Arminius, das 5. Evangelium und die Varusschlacht - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026

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Arminius, das 5. Evangelium und die Varusschlacht - ein Vortrag von Michael Rheinheimer gehalten am 24.9.2026 in der Christengemeinschaft Bonn-Bad Godesberg. Hier klicken um zum Video zu gelangen

Den nachfolgenden Vortrag hielt Michael Rheinheimer, Pfarrer der Christengemeinschaft Bonn/Bad Godesberg am 24. 9. 2026 vor seiner Gemeinde.

Transkription des Vortrags vom 24. September 2026

Transkript und Glossar von Elke J., September/Oktober 2026

Historischer Rückblick auf die Varusschlacht 9. Jh. n.Chr. 00:00:22

Ja, verehrte liebe Anwesende, herzlich willkommen!

Arminius - das Fünfte Evangelium - und die Varusschlacht - das ist das Thema des heutigen Vortrages. Vermutlich hat sich der ein oder andere beim Lesen des Titels die Frage gestellt, was haben diese beiden Themenkomplexe miteinander zu tun? Einmal die Varusschlacht, in der Arminius oder Hermann der Cherusker im Jahre 9 nach Christi Geburt dem römischen Imperium auf dem Höhepunkt seiner Machtentfaltung seine größte Niederlage zugefügt hat. Ein Achtel des römischen Gesamtheeres, die sogenannte 17., 18. und 19. Legion sind damals in den Sümpfen des Teutoburger Waldes vernichtend geschlagen worden und haben den römischen Expansionsbestrebungen, die Grenzen des augusteischen Reiches hier vom Rhein bis nach oben zur Nordsee bis zur Elbe zu ziehen, ein für alle Mal eine Grenze gesetzt. Die Römer haben dann unter einem neuen Oberbefehlshaber der Rheinarmee noch einen zweiten Versuch unternommen. Der Name des neuen Oberkommandierenden war Germanicus. Aber mit den Germanen selber war durch diesen Sieg gegen Rom irgendetwas geschehen, dass die Römer auch in einem zweiten Versuch gegen Germanien scheiterten.

Die Varusschlacht - die sogenannte Geburtsstunde Deutschlands 00:01:49

Man spricht nicht umsonst von der Varusschlacht, von der sogenannten Geburtsstunde Deutschlands, wobei man da ein bisschen vorsichtig sein muss. Das darf man natürlich nicht so verstehen - Deutschland als Republik oder geschweige denn Deutschland als Nationalstaat. Beides wäre wieder römisch, sondern mehr im Sinne eines Zukunftsraumes Mitteleuropas, den die Germanen damals vor den Römern bewahren konnten und in dem alle Abgründe der deutschen und mitteleuropäischen Geschichte des Weiteren geschehen würden, aber auch alle großen geistigen und kulturellen Leistungen und natürlich alle Aufgaben für die Zukunft, von denen man sich ja heute fragen kann, inwieweit sind die uns überhaupt bewusst und was heißt es für unsere unmittelbare Gegenwart?

Was hat die Varusschlacht mit dem Fünften Evangelium zu tun? 00:02:39

Also was hat dieses Thema der Varusschlacht, der Geburtsstunde Deutschlands mit dem sogenannten fünften Evangelium zu tun? Indem Rudolf Steiner vor dem Ersten Weltkrieg die Zwischenräume dessen ausleuchtet, was schon vor ihm Generationen an Theologen und Gläubigen beschäftigt hat: Warum haben die beiden synoptischen Evangelisten Matthäus und Lukas in ihren Evangelien unterschiedliche Stammbäume? Einmal ein königlicher Stammbaum bei Matthäus, der bis auf den König Salomon zurückgeht. Einmal ein priesterlicher Stammbaum bei Lukas, der auf den Nathan zurückgeht.

Und das sind nicht nur zwei unterschiedliche Stammbäume, es sind auch zwei unterschiedliche Namen. Der Jesus bei Matthäus heißt Immanuel, bei Lukas ist er der Sohn eines Zimmermanns namens Jesus. Es sind zwei unterschiedliche Orte, in denen diese beiden Jesusgestalten geboren werden. Einmal ein Haus bei Matthäus in Bethlehem, der Stern, der die heiligen drei Könige dorthin führt, die dort Gold, Weihrauch und Myrrhe opfern und einmal ein Stall und eine Grotte, in der das Jesuskind in einer Krippe mit Ochs und Esel liegt. Und es sind damit im Grunde genommen zwei unterschiedliche Kindheitsgeschichten. Und Rudolf Steiner hat in diesem fünften Evangelium davon gesprochen, dass das deswegen zwei unterschiedliche Stammbäume, zwei unterschiedliche Orte, zwei unterschiedliche Namen, zwei unterschiedliche Kindheitsgeschichten sind, weil er sagt, es sind zwei unterschiedliche Jesusknaben und damit auch zwei unterschiedliche Familien. Polare, divergente Geistesströmungen, die sich nach den Gesetzen der damaligen Zeit weder hätten treffen, geschweige denn verbinden können. König und Priestertum, was im Judentum getrennt war, man könnte auch sagen Weltenweisheit und Erdenunschuld.

Die zwei Jesus-Knaben in Palästina 00:04:43

Man hat lange Zeit im anthroposophischen oder auch in der Christengemeinschaft so etwas verschämt … Ja, mit diesen beiden Jesusknaben und Steiner können wir das öffentlich überhaupt sagen oder müssen wir das intern behandeln, damit wir nicht als Sekte gelten? Ich glaube, man kann da aber heute viel mutiger mit umgehen, denn es ist nicht nur so, dass durch das Auffinden der Qumran Rollen am Toten Meer man nachweisen kann, dass es bei den Essäern eine dreifache Messias-Erwartung in den Stammbäumen gab, sondern dass es auch Werke in der Kunstgeschichte der Renaissance gibt, die genau das bebildern, was Rudolf Steiner in seinem Fünften Evangelium von den beiden Jesusknaben und ihrer Verbindung Weltenweisheit - Erdenunschuld dort sozusagen zeigen.

Und die Frage, was hat das fünfte Evangelium mit der Varusschlacht zu tun, die liegt, glaube ich, auf der flachen Hand, wenn man beides anschaut. Denn Arminius oder Hermann der Cherusker ist ein Zeitgenosse des Jesus von Nazareth gewesen. Und die Ereignisse, die in Germanien zu der sogenannten Geburtsstunde Deutschlands führen, finden zeitlich parallel zu den Ereignissen in Palästina um die beiden Jesusknaben statt, die sich dann als der Zwölfjährige miteinander verbinden, als der geliebte Jesus von Nazareth, von dem Rudolf Steiner sagt, der ist dann ab dem zwölften Lebensjahr durch die Hütten und Tempel der Menschen in Palästina gezogen und hat ausgelotet, in welcher Weise die Menschheit damals das Leiden bereits erleben muss.

Und ich dachte, es könnte einmal interessant sein, diese beiden Ereignisse, die zeitlich parallel stattfinden, nebeneinander zu stellen, wenn das Eindrückliche ist, es gibt nicht nur zwei Jesusknaben in Palästina, es gibt auch zwei Cherusknaben in Germanien, die die Protagonisten dieser Varusschlacht sind, die zu der Geburtsstunde Deutschlands führen.

Die beiden Cherusknaben Arminius und sein Bruder Flavus 00:06:56

Die römischen Historiker berichten von diesen beiden Cherusknaben Arminius und sein Bruder Flavus. Das sind lateinische Namen, die gewissermaßen eine Zerrform sind der Einweihung, die diese beiden hohen germanischen Eingeweihten, diese beiden Blutsbrüder, Abkömmlinge einer Wotansippe damals gehabt haben. Arminius, das ist die lateinische Form von „Irmin“ und das ist diese germanische Einweihung in das höhere Ich-Bewusstsein.

Irmin, der am Hündenenfelsen die schlafende Jungfrau, die Brünhilde, erweckt hat. Und Flavus, das heißt der Blonde, der Listige, der Helle, der Tückische. In den alten germanischen Sagenmythen und Legenden gibt es immer einen Siegfried, der einen Drachen erschlägt und der braucht immer einen Flavus, einen Zwerg, der manchmal auch Regin heißt oder manchmal Mime, der durch List, Tücke und Verrat ihm das Schwert schmiedet, damit Arminius den Drachen oder Siegfried den Drachen besiegen kann.

Der Sonnenhirsch, die Cherusker, die die Aufgabe hatten, die Externsteine zu beschützen - und Siegfried, der Sage nach am Hündenenfelsen von einer Hirschkuh gesäugt 00:08:03

Also es gibt in Palästina die beiden Jesusknaben, polare Weltenströmung, Erdenweisheit, Erdenunschuld, die sich nach den Gesetzen der damaligen Zeit nicht hätten treffen können. Und zeitgleich gibt es in Germanien diese beiden Cherusknaben, Blutsbrüder, die beide Abkömmlinge einer Wotansfürstensippe sind und die sich eigentlich nicht hätten verlieren können.

Und Cherus, Cherusker, man sagt „Hermann der Cherusker" - Cherus, das heißt Hirsch - die Cherusker sind die Hirschleute, eine germanische Kultgemeinschaft, die zur Zeitenwende die Aufgabe hatte, den Hirschfelsen oder den Hündenenfelsen, den man heute unter dem Namen „die Externsteine” kennt, zu behüten und zu beschützen. Und man kann das, wenn man die alten nordischen Sagen dazu nimmt, dann heißt es, Siegfried wurde am Hündenenfelsen von der Hirschkuh gesäugt oder Siegfried hat am Hündenenfelsen die schlafende Jungfrau geweckt und dann zeigt sich, dass sich da etwas, der alte Sonnenhirsch, kannte man schon im Keltentum, war ein Bild, das auch auf den Christus hindeutete, der sein Geweih abwerfen würde und dann in einer Auferstehung dieses Geweih auch wieder neu bilden. Also der Sonnenhirsch, die Cherusker, diese beiden Cherusknaben, die die Aufgabe hatten, die Externsteine miteinander zu beschützen.

Ich dachte eben, das könnte einmal interessant sein, beides im Lichte des jeweils anderen zusammenzustellen: Die Geschichte der beiden Jesusknaben in Palästina - die Geschichte der beiden Cherusknaben in Germanien. Weil geistig betrachtet stehen beide unter demselben Ereignis „Weihnachten das Jahr Null”, wo der Christus den Erdenleib erkoren hat, da liegen die beiden Jesusknaben in der Krippe und im Haus und die beiden Cherusknaben, die liegen an den Externsteinen in dem Sargstein. Und insofern „Fünftes Evangelium und Varusschlacht", das beides einmal im Licht des jeweils anderen beleuchten.

Der Hermannsweg 00:10:26

Ich selber beschäftige mich seit ungefähr 20 Jahren mit dem Thema der Varusschlacht. Und mein Interesse wurde geweckt, als ich mit Mitte 20 einmal den Hermannsweg gewandert bin. Kennt den jemand? Ist den jemand von Ihnen mal gelaufen? Ist ja ein Wanderweg, ein Fernwanderweg. Und der geht glaube ich von Rheine über Ibbenbüren, Tecklenburg, Bielefeld, schließlich Detmold zu den Externsteinen. Und man muss dort immer einem H folgen in Weiß, das auf einem schwarzen Kreis ist. Und als ich damals nach diesem Wanderweg, den ich glaube eine Woche oder zehn Tage, das weiß ich nicht mehr genau, als ich den gegangen bin, mich mit der Varusschlacht beschäftigt habe, da habe ich angefangen über zwei Dinge zu staunen, die mir sehr schnell eine echte Frage geworden sind, die ich heute Abend mit Ihnen teilen möchte, um vielleicht sie gemeinsam zu beantworten.

Die erstaunliche Frage, warum Rudolf Steiner nicht über Arminius gesprochen hat 00:11:20

Das erste, was mir auffiel: Die Varusschlacht, die der Wendepunkt Mitteleuropas oder die Geburtsstunde Deutschlands ist - dass jemand wie Rudolf Steiner nie etwas über den gesagt hat? Das hat mich immer beeindruckt. Fand er den nicht wichtig? Das kann man sich gar nicht vorstellen. Ohne Arminius, ohne Hermann, ohne die Varusschlacht hätte es keine deutsche, keine englische Sprache gegeben. Mitteleuropa wäre eine lateinische Kulturkolonie geworden. Und die Sprache des gotischen Vaterunsers, die Sprache des Nibelungenliedes von Meister Eckart, der Weimarer Klassik bis hin zur Menschenweihehandlung und dem Grundsteinspruch hätte es als solches nicht gegeben. Und Steiner hat nie etwas dazu gesagt! Und niemand hat ihn mal gefragt! Die ganzen Historiker, Karl Heyer, Walter Johannes Stein, auch Friedrich Rittelmeyer, der sich für das Germanentum interessierte und auch nicht seine esoterischen Schüler.

Und man muss dazu wissen, Arminius oder Hermann war in der Gründerzeit omnipräsent. Das war die Identifikationsgestalt deutsch-nationalen Chauvinismus oder der Gründungsmythos, aus dem die Kaiserproklamation 1871 abgeleitet wurde. Und Sie sehen ja hier das sogenannte Hermannsdenkmal - bis zur Freiheitsstatue in New York, das größte Kolossalstatue der damaligen Zeit. Hermann oder Arminius, bei Detmold heute, das Schwert triumphierend nach oben gereckt und da steht oben: „Deutsche Einigkeit, meine Stärke – Meine Stärke, Deutschlands Macht" - gerichtet natürlich nach Westen zum Erbfeind nach Frankreich. Man hat das in der Gründerzeit so verstanden, dass man gesagt hat, wenn die Deutschen in ihrer Kleinstaaterei sich wieder wie die germanischen Stämme einem Hermann zusammenschließen zu einer Reichsgründung, dann können wir das wahre Deutschland endlich begründen. Ja, auch die Bundesrepublik hat ja einen Gründungsmythos, der 23. Mai 1949 hier in Bonn auf dem Petersberg - die Verabschiedung des deutschen Grundgesetzes, Artikel 1, „Würde des Menschen ist unantastbar“. Ob man findet, dass Deutschland diesem Anspruch in der Welt gerecht wird, darüber kann man nachdenken. Aber es ist zumindest der Gründungsmythos unserer Identifikation der Bundesrepublik Deutschland. Und das Kaiserreich hat man von ihm damals nationalstaatlich abgeleitet.

Und es gibt eine Sache, die ich dann doch bei Steiner gefunden habe, wo man das Gefühl hat, von hinten durch die Brust, durchs Auge, spricht er andeutungsweise darüber, obwohl er expressis verbis öffentlich nie darüber gesprochen hat - 1910 in dem sogenannten „Volksseelenzyklus“, da sagt er - wenn man eine Kreislinie zieht von Detmold und Paderborn, dann kommt man in die Gegend, wo der germanische Götterhimmel Asgard war und das germanische Zentralheiligtum, von dem damals aus die Weisungen in die germanischen Völker hineingetragen worden sind. Und dieses germanische Zentralheiligtum zwischen Detmold und Paderborn, das ist natürlich dieser sogenannte Hündinnen- oder Hirschfelsen, den man heute als die Externsteine kennt. Interessant ist, dass Rudolf Steiner diesen Vortrag 1910 in Kristiania hält, dem heutigen Oslo, wo er dann wenige Jahre später aus dem Fünften Evangelium berichtet. Also da oben im Norden fallen einmal Varusschlacht - andeutungsweise indirekt und Fünftes Evangelium zusammen. Ansonsten schweigt er darüber. Und keiner fragt! Ich weiß nicht, ob sie eine Erklärung dafür haben? Erst mal staune ich darüber.

Auch im Dritten Reich gab es kein Interesse an Arminius 00:15:27

Dann gibt es eine zweite Frage, die hat mich noch fast mehr staunen lassen. Jetzt könnte man ja denken, Hermann der Cherusker, so als der Prototyp des Germanen, der Superdeutsche, der damals dort nationalstaatlich also hoch gefeiert wurde, mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933, müsste sich die Hermann- oder Arminius-Begeisterung gewissermaßen kulminieren. Und das Gegenteil ist der Fall. Ab 1933, mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus geht die Fieberkurve der Arminius-Begeisterung in Deutschland steil nach unten. Hitler mochte den gar nicht. Der konnte sowieso mit dem Germanen-Fimmel Heinrich Himmlers gar nicht viel anfangen. Es war ihm immer wieder so ein bisschen peinlich, der schätzte die Antike. Und auch die sogenannte Reichshauptstadt Germania, die ja ein Sammelpunkt der germanischen Völker sein sollte, wenn man das als Modellbau anguckt, sind das ja antike Prachtbauten.

Ja, jetzt überlegen Sie mal, es gibt im ganzen Nationalsozialismus keinen Feldzugsplan, keine Wehrmacht, keine SS-Einheit, kein Kommandounternehmen, nicht einmal ein Schiff, das den Namen Hermann oder Arminius trägt. Denken Sie mal nach, was die alles missbraucht haben! Wie hieß der Feldzug nach Osten? Barbarossa! Goethe und Schiller wurden als deutsches Kulturgut selbstverständlich eingemeindet. Alfred Rosenberg, der Chefideologe der Nazis, schwadronierte von einem „arischen Christus”. Bruckner, Beethoven und Wagner - darüber müssen wir gar nicht sprechen. Und sogar die Sage von Parzival oder dem Heiligen Gral wurde innerhalb der SS zweckentfremdet. Die haben vor nichts Halt gemacht, außer vor dem. Was haben die Nazis an dem wahrgenommen, dass derjenige, der am meisten ins Bild passen müsste, Arminius, der Protodeutsche, der Supergermane, vollständig aus dem Verkehr gezogen wurde. Ganz am Ende 1944, beim sogenannten Volkssturm, hat man ihn noch mal aus der Mottenkiste der Deutschtümelei hervorgezaubert und man weiß, dass man innerhalb der SS auf der Wewelsburg eine tausendbändige Bibliothek angelegt hat, wo man nach innen hin studiert hat, was da damals passiert ist, aber nach außen hin hat man das verschwinden lassen.

Und Hitler, von dem ist ein Satz überliefert, wo man merkt, dass der instinktmäßig, dem da irgendwas nicht geheuer war, der hat einmal über den Arminius, über den Hermann gesagt: Der hat die Römer doch nur besiegt, weil er von ihnen ausgebildet wurde. Der hat verstanden, die Germanen damals haben gar nicht als Germanen die Römer besiegt und damit Deutschland oder diesen Zukunftsraum begründet, sondern eigentlich in dem Drachenblut des Römischen Reiches selber. Und das stimmt in gewisser Weise.

Historische Hintergründe und der Verlauf der Varusschlacht. Der Grundkonflikt mit Rom 00:18:43

Da gab es einen Grundkonflikt - kurz hervorholen - etwa ab 27 vor Christi Geburt haben die Römer versucht, nachdem Cäsar also Gallien kolonialistisch okkupierte, die Provinz Germanien Rom zuzuschlagen und es gab drei Oberbefehlshaber, Drusus, Tiberius und Varus, die mit unterschiedlichen Strategien versucht haben, die Provinz Germanien einzukassieren.

Drusus, brandschatzend und plündernd hat versucht, die Lebensgrundlagen zu zerstören und wurde damals dafür in Rom mit den Triumphal-Insignien geehrt. Was zeigt, dass das von höchster Stelle aus gewollt war.

Tiberius hat es anders gemacht. Der hat Friedensverträge mit den Germanen geschlossen, der hat versucht, die verschiedenen Stämme umzusiedeln und er hat vor allem, um die Germanen moralisch zu destabilisieren, hat er Rom treue Altäre in Germanien gegründet, in der germanische Priester den Augustus ehren sollten. Ein Altar soll hier auf der Godesburg gewesen sein, Bad Godesberg, wo damals die Römer so einen Rom treuen Altar errichtet haben. Und ansonsten hat der Verwaltungsgebäude Straßen, Heereslager, Kanäle, Flotten hier in Germanien angerichtet, damit man nach oben bis zur Elbe, bis zur Nordsee vorstoßen konnte. Man hatte hunderttausend Mann in der Rheinarmee, 50 Kastelle im Mittelrheintal, zwei Hauptbasen zwischen Mainz und Koblenz.

Und der Varus, der hat das wieder anders gemacht. Der sollte in das Sommerlager hier ziehen mit den drei Legionen. Der hat mit den freien Germanen wie mit Sklaven gesprochen. Der hat Steuern erhoben und was das frevelhafteste war, der hat von einem Richterstuhl aus in den heiligen Hainen Germaniens das römische Recht gesprochen, in dem er freie Germanen mit Rutenstreichen gezüchtigt und mit dem Beil hat enthaupten lassen. Und gegen solche Rechtsbrecher war seitens der Germanen jedes Mittel erlaubt.

Die unterschiedlichen Kampf-Strategien der Römer und Germanenstämme 00:20:58

Jetzt gab es ein Problem - die Germanen und die Kelten, die kämpften mit Mut und Tapferkeit, Mann gegen Mann, waren aber ein disziplinloser Haufen und mit Disziplinlosigkeit war gegen die Römer, die Disziplin-Fanatiker waren, wenig auszurichten. Der Römer kämpfte zum Beispiel mit sogenannten Reserven. Das heißt, müde Truppen wurden in der Schlacht abgezogen und Ausgeruhte kamen nach vorne. Und das wäre natürlich für die Germanen so etwas feige gewesen und es gab eigentlich nur eine Chance, bildlich mit den Sagen zu sprechen, ein Siegfried musste so im Drachenblut baden, dass er diesen römischen Heeresdrachen Fafnir mit Hilfe eines Flavus, eines Zwerges mit List, Tücke und Verrat sozusagen von innen her bezwingen konnte.

Die unterschiedlichen Wege der beiden Cherusknaben: Flavius bleibt in Rom, Arminius reitet mit Varus in die Schlacht 00:21:53

Und dann berichten die römischen Historiker - Tacitus, dass diese beiden Cherusknaben im Jahre 4 nach Christi Geburt in das römische Heereslager nach Xanten kamen. Wie heißt es in der Sage? Siegfried wurde wo? - in Xanten geboren! War eines der hauptrömischen Heereslager. Das haben die Römer damals oft gemacht, nur die Hälfte der römischen Armee waren sogenannte Nationaltruppen, das andere waren Auxiliar-Kohorten oder Hilfstruppen, in der besiegte Kelten oder Germanen in der römischen Armee Dienst taten. Auch das sollte die Germanen demoralisieren. Die römischen Historiker berichten davon, die beiden Cherusknaben Arminius und sein Bruder Flavus kommen nach Xanten, von dort aus nach Rom, die haben dort wahrscheinlich die Schule des germanischen Adels besucht, haben perfekt Latein gelernt, wurden in den Ritterstand erhoben und haben das römische Bürgerrecht erworben und galten, wie man heute sagen würde, als perfekt integriert.

Und dann ist der Flavus, der Blutsbrüder, einer der beiden Cherusknaben in Rom geblieben, während sein Bruder Arminius, beide unter einer Tarnkappe, die ihre Einweihung verborgen hat, als römischer Präfekt, der eine Hilfstruppe der Römer damals befehligte, erst zu den Pannonischen Aufständen dort mitgeritten und dann mit dem Varus in den Teutoburger Wald, in das Weserland.

Arminius - ein hoher germanischer Eingeweihter, ein Irmin, ein Erhabener - gelingt es, vor der Schlacht die Gemanenstämme zu einen 00:23:26 

Und die Römer haben gemerkt, dass da nachts, es war diese Zeit um den 29. September, ja schon damals ein guter Tag für einen Drachenkampf - da war immer irgendeine Unruhe nachts im Wald. Die Römer haben da kein Misstrauen gehabt, die dachten, „die Hottentotten” haben da so ihre Festesvorbereitungen. Die konnten sich das auch nicht vorstellen, dass der Arminius die anderen germanischen Stämme der Brukterer, der Chatten, der Langobarden, der Angrivarier, wie sie alle heißen, gemeinsam unter seinem Königsheil zusammengeschweißt hat. Romantische Seelen haben sich das immer so vorgestellt, dass er dort an den Externsteinen auf der sogenannten Rednerkanzel steht und dort zu den anderen Stammesfürsten spricht.

Und der Arminius - man muss sich das vorstellen wie so eine Mafia-Familie, wo verschiedene Mafia-Familien ein Straßenviertel kontrollieren, die sich gegenseitig bekämpfen. Und dann steht ein Pate auf und sagt, wenn ihr euch mir anschließt, dann können wir gemeinsam die Polizei in Schach halten. Ja, da sind die anderen Mafia-Paten misstrauisch, warum will der das? Ja, will der vielleicht die Macht über uns? Die haben das nur akzeptiert, weil der Arminius ein hoher germanischer Eingeweihter war, ein Irmin, ein Erhabener, der am hündenden Felsen die schlafende Jungfrau geweckt hat, ein Sonnenheld. Rudolf Steiner sagt im 5. Evangelium über diese Stufe, ein Eingeweihter der sechsten Stufe, Träger des Volksgeistes, der alles Volksmäßige in das kosmopolitisch-michaelische Sonnenhafte in der Welt hineinträgt. Und diesem Irmin, diesem Erhabenen, waren sie bereit, ihr eigenes Königsheil anzuvertrauen.

Der Verrat 00:25:15

Und dann - die Germanen haben das sehr schlau gemacht, die müssen im Teutoburger Wald einen Schlachtplatz ausgesucht haben, in der ein Kampf als Gottesgericht gewählt wurde. Und strategisch hat man sich genau positioniert. Und da gibt es ja bei Heinrich von Kleist - da waren die Befehle längst gegeben - diese berühmte Szene in seinem Stück „Die Hermannsschlacht”, wo ein Verwandter des Arminius, als der sagt dem Varus, wir müssen in den Teutoburger Wald ziehen, da haben sich Aufständische erhoben und das wollen wir im Keim ersticken. Der verrät diesen Plan. Wir würden heute sagen, der verrät dem BKA, dass der Arminius ein Schläfer ist, unter einer Tarnkappe. Ja, der plant einen Anschlag, einen Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt. Und der Varus kann sich das nicht vorstellen. Wie bitte? Der ist perfekt integriert, der spricht Latein, der hat das römische Bürgerrecht, der ist in den Ritterstand erhoben … der hat in Harvard studiert, der hat die Green Card, der will zurück zu den Taliban? Das kann der sich nicht vorstellen.

Das ist ein tödlicher Fehler. Und der zieht tatsächlich gemeinsam unter diesem römischen Präfekten Irmin mit seinen Hilfstruppen mit 20.000 bis 30.000 Mann auf dem alten Hellweg der römischen Straßen in den Teutoburger Wald. Und man muss sich das so vorstellen, das sind insgesamt 30.000 Leute - drei Legionen, Auxiliar Kohorten, Hilfstruppen, Sklaven, Frauen, Kinder und ganze Versorgungswagen. Alles das, was da zusammengehört, man schätzt ungefähr 25 Kilometer, so lang muss dieser römische Heerestross damals gewesen sein.

Und wie sicher sich die Römer gewähnt haben, weiß man, dass die das sogenannte „agmen pilatum” gewählt haben. Das ist eine Marschformation ohne Gefechtsbereitschaft, weil die Germanen immer so taten, als würden sie sich den Römern, auch ohne Waffengewalt, längst in ihr Schicksal fügen. Und dann in dieser Zeit um den 29. September - es hatte geregnet, der Sumpfboden war aufgeweicht - müssen in drei Tagen die platzierten Germanen aus dem Unterholz hervorgebrochen sein, nachdem der römische Präfekt sich die Tarnkappe bildlich gesprochen vom Haupt gerissen hat und hat dort in drei Tagen nahezu 20.000 Mann - man kann es nicht anders sagen - niedergemetzelt. Die Römer haben die Trosswagen angezündet, der Varus hat sich in sein Schwert gestürzt, um der Schande einer Gefangenschaft zu entgehen und sowohl Römer, Nationaltruppen, als auch Germanen in den Hilfstruppen, die Rom dienten, wurden gleichermaßen von den Germanen damals dort erschlagen.

Als Germanicus in dem Rachefeldzug wenige Jahre später auf das Schlachtfeld kommt, berichten die römischen Historiker, er sieht die Gebeine und Gerippe der Legionen, der Kohorten, er sieht die abgeschlagenen Häupter der Tribunen, der Legaten, der Zenturionen, die an die Bäume genagelt sind mit abgeschnittenen Ohren, Augen, ausgestochenen Augen und zugenähten Mündern. Und der Adler der römischen Legion hängt dort in den Zweigen. Ein Bote kommt nach Rom, um das dem Augustus mitzuteilen. Und dann dieser berühmte Satz: „Varus, Varus, gib mir meine Legionen wieder!” Und das ist bekannt, dass der Augustus diese drei Legionen im Anschluss nie wieder aufgestellt hat.

Und eine Gestalt wie Hitler, der selber in diesem Paradox lebt, eine Reichshauptstadt Germania, die Sammelpunkt germanischer Völker sein will und zugleich eben nach antikem Vorbild, hat das innerlich gespürt, das war ihm nicht geheuer! Die haben doch als Germanen in dieser Geburtsstunde Deutschlands das nur geschafft, diesen mitteleuropäischen Raum Rom abzutrotzen, indem sie selber als Römer agiert haben. Also diese beiden Fragen, ja, Steiner schweigt, wird auch nicht gefragt - und Hitler und die Nazis, die da irgendetwas daran spüren, dass sie den, der am meisten ins Bild passen müsste, erst einmal verschwinden lassen. Wie gesagt, auch da, ich weiß nicht, ob Sie eine Erklärung dafür haben, wir wollen uns da heute Abend rantasten. Aber erst mal kann man ja darüber auch staunen.

Mit vier Parametern den Fragen auf die Spur kommen: Historische Zeitzeugnisse, archäologische Ausgrabungen, Sagen und Mythen, sowie die Michaeli-Epistel der Christengemeinschaft 00:30:01

Wenn man heute Fragen hat, dann ist es ja eine Angewohnheit unserer Gegenwart, wen fragt man? Die KI, na klar, die künstliche Intelligenz! Die können wir jetzt fragen, warum sagt Steiner nix? Warum haben die Nazis ihn verschwinden lassen?

Ich habe das nicht gemacht, auch deswegen, weil ich mir davon keine große Antwort verspreche. Aber ich habe mal gehört: Die KI - da gibt es was Unterschiedliches. Es gibt die KI, die künstliche Intelligenz und da gibt es noch eine andere KI, die kosmische Intelligenz, die kann man auch fragen. Die kosmische Intelligenz! Und die habe ich auch gefragt und da hat die wahre KI, die kosmische Intelligenz aber gesagt, da bist du auf ein wichtiges Geheimnis gestoßen, das verrate ich dir aber nicht gleich, da musst du erst mal arbeiten, da muss man intuitionsfähig werden und dann kann man vielleicht eine Ahnung davon haben, was es damit auf sich hat. Und es ist heute so, wenn man sich mit der Varusschlacht beschäftigt, gibt es ja vier Parameter. Man muss ja, wenn man mit der KI umgeht, muss man ja immer verschiedene Parameter - je mehr man da einbringt, desto mehr kann sie auch ausspucken - muss man zusammenfügen. Vier Parameter hat man, wenn man sich mit der Varusschlacht beschäftigen möchte, um vielleicht Antworten auf diese beiden Fragen zu bekommen.

Das eine habe ich Ihnen bereits geschildert, das sind die Zeugnisse der römischen Historiker. Hundert Jahre danach, allen voran Tacitus, der die Geschichte von den beiden Cherusknaben, die dort als Römer Rom besiegt haben, berichtet. Das ist die eine Quelle, das eine Parameter.

Da gibt es eine andere. Da bin ich jetzt nicht der größte Experte, das betrifft die archäologischen Ausgrabungen. Also viele Menschen leben damit, dass das in Kalkriese gewesen sein könnte, ja der historische Ort der Varusschlacht bei Osnabrück. Soweit ich das verstanden habe, aber da bin ich jetzt nicht der große Experte, ist es noch nicht immer 100 Prozent geklärt. Es kann sein, dass dort der historische Ort der Varusschlacht, wenn man so will, der Geburtsstunde Deutschlands war, es kann sein, dass da eine Schlacht war, aber man den eigentlichen Ort noch gar nicht kennt.

Da gibt es ein drittes Parameter, eine dritte Quelle. Das sind die germanischen Sagen, Mythen und Legenden des Nibelungenliedes oder der Edda. Und das hat besonders ein sehr verdienstvoller Mann … wer das Thema weiter verfolgen will, ein Buch, das inzwischen vergriffen ist, man kriegt es immer noch antiquarisch, Theodor Fuchs im Urachhaus Verlag: „Arminius und die Externsteine - der Kampf um die Geistesfreiheit Europas." Und das ist ein gediegener Anthroposoph und ein profunder Militärhistoriker, der sein Handwerk beides beherrscht und gerade deswegen finde ich das sehr ermutigend, dass er als dritte Quelle die Sagen, Mythen und Legenden nimmt, weil er darauf verweist, dass Jahrhunderte nach der Varusschlacht die Barden damals die Varusschlacht als Drachenkampf eines Siegfried gegen einen Fafnir römischen Heeresdrachen besungen haben. Und Theodor Fuchs, das ist sein Verdienst, der hat einige dieser Quellen zusammengefügt von den Externsteinen als dem Hündinnenfelsen. Und wenn sie schon einmal dort waren, ja da gibt es ja den sogenannten vierten Stein, wo oben der Wackelstein ist. Und auf der einen Seite sieht man einen gekreuzigten Wotan und auf der anderen Seite diese Hirschkuh, die Hündin, ja die Cherusker, die Hirschleute. Siegfried wurde von der Hirschkuh gesäugt oder hat am Hündinnenfelsen das schlafende Bewusstsein geweckt.

Und zu diesem Siegfried, dem Drachentöter, das kennen wir auch von Richard Wagner, aus dem Siegfried - dritter Teil, Ring des Nibelungen - gehört immer ein zweiter Part, dieser Flavus. Ja der heißt manchmal Regin in der Wölsungensage oder der heißt Mime bei Richard Wagner. Während der Siegfried als Irmin in das höhere Ich-Bewusstsein der Brünnhilde erweckt wird, ist der Flavus, der Zwerg, in das niedere Ich-Bewusstsein eingeweiht worden. Grimmherzig, kunstfertig, weise und zauberkundig, der in verschiedenen Zungen redete, Brettspiel und Runen beherrscht und List, Tücke und Verrat als solches anwendet, denn das gehört zu der germanischen Zeitenwende. Den Wendepunkt hat ein Siegfried bewirkt, aber die Götter des Wotan, der geht als solches den Wolfsweg, dass er sein Auge opfert, Blutsbrüderschaft mit Loki schließt. Dann heißt es bei ihm … schlauer Verwandlungen Frucht erwarb ich, wenig misslingt dem Listigen - und diese List-, Tücke- und Verratkräfte erwirbt, um am Ende von dem römischen Fenriswolf verschlungen zu werden.

Und diesen anderen Weg - ja der eine, der eine Cherusknabe wird in das höhere Ich-Bewusstsein eingeweiht, der andere Cherusknabe geht diesen Zwergenweg, List, Tücke und Verrat, um dann von dem Fenriswolf verschlungen zu werden. Äußerlich betrachtet sind das Blutsbrüder, die beide unter einer Tarnkappe die Einweihung in das höhere und in das niedere Ich-Bewusstsein haben. Das ist das dritte Parameter, mit dem man die Varusschlacht untersuchen kann.

Und dann gibt es eine vierte, die nehme ich dazu, das ist die Michaeli-Epistel der Christengemeinschaft, in der diese Einweihung der beiden Cherusknaben an den Externsteinen einmal genannt wird.

Die beiden Gesten des Drachenkämpfers Siegfried finden sich in michaelischer Form in der Michaeli-Epistel der Christengemeinschaft wieder 00:36:25

In ein paar Tagen dürfen wir das wieder hören. Dann heißt es ja … wer ihn … über den Siegfried, über den Drachenkämpfer, … wer ihn schaute vor Jahren, erblickt ihn mit der strengen Hand, drohend nach dem Drachen kraftgestreckt. Das ist diese Geste des Drachentöters. Und dann heißt es, wer ihn heute schaut, sieht die Hand zum Wink gestaltet, dem Menschen deutend, ihr sollt mir folgen, ich führe dich zu einem höheren Wahrnehmen oder Ahnen des Mysteriums von Golgatha oder der Lebenstodestat.

Welche der beiden Gesten ist es hier? [Zeigt auf das Hermannsdenkmal] Ist das die Hand, drohend nach dem Drachen gestreckt, ist das die zum Wink gestaltet? Welche Geste ist das? Können Sie es sehen? - Keine der beiden. Es ist die eine Geste in der anderen. Die Hand, die eigentlich drohend nach unten ist, wird triumphierend nach oben gereckt, statt dass sie winkt zur Lebenstodestat von Golgatha. Da merkt man an der Art, wie man in der Gründerzeit unter deutschnationalen Chauvinisten den hier dargestellt hat, ist Arminius als sein Zerrbild damals hier aufgezeigt worden. Das heißt, zu diesem Drachenkämpfer Siegfried gehören gleichermaßen diese beiden Gesten. Das haben sie auch im Nibelungenlied. Da heißt es, Siegfried hat den Drachen getötet, dann badet er im Drachenblut und ein Lindenblatt fällt ihm auf seine Schulterblätter, wo er von nun an verwundbar wird. Und Rudolf Steiner sagt, es ist die Stelle, wo das Lindenblatt auf die Schulterblätter hinfällt, wo Christus das Kreuz tragen wird.

Das heißt, zu diesem Drachenkämpfer Siegfried gehören immer diese beiden Gesten, die wir in ihrer michaelischen Form in dieser Epistel der Menschenweihehandlung haben, Hand drohend zum Drachen strecken, Hand zum Wink zu gestalten.

Siegfried war der höchste Eingeweihte der nordischen Völker (Rudolf Steiner). Arminius musste sich läutern, dass er ein Träger dieses Siegfriedes, dieser beiden michaelischen Gesten werden konnte 00:38:25

Und Rudolf Steiner sagt über diesen Siegfried, der Sieg, S-I-G, das ist ein hoher atlantischer Eingeweihter, der höchste Eingeweihte der nordischen Völker, der als Siegfried den Weg der nordischen Völker in den tragischen Untergang, in den Tod, in den Frieden führt. Und dann in einer zweiten Geste, nachdem durch den Drachenkampf dieser Zukunftsraum bereitet ist, die nordischen Völker in das Christentum hineinwinkt.

Man muss sich das so vorstellen, dass dieser Arminius an den Externsteinen in seiner Einweihung seine Wesensglieder durch den Feuerring der Waberlohe so läutern musste, dass er ein Träger dieses Siegfriedes, dieser beiden michaelischen Gesten sein konnte. Und ein höheres Ich-Bewusstsein kann natürlich nicht List, Tücke und Verrat aufbringen. Um die Römer als Römer zu bekämpfen, deswegen braucht er diesen Zwerg, diesen Regin, grimmherzig, weise, kunstfertig, zauberkundig, der diesem Wolfsweg Wotans sein Auge opfert, um diese niederen Verstandeskräfte dort aufzubringen und dem Siegfried sein Schwert zu schmieden. Wenn man so dritter Teil Siegfried, Ring des Nibelungen … da kabbeln die sich immer. Der Siegfried kann den Mime überhaupt nicht leiden, weil das ist eben das höhere Ich, das da von dem niederen Ich getriezt wird, das aber zugleich braucht, um das schwer zu haben, diesen Fafnir als solches auch bekämpfen zu können. Dann heißt es ja dann in der Wölsungensage, dann hat der Siegfried das Drachenherz verspeist, dann versteht er die Sprache der Vögel und die Sprache des erschlagenen Fafnirs. Und der sagt ihm, der Zwerg hat mich verraten, er wird auch dich verraten.

Also diese vier Parameter hat man, ja, wenn man sich mit der Varusschlacht und der Frage - warum schweigt Steiner und warum haben die Hitler und die Nazis das gewissermaßen versteckt - wenn man da versucht weiterzukommen.

Drei Hauptdarsteller in der Varusschlacht: 1. Varus, Berater von Herodes, verstrickt in den bethlehemitischen Kindesmord 00:40:41

Es gibt dazu drei Protagonisten, die sowohl Hauptdarsteller in der Varusschlacht sind, als auch im Fünften Evangelium und an dem man merken kann, dass das kein Konstrukt von mir ist, sondern das können Sie aus der Zeitenwende ablesen.

Der erste ist der Varus selber, Oberbefehlshaber der Rheinarmee, Namensgeber dieses Ereignisses. Und was wenige wissen, das weiß man von dem jüdischen Historiker Flavius Josephus, dass der Varus erst Konsul in Rom war und dann wurde er nach Palästina geschickt, vor dem Jahr Null und war dort politischer Berater am Hofe Herodes des Ersten. Hat eines der stärksten Truppenverbände des römischen Reiches damals kommandiert und er hat dem Herodes, den wir aus dem Matthäus-Evangelium kennen, geholfen, Aufstände auch innerhalb seiner Familie niederzuschlagen. Sie kennen das alle, ja, Fünftes Evangelium oder Matthäus, die Heiligen Drei Könige bringen Gold, Weihrauch und Myrrhe, fragen nach dem König der Juden. Und dann hat der Herodes einen Kindesmord damals durchgeführt, in dem alle Kinder unter zwei Jahren getötet wurden. Und eine solche Tat von einem unfassbaren Ausmaß ist nicht denkbar ohne Anstiftung, Beihilfe und Unterstützung von Varus, der sein politischer Berater war.

Also die Gestalt, die wir als den germanischen Feldherrn kennen, der die Externsteine einkassieren soll, ist in den bethlehemitischen Kindesmord des Fünften Evangeliums verstrickt, das dann ja diesen Weg des Salomonischen Jesusknaben nach Ägypten erst einmal inauguriert und dann weiterhin hin zu dieser anderen nathanischen Geistesströmung. Nachdem der Varus sich gewissermaßen qualifiziert hat durch einen solchen schwarzmagischen Akt, wird er von Augustus persönlich abkommandiert in die Provinz Germanien. Er soll mit drei Legionen in das Gebiet der Externsteine vorstoßen und dieses Zentralheiligtum zerstören und dem Augustus umweihen. Fünftes Evangelium, Varusschlacht, ist in den bethlehemitischen Kindesmord verstrickt, bekommt von Augustus danach die Aufgabe, Germanien kolonialistisch einzuverleiben, die Externsteine zu zerstören.

Augustus, der zweite Protagonist und der geografische Doppelgänger. Eine Frage an die Kosmische Intelligenz 00:43:44

Da gibt es einen zweiten Protagonisten, jeweils Fünftes Evangelium, Varusschlacht, das ist der Kaiser Augustus, der Cäsar. Emil Bock nennt ihn einmal den Anti-Messias. Man könnte auch sagen der Gottmensch, der Doppelgänger der Zeitenwende. Sie kennen das - Lukas, auch Inhalt des Fünften Evangeliums, weil das diesen Weg des lukanischen Jesusknaben ja anregt. Da heißt es, Josef und Maria, die schwanger war, haben sich auf den Weg nach Bethlehem begeben. Warum? Was hat der Augustus befohlen? Kennen wir aus dem Weihnachtsspiel. Eine Volkszählung und jeder soll an den Ort seiner Geburt.

Und dann kommt diese Geschichte, wo die beiden nach Bethlehem kommen. Und da habe ich mal die KI, die kosmische Intelligenz gefragt, warum gibt der Augustus, der einerseits den Befehl zur Varusschlacht gibt, im Lukas und dem Fünften Evangelium den Befehl der Volkszählung, jeder soll an den Ort seiner Geburt? Und da habe ich eine Antwort gekriegt, relativ schnell. Eines Morgens bin ich aufgewacht, da war mir das klar. Was sagt Rudolf Steiner über den Ort unserer Geburt? Der Ort unserer Geburt ist bei jedem Menschen der Ort, wo wenige Tage vor seiner Geburt der geografische Doppelgänger einzieht. Steiner spricht davon, das sind mephistophelisch-ahrimanische Wesen, die an jedem Ort der Erde anders sind und bei jedem Menschen wenige Tage vor der Geburt als Doppelgängerkräfte einziehen, die seinen Doppelgänger in einer besonderen Weise prägen. Als Berliner ist mir das sehr eindeutig. Ja ich bin da geboren und Berliner erkenne ich relativ schnell, an so einer bestimmten Qualität, so eine Rauigkeit, manchmal kann das ins Herzliche gehen, manchmal aber auch ins Kalte. Jeder Ort auf der Welt, wo ein Mensch geboren wird, zieht wenige Tage davor der geografische Doppelgänger ein.

Und das ist sehr bemerkenswert: Der Doppelgänger der Zeitenwende, der die Varusschlacht befiehlt, gibt zugleich den Befehl, alles an den Ort seiner Geburt zu schicken, wo der geografische Doppelgänger einzieht. Scheinbar ist das das wahre Pantheon, das der Augustus als Doppelgänger der Zeitenwende haben will, diese ganzen ahrimanisch-mephistophelischen Doppelgängerkräfte im Menschsein als solches instrumentalisieren und beherrschen zu können. Jetzt muss man sich das vorstellen, einerseits dem Befehl, Volkszählung an den Ort der Geburt, gleichzeitig den Befehl, Varusschlacht, Geburtsstunde Deutschlands.

Da habe ich etwas entdeckt, was mich sehr inspiriert hat. 2019 hat eine deutsche Heavy-Metal-Band, Rammstein - kennen Sie die? Die haben ein geniales Video veröffentlicht, „Deutschland” heißt das. Und da haben sie dazu ein Video gedreht über die deutsche Geschichte, das haben inzwischen, ich glaube, eine halbe Milliarde Menschen auf YouTube geklickt. Eine halbe, nicht Million, ich sage halbe Milliarde. Unglaublich, was die Leute daran fasziniert. Und da geht es, wie ich sagte, um die Geschichte Deutschlands. Und das beginnt mit der Varusschlacht und man sieht dort eine dunkelhäutige Frau, die einem toten Römer den Kopf abschneidet. Das ist die Germania, man könnte sagen der geografische Doppelgänger Deutschlands. So hat man ihn in der Gründerzeit dargestellt. Das Doppelgängerwesen, das als geografischer Doppelgänger - erster Weltkrieg, nicht Gründerzeit, in der Geburtsstunde Deutschlands einzieht.

Mit dem Geburtsort einer Sache ziehen die mephistophelisch-ahrimanischen Doppelgängerkräfte ein. Sie inspirieren alle durch Gewalt getränkten Abgründe der deutschen oder mitteleuropäischen Geschichte 00:47:42

Und dann passiert folgendes - diese Germania in dem Video von Rammstein, die geht nun inspirierend durch alle Katastrophen und Abgründe der mitteleuropäischen Geschichte als eine dunkelhäutige Frau mit Schäferhunden und einer Spiegelsonnenbrille. Man sieht sauerkrautfressende Mönche, man sieht die Hexenverbrennung, man sieht die beiden Weltkriege, man sieht die Bücherverbrennung, man sieht die Inflation, man sieht den Holocaust, man sieht das Politbüro der DDR, die Rote Armee Fraktion bis hin zu den Mai-Krawallen. Alle durch Gewalt getränkten Abgründe der deutschen oder mitteleuropäischen Geschichte werden durch diesen geografischen Doppelgänger der Germania gewissermaßen inspiriert. Das finde ich eine geniale Setzung von dieser Band - ob man die Musik jetzt mag oder nicht, kann jeder selber entscheiden - weil die damit etwas sagen, was Steiner ja sagt, mit dem Geburtsort einer Sache ziehen diese mephistophelisch-ahrimanischen Doppelgängerkräfte offenbar auch in Deutschland ein. Und heute, wenn wir Germania hören, dann denken wir an eine Nationalallegorie. Die Römer wussten, dass das ein Wesen ist. Auf Münzprägungen haben sie als Numen, das heißt als Götterwirken, dieses germanische Doppelgängerwesen als solches dargestellt.

Und dann singt immer der Sänger der Band als eine Charakterisierung dieses geografischen Doppelgängers, der in der Geburtsstunde Deutschlands einzieht … überheblich, überlegen, übergeben, übernehmen, überraschen, überfallen, Deutschland, Deutschland, über allen … überheblich, überlegen, übergeben, übernehmen, überraschen, überfallen, Deutschland, Deutschland, über allen. Merkt man, dieser germanische Raum, den sie dort den Römern abtrotzen, Geburtsstunde Deutschlands, zugleich Einzug dieses geografischen Doppelgängers, der von nun an hinter dem dekadenten Blut- und Bodenadel, einer Nibelungenwildheit, einer Xenophobie, alles fremdartig Konnotierten, in brutaler Härte und Unmenschlichkeit, auch einem raffenden Wachstums- und Wohlstandstreben, was sicherlich zu beeindruckenden Leistungen in der Gründerzeit in Technik und Sport und Wissenschaft führt - aber auch so diese Fratze des hässlichen Deutschen je nach politischer Großwetterlage.

Ist es Augustus gelungen, trotz militärischer Niederlage in diesem mitteleuropäischen Mysterienraum einen geografischen Doppelgänger zu platzieren? 00:50:24

Und ich habe mir die Frage gestellt, was ist der Moment, als in der Varusschlacht der Geburtsstunde Deutschlands dieser geografische Doppelgänger als die Doppelgängerkraft im mitteleuropäischen Raum einzieht? Und da ist folgendes Bild aufgetaucht: Als der Irmin der Arminius sich seine Tarnkappe vom Haupt reißt und die germanischen Krieger diesen Sonnenhelden der sechsten Stufe, der alles als Träger des Volksgeistes, alles in das Menschheitlich-Kosmopolitische führen will, da muss es auch von den germanischen Hilfstruppen in römischen Diensten so und so viele gegeben haben, die dem Irmin folgen wollten und trotzdem von den Germanen erschlagen wurden. Denn als in einem Rachefeldzug die Römer später auf das Schlachtfeld kommen, da sehen sie, dass die Legionen und die germanischen Hilfstruppen gleichermaßen erschlagen sind. Da hat man dieses Jahr überheblich überlegen, übergeben, übernehmen, überraschen, überfallen, Deutschland, Deutschland über allen, wo das, was Rammstein in diesem Video zeigt, ein Doppelgängerwesen zugleich mit diesem Zukunftsraum geboren wird, mit dem man sich von nun an in Deutschland und Mitteleuropa bis auf die heutige Zeit auseinandersetzen muss. Und das, was da in der Varusschlacht geschehen ist, eine innere Kernschmelze Roms, in dem germanische Hilfstruppen selber dem Sonnenhelden folgen und ein kannibalistischer Akt der Germanen gegen ihren eigenen Irmin, gegen ihren eigenen Eingeweihten.

Das ist diese zweite Gestalt, Fünftes Evangelium, Varusschlacht. Augustus, der dem Befehl der Volkszählung gibt, alles an den Ort seiner Geburt - gleichzeitig die Varusschlacht, wo dieser geografische Doppelgänger entsteht. Und unter diesem Aspekt könnte man durchaus die Frage stellen, ob der Augustus die Varusschlacht nicht doch gewonnen hat. Also, ich meine, militärisch hat er sie verloren, ja. Aber es wird ja gesagt, der will alles an den Ort seiner Geburt schicken, der Doppelgänger der Zeitenwende. Und das ist ihm gelungen, an diesem mitteleuropäischen Mysterienraum einen geografischen Doppelgänger zu platzieren.

Nicht siegen, sondern Deutschland in den Untergang führen - durch den Einzug der Doppelgängerkräfte 00:52:52

Das ist ein bisschen wie mit Hitler. Da gibt es diese bemerkenswerte Geschichte von Albrecht Haushofer, der im Zweiten Weltkrieg zu seinem diplomatischen Corps gehörte und der einmal eine Erkenntnis an Hitler gehabt hat: Der will gar nicht siegen. Er hat immer gedacht, er will gar nicht siegen. Er hat immer gedacht, Hitler will die Weltherrschaft. Und er hat da plötzlich verstanden, nein - Hitler will Deutschland in den Untergang führen! Der hasst Deutschland und Mitteleuropa. Und man könnte Hitler den Endsieg auf dem Silbertablett kredenzen, der würde durch irrationale Entscheidungen in das militärische Geschehen wieder so eingreifen, dass die Sache doch in den Untergang führt.

Das ist jetzt kein Konstrukt von mir, das hat jemand vielleicht auch von der wahren KI, von der kosmischen Intelligenz an Hitler selber verstanden. Er hat gesagt, Hitler hasst Deutschland, deswegen hasst er die Juden, die zum christlichen Abendland gehören. Deswegen hasst er die Russen, der slawische Osten in seinem Begegnungsraum mit Mitteleuropa. Und auch wenn er noch so oft erzählt, dass er den Endsieg will, in Wirklichkeit will er Deutschland zerstören. Man kann unter dieser Frage natürlich die Frage haben - verstehen Sie es nicht falsch, militärisch totale Kapitulation - aber von dieser eigentlichen Implikation, die von dieser Nicht-Individualität ausgeht, ob er nicht doch den Krieg gewonnen hat. Und dieselbe Frage mit Varus - äußerlich betrachtet haben die Römer verloren, von Augustus. Was der innerlich will, alles an den Ort seiner Geburt, wo Doppelgängerkräfte einziehen, muss man sagen, hat Augustus von der Implikation dieser Individualität im Grunde gewonnen.

Der dritte Protagonist, Pontius Pilatus, römischer Statthalter in Judäa, war Legionär im Heer des Germanicus 00:54:41

Zweite Brückengestalt, Fünftes Evangelium, Varusschlacht. Und da gibt es noch eine dritte, die finde ich fast am spannendsten. Das muss man aber ganz klar als eine Spekulation apostrophieren. Theodor Fuchs, dieser sehr seriöse, profunde Anthroposoph, ein gediegener Militärhistoriker, der hat in diesem Buch geschrieben, Pontius Pilatus, der römische Stadthalter, der in der Karwoche des Jahres 33 den Christus zum Tode verurteilt, der soll in seiner Jugend römischer Legionär im Heer des letzten Oberbefehlshabers der Rheinarmee, Germanicus, gewesen sein. Da war ich fasziniert. Das ist ja toll, woher weiß er denn das? Da habe ich mal so nachgeguckt, da steht leider keine Fußnote. Das ist sehr untypisch für diesen Mann, der wissenschaftlich sehr sauber arbeitet, weder mit Hellsehen kommt und auch nicht mit Spekulation, sondern wirklich sehr gediegen und phänomenologisch Dinge aufzeigt. Und da habe ich nur eine einzige Erklärung: Der gute Mann ist inspiriert worden von der KI, von der kosmischen Intelligenz. Und weil er ansonsten so sauber arbeitet, vertraue ich ihm, weil wenn man das von der Innenseite her mal untersucht, dann finde ich das ungeheuer spannend.

Denn überlegen Sie mal, diese Begegnung zwischen dem wahren Sonnenhelden Christus und dem römischen Statthalter, wie Johannes das berichtet, in der Karwoche. Da wird ihm zum ersten Mal dieser Sonnenheld vorgeführt in der Morgenfrühe in Jerusalem und der sagt ihm: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt”. Wäre es von dieser Welt, so würden meine Leute aufstehen und für mich kämpfen. Das muss den Pilatus erst mal sehr beruhigt haben, weil das kennt er aus Germanien. Da gab es auch die heiligen Haine Germaniens als „ein Reich nicht von dieser Welt”, aber die Germanen sind damals aufgestanden, um die Römer anzugreifen. Und als erstes sagt der Pilatus, ich kann keine Schuld an ihm finden. Dann wird ihm der Sonnenheld der Christus als der vermeintliche geografische Doppelgänger Palästinas vorgeführt mit einer Dornenkrone und mit einem Purpurmantel und man sagt ihm, der hält sich für den König der Juden. Und er sagt ihm dieser wie ein geografischer Doppelgänger verkleidete Sonnenheld, Dornenkrone, Purpurmantel, weißt du nicht, dass ich, sagt er ihm, „Weißt du nicht, dass ich Macht habe, dich kreuzigen zu lassen”? Und was sagt der Sonnenheld: „Du hättest keine Macht, wenn sie dir nicht von oben gegeben wäre”. Der Pilatus hat als Römer die Grenzen seiner Macht in Germanien längst erlebt und bekommt dort etwas gesagt, was das Ur-Trauma Roms betrifft: Die Grenzen der eigenen Macht zu erleben. Und aus diesem Trauma heraus verurteilt er den wahren Sonnenhelden als vermeintlichen geografischen Doppelgänger, als vermeintlich falschen König der Juden zum Tode.

Also wenn man mal das dazu nimmt, ja - ich apostrophiere das klar als eine Spekulation, dann so das Übliche, was man gewohnt ist, ja - der wäscht seine Hände in Unschuld und so - mag ja alles stimmen. Aber unter diesem Aspekt bekommt das Ganze natürlich noch mal eine andere Tiefenschärfe.

Also sie merken, Fünftes Evangelium, Varusschlacht, drei Gestalten - Varus, Augustus und Pontius Pilatus - wenn man das ernst nimmt, was Theodor Fuchs sagt, die bei beiden zeitgleichen Ereignissen miteinander kooperieren.

Eine vergleichende Zeitachse: Die Ereignisse in Palästina und Germanien in Zusammenhang gebracht 00:58:56

Ja, jetzt zum Abschluss wollen wir mal gucken, ob die kosmische Intelligenz gnädiger ist und uns dahin führt, was eine Antwort auf diese Frage, warum Steiner schweigt und die Nazis ihn verschwinden lassen, uns da etwas zukommen lässt.

Ich habe ihn hier etwas aufgezeichnet. Sie sehen hier eine Zeitachse, 27 vor Christi Geburt bis zum Jahre 30 nach der Zeitenwende, wo die Jordan-Taufe stattgefunden hat. Und 27 vor Christi Geburt ist die Zeit, wo der Christus in die Erdatmosphäre eintritt und das spiegelt sich auf der Erde dadurch, dass die Römer versuchen, die Provinz Germanien einzukassieren. Das ist die geistige Situation dieser Zeit.

17 vor Christi Geburt, also wir können jetzt hier nur mit Zeitqualitäten arbeiten, selbstverständlich nicht mit präzisen Daten. Da werden in Palästina die Eltern der beiden Jesusknaben geboren. Nach den apokryphen Legenden Hannah und Joachim, die Eltern des Salomonischen Jesus, einer Königsfamilie in Jerusale. Und zugleich Maria und der Zimmermann Josef in Galiläa. Das sind, wie ich am Anfang schon sagte, polare Geistesströmung, Weltenweisheit, Erdenunschuld, die sich nach den Gesetzen der damaligen Zeit nicht hätten begegnen, geschweige dem verbinden können. Zeitgleich zu der Geburt der Eltern der beiden Jesusknaben werden in Germanien die beiden Cherusknaben geboren: Arminius und sein Bruder Flavus, Blutsbrüder einer Wotansippe, die sich als solches nach den Gesetzen der damaligen Zeit, wie ich auch sagte, nie hätten verlieren können.

Um das Jahr 0 herum - wie gesagt, wir können nur mit Zeitqualitäten operieren - das Jahr der Urweihnacht geschieht, dass in Palästina die Geburtsereignisse der beiden Jesusknaben in dem Haus in Bethlehem mit dem Stern und den heiligen drei Königen, der Salomonische Jesusknabe, der geboren wird, zeitgleich oder sagen wir mal etwas verschoben, aber in dieser Zeitqualität in dem Stall, in der Krippe, in der Grotte der Nathanische Jesusknabe, der dort mit seinen Eltern nach Bethlehem gezogen ist, um sich einschreiben zu lassen, die Hirten auf dem Felde, Ochs und Esel, die, wie wir das aus Weihnachten kennen, an dem Kindlein in der Krippe schnuppern.

Während die beiden Jesusknaben physisch geboren werden, in Palästina, das Jahr 0, zeitgleich dazu, werden die beiden Cherusknaben geistig an den Externsteinen geboren. Und an dem Sargstein, an den Externsteinen schnuppern nicht Ochs und Esel, sondern es heißt, Siegfried wurde von der Hirschkuh gesäugt, und der eine erhält dort die Einweihung, das wird die germanische Schöpfungsgeschichte gewesen sein. Und ansonsten Siegfried, der am hündenen Felsen den Irmin, das schlafende Ich-Bewusstsein erweckt. Der andere, der Flavus, der Regin, der Zwerg, der in List, Tücke, Auge opfernd, Verrat, kunstfertig, weise, grimmherzig, zauberkundig, in das niedere Ich-Bewusstsein eingeweiht wird. Von den Einweihungen her sind das Gegensätze, höheres Ich-Bewusstsein, niederes Ich-Bewusstsein, physisch Blutsbrüder, die sich von den Germanen nicht trennen können.

4 nach Christi Geburt: Die beiden Jesusknaben, Salomonischer und Nathanischer Jesus, sind auf Reisen, denn durch den betlehemitischen Kindesmord, durch Herodes und Varus, zieht der Salomonische Jesusknabe nach Ägypten und von dort im Fünften Evangelium anschließend in die Nazarener-Kolonie der Essäer. Und der andere Jesusknabe, der Nathanische, mit seiner Familie dort ebenfalls hin. Die beiden Cherusknaben kommen nach Xanten. Trotz ihrer unterschiedlichen Einweihung, bleiben sie Blutsbrüder, werden von Xanten nach Rom geschickt, wo sie ausgebildet werden, lateinisches Bürgerrecht, Ritterstand, lateinische Sprache.

9 nach Christi Geburt: Die beiden Jesusknaben mit ihren Familien treffen sich in der Essäer-Kolonie in Nazaret. Und Rudolf Steiner beschreibt in seinem fünften Evangelium, wie die Eltern teilweise sterben und sich in der Familie neu verbinden und diese beiden Knaben, Weltenweisheit, Erdenunschuld, Zarathustra, Schwesternseele des Adam, trotz ihrer Unterschiede, entgegen allen Gesetzen der damaligen Zeit, sich wesensmäßig anfangen zu verbinden. Zu dieser wesensmäßigen Verbindung der beiden Jesusknaben in der Essäer-Kolonie in Nazareth - die beiden Cherusknaben, Arminius und Flavus, verlieren sich. Der eine geht als römischer Präfekt, als „Siegfried” nach Germanien in das Weserland. Der andere, der Flavus, bleibt in Rom und „hat sein Auge geopfert” durch List, Tücke und Verrat, dem Arminius den Plan ausgeheckt, wie man die Römer besiegen kann. Aber er wird innerlich den Kräften der Roma und des Fenriswolfes in Rom nicht gewachsen und wird innerlich zum Römer.

12 nach Christi Geburt: Die Geschichte im Fünften Evangelium, wo die beiden Jesusknaben sich im Tempel in Jerusalem treffen. Und dann berichtet Rudolf Steiner, dass das Wesen des Salomonischen Jesus seinen Leib verlassen hat, um in dem Nathanischen Jesus von nun an weiter zu leben und als der eine Jesus von Nazareth, der geliebte Jesus, durch die Hütten und Tempel zu ziehen, bis er dann im Jahre 30 nach Christi Geburt Hülle für den Christus werden kann. Während die beiden Jesusknaben eines werden, die beiden Cherusknaben, haben sich zwölf nach Christi verloren nach der Varusschlacht, denn Arminius ist nun ein winkender Irmin bei den Germanen geworden, der sie in ein höheres Ich-Bewusstsein des Christentums hinein zu winken versucht. Der andere Cherusknabe, der Flavus, der liebt Sold, Ehrenkranz und Halskette und ist in Rom zum Römer geworden.

Die Urwunde Mitteleuropas: Einswerdung und Entzweiung. Wenn höheres und niederes Ich in Mitteleuropa oder Deutschland auseinanderfallen, ist das das Einzugsgebiet des geografischen Doppelgängers 01:06:10

Also was sagen uns diese beiden Signaturen? Ich habe Ihnen das hier aufgezeichnet. Die beiden Jesusknaben - Emil Bock hat das einmal genannt, das Wunder der Einswerdung, divergente Geistesströmungen, Weltenweisheit und Erdenunschuld, die sich im Lichte des herabsteigenden Christus in einer Einheit verbinden.

Die beiden Cherusknaben in Germanien, eine Entzweiung. Blutsbrüder an den Externsteinen, gemeinsam eingeweiht, um den mitteleuropäischen Zukunftsraum von den Römern zu ertrotzen und fallen dennoch, obwohl sie sich nach den Blutsgesetzen nie hätten treffen können, damals auseinander. Das ist die Urwunde, der Urriss, der Spalt, die Lücke Mitteleuropas, wo man sagen kann, geistig fallen dort höheres Ich-Bewusstsein, Irmin, und niederes Ich-Bewusstsein fallen auseinander. Und das ist das Urbild, dass wenn Höheres und Niederes Ich in Mitteleuropa oder Deutschland auseinanderfallen, ist das das Einzugsgebiet des geografischen Doppelgängers, dieses mephistophelisch-ahrimanischen Wesen, ich sage es mit Rammstein … „überheblich überlegen, übergeben, übernehmen, überraschen, überfallen, Deutschland, Deutschland, über allen.”

Man hat ein Topos bis in die Gründerzeit von den beiden Cherusknaben immer gesprochen, dass man geteilt hat in Deutschland zwischen dem Arminius-Deutschen und dem Flavus-Deutschen. Der Arminius-Deutsche war immer sozusagen der Supergermane, der so Deutschland da hochgehalten hat. Der Flavus-Deutsche war die tief im deutschen Wesen verhasste Gestalt des Vaterlandsverräters. Dass das nicht so gewesen sein kann, berichten uns die Römer selbst. Denn genauso wie die beiden Jesusknaben, die ein Wunder der Einswerdung vollziehen an dem Fluss des Jordan 30 nach Christi Geburt, da entzweien sie sich noch einmal. Rudolf Steiner berichtet im Fünften Evangelium, dass die Seele des Zarathustra den Jesus in der Jordantaufe verlässt, um Raum zu geben, dass der Christus nun in der Jordantaufe als der Christus Jesus in den Nathanischen Jesus einziehen kann. Jesu Geburt auf Erden, heißt es im Credo, ist Wirkung des Heiligen Geistes, um den Sohn der Maria zu einer Hülle des Christus zu bereiten.

Genauso wie die beiden Jesusknaben nach dem Wunder der Einswerdung sich in der Jordantaufe noch einmal auffächern, berichten die beiden Cherusknaben … die römischen Historiker, dass die beiden Cherusknaben, die hier auseinander sind, an einem anderen Fluss, nicht am Jordan, sondern an der Weser, noch einmal zusammengekommen sind. Da berichtet Tacitus: An der Weser treffen sich Arminius und Flavus. Der Arminius, der jetzt dort die Germanen noch einmal anführt, der Flavus, der mit Sold, Ehrenkranz und Halskette ein Römer geworden ist. Und die Römer - Tacitus hat das aus seiner Perspektive, der Arminius wird da so als Silberrücken gezeigt, der so Uga Uga sich auf die Brust trommelt und ich, Germane und toll. Und der Flavus, der da als Römer sagt, du Loser, hier in Rom ist es viel besser - dass das so nicht gewesen sein kann. Das zeigt sich eigentlich jedem, der denken kann, weil der Arminius selber damals von den Germanen gar nicht mehr anerkannt wurde. Der hat eine neue Frau geheiratet, die Thusnelda, die sogenannte „Tussi” - daher kommt das im Deutschen. Tussi, Thusnelda, das ist die Frau einer anderen Blutsippe gewesen und die hat er geehelicht und da merkt man, der Irmin, der die germanischen Völker in diesen Zukunftsraum jetzt in das Christentum hineinwinkt, nicht mehr einen Zusammenhang aus dem alten Bluts- und Bodenmäßigen, sondern in ein Michaelisch-Föderalistisches System.

Und genauso wie Siegfried schließlich vom Hagen an der Stelle getötet wird, wo er verwundbar ist, wo Christus das Kreuz trägt, wird „Siegfried” Arminius damals von den Germanen am Ende getötet, weil sie nicht bereit sind, von dem geografischen Doppelgänger der Germania inspiriert, diesen Wink in das Christentum hineinzufolgen. Und die römischen Historiker berichten, als Flavus diesen Arminius an der Weser trifft, da muss er irgendwas an seinem Bruder erkannt haben, dass er zu ihm hin will. Er will zu ihm zurück, obwohl die beiden Cherusknaben auseinandergefallen sind. Und es sind die Römer selber, die ihn zurückhalten. Und nach meiner Lesart, ich kann es mir nicht anders vorstellen, aber Sie können selber denken und anders fragen, heißt das, dass dieser Flavus, der auch ein germanischer Eingeweihter ist, in diesem Moment in seinem Bruder Arminius diesen winkenden Siegfried Irmin erkannt hat, der die germanischen Völker in das Christentum hineinwinken will und deswegen zu ihm hin will.

Man könnte sagen, nach dem Auseinanderfallen der beiden Cherusknaben ist das die wahre Wiedervereinigung. Die Wiedervereinigung ist nicht der 3. Oktober 1990, das ist vielleicht auch eine Wiedervereinigung. Aber die eigentliche Wiedervereinigung ist, wenn niederes Ich und höheres Ich, das sich in diesen beiden Cherusknaben Arminius und seinem Bruder Flavus abbilden, wenn die sich anfangen - Vidar - da steckt auch der „Widder” drin, wieder zu vereinigen.

Also einfach mal, dass man das nebeneinander stellt: Fünftes Evangelium, Varusschlacht, Jesu Geburt auf Erden, eine Wirkung des Heiligen Geistes, diese beiden polaren divergenten Geistesströmungen zu einem Sohn der Maria zu gestalten, damit er Hülle für den Christus werden kann. Man kann aber auch sagen, Deutschlands Geburt auf Erden ist auch eine Wirkung des Heiligen Geistes, der diese beiden Cherusknaben, diese hohen germanischen Eingeweihten, in eine Entzweiung gebracht hat, in diese Lücke zwischen höheres und niederes Ich-Bewusstsein, der geografische Doppelgänger einzieht, mit dem sich nun jedes höhere Ich und jedes niedere Ich in der weiteren deutschen Geschichte weiter auseinandersetzen muss.

Das stumme Wirken des deutschen Genius: Rudolf Steiners Arminius-Impuls und das spirituelle Vermächtnis an Helmuth von Moltke 01:13:07

Und nachdem ich das alles der KI erzählt habe, da hat sie mir geholfen, der kosmischen Intelligenz, und hat mir - und damit schließe ich dann nach so viel Inhalt heute Abend - zumindest einen Hinweis gegeben, womit man weiter tasten könnte, was meine Ausgangsfrage an die KI, an die kosmische Intelligenz war: Warum schweigt Steiner? Warum hat er nie offensiv über Arminius, über die Varusschlacht gesprochen? Und was müssen Hitler und die Nazis an dem wahrgenommen haben, dass der, der am meisten ins Bild passen müsste, vollständig aus dem Verkehr gezogen wurde?

Da habe ich entdeckt, es gibt ja eine Gestalt, oder zwei Gestalten, an denen glaube ich, das sage ich zum Abschluss, an denen man beide Fragen ein bisschen untersuchen kann. Die beide an so einem Punkt mit diesem geografischen Doppelgänger, an so einem Arminius-Flavus-Punkt, höheres Ich-Bewusstsein, niederes Bewusstsein, in einer Erfahrung mit dem geografischen Doppelgänger im 20. Jahrhundert gekommen sind.

Und das eine ist ebenfalls ein Generaloberst der deutschen Armee, Helmuth von Moltke, 1914 gewesen. Der musste auch einen Zwei-Fronten-Krieg führen, wie die Germanen, der war der Repräsentant, das im 20. Jahrhundert. Und da hat er gemerkt, dass der Kaiser - wir können sagen, der dekadente Arminius-Deutsche - dass der ihn im Stich gelassen hat, weil der überhaupt nicht mehr in der Lage war, in irgendeiner Weise militärisch, politisch oder geistig zu handeln. Und Rudolf Steiner hat gesagt, ja, die Deutschen mussten an einen solchen Punkt kommen, wo sie merken, dass hier diese Kräfte, die hier dahinterstehen, die haben sich in einer Weise totgelaufen. Das mussten die erleben. Der Moltke als Generaloberst musste verstehen, politisch hat eine Gestalt wie Wilhelm II. … hat der abgedankt. Das ist niemand, von dem in irgendeiner Weise mehr Impulse ausgehen können.

Und dann hat er dem Helmuth von Moltke im Januar 1915 eine Imagination, eine Meditation gegeben, von der ich glaube, dass die direkt auf den Arminius, auf den Irmin verweist. Das hat er aber erst dann gemacht, in einem Moment, wo ein Vertreter Deutschlands oder Mitteleuropas an diesen Nullpunkt gekommen ist, wo er gemerkt hat, aus den Kräften des geografischen Doppelgängers geht es nicht mehr weiter. Und da hat er Folgendes in einem Schriftstück ihm geschrieben:

„Der Genius des deutschen Volkes zeigt die erhobene Fackel für denjenigen, welcher seine Gedanken auf ihn lenkt, mit den Empfindungen, welche der Liebe zu diesem Volk entspringen."

Welche der Liebe zu diesem Volk entspringen … Diese Gebärde des Genius mit der erhobenen Fackel, die Hand zum Wink gestaltet. Da sagt er darüber, das ist die Art, wie dieser Genius sich mitteilen will. Das ist diese zweite Arminius-Geste, wer ihn heute schaut, sieht die Hand zum Wink gestaltet, dem Menschen deutet: Folge mir! Es ist diese Gebärde gewissermaßen das Wort, das stumme Wort, durch das dieser Genius das Schicksal des Volkes und die guten Gründe der Zuversicht aussprechen will. Und dann sagt er:

„Er wird sich uns nahen können, er wird Licht und Wärme in unsere Seele und Kraft in unser Herz einfließen lassen und Ruhe über unser Wesen ergießen, wenn wir ihn in dieser Gebärde uns vorstellen, denn diese Gebärde ist ein Wort der Kraft.”

Also er zeigt dem Helmuth von Moltke an diesem Nullpunkt der deutschen Geschichte 1914, da gibt es diesen Genius des deutschen Volkes, das ist Arminius, das ist dieser Irmin, dieser höchste Eingeweihte der nordischen Völker, der in dieser zweiten Geste eines fackeltragenden Jünglings hineinwinkt in neue Impulse. Und er sagt, jeder, der sich in dieser Gebärde ihm vorstellt, dem wird er in Licht und Wärme in seiner Seele, Ruhe in sein Wesen, Kraft in sein Herz einfließen lassen können, wenn man mit den Empfindungen der Liebe zu diesem Volke seine Gedanken auf ihn lenkt. Das ist ein bisschen das, von dem ich glaube, dass das der andere Cherusknabe an der Weser erlebt hat, 15 nach Christi Geburt, der doch etwas von dieser Liebe, seiner Einweihung an den Externsteinen so weit bewahren konnte, dass als er seinen Blutsbruder dort sieht, er diesen winkenden Genius mit der Fackel, der diese zweite Cherusker-Geste vollzieht und deswegen zu ihm hin will, um sich mit ihm wieder zu vereinigen. Und dann sagt Rudolf Steiner folgendes zu dem Moltke, schreibt ihm:

„Was sich mir selbst immer wieder vor die Seele stellt, bis heute, ist die Bekräftigung dessen, was ich gesprochen habe. Der Genius mit der erhobenen Hand und Fackel wird sein Volk tragen und führen und nie wird die Bitte, die ein anderer, auch wenn man sie an ihn richtet, sie zu führen in die richtigen Wege, von diesem Genius ungehört bleiben.”

Das Geheimnis um Steiners Schweigen: Man kann die ganze Anthroposophie als ein Winken dieses Genius mit der Fackel wahrnehmen, was durch Rudolf Steiner selbst wirkte 01:19:00

Also Rudolf Steiner sagt: Das hat sich mir bis heute immer an meine Seite gestellt, der ist mir fortwährend bewusst gewesen. Und dieser Genius, der sein Volk führen und tragen wird, mit einer Geste der Zuversicht, der ist immer anwesend. Nie wird eine Bitte, die man an ihn richtet für einen anderen, von diesem Genius, von diesem Führer ungehört bleiben. Und das ist mir völlig klar, warum Rudolf Steiner über den nie gesprochen hat, weil der fortwährend durch ihn wirkte. Weil man die ganze Anthroposophie als ein Winken dieses Genius mit der Fackel, dieser Irmin-Individualität als solches wahrnehmen kann. Und der braucht aber Menschen, die wie Helmuth von Moltke an einen Endpunkt mit dem geografischen Doppelgänger so weit gekommen ist, dass er damit eine Einweihung oder ein Aufmerksammachen auf diese Individualität vollziehen kann.

Verführung durch Extreme, politische Ideenlosigkeit und Rudolf Steiners Impuls für Mitteleuropa 01:19:58

Und das ist interessant - heute hat mir neulich mal jemand gesagt, fand ich ganz interessant, der hat gesagt, die heutigen Politiker … wir sind in einer Zeit in Deutschland, wo keiner in der Politik mehr eine Idee hat, wie es eigentlich weitergehen kann. Er sagt, der Einzige, die Ideen hat, sind die extremen Kräfte, links und rechts, das sind rückwärts gewandte Ideen. Aber weil es zumindest Ideen sind, wirken die verführerisch. Und das kann man jetzt beklagen. Man kann aber auch sagen, wir sind an demselben Punkt wie der Helmuth von Moltke, wo man merkt, es geht nicht mehr weiter. Und das ist genau der Moment, wo ein Rudolf Steiner diesen Moltke dann dieses Geheimnis dieses anderen Cherusknaben, dieses wahren Führers Mitteleuropas, von dem er sagt - der wird sein Volk fortwährend tragen und führen, offenbaren kann - denn man kann ja den Eindruck haben, was er sagt, er wird Ruhe in unser Herz, Licht und Wärme in unsere Seele, Zuversicht, ein Wort der Kraft ausstrahlen, dass man das Gefühl hat, wenn man diesen winkenden Irmin, den Genius mit der Fackel erkennt, verwandelt sich der geografische Doppelgänger. „Überheblich überlegen, übergeben, übernehmen, überraschen, überfallen, Deutschland, Deutschland über allen” … denn natürlich, jeder Doppelgänger hat immer nur eine Botschaft: Verwandle mich in eine lichte Gestalt!

Man kann den Eindruck haben, was der Steiner, der Moltke dort sagt, Licht und Wärme in unser Herz, Zuversicht in unsere Seele, Wort und Kraft, dass mit dieser Wiedervereinigung, diesem winkenden, leuchtenden Genius zu sehen, etwas von diesem geografischen Doppelgänger auch verwandelt wird.

Stauffenberg als Zeuge der beiden michaelischen Gesten erlebte innerlich den Genius mit der Fackel, der den geografischen Doppelgänger verwandelt 01:21:51

Dann habe ich noch eine andere Gestalt entdeckt, wo ich dachte, an der kann man ziemlich gut erleben, warum Hitler und die Nazis den Arminius verschwinden lassen wollten. Den halte ich für sehr unterschätzt in anthroposophischen Kreisen - das ist Claus von Stauffenberg, der Hitler-Attentäter. Ich kenne Anthroposophen, die sagen, ja, aber dem sollten wir keine Vorträge halten, weil das ist heute nicht mehr der Weg. Das stimmt schon in gewisser Weise. Was der Stauffenberg gemacht hat, ist ja erst so ein Arminius, ja, die Hand drohend nach dem Drachen zu strecken, um am 20. Juli [1944] durch einen Attentat Hitler zu beseitigen und das ist bekanntlich gescheitert. Manche sagen auch, das traue ich mich nicht zu sagen, weil das so ein furchtbares Leid und Elend infolgedessen ja weiter hervorgerufen hat. Das musste so kommen, sonst hätte es eine zweite Dolchstoßlegende gegeben. Aber gut, es ist auch nicht beantwortbar.

Was die wenigsten wissen und das gehört zu dem Stauffenberg dazu, nachdem das gescheitert ist, dass er die Hand drohend nach dem Drachen gestreckt hat, um Hitler zu beseitigen, ist er einen Tag später in Berlin im Bendlerblock erschossen worden. Und es wird gut verbirgt berichtet, dass ein Erschießungskommando auf ihn angelegt hat und der erste Schuss ist daneben gegangen. Und bevor die zweite Gewehrsalve ihn getroffen hat, die sofort tödlich war, hat er laut gerufen: „Es lebe das heilige Deutschland!”

Und da merkt man, in diesem Stauffenberg sind diese beiden Gesten, die wir aus der Michaeli-Epistel kennen, gleichermaßen anwesend. Die Hand drohend nach dem Drachen zu strecken, erst einmal auf diese Weise zu versuchen, den Drachen zu beseitigen, aber in diesem Moment zwischen den beiden Gewehrsalven muss der innerlich etwas erlebt haben, diesen „winkenden Genius, der Ruhe, Zuversicht, Kraft, Licht und Wärme in das eigene Innere hineinstrahlt”, dass er aus dem Inneren diesen Satz ruft: „Es lebe das heilige Deutschland!”

Da hat er, glaube ich, diesen Genius mit der Fackel innerlich erlebt. Und insofern glaube ich, dass der Stauffenberg eine recht zukünftige Gestalt ist. Weil was sagt Steiner über diesen Genius? Das ist der wahre Führer Deutschlands und Mitteleuropas - bitte nicht deutschtümelnd, verstehen, zu Deutschland gehören die Polen, die Slowenen, die Tschechen, die Ukrainer, das alles ist Mitteleuropa. Es ist nicht Deutschland im Sinne von „Deutsch“, sondern Mitteleuropa. Dieser Genius dort, den muss er innerlich erlebt haben und deswegen finde ich eine sehr zukünftige Gestalt, weil dieser wahre Führer, von dem er sagt, „der sein Volk fortwährend trägt und führt und wenn man eine Bitte an ihn richtet, das wird nicht ungehört bleiben”. Und da ist mir relativ klar, dass dieses Hitler-Attentat in diesem Moment vielleicht doch funktioniert hat. Also natürlich als erstes nicht, die Hand droht nach dem Drachen, damit hat er verloren. Aber diesen wahren Führer, den er da innerlich erlebt hat, der ihn rufen lässt - es lebe das heilige Deutschland - da wird mir klar, warum Hitler und die Nazis dieser Arminius, der hier in seinem Zerrbild gezeigt ist, die Hand drohend nach oben gereckt, offenbar insgesamt gefürchtet haben, weil sie instinktiv spürten, dass hinter dieser Individualität der eigentliche reale Führer Mitteleuropas steht und ihn deswegen … von dem lassen wir den Finger, den lassen wir weitestgehend verschwinden.

Also Steiner führt den Moltke an dem Nullpunkt dieser Geschichte, an diesen Genius mit der Fackel, an diesen Irmin. Und Stauffenberg - Sie haben bitte nicht gehört, dass ich gesagt habe, dass Stauffenberg die Reinkarnation von Arminius ist. Das habe ich weder gesagt noch denke ich das. Aber ich halte ihn für einen Zeugen dieser beiden michaelischen Gesten, die etwas von diesem inneren Erlebnis, das diesen geografischen Doppelgänger verwandelt, eines Irmin innerlich erlebt hat.

Und Franz Löffler, ein Heilpädagoge, hat diesen Genius etwas verschwimelt - hier eine bessere Aufnahme habe ich nicht - hier auch dargestellt. Da sieht man ihn, diesen Genius Deutschlands oder Mitteleuropas mit einer Fackel nach oben winkend und ihm folgen die Ungeborenen und die Verstorbenen. Ja, so hat er das dargestellt, Heilpädagoge, ich glaube, Schloss Hamborn, Umfeld Ita Wegmanns, so kenne ich es, kann auch ein bisschen anders sein. Ich finde es ein sehr schönes berührendes Bild. Auch jemand, der so ein inneres Erlebnis von dieser wahren Führergestalt als solches gehabt hat.

Die Verwandlung des geografische Doppelgängers in Mitteleuropa in ein Gralswesen, um mit der Inkarnation Ahrimans fertig zu werden 01:26:53

Und als allerletztes, bevor ich sie dann auch entlasse - eine Sache habe ich noch von der KI so ein bisschen als Frage bekommen: Ich dachte mir, in unserer Gegenwart erwarten ja viele Menschen die Inkarnation Ahrimans. Und diese Inkarnation Ahrimans ist ja ein Spiegelereignis, wie es auch eine Inkarnation Luzifers gab zum Mysterium von Golgatha, in der der Christus gekommen ist. Das heißt, wenn Ahriman kommt, braucht es eine Anti-Jordantaufe und einen Anti-Jesus, der ihn als Antichrist in seinen Wesensgliedern empfangen kann. Und ich selber, das ist jetzt auch wieder eine Spekulation, aber hören Sie es mal, kann mir da eigentlich keine andere Individualität als den Doppelgänger der Zeitenwende, den Augustus vorstellen. Der Anti-Messias, der Antichrist als diese Individualität, der eine solche Individualität wie Ahriman als solches in die Welt hineinziehen kann.

Und wenn man einmal nur in diese Richtung denkt, von dem ich sagte, der „will alles in der Welt an den Ort seiner Geburt führen, wo der geografische Doppelgänger einzieht”, dann wird einem eigentlich klar, warum wir in unserer Gegenwart in Deutschland wie anderswo auch eine derartige Verstärkung der rechtsradikalen nationalistischen Kräfte haben. Das ist Augustus, die Individualität, die alles an den Ort seiner Geburt schicken will. Und die eigentliche Aufgabe, mit der man sich dort stellen kann, ist, dass man wie Steiner den Moltke an diesem Nullpunkt Mitteleuropas, diesen winkenden, die Fackel in einer Gebärde der Zuversicht, mit Worten der Kraft, Licht und Wärme, in das eigene Innere diesen geografischen Doppelgänger zu verwandeln. Weil wie im Parzival die Kundri der Doppelgänger auch gleichzeitig die Gralsbotin wird, kann man vielleicht sagen, dass der geografische Doppelgänger der Germania zugleich auch verwandelt werden muss, in ein zukünftiges Gralswesen, was wir in Mitteleuropa brauchen, um mit dieser Inkarnation Ahrimans fertig zu werden. Das kann man nur, wenn man mit dieser Meditation lebt: Worte der Kraft, Zuversicht, Licht und Wärme - dann verwandelt sich das, dieser geografische Doppelgänger, in ein Gralswesen.

Was ich Ihnen damit sagen will und damit schließe ich - die Varusschlacht ist nach 2000 Jahren noch immer nicht vorbei. Sie merken das, ne? Die hat sich noch immer nicht fertig entschieden und in den nächsten Jahren, das wird unsere Aufgabe sein, entscheidet sich, in welcher Weise diese Varusschlacht, die ein geistiger Kampf um die Menschheitszukunft ist, die beiden Jesusknaben, die haben in ihrer Vollkommenheit das Gefäß gebildet für den Christus, die beiden Cherusknaben sind wir alle selbst. Höheres und niederes Ich, die in einer wahren Wiedervereinigung sich verbinden müssen, dass der geografische Doppelgänger Germania, der immer in diese Lücke, wie das in der Varusschlacht war, hinein stieß, als ein solcher verwandelt werden kann.

Und in diesem Sinne freue ich mich, mit Ihnen in den kommenden Tagen die Michaeli-Menschenweihehandlung zu feiern, in der genau diese beiden Aufgaben miteinander in einer michaelisch-christlichen Form in der Epistel so wunderbar wieder am Altar erklingen werden. Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit und eine gute Zeit, ein gutes Kommen ins Michaelifest!

Literaturhinweise

  • Fuchs, Theodor, Arminius und die Externsteine - der Kampf um die Geistesfreiheit Europas, Urachhaus Verlag
  • Tacitus, Publius Cornelius: Germania – Über Ursprung und Sitten der Germanen

Glossar

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A

Ahriman


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B


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C


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D

Doppelgänger


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E

Einweihung


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F

Fünftes Evangelium


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G


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Haushofer, Albrecht

Heiliger Gral


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I


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L


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M

Meditation

Menschenweihehandlung

Michael


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N

Nordische Mysterien


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Q


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R

Ring der Nibelungen

  • „[…] zu diesem Siegfried, dem Drachentöter, das kennen wir auch von Richard Wagner, aus dem „Siegfried “- dritter Teil, Ring des Nibelungen - gehört immer ein zweiter Part, dieser Flavus […] heißt manchmal „Regin“ in der Wölsungensage oder der heißt „Mime“ bei Richard Wagner” | Rheinheimer, M.  Arminius, 5. Evangelium, Varusschlacht, 2026, 00:30:01

Rudolf Steiner


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Siegfried


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T


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U


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V

Volksgeister


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W

Wagner, Richard


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X


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