Das Rätsel des Bösen - ein Vortrag von Wolfgang Peter in Witten, 2026

Aus AnthroWorld

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9

| zurück zu Wolfgang Peter |

Dr. Wolfgang Peter am 24. April 2026 in der Christengemeinschaft Witten. Hier klicken um zum Video zu gelangen

Transkription des Vortrages vom 24. April 2026 in der Christengemeinschaft Witten

+++ Dieser Text ist maschinell transkribiert und bedarf noch der Überarbeitung von Menschenhand/Geist. Willst du MitTun? +++

Einführung: Widersacherkräfte als Bestandteil des Lebens 00:00:17

Ja, ich freue mich, dass wir hier gemeinsam ein nicht ganz so einfaches Thema behandeln dürfen, über das Böse in unserer Zeit und den Umgang mit den Widersachern in uns und um uns. Also wir haben sie innen, wir haben sie außen, um uns. Es geht eigentlich nur darum, sich dessen bewusst zu werden, weil wir haben sie schon seit langer Zeit, seit Beginn der Menschheit, eigentlich in Wahrheit begleiten sie uns, sie sind ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens und durchaus haben sie auch positive Wirkungen.

Man denkt immer, es ist nur negativ, es ist Verführung und es geht ins Schlechte, ins Gefährliche, in den Weltuntergang hinein, wie oft ist heute von apokalyptischen Zeiten die Rede. Ich halte gerade seit langer Zeit, seit über 300 Vorträgen über die Apokalypse, und versuche zu vermitteln, dass Apokalypse nichts mit Weltuntergang primär zu tun hat, sondern, es heißen ja die ersten Worte der Apokalypse, Apokalypsis Jesu Christi. Es heißt wörtlich übertragen, die Offenbarung des Christus, und das ist etwas, was das Anliegen dieses Werkes ist, den Menschen den bewussten Zugang zum Christus zu geben.

Nicht als etwas, was nur zu glauben ist, weil es große Religionsstifter gesagt haben und weil es in den Büchern steht, sondern dass es zu Erfahrung werden kann, zu einer geistigen Erfahrung, die Begegnung mit dem Christus. Die durchaus – es gibt ja viele Berichte darüber –, dass gerade Menschen, die in der Zeit des Zweiten Weltkriegs im KZ gefangen waren oder so, dass viele von denen, und nicht unbedingt nur Christen, sondern auch Juden, die ja vielfach eingesperrt waren dort, manche von ihnen Christus-Erlebnisse hatten. Das heißt, ein Erlebnis, von dem sie wussten, das ist der Christus, der mir begegnet. Das ist eine Kraft der Liebe, die zuströmt, die ausströmt, aus der Kraft gibt. Den Menschen. Und die es ihnen vielleicht so viel Kraft gegeben hat, diese schwierigen Bedingungen in diesen Konzentrationslagern zu überleben, die sie vielleicht sonst nicht überlebt hätten.

Weil Liebe, diese christliche Liebe, das was der Christus aussendet, ist eine Lebenskraft, eine belebende Kraft. Belebend im gesundheitlichen Sinn, belebend aber auch im geistigen Sinn, dass wir in unserem Denken, in unserem Empfinden, in unserer Wahrnehmung lebendig werden und nicht nur am Toten, am Abgestorbenen hängen bleiben. Unsere Zeit ist eigentlich wunderbar groß geworden, indem sie eine Technik entwickelt hat, indem sie eine Naturwissenschaft, eine exakte Naturwissenschaft entwickelt hat, aber alles das beruht auf einem im Grunde Totendenken. Auf einem zwar logisch ableitenden, sicheren Denken, aber das ist noch nicht das Gebiet des Geistigen.

Daher versucht man ja heute auch, wenn man in den Naturwissenschaften das Leben zu erklären versucht, dann erklärt man, wie die chemischen, biochemischen Prozesse ablaufen, wie die Evolution funktioniert, durch Zufall wird halt immer eine neue Mutation erzeugt und wenn es eine bessere Variante ist, dann überlebt sie halt besser als die anderen, und das alleine wäre der Motor der Entwicklung der Menschheit, der Welt, des Lebens auf Erden überhaupt. Da ist durchaus etwas Wahres auch dran, aber es ist nur die Außenseite. Es ist nur die Außenseite, weil niemals würde eine schöpferische Entwicklung funktionieren, wenn nicht auch der Geist dahinter steckt.

Die sogenannten Mutationen, äußerlich kann man das ja durchaus so sehen, aber es sind Veränderungen, hinter denen nicht nur der blinde Zufall steckt, sondern wenn ich das Wort Zufall in einem höheren Sinn nehme, fällt auch etwas Geistiges zu, etwas Gestaltendes, eine gestaltende Kraft, und diese Kraft ist in Wahrheit die Christuskraft.

Das Johannesevangelium und die schöpferische Kraft des Christus 00:04:41

Christus ist der, der laut auch der Bibel, wenn Sie das Johannesevangelium nehmen, im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. Und das Wort, das lebendige Wort, ist der Christus. Er ist der, der die Welt gestaltet hat, nicht die Vatergottheit. Die Vatergottheit bleibt eigentlich im Grunde ganz im Verborgenen und der Weg zur Begegnung mit dem Vater führt, wenn überhaupt, über den Christus.

Und er trägt es im Hintergrund. Das haben schon in der Vergangenheit große Denker, große Philosophen, große Gläubige, auch das erkannt, Theologen, wenn man sie so nennen will, frühe Theologen. Wenn man nimmt den Johannes Gottius Eroigena, der beschreibt es ganz deutlich, die Gottheit ist die nicht geschaffene und nicht schaffende Wesenheit, die vierte und höchste Stufe überhaupt des göttlichen Seins, die es gibt, die nicht schaffende. Er ist nicht geschaffen und auch nicht schaffend. Er hat sich zurückgezogen und der eigentlich Schaffende in unserer ganzen Weltentwicklung ist der Christus. Er ist der, der die schöpferischen gestaltenden Impulse in die Welt gebracht hat, die unsere Welt gestalten, vom Kleinsten bis zum Großen und auch weit über unsere Erdenwelt, über unsere Kleine hinaus, weil der ganze Kosmos mit dazugehört in gewisser Weise.

Das ist eine geistig gestaltende Kraft, und wie Sie wissen, ist diese gewaltige geistige Kraft, dieses geistige Wesen, dieses höchste geistige Wesen, der ja noch dazu mit der Vatergottheit und mit dem Heiligen Geist in gewisser Weise eine Einheit bildet und trotzdem auch etwas Eigenständiges ist, auch so ein riesiges Rätsel, das es zu lösen gilt und zu verstehen gilt irgendwo.

Also jedenfalls kann man sagen, der Christus ist der, der in der Welt tätig ist. Der Vatergott ist die Seite der Gottheit, die alles unten trägt, aber nicht gestaltet, nur trägt. Es trägt, es dem sozusagen den Boden bereitet, dem was der Christus schaffend wirkt. Und dann kommt noch der Heilige Geist dazu, der Geist, der auch in uns wirken kann. Wenn Sie denken an das Pfingstwunder, das heißt, es lebt auch diese Kraft, kann in uns aufleben.

Das Paradies und der Fall: Die Aufgabe, Gut und Böse zu erkennen 00:07:42

Das einmal so als Einstieg und als Gegenkraft zu dem, was die Widersacher jetzt sind. Weil wenn man jetzt die biblische Erzählung hernimmt mit der Schöpfung des Menschen, kennen Sie ja das Bild mit der Paradieses-Erzählung zunächst einmal, wo Adam und Eva sind und durch die Schlange, das heißt durch einen Widersacher, durch den luziferischen Widersacher verführt werden, und ihr werdet sein wie Gott, also eure Augen werden geöffnet, ihr werdet das Gute und das Böse erkennen und daher sein wie Gott.

Und wir leben jetzt in einer Zeit, wo wir das Rätsel des Bösen und natürlich damit auch das Rätsel des Guten zu lösen, zu lösen sollen, versuchen sollen es zu lösen zumindest. Das heißt, nicht es nur hernehmen aus der Überlieferung, weiß ich, da steht in der Bibel die zehn Gebote, die sicher gültig sind, aber weiß ich, warum sie gültig sind? Ja, natürlich nehmen wir an, wenn ich es nicht einhalte, wäre es schlecht, aber dieses Wissen, das wir haben über das Gute und das Böse, ist wirklich zu unterscheiden. Wie weit können wir es aus uns selbst schöpfen? Jeder einzelne Mensch aus sich selbst, weil es kommen immer wieder Situationen im Leben auch auf einen heran und in der Welt immer, weil die Welt sich entwickelt, Neues bietet, immer wieder neue Herausforderungen bietet.

Und gerade die Herausforderungen des 20. und 21. Jahrhunderts sind gewaltig, wenn Sie denken, eben gerade durch die große Entwicklung der Naturwissenschaften und der damit verbundenen Technik, wie sich die Kriege, die Kämpfe in der Welt verändert haben. Kriege gab es sicher schon in fernster Vergangenheit und die Menschen waren immer auch mal nicht friedlich und sind auch kriegerisch miteinander umgegangen, aber nur die Kräfte, die dabei in Bewegung gesetzt werden in der Welt, werden immer größer, immer stärker. Das heißt, der Mensch braucht gar nicht mehr kämpfen mit dem anderen direkt, sondern er drückt auf einen Knopf im Prinzip und löst etwas aus, was dann automatisch selbst den Gegner tötet.

Das gibt es heute schon, das ist gängig, also die Drohnen, die ausgesendet werden und die den Auftrag sozusagen haben, eine Zielperson gezielt zu töten, gezielt in einer Menge von anderen Menschen den zu töten, wenn er im Verein ist irgendwo, und das wird heute bereits eingesetzt. Das wird eingesetzt. Es ist verboten theoretisch noch, dass diese Maschinen, diese Drohnen mit der künstlichen Intelligenz, die sie steuern, dass sie es selbstständig machen. Es sollte zumindest laut Vereinbarung, die aber keine weltweite Gültigkeit im Grunde hat, sondern manchmal hält man sich dran und manchmal nicht, dann entscheidet die künstliche Intelligenz selbst: Aha, das ist mein Ziel, das ich töten soll. Das ist der Krieg der Zukunft.

Wir brauchen nicht glauben, dass es so laufen wird wie im Zweiten Weltkrieg, sondern der Krieg, der mittlerweile längst schon läuft, der Dritte Weltkrieg, heißt, dass gezielt in der Welt Menschen ausgeschaltet werden, die vielleicht einen nicht gewünschten Weg der Menschheit bereiten könnten. Im Kleinen wie im Großen ist das der Fall. Ich will Sie damit nicht schrecken und schocken, aber so läuft die Welt heute.

Ahriman: Der Geist der Finsternis und das technische Böse 00:11:33

Es laufen andere Dinge auch, aber da wir uns jetzt einmal mit dem Bösen auseinandersetzen, müssen wir sehen, welche Kraft das Böse heute entwickelt hat. Und diese Kraft, gerade diese technische Verstärkung, das ist eine Gabe einer geistigen Wesenheit, die Rudolf Steiner als Ahriman bezeichnet. Das ist die Wesenheit, der Name kommt aus der urpersischen Mythologie.

Aus der urpersischen Mythologie ist der Ahriman der große Gegenspieler von Ormuzd, dem eigentlichen Sonnengeist, und Ahriman ist der Geist der Finsternis. Der Finsternis des Toten, des Absterbenden, des tötenden Prinzips, während das Sonnenprinzip des Ormuzd das lebensspendende Prinzip ist. Ist das lange Zeit noch vor dem Christentum, wie es entstanden ist, entstanden. Und dieses Böse-Prinzip zu fassen fällt in eine Zeit, wo die Menschen überhaupt erst langsam, langsam beginnen, die äußere Welt annähernd so, wie wir, wahrzunehmen.

Wir denken uns, ja, Menschen, schon die ersten Menschen haben die Welt so gesehen. Ein Affe – wenn er in die Welt schaut, weil ja die Mär geht, dass wir vom Affen abstammen, in Wahrheit ist es irgendwie umgekehrt, aber das ist nur eine Randbemerkung –, nämlich wir kommen in das mehr Tierische immer mehr dann hinein, wenn wir nicht selber uns tragen, wenn wir nicht selber die Verantwortung für uns übernehmen. Das geht bis in die Haltung hinein, und das heißt, wenn man heute öfter sieht, wie Menschen so sehr mit hängenden Schultern gehen, nicht sich aufrichten können, so wirklich ganz, sondern sich eben tragen lassen durch ihr Skelett im Prinzip, dann haben wir eine Tendenz ins Affische hinein.

Und Rudolf Steiner schildert das sehr stark, wie in der Zukunft es durchaus kommen wird, dass man den Menschen ihre moralische Qualität an der ganzen Körperstatur, an der Körperhaltung, am Gesicht, in den Gesichtszügen und so weiter ablesen wird können. Das soll jetzt nicht sein, dass man sagt, aha, jetzt äußerlich kann ich diskriminieren, ich seh sofort, wie du reinschaust, du kannst nur böse sein. Nein, wir werden überhaupt ein Erkenntnisvermögen entwickeln müssen in unserer Zeit jetzt. Also wo lebt Gutes, wo lebt Böses, in jedem Menschen beides. Es ist nur die Frage, was die Überhand gewinnt.

Und mit dem sollten wir uns in unserer Zeit auseinandersetzen, das ist die Aufgabe, eine wesentliche Aufgabe unserer Kulturepoche, mit dem umzugehen und selber es zu erleben.

Die Erinnyen und die Stimme des Gewissens im Griechentum 00:14:37

Wenn man noch weitergeht, ich habe das gestern im Vortrag auch erzählt, wenn man etwa in die griechisch-lateinische Zeit, ins Griechentum überhaupt, so ins klassische Griechentum zurückgeht, wenn man liest die Schilderungen von Homer zum Beispiel, die Ilias und die Odyssee, wird sehr deutlich, dass der Mensch diese Fähigkeit, aus sich heraus zu beurteilen, ob er etwas Gutes oder Schlechtes getan hat, eigentlich nicht hat. Es sind die Götter, die ihn führen oder vielleicht auch verführen, aber er hat noch nicht den freien Willen wirklich voll entwickelt, dass er sich dagegenstellen könnte und anders entscheiden könnte.

Und es war dann tatsächlich so, so haben die Menschen es auch wirklich erlebt, weil sie eben noch in der Griechenzeit nicht nur die sinnliche Welt gesehen haben, obwohl gerade das Griechentum so wunderbar erwacht, einen großen Schritt dorthin macht, aber trotzdem, wenn sie zum Beispiel jemanden umgebracht haben, dann wurden sie von den Erinnyen verfolgt, von den Rachegeistern des Toten, des getöteten Menschen.

Und das war ein so starkes, natürlich inneres Erlebnis. Das waren keine äußeren Gestalten, aber das stieg als geistiges, seelisches, hellsichtiges Erlebnis in ihnen auf und das war so stark, dass viele sich selbst der Justiz ausgeliefert haben, wohlwissend, dass sie dann getötet werden, dass sie hingerichtet werden, in der Hoffnung, dass sie diesen Erinnyen dann Genüge leisten und befreit sind von diesem Erleben.

Wenn wir uns dazu sagen, dass sie auch noch, zumindest in der Frühzeit, wo die Odyssee und die Ilias und dergleichen geschrieben wurden, auch noch überzeugt waren, dass es ein Weiterleben nach dem Tod gibt, in welcher Sphäre auch immer, und das heißt, dass dort diese Erinnyen sie auch unter Umständen verfolgen würden.

Das Bild ist ja dann weiter gesponnen worden. Wir stehen heute in einer Zeit, die mit der griechischen Zeit beginnt, beginnt es in einer Zeit, wo wir nicht mehr von Erinnyen verfolgt werden. Ja, vielleicht von irgendwelchen Traumata, denke ich mir schon. Also wenn jemand einen anderen Menschen umbringt, vielleicht im Affekt, da ist man trotzdem innerlich erschüttert irgendwo, obwohl es natürlich heute auch eiskalte Mörder gibt. Aber ein unter Anführungszeichen normaler Mensch bewegt das trotzdem irgendwo. Es muss etwas Fürchterliches sein, wenn einem das passiert.

Und viele Menschen, die im Krieg dazu gezwungen wurden, andere zu töten, haben fürchterlich gelitten darunter. Es waren also nicht alle, die einfach, jawohl, ich schieße und er schied und hab vielleicht sogar die Genugtuung, etwas Gutes getan zu haben. Viele haben mit Absicht daneben geschossen, was sie natürlich nicht durften, aber sie haben das Risiko auf sich genommen, weil sie sehr richtig gespürt haben, das zerstört etwas in meiner Seele, und das ist eigentlich schlimmer als alles, was mir sonst noch passieren kann.

Also das sind so die Aspekte des Bösen in der Welt. Aber es ist eben, wie gesagt, heute durch die Technik die Auswirkungen der bösen Impulse in der Welt werden viel, viel stärker. Es ist nicht mehr in einem kleinen Umkreis, sondern es betrifft im Grunde immer die ganze Welt. Es hat Auswirkungen. Wurscht, wenn ein kleiner, kleiner Konflikt, der kriegerische Konflikt, sich entwickelt, irgendwo, sehr schnell wirken Kräfte und tragen das in die ganze Welt hinaus.

Und man sieht ja, wie heute das, was passiert jetzt in der Auseinandersetzung mit dem Iran oder sonst wo, es hat Wirkungen sofort in der ganzen Welt. Das sind nur die greifbaren äußeren Wirkungen, viel stärker sind noch die geistigen Wirkungen für die Menschen, die daran beteiligt sind, dieses Unheil in die Welt zu tragen und die eigentlich auch ein schweres Schicksal damit auf sich laden.

Das Rätsel des Guten und Bösen aus sich selbst schöpfen 00:21:00

Also was unsere Zeit eigentlich fordert, ist, dass wir jetzt zu einem ganz klaren Wachbewusstsein kommen. Wo ist etwas Gutes in der Welt, wo ist etwas Böses? Und schauen Sie sich heute an, was an Nachrichten über unser Weltgeschehen da ist, ja, wie soll ich das beurteilen? Es ist gar nicht so einfach. Ja sicher, man kann sagen, alle Kriege sind böse, gut, aber das löst das Problem noch lange nicht. Sondern wir müssen differenzierter sehen, wo sind Kräfte da, die das Gute fördern, wo sind Kräfte da, die das Negative fördern.

Und dann bitte eben nicht immer schauen, wenn die Zeitungen schreiben, das sind die Bösen, ob das wirklich unbedingt die Quelle des Bösen ist, sondern dass die vielleicht auch nur hineingezogen wurden in das Ganze. Also, selbst sich ein Urteil zu bilden, das Gute und das Böse zu erkennen, heißt eigentlich, selbst, aus sich selbst heraus, die Wahrheit zu erkennen und das Urteil sich zu bilden. Selbst.

Da kann man natürlich auch daneben hauen, aber es ist immer noch besser, als wenn man es nur den Nachrichten entnimmt, die einem entgegenkommen und wo einem gesagt wird, das ist gut und das ist schlecht. Das sind die Mittel, die auch die Machtmenschen in der Welt gebrauchen, indem sie den Menschen dann genau sagen und genau ihnen einhämmern lassen, was das Gute ist und was das Schlechte ist. Das ist aber das, was ihren Interessen dient und nicht dem Wohle der Menschheit primär. Das sind ganz wenige, das sind ganz wenige.

Das heißt, wenn die Welt friedlicher werden soll, kommt es darauf an, dass so viele Menschen wie möglich aus sich heraus erkennen, was das Gute und was das Böse ist. Und wir dürfen nicht auf den Frieden warten, den uns die Politiker bescheren werden. Wobei es durchaus auch große Menschen gibt, mit großer moralischer Verantwortung, die sehr wohl das Gute und das Böse erkennen, aber sie sind eher die Ausnahme. Die, die das Weltgeschehen großteils bestimmen, sind halt die Kämpfer, die sagen, unsere Interessen, mein Interesse und meiner Machtgruppierung, das steht im Vordergrund. Und sie sprechen es vielleicht nicht so deutlich aus, aber für sie ist das Gute ganz einfach das, was meinen Interessen dient.

Es gilt also zu erkennen, wo liegt die Kraft, die Kraft, das Gute wirklich zu erkennen, was gibt uns diese Kraft?

Das Ich und das Ego: Der Weg zur eigenen Individualität 00:24:10

Naja, wir sind Menschen, die mit einem Ich begabt sind. Wir sind jeder eine eigenständige Individualität, egal aus welcher Abstammung wir vielleicht auch stammen, aber unsere Individualität ist einzigartig. Einzigartig. Nur, es ist das, was man als unser Ich bezeichnen kann, im Unterschied, oder zur Unterscheidung, von unserem Ego. Das Ego ist so ein seelisches Abbild oder verzerrtes Abbild unserer Ich-Kraft. Das Ego ist das, das immer sagt, ja, was nützt mir, was mag ich, was mag ich nicht? Und ich versuche natürlich in der Welt immer das zu erreichen, was mir primär mal gut tut. Vielleicht nehme ich meine Familie auch mit hinein, weil wenn es der schlecht geht, geht es mir auch schlecht, also sorge ich für sie auch, aber die Nachbarfamilie, die soll hier bleiben, wo sie ist, die interessiert mich nicht.

Also das heißt, die christliche Liebe zum Beispiel geht viel weiter, sie geht dorthin, dass ich einem Menschen, einem wildfremden Menschen vielleicht helfe und es mir persönlich im Grunde gar nichts bringt. Ich könnte auch vorbeigehen und sagen, es interessiert mich nicht. Und oft ist es so, es sind ja nicht immer so spektakuläre Dinge, es ist oft nur vielleicht ein offenes Ohr für jemanden zu haben, der in Not ist, der an irgendwas leidet, mit irgendwas seelisch nicht fertig wird, ihm einfach zuzuhören. Es ist im Prinzip ganz einfach. Ich rede nicht von den spektakulären Dingen, sondern nur von dem bewussten sich Hinwenden zu einem anderen Menschen und ihn nicht nur äußerlich zu nehmen, sondern zu versuchen zu erkennen, mitzuerleben, was geht denn in dir vor, was bewegt dich, wo ist dein Problem, was kann ich dir vielleicht geben, und es ist unter Umständen nur ein weckendes Wort, das den anderen dazu bringt, seine Kraft zu mobilisieren und nicht in Lethargie zu verfallen.

Es ist oft ganz wenig, was notwendig ist. Es kann natürlich auch ganz viel sein, man setzt sich ein, fährt als Arzt in irgendeiner Kriegszone oder wohnt und nimmt viele Risiken auf sich. Das Spektrum ist sehr breit, aber es liegt an diesen einzelnen Menschen.

Und keine Organisation als solches, keine Regierung, kein Menschheitsführer kann uns das abnehmen. Wenn er ein Guter ist, ebnet er ein bisschen die Wege, aber trotzdem müssen wir selber initiativ werden. Frieden lässt sich nicht von oben her erzwingen, gestalten. Der Friede von oben ist der, wo man auf Befehl reagiert.

Die ägyptische Kultur und die Führung durch das Pharaonentum 00:27:00

Und wenn es gute Regeln sind, hat das in der Vergangenheit einigermaßen funktioniert. Wenn man denkt an die ägyptische Zeit, diese Pyramide ist ja ein Bild auch dafür, dass das Göttliche von oben wirkt und mit diesem Göttlichen ist der Pharao verbunden, der holt die Weisheit herunter und lenkt dadurch das Leben der Menschen, so dass es am optimalsten ist. Und das hat tatsächlich in der Frühzeit der ägyptischen Kultur einigermaßen funktioniert. Und die einzelnen Menschen, die das Land angebaut haben, wären nicht fähig gewesen, selber zu entscheiden, was muss ich da alles tun, wie groß muss ich mein Feld machen, wie muss ich das bearbeiten, wo tue ich das hin, sie wären überfordert gewesen. Das geht vielleicht noch in einer kleinen Familiengemeinschaft oder einer kleinen Stammesgemeinschaft, aber nicht dort, wo es ein großes ägyptisches Volk wird. Da braucht es jemanden, der die Weisheit hat, Richtlinien zu geben, das zu lenken, zu ordnen.

Nicht umsonst waren viele Menschen, wenn der Pharao gestorben ist, dann in Verzweiflung. Wirklich in Verzweiflung, weil ihre geistige Quelle sozusagen erloschen ist. Da war es nämlich das Ich des Pharao, der etwas Geistiges hereingeholt hat, was die einzelnen Menschen noch nicht hereingeholt haben.

Es ist aber auch trotzdem die ägyptische Zeit insofern etwas Interessantes, als eine geistige Verdunkelung stattgefunden hat. Und dass man den Zugang zum Geistigen nur mehr durch einen schwierigen Einweihungsweg finden konnte. In der urpersischen Zeit hatten die Menschen noch mehr einen Einblick unmittelbar ins Geistige. Sie hatten zwar noch nicht die Freiheit verwirklicht, aber sie hatten bildhafte Visionen vor sich, die sie ja relativ sicher durch das Leben geleitet haben. Und das hatte die Mehrzahl der Menschen.

Natürlich die großen Geistigen früher mehr und hatten mehr die Überschau, aber für die kleinen Dinge im Leben hatten die Menschen auch diesen Einblick. Sie sahen geistige Wesenheiten, wenn man so will. Sie sahen sie mehr noch als die äußere Welt, obwohl sie mit ihr geschickt umgehen konnten. Wir glauben immer, die Menschen in der Vergangenheit waren genauso wie wir, nur hatten sie weniger Technik und weniger Wissen. Nein, sie haben die Welt auch anders erlebt.

Wenn ich noch weiter zurückgehe in die urindische Zeit und davor noch, also Eiszeitkultur, atlantische Zeit, wenn man so will, sie haben gelebt in der geistigen Welt im Prinzip. So haben sie das meiste erlebt. Deswegen konnten sie trotzdem schon mit der Umwelt umgehen, Werkzeuge gestalten und dergleichen, aber nicht mit einem solchen Bewusstsein wie wir heute, mit einem ganz anderen Erleben. Sie haben sogar die Dinge oft mit traumwandlerischer Sicherheit gemacht.

Sie kennen das, der Schlafwandler ist jemand, der in der Nacht, er ist gar nicht bei sich, aber er geht sicher die Stufen hinunter, klettert vielleicht sogar aufs Dach. Wehe ihn dann aufzuwecken, weil dann stürzt er sich herunter. Sie finden den Weg, die Sinne funktionieren, alles, aber er weiß nichts, nichts davon, gar nichts. Es ist Tiefschlaf, also ein ganz weggetretener Zustand im Grunde, und trotzdem findet sich der Mensch zurecht, aber er kriegt nichts mit davon, aber er tut die richtigen Dinge und kann sich bewegen in der Welt, sicher bewegen, sogar vielleicht sicherer, als wenn er nachdenkend grübeln müsste, wie tue ich.

Das ist in gewisser Weise so bei Sportlern zum Beispiel, wenn ein Tennisspieler angenommen wird, der jedes Mal nachdenken muss, wie mache ich das jetzt am besten, das muss im Schlaf funktionieren. Wir sagen ja, das kann ich im Schlaf, wenn man mich aufweckt, ich kann das im Schlaf, das ist kein Problem. Da sind wir viel, viel mehr in der Wirklichkeit. Unser Verstand ist mühsam eigentlich in Wahrheit, dort wo es darum geht, spontan, hier, jetzt, sofort, in dem Moment, in der Zehntelsekunde, zu reagieren auf etwas. Da haben wir keine Zeit, lang zu grübeln, soll ich das, soll ich das, soll ich jenes. Wenn jemand, wo er unterzustürzen droht, muss ich mich entscheiden, wie mache ich das, kann ich ihn retten, kann ich ihn greifen, dann werde ich vielleicht auch hinunterfallen oder sonst was. Bis ich da zu einer Entscheidung komme, ist er schon längst unten. Also da muss ich ganz spontan sein.

Aber wir sind jetzt immer mehr in das hineingekommen, dass dieses aus einem sicheren Instinkt heraus zu handeln und zu reagieren, dass das immer mehr verschwindet und wir immer mehr gefordert sind, alles bewusst anzugreifen. Wir können dann trotzdem Routine in vielen Dingen entwickeln, aber wir brauchen immer den großen Überblick, den wir uns bewusst erwerben, bewusstes Verständnis dazu haben. Und das ist halt auch, wie man mit den ganzen Problemen, die in der Welt heute da sind, wenn man irgendwo verbessert mitwirken will, man muss sich auf sich selber stützen, das zu beurteilen, was kann ich hier, wo ich stehe, machen, ganz einfach.

Widersacherkräfte als Lehrmeister: Das Schicksal als Spiegel 00:33:24

Manche werden auch so weit sein, dass sie sagen, ja, ich kann auch dort hinfahren und dort was unternehmen, ich habe Fähigkeiten dazu. Wenn ich hinfahre und eigentlich nichts kann, dann werde ich wahrscheinlich mehr Schwierigkeiten dort erstens selber haben und vielleicht den Leuten noch mehr Schwierigkeiten bereiten. Es gibt auch Menschen, die wollen helfen um alles in der Welt, aber sie haben zwar den Willen, und sie bringen mehr Chaos hinein, als sie Hilfe sind.

Ja, Menschen sind unterschiedlich, also es geht darum sich selbst einzuschätzen, wie man ist, das zu lernen. Und dass wir lernen, selbstständig zu werden, dazu helfen uns diese Widersacherkräfte. Also die, die uns immer die Schwierigkeiten in den Weg legen, an denen lernen wir es. Ist schon klar, niemand wird glücklich sein, ach jetzt habe ich schon wieder die Katastrophe in meinem Leben, aber in Wahrheit lernen wir etwas daran. Nachher, vielleicht 20 Jahre später, wissen wir, Gott sei Dank ist das damals passiert und ist gut ausgegangen, aber ich habe viel daraus gelernt. Aber natürlich freiwillig sich in so etwas hineinzustellen, wenn man es irgendwie vermeiden kann, nicht.

Zum Glück haben wir das Schicksal, das uns aber so führt. Manchmal in Situationen, wo wir gar nicht auskommen. Und das Interessante ist, wer führt uns denn da? Eigentlich. Wir uns selbst. Unser wirkliches Ich. Unser wirkliches Ich kann das alles, weiß das alles. Nur unser kleines Ego, unser Alltags-Ich sozusagen, das weiß zunächst einmal nichts davon oder wenig. Oder weiß mehr, lieber die angenehmen Dinge. Die unangenehmen verschlafen wir lieber, solange es irgendwie geht. Aber unser wirkliches Ich weiß es. Und jetzt ist die Zeit da, dafür aufzuwachen. Das zu erkennen. Das zu erkennen.

In dieser Ich-Kraft lebt der göttliche Funke. Es lebt drinnen eine Geistigkeit, eine schöpferische Geistigkeit, die zwar im Miniaturmaßstab, aber gleich der göttlichen Schöpferkraft ist. Und dieses Ich gilt es heute zu entdecken. Ich habe oft in meinen Vorträgen gesagt, ja, wir reden zwar immer von Ich, Ich, Ich, aber wir wissen es nicht. Wir wissen so viel wie von einem Loch in der Wand. Da sehen wir ein schwarzes Loch, aber mehr sehen wir nicht. So viel wissen wir von unserem Ich. Es ist da irgendwo so ein Punkt da, eigentlich so ein dunkler Punkt, vielleicht leuchtet einmal etwas heraus, aber wir erkennen noch nichts.

Wir müssten eigentlich nur durch das Loch durchschauen einmal. Und zu sehen, die andere Seite zu sehen, nicht die äußere, die nur ein Abdruck oder ein Abbild dessen ist, was dahinter steckt, sondern unser wirkliches Ich zu ergreifen. Jeder Künstler tut das. Und jeder Mensch tut es trotzdem in seinem Leben. Es geht darum, es bewusst zu tun. Jeder Mensch hat Momente, wo er einen Einfall hat. Das ist etwas, was aus dem Geistigen kommt. Und wo er es dann vielleicht sogar umsetzt in die Praxis. Und wo er nachher genau weiß, ja, das musste ich tun, das war richtig. Und nachher verstehe ich es erst.

Das ist das Interessante bei dem, wo man wirklich aus dem Geistigen agiert, dass die Entscheidung fällt und nachher weiß man, dass sie richtig war. Oder im Moment vielleicht weiß man es sogar, aber man kann es nicht planen vorher. Man kann es nicht planen. Man kann es nicht lernen nach Lehrbuch, sondern man muss offen sein, die Situation, den Moment wirklich wahrzunehmen, wach dabei zu sein und dann zu spüren, wie eine eigene Kraft in einem selbst lebendig wird, mit der man als der Mensch, der man ist, eingreifen kann.

Das neue Jerusalem und die Mitarbeit des Menschen 00:44:15

Wenn ich nicht Arzt bin, kann ich nicht jetzt eine Operation durchführen. Da wäre ich wahrscheinlich mehr Unheil anstellen als sonst was. Da wäre ich eher schauen müssen, wie ich den schnell zu einem Arzt bringe. Aber andere Dinge kann ich wieder selbst ausführen, wo man auch seine eigenen Fähigkeiten abschätzen kann, die man hat. Wo man vielleicht etwas einsetzt, was man schon lange geübt und gelernt hat, aber eigentlich nichts damit getan hat, nur so nebenbei, und auf einmal braucht man es. Das sind die Dinge.

Aber wir haben jetzt die Widersacherkräfte, die uns immer wieder herausfordern und entgegenstehen. Das eine ist das sogenannte ahrimanische Prinzip, das ist also dieser Gegenspieler des Ormuzd in der urpersischen Zeit, der Geist der Finsternis. Es ist der Geist, der einmal das geistige Licht verdunkelt. Bis dahin haben die Menschen bis zur urpersischen Zeit, bis gegen Ende sogar der urpersischen Zeit noch, praktisch alle die geistige Welt miterlebt. Man kann sich das jetzt gar nicht mehr vorstellen.

Der Goethe hat eine gewisse Vorstellung von der sinnlich-sittlichen Erkenntnis. Das heißt, er sieht das Sinnliche und zugleich sieht er das Geistige drinnen und sieht, wie aus dem zum Beispiel die Pflanzenformen sich bilden, wie die Tiere sich entwickeln. Er sieht, wie eigentlich der Mensch das Urbild aller Lebewesen auf Erden ist, aller Tiere sogar. Womit man mit einem gewissen Recht sagen kann, eigentlich stammen die Tiere vom Menschen ab. Das ist eine alte geistige Weisheit, die da ist, natürlich nicht in äußerer Form. Natürlich sind wir nicht vor drei Millionen Jahren in der Gestalt auf Erden herumgelaufen. Aber die geistige Kraft, die in uns steckt, unsere Ich-Kraft, die damals schon da war, nur völlig geschlafen hat, aber sie war sehr wohl tätig, und sie hat, bevor wir so da gestanden sind auf Erden, viele Versuche gemacht, auf der Erde Fuß zu fassen. Und das Ergebnis davon ist die Tier- und Pflanzenwelt, die entstanden ist.

Das Leben, das auf der Erde entstanden ist, aus dem allgemeinen Leben der Erde, das da war. Weil die Erde selbst ist zunächst ein sehr lebendiger Planet gewesen. Die Erde selbst war das Ur-Lebewesen in gewisser Weise und sie ist sozusagen geimpft worden mit dem Samen des Menschen. Der Mensch war der Same, der jetzt dieses Leben aber in einzelne Lebensformen umgestaltet hat. Das waren wir dabei. Das Ich war schon immer und wird immer sein.

Und wir stehen halt jetzt in einer Phase drinnen, wo wir so da stehen und in uns oder durch uns wirkt diese Ich-Kraft. Diese geistige Kraft, die wesensgleich ist, aber im ganz kleinen Maßstab der Schöpferkraft, der Weltgestaltungskraft, die der Christus bringt. Das ist der Christus in uns, im Kleinen.

Es ist so schön in der Übersetzung von Emil Bock der Apokalypse. Da steht in übersetzter Form, da geht es um die Gemeinde von Thyatira, das entspricht der griechisch-lateinischen Zeit, dort wo das Ich erwacht ist im Menschen, und da steht drinnen als Wort des Christus selbst: Die gleiche Vollmacht, das Ich, soll ihm gegeben sein, dem Menschen, die ich von meinem Vater empfangen habe. Die gleiche Vollmacht, das Ich, soll ihm gegeben sein, die ich von meinem Vater empfangen habe. Es gibt andere Übersetzungen, wo das nicht so deutlich herauskommt, aber da hat Emil Bock sehr genial den wirklichen Sinn dieses Wortes dort erfasst, weil auch tatsächlich eben in die griechisch-lateinische Zeit so das erste Aufwachen eines wirklichen Ich-Bewusstseins da ist bei den einzelnen Menschen.

Da geht es los, seit diesem Zeitpunkt können wir dem näher kommen. Und ein großer Antrieb, wie es dann weitergegangen ist, eine große Kraft, wo das also mehr als bekräftigt wurde, ist das Mysterium von Golgatha, das Erdenleben des Christus. Gott wird Mensch, das Göttliche wird Mensch, damit im Menschen ein Göttliches erwachen kann, ein eigenständiges Göttliches in Wahrheit erwachen kann. Weil das liegt im Schöpfungsplan drinnen, dass wir Menschen Mitschöpfer werden sollen.

Die Vatergottheit hat sich sowieso zurückgezogen, sie trägt alles im Untergrund, aber sie ist die nicht geschaffene und nicht schaffende Gottheit eigentlich. Also sie tut nichts dazu, der Christus tut etwas und übergibt aber immer mehr auch Aufgabe an uns. Das heißt, es liegt auch am Menschen, die Welt weiter zu führen, weiter zu bringen, in Wahrheit sogar über das Ende dieses Erdenplaneten, wie wir ihn jetzt kennen, hinaus. Also das ist ein Blick in eine weite Zukunft noch.

Aber bleiben wir ein bisschen am Boden, am Teppich sozusagen oder am Erdboden. Es gilt auch die Erde umzugestalten, mitzugestalten. Daher ist einerseits verständlich, wenn viele Menschen heute sagen, ja, der Mensch vernichtet, er ruiniert die Natur, er ist eigentlich ein Schädling in der Natur. Viele meinen das ja. Aber das ist zum Teil wahr, das ist Wirkung der Widersacher auf uns, dass wir manchmal in ganz falsche Richtungen gehen. Aber würden wir nicht aktiv arbeiten an der Welt, sie pflegen, sie hegen, sie weitergestalten, dann würde sie noch viel früher sterben. Sie ist nämlich bereits über ihren Höhepunkt hinaus.

Da brauchen wir uns jetzt keine Angst haben, dass das morgen die Erde zusammenbricht. Es sind lange kosmische, lange Zeiträume. Aber wir sind über die Mitte der Entwicklung hinaus. Und so wie wir nicht ewig in dieser Menschengestalt, in der heutigen, herumlaufen werden auf der Erde, sondern eben irgendwann auch sterben müssen, so muss auch die Erde irgendwann sterben. Alles Physische zerfällt irgendwann. Das ist das Wesen des Physischen, dass es auch immer wieder zerfallen muss. Und da ist nichts davon ausgenommen. Selbst die Sterne werden irgendwann zerfallen, erlöschen, und es wird vielleicht wieder was Neues entstehen.

Aber jedenfalls sind wir eingeladen, die Erdentwicklung mitzutragen, mitzugestalten, mitzutragen. Tun wir ja sehr viel schon heute. Die Frage ist, ob immer mit den richtigen Mitteln und immer in die richtige Richtung. Auch da geht es um eine Erkenntnis des Guten und des Bösen. Welchen Weg sollen wir wählen? Nicht alles, was technisch machbar ist, muss deswegen schon gesund und heilsam für die Erde sein. Es geht ja eigentlich um eine Heilung der Erde auch, weil sie ist mittlerweile ziemlich krank geworden. Auch durch unseren Einfluss, aber wir haben auch die Mittel, heilend zu wirken. Und das wird für die Zukunft notwendig sein.

Der Strada-Apparat und die moralische Technik der Zukunft 00:54:00

Also nicht einzugreifen in die Weltentwicklung, in die Pflege der Erde, wird ihren noch früheren Tod, ihr Sterben bewirken, ihren Zerfall bewirken. Jedenfalls geht dann schrittweise natürlich, dass kein Leben mehr auf der Erde möglich ist, obwohl der Globus noch irgendwo vorhanden ist. Aber irgendwann ist selbst das zu Ende, sodass dieser Globus selbst zerbricht. Das ist nichts Böses. Es wäre sogar böse, wenn die Erde, so wie sie jetzt ist, in alle Ewigkeit bestehen würde. Dann wäre es etwas ganz Ahrimanisches. Dann würde man sie einfrieren in ihrem materiellen Dasein und das in alle Ewigkeit. Das wird sowieso nicht der Fall sein, aber das ist genau das, was ahrimanische Kräfte versuchen.

Also es gehört, auch die Vergänglichkeit gehört dazu, um auf eine höhere, geistig auf eine höhere Stufe aufzusteigen und dann natürlich wieder in eine äußere Form auch wieder in die Welt zu kommen, aber auf einer viel höheren Stufe.

Etwas, so wie es bei uns ist. Wir können mit der Körperlichkeit, mit der wir geboren wurden, gewisse Dinge erreichen und andere nicht, weil unsere Körperlichkeit es nicht hergibt einfach. Manche sind genial begabt im Denken, andere sind in den Kraftdingen genial begabt, es gibt alles mögliche. Einer ist ein begnadeter Schauspieler, wie auch immer. Und da spielt auch die körperliche Anlage eine Rolle. Nicht jeder Mensch kann alles wirklich gut erwerben. Jeder kann sich herantasten, aber man hat auch seine starken Seiten und seine schwachen Seiten.

Und daher legen wir irgendwann in Wahrheit unsere Körperhülle ab, gehen durch eine geistige Erfrischung durch, wo wir uns wieder neue geistige Kraft dadurch holen, dass wir das, was wir im letzten Erdenleben getan haben, gestaltet haben hier im Leben, was wir auch vielleicht schlecht gemacht haben, dass wir das verarbeiten und dann mit neuen Kräften versehen wieder auf die Welt kommen und mehr leisten können, anderes leisten können für das Weltgeschehen. Wir sind Mitbeteiligte.

Also wir sehen uns so gern halt, und vielfach auch die Wissenschaft oder so, im Grunde ist der Mensch also wie ein größerer Käfer halt, der da herumläuft, mehr oder minder zufällig herumläuft, durch die Evolution herausgekommen ist und irgendwann auch wieder verschwinden wird. Aber es steckt viel mehr dahinter. Ja sicher, wir werden auch einmal diese ganze Gestalt, wie wir sie jetzt haben, so nicht mehr haben. Sie wird in einer viel geistigeren Form zur Erscheinung kommen, wo unser Wesentliches drinnen liegt. Wir werden in eine Zukunft gehen, die zum Beispiel in der Apokalypse dann genannt wird das neue Jerusalem, in das wir eingehen. Eine neue Welt, gestaltet wie ein Würfel interessanterweise. Ein Würfel ist ein Bild für die Erdentwicklung, aber das ist nur ein geistiges Bild. Also man braucht nicht glauben, dass jetzt im Weltraum ein Würfel schweben wird.

Das Wesentliche, was dort herauskommen sollte – so schildert es Rudolf Steiner ganz deutlich, und in Wahrheit ist die Apokalypse des Johannes eine Vorbereitung auch auf das –, es soll dort die Liebe eine Naturkraft werden. Das Naturgesetz dieses neuen Jerusalem ist die Liebe zwischen den Wesen, die dort leben, die diese Welt ausmachen eigentlich, weil alles ist wesenhaft dort. Es sind Elementarwesen, Engelwesenheiten, es sind Menschen. Wir werden auch dort sein, sicher in einer anderen Form als wir jetzt sind. Müssen wir gar nicht spekulieren, wie das alles aussehen wird, aber wir sind dabei eigentlich. Wir haben eine große Zukunft vor uns.

Nur dass wir sie erreichen in gesunder Weise, müssen wir jetzt schon etwas tun. Können wir jetzt etwas tun. Man sagt sich jetzt natürlich, um Gottes Willen, jetzt denke ich an eine neue Welt, eine neue Erde im Grunde, die da entstehen soll. Bitte, wo soll ich da jetzt anfangen? Wir fangen an im Kleinen, wenn wir jetzt das Rätsel des Guten und des Bösen lösen. Das ist eines der vielen Rätsel. Die vorhergehende Kulturepoche hatte andere Rätsel zu lösen. Die griechisch-lateinische zum Beispiel, das Rätsel von Geburt und Tod. Es gibt eine gewisse Antwort darauf und die besteht im Erdenleben des Christus. Mehr will ich dazu gar nicht jetzt sagen, weil sonst redet man stundenlang über dieses Rätsel.

Das Wichtige ist für uns heute, das Rätsel des Guten und des Bösen zu lösen, umzugehen mit den Widersacherkräften. Da ist eben einerseits die ahrimanische Kraft, die wir schon genannt haben, die alles im Grunde abtötet, mechanisiert, berechenbar macht. Wo man sagt, der Ahriman denkt sich, die Welt, die beste Welt wäre die, die sich vollkommen berechnen lässt und wo alles im Grunde vorhersehbar ist dadurch. Das ist doch eine optimale Welt, alles geplant, mit perfektem Intellekt geplant, kann nichts schief gehen sozusagen, alles funktioniert. Freiheit gibt es in dieser Welt nicht. Nicht einmal einen freiwilligen Wimpernschlag kann ich machen in dieser Welt des Ahrimans. Das hält er für die perfekte Welt. Ich überlasse es Ihnen zu beurteilen, wie perfekt das wirklich für uns ist, für unser Empfinden.

Die andere Seite ist der Luzifer, der sagt, ja, ich zeige euch ein übersinnliches Licht in diese Welt, könnt ihr gehen. Es ist aber eigentlich nur die Welt, wo wir sehr stark unser Ego ausleben, unser eigenes Ego strahlend machen, in die Welt hinaus strahlen und damit aber im Grunde nur für unser Eigenwohl sorgen und nicht für einen größeren Bereich. Das heißt, da sind wir auf etwas Kleines, sehr Bescheidenes in Wahrheit reduziert. Was uns heute unheimlich groß ist, der Luzifer verführt uns. Das kann er sehr gut.

Also immer dort, wenn Menschen berichten von Engel-Erscheinungen heute und wie schön das war, dann hat es sich der Luzifer mit Sicherheit. Das darf man nur in der Bibel nachlesen. Immer, wo ein Engel erscheint, das erste ist, fürchte dich nicht, weil die Begegnung niederschmetternd ist. So eine starke geistige Kraft ist da, die man eigentlich fast nicht aushält, die nur ganz wenige Menschen aushalten. Also die, die jedes Wochenende einen Engel erleben, denen darf ich sagen, dass sie nur dem Luzifer begegnen. Der ist schön, der ist angenehm, der ist nicht erschreckend, der ist wohltuend, der ist angenehm, aber er schwächt unsere eigene geistige Kraft immer mehr.

Und natürlich die dunkle Seite erkennen wir dann erst recht nicht. Die beiden Widersacherpole sind zwar auch Gegner irgendwo, aber sie unterstützen einander auf der anderen Seite auch wieder. Also der Luzifer hilft dem Ahriman, dass wir seine Strategie, alles zu mechanisieren, alles berechenbar zu machen, dass wir das gar nicht so wirklich wahrnehmen. Damit muss ich mich nicht beschäftigen. Ich sitze meditierend und so lebe ich mein Leben durch und das tut ja der Menschheit gut und allem gut. In Wahrheit tut es nur mir momentan scheinbar gut, aber ich komme immer weiter herunter im Grunde. Ich stelle mich immer weniger auf mich selbst.

Dieses Erkennen des Guten und des Bösen hängt einmal zusammen damit zu sehen, dass es wirklich Widersacherkräfte gibt. Das sind Kräfte, die in der Welt wirken, die auf mich wirken, die in mir auch wirken und die ich erkennen soll. Die Stimme des Gewissens ist ein Anfang davon, das ist ein nächster Schritt.

Das Urbild war das Erleben der Erinnyen, das zu merken, also ein hellsichtiges Erlebnis, das uns geschenkt wurde im Grunde, auch wenn man sich gefürchtet hat davor, aber es hat uns den Weg gewiesen irgendwo. Das ist aber zu wenig für die Zukunft. Wir müssen und sollen es aus der Freiheit erkennen. Das ist das Wichtige. Das heißt, wir sollten den Ahriman erkennen, wo er tätig ist, wo zu viel Intellekt drinnen ist, aber kalter, herzloser, liebeloser Intellekt. Das ist nämlich das Gefährliche.

Der Intellekt an sich ist was Gutes, es ist auch eine gute Gabe von Ahriman durchaus, und die Technik, die daraus entsteht, ist auch im Prinzip etwas Gutes. Also wir sollten uns nicht wünschen, in die Vergangenheit zurück, wo wir noch Höhlenmenschen waren oder kurz danach, schon Höhlenmenschen mit Zentralheizung oder so, aber da wäre schon der Ahriman dabei. Nein, es gehört dazu. Rudolf Steiner sagt einmal, die Erde wird ein selbsttätiger elektrischer Apparat werden und daran führt kein Weg vorbei. Aber das ist nicht die ganze Geschichte. Die andere Geschichte ist, dass wir sehr viel dazu beitragen können, Lebenskraft auch in die Erde zu geben.

Ich habe erst unlängst ein Modell gesehen und kennengelernt von dem sogenannten Strader-Apparat, den Rudolf Steiner aber eher künstlerisch in den Mysteriendramen beschreibt und das nimmt als so künstlerische Darstellung eben eines Apparates in der Zukunft, der durch moralische Kräfte, das heißt durch geistige Kräfte des Menschen angetrieben wird. Was kann man sich darunter vorstellen? Wichtig ist dabei auf jeden Fall, dass die Kraft, die Antriebskraft, eigentlich von uns ausströmt und wenn sie von uns nicht ausströmt, dann kann der Apparat nicht tätig werden. Er wird erst tätig durch die Energie, wenn sie so wollen, aber durch diese geistige Kraft, die wir ausströmen, die aber dann dieser Apparat eben auch in eine äußere Tätigkeit, in eine äußere Kraftwirkung umsetzt.

Davon ist heute noch keine Rede. Das wird vielleicht in drei, vier, fünftausend Jahren in etwa sein. Vorher wahrscheinlich nicht, dass das wirklich funktioniert, im großen Maßstab.

Ahriman und die Angst: Die Erlösung der Widersacher 00:59:28

Dann werden wir auch ein Gegengewicht setzen zu dem, dass die Erde ein selbsttätiger elektrischer Apparat wird. Es wird bereits, auch wenn wir Kräfte ausströmen, moralische Kräfte ausströmen, Lebenskräfte, Liebeskräfte ausstrahlen. Das ist die Vorbereitung auch für das sogenannte neue Jerusalem, von dem in der Apokalypse die Rede ist. Von einem neuen Zustand, von einer neuen Erde, wenn man so will, die ganz anderen Gesetzmäßigkeiten folgen wird, als die jetzige Welt überhaupt.

Da eben die Widersacher in der jetzigen Welt so stark tätig drinnen sind, haben wir auch sehr viele tote Naturkräfte, tote Naturgesetze, die wirken. Die sind tatsächlich in unserer Welt jetzt drinnen, aber die sind die Beigabe Ahrimans. Alles, was berechenbar ist, das ist das Ideal der Naturwissenschaften heute, es muss berechenbar sein, in Formeln fassbar sein. Ich kann nicht einfach aus Intuition erfassen, wie das ist, sondern ich muss es berechnen können. Aber das ist die ahrimanische Seite. Ja, danke Ahriman, sonst hätten wir die Welt, auf der wir so stehen können, wie wir heute stehen oder sitzen können auf den Stühlen, hätten wir nicht.

Das ist der Widersacher Ahriman. Und seine zweite Aufgabe ist, uns immer zu versuchen auf seine Seite zu ziehen. Und wir haben dadurch die Chance zu sagen, nein, ich kann noch mehr als du. Und dieses Mehr will ich, ich will eine lebendige Welt. Ich will keine berechenbare Welt, sondern ich schaffe mit an einer lebendigen Welt. Ich habe Lebenskraft, mit der ich ganz bewusst umgehen kann. Ich habe Liebeskraft, mit der ich umgehen kann. Das kannst du nicht. Also kann ich eigentlich mehr als du.

Und diese Erfahrung lebt in den ahrimanischen Wesen, dass der Mensch eigentlich etwas hat, was Ahriman nicht hat. Eben diese Lebens- und Liebeskraft. Und die kommt einfach nicht heran und er fürchtet sie. Und er fürchtet sie. Und jetzt will ich Ihnen was ganz Entscheidendes sagen.

Wenn wir Angst haben vor dem Bösen, vor dem Zerstörerischen, vor dem Tötenden, von dem ja auch Berechenbaren, wenn es uns in eine Maschinerie einspannt, wenn wir da Angst erleben dabei. Es ist die Angst von Ahriman, die er vor uns hat. Und die sich auf uns überträgt. Wir brauchen keine Angst haben vor ihm, weil er so übermächtig ist, sondern wir sollten lieber sehen, wo wir ihm hoch überlegen sind und wo er zittert davor, dass wir vielleicht einmal drauf kommen. Dass wir über diese Kraft verfügen, weil dann kann er sein Werk so wie jetzt nicht mehr ausführen. Das wird die Erlösung Ahrimans aber sein in Wahrheit. Nur er fürchtet sich davor.

Und das ist wirklich die Angst, die wir heute haben auch, von dem, was Widerschreckliches in der Welt passiert. Kommt morgen schon der Weltuntergang? Wann kommt der Dritte Weltkrieg? Er läuft im Übrigen eh schon die ganze Zeit. Er hat sich nahtlos an den Zweiten Weltkrieg angeschlossen. Es ist weltweit ein Krieg im Grunde, aber mit immer kleinen Nadelstichen da und dort, aber ganz vernetzt auf der Welt. Das hat einen Zusammenhang, die Dinge alle. Das nur so als Randbemerkung.

Aber Ahriman hat also die riesige Angst davor, dass wir ihn durchschauen könnten. Und dass wir unsere Kraft einsetzen, die er nicht hat, die aber stärker ist. Weil es ein Teil dieser wirklich lebendig weltschöpferischen Kraft ist. Das ist die Christuskraft in uns. Aber in Freiheit. Der Christus nimmt den Impuls auf, den wir schöpferisch entwickeln. Nicht er gibt ihn uns und sagt, du musst das machen, du musst das machen. Jeder entwickelt es aus sich. Und wenn es so ein starker schöpferischer Impuls ist, hilft der Christus dazu, es in die Welt zu tragen. Dass es diese große Dimension bekommt und dass die Impulse aller Menschen, die diese Impulse entwickeln, zusammenströmen, zu einem Ganzen sich bilden.

Das ist das Große. Aber es wird daran hängen, ob wir erkennen diese Kräfte und ob wir tätig werden aus unserem eigenen Ich heraus und daher auch aufgerufen sind, unser Ich einmal zu unterscheiden von unserem bloßen Alltags-Ego, das wir durchaus brauchen. Ohne Ego könnte man nicht existieren in der Welt. Nur es sollte nicht immer die Führung haben. Und in allen Sachen sagen, das mag ich nicht, das ist mir zu anstrengend, zu gefährlich. Nein, nein, das kann ich nicht. Nein, bitte schenkt es mir, ich will es nicht selber machen, sondern hier stehe ich mit nichts, aber trotzdem, ich werde einen Schritt machen und die Welt mitgestalten. Wie auch immer. Wie auch immer, sei es durch ein gutes Wort. Jeder nach seinen Fähigkeiten.

Und es geht gar nicht darum, wie groß die Fähigkeiten sind, sondern diesen Willen, die eigene Kraft zu entwickeln, sich aufs eigene zu stellen und nicht schon wieder zu fragen nach dem nächsten Handbuch, bitte, wie soll ich das machen? Ich bringe einen neuen Impuls in die Welt und wenn er noch so klein ist, das macht es aus. Das ist Christuskraft. Das ist nicht einfach, ja, ich befolge eh alle Gebote, die in der Bibel stehen. Ja, das sollte eigentlich selbstverständlich sein, aber das ist zu wenig. Das alleine ist zu wenig. Das gestaltet nicht die Zukunft. Dann bin ich so wie der brave Schüler, der sitzt und brav Fragen beantwortet, der aber sicher nie selber einen Einfall in die Welt stellen wird, sondern der nur viel Wissen vielleicht aufhäuft und das Wissen wieder weitergeben kann, ausspucken kann, aber nicht kreativ was Neues hineinbringt, und das trägt die Welt weiter.

Das sind die Impulse, das sind die Lebensimpulse, die die Welt weiter gestalten. Das soziale Leben, soziales Leben, Lebenskraft schon wieder. Wenn ich Liebeskraft verschenke, verschenke ich Lebenskraft, die im sozialen Zusammenhang belebend wirkt, dass es harmonischer dort wird, da kann ich beitragen. Ich kann auch das Gegenteil bewirken, ich kann auch eben zerstörerisch wirken, aber wir haben die Kraft in uns, da etwas zu bewirken.

Man kann als Mensch auch in einer Umgebung, wo viel gestritten wird, etwas Positives entwickeln. Beobachtet es einmal, es gibt so Menschen, wenn die in ein Zimmer reinkommen, geht die Sonne auf irgendwo. Man empfindet es als wohltuend. Und ein anderer kommt rein, schaue ich lieber, dass ich gehe wieder. Ja, das tragen wir in uns und es geht einfach darum, wachsam zu werden. Das ist unsere Zeit.

Das Kali-Yuga und die Rückkehr geistiger Wahrnehmungsfähigkeit 01:05:09

Wenn ich kurz schon einmal erwähnt habe, ein finsteres Zeitalter ist angebrochen, schon im Grunde vor der ägyptischen Zeit. Das heißt, die Ägypter hatten dieses ursprüngliche geistige Sehen nicht mehr von Natur aus, sondern sie mussten Einweihungswege, Schulungswege machen. Und bei einzelnen auserwählten Personen, die auch die richtigen Kräfte aus ihrer Vererbung mitgebracht haben, konnte das sein, dass sie so weit kamen, mit drastischen Mitteln wieder das Geistige zu sehen. Die drastischen Mittel waren bis dorthin, dass sie in einen todesähnlichen Zustand versetzt wurden, also in einen Tiefrausch hinein. Und als sie dann aufgeweckt wurden, konnten sie etwas vom jenseitigen Leben schildern, weil sie nahe am Tode waren.

Wenn man bis in diesen mediumistischen Tiefschlaf versetzt wird, das ist tiefer als der traumlose Schlaf. Das ist eigentlich ein Bewusstsein, das wir gar nicht als Bewusstsein bezeichnen würden. Weil es ist so weit draußen. Es lebt in der Welt draußen, ganz in der Welt draußen, und ist vergleichsweise gesprochen so dünn dadurch, auch so schwach, dass wir es gar nicht bis in unser Ich-Bewusstsein, in unser Alltagsbewusstsein irgendwo hineinbringen können. Aber im Moment des Aufwachens, wenn man jetzt diesen Einzuweihenden erweckt hat, hat er noch so die letzten Reste dieses Erlebens mitgenommen, hat sie ausgesprochen und die Priesterschaft hat es festgehalten. Irgendwo hat es memoriert, hat es im Gedächtnis festgehalten, zunächst dann vielleicht auch niedergeschrieben. Und so kamen also die geistigen Erkenntnisse, die Bilder, die in den Totenbüchern und dergleichen drinnen sind, alle auf diese Art. Also es war ein Gewaltmittel, aber notwendig im Grunde, um noch etwas Geistiges zu erleben.

Und dann in den späteren Epochen, griechisch-lateinische Zeit, finster im Grunde, Mittelalter, finster, noch, erst zu Beginn der Neuzeit fängt es langsam an. Aber wirklich erst in der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Da endet das sogenannte Kali-Yuga. Das haben die Inder schon sehr früh gewusst, wir hatten schon Zahlen dazu, die mit dem übereinstimmen, was dann auch Rudolf Steiner gegeben hat.

Aber mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts, schlagartig im Grunde, ist es jedem Menschen im Prinzip möglich, die geistige Seite der Welt wieder zu erkennen. Man muss es nur wollen. Man muss es nur wollen und man muss es lernen. Und man kann es lernen.

Ich möchte dazu es vergleichen und anführen, auch dass wir sehen, im Sinnlichen müssen wir lernen. Das Kind sieht nicht allein einfach dadurch, dass es Augen hat, die gesund sind, sondern es muss lernen, mit ihnen umzugehen. Es muss lernen, mit den Blicken zu malen, zu zeichnen, dadurch erst erkennen wir die Welt langsam. Das Kind, wenn es geboren wird, sieht gar nichts außer hellem Licht, schrecklich. Es denkt es sich gar nicht so, aber es empfindet es als entsetzlich. Also dieser, aus der Geborgenheit des Mutterleibes ans grelle Licht womöglich geboren zu werden, ist ein Schock. Ein Schock, der aber auch heilsam ist, weil er aufweckend ist für die äußere Welt, die wir haben sollen.

Also auch nicht jeder Schock ist schlecht. Aber dann müssen wir lernen, die sichtbare Welt zu sehen, indem wir lernen, unsere Augen zu gebrauchen, Nähe, Ferne abzuschätzen, Formen. Vielleicht ist Ihnen das gar nicht bewusst, man kriegt es sehr schwer mit, aber wenn wir ein Gesicht erkennen, erkennen wir es deswegen, weil wir es zeichnen. Mit den Blicken folgen wir den wesentlichen Konturen des Gesichtes und das haben wir in der Vergangenheit gemacht, wenn wir den Menschen getroffen haben, und wir machen es jetzt wieder, und dadurch erkennen wir ihn wieder. Und wir sind selbst tätig dabei.

Das heißt, Wahrnehmung funktioniert nicht so, ich mache die Augen auf und es ist da. Ähnlich ist es bei den Ohren und bei den anderen Sinnen auch. Ich muss es lernen. Und genauso muss man das geistige Wahrnehmen lernen. Das heißt, nur weil wir ein Geistwesen sind in unserem Ich, das heißt noch nicht, dass wir auch wirklich die geistige Welt bewusst wahrnehmen. Wir müssen es lernen. Und dass das Kali-Yuga, das finstere Zeitalter, vorbei ist, heißt nichts anderes, dass jetzt diese Fähigkeit der Menschen wieder in Tätigkeit gesetzt werden kann. Ohne dieser drastischen Mittel, die man noch in der ägyptischen Zeit verwendet hat, um ein bisschen noch einen Einblick zu kriegen. Aber jetzt ist die Zeit wieder da, dass wir das können.

Das war der Grund, warum Rudolf Steiner genau um diese Zeit, um diese Zeitwende herum mit der Anthroposophie letztlich in die Welt getreten ist. Also zuerst, indem er zu den Theosophen gegangen ist und dort seine Einblicke, von seinen Einblicken begonnen hat zu schildern, weil es ab diesem Zeitpunkt möglich war.

Und wir müssen halt lernen, dass die Widersacher uns versuchen, davon auf der einen oder anderen Seite immer abzubringen. Und dass wir den Mut aufbringen, uns ganz auf uns selbst zu stellen. Das ist die eigentliche Lösung des Rätsels des Guten und des Bösen. Wenn wir das schaffen und wenn mehr und mehr Menschen das schaffen, dann werden wir eine bessere Welt bekommen. Wir werden sie nicht dadurch bekommen, dass wir sagen, ja, irgendein Staat oder eine Weltregierung oder sonst was muss für Ordnung sorgen, dass das funktioniert. Es wird nicht funktionieren. Und da garantiere ich nicht. Es wird nicht funktionieren, wenn nicht genügend Menschen aus sich heraus diese Fähigkeit entwickeln, diese Kraft entwickeln, diese Liebeskraft, wenn man so will, ohne dass man das irgendwie kitschig auffassen darf.

Weil es genug ist, ja, ich liebe euch alle, alle Menschen liebe ich, ich will alle umarmen. Aber das ist höchstens ein angenehmes Selbstgefühl, ich fühle mich so gut. Das muss viel konkreter sein. Ich muss eine Kraft aussenden, die wirklich konkret den Menschen, denen ich begegne, etwas gibt. Eine schöpferische Kraft, eine Lebenskraft, die denen was gibt, die Anregung ist. Wo ich den anderen Menschen nicht mehr nur äußerlich sehe als physischen Gegenstand, sondern wo ich ihn als Mensch, als Geistwesen, als beseeltes Wesen, als belebtes Wesen erlebe. Und etwas von meiner Lebenskraft mit seiner Lebenskraft verbinden kann im Grunde. Es fließt, in Wahrheit fließt es dann hin und her. Dann geht es in eine lebendigere Welt, in eine Welt, in der immer wieder neues Leben aufquillt hinein.

Während wir im Moment sehr früh durch die ahrimanische Kraft ins Absterbende hineinführen. Und die Kriegszustände, die es in der Welt sind, sind nur ein Ausdruck dessen, dass diese tötende Kraft, wo kein Leben mehr drinnen ist, wo nur alles berechenbar ist drinnen ist, dass wir das überwinden. Das können wir nur aus unserer eigenen Kraft. Jeder kann so klein etwas beitragen. Es kommt nicht aufs Große an.

Publikumsgespräch: Die Inkarnation Ahrimans und die Widersacherhierarchie 01:13:27

Ja, das sind meine Ideen, oder nicht nur meine, sondern was mir heute aufgefallen ist zu dem Thema. Wenn Sie noch Fragen haben dazu, wenn Sie noch etwas dazu sagen wollen, gerne.

Publikumsfrage: Auf dem Weg zum neuen Jerusalem werden wir ja nun noch in diesem Jahrhundert die irdische Inkarnation Ahrimans erleben. Und zu dem erst einmal ein paar Worte.

Gerne, gerne. Das ist was sehr Interessantes, ja, auch was drinnen ist, eben was Rudolf Steiner so deutlich auch gezeichnet hat. Es gab erstens einmal um die Zeitenwende die Inkarnation des göttlichen Selbst des Christus auf Erden. Also kurz nach der Zeitenwende dann in Wahrheit. Ist so richtig, also mit dem Mysterium von Golgatha, weil die Inkarnation des Christus vollendet sich eigentlich erst am Kreuz. Dort ist sie vollständig. Nicht mit der Geburt schon irgendwo, um jetzt gar nicht auf alle Details einzugehen, sondern sie vollendet sich im Moment des Todes im Grunde. Der Moment der vollen Inkarnation des Christus ist, wenn er stirbt am Kreuz. Dort ist sie vollendet, die Inkarnation.

Publikumsfrage: Ja, es gibt ja von Steiner auch diese Angaben zu den Asuras und dem Sorat. Wie ordnen Sie das hier ein? Ich kenne das ja so als, wie heißt das, Luzifer ist die Landebahn. Normalerweise können uns die anderen nichts anhaben, aber wenn wir dem Luzifer nachgehen, dann öffnen wir, weiß ich nicht, welchen von den beiden, also die Tür, und dann kommen die durch das geöffnete Tor rein, dass wir Luzifer geöffnet haben.

Das ist richtig, ja, das ist richtig.

Publikumsfrage: Bei Ihnen ging es so auf, und dann dachte ich, vielleicht haben Sie ja noch weitere Bemerkungen dazu.

Ja, das Thema ist natürlich riesengroß, also man könnte jetzt, wenn ich das jetzt wirklich im Detail beantworten wollte, wäre das mindestens noch eine Stunde oder so, oder eineinhalb Stunden.

Publikumsfrage: Es kam ja gar nicht vor, es hat mir gefehlt.

Ich habe mich jetzt zunächst einmal beschränkt auf die zwei Seiten, das sind einmal die wichtigsten. Sie sind aber auch natürlich die Eintrittstore, dass die anderen auch noch wirksam werden können. Die Asuras sind im Prinzip eine Verstärkung der ahrimanischen Wirkungen. Also sie sind noch stärker und sie sind sehr kräftige Wesenheiten.

Sie sind auch die Wesenheiten, die das in das ganze Zeitgeschehen hineingeben, weil die Asuras sind gefallene Urengel. Urengel sind deutlich höher als die normalen Engel, es gibt Engel, Erzengel, Urengel. Die Urengel wurden als geistige Wesen geboren, geschaffen, schon in einer viel früheren Vergangenheit, und sie sind eigentlich sehr, sehr viel stärker noch als die anderen Widersacherkräfte, die wir jetzt haben. Aber zum Glück treten sie noch nicht so intensiv hinein.

Aber die Asuras sind, könnte man sagen, vor allem eine Verstärkung des Ahrimanischen noch. Das ist also die dunkle, die nicht lichte Seite, das ist die Seite, die eigentlich keine geistigen Erscheinungen hervorrufen will, sondern die die Welt im Grunde auf alle Ewigkeit materialisieren will. Und zwar aber mit perfekten Naturgesetzen sozusagen, wo alles am Schnürchen läuft, wo keine unvorhergesehenen Sachen kommen, wo auch nicht unvorbereitet neues Leben in einer nie gesehenen Form heraussprudelt, sondern alles im Grunde geplant ist.

Und die soratischen Kräfte – Sorat, diese Kräfte, die mit der Zahl 666, mit der Zahl des Tieres zusammenhängen –, das sind Wesenheiten, die im Grunde mit der ganzen Erdentwicklung nichts am Hut haben, wenn ich das so locker sagen darf, die eigentlich nichts gewinnen können für sich aus der Erdentwicklung. Das Einzige, was sie gewinnen können – weil sie wollen eben eine ganz andere Welt gestalten, eine Welt, die eben eine Steigerung dessen wäre, was Ahriman, Asuras wollen –, also diese Berechenbarkeit, dieses absolute Reglement, sie wollen eine perfekte Welt schaffen. Die perfekte, vollkommene Welt, in der alles vorherberechenbar ist, alles geleitet ist von oben, alles von einer Stelle, und das würden dann gerne die soratischen Kräfte mitnehmen.

Dann hätten sie einen Gewinn aus unserer Erdentwicklung, weil eigentlich sind sie hier fehl am Platz. Sie sind eigentlich in unserer Erdentwicklung eigentlich früher mit ihr nicht in Berührung gekommen, sie sind, ich möchte fast sagen, durch ein Versehen da drinnen. Natürlich im höheren Sinne ist es kein Versehen, weil wir uns damit herumschlagen müssen und daran lernen können. Aber das ist die große Gefahr. Und Menschen, die diesem soratischen Zweig der Widersacherkräfte verfallen letztlich, die werden nicht weitergehen können mit der Entwicklung, die die anderen Menschen nehmen, wo es eben diesen Weg zum neuen Jerusalem geht, sondern die in einem materiellen Zustand – ist der falsche Ausdruck –, aber die im Alleinmateriellen stecken bleiben, wo der Geist eigentlich nicht mehr tätig werden kann. Das heißt, ihr Ich eigentlich vollkommen gefesselt ist und sie zwar einen natürlich großen Intellekt entwickeln, aber keine Freiheit, sondern nur folgsam sich einfügen in das ganze Reglement, das letztlich dann die ahrimanischen Kräfte, die asurischen Kräfte, vor allem aber dann die soratischen Kräfte entwickeln.

Die, wie gesagt, haben eigentlich mit unserer Erdentwicklung nichts zu tun, werden auch in Zukunft dann nicht mit der Erdentwicklung mitgehen, aber sie haben jetzt die Chance, etwas mitzunehmen. Nämlich die Menschen, die ihnen folgen oder die hineinfallen auf ihr Ding.

Natürlich, wir schildern jetzt so die Seite des Schrecklichen eigentlich, oder für uns Schrecklichen, aber so wird es natürlich nicht präsentiert. Das ist ja immer der Trick der Widersacher, dass sie das Verderbliche für uns in den schönsten Farben zeichnen. Da hilft dann Luzifer immer sehr gern mit, dass dort, wo der schönste Engel ist, da ist sicher der Luzifer dahinter. Und dahinter wartet aber der Abgrund auf uns. Dahinter wartet der Ahriman, da warten die Asuras und letztlich die soratischen Kräfte auch. Also dieser Sonnen- oder Erdendämon.

Publikumsfrage: Sonnen-Dämon.

Publikumsfrage: Bitte? Sonnen-Dämon, ja, der Sonnen-Dämon.

Also das ist auch so, und er hat schon eine sehr starke Kraft, weil der Christus hatte auch die Sonne zum Wohnsitz eine gewisse Zeit lang und ist dann zur Erde abgestiegen, um sich hier zu verkörpern. Und in ähnlicher Weise suchen die soratischen Kräfte hier auf Erden jetzt zu wirken. Darum heißt er auch der Erdendämon. Er wird sich zwar als Sorat nicht in einen Menschen verkörpern, also davon ist zumindest auch bei Rudolf Steiner nicht die Rede, wird auch wahrscheinlich nicht passen, weil er das gar nicht könnte, aber er verbindet sich mit der Erde und ist eine sehr starke, trotzdem geistige Kraft, wenn man so will, die eine sehr starke Wirkungsrichtung gibt und unterstützt die ganze ahrimanisch-asurische Kräftewirkung.

Wobei die natürlich auch wieder nicht genau wissen, was der Sorat wirklich vorhat.

Publikumsfrage: Na ja, sie werden immer stärker.

Wir werden es an den Folgen erkennen. Wir werden es an den Folgen erkennen.

Die Asuras und die Urengel: Schöpfungstage und Geister der Nacht 01:22:17

Also die asurischen Kräfte zum Beispiel, also gefallene Urengel, die wirken auch im positiven oder negativen Sinn als Zeitgeister. Sie sind die eigentlichen Zeitgeister. Sie sind zum Beispiel die, die im positiven Sinn genommen, die lichten Geister, sind die, die in der Bibel genannt werden als die Schöpfungstage. Die Schöpfungstage sind geistige Wesenheiten. Sieben geistige Wesenheiten, sieben Fürwände, das sind die Zeitgeister, das sind die Asuras, das sind die Urengel, die seit dem Urbeginn unserer Weltentwicklung mit dabei sind, die dort zu geistigen Wesenheiten aufgestiegen sind und deren Aufgabe jetzt vor allem darin besteht, den Zeitlauf zu regeln, sagen wir es einmal so, im Guten oder im Schlechten.

Wobei die Geister der Dunkelheit der Nacht auch nicht nur schlecht sind, sondern auch notwendig sind. Also zum Beispiel in der Nacht, wenn wir schlafen und uns regenerieren, dass das möglich ist, dass die Zeit so geregelt ist, dass wir auch den Schlaf haben können, wo wir mit unserem Bewusstsein oder mit unserem Geistigen aus uns herausgehoben sind. Das Seelische ist ja heraußen und das Geistige ist ganz heraußen, zieht sich zurück, lebt eigentlich im Schlaf in einer anderen Welt, meistens unbewusst. Traumbewusstsein kommt noch vielleicht, Traumbewusstsein ist aber mehr, in der Regel gibt es Auskunft über Körperzustände, hier und da kann auch etwas Höheres hineinkommen.

In der Vergangenheit war das sehr stark, dass Höheres hereingekommen ist. Jetzt kommt immer mehr einfach irgendeine körperliche Unförmlichkeit hinein. Weiß ich nicht, ich habe Magenweh oder irgendwas oder ich habe Kopfweh, und dann träume ich von einer Höhle, in der ich gefangen bin, wo die Fledermäuse fliegen und die Spinnennetze sind, und dann wache ich auf und habe so Kopfweh. Dann zeigt das nur so ein Bild. Es wird ein körperliches Ereignis in ein Sinnbild umgewandelt, das passiert dabei.

Ja, die asurischen Kräfte, die Urengel, die Zeitgeister, die Geister der Nacht, geben uns aber gerade dadurch die Möglichkeit, dass wir den Schlaf haben können. Und dass sich der Körper, wenn wir mit unserem noch nicht so hundertprozentig reinen Seelischen draußen sind und unser Geistiges ist ganz draußen aus uns, nur dadurch können wir uns in der Nacht regenerieren. Das sind aber die dunklen Urengel. Sind eigentlich auch, wenn man so will, Asuras. Aber da sind sie in ihrer richtigen Funktion. Eben als die Geister der Nacht, da sind sie in Ordnung. Wenn sie das aufs ganze Leben umlenken wollen, dann sind sie am falschen Weg. Für uns zumindest. Dann setzen sie uns immer ins Nachtbewusstsein hinein und verdunkeln unsere eigentliche geistige Wahrnehmung.

Publikumsgespräch: Die Dreizahl, Luzifer, Ahriman und das Gleichgewicht 01:26:00

Publikumsfrage: Ich denke die ganze Zeit, jetzt kommt mir in den Sinn, im Zusammenhang von Gut und Böse, kommt mir dieses Sprichwort, alle guten Dinge sind drei. Können Sie damit was anfangen?

Publikumsfrage: Also ich denke man ist die starke Person, der heilige Geist.

Ja, natürlich, die Dreiheit spielt eine ganz große Rolle.

Publikumsfrage: Der Realismus, den sie sich eignen.

Genau, genau. Das ist das Schlechte, ja natürlich. Also diese Dreigliederung, diese Drei ist eben, zum Beispiel, wenn wir haben jetzt gerade mit unserem Thema, wir haben den Luzifer auf der einen Seite, wir haben den Ahriman auf der anderen Seite und wir sind in der Mitte, wir sind Drei, zum Beispiel, schon einmal. Und wir mit unserem Ich haben sozusagen die Aufgabe, die beiden im Gleichgewicht zu halten. Nicht sie zu vernichten, nicht sie zu verdrängen, sondern im Gleichgewicht zu halten.

Publikumsfrage: Aber ohne die Drei? Nur einer?

Ja.

Publikumsfrage: Ohne die Drei? Nur einer? Und wer hat dann die guten Dinge? Ja, und wo wären die schlechten Dinge, die wir aber auch brauchen?

Also natürlich, gerade dadurch, dass wir, wir mit unserem Ich, das Gleichgewicht halten zwischen den beiden, dadurch erwerben wir uns die Freiheit. Weil sonst würden die uns verführen und in irgendeine Richtung hinlenken. Von oben her sind wir eigentlich freigegeben. Der liebe Gott sozusagen oder der Christus sagt uns nicht, was wir tun sollen. Keiner der höheren, der wirklich echt lichten geistigen Wesenheiten sagt uns, was wir tun sollen. Er hilft uns vielleicht, dass wir erkennen, was wir selber wollen, weil wir unser Ich selber nicht immer hören.

Publikumsfrage: Ja, genau. Ja, ja. Auch die beiden Schächer links und rechts sind ja auch ein Bild für diese Widersacherkräfte.

Es sind Entwicklungshelfer, sie sind auch Entwicklungshelfer, absolut. Und darum geht es auch nicht darum, sie einfach nur zu bekämpfen, das wird uns eh nicht gelingen, sondern noch mehr, sie zu erlösen. Und die Erlösung kommt dadurch, dass wir ihnen etwas schenken sozusagen.

Publikumsfrage: Ja, da ist auch immer die Freiheit da. Wir in der Mitte, aber da sind zwei andere, die eigentlich letztlich unterstützen. Weil wenn wir nur allein da wären, könnten wir das nicht. Dann könnten wir die Freiheit, dieses frei sich auf uns stellen, eigentlich gar nicht erwerben. Dieses Wählen zwischen Gut und Böse, selbst zu entscheiden, da hätten wir nichts zu entscheiden.

Wir würden halt da stehen und von mir aus gehen wir gerade vorwärts im Gleichschrittmarsch. So können wir entscheiden und wir können entscheiden, jetzt gehe ich da hin, jetzt gehe ich dort hin. Ich bin nicht vorprogrammiert, sozusagen.

Publikumsgespräch: Künstliche Intelligenz und das Urteilsvermögen schärfen 01:29:31

Publikumsfrage: Ich wüsste noch gerne, wir leben ja jetzt in einer Zeit, wo durch KI und so weiter die Verwirrung, was ist jetzt wahr und was ist nicht wahr, eigentlich im Moment sehr groß wird. Gibt es dafür Übungen, die man machen kann, um dieses Urteilsvermögen zu schärfen sozusagen, die Ich-Kraft so zu stärken, dass man dem nicht so ausgeliefert ist?

Ja, kann man schon. Also dazu gehört sicher, dass man auch mit diesen Dingen umgeht. Also man kann sicher nicht jetzt sagen, ich will mit der KI nichts zu tun haben. Ich will nur nicht die bösen Folgen davon. Dann muss ich mich aber auseinandersetzen damit.

Da gab es einen sehr guten Vortrag von Dr. David Martin, das gibt es im Internet, gibt es zu finden. Der hat ein Gespräch mit der KI über Anthroposophie geführt. Und über die Wahrnehmung von Engeln und allem Möglichen. Das ist ganz interessant. Jetzt bitte nicht, dass Sie glauben, aha, dann brauche ich eh nicht mehr den Steiner fragen oder sonst was, oder die Bücher, der Steiner selber ist schwer ihn jetzt zu fragen. Nein, sondern selber hinzugehen einmal, KI schauen, komm in ein Gespräch, und selber beurteilen, wie ist das, wie die antwortet? Ist das so einfach wie ein überlegener geistiger Lehrer oder was, der da spricht? Oder ist das ein ebenbürtiger Partner? Spricht etwas Menschliches daraus oder nicht?

Es sind viele Wahrheiten drinnen. Gar keine Frage. Da muss man sich fragen, wo kommen die her? Es sind Wahrheiten, die nicht die KI gedacht hat, weil denken kann sie eigentlich nicht. Sie kann nur auf Gedanken zurückgreifen, die Menschen einmal gedacht haben und auf die sie zugreifen kann. Und das mittlerweile wesentlich besser als jeder lebende Mensch auf Erden, weil im Grunde die ganzen Daten der Welt, alles was geschrieben wurde und in irgendeiner elektronischen Form vorhanden ist, auf das hat sie im Prinzip zugegriffen. Das kann kein Mensch mehr überschauen heute.

Ich meine, es gibt heute keine Universalgelehrten, die über alles Bescheid wissen. Weil das Wissen der Menschheit verdoppelt sich in unheimlich kurzen Zeiträumen mittlerweile. Also ich glaube, wir sind schon beim Jahresrhythmus mittlerweile. Das muss man sich mal vorstellen. Und das geht immer weiter, das kann niemand überschauen. Die künstliche Intelligenz hat damit kein großes Problem, sie sucht die Dinge zusammen. Und macht daraus durchaus sinnvolle Sätze, aber ob das wirklich aus dem Geist inspiriert ist, wage ich zu bezweifeln. Obwohl es manchmal durchaus fast so klingt. Aber schon da, selber das zu beurteilen, da muss man aber ins Gespräch mit der KI kommen.

Okay, wenn ich das wirklich kennenlernen will und verstehen will und schauen will, welche Gefahren sind da, wo ist der Unterschied, dann dort muss ich spüren, bei jedem Satz, den mir die KI spiegelt, steckt da was wirklich Menschliches dahinter oder nicht? Lebt da ein Mensch dahinter? Ja, sicher weiß ich es vom Kopf her. Aber das ist eben genau der Unterschied. Es kann ein Mensch zum Beispiel auch sehr gescheit sein, indem er Sachen wiedergibt, die ein anderer eigentlich gedacht hat, die er gut gelernt hat und die er wiedergeben kann. Soll in anthroposophischen Kreisen auch manchmal vorkommen. Das heißt noch nicht, dass da wirklich der Geist drinnen steckt. Das kann sehr geistlos sein, obwohl es vom Satz her wunderbar ist, aber es steckt kein Mensch dahinter, der das wirklich gedacht hat. Er nämlich zumindest nicht. Er gibt nur wieder.

Publikumsfrage: Die KI ist ja unheimlich up-to-date, aber das ist ja eine Frucht unserer Zivilisation. Ich bin seit 40 Jahren, Gott sei Dank, an die Anthroposophie gekommen, sage ich dankbar, und die Anthroposophie ist das Einzige, was da so auch sehr kritisch ist, vielleicht. Aber es ist in der ganzen Welt durch diese Computer, Internet, Handys geht da die Post auf. Und eine verträgt natürlich vieles. Wir reden jetzt von Millionen Arbeitsplätzen, die überflüssig werden. Und die ersetzt werden tatsächlich. Ich erkenne das in der Familie. Das ist ein 40-Jähriger. Der ist in einem ganz großen Bauernkreis, in einem riesigen Konzern. Da sprechen von 100.000 Leuten, die entlassen werden. Drei Tage später kann man wieder ansehen, wie der sich da noch mal trauen wollte. Der ist einfach betroffen geworden. Also mir geht es jetzt mehr um diese Verwirklichung, die stattfindet. Wo ich eben das Gefühl habe, dass gerade die Jugendlichen, oder es sind ja auch schon Kinder inzwischen, die mit den Handys und so weiter Kontakt haben, aber wir werden es eben schaffen, dass unser Urteilsvermögen noch funktioniert und wir da nicht so drauf reinfallen, sozusagen.

Wir werden das eben hinkriegen. Braucht man nur in der Schule einen guten Lehrer zu haben, der sagt so, jetzt machen wir ein Gespräch mit der KI gemeinsam. Und fangen wir an, das zu beurteilen. Nicht sagen, puh, das dürft ihr nicht machen. Da ist sicher das Interesse geweckt. Dann sitzen sie nur mehr dahinter. Na macht's, lasst euch einen Aufsatz schreiben davon. Schauen wir uns das gemeinsam an, was dabei rauskommt. Und das erkennen lernen gerade, ob das ein Satz ist, der jetzt hier von einem Menschen eigentlich schöpferisch gedacht ist, weil nur da ist Geist drinnen. Wenn ihr ein Buch habt, das fertig ist, da kann so viel Gescheites drinnen stehen. Aber der Geist ist erst drinnen, wenn ich ihn erwecke. Wenn ich ihn erwecke. Da gehört das Ich des Menschen dazu. Der, der das Buch liest, der es studiert, wie auch immer. Und was ich davon erwecke, das ist aus dem Geistigen heraus. Wenn es nur auswendig herunterplappern kann, ist null Geist dahinter. Das kann eine Maschine auch.

Abschluss: Ahriman erlösen durch Mitleid – das dritte Mysterientrama 01:36:12

Publikumsfrage: Vielleicht zum Schluss, wenn ich das recht verstanden habe, ist Ahriman eigentlich nur, man nimmt nur seine Rolle dadurch, dass die Liebe Gottes erzogen wurde. Also wenn ich das recht verstanden habe.

Naja, ja, aber eben. Die Aufgabe zu erledigen. Ja, eben diese ahrimanischen Wesenheiten, Ahriman, wenn man so will, ihm ist diese Aufgabe gegeben worden. Und eigentlich unsere Aufgabe ist es, ihn wieder zum richtigen Weg zu führen. Also zum Leben zu führen. Also er hat eigentlich was Starkes verloren dadurch.

Publikumsfrage: Mitleid.

Ja, Mitleid. Ist ja so schön im dritten Mysterientrama. Da spielt eine Szene in Ahrimans Reich. Und alle Bürger, die dort auftauchen, tauchen in Ahrimans Reich, sind im Tiefschlaf, kriegen überhaupt nichts mit. Und nur eine Person, der Dr. Strader, der diesen Apparat auch baut, mit der Energie, die durch den Menschen strömen soll, von dort ausgeht. Aber es gelingt ihm nicht wirklich, aber es ist der Ansatz da. Der ist der Einzige, der so halb wach erkennt, was da los ist in Ahrimans Reich. Der durchschaut es irgendwo noch ein bisschen. Und der sagt dann zum Schluss, als er sozusagen erwacht, wieder zum Tagesbewusstsein, sprich Ahrimans Reich verlässt: Ich kann über dich nur weinen. Ich spüre deinen Schmerz im Grunde. Und ich kann nur Mitleid mit dir haben. Und das ist es eigentlich.

Also wir müssen nicht immer denken, wir müssen wieder Krieg führen gegen jetzt die Widersachermächte. Das ist genau dieselbe Schablone, die wir immer haben. Also da sind böse Leute, die bedrängen uns, also Krieg. Nein, wir müssen einen Weg der Verständigung suchen, vielleicht so, dass die auch einen Gewinn davon haben.

Publikumsfrage: Johannes Scottus Eriugena und die Vatergottheit 01:38:42

Publikumsfrage: Ja, das Zitat habe ich gebracht aus dem Buch von Johannes Scottus Eriugena, das war ein iroschottischer Mönch, der in Paris am Hof Karls, Karl dem Kahlen, dort gewirkt hat. Und der hat diese Unterscheidungen gebracht und ganz deutlich bringt er, die Vatergottheit ist eben die nicht geschaffene Wesenheit.

Klar, der liebe Gott ist nicht von noch einer Höhe an Gott geschaffen worden, sondern aus sich heraus. Aber er ist zugleich auch die nicht schaffende Kraft. Und das ist das Höchste. Das ist etwas ganz Interessantes. Nein, es hat den Hintergrund, dass die Vatergottheit sich aus der Weltschöpfung in Wahrheit komplett herausgezogen hat. Und der Christus ist der, der die Welt gestaltet. Das ist das Geheimnis des Johannesevangeliums ganz stark. Das Wort, das lebendige Wort, da ist Lebenskraft auch drinnen. Also dieses liebevolle Wort, wenn man auch so will, aus dem ist die Welt geschaffen, geformt.

Publikumsfrage: Oder mir vorstellbar?

Ja, das ist eine schwierige Frage. Ich glaube, das werden wir heute nicht lösen können. Aber ich kann Ihnen nur einen kleinen Hinweis geben auf die Lösung. Es geht um das Schaffen aus dem Nichts. Das ist genau das, was wir entwickeln können, wenn wir schöpferisch tätig sind. Das ist das, wo im Faust, im zweiten Teil, der Mephisto will den Faust führen ins Reich der Mütter hinein. Und ja, wie geht der Weg dorthin? Fürchterlich, Mütter. Und er ist ganz nervös, der Faust. Und ja, das geht noch weiter. Du wirst den Schritt nicht hören, den du tust. Und du wirst nichts mehr sehen. Du wirst also absolut ins Nichts hineingehen. Das musst du tun. Und dann sagt der Faust darauf: Ja, in deinem Nichts hoffe ich das All zu finden. Und der Mephisto muss sagen: Ja, ich sehe, dass du den Teufel kennst. Weil der Teufel kann es nicht. Der kann es nicht. Wir können es. Und das ist das eigentlich Göttliche.

Das heißt, wieder zu Worten, ob das Göttliche, wer hat denn den geschaffen? Ich kann dazu nur sagen, in unserem Ich, das Wesen unseres Ichs ist, dass wir uns selbst immer wieder schaffen, neu schaffen. Es ist ein Anstoß von außen gekommen, natürlich. Aber indem wir immer mehr diese Ich-Kraft verliehen bekommen und wir sie immer mehr ergreifen können, was nur durch das Mysterium von Golgatha möglich war, dadurch können wir immer mehr auch zum Schöpfer unserer selbst werden. Das ist ein Ziel der Sache auch. Das ist die Vorbereitung dafür, dass wir mitwirken können, im Großen sogar in der nächsten Weltschöpfung. Und das neue Jerusalem macht auch nur Sinn, wenn wir mit dabei sind. Es ist nicht eine fertige Stadt sozusagen, die wir beziehen und sagen, jetzt haben wir eine friedliche Stadt, sondern an der bauen wir auch mit. Es kommt uns etwas entgegen, aber wir bauen auch mit. Aus unserer eigenen Kraft.

Und das heißt, der kleine Anfang ist, dass wir in jedem Erdenleben jetzt hier an uns selbst arbeiten und dadurch immer mehr Schöpfer unserer selbst sind. Zuerst im seelischen Bereich, in allen möglichen, bis hinein letztlich, dass unser Physisches sogar den deutlichen, ganz klaren Abdruck unserer Individualität gibt.

Das ist auch in der Apokalypse so schön geschildert, da wird gesprochen vom ersten Tod und vom zweiten Tod. Der zweite Tod ist, wo das Seelische eigentlich sich sogar auflöst. Welcher Tod ist der erste Tod? Die Summe aller Tode, die wir während der Erdenexistenz gestorben sind, in Wahrheit. In jeder neuen Inkarnation haben wir schon mehr daran mitgearbeitet, bis in unsere physische Gestalt hinein sogar, dass wir, wir selbst werden. Wir sind es zunächst einmal in unserem Ich von Haus aus. Das nächste ist, dass wir lernen unsere Seelenkräfte uns zu eigen zu machen, zu etwas ganz Eigenem zu machen.

Indem wir in der Vergangenheit durch unser Schicksal manches falsch gemacht haben, Schaden zugefügt haben, haben wir halt im Seelischen etwas zerstört. Unsere Aufgabe ist, bis zum Ende der Erdentwicklung alles das, was wir an negativem Seelischen dadurch in uns haben, ausgemerzt zu haben. Das nimmt uns niemand weg. Wenn es heißt in der Bibel, der Christus nimmt die Sünden der Welt auf sich, heißt es nicht, dass er die Schäden in unserem Seelenleib sozusagen aufhebt, sondern an dem müssen wir schon selber arbeiten. Und so arbeiten wir aber weiter bis in die Lebenskräfte hinein. Das sind im Übrigen auch dieselben Kräfte, die wir als Liebeskräfte zum Teil verschenken können. Das ist es drinnen, Liebe als wirklich lebensspendende Kraft im ganz konkreten Sinn.

Und das Letzte ist, dass wir mitarbeiten bis in das, dass unser physischer Leib Abbild unserer Individualität wird. Dessen, was wir wirklich sind. Dass wir nicht nur eine Hülle beziehen, sondern dass wir sie auch mitbauen. Das ist der Weg, wo wir dann mit der Hilfe des Christus, der uns verstärkt dabei, dass wir zur sogenannten Auferstehung kommen. Auferstehung heißt, dass wir dann eine, ja, in Wahrheit eine Geistgestalt, Körpergestalt, wie immer man es nennen will, einen Auferstehungsleib auf jeden Fall haben, der aber ganz individuell unserer ist.

Danke.

Vertraue und glaube, es hilft und heilt die göttliche Kraft!

Glossar

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar A

A


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar B

B


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar C

C


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar D

D


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar E

E


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar F

F


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar G

G


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar H

H


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar I

I


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar J

J


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar K

K


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar L

L


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar M

M


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar N

N


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar O

O


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar P

P


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar Q

Q


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar R

R


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar S

S


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar T

T


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar U

U


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar V

V


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar W

W


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar X

X


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar Y

Y


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar Z

Z


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar 0-9

0-9


| zurück zu Wolfgang Peter |

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9