4. Mysteriendrama, Der Seele Erwachen - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2026

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Am 2. Februar 2026 hielt Wolfgang im Schloss Hohenfels Region Bodensee einen einleitenden Vortrag vor der Aufführung des 4. Mysteriendramas „Der Seele Erwachen“ (von Rudolf Steiner) und gab einen Einblick in die dramatische Seelenentwicklung der einzelnen Protagonisten durch mehrere Inkarnationen hindurch.

Dr. Wolfgang Peter am 2. Februar 2026 im Schloss Hohenfels nähe Bodensee bei seinem Vortrag über das 4. Mysteriendrama von Rudolf Steiner. Hier klicken um zum Video zu gelangen

Transkription des Vortrages vom 2. Februar 2026

Transkription und Glossar von Elke J., Februar/März 2026

Videolink: https://www.youtube.com/watch?v=Fz8F2CDOdYw

Begrüßung 00:00:37

Gut, dann begrüße ich Sie ganz herzlich zum Einführungsvortrag zum vierten Mysteriendrama von Rudolf Steiner. Es ist ein ziemlich langes, es hat viele Bilder und sie sind alle sehr lang. Es ist eine sehr verwickelte Geschichte. Es ist also nicht leicht mitzukommen. Ich werde Ihnen daher die wichtigsten Eckpunkte ein bisschen sagen, dass Sie es vielleicht wiedererkennen.

Personelle Herausforderungen 00:01:02

Und ich muss gleich zu Anfang auch sagen, wir haben ein riesiges Problem. Mir fehlen fünf Leute. Fünf sind mir ausgefallen. Die letzte gestern, wie wir weggefahren sind. Ja, wir werden es zusammenbringen. Trotzdem, wir sind in solchen Sachen schon geübt, leider Gottes. Nein, Gott sei Dank! Aber es ist ein bisschen schwierig. Wir werden versuchen, Ihnen dann auch deutlich zu machen, dass das jetzt eine andere Rolle ist. Dieselbe Person, aber in einer völlig anderen Rolle. Also ich werde auch in mehreren Variationen kommen und wir werden öfters das Buch mitnehmen müssen, weil in einem Tag ist es nicht möglich, das sicher einzustudieren.

Hilarius und sein großes Ideal. Es zeigen sich besondere Schwierigkeiten für geistige Strebende, wenn es darum geht, die Welt umzugestalten 00:01:44

Vor allem der Text ist wirklich relativ kompliziert. Aber es ist ein ganz spannendes Stück, weil im Grunde alle Probleme angerissen werden, die einem geistig strebenden Menschen entgegenstehen irgendwo und mit denen er konfrontiert wird. Nämlich vor allem dann konfrontiert wird, wenn es jetzt darum geht, über das - wie soll ich das ausdrücken - reine geistige Tun, Meditieren und so weiter hinauszugehen, das jetzt ins praktische Leben hineinzuführen. Da mehren sich die Schwierigkeiten gewaltig. Wenn es geht also jetzt, die Welt umzugestalten nach diesen Dingen, vielleicht eben auch die Wirtschaft umzugestalten - gerade das spielt im vierten Drama eine große Rolle.

Also es beginnt eigentlich schon damit, dass Hilarius - er ist der Besitzer eines Holzsägewerks, das aber eben dann auch jetzt Werkstücke herstellen soll, Kunst für den Alltag auch. Also das heißt, jeder alltägliche Gegenstand sollte künstlerisch durchgestaltet werden, aus geistigem Hintergrund heraus. Das ist das große Ziel, das Hilarius hat. Man sieht in der ersten Szene dann schon seinen Bürochef, der eigentlich die ganzen praktischen Arbeiten leitet und alles im Griff hat. Der schlägt die Hände über dem Kopf zusammen und sagt, das wird alles nicht funktionieren, dein Betrieb wird sogar untergehen. Du wirst das vor allem mit den Leuten, die du zur Hand hast - die mögen ja geistig strebend sein und alles - aber sie stehen nicht mit beiden Beinen auf dem Boden und in der Praxis funktioniert dann wahrscheinlich das meiste nicht. Und bis du das soweit hingebracht hast, ist dein Vermögen aufgebraucht.

Der Bürochef selber hat noch beim Vater von Hilarius gelernt sozusagen und das war ein Mann der Tat, zwar spirituell nicht explizit interessiert, aber er war jedenfalls tatkräftig und wusste, wie man eine Fabrik, ein großes Werk führt und sodass eben auch die Kunden zufriedengestellt werden und dass da eine gute Stimmung herrscht. Hilarius - meint zumindest der Bürochef - stellt sich das alles viel zu einfach vor und sagt, das ist nur mystischer Selbstgenuss, den ihr da macht. Aber in der Praxis wird es nicht funktionieren.

Die handelnden Personen sind aufgrund einer früheren Inkarnation zur Zeit der Templer schicksalsmäßig verbunden und entwickeln dadurch besondere Kräfte, im Guten wie im Schlechten 00:04:20

Hilarius hat sich aber jetzt einen Mann an die Seite geholt, der auch mit seinem Mystenkreis verbunden ist. Dazu muss ich als Einschub sagen, Hilarius war erstens einmal in einer früheren Inkarnation - das wird im zweiten Drama gezeigt - der Großmeister eines Ritterordens, eines Templerordens eigentlich. Da war nämlich der große Rückblick in eine frühere Inkarnation aller handelnden Personen und da war eben dieser Hilarius, der jetzt dieser Fabriksbesitzer ist, Großmeister eines Mystenordens, also eines Templerordens im Grunde, aber zur Zeit des Untergangs dieses Templerordens schon.

Also es war die Zeit des Umbruchs irgendwo, wo nach und nach die Templerburgen gestürmt wurden, die Templer verhaftet wurden. Also es ist eine ganz schwierige Situation damals gewesen und dort sind alle diese auch in der Gegenwart beteiligten Personen zusammen gewesen, halt in ganz anderen Funktionen. Also man sieht, es gibt eine sehr starke schicksalsmäßige Verbindung zwischen den Menschen und solche schicksalsmäßigen Verbindungen haben natürlich auch eine starke Kraft drinnen, Dinge gelingen oder auch misslingen zu lassen. Es sind starke Prüfungen auf jeden Fall zu erwarten.

Dieser Bürochef des Hilarius ist aber nicht so, dass er ganz unbeleckt ist bezüglich dieser Dinge, eben weil er weiß, Hilarius beschäftigt sich mit diesen Dingen, ist selber in der Gegenwart Vorsteher eines Rosenkreuzer Bundes im Grunde, wo die anderen beteiligten Personen dann auch mit dabei sind, die auch in der mittelalterlichen Inkarnation großteils um ihn versammelt waren. Und weil sein Chef sozusagen sich mit diesen Dingen beschäftigt, hat er auch begonnen, sich damit zu beschäftigen, gedanklich einmal damit auseinanderzusetzen, weil er wissen will, wie läuft es und nur dann kann er eingreifen gut und helfen, wenn er diese Dinge auch kann. Aber er fällt jetzt eindeutig das Urteil: Mit den Leuten, die du zur Verfügung hast, wird es nicht funktionieren!

Beim Strader-Apparat hat die geistig moralische Entwicklung des Menschen Einfluss auf seine Funktion 00:06:43

Und ganz besonders schlägt er die Hände über dem Kopf zusammen, als Hilarius sagt, ja aber ich habe doch den Doktor Strader. Doktor Strader ist Forscher, Wissenschaftler, Naturwissenschaftler, Techniker eigentlich und von dem erwartet sich Hilarius sehr viel. Und er ist aber mit seiner Erfindung, die er im dritten Drama gemacht hat oder berichtet hat davon - das ist dieser berühmte Strader-Apparat, von dem in der Anthroposophie immer wieder die Rede ist, wo also nicht Maschinen gebaut werden nach dem heute üblichen rein materialistischen Prinzip, sondern wo eine Technik entwickelt wird, eine moralische Technik der Zukunft sogar.

Das heißt, wo die geistige Entwicklung des Menschen einen Einfluss hat darauf, wie und ob die Maschine überhaupt funktioniert. Das ist heute noch sehr weit weg, obwohl ja einige Menschen jetzt schon begonnen haben, das Modell zumindest, von dem Rudolf Steiner so eine Skizze angegeben hat. Eben als die Dramen gespielt wurden, da gibt es im dritten Drama auch, wird es vorgestellt im Haus von Doktor Strader. Übrigens dort eine sehr dramatische Geschichte, weil seine Frau stirbt, weil andere geistig strebende Menschen, nämlich der Johannes Thomasius, an ihr hängt und ihr die Seelenkräfte raubt im Grunde, weil er nicht alleine sich auf sich stellen will.

Menschen, die nicht die Tatkraft, nicht den Mut haben, sich ganz auf ihr eigenes Ich zu stellen, stellen eine besondere Problematik dar 00:08:11

Und damit haben wir schon eine ganz große Problematik. Es sind Menschen da, die nicht die Tatkraft haben, nicht den Mut haben, sich ganz auf ihr eigenes Ich zu stellen. Und das ist in Wahrheit das, was der Bürochef spürt mit diesen Leuten, die so immer sagen, na jetzt noch nicht und morgen vielleicht, oder die Zeit ist noch nicht reif. Mit denen kann man keinen Betrieb aufbauen.

Und dieser Johannes Thomasius - eigentlich das Musterbild des Geistesschülers schlechthin, so hat ihn Rudolf Steiner charakterisiert eigentlich im Grunde. Es sollte ja sogar ursprünglich, als noch für München der Bau des Goetheanums geplant war, sollte das eigentlich Johannesbau heißen. Weil da war die Idee, einfach für die Mysteriendramen ein eigenes Gebäude zu schaffen, eine eigene Aufführungsstätte dafür zu schaffen und nicht immer in München ein äußeres Theater zu mieten, sondern ein Haus, das wirklich auch aus diesem Geist lebt, von dem hier die Rede ist. Und dieser Johannes Thomasius ist aber eben das Musterbild wirklich für einen geistig strebenden Menschen und welche Hindernisse und Hürden er zu überwinden hat, um überhaupt weiterzukommen. Und immer dort, wo es ernst wird, zieht er sich zurück und dadurch fällt er dann meistens in die Arme Luzifers, der ihm … ja, das Schöne und Erhebende und Lichtvolle, ja. Aber so diese energische Arbeit, das musst du noch nicht machen, das ist nicht notwendig. Sozusagen das flüster ich dir schon ein und dann wird das alles sehr leicht gehen, aber es wird vielleicht auf Abwege gehen. Und alle diese Dinge ahnt zumindest dieser Bürochef von Hilarius. Und dann sagt er eben, Doktor Strader wird das machen, also dieser Techniker, dieser wunderbare. Aber dann sagt der Bürochef, ja, aber bitte mit seiner Maschine ist er gescheitert. Er hat sie entwickelt irgendwie, aber eigentlich hat sie nicht funktioniert.

Erst in der slawischen Kulturepoche soll sich eine echte Kultur der Brüderlichkeit, der Geschwisterlichkeit zwischen allen Völkern und allen Individuen entwickeln. Nur einem Teil der Menschheit wird das gelingen 00:10:29

Und das ist ja jetzt heute die große Frage, wo wir vielleicht einmal einen Schritt in unserer Zeit weiterkommen, zu sehen, welche Kräfte kann man da wirklich zur Wirkung bringen. Ist nicht so selbstverständlich, sich das vorzustellen. Aber es soll wirklich wahrscheinlich im großen Stil dann erst in der nächsten Kulturepoche, in der sogenannten slawischen Kulturepoche, von der Rudolf Steiner spricht, wo vielleicht, wenn alles gut läuft, dass eine Kultur der Brüderlichkeit, der Geschwisterlichkeit, oder sprich unter dem Strich der Menschlichkeit zwischen allen Völkern, zwischen allen Individuen werden soll. Annähernd zumindest sage ich. Weil es ist schon klar, das charakterisiert Rudolf Steiner ja auch deutlich, dass es aber dann auch Menschen geben wird, die ganz anders sind. Also es wird nur ein Teil der Menschheit sein, hoffentlich, denen das überhaupt gelingt. Vor allem eine Wirtschaft aufzubauen, wo der Mensch mit seinen Fähigkeiten, die er ganz individuell hat, dazu beiträgt, den anderen das zu geben, was sie brauchen, weil ich die Fähigkeit dazu habe. Also nicht rein jetzt aus Gewinnsucht oder so, sondern aus Verständnis für die anderen Menschen zu wirken. Und dieses Ideal hat der Hilarius halt jetzt schon in unserer Gegenwart und der Bürochef meint, es wird noch nicht funktionieren.

Der erste Bau in München sollte „Johannesbau” heißen - nicht benannt nach dem Evangelisten, sondern nach Johannes Thomasius, als Musterbild für einen modernen geistig strebenden Menschen 00:11:55

Es ist dann so, dass man wirklich … im zweiten Bild sieht man dann eben auch den Johannes Thomasius. Er ist eigentlich Künstler. Er soll auch mitwirken an dem Werk des Hilarius. Er soll nämlich gestalten, diese Kunstwerke. Also nach künstlerischen Kriterien gestalten, alle möglichen Holzarbeiten und so weiter. Er soll also Entwürfe dafür liefern und es kommt jetzt in diesem zweiten Bild aber deutlich heraus, dass er ja natürlich, wenn er Künstler sein kann und wenn er vor allem aus einem künstlerischen Instinkt heraus arbeiten kann, dann fühlt er sich wohl. So hat er als junger Mensch begonnen.

Dann ist ihm begegnet Maria, eine geistig sehr weitentwickelte Person. Sie hat einen geistigen Lehrer, den Benedictus. Benedictus zieht sich durch alle vier Dramen durch. Er ist der Geisteslehrer der geistig strebenden Menschen, die drinnen sind und seine höchstentwickelte Schülerin ist Maria. Und sie ist wiederum Mentorin von Johannes Thomasius. Also sie haben einander kennengelernt und Johannes Thomasius meint halt, er kann eigentlich nur schaffen, wenn sie ihre Zustimmung zu den Werken gibt, sie inspiriert ihn. Sie weist ihn darauf hin, wenn etwas in die falsche Richtung geht, er wagt dieses Urteil bewusst nicht selber zu treffen. Ja, er wird auch einmal in die geistige Welt so weit hineinschauen, dass er dort Sicherheit erhält, aber jetzt noch nicht.

Und das zieht sich durch im Grunde alle vier Dramen durch, dass er immer wieder zurückzuckt. Und er ist aber das Musterbild für einen modernen geistig strebenden Menschen. Er ist geradezu das Musterbild. Eben darum sollte dieser erste Bau der Johannesbau heißen. Nicht nach dem Evangelisten, sondern nach diesem Johannes Thomasius. Und das heißt, an dieser Figur, aber auch an anderen Figuren wird deutlich gezeigt, was alles schief gehen kann.

Geistig-seelische Beziehungen können auch bedrohlich sein: Johannes Thomasius heftet sich an die Seherin Theodora und nimmt von ihren Seelenkräften, sodass sie daran stirbt 00:14:13

Und was schief gegangen ist zum Beispiel und was wirklich erschütternd ist. Johannes Thomasius muss sich von Maria trennen, beziehungsweise sie trennt sich von ihm. Sie sagt, nein, du wirst nie auf eigenen Füßen stehen, ich muss mich zurückziehen. Und jetzt ist er auf sich gestellt, aber alleine kann er nicht. Er kann nicht. Er braucht eine geistige Quelle, eine Seele im Grunde, die er anzapfen kann, an die er sich nähern kann, die ihm die Sicherheit gibt, dass das in die richtige Richtung geht.

Und es ist ein Mensch da, der sehr starke hellsichtige Fähigkeiten hat im alten Sinn. Das ist die Theodora. Theodora hat schon im ersten Drama in Erscheinung getreten als eigentlich atavistische Hellseherin, aber die durchaus einen Blick in die Zukunft hat. Aber sie hat nie irgendwelche Geistesschulung in dem Sinn gemacht, sondern es war eine natürliche Fähigkeit, die sie hatte. Und diese Fähigkeit ist sehr eng verbunden mit einer starken Christus-Vision, die sie hat. Das hat im ersten Drama besonders angesprochen den Doktor Strader. Der nüchterne Techniker oder was. Aber wie er das sieht, wie die in Trance fällt und was sie dann sagt über ein Bild des Christus, das sie zeichnet in unserer Zeit, das wird für ihn so lebendig, dass er fasziniert ist.

Und im dritten Drama, das spielt sieben Jahre später, erfährt man, dass die beiden seit sieben Jahren verheiratet sind. Und in der Zwischenzeit ist aber ihre seherische Fähigkeit erloschen. Und der Doktor Strader ist unglücklich darüber. Und ob ihr das nicht schwerfällt, dass sie das verloren hat, sagt sie, nein, gar nicht. Ich habe es mir nicht selber erworben. Es ist gekommen, es ist gegangen, damit kann ich gut leben. Aber, aber, und jetzt wird es dramatisch, sie ist in letzter Zeit wieder erwacht. Aber ganz anders als früher. Dunkel, bedrohlich, nicht lichtvoll, nicht zum Christus führend, sondern eine ganz starke innere Unruhe erzeugend.

Und die ist so stark, dass sie im dritten Drama stirbt, dass sie das seelisch nicht erträgt. Obwohl ja alle gesagt haben, die auch eine gewisse geistige Wahrnehmungsfähigkeit haben, zum Beispiel Felix Balde, der so ein Naturkundler ist, der auch ein natürliches Hellsehen hat. Der hatte gedacht, Theodora wird sehr, sehr alt werden. Die hat so starke Lebenskräfte. Und sie stirbt. Sie stirbt ganz überraschend, plötzlich. Strader ist natürlich am Boden zerstört, weil er so innig mit ihr verbunden ist. Und es stellt sich heraus, was die Ursache ist: Johannes Thomasius. Sie schaut etwas, sie schaut eine bedrohliche Gestalt immer wieder. Und am Ende einer Szene, dann in dem dritten Drama, sieht sie vor dem geistigen Auge, es ist Johannes Thomasius. Der nimmt ihr die Seelenkräfte. Der erholt sich dort, ja sicher auch nicht ganz … nicht bewusst, aber eben dadurch, dass er untätig ist, dass er seine Aufgabe, die er eigentlich erfüllen sollte, nicht selber erfüllt, sondern wen anderen sucht.

Und das sind bitte Dinge, die im Leben so oft vorkommen. Da muss man nicht in einem Mystentempel oder wo sein, das passiert zwischen ganz normalen Menschen. Wo einer da ist, der starke Kräfte hat, der aber ganz unscheinbar scheinbar in der Welt steht. Und der andere steht vorne, strotzt vor Kraft, aber das ist die Kraft von jemand anderem. Das ist halt so, so häufig. Und das kann zu Krankheitsfällen, zu Tod sogar führen. Kann letztlich die Ursache sein, gibt es natürlich dann karmische Verwicklungen, Verknüpfungen irgendwo. Also das ist alles etwas, was nicht fern dem Leben ist, wo man denkt, ja gut, Mystentempel, ich war noch nie in einem Mystentempel, was geht mich das eigentlich an? Es geht eigentlich jedem was an, weil diese Mysteriendramen spielen sich in Wahrheit mitten im Leben der heutigen Menschen ab. In den geistigen, seelischen Beziehungen, die sie miteinander haben und inwiefern diese förderlich oder hemmend sein können. Und das ist das große Thema.

Professor Capesius und sein Erwachen der Seherschaft. Er kann ganz bewusst in das Seelenleben eines anderen Menschen blicken 00:18:53

Ja, jedenfalls also der Johannes Thomasius, als ihm Maria dann begegnet, sagt er wieder nein, also jetzt kann ich nicht tätig sein. Weil Hilarius setzt auf ihn, du wirst mitarbeiten. Dann gibt es den Professor Capesius, ein guter Freund von Doktor Strader. Der soll auch mitarbeiten, weil der ist ja Universitätsprofessor, Historiker, sehr gelehrt. Der soll den Menschen draußen diese Idee, die hinter diesem neuen Werk steht, den Menschen zur Kenntnis bringen, ihnen erklären, damit sie einfach bereit sind, auch diese Dinge wahrzunehmen, zu schätzen, zu kaufen vielleicht auch. Dass sie verstehen, was damit gewollt ist und was gemeint ist.

Und auch Professor Capesius schwankt so hin und her, ist sich immer unsicher. Im zweiten Drama, wenn ich es jetzt richtig sehe, hat er eine große Vision und erschrickt davor. Er sieht geistige Gestalten, hört sie sprechen und sie sprechen Dinge, die er sich niemals ausdenken könnte. Aber jetzt bin ich verrückt geworden wahrscheinlich. Also er will damit nichts zu tun haben. Dann kommt Benedictus, der Geisteslehrer der Maria, der aber mittlerweile schon Geisteslehrer irgendwo und Berater der anderen auch ist, und er kommt den Capesius besuchen und sagt: „Ich finde euch im Glücke!” Weil endlich ist ein bisschen was weitergegangen. Du hast angefangen geistig was zu erleben.

Also du warst eigentlich schon lange dran, aber er glaubt halt, er ist verrückt geworden. Jetzt erwacht tatsächlich die Seherschaft auch von Professor Capesius, aber er will sich jetzt nicht nur mehr auf das konzentrieren. Die äußere praktische Arbeit und darüber sprechen zu den Leuten, nein, das könnte seine Geistesschau ja wieder irgendwie schwächen. Jetzt ist er froh, dass sich das ein bisschen entwickelt hat. Also er zieht sich zurück. Und Johannes Thomasius, der praktische künstlerische Gestaltung machen sollte, zieht sich auch zurück.

Und Maria wirft ihm vor, ja bitte, wenn jetzt der Capesius geht, dann müssen wir halt tun. Ja, ich nicht. Nicht jetzt. Jetzt nicht. Ich bin noch nicht reif dafür. Und bedenkt doch, ich habe Capesius vertrieben. Ja, weil der Capesius die inneren Zweifel des Johannes Thomasius miterlebt hat. Etwas was ganz selten passiert, dass man wirklich so ganz bewusst in das Seelenleben eines anderen Menschen blicken kann. Das ist Gott sei Dank nicht so alltäglich. Das wäre auch nicht gut, weil es würde den Menschen die Freiheit nehmen. Also man kann manchmal was ahnen oder so, aber wenn man zu tief blickt, das sind ganz seltene Momente.

Und bei Capesius ist sie tatsächlich das Zeichen, dass er eine nächste Stufe in seiner Seherschaft erlangt. Aber für sich entscheidet er jetzt, gut, jetzt will er aber mit dem äußeren Tun, mit der Wirtschaft, mit dem Betrieb und für den Erklärungen machen, für die potenziellen Käufer. Nein, das könnte meine neue Seherschaft irritieren. Also ich kann nicht. Ich muss meine Kräfte erst zur Reife bringen. Und der Johannes erlebt es aber genauso. Und er ist erschüttert natürlich, wie er mitkriegt, der Capesius hat das alles mitbekommen, was der Johannes Thomasius erlebt. Und damit sieht es also für das Werk des Hilarius schon ziemlich schlecht aus. Der Weg geht weiter.

Frühere Inkarnationen: Maria war ein Mönch, der der Kirchenlehre folgte - Thomasius war der Bergmann Thomas, der seinen Vater sucht 00:22:50

Ein paar karmische Zusammenhänge aus früheren Inkarnationen sind schon in den früheren Dramen aufgedeckt worden. Eben, dass alle die handelnden Personen im Mittelalter entweder beim Templerbund waren oder bei der Kirche waren, die in starker Opposition dazu steht. Diese Art, mit den christlichen Dingen umzugehen, die der Templerbund hat, entspricht halt nicht der Kirchenlehre. Und da war Maria, ein ganz gestrenger Mönch, der an der Kirchenlehre ganz eng festgehalten hat und die eigentlich gewettert hat gegen den Templerorden.

Unter anderem war dort zu dieser Zeit auch Capesius und Johannes Thomasius eng verbunden. Der frühere Thomasius ist in der früheren Inkarnation der Bergmann Thomas. Er ist nämlich durch die Welt gezogen als Bergmann. Der Vater hat die Familie verlassen, sitzen gelassen und er ist halt durch die Welt gezogen, weil er gehofft hat, irgendwo den Vater wiederzufinden. Und er hat in dem Templerorden einen Arbeitsleiter im Grunde, der ihm die Aufträge zuteilt. Und das ist in Wahrheit sein Vater. Und auf das kommt er dann drauf, weil der Vater kriegt es mit und enthüllt sich ihm und ist aber erschüttert. Und ja, jetzt könnte man sagen, sie haben einander gefunden. Aber nein, der Thomasius ist karmisch eng verbunden mit der späteren Maria, die aber jetzt dieser kirchliche Mönch ist, der ganz, ganz gegen den Templerbund kämpft. Und da fehlt ein ganz wichtiges Wort. Es hat nichts jetzt mit äußeren Sympathien und dergleichen zu tun, auch nicht, dass der Vater fortgelaufen ist oder was.

Hier scheidet sich Gedanke von Gedanke“ - jene Verstandeswahrheit aus der Griechisch-Lateinischen Kulturepoche dient uns heute nicht mehr. Heute ist es wichtiger denn je, die Welt aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten 00:24:47

Aber dass er sich mit den Gedanken des Templertums verbindet, während er, der Johannes Thomasius, ganz mit dem kirchlichen Gedanken verbunden ist, die aber nicht seine sind, sondern die ihm der Mönch gegeben hat. Wo er jedes Wort gläubig annimmt und versteht und tief verinnerlicht. Und er sagt dann: „Hier scheidet sich Gedanke von Gedanke.” Und da gibt es keine Brücke. Entweder ist das eine wahr oder das andere. Das ist also die typische Verstandeswahrheit, wie sie letztlich aus der griechisch-lateinischen Kulturepoche noch kommt. Da ist es nicht denkbar, Wahrheit könnte man von verschiedenen Seiten ansehen und von verschiedenen Seiten schaut es eben anders aus. Nein, es ist - was wahr ist, muss wahr sein und was falsch ist, ist falsch. Aber Wahrheit hängt auch immer mit der Perspektive zusammen, durch die man auf etwas blickt.

Also das wäre etwas, was wir heute dringend lernen müssten. Dass es nicht die eine Wahrheit gibt und alle müssen, ja, der Wahrheit muss ich ja folgen. Ja, aber es gibt andere Blickpunkte auch. Und es muss im Grunde letztlich die Wahrheit jeder, vor allem selbst finden. Es kann nicht mehr heute sein, dass irgendein Oberhaupt der Kirche, des Staates oder sonst wer sagt, so muss es sein und dem folgen wir. Sondern man muss Selbstverantwortung übernehmen, selbst entscheiden, auch mit dem Risiko, dass man Fehler macht aus dem Ganzen. Also das kann man nicht garantieren, dass das nicht passiert. Aber man muss es aus Eigenem … nicht, weil es wer anderer gesagt hat.

Also das wäre ein wichtiger Schritt in die Zukunft der geistigen Entwicklung, den Mut zu haben, selber die Wahrheit zu suchen, auch auf die Gefahr hin, dass man mal daneben schlägt. Aber selber sie zu suchen, nicht immer zu fragen, ist das eh richtig? Ja, am Anfang muss man natürlich sich Ratschläge holen. Aber wenn man reifer geworden ist, dann ist wichtig die individuelle, freie Entscheidung. Es geht um den freien Menschen. Ich meine, die ganze Schöpfung dreht sich um das im Grunde. Es geht nicht um den nur gehorsamen Menschen, sondern um den, der aus Freiheit heraus sagt, ja, mit dem bin ich einverstanden, das ist gut. Dem kann ich folgen, da will ich mittun. Und kann etwas einbringen auch in das Ganze. Aber nicht, ich unterwerfe mich.

Krishnamurti hat gesagt, Wahrheit ist ein Land ohne Pfade. Ja, es gibt unendlich viele Perspektiven, so viele Perspektiven, als es Menschen gibt, die sie betrachten und sie entwickeln sie auch weiter. Das heißt, im ganzen Leben wird das auch sich noch verändern. Es ist nie statisch. Also, Wahrheit statisch aufzufassen, ja, das gibt es in manchen Sachen sicher: eins und eins ist zwei. Das wird sich nicht ändern. Da werden ich nicht so leicht eine andere Perspektive bekommen. Obwohl man natürlich auch in der Mathematik und im Umgang mit Zahlen unheimlich viele Perspektiven bekommen kann.

Ich weiß nicht, ein anderes Beispiel, Zahlenmystik. Das ist nicht normales Rechnen, sondern da werden die Zahlen in ihrer seelischen, geistigen Bedeutung betrachtet. Und das hat durchaus auch etwas für sich. Damit kann ich vielleicht nicht eine Brücke berechnen, die tragfähig ist, oder ein Gebäude die Statik berechnen, aber ich kann andere Dinge damit zum Ausdruck bringen. Nur jetzt so als Anregung, dass man alles eigentlich auch aus einem anderen Winkel ansehen kann. Und geistige Entwicklung heißt, diese geistige Beweglichkeit zu entwickeln und den Mut zu haben, diesen Weg selber zu gehen, ohne ununterbrochen zu fragen, ist eh richtig?

Sicher, zuerst einmal muss man lernen und einen Einblick bekommen, das ist aber noch nicht der eigene Einblick. Aber dann kommt der nächste Schritt, selber tätig zu werden und zu den eigenen Erlebnissen auch stehen, indem ich selber eigentlich mich beobachte dabei, was spielt sich denn da ab in mir, wenn ich ja von mir aus diese Imagination aufbaue, was passiert da in mir? Ich muss mich selber dabei beobachten, das ist eigentlich das Geheimnis. Weil wenn wir denken, die geistige Welt ist dort, sie ist überall, sie ist in mir, sie ist draußen, ich bin mit meinem Ich draußen, ich bin überall. Das heißt, ich muss es beurteilen, in Wahrheit. Das ist das Thema der ganzen Mysteriendramen. Das ist was sehr Mutvolles. 

Verbindung mit Verstorbenen: In Zukunft wird es selbstverständlich sein, dass Menschen in Existenz in Verbindung bleiben mit jenen, die über die Schwelle gegangen sind 00:29:48

Aber es ist eben auch mit Scheitern und mit gewaltigem Scheitern, mit gewaltiger Schuld manchmal verbunden. Also wenn ich denke, Thomasius und Theodora, was er der antut. Ja, im großen geistigen Zusammenhang bringt es auch sogar die Theodora weiter. Und sie steht dadurch in einer ganz einzigartigen, wenn sie hinübergegangen ist, über die Schwelle zu dem Doktor Strader, der zurückbleibt und die so eine innige Verbindung miteinander haben, dass sie eigentlich für ihn wie gegenwärtig ist und umgekehrt. Also sie stehen eigentlich in unmittelbarem Austausch. Auch etwas, was in der Zukunft für mehr Menschen kommen wird.

Weil heute kann man sagen: Ja, weiß ich nicht, ich glaube halt … der Steiner hat gesagt … man lebt weiter nach dem Tod oder irgendwer anderer hat es gesagt …aber wissen tue ich nichts. Nein, sondern wo das Erfahrung wird, alltägliche Erfahrung im Grunde, selbstverständlich wird, mit Menschen in Verbindung zu stehen, die halt nicht physisch hier sind, sondern die hinübergegangen sind, wie gerade das, was sehr, sehr Fruchtbares ist.

Ich denke nur an die Einweihung des Johannes, des Evangelisten, der ja eigentlich der wiedererweckte Lazarus ist, der durch den Christus dann erweckt wird aus seinem todesähnlichen Zustand, der aber im Grunde eine Einweihung ist. Und in dieser Einweihung verbindet er sich ganz eng mit Johannes, dem Täufer, der kurz vorher enthauptet wurde. Und seitdem besteht eine enge Beziehung zwischen den beiden. Das heißt, ein Mensch agiert auf Erden, ein anderer darüber in der geistigen Welt. Und mit dieser Verbindung arbeitet man. Das wird ein ganz starkes Thema für die Zukunft werden, dass das immer mehr selbstverständlich wird, dass man mit Menschen, die hinübergegangen sind, in geistiger Verbindung ist. Wenn ich selber in der geistigen Welt bewusst leben kann, dann sind sie einfach dort und ich begegne ihnen. Und vor allem den Menschen, mit denen ich karmisch verbunden bin.

Die Mysteriendramen sind geschrieben für die Menschen unserer Zeit 00:31:55

Also das sind alles Dinge, auf die diese Mysteriendramen so zart, manchmal auch etwas stärker, hinweisen, hindeuten. Aber das ist geschrieben für Menschen unserer Zeit, in Wahrheit.

Rudolf Steiner hat ja deutlich gesagt, mit Beginn des 20. Jahrhunderts - man glaubt es ja nicht - ist das Kali-Yuga, das finstere Zeitalter, abgelaufen. Das heißt, es beginnt die Zeit, wo wir vollwach, klar, bewusst in der äußeren Welt und zugleich in der geistigen Welt leben können, wenn wir wollen. Es hängt von unserem Willen ab. Also es ist nicht mehr etwas, was uns überkommt. Einfach eine Vision, ich bin berufen worden und jetzt sehe ich, sondern ich arbeite an mir so lange, bis ich ganz wach in die Geisteswelt gehen kann.

Und dann gibt mir das auch die Sicherheit, weil das ist geradezu eine mathematische Sicherheit. Weil ich Schritt für Schritt selber mit dabei bin, was ich sehe. Ich muss die Imagination ja selber aufbauen, im Grunde. Man darf ja nicht denken, ich sehe einen Engel, er leuchtet, kommt auf mich zu. Ja, dann frage ich mich, ist das wirklich so? Wie sieht ein Engel eigentlich aus? Gar nicht, weil es eine übersinnliche Wesenheit ist. Er sieht eigentlich gar nicht aus, jedenfalls nicht in irgendein sinnliches Bild fassbar. Aber in der Imagination schaffe ich mir ein Bild, das aber den Charakter dieses geistigen Wesens zum Ausdruck bringt.

Und das heißt, es wird bei verschiedenen Menschen, die ein und dasselbe geistige Wesen sehen, ähnlich sein, aber sicher nicht gleich. Weil das Bild müssen sie selber schaffen. Und im Übrigen auch beim Sehen der äußeren, sinnlichen Welt. Wir müssen das Sehen lernen. Und wenn wir es nicht lernen, oder wenn wir es nur teilweise lernen, dann sehen wir die Welt halt verzerrt bis zu einem gewissen Grad, oder ein anderer, der es sehr gut gelernt hat, sieht sehr viele Details. Aber das Bild müssen wir eigentlich selber schaffen, und trotzdem ist es eine Realität draußen auch. Aber wir können es genauer erfassen oder weniger genau erfassen. Wir müssen mittätig sein dabei.

Und das ist in noch höherer Form bei der geistigen Wahrnehmung der Welt der Fall. Weil im Geistigen, da muss unser Geist tätig werden. Und in dem liegt aber die ganze geistige Welt auch drinnen. Und was ich nicht tätig ergreifen kann, ist halt für mich momentan für die geistige Wahrnehmung nicht vorhanden. Wenn ich gelernt habe, es tätig hervorzubringen, das Bild, dann kann ich es wahrnehmen. Und dann kann ich aber auch, weil ich selber ganz wach dabei bin, jederzeit mich vergewissern, ist das richtig, oder stimmt da was noch nicht ganz. Passt es schon?

Die Mysteriendramen offenbaren uns viele Lichtpunkte, erzählen aber auch vom vielfachen Scheitern. Denn die Widersacherkräfte stürzen sich besonders auf geistig strebende Menschen 00:35:20

Also diese Aktivität wird gefordert von uns. Von wem wird es gefordert? Wir selber können es von uns fordern, wenn wir uns geistig entwickeln wollen. Es kann niemand Äußerer verlangen. Es kann niemand sagen, bis nächstes Jahr um die Zeit musst du es haben. Aus. Das wird nicht funktionieren. Wir können nur selber uns entschließen, dazu diese Entwicklung anzustreben, mit dem Bewusstsein, es wird vieles scheitern dazwischen, wir werden Fehler machen, aber wir können aus den Fehlern lernen. Also auch die Fehler gehören dazu. Das ist ganz wichtig. Und eben diese Mysteriendramen sind ein Bild des vielfachen Scheiterns.

Es ist auch im letzten Punkt, es gibt viele Lichtepunkte, viele Hoffnungspunkte, die drinnen sind, aber vieles ist auch unsicher, weil nicht bei allen Personen jetzt klar ist, ob sie ihren Weg schaffen werden oder nicht. Weil es ist auch, wenn man drei Schritte sicher gegangen ist, heißt es noch nicht, dass der vierte funktioniert. Es ist bei jedem immer wieder dasselbe ganz bewusste Abwägen, sich orientieren, zurechtfinden, zu schauen, welche Widersacherkräfte wirken da. Gerade auf geistig strebende Menschen stürzen sie.

Darum ist zum Beispiel der Capesius, aber insbesondere der Johannes Thomasius ist ein Musterbild, wo vor allem der Luzifer immer hinstürmt und ihn versucht, in eine andere Richtung zu lenken. Und der ihm halt immer so die Möglichkeit aufnimmt, du musst ja nicht so wach sein dabei. Ich gebe dir das eh schon, das ist viel angenehmer. Und das ist natürlich viel leichter. Aber man kommt dann immer weiter auf einen falschen Weg eigentlich, auf ein falsches Licht. Und Maria wirft das Ähnliches dem Dr. Strader auch vor. Der jetzt auch tätig werden soll für die ganze Sache, aber auch in Zweifel ist. Und sie sagt immer, ja du strahlst ja dein Licht nicht aus. Wo ist dein Licht? Ja, Dämonen sind da finstere. Ja, bitte bestrahl sie mit deinem Licht. Dann wirst du sehen, was sie sind und dann werden sie dir auch nichts mehr tun können. Also das heißt, man muss selber Geisteslicht ausstrahlen.

Der Alte mit der Lampe in Goethes Märchen: Diese Lampe leuchtet nicht im Dunklen, sondern dort wo Licht, geistiges Licht ist. Dieses geistige Licht wirst du nur sehen, wenn du selber Licht ausstrahlen kannst 00:37:59

Das ist ja im Übrigen ein großes Thema auch in dem, was zu dem Bild da gehört. Sie werden es vielleicht erkennen: Das ist von Goethes Märchen, der Tempel und die Steinbrücke, wo sich die Schlange dann geopfert hat, wo die Menschenmassen geradezu in den geistigen Tempel hinüber und wieder zurück sich bewegen. Das ist ein Bild eben für die geistige Entwicklung. Noch jetzt, wo wir heute stehen, ist eigentlich schon zumindest der Plan der Brücke da. Der ist komplett fertig, aber sie ist noch nicht gebaut.

Wo man eigentlich in die übersinnliche Welt, das ist der Tempel in dem Fall, und in die irdische Welt in beiden sich bewegen kann und hin und her gehen kann. Und das ist halt etwas, was man lernen muss. Und die Brücke ist vielleicht auch so, dass man vielleicht sogar mal runterfallen kann ins Wasser. Kann auch passieren. Steht jetzt nicht im Märchen so direkt darin, aber es ist mein Bild jetzt dazu. Es geht dort auch einiges schief.

Und die Mysteriendramen sind ja ganz in Anlehnung an das Goethes Märchen entstanden. Das war das Grundbild dazu. Das heißt, da hat Goethe eine wirkliche Imagination letztlich gehabt und Rudolf Steiner hat sie in einer anderen Weise ausgearbeitet und noch viele neue Facetten dazu gebracht. Aber es ist im Grunde dieselbe Geschichte. Und da gibt es eben im Goethes Märchen … gibt es den Alten mit der Lampe. Und diese Lampe leuchtet nicht im Finstern, sondern dort wo Licht ist, wo geistiges Licht ist. Aber dieses geistige Licht, das wirst du nur sehen, wenn du selber Licht ausstrahlen kannst. Das heißt, wenn du selber eine Lampe hast oder gar selber eine geistige Lampe wirst. Um das drehen sich die Dramen.

Rückblick in die spätägyptische Zeit. Eine gescheiterte Einweihung - Capesius sabotiert die Einweihung eines Neophyten wegen jugendlicher Schwärmerei 00:40:00

Und es werden gezeigt die Tragik, die Dramatik, die damit verbunden ist. Es wird gezeigt, wie das mit früheren Erdenleben zusammenhängt. Wir werden also hier in diesem vierten Drama jetzt einen Rückblick in die ägyptische Zeit erfahren. Und zwar in die spätägyptische Zeit. Da sind alle gehandelten Personen im Grunde wieder versammelt. Benedictus ist der höchste Opferweise, also er hat eine hohe Funktion drinnen. Capesius, der spätere Capesius, ist der Opferweise, nicht der höchste Opferweise, aber der Opferweise. Und es soll ein neuer Myste eingeweiht werden, der ihm dann später als Berater in - ja, sage ich mal - äußeren politischen Dingen, würde man heute sagen, berät.

Capesius ist aber nicht überzeugt, dass der das kann. Weil der Myste schwärmt, dieser Junge, der Neophyt, wie er genannt wird. Ich sage immer die Jungpflanze [lacht]. Also ein werdender Geistesschüler eigentlich, der noch ganz am Anfang steht, aus dem später aber die Maria wird und da aber noch ganz anders ist. Und Capesius, also der Opferweise, ahnt aber, dass dieser Geistesschüler noch lange nicht reif ist und vor allem nicht reif ist, Berater in äußeren Dingen zu werden. Ja, im mystischen Schwärmen, das kann er recht gut, da stellt er nicht viel an, aber als Berater im äußeren Leben ist er völlig ungeeignet.

Und er beschließt, die Einweihung dieses Neophyten in Wahrheit zu sabotieren. Weil in der ägyptischen Einweihung war noch ganz wichtig, das eigene Ich hat nicht mitzusprechen dabei. Also ganz im Gegenteil zu unserer heutigen Zeit. Heute hat wirklichen Wert nur das, was voll wach, bewusst aus dem eigenen Ich gestaltet, ergriffen, begriffen wird. Aber damals nicht. Und damit ja nicht in der Einweihung das eigene Ich, das eben noch nicht in der damaligen Zeit weit genug war, dass das ja nicht eingreift in diesen Einweihungsprozess, der ja im Extremfall so weit war, dass eben die Menschen wirklich in einen todesähnlichen Zustand versetzt wurden, also in einen Tieftrance-Zustand. Und dann gerade noch im letzten Moment, also nach drei, dreieinhalb Tagen erweckt wurde mit dem ersten Morgenlicht.

Das ist hier in unserer Szene also sehr abgekürzt das Ganze. Es liegt niemand drei Tage irgendwo in einem Sarkophag. Also hier wird der Myste … der Neophyt muss sich halt konzentrieren, soll ganz mit dem Geist in die Geisteswelt gehen und dann wird er erweckt und sollte eigentlich sofort berichten. Weil man geht im Grunde über die Schwelle, nimmt ein bisschen was mit herein dann beim Erwachen ins Tagesbewusstsein. Und das war der Weg, wo man in der ägyptischen Zeit noch durch entsprechende Schulung und eben unterstützt durch diesen todesähnlichen Zustand etwas aus der geistigen Welt oder aus der Seelenwelt, genauer gesprochen, mitnehmen konnte.

Aber wichtig war eben, dass sich nichts vom Ich oder besser gesagt vom Ego, also von diesem kleinen, selbstsüchtigen, aber durchaus notwendigen Abbild sich hinein mischt. Das sollte weggehalten werden. Damit es funktioniert, hatte einer der Priester, in dem Fall eben der Opferweise, also der frühere Capesius, hatte die Aufgabe, entsprechende Gedanken zu meditieren, damit sein Ich in diesen Erwachungsprozess, in diesen Einweihungsprozess nicht eingreift, sondern sich raushält. Und er verweigert das. Sagt aber niemand was davon. Er denkt einfach diese Meditation nicht durch. Er konzentriert sich bei diesem Einweihungsprozess nicht darauf.

Und ja, jetzt wird der Neophyt aufgeweckt, erweckt sozusagen, wieder in die sinnliche Welt geweckt und er schweigt zunächst einmal. Er sollte eigentlich, das war das typische, schnell noch alles sprechen, ausspucken sozusagen, was er erlebt hat drüben und die Priesterschaft nimmt alles auf. Also so ist man zu den Kenntnissen gekommen, weil sehr schnell verschwebt es dann und ist weg. Und der Neophyt schweigt. Er schweigt. Unruhe entsteht unter den ganzen Priestern. Es ist also eine Mehrheit, es werden dann praktisch alle da versammelt sein.

Jeder hat eine bestimmte Aufgabe, dem Neophyten bestimmte Kräfte, geistige Kräfte, Seelenkräfte zur Verfügung zu stellen, dass das irgendwie funktioniert. Aber das Zentrale ist eben, das Ich muss rausgehalten werden, das Ego muss rausgehalten werden. Und dann endlich fängt der Neophyt an zu sprechen und er schwärmt davon, wie schön es ist, in diese Leibeshülle zu fahren, die Sinneswelt zu genießen und von der Seelenwelt und von der Geisteswelt erzählt er eigentlich gar nichts. Er genießt sich als Mensch, der auf die Erde kommt. Ja, durchaus eine wesentliche Aufgabe, aber die wollten ja, dass aus der höheren Welt irgendwas mitbringt.

Also die ganze Einweihung scheitert. Und der Neophyt im Übrigen ist die spätere Maria beziehungsweise der Mönch im Mittelalter und so weiter. Das heißt, es gibt auch eine starke karmische Verbindung zwischen Capesius und Maria. Der Capesius war eben dieser Priester, der jetzt verweigert hat, das Wort zu denken, den Satz, den Meditationssatz zu denken, der das Ich weghält. Das heißt, da sieht man, wie viele Hürden zu überwinden sind in den verschiedenen Erdenleben. Das sind so Musterbeispiele.

Der Punkt ist, damit es gut wird, müssen wir es gut machen. Und auch wenn wir Fehler machen - es ist immer besser, im Tun einen Fehler zu begehen, als gar nichts zu tun und zu erwarten, dass etwas von außen kommt 00:46:27

Und da wir alle schon viele Inkarnationen hinter uns haben, haben wir auch genug Sachen, die wir aufzuarbeiten haben im Grunde. Aber das ist eine Chance. Das ist immer eine Chance!

Also ich frage mich manchmal wirklich ehrlich, was wäre das, wenn wir das alles schon bewältigt hätten? Alles können, alles wissen, nichts mehr falsch machen, alles gelingt uns. Das wäre langweilig. Es würde nämlich keine weitere Entwicklung mehr passieren. Dann sagen wir, ja, es ist fertig, aus! So, und das jetzt bis in alle Ewigkeit fertig! Aber wie heißt es in Faust so schön? Wer ewig strebend sich bemüht, den können wir erlösen. Immer weiter streben, immer tätig bleiben.

Ich sage das insbesondere deswegen, weil hier im Stück halt doch so viele Personen sind, die eigentlich das Fertige gern schon haben wollen. Und nicht bereit sind, nur den ersten Schritt wirklich selber zu tun, sondern am liebsten mit der Sänfte weitergetragen werden, mit der geistigen Sänfte. Dort, wo alles geregelt ist, wo alles gut wird, sozusagen. Der Punkt ist, damit es gut wird, müssen wir es gut machen. Und auch wenn wir Fehler machen, es ist immer besser, etwas zu tun und einen Fehler zu machen, als gar nichts zu tun und zu erwarten, bis es kommt.

Also nichts zu tun ist der größte Fehler. Also dazu sollen Sie ein bisschen anregen. Den Rest werden Sie … man könnte endlos, wochenlang darüber sprechen. Aber ich glaube, das ist zu viel. Es gibt die Hefte, da ist es ein bisschen erklärt darin, dass man einen Überblick kriegt. Es ist schwierig, es ist keine Frage, aber dabei ist es eigentlich so nahe. Weil es geht jeden Menschen an, in jedes Menschen Seele spielt sich das ab im Wechselspiel mit seiner eigenen Geistigkeit, mit seinem Ich und mit der Geistigkeit der Menschen, denen er begegnet im Leben und auch denen, die in einer höheren Welt bereit sind, denen man aber auch immer wieder begegnet.

Nur halt vielleicht nicht bewusst. Aber es gibt dann manchmal Momente, wo man diese Berührung spüren kann. Das sind dann die wesentlichen Momente im Leben. Und für das wach zu werden, aufmerksam zu werden darauf, das sollen unter anderem diese Dramen bewirken. Sie sind kein Lehrbuch von irgendwas, sie sind eine Anregung. Sie sind so exemplarisch etwas. Und sie sagen sehr deutlich, jeder muss seinen individuellen Weg gehen. Der Weg, der für den einen passt, passt nicht für den anderen. Das ist halt nur die Frage, welcher passt denn für mich? Das gilt es herauszufinden.

Ja, ich glaube, wenn Sie noch Fragen haben, gerne. Man könnte, wie gesagt, unendlich reden davon. Aber wir werden Ihnen das zeigen dann in den Bildern.

Organisatorisches und der weitere Ablauf des Tages 00:49:41

Jetzt muss ich Ihnen aber noch etwas sagen. Es wird nämlich bei unserer heutigen Aufführung noch extra schwierig für Sie werden, weil mir sind fünf Leute ausgefallen. Die letzte Person noch gestern am Abreisetag. Und das heißt, die anderen Schauspieler müssen diese Rollen ersetzen. Sie können aber den Text natürlich nicht wirklich auswendig, weil das gar nicht ihre Rollen sind. Und sie sind dann in Doppel- und Dreifachbesetzungen drinnen. Wir werden versuchen, das deutlich zu machen.

Also, dass man erkennt, das ist jetzt zwar derselbe Schauspieler, aber eine ganz andere Rolle. Das ist leider Gottes die Hürde, mit der wir manchmal kämpfen müssen. Aber ich konnte es eigentlich nicht mehr absagen in der kurzen Zeit. Aber wir werden schauen, dass wir das hinkriegen. Wir haben am Samstag eine Generalprobe gemacht. Da waren es erst vier, die mir gefehlt haben. Waren auch noch genug, aber wir haben es geschafft irgendwie. Und das Publikum hat es, glaube ich, mitbekommen.

Also, leider Gottes ist das so. Ich sage immer, man braucht eine Herausforderung. Und die werden wir gemeinsam, hoffe ich, meistern. Wenn Sie noch Fragen haben, gerne. Ansonsten machen wir Mittagspause. Es geht los um 15 Uhr. Ich muss nachschauen. Ich muss jedes Mal nachschauen, ich merke es mir nicht. Es geht weiter: 12:30 Uhr bis 13:45 Uhr ist Mittagessen. Ja, das geht sich gut aus. Und um 13:45 Uhr bis 15:45 Uhr ist dann das erste bis vierte Bild. Dann gibt es eine Kaffeepause. Und um 16:15 Uhr geht es dann wieder weiter mit dem fünften bis achten Bild. Damit haben wir zwei Drittel des Stücks mit den wesentlichen dramatischen Szenen abgehandelt, sozusagen. Insbesondere die Ägyptenszene, mit der gehen wir dann, wenn die fertig ist, in die Nacht hinein und morgen das Finale.

Fragerunde: Capesius und der Frevel bei der Einweihung 00:52:19

Zuschauer: Muss der Capesius das mit dem Tod bezahlen, dass er da diese Einweihung hat platzen lassen?

Dr. Wolfgang Peter: Das wird offen gelassen. Es steht nicht. Ja, es ist eigentlich zu erwarten. Man sieht nur, eindeutig ist der höchste Opferweise - die frühere Inkarnation des Benedictus - der durchschaut auf jeden Fall. Der Capesius hat schon einen Grund, warum er das Wort nicht denkt. Weil er sagt, unsere ganze ägyptische Einweihung, das wie wir es haben, ist eigentlich nicht mehr zeitgemäß. Es dämmert bereits eine neue Kulturepoche, eben die Griechisch-Lateinische herauf. Das spürt er. Wo alles anders werden wird. Und wo man diesen Weg, der so ganz unfrei ist, nicht mehr gehen kann.

Also das Ich muss bedeutender werden. Es kann nicht mehr sein, dass ich den Weg zum Geist, gerade zu Ich-los beschreite. Das kann es nicht mehr sein, nur mehr geführt von irgendwem. Sondern es muss beginnen, dass das Ich lernt, auch dabei zu sein, ohne das alles zu stören. Auch wenn es jetzt da stört, aber es muss. Er sagt, die alte Einweihung ist sozusagen nicht mehr richtig. Das ist ein Fehler, wenn man sie macht. Und der Benedictus, also der höchste Opferweise, ist zwar den ganzen traditionellen Einweihungen vorgestanden, aber er ahnt das auch. Und wenn Capesius das sagt, sieht man, merkt man, er versteht das auf jeden Fall.

Die anderen Mysten alle: oh Frevel, Frevel, der nach Sühne ruft" usw. Also die sind ganz aufgeregt. Der höchste Opferweise, also spätere Benedictus, zunächst auch, ist er erschüttert, aber er sieht dann, ja, da ist etwas. Also das wird nicht so deutlich ausgesprochen, aber es kommt deutlich herüber, dass er, aus dem heraus, weil der sicher sehr viel Gewicht hat … weiß man nicht, was passiert mit dem Capesius. Weil die anderen würden ihn sicher sofort hinrichten lassen, das ist klar.

Fragerunde: Die Rolle der Widersacherkräfte 00:54:37

Zuschauer: Könnten Sie noch ein Wort sagen, wenn die Sphinxe sprechen, was das bedeutet?

Dr. Wolfgang Peter: Ja, also die Sphinxe, die da auch im Tempel stehen, hinter denen stecken als Wesenheiten … da sieht man auch was ganz Wichtiges, was da in der Kultur eine Rolle spielt, Luzifer und Ahriman. Die Widersacher sind mit dabei. Aber sie sind normalerweise stumme Figuren, die stehen. Und jetzt plötzlich werden sie, zumindest in der Vision der ganzen Mysten, die dort sind, kommen sie in Bewegung. Also die fangen jetzt an, da umzurühren und das heißt, dieser ganze Einweihungsprozess, da muss der Frevel ja noch in einer höheren Dimension, da die Widersacher wirken mit, die gestalten da mit. Und jetzt auf einmal merkt man das erst. Dabei sind sie eh schon Jahrhunderte wahrscheinlich mit tätig dabei.

Aber halt äußerlich sozusagen noch in Ruhe, auch in der Imagination noch sehr ruhig, man merkt es noch nicht. Aber gerade in der ägyptischen Zeit entwickeln sich viele wichtige Kräfte. Aber es helfen die Widersacher auf ihre Art halt mit. Sie sind beteiligt, sagen wir es einmal so. Ja, sie helfen wirklich auch in gewisser Weise, obwohl sie gar nicht … sie sind sehr eigensüchtig in dem, was sie bewirken, aber sie haben trotzdem ihren Platz. Sie sind nicht umsonst zugelassen, weil sie doch auch die Freiheit des Menschen vorbereiten.

Und in der nächsten Kulturepoche, in der Griechisch-Lateinischen Zeit mit dem Erdenleben des Christus dann und mit dem Mysterium von Golgatha beginnt es Wirklichkeit zu werden, die Freiheit der Menschen. Das Ziel ist es schon viel länger, aber jetzt fängt es an, wirklich Tatsache zu werden beim einen oder anderen. Es ist nur ein sehr weiter Weg bis dorthin, weil es ist ja nicht einmal in unserer Zeit schon so ganz verwirklicht. Hier und da gibt es glückliche Momente, wo jemand wirklich ganz aus der Freiheit agiert und sagt, ich stehe zu dem und wenn die ganze Welt sagt, das ist ein Blödsinn, ich weiß es! Und das muss man aber durchhalten, wenn man dann von allen angefeindet wird. Und das ist ja heute durchaus sehr beliebt, wenn wer nicht der Massenmeinung folgt, dann wird es schwierig schon. Also es ist auch das durchaus gegenwärtig.

Ja, bitte, in diesem Sinne, Mahlzeit! Danke!

[Applaus]

Glossar

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Johannes Thomasius

  • „Er ist geradezu das Musterbild. Eben darum sollte dieser erste Bau der Johannesbau heißen. Nicht nach dem Evangelisten, sondern nach diesem Johannes Thomasius.” | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2026, 00:11:55
  • „[…] der Johannes Thomasius […] er sagt dann: „Hier scheidet sich Gedanke von Gedanke.” Und da gibt es keine Brücke. Entweder ist das eine wahr oder das andere. Das ist also die typische Verstandeswahrheit, wie sie letztlich aus der Griechisch-Lateinischen Kulturepoche noch kommt“ | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2026, 00:24:47

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Krishnamurti

  • Krishnamurti hat gesagt, Wahrheit ist ein Land ohne Pfade. Ja, es gibt unendlich viele Perspektiven, so viele Perspektiven, als es Menschen gibt, die sie betrachten und sie entwickeln sie auch weiter.” | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2026, 00:24:47

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Maria (Mysteriendramen)

  • „[…] der Neophyt im Übrigen ist die spätere Maria beziehungsweise der Mönch im Mittelalter […] Das heißt, es gibt auch eine starke karmische Verbindung zwischen Capesius und Maria.” | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2026, 00:40:00  

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Professor Capesius

  • „[…] der Neophyt im Übrigen ist die spätere Maria beziehungsweise der Mönch im Mittelalter […] Das heißt, es gibt auch eine starke karmische Verbindung zwischen Capesius und Maria.” | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2026, 00:40:00  

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Strader-Apparat

  • „[…] im dritten Drama […] das ist dieser berühmte Strader-Apparat, von dem in der Anthroposophie immer wieder die Rede ist, wo also nicht Maschinen gebaut werden nach dem heute üblichen rein materialistischen Prinzip, sondern wo eine Technik entwickelt wird, eine moralische Technik der Zukunft […]” | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2026, 00:06:43

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