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4. Mysteriendrama, Der Seele Erwachen - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025
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Am 18. Juli 2025 hielt Wolfgang im Haus Freudenberg am Starnberger See einen einleitenden Vortrag vor der Aufführung des 4. Mysteriendramas „Der Seele Erwachen“ (von Rudolf Steiner) und gab einen Einblick in die dramatische Seelenentwicklung der einzelnen Protagonisten durch mehrere Inkarnationen hindurch..
Transkription des Vortrages

Begrüßung 00:00:36
Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich freue mich, dass Sie hier sind, ein bisschen etwas zu hören über die Mysteriendramen und insbesondere über das vierte Mysteriendrama, das letzte, das Rudolf Steiner verfassen konnte.
Die Mysteriendramen hat er aufgeführt in München, sie wurden in München alle vier uraufgeführt, das letzte noch kurz vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Und dann hat er gemeint, also in der Zeit des Weltkrieges, das ist nicht die geeignete Zeit, um Mysteriendramen zu spielen. Und dadurch sind dann die weiteren Mysteriendramen, vermutlich wurden sogar sieben geplant, ist der Rest nicht mehr zustande gekommen. Also es sind nur vier geworden. Und es bleibt am Ende, gerade am Ende des vierten Dramas, sehr, sehr vieles offen. Das heißt, wir sind eingeladen, selber uns zu beschäftigen damit, zu schauen, welche Anregungen, welche Impulse sind da drinnen. Wir erfahren durch die vier Mysteriendramen hindurchgehend, welche Schwierigkeiten die einzelnen strebenden Personen finden, auf welche Schwierigkeiten sie stoßen, wie sie damit umgehen, wie heftig diese Dinge teilweise sein können.
Einblick in die vorhergehenden Dramen 1 bis 3. Wichtige handelnde Personen werden vorgestellt - Benedictus, Maria, Johannes Thomasius 00:01:57
Ich möchte Ihnen also so einen kurzen Einblick geben über das alles, was sich vor dem Vierten getan hat, welche wichtigen Personen drinnen sind. Also eine zentrale Person ist Benedictus. Benedictus ist der, wenn man so will, Geisteslehrer der anderen handelnden Personen, er ist also ein hoher Eingeweihter bereits, er kann also Anregungen den anderen Menschen geben, die teilweise richtig aufgenommen werden, teilweise nicht richtig aufgenommen werden. Alle haben ihre Schwierigkeiten. Also schon im allerersten Drama zum Beispiel - die begabteste Geistesschülerin des Benedictus ist die Maria. Und hochdramatische Szene im ersten Drama: Benedictus eröffnet ihr, dass ein hohes Geisteswesen durch sie wirken soll. Und sie ist ganz erschüttert dadurch und fängt ganz stark zu schimpfen an auf den Benedictus. Und daneben ist auch der Freund der Maria, also der enge Verbündete, der Thomasius, Johannes Thomasius, den ich jetzt dann die Ehre habe zu spielen im heutigen Drama. Der muss das miterleben, also wie plötzlich durch die Freundin wirklich Ahriman erscheint. Und das heißt, sie wirft dem Benedictus Worte an den Kopf, die genau die Umdrehung dessen sind, was sie wirklich empfindet. Weil man sieht dann später im ersten Drama - ich glaube im siebenten Bild ist das - was sie wirklich oben erlebt hat und wie es sich unten widerspiegelt. Weil indem sie in die geistige Welt aufgestiegen ist, ist das, was von ihr auf Erden geblieben ist, besetzt worden von einer ahrimanischen Wesenheit.
Begegnung mit Widersacher-Kräften: Geistesschulung erfordert Wachheit gleichzeitig im Irdischen und in der geistigen Welt 00:03:59
Da sieht man gleich schon mal im aller ersten Drama, Geistesschulung ist nicht so ohne! Man kommt in Kontakt mit Kräften, die ganz gewaltig sind und wenn man nicht ganz wach dabei sein kann - und wach dabei sein heißt eigentlich im irdischen wach sein können und gleichzeitig in der geistigen Welt wach sein können. Beides zusammenschauen zu können, beides miteinander verbinden können, also das heißt die die irdische Perspektive nicht verlassen zu müssen und zugleich aber auch das Geistige sehen zu können. Jedenfalls sich ganz sicher zwischen diesen beiden Welten immer hin und her bewegen zu können und beides im Gleichgewicht zu halten. Weil sonst besteht die Gefahr: Ja, ich bin ganz im höchsten Geistigen, aber die Körperhülle wird besetzt von einem ahrimanischen Wesen. Kurzzeitig zwar nur, aber doch immerhin und das ist sehr sehr sehr heftig der Ausbruch, der dann kommt. Und diese Begegnungen eben mit den Widersacherkräften steigern sich dann immer mehr durch die vier Mysteriendramen hindurch.
Es gehört also ganz offensichtlich dazu, wenn man mit vollem Bewusstsein wach in die geistige Welt steigen will, dann muss man auch Acht haben darauf, dass dort immer die Widersacher lauern und dass man es mit ihnen zu tun hat und dass man ihnen sehr wohl Paroli bieten kann, aber nur wenn man wach und bewusst dabei ist. Und das ist die große Schwierigkeit, die die meisten Geistesschüler des Benedictus haben, dass sie es einfach nicht schaffen, immer wach zu sein. Das ist eben die große Kunst. Wir werden das jetzt im vierten Drama dann auch wieder sehen beim Johannes Thomasius: Er schafft es nicht. Und er fällt zurück in seinen Entwicklungszustand in der Jugend, der in der Jugendzeit da war, wo er alles so, ja er will Künstler sein, er will es schaffen, aber er will es so im Traum, im Dusel eigentlich machen. Nur ja nicht wach erkennen die Geisteswelt, da hat er Angst davor. Obwohl er zwischendurch in den anderen Dramen schon eingetaucht ist in diese Welt, aber er ist trotz allem noch lange noch nicht sicher da drinnen.
Und sie werden jetzt vielleicht auch denken, na ja, das sind Dinge, ja wer ist denn schon so großer Geistesschüler? Geht mich privat eigentlich gar nicht so viel an. Aber wir sind alle als Menschen in Wahrheit Geistesschüler in einem fortgeschrittenen oder weniger fortgeschrittenen Stufe. Aber wir alle arbeiten an uns, ob wir wollen oder nicht. Wir können es durch unseren bewussten Willen fördern und forcieren. Aber im Grunde Menschsein besteht daran, an sich zu arbeiten, uns selber zu dem zu machen, der wir sind. Wir sind nicht nur Geschöpf, sondern wir sind auch berufen dazu, Schöpfer unserer selbst zu werden. Jedenfalls einmal zunächst wenigstens im seelischen Bereich. Das heißt, dass unser Seelisches - ja, dass wir es wirklich in der Hand haben. Dass es nicht uns in der Hand hat, dass nicht zum Beispiel unser Ego mit uns durchgeht und macht, was es will, sondern dass wir ganz wachbewusst bei uns selbst sind und dass das Ich Herr im eigenen Haus ist.
Aus dem Geist heraus zu wirken, bedeutet, einen ganz kleinen Schritt über die Grenze meiner jetzigen Fähigkeiten hinaus zu tun und den Schritt ins Unbekannte zu wagen 00:07:34
Das ist der eigentlich moderne christliche Geistesweg jedes Menschen im Grunde. Und das heißt, wir lernen dadurch aber auch voll verantwortlich zu sein für das, was wir tun und da zuckt man auch oft gerne zurück. Die Maria folgt dem Benedictus, der das sehr deutlich gemacht hat und sie ist halt in gewisser Weise am weitesten in dieser Geistesschulung schon. Sie macht das, sie weiß das und sie muss Verantwortung übernehmen und sie muss gewisse Dinge, die vielleicht, ja, Freude machen … welche Freude empfindet man denn nicht, wenn man ja, tiefe Gedanken fassen kann, sie bilden kann, erfüllt davon ist. Ja, kriegt man dann nicht ein Hochgefühl, aber es ist sehr leicht an der Gefahr, dass man ins luziferische Schweben kommt.
Wie viele Menschen wollen gerne: Ja, ich möchte doch einem Engel begegnen. Das würde mich doch erfüllen. Aber ich sage dann immer darauf, lest nur in der Bibel nach, sowohl im Alten als auch im Neuen Testament, wenn ein Engel erscheint, immer: „Fürchte dich nicht!“ Und das ist ernst zu nehmen. Das heißt, es ist eine ganz dramatische Begegnung und sie schüttelt einem durch und sie offenbart einem alle Mängel, die man hat. Alles, was in der Tiefe drinnen ist. Nicht, weil der Engel einen bestraft oder was, gar nicht. Er bringt nur so viel Licht, dass halt die Schattenseiten, die man in sich hat, ganz drastisch sichtbar und spürbar werden. Und das muss man erst einmal durchstehen und trotzdem sagen, aber ich gehe diesen Weg mit eigener Verantwortung. Ja, ich werde oft scheitern, ich werde Fehler machen, trotzdem gehe ich weiter.
Also auch das ist ein Thema der Mysterien und Dramen, das alle Beteiligten - Maria noch am wenigsten - aber die anderen Geistesschüler noch mehr, Fehler über Fehler über Fehler machen, zurückzucken vor ihrer Verantwortung, sagen lieber, ja, ich will ja nichts falsch machen, also mache ich lieber gar nichts. Aber das ist der größte Fehler, den man machen kann. Zu sagen, ich wage es einfach nicht. Natürlich muss ich mit Verantwortung … ich muss schauen, wie weit kann ich gehen, aber grundsätzlich zu sagen, nein, lieber ist mir zu gefährlich, mache ich lieber nichts. Ja, dann verabsäume ich meine Verantwortung. Dann kann ich eigentlich nicht voll meine Kräfte einbringen. Weil aus dem Geist heraus zu wirken, heißt immer im Grunde einen, vielleicht ganz kleinen Schritt über die Grenze meiner Fähigkeiten, meiner jetzigen Fähigkeiten hinaus zu tun. Den Schritt ins Unbekannte zu wagen. Dort ist die geistige Welt. Und die sagt mir nicht alles, das musst du so machen, das musst du so machen, das musst du so machen, sondern da muss ich aktiv werden. Also gerade das ist die moderne geistige Entwicklung.
Rückschau im Drama in die ägyptische Kulturepoche: Tempelpriester führen eine Einweihung durch 00:10:40
In alter Zeit waren es Menschen, die sicher durch viele Inkarnationen vorbereitet wurden und dann halt Schauungen hatten. Und es überkam sie und sie waren aber nicht bei sich selbst, sondern gerade das Ich war weg zu der Zeit, war außerhalb ihrer. Das heißt, ihr Ego, das wurde geleitet von höheren Mächten dann und ja nicht durfte das eigene Ich wirklich hineinspielen, weil es einfach noch nicht genug Kraft hatte. Es wird ein großes Thema sein im vierten Drama. Da gibt es nämlich eine Rückschau auch in alte Zeiten, in die ägyptische Kulturepoche. Wir werden dann sehen, wie so eine ägyptische Einweihung durchgeführt wird. Wo eine ganze Anzahl von Tempelpriestern da ist, eigentlich zwölf, die den Einweihungsschüler umgeben. Und es kommt da nicht so dramatisch heraus, wie es vielfach vielleicht wirklich in der Realität war, aber diese Einweihung beruhte ja damals in Wahrheit darauf, dass der Geistesschüler in einen todesähnlichen Zustand versetzt wurde. Weil das die einzige Chance noch war, etwas von der Nichtsinnlichen, von der Übersinnlichen und, wenn man so will, jenseitigen Welt zu erfahren.
Das ist die Welt, wo wir zwar jede Nacht auch darin leben, aber meistens nicht bewusst etwas mitnehmen, wo wir in jedem Fall aber nach dem Tod und vor einer neuen Geburt uns aufhalten, was also genauso zu unserem Seelenleben dazugehört. Nur im Erdenbewusstsein haben wir es in der Regel noch nicht. Weil schon kurz vor der ägyptischen Zeit das sogenannte Kali-Yuga, wie es die Inder genannt haben, das finstere Zeitalter angebrochen ist - wo also diese natürliche Fähigkeit, die alle Menschen hatten, in der geistigen Welt zu leben, wahrzunehmen, dort und auch schon bis zu einem gewissen Grad in der sinnlichen Welt bewusst wahrzunehmen. Aber dann noch kurz vor der ägyptischen Kulturepoche, innerhalb kurzer Zeit, von wenigen Wochen spricht Rudolf Steiner, ist das im Großen und Ganzen bei den meisten Menschen bis auf einzelne, die dann später Propheten oder dergleichen deshalb werden konnten, aber bei den anderen Menschen ist es verschwunden. Also ganz wenige haben das noch behalten. Und der ganze Aufbau der Kultur hat aber ja dessen bedurft, dass die Menschen aus der geistigen Welt eben die Gedanken geschöpft haben, wie sie die Welt gestalten sollen.
Die natürliche Fähigkeit der Menschen, in der geistigen Welt zu leben, verschwand mit dem Kali-Yuga. Daher begann man in der ägyptischen Kulturepoche Einweihungen durchzuführen, vor allem die Einweihung in das Denken 00:13:27
Stellen Sie sich vor, die ägyptische Kulturepoche, das ist die Epoche, wo eigentlich die Hochkulturen beginnen. Also was darüber hinweggeht, dass es jetzt ein kleiner Stamm ist, der vielleicht noch nomadenhaft zieht durch die Gegend, immer den Ort verändert, wo man wirklich sesshaft wird, wo man Ackerbau betreibt. Ja, das beginnt schon in der urpersischen Zeit, aber jetzt beginnt es wirklich groß: Städte zu bauen, Bauwerke große aufzurichten, nicht mehr einfache Hütten nur, sondern wirklich monumentale Bauwerke aufzurichten. Und ein großes Volk zu lenken und zu leiten, weisheitsvoll zu lenken und zu leiten. So, dass dieses Volk in Wahrheit ja eine große Aufgabe erfüllt, für die Zukunft auch. Nicht nur für die Gegenwart, sondern auch für die Zukunft. Wir haben durchaus der ägyptischen Zeit auch heute noch sehr, sehr viel zu verdanken. Wir haben auch manchen Ballast, den wir mitschleppen. Weil in der ägyptischen Zeit sind die Menschen das erste Mal so richtig, so ganz auf der Erde angekommen und haben sich gestellt der Aufgabe, ja, jetzt müssen wir bauen hier, wir müssen an dieser Welt bauen, wir müssen arbeiten an dieser Welt, und zwar in monumentalen Formen sogar arbeiten. Wenn Sie denken an diese ganzen ägyptischen Pyramiden, die Tempel, die gebaut wurden, mit immensem Einsatz an Menschenkraft.
Aber auch vor allem an Menschengeist. Aber dieser Menschengeist bedurfte der Einweihung, und zwar eine Einweihung, die damals gerade eine Einweihung in das Denken war. Noch niemand konnte zu der Zeit von sich aus logisch denken, wie wir das heute relativ selbstverständlich können. Selbst wenn wir noch gar nicht in der Schule waren, selbst die Kinder bekommen es heute schon mit. Damals konnte das niemand im Grunde. Man hat aus sicheren, ja man könnte fast sagen Instinkten, aus einem sicheren Gefühl heraus, aus einer sicheren Emotion oft gehandelt im sozialen Zusammensein, im Umgang mit der Natur. Aber das ging halt nur im engeren Kreis irgendwo. Also das reicht nicht aus - diese Kraft, um eine große Kultur, die ein ganzes riesiges Volk umspannt aufzubauen. Da musste dieses Denken hereinkommen. Das war die große Aufgabe des Pharaos zum Beispiel in der ägyptischen Zeit. Und nur, wie kommt er heran an das? Eine Fähigkeit, die eigentlich in der Menschheit noch nicht entwickelt ist, wie kommt er herein? Ja holen muss man es, weil das Geistige, auch das Denken, und das ist halt eine zwar schattenhafte Form, aber doch es kommt aus dem Geistigen, ja dann muss ich in die geistige Welt aufsteigen, um es von dort bewusst holen zu können.
Dass wir heute bewusst denken können, ist ein Zeichen, dass die geistige Welt in uns wohnt 00:16:28
Und dass wir heute bewusst denken, ist erstens ein Zeichen, dass die geistige Welt in uns wohnt, auch wenn wir es vielleicht gar nicht mitkriegen und das verachten. Ja abstrakte Gedanken … aber da ist was Geistiges drinnen, da ist auch was Schöpferisches drinnen. Das haben wir heute. Die Ägypter mussten sich das erst holen. Und das heißt, sie mussten es holen, indem sie bewusst in die geistige Welt aufgestiegen sind, bewusst in die geistige Welt gegangen sind, dort wo auch die Toten sind, die sie belehren konnten, im Grunde. Die wussten das dort.
Und das heißt, man hat also diese Einweihungsschüler und namentlich auch den späteren Pharao in einen todesähnlichen Zustand versetzt. Und in diesem Zustand - und da war wirklich, also das war noch ein tieferer Schlaf als ein Tiefschlaf, das war eben ein Bewusstseinszustand, wie heute noch, es gibt nicht mehr sehr viele, aber Medien haben, die völlig in Trance verfallen und in dieser Trance dann sprechen oder schreiben, kann auch Schreibmedien geben, alles Mögliche - und die bewusst überhaupt nichts mitbekommen von dem, was da durch sie spricht oder durch sie fließt. Ein späteres Beispiel ist zum Beispiel die chymische Hochzeit des Christian Rosenkreutz, verfasst von dem Johann Valentin Andreae, der im Grunde keine Ahnung gehabt hat von dem, was er da niederschreibt. Das weiß man heute, wenig Menschen wissen das, aber es war eine Inspiration eben wirklich durch den wahren Christian Rosenkreutz, der dahintersteckt. Und der hat das sozusagen diktiert - ist jetzt ein sehr irdischer Ausdruck dafür - aber es kommt unmittelbar aus der geistigen Welt heraus.
Und so war es in der ägyptischen Zeit auch, dass man das gemacht hat, dass man die Menschen in diesen Trance-Zustand gebracht hat, sie durchaus auch in einen Sarkophag gelegt hat, Deckel drauf, und dreieinhalb Tage sie belassen hat in diesem todesartigen Zustand - wie es ja auch indische Yogis oder sowas machen unter Umständen. Nur es ist die Kunst gewesen, zum richtigen Zeitpunkt ihn wieder zu erwecken. Weil wenn der Zustand zu lange andauert, wenn er wirklich also so ganz im Tieftrance-Zustand ist, dann geht es maximal dreieinhalb Tage etwa, so lange hält der Organismus das aus. Aber wenn man den Moment versäumt, dann ist er in der geistigen Welt, aber dann bleibt er auch dort, zumindest für längere Zeit, nämlich bis zur nächsten Inkarnation. Und man wollte ihn ja wieder zurückholen, aber so, dass er in diesem Aufwachzustand noch etwas schildern konnte von den Erlebnissen. So wie man selber vielleicht, wenn man aus einem Traum aufwacht, wenn man schnell das vielleicht noch niederschreibt oder so, dann kann man es noch festhalten. Weil eigentlich kann man diese Bilder der geistigen Welt nicht wirklich festhalten. Es ist also gerade … da muss das Schauen noch irgendwo da sein und dann muss ich es übersetzen, zumindest in irdische Sprache, in irdische Ausdrücke, dann kann ich das erinnern noch irgendwie. Und vor allem, es war dann die Priesterschaft rundherum, die genau zugehört hat, was der jetzt spricht, der auferweckt wurde.
Moses, der am Pharaonenhof lebte, brachte die alte Einweihungsmethode mit, die durch den Christus mit der Auferweckung des Lazarus beendet wurde, was die Gegnerschaft der Juden hervorrief 00:19:56
So, wie es später dann eine ganz große Sache ist, die Auferweckung des Lazarus durch den Christus. Das ist genau so eine Einweihung. Und daran entzündet sich dann überhaupt der Hass der Juden, nämlich der früheren Juden ganz stark. Weil die hatten auch diese Praxis, nur sie hat nicht mehr funktioniert zur damaligen Zeit, sie konnten es nicht mehr. Weil sie hatten ihre Einweihungsmethode aus der ägyptischen Kultur im Grunde übernommen. Moses war ja auch am Pharaonenhof und war ein großer Eingeweihter dort auch und die haben das mitgenommen, also diesen Weg der Einweihung. Und jetzt kommt dieser Christus auf Erden und macht das und noch dazu mit einer Großartigkeit, die niemand mehr konnte zu der Zeit. Damit war klar, dass sie Gegner sein mussten, weil damit war klar, ihre Zeit ist abgelaufen und die Macht wollten sie nicht aus den Händen geben.
Bei der ägyptischen Einweihung durfte das Ich nicht in das Geschehen eingreifen, damit die geistige Welt durch den Einzuweihenden frei wirken kann 00:21:08
Ja - wichtig war bei dieser ägyptischen Einweihung und das ist für unser Drama ganz wichtig für diese ägyptischen Szenen - die spielen sich also ab dem siebenten Bild, siebentes, achtes Bild spielen sich die ab - da geht es darum … wichtig ist, dass der Einweihungsschüler, wenn er erwacht oder überhaupt, wenn er auch in diesen Traumzustand versetzt wird: Es darf nichts von seinem persönlichen, egoistischen, irdischen Fühlen drinnen sein. Er darf nicht berichten von dem, was er so wunderschön findet oder was ihn erregt oder was ihn schockiert oder sowas, sondern es soll durch ihn die geistige Welt sprechen, unbefleckt durch das, was er persönlich dabei empfindet.
Nur einer dieser Priester, und zwar ein ganz wichtiger, der Opferweise … Es gibt also zwei Opferweise eigentlich unter diesen Priestern: Es gibt den normalen Opferweisen, der hat in etwa die Stufe des Pharaos. Aber er wird nicht eingeweiht, sondern ein Schüler von ihm wird eingeweiht und der soll Berater des Pharaos werden. Und er ist schon der Meinung, nein, der ist von seiner ganzen Persönlichkeit nicht geeignet. Er ist zu schwärmerisch, er schwelgt im Geistigen irgendwo, aber er soll Berater in praktischen, irdischen Dingen sein. Das braucht er. Und das heißt, er torpediert in Wahrheit den Einweihungsakt, denn er hatte die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass das Ich dieses Geistesschülers in dem Moment, wo er in diesen Trancezustand versetzt wird, nicht eingreift in das Geschehen, dass es drüber schweben bleibt, aber nicht eingreift in das ganze Geschehen. Dass also die geistige Welt frei durch ihn wirken kann und nichts vielleicht Persönliches, Individuelles hineinkommt. Nur, der Opferweise spürt auch, es bricht eine neue Zeit an, es kommt die Zeit, wo das Ich immer wichtiger wird. Und das lässt sich nicht aufhalten. Und wir können in Wahrheit diesen alten Weg nicht mehr gehen. Und daher torpediert er diese ganze Einweihung in Wahrheit. Ein riesiges Sakrileg im Grunde!
Und so passiert es auch, dieser Geistesschüler, niemand anderer als die Maria in einer früheren männlichen Inkarnation, wird in diesen Zustand versetzt. Es wird bei uns jetzt nicht dreieinhalb Tage dauern. Es wird vielleicht drei Minuten dauern oder dreieinhalb Minuten. Und dann wird er aufgeweckt und er sagt zunächst einmal nichts. Zunächst einmal nichts. Schon das sollte nicht sein, weil gerade er sollte aufgeweckt werden und heraussprudeln, was er erlebt hat. Also was die geistige Welt durch ihn spricht, das sollte herauskommen. Es kommt einmal nichts, es stockt. Und dann nach einer noch längeren Pause, nach dem „noch sprich doch, sprich doch!“, fängt er zu sprechen an und spricht jetzt von den Seligkeiten, die er erlebt hat, die ihn erfüllt hat. Das glitzernde Licht und welche Wonne es ist, in die Leibeshülle wieder hinein zu schlüpfen. Welche Freude das ist. Also genau das Gegenteil von dem, was man sich erhofft hat bei dieser Einweihung. Das heißt, die ganze Zeremonie wird zerstört. Und natürlich hat das aber auch Schicksalsfolgen für alle Beteiligten. Da ist vieles, was schon in den Dramen, die davor waren, in Wahrheit im Hintergrund steht, wo man aber noch gar nicht weiß, wo kommt das her. Also da sind viele Dinge veranlagt worden.
Professor Capesius bereitet seine geistige Entwicklung Ängste. Sein Geisteslehrer Benedictus dagegen „findet ihn im Glücke“ 00:25:27
Dieser Opferweise, der vor allem intensiv da drinnen war, wird später dann als der sogenannte Professor Capesius auftreten. Und der auch immer wieder den Zugang zum Geistigen sucht, aber andererseits auch wieder zurückschreckt davor, als er immer in diesem Zwiespalt drinnen ist. Und Professor Capesius macht aber in diesem vierten Drama, jetzt nicht in der ägyptischen Zeit, sondern in der Gegenwart einen großen Schritt in der geistigen Entwicklung durch. Nachdem er schon vorher im Drama vorher einen großen Schritt gemacht hat, weil er gewisse geistige Erlebnisse haben konnte. So intensiv, dass er sagt, das kann ich mir nicht nur ausfantasiert haben, aber wäre jetzt verrückt, also er weiß noch nichts anzufangen damit. Und als der Benedictus, sein Geisteslehrer ihn besucht, sagt er ihm, es ist fürchterlich, also was passiert mit mir und ich habe Angst davor. Und Benedictus sagt ganz locker zu ihm: „Ich finde euch im Glücke!“ Ja! Weil er deutlich einen Schritt weitergemacht hat, aber halt noch nicht so ganz wachbewusst dabei sein kann.
Nachdem Johannes Thomasius seine geistige Quelle, Maria, verloren hat, findet er eine neue in der Seherin Theodora 00:26:54
Und einen weiteren Schritt macht er ihm jetzt im vierten Drama, als er miterlebt den inneren Zwiespalt, den da ein anderer Geistesschüler, der Freund der Maria, Johannes Thomasius durchmacht. Der hat auch eine Entwicklung durchgemacht, aber er hat immer wieder, durch Luzifer verführt, den Hang, ins Träumerische zu kommen. Er will mehr das Licht genießen, aber nicht so ganz sich auf sich selber stellen, sondern: Wo finde ich denn, wer bringt mir denn die Quelle? Vor allem Maria ist so wichtig als Quelle. Wenn sie ihm die Impulse gibt, dann nimmt er sie gerne auf, aber selber wird es schwierig. Und im dritten Drama, dramatische Situation - also im zweiten Drama war das schon, Maria trennt sich von ihm, sagt, wenn du dich nicht zurückhalten kannst, dann muss ich mich trennen, zumindest in geistiger Beziehung. Wir können schon Freunde bleiben, aber mit dem Geistigen, da müssen wir getrennte Wege gehen. Du musst deinen eigenen Weg gehen.
Und er will aber nicht, er kann nicht oder er glaubt jedenfalls nicht zu können und sucht eine andere geistige Quelle. Dann findet sie auch eine Gestalt, die hier wieder vorkommt, allerdings nur als geistiges Wesen, Theodora. Im ersten Drama tritt sie schon auf als Seherin mit alten Fähigkeiten. Das heißt nicht vollbewusste Geistesschau nach langer Schulung, die man sich erwirbt, voll gedanken-klar und so. Sondern es überkommen sie diese Schauungen und sie spricht dann wie in Trance eben, wie ein Medium bedeutsame Dinge.
Das Zehren von den geistigen Kräften eines anderen Menschen ist auch im Alltag ein häufig zu beobachtendes Phänomen. Theodora erkennt, dass ihr Johannes Thomasius die seelischen Kräfte raubt 00:28:53
Ein anderer Geistesschüler, Doktor Strader, ist im ersten Drama auch schon dabei und fasziniert von dieser Erscheinung. Der Doktor Strader ist Techniker, Wissenschaftler und er sieht dieses Phänomen, Theodora, wie sie spricht, wie sie in Trance verfällt, er ist fasziniert davon. Und was sie sagt, kommt ihm also auch ganz, ganz richtig vor und er rätselt halt, wie kann man dann das kommen. Er hadert mit sich selber, mein ganzes Denken nützt mir nicht, die sagt Dinge, die viel wichtiger sind, die viel klarer sind, wie kommt sie dazu? Ich kann das gar nicht nachvollziehen, wie kommt sie dazu? Die beiden haben jedenfalls eine enge Beziehung miteinander und sie heiraten dann auch schließlich und es gibt aber dann den siebten Hochzeitstag und eigentlich ein feierlicher Augenblick, aber Theodora ist sehr niedergeschlagen in gewisser Weise, traurig. Strader spricht es an irgendwie, weil nämlich Theodora hat ihre seherischen Fähigkeiten verloren. Und er glaubt zunächst, weil sie diese Fähigkeiten verloren hat, deswegen ist sie so betrübt und niedergeschlagen. Sie sagt, nein, sie sind mir geschenkt worden, sie sind gegangen, damit habe ich eigentlich überhaupt kein Problem. Aber sie sind wiedergekommen und was ich jetzt erlebe, ist beängstigend. Da bedrängt mich etwas, da ist ein dunkler Schatten da, der an mich heranwill und ich weiß nicht, wer es ist und was er will von mir und ich habe Angst vor ihm.
Und letzter Moment, die letzte Minute dieser Szene: Jetzt erkennt sie ihn, sie erkennt ihn, Thomasius! Johannes Thomasius, der Freund der Maria, er sucht sie als geistige Quelle. Ohne mit ihr jetzt äußerlich täglich zu verkehren, aber geistig, er hängt geistig an ihr dran. Er saugt ihre Seele im Grunde aus und das macht sie so schwach, dass sie stirbt. So dramatisch ist das und das sind Dinge, die in menschlichen Gemeinschaften immer wieder passieren. Nicht nur in Zirkeln, wo geistige Schulung betrieben wird, sondern das sind Dinge, die im täglichen Leben immer wieder passieren, dass ein Mensch sich an einen anderen dranhängt und von seinen Kräften, von seinen geistigen, seelischen Kräften zehrt. Und dadurch vielleicht oft als der Größere sogar erscheint, als der bedeutsamere Mensch, aber in Wahrheit ist es nicht seine Kraft, sondern er holt sie von woanders. Und das kann im Extremfall dazu führen, dass der Mensch so geschwächt wird, dass dann Krankheit eintritt und er sogar stirbt. Also das ist eine ganz, ganz reale Sache, das ist nichts so Weltabgehobenes. Ja, ich meine … es fällt einem halt im Alltag nicht auf, es ist halt jemand krank geworden, eine schwere Krankheit und stirbt, das ist sehr traurig und bedauerlich. Aber man merkt vielleicht gar nicht, was die wirkliche Ursache ist, es sind nicht immer nur äußere Ursachen.
Im Grunde sind alle körperlichen Erkrankungen … haben seelische Ursachen, das ist die tiefere Ursache. Und die können eben auch dadurch verursacht sein, dass andere Menschen direkt oder indirekt einen schlechten seelischen Einfluss auf sie haben, also entweder sie vergiften mit ihren Kräften oder ihnen Kräfte rauben oder sowas. Also das ist heute ein ganz aktuelles Thema, vielleicht heute in unserer Zeit noch mehr als früher. Also das ist einer der Gründe, warum ich denke, dass die Mysteriendramen was sehr Gegenwärtiges sind und eigentlich jeden Menschen betreffen, also keineswegs nur Tempelschüler sozusagen, irgendwo, die in einem abgeschlossenen Zirkel sind, sondern es lebt in der Gemeinschaft der Menschen, passieren diese Dinge in irgendeiner Form. Und das sind halt so Musterbeispiele, die Rudolf Steiner damit geben wollte.
Ja - und das Interessante ist, Theodora stirbt, aber sie ist dann aus der geistigen Welt … sie erscheint … manche der Geistesschüler, die Maria und andere können sie wahrnehmen. Auch Strader, der sie geheiratet hat, der mit ihr verheiratet war, kann sie mit der Zeit wahrnehmen. Also man hört dann später, es ist so, als wenn er mit ihr immer im Gespräch ist, sie begleitet ihn eigentlich immer. Und in gewisser Weise ist die Beziehung sogar noch stärker geworden. Und sie sagt, sagt … gibt ihm halt dem Strader auch ganz deutlich Bescheid, du musst alles dazu tun, dass der Thomasius nicht scheitert, dass er seinen Weg gehen kann. Also keine Rede davon, jetzt verdamm ich diesen Johannes Thomasius oder was, sondern du musst alles tun, damit er seinen Weg schafft. Und wie das wirklich ausgeht, wissen wir im Grunde nicht, weil es ist am Ende des vierten Dramas, ist es immer noch offen.
Johannes Thomasius steht stark unter dem Einfluss Luzifers. Er begegnet seinem Doppelgänger 00:34:30
Man sieht nur, wie der Thomasius wieder ganz stark ringt mit sich, wie er ganz zurückfällt in seine Jugendzeit sogar. Er möchte eigentlich wieder der Johannes sein, wie er war, bevor der Geist ihn fasste. Weil im zweiten Drama hat es begonnen, dass durch den Einfluss von Benedictus und Maria in ihm sozusagen das Höhere Selbst erwacht ist und dieses wirkliche höhere Ich in ihm - also das heißt, das was höher als sein bloßes Ego ist - das hat in ihm zu wirken begonnen. Aber es ist halt manchmal so irgendwie unbequem, ernüchternd auch manchmal. Es ist sogar so, dass er seine künstlerische Fähigkeit dadurch verliert. Er war Maler oder ist Maler eigentlich, Künstler - aber halt Künstler, der aus seinem Einfall, den er hat, irgendwas Tolles auf die Leinwand wirft, aber keine Ahnung, wieso oder warum, es ist halt so. Und die Geistesforschung verlangt, ja das auch so frei und ohne Gedankengespinst herunterzuholen, aber im Schaffen zugleich wach dabei zu sein und zu erkennen, was ist denn das, was ich da wirklich schaffe? Das heißt, mit welcher geistigen Kraft gehe ich da um? Und das irritiert ihn manchmal, es ist halt doch schöner, da so träumerisch mehr hineinzugehen und auch dann die Verantwortung im Grunde nicht zu übernehmen dafür: Ist halt so, habe ich hingeworfen, macht damit, was ihr wollt! Sondern ganz bewusst zu sein, welche Kräfte hole ich da herauf und welchen Kräften begegne ich? Das muss ich halt sehen.
Und der Thomasius als Künstler hat halt immer mit dem Luzifer sehr stark zu tun, der will ihn immer ins Träumen bringen, der will ihn ins schillernde Licht hineinbringen und das ist halt doch angenehmer. Weil das ist der erste Schritt, den der Thomasius macht in die geistige Welt ist, dass er seinen eigenen Doppelgänger erlebt. Und der Doppelgänger ist halt die Summe all der Aufgaben, die noch auf ihn warten, also die dunklen Flecken in ihm, aber der auch ganz genau weiß, was er tun muss. Und das ist keine angenehme Begegnung. Und die hat der Johannes eigentlich immer wieder. Also im Grunde, im ersten Drama ist es noch nicht so deutlich ausgesprochen, aber da geistert der Schatten auch schon herum. Aber ab dem zweiten ist er dann ganz massiv da.
Da muss ich Sie gleich vorwarnen - bei der Vorstellung morgen, ich werde den Thomasius und den Doppelgänger spielen. Wir werden überhaupt … es haben … dass wir mehrfach-Besetzungen haben. Es sind einfach so viele Personen drinnen, so viele haben wir nicht. Also das macht es noch ein bisschen schwieriger, weil ein und dieselbe Person dann in verschiedenen Rollen, die aber innerlich zusammengehören in gewisser Weise, doch auftreten werden. Also es wird gehen!
Das Erste … was ist das Wichtigste, ist einfach sich berühren lassen durch die Dinge. Sie fangen einem an, was zu erzählen und dann vielleicht liest man dann irgendwann einmal ein Stückchen nach, einen Absatz oder was und das fangt einem der Text, was zu erzählen an. Nämlich nicht so, aha, ja, so ist es, aha, verstehe ich, logisch. Es muss eine Berührung da sein, es ist etwas, was einem durch und durch geht, es ist etwas, was wirklich das Ich dann auffassend sagt, es geht mich was an. Das ist das Erste, was man spürt. Und dann schaut man sich genauer an, was ist: Aha, ja, Doppelgänger, ja, aha, ja, das kenne ich eigentlich auch irgendwo. Und ist halt vielleicht noch ein bisschen gedämpfter erschienen, weil das ist zeitweise schon sehr dramatisch. Also der Doppelgänger geht nicht sehr sanft mit dem Thomasius um. Aber wir werden es sehen.
Also in dem vierten Drama kommen sie in eine ganz gute Zusammenarbeit eigentlich. Also man sieht, dass das eigentlich wichtig ist, dass er den Doppelgänger sieht. Und im Grunde auch das ist für den Geistesschüler wichtig, für jeden Menschen wichtig, von jetzt ab bis in alle Zukunft im Grunde, dass man die dunklen Seiten, die man in sich trägt, dass man die Kraft hat, sie anzuschauen. Man kann sie nicht mit einem Fingerschnippen wegschaffen, mit Sicherheit nicht! Das geht vielleicht über viele Inkarnationen sogar nur. Aber zu akzeptieren, diese Seite ist auch da und wenn ich bewusst mit ihr umgehe, bewusst ihr begegnen kann, dann kann sie nicht so einfach mich dort hintreiben, wo sie will. Sondern dann müssen wir halt ein bisschen streiten manchmal miteinander. In manchen Dramen, in der Dichtung kommt das vor: Unser Wiener Dichter Nestroy hat das so schön geschrieben: „Jetzt möchte ich wissen, wer stärker ist - ich oder ich?“ Aber in der Situation stehen wir alle irgendwann: Ich möchte gerne dieses oder jenes, aber das höhere Ich sagt: Nee, du brauchst ganz was anderes! Und dann muss man halt schauen, dass man einen Kompromiss findet, sagen wir es einmal so, also dass man umgehen lernt damit.
Die Geistgemeinschaft ins praktische Leben umzusetzen steht im Mittelpunkt des 4. Dramas 00:40:12
Ja, wichtig ist in diesem Drama eben die Begegnung, Capesius, Professor Capesius begegnet dem Thomasius, in dem gerade jetzt innerlich, innere große Aufruhr ist. Große Aufruhr deswegen, wegen des zentralen Themas eigentlich dieses vierten Dramas - das wird am Anfang schon in der ersten Szene angedeutet - es geht darum, die geistige Kraft, diese Geistgemeinschaft, die sich mittlerweile gebildet hat, wirklich ins praktische Leben umzusetzen. Wir haben also den Hilarius Gottgetreu, wie er heißt, der in einer früheren Inkarnation Großmeister eines Ritterordens, eines Templerordens war. Also eine sehr fortgeschrittene Persönlichkeit, der jetzt in dieser gegenwärtigen Inkarnation Besitzer eines holzverarbeiteten Betriebes ist und der jetzt sagt, ja, das muss aber jetzt nach spirituellen Gesichtspunkten, in der Gestaltung und in allem ausgerichtet werden. Und gleich in der ersten Szene kriegt er große Vorwürfe von seinem Bürochef, der sagt: Ja, lieber Freund - sie sind per Du, sie sind gute Freunde - aber was du machst, ruiniert den ganzen Betrieb. Überall beschweren sich schon alle, keiner weiß, was du mit deiner neuen Art wirklich erzielen willst. Dann unpünktlich ist es auch noch, die Waren werden nicht geliefert, es funktioniert eigentlich nichts mehr.
Aber der Gottgetreue, der Hilarius sagt: Ja, aber wir müssen diesen Weg gehen und egal, selbst wenn die Firma zugrunde geht, der Versuch war einmal da und dann wird es in späteren Generationen so weit sein. Ist ja tatsächlich so, dass manche Impulse gescheitert sind, um vielleicht 200 Jahre später dann von wem aufgegriffen zu werden und dann funktioniert es. Aber natürlich muss man auch die andere Seite sehen, dass ein Mensch, der sich verantwortlich fühlt für einen Betrieb, sagt, bitte komm mal nicht damit, dass du in 200 Jahren oder irgendwann vielleicht ein Ergebnis erzielen willst, wir wollen ja heute die Firma betreiben und den Menschen etwas bringen. Also ob du dich da nicht ein bisschen übernimmst. Also da gibt es ein großes Spannungsfeld drin. Es ist tatsächlich offen, die Frage, wann kann man etwas wirklich ins Leben stellen, wie stellt man es ins Leben? Es kann schon sein, dass auch etwas, was scheitert, wichtig ist, dass man es ins Leben stellt, aber trotzdem muss man alles tun dazu, um dass es wirklich festen Boden findet. Und man sieht, alle die Menschen, die jetzt mitwirken sollten an dem Werk, springen … die meisten springen ab. Die meisten springen ab. Also Thomasius zum Beispiel, kommt durch das Ganze - aha, jetzt soll er da für das Äußere, ja künstlerisch gestalten will er ja eigentlich, aber das Geistige bewusst hineinzulegen in das, das wühlt ihn auf.
Capesius erlebt die Zweifel des Thomasius geistig mit. Er erlebt auch mit, wie der wieder dem Doppelgänger begegnet … der Thomasius, was da an Schattenbildern kommt, an Abgründen, die sich auftun und empfindet, na, die Zeit ist einfach noch nicht reif dafür. Also der Thomasius ist nicht reif dafür und ich sollte auch noch mitwirken jetzt irgendwo, weil der Capesius sollte - er ist ja auch Historiker, Professor, Universitätsprofessor - also er soll auch noch Vorträge halten dazu, um das schmackhaft den Menschen zu machen. Er sagt, unmöglich, das funktioniert nicht! Ich will mich meiner geistigen Entwicklung widmen, das wird alles zusammenbrechen, wenn ich mich jetzt da ganz aufs Äußere konzentriere und da verbinden sollte, den wirtschaftlichen Erfolg mit dem Geistigen …brrr! Nein, fühle ich mich nicht dazu geeignet und man sieht es ja beim Thomasius selber, geht auch nichts. Also sagt dann auch der Thomasius jetzt, als er erkennt - weil der Capesius spricht ihn an, spricht ihn deutlich an - ich habe das erlebt und fragt ihn, habe ich recht erlebt? Und der Thomasius ist erschüttert darüber, weil das sind die tiefsten Geheimnisse der Seele, die da in ihm waren und der Capesius - mit dem ja in einer engen karmischen Verbindung steht, weil in einer früheren Inkarnation war der Capesius sein Vater also in dieser mittelalterlichen Zeit. Und der Vater ist in die Welt gezogen, hat die Familie allein gelassen, war also sehr dramatisch oder was. Also die haben eine sehr interessante Beziehung zueinander, sagen wir es mal so, wo vieles aus früheren Zeiten mitspielt. Aber auf jeden Fall, nachdem der Capesius erlebt, wie wenig der Thomasius in sich bereit ist, diesen Weg zu gehen, sagt er, ich kann ihn auch nicht gehen.
Und die Maria weiß mittlerweile schon, dass der Capesius nicht mitmachen wird. Er hat das schon gesagt, weil … dieses Werk, es stört mich jetzt. Also gut, nichts ist damit! Und dann lädt sie den Thomasius ein, gut - dann müssen halt wir umso mehr dafür tun, dass dieses Werk gelingen kann. Und der Thomasius sagt: Bedenke doch, dass ich Capesius vertrieben habe. Was, vertrieben? Ja, und dann kommt es eben heraus, dass weil der Capesius erlebt hat, wie schwer sich der Thomasius damit tut, deswegen auch das zurückgewiesen hat. Und damit kann er auch also nicht mit der Maria gemeinsam jetzt an dem Werk arbeiten, es ist ja schon mal klar, dass diese wichtigen Personen wegfallen irgendwo, die essentiell waren dafür, dass das Werk gelingen kann.
Die Erfindung des Strader-Apparates, der für beseelte, lebendige Technik steht, gerät mit Ahriman, den Herrn der toten Technik, in Widerspruch 00:46:44
Ja, dazwischen noch etwas. Hilarius sagt seinem Büroschef noch etwas, was dem Büroschef Mut machen soll, warum es funktionieren wird. Er sagt, ja, aber Doktor Strader ist an unserer Seite. Der große Techniker, der Wissenschaftler eigentlich, also ein Mann der Tat, der wirklich praktisch im Leben steht. Ja, sagt nur der Büroschef, ja, aber mit seiner sogenannten Strader-Maschine, die er erfunden hat, dass alle in ihrem eigenen Heim gemütlich ihre Arbeit machen können und mit aller Energie und so weiter versorgt sind.
Wie immer, genau wissen wir nicht, wie die funktioniert. Es gibt eine tolle Skizze von Rudolf Steiner dazu, es gibt auch schon einige Menschen, die es nachgebaut haben. Ich weiß trotzdem noch nicht, wie die wirklich funktioniert.
Aber wurscht. Jedenfalls, Strader ist auch im Drama wirklich gescheitert damit. Im dritten Drama schon, also dort ist das Thema und jetzt im vierten kommt halt heraus, dass er da mit Kapital gescheitert ist. Und es ist noch die Annahme da, ja, durch äußere Widerstände, ja, dieses neumodische Zeug sozusagen will man nicht oder vielleicht wäre es daran gescheitert. Aber es stellt sich dann heraus, dass Ahriman im vierten Drama jetzt, also der Herr der Technik, der fürchtet gerade, dass Dr. Strader eigentlich eine Konkurrenz auf seinem Gebiet ist. Und wenn der das, was Ariman heute ganz ins tote Technische hineinführt, wenn der das in eine neue, wie soll man sagen, beseelte, lebendige Technik hineinführen könnte, der wäre eine wirkliche Gefahr. Und er versucht ihn jetzt loszuwerden irgendwo und am Ende des Dramas wird man sehen, dass ihm das in gewisser Weise auch gelingt, weil Strader stirbt. Also am Ende des Dramas hört man die Nachricht, Doktor Strader ist gestorben. Und zwar gestorben deswegen, weil Ariman ganz raffiniert herangegangen ist. Er hat einen von den vielen Bürgern, die in den Dramen auch vorkommen - im dritten Drama gibt es eine Geistesschule, einen Rosenkreuzer Bund. Da sind viele Menschen drinnen, die vorher im zweiten Drama bei dem Templerbund dabei waren.
Die sind jetzt dann im Rosenkreuzer Bund und die wollen an die Öffentlichkeit gehen im dritten Drama, tun es auch. Im Übrigen spielt da Johannes Thomasius auch eine große Rolle. In diesem Drama musste er sich von Maria trennen. Er konnte nicht mehr als Künstler wirken. Aber er konnte gescheite Gedanken über die geistige Welt niederschreiben und an die Welt senden. Und der ganze Rosenkreuzer Bund, der sich da gebildet hat, unter der Leitung des Hilarius Gottgetreu, der nicht nur dieses holzverarbeitende Werk im vierten Drama leitet, sondern er leitet schon - es wird im dritten Drama deutlich - auch einen Rosenkreuzer Bund.
Und … ja, Ahriman jedenfalls kommt an einen Menschen heran, der jetzt in diesem Rosenkreuzer Bund schon dort eingeladen wurde, einen Bürger, denn man will an die Öffentlichkeit gehen und der heißt Ferdinand Reinecke - also der Reinecke, Reinecke Fuchs, das hat was mit Verstand und Gescheit zu tun - und den inspiriert Ahriman so, dass er dem Dr. Strader klar machen soll, nein, nein, deine Strader-Maschine ist nicht zugrunde gegangen durch äußeren Widerstand, weil die Leute das nicht wollten, sondern es ist in sich nicht stimmig, da ist ein Fehler drinnen. Und das heißt, das, wo ganz das Herz des Dr. Strader dran hängt, sein Lebenswerk eigentlich - und er weiß, dass er es jetzt noch nicht vollenden kann, aber er glaubt, dass es nur der äußere Widerstand ist - aber das trifft ihn so tief, dass er eben stirbt am Ende des vierten Dramas. Und damit Ariman zumindest einen Etappensieg erringt, dass eben Strader nicht weiter in der irdischen Welt zumindest in die Quere kommen kann.
Am Ende des 4. Dramas bleibt vieles offen. Daher sind wir eingeladen, die weiteren Entwicklungen in einem 5. Drama selbst fortzuschreiben 00:51:40
Es deutet sich nur irgendwo an, dass der Strader wahrscheinlich eine bedeutende geistige Macht sein wird, die dann aus der jenseitigen Welt gemeinsam mit Theodora, mit der er ja immer in Verbindung war, seit sie gestorben war, dann wirken kann. Aber das bleibt offen. Da erfährt man nichts mehr davon. Das wäre vielleicht im fünften Drama weitergegangen., irgendwo Da sind wir eingeladen, das selber weiterzuspinnen irgendwo. Ich finde es aber das ganz Tolle, dass die Dramen offen bleiben irgendwo. Es ist sehr, sehr vieles offen. Es werden sehr viele Punkte angesprochen, sehr viele Aufgaben beschrieben, die im Grunde viele Menschen, alle Menschen in irgendeiner Weise angehen. Aber es gibt keine endgültigen Lösungen. Es gibt kein Patentrezept, wie man das lösen könnte.
Die zentrale Botschaft der Mysteriendramen: Es kommt in Gemeinschaften auf das einzelne Ich an, indem jeder aus dem Geistigen tätig ist und einen schöpferischen Impuls mitbringt 00:52:33
Sondern die Botschaft ist immer wieder, gerade dieser Mysteriendramen: Es kommt auf das einzelne Ich an - in der Gemeinschaft mit anderen Ich-en. Aber natürlich, man kann Arbeitsteilung sozusagen machen, alles Mögliche. Gemeinsam wird man geistig stärker. Aber nicht so, dass ich sage, die Ideen musst du bringen. Ich tue es eh brav ausführen. Nein, jeder muss seinen wirklich schöpferischen Impuls einbringen, weil dort ist man aus dem Geistigen wirklich tätig. Nicht nur nach dem, was ich eh halt handwerklich gelernt habe und kann, mechanisch ausführen kann, sondern dadurch, dass ich wirklich kreativ bin. Wo ich wirklich meine Geisteskraft einbringen kann. Das ist das ganz Wichtige. Und um das geht es in diesen Dramen eigentlich, dazu Mut zu machen, aber halt auch zu zeigen, welche Schwierigkeiten sind. Manchmal könnte man sich denken, man wird auch abgeschreckt davon. Aber nein! Es wird eigentlich versucht, Mut zu machen und diesen Dingen ins Auge zu schauen. Ich habe selber festgestellt, bei der Beschäftigung mit dem Dramen, beim Lernen des Textes, wenn man beginnt, ihn zu verinnerlichen, zu leben damit, das hat eine ganz tolle Kraft. Das hilft einem, Aufgaben zu bewältigen.
Müssen nicht ganz genau die gleichen sein, wie da drinnen, aber es stärkt die eigene Kraft. Weil dort, wo wirklich lebendige Gedanken sind, da sind Lebenskräfte drin, da sind Liebeskräfte drin. In meinen Vorträgen sage ich das fast jedes Mal. Liebe ist nicht nur ein vielleicht sehr erhabenes Gefühl, sondern es ist pure Lebenskraft. Liebe schenkt Leben. wirkt gesundend, wirkt heilend, ist heilende Kraft, im Einzelnen, im Sozialen, wie auch immer. Und das steckt drinnen in den Texten.
Auch wenn sie einem vielleicht beim Lesen einmal so wahnsinnig sperrig vorkommen. Ich sage das ganz offen: Einen Faust lernt man leicht, den Text. Mit dem Reim und dem Rhythmus, das fließt und das geht fast von selber. Da muss man sich Zeile für Zeile erobern. Kaum verdreht man zwei Worte, bricht der ganze Satz zusammen. Man kommt nicht mehr dorthin, wo man hin will. Man muss ringen damit. Aber dieses Ringen damit, diese Kraftübung, das ist, wie soll ich sagen, geistiges Fitnesstraining.
Ja, das sind sie eigentlich. Das empfehle ich … können Sie es ja selber mal probieren. Einen kleinen Absatz, irgendeine Rolle, wo sie sagen, die ist mir sympathisch, die gefällt mir. Einen kleinen Absatz, den lerne ich einmal und mache ihn jeden Tag einmal durch. Und zwar so wirklich. Muss ja niemand zuschauen, niemand zuhören. Wenn niemand hinhört, mache ich einmal kräftig, wirklich einsteigen darauf, als ganzer Mensch. Das belebt unheimlich. Je mehr Kraft man reinsteckt, desto frischer wird man dabei. Ja! Das ist das Interessante! Wenn ich so mit halber oder Viertel Engagement mache und meinen Text drunter leiere, dann ist man nachher müde. Ich sag: Gott sei Dank, ich habe es hinter mir. Wenn ich wirklich einsteige, im Atem lebt es, im Rhythmus, im Gehen, in der Bewegung, die sie ergibt daraus, belebt es durch und durch und dann nimmt man wirklich was mit davon. Dann merkt man erst, da lebt es dann in einem. Daneben soll man es natürlich auch verstehen, aber das Verstehen alleine nützt einem nichts. Aha, das ist wie eine Betriebsanleitung auf Chinesisch sonst. Wenn man alle Schrauben dann selber durchprobiert hat, alles was irgendwie geht, dann weiß man es schließlich. Und da ist es, wenn man arbeitet damit, kommt man darauf und jeder kann da für sich etwas finden. Das ist das Tollste.
Joseph Beuys: Die Mysteriendramen spielen heute am Hauptbahnhof - mitten im Getriebe der Welt 00:57:02
Das ist das, was wir im Grunde auch machen wollen mit unseren Mysteriendramen-Aufführungen. Sie sehen, es ist alles relativ improvisiert. Wir haben keine riesige Bühne, wir haben nicht ein ganzes Eurythmie-Ensemble, das natürlich wunderbar wäre, wenn wir das dazu hätten. Wir haben ein, zwei die eurythmische Bewegungen hier und da dazu machen können, neben dem, dass sie andere Rollen auch spielen. Wir haben die Lichttechnik nicht, wir haben zwei Scheinwerfer. Aber wir werden versuchen, mit ein paar Tüchern, mit den Kostümen, die wir doch wenigstens haben, aber auch nicht zu übertrieben, es ins Leben hineinsetzen. Sie kennen vielleicht den Ausspruch von Josef Beuys: Die Mysteriendramen spielen heute am Hauptbahnhof. Ja - meine Meinung ist, sie müssen überall spielen können, weil sie mitten im Leben da sind. Überall, egal, in einer Firma, in einem Betrieb, auf der Straße, wo immer. Dort spielt sich das ab. Also nicht nur in einer heiligen Halle, fernab von der Welt.
Frage im Publikum: Was sagte nochmal Josef Beuys?
Wolfgang: Joseph Beuys sagte, die Mysteriendramen spielen am Hauptbahnhof. Also mitten im Getriebe unserer Welt. Wo die Technik ist, wo der Ahriman groß vertreten ist. Mitten dort drinnen in unserer heutigen Zeit! Um das geht es ja auch. Wir wollen mit uns mit der Anthroposophie nicht aus der Welt herausziehen und irgendwo in einem abgesonderten Eckerl unsere - verzeihen Sie, wenn ich das so sage, unsere luziferischen Genüsse haben, und dann sehen wir wieder: Aha, der Alltag schaut doch wieder trist aus. Nein, das Geistige gehört mitten hinein und überall. Mitten in die Welt hinein. Und das ist unsere Aufgabe. Das können wir machen, wenn wir das Geistige - und wir tragen es in uns. Wir müssen es halt auch in Tätigkeit, in Wirksamkeit bringen. Wenn es nur so ganz tief verschlafen drinnen ist, dann reicht es halt nicht.
Darum reicht es eben beim Thomasius auch nicht, dass als Künstler, genial, irgendwie die Farben hinpatzt und alle sagen, wunderbar, ist schön, aber keine Ahnung, wieso, warum. Ja, es gehört auch ganz klares Bewusstsein dazu, Wachsein dabei. Und gerade unsere heutige Welt, gerade weil sie so widerborstig manchmal ist, manchmal sogar hässlich ist und man denkt an den Verkehrslärm und das alles, wie viel schöner ist, wenn ich irgendwo weit draußen in der Natur bin, fern der Zivilisation. Aber dort ist es keine Kunst, in dem Schönen zu leben. Das Wichtige ist, dass wir es in unsere Welt hineintragen und die schöner und lebendiger machen. Eben auch eine Technik vielleicht einmal machen, die nicht nur tot ist, sondern wo etwas Lebendiges drinnen ist, was zumindest im Einklang mit dem Lebendigen ist und nicht nur zerstörend wirkt. Das ist sicher eine notwendige Erfahrung, die wir machen und wir sind in dem Zeitalter drinnen halt. Aber wir können schon etwas ahnen von der nächsten Stufe. Weil die nächste Kulturepoche wird eine ganz andere sein. Die wird eben geprägt sein von diesem lebendigen Denken, von der Liebe, die drinnen liegt, weil lebendiges Denken ist auch schon Liebe. Überall wo Leben drinnen ist, ist Liebe auch drinnen. Natürlich geht auch das Gefühl, das Astralische auch mit.
Unser materialistisches Zeitalter zwingt uns dazu, „von allen guten Geistern verlassen zu sein”. Aber eben gerade dadurch können wir im Ich den göttlichen Funken entdecken - Der Christus in mir 01:00:48
Aber das Wichtige ist, dass dieses Leben drinnen ist, diese Beweglichkeit drinnen ist. Und dieses immer wieder neue Gestalten, so wie es im Leben ist, wo immer wieder neue Formen auftauchen. Also die ganze Evolution, sie anschaut, ist ja etwas Wunderbares. Und Rudolf Steiner hat nie über die Evolutionslehre geschimpft. Ich meine, auch wenn es heute leider vielfach ganz materialistisch ausgedeutet wurde, aber in Wahrheit ist es eine großartige Botschaft, wie der Geist wirkt in der Welt. Und dass es eben gerade nicht nur mechanisch ist und nur nach Zweckmäßigkeit und dergleichen. Sondern immer wieder Neues erfunden wird und dabei aber immer wieder auch höhere Stufen erklommen werden. Das steckt alles drinnen. Und wir werden viel lernen. Und gerade unser materialistisches Zeitalter hat auch den Vorteil oder zwingt uns dazu, ist manchmal nicht angenehm, von allen guten Geistern verlassen zu sein, aber dann darauf zu kommen, hoffentlich, ich habe ein Ich in mir. Und in diesem Ich ist der göttliche Funke. Es ist eigentlich der Christus in mir, ein Fünkchen davon. Und da ist Kraft drinnen. Und diese Kraft ist stärker als alle diese ahrimanischen Anfechtungen, die da sind, sowieso stärker auch als das, wozu uns Luziferns verführen will. Also, sodass wir auch lernen können, das zu beobachten und zu sehen, ja, ihr Widersacher habt eure Aufgabe, aber ich muss euch nicht verfallen. Im Gegenteil, ich kann mit dazu beitragen, euch zu erlösen, einmal. Das heißt, euch von eurer Aufgabe zu entbinden. Weil ihre Aufgabe ist einmal, alles zu tun, um uns auf Irrwege zu führen. Damit wir aus eigener Kraft den richtigen Weg finden.
Ja, Freiheit, das heißt, wirkliche Eigenverantwortung ist aber nicht anders zu haben. Man hört oft, ja, wie kann Gott das ganze Übel in der Welt zulassen? Und es gibt genug Übel in der Welt. Aber Gott hat nicht gesagt, dass wir dieses Übel machen müssen, aber er lässt uns die Freiheit dazu. Wir müssen es selber wollen. Ansonsten, wenn eh alles gut läuft, dann sind wir unfrei, wenn es von selber alles gut läuft. Wir machen die Fehler selber, wir machen uns die Probleme selber im Grunde. Und nicht nur uns, sondern auch unseren Mitgeschöpfen auf der Erde, der ganzen Erde selber, machen wir diese Probleme. Aber es liegt auch in unserer Hand, sie zu bewältigen, diese Probleme, und sogar noch darüber hinaus zu gehen einmal, die Welt zu einer noch viel besseren zu machen. Gerade auch durch unseren Beitrag. Das ist eigentlich das, was von uns erhofft wird, sagen wir es einmal so. Das ist es, was die geistige Welt, wenn man es so nennen will, was der Christus, das Göttliche von uns will. Also eben auch nicht nur einfach brave Befehlsempfänger zu sein, dem Impuls zu folgen und nicht weiter nachzufragen, wie - sondern selber einen Beitrag zu den Mut zu haben, selber so klein, so winzig klein, schöpferisch tätig zu sein. Aber wach und bewusst. Eben nicht: Ich schmeiße genial was hin und nehmt es, wie es ist. Nein! Sondern weil ich auch so wach dabei bin, dass ich Verantwortung damit übernehmen kann, dass ich spüre, was da drinnen wirkt für eine Kraft. Und dann kann ich diese Verantwortung tragen. Also das ist die Aufgabe, die uns die Mysteriendramen stellen.
Margherita, sagst du mir, wie viel Zeit wir schon jetzt haben? [Eine Stunde, vier Minuten]. Eine Stunde, vier Minuten. Na, dann können wir noch ein bisschen, haben Sie noch Kraft? [Publikum: Ja!] Nicht allzu lang.
Inhalt des 1. Bildes: Hilarius' wirtschaftliches Projekt ist umstritten 01:05:01
Dann ein bisschen zur Systematik. Jetzt habe ich ja so Sprünge quer durchgemacht. Jetzt will ich ein bisschen das Gerüst sagen. Also das erste Bild, das ich schon erwähnt habe, fängt an, Hilarius im Gespräch mit dem Bürochef. Sie sind im Streit im Grunde, obwohl sie Freunde sind. Der Büroschef sagt, so wie du das anpackst mit deiner geistigen Idee, wird das nicht funktionieren. Wer wirtschaftlich denkt, muss anders denken. Und es bleibt also zunächst offen dieser Konflikt. Der bleibt bis zum Schluss im Grunde offen. Hilarius setzt aber jedenfalls ganz stark darauf, dass Strader der sein wird, der dieses Werk vorantreiben kann. Er hat schon mitgekriegt, dass die anderen alle irgendwie abspringen, weil sie sich nicht befähigt fühlen, das durchzuziehen. Eben der Thomasius als Künstler: Ich weiß zwar nicht wirklich, wie das dann gehen soll, wenn der ganz abspringt, wer soll dann die künstlerische Gestaltung machen, muss er sich mit den anderen finden? Bleibt offen, bleibt alles offen. Aber immerhin, wenn der Strader da ist, der wird also eine technische Lösung finden, die zugleich den geistigen Kern in sich hat. Das erhofft sich der Hilarius.
Inhalt des 2. Bildes: Thomasius schwelgt in luziferischen Genüssen. Er will nicht wissen, „wie der Geist in dunklen Seelen tiefe Rätsel löst”. Professor Capesius erlebt seine Zweifel geistig mit 01:06:28
Im zweiten Bild kommt dann eh schon der Thomasius. Schwärmt, steht in der Natur draußen, schaut in die Welt hinaus auf die Berge, die da aufragen, die Wälder und die Farben und die Formen, die dort glänzen. Ja, das ist die Welt, in der Johannes verweilen will, und er will also ganz aufgehen in dieser sinnlichen Schönheit draußen, weil er am Luzifer dran hängt. Er will das alles genießen, er will den sinnlichen Genuss auf einer sicher sehr verfeinerten Ebene, aber doch, es ist der sinnliche Genuss. Das ist sehr sehr stark im vorgehenden, im dritten Drama herausgekommen. Da hat ganz der Luzifer an den Wunschesmächten gepackt, also die Wünsche, die ganz persönlichen Wünsche. Das sind nicht individuelle Gedanken, das sind persönliche Wünsche, die er hat, nämlich sich selber genießen im Grunde. Im Grunde sagt er, er will die Natur genießen, aber in Wahrheit will er sich selber dabei genießen: Ach, wie toll habe ich das wieder gemacht!
Er spricht es nicht ganz so drastisch aus, aber im Grunde steckt es dahinter. Ja, wie oft Künstler halt auch sind, ist ja so. Darum hat Rudolf Steiner auch deutlich gesagt, wir müssen auch im Künstlertum einen Schritt vorwärts tun, ein bisschen bewusster und wacher sein. Und nicht nur sich für das große Genie halten und Gott sei Dank kommt die Inspiration, egal von wo, interessiert mich ja gar nicht. Ja, dann kommt … es kommt heute sehr viel Inspiration. Es kommt aber auch sehr viel luziferische und sehr viel mittlerweile auch ahrimanische Inspiration. Wo die Kunst dann halt bei Gott nicht Lebenskräfte spendet, sondern das genaue Gegenteil davon. Wo also Bilder da sind, die die Hässlichkeit bringen, die uns die Begegnung mit dem Ahrimanischen bringen. Hat auch eine Aufgabe, wir müssen uns dem stellen in Wahrheit! Weil es geht uns alle an, sowohl der Luzifer als der Ahriman. Der eine mehr, beim anderen der andere, aber im Grunde sind es immer beide, die uns angehen. Wenn wir sagen, wir sind ganz im Ahrimanischen, dann kommt irgendwo schon der Luzifer mit. Und wenn es das wunderschöne Handy oder was ist, ganz ahrimanische Technik. Aber was da glänzt und flimmert drauf ist der Luzifer. Also das sind heute im Grunde immer nur im Doppelpack zu haben. Und ja, mit dem muss man halt umgehen.
Also, ja … und in diesem zweiten Bild kommt eben auch die Szene, wo der Capesius dann erlebt, was im Johannes vorgeht. Also dass er das ganze Geistige, das Bewusste los sein will und wie in der Jugend sein möchte, so frei, so unbewusst. Er will nicht wissen, „wie der Geist in dunklen Seelen tiefe Rätsel löst”. Doch schaffen will er, will Künstler sein. Und was weiter ist, will er sich nicht einlassen. Und daher will er beim Hilarius auch nicht mitmachen bei seinem Werk. Weil der verlangt, dass das ihm jetzt ganz bewusst gemacht wird. Eben nicht auf die alte Art, sondern ganz neu. Und so, dass der Capesius dann das den Menschen erläutern kann, was da alles drinnen steckt, am geistigen Tiefen. Na, die zwei fallen aber schon da aus. Der Capesius, weil er miterlebt, was beim Thomasius da ist. Der Thomasius ist wieder schockiert, dass der das alles im Detail miterlebt. Was selten passiert, weil es so genau kann man sehr selten wahrnehmen, auch wenn man geistig sehend ist, geistig erlebend ist, was in einem anderen Menschen vorgeht. Also sozusagen bis in die tiefsten Tiefen hineinzuloten. Es hat jeder Mensch sozusagen seine Privatsphäre irgendwo. Und es ist nur in ganz seltenen Momenten und eben auch nur dann, wenn man einen großen Schritt in der eigenen geistigen Entwicklung weitermacht. Dann gibt es unter Umständen die Möglichkeit, das zu sehen.
Frage aus dem Publikum: Ist das die neue Wahrnehmung?
Antwort Wolfgang: Naja, es ist so, auch beim Capesius ist es nur jetzt in dieser Situation. Und dann hat er sie wieder nicht mehr. Es ist also ein Ausnahmefall. Es ist ein Ausnahmefall, eben weil die beiden, der Thomasius und er, auch schicksalsmäßig stark verbunden sind.
Hilarius und Professor Capesius gelingt es nicht, das Geistige in die Gestaltung der äußeren Welt hineinzutragen. Sie wenden sich von ihrem Werk ab 01:11:06
Und da jetzt eine wichtige Erkenntnis aufflammt. Und für beide halt mündet sie in dem, dass sie sich abwenden von dem Werk: Also das heißt, das Geistige in die äußere Welt hineinzutragen, in die Gestaltung der äußeren Welt ganz bewusst hineinzutragen. Da sehen sie sich beide nicht fähig dazu. Sie haben Angst davor. Ja, weil natürlich werden dann auch die Widerstände kommen. Das ist ganz klar. Der Doktor Strader hat auch seine Ängste in Wahrheit. Auch das spielt eine ganz große Rolle. Wir werden das sehen dann, ich glaube, im vierten Bild ist es. Also etwas später auf jeden Fall sind die Menschen auch versammelt. Und Maria macht dann dem Strader, der so ein bisschen geistig weggetreten ist, erlebt den geistigen Hintergrund. Maria erscheint ihm eigentlich als geistige Gestalt und macht ihm den Vorwurf, wo ist dein geistiges Licht, wo ist dein Licht? Du strahlst kein Licht, du strahlst Finsternis. Und weil natürlich der Strader mit den ahrimanischen Kräften immer in einem gewissen Konflikt steht, aber eben auch die Scheu hat, da wirklich ganz genau hinzuschauen. Und daher erkennt er vieles nicht. Und er müsste sein eigenes Licht strahlen.
Das Geheimnis der geistigen Welt: Je kräftiger sie da ist, desto mehr geistiges Licht muss ich ausstrahlen, um sie wahrnehmen zu können 01:12:39
Das ist eben dieses Geheimnis der geistigen Welt. Je heller die geistige Welt ist oder auch je dunkler sie ist, je kräftiger sie da ist, umso mehr geistiges Licht muss ich ausstrahlen, um sie wahrnehmen zu können. Also gerade dort, wo geistige Welt lichtvoll strahlt, muss ich viel Licht dagegen setzen. Aber auch, wo Finsternis mir entgegenkommt, muss ich mein geistiges Licht hinhalten. Dann kann ich etwas wahrnehmen, sonst nehme ich es nicht wahr. Also wir sind, weil wir doch als Menschheit heute die meisten noch relativ blind sind dafür, heißt es nichts anderes, wir strahlen noch nicht genug eigenes, eigenes geistiges Licht. Da können wir jetzt nicht so, bitte lieber Engel, gib mir mein Licht und lass mich strahlen. Wir selber, unser Ich, sollte strahlen.
Und das heißt, wenn man es ernst nimmt, ist das gewichtig, dieser Ausspruch, weil das heißt, da brauche ich schon eine gewaltige Kraft in mir, wirkliche Schöpferkraft darin. Wir haben sie alle, wir haben ein Ich. Und hier und da passiert es uns ja, weil so halbbewusst, aus dem Ich wirklich etwas kommt, was zum Beispiel dann eben so liebevoll ist, dass es für einen anderen so wohltuend ist. Man kriegt es vielleicht gar nicht bewusst mit, wie das wirkt auf einen anderen. Oft ein liebes Wort, das man ausspricht. Und das ändert das Leben für einen anderen. Das kann ganz, ganz, ganz gewaltig eigentlich sein, die Wirkung davon. Aber wir kriegen es noch viel zu wenig mit. Und daher können wir es ja noch nicht ganz frei und bewusst und willkürlich handhaben. Also das ist das, was alle hier lernen müssen, dieses eigene Licht genügend zu strahlen. Ja, drittes Bild ist nicht so wichtig.
Das 5. und 6. Bild gibt einen Einblick in eine frühere Inkarnation: Der Gang durch die geistige Welt zurück zur Sonnensphäre, zur Saturnsphäre und weiter bis zur Weltenmitternachtsstunde, um in die ägyptische Zeit zu gelangen 01:14:48
Viertes Bild ist eben die Szene, wo auch Maria, eben den Doktor Strader anspricht mit … nein, wie ist es, das Vierte? Fünftes Bild … nein, doch, es ist vorher, jetzt fünftes Bild, ganz was anderes. Das ist noch ein wichtiges Thema, fünftes und sechstes Bild, bevor wir in die ägyptische Zeit kommen.
Wie kommt man in die ägyptische Zeit? Naja, es hat etwas zu tun … man muss auf jeden Fall den Weg in die geistige Welt finden. Die ägyptische Zeit, so wie sie damals war, ist jetzt nicht mehr äußerlich zu finden. Also wenn ich nach Kairo oder nach Gizeh fahre und mir die Pyramiden anschaue, bin ich nicht in der alten ägyptischen Zeit, sondern sehe nur die Monumente oder die Reste davon, die übergeblieben sind. Ich muss also geistig hingehen. Das heißt, ich muss den Weg durch die geistige Welt gehen. Ich muss mich eigentlich, weil es ja darum geht, zu schauen, die Personen, die damals inkarniert waren, nämlich eben diese ganzen handelnden Personen - der Thomasius war dort, der Benedictus war dort, der Strader war dort, der Hilarius war dort dabei, die alle waren dabei. Also es geht darum, einen Einblick in eine frühere Inkarnation zu haben. Und dieser Weg zur Erkenntnis der früheren Inkarnation wird da jetzt sehr deutlich geschildert. Ja, da geht voran einmal ein geistiger Weg, der durchgeht, den man sonst auch geht zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Ein Weg, der durch die ganze geistige Welt führt. Und so geht man jetzt geistig zurück im Grunde, indem man durch die geistige Welt geht und dann zurückkommt in die alte ägyptische Zeit hinein.
Es wird geschildert, also der Weg jetzt, den die beteiligten Personen machen - zwei wesentliche Stationen werden geschildert, die repräsentativ für alle Stufen sind. Es geht ja darum, dass wir eigentlich durch die ganze kosmische Welt durchgehen im Grunde. Also durch unser Planetensystem, weiter darüber hinaus, bis zur sogenannten Welten-Mitternachtsstunde. Das ist also die höchste Stufe, die kaum jemand bewusst durchschreiten kann, aber wo wir trotzdem durchgehen und uns Kräfte mitnehmen. Und dann geht es wieder zurück. Und diesen Weg geht man eben auch, wenn man zu einer früheren Inkarnation bewusst erlebend kommen will. Dann geht der Weg eigentlich auch so. Daher haben wir jetzt im fünften und sechsten Bild zuerst durch die Sonnensphäre, die ist repräsentativ vor allem für die Seelenwelt. Weil die Seelenwelt geht bis zur Sonnensphäre, bis inklusive Sonnensphäre. Und dann geht man in die eigentliche geistige Welt, also in das Devachan, wie es Rudolf Steiner früher auch im Anklang an die indische Lehre oder die theosophische Lehre genannt hat. Dann geht es durch die Saturnsphäre. Die Saturnsphäre ist der Übergang wirklich in den ganz großen Kosmos hinaus bis in die Weltenmitternachtsstunde. Also diese Bilder sind drinnen.
Inkarnation in der altägyptischen Zeit: Die Protagonisten im Amt als Tempelpriester. Die Einweihung nach ägyptischem Vorbild misslingt 01:18:27
Und da wird man dann sehen, was die einzelnen Menschen, die da beteiligt sind, aber jetzt als Geistwesen, also das heißt ihr Geist, der durchgeht, durch diese Sphären dort erlebt. Und wenn sie durch sind durch diese Sphären, dann können sie sich wieder vergegenwärtigen, wie war denn das damals in der altägyptischen Zeit. Was ist denn da passiert? Und da taucht eben jetzt dieses Bild auf, wo die ganzen beteiligten Personen Tempelpriester waren, die verschiedene Ämter dort hatten. Eben Capesius das wichtige Amt des Schwellenhüters … ah … des Opferweisen, der also die wichtige Aufgabe hatte, zu verhindern, dass das individuelle, das persönliche, das egoistische Ich des Geistesschülers, der da erweckt werden soll, nämlich Maria in einer früheren männlichen Inkarnation, dass dieses Ich weggehalten wird.
Das konnte nämlich der Geistesschüler nicht selber, dazu musste ein Tempelpriester mithelfen. Das war eine ganz wesentliche Aufgabe, dass einer darunter war, der dafür gesorgt hat, durch seine Meditationen, durch seinen geistigen Einfluss, dass das Ich nicht zu dem Zeitpunkt, wenn der in die Trance versetzt wird, dabei ist. Weil es eben nur im Grunde noch nicht wirklich eigenständiges, freies Ich war, sondern in Wahrheit Ego. Und das hat dort nichts verloren. Das Ego hat mit der geistigen Welt nichts zu tun. Ich wünsche mir das so, ich wünsche mir dieses, ich brauche jenes, ach das ist schön - das ist der geistigen Welt völlig uninteressant. Da sind Impulse, die notwendig sind, aus geistiger Perspektive notwendig sind, die vielleicht anstrengend, schmerzvoll vielleicht sogar sind, wenn man sich dafür einsetzt. Da ist eine ganz andere Kraft, die nicht so - ja, wie soll ich es ausdrücken, wehleidig ist: Aber gefallen tut man das nicht, ich möchte es lieber nicht machen! Nein! Der Geist will es machen. Das wirkliche Ich, wenn es erwacht ist einmal, will es auch machen. Da sind wir auch manchmal ein bisschen hart gegen uns selber.
Aber damals in der ägyptischen Zeit konnte man das noch nicht. Also musste das Ich im Moment, in dem Zeitraum über die dreieinhalb Tage - oder bei uns dreieinhalb Minuten - in der Einweihung weggehalten werden, durfte nicht sich aussprechen durch den Geistesschüler. Aber genau das verhindert der Capesius als Opferweiser. Und dadurch geht das Ganze schief. Es geht so schief, dass sogar die Statuen - es gibt in dem Tempel dort sogar Statuen von Luzifer und Ahriman - die sich anfangen zu bewegen plötzlich. Also es ist Katastrophe, oh Frevel! und weiß Gott was.
Also die ganzen Tempelpriester … man muss denken, in der ägyptischen Zeit strengstes Zeremoniell, jede kleinste Bewegung musste exakt durchgeführt werden. Jedes Wort, das gesprochen wurde, war vorgegeben. Nicht, wir gestalten hier frei gemeinsam vielleicht einen Gottesdienst, eine Predigt mit eigenen Worten. Nein, da war alles genau nach Überlieferung … durch viele Generationen Erfahrung hat sich das gesammelt, wie man das ganz exakt zu tun hat. Und das zerbricht komplett. Die ganze Zeremonie, die ganze Ordnung bricht in dem Tempel zusammen. Sie rennen wild durcheinander, sind schockiert. So dass sie eben erleben auch … so lebendig erfahren diese ahrimanischen, luziferischen Kräfte wie Gestalten, die jetzt mitten unter ihnen wirklich sind. Und sie sind es geistig gesehen auch. Das heißt, bei der Einweihung ist es luziferisch-ahrimanisch im gewissen Sinne, die da passiert. Aber etwas Höheres kommt nicht wirklich herein. Das spricht der Geistesschüler ja dann ganz deutlich aus. Welcher Genuss das ist, wieder in die Körperhülle zu fahren und in die sinnliche Welt zu tauchen. Welche Freude das ist, dieses sinnliche Licht zu erleben. Aber von höheren Welten kann er nicht künden. Es scheitert das komplett.
Durch drei Rückschauen werden die engen karmischen Verbindungen untereinander deutlich. Der Untergang des Templer-Ordens 01:23:10
Und der oberste Opferweise ist niedergeschmettert dadurch, der später dann der Benedictus ist, der Geisteslehrer aller dieser Leute. Das heißt, die haben eine enge karmische Verbindung auch. Ein nicht ganz unproblematisches Schicksal verbindet sie alle miteinander. Das spielt natürlich in diese Entwicklung der Personen ganz stark hinein. Darum gelingen manche Dinge nicht, die sonst vielleicht gelingen könnten. Aber da liegt die Last früherer Erdenleben … hängt daran. In den vier Mysterien-Dramen sind zumindest zwei klare Rückschauen da, eigentlich drei sogar. Im ersten Drama kommt nämlich auch schon eine Rückschau beim Johannes Thomasius bzw. bei der Maria. Da wird deutlich, dass sie schon in frühchristlicher Zeit miteinander verbunden waren, wo die Maria als christlicher Mönch in ein heidnisches Dorf gekommen ist. Dort war der Thomasius als Frau inkarniert und wurde dann Schüler dieses christlichen Priesters und ist eben zum Christentum übergetreten.
Das kommt dort schon vor, ist aber nur so kurz geschildert eigentlich. Also nicht so eine ganze Szene, die dem gewidmet ist mit den ganzen Personen rundherum. Aber im zweiten Drama kommt dann der Rückblick auf die Templer-Zeit. Also das heißt, es ist Anfang der Neuzeit irgendwo. Da spielt der Untergang des Templerordens … ganz dramatische Zeit auch. Die Zeit des zweiten Mals, wo sich die Zahl 666 vollendet. Unter dem Impuls wurde der Templerorden zerstört, der eigentlich schon diese Idee hatte, z.B. ein ganz anderes Geldwesen zu schaffen. Haben sie ja geschaffen damals auch, und das im Dienste des Geistes war und aber so funktioniert hat, dass man eben auch in Jerusalem Geld beheben konnte, wo auch immer man wollte. Aber wo dann Philipp der Schöne eben auf das Gold, das die Templer eben auch, aber nicht zu ihren eigenen Zwecken, sondern eben für die geistigen Zwecke verwaltet haben, in die Finger kriegen wollte und damit dann der Templer-Orden vernichtet wurde. Und die führenden Templer verbrannt wurden letztlich. Also eine ganz dramatische Geschichte. Und so ein bisschen ein Anklang sind also diese Mittelalter-Szenen, weil da ist es jetzt eben auch ein Templerorden, eine Templer-Burg auf jeden Fall, die im Zuge dieser Geschehnisse niedergebrannt wird und die Leute umkommen dabei.
Und dann ist eben deutlich auch diese ägyptische Szene. Das ist auch etwas, das ja auch ganz in allen Details geschildert wird. Und das spielt eben alles in der geistigen Entwicklung der Menschen eine Rolle. Also man muss immer schauen, welche Menschen umgeben mich, was verbindet mich mit denen aus früheren Zeiten und warum gelingen gewisse Dinge nicht. Es hängt eben oft zusammen, dass da noch eine Schuld oder ein Versäumnis oder ein Fehler, den man begangen hat, dass der erst aufgearbeitet werden muss. Und die Kunst ist halt, das zu erkennen, irgendwo.
Spätestens in der nächsten Kulturepoche sollten wir fähig werden, Einweihungen ganz bewusst aus dem Ich durchzuführen 01:27:02
Wirkliche Einweihungen sollen sich irgendwann einmal dazu führen, das wirklich ganz bewusst zu erkennen. Das wird auch kommen als eine Fähigkeit für viele Menschen, sicher spätestens in der nächsten Kulturepoche. Zumindest für einen größeren Teil. Also das ist auch nicht irgendwas, was jetzt nur exklusiv dann für einzelne ganz besonders erwählte Menschen ist. Die gehen nur voran den Weg und gehen den vielleicht um mehr als tausend Jahre voran. Aber eben damit es dann später mehr Menschen selbstverständlich haben, so wie wir heute zumindest ein elementarisch logisches Denken praktisch alle irgendwo haben und es Zeiten gab, wo das die höchsten Eingeweihten waren, die in die elementarsten Begriffe des logischen Denkens eingeführt wurden - also eben in der ägyptischen Zeit. Und sonst konnte das niemand. Und daher das Volk dann auch wirklich sich hilflos gefühlt hat, wenn jetzt der Pharao da oben stirbt. Wer gibt den Weg an? Ja, selbst natürlich die weisen Priester haben natürlich auch ihre Interessen gehabt, aber sie waren trotzdem angewiesen auf den einen Auserwählten, der das Ganze im Griff, der den Überblick über das Ganze gehabt hat und die Fähigkeit das Ganze zu führen, in der altägyptischen Zeit zumindest.
Je mehr wir dann schon an die griechisch-lateinische Zeit kommen, fängt es eh schon zu verfallen an. Und da kommen schon viel mehr Egoismen herein, das heißt ganz deutlich, dass die dann auch bei den Priestern natürlich da ist und beim Pharao wahrscheinlich auch oder so. Aber bei dem vielleicht noch am wenigsten, weil der hatte die härtesten Prüfungen. Und es waren eine Einweihung, die an den Rande des Todes geführt haben und die Vorbereitung dazu war, dass er durch viele körperliche Prüfungen durchgehen musste, die ihn an den Rande des Todes brachten und die er bestehen musste, also durch Fallen durchgehen oder sonstiges. Teilweise ja die Fallen, die in den Pyramiden oder was drinnen sind, die sind nicht für die Grabräuber, sondern für den Einzuweihenden. Der musste sich bewähren, der musste den Weg finden, den Weg sich zurechtfinden, das heißt so bewusst sich der kosmischen Konstellation sein, nach der die Pyramide gebaut ist, dass er den richtigen Weg findet und genau spürt, wo die Falle ist. Und wenn er es nicht geschafft hat, dann war er halt nicht befähigt für das Amt. Das hat sich dann später herausgestellt. Natürlich, in den Anfängern war es so, dass wirklich nur die Befähigsten ausgewählt wurden, aber später gab es halt nicht mehr so viele Befähigte und es gab auch nicht mehr die Priester, die das wirklich sicher erkennen konnten. Und daher ist dann immer mehr schief gegangen oder es hat dann überhaupt nicht mehr funktioniert. Und es war im Grunde nur mehr eine Phase, es war eine Tradition, die man gepflegt hat, aber ohne wirklich, dass eine geistige Erweckung stattgefunden hätte. Und das ist eben etwas, was aber der Professor Capesius als Opferweiser spürt. Dass da eine neue Zeit anklopft und dass der alte Weg nicht mehr geht. Das funktioniert auf diese Art nicht mehr.
Wir müssen also vorwärts vielleicht alles verlieren einmal, um dann aber aus dem Ich heraus ganz bewusst den Weg gehen zu können. Aus dem Ich, das jetzt in der alten altägyptischen Zeit immer weggehalten wurde. Aber das geht nicht mehr. Also, ja, da stecken immens viele Schätze drinnen. Es geht also dann eben durch diese ägyptischen Szenen durch.
Maria fasst ein Gelöbnis, nie wieder Seligkeit erleben zu wollen, wenn Gedanken in ihr reifen, als Waffe gegen Luzifer. Aus ihrem Denken schmiedet sie das Geistesschwert gegen Ahriman 01:30:55
Und dann im Schluss die Aufarbeitung … also bei Maria zum Beispiel ganz deutlich. Sie ist die Einzige, die auf diesem ganzen Weg durch die geistige Welt, wo dann auch die Rückschau war in die ägyptische Zeit, die bis zur Welten Mitternacht bewusst durchgehen konnte. Und die daher eben auch wieder den Widersacher namentlich dem Ahriman Paroli bieten kann. Und sie hat ja schon … und zugleich eben auch den Luzifer bändigen kann in gewisser Weise, weil sie hat „ein heilig-ernst Gelöbnis gefasst“, dass sie nie wieder die Seligkeit in sich erleben will, wenn Gedanken in mir reifen. Dessen enthält sie sich. Und das ist die Waffe gegen Luzifer in dem Fall. Und beim Ahriman geht es darum, dass sie den Ahriman mit ihren eigenen Waffen schlägt. Mit ihrem Denken. Sie schmiedet sich aus ihrem Denken das Geistesschwert, mit dem sie den Ahriman mit seiner ganzen Logik noch übertrifft. Und ihn schlägt mit seinen Waffen. Dann kann er nichts tun. Also es sind auch viele Rezepte - weil die sind nicht so einfach zu befolgen - aber Hinweise zumindest in welche Richtung es geht.
Also man muss auch die Kräfte der Widersacher kennen und sich einlassen. Darf ja nicht nur immer sagen, ja, mach einen möglichst weiten Bogen darum herum. Dann lauern sie am anderen Eck wieder. Also sie lassen uns nicht los. Es ist schon klar, dass man das nur Schritt für Schritt angehen kann. Aber man kann Schritt für Schritt mit den luziferischen Kräften … denen Schranken setzen, manchen zumindest und genauso den ahrimanischen Kräften. Weil wir brauchen sie auch in unserer Kultur.
Das Ich steht zwischen Luzifer und Ahriman. Darauf ist die ganze Menschheitsentwicklung aufgebaut 01:33:00
Die ganze Menschheitsentwicklung ist auf dem aufgebaut, dass das Ich da steht zwischen Luzifer und Ahriman auf Erden. Und im Ich mit dem Christus verbunden sind als Menschen. Das ist das Bild, das ist das Grundbild. Und das gilt für jeden Menschen. Es liegt an uns, diese Kraft zu wecken. Mancher kann es halt schneller wecken, manchmal ein bisschen langsamer. Auf das kommt es nicht an. Aber das Wichtige ist zu erkennen, wecken kann ich sie nur selber. Wir haben eine Vorbereitung gehabt in vorchristlicher Zeit, das uns eine Basis geschaffen hat dafür. Aber jetzt heißt es: Mach was mit diesem Riesenschatz, den du bekommen hast!
Weil man muss sich denken, selbst höhere Geisteswesen als der Mensch haben nicht diese Freiheit, die der Mensch hat. Gerade beim Menschen ist absolut zugelassen, dass er sich der Gottheit auch ganz entgegenstellen kann und sagen: Nein! Er muss halt dann auch mit den Folgen fertig werden. Aber er hat die Freiheit dazu. Und er kann vor allem eben wirklich auch ganz dagegen arbeiten. Und diese Möglichkeit muss real bestehen, sonst ist es keine Freiheit. Das kann man nicht nur simulieren sozusagen. Aber wir haben auch die Möglichkeit und dazu ist unsere ganze irdische Entwicklung durch viele Inkarnationen da. Und aus dem versteht man vielleicht auch, dass so viele Inkarnationen notwendig sind. Wir können selber das mit der Zeit Schritt für Schritt in den Griff bekommen. Nicht in einer Inkarnation, sicher nicht!
Also der Wundermensch ist niemand, der das in einer Inkarnation schafft. Aber wir haben viele Inkarnationen zur Verfügung, aber nicht unendlich viele, aber doch eine ganze Menge. Und da ist eingerechnet, dass wir Fehler machen werden. Die liegen auch an uns. Niemand drängt uns dazu. Ja, vielleicht die Widersacher. Aber wenn wir folgen, ist halt trotzdem unser Problem. Aber wir können daraus lernen. Und wenn wir in der nächsten Inkarnation nicht gelernt haben, dann vielleicht in der übernächsten oder in der über-übernächsten. Daher ist der Inkarnationsgedanke in Wahrheit ein zutiefst christlicher Gedanke, wenn man das Christentum wirklich so im tiefgeistigen Sinne versteht. Also nicht nur als der Mensch, wenn er nur brav ist und dem Geboten allen folgt, dann kommt er ins Himmelreich. Das ist aber zu wenig. Das ist zu wenig.
Sondern es wird erwartet, dass wir aktive Mittätige werden. Wie klein auch immer. Und es wird uns zugestanden, dass wir scheitern, irren können. Wir können aber auch korrigieren. Das ist nicht immer angenehm, aber es ist eigentlich eine riesige Freude, wenn man dann merkt, aha, jetzt habe ich so einen Schritt bewältigt! Das ist eigentlich schön. Und wenn es noch drei Inkarnationen erst ist. Das müssen wir vielleicht lernen, diese große Perspektive zu haben. Früher in vorchristlichen Zeiten hatten das die Menschen, weil sie selbstverständlich die Toten begleitet haben auf ihrem Weg. Die meisten wussten, sie werden wiedergeboren irgendwann, sie kommen wieder und man war verbunden mit ihnen. Das heißt, man hat nicht nur sein eigenes, kleines Erdenleben überschaut, sondern viel größere Dimensionen. Das ist uns jetzt einmal mehr oder weniger verloren gegangen, aber vielleicht, um gerade wach zu werden. Und sich dort … hier allein verlassen, was tue ich? Und selber erst merken, ah, wenn ich jetzt ein bisschen mehr die geistigen Augen auftue, sehe ich die riesige Perspektive: Was liegt denn schon alles hinter mir? Was habe ich nicht schon alles bewältigt? Was habe ich auch an Fehlern mitgebracht? Aha, Aufgaben für die Zukunft. Also man kriegt dann auch Mut, weil man sieht, man hat ja auch schon sehr, sehr vieles bewältigt. Man sieht, es geht ja. Aber wir müssen es uns halt selber erkämpfen, auch das Bewusstsein dafür. Es wird uns nichts geschenkt im Grunde.
Dank und Verabschiedung 01:37:45
Gut, in diesem Sinne, danke! [Applaus] Danke!
Morgen werden wir halt so ein bisserl ein Stückerl davon sehen. Und ich entschuldige mich noch einmal dafür, dass das ein bisschen improvisiert sein wird, weil wir halt manche Ersatz haben. Ich werde selber mein Heft mitnehmen. Ich brauche es zwar fast nicht, aber ich werde es unauffällig dabeihaben. Ist besser, als ich hänge da und mir fällt das eine Wort nicht ein, das ist dann blöd. Ich lasse das jetzt laufen unter: Mut zu Fehlern!
Gut, dankeschön. Vielen Dank!
Glossar
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar A
- „[…] so wie wir heute zumindest ein elementarisch logisches Denken praktisch alle irgendwo haben und es Zeiten gab, wo das die höchsten Eingeweihten waren, die in die elementarsten Begriffe des logischen Denkens eingeführt wurden - also eben in der ägyptischen Zeit“ | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 01:27:02
- „Wie kommt man in die ägyptische Zeit? […] da geht voran einmal ein geistiger Weg […] den man sonst auch geht zwischen dem Tod und einer neuen Geburt […] indem man durch die geistige Welt geht und dann zurückkommt in die alte ägyptische Zeit hinein.“ | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 01:14:48
- „[…] man muss denken, in der ägyptischen Zeit strengstes Zeremoniell, jede kleinste Bewegung musste exakt durchgeführt werden. Jedes Wort, das gesprochen wurde, war vorgegeben […] da war alles genau nach Überlieferung […] durch viele Generationen Erfahrung hat sich das gesammelt, wie man das ganz exakt zu tun hat.” | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 01:18:27
- „[…] ein großes Volk […] weisheitsvoll zu lenken […] dieser Menschengeist bedurfte der Einweihung […] die damals gerade eine Einweihung in das Denken war. Noch niemand konnte zu der Zeit [Ägyptisch-chaldäische Zeit] von sich aus logisch denken[…].“ | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 00:13:27
- „[…] dass wir heute bewusst denken, ist […] ein Zeichen, dass die geistige Welt in uns wohnt, auch wenn wir es vielleicht gar nicht mitkriegen und das verachten […] abstrakte Gedanken […] Das haben wir heute. Die Ägypter mussten sich das erst holen […] indem sie bewusst […] in die geistige Welt gegangen sind.” | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 00:16:28
- „Die ganze Menschheitsentwicklung ist auf dem aufgebaut, dass das Ich da steht zwischen Luzifer und Ahriman auf Erden.“ | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 01:33:00
- „[…] geht es darum, dass sie [Maria] den Ahriman mit ihren eigenen Waffen schlägt. Mit ihrem Denken. Sie schmiedet sich aus ihrem Denken das Geistesschwert, mit dem sie den Ahriman mit seiner ganzen Logik noch übertrifft.“ | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 01:30:55
- „[…] durch die ganze kosmische Welt durchgehen […] zuerst durch die Sonnensphäre, die ist repräsentativ vor allem für die Seelenwelt […] dann geht man in die eigentliche geistige Welt, also in das Devachan […] Dann geht es durch die Saturnsphäre […] der Übergang wirklich in den ganz großen Kosmos hinaus bis in die Weltenmitternachtsstunde.“ | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 01:14:48
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar B
- „[…] die begabteste Geistesschülerin des Benedictus ist die Maria […] hochdramatische Szene im ersten Drama: Benedictus eröffnet ihr, dass ein hohes Geisteswesen durch sie wirken soll. Und sie ist ganz erschüttert […]“ | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 00:01:57
- „[…] mit vollem Bewusstsein wach in die geistige Welt […] dass dort immer die Widersacher lauern […] Und das ist die große Schwierigkeit, die die meisten Geistesschüler des Benedictus haben, dass sie es einfach nicht schaffen, immer wach zu sein.” | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 00:03:59
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar C
- „[…] gerade unser materialistisches Zeitalter […] zwingt uns dazu [… ] 'von allen guten Geistern verlassen zu sein', aber dann darauf zu kommen, hoffentlich, ich habe ein Ich in mir. Und in diesem Ich ist der göttliche Funke. Es ist eigentlich der Christus in mir, ein Fünkchen davon.“ | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 01:00:48
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar D
- „[…] geht es darum, dass sie [Maria] den Ahriman mit ihren eigenen Waffen schlägt. Mit ihrem Denken. Sie schmiedet sich aus ihrem Denken das Geistesschwert, mit dem sie den Ahriman mit seiner ganzen Logik noch übertrifft.“ | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 01:30:55
- „[…] so wie wir heute zumindest ein elementarisch logisches Denken praktisch alle irgendwo haben und es Zeiten gab, wo das die höchsten Eingeweihten waren, die in die elementarsten Begriffe des logischen Denkens eingeführt wurden - also eben in der ägyptischen Zeit“ | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 01:27:02
- „[…] dass wir heute bewusst denken, ist […] ein Zeichen, dass die geistige Welt in uns wohnt, auch wenn wir es vielleicht gar nicht mitkriegen und das verachten […] abstrakte Gedanken […] Das haben wir heute. Die Ägypter mussten sich das erst holen […] indem sie bewusst […] in die geistige Welt gegangen sind.” | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025 00:16:28
- „[…] durch die ganze kosmische Welt durchgehen […] zuerst durch die Sonnensphäre, die ist repräsentativ vor allem für die Seelenwelt […] dann geht man in die eigentliche geistige Welt, also in das Devachan […] Dann geht es durch die Saturnsphäre […] ist der Übergang wirklich in den ganz großen Kosmos hinaus bis in die Weltenmitternachtsstunde. “| Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 01:14:48
- „Also man sieht, dass das eigentlich wichtig ist, dass er den Doppelgänger sieht […] das ist für den Geistesschüler wichtig, für jeden Menschen wichtig […] dass man die dunklen Seiten, die man in sich trägt, dass man die Kraft hat, sie anzuschauen. Man kann sie nicht mit einem Fingerschnippen wegschaffen […]” | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 00:34:30
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar E
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Einweihung
- „[…] ein großes Volk […] weisheitsvoll zu lenken […] dieser Menschengeist bedurfte der Einweihung […] die damals gerade eine Einweihung in das Denken war. Noch niemand konnte zu der Zeit [Ägyptisch-chaldäische Zeit] von sich aus logisch denken[…].“ | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 00:13:27
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A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar G
- „[…] dass wir heute bewusst denken, ist […] ein Zeichen, dass die geistige Welt in uns wohnt, auch wenn wir es vielleicht gar nicht mitkriegen und das verachten […] abstrakte Gedanken […] Das haben wir heute. Die Ägypter mussten sich das erst holen […] indem sie bewusst […] in die geistige Welt gegangen sind.” | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025 00:16:28
- „[…] aus dem Geist heraus zu wirken, heißt immer im Grunde, einen - vielleicht ganz kleinen Schritt über die Grenze meiner Fähigkeiten, meiner jetzigen Fähigkeiten hinaus zu tun.“ | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 00:07:34
- […] Professor Capesius […] der auch immer wieder den Zugang zum Geistigen sucht, aber andererseits auch wieder zurückschreckt davor | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 00:25:27
- „Große Aufruhr deswegen, wegen des zentralen Themas eigentlich dieses vierten Dramas […] es geht darum, die geistige Kraft, diese Geistgemeinschaft, die sich mittlerweile gebildet hat, wirklich ins praktische Leben umzusetzen.” | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 00:40:12
- „[…] gerade unser materialistisches Zeitalter […] zwingt uns dazu [… ] 'von allen guten Geistern verlassen zu sein', aber dann darauf zu kommen, hoffentlich, ich habe ein Ich in mir. Und in diesem Ich ist der göttliche Funke. Es ist eigentlich der Christus in mir, ein Fünkchen davon.“ | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 01:00:48
- „Wie kommt man in die ägyptische Zeit? […] da geht voran einmal ein geistiger Weg […] den man sonst auch geht zwischen dem Tod und einer neuen Geburt […] indem man durch die geistige Welt geht und dann zurückkommt in die alte ägyptische Zeit hinein.“ | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 01:14:48
- „[…] durch die ganze kosmische Welt durchgehen […] zuerst durch die Sonnensphäre, die ist repräsentativ vor allem für die Seelenwelt […] dann geht man in die eigentliche geistige Welt, also in das Devachan […] Dann geht es durch die Saturnsphäre […] ist der Übergang wirklich in den ganz großen Kosmos hinaus bis in die Weltenmitternachtsstunde.“ | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 01:14:48
- „[…] wurde der Templerorden zerstört, der eigentlich schon diese Idee hatte, z.B. ein ganz anderes Geldwesen zu schaffen […] das im Dienste des Geistes war und aber so funktioniert hat, dass man eben auch in Jerusalem Geld beheben konnte, wo auch immer man wollte.“ | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 01:23:10
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Ich
- „Die ganze Menschheitsentwicklung ist auf dem aufgebaut, dass das Ich da steht zwischen Luzifer und Ahriman auf Erden.“ | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 01:33:00
- „[…] verschiedene Ämter […] Capesius das wichtige Amt des […] Opferweisen, der also die wichtige Aufgabe hatte […] , zu verhindern, dass das individuelle, das persönliche, das egoistische Ich des Geistesschülers, der da erweckt werden soll […] dass dieses Ich weggehalten wird.“ | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 01:18:27
- „[…] die Botschaft ist immer wieder, gerade dieser Mysteriendramen: Es kommt auf das einzelne Ich an - in der Gemeinschaft mit anderen Ich-en.“ | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 00:52:33
- „[…] gerade unser materialistisches Zeitalter […] zwingt uns dazu [… ] 'von allen guten Geistern verlassen zu sein', aber dann darauf zu kommen, hoffentlich, ich habe ein Ich in mir. Und in diesem Ich ist der göttliche Funke. Es ist eigentlich der Christus in mir, ein Fünkchen davon.“ | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 01:00:48
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar J
- „[…] sie [Theodora] erkennt ihn, Thomasius! […] der Freund der Maria, er sucht sie als geistige Quelle. Ohne mit ihr jetzt äußerlich täglich zu verkehren, aber geistig, er hängt geistig an ihr dran. Er saugt ihre Seele im Grunde aus und das macht sie so schwach, dass sie stirbt.” | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 00:28:53
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar K
- „[…] kurz vor der ägyptischen Zeit das sogenannte Kali-Yuga, wie es die Inder genannt haben, das finstere Zeitalter angebrochen ist […] wo also diese natürliche Fähigkeit, die alle Menschen hatten, in der geistigen Welt zu leben, wahrzunehmen […] innerhalb kurzer Zeit, von wenigen Wochen spricht Rudolf Steiner […] verschwunden.“ | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 00:10:40
- „[…] durch die ganze kosmische Welt durchgehen […] zuerst durch die Sonnensphäre, die ist repräsentativ vor allem für die Seelenwelt […] dann geht man in die eigentliche geistige Welt, also in das Devachan […] Dann geht es durch die Saturnsphäre […] ist der Übergang wirklich in den ganz großen Kosmos hinaus bis in die Weltenmitternachtsstunde.“ | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 01:14:48
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar L
- „Die ganze Menschheitsentwicklung ist auf dem aufgebaut, dass das Ich da steht zwischen Luzifer und Ahriman auf Erden.“ | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 01:33:00
- „[…] sie [Maria] hat ein Gelöbnis gefasst, dass sie nie wieder die Seligkeit in sich erleben will, „wenn Gedanken in mir reifen” […] Und das ist die Waffe gegen Luzifer in dem Fall.“ | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 01:30:55
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar M
- „[…] sie [Maria] hat ein Gelöbnis gefasst, dass sie nie wieder die Seligkeit in sich erleben will, „wenn Gedanken in mir reifen” […] Und das ist die Waffe gegen Luzifer in dem Fall.“ | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 01:30:55
- „[…] geht es darum, dass sie [Maria] den Ahriman mit ihren eigenen Waffen schlägt. Mit ihrem Denken. Sie schmiedet sich aus ihrem Denken das Geistesschwert, mit dem sie den Ahriman mit seiner ganzen Logik noch übertrifft.“ | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 01:30:55
- „[…] die begabteste Geistesschülerin des Benedictus ist die Maria […] hochdramatische Szene im ersten Drama: Benedictus eröffnet ihr, dass ein hohes Geisteswesen durch sie wirken soll. Und sie ist ganz erschüttert […]“ | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 00:01:57
- „[…] sie [Theodora] erkennt ihn, Thomasius! […] der Freund der Maria, er sucht sie als geistige Quelle. Ohne mit ihr jetzt äußerlich täglich zu verkehren, aber geistig, er hängt geistig an ihr dran. Er saugt ihre Seele im Grunde aus und das macht sie so schwach, dass sie stirbt.” | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 00:28:53
- „[…] Theodora. Im ersten Drama tritt sie schon auf als Seherin mit alten Fähigkeiten. Das heißt nicht vollbewusste Geistesschau nach langer Schulung, die man sich erwirbt, voll gedanken-klar und so. Sondern es überkommen sie diese Schauungen und sie spricht dann wie in Trance eben, wie ein Medium bedeutsame Dinge.“ | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 00:26:54
- „Die ganze Menschheitsentwicklung ist auf dem aufgebaut, dass das Ich da steht zwischen Luzifer und Ahriman auf Erden.“ | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 01:33:00
Mysteriendramen von Rudolf Steiner
- „Große Aufruhr deswegen, wegen des zentralen Themas eigentlich dieses vierten Dramas […] es geht darum, die geistige Kraft, diese Geistgemeinschaft, die sich mittlerweile gebildet hat, wirklich ins praktische Leben umzusetzen.” | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 00:40:12
- „[…] die Botschaft ist immer wieder, gerade dieser Mysteriendramen: Es kommt auf das einzelne Ich an - in der Gemeinschaft mit anderen Ich-en.“ | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 00:52:33
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A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar P
- „[…] verschiedene Ämter […] Capesius das wichtige Amt des […] Opferweisen, der also die wichtige Aufgabe hatte […] dass dieses Ich weggehalten wird “ | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 01:18:27
- […] Professor Capesius […] der auch immer wieder den Zugang zum Geistigen sucht, aber andererseits auch wieder zurückschreckt davor | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 00:25:27
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A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar R
- „[…] kurz vor der ägyptischen Zeit das sogenannte Kali-Yuga, wie es die Inder genannt haben, das finstere Zeitalter angebrochen ist […] wo also diese natürliche Fähigkeit, die alle Menschen hatten, in der geistigen Welt zu leben, wahrzunehmen […] innerhalb kurzer Zeit, von wenigen Wochen spricht Rudolf Steiner […] verschwunden.“ | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 00:10:40
- „[…] mit seiner sogenannten Strader-Maschine […] genau wissen wir nicht, wie die funktioniert. Es gibt eine tolle Skizze von Rudolf Steiner dazu, es gibt auch schon einige Menschen, die es nachgebaut haben. Ich weiß trotzdem noch nicht, wie die wirklich funktioniert.” | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 00:46:44
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | 0-9 | Gesamtglossar S
- „[…] Geistesschulung ist nicht so ohne! Man kommt in Kontakt mit Kräften, die ganz gewaltig sind und wenn man nicht ganz wach dabei sein kann - und wach dabei sein heißt […] die irdische Perspektive nicht verlassen zu müssen und zugleich aber auch das Geistige sehen zu können.“ | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 00:03:59
- „[…] durch die ganze kosmische Welt durchgehen […] zuerst durch die Sonnensphäre, die ist repräsentativ vor allem für die Seelenwelt […] dann geht man in die eigentliche geistige Welt, also in das Devachan […] Dann geht es durch die Saturnsphäre […] ist der Übergang wirklich in den ganz großen Kosmos hinaus bis in die Weltenmitternachtsstunde.“ | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 01:14:48
- „[…] durch die ganze kosmische Welt durchgehen […] zuerst durch die Sonnensphäre, die ist repräsentativ vor allem für die Seelenwelt […] dann geht man in die eigentliche geistige Welt, also in das Devachan […] Dann geht es durch die Saturnsphäre […] ist der Übergang wirklich in den ganz großen Kosmos hinaus bis in die Weltenmitternachtsstunde.“ | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 01:14:48
- „[…] mit seiner sogenannten Strader-Maschine […] genau wissen wir nicht, wie die funktioniert. Es gibt eine tolle Skizze von Rudolf Steiner dazu, es gibt auch schon einige Menschen, die es nachgebaut haben. Ich weiß trotzdem noch nicht, wie die wirklich funktioniert.” | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 00:46:44
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- „[…] wurde der Templerorden zerstört, der eigentlich schon diese Idee hatte, z.B. ein ganz anderes Geldwesen zu schaffen […] das im Dienste des Geistes war und aber so funktioniert hat, dass man eben auch in Jerusalem Geld beheben konnte, wo auch immer man wollte.“ | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 01:23:10
- „[…] wo dann Philipp der Schöne eben auf das Gold, das die Templer eben auch, aber nicht zu ihren eigenen Zwecken, sondern eben für die geistigen Zwecke verwaltet haben, in die Finger kriegen wollte und damit dann der Templerorden vernichtet wurde.“ | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 01:23:10
- „[…] Theodora. Im ersten Drama tritt sie schon auf als Seherin mit alten Fähigkeiten. Das heißt nicht vollbewusste Geistesschau nach langer Schulung, die man sich erwirbt, voll gedanken-klar und so. Sondern es überkommen sie diese Schauungen und sie spricht dann wie in Trance eben, wie ein Medium bedeutsame Dinge.“ | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 00:26:54
- „[…] sie [Theodora] erkennt ihn, Thomasius! […] der Freund der Maria, er sucht sie als geistige Quelle. Ohne mit ihr jetzt äußerlich täglich zu verkehren, aber geistig, er hängt geistig an ihr dran. Er saugt ihre Seele im Grunde aus und das macht sie so schwach, dass sie stirbt.” | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 00:28:53
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- „[…] durch die ganze kosmische Welt durchgehen […] zuerst durch die Sonnensphäre, die ist repräsentativ vor allem für die Seelenwelt […] dann geht man in die eigentliche geistige Welt, also in das Devachan […] Dann geht es durch die Saturnsphäre […] ist der Übergang wirklich in den ganz großen Kosmos hinaus bis in die Weltenmitternachtsstunde.“ | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 01:14:48
- „[…] diese Begegnungen eben mit den Widersacher-Kräften steigern sich dann immer mehr durch die vier Mysteriendramen hindurch.“ | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 00:03:59
- „[…] mit vollem Bewusstsein wach in die geistige Welt […] dass dort immer die Widersacher lauern […] Und das ist die große Schwierigkeit, die die meisten Geistesschüler des Benedictus haben, dass sie es einfach nicht schaffen, immer wach zu sein.” | Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 00:03:59
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