Die Apokalypse des Johannes - 15. Vortrag von Wolfgang Peter

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«Ein interaktiver Vortragszyklus über den Zusammenhang mit dem Wirken Jesu Christi und dem eigenen Ich. Ausgangspunkt sind die Schriften von Rudolf Steiner, z.B. die GA 104, GA 104a und GA 346. Hier fließen sowohl Fragen und Anliegen von Zuschauern als auch eigene geisteswissenschaftliche Erkenntnisse mit ein. Und es gibt immer Bezüge zu aktuellen Themen der Zeit.»

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- 15. Vortrag -
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Themenschwerpunkt

Einleitend werden die Themen des letzten Vortrages nochmals wiederholt, indem Wolfgang einen Bogen spannt über die gesamten sieben Kulturepochen und dabei die Seelenentwicklung in groben Zügen darstellt, von der Entstehung der Empfindungsseele, über die Verstandes- und Gemütsseele und Entstehung der Philosophie bei den Griechen, bis zum heutigen Zeitalter der Bewusstseinsseele. Heute hat sich das Entwicklungstempo enorm beschleunigt, d. h. auch, dass die Inkarnationen der Menschen in kürzerem Abstand erfolgen als früher. Wir erfahren, dass es heute wichtig ist, das Denken selbst zu beobachten und nicht nur die fertigen Gedanken. Es geht heute darum ein lebendiges Denken zu entwickeln, d. h. die Gedanken schöpferisch aus dem Nichts entstehen lassen und uns unseres Ich als schöpferische Kraft bewusst werden. Geistselbst heißt, die Kraft haben, neues Seelisches/Astralisches mit der Hilfe des wachen Ichs aus dem Nichts zu erschaffen und verdorbenes Seelisches (z. B. unsere Karmapäckchen) ins Nichts auszulösen. Astralisches ins Nichts auflösen bedeutet die Widersacherkräfte zu erlösen. Ein Ausblick auf das Neue Jerusalem (Neuer Jupiter nach R. Steiner), die nächste Verkörperung der Erde und damit ein völlig neuer zukünftiger kosmischer Erdenzustand klingt an. Der Begriff der Imagination wird im Vortrag umfassend erläutert. |}

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Transkription des 15. Vortrags

Begrüßung und Einleitung: Die sieben Sendschreiben repräsentieren die sieben Kulturepochen 0:00:37

Also ich begrüße euch meine Lieben sehr herzlich zum 15. Vortrag über die Apokalypse. Wir stehen bei den sieben Gemeinden oder den Sendschreiben an die sieben Gemeinden. Die sieben Gemeinden repräsentieren die sieben Kulturepochen. Davon sind vier bereits abgelaufen. In der fünften stehen wir jetzt drinnen. Im ersten Drittel noch, also die ist erst so gemütlich am Anlaufen. Gemütlich ist vielleicht übertrieben, aber ich kann euch garantieren, das Tempo wird noch zulegen. Also es kommt einiges auf uns zu.

Die Entwicklung beschleunigt sich sehr stark - Inkarnationsabfolgen werden kürzer 0:01:15

Überhaupt die Entwicklung beschleunigt sich sehr stark. Wir haben also das letzte Mal auch darüber gesprochen, dass dadurch auch die Inkarnationen häufiger werden. Wir sprechen ja auch von Reinkarnation. Und das heißt, die Inkarnationen folgen im Moment schon relativ dicht aufeinander. Im Durchschnitt also lange nicht mehr dieses kosmische Maß, wo man sagt, in einer Kulturepoche kommt man im Durchschnitt zweimal. Einmal als Mann, einmal als Frau, um das sozusagen von beiden Perspektiven zu betrachten. Also jetzt sind die Inkarnationen sehr viel häufiger. Das wird auch noch zunehmen in der nächsten Zeit. Und dann wieder zurückgehen.

Vom Ende der irdischen Inkarnationen der Menschen - Buddha -Würde 0:01:56

Wir werden heute auch darüber sprechen, nämlich wann denn das Ende der irdischen Inkarnationen kommt, zumindest für einen größeren Teil der Menschheit, nämlich verhältnismäßig bald. Also es ist gar nicht so eine ferne Zukunft, wo zumindest der größere Teil der Menschheit so weit sein wird, dass sie eine irdische Inkarnation nicht mehr brauchen, um ihre geistige Entwicklung fortzusetzen. Große Eingeweihte haben schon in der Vergangenheit es geschafft, ihr Leben so zu verändern, sich so zu entwickeln, dass sie einer irdischen Inkarnation zumindest für ihre eigene Entwicklung nicht mehr bedürfen. Ein ganz prägnantes Beispiel ist der historische Buddha oder die Buddhas überhaupt, es gab ja mehrere. Die Buddha-Würde heißt so viel wie, dass man so weit ist, dass man einer irdischen Inkarnation nicht mehr bedarf. Aber es sind auch andere Eingeweihte bereits so weit, dass sie das für sich selbst nicht mehr brauchen, aber dann aus freiem Entschluss doch wieder heruntersteigen zu einer irdischen Inkarnation, um hier zu wirken, weil man gewisse Aufgaben eben nur in der indischen Inkarnation erfüllen kann. Also um eben den Menschen hier zu helfen.

Zwei große Gruppen von Eingeweihten: welche, die sich nicht mehr inkarnieren und von drüben wirken und welche, die ganz bewusst wieder auf die Erde heruntersteigen, um den Menschen zu helfen, wie z. B. Christian Rosenkreuz oder Meister Jesus (salomonischer Jesus bzw. Zarathustra) 0:03:13

Und es gibt also eigentlich so bei den großen Eingeweihten zwei Gruppen, die eine, die dann soweit ist, dass sie nur mehr von drüben wirkt, also aus dem geistigen Bereich. Und die anderen, die zwar auch so weit entwickelt sind, aber ganz bewusst auf die Erde heruntersteigen und sich dann sehr, sehr oft inkarnieren. Also da liegen oft zwischen den Inkarnationen fünfzehn bis zwanzig Jahre. Also sie sind dann in jedem Jahrhundert verkörpert auf jeden Fall. Ein solcher Eingeweihter ist zum Beispiel Christian Rosenkreuz. Von dem sagt das R. Steiner ganz deutlich. Und ein anderer, bei dem das sicher auch der Fall ist, ist der Meister Jesus. Meister Jesus ist im Prinzip jener salomonische Jesus, der zur Zeitenwende geboren wurde als einer der beiden Jesusknaben.

Zur Zeitenwende wurden zwei Jesusknaben geboren, der nathanische (Teil der Adamwesenheit) und der salomonische Jesus (Zarathustra) 0:04:08

Wir haben ja darüber schon gesprochen, dass zur Zeitenwende in Wahrheit zwei Jesusknaben geboren wurden. Einerseits der nathanische Jesus, der in gewisser Weise die geeigneten Leibeshüllen dann für die Inkarnation des Christus zur Verfügung gestellt hat. Und wie es aber auch noch einen salomonischen Jesus gab, der sich dadurch auszeichnete, dass er bereits sehr viele Inkarnationen hinter sich hatte als Eingeweihter. Weil er war nämlich niemand anderer als der Zarathustra. Jener Zarathustra, der auch historisch ja nicht leicht zu fassen ist, aber wo es Überlieferungen gibt, von dem aber R. Steiner auch sagt, dass er öfter, viel öfter inkarniert war. Auch in dieser sogenannten urpersischen Zeit, das war also die zweite Kulturepoche. Und wir haben dann darüber gesprochen, wie aus diesen zwei Jesusknaben oder diesen zwei Jugendlichen dann später in gewisser Weise eine Person wird, indem das Ich des Zarathustra bzw. des salomonischen Jesus in die Leibeshüllen des nathanischen Jesus hinüberwechselt.

Sündenfall, Baum der Erkenntnis von Gut und Böse, Baum des Lebens 0:05:16

Der nathanische Jesus war nämlich das allererste Mal auf Erden inkarniert und in ihm hat sich verkörpert, könnte man sagen, der unschuldig gebliebene Teil des Adamwesens. Also das heißt, als zur Zeit des Sündenfalls, als Adam und ein großer Teil der Adamwesenheit eben verfallen ist dieser luziferischen Versuchung - wovon wir aber sagen, dass es ja durchaus notwendig war, um uns dann letztlich die Freiheit zu ermöglichen - also dadurch war dieser Sturz aus dem Paradies heraus nötig und ganz wichtig. Aber es wurde ein Teil zurückbehalten an reinen Seelenkräften, vor allem auch an reinen Lebenskräften, wo es dann eben in der Bibel angedeutet wird durch die Worte: Ihr sollt, nachdem ihr jetzt vom Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen gegessen habt, sollt ihr nicht auch noch vom Baum des Lebens essen. Mit dem Baum des Lebens sind gemeint eigentlich diese Ätherkräfte des späteren nathanischen Jesus, der dann erstmals eben zur Zeitenwende auf Erden geboren wird. Ist auch ein gewisser Zeitabstand zwischen der Geburt dieser beiden Jesusknaben.

Im Jugendalter verschmelzen die beiden Jesusknaben zu einer einzigen Persönlichkeit mit perfekten Leibeshüllen als Voraussetzung für die Inkarnation des Christus 0:06:38

Aber wichtig ist, dass sie sich dann in gewisser Weise zu einer Persönlichkeit vereinigen. In dem nathanischen Jesus hat in dem Sinne noch kein irdisches Ich Platz gefunden. Man muss ja denken, das irdische Ich bekommt der Mensch durch die irdischen Inkarnationen. Mit der ersten irdischen Inkarnation beginnt das. Die meisten Menschen hatten zur Zeitenwende aber bereits mehrere oder sogar viele Inkarnationen hinter sich und hatten daher schon so etwas wie ein entwickeltes menschliches Ich, in dem die Freiheit zwar noch nicht wirklich realisiert, aber schon deutlich veranlagt war.

Bei dem nathanischen Jesus, der das erste Mal da ist, und wir wissen das Ich erwacht so richtig erst im 21. Lebensjahr und das Überwechseln des Ich des salomonischen Jesus erfolgt aber im zwölften Lebensjahr. Also bevor überhaupt bei dem nathanischen Jesus das eigene Ich noch wirklich ausgebildet ist. Daher ist es gar kein Problem. Es muss nichts verdrängt werden dort oder weggehen, sondern es wird eine Persönlichkeit daraus, die jetzt einerseits die perfekten Leibeshüllen zur Verfügung stellt, könnte man sagen. Die also nicht durch den Sündenfall getrübt sind. Jedenfalls nicht von der ätherischen Seite. Nicht von der astralischen Seite, also von der seelischen Seite her. Ein gewisser Einschlag ist natürlich drinnen, weil das ganze trotzdem durch die Vererbungsströmung irgendwo gehen muss, damit der physische Leib zustande kommt. Der entsteht nicht Hokuspokus aus der Luft heraus. Da sind natürlich Kräfte drinnen. Aber es waren die besten Bedingungen geschaffen auf jeden Fall. Und der Christus zieht ja dann erst mit der Jordantaufe ein im dreißigsten Lebensjahr dieser Wesenheit, die man jetzt als Jesus von Nazareth bezeichnen kann, also als diese eine Individualität. Das alles hat sich also in der vierten Kulturepoche abgespielt.

Heute sind wir dazu aufgerufen ein Bewusstsein für unser Ich zu entwickeln 0:08:55

In der fünften Kulturepoche finden wir bereits sehr stark die Früchte, die uns geblieben sind durch das Erdenleben des Christus, nämlich der Impuls gekommen ist, dass das Ich wirklich zum Bewusstsein seiner Freiheit aufwachen kann. Das beginnt eigentlich jetzt erst überhaupt, dass man auf die freie Tätigkeit des Ich bauen kann. Bis dahin wurden die Menschen geführt von höheren Wesenheiten. Jetzt sind diese höheren Wesenheiten natürlich auch noch da und insbesondere der Christus ist da, aber sie agieren nur so, dass sie die Freiheit des Menschen absolut respektieren, absolut schätzen und nur tätig werden, wenn der Mensch es aus seiner Freiheit heraus will. Wenn er es zulässt.

Das heißt, wir sind heute aufgerufen, wirklich das Bewusstsein für unser Ich zu entwickeln. Und zwar für die geistige Seite unseres Ich. Nicht wahr, jeder hat ein gewisses Gefühl dafür: Ich habe ein Ich. Ich bin eine Individualität. Aber wenn man dann näher fragt: Was ist das Ich? Dann wird es schon schwierig. Ich habe das in den ersten Vorträgen gesagt, wir wissen, es ist da. Wir wissen es so ungefähr, wie wir wissen, wenn ein Loch in der Wand ist. Da sehen wir ein schwarzes Ding, da sehen wir, da ist irgendwas, aber was das eigentlich ist, sehen wir nicht. Wir bemerken es eigentlich mehr dadurch, dass wir sehen, ok, wir wissen eigentlich nicht, was es ist, aber es ist ein zentraler Punkt in uns. Und heute haben wir aber die Chance, zu einem geistigen Erlebnis durchzudringen, indem wir als allererstes unser Ich erleben. Unsere Individualität. Und damit beginnt sich unser Bewusstsein zu wenden hin in die geistige Welt überhaupt.

Zur Zeit der Ägypter verschwand allmählich die Fähigkeit der Menschen, die geistige Welt wahrzunehmen - dafür begann eine deutliche Wahrnehmung im Außen und die Entwicklung einer Innenwelt (Empfindungsseele) 0:11:03

Es hat sich ja in der Vergangenheit abgewendet in Wahrheit von der geistigen Welt. Also im Grunde schon in der vierten Kulturepoche, also in der griechisch-lateinischen Zeit, geht das für die meisten Leute zu Ende. Ja, es ist sogar schon in der ägyptischen Zeit nur mehr durch entsprechende Einweihungsvorgänge zu erreichen, die geistige Welt zu erleben. Daher gibt es eigentlich erst ab dieser Zeit diese ganzen Einweihungsriten, die dazu dienen sollen, wieder das Bewusstsein für die geistige Welt zu wecken. Vorher gab es das nicht.

Vorher haben die Menschen einfach viel mehr die geistige Welt oder zumindest die Seelenwelt um sie erlebt, als dass sie die äußere Welt bzw. sich selbst erlebt haben. Also man darf auch nicht denken, dass die Menschen in der Vergangenheit die Welt so wahrgenommen hätten, wie wir. Ich habe das in den vergangenen Vorträgen sehr ausführlich geschildert. Also da gibt es große Änderungen. Und seit der ägyptischen Zeit beginnt aber jetzt dieses Entwickeln der eigenen Innenwelt, des Seelischen, das da drinnen ist. Eine eigene Welt bildet, die durch unser Ich halbbewusst gebildet wird, in dem unser Ich lebt, und wo es langsam merkt, aha, ich bin darin tätig, ich verändere diese Welt auch irgendwie.

Bei den Griechen kommt mit den Sinneseindrücken das Denken herein (Verstandes- und Gemütsseele). Es entsteht die Philosophie (Platon, Aristoteles) 0:12:29

Und heute sind wir im Zeitalter der Bewusstseinsseele angekommen. Bewusstseinsseele heißt, dass wir heute erst einerseits das ganz klare, wache Bewusstsein für die äußere Welt haben. Früher haben die Menschen den Umgang mit der Außenwelt im Grunde viel instinktiver gepflegt. Sie sind sehr geschickt damit umgegangen, aber haben nicht so genau beobachtet wie wir, schon gar nicht etwas unter das Mikroskop gelegt oder unter das Fernrohr, sondern es war eine mehr instinktive Weisheit, die da war. Also namentlich in der ägyptischen Zeit, das haben wir besprochen.

Bei den Griechen kommt es dann langsam heraus mit der Philosophie, aber da haben sie am Anfang auch noch nicht so sehr das Eigendenken im Bewusstsein, sondern sie merken, da kommen Gedanken herein. Teilweise mit der Sinneswahrnehmung zugleich. Also sie haben anfangs noch nicht so das Gefühl dafür, ich denke. Sondern eher, es denkt in mir. Und dieses Denken kommt herein. Ja, es kommt eigentlich mit den Sinneswahrnehmungen mit. Das Wort Idee, idein im Griechischen, hängt mit videin, mit schauen zusammen, mit dem Sehen. Und zwar wirklich mit dem äußeren Sehen auch. Aber es war beim Griechen eben noch so ein letzter Übergang, wo man eben etwas Geistiges in Form der Ideen mitgeschaut hat. Darauf läuft die platonische Ideenschau zum Beispiel hinaus. Aristoteles ist dann einer, der sich schon sehr viel bewusster wird des Eigendenkens und so weiter.

Wir befinden uns heute im Zeitalter der Bewusstseinsseele - Ein Bewusstsein entwickeln für das Denken als Prozess - nicht nur für die fertigen Gedanken 0:14:11

Und das sollten wir heute steigern. Und zwar wirklich das Bewusstsein aufs Denken selbst zu richten. Und nicht nur auf die fertigen Gedanken. Auch das haben wir besprochen, dass da ein großer Unterschied dazwischen ist, wirklich das eigene Denken zu beobachten oder nur das Ergebnis des Denkens, nämlich die Gedanken, die unter Umständen gar nicht von uns sind, sondern die wir vielleicht irgendwie aufgenommen haben. Ich meine, das meiste, was wir heute durch die Bildung aufnehmen, sind mehr oder weniger fertige Gedanken, die wir herumtragen, und wenn wir in einer anderen Kultur oder zu einer etwas anderen Zeit aufwachsen, dann schaut das schon ziemlich anders aus. Hat schon ganz andere Perspektiven, also Gedanken, die uns selbstverständlich sind. Und wenn wir ehrlich sind, haben wir sie wirklich so ganz selbst gedacht? Wir haben sie einmal übernommen und ein bisschen etwas denken wir auch noch dazu, aber Großteils sind sie einfach da. Das ist aber noch nicht wirkliches Denken.

Wirkliches Denken entsteht dort, wo wir nicht nur unsere Gedanken, sondern wir auch uns selbst ständig neu schaffen - als schöpferischer Prozess 0:15:16

Wirkliches Denken ist dort, wo wir im Grunde aus dem Nichts heraus durch unser Denken Gedanken schaffen. Und diese Gedanken sind dann unsere eigenen. Ja, nicht nur unsere Gedanken schaffen, sondern indem wir uns selbst schaffen dadurch. Das merken wir dann nämlich da drinnen, dass dieses Denken bereits eine geistige Tätigkeit ist. Und eine geistige Tätigkeit ist eine schöpferische Tätigkeit. Und jede schöpferische Tätigkeit beginnt damit, sich selbst als geistiges Wesen immer wieder neu zu erschaffen. Ununterbrochen eigentlich. Das ist kein Prozess, der einmal fertig ist und dann sage ich, so bin ich halt. Sondern es geht immer weiter. Also wir schaffen uns beständig um. Ich habe das in den letzten Vorträgen oft mit dem Bild des Phönix, der aus der eigenen Asche steigt, geschildert. Also eigentlich ununterbrochen entstehen wir als dieser wunderschöne Phönix-Vogel und dann mit einem Lichtblitz, oder einem Feuerblitz zerfällt es wieder zu Asche und aus der müssen wir uns wieder neu erschaffen. Und das geht ununterbrochen im Grunde in Zeitlosigkeit. Es braucht keine Zeit, aber es passiert ununterbrochen. Ewigkeit und Augenblick sind da eins, weil ist außerhalb von Raum und Zeit im Grunde. Dort sind wir. Und zu solch einem Erlebnis durchzubrechen heißt eine Ahnung bekommen davon, was das eigene Ich ist. Das zu erleben im Denken zunächst einmal.

Durch Beobachtung des eigenen Denkens und dem Dazu-Nehmen der Gefühlsebene entsteht ein bildhaftes Erleben, das nichts mehr sinnliches an sich hat (reine Imagination) 0:16:52

Das ist noch nicht im eigentlichen Sinne Hellsichtigkeit, aber es bereitet das bereits vor. Hellsichtigkeit wird im Grunde daraus, wenn wir es schaffen zu diesem Denkerlebnis, zu diesem ganz wachen Denkerlebnis und der Beobachtung dieses Denkens dazu nehmen auch die Gefühlsebene, aber jetzt voll bewusst. Da heben wir etwas Seelisches hinein. Und in diesem Seelischen beginnt sich jetzt dieser geistige Schaffensprozess abzubilden. Und es entsteht ein bildhaftes Erleben, das man jetzt als reine Imagination bezeichnen kann. Ein bildhaftes Erleben, das aber nämlich nichts mehr vom Sinnlichen hat, wenn es in seiner reinen Form ist, sondern das sozusagen von innen her aufsteigt, könnte man sagen. Man kann es nicht beschreiben. Man kann es eigentlich nicht beschreiben, weil wenn wir sagen: Seelisch. Na dann denken wir: Gefühle. Das ist so ein bisserl die Oberfläche, die wir sehen, die Gefühle, aber das ist viel zu wenig. Das ist es wirklich nur der äußerste Schatten irgendwo davon. Dahinter steckt sehr viel mehr. Und in der Imagination steigt das auf und wird seelisches Erleben.

Imagination wird seelisches Erleben, das mit den Gefühlen verwandt ist. Das Problem dabei: Bei diesem intuitiven Erleben schlafen wir ein 0:18:12

Es ist ein seelisches Erleben, das mit den Gefühlen verwandt ist. Man könnte sagen, eine Art viel größeres und viel stärkeres gefühlsartiges Erlebnis, mit Sympathie, mit Antipathie, die aber ganz objektiv sind. Sympathie heißt, ich habe ich den Willen, mich mit einem geistigen Wesen zu verbinden und mich ganz auf dieses einzulassen, ganz eins zu werden mit dem, und dadurch es kennen zu lernen im tiefsten Grunde eigentlich und etwas dann wieder zurück zu nehmen. Dazu brauche ich aber die Antipathie, mich wieder zu trennen. Also das hat gar keine moralische Wertung jetzt drinnen, überhaupt nicht. Also es ist nicht unsere alltägliche Sympathie und Antipathie, den mag ich, den mag ich nicht, sondern es ist ein ganz objektiver Vorgang und den ich willentlich hervorrufe.

Unbewusst machen wir es heute trotzdem auch in jedem sozialen Kontakt. Ohne dass wir es bewusst mitkriegen. Weil wir uns eigentlich intuitiv mit dem anderen verbinden. Wenn wir das nicht tun, dann würden wir ihn wirklich nur als äußeren Gegenstand sehen, der halt vielleicht den Mund irgendwie bewegt und da kommt irgendein Schall heraus, und den kann ich registrieren. Aber ich erfasse ihn als Mensch in Wahrheit überhaupt nicht, sondern nur äußerlich.

Aber der Punkt ist, bei diesem intuitiven Erleben schlafen wir eigentlich ein. Wir kriegen es nicht bewusst mit. R. Steiner sagt immer, das soziale Urphänomen besteht, dass wir einander gegenseitig einschläfern. Wir schlafen in den anderen hinüber. Das kriegen wir gar nicht mit. Aber wir nehmen etwas mit davon. Und je mehr wir das wieder zu uns nehmen, desto wacher wird das. Und einen Zipfel davon kriegen wir mit dann in unser Bewusstsein. Und umgekehrt ist es bei dem anderen auch, also das wechselseitig, ununterbrochen funktioniert das. Aber das Problem beim intuitiven Erleben ist, dass wir mit unserem heutigen Bewusstsein eben Einschlafen im Grunde. Wenn wir wirklich in der Intuition drinnen sind, schlafen wir zunächst.

Um eine Imagination zu schildern, müssen wir sie in sinnliche Bilder übersetzen 0:20:28

Wird in der Zukunft so weit kommen, dass wir auch bewusst darinnen leben können. Aber das steht uns noch bevor. Es steht uns bevor, zum Teil schon in unserer Kulturepoche, wenn wir bewusst geistig an uns arbeiten. Aber jedenfalls um jetzt das Denken wirklich zur geistigen Wahrnehmung, zur Imagination, zu erheben, müssen wir zunächst einmal im Gefühlsleben aufwachen. Aber für die tieferen Schichten. Dann nehmen wir etwas hinein. Dann nehmen wir in der Imagination wirklich dieses reich differenzierte Wechselspiel von Sympathie und Antipathie, sich verbinden mit geistigen Wesenheiten, sie erfassen in ihrer Art und wieder trennen davon, das ist eigentlich die Imagination. Jetzt kann man sie so in Wahrheit gar nicht schildern, weil wir keine Worte dafür haben. Und man kann sie aber dann übersetzen in ein sinnliches Bild im Grunde. Auch Rudolf Steiner kann es gar nicht anders schildern, als indem er es in sinnliche Bilder übersetzt. Man sieht den Bildern schon an, dass es nicht wirklich ein äußeres sinnliches Erlebnis ist, weil oft dann Dinge vorkommen, die im Sinnlichen so nicht möglich sind. Aber trotzdem sind die ganzen Sinnesqualitäten drin.

Es treten vielleicht Menschen auf. Es treten Engelgestalten auf, die Menschenartig aussehen, aber halt Flügel haben. Aber man darf sich nicht vorstellen, dass ein Engel jetzt wirklich so, aha, ja, das ist ein Mensch mit Flügerl. Das ist ein Bild. Nicht wahr, die Flügel hängen zum Beispiel sehr stark zusammen mit der ätherischen Tätigkeit, die wir auch als Menschen mit den Händen ausführen, mit den Armen vor allem ausführen. Wenn man sich die ganze Bewegungsgestalt vorstellt der Hände, wenn sie rein einem seelischen Ausdruck hingegeben sind. Also nicht wenn ich einen Gegenstand ergreife. Das spielt keine Rolle. Aber wenn ich meinem Seelenleben Ausdruck verleihe in der Bewegung, in der Gestik, dann habe ich ein Bild dafür. Weil in Wahrheit, was tun wir da? Gerade wenn wir die Arme bewegen, eigentlich die Ätherarme bewegen, das ist das Wesentliche nämlich dabei, wenn wir diese Ätherarme bewegen, denken wir unser Schicksal. Da denken wir es eigentlich. Wir kriegen es halt nicht bewusst mit. Aber da denken wir es.

Daher schildert Steiner so oft, dass er, wenn er sucht frühere Inkarnationen von Menschen, sehr oft ist die Anregung die Gestik, die der Mensch macht. Die Art der Bewegung. In der spricht nämlich sein ganzes Schicksal, sein ganzes Karma auch drinnen. Es drückt sich aus in der Bewegung. Und wenn man die sozusagen lesen lernt, dann findet man den Zugang irgendwo dorthin. Und solange wir das nicht bewusst können, macht das die Engelwesenheit, die mit uns ganz eng verbunden ist. Nicht wahr, wir haben alle eine Wesenheit, die mit uns ganz eng verbunden ist und die brauchen wir eben gerade vor allem dazu, dass dieser Engel unser Karma, unser Schicksal über die ganzen Inkarnationen überschaut. Weil wir es halt im Moment nicht können. Die meisten von uns auf jeden Fall. Ist also schwierig. Und da hilft uns der Engel.

Wo begegne ich Menschen, mit denen ich schicksalsmäßig verbunden bin? 0:23:56

Aber - wir sind natürlich aufgerufen, langsam oder auch ein bisschen schneller, dazu zu kommen, zumindest zu erkennen einmal, wo begegne ich Menschen, mit denen ich schicksalsmäßig verbunden bin? Das ist schon ein Erstes. Es geht ja nicht so sehr am Anfang darum, aha, ich war dort und dort inkarniert und dann auch noch dort, und natürlich war ich überall der Hohepriester oder der König oder sonst irgendwas, ist eh klar. Nein, das sind mit Sicherheit Phantastereien in der Regel. Weil wenn es wirklich ein hoher Eingeweihter ist, wird er das kaum erzählen. Er wirkt einfach. Oft ganz bescheiden und wenn es seine Aufgabe zulässt, ganz im Verborgenen. Die großen Eingeweihten wirken meistens so, dass das kein Mensch herum weiß, dass es ein Eingeweihter ist. Außer ein anderer Eingeweihter, wenn er dem begegnet. Und er wirkt dadurch auf ganz schlichte Weise. Auf ganz schlichte Weise, indem er einfach den Menschen, denen er etwas zu geben hat oder denen er einen Anstoß geben kann, so gut erfassen kann, dass ein paar Worte genügen. Die scheinen äußerlich völlig belanglos vielleicht. Und in dem anderen Menschen setzt sich das fest, weil er genau den Punkt getroffen hat, was dessen Schicksalsaufgabe ist. Nicht wahr, es ist nicht so, dass der Eingeweihte sagt, ich gebe dir jetzt eine Aufgabe. Die Aufgabe hat eh jeder selber. Der Punkt ist nur, wacht er dafür auf, dass er diese Aufgabe ergreift oder verschläft er es einfach. Und wenn jemand so weit ist, dass er zumindest in dieser Inkarnation bewusst diese Aufgabe irgendwann einmal ergreifen kann, da ist dazu oft so ein Anstoß hilfreich. Das ist vielleicht ein einziges Wort, das dem Menschen irgendwann so immer wieder einmal auftaucht und für ihn eine Bedeutung gewinnt. Und irgendwann wächst daraus etwas und ist eine Lebensaufgabe. Also so auf ganz unauffällige Weise geht das meistens.

Das Denken aus der griechisch-lateinischen Zeit ist ein abgestorbenes Denken - das führt nicht in die Zukunft 0:26:10

Dass Rudolf Steiner so in die Welt hinaus getreten ist, ist eine ganz große Seltenheit. Aber es war eben eine Notwendigkeit, die Geisteswissenschaft einfach einmal in die Öffentlichkeit im Grunde hinein zu setzen. Um zu zeigen, ja, in unserem Zeitalter, also jetzt im fünften Kulturzeitraum, ist es bereits möglich, dass Menschen, wenn sie wollen, aus eigener Kraft zu einer geistigen Erkenntnis kommen, die wissenschaftliche Klarheit hat. Und das wird ein wesentliches Element sein, das es für die Zukunft zu pflegen gilt. Weil wir arbeiten - das habe ich auch geschildert in den letzten Vorträgen - ja heute im Grunde noch mit dem Denken, das ein Erbstück ist aus der griechisch-lateinischen Zeit. Aber ein im Grunde abgestorbenes Erbstück aus der Zeit. Und das geht bergab. Ich meine, es reicht, um das Tote zu begreifen bis zu einem gewissen Grade, das Abgestorbene. Aber dann hört es schon auf. Und vor allem es hat keine Zukunft! Weil es kommt da nichts Schöpferisches hinein. Man kann sehr viel kombinieren und ausprobieren und das kann sehr genial auch sein natürlich. Aber es ist eine geniale Kombinatorik. Dazu gehört hohe Intelligenz, keine Frage. Ich meine, Ahriman hat diese Intelligenz in höchstem Maße. Aber im Grunde ist es alles Kombinatorik von bereits Vorhandenem. Das kann total überraschend und erstaunlich sein, was dabei herauskommt.

Lebendiges Denken gibt es nur dort, wo schöpferisch aus dem Nichts etwas geschaffen wird. Zuerst sich selbst schaffen und dann das Weitere schaffen. Dort fängt das wirklich Geistige an! 0:27:54

Aber trotzdem ist es nicht wirklich schöpferisch, weil schöpferisch ist es dort, wo aus dem Nichts etwas geschaffen wird. Sich selbst als erstes schaffen aus dem Nichts heraus und dann darüber hinaus Weiteres schaffen aus dem Nichts heraus. Dort fängt das wirklich Geistige an! Und dafür müssten wir oder müssen wir in unserer Kulturepoche bereits ein Bewusstsein entwickeln. Und ausreifen - bis zu einem gewissen Grad zumindest - wird es aber dann ohnehin erst in der nächsten Kulturepoche, die also in der Zukunft liegt. Sie ist nach dem Jahr 3500 erst. Also da haben wir noch einiges an Zeit. Da wird sich noch sehr, sehr viel abspielen. Da wird sich die Welt gewaltig verändern, auch durch die Technik. Es wird einen Einfluss auch auf die ganze Natur haben, einen immer stärkeren. Und wir wollen hoffen, dass es ein guter Einfluss ist.

In der Technik liegen Zerstörungskräfte, die wir aber auch brauchen. Wichtig für die Zukunft wird sein, dass wir das richtige Gleichgewicht zwischen auf- und abbauenden Kräften schaffen

Weil man muss denken, einerseits sind in der Technik Zerstörungskräfte drinnen, aber es sind auch Kräfte drinnen, die die Natur mit auch brauchen wird, um zu überleben. Die Natur kann ohne die Hilfe des Menschen nicht so lange überleben, wie es eigentlich vorgesehen ist. Also das ist heute zum Beispiel in der Umweltschutzdebatte oder Klimadebatte oder so ein ganz wichtiger Punkt, dass uns bewusst sein muss, ein Zurück-zur-Natur, zur alten Zeit sozusagen - also wir schrauben alles zurück und ziehen jetzt in die Höhle am besten - das wird nicht funktionieren. Es wird für uns Menschen nicht funktionieren, wäre auch völlig sinnlos. Aber es wird auch für die Natur nicht funktionieren. Sondern sie braucht uns. Wir müssen halt lernen, es in der richtigen Weise zu machen, nämlich in der richtigen Weise zu machen, indem wir das richtige Gleichgewicht zwischen aufbauenden, aber auch abbauenden Kräften schaffen.

Die abbauenden Kräfte sind wichtig, wie bei uns auch im Menschenleben, wir brauchen auch die Todeskräfte in uns. Nicht wahr, es wäre eigentlich für unsere geistige Entwicklung fürchterlich, wenn es den Tod nicht gäbe. Ich meine abgesehen davon, dass das sowieso äußerlich auf der Erde nicht funktionieren würde, wenn kein Wesen mehr sterben würde. Das geht irgendwie nicht. Das funktioniert nicht. Das kann sich eh jeder plausibel machen. Aber es würde auch geistig für uns nicht funktionieren, weil einfach ab einem gewissen Zeitpunkt der Körper, den wir uns für eine bestimmte geistige Aufgabe gewählt und gebildet haben, dann nicht mehr tauglich ist dafür. Dann müssen wir uns halt wieder die geistige Erfrischung holen in der geistigen Welt und dann einen anders gearteten Körper bauen, der zu unseren neu erworbenen geistigen Kräften jetzt passt und mit dem wir wieder wirklich tätig werden können.

Aber das gilt im Großen für die Natur eben auch. Und das heißt, die Natur braucht auch diese Abbaukräfte drinnen. Da spielt der Ahriman natürlich eine Rolle. Das ist auch ein Teil seiner Aufgabe, das zu machen. Da spielt die Technik eine Rolle, wo eben wir auch drinnen werken. Man muss sich bewusst sein, die Technik bringt eigentlich nur Abbaukräfte. Die Frage ist, ob sie es in der richtigen Weise bringt? Wichtig sind eben auch die Aufbaukräfte. Biologisch-dynamische Landwirtschaft oder so etwas. Das sind Impulse, die dazu dienen, Lebenskräfte der Erde zuzuführen. Also wir werden beides brauchen.

Mit lebendigem Denken führen wir der Erde und der Natur Lebenskräfte zu 0:31:35

Und sehr wichtige Lebenskräfte, die der Erde zugeführt werden können, sind auch jene, die wir entwickeln durch ein lebendiges Denken. Ich meine, heute ist das noch ganz am Anfang. Aber das wird immer mehr Bedeutung bekommen. Bereits im Erdenleben, besonders aber dann im Leben nach dem Tod. Dann werden nämlich diese Lebenskräfte, die wir da entwickelt haben im Denken - wir entwickeln dann nämlich wirklich Lebenskräfte - dann werden die in der Natur tätig. In hohem Maße tätig und sie werden die Erde so verändern, dass sie auch für unsere nächste Inkarnation sozusagen passt. Weil das muss zusammenpassen. Dann funktioniert es. Dann funktioniert es auch für die Natur draußen. Also wenn es eine gewisse Kluft entsteht zwischen dem Naturleben und dem Menschenleben, dann ist es für beide Seiten problematisch. Also da müsste man die Harmonie anstreben, aber das sind wir eben gerade dabei zu lernen.

Das ist einfach eine schwierige Aufgabe, dass das wirklich zu lernen. Und dabei geht einiges schief. Das muss man halt einfach sehen auch. Damit will ich nichts Schönreden, aber es ist nicht verwunderlich, dass auch einiges schief geht und dass wir als Menschen eh immer dazu neigen, alles mit viel Schmerz und viel Schaden erst zu kapieren. Das ist halt so! Ja, das sind die Erfahrungen. Aber denen wachen wir auf. Das ist Teil des ganzen Prozesses. Die Todeskräfte sind auch ein Teil dieses Aufwachens. Weil gerade am Toten wachen wir auf. Dort wo es schmerzvoll wird, wo etwas abstirbt, da wachen wir am stärksten auf. Wenn im Leben eh alles toll läuft, da träumen wir vor uns hin. Das ist total schön. Soll ja auch sein. Wir brauchen einmal Erholung auch. Aber lernen tun wir dort am wenigsten. Und aufwachen tun wir dort am wenigsten. Wir brauchen natürlich auch diese Phase, um das, was wir gelernt haben, zu verarbeiten, zu einer wirklichen Kraft zu entwickeln.

Also ich merke das immer beim Theaterspielen, wenn wir ein Stück einstudieren und dann hat man endlich die Premiere gehabt und dann ist es draußen und sagt, ok, es ist eh so halbwegs gewesen. Aber wenn man es nach einer Zeit wieder heraufholt, dazwischen aber versinken lässt, dann - ohne dass man irgendwas getan hat - ist es auf einem höheren Niveau da. Weil es in der Tiefe schlafend im Grunde weiterverarbeitet wird und dann erst reift. Und dann holt man es hervor. Das ist im Großen genauso. Also das ist ganz wichtig.

Unsere Aufgabe heute: Uns unseres Ichs als einer schöpferischen geistigen Kraft bewusst werden - und dabei ein eigenständig Seelisches bilden 0:34:29

Und wichtig ist also eben heute, dass wir ein Bewusstsein dafür entwickeln. Und wenn wir das entwickeln, also das heißt uns unseres Ichs als einer geistigen Kraft, einer schöpferischen geistigen Kraft bewusst werden, der höchsten schöpferischen Kraft, die es gibt. Der höchsten schöpferischen Kraft, die es gibt. Ich erlaube mir wieder, meinen Lieblingssatz zu zitieren. Muss nur schauen, wo er im Buch genau steht. Ja, nämlich, es wird gesagt zur Gemeinde von Thyatira, das entspricht der griechisch-lateinischen Zeit, also das ist die Zeit, wo auch das Erdenleben des Christus hineinfällt. Und da wird dieser einfach unglaubliche Satz ausgesprochen, die der Christus jetzt spricht. Das ist also der Inhalt dieses Briefes:

"Die gleiche Vollmacht des Ich soll ihm eigen sein,“

dem Menschen,

"die ich von meinem Vater empfangen habe."

Die gleiche Vollmacht! Um nichts weniger. Also die ultimative Schöpferkraft im Grunde. Natürlich ist es ein Problem, bis wir soweit sind, diese Kraft handhaben zu können. Dass sie potenziell in uns da ist, heißt noch nicht, dass wir sie jetzt schon nützen können. Da werden wir noch eine ziemliche Zeit brauchen. Und das erste, was wir dabei tun müssen, ist, unser Seelenleben zum Ausdruck der schöpferischen Kraft unseres Ichs zu machen. Also an unserem Seelischen zu arbeiten, unserem Astralleib sogar. Also der Astralleib ist noch mehr als unser Seelisches. Das ist sozusagen das große Umfeld. Von der Substanz her ist es das Gleiche, könnte man sagen. Also Astralwelt, Seelenwelt, das ist sozusagen das große, kosmische Seelische. Und aus diesem großen kosmischen Seelischen wird zunächst einmal unser Astralleib heraus gesondert, substanziell heraus gesondert, aber als etwas Eigenständiges. Und innerhalb dieses Astralleibes wird dann seit der - im Wesentlichen zumindest - seit der ägyptisch-chaldäischen Zeit, ein eigenständiges Seelisches. Also eine Art verfeinertes Astralisches. Nämlich durch die Tätigkeit des Ich, unterbewusst, halbbewusst, veredeltes Astralisches gebildet.

Weil das Problem bei unserem Astralleib ist das, dass wir halt da drinnen haben auch die ganzen Kräfte, die durch die Versuchung in uns hineingekommen sind, also namentlich einmal die luziferischen Impulse sind da ganz stark drinnen. Das ist schon einmal nämlich der Unterschied unseres Astralleibes zur großen Seelenwelt draußen, dass unser Astralleib eben beeinträchtigt ist durch die Tätigkeit der Widersacher. Das ermöglicht zum Beispiel, dass unser Astralleib so eigenständig bis eigenwillig werden kann überhaupt, egoistisch werden kann von mir aus. Bei den Engelwesenheiten geht das nicht. Engelwesenheiten können das von sich aus nicht. Bei uns ist es drinnen. Bei uns ist es drinnen. Einfach durch den Einfluss des Luzifer, der zu dieser Aufgabe, wie Rudolf Steiner eben oft sagt, bestellt oder hinkommandiert wurde, abkommandiert wurde. Damit wir, ja, jetzt da drinnen zwar einen problematischen Astralleib haben, einerseits viel Weisheit drinnen, aber halt auch so luziferische Kräfte drinnen, die zum Egoismus führen. Aber Mensch jetzt fange an da drinnen zu arbeiten und bilde dir ein reines Astralisches, ein reines Seelisches. Zunächst einmal als reine Innenwelt. Und das sind jetzt die drei Seelenglieder, die Empfindungsseele, die Verstandes- oder/und Gemütsseele und jetzt die Bewusstseinsseele.

Das Seelische, das die Menschen seit der ägyptisch-chaldäischen Zeit entwickeln, ist nicht das unsterbliche Seelische 0:39:02

Dieses Seelische, so wie es sich eben ab der ägyptisch-chaldäischen Zeit entwickelt - habe ich auch das letzte Mal gesagt - das ist noch nicht das unsterblich Seelische. Das unsterblich Seelische, das die Menschen vorher hatten, das war aus der Seelenwelt herausgenommen. Das war so etwas wie das Gemeinschaftsbewusstsein, das Gruppenbewusstsein, das Gruppenseelische, der Familie zu der man gehört oder der Volksgruppe, zu der man gehört. Das war unzerstörbar. Aber ein eigenes Seelisches hatte man im Grunde noch nicht. Man hat das Seelische eigentlich draußen erlebt, in der Gemeinschaft mit den anderen Menschen in gewisser Weise. Man hat es vielleicht sogar noch hellsichtig geschaut irgendwo. Mit der ägyptischen Zeit fängt es an sich nach innen zu ziehen. Und das, was wir da jetzt erarbeiten, ist aber zunächst noch etwas ganz Flüchtiges. Und es geht mit dem Tod weg, sofern man nicht irgendwas unternimmt dagegen. Also ägyptische Einweihung hatte natürlich unter anderen den Zweck, also da auch ein unsterbliches Seelisches mitzunehmen.

Weil es war schon den Ägyptern klar, das, was wir jetzt mit den Sinnen aufnehmen oder auch mit dem langsam, langsam heraufkommenden Verstand, der ja eh nur bei den Eingeweihten zunächst in der ägyptischen Zeit in der Art da war. Das ist alles vergänglich. Das ist mit dem Tod weg. Das ist gebunden an das physische Werkzeug. Ja, man hat natürlich dann geschaut, erhalten wir dieses physische Werkzeug zumindest im Abdruck als Mumie. Aber dieses Seelische, das geht weg, das ist verloren. Also da bedarf es einer stärkeren Entwicklung. Wir müssen an unserer Unsterblichkeit arbeiten.

Das Seelische vergeistigen - das Geistselbst

Den Griechen war das noch stärker bewusst. Darum also diese eigentlich sehr negative Einstellung, die sie zum Tod hatten. Die Unterwelt. Also nur sehen eigentlich, was da an karmischen Verfehlungen ist, was da an Grauslichem unten ist und nichts hohes Unsterbliches irgendwo. Das geht immer mehr verloren. Wenn der Platon im Phaidon schreibt von der Unsterblichkeit der Seele, dann geht es eigentlich nicht darum zu beschreiben, wie ist die unsterbliche Seele? Sondern wie erwerbe ich sie mir? Wie komme ich dahin, dass meine Seele unsterblich wird? Ich meine, der Sokrates, was er in seinem Abschiedsmonolog schildert, bevor er da hingerichtet wird, also bevor er stirbt, was er seinen Schülern erzählt, ja, da erzählt er von seinem ganzen Lebensweg, der dazu dienen sollte in Wahrheit, um die Unsterblichkeit seiner Seele sich zu erarbeiten. Und weil er das sich erarbeitet hat, hat er auch keine Angst vor dem Tod. Er fürchtet ihn nicht. Aber die meisten Griechen haben ihn gefürchtet. Sie haben ihn nicht mehr gesehen als Befreiung in ein geistiges Reich, sondern eigentlich, das Wesentliche meines Daseins geht verloren. Weil sie haben einerseits schon etwas schönes Seelisches erlebt, aber das mit der Sinneswelt und an dem sind sie sehr gehangen. Aber so eins zu eins kann man das nicht mitnehmen. Dazu muss man es erst vergeistigen. Dann kann man es mitnehmen, aber da muss man das eigene Seelische vergeistigen.

Geistselbst heißt, die Kraft zu haben, Seelisches/ Astralisches aus dem Ich zu schaffen und verdorbenes Astralisches ins Nichts aufzulösen - und somit beginnen Ahriman zu erlösen 0:42:32

Und um das geht es jetzt ganz besonders in der nächsten Kulturepoche. Da wird wirklich aus dem Astralleib überhaupt, also nicht nur aus dem Seelischen jetzt, sondern aus dem Astralleib, ein, ja, man könnte sagen unsterblicher Astralleib geschaffen oder besser gesagt die Fähigkeit, einen Astralleib aus dem Nichts heraus zu schaffen. Das ist das, was man dann Geistselbst nennt. Geistselbst ist ein verwandelter Astralleib. Ein durch das Ich verwandelter Astralleib oder besser gesagt, die durch diese Arbeit am verwandeln des Astralleib gewonnene Kraft, Astralisches aus dem Nichts heraus zu schaffen. Ich meine, das heißt auch, ab da ist es auch erst möglich, die Wirkungen der Widersacherkräfte zu überwinden. Weil wenn ich Astralisches aus dem Nichts heraus schaffen kann, kann ich auch Astralisches, das vielleicht nicht mehr geeignet ist, ins Nichts auflösen. Dann kann ich es erst überwinden. Und das ist eine große Aufgabe.

Das wird die große Aufgabe eben in der sechsten Kulturepoche sein, also in der, die unserer folgt, die Gemeinde von Philadelphia. Die Gemeinde der Bruderliebe wie es so schön heißt (im Sinne einer allgemeinen Menschenliebe). Da wird es also darum gehen, das zu schaffen und dann wirklich so weit zu kommen - damit haben wir das letzte Mal geendet - dass wir dadurch dann wirklich zu einer Säule im Tempel des göttlichen Vaters werden. Ich lese diesen Schluss noch einmal vor. Da steht:

„Wer überwindet, den will ich zu einer Säule im Tempel meines göttlichen Vaters machen. Er soll diesen Tempel nicht mehr verlassen. Und ich will den Namen meines göttlichen Vaters in sein Wesen einschreiben und den Namen der Gottesstadt, des Neuen Jerusalem, der sich aus meinem göttlichen Vater her aus dem Himmel hernieder senkt und meinen eigenen Namen, den neuen. Wer Ohren hat, der höre, was der Geist zu den Gemeinden spricht.“

Das sind die Schlusszeilen aus dem Brief an die Gemeinde zu Philadelphia.

Also da ist ja auch jetzt erstmals das Neue Jerusalem angesprochen. Also das heißt, die, die zu dieser Säule im Tempel des Vaters werden, auf die wird sich dieses Neue Jerusalem herabsenken. Das Neue Jerusalem deutet bereits auf die nächste Verkörperung unserer Erde hin. Also auf einen ganz neuen kosmischen Zustand, muss man sagen, der in die Welt treten wird, nachdem unsere gesamte Erdenentwickelung abgeschlossen ist.

Die sechste Kulturepoche, die Gemeinde von Philadelphia (Bruderliebe), wird ein Zeitalter sein, in dem sich ein Teil der Menschheit nicht mehr inkarnieren muss für die eigene Entwicklung 0:45:38

Also man muss dazusagen, ich wiederhole es, manche kennen es, manchen noch nicht so deutlich. Rudolf Steiner spricht ganz deutlich davon, dass es sieben planetarische Verkörperungen - wenn man es jetzt so äußerlich bezeichnen will - geben wird, von denen unsere Erdentwicklung, in der wir jetzt stehen, die mittlere Stufe ist. Also das heißt, drei liegen schon hinter uns. Die haben dieses Erdendasein vorbereitet. Und drei weitere werden wir noch durchzumachen haben in der Zukunft. Aber die, die eben dieses Geistselbst sich erworben haben, das sind die, die zu einer Säule nämlich im Tempel des göttlichen Vaters werden. Das ist etwas, was wir jetzt bereits vorbereiten können. Das werden vor allem dann auch die Menschen in der Gemeinde von Philadelphia, also in der nächsten Kulturepoche machen oder ein Teil von ihnen, dass sie dieses Geistselbst zumindest bis zu einem gewissen Grad erwerben. Und in diesem Geistselbst liegt eben wirklich drinnen bereits die Kraft, bewusst Astralisches zu erschaffen. Vielleicht noch nicht den ganzen Astralleib, aber zumindest wesentliche Teile. Und wo auch bereits beginnt eben die Kraft negatives Astralische aufzulösen ins Nichts. Und dadurch anzufangen, den Luzifer zu erlösen. Ihn zu entbinden von seiner Aufgabe. Weil dann sind wir Herr über diese Kräfte geworden. Wir können sie im positiven Sinn benutzen, aber das Negative verschwinden lassen im Grunde. Und das wird ganz wichtig sein.

Und das heißt, wenn genügend Menschen diese Aufgabe erfüllt haben, dass sie also zumindest einen Zipfel von dieser Kraft entwickelt haben, dann ist im Grunde das Maximum dessen ausgeschöpft, was wir aus unserer Entwicklung herausholen können in gewisser Weise. Also zumindest, was wir aus unserer Erdenentwickelung in einer physischen Verkörperung herausholen können. Und das heißt, diese Gemeinde von Philadelphia ist daher bereits jenes Zeitalter, wo zumindest ein Teil der Menschheit so weit sein wird, dass sie sich nicht mehr inkarnieren muss für ihre eigene Entwicklung. Auch da wird es so sein, dass viele trotzdem sich inkarnieren werden, um den anderen, die noch nicht so weit sind, zu helfen. Das wird ganz, ganz wesentlich sein, weil es ohne der Hilfe nicht gehen wird. Man kann denen zwar ihr Schicksal nicht abnehmen einfach, weil sein Schicksal muss jeder selber bewältigen. Aber man kann geeignete Bedingungen schaffen, bessere Bedingungen schaffen, unter denen man dieses Schicksal aufarbeiten kann. Und das wird sehr, sehr wichtig sein.

Unsere Karmapäckchen auflösen 0:48:43

Weil man muss ja denken, Menschen, die es versäumt haben in der Vergangenheit, das Schicksal aufzuarbeiten, das sie eigentlich hätten schon aufarbeiten sollen oder können zu der Zeit. In der nächsten Inkarnation wird es noch schwieriger. Es wird nicht leichter, sondern es wird schwieriger, weil eigentlich jetzt schon eine Unzeit ist. Wir inkarnieren uns ja gerade zu einer bestimmten Zeit, weil wir ganz bestimmte Schicksalsflecken sage ich einmal, Schicksalspaketchen, die wir mit uns tragen, gerade dann beginnen können aufzulösen. Und dieses Auflösen der Karmapäckchen ist ja ein Teil der Geistselbst-Entwicklung. Weil die Karmapäckchen bestehen einmal ja auch aus einer astralischen Last. Nicht nur, aber einmal zu einem großen Teil aus einem dunklen Astralischen, aus etwas, was wir in unserem Seelenleben verdorben haben, was aber jetzt nicht aufgelöst werden kann. Etwas, was im Grunde auf Erden auch zurückbleibt oder in der Erdensphäre zurückbleibt, wenn wir sterben. Und was wir bei der nächsten Inkarnation uns wieder holen müssen und wieder schultern müssen. Bis wir endlich einmal in eine Inkarnation kommen, wo wir soweit sind, das auflösen zu können.

Eigentlich ist das die Tätigkeit - oder zumindest die eine Seite, Geistselbst zu entwickeln - unser Karma hier auf Erden aufzulösen. Es muss uns bewusst sein, wir können jede Hilfe dazu haben, aber tun müssen wir es selbst. Auch der Christus kann uns das nicht abnehmen, unser Karma aufzulösen. Aber wir haben die größte Hilfe, weil wir haben in unserem Ich die gleiche Vollmacht, die ich von meinem Vater erhalten habe. Das heißt, die Christuskraft oder die gleiche Kraft, die durch den Christus wirkt, kann durch unser Ich wirken. Und das ist die eigentliche Hilfe. Und daher ist für die Zukunft ganz wichtig, also auch wenn man im Leben Probleme hat, im Seelischen Probleme hat, ich meine, bitte, es ist heute so Gang und Gebe, in Amerika überhaupt, da hat jeder seinen Hauspsychiater oder Psychologen, der rennt, glaube ich schon, als Schatten mit irgendwo. Bei uns ist es noch ein bisschen weniger, aber auch total im Zunehmen. Oder man braucht einen Lebensberater oder sonst wen, der einem hilft, überhaupt das Leben bewältigen zu können. Nur - die wirkliche Hilfe geht nur dort, wo aktiv das eigene Ich wach und bewusst mit dabei ist. Das muss uns auch bewusst sein. Daher sind alle Methoden heute höchst problematisch, die das wache Ich-Bewusstsein ausschalten. Okay, versetze mich in Trance oder in Hypnose oder irgendwas und kuriere mich Seelisch. Zaubere weg, was da bei mir störend ist. Und da kann sehr vieles drinnen sein.

Nicht nur Schicksalskräfte, auch Dämonen oder ähnliches können sich im Astralleib anhaften. Im positiven Sinn können auch geistige Wesen in unserem Astralleib wirken 0:51:54

Ich meine, abgesehen von den Schicksalskräften die drinnen sind, es können natürlich die Wirkungen von geistigen Wesenheiten drinnen sein, die im Astralleib drinnen stecken. Was man früher halt als Dämonen oder Sonstiges bezeichnet hat. Das gibt es ja in Wirklichkeit. Man darf es sich halt nicht so äußerlich vorstellen. Ich meine, was heute sehr oft vorkommt, also was fast ein Regelfall ist, weil wir heute in einem sehr materialistischen Zeitalter leben, dass Tote, die hinübergegangen sind, drüben irgendwie nicht zurechtkommen und sich jetzt an Zurückgebliebene klammern und sich sozusagen geradezu einnisten im Astralleib. Das passiert ganz unbewusst. Meistens für die, die hinübergegangen sind, als auch für die, die zurückgeblieben sind.

Aber da sind plötzlich dann Impulse drinnen, die irgendwie stören, störend wirken. Weil der Tote sucht einfach einen Ankerpunkt da unten, weil er durch seinen Materialismus im Grunde blind ist für die Seelenwelt, für die geistige Welt oben, also isoliert ist im Grunde und nur spürt, da unten ist aber irgendetwas, das ist ein Seelenleben, das mir verwandt ist oder bekannt ist. Mehr spürt er auch nicht, weil er im Grund für das auch blind ist, aber er entwickelt eine Anziehungskraft dazu. Das kann heute sehr häufig der Fall sein.

Frage eines Zuhörers: "Und wie merkt das der Mensch, dass sich da ein Toter an ihn klammert? Das ist ja sehr schwer."

Ja, es ist schwer zu merken. Natürlich! Ich meine, es ist oft so, dass der Tote dann unter Umständen instinktiv eben nicht voll bewusst, aber instinktiv versucht, das, was er noch erleben wollte oder tun wollte und zwar erleben wollte nämlich im sinnlichen Bereich. Da geht es jetzt nicht um die großen Ideen. Weil große Ideen oder so, das kann eine sehr fruchtbare Beziehung sein. Aber dann ist es nicht so eine Besetzung des Astralleib, sondern dann ist es eine geistige, ganz bewusste oder zumindest teilbewusste, vom Ich gewollte geistige Beziehung, die da ist. Dann kann es sehr wohl so sein, dass das der Tote von den Gedanken, die er gebildet hat, die drüben erst ganz voll ausreifen, dass er da jemand inspirieren kann, damit er freiwillig bereit ist, das aufzunehmen als Anregung und dann eigenständig weiterzuführen. Viele große Ideen, die hereinkommen, kommen auf dem Weg herein. Wobei es der Tote dann vielleicht natürlich oder nicht nur vielleicht, sondern ziemlich sicher auch hat, indem er ja mit anderen geistigen Wesenheiten umgeht.

Also das wäre die positive Seite davon. Auch das wäre also anzustreben heute, dass man ein Bewusstsein dafür entwickelt, dass man lernt zu beobachten im eigenen Denken zunächst einmal. Hoppla, da ist ein Gedanke, den nehme ich aber jetzt herein. Der ist jetzt nicht auf meinem Mist gewachsen. Ich weiß, der kommt herein, aber er kommt nicht, weil ich es in der Zeitung gelesen habe oder in irgendeinem Fachbuch, sondern der kommt von woanders her. Der kommt von einer geistigen Wesenheit. Weiß man wahrscheinlich am Anfang noch nicht, wo das herkommt. Aber es ist schon wichtig, diese Unterscheidung im Gedankenleben zu spüren, welche Gedanken sind von mir? Welche habe ich von außen durch die Medien oder sonst was oder durch die Erziehung bekommen? Und welche kommen von der geistigen Seite herein? Und das heißt, ich muss lernen, mich den Gedanken beobachtend einmal gegenüber zu stellen und dann zu können, noch weiter zu gehen. Wie entsteht dieser Gedanke? Und dann merke ich nämlich, dann kann ich merken, aha, der strömt von meinem Ich aus, mein Ich ist die Kraft, die bildet diesen Gedanken. Oder es ist eine geistige Kraft, die mit meinem Ich verwandt oder ähnlicher Art ist, sprich also auch ein geistiges Wesen, aber es bin nicht ich, sondern es ist ein anderes geistiges Wesen, das da jetzt etwas hineinbringt.

Das ist natürlich schwierig. Keine Frage. Weil äußerlich haben wir es sehr leicht, uns der Welt gegenüber zu stellen, und dann wissen wir, okay, ich sitz da und ihr sitzt da drüben und ich sehe euch, ich kann mich gegenüberstellen. In der geistigen Welt gibt es diese räumliche Trennung nicht. Nicht wahr, geistige Wesen sind nicht nebeneinander, sondern ineinander, miteinander. Und ich kann nur durch mein Bewusstsein unterscheiden, das bin ich und das ist etwas anderes. Es ist oft auch für die Toten am Anfang schwierig, bewusst andere geistige Wesen zu erfassen, weil zunächst ist das einmal, da rauscht etwas im Seelischen, da tut sich etwas, und ich weiß am Anfang nicht einmal, ist das mein Seelisches? Oder wo kommt denn das her? Ich bin in einer Seelenbewegung drinnen. Und ich merke vielleicht, also ich bin so eine Art Punkt, um den dreht sich das alles irgendwie, also da ist so ein leichtes Bewusstsein für das Ich dann hoffentlich da. Aber ich kann es zunächst nicht entscheiden. Das ist, wie wenn ich in einem großen Strom drinnen stehe, und da fließt alles und ich bin halt auch so ein Bacherl, das da hineinfließt und jetzt mit dem großen Strom weiter fließt, ins Meer hinaus fließt und - wo bin ich? Wo bin ich? Also das ist sehr schwierig, sich da drinnen zu finden.

Man kann es schon lernen, man kann es also lernen auch durch - naja ich will nicht sagen - ganz irdische Betätigungen, aber ich habe das immer sehr interessant gefunden während meiner Schulzeit schon in der Oberstufe verschiedene Philosophen zu lesen. Es geht aber mit anderen auch, es geht mit Dichtungen genauso. Die Eigenart des Denkens, des Sprechens, des Formulierens dieses Menschen aufzunehmen, und zwar im Grunde einmal völlig kritiklos. Also ich kann mich erinnern, ich habe x-Philosophen gelesen, ich war immer total begeistert, ja genau so. Dann habe ich den nächsten gelesen, der sagt genau das Gegenteil davon, da habe ich gesagt, ja, ich bin begeistert, so ist es. Und ich habe mich gar nicht erfrecht jetzt, was sage ich dazu, ich wollte es einfach kennenlernen. Vieles habe ich auch nicht verstanden, aber ich habe die Eigenart, man kriegt so ein Gespür für die Eigenart dieser einzelnen Menschen. Auch wie sie geprägt sind durch ihre Epoche natürlich. Auch das spürt man.

Anmerkung eines Zuhörers: "Es ist ja bei Komponisten genauso!"

Ja, es ist in der Musik genauso. Es ist in der Malerei, es ist in der Kunst, überall so. Es ist in jeder Lebensäußerung eigentlich. Und das ist ja auch bei uns im sozialen Leben, im Miteinander, das Spannendste ist ja eigentlich, den anderen Menschen kennen zu lernen, in seiner ganz besonderen Eigenart. Da geht es nicht jetzt um irgendwelche intimen Details sozusagen, um das geht es gar nicht. Sondern einfach die Wesenscharakteristik irgendwo zu erfassen. Und das geht nur, wenn ich mich wirklich ganz liebevoll damit verbinde, das heißt im Grunde kritiklos. Da geht es nicht darum, hmmm, ich sehe das anders. Das kann ich mir nachher alles denken. Aber zuerst einmal, ich will kennenlernen wie ist der? Wie denkt der? Wie empfindet dieser Mensch? Da Einzutauchen. Dann fange ich nämlich langsam auch an, mich an sein Ich, wirklich an seine Individualität heranzutasten. Und dann merke ich aber eigentlich erst die Bereicherung. Okay, der ist aber ganz anders als ich. Oder vielleicht nicht ganz, mancher ist näher, mancher weiter. Aber im Prinzip ist jeder eine einzigartige Individualität. Und das ist das Bereichernde.

Aber natürlich gehört da auch die Kraft dazu, sich gefunden zu haben bis zu einem gewissen Grad. Wobei, wenn man dann eine gewisse Ebene erreicht hat, fällt es auch dann leichter, sich selbst zu erkennen, indem man die anderen erkennt. Weil das hat eine Rückwirkung. Indem ich den andern in seiner Andersartigkeit erkenne, erkenne ich im Rückschlag mich auch besser. Weil ich sehe, ah, so geht es auch. Das habe ich mir noch nie gedacht, ich habe das gar nicht so.

Anmerkung eines Zuhörers: "Martin Buber!"

Ja, genau! Sich im Du erkennen! Absolut. Absolut. Also das ist ganz wichtige Vorbereitung dann auch für die Wahrnehmung in der geistigen Welt. Weil dort fehlt die ganze äußere Hülle, das ist alles weg, ich kann nicht mehr sagen, der ist lang, dick, dünn, breit, groß, braungebrannt oder blass oder sonst irgendetwas. Sondern da habe ich nur mehr dieses rein Geistige oder Seelische von mir aus noch. Und an dem muss ich es erkennen. Und da habe ich nicht mehr die räumliche Gegenüberstellung. Also das ist das Schwierige. Aber das ist möglich. Das ist jetzt erreichbar, wenn man sich wirklich bewusst anstrengt, und es wird für mehr Menschen zur Zeit der Gemeinde von Philadelphia, also in der nächsten Kulturepoche möglich sein. Und gerade daran entwickelt man eben das Geistselbst.

Und wenn man das Geistselbst hat, dann ist man so weit - oder zum Teil hat, also auch ganz vorsichtig - so wie wir jetzt noch nicht die ganze Vollmacht des Ich haben, die ich von meinem Vater erhalten habe. So wird es beim Geistselbst also ähnlich sein, dass wir in Wahrheit noch die nächste planetarische Verkörperung brauchen, um es voll auszubilden. Also eben dieses Neue Jerusalem. Aber ein Anfang ist gemacht. Also die, die in der Gemeinde von Philadelphia so weit sind, die können jetzt dieses Neue Jerusalem empfangen, das sich von oben herab senkt. Das heißt, sie sind so weit, dass sie in diese neue Inkarnation unserer Erde hinübergehen können. Da sind noch vorher einige geistige Stufen durchzumachen, die aber nicht mehr der körperlichen Inkarnation bedürfen.

Also das heißt, ein Teil der Menschheit wird gegen Ende dieser sechsten Kulturepoche, also der Gemeinde von Philadelphia, sich nicht mehr auf Erden inkarnieren müssen. Dort wird seine letzte Inkarnation stattfinden oder ihre letzte Inkarnation. Und sie wird einen letzten Tod oder er wird einen letzten Tod auf Erden sterben. Und dann so weit sein, dass eben dieses Geistselbst da ist, damit ist verbunden, dass sein Ich-Bewusstsein dann auch so weit ist, dass er es auch im rein geistigen Dasein nicht verliert. Das ist damit verbunden. Eben weil er dieses Bewusstsein gelernt hat an die geistige Außenwelt auch zu richten und da etwas zu erkennen. Dann braucht er nicht mehr die sinnliche Außenwelt. Heute brauchen wir eigentlich für unser Ich-Bewusstsein immer als Anregung, aha, da ist draußen ist etwas anderes und ich bin da drin und ich bin auch etwas anderes. Aber dann können wir es eben im seelisch-geistigen Bereich machen. Dann hören die Inkarnationen auf. Und das ist - also allerfrühestens - um das Jahr 5700 herum, sagt R. Steiner, da wird das beginnen. Also da wird nicht gleich das große Massenaussterben der Menschheit sein, aber es wird die Bevölkerungszahl abnehmen.

Tatsächlich sind ja auch die äußeren Prognosen in die Richtung, obwohl die sehr vage sind und natürlich kann tieferes Verständnis für die Sachen haben, aber man rechnet damit, dass die Weltbevölkerung bis etwa 2050 oder 2100 zunehmen wird noch auf elf bis zwölf Milliarden Menschen. Und dann wieder abzunehmen beginnt. Ich meine, in den Industrieländern oder so sieht man das ja schon, also dass eine starke Tendenz da ist - das ist auch in den Industrieländern einerseits gewollt, Pille und Verhütungsmittel und so weiter, das ist das eine - aber auch das Zunehmen einer Zeugungsunfähigkeit oder Unfruchtbarkeit entsteht, da gibt es immer mehr Probleme. Nicht umsonst gibt es heute künstliche Befruchtung und diese Dinge, das wäre - abgesehen davon, dass man es halt nicht hatte - aber wäre kein Thema gewesen.

Heute wird das immer mehr Thema und es wird immer problematischer werden. Also sozusagen die physische Zeugung auf Erden, das wird problematischer werden. Es wird teilweise technische Unterstützung brauchen. Es ist also eine Problematik. Und da sind viele Probleme damit verbunden. Es ist gar keine Frage. Aber die natürliche Sache hat ihren Höhepunkt bereits überschritten. Ich meine, es ist schon dramatisch, wie nur im 20. Jahrhundert diese Geburtenrate in Wahrheit zurückgegangen ist. Die Reproduktionsrate überhaupt in den Industrieländern, ich meine, so von den 40er- bis 50er-Jahren bis heute ist das - weiß ich nicht - auf ein Viertel zurückgegangen. Jetzt kommt halt noch viel Zustrom aus den noch nicht so industrialisierten Ländern, die sind noch sehr Fortpflanzungsfreudig sozusagen, aber auch da wird das früher oder später aufhören. Das geht also sehr, sehr schnell, dass das zurückgeht.

Und im Grunde wird es so sein, dass - also laut R. Steiner - im 7. Jahrtausend der größte Teil der Menschheit sich nicht mehr inkarnieren wird. Und höchstens noch eine Gefahr besteht, dass, wenn dann noch so eine Art Zeugungsprozesse passieren, dass dann nicht wirklich mehr menschliche Wesen herauskommen. Ja, das ist jetzt etwas Schwieriges. Dazu muss man sagen. Wie sind denn die Tiere entstanden? Wie sind die Pflanzen entstanden? Wie sind die Mineralien entstanden? Eigentlich als etwas, was der Mensch aus sich heraus gesetzt hat. Natürlich nicht der körperliche Mensch, sondern der Mensch, der ursprünglich die ganze Erde war. So fängt es nämlich an.

Adam-Kadmon - der Ur-Adam - der kosmische Adam 1:07:32

Nicht wahr, der Ur-Adam, den darf man sich nicht vorstellen als ein Manderl, wie wir heute sind. Der Ur-Adam ist eigentlich so groß wie die Erdensphäre, die damals noch die Mondensphäre mit umschließt. Dort ist die Paradiesesgegend und eigentlich ist er dieses ganze Gebilde. Die Hebräer sprechen überhaupt vom Adam-Kadmon. Der Adam-Kadmon ist der kosmische Adam. Also eigentlich am Anfang das ganze Weltall. Ist alles. Dann schrumpft das halt ein bisserl. Wir sind halt heute schon ziemlich geschrumpft. Aber in diesem Prozess der Menschwerdung, dass wir also so heutige körperliche Menschen werden, in dem Prozess werden zum Beispiel die Tiere ausgeschieden könnte man sagen aus der Entwicklung. Das heißt, da verkörpern sich jetzt Wesenheiten, die aber kein Ich aufnehmen können. Der Mensch ist der, der durchgeht, der das Ich aufnehmen kann und immer intensiver zur Wirksamkeit bringen kann. Aber es gibt dann halt Wesenheiten, die das nicht mitnehmen können, die diese Wirksamkeit des Ich nicht mehr entfalten können - zumindest nicht des individuellen Ich - und aus dem sind die Tiere entstanden. Zeitlich früher sogar. Der Mensch hat als längster warten können. Ist am längsten im geistigen Zustand geblieben und hat sich eben nicht körperlich verhärtet.

Mineralien, Pflanzen, Tiere - sie werden aus dem Menschen herausgesetzt 1:08:59

Also das heißt, vorher schneien die Mineralien heraus, weil die gehören genauso dazu. Die Pflanzen, die Tiere, na dann schließlich die Vormenschen oder irgendetwas, weiß ich nicht, Neandertaler oder so, das geht aber dann auch nicht weiter, scheidet auch aus, zählt aber zumindest schon zu den Hominiden. Also ist schon ganz nahe mit uns verwandt, aber scheidet auch aus, geht nicht weiter. Und es gab aber noch in der atlantischen Zeit gab es noch Paarungsgemeinschaften von Homo sapiens und Neandertalern. Weiß ist man heute. Und mit anderen auch Denisova-Mensch oder so, was man da jetzt gefunden hat. Also es war sozusagen noch kompatibel, aber die sterben dann einfach aus früher oder später.

Und das wird bis zu einem gewissen Grad in der Zukunft auch der Fall sein. Man darf aber eben nicht denken, dass da jetzt eine wirkliche Individualität mit geht. Sondern dann ist es eben wirklich nur mehr ein, naja, genetisch veränderter auch natürlich, Nachfolger dessen, was heute Mensch ist. Das ist eine sehr, sehr heikle Frage natürlich. Und da werden sehr viele ethische Probleme auf uns zukommen und Fragestellungen. Wo ist das? Ich habe dieses heikle Thema der sogenannten Ich-losen Menschen schon einmal kurz angesprochen, weil es das heute schon gibt. Und dann darf aber dabei alles herauskommen, nur nicht dieser Gedanke, okay, das sind Untermenschen oder so etwas. Sondern dann muss uns bewusst sein, dass da nämlich auch für die Zukunft Wesenheiten entstehen, ein Ich ist halt nicht mehr drinnen, die geistige Wesenheit ist woanders. Aber da entstehen Wesenheiten, die auch für die Zukunft wichtig sind. Für die fernere Zukunft. Wir haben eine Aufgabe.

In ferner Zukunft werden wir die Tiere, Pflanzen und Mineralien wieder in uns aufnehmen - wir werden uns wieder mit ihnen vereinigen in einer neuen Weise 1:11:00

So wie wir dem Tierreich gegenüber eine Aufgabe haben. Ich meine, in Wahrheit das ganze Tierreich - wir müssen sie irgendwann einmal wieder mit unserem Wesen vereinigen in Wahrheit. Wir haben es herausgesetzt, weil einfach Kräfte da dinnen waren, die wir noch nicht bewältigen konnten. Das ist die Ursache! Die zu stark waren für uns, um bearbeitet zu werden. Darum hat sich das getrennt. Und dieser Prozess setzt sich im Grunde fort bis zum Ende unserer Inkarnationen und setzt sich dieser Prozess fort. Dann hört er auf. Dann kann sich zwar noch etwas weiter auf Erden entwickeln, aber dann wirkt zumindest in der Art wie jetzt der Mensch nicht hinein. Er nimmt dann bereits wieder eine größere Sphäre ein, das heißt, langsam wieder wird er ein planetarisches Wesen, ein kosmisches Wesen, wenn man so will, so wie es der Ur-Adam einmal war. Aber auf neue Weise.

Also das heißt, da kommen gewaltige Fragestellungen noch auf uns zu. Wie mit dem umzugehen ist. Also so viel zum Verwandeln der Natur, zum Entstehen einer ganz anderen Natur, als wir sie heute kennen. Also was alles noch in der Zeit passieren wird. Mit passieren wird. Ich meine, ja, es wird insofern weitergehen, als natürlich die Erde nicht gleich im 7. Jahrtausend verschwinden wird, das ist schon klar. Und die Natur wird auch noch irgendwo weitergehen. Sie wird von außen durch den Menschen noch Kräfte bekommen, damit sie sozusagen regelrecht ihrem Lebensalter gemäß dann irgendwann einmal zugrunde gehen darf. Da werden wir von außen mitarbeiten, aber es wird anders sein als jetzt. Also mit auch ein Punkt, der zu beachten ist, dass sich die Natur aber auch innerhalb dieser kurzen Zeitspanne bis ins 6., 7. Jahrtausend hinein, sich sehr vieles verändern wird. Sich sehr vieles verändern wird.

Ich meine, wir stehen im Grunde zwischen zwei Schranken dazwischen, zeitlich gesehen, mit unseren Kulturepochen. Also der Anfang ist der, dass dieses sogenannte atlantische Zeitalter oder die letzte Eiszeit zu Ende gegangen ist. Damals hat es auch gewaltige Veränderungen in der Natur in Wahrheit gegeben. Ich meine, die Tierwelt war eine ganz andere danach. Die Pflanzenwelt hat sich verändert. Natürlich ist auch etwas geblieben. Aber der Großteil hat sich ganz stark verändert. Und genauso wird es natürlich sein am Ende jetzt diese Zeit der Kulturepochen im 7. Jahrtausend. Die Eiszeit ist also zu Ende gegangen, so Zehntausend, Neuntausend vor Christus ungefähr und da fängt es dann langsam an mit den Kulturepochen. Und im 7., 8. Jahrtausend nach Christus wird das ausklingen. Also da wird wieder eine starke Veränderung sein.

Der Krieg aller gegen alle am Ende der Kulturepochen 1:14:13

Da wird dann auch das kommen, was Rudolf Steiner bezeichnet als den Krieg aller gegen alle. Und damit ist aber auch klar, dass damit nicht ein äußerer Krieg gemeint sein kann, weil die Menschen gar nicht mehr inkarniert sind. Es wird nicht um einen äußeren Krieg gehen. Sondern der findet statt jetzt in der Zeit wo ein Großteil der Menschen zumindest nicht mehr inkarniert ist und wo es aber um die große Frage geht: Wie viele Menschen kann ich mitnehmen oder wie viele werden in eine andere Entwicklung aufsteigen? Es wird diese Spaltung geben.

Es wird diese Spaltung geben, wo in letzter Konsequenz passieren könnte, aber nicht endgültig während unserer Entwicklung - also da ist noch viel Zeit das abzufangen, auch wenn es immer schwerer wird - aber wo bereits eine Scheidung der Geister stattfindet. Also das heißt, welche die den eigentlichen Menschenweg gehen und welche, die aus diesem Menschenweg ausscheiden. Wirklich ausscheiden! Das heißt im Grunde auf ihr menschliches Ich verzichten. Vielleicht schon eine Ich-Kraft haben, die aber andersgeartet ist.

Frage eines Zuhörers: "Zugunsten welcher Qualitäten?"

Na ja! Welche Qualitäten? Die Frage ist, welche Chance haben sie denn überhaupt, in welches Reich können sie sozusagen eingehen? Weil die eigentliche Erdenwelt, die sich dann zum Neuen Jupiter oder zu dem Neuen Jerusalem entwickeln soll, dort werden Sie keinen Platz finden. Weil sie nicht die entsprechenden Fähigkeiten mitbringen mit der Umgebung umzugehen. Sondern es wird eine Art Nebenplanet gebildet werden zu diesem Neuen Jerusalem oder zu diesem Neuen Jupiter. So wie die Erde halt heute den Mond zum Beispiel hat, als Punkt. Als etwas, war herumkreist, was ausgelagert ist. Und das könnte also passieren, dass eben eine Art hauptsächlich ahrimanisches Reich entsteht, wo diese Menschen, die aber aus der regulären Menschheitsentwicklung aussteigen, mitgehen. Man darf sich die nicht als unintelligent vorstellen. Man darf sie sich nicht vorstellen als einfach niedere Wesen, also hässlich oder sonst so etwas, sie werden vielleicht körperlich sogar sehr perfekt sein, sie werden über hohe Intelligenz verfügen, die aber letztlich in den Dienst des Egoismus gestellt wird. Und daher dann der Krieg aller gegen alle. Um das geht es. Da geht es um eine Intelligenz, die danach strebt, also wo jeder Einzelne danach strebt, der Beste, der Größte zu sein, der das ganze Andere beherrschen will.

Ja, ich gebrauche auch gern den Begriff dafür mit - man darf es halt nicht missverstehen - es werden dann ein Teil zumindest dieser Leute solche sein, die man als Intelligenzbestien bezeichnen könnte. Und zwar im ganz konkreten Sinn. Also dass sie hohe, höchste Intelligenz, die aber nichts eigentlich Schöpferisches hat, aber hohe Verstandesintelligenz hat, eingesetzt komplett zum Eigennutz. Komplett zum Eigennutz. Das ist die Gefahr, auf die es zugeht. Und das wird die große Auseinandersetzung sein im Krieg aller gegen alle, dass nämlich die im positiven Sinne entwickelten Menschen alles dazu tun, um die da unten zu retten in Wahrheit. Und das wird dann einen gewaltigen Einfluss natürlich auch darauf haben, wie dieses Neue Jerusalem oder dieser Neue Jupiter, wie es R. Steiner auch nennt, also die nächste Verkörperung dieser Erde, beschaffen sein wird. Weil wenn wir viele Menschen verlieren in dieses andere Reich, dann wird dieser Neue Jupiter halt eine sehr viel kargere Welt sein. Also es wird auch für uns Folgen haben. Und für die anderen wird es die Folgen haben, dass sie in dieses Reich gebannt sind und aus dem im Grunde nicht mehr weg können. Es wird wie gesagt, dann noch in späteren Zeiten Umkehrmöglichkeiten geben, aber es wird dann immer schwieriger. Es wird immer schwieriger.

Die siebente Kulturepoche (Laodicea) 1:19:16

Und eine schwierige Zeit wird auch sein vor diesem Krieg aller gegen alle, die siebente Kulturepoche, die also jetzt folgt auf diese Gemeinde von Philadelphia, die also so kurz nach 5700 eben beginnt, genau weiß ich die Zahl nicht auswendig. Muss ich einmal nachschlagen und euch vorlesen. Die muss man sich wirklich merken. Man kann es sich ausrechnen, es ist ein gewisses Zahlenprinzip dahinter, weil die Kulturepochen dauern immer 2160 Jahre, das entspricht dem Durchgang durch den Tierkreis.

Anmerkung eines Zuhörers: "Du hast uns das letzte Mal gesagt 5733! Das letzte Mal haben wir das ausgerechnet! 5733."

Ja genau. Ja, das ist wirklich kurz also nach diesem Zeitpunkt, wo die ersten Menschen sich nicht mehr inkarnieren werden oder eben abgesehen von den Eingeweihten, bei denen ist sowieso früher, aber wo sich also doch eine größere Zahl von Menschen nicht mehr inkarnieren werden. Und durch die siebente Kulturepoche werden sich dann immer mehr werden. Aber es wird nicht mehr in dieser sieben Kulturepoche sehr viele Möglichkeiten geben, so wirklich neue Kräfte zu entwickeln. Also wer nicht vorher schon vorgearbeitet hat, um jetzt die siebente Epoche dazu nützen zu können, die Früchte dieser Vorarbeit zu ernten und ausreifen zu lassen, der wird es ziemlich schwer haben. Und daher ist diese nächste Gemeinde, um die es geht, also sprich diese siebente Kulturepoche, die Gemeinde von Laodicea, die Epoche, wo davon gesprochen wird, dass ihr lau seid, weder warm noch kalt. Also so ein bisschen gleichgültig irgendwo, man kommt nicht so richtig vorwärts, aber zurück geht es auch nicht richtig. Es ist so alles in Schwebe irgendwo. Ich lese es einmal vor ein Stückerl:

"Und an den Engel der Gemeinde zu Laodicea schreibe: Das spricht der Amen, der durch das Zeugnis seines Wesens Glauben und Erkenntnis wahrmacht, das göttlich-schöpferische Prinzip der Welt."

Das spricht der Amen. Amen kennen wir als Abschluss des Gebetes, jedes Gebetes. Was ist dieser Amen. Rudolf Steiner nennt es auch das Endwesen. Das Alpha und das Omega. Ja, im Grunde ist es einerseits der Christus, andererseits aber auch der Mensch, wie er am Ende dieser Entwicklung sein soll oder sein könnte. Das ist halt das Musterbeispiel, das vollendete Beispiel. Das ist der Amen. Das spricht der Armen, der durch das Zeugnis seines Wesens, also durch das, wie er ist, Glauben und Erkenntnis wahrmacht. Glauben und Erkenntnis. Ist auch interessant, dass da die Worte Glauben und Erkenntnis drinnen sind. Glaube hat etwas zu tun mit dem Astralleib. Glaube ist nämlich - das habe ich auch die letzten Male schon gesagt - nicht das, was wir heute darunter verstehen. Heute sagen wir, naja, ich muss es glauben. Wissen tue ich es nicht wirklich, aber ich glaube es halt. Also ich vertraue darauf, dass es wahr ist. So hätte man es selbst im Mittelalter noch nicht gedacht. Sondern Glaube war eine tiefe, gefühlsmäßige Überzeugung. Sicherheit, dass das wahr ist, was ich erlebe. Ich kann es zwar nicht in die Verstandesklarheit heben, aber da im Gemüt bin ich mir sicher, da zweifle ich nicht daran.

Liebe ist Lebenskraft 1:23:39

Also wenn der Zweifel am Glauben anfangt, dann fangt der an, zu einer Zeit, wo der Verstand einfach die Überhand gewinnt, der kommt nicht an die Realität heran und sagt, das kann ich glauben oder nicht. Und da fängt es an zu bröseln. Aber der wirkliche Glaube hängt damit zusammen, dass ich im Astralischen, aber damit traumbewusst nur, die Realität, diese geistige Realität erlebe. Und daher die Sicherheit habe, dass das da ist. Genauso wie ich mir sicher bin, wenn ich jetzt zornig bin, weiß ich, ok, der Zorn ist in mir da. Das krieg ich schon mit irgendwo. Da wird keiner sagen, naja, ich bin mir nicht sicher, vielleicht ist es nur Einbildung, dass ich zornig bin. Weil wenn ich wirklich zornig und grantig bin, dann merke das schon irgendwo. Wenn ich mich fragen muss, dann kann ich es eh gleich bleiben lassen. Oder will ich jetzt nur das Gefühl der Liebe, ich betone das jetzt ganz bewusst, weil Liebe eigentlich mehr ist. Liebe ist eine wirkliche Lebenskraft. Da ist das Gefühl dabei. Aber da ist auch eine Lebenskraft da. Die Liebeskräfte hängen mit dem Ätherleib in Wahrheit zusammen. Daher nennt R. Steiner auch den Ätherleib den Liebeleib oder den Liebesleib. Weil da wird es wirkliche Lebenskraft, das heißt, das ist eine Kraft, die Lebenskräfte verströmen kann sogar. Wechselseitig. Also wenn Menschen einander lieben, ist es eigentlich ein wechselseitiger Austausch an Lebenskräften. Ein einander Zuströmen von Lebenskräften.

Der Tod eines geliebten Menschen ist ein tiefer Einschnitt im Leben 1:25:30

Das ist zum Beispiel auch der Punkt, an dem, wenn ein geliebter Mensch stirbt, man wirklich sehr konsequent arbeiten muss daran, das zu bewältigen, weil diese Lebenskräfte zunächst einmal weg sind. Der Austausch. Und das ist also ein tiefer Einschnitt im Leben dann. Da kann ich den im Geistigen vielleicht sogar noch bewusst miterleben oder den Kontakt haben, aber diese Ebene ist weg. Diese Ebene ist weg. Das geht auf eine andere Ebene hinauf natürlich. Aber dieses wechselseitige Zuströmen an Lebenskräften, im Austausch also der Ätherkräfte dieser beiden Ätherleiber oder mehrerer Ätherleiber, wenn es eine ganze Familie ist oder was, das hört auf. Das ist mit dem Tod weg. Da zerreißt ein Band. Weil es bleibt nur mehr ein Ätherleib da und der andere löst sich in die Ätherwelt auf, in die Große. Und übergibt den Schatz eigentlich, den er auch durch dieses Liebesverhältnis gewonnen hat, übergibt er der Äthersphäre. Und mit der Situation, mit dieser starken Veränderung umzugehen, an dem muss man arbeiten. Man muss sich bewusst sein, dass das eben auch Probleme bis in die Gesundheit ins Körperliche hinein haben kann, ja sogar sicher hat. Aber man kann das abfangen. Aber da muss man etwas tun dafür. Also sehr bewusst damit umgehen. Also schlecht ist es, es einfach zu verdrängen. Dann fangt das irgendwo zum Gären im Untergrund an auf eine ungesunde Weise.

Und das sind dann auch so Dinge, wo dann im schlimmsten Fall auch passieren kann, dass der Tote vielleicht sich jetzt versucht einzunisten im Astralleib. Der spürt die Not des unten, er hat selber seine Not oben. Weil er nicht zu Rande kommt mit der Welt oben. Und jetzt klammert er sich daran. Aber das ist dann ein total ungesundes Verhältnis, wenn es nicht bewusst wird. Also das wird auch im Grunde schon ab heute immer wichtiger, dass man an das bewusst herankommt, dass es zumindest Menschen gibt, die einem helfen können, sich dessen bewusst zu werden. Aber das muss dann so sein, dass es mit völliger Wachheit des Bewusstseins dessen ist, der halt die Hilfe kriegt. Wenn ich das jetzt versuche zum Beispiel auf einem hypnotischen Weg zu machen und den - weiß ich nicht - hinzuführen, welche Wesenheit spukt denn da in dir herum und aus der Hypnose kommt irgend etwas, abgesehen davon, dass es wahnsinnig schwierig ist zu erkennen, wer ist denn das wirklich? Ich meine, der Hypnotisierte spricht vielleicht, es ist oft so, in der Hypnose läuft es so, dass der unbewusst, also zumindest nicht mit dem Wachbewusstsein, sondern mit einem Trancebewusstsein spricht und dann fängt wirklich diese andere Wesenheit auch zu sprechen an mit der Stimme des Anderen. Kann sogar dann eine Stimme sein, die man aufs erste gar nicht wiedererkennt, weil der andere Sprechgewohnheiten hat bis in den Klang hinein. Das kann sehr eigenartig sein. Aber wenn der, der sozusagen behandelt werden will oder was, dabei nicht wach dabei ist, dann ist das ganz ungesund. Weil der Hypnotiseur weiß nicht wirklich welches Wesen da spricht. Also da muss er schon ein sehr hoher Eingeweihter sein.

Wenn er das aber ist, dann macht er es sicher nicht auf den hypnotischen Weg. Sondern dann führt er den Menschen dorthin, dass der das selber im Wachbewusstsein erkennen kann, was diese Störung, wo diese Problematik herkommt. Und deswegen muss er jetzt den Toten nicht hellsichtig oder so erleben. Das ist gar nicht notwendig. Aber er muss erkennen, okay, diese Probleme, die ich da habe, die hängen damit zusammen. Ich verstehe, wieso sie damit zusammenhängen. Ich beginne zu verstehen, welche Not hat der? Und ich beginne auch zu verstehen, welche Not habe ich durch den Verlust zum Beispiel? Und beginne mit dem umzugehen. Es gibt halt heute viele Wege, weil das Problem ja wirklich in Wahrheit virulent ist, wo man das versucht, das auf halbbewusste oder unbewusste Weise zu tun. Diese ganzen Geschichten mit Familienaufstellungen und solche Sachen, das kann, wenn wer es wirklich beherrscht und den Leuten das volle Bewusstsein ermöglicht, die da teilnehmen daran, dann kann das auch funktionieren. Aber wenn es nicht ist, dann kann es total schiefgehen.

Dann kann nämlich die Folge noch ärger sein, dass sich die Wesenheit noch mehr einnistet in Wahrheit oder dass die vielleicht gar nicht die Entscheidende war, die man da herausgeholt hat und dafür im Hintergrund die andere sich noch besser festsetzen kann, weil die andere sich jetzt entfernt hat, die aber eh nicht das Problem war. Also da gibt es viele Dinge, ich würde unheimlich abraten davon, irgendeinen Weg zu gehen, wo man nicht mit vollem wachen Bewusstsein bei jedem Schritt dabei sein kann. Und wo man auch genügend vorbereitet wird, diese Wahrheiten, die dann halt herauskommen, zu ertragen. Weil in der Regel ist es so, dass, wenn der Mensch so weit reif ist, dass er mit dem Problem umgehen kann, dann erfährt er es in der Regel eh durch sich selber. Jetzt kann es oft sein, dass er noch ein paar kleine Schritte braucht, mit Hilfe, dass er so weit ist. Aber unreif einfach Menschen damit zu konfrontieren, das kann ziemlich daneben gehen. Und dann sind die Probleme nachher größer, als sie vorher sind. Wir dürfen uns da nicht täuschen über diese Dinge. Also das kommt auf uns zu.

Ja. Gemeinde von Laodicea. Also wir haben jetzt ein bisschen gesprochen über den Amen, über das Endwesen sozusagen, also das ist im Grunde das Musterbild, dem wir zustreben. Und das in individualisierter Form natürlich. Also jeder in seiner Form. Und eben auch dann diese Dinge ausgeschieden haben, die nicht zu uns gehören. Ja

"Ich durchschaue dein Tun."

So geht es jetzt weiter.

"Du bist weder kalt noch warm."

Das heißt, es ist jetzt nicht mehr so eine energische geistige Tätigkeit. Auch nicht die starke Ablehnung. Es ist so eine gewisse Wurstigkeit oder Verzweiflung vielleicht auch. Es nutzt eh nichts. Ich kann eh nicht mehr. Weil es werden jetzt natürlich vorwiegend die Menschen inkarniert sein, die es nicht geschafft haben bis dahin beziehungsweise etliche, die bewusst aber jetzt trotzdem herunter kommen. Aber die sind dann nicht das Problem. Das sind nicht die Lauen und die, die weder kalt noch warm sind. Also:

"Ich durchschaue dein Tun, du bist weder kalt noch warm. Wärest du wenigstens kalt oder warm! Da du aber lau und weder kalt noch warm bist, speie ich dich aus."

Also das Endwesen spricht. Ich speie dich aus. Also du kommst nicht zu diesem Endwesen im Grunde.

"Du sagst: Ich bin reich und habe alles und mir fehlt nichts."

Ja, weil im äußeren Sinn sind Sie vielleicht reich in jeder Beziehung. Sie verfügen über große Intelligenz. Sie haben vielleicht wirklich äußerlich alles, was sie brauchen. Es wird dann schon die Weltbevölkerung viel, viel geringer geworden sein natürlich. Es wird wahrscheinlich nicht das Problem sein, was esse ich morgen, wo kriege ich meine Nahrung her. Es wird ein ziemlich hochtechnisierter Zustand sein auch. R. Steiner deutet das ja auch an - ich habe es die letzten Male schon zitiert - er sagt, die Erde wird ein selbstfunktionierender, die ganze Erde, ein selbstfunktionierender elektrischer Apparat werden. Das ist eine Perspektive. Die ganze Erde. Das ist also ein Aspekt. Es heißt jedenfalls nichts anderes, als dass die Technik jedenfalls sehr verbreitet sein wird. Bis zu einem gewissen Grad wird das auch so richtig sein und sein müssen. Wie gesagt, zurück zur Urnatur wird nicht funktionieren. Es ist ein vorwärts zur Kultur in einer gewissen Weise. Natürlich darf man sich das auch nicht vorstellen, wie die Technik, die wir heute haben. Die ist primitiv. Alles noch primitiv im Vergleich. Wir werden sehen, in zwanzig Jahren wird uns das alles primitiv vorkommen, was da steht schon. Und das ist nur ein kleiner Sprung. Und die Entwicklung wird immer schneller. Ja. Also:

"Du sagst, ich bin reich und habe alles und mir fehlt nichts. Du weißt nicht, wie erbärmlich, jämmerlich und armselig du bist, wie blind und wie nackt."

Weil alles das, was sie haben, das wird für das geistige Dasein nichts bedeuten. Das ist alles das, was abfällt. Die Technik verschwindet, die nutzt mit nichts. Die letztlich ans Gehirn oder dann vielleicht sogar wirklich auch an die Technik gebundene Intelligenz ist weg. Die wird nichts mehr nützen. Das ist alles fort. Und geistig wird man blind sein. Ja, und nackt. Das heißt, es wird kein wirklich entwickeltes, oder bis zu einem gewissen Grad entwickeltes nämlich Geistselbst da schein, das jetzt einen halbwegs reinen Astralleib schafft. Da ist öfters von den weißen Gewändern die Rede, da geht es nämlich um diesen Seelenleib eigentlich, um dieses Kleid. Also das heißt, dieses Seelische ist auch nicht in Ordnung. Das meiste ist sterblich, ist weg. Also bist du nackt. Ein Ich ist immer noch da irgendwo, aber das sieht geistig nichts. Es hat kein wirkliches Seelisches um sich, das der Rede wert ist. Also es wird problematisch.

"Darum rate ich dir, bei mir Gold zu erwerben, das im Feuer geläutert ist, damit du wieder reich werdest; dazu weiße Gewänder, damit du bekleidet seist und nicht die Schmach deiner Nacktheit in Erscheinung trete und schließlich noch die Salbe, um deine Augen zu salben, damit du sehend werdest."

Also alles das, was du nicht hast eben, du bist blind, du bist nackt, du bist armselig, im Geistigen nämlich, das anzunehmen. Jedenfalls durch die Hilfe der anderen, es sich letztlich zu erwerben. Also es ist ein Angebot. Da ist wer, da sind Menschen und durch diese Menschen wirke ich, der Amen, der Christus, das Endwesen. Wir sind bereit dir alle Hilfe zu geben, aber tun musst du selber. Und es wird natürlich eine sehr schmerzliche Zeit auch für viele werden. Ja, in gewisser Weise für alle. Weil es wird schmerzlich werden für die, die mit der Entwicklung noch nicht mitgekommen sind. Die trifft es ganz hart. Aber es wird natürlich sehr schmerzlich auch für die sein, die geistig hoch entwickelt sind, wirklich entwickelt sind und zusehen müssen, welches Elend da auch herrscht, nämlich welches seelische Elend da herrscht auf Erden. Bei all dem Reichtum, der im äußeren Sinn da ist. Aber wie diese Seelenarmut da ist. Dieses ja fast zerstört sein der Seelen, das da ist. Und das wird den Menschen also in einer Epoche, die schon über die Bruderliebe, also über die im Grunde allgemeine Menschenliebe, also in die wirklich ganz allgemeine Menschenliebe hineingewachsen ist, die werden also leiden einfach darunter. Das heißt, wir alle werden leiden unter dem. Es wird keine besonders lustige Zeit sein, diese siebente Kulturepoche, die Zeit von Laodicea. Und es steht auch ganz deutlich, dass es da nicht lustig wird. Es steht nämlich noch weiter:

"Welche ich liebe, die erziehe ich durch Schicksalsschläge."

Der Zorn Gottes ist Ausdruck der Liebe Gottes 1:39:31

Welche ich liebe. Wir werden das später in der Apokalypse sehen, wo die Zornesschalen ausgegossen werden, brrrrr, was ist denn da jetzt los ist, jetzt wird es ganz schrecklich. Das sind die schrecklichsten Schilderungen. Und dann hört man aber der Zorn Gottes ist Ausdruck der Liebe Gottes. Weil eben einfach das, was schädlich ist, was den Menschen zerstört in Wahrheit, das muss verwandelt werden und das wird versucht, dass die Menschen die Kraft bekommen, das wirklich zu verwandeln. Und das geht aber nur durch einen schmerzvollen Prozess. Weil man nämlich alles das ausscheiden muss, das alles verändern muss, was man jetzt total liebt, vielleicht sogar süchtig ist danach, was aber eben schädlich ist, was Widersacherkräfte sind. Ich kann nur herauskommen, wenn ich diese Sachen verwandle, die mir halt diese niederen Lüste bereiten - damit ist jetzt gar nichts gegen irdische Lust grundsätzlich zu sagen. Der Punkt ist, wenn das nur in den Egoismus hineingeht, nur in die Lust, Lust, Lust, dann vernichte ich mich eigentlich als geistiges Wesen im Grunde, also da arbeite ich an der Selbstvernichtung. Und wer mich davor rettet oder mir hilft da herauszukommen, wird am Anfang einmal dazu führen, dass ich durch Schmerzen durchgehen muss, dass mir das entzogen wird, wir einem Alkoholiker die Flasche entzogen wird. Das hat nichts. Du kriegst keine mehr. Und wenn es noch so auf alle Viere daher kommst. Aus. Ende. Ich meine, man fängt vielleicht langsam an und immer ein bissel weniger, aber dann sagt man: Aus, ab jetzt musst du ohne. Es gibt nichts mehr. Sonst wird es nicht funktionieren dauerhaft. Da wird kein Mittelchen sonst helfen oder sonst etwas. Die eigene Arbeit kann man sich nicht ersparen und die ist schmerzvoll. Also es gibt kein Pülverchen dagegen sozusagen. Das wird nämlich auch gerade in dieser Zeit von Laodicea, wenn sie glauben, die so reich sind, ja, es gibt doch für alles ein Mittelchen, alles kann ich technisch-wissenschaftlich in irgendeiner Form kurieren, heilen und Ding. Aber bei den entscheidenden Punkten wird es gerade nicht funktionieren. Überhaupt nicht nämlich.

Also das heißt, es kommen diese Schicksalsschläge. Und da müssen wir durch. Ja, es wird sogar so weit sein, dass also Menschen, die den anderen helfen wollen, dass die, wenn sie sich auf Erden zu diesem Zweck inkarnieren - auch auf das weist R. Steiner hin - dass sie ganz bewusst aus freiem Entschluss, die vielleicht viel, viel schlechteren Inkarnationsbedingungen, die eigentlich dem anderen zugedacht sind auf Grund seiner Entwicklung, übernimmt und sich also in diese ganz miesen Verhältnisse aus geistiger Sicht inkarniert, damit der andere möglichst gute Voraussetzungen hat zum Start. Das wird nur freiwillig gehen, das ist ein Liebesakt, den kann niemand niemandem vorschreiben, außer man sich selbst. Und das heißt aber natürlich, dass das Schicksal dann auch für den, der eigentlich gar nicht mehr herunter müsste, auch schwer wird da unten. Das heißt nicht, weil er sich nicht mehr inkarnieren müsste für sich selbst, dass das Leben jetzt so leicht ist. Weil er lädt sich dann extra Schwierigkeiten auf. Er kann nicht das Karma des anderen übernehmen, aber er lebt in extrem schwierigen Bedingungen. Da haben wir noch ein bisserl Zeit. Aber trotzdem, wenn ich denke, das fängt so 5733 einmal langsam an.

Frage eines Zuhörers: "Man übernimmt die Schwierigkeiten, aber nicht das Karma? Was nehme ich ihm dann ab?"

Ich nehme ihm eben gewisse schwierige Umgebungsbedingungen ab, die natürlich in gewisser Weise auch zum Karma zählen. Aber die karmische Aufgabe kann ich ihm nicht abnehmen.

Zuhörer weiter: "Die muss er dann in einem anderen Leben abtragen?"

Na ja, er kann sie vielleicht in dem Leben schon abarbeiten, aber eben unter besseren Bedingungen. Unter besseren äußeren Bedingungen. Also da kann man mithelfen. Weil Karma heißt ja nicht, dich muss das und das treffen. Karma kann sich sehr verschieden auswirken. Es geht ja immer nur darum, dass eine bestimmte Aufgabe erfüllt wird, dass ich bestimmte Kräfte, die ich durch meine Schuld im Grunde in meinem Seelischen, in meinem Astralischen zerstört habe, ruiniert habe, dass ich die wieder in Ordnung bringe. Das kann auf verschiedenen Wegen gehen. Karma ist nicht so vorgezeichnet, am soundsovielten fällt dir ein Ziegelstein auf dem Kopf sozusagen. Das ist eine Möglichkeit. Aber da muss ich unbewusst natürlich dafür sorgen, dass der Ziegelstein am Kopf fällt in Wahrheit. R. Steiner schildert das so schön in den Karmavorträgen.

Also wenn man sich eine Vorstellung machen will, wie Karma funktioniert, dann ist ein gutes Bild, ich denke mir, ich gehe auf der Straße spazieren, es ist halt die Situation, dann fällt ein Ziegelstein herunter. Aber jetzt denke mir, gut, ich bin vorher hinaufgeklettert auf das Dach, habe den Dachziegel gelockert und habe das so geschickt gemacht, dass er dann genau herunterfällt, wenn ich durchgehe. Ich bin es selber, der dafür sorgt. Und da gibt es immer verschiedene Möglichkeiten, wie man das machen kann. Es ist ja auch im Leben oft so, das Schicksal ist es, das heißt, wir selber fangen mit uns an, eher einmal sanft umzugehen, dass wir sagen, du, da wäre eine Aufgabe. Tu! Ist aber nur ganz leise. Es klopft einmal ganz leise. Wenn ich das gleich kapier, jessas, da ist etwas, da sollte ich. Dann bleibt es dabei und die Sache ist erledigt. Wenn ich ein bisschen schwerhörig bin und das Flüstern nicht höre und das Klopfen nicht höre und jetzt sind es schon Hammerschläge, die ich noch immer nicht höre, dann kriege ich halt den Hammer auf den Kopf geschlagen sozusagen. Weil ich ihn mir eigentlich selber auf den Kopf schlagen, damit ich endlich einmal aufwache da oben.

Also, es liegt immer an uns. Nur natürlich in der Praxis ist es nicht immer leicht, die Stimme des Schicksals zu hören. Aber das bedeutet eben geistige Arbeit. Mit Karma, mit der Inkarnation sich vertraut zu machen. Konkret heißt auch, ein Gespür zu bekommen, erstens wo sind Menschen, mit deren ich schicksalsmäßig verbunden bin? Ist oft so, dass kann sein, dass man sich wunderbar versteht, dann ist das meistens ein Karma, das eh erledigt ist. Das ist zwar eine alte Beziehung, man kennt sich, man denkt sich es ist so, also würde ich dich Jahrhunderte schon kennen. Und so ist es auch. Und das ist erledigt. Und das kann aber fruchtbar sein. Man kann zusammen arbeiten, aber es ist ganz frei. Das ist also ein positives Karma. Weil das gibt es ja auch.

Karma ist nicht immer nur die Prügelstrafe. Karma kann ja auch etwas sein, was Kräfte mir zur Verfügung stellt, die ich mir eben in der Vergangenheit erworben habe. Und auch in menschlichen Beziehungen, wo man dann zusammentrifft und sagt, so, gemeinsam tun wir jetzt etwas. Und das geht wunderbar, wir ergänzen uns und verstehen uns und da gibt es auch keine Reibereien mehr. Das sind natürlich Glücksfälle zunächst einmal. Wir können aber für die Zukunft bewusster daran arbeiten, solche Gemeinschaften, solche Freundschaften oder solche Menschengruppen auch zu bilden, die in der Zukunft gemeinsam etwas tun, obwohl sie in Wahrheit aus der früheren Vergangenheit karmisch nichts miteinander zu tun haben. Also wenn ich jetzt nur - ich habe das auch das letzte Mal glaube ich schon gesagt - unseren Kreis da zusammennehme, der jetzt da sitzt oder online sitzt, da sind sicher gewisse karmische Verbindungen aus der Vergangenheit mit manchen da oder haben manche miteinander, das können schwierige oder positive sein, aber mit Sicherheit bilden wir gemeinsam damit etwas für die Zukunft. Wo irgendein Punkt sein kannn, das muss jetzt nichts Spektakuläres sein. Aber indem man sich gemeinsam in einem Geistigen hier findet, bauen wir ein positives Karma für die Zukunft auf. Also das ist das, was sozusagen in die andere Waagschale kommt auch gegenüber dem Negativen, was halt auch sein kann. Also die Schicksalsschläge, die können ja dann auch Schicksals anstöße sein im guten Sinne. Also: Welche ich liebe, die erziehe ich durch Schicksalsschläge.

"So setze denn alles daran, deinen Sinn zu ändern. Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wer meine Stimme hört und mir die Türe aufmacht, zu dem will ich hineingehen und will das heilige Mal mit ihm halten und er mit mir."

Na, da wird schon ein sehr viel größerer Schritt von dem verwirklicht: Die gleiche Vollmacht des Ich, die ich von meinem Vater erhalten habe. Darum geht es bei dem Heiligen Mahl.

"Wer überwindet, dem will ich geben, dass er mit mir throne, wie auch ich den Sieg des Geistes errungen habe und mit meinem Vater throne. Wer Ohren hat, der höre, was der Geist zu den Gemeinden spricht."

Ja, der Thron, das Thronen, es steht da auch nicht ganz von ungefähr, weil das nächste Bild, das auf uns zukommt, da geht es jetzt um den Thron im Himmel bereits. Da ist jetzt der große Aufbruch da. Und die ganze Schilderung der Apokalypse steigt jetzt auf eine höhere Ebene auf. Man kann sagen, jetzt haben wir uns immer noch sehr beschäftigt mit der unteren, mit der irdischen Ebene direkt. Jetzt erhebt sich der Blick dann immer mehr in höhere Sphären. Also die nächste Sphäre, kann man sagen, ist die Sphäre der Siegel dann, die auch geöffnet werden. Es ist zuerst diese Schilderung des Thrones im Himmel und dann das Buch mit sieben Siegeln, die dann der Reihe nach geöffnet werden. Da wird es schon ein bisschen grimmig irgendwo.

Bei dieser Stufe ist die Imagination bereits das ganz Wichtige. Wir haben jetzt hier auch natürlich schon Imaginationen drinnen gehabt, aber trotzdem hat es sich noch auf die äußeren Gemeinden in gewisser Weise bezogen, auf die äußere Kulturentwicklung bezogen. Also eigentlich war es noch die äußere Erkenntnis. Mit der kann man noch ein bisschen da durchkommen. Jetzt kommt es auf die Ebene wirklich der Imagination, und zwar wirklicher Imaginationen. Das heißt so, wie wir es am Anfang ein bisschen besprochen haben, also wirklich dieses rein seelische Erleben, das aber dann zur Schilderung in sinnliche Bilder übersetzt werden muss. Und im Idealfall ist es bei der heutigen geistigen Wahrnehmung wirklich so, dass man selber es ganz bewusst übersetzt in diese Bilder. Die müssen sinngemäß sein. Man findet es auch sehr leicht, wie man es in Sinnesausdrücke, in Sinnesqualitäten umsetzen kann, nämlich deswegen, weil die Sinneswahrnehmung in Wahrheit auch aus Imaginationen entstanden sind, die aber abgeschattet sind durch unseren physischen Apparat.

Zusammenhang zwischen Farben und Seelenstimmungen - Goethes sinnlich-sittliche Wirkung der Farben 1:52:08

Das heißt, es sind im Grunde letzte Reste, verdunkelte Reste von Imaginationen, die jetzt an der äußeren materiellen Welt erscheinen dann. Und Farben zum Beispiel, das sind ganz bestimmte Seelenkräfte, ganz bestimmte Seelenstimmungen, wenn man so will, die, wenn sie durch das Medium des Auges wahrgenommen werden in Form von Farben erscheinen. Und da gibt es einen ganz bestimmten Zusammenhang zwischen den Farben und den bestimmten Seelenqualitäten, die dahinterstecken. Das hat Goethe gesucht zum Beispiel mit seiner sinnlich-sittlichen Wirkung der Farben. Wo er versucht zu schauen, welche Wirkungen haben die Farben aufs Seelische? Und er hat da viel herausgefunden, ohne dass er jetzt ein bewusster Hellseher oder so etwas war. Aber er hat das gespürt. Goethe hat eh immer von sich gesagt, dass er sinnlich-übersinnlich schauen kann, also im Sinnlichen das Übersinnliche sozusagen. Dass sich das eigentlich automatisch verbindet bei ihm miteinander. Da ist etwas da, von beiden Hälften.

Nur, wenn er zur reinen Imagination hätte kommen wollen oder hätte kommen können, dann hätte er das eben einfach trennen müssen. Einerseits die sinnliche Seite und andererseits, okay, von dem löse ich jetzt die eigentliche Imagination ab. Ich kann ruhig vom Sinnlichen ausgehen, aber dann muss ich das Fallenlassen und das rein seelisch-geistige Erlebnis haben. Dann komme ich dorthin. Also das ist fürs heutige Hellsehen - ich mag den Ausdruck eigentlich nicht so gern, weil er natürlich zumindest in der Außenwelt sofort missverstanden wird - es ist eine imaginative Wahrheit, also ein seelisch bildhaftes Erlebnis. Bildhaft kann man deswegen sagen, weil es so unheimlich reich ist wie ein Bild. Man kann es überschauen im inneren seelischen Erleben. Und ich stehe dem so gegenüber in gewisser Weise. Das kann man bei der Imagination ruhig noch sagen, weil ich mich bis zu einem gewissen Grad trennen kann. Aber ich kann das weite Panorama überschauen. Wenn ich nur anfange das Denken bis zur Imagination zu erheben, dann schaue ich das Denken wirklich an. Dann ist es nicht so, wie ich es jetzt erlebe, aha, ich bilde mir ein Gedanken, ich habe zwar schon auch das Bewusstsein, ich bilde da auch etwas. Aber das, was ich bilde, sehe ich sozusagen von mir. Halt nicht sinnlich, sondern seelisch. Sehe ich es vor mir und ich brauche nur das ablesen, was ich da alles sehe,  das brauche ich im Grunde nur beschreiben. Also das Denken wird dann ein ganz anderes. Das ist nicht ein logisch-schlussfolgendes.

Es ist deswegen nicht unlogisch im Nachhinein, aber das brauche ich nicht, um irgendwas zu finden, sondern ich habe dieses Panorama vor mir und sehe, aha, das hängt mit dem zusammen, und da unten ist dieses und jenes. Jetzt wieder natürlich eine Übersetzung natürlich in unsere sinnliche Sprache, weil es auch nicht wirklich räumlich ist. Ich kann sagen, es ist flächenhaft, aber selbst das ist ja wieder eine Übersetzung ins Sinnliche. Und aus dem kann man wunderbar schildern dann. Also die Vorträge R. Steiners sind aus diesem unmittelbaren Erleben geschildert in Wahrheit. Und das kann man ab dem Zeitpunkt, wo man in ein lebendiges reines Denken hineinkommt, da ist das möglich. Ob ich jetzt schon bei der ganz vollen Imagination bin oder nicht, ist nicht so entscheidend. Aber in dem Moment, wo ich zum wirklichen Erlebnis des Denkens komme, bin ich genau dort. Weil Erlebnis des Denkens heißt genau eben, dass ich das anschaue. Und dann tu ich nicht Schlussfolgern, nicht Nachdenken in dem Sinn sondern gegenwärtig anschauen im übertragenen Sinn gesprochen.

Und das wird für die Wissenschaft der Zukunft sehr wichtig sein. Nicht wahr, vor allem dort die wirklichen Knackpunkte zu finden, die in die Zukunft führen. Die wirklich neuen Ideen zu finden. Dort - ich habe das eh im letzten Vortrag und im vorletzten, glaube ich, auch schon angedeutet - dort, wo die wirklichen Durchbrüche sind, ein neuer Schritt da ist, da steckt zumindest irgend so eine Imagination im Hintergrund. Halbbewusst. Und dann ist, der Rest sind zu neunundneunzig Prozent Knochenarbeit um das irgendwie umzusetzen und zu formulieren. Und das ist notwendig, dann wird es das, was R. Steiner eben Geisteswissenschaft nennt, dass ich das verbinden kann. Ich schaue es geistig, aber ich finde auch die Möglichkeit, das in Worte zu fassen, die eine logische Reihenfolge haben sozusagen. Dass das nachvollziehbar ist. Nicht ich stammle nur etwas oder wie ein Medium, das halt überhaupt nicht mit Bewusstsein dabei ist, sondern nur das heraus plappert und nachher nichts davon weiß und was meistens Kraut und Rüben ist und x-Deutungen zulässt, weil es einfach schildert etwas, was es erlebt, aber nicht es selber fassen kann. In Wahrheit keine Ahnung hat, was das ist. Das sind alles Dinge, die für die Zukunft nicht tauglich sind. Die führen uns im Grunde ziemlich stracks zu den Widersachern hin. Weil die sind froh, wenn wir mit dem Ich-Bewusstsein nicht dabei sind und dann vielleicht ihre Schliche durchschauen sozusagen.

Thronwagenimagination - Merkaba - Kabala 1:57:56

Ja, also mit der großen Vision einmal oder mit der großen Imagination, hier ist es wirklich eine Imagination. Warum sage ich Visionen, weil diese ähnliche Imagination vom Thron im Himmel, ähnliche Schilderungen gibt es schon im Alten Testament, also bei Jesaja zum Beispiel oder die große Thronwagenimagination von Ezechiel. Da gibt es eine eigene Thronwagenmystik, die gab es bei den beiden Juden, die Merkaba-Mystik, der Thronwagen heißt Merkaba. Merkaba heißt Wagen eigentlich. Und da ist eine ganz mystische, das ist eigentlich die früheste mystische Strömung im Judentum. Die Kabbala und diese Sachen sind später daraus entstanden. Aber da fängt man an mit dem. Und die hat ihren Ausgangspunkt eben bei dieser Throwagenvision des Ezechiel. Und die sehr ähnlich wie da und trotzdem sind feine Unterschiede. Weil da ist ein ganz anderes Bewusstsein dabei. Beim Johannes, der das schreibt, ist ein anderes Bewusstsein dabei. Das merkt man aber nur an den Feinheiten dann. Weil die Bilder als solche sind sehr ähnlich, aber das Verständnis der Bilder ist einfach ein anderes. Ein viel wacheres und eigenständigeres. Noch nicht wirklich ganz wache Intuition, aber deutliche Inspiration. Und Inspiration heißt, ich fange an, das Bild zu verstehen, das ich da sehe. Bild halt im übertragenen Sinn.

Ja, aber ich denke, dass es heute zu spät ist, um diese Thronwagen bzw. diese Imagination des Thrones im Himmel, aber auch dann die Thronwagenvision, weil ich denke, ich werde das nächste Mal beide nebeneinander stehen irgendwo. Dass man sieht, wie schaut das in der alten Version aus und wie schaut das in der Version der Apokalypse aus, die eigentlich auf die Zukunft schon deutet. Also das ist das zukünftige Sehen dieser Imagination oder der verwandten Imagination oder der verwandelten. Man könnte sagen, Thronwagenimagination beim Ezechiel verwandelt sich in die Thronwagenimagination des Johannes. Ist eine gewisse Spiegelung. Aber jetzt eben mit dem Ich-Bewusstsein dabei. Eben mit dem, was bewirkt wurde durch das Mysterium von Golgatha, durch das der Christus durchgegangen ist und durch das für uns jetzt eigentlich erst seit dem Zeitpunkt eben das gilt: Die selbe Vollmacht des Ich soll ihm eigen sein, die ich von meinem Vater erhalten habe.

Fragen 2:00:53

Ja, damit sage ich Danke für heute. Wenn Fragen noch sind, stehe ich jetzt zur Verfügung. Ansonsten dürft ihr es auch setzen lassen, ruhen lassen bis zur nächsten Woche. Es geht weiter. Wir beißen uns durch den August durch.

Frage eines Zuhörers: "Ja Wolfgang, ich hab eine Frage! Du hast davon gesprochen, dass in der siebten Kulturepoche die Erde ein selbstgesteuerter irdisch-technischer Apparat sein wird. Da frage ich mich jetzt, wie also eine äußere Technik in dem Sinne selbststeuernd ist, wie soll ich mal sagen, wie man das zusammenfügen kann mit den anderen Aussagen, dass mehr so im imaginativen Bereich, in einem tatsächlich Stoff gewordenen imaginativen Bereich, diese spinnenartigen Wesen die Erde bevölkern werden, die entstehen durch unsere heutigen intellektuellen Gedanken, die dann sozusagen, also die dann eine Art imaginative fast physische Wirklichkeit haben."

Ja. Naja, das wird den Hintergrund bilden. Das wird sehr eng miteinander verbunden sein. Also äußerlich wird es als diese technische Struktur erscheinen, im Hintergrund wird diese Imagination sein, die aber einen ahrimanischen Charakter hat, einen ganz starken, und daher fast bis ins Physische herankommt. Das heißt, es werden Kräfteverbindungen sein, es werden elektrische Sachen und Sonstiges sein, das ist jetzt noch schwer zu sagen, weil wir ja die Technologie von der Zeit im Grunde noch nicht kennen, noch nicht wirklich abschätzen können. Weil was wir heute an zum Beispiel Informationstechnologie und dergleichen haben, an drahtloser Informationstechnologie haben, das ist ein müder Vorklang auf das, was da kommen wird. Und das heißt, es wird sich technischer Mittel bedienen, die durchaus bis in diesen ahrimanisch-imaginativen Bereich hineinreichen. Also so in etwa ist das Bild. Ich meine, zwangsläufig gibt es da von Steiner noch keine ganz konkreten Äußerungen dazu, weil wir ja natürlich jetzt diese Technik, die dann da sein wird, in der konkreten Weise nicht vorhersehen können. Ich meine, auch ein R. Steiner nicht. Weil die muss erst entwickelt werden. Und es ist noch offen bis zu einem gewissen Grad natürlich, wie das passieren wird. Weil es ist ja nicht so, wenn man in die Zukunft vorherschaut, dass das einfach auch alles schon fertig da ist und sich das nur abspult sozusagen äußerlich.

Man sieht also die Möglichkeiten, die da sind, man sieht also welche Kräfte mitwirken und aus dem kann man gewissermaßen eingrenzen, was passieren könnte und was sicher nicht passieren wird. Also gewisse Dinge, die schon von Haus aus jetzt durch das, was bis jetzt passiert ist, an Möglichkeiten abgeschnitten wurde, die werden auch nicht in Erscheinung treten. Also es engt sich ein irgendwo. Und sagen wir, in tausend bis zweitausend Jahren hat man schon einen konkreteren Blick, weil schon wieder Möglichkeiten weggefallen sind, weil im Grunde, da wir über den Höhepunkt der Erdenentwickelung drüber sind, ist auch das der Fall, dass die Möglichkeiten immer geringer werden. Es gibt so ein aufsteigendes Ding, da blüht das richtig auf an Möglichkeiten, was alles passieren könnte und wie sich die Natur entfalten kann, was an hunderttausend Milliarden Möglichkeiten da ist, wie sie sich verwandeln und entwickeln kann. Und das ist eben nicht vorprogrammiert, sondern das entwickelt sich lebendig. Aber gegen Ende zu beginnt sich das wieder einzuschränken. Und schon das, diese Einschränkung ist ein Weg zu dieser Technisierung hin. Ich meine, es wird mit Sicherheit auch so eine Art Hybridtechnik sein, in die auch Lebendes bis zu einem gewissen Grad integriert ist. Sofern wir das halt jetzt aus unserer Sicht Leben nennen will. Aber es ist etwas, wo Lebenskräfte drinnen auch tätig sein werden. Wir werden mit dem auch umgehen lernen. Sicher am Anfang sehr patschert.

Es wird auch etwas sein, wo selbst in der Technik, also in der Informationstechnologie, ein gewisses Bewusstsein entstehen wird oder entstehen kann - das wird schon heute viel diskutiert, ob das überhaupt möglich ist oder nicht - aber es wird entstehen. Aber da sind dann eben auch astrale Kräfte natürlich beteiligt. Aber es sind eben nur diese sterblichen Vergänglichen. Also wir werden dann auch bereits ein anderes Bewusstsein haben, wenn wir regelrecht fortentwickelt sind. Wir werden die Welt auch anders erleben. Schon in der sechsten Kulturepoche wird es anders sein als heute und erst recht in der siebenten. Wir brauchen nicht glauben, dass wir die Welt dann genauso sehen werden wie heute. Sondern es wird anders sein. Wir werden sehr viel mehr Geistiges sehen und wir werden trotzdem äußerlich gut zu Rande kommen. Weil ich habe das eh das letzte Mal ausführlich geschildert, es ist nicht notwendig dazu, dass ich geschickt mit der Außenwelt umgehe, dass ich sie so erlebe, wie ich sie jetzt erlebe. Ich kann sie sehr wohl geistig imaginativ erleben. Und die geistig-imaginativen "Bilder" leiten mich ganz sicher, dass ich damit umgehe.

Von außen schaut es so, na, der stochert da geschickt herum mit dem Schraubenzieher jetzt oder weiß ich nicht. Was er im Bewusstsein erlebt, ist ganz was anderes. Die Tiere erleben die Welt ganz anders und gehen auch unheimlich geschickt damit um. Ich meine, ein Eichkatzerl oder so, das seine Nuss da geschickt dreht oder was, ah, tolle Nuss und ach wie geschickt bin ich mit meinen Pfoterl. Das ist ein tolles Erlebnis einfach, das das Eichkatzerl hat, das überhaupt nichts mit dem zu tun hat, was wir äußerlich sehen dabei. Überhaupt nichts. Es erlebt ganz etwas anderes. Es erlebt eigentlich eine Art niedere Imagination. Also eine untere Ebene einer Imagination. Das erlebt es! Da sind Sinnesqualitäten drinnen oder so was, es vermischt sich etwas, aber ist ganz anders.

Frage eines Zuhörers: "Könnte man das vergleichen mit einem virtuosen Klavierspieler, der ganz was anderes erlebt, wenn er die Tasten drückt als wir, die da sitzen und zuhören. Wir glauben nämlich, dass das so ähnlich ist. Er hat ganz was anderes."

Richtig, richtig. Und die Differenz ist dann noch viel größer. Weil es ist ja selbst so, ein Musiker, ein geübter Musiker, wenn er jetzt einem anderen Musiker zuhört, hört noch ganz etwas anderes als der Laie, der jetzt vielleicht zum ersten Mal so ein Klavierstück hört. Der sagt, aha, jetzt geht es mir schön langsam am Nerv. Naja, ich sage es jetzt bewusst so. Ein geübter Musiker hört die Feinheiten. Was macht der mit dem Anschlag? Ist der hart oder zu weich? Oder zumindest spürt er den Unterschied. Ich würde es anders spielen! Oder vielleicht merkt er auch, da fehlt irgendeine Note oder was. Weil, ich meine, große geniale Musiker lassen oft etwas aus. Da fehlen ein paar Noten. Die hat er jetzt gerade nicht darennt. Das fällt keinem auf. Keinem Menschen fällt das auf. Außer vielleicht einem, der auf dem gleichen Niveau spielen kann, wie der Meister selber. Der kriegt es vielleicht als Einziger bewusst mit. Ja, und vielleicht kannst du es nachher am Video studieren und irgendwann wirst du es auch merken. Aber nicht wirklich. Also die Wahrnehmung der Welt ist sehr unterschiedlich.

Natürlich liegt etwas sozusagen Objektives dem zu Grunde. Aber wie sich das abbildet in unserem Bewusstsein oder wie wir unser Bewusstsein bilden eigentlich, will gar nicht sagen abbilden, weil es ist kein Abbild. Sondern es ist, wir bilden etwas. Wir nehmen die Welt wahr und machen, formen uns ein Bild davon. Das ist jetzt ein räumliches Bild, ein gegenständliches Bild, wo wir den Dingen völlig getrennt gegenüberstehen. Das ist die Art, wie wir jetzt erleben. Und die habe euch in den vergangenen Vorträgen geschildert, dass das schon in der urpersischen Zeit oder so anders war. Das liegt ein paar Tausend Jahre zurück und die Menschen haben anders erlebt. Sie haben gerade erst angefangen, die Welt in Konturen wirklich bewusst wahrzunehmen im Äußeren. Und noch mehr Schwarz-Weiß als Hell-Dunkel, in Schattierungen. Nicht so wie wir. Bei den Griechen selbst noch ist ein schwaches Bewusstsein für die Blautöne da. Die sind so irgendetwas Undefinierbares irgendwo. Also die haben noch nicht in ihrem Erleben das ganze Farbspektrum. Die Ägypter, die sogar früher sind, schon. Die haben viel mehr. Auch nicht das Ganze, aber viel mehr. Also es überschneidet sich. Man darf das nicht so, eines nach dem anderen und jeder macht das im gleichen Tempo mit.

Also das ist vielleicht so eine - ich will nicht sagen Hausaufgabe - versucht es euch vorzustellen, wie anders das Erlebnis sein könnte. Es ist jetzt einmal eine reine Phantasie natürlich. Ist klar, es ist noch keine Wahrnehmung, wie das ist. Es ist auch unheimlich schwer bis unmöglich. Namentlich also, bei Menschen geht es noch irgendwo, aber wenn ich mich in die Tiere hineinversetze, wird es sehr, sehr schwierig. Wird sehr, sehr schwierig. Also überhaupt, je weiter das Tier von der ganzen Körperstruktur und von den Sinnesorganen von uns entfernt ist, sich das wirklich vorzustellen. Aber versucht einmal eine Phantasie zu entwickeln. Phantasie kann, wenn es nicht einfach eine Phantasterei ist - einfach ich tu, auf Teufel komm heraus, mir irgendetwas zusammenstoppeln - sondern ich versuche wirklich ein Bild mir innerlich, ein inneres Erleben von dem zu gestalten, zu probieren. Das macht schon einmal sehr beweglich. Und man ist selber Schöpfer von etwas Seelischen, aber jetzt ganz bewusst. Nämlich von, gar nicht von Meinem primär, ja, natürlich muss es in Meinem tun, aber ich versuche, mich in ein Anderes hineinzuversetzen. Einfach als Übung.

Anmerkung eines Zuhörers: "Der Künstler macht das!"

Der Künstler macht das. Na klar. Er sieht auch wirklich die Welt dann anders. Ich meine, er kann das Bild so verwandeln. Ich meine, was weiß ich, ein Picasso oder was, die Kubisten, die ganze Perspektive weg. Ich erlebe die Perspektive nicht mehr. Die muss weg. Das sind Vierecke für mich. Oder Quadrate oder so was. Ich sehe die Welt jetzt nicht mehr perspektivisch. Und er sieht sie jetzt wirklich so. Ja, nicht im Alltag vielleicht. Aber wenn er für sein Bild schaut und das macht, sieht er so. Es ist eine andere Art des Sehens.

Anmerkung eines Zuhörers: "Aber das ist in gewisser Weise auch schizophren. Ich lebe in dem Normalen, Gewohnten, aber andererseits kenne ich auch eine andere".

Ja, ja, natürlich. Aber das ist insofern gar nicht so schlecht, weil wenn wir wirklich dann zur geistigen Wahrnehmung kommen - und dahin sollten wir irgendwann einmal kommen - dann sollten wir sie neben der Außenwahrnehmung haben. Weil es heißt jetzt nicht gleich, ihr seht jetzt alles durch die geistige Wahrnehmung, dann sind wir Traummännlein. Also so Zack-Zack geht das nicht. Wir sollen beides nebeneinander haben können. Also die nächste Stufe ist die, bis hinein halt in die sechste Kulturepoche, also Gemeinde von Philadelphia, dass wir das wirklich gemeinsam nebeneinander haben können. Also unter Umständen wirklich in der Imagination drinnen sein und zugleich die Außenwelt anschauen. Und das geht! In der Meditation geht das. Das habe ich euch eh schon geschildert mit der blöden Uhr. Nicht wahr, weil in der Imagination, wenn man wirklich drinnen ist, vergeht die äußere Zeit nicht. Das heißt, man kann sich in der Imagination wunderbar bewegen, innerlich subjektiv habe ich das Gefühl, es sind Stunden, ich gehe da spazieren in einer ganzen reichen Welt. Und wenn ich es schaffe, zugleich daneben den Sekundenzeiger anzuschauen, dann steht der. Die Uhr steht! Das ist mir ein paar Mal passiert, ganz deutlich.

Das erste Mal hat es mich so gerissen, dass ich eh gleich aus allem draußen war. Da habe ich mir gedacht, ist jetzt die Uhr hin oder was ist los? Aber das ist total reproduzierbar. Ich meine, manchmal gelingt es nicht, man muss sehr konzentriert sein. Man darf sich nicht ablenken lassen. Man muss es dann wirklich schaffen, auf beiden Bewusstseinsebenen zu bleiben. Also die wirklich nebeneinander zu haben. Das ist nicht ganz leicht, ohne sie zu vermischen nämlich.

Zum Beispiel beim alten Hellsehen war diese Vermischung fast von Haus aus gegeben. Da haben sich die Sinnesqualitäten sofort in die Imagination gemischt und daher haben sie früher tatsächlich die Imagination auch so erlebt, dass sie eher wie ein verändertes Sinnliches ausschaut, ein verzerrtes, verformte von mir aus oder sonst was oder wie ein Traumbild, aber wo deutlich die Sinnesqualitäten automatisch da sind. Das ist bei der wirklichen, richtigen, heutigen Imagination nicht der Fall. Das ist erst dann der Fall, wenn ich es bewusst übersetze. Dann kann ich es wirklich in der Vorstellung auch so wie ein Sinnesbild sehen. Und dann kann ich es mir zu einem sinnlichen Bild oder zu einem Sinnbild verdichten im Erleben auch. Aber das muss ich wollen, das passiert nicht einfach - schnipp - automatisch. Dann würde ich nicht diesen Unterschied so klar auseinanderhalten können. Und das ist wichtig!

Das Wichtigste ist heute bei jedem Schritt mit dem Bewusstsein dabei sein. Nur die zählen, die Schritte. Alles, wenn es unbewusst passiert, aber ich weiß eigentlich gar nicht, wie es passiert ist, aber schön war es, das bringt überhaupt nichts. Das kannst du vergessen! Kommt auch meistens in der Art auch nicht wieder. Ich meine, es ist oft heute bei vielen so esoterischen Strömungen oder so, da kannst du sehr schnell zu Imaginationen kommen. Meistens sind dann fast immer solche sinnlich getönte. Und man kommt sehr schnell dazu. Und die Leute sind begeistert! Ja, ich habe einen Engel gesehen! Ja, schön! Freut man sich darüber. Es ist erstens die Frage, was es wirklich war? Weil das Bild ist mehr wirklich eben wie ein Traumbild, man schaut halt in sein Sinnliches, das man kennt, hinein. Und die Frage ist, in was schaue ich es hinein und habe ich überhaupt eine Ahnung, was wirklich dahinter steckt? Oder lege ich mir ein hübsches Bild darüber, das mir vertraut ist. Ich habe schon so viele Engelbücher gesehen und so erlebe ich es halt und jetzt plötzlich steht der genauso da. Ja, komisch! Wieso? Und in einer anderen Kultur steht er ein bisschen anders da, weil man halt da die Engel ein bisschen anders erlebt.

Also das sieht man dann auch, dass das sehr kulturspezifisch ist. Und das war beim alten Hellsehen da. Bei dem modernen imaginativen Schauen ist das nicht der Fall. Es ist natürlich, wenn ich es dann zu übersetzen beginne bewusst, dann bin ich mir aber auch bewusst, okay, ich übersetze es jetzt in Bilder, die aus unserem Kulturbereich sind. Oder ich versuche es zu übersetzen von mir aus, für jemand aus einem anderen Kulturbereich, dann werde ich es vielleicht anders machen. Da muss ich halt genug Erfahrung in dem anderen Kulturbereich auch haben. Dann kann ich das vielleicht. Aber ich kann das auseinanderhalten. Und das ist sehr wichtig heute, um einen klaren, selbstbewussten Weg da durchzufinden. Und sonst ist heute mit ziemlicher Garantie, komme ich dann eher in die Fänge der Widersacher irgendwo. Weil die präsentieren sich in der Regel immer schön. Schön in dem Sinne, dass Sie mir angenehm sind, das sie eh so sind, wie ich es erwarte oder erhoffe. Die passen sich an!

Während die Imagination manchmal sehr schmerzlich sein kann. Die wirkliche. Eben zum Beispiel dieses Erlebnis, also diese Sympathiekraft, ich will mich verbinden mit einem geistigen Wesen, aber es geht nicht. Das kann durchaus ein Erlebnis sein, ich komme nicht heran. Und das kann sehr schmerzvoll sein. Oder ich sehe, welche zerstörenden Kräfte von manchen ausgehen oder die das Ganze durcheinanderbringen und ich erlebe das. Also das ist halt nicht immer nur lustig. Das ist klar. Also einfach aufpassen bei dem.

Und das ist der Grund, warum mein Weg der anthroposophische ist, der sicher also sehr viel langsamer ist, um zu Imaginationen zu kommen überhaupt. Es ist nicht ein Wochenendseminar und man hat eine Imagination. Aber was man dann erlebt, das ist solide. Und man versteht, worum es geht. Und man ist vorbereitet darauf. Und das ist das Wichtige! Und es ist nichts drinnen, auch wenn manche Dinge vielleicht ganz kurios klingen mögen, aber wenn man den Sachen auf die Spur geht, das ist nichts, wo ich sage, da muss ich meinen Verstand verkaufen und ich darf sonst, nein, was die Wissenschaft sagt, ist eh alles - nein! Ich darf eigentlich nirgendwo hinschauen, sonst müsste ich sagen, das ist ein Blödsinn, weil es passt nicht zusammen, da müsste ich solche Scheuklappen aufsetzen. Nein! Ich kann alles andere daneben stehen lassen und sagen, es ist nicht ein Widerspruch, auch wenn es vielleicht alle so sehen, aber da gibt es Punkte, ich muss meinen Verstand nicht verkaufen deswegen. Ich kann ehrlich bleiben dabei. Ich muss nicht so sein, dass ich sozusagen unter der Woche bin Wissenschaftler, Techniker und dann am Sonntag gehe ich ins Imaginationsseminar sozusagen und da ist alles anders und das mag vielleicht eine nette Entspannungsübung sein und für das ist es vielleicht eh gut. Aber Wahrheiten über die geistige Welt erfahre ich dann nicht. Also die müssen schon so sein, dass ich die hier mit dem Leben hier wirklich irgendwo verbinden kann. Und da muss ich einmal ehrlich genug sein, und bei manchem sagen, okay, wie das sein soll, wie das der R. Steiner schildert, ich kann es mir noch nicht vorstellen. Na gut, dann scheitere ich halt dort noch.

Ich meine, ich darf euch noch einen Brocken zum Abschluss mitgeben, weil es gerade dazu passt, also siebentes Jahrtausend haben wir gesagt, hören dann die Inkarnationen ziemlich auf. Und jetzt heißt es doch glatt, im achten Jahrtausend wird die Wiedervereinigung der Erde mit dem Mond stattfinden. Was tue ich damit? Fällt jetzt der Mond herunter? Ich sag jetzt gar nichts dazu. Ich sage nur, für den äußeren Verstand ist es einmal ein ziemlicher Hammer. Ja sicher, eine Naturkatastrophe kann immer passieren. Ich meine, im Moment fliegt der Mond noch weg von uns. Also langsam, aber er entfernt sich. Also durch die Gezeitenreibung wird er hinausgetrieben irgendwo, das überträgt der Drehimpuls, sodass er sich hinausbewegt, in einen beschleunigten Bahndrehimpuls und dadurch fliegt er raus. Um wenige Zentimeter jedes Jahr. Läppert sich aber auch zusammen. Also aus äußerer Sicht ist nichts absehbar in der Richtung. Also außer ein Komet kommt oder sonst was, ist ja wurscht. Aber von dem ist keine Rede drinnen. Ich sag nur, wie stellen wir uns das vor?

Ich meine, eines ist dabei zu beachten, das vielleicht als Hinweis oder als Anregung, weil ich bin mir sicher, dass es nicht so plump ist, dass einfach der Mond herunterfällt. Das wesentliche Element ist ja, die Inkarnationen hören auf, hauptsächlich bedingt dadurch, dass auch die Fruchtbarkeit der Frauen aufhört, die Zeugungsfähigkeit weg ist. Also äußerlich ist es ein Aussterben der Menschheit, ein langsames. Jetzt hängen aber die Fortpflanzungskräfte mit den Mondenkäften zusammen. Und zwar mit den Mondenkräften, die von außen einwirken. Und der Mond ist ja aus der Erde aus geistiger Sicht deswegen herausgegangen, um die verhärteten Kräfte des Mondes herauszuziehen und dadurch überhaupt die lebendige Entwicklung auf Erden zu ermöglichen, sonst wäre alles mumifiziert worden, und eben auch mit der Fortpflanzung hätte es nicht funktioniert. Weil die Fortpflanzungskräfte wirken deswegen, weil der Mond von außen wirkt.

Also es wird etwas mit diesen Kräften zu tun haben. Mit diesen Kräften, die herausgezogen wurden damals mit dem Mondenkörper und diese Kräfte, diese verhärteten, verholzenden, zum Absterben bringenden Kräfte, werden sich zu der Zeit von der wir jetzt sprechen, wieder mehr mit der Erde verbinden. Ob das notwendigerweise heißt, dass der Mond einfach plupps herunterfällt, das ist ein anderes Kapitel. Also jetzt habe ich euch einen Ausweg angedeutet, ich meine, das ist der, der mir eingefallen ist dazu. Weil diese Verbindung der Kräfte ist jedenfalls das Wesentliche. Das ist mir aufgefallen. Um das geht es, dass da einerseits der Mond gerade deswegen heraus geht, damit die Fortpflanzung, die geschlechtliche Fortpflanzung auf Erden möglich ist. Und zu der Zeit, wo diese Fortpflanzung nicht mehr möglich sein wird, ist die Zeit, wo der Mond sich verbindet, also jedenfalls diese Kräfte. Mehr weiß ich dazu nicht. Kann ich jedenfalls nicht sagen. Hat auch R. Steiner nicht so genau geschildert.

Aber man muss bei vielen Dingen sehr sich wirklich selber zusammenreißen, dass man sich das nicht selber immer alles viel zu gegenständlich vorstellt. Das ist so, wie die Mondentrennung, ich meine, dass der Mond aus der Erde herausgegangen ist, wenn man sich jetzt vorstellt, ok, da ist die Erdkugel und da ist der Mond drinnen und plupp, der Mond fliegt heraus. Solle es hundert Jahre dauern, ist auch wurscht, es ist immer noch ein Plop. Das Bild stimmt mit. Oft geht das aus den Schilderungen R. Steiners aber nicht heraus, also wie man so naiv, aha, also Erde und Mond trennen sich, na, dann denke ich mir, zwei Körper, die gehen halt auseinander. Dass das ein langwieriger Prozess ist, kommt da nicht heraus. Aber es ist ganz wesentlich dabei. Also in Wahrheit ist das ein gemeinsames Gebilde, das sich langsam, langsam, ein Teil im Inneren zur Erde verdichtet und äußerlich ein Teil wird, der das umgibt und sich dann irgendwann zum Mond verdichtet. Das wäre so ein Bild dazu. Das ist aber ein langer langer Prozess. Ich meine, die äußere Wissenschaft kann in Wahrheit auch nichts Gescheites dazu sagen. Sie haben ein paar Theorien. Ich meine, die meiste ist die, dass da ein Planet oder so ein Ding vorbeigeflogen ist und dadurch das passiert ist. Aber das ist alles hoch spekulativ. Aber es ist mit Sicherheit nicht so, dass also einfach der Mond, so wie er jetzt ist, als ein Körper da hinausfliegt aus der Erde.

Anmerkung eines Zuhörers: "Dass Mond und Erde sehr ähnlich sind chemisch mineralisch, das ist bekannt."

Das hat man erkannt! Und sie sind auch, es ist dieselbe Substanz, also das ist keine Frage, aber da hat sich etwas separiert und getrennt. Hat also den gleichen Ursprung, war ursprünglich ein Körper. Aber das ist in einem viel lockereren Zustand sozusagen, wo sich das trennt und wo sich eigentlich erst die Erde, so wie wir sie heute kennen, einerseits verdichtet und andererseits der Mond als etwas Separates verdichtet. Aus einem zuerst insgesamt noch viel dünneren und beweglicheren und flüssigen Körper oder Zustand heraus. Also man darf sich das alles nicht zu einfach und zu gegenständlich bildhaft vorstellen.

Anmerkung eines Zuhörers: "In erster Linie ist es doch ein geistiges Ereignis! Das sich dann auch seelisch und lebendig anfühlen muss. Wie es dann physisch genau ist, ist eh nicht so wichtig. Die Wissenschaft geht ja vom Physischen aus und deshalb kommt sie natürlich nicht an die geistigen Quellen heran. Aber da treffen sich die Wissenschaft und die Geisteswissenschaft von zwei Seiten."

Ja, absolut. Weil, man muss auch sagen, ich kann aus der geistigen Schau in Wahrheit nicht konkret sehen, wie es sich physisch außen abspielen wird. Ich komme von der geistigen Seite und aus dem kann ich dann irgendwie schließen, so ähnlich könnte es äußerlich passieren. Aber das sehe ich nicht. Sinnlich sehe ich es halt mit den sinnlichen Augen. Also geistig sehe ich es nicht sinnlich. Es kommt aus dem Seelisch-Geistigen und ich kann es dann nur zu einem sinnlichen Bild vergegenständlichen im Grunde. Und das könnte vielleicht ähnlich dann äußerlich sich abspielen. Aber das ist immer ein bisschen spekulativ auch.

Das ist problematisch, genauso wie es selbst problematisch ist beim Zurückschauen. Ich meine, beim Zurückschauen in der Vergangenheit ist es insofern ein bisschen einfacher, weil die Möglichkeiten eben total eingeschränkt sind eben auf das, was halt tatsächlich passiert ist. Da ist aus den Möglichkeiten halt eine herausgestorben und die war es dann, die im Äußeren ist. Dadurch ist die Bandbreite halt sehr reduziert. Aber das wirklich zu rekonstruieren im Grunde, wie das äußerlich ausschaut, ist schwierig. Ich meine, auch bei den Schilderungen, die jetzt R. Steiner von der Atlantis oder so gibt und teilweise auch wirklich äußere Bilder gibt, aber da muss man wissen, das ist aus dem inneren Erleben heraus, vielleicht sich hineinversetzen in das Bewusstsein des Atlantiers, in die Art, wie der die Welt erlebt und sozusagen ein bisschen durch die Augen dieses Atlantiers zu schauen und das zu erahnen dann, wie das äußerlich ausschaut. Aber das ist nicht so, wie sozusagen mit der Videokamera bin ich dabei. Das ist sehr, sehr schwierig.

Ja. Danke meine Lieben. Habe ich euch sehr lange aufgehalten heute. Schöne Woche euch allen. Ich danke euch fürs Dasein, fürs Dabeisein. Nächste Woche geht es weiter. 

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Schlüsselwörter

Sendschreiben an die sieben Gemeinden - beschleunigte Entwicklung im Moment - vom Zeitpunkt des Endes der irdischen Entwicklung der Menschen - Buddha-Würde - Christian Rosenkreuz - Meister Jesus - nathanischer und salomonischer Jesus - Sündenfall - Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen - Baum des Lebens (Ätherkräfte des nathanischen Jesus) - Vereinigung der beiden Jesusknaben zu einer Persönlichkeit - ein Ich-Bewusstsein entwickeln - Seelenentwicklung seit der ägyptischen Zeit - Empfindungsseele - Verstandes- und Gemütsseele (Philosophie, Platon, Aristoteles) - Bewusstseinsseele - heute sind wir im Zeitalter der Bewusstseinsseele angekommen - wir haben ein klares Bewusstsein gegenüber unserer äußeren Welt - heute das Bewusstsein auf das Denken richten, nicht auf die fertigen Gedanken - wirkliches Denken heißt, wir schaffen unsere Gedanken aus dem Nichts - eine schöpferische Tätigkeit ist eine geistige Tätigkeit - Phönix aus der Asche - Imagination im Sinne eines bildhaften Erlebens - seelisches Erleben - Intuition - Schicksalsaufgaben - das Denken aus der griechisch-lateinischen Zeit ist ein abgestorbenes Denken, das keine Zukunft hat - es begreift nur das Tote - schöpferisches lebendiges Denken entsteht nur dort, wo etwas aus dem Nichts geschaffen wird - Gleichgewicht von Aufbau- und Abbaukräften - uns unseres Ich als schöpferische Kraft bewusst werden - die „gleiche Vollmacht des Ich“, das bedeutet ultimative Schöpferkraft - am Seelischen, Astralischen arbeiten und ein eigenständiges Seelisches entwickeln - das unsterblich Seelische - Geistselbst - Geistselbst heißt Seelisches schöpferisch aus dem Nichts zu schaffen und verdorbenes Seelisches (Karmapäckchen) ins Nichts aufzulösen - Geistselbst ist ein durch das Ich verwandelter Astrallleib - das wird Aufgabe der sechsten Kulturepoche sein, muss aber heute schon vorbereitet werden -  Gemeinde von Philadelphia - Bruderliebe im Sinne einer allgemeinen Menschenliebe - Neues Jerusalem (Neuer Jupiter) als nächste Verkörperung der Erde als völlig neuen Kosmos - Astralisches in Nichts auflösen heißt Ahriman erlösen - Einnisten Verstorbener im Ätherleib - der letzte Tod - Adam-Kadmon - Sündenfall - Mineralien, Pflanzen, Tiere wurden aus dem Menschen ausgegliedert - Krieg aller gegen alle am Ende der siebten Kulturepoche - Scheidung der Geister - Laodicea - Amen - Liebe ist Lebenskraft - Lebensgemeinschaft bedeutet Austausch von Ätherkräften (Lebenskräften) - die Erde als selbstfunktionierender elektrischer Apparat - Zorn Gottes bedeutet Liebe Gottes - Farben und Seelenstimmungen - Thronwagenimagination - Merkaba - Kabbala


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Literaturangaben

Rudolf Steiner, Alexandra Riggins: Die sieben apokalyptischen Siegel, Triskel Verlag 2005, ISBN 978-3-905893-02-1;

Rudolf Steiner: Das Christentum als mystische Tatsache und die Mysterien des Altertums, GA 8 (1989), ISBN 3-7274-0080-3;

Rudolf Steiner: Die Apokalypse des Johannes, GA 104 (1985), ISBN 3-7274-1040-X;

Rudolf Steiner: Aus der Bilderschrift der Apokalypse des Johannes, GA 104a (1991), ISBN 3-7274-1045-0;

Rudolf Steiner: Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, V: Apokalypse und Priesterwirken, GA 346 (2001), ISBN 3-7274-3460-0;

Emil Bock, Das Neue Testament, Übersetzung in der Originalfassung, Urachhaus, Stuttgart 1998, ISBN 3-8251-7221-X