch teilweise jedenfalls sich unsterblich erwiesen haben, als sie eben sich mit dieser Sphäre verbinden konnten. Steiner nennt sie in diesem Zusammenhang die Sphäre des Heiligen Geistes. Also die Sphäre, wo die Ätherleiber eben jetzt unsterblich werden, insofern sie sich mit dem Christus verbinden konnten. Diese Sphäre des Heiligen Geistes, das sei die eigentliche Inspirations- und Kraftquelle der anthroposophischen Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schluss: Die Christuskräfte im Menschen 00:56:49 ===&lt;br /&gt;
Also auf diesen Kontext kommt man sozusagen dann wieder zurück und entdeckt sozusagen da das Geheimnis, wenn man so will, auch für diese unglaubliche Schöpferkräfte, die Rudolf Steiner auf so vielen Gebieten eben, bis eben in diese praktischen, wissenschaftlichen Zusammenhänge medizinischer oder pädagogischer oder auch landwirtschaftlicher Art, dass er überall eben sich als enorm schöpferisch erwies und andere Menschen wiederum anleitete oder inspirierte, ebenfalls in dieser Weise tätig zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da hat man sozusagen diesen Hintergrund und abschließend will ich da noch ein Zitat bringen, wenn man jetzt andere Vorträge in dem Zusammenhang nochmal studiert, auch wiederum von 1911, also diese Neuchâteler Vorträge, das ist 1911 und da gibt es eben auch die Vorträge in Kopenhagen über die geistige Führung des Menschen und der Menschheit und da bringt Steiner das jetzt direkt mit dem Christus in Zusammenhang, dass er sagt, die am Menschen im Kindheitsalter wirksamen Kräfte erkennen, heißt den Christus im Menschen erkennen. Also die Kräfte, wo Rudolf Steiner beschreibt, die im Gehen lernen, im Sprechen lernen, im Denken lernen, die also in der menschlichen Entwicklung das eigentlich Menschliche zum Vorschein bringen, diese wachstums- und ätherischen Kräfte, die in diesen ersten drei Jahren des Kindes wirksam sind, das seien eben die Christuskräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn eine wirkliche seelische Selbsterkenntnis führt für den gegenwärtigen Menschen dahin einzusehen, dass in der Menschenseele Kräfte gefunden werden können, welche von diesem Christus ausgehen. In den ersten drei Kindheitsjahren wirken diese Kräfte, ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht, daran sieht man, dass das eben alles nicht, wenn man so will, theologische oder erkenntnistheoretische Fragen sind, sondern dass alle diese anthroposophischen Erkenntnisbemühungen, dass die immer dahin münden, dass das eben Kräfte hervorbringt. Nicht ganz am Schluss, oder nicht ganz am Schluss, sondern hier in Via Langmann *[?]* kommt der Rudolf Steiner auch auf das Studium noch einmal zu sprechen, was ja immer mehr heutzutage auch infrage gestellt wird, weil gesagt wird, die Texte sind zu schwierig. Denn weil diese Lehren aus dem lebendigen, inneren Worte, aus der lebendigen Einsprechung geschöpft sind, haben sie selbst geistiges Leben. Sie sind nicht bloß Worte, sie sind lebendige Kräfte. Und während du den Worten eines Geheimkundigen folgst, während du ein Buch liest, das einer wirklichen inneren Erfahrung entstammt, wirken in deiner Seele Kräfte, welche dich ebenso hellsehend machen, wie die Naturkräfte aus lebendigem Stoffe deine Augen und Ohren gebildet haben. Nicht, also diese Kräfte, die in unserem Wachstum wirksam sind, verwandeln sich jetzt in diesen Kontext eben in Kräfte, die zu höherer Erkenntnis führen und damit eben die Anthroposophie begründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So viel wollte ich Ihnen heute Abend zur Einführung in dieses neue Tertial gerne erzählen, über eben diesen historischen Zusammenhang dieser, wenn man so will, Kraftbewegung des Rosenkreuzertums. Vielen Dank für Ihr Interesse und Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Frank Teichmann: &#039;&#039;Goethe und die Rosenkreuzer&#039;&#039;, Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2007, &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 978-3772516160&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Neider, Andreas / Schukraft, Harald : &#039;&#039;Rudolf Steiner in Stuttgart&#039;&#039;, 168 S., kart. EUR 19,95, Belser Verlag, Stuttgart 2011&lt;br /&gt;
* Yates, Frances A.: &#039;&#039;Aufklärung im Zeichen des Rosenkreuzes&#039;&#039;, Klett-Cotta 1997, ISBN-13978-3608918830&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
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[[Andreas Neider|| zurück zu Andreas Neider |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Vortrag]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
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	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Das_Rosenkreuzertum_%E2%80%93_ein_Vortrag_von_Andreas_Neider,_2025&amp;diff=32968</id>
		<title>Das Rosenkreuzertum – ein Vortrag von Andreas Neider, 2025</title>
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		<updated>2026-10-13T16:23:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Andreas Neider_2025-11-17.jpg|link=https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8|thumb|Bild: Anthroposophische Gesellschaft Stuttgart. Das Rosenkreuzertum - ein Vortrag vom 17. November 2025 von [[Andreas Neider]] in der Anthroposophischen Gesellschaft Stuttgart. [https://www.youtube.com/watch?v=DJetSscAYP8 Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
[[Andreas Neider|| zurück zu Andreas Neider |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkript vom Vortrag vom 17. November 2025 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., Oktober 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prüfe die Stelle „hier in Via Langmann&amp;quot;, wo im Rohtext offenbar ein Buch- oder Ortsname verstümmelt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrüßung 00:00:16 ===&lt;br /&gt;
Ja, herzlichen Dank, lieber Sebastian, und herzlich willkommen, guten Abend, sehr verehrte liebe Freunde!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückblick auf Frank Teichmann und seinen letzten Vortrag über das Rosenkreuzertum 00:00:26 ===&lt;br /&gt;
Ja, unser Thema, das Rosenkreuzertum und seine Beziehung zur anthroposophischen Bewegung, beschäftigt mich schon sehr lange. Genauer gesprochen eigentlich seit 2006 oder 2007. Nämlich in dem Moment, wo &#039;&#039;Frank Teichmann&#039;&#039;, der lange hier ja für uns tätig war, über die Schwelle gegangen ist und kurz vor seinem Tod eben hier in diesem Saal noch einen Vortrag, einen letzten Vortrag hielt, in dem er wie testamentarisch eben auf dieses Rosenkreuzertum auch noch einmal zu sprechen kam. Ich werde das im Laufe dieses Abends auch noch einmal weiter vertiefen. Aber ihm verdanke ich letztlich eigentlich meine Beschäftigung mit diesem Thema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe dann 2007 eben nach seinem Tod zunächst sein eigenes hinterlassenes Werk noch veröffentlicht: „Goethe und die Rosenkreuzer” - das waren sechs Vorträge, die er hier gehalten hatte, bei einem Wochenende, die wir aufgenommen hatten, die aber noch nicht verschriftlicht waren zu dem Zeitpunkt seines Todes. Die haben dann Brigitte Teichmann und ich anschließend herausgebracht. Und gleichzeitig habe ich im Rudolf-Steiner-Verlag eben ein Buch über Anthroposophie und Rosenkreuzertum, das Sie auch draußen am Büchertisch finden, herausgegeben, in dem sehr zentrale Aussagen Rudolf Steiners zu diesem Thema veröffentlicht sind, auf die ich heute im Laufe des Abends eben auch zu sprechen kommen werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Teichmann, Frank]]    [[Goethe]]    [[Rosenkreuzer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] sein eigenes hinterlassenes Werk noch veröffentlicht: „Goethe und die Rosenkreuzer” [Frank Teichmann] - das waren sechs Vorträge, die er hier gehalten hatte […]“ | Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:26&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Welche Beziehung haben Rudolf Steiner und die Anthroposophie eigentlich zu Stuttgart? 00:02:05 ===&lt;br /&gt;
Eine Fragestellung, die mich dann weiterhin immer wieder begleitet hat und die auch zu einer weiteren Publikation geführt hat in dem Jubiläumsjahr 2011, also zu dem 150. Geburtstag Rudolf Steiners. Da trat an mich die Frage heran, ja welche Beziehung hat Rudolf Steiner und die Anthroposophie eigentlich zu Stuttgart? Und warum haben wir es hier an diesem Ort oder, wenn man so will, auch in diesem Land Baden-Württemberg, warum haben wir da mit so einer sehr starken Anhäufung anthroposophischer Initiativen es zu tun? Was hat das mit Stuttgart zu tun? Und ich habe damals in diesem Buch &#039;&#039;„Rudolf Steiner in Stuttgart”&#039;&#039; versucht, da eine Antwort zu geben, bin aber auf die Zusammenhänge, die ich jetzt heute erwähnen werde und darstellen werde, damals noch nicht eingegangen, weil mir das auch in dem Rahmen noch nicht wirklich alles deutlich vor Augen stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Charakteristische für die Anthroposophie ist nicht ein theoretisches Lehrgebäude, sondern ihr Hineinwirken ins Praktische 00:03:05 ===&lt;br /&gt;
Aber wenn Sie das ausdehnen, diese Fragestellung - wie ist das geografisch und historisch? An welchen Orten hat sich die anthroposophische Bewegung besonders stark sozusagen etablieren können oder ist sie fruchtbar geworden? Und da kommt man natürlich zunächst auf diesen württembergischen Raum rund um Stuttgart. Auch andere Territorien in Deutschland wird man da finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn man ins Ausland geht, wird man zunächst in die Niederlande geführt, nach Holland, wo die Anthroposophie sich schon sehr, sehr früh etablieren konnte und eben bis heute auch wirklich sehr stark wirksam geworden ist in allen ihren Gebieten. Denn das ist eben das Charakteristische für die Anthroposophie, dass es eben nicht, wie andere Religionen oder Weltanschauungen, nur ein theoretisches oder, wenn man so will, Lehrgebäude ist, sondern dass die Anthroposophie überall, wo sie eben wirksam geworden ist, immer ins Praktische hinein gewirkt hat. Und das unterscheidet sie sowohl von anderen religiösen Bewegungen, wie etwa eben dem katholischen oder protestantischen Christentum oder dem Buddhismus oder dem Islam oder auch was auch immer an religiösen Bewegungen es sein mögen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine dieser ganzen Bewegungen hat eine eigenständige Medizin, eine eigenständige Pädagogik, eine eigenständige Landwirtschaft oder Heilpädagogik oder sozialwissenschaftliche Lehre entwickelt. Das zeichnet die Anthroposophie aus und das unterscheidet sie auch von allen esoterischen Bewegungen, in welcher Richtung auch immer, die sich entwickelt haben mögen. Aber keine von diesen heutigen sogenannten esoterischen Lehren verfügt über eben praktische Auswirkungen in allen diesen genannten Gebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die besondere Verbreitung der Anthroposophie in den Niederlanden, im südwestdeutschen und englischen Raum, sowie in Skandinavien 00:05:16 ===&lt;br /&gt;
Und das zeichnet eben die Anthroposophie aus und in dieser Weise hat sie sich eben neben eben diesem südwestdeutschen Raum vor allem in den Niederlanden ausgebreitet, dann auch deutlich im englischsprachigen, im englischen Raum und in Skandinavien. Und zunächst, wenn man jetzt äußerlich hinschaut, wird man da zunächst eine Übereinstimmung finden mit dem Protestantismus und besonders dem Calvinismus oder anderen strengeren, pietistisch ausgerichteten protestantischen Strömungen. Das ist auch für hier, für den württembergischen Raum ist das eindeutig, während man umgekehrt in katholischen Ländern, auch in Deutschland selber, in Bayern zum Beispiel, aber insbesondere in Frankreich, eben überhaupt gar nicht diese anthroposophische Bewegung in dieser Weise sich ausbreiten sieht, weder historisch noch gegenwärtig. Eher sogar, könnte man sagen, rückläufig, wenn man auf Frankreich hinblickt, dann wird die Anthroposophie dort nach wie vor oder manchmal auch verstärkt bekämpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das historische Auftreten des Rosenkreuzertums im Stuttgarter Raum im Kreis um Johann Valentin Andreae 00:06:32 ===&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieses Phänomen, was ich jetzt historisch-geografisch hier beschreibe, das hat einen ganz konkreten Hintergrund, auf den ich jetzt eben zu sprechen kommen möchte. Weil man nämlich feststellt, wenn man sich mit diesen geografischen und historischen Zeiträumen beschäftigt, um die es hier geht, dass an all diesen genannten Orten, also insbesondere eben in dem württembergischen Raum, aber eben auch in den Niederlanden, in England vor allem, dass sich dort eben historisch gesehen das Rosenkreuzertum tatsächlich ausgebreitet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass es ursprünglich ja hier aus diesem Stuttgarter Raum von hier aus ausgegangen ist, genauer gesprochen eigentlich von Tübingen, von diesem dortigen Kreis um &#039;&#039;Johann Valentin Andreae&#039;&#039;, der damals aber noch sehr jung war und dessen drei Schriften in den Jahren 1614/15 und 16 ein europaweites Aufsehen erregt haben. Also diese drei Schriften, die „Fama Fraternitatis”, die „&#039;&#039;Confessio”&#039;&#039; und die sogenannte „&#039;&#039;Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreuz&#039;&#039;.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun, wenn man jetzt historisch sich fragt, ja was spielte sich denn ab in dieser Zeit, zum Beginn des 17. Jahrhunderts? Wie konnte eine solche Bewegung, diese rosenkreuzerische Bewegung, die aber weitestgehend unsichtbar blieb … man nannte die Rosenkreuzer eigentlich dann auch „die Unsichtbaren”, weil sie äußerlich im Grunde genommen gar nicht in Erscheinung traten, sondern nur durch diese Schriften, die wiederum dort gedruckt werden durften. Damals gab es ja ein Imprimatur, das von den jeweiligen Landesfürsten erteilt wurde und das waren durchgehend nur protestantische Landesfürsten, wie etwa der Moritz von Hessen-Kassel, wo eben die erste Auflage dieser „Fama Fraternitatis” erschienen war … also in Kassel, und das waren eben wiederum protestantische Landesfürsten. Ähnliches war dann in Straßburg oder auch hier in Württemberg eben auch der Fall. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In den frühen Schriften der Rosenkreuzer ist die Anthroposophie in einer sehr rudimentären Form bereits enthalten. Ihre eigentliche praktische Wirksamkeit blieb im Unsichtbaren 00:08:52 ===&lt;br /&gt;
Und wenn man das historisch sich genauer anschaut, dann bemerkt man, dass diese Fürsten nicht nur protestantisch gesinnt waren, sondern dass sie, wenn man so will, esoterisch gesinnt waren. Und das hing damit zusammen, dass eben dieses Rosenkreuzertum, wenn man sich diese Schriften genauer anguckt, eigentlich etwas proklamierte, was wir tatsächlich 300 Jahre später wiederfinden in der Gestalt der Anthroposophie. Also das, was die Anthroposophie eben auszeichnet, dass sie in allen Lebensgebieten wirksam geworden ist, dass sie ihre Ideen, die im Wesentlichen den Zusammenhang des Makrokosmischen mit dem mikrokosmischen Menschen umfassen, die den Menschen also anbinden an einen kosmologischen Ursprung und ihn in Zusammenhang sehen mit den Phänomenen der Natur, die den Menschen also nicht abtrennen, sondern in Verbindung bringen mit der Natur, mit den Naturreichen und aus diesem Menschenverständnis heraus eben eine neue Medizin, eine neue Pädagogik und eine neue Wissenschaft entwickelt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieses Programm, was, wenn man so will, die heutige oder die Anthroposophie des 20. Jahrhunderts vor allem kennzeichnet, das ist in einer, wenn man so will, sehr frühen und noch sehr rudimentären Form in diesen Schriften der Rosenkreuzer eigentlich enthalten. Und das erweckte zu dieser Zeit eben das Interesse verschiedener Landesfürsten, aber auch anderer wissenschaftlich gesinnter Menschen, dass sie jetzt wissen wollten, wer sind diese Leute, die sowas proklamieren und was haben die eigentlich vor?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es erweckte ein großes Aufsehen, ein großes Interesse, ohne dass aber diejenigen, die das publiziert hatten, jetzt weiter in die Öffentlichkeit traten und sich dafür einsetzten. Sie blieben vielmehr, wie gesagt, im Verborgenen. Sie hatten sich auch als Programm sozusagen vorgenommen, dass sie äußerlich nicht durch irgendwelche Zeichen oder Uniformen oder anderes in Erscheinung treten würden, sondern dass sie im Wesentlichen anonym wirksam werden und vor allem im Bereich der Heilkunst tätig sein wollten. Also als Ärzte, aber ohne sich irgendwie zu outen und sich sozusagen als rosenkreuzerische Ärzte oder irgendwie mit dieser Bewegung in Verbindung zu erklären. Ihre eigentliche praktische Wirksamkeit blieb im Unsichtbaren, blieb anonym. Und auch Valentin Andreae hat sich relativ bald eigentlich von dieser Bewegung äußerlich gesehen abgewendet. Was allerdings den hauptsächlichen Grund hatte darin, dass sofort mit der Veröffentlichung dieser Schriften eine intensive Bekämpfung und Verfolgung seitens der katholischen Kirche und vor allem des Jesuitismus gegen diese Bewegung sich äußerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Viele Parallelen einer kabbalistischen Lehrtafel mit den rosenkreuzerischen Ideen 00:12:24 ===&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konkreter gesprochen haben wir es in Stuttgart zu tun mit einem Fürsten, Friedrich I., der um die Wende des 16. zum 17. Jahrhundert hier in dem Stuttgarter Schloss, in dem alten Schloss, was heute auch noch steht, eben mit seiner Familie lebte, dessen Sohn Johann Friedrich, der ab 1608 in diesem Schloss regierte und der eine Tochter hatte, nämlich Antonia von Württemberg. Die wiederum dadurch bekannt geworden ist, dass sie eine sogenannte kabbalistische Lehrtafel hat gestalten lassen von einem Hofkünstler, einem Künstler, der am Hof des württembergischen Fürsten tätig war und diese sogenannte kabbalistische Lehrtafel dann in Bad Teinach, hier im Schwarzwald, aufstellen ließ, wo sie auch heute noch zu sehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weiter 00:13:26&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man sich damit beschäftigt, mit dieser Kabbala, der sogenannten christlichen Kabbala, einer Art Geheimlehre, eigentlich ursprünglich jüdischer Geheimlehre, dann wird man sehr sehr viele Parallelen entdecken in dieser Lehrtafel und in dieser Kabbala mit den rosenkreuzerischen Ideen, die dadurch dann in der Folge dieser Schriften auch durch die sogenannten Lehrtafeln der Rosenkreuzer bekannt geworden sind. Da sind sehr viele Parallelen. Und die Kabbala ist, wenn man so will, auch nichts anderes als eben der Ausdruck eines Hermetismus, wo eben auch der Zusammenhang des Kosmischen mit dem irdischen Menschen beschrieben wird. Sie ist ja so aufgebaut, diese Zehn Sephiroth, aus denen diese Kabbala besteht, dass das eigentlich wie ein umgekehrter Mensch ist, also ein Mensch, der auf dem Kopf steht, der also nach oben in den Kosmos mit seinen Gliedmaßen hineinwächst. Und interessanterweise sind auf dieser Kabbala eben viele Persönlichkeiten abgebildet, die einerseits biblische, meist alttestamentarische Gestalten darstellen, gleichzeitig aber auch Zeitgenossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so findet man also auch den Lehrer Antonias von Württemberg, nämlich Johann Valentin Andreae, auf dieser Lehrtafel abgebildet. Wodurch eben deutlich wird, dass er eben in dem Umfeld dieses württembergischen Fürstenhofes tätig war und eben diese rosenkreuzerischen Ideen dort auch direkt weiter vermittelt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rosenkreuzerische Bestrebungen am alchemistischen Hof von Friedrich V. in Heidelberg und die „Bibliotheca Palatina“ 00: ===&lt;br /&gt;
Ein weiterer Schwerpunkt oder das weitere Zentrum des rosenkreuzerischen und auch alchemistischen Wirkens war das Heidelberger Schloss von Friedrich V. von der Pfalz. Dieser Fürst, der in Heidelberg dieses Schloss errichtet hatte und dazu eben alchemistische sogenannte Wunderkammern und auch einen Garten, der damals auch bekannt war wegen seiner vielen Heilkräuter und auch eine große Bibliothek, die Bibliotheca Palatina, die in diesem Schloss sich befand. All das gab sozusagen den Ruf eines alchemistischen Hofes oder einer alchemistischen Herrschaft, die dort sozusagen in der Pfalz sich angesiedelt hatte und die dadurch dann politisch an Bedeutung gewann, dass Friedrich V. von der Pfalz durch Christian von Anhalt, einen weiteren Fürsten aus diesem Umkreis, der mit diesen Rosenkreuzer-Schriften in Verbindung sich stehen sah, dass er also durch diesen Christian von Anhalt und andere deutsche Fürsten zum König von Böhmen ernannt worden war und dann eben nach Prag übersiedelt war, 1619. Was allerdings in der Folge dazu führte, dass er zu einem Winterkönig wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, er war nur einen Winter lang, nämlich 1619 bis 1620 war er dort in Prag böhmischer König und wurde dann vertrieben von dort durch eben die katholischen Truppen, denn es hatte 1618 ja bereits, wie bekannt, der Dreißigjährige Krieg begonnen, der eben eine Art gegenreformatorische Offensive war gegen diese sich ausbreitenden, aus dem Protestantismus eigentlich herrührenden, rosenkreuzerischen Bestrebungen, die durch Friedrich von der Pfalz jetzt politisch an Bedeutung zu gewinnen schienen. Und das wurde dann eben hintertrieben. Die ganze rosenkreuzerische Bewegung musste flüchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kabbala]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] dieser Kabbala, der sogenannten christlichen Kabbala, einer Art Geheimlehre, eigentlich ursprünglich jüdischer Geheimlehre“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sephiroth]]   Kabbala&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Sie ist ja so aufgebaut, diese 10 Sephiroth, aus denen diese Kabbala besteht, dass das eigentlich wie ein umgekehrter Mensch ist, also ein Mensch, der auf dem Kopf steht, der also nach oben in den Kosmos mit seinen Gliedmaßen hineinwächst“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Neider, A. Das Rosenkreuzertum, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flucht in die Niederlande, Gegnerschaft in Frankreich 00:17:31 ===&lt;br /&gt;
Viele ihrer Anhänger sind dann eben in die Niederlande geflüchtet, wo sie dann aufgrund des protestantischen und calvinistischen Hintergrundes der Niederlande, die sich ja gegen Spanien gewehrt und diese katholische Herrschaft abgeschüttelt hatten - also in diesen freien Niederlanden - dort fanden die Flüchtenden vor eben der Gegenreformation und den Kriegern, im Dreißigjährigen Krieg Flüchtenden, fanden dort Aufnahme und konnten dort unterkommen. Dieses rosenkreuzerische Erbe zeigt sich bis heute noch in Amsterdam zum Beispiel dadurch, dass die größte Bibliothek mit alchemistisch-hermetischen und rosenkreuzerischen Schriften aus dieser Zeit und später sich eben dort in Amsterdam befindet, die „Bibliotheca Hermetica“ von Herrn &#039;&#039;Joost Ritman&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und gleichzeitig seit dem 20. Jahrhundert das sogenannte Lectorium Rosicrucianum seinen Ausgang genommen hat. Also eine Bewegung, die sich auf diese Rosenkreuzer bezieht und die auch heute noch tätig ist, auch hier in Stuttgart tätig ist - Lectorium Rosicrucianum aus Holland. Also sieht man, dass dort eben, wenn man so will, eine Art Refugium gewesen ist für die Vertriebenen, die sich also flüchten mussten aus Deutschland und das gleichzeitig aber in Frankreich eine Art Gegenbewegung, eine Art Verfolgung der Rosenkreuzer einsetzte, interessanterweise im Umkreis von René Descartes, der sozusagen der Gegenspieler wurde, obwohl er ursprünglich noch als junger Mann eben 1619 nach Deutschland gekommen war, um diese Rosenkreuzer zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also er interessierte sich für die, wie auch viele andere übrigens, Isaac Newton zum Beispiel gehörte auch zu denen, die sich mit diesen englischen Rosenkreuzer-Schriften beschäftigten, von Robert Fludd und John Dee. Das waren zwei englische Rosenkreuzer, die im Umfeld des englischen Königs Jakob I. und seiner Mutter Elisabeth I., also in dieser sogenannten elisabethanischen englischen Gesellschaft, die immer wieder mit dem Rosenkreuzertum in Verbindung gesehen wurde, bis hin auch zu William Shakespeare. Also an dem englischen Hof war das durchaus auch verbreitet und es war auch charakteristisch, dass die Tochter Jakobs I., ebenfalls Elisabeth genannt, dass die mit eben jenem Friedrich von der Pfalz verheiratet wurde und diese Hochzeit auf diesem Heidelberger Schloss ein sehr sehr großes Aufsehen erregte. Das hat damals sozusagen die Regenbogenpresse gefüllt, was alles mit dieser Hochzeit verbunden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und interessanterweise findet man vieles, was mit dieser Hochzeit in Verbindung stand, bis hin auch zu diesem Heidelberger Schloss. Dann wieder in der Chymischen Hochzeit, die Johann Valentin Andreae verfasst hatte und die 1616 veröffentlicht wurde. Es gab von dieser Chymischen Hochzeit schon eine sehr frühe Jugendschrift, die Johann Valentin Andreae dann später eben umarbeitete, zu dem Buch eben die Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreuz. Ich komme darauf auch später nochmal zurück. Auf jeden Fall taucht da dieser Hintergrund dieser königlichen Hochzeit von eben Friedrich V. von der Pfalz mit dieser Elisabeth von England. Das machte also einen großen Eindruck und das ist sozusagen der äußere Hintergrund, sozusagen die Kulisse für das, was in der Chymischen Hochzeit da beschrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, soviel vielleicht zunächst einmal zu diesem historischen Auftreten des Rosenkreuzertums. Wenn jemand sich damit genauer noch beschäftigen will, historisch gesehen, weil das noch viel weitere Kreise gezogen hat, kann ich nur wärmstens empfehlen Frances A. Yates&#039; Aufklärung im Zeichen des Rosenkreuzes. So heißt dieses Buch, was leider schon lange vergriffen ist, nur noch in Bibliotheken zu finden. Aber da findet man im Grunde genommen alle historischen Zusammenhänge sehr, sehr gut beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rosenkreuzer]]    Lectorium Rosicrucianum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
seit dem 20. Jahrhundert das sogenannte Lectorium Rosicrucianum seinen Ausgang genommen hat. Also eine Bewegung, die sich auf diese Rosenkreuzer bezieht und die auch heute noch tätig ist, auch hier in Stuttgart tätig ist - Lectorium Rosicrucianum aus Holland. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Herkunft der christlichen Kabbala, und Descartes als Gegenspieler 00:22:30 ===&lt;br /&gt;
Ein weiterer Zusammenhang, auf den ich im Zusammenhang noch mit der Kabbala zu sprechen kommen will. Woher stammten diese kabbalistischen Lehren, die also die Tochter des württembergischen Fürsten Johann Friedrich Antonia, wie kam sie und wie kamen andere in die Kenntnis dieser Kabbala, die ja zunächst hebräisch natürlich verfasst war? Da spielte schon vorher im 16. Jahrhundert eine große Rolle Johannes Reuchlin, auch ein reformatorisch-protestantisch gesinnter Gelehrter hier aus dem württembergischen Raum, der eine Grammatik der hebräischen Sprache veröffentlicht hatte und sozusagen dafür sorgte, dass Hebräisch wieder gelehrt werden und dann eben auch verstanden werden konnte. Also er sorgte für diese Kenntnisse und auch andere, die sich nach Italien begeben hatten, hatten also von diesen kabbalistischen Schriften Kenntnis genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die waren nach Italien dadurch gelangt, dass die jüdischen Gelehrten in Spanien vertrieben worden waren und dann nach Italien geflüchtet waren. Und dort fanden sie Aufnahme, nämlich in dem Umkreis der Platonischen Akademie in Florenz und bei den Renaissance-Humanisten Italiens, die sich sehr für diese Kabbala interessierten und darin sozusagen etwas erblickten, mit dem sie sich eben intensiv beschäftigten. Und das führte sozusagen zu dieser Umformung der kabbalistischen Lehren zu der sogenannten christlichen Kabbala. Das geschah also in dem Umfeld dieses italienischen Renaissance-Humanismus und gelangte von dort dann eben auch nach Deutschland, eben auch nach Württemberg, hier an den Stuttgarter Fürstenhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von daher ist es auch nicht ganz von der Hand zu weisen, dass die Anthroposophie in Italien doch deutlich stärker Fuß gefasst hat als beispielsweise in Frankreich, wo sie eben in der Folge der cartesianischen Philosophie dann stark verfolgt wurde. Descartes, nachdem er aus Deutschland zurückkam, weil er sich nämlich dann doch beteiligt hatte an diesem Feldzug gegen diesen Friedrich von der Pfalz da in Prag, der da gestürzt wurde, also dieser Winterkönig. Bei diesem Feldzug war Descartes dabei und hatte eben mit diesen jesuitischen Truppen sich nach Prag begeben. Er hatte selber eine jesuitische Ausbildung durchlaufen, war dann aber längere Zeit sozusagen auf der Suche und fragte sich, was ist das mit diesem Rosenkreuzertum, wie auch andere, wie gesagt, hat sich dann aber gegen diesen Rosenkreuzerimpuls gewendet, wurde dann bei seiner Rückkehr in Paris sogar verdächtigt, einer dieser Unsichtbaren zu sein, was er widerlegen konnte, dadurch, dass er sich zeigt und sagt, ja schaut her, ich bin nicht unsichtbar. Gleichzeitig setzte aber so eine Art Hexenjagd sozusagen auf das Rosenkreuzertum ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab also Verfolgungen und Hexen- oder Ketzerprozesse, wodurch gerade in Frankreich eben die stärkste Gegnerschaft dann sich entwickelte und wenn man so will auch die Philosophie, die René Descartes dann entwickelt hat, eigentlich diesen Grundsätzen, wenn man so will, der rosenkreuzerischen Lehre, nämlich des Zusammenhangs des Menschen mit dem Kosmos, mit der Natur, dass Descartes eben genau das Gegenteil proklamiert, nämlich eine Trennung, eine Spaltung zwischen Subjekt und Objekt, zwischen Intellekt und äußerer Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In England waren es wie gesagt auch Wissenschaftler wie Isaac Newton, die sich für das Rosenkreuzertum und deren Ideen auch im Zusammenhang mit der Alchemie interessierten und das hing einfach damit zusammen, dass die Naturwissenschaften ja noch ganz am Anfang waren, zum Beginn dieses 17. Jahrhunderts, noch keine, wenn man so will, materialistische Naturwissenschaft sich wirklich ausgebildet hatte. Das begann eigentlich erst durch einen weiteren Gegner dieser Rosenkreuzer, nämlich Francis Bacon, der in dieser Zeit seine grundlegenden Schriften eben auch veröffentlichte. Aber für viele war das eben noch nicht ausgemacht, in welche Richtung würde sich die Naturwissenschaft denn entwickeln. Und da waren diese Ideen, die ja sehr skizzenhaft waren, die in diesen Schriften, die da 1614 bis 16 erschienen waren, zum Ausdruck kamen und auch weiteren Schriften dieser englischen Rosenkreuzer, das irgendwie erschien als eine ganz andere Perspektive, die zu dieser Zeit eben noch nicht festgelegt war, sich dann aber auch in England durch die Royal Society immer mehr doch verfestigte, wodurch dann eben andere Anschauungen sofort in Verdacht kamen, eben nicht christlich oder ketzerisch oder was auch immer zu sein, sodass das dann sehr, sehr bald von der Bildfläche verschwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Christian Rosenkreuz als historische Persönlichkeit 00:28:07 ===&lt;br /&gt;
Und erst in jüngster Zeit, eigentlich jetzt auch wiederum von Holland ausgehend, fangen die universitären Wissenschaften an, sich jetzt mit diesen esoterischen Bewegungen doch intensiver zu beschäftigen. Die sogenannte Esoterikforschung, die eben auch von Amsterdam ausgegangen ist und die heute auch in Deutschland über einige Lehrstühle verfügt, in diesem Kontext beschäftigt man sich eben auch wieder mit diesen rosenkreuzerischen Lehren, auch mit der Gestalt des Christian Rosenkreuz selber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wodurch wir jetzt sozusagen auf das Zentrum der ganzen Thematik zu sprechen kommen, nämlich auf den Begründer dieser rosenkreuzerischen Bewegung, der ja in dieser Fama Fraternitatis auch biografisch genauer umschrieben wird, als eben der sogenannte Bruder Christian Rosenkreuz. Interessanterweise haben wir da jetzt seit dieser Woche endlich das Buch von Ronald Templeton, mit dem wir ja hier im Februar auch ein Tagesseminar veranstaltet haben, die Lebensreise des Christian Rosenkreuz vorliegen, auch draußen am Büchertisch erhältlich, weil interessanterweise in allen Zusammenhängen, wo auch heute noch über Christian Rosenkreuz gesprochen wird, also auch bei dem Lectorium Rosicrucianum, aber insbesondere in der sogenannten Esoterikforschung, eigentlich nirgends davon ausgegangen wird, dass Christian Rosenkreuz tatsächlich gelebt hat, dass das also eine historische Persönlichkeit gewesen ist, so wie es in der Fama Fraternitatis dargestellt und eben auch von Rudolf Steiner dann ganz deutlich beschrieben worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überall, in allen anderen Zusammenhängen, die man auch heute noch hat, wird diese Gestalt als eine mythologische oder symbolische beschrieben. Also nicht historische Persönlichkeit, sondern insbesondere auch die Chymische Hochzeit, auch sein gesamter Lebensgang. Alles, was über ihn erzählt wird, wird als etwas Symbolisches erlebt, als etwas, was sozusagen wie ein Urbild sein könne für eine esoterische Entwicklung, aber nicht eine historische Biografie beschreiben würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun hat Ronald Templeton interessanterweise auf dem Hintergrund eben immer wieder dieser immer wieder auftauchenden, wenn man so will, in Fragestellung der Historizität des Christian Rosenkreuz versucht, die Biografie, so wie sie in der Fama und auch von Rudolf Steiner beschrieben wird, diese Biografie zu rekonstruieren und eben als historisch nachzuweisen. Und das ist ihm dadurch gelungen, dass er den ja in der Fama und auch durch Rudolf Steiner sehr ausführlichen Bildungsgang, also die Bildungsbiografie des Christian Rosenkreuz, dass er die genauer untersucht hat. Und die Orte, an denen Christian Rosenkreuz gewesen sein soll, laut Fama und auch laut Rudolf Steiner, dass er diese Orte jetzt genauer untersucht hat im Hinblick auf die Lehrstätten bzw. Universitäten, die es dort gegeben haben soll, an denen sozusagen Christian Rosenkreuz seine Ausbildung erhalten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun zeigt sich, dass es dazu wirklich ausreichend historisches Material und Dokumente gibt, die genauestens nachweisen, in welcher Form welcher Unterricht dort stattgefunden hat an diesen verschiedenen Städten, die ich jetzt nicht im Detail beschreiben kann, das kann man alles nachlesen in dem neuen Buch vom Templeton. Dabei zeigt sich aber, dass tatsächlich an allen Orten, die da in der Fama erwähnt werden, dass es da tatsächlich Unterricht und Lehrstätten gegeben hat, meistens mit islamischem Hintergrund, aber eben esoterischem Islam. Wenn man so will, das Wissen des Orients, die Geheimnisse, die Mysterien des Orients, die an diesen Hochschulen, an denen eben auch Christian Rosenkreuz gelebt hat und Unterricht bezogen hat, dass es dort tatsächlich solche Schulen gab, bis dahin, dass man auch Details über die Art von Unterricht und die Inhalte, die da unterrichtet wurden, auch finden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sodass also diese Bildungsbiografie bis in Details hinein tatsächlich historisch rekonstruierbar ist, wodurch eben deutlich wird, dass die Autoren dieser Schriften eben nicht eine symbolische Erfindung einer Bildungsbiografie dahingestellt haben, sondern dass sie tatsächlich einen Bildungsgang und diese Reisen beschrieben haben, die mindestens zu der Zeit, in der sie eben stattgefunden haben sollen, nämlich im 14. Jahrhundert, dass die tatsächlich so im Detail stattgefunden haben können und dass eigentlich kein Grund besteht, anzunehmen, dass das nun alles erfunden sei, wenn die ganzen historischen zugrunde liegenden Fakten eben alle nachweislich so gewesen sind, wie sie dort in dieser Bildungsbiografie der Fama beschrieben worden sind. Also das ist eine ausgezeichnete Leistung von Ronald Templeton, dass er diesen historischen Hintergrund jetzt mal wirklich festmachen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Goethe und die Spuren des Rosenkreuzertums 00:34:09 ===&lt;br /&gt;
Und das kann man jetzt, wenn man das jetzt geschichtlich weiter verfolgt, weil das Rosenkreuzertum äußerlich dann eben mit Beginn des 30-jährigen Krieges verschwindet von der Bildfläche. Das taucht wirklich nur sehr kurz auf, eben zwischen 1614 und 1619, bis dann dieser Winterkönig gestürzt wird und die Anhänger nach Holland flüchten müssen, sich verbergen müssen. Valentin Andreae sich dann auch praktisch äußerlich abwendet und auch meint mit diesen Jugendschriften eigentlich nichts zu tun gehabt zu haben. Also in der Folge des 30-jährigen Krieges und dieser Verfolgung des Rosenkreuzertums distanziert er sich dann später davon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch taucht dieses Rosenkreuzertum dann in einer sehr merkwürdigen, uns aber wohl bekannten Form wieder auf, nämlich in Goethes Leben. Bei Goethe kann man eben ganz deutlich die Spuren des Rosenkreuzertums in seiner Biografie wiederfinden. Das hat eben Frank Teichmann in dem besagten Buch Goethe und die Rosenkreuzer ja ausführlich dargestellt. Zunächst dadurch, dass er 19-jährig schwer erkrankt, an einer lebensgefährlichen Erkrankung, und dann durch eben einen rosenkreuzerischen Arzt gerettet wird, der ein Fluidum, ein Salz ihm verabreicht, das ihm dann das Leben rettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der dann später bei seiner Harzreise eine Art rosenkreuzerische Einweihung erlebt, die in anderer Gestalt von Rudolf Steiner dann später beschrieben worden ist in den Vorträgen mit Mysterienstätten des Mittelalters. Da gibt es zwei Vorträge, in denen Rudolf Steiner von einer sogenannten rosenkreuzerischen Einweihung spricht, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie durch eine Begegnung auf einem Berg und eine andere Begegnung in einem Berg stattfindet. Also zwei Stufen, auf einem Berg und in einem Berg. Und Steiner weist nur darauf hin im Zusammenhang dieser Vorträge, dass sich diese Einweihung später immer wieder in einer gewissen Weise wiederholt hat oder wieder miterlebt worden ist. Und einer derjenigen, die eben diese Einweihung miterlebt oder wiedererlebt haben, war eben Goethe, dem eben genau das wiederfuhr, dass er da in einem Bergwerk, nämlich im Harz, eine bestimmte Begegnung erlebte und dann anschließend eben auch auf dem Berg, nämlich auf diesem Brocken bei der Besteigung dieses Berges, worüber er seiner Freundin Frau von Stein eben in Briefen berichtet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Kontext ist es auch interessant, dass Goethe der Frau von Stein auch schreibt, dass er die Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreuz gelesen habe und dann sagt, Christian Rosenkreuz, Hochzeit habe ich hinaus gelesen. Es gibt ein schön Märchen zur guten Stunde zu erzählen, wenn es wiedergeboren wird. In seiner alten Haut ist es nicht zu genießen. 1786 schreibt das Goethe, also er fand vor allem diese zum Teil ja blutigen Bilder in dieser Chymischen Hochzeit nicht zu genießen und bringt dann 1795 eben sein Märchen, das Goethe-Märchen, als das, was er nennt die Wiedergeburt dieser Chymischen Hochzeit. Das Goethe-Märchen hat ganz eindeutig diesen Hintergrund, bis auch dahin, dass diese Brücke, von der da die Rede ist, im Zusammenhang mit der Heidelberger Brücke steht, die auch heute noch in Heidelberg zu sehen ist, also da auch taucht Heidelberg am Rande wieder auf. Und auch Rudolf Steiner weist auf diesen Kontext eben hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zweiter Text von Goethe ist natürlich das berühmte Fragment Die Geheimnisse, wo sich herausstellt, dass Goethe da etwas beschreibt, was später Rudolf Steiner dann rekonstruiert hat, als die eigentliche Einweihung des Christian Rosenkreuz. Steiner macht das so fest, das werde ich gleich noch etwas genauer beschreiben, dass sich diese eigentliche Einweihung im 13. Jahrhundert vollzogen hat, wo diese Persönlichkeit noch nicht Christian Rosenkreuz hieß, wo sie auch nicht so sehr lange lebte, wo sich aber dieser Umkreis, dieser 12. und dieser 13., der er eben gewesen ist, wo sich diese Gestaltung wiederfindet in einer sehr besonderen Konstellation, die ich gleich noch ausführlicher darstellen möchte. Auf jeden Fall so Steiner hat Goethe sozusagen da etwas beschrieben in diesem Text, Die Geheimnisse, was sich historisch gesehen im Zusammenhang mit dieser ursprünglichen Einweihung des Christian Rosenkreuz im 13. Jahrhundert tatsächlich ereignet hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Mysteriendrama und der Aspekt der Kraft 00:39:40 ===&lt;br /&gt;
So sehen wir also in Goethes Leben sozusagen Spuren des Rosenkreuzertums wieder aufscheinen. Und nun ist es so, dass ja eben Rudolf Steiner sich nicht umsonst ganz wesentlich bei der Begründung der Anthroposophie in vielen Punkten, sowohl naturwissenschaftlich wie auch vor allem von der künstlerischen Seite her, an Goethe anschließt. Und einer dieser Anschlusspunkte ist eben das erste Mysteriendrama, das ja zunächst eigentlich das goethesche Märchen auf die Bühne bringen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben also eine mehrfache Metamorphose. Chymische Hochzeit von Valentin Andreae mit Christian Rosenkreuz im Zentrum, durch Goethe in das Märchen metamorphosiert und durch Rudolf Steiner in sein erstes Mysteriendrama, das ja untertitelt wird mit ein Rosenkreuzer Mysterium. Und das Siegel, was wir da haben von diesem ersten Drama, hat eben diese drei Rosenkreuzer-Worte zum Inhalt. Also Ex Deo Nascimur, In Christo Morimur, Per Spiritum Sanctum Reviviscimus, das steht auf diesem Siegel des ersten Dramas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wieso ist das ein Rosenkreuzer Mysterium? Zum einen haben wir sozusagen die historische Wurzel, die historischen Vorläufer, die aber nur ganz im Verborgenen jetzt da wieder auftauchen. Aber ein wesentlicher Aspekt, den ich jetzt hervorheben will und der für Rudolf Steiner sozusagen dann zentral wird, das ist der Aspekt der Kraft. Also das, was da umschrieben wird mit Kräften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hatte ja am Anfang gesagt, die anthroposophische Bewegung zeichnet sich dadurch aus, dass es nicht eine Weltanschauung, eine Lehre, eine religiöse Anschauung, eine esoterische Lehre allein ist, sondern dass alle diese Ideen, dass die sich praktisch auswirken, dass die also, wenn man so will, Kraft haben, dass wir es zu tun haben mit einem Kraftorganismus, wenn wir auf die Anthroposophie hinschauen, einem Kraftorganismus, der wie alles Ätherische, was eben Lebenskräfte sind, nicht das Ätherische kann für sich alleine gar nicht existieren, sondern das Ätherische ist immer nur zusammenhängend denkbar oder überhaupt erlebbar mit etwas Physischem, was von diesem Ätherischen gestaltet und verlebendigt wird. Ein Ätherisches für sich gibt es gar nicht. Ein Ätherisches kann immer nur im Zusammenhang mit Physischem überhaupt beobachtet werden. So wie der Ätherleib eben einen physischen Leib gestaltet, gestalten eben diese Kräfte das Lebendige und, wenn man so will, unser Leben. Weshalb Rudolf Steiner auch darauf aufmerksam macht, dass er sagt, unsere Gedanken- und Vorstellungskräfte und alles, was wir sozusagen an Kultur hervorbringen, das sind umgewandelte Lebenskräfte. Wir denken mit denselben Kräften, mit denen wir wachsen. Das sind dieselben Kräfte, die sich nur umwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und mit diesem Kraftaspekt haben wir es sozusagen zu tun, wenn wir von der Anthroposophie sprechen. Und natürlich muss man sich fragen, woher kommen jetzt diese Kräfte? In dem Mysteriendrama taucht das an verschiedenen Stellen in dem ersten Bild schon auf, dass eben der Capesius, der ein Gedankenmensch ist, ein Professor ist, dass der etwas ganz Besonderes in diesem anthroposophischen Zusammenhang bemerkt. Er sagt, was hier jedoch sich zeigt, gibt viel zu denken Menschen meiner Art. Erklärlich schien uns solche Wirkung, wo überhitzter Sektengeist die Seelen nur betörend sich über Menschen gießt. Doch hier ist nichts von solchem Geist zu sehen. Man will nur durch Vernunft zur Seele sprechen. Und doch, man schafft durch Worte echte Lebenskräfte und spricht zum tiefsten Herzensgrund. Und selbst des Wollens Reich ergreift das Sonderbare etwas, das jenen, die gleich mir in alten Bahnen wandeln, als blasses Denken nur erscheinen will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Capesius fällt auf, dass in diesem Zusammenhang des Benedictus und der Maria, dass diese Worte, die da gesprochen oder auch studiert werden, dass das Lebenskräfte sind, dass sie Kraft haben. Und das kommt dann auch noch zum Ausdruck an der Stelle, wo die andere Maria auftaucht. Auch noch in diesem ersten Bild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagt nämlich, ich muss stets neue Kraft mir holen aus dem Reichtum, der hier aus Geistesquellen fließt. Die warme Zauberkraft der Worte, die hier ich höre, ergießt in meine Hände sich und fließt wie Balsam weiter, berührt die Hand den Leidbeladenen, sie wandelt sich auf meinen Lippen in rechte Trostesrede für schmerzdurchwühlte Herzen. Ich frage nach der Worte Ursprung nicht, ich schaue ihre Wahrheit. Wenn lebend, leben sie mir Spenden. Das sagt jetzt diese andere Maria.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Maria sagt dann noch, um das zu erklären, doch unsere Freundin hat erschöpft des Lebens beste Kräfte durch ihre Arbeitsüberfülle und aller Lebensmut war ihr genommen durch schweren Schicksalsdruck, den sie erfahren, die Kräfte hatte sie geopfert, der Kinder sorglich Leitung, der Mut war hingesunken, als ihr ein früher Tod den teuren Gatten nahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst ist diese andere Maria sozusagen zusammengebrochen, hatte keine Kräfte mehr, sie war am Ende, ein Burnout würde man das heute nennen. Ihr Mann ist durch einen frühen Tod gestorben, sie hatte alles sozusagen der Erziehung der Kinder gewidmet und war jetzt kräftemäßig am Ende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da brachten Schicksalsmächte sie in unserer Geistes leere Bann &#039;&#039;[?]&#039;&#039; und ihre Lebenskräfte erblühten noch zum zweiten Mal. Nicht so, dass sie dann eben jetzt sagt, ich muss stets neue Kraft mir holen aus dem Reichtum, der hier aus Geistesquellen fließt. Die warme Zauberkraft der Worte, die hier ich höre, ergießt in meine Hände sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also sie schreibt jetzt ihre Wirksamkeit und ihr neues Leben den Worten zu, die sie jetzt da hört, in diesem Rosenkreuzer-Tempel eigentlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der unsterbliche Ätherleib als Kraftquelle 00:47:29 ===&lt;br /&gt;
Und nun, wenn man bei Rudolf Steiner jetzt selber nachliest, in seinem Buch »Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?«, dann findet man an ganz zentraler Stelle, ganz am Anfang, genau das eigentlich beschrieben. Nicht, Sie alle kennen ja dieses Buch, das da anfängt mit dem sogenannten »Pfad der Verehrung«. Und diese Verehrung, die da entwickelt wird, die bezeichnet Rudolf Steiner immer so, dass er sagt, daraus schöpft der Mensch Kraft. Wenn er diese Verehrung in der Lage ist zu entwickeln, dann schöpft er daraus Kräfte. Und umgekehrt, wenn er das nicht tut, dann raubt er sich Kräfte. Begegne ich einem Menschen und tadele ich seine Schwächen, so raube ich mir höhere Erkenntniskraft. Suche ich liebevoll mich in seine Vorzüge zu vertiefen, so sammle ich solche Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht, diese Übung, die dann später wieder auftaucht, in verwandelter Form als Positivitätsübung, das ist die Grundübung dieses Buches, die in mehrfacher Form in dem Buch mindestens viermal wieder auftaucht, dass man Kritik zurückhalten soll, dass man kritiklos Worte sich anhören soll, auch wenn sie noch so falsch klingen. Nicht, das, was da am Anfang als das Gefühl der Ehrfurcht beschrieben wird, taucht in verschiedenster Weise wieder auf, dann vor allem als Positivitätsübung. Aber es wird eben gleich am Anfang so beschrieben, dass das eine Kraftübung ist, dass das eine Übung ist, die Kraft verleiht. Und das wird dann noch verstärkt durch den Schluss dieses ersten Kapitels, wo es heißt, jede Idee, die dir nicht zum Ideal wird, ertötet in deiner Seele eine Kraft. Jede Idee, die dir aber zum Ideal wird, erschafft in dir Lebenskräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht, da haben wir wieder diesen Zusammenhang, dass es etwas gibt, was abtötend ist, davon ist auch in dem Mysteriendrama natürlich die Rede, auch in dieser Szene mit dem Geist der Elemente wird das ja deutlich, dass die Gedankenart von Strader und Capesius zunächst in dieser Lebenssphäre, in der ätherischen Welt Gewitter erzeugt und eigentlich Zerstörung hervorruft und dass andererseits die Märchen, die Frau Balde erzählt, in dieser Lebenssphäre des Geistes der Elemente, dass die da heilsam wirken, weshalb die Frau Balde dann auch aufgefordert wird für die Schädigungen, die die beiden Irrlichter eigentlich, also Strader und Capesius in der elementarischen Welt hervorrufen, die also Kräfte rauben oder zerstören, dass die Frau Balde dafür bezahlen muss und da diese Kräfte wieder ausgleicht. Was übrigens der Capesius auch bestätigt, dadurch, dass er sagt, wenn ich erschöpft bin und keine Kraft mehr habe, gehe ich zu der Frau Balde und höre mir die Märchen an, die sie mir erzählt. Und die wiederum bringen ihm neue Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wissen wir auch durch Rudolf Steiner, dass diese Märchen, dass die den Ursprung haben in dem Rosenkreuzertum, dass diese mitteleuropäischen Märchen und auch die Märchen der Frau Balde eigentlich rosenkreuzerische Märchen sind. Aber woher kommt jetzt diese Kraft? Was ist das? Was sozusagen, vor allem wenn man auf Rudolf Steiner selber hinblickt, ja ungeheure schöpferische Kräfte zum Vorschein gebracht hat. Wenn man sich nicht nur sein schriftliches Werk, sondern vor allem sein künstlerisches Werk anschaut und etwa den Seelenkalender sich anschaut, wie der entstanden ist, dann fragt man sich, woher kommt jetzt diese dichterische Fähigkeit, diese enorme Schöpferkraft, die sich in dieser Gesamtkomposition eines Seelenkalenders oder etwa der zwölf Stimmungen dieser kosmologischen Dichtung zum Ausdruck bringt. Woher kommen diese Kräfte, die dann auch den ersten Bau des Goetheanums, also ein architektonisches Werk, zur Erscheinung bringen. Respektive natürlich die vier Mysteriendramen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Woher kommen diese schöpferischen Kräfte? Und da wird man jetzt durch Rudolf Steiner, und damit komme ich langsam zum Abschluss dieser Betrachtungen, da wird man jetzt durch Rudolf Steiner eben aufmerksam gemacht, auf das, was mit diesem Christian Rosenkreuz tatsächlich unsterblich verbunden ist. Das macht nämlich Rudolf Steiner, und diese Vorträge können Sie nachlesen, eben hier in diesem Sammelband. Das sind die sogenannten Neuchâteler Vorträge, wo Steiner eben zwei Vorträge gehalten hat, über eben diese okkulte Biografie und diese Einweihung des Christian Rosenkreuz, die eben schon vor dem 14. Jahrhundert, also vor dieser Inkarnation, in der er dann auch diesen Namen erhält, gewesen sein soll. Dass da so ein Kollegium von zwölf Eingeweihten sich eben versammelt hat, um diesen 13. alle Weisheiten, die es bis dahin gegeben hatte, der atlantischen Zeit und der nachatlantischen Zeit, vermittelt haben. Woraufhin dieser Jüngling in einen todesartigen Zustand gekommen sei, bei dem sich aber sozusagen sein Leib wie durchsichtig hätte gezeigt. Und die Folge davon war, dass nach dem Tod dieses Eingeweihten jungen Mannes, dass dessen Ätherleib sich dann eben nicht mehr aufgelöst hat. Steiner nennt ihn dann den unsterblichen Ätherleib des Christian Rosenkreuz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieser Ätherleib ist nun eben eine Kraftquelle. Nicht, denn ein ätherischer Leib ist etwas, was Kräfte beinhaltet, die in der Lage sind, Physisches zu gestalten, beziehungsweise dem Physischen eben Kräfte zu verleihen. Lebenskräfte, die dann umgewandelt werden in kulturelle oder Denk- und Vorstellungskräfte. Nicht, eine Kraftquelle, an die dadurch die Menschen anschließen können, dass sie sich eben auch verbinden mit diesem Geschehen, was eben Christian Rosenkreuz auszeichnet, was in den Rosenkreuzer-Worten zum Ausdruck kommt, mit diesem Mysterium von Golgatha. Das ist sozusagen der Schlüssel für diese Kraftquelle. Und daraus gibt es dann, wie Rudolf Steiner, Sie müssen das nachlesen in diesen Neuchâteler Vorträgen, wie er es dann wörtlich ausdrückt, dass sich die Wirksamkeit dieses Ätherleibes dann im Laufe der Jahrhunderte immer mehr verstärkt hätte dadurch, dass immer mehr Menschen sozusagen in diese Sphäre vorgedrungen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das sei nun seit dem Ende des Kali-Yuga, das nennt Rudolf Steiner in dem Zusammenhang auch das Jahr 1899, dass seit dem Zeitpunkt 1900, wo er dann eben anfängt über das goethesche Märchen, also diesen rosenkreuzerischen Zusammenhang erstmalig zu sprechen, er sagt, in diesem Zusammenhang wurde ich erstmalig esoterisch. 1900, Goethes Märchen, Ende des Kali-Yuga und seit diesem 20. Jahrhundert sei es jetzt sozusagen immer mehr Menschen möglich, in diese Sphäre sich zu begeben, weil die sich auch dadurch verstärkt hat, dass nun andere Ätherleiber insofern auch teilweise jedenfalls sich unsterblich erwiesen haben, als sie eben sich mit dieser Sphäre verbinden konnten. Steiner nennt sie in diesem Zusammenhang die Sphäre des Heiligen Geistes. Also die Sphäre, wo die Ätherleiber eben jetzt unsterblich werden, insofern sie sich mit dem Christus verbinden konnten. Diese Sphäre des Heiligen Geistes, das sei die eigentliche Inspirations- und Kraftquelle der anthroposophischen Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schluss: Die Christuskräfte im Menschen 00:56:49 ===&lt;br /&gt;
Also auf diesen Kontext kommt man sozusagen dann wieder zurück und entdeckt sozusagen da das Geheimnis, wenn man so will, auch für diese unglaubliche Schöpferkräfte, die Rudolf Steiner auf so vielen Gebieten eben, bis eben in diese praktischen, wissenschaftlichen Zusammenhänge medizinischer oder pädagogischer oder auch landwirtschaftlicher Art, dass er überall eben sich als enorm schöpferisch erwies und andere Menschen wiederum anleitete oder inspirierte, ebenfalls in dieser Weise tätig zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da hat man sozusagen diesen Hintergrund und abschließend will ich da noch ein Zitat bringen, wenn man jetzt andere Vorträge in dem Zusammenhang nochmal studiert, auch wiederum von 1911, also diese Neuchâteler Vorträge, das ist 1911 und da gibt es eben auch die Vorträge in Kopenhagen über die geistige Führung des Menschen und der Menschheit und da bringt Steiner das jetzt direkt mit dem Christus in Zusammenhang, dass er sagt, die am Menschen im Kindheitsalter wirksamen Kräfte erkennen, heißt den Christus im Menschen erkennen. Also die Kräfte, wo Rudolf Steiner beschreibt, die im Gehen lernen, im Sprechen lernen, im Denken lernen, die also in der menschlichen Entwicklung das eigentlich Menschliche zum Vorschein bringen, diese wachstums- und ätherischen Kräfte, die in diesen ersten drei Jahren des Kindes wirksam sind, das seien eben die Christuskräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn eine wirkliche seelische Selbsterkenntnis führt für den gegenwärtigen Menschen dahin einzusehen, dass in der Menschenseele Kräfte gefunden werden können, welche von diesem Christus ausgehen. In den ersten drei Kindheitsjahren wirken diese Kräfte, ohne dass der Mensch dazu etwas tut. Im späteren Leben können sie wirken, wenn der Mensch durch innere Versenkung den Christus in sich sucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht, daran sieht man, dass das eben alles nicht, wenn man so will, theologische oder erkenntnistheoretische Fragen sind, sondern dass alle diese anthroposophischen Erkenntnisbemühungen, dass die immer dahin münden, dass das eben Kräfte hervorbringt. Nicht ganz am Schluss, oder nicht ganz am Schluss, sondern hier in Via Langmann *[?]* kommt der Rudolf Steiner auch auf das Studium noch einmal zu sprechen, was ja immer mehr heutzutage auch infrage gestellt wird, weil gesagt wird, die Texte sind zu schwierig. Denn weil diese Lehren aus dem lebendigen, inneren Worte, aus der lebendigen Einsprechung geschöpft sind, haben sie selbst geistiges Leben. Sie sind nicht bloß Worte, sie sind lebendige Kräfte. Und während du den Worten eines Geheimkundigen folgst, während du ein Buch liest, das einer wirklichen inneren Erfahrung entstammt, wirken in deiner Seele Kräfte, welche dich ebenso hellsehend machen, wie die Naturkräfte aus lebendigem Stoffe deine Augen und Ohren gebildet haben. Nicht, also diese Kräfte, die in unserem Wachstum wirksam sind, verwandeln sich jetzt in diesen Kontext eben in Kräfte, die zu höherer Erkenntnis führen und damit eben die Anthroposophie begründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So viel wollte ich Ihnen heute Abend zur Einführung in dieses neue Tertial gerne erzählen, über eben diesen historischen Zusammenhang dieser, wenn man so will, Kraftbewegung des Rosenkreuzertums. Vielen Dank für Ihr Interesse und Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Frank Teichmann: &#039;&#039;Goethe und die Rosenkreuzer&#039;&#039;, Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2007, &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 978-3772516160&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Neider, Andreas / Schukraft, Harald : &#039;&#039;Rudolf Steiner in Stuttgart&#039;&#039;, 168 S., kart. EUR 19,95, Belser Verlag, Stuttgart 2011&lt;br /&gt;
* Yates, Frances A.: &#039;&#039;Aufklärung im Zeichen des Rosenkreuzes&#039;&#039;, Klett-Cotta 1997, ISBN-13978-3608918830&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
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		<author><name>ElkeJura</name></author>
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