Die Osterereignisse im Hinblick auf die Entwicklung von Erde und Mensch - ein Vortrag von Marcel Waldhausen, 2026

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Marcel Waldhausen am 2. April 2026 in der Christengemeinschaft Köln-Ost zum Thema Die Osterereignisse im Hinblick auf die Entwicklung von Erde und Mensch. Hier klicken um zum Video zu gelangen

Transkription vom 2. April 2026

+++ dieser Text ist automatisch transkribiert und bedarf der Überarbeitung. Willst du MitTun? +++

Einführung: Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten als Trilogie 00:00:28

Ja, auch von meiner Seite ein herzliches Willkommen. Die Akustik soll hier etwas herausfordernd sein. Ich werde mir alle Mühe geben und Sie geben mir bitte ein Zeichen, wenn es nicht verständlich sein sollte.

Können wir uns darauf verständigen, so aus der letzten Reihe, spätestens irgendwelche? Ja, wir haben spannende Dinge vor, wir wollen eine Trilogie hier miteinander besprechen – eigentlich Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten: Was bedeutet das für die Zeit damals, warum und wie ist das alles gekommen, und was bedeutet das heute für uns? Und was die Landwirtschaft da drin für eine Rolle spielt, das wollen wir auch noch ein bisschen ausloten.

Wir sind alle hergekommen heute in dieser eigenartigen Stimmung, in der wir jetzt alle sind. In der Karwoche wird es jetzt Richtung Karfreitag und alle Menschen spüren das. Ich bin heute Auto gefahren und die Leute machen Sachen, die sie sonst nicht machen. Man ist in dieser Eigenartigkeit, das ist jetzt so, wir kommen jetzt in diese Zeit – und das berührt uns alle, ob wir uns dessen bewusst sind, dass wir in der Karwoche sind oder nicht, spielt überhaupt keine Rolle. Welche Religion, welche Weltanschauung man anhängt, es ist irrelevant. Das ist ein Geschehen, das sich jedes Jahr wiederholt. Und so ist das mit Weihnachten und so ist das mit all diesen Festen. Und das ist eben für die gesamte Menschheit geschehen, nicht nur für die paar, die sagen, sie sind Christen oder die das glauben. Also da sind doch weltumspannende und menschheitsumspannende Dinge geschehen, und das wollen wir uns ein wenig anschauen.

Ostern und das Mondgeschehen – Vollmond und Landwirtschaft 00:00:37

Wann feiern wir eigentlich Ostern? Ganz genau: Der erste Frühlingsvollmond und der Sonntag, der dann kommt, das ist Ostern. Heiligabend ist am 24. Dezember. Also es gibt Feste, da ist wirklich ein Datum, und dann gibt es Ostern – und Ostern ist ein Fest, das kein Datum hat, sondern von einem Himmelsgeschehen abhängt. Und damit hängen dann wieder in einem Rhythmus zusammen die Himmelfahrt und Pfingsten. Das heißt, die sind auch immer ein bisschen wann anders, aber immer im gleichen Abstand nach Ostern.

Und wissen Sie, in diesem Jahr ist es wirklich ganz, ganz besonders toll, denn wir haben dieselben historischen Daten wie damals. Also Rudolf Steiner datiert Karfreitag auf den 3. April 33. Das heißt, das passt wirklich ganz genau und jetzt ist auch noch heute Vollmond. Das ist wirklich besonders.

Und wenn man sich jetzt schon so ein bisschen nach dem Vollmond fragt, wie bewusst ist uns eigentlich dieses, dass der Mond mal voll ist, mal Neumond wird, also abnimmt, dann wieder zunimmt – wenn wir den Mond anschauen, wissen wir das eigentlich immer, was da gerade ist? Nee, wir müssen das üben, das ist nichts mehr, was wir so drin haben. Leute, die da viel mit umgehen, die können an den Himmel gucken und sagen sofort: zunehmend. Ich muss auch immer so einen kleinen Moment überlegen, aber ich übe das schon ein bisschen.

Im landwirtschaftlichen Kurs geht es ja ganz viel auch um dieses planetarische Geschehen. Und Rudolf Steiner erinnert uns als Menschheit eigentlich daran, welch ein Wissen wir hatten und wie wir uns das zunutze gemacht haben. Und das haben wir richtig vergessen. Da sagt er zum Beispiel, wenn Vollmond ist, spiegelt sich das gesamte Universum in dem Licht des Mondes und dann geht unter der Erde etwas Kolossales vor. Kolossal, sagt er – also was muss denn das sein? Wenn unter der Erde etwas Kolossales geschieht, das hat zu tun mit dem Wasser, dann kann das besonders gut wachsen, was da wachsen soll.

Jetzt kann man ja wieder sagen, das ist ja schön zu wissen, aber wie ist es denn praktisch? Und dann gibt es eine Frau, Lili Kolisko, die hat all diese Sachen in absoluter Akribie untersucht. Über Jahrzehnte. Immer Versuche gemacht, mit dem Mond zu säen. Der Mond macht ja Vollmond, dann dauert es zwei Wochen, dann ist Neumond, und dann dauert es wieder zwei Wochen und dann ist wieder Vollmond. Und dann hat sie gesät in den Vollmond hinein, also zwei Tage vor Vollmond, zwei Tage vor dem Viertel, zwei Tage vor dem Neumond, zwei Tage vor dem Viertel. Über Jahrzehnte.

Und kann in den Kurven zeigen, dass zwei Tage vor Vollmond gesät, das viel besser gedeiht. Viel gesünder ist, viel mehr Ertrag macht. Und dann kann man sagen, naja, also wenn das jetzt am Vollmond gesät ist – der Neumond danach, das ist ja zwei Wochen später. Aber die nächste Sequenz, wieder zwei Tage vor Vollmond, überholt die zwei Wochen zuvor gesäte Neumond-Sequenz. Also der Effekt ist da.

Das ist in der praktischen Landwirtschaft heute überhaupt nicht von Bedeutung, das macht eigentlich keiner. Wissen Sie, wir könnten das besser machen. Es ist ganz einfach eigentlich. Und da sehen wir: Der Mond und wir, da ist schon was los.

Die sieben kosmischen Entwicklungsstufen und die Erdenaufgaben des Menschen 00:07:39

Und dass jetzt Ostern eben nach dem Frühlingsvollmond ist – wir können das ja draußen wahrnehmen. Den Regen, den Sie da draußen heute hatten, das ist für den Bauern der liebste. Das ist nämlich so ein richtig schöner Landregen. Also dann regnet es einfach so die ganze Zeit so ein bisschen vorsichtig, alles wird schön durchnässt, nichts weggeschwemmt – herrlich. Also wir gucken ganz anders raus jetzt gerade. Es ist nicht pitschig-patschig, es ist schön. Und dann diese Stimmung da draußen gerade – österlicher im Vorblick darauf kann es nicht sein.

Ja, um so richtig einzutauchen in diese Fragen nach dem Ostergeschehen, macht es notwendig zu verstehen, warum ist das überhaupt gewesen. Und da müssen wir jetzt etwas anfangen ganz ganz vorne, um den Reigen dann wirklich am Ostertag in gewisser Weise sich vollenden zu lassen.

Die Erde und der Mensch, die gehen in ihrer Entwicklung zusammen. Und das beginnt zusammen und es gibt immer wieder Situationen, wo sich was entwickeln muss, und das ist ganz oft synchron. Und wenn wir darauf schauen, wie Rudolf Steiner die Entwicklung der Erde und des Menschen beschreibt – ich werde das jetzt in ganz groben Strichen machen; wer das in Ruhe nachlesen will, in aller Detailtreue, der lese die Geheimwissenschaft im Umriss.

Es beginnt auf dem alten Saturn, es gibt sieben Zustände, die die Erde durchmachen wird. Wir sind auf der vier, auf der Erde – davor gab es drei und es werden noch drei kommen. Auf dem alten Saturn war es noch nicht so wie bei uns heute, irdisch, haptisch, physisch, sondern alles bestand aus Wärme. Und die Erde bildet sich dadurch, dass hohe Geistwesen die Anlage des Menschenwesens aus sich heraussetzen. Also die Erde konstituiert sich aus diesen Wärmeanhäufungen, die die erste Anlage des menschlichen Leibes sind. Also Erde und Mensch sind eins, kann man sagen. Und das entwickelt sich über unendlich lange Zeiträume.

Dann muss dieser Zustand wieder vergeistigt werden und es kommt ein nächster Zustand – das nennt die Geisteswissenschaft die alte Sonne. Und auf der alten Sonne bekommt der Mensch als Anlage den Ätherleib dazu, also das, was wir den Lebensleib nennen. Wiederum der nächste Schritt: Es vergeistigt sich, es kommt neu, das ist der alte Mond. Und der alte Mond gibt dem Menschen die Anlage zum Astralleib. Und da sind Wesen, die sich da verkörpern und da wirken. Und was entwickelt werden muss als Aufgabe des alten Mondes, das ist die Weisheit. Und das wird über den gesamten Mondenzeitraum entwickelt. Und dann können wir da heute auf der Erde damit umgehen.

Dann wieder ein Vergeistigungsvorgang und wieder ein Verdichtungsvorgang – und dann sind wir da, was wir heute Erde nennen. Und das ist aber alles natürlich wiederum über ganz lange Zeiträume entwickelt. Was bekommt der Mensch auf der Erde? Er bekommt den Rest des physischen Leibes, also den Rumpf, Gliedmaßen, Sinnesorgane und die Anlage zum Ich. Und er bekommt als Aufgaben auf der Erde: die Freiheit zu entwickeln, das Ich zu entwickeln und die Liebe zu entwickeln. Das sind die Erdenaufgaben des Menschen.

Und dann gibt es erstmal immer Wiederholungen der davor passierten Zustände – Sie können das nachlesen, das ist ganz ausführlich, das würde jetzt zu weit führen.

Das Kali-Yuga und die Notwendigkeit des Christuswesens 00:11:09

So, und am Anfang sind Sonne und Mond, wie wir das heute kennen, noch Teil dieser Erde, und die werden mit der Zeit herausgesetzt. Das sind wieder Prozesse, wo das notwendig wird, weil sich eine Entwicklung nicht weiter vollziehen kann – passiert das. Und irgendwann sind wir da, wo wir mit der Erde heute sind.

Und der Mensch als Wesen macht natürlich auch eine Entwicklung durch. Und das ist jetzt das Nächste, was wir uns dazu anschauen, damit wir uns immer mehr annähern, warum es überhaupt eine Niederkunft des Christuswesens gab.

Also wir können das zeichnen als so eine Kurve. Und zu Beginn ist es so, dass der Mensch ganz im Einklang lebt mit der geistigen Welt, Teil der geistigen Welt ist und eigentlich auch bewusst oder unbewusst noch gar nicht so richtig ist, sondern eher träumend. Er ist aber ganz geführt von dem, was die geistige Welt ihm da hinkredenzt. Er muss aber ja ein eigenständiges Wesen werden, das in Freiheit seine Entscheidung trifft. Und deswegen ist es notwendig, dass der Mensch den Kontakt zur geistigen Welt verliert, den natürlichen Kontakt, kann man so sagen.

Und zu Beginn – das nennt die Geisteswissenschaft das goldene Zeitalter – da ist der Mensch eben ganz in diesem Einklang. Und das muss sich jetzt entwickeln zu einem völligen Abgeschiedensein, einem gar nicht mehr Verbundensein. Das geht über ein silbernes Zeitalter, ein eisernes Zeitalter und dann kommt das dunkle Zeitalter. Ein alter indischer Begriff, der in der Geisteswissenschaft auch verwendet wird, heißt Kali-Yuga. Das ist dieses dunkle Zeitalter, wo der Mensch ganz die Verbindung verliert.

Und zwei Dinge passieren da, die für uns von Bedeutung sind. Das eine ist, dass es Kräfte gibt, die aus der geistigen Welt kommen, aber auf der Erde wirksam sind und gegen sozusagen die göttliche Ordnung wirken. Das ist einmal das luziferische und das ahrimanische oder satanische Element. Diese beiden versuchen die ganze Zeit, den Menschen von dem abzubringen, was eigentlich seine Aufgabe ist. Und eine Taktik ist, dass sie entweder die Dinge zu früh geschehen lassen oder zu spät – also wenn es reif ist, es nicht kommen lassen und so weiter. Das brauchen wir, damit wir uns entwickeln können. Also es hat eine Notwendigkeit, aber das ist etwas, was den normalen Lauf stört. Dann gibt es immer wieder ein Gegensteuern der anderen guten geistigen Mächte, möchte man sagen.

Und nun ist es eben so gekommen, dass der Mensch zu Beginn einen Ätherleib, einen Lebensleib hat, der größer ist als seine Kontur. Und da konnten einströmen alle die Fähigkeiten, die er brauchte, um diese alte Hellsicht zu haben. Und dieser Ätherleib nähert sich immer weiter der Kontur des menschlichen Leibes, es verschmilzt immer weiter, und das führt dazu, dass man diese alte Hellsicht verlieren muss.

Und das andere ist: Damit der Mensch ein eigenes Denken entwickelt – vorher geht der Mensch nämlich in die Natur hinaus, steht der Natur gegenüber und aus der Natur kommen die Gedanken. Und es sind nicht die eigenen, sondern es sind die Gedanken, die ihm gegeben werden. Er kann das aber nicht selber denken, er ist wie ein Spiegel, kann man sagen. Er muss aber dahin kommen, selber in eigener Gedankenarbeit tätig zu werden. Und damit das geschehen kann, kommen ahrimanische Wesenheiten, die das machen. Nämlich der Ahriman ist der Träger der Todeskräfte auf der Erde, das ist eigentlich seine Materie, das ist sein Bereich. Und die Ausbildung des Intellekts, das was wir auch heute als Denken haben, das basiert auf Absterbeprozessen, auf Todesprozessen.

Wie kann man sich das jetzt konkret vorstellen? Das beschreibt Rudolf Steiner so, dass das Denken auf Salzablagerungsprozessen basiert. Salz ist ja das Element, was sich nicht verändert, also was zwar flüssig wird, aber dann wieder auskristallisiert und wieder flüssig – das ändert das eigentliche Wesen nicht. Und diese Salzablagerungen im Gehirn, die lösen sich des Nachts wieder auf weitestgehend, ein Teil bleibt zurück. Aber das ist die Grundlage von unserem Denken.

Und nun ist es soweit gekommen, dass der Mensch ja seine Verbindung verloren hat zur geistigen Welt. Also er drohte zu verlieren das Wissen darum, dass seine Seele einen ewigen Teil hat. Er hat auch vergessen, was der Tod eigentlich ist. Denn der Tod war vorher für den Menschen nur eine Zustandsänderung, von einer verkörperten Art in eine geistige Art und wieder zurück. In der geistigen Welt gibt es keinen Tod, da gibt es nur Modifikationen oder Veränderungen, Metamorphosen – aber sterben kann man in der geistigen Welt nicht, und kein Wesen kennt den Tod in der geistigen Welt. Das kennt nur der Mensch.

Und der drohte jetzt, den Tod als den Zerstörer zu empfinden. Also dass das Leben Leid ist und dass der Tod auch noch schlimmeres Leid ist, weil er endgültig zerstört. Und hinter allem, was wir auf unserer Welt sehen oder wahrnehmen können, steht das Vaterprinzip, also das Gott-Vater-Prinzip, das alles geschaffen hat, das alles zur Wirkung hat kommen lassen. Und dieses Wissen haben die Menschen immer mehr verloren. Und dann wurde es im Nachtodlichen sogar so, dass sie auch immer wieder dieses, was sie vorher hatten, da die geistige Welt wahrzunehmen, dass es immer dunkler und schattenhafter wurde. Also eine ziemlich dramatische Situation eigentlich für die Menschheit. Aber notwendig, damit wir zu der Entwicklung kommen, die uns eben für die Erde bevorstehen soll.

Und das hat es eben nötig gemacht, dass das Christuswesen auf die Erde kommt. Und interessanterweise kommt das hier, am tiefsten Punkt des dunklen Zeitalters. Am allertiefsten Punkt. Dieses endet 1899 und ab 1900 entwickelt Rudolf Steiner die Anthroposophie in den nächsten 25 Jahren. Und die Zeit, in der wir jetzt sind, das nennen sie das lichte Zeitalter.

Die Vorbereitung der Verkörperung des Christuswesens 00:18:54

Kommen wir zurück zum Christuswesen. Da gibt es ja einige Fragen, die wirklich hochinteressant sind. Als junger Mensch habe ich mich oft gefragt, wie das möglich sein kann oder konnte, dass ein so hochstehendes geistiges Wesen – was als der Logos, das Wort, alles hat entstehen lassen – wie sich dieses Wesen in so einen profanen menschlichen Leib hat verkörpern können. Wie konnte das gehen?

Und durch die Anthroposophie konnte ich da viel drüber lernen und lerne da immer noch. Rudolf Steiner sagt, selbst wenn Sie alle Stellen der Evangelien kennen, haben Sie nicht im Ansatz ein Bild davon, was das Christuswesen ist. Aber wir können versuchen, ein wenig heranzukommen, ein bisschen ein Verständnis zu entwickeln.

Also dieses Gefühl, dass der Logos – „Am Anfang war das Wort" also, der Beginn des Johannesevangeliums, „am Anfang war das Wort und durch es ist alles geworden" –, dass das in einen Erdenleib kommt, das muss eine ganz besondere Arbeit gewesen sein, dass das möglich wurde. Und wir schauen jetzt mal an, wie das gelingen konnte.

Also der Logos und ein physischer Leib sind im ersten Plan nicht kompatibel. Das funktioniert nicht, die sind hierarchisch gesehen so weit auseinander, das passt nicht. Es brauchte also so etwas wie einen Träger, wie so eine Hülle, in die das reinkommen konnte. Und das ist ein Wesen, das nennt Rudolf Steiner den Hohen Sonnengeist Christus, den kosmischen Christus. Und dieser bildet sozusagen die Hülle dafür, dass der Logos sich der Erde so weit annähern kann. Die verschmelzen nicht oder so, die werden nur zusammengefügt.

Und selbst der Hohe Sonnengeist Christus ist noch nicht mit dem Leib kompatibel. Da braucht es noch eine weitere Hülle, und diese Hülle kommt aus der Engel-Hierarchie, nämlich der Erzengel Christus. Und der ist dann so nah, hierarchisch gesehen, am Menschen, dass wir darüber nachdenken können, dass das passen kann. Also es braucht eine unfassbar lange Vorbereitungszeit. Das geht nicht ad hoc. Die müssen sich immer wieder zusammen lösen, das wird auch ganz ausführlich beschrieben.

Damit haben wir sozusagen den geistigen Teil so ein bisschen, das gehört zumindest mal gehört. So, und jetzt braucht es zur Verkörperung auf der Erde auch eine Seele. Und wir können uns ja vorstellen, dass für so ein hohes Wesen auch eine ganz besondere Seele vonnöten ist. Und für diesen Vorgang wird extra in der geistigen Welt eine Seele zurückgehalten vom Anbeginn. Eine Seele, die in dem Zustand ist wie der Mensch vor dem Sündenfall. Sie wird genannt der Ur-Adam. Die wird zurückgehalten in der geistigen Welt für diesen Moment der Verkörperung des Christuswesens auf der Erde. Und diese Seele ist noch nie verkörpert worden, sie hat noch kein Karma, sie hat keine Erdenerfahrung, das ist alles neu.

Der Nathanische Jesus und der Zarathustra-Knabe 00:22:46

Und jetzt kommt dazu, dass wir ja auch noch einen Leib brauchen. Auch da können wir drüber nachdenken und sagen, der Leib muss aber ja auch irgendwie besonders sein. Und das finden wir in der Evangelienstelle, die an Heiligabend vorgelesen wird, wo die dreimal 14 Generationen angesprochen werden, also von Abraham bis hin zum Jesus. Also im jüdischen Volk wird über dreimal 14 Generationen ein Leib herangebildet, der als Träger dieser Wesenheit eine Zeit lang wird dienen können. Ein unglaublicher Vorgang.

Und man kann sich ja vorstellen: Für uns schon, wenn wir aus der geistigen Welt kommen und uns in einen Erdenleib verkörpern, ist das ein schmerzhafter Gang, aus der Weite der geistigen Welt uns zu verdichten in eine Leiblichkeit hinein, in die Erdenschwere, in all die Herausforderungen. Jetzt sind wir ja schon ein bisschen daran gewöhnt. Aber für diese Wesenheit ist das das allererste Mal, dass das geschieht. Und aus der Weite allen Seins, der Urgrund zu sein, bis in einen physischen Leib – das kann man sich gar nicht richtig vorstellen, was das für ein unfassbar schmerzhafter Gang sein muss, der da vollzogen wird.

Und jetzt geht das damit ja los, dass an Heiligabend der Jesusknabe geboren wird. Das ist das erste Mal für diese Seele, dass die auf der Erde verkörpert wird. Was muss das nochmal für eine Erfahrung sein? Wie muss sich das angefühlt haben?

Und dadurch, dass das Ich noch nie auf der Erde war – denn Ich-Entwicklung geschieht nur auf der Erde, es kann nur auf der Erde passieren –, das heißt, dieses Ich des Jesusknaben ist noch gar nicht entwickelt. Es ist in gewisser Weise wie dumpf noch. Aber er wird beschrieben, dass er von unfassbarem Mitleid war. Und allein, wenn der irgendwo war, waren die Menschen schon davon so berührt, dass sie das nicht vergessen haben. Der hat nicht viel gesprochen und lebt die ersten zwölf Jahre so, in dieser Seelenhaltung.

Und jetzt kommt ein besonderes Geschehen. Nämlich zur selben Zeit hat sich die weiseste Menschenseele der damaligen Zeit verkörpert. Der Zarathustra, als weitentwickelster Mensch, verkörpert sich ebenfalls in einen Knaben, der Jesus heißt. Und dieser Nathanische Jesus, von dem wir zuvor gesprochen haben – die beiden begegnen sich im Tempel. Und da geht dieses Zarathustra-Ich auf das Ich dieses Jesusknaben über. Er bekommt sozusagen alle Weisheit der Welt. Und dann kann er da im Tempel lehren und dann wird das auf einmal verständlich. Wie konnte denn das passieren?

Die Jordantaufe und die Verkörperung des Christus 00:26:15

Und nun machen wir den Sprung ins 30. Lebensjahr. Das Zarathustrische Ich hatte sich wieder zurückgezogen und der Nathanische Jesus ist jetzt bereit, die Jordantaufe zu empfangen. Und während der Jordantaufe kommt eben dieses dreigliedrige Christuswesen herab und beginnt sich in diesen Leib zu verkörpern. Und das ist kein Sofort, sondern das ist alles Prozess. Alles ist stetig in Entwicklung, und auch dieses Verkörpern in den Leib geht nicht von heute auf morgen, sondern es braucht die gesamte Zeit der drei Jahre und einige Monate, die das in Anspruch nehmen wird. Und nach und nach gelingt es eben auch, dass der Hohe Sonnengeist und auch dass der Logos sich mit hineinverkörpern.

Und dieses ganze Geschehen, was wir dann haben als das Leben des Jesus Christus auf Erden, ist eigentlich eine Inkarnationsbeschreibung dieser Wesenheit. Und es ist ja die höchste Gottheit, und sie macht aber keine Deluxe-Gott-Verkörperungs-Edition durch, sondern geht ganz rein in dieses Erdensein, mit allem Schmerz, mit allem Leid, mit allem Unverständnis, mit allem Versuchtwerden. Das ist ja auch die ganze Zeit ein Ringen. Das kommt nicht und es ist alles klar, sondern es muss sich auch die ganzen Dinge erringen, wirklich ein Mensch werden. Und Steiner spricht da von der Jesus-Werdung des Christus. Also der macht das wirklich, der macht das alles durch.

Die Karwoche: Abendmahl, Getsemane und Golgatha 00:28:13

Und vollzogen ist diese Verkörperung in der Karwoche. Da, wenn der Einzug in Jerusalem ist und dieses Ganze losgeht, da beginnt sich das zu vollenden.

Und am Gründonnerstag, also heute, da gibt es ganz wichtige Geschehnisse, die Rätsel bleiben, wenn wir das einfach lesen. Aber wenn wir die Erklärung dazu dann finden können, dann wird es auf einmal so greifbar.

Es bedarf ja des Verrates des Judas, damit der Jesus Christus identifiziert werden kann in der Schar der Jünger. Es hätte ja vorher schon viele Gelegenheiten geben können. Aber der Hohe Sonnengeist hat den Christus so geschützt, dass der immer wieder erschien wie ein anderer aus der Schar. Das war also gar nicht möglich, den zu greifen, weil der sozusagen unter diesem Schutz stand. Und indem sich das wieder beginnt zu lockern, diese Leiber, die da eingezogen sind, kann der identifiziert werden. Und es bedarf aber immer noch des Verrates, damit es wirklich so sein kann.

Und jetzt halten die zusammen das letzte Abendmahl. Sie empfangen Wein und Brot als Leib und Blut des Herrn. Das ist die erste Kommunion. Also das letzte Abendmahl ist die erste Kommunion für die Menschheit. Und er weiß, worauf das hinausläuft. Und es muss auch alles so sein. Und er sagt ja sogar, einer von euch wird mich verraten. Und dann fragen sie ihn, ja wer wird es sein? – Dem, den ich den Bissen reiche. Und dann tunkt er noch mal Brot in Wein und gibt dem Judas wie eine Extrakommunion: Tue das, was du tun willst, aber tue es heute.

Und dann geht er hinaus, in den Garten Getsemane mit den drei weitentwickeltsten Jüngern, weil er hofft, mit ihnen zusammen diesen Gang zum Kreuz gehen zu können. Und er sagt, wachet hier. Und er geht los und betet. Und er kommt zurück, die sind eingeschlafen. Und er weckt die. Und er sagt, wachet hier. Und er geht wieder los, betet: Lasst diesen Kelch an mir vorübergehen. Da geht es nicht darum, dass er nicht gekreuzigt werden will, sondern dass er mit diesen Menschen zusammen den Weg – dass dieser Kelch, dass sie es nicht erkennen, an ihm vorübergehe. Und er kehrt zurück und sie schlafen, und er weckt sie ein letztes Mal, und sie schaffen es nicht.

Und dann weiß er, er ist wirklich ganz allein. Er muss alleine da durchgehen jetzt. Und das führt zu einer weiteren Lockerung.

Und dann kommen die Häscher und es geschieht dieses ganze, er ist es, und so weiter. Und dann ist ein Jüngling dort, der trägt ein einfaches Gewand, und als die Häscher ihn greifen wollen, verliert er dieses Gewand und entflieht unbekleidet. Und dieser Jüngling, der taucht zweimal auf. Einmal hier und einmal, wenn sie ins Grab kommen. Und das ist der kosmische Christus. Das ist das Zukünftige sozusagen. Das ist da, das offenbart sich. Es löst sich aus dieser Christusverbundenheit und flieht. Das ist das Bild dafür der Lockerung dieser Leiber.

Und jetzt wird er abgeführt und die Römer wollen dem gar nicht den Prozess machen. Die sagen, er ist unschuldig, aber die Schriftgelehrten und Pharisäer und wer das alles ist, die sagen, kreuzigt ihn. Und dann beugen sie sich diesem Willen. Und dann wird er verurteilt mit den zwei anderen auf dem Golgatha-Hügel. Er trägt sein Kreuz dahin.

Und am Karfreitag wird er ans Kreuz geschlagen und es vollendet sich dort alles das, was geschrieben steht. Es ist ja auch so beeindruckend, dass die Menschheit es eigentlich schon die ganze Zeit wusste, was geschehen wird, und es niedergeschrieben hat. Und es vollendet sich wirklich so, wie es geschrieben stand. Also welch eine Weisheit.

Und er spricht die Worte „Es ist vollendet, es ist vollbracht" – und dann stirbt um drei Uhr nachmittags am Karfreitag der Jesus Christus am Kreuz auf dem Golgatha-Hügel.

Der Ätherleib, der Phantomleib und die Kommunion der Erde 00:33:12

Und weil der Sabbat vor der Tür steht, wollen sie ihn da nicht hängen lassen, sondern möglichst schnell beisetzen, und sie bitten darum, ihn abnehmen zu dürfen. Und dann brechen sie die Beine der beiden anderen. Weil sie aber sehen, dass er schon gestorben ist, brechen sie seine Beine nicht. Und da steht auch wieder geschrieben – und dann sticht der Longinus mit der Lanze in die Seite und es strömt Blut und Wasser aus dieser Wunde. Und dieses Blut und Wasser wird aufgenommen, es läuft am Kreuz herab, es wird aufgenommen von der Erde.

Und man nimmt den Leib ab. Und jetzt müssen wir noch etwas bedenken, nämlich was ist eigentlich mit dem Leib des Jesus geschehen, als der Christus in diesem Leib wohnte und wirkte? Was war denn die Aufgabe da?

Und dieser Christus durchchristet den Ätherleib dieses Jesus, der ja im Vorfeld, wir haben es gehört, immer weiter reduziert wurde und nicht mehr gesund war. Die Widersachermächte sind eingezogen in die menschlichen Ätherleiber, die Todeskräfte waren da. Und er durchchristet das so, dass er ihn vollständig repariert, kann man sagen, instand setzt, ganz wieder in Ordnung bringt. Und dann werden Luzifer und Ahriman herausgestoßen aus diesem Ätherleib des Jesus.

Und dann ist er ein Beleber geworden des physischen Leibes, dieser Ätherleib des Christus Jesus. Und er bittet seinen Vater darum, ihn zu verklären, und dieser Ätherleib wird verklärt. Also er wird auf das höchstmögliche Niveau, wohin man einen Ätherleib entwickeln kann, entwickelt. Das ist ein Prinzip, was der Christus macht: Er vollzieht das Menschsein und die Entwicklung, wohin die Menschwerdung gehen kann, einmal bis in alle Möglichkeiten, die das hat.

Und somit wird dieser Ätherleib wieder ein Beleber – und das ist etwas, was er für die gesamte Menschheit vollzieht. Denn die Erdenmenschheit hätte keine Entwicklung mehr weitermachen können. Diese Todeskräfte haben dazu geführt, dass es so verhärtet war alles, dass die Menschen in absehbarer Zeit sich nicht mehr hätten weiterentwickeln können. Das hätte bedeutet: Keine Ich-Entwicklung, keine Verkörperung mehr, all das wäre nicht möglich gewesen. Und für die Erde galt das Gleiche. Das, was an Leuchten in ihr war, an Lebenskräften und so weiter, das war ganz zum Erliegen gekommen. Und so hätten beide nicht mehr weitermachen können. Sie wären dann noch irgendwo im All herumgetingelt, aber es hätte keine Entwicklung mehr gegeben.

Und jetzt kommt etwas, was wir in diesem Zusammenhang lernen können. Wir gehen in der Anthroposophie ja ganz viel damit um, dass wir einen physischen Leib haben, einen Lebensleib, einen Seelenleib und ein Ich. Dann gibt es noch drei weitere Glieder in der geistigen Welt, die wir in der Zukunft entwickeln und so weiter. In diesem Zusammenhang hier kommt Rudolf Steiner aber auf etwas zu sprechen, was ich vorher auch noch nie gehört hatte. Da sagt er nämlich, dass zur Grundlage des physischen Leibes es einen Phantomleib gibt. Und dieser Phantomleib ist dafür zuständig, die physischen Materialien und Kräfte zusammenzuhalten. Und dieser Phantomleib ist in dem Jesus ganz intakt.

Und indem dieses hohe Geistwesen, der Christus, in diesem Erdenleib des Jesus wohnt, durchgeistigt er den gesamten Leib. Und dieses hohe Geistwesen sorgt dafür, dass die physische Materie das nur eine gewisse Zeit kann. Und als jetzt das Kreuzigungsgeschehen auf Golgatha ist, dann ist es so weit gekommen, dass es noch gerade zusammenhält. Viel länger hätte es jetzt nicht mehr dauern können. Es ist gerade noch zusammengehalten.

Und jetzt wird der Leib ja abgenommen, und des Abends reiben die den ein mit Spezereien und in Tücher und bringen den in diese frische Grabstelle, die es da gibt. Verschließen sie mit einem großen Stein. Und nun löst sich die Leiblichkeit des Jesus innerhalb kürzester Zeit auf und wird von der Erde aufgenommen. Da steht im Evangelium: Es tat sich ein Spalt auf und es wurde hinabgenommen. Es ist ein Bild dafür, dass der Leib eben so weit durchgeistigt war, dass er sich innerhalb kürzester Zeit in die Substanzen der Erde umgewandelt hat.

Also der menschliche Leib, eine Grabstelle ist 30 Jahre – also wir brauchen viel, viel länger normalerweise, bis wirklich alles vergangen ist sozusagen. Der Jesusleib ist aber von dieser hohen Geistigkeit des Christus so verwandelt worden, dass es in ganz kurzer Zeit geht.

Und jetzt sehen wir: Zuerst erhält die Menschheit beim letzten Abendmahl die Kommunion. Und jetzt am Karfreitag bis zum Ostersonntagmorgen erhält die Erde die Kommunion. Denn sie kommuniziert im wahrsten Sinne das Blut und den Leib des Jesus Christus.

Und in der Allgemeinen Menschenkunde kommt Rudolf Steiner darauf zu sprechen, dass die Erde nur dadurch lebendig ist, dass sie die Leichname der Menschen kommuniziert. Weil wir machen einen ähnlichen Prozess. Indem wir als hohes Ich-Geistwesen in unserem Leib wohnen, wandeln wir diese irdische Substanz um. Das ist danach eine andere. Und das ist ein belebendes Element für die Erde.

Das ist ja ein wunderbares Bild eigentlich. Und da kann man so ein bisschen an die Tragweite dessen herankommen, was da geschehen ist, dass dieser Leib und das Blut aufgenommen worden ist von der Erde. Und damit werden eigentlich Menschheit und Erde vorbereitet auf das, was nun kommen wird. Das ist wie ein In-Einklang-Bringen und die Möglichkeit schaffen, dass das wahrgenommen, verstanden und erlebt werden kann, was jetzt in der folgenden Zeit wird geschehen.

Christi Kampf mit Ahriman und die Auferstehung 00:40:21

Und das Christuswesen begibt sich nun tatsächlich auf die Sphäre des Todes. Also das macht wirklich alles durch, was ein Mensch auch durchgemacht hat oder durchgemacht hätte. Und der Ahriman ist eben der Herr der Todeskräfte auf der Erde, und als widerrechtlicher Fürst dieser Welt hat er sich auch in dieser Sphäre eingenistet. Und die Menschen, die über die Schwelle gegangen sind damals, haben den Ahriman gesehen in diesem Moment.

Und jetzt ringt der Christus mit Ahriman um diese Sphäre. Und das dauert bis zum Ostersonntagmorgen. Und er geht siegreich aus diesem Kampf hervor. Und deswegen können wir heute, wenn wir über die Schwelle gehen, den Christus sehen und müssen das nicht mit Ahriman machen. Wie anders muss sich das wohl angefühlt haben.

Und nun am Ostersonntagmorgen kommen sie ja ganz früh zum Grab und der Stein ist weggerollt. Und sie trauen sich erstmal gar nicht reinzugehen. Und als sie dann reingehen, sitzt dieser junge Knabe da in einem anderen Gewand und sagt, er ist nicht hier. Und das ist wieder dieser kosmische Christus, der uns da zum zweiten Mal in der Gestalt des Knaben begegnet.

Und jetzt geschehen ja Dinge, die so unfassbar sind. Also der Christus hat volle Kontrolle über diesen Ätherleib des Jesus erlangt. Normalerweise ist es so, dass sich unser Ätherleib auflöst in den allgemeinen Weltenäther. Und nur das, was wir wirklich umgewandelt, was wir vergeistigt haben, das nimmt unser Ich mit. Und das passiert aber nicht hier. Es ist ja das erste Mal, dass diese Leiblichkeit mit einem Ätherleib – der ist also frisch sozusagen –, das ist alles besonders, das ist möglich. Und der Christus hat den so durchchristet, dass das geht.

Und mit diesem Ätherleib hat er jetzt Zugriff auf den Phantomleib des Jesus, der auch intakt geblieben ist. Und deswegen kann er sich in der Gestalt des Jesus den Jüngern zeigen – volle Kontrolle über den Ätherleib. Und das Besondere daran ist: Das geht auch nicht von jetzt auf gleich, sondern es ist ein Entwicklungsgang. Das dauert auch wieder eine Zeit. Und mit diesem Leib kann er durch geschlossene Türen kommend unter den Jüngern auftauchen. Und aber so haptisch werden, dass sie den nachher berühren können.

Und daran sehen wir diesen Entwicklungsgang. Also, er taucht hier auf unter den Jüngern und sie erkennen ihn. Und der Thomas ist nicht dabei. Und er sagt, ich glaube das nicht, ich muss meine Hände in die Wundmale des Herrn legen können, damit ich das glauben kann. Dann taucht er auf dem Boot auf und so weiter.

Und beim zweiten Mal, wenn er wieder durch die geschlossene Tür unter den Jüngern auftaucht, ist der Thomas da und er kann die Hände in die Wundmale des Herrn legen. Also so dicht ist das jetzt schon geworden. Da sehen wir, das ist auch alles Entwicklung, das geht nicht von heute auf morgen. Und dennoch, weil es so eine hohe Geistigkeit ist, im Verhältnis zu unseren Entwicklungsschritten geht es wahnsinnig schnell natürlich.

Schluss: Was das Ostergeschehen heute bedeutet 00:44:07

Wenn wir jetzt glauben, naja, das ist ja damals gewesen, was haben wir heute damit zu tun, dann muss man sagen: Das ist etwas, was er immer kann. Und er taucht wirklich auf. Und es ist so haptisch, dass man es berühren kann. Und es ist, als ob ein Mensch vor einem stünde. Und wenn man das erlebt, sind das Momente, wo man denkt, es ist ein bisschen komisch gerade hier. Und das Besondere daran ist, man kann sich dessen gewahr werden, dass das so eine Situation ist, weil er dann nämlich plötzlich verschwindet. Und der kommt in jeder Gestalt. Es kann Mann, Frau sein, der sieht nicht aus wie einer mit langen Haaren und so einem Bart, wie wir das uns immer vorstellen. Der kann alles sein, was Menschen möglich ist. Und wenn man das erlebt, dann kann das wirklich einen an der richtigen Stelle weiterbringen. Das ist also kein Zeug, sondern das ist Realität heute. Das können wir erleben.

Ja, was können wir also festhalten aus diesem Ostergeschehen? Der Christus ist auf die Welt gekommen, damit sich Mensch und Erde weiterentwickeln können. Damit es zur Ich-Werdung des Menschen überhaupt kommen kann. Dass es eine erneute Verkörperung einer jeden Menschenseele geben kann, die nach dieser Verkörperung bedarf. Dann musste die Erde ja so vorbereitet werden, dass es auch weitergehen kann, sie weiterhin die Menschen tragen kann. Und durch die Kommunion – also die erste Kommunion für die Menschheit und die erste Kommunion für die Erde – wurden Mensch und Erde vorbereitet darauf, was nun im Folgenden geschehen wird: Im Hinblick auf die Himmelfahrt, im Hinblick auf Pfingsten.

Und wir werden das dann anschauen bei den nächsten Vorträgen zur Himmelfahrt und zu Pfingsten. Vielen Dank.

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